DE69210873T2 - Peristaltische intravenöse Infusionspumpe mit Anzeige einer gewählten Anwendung - Google Patents
Peristaltische intravenöse Infusionspumpe mit Anzeige einer gewählten AnwendungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe zur medizinischen Verwendung.
- Herkömmlich verfügbare Fluidinfusionspumpen sind im allgemeinen mit einer Tastatur 21 und Anzeigeeinheiten 22a, 22b, 23a, 23b versehen, wie in Fig. 11 dargestellt, und sie sind so ausgebildet, daß sie Einstellungen für die maximale Rate der Fluidinfusion, das maximal zu infundierende Volumen, das Verschluß-Meßniveau, die Luftblasen-Erfassungsgröße und dergleichen abhängig von den Anwendungszwecken (z.B. für Kinder oder Erwachsene) und den Verwendungsorten (z.B. Operationsraum, chirurgische Intensivstation) erlauben.
- Die Fluidinfusionspumpen sind elektromechanische, peristaltisch arbeitende Intravenösinfusions-Vorrichtungen mit Überdruck mit einem Pumpenmechanismus zur Verwendung mit einem vorgegebenen Verabreichungs-Ausrüstungssatz. Das Programmieren der Vorrichtungen erfolgt über die Tastatur 21. Um die Patientensicherheit zu verbessern, ist die Pumpe mit verschiedenen Typen von Alarmfunktionen wie für Luftblasenerkennung, stromaufwärtige Verschlußerkennung und stromabwärtige Verschlußerkennung versehen.
- Fig. 12 ist ein Blockdiagramm dieses Typs von Fluidinfusionspumpe.
- Gemäß Fig. 12 schaltet ein Spannungsschalter, der mit der Zahl 101 bezeichnet ist, die Spannung ein, wenn er betätigt wird. Dieser Vorgang ist von einem Selbsttest begleitet, der vorübergehend automatisch ausgeführt wird. Wenn der Spannungsschalter 101 erneut betätigt wird, wird die Spannung abgeschaltet. Eine mit 102 bezeichnete Alarm/Warn-Anzeigeeinheit zeigt alle Alarm- und Warnmeldungen an, die die Fluidinfusionspumpe erkannt hat. Eine mit 103 bezeichnete Programmieranzeigeeinheit zeigt alle Programmdaten betreffend die Fluidinfusion an, wie die Rate, das zu infundierende Volumen sowie das infundierte Gesamtvolumen, wie von der Fluidinfusionspumpe eingegeben oder aufgenommen. Eine mit 104 bezeichnete Tastatur verfügt über Zifferntasten zum Eingeben der Rate und des zu infundierenden Volumens, Steuertasten, die als Eingabehilfe dienen, eine Starttaste zum Starten der Fluidinfusion, eine Stopptaste zum Beenden der Fluidinfusion und eine Aufruftaste zum Anzeigen des infundierten Gesamtvolumens und anderer Daten. Eine mit 105 bezeichnete Betriebslampe ist eine Lampe, die anzeigt, welcher Zustand aktuell hinsichtlich Alarm-, Fluidinfusionsbetrieboder Alarmzuständen besteht. Ein mit 106 bezeichneter Türöffnungsdetektor ist eine Schaltung zum Erfassen, ob die Tür in die offene Stellung gelangt ist oder nicht, und sie ist auch dazu erforderlich, den Fluidinfusions-Pumpenmechanismus anzuhalten, wenn die Tür geöffnet wird, während die Pumpe betrieben wird, und dann einen Alarm zu erzeugen. Ein mit 107 bezeichneter Sensor für stromaufwärtige Verschlüsse wird dazu verwendet, einen Druckabfallzustand beim Auftreten irgendeiner Anomalität (z.B. verstopftes Filter) im Verabreichungs-Ausrüstungssatz zu erkennen, der zwischen dem Verabreichungsbeutel und der Fluidinfusionspumpe liegt, und dann einen Alarm zu erzeugen, damit der Fluidinfusions-Pumpenmechanismus angehalten wird. Ein mit 108 bezeichneter Schrittmotor betreibt einen linearen, peristaltischen Fluidinfusions-Pumpenmechanismus, wie er speziell für einen besonderen Verabreichungs-Ausrüstungssatz konzipiert ist. Dieser Fluidinfusions-Pumpenmechanismus dient dazu, die Leitung für Fluidinfusion zusammenzudrücken und freizugeben. Eine mit 109 bezeichnete Motortreiberschaltung steuert den Schrittmotor 108 auf von einer CPU 118 ausgegebene Impulse hin an. Ein mit 110 bezeichneter Motorrotationsdetektor erfaßt über das Ausmaß der Motordrehung, daß Fluideinheitsströmung vorlag, und zwar als Ergebnis der Fluidförderung durch den Fluidinfusions-Pumpenmechanismus, und dann informiert er die CPU 118 darüber. Ein mit 111 bezeichneter Sensor für stromabwärtige Verschlüsse erkennt einen Druckanstiegszustand innerhalb einer Leitung aufgrund des Auftretens irgendeiner Anomalität (z.B. eines Verschlusses) im Verabreichungs-Ausrüstungssatz, der zwischen der Fluidinfusionspumpe und dem Patienten liegt, und er erzeugt einen Alarm zum Anhalten des Fluidinfusions-Pumpenmechanismus. Ein mit 112 bezeichneter Batteriespannungsdetektor erfaßt beliebige Abfälle der Batteriespannung einer Bleibatterie (nicht dargestellt), die als Reserve zur Wechselspannungsversorgung verwendet wird, und er erzeugt einen Alarm zum Anhalten des Fluidinfusions- Pumpenmechanismus. Ein mit 113 bezeichneter Luftblasendetektor erkennt, daß Luftblasen über einem vorgeschriebenen Ausmaß in eine Verabreichungsleitung eingedrungen sind, und er erzeugt einen Alarm, während er den Fluidinfusions-Pumpenmechanismus anhält, um dadurch zu verhindern, daß Luftblasen in den Körper eindringen. Eine mit 114 bezeichnete Summertreiberschaltung erzeugt einen Summton zum Informieren von Ärzten und Schwestern über die Tatsache, daß die Fluidinfusionspumpe in den Alarm-/Warnzustand gelangt ist. Eine mit 115 bezeichnete Spannungsversorgungsschaltung liefert Spannung an alle Schaltungen der Fluidinfusionspumpe. Ein mit 116 bezeichneter A/D-Umsetzer setzt die Spannung, die aus der Spannungsumsetzung des dem Motor 108 zugeführten Stroms herrührt, den Ausgangswert des Luftblasendetektors, den Batteriespannungspegel und dergleichen in digitale Werte um und gibt sie in die CPU 118 ein. Ein mit 117 bezeichneter Konsolensperrschalter dient dazu, die Konsolentaste und die Spannungstaste für Eingaben zu sperren, so daß die Fluidinfusionspumpe nicht ohne Erlaubnis durch eine andere Person als Ärzte oder Schwestern betätigt werden kann. Eine mit 118 bezeichnete CPU (zentrale Verarbeitungseinheit) steuert den Betrieb der Fluidinfusionspumpe. Ein mit 119 bezeichneter RAM (Speicherabschnitt) enthält die gesamte Speichermöglichkeit für verschiedene Typen von Daten, wie sie für arithmetische Operationen durch die CPU 118 verwendet werden. Ein mit 120 bezeichneter ROM (Programmierabschnitt) enthält das Programm zum Betreiben der CPU 118.
- Normalerweise werden bei einer herkömmlichen peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe, wie sie vorstehend beschrieben ist, die maximale Fluidinfusionsrate, das maximal zu infundierende Volumen und dergleichen von einem Biomediziningenieur oder einer Wartungsperson im Krankenhaus eingestellt. Um jedoch bekanntzugeben, zu welchem Zweck und für welchen Ort die Pumpeneinheit durch die vorstehend angegebenen Einstellungen eingestellt wurde, ist es erforderlich, ein Etikett am Gehäuse der Einheit anzubringen, das den Zweck und den Ort angibt. Daher tritt, wenn das Etikett nicht angebracht wird oder es abgezogen wird, beim tatsächlichen Gebrauch der Einheit bei Ärzten und Schwestern das Erfordernis auf, über die Anzeigeeinheit klarzustellen, ob die Einstellungen mit dem Gebrauchszweck übereinstimmen, oder die Einheit jedesmal dann neu zu markieren, wenn die Einstellungen geändert werden, was vom Arbeitsaufwand her nachteilig ist.
- Auch wird die herkömmliche peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe keiner Entscheidung dahingehend unterzogen, ob Einstellungen wie die für die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen, wie von einem Biomediziningenieur oder einer Wartungsperson im Krankenhaus eingestellt, für eine ausgewählte Anwendung geeignet sind. Dies erfordert eine weitere Klarstellung dahingehend, ob die Einstellungen für eine ausgewählte Anwendung korrekt erfolgt sind. Darüber hinaus kann es kritisch werden, wenn ein Etikett, das einen falschen Zweck oder Verwendungsort, abweichend von der tatsächlichen Einstellung, angibt, durch fehlerhafte Klarstellung oder aus irgendeinem anderen Grund an der Fluidinfusions-Pumpeneinheit befestigt wird.
- Bei der herkömmlichen Fluidinfusionspumpe wird die Konsolentaste dazu verwendet, die Einstellungen, wie die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen für einen Anwendungsnamen zu ändern und einzugeben, der entsprechend dem Zweck und dem Verwendungsort ausgewählt wurde, oder die Einstellungen zu ändern und einzugeben, wie die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen betreffend die Fluidinfusions-Pumpeneinheit, oder schließlich einen Anwendungsnamen entsprechend dem Zweck und dem Verwendungsort aus einer Anzahl von Anwendungsnamen auszuwählen.
- Die meisten Krankenhäuser verfügen jeweils über einige zehn oder einige hundert Fluidinfusionspumpen. Es ist eine sehr mühselige, ermüdende Arbeit, die Einstellungen für jede Fluidinfusions-Pumpeneinheit einzeln über die Tastenkonsole zu ändern und einzugeben. Es besteht auch die Möglichkeit, daß beim für jede Einheit gesonderten Ändern und Eingeben der Einstellwerte fehlerhafte Einstellungen auftreten. Ferner besteht die Gefahr, da Einstellwerte wie die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen über die Tastenkonsole geändert und eingegeben werden können, daß diese Einstellungen durch eine Person geändert werden, die hierzu nicht ermächtigt ist.
- Das Dokument EP-A-0319268 offenbart ein Medikamenteninfusionssystem mit einer Schnittstelle, die körperlich getrennte und gesonderte Pumpen mit jeweiligen Parametereinstellungen steuert. Diese Parametereinstellungen/-werte werden in der Fabrik als Vorgabeeinstellwerte eingestellt. Eine Bedienperson ist darauf beschränkt, einen speziellen klinischen Vorrichtungstyp auszuwählen, und während der Arzt die Vorrichtungseinstellungen optisch überprüfen kann, kann er sie nicht ändern. Anderungen können nur unter Verwendung einer speziellen Ausrüstung durch Biomediziningenieure oder durch den Hersteller vorgenommen werden. Die Pumpe selbst enthält keine Anzeige zum Anzeigen der aktuell programmierten Pumpenparameter und eine Eingabevorrichtung, die es einer Bedienperson ermöglicht, einen Anwendungsnamen einzugeben und infusionsbezogene Parameterwerte der Pumpe wahlfrei zu modifizieren. Auch ist keine Einrichtung zum automatischen Sicherstellen, daß wahlfrei modifizierte Pumpenparameterwerte innerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegen, offenbart.
- Das Dokument EP-A-0192786 offenbart eine von einem Prozessor gesteuerte angiographische Einspritzvorrichtung zum Einspritzen von Kontrastmedien in einen Patienten mit gesteuerter Rate und gesteuertem Druck während einer Röntgenbilderzeugung. Diese bekannte Vorrichtung enthält eine Spritze, die flüssige Kontrastmedien enthält, eine Antriebseinrichtung zum Herausdrücken der Medien aus der Spritze und ein Prozessorsteuersystem zum Berechnen von Injektionssteuersignalen und zum Steuern der Ausgabe der Kontrastmedien. Zusätzlich ist ein vorprogrammiertes Speichermodul vorhanden, um Routineinjektionsparameter einzuspeichern.
- Die Erfindung wurde im Hinblick darauf entwickelt, die vorstehend beschriebenen Nachteile im wesentlichen zu uberwinden, und es ist ihre wesentliche Aufgabe, eine peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe zu schaffen, die einfache Klarstellung dahingehend ermöglicht, zu welchem Zweck und für welchen Ort die Einstellungen vorgenommen wurden, ohne daß die Einheit mit einem Etikett zu versehen ist oder beim aktuellen Gebrauch die Einstellungen wie die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen klargestellt werden müssen.
- Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, eine peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe zu schaffen, die das Erfordernis einer Überprüfung, ob Einstellungen für eine ausgewählte Anwendung korrekt erfolgten, beseitigt.
- Eine noch weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe zu schaffen, die die Gefahr beseitigen kann, daß die Einstellungen durch beliebige nicht berechtigte Personen geändert werden, mit einer solchen Anordnung, daß eine Änderung und Eingabe von Einstellwerten wie auch eine Auswahl von Anwendungsnamen von einer externen Steuereinheit wie einem Computer vorgenommen werden kann, um dadurch die Bedienung zu erleichtern und das Auftreten irgendwelcher falscher Einstellungen zu verhindern.
- Um die obigen Aufgaben zu lösen, ist eine peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe mit den Merkmalen des beigefügten Anspruchs 1 geschaffen.
- Bei der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe einer ersten Ausführungsform können die maximale Fluidinfusionsrate, das maximale zu infundierende Volumen und dergleichen entsprechend dem Anwendungsfall wie dem Zweck und dem Verwendungsort eingestellt werden, während ein dem Inhalt der Einstellungen entsprechender Anwendungsname durch die Auswahleinrichtung unter einer Anzahl von in der Speichereinrichtung abgespeicherter Anwendungsnamen ausgewählt wird und der ausgewählte Anwendungsname auf der Anzeigeeinrichtung angezeigt wird. Daher kann die Anwendbarkeit der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe dadurch einfach klargestellt werden, daß der auf der Anzeigeeinrichtung angezeigte Anwendungsname betrachtet wird, was die Mühe einspart, ein den Anwendungsnamen mitteilendes Etikett an der Pumpe zu befestigen oder die Einstellwerte klarzustellen, wenn sich die Pumpe in Gebrauch befindet. Darüber hinaus ist, selbst wenn der Inhalt der Einstellungen verändert wird, alles, was zusätzlich erforderlich ist, eine Änderung der Anzeige des Anwendungsnamens entsprechend dem Inhalt der Einstellung, was die Mühe, ein Etikett auszuwechseln, oder andere Aufgaben einspart, die herkömmlicherweise erforderlich waren.
- Gemäß einem Zusatz dient die Entscheidungseinrichtung dazu, zu entscheiden, ob ein von der Einstelleinrichtung eingestellter Einstellwert für den durch die Auswahleinrichtung ausgewählten Anwendungsnamen zweckdienlich ist, und zwar durch Vergleichen desselben mit dem entsprechenden, in der Einstellwert-Speichereinrichtung abgespeicherten Einstellwert, wodurch eine korrekte Einstellung für die ausgewählte Anwendung erleichtert ist. Darüber hinaus wird, als Ergebnis der Entscheidung, wenn der durch die Einstelleinrichtung eingestellte Einstellwert für den ausgewählten Anwendungsnamen unzweckmäßig ist, die einstellende Person durch einen Alarm darüber unterrichtet, wodurch sie eine fehlerhafte Einstellung oder eine ungeeignete Auswahl eines Anwendungsnamens erkennen kann, bevor dies eine Rolle spielt. Daher besteht keine Möglichkeit, daß ein fehlerhaftes Etikett, das irgendeinen Zweck oder Anwendungsort abweichend von den tatsächlich entsprechend dem Zweck und Anwendungsort eingestellten Werten am Gehäuse der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe befestigt wird.
- Bei einer peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, dient die Datenverarbeitungseinrichtung dazu, von der Einstelleinrichtung eingestellte Einstellwerte sowie in der Einstellwert- Speichereinrichtung abgespeicherte Einstellwerte und Anwendungen über die Kommunikationseinrichtung an die externe Steuereinheit zu übertragen oder die durch die Einstelleinrichtung eingestellten Einstellwerte oder die in der Einstellwert-Speichereinrichtung abgespeicherten Einstellwerte und Anwendungen auf Anweisungen von der externen Steuereinheit über die Kommunikationseinrichtung zu übertragen. Demgemäß, da nämlich die Einstellwerte und Anwendungen durch die externe Steuereinheit eingestellt oder geändert werden können, ist es nicht erforderlich, derartige Einstellungen und Änderungen für einzelne peristaltische Intravenösinfusions-Pumpen Stück für Stück zu realisieren, wodurch Zeit und Bedienungsarbeit eingespart sind. Auch ist es, wenn mehrere peristaltische Intravenösinfusions-Pumpen mit einer externen Steuereinheit verbunden sind, möglich, die Einstellwerte für jede peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe gleichzeitig einzustellen und zu ändern. Wenn die externe Steuereinheit so ausgebildet ist, daß sie die an eine der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpen gelieferten Einstellwerte aufzeichnet, ist es möglich, dieselben Einstellwerte für jede peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe selbst dann einzustellen, wenn die Einstellwerte für einzelne Einheiten der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpen eingestellt oder geändert werden. Ferner besteht, wenn die Einstellung und Änderung der Einstellwerte für die Einheit einer peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe erfolgt, keine Möglichkeit, daß sie durch eine unberechtigte Person geändert werden. Ferner ist es möglich, eine peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe fernzusteuern, z.B. durch Anbringen der Pumpe in einem Krankenhausraum und der externen Steuereinheit in der Schwesternstation.
- Die Erfindung wird aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, die nur zur Veranschaulichung dienen und demgemäß für die Erfindung nicht beschränkend sind, vollständiger verständlich werden.
- Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines wesentlichen Teils einer peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2 ist ein Blockdiagramm eines wesentlichen Teils einer peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 3 ist eine Ansicht, die ein Beispiel des Speicherinhalts eines anwendungsbezogenen Einstelldaten-Speicherbereichs der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt;
- Fig. 4 ist eine Ansicht, die ein Beispiel des Speicherinhalts eines pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereichs einer zweiten peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel zeigt;
- Fig. 5 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel für das Überschreiben des anwendungsbezogenen Einstelldaten-Speicherbereichs der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel zeigt;
- Fig. 6 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel für die Auswahl eines Anwendungsnamens und das Überschreiben des pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereichs der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel zeigt;
- Fig. 7 ist eine Ansicht, die ein Beispiel für eine Fehlermitteilungsanzeige beim zweiten Ausführungsbeispiel zeigt;
- Fig. 8 ist ein Blockdiagramm eines wesentlichen Teils einer peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 9 und 10 sind Flußdiagramme, die den Betrieb der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigen;
- Fig. 11 ist eine Außenansicht einer herkömmlichen peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpe; und
- Fig. 12 ist ein Blockdiagramm, das einen Aufbau zeigt, den peristaltische Intravenösinfusions-Pumpen allgemein aufweisen.
- Die folgende Beschreibung erfolgt ausgehend von der Annahme, daß peristaltische Intravenösinfusions-Pumpen der folgenden Ausführungsbeispiele der Erfindung Komponenten, wie sie in Fig. 12 dargestellt sind, als Grundkonstruktion aufweisen, wie auch eine Konsole, die der von Fig. 11 ähnlich ist.
- Die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe dieses Ausführungsbeispiels ist so eingestellt, daß Einstellwerte für die maximale Fluidinfusionsrate, das maximal infundierende Volumen sowie weitere abhängig von einer Anwendung wie dem Zweck und dem Verwendungsort geändert werden können. Diese peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe verfügt, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, über eine Meldungsanzeige 1 als Anzeigeeinrichtung, die verschiedene Meldungstypen anzeigen kann, einen Speicherabschnitt 2 als Speichereinrichtung mit einem überschreibbaren Speicher, in dem mehrere Anwendungsnamen gespeichert sind, einen Einstellabschnitt 3 als sowohl Auswahleinrichtung zum Auswählen eines unter den mehreren im Speicherabschnitt 2 abgespeicherten Anwendungsnamen als auch als Einstelleinrichtung zum Anweisen beliebiger Überschreibvorgänge des Inhalts des Speicherabschnitts 2, und einen Funktionsabschnitt 4 zum Zugreifen auf den Speicherabschnitt 2 für den über den Einstellabschnitt 3 ausgewählten Anwendungsnamen und zum Ermöglichen einer Anzeige des Anwendungsnamens auf der Meldungsanzeige 1 oder zum Überschreiben des Speicherinhalts des Speicherabschnitts 2 auf eine Anweisung vom Einstellabschnitt 3 hin.
- Nachfolgend werden Beispiele für die im Speicherabschnitt 2 speicherbaren Anwendungsnamen aufgelistet:
- (1) NICU (ICU für Neugeborene)
- (2) PICU (ICU für Kinder)
- (3) MED SURGICAL (Chirurgie)
- (4) TRAUMA BURN UNIT (Verletzungen/Verbrennungen)
- (5) OPER ROOM (Operationsraum)
- (6) CARDIAC ICU (Kreislauforgane-ICU)
- (7) SURGICAL ICU (Chirurgie-ICU
- (8) OTHER ICU (andere ICUs)
- (9) ONCOLOGY (Tumorchirurgie)
- Die Anzeige dieser Anwendungsnamen auf der Meldungsanzeige 1 wird dadurch bewirkt, daß ein dem Einstellinhalt entsprechender Anwendungsname durch den Einstellabschnitt 3 ausgewählt wird, wenn ein Biomediziningenieur oder ein Wartungsmechaniker des Hospitals die maximale Fluidinfusionsrate und andere Werte einstellt. Der ausgewählte Anwendungsname wird z.B. beim Einschalten der Spannung für die Pumpe oder bei ausgeschalteter Spannung oder beim Betätigen einer speziellen Taste, je nach Bedarf, auf der Meldungsanzeige 1 angezeigt. Demgemäß kann der Arzt oder die Schwester, die die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe aktuell verwendet, erkennen, für welchen Zweck die Pumpe eingestellt wurde, und zwar durch Betrachten des auf der Meldungsanzeige 1 angezeigten Anwendungsnamens, was korrekte Einstellung für die ausgewählte Anwendung erleichtert, wenn die Pumpe benutzt wird. Auch ist es möglich, fehlerhaften Gebrauch der Pumpe zu verhindern, wie ein Inbetriebsetzen des Pumpensatzes für Erwachsene bei Kindern. Darüber hinaus kann der Speicherinhalt des Speicherabschnitts 2 durch den Einstellabschnitt 3 überschrieben werden, was es ermöglicht, die Pumpe bei einer Vielzahl von Anwendungen einzusetzen.
- Die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe dieses Ausführungsbeispiels, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, verfügt über eine Meldungsanzeige 23 als Anzeigeeinrichtung, die verschiedene Meldungstypen anzeigen kann, und einen Speicherabschnitt 24 als Einstellspeichereinrichtung mit überschreibbarem Speicher. Der Speicherabschnitt 24 verfügt über einen ersten Speicherbereich 25 (nachfolgend als pumpenbezogener Einstelldaten-Speicherbereich bezeichnet), der hinsichtlich der Pumpe eingestellte Einstelldaten speichert, und einen zweiten Speicherbereich 26 (nachfolgend als anwendungsbezogener Einstelldaten-Speicherbereich bezeichnet), der mehrere Anwendungsnamen und Einstelldaten für jeden Anwendungsnamen speichert. Die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe verfügt auch über einen Tasteneingabeabschnitt 22 als sowohl Auswahleinrichtung zum Auswählen eines der mehreren im Speicherabschnitt 24 abgespeicherten Anwendungsnamen als auch als Einstelleinrichtung zum Anweisen eines Überschreibens des Inhalts des Speicherabschnitts 24, und eine CPU 21 als Entscheidungseinrichtung zum Zugreifen auf den Speicherabschnitt 24 hinsichtlich des durch den Tasteneingabeabschnitt 22 ausgewählten Anwendungsnamens und zum Anzeigen desselben auf der Meldungsanzeige 23 oder zum Überschreiben des Inhalts des Speicherabschnitts 24 auf eine Anweisung vom Tasteneingabeabschnitt 22 hin oder zum Vergleichen der Einstellwerte im pumpenbezogenen Einstelldaten- Speicherbereich 25 mit denen im anwendungsbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 26.
- Ein Beispiel für Einstelldaten des pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereichs 25 und solche des anwendungsbezogenen Einstelldaten-Speicherbereichs 26 ist in Fig. 4 bzw. Fig. 3 dargestellt. Obwohl Fig. 3 nur Einstellwerte für die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen hinsichtlich jeder Anwendung enthält, ist es auch möglich, ferner das Verschlußmeßniveau, die Luftblasen-Erfassungsgröße und dergleichen einzustellen.
- Nachfolgend wird, dem Flußdiagramm in Fig. 5 folgend, das Überschreiben von Einstelldaten im anwendungsbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 26 beschrieben.
- Als erstes wird, während sich die Pumpeneinheit im Zustand mit abgeschalteter Spannung befindet, eine EIN/AUS-Taste betätigt, während eine spezielle Taste (z.B. die Taste PUMP1) betätigt wird, wodurch in den anwendungsbezogenen Einstelldaten-Überschreibmodus eingetreten wird. Der Code hierbei ist 0. Durch den vom Schritt A1 gefolgten Schritt A0 werden dem Code 0 entsprechende Meldungsdaten auf der Meldungsanzeige 23 angezeigt. Dann wird in einem Schritt A2 entschieden, ob der Anwendungsname geändert wird oder nicht. Um ihn zu ändern, geht der Ablauf zu einem Schritt A3 weiter; andernfalls geht er zu einem Schritt A4 weiter. Im Schritt A3 wird ein Anwendungsname über dem Tasteneingabeabschnitt 22 eingegeben; Dem Code in Fig. 3 entsprechende Meldungsdaten (Anwendungsname) werden überschrieben und gesichert; schließlich wird der überschriebene Anwendungsname auf der Anzeige angezeigt. Im Schritt A4 werden die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen, entsprechend der auf der Anzeige 23 angezeigten Anwendung, auf einanderfolgend über den Tasteneingabeabschnitt 22 eingegeben, und die Einstelldaten von Fig. 3 werden überschrieben und abgespeichert. Anschließend wird in einem Schritt A5 entschieden, ob die Verarbeitung vom Schritt A1 zum Schritt A4 für alle Codes abgeschlossen ist oder nicht; falls nicht, wird in einem Schritt A6 1 zum Code addiert und die Verarbeitung vom Schritt A1 bis zum Schritt A4 wird hinsichtlich des sich ergebenden Codes wiederholt.
- Folgend auf das Flußdiagramm von Fig. 6 werden nun die Auswahl eines Anwendungsnamens und das Überschreiben des pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereichs 25 beschrieben.
- Als erstes wird, wenn sich die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpeneinheit im Zustand mit ausgeschalteter Spannung befindet, die EIN/AUS-Taste betätigt, während eine spezielle Taste (z.B. die Taste PANEL-LOCK oder STOP) betätigt wird, wodurch in die Anwendungsnamensauswahl und den Überschreibmodus für pumpenbezogene Einstelldaten eingetreten wird. Als erstes wird in einem Schritt B1 ein Meldungsdatenwert (Anwendungsname) durch Auswählen eines in Fig. 3 dargestellten Codes über den Tasteneingabeabschnitt 22 ausgewählt, wobei ein die Auswahl anzeigendes Flag gesetzt wird. Dann wird in einem Schritt B2 ein einzustellender Wert für die maximale Fluidinfusionsrate R'max über den Tasteneingabeabschnitt 22 eingegeben. Danach wird in einem Schritt B3 entschieden, ob der im Schritt B2 eingegebene Wert R'max für die Anwendung, für die das Flag gesetzt (ausgewählt) ist, größer als eine maximale Fluidinfusionsrate Rmax ist. Als Ergebnis der Entscheidung geht der Ablauf, wenn der im Schritt B2 eingegebene Wert R'max größer als die maximale Fluidinfusionsrate Rmax für die ausgewählte Anwendung ist, zu einem Schritt B4 weiter, in dem eine Fehlermeldung, wie sie in Fig. 7 dargestellt ist, auf der Meldungsanzeige 23 angezeigt wird. Andererseits wird, wenn der Eingabewert R'max gemäß dem Entscheidungsergebnis dem Wert Rmax für die ausgewählte Anwendung entspricht oder er kleiner ist als dieser, der eingegebene Wert R'max als geeignet für die Anwendung erkannt. Dann wird der Eingabewert in einem Schritt B5 in den pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 25 (RAM) eingespeichert. Auch für das maximal zu infundierende Volumen wird die Verarbeitung von einem Schritt B6 bis zu einem Schritt B9 auf dieselbe Weise wie die Verarbeitung von B2 bis B5 für die maximale Fluidinfusionsrate ausgeführt. In Fig. 6 ist A'max das maximal zu infundierende Volumen, wie es über die Tasteneingabe 22 eingegeben wird und einzustellen ist, und Amax ist das bei einer ausgewählten Anwendung maximal zu infundierende Volumen.
- Obwohl bei diesem Beispiel nur die Einstellungen der maximalen Fluidinfusionsrate und des maximal zu infundierenden Volumens bei der Eingabe überprüft werden, können in entsprechender Weise andere Einstelldaten überprüft werden.
- Wie oben beschrieben, wird gemäß diesem Ausführungsbeispiel dann, wenn die maximale Fluidinfusionsrate oder das maximal zu infundierende Volumen, wie über den Tasteneingabeabschnitt 22 eingegeben, für die ausgewählte Anwendung ungeeignet ist, eine entsprechende Fehlermeldung angezeigt. Demgemäß kann vorab jede Fehleinstellung oder ungeeignete Anwendungsauswahl verhindert werden.
- Was die Anzeige irgendeines ausgewählten Anwendungsnamens betrifft, ist es möglich, diesen nach Bedarf auf der Meldungsanzeige 23 anzuzeigen, z.B. dann, wenn die Spannung für die Pumpe eingeschaltet wird oder während die Spannung abgeschaltet ist oder wenn eine spezielle Taste betätigt wird. Demgemäß ist es, wenn der Name einer gewünschten Anwendung angezeigt wird, überflüssig, die Einstellwerte zu überprüfen, wenn die Pumpe in Gebrauch gesetzt wird, wie beim ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, und darüber hinaus kann jeder fehlerhafte Gebrauch der Pumpe vorab verhindert werden.
- Die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe dieses Ausführungsbeispiels, wie in Fig. 8 dargestellt, verfügt über eine Meldungsanzeige 33, die verschiedene Meldungstypen anzeigen kann, und einen Speicherabschnitt 34 als Einstellwert-Speichereinrichtung mit einem überschreibbaren Speicher. Der Speicherabschnitt 34 verfügt über einen ersten Speicherbereich (nachfolgend als pumpenbezogener Einstelldaten-Speicherbereich bezeichnet) 35, der Einstelldaten speichert, wie sie hinsichtlich der Pumpe eingestellt wurden, und einen zweiten Speicherbereich (nachfolgend als anwendungsbezogener Einstelldaten-Speicherbereich bezeichnet) 36, der eine Anzahl von Anwendungsnamen und Einstelldaten für jeden Anwendungsnamen speichert. Die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe verfügt auch über eine Kommunikationsschaltung 37 und eine Schnittstelle (I/F) 38 als Kommunikationseinrichtung, wie sie für Kommunikation zwischen der Pumpe und einem externen Computer 39 erforderlich ist, einen Tasteneingabeabschnitt 32 als Einstelleinrichtung, die die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe in einen Modus für Kommunikation mit dem externen Computer 39 versetzen kann, und eine CPU 31 als Datenverarbeitungseinrichtung zum Überschreiben des Inhalts der pumpenbezogenen und anwendungsbezogenen Einstelldaten-Speicherbereiche 35 und 36 auf eine Anweisung vom externen Computer 39 hin, oder zum Vergleichen der vom externen Computer 39 empfangenen Daten mit den Einstellwerten in den Speicherbereichen 35 und 36, oder zum Übertragen von Daten innerhalb des Speicherabschnitts 34 an den externen Computer 39.
- Da der Speicherabschnitt 34 mit dem Speicherabschnitt 24 des zweiten Ausführungsbeispiels identisch ist, sind Einstelldaten, wie beispielhaft in Fig. 4 und Fig. 3 dargestellt, in den Speicherbereichen 35 und 36 abgespeichert.
- Nun wird folgend dem in Fig. 9 und Fig. 10 dargestellten Funktionsablauf das vorliegende Ausführungsbeispiel nachfolgend im Detail beschrieben.
- Als erstes wird die Pumpe über den Tasteneingabeabschnitt 32 in den Kommunikationsmodus gebracht. Die CPU 31 überprüft die Spannungsversorgung für die Pumpe in einem Schritt C1. Wenn die Spannung abgeschaltet ist, wird die Verarbeitung beendet; andernfalls wird in einem nächsten Schritt C2 überprüft, ob vom externen Computer 39 irgendein Befehl empfangen wurde oder nicht. Wenn noch kein Befehl empfangen wurde, werden der Schritt C1 und der Schritt C2 wiederholt ausgeführt. Wenn irgendein Befehl empfangen wurde, geht die CPU 31 zu einem Schritt C3 weiter, in dem entschieden wird, ob der empfangene Befehl ein "Bezugs"-Befehl ist, der die CPU 31 dazu veranlaßt, auf den Inhalt des Speicherabschnitts 34 Bezug zu nehmen, oder ob es ein "Einstell"-Befehl ist, der die CPU 31 dazu veranlaßt, den Inhalt des Speicherabschnitts 34 zu überschreiben.
- Wenn der empfangene Befehl der "Bezugs"-Befehl ist, geht die CPU 31 zu einem Schritt C4 weiter, in dem sie Einstelldaten aus dem pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 35 und dem anwendungsbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 36 innerhalb des Speicherabschnitts 34 liest und die gelesenen Inhalte in die Kommunikationsschaltung 37 schreibt, um sie dadurch an den externen Computer 39 zu übertragen.
- Andererseits geht die CPU 31, wenn der empfangene Befehl der "Einstell"-Befehl ist, zu einem Schritt C5 weiter. Im Schritt C5 wird entschieden, ob der "Einstell"-Befehl ein solcher ist, der zum Überschreiben des zweiten Speicherbereichs 36 führt, oder ein anderer, der zur Auswahl eines Anwendungsnamens führt, oder noch ein anderer, der zum Überschreiben des ersten Speicherbereichs 35 führt. In Übereinstimmung mit dem Entscheidungsergebnis geht die CPU 31 für den jeweiligen Fall zu einem der Schritte C6, C9 oder C11.
- Im Schritt C6 werden Einstelldaten wie in Fig. 3 dargestellt, die im anwendungsbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 36 abgespeichert sind, in vom externen Computer 39 empfangene Daten überschrieben. Dann erfolgt in einem Schritt C7 ein Vergleich zwischen den Einstellwerten (hier durch V repräsentiert), wie der maximalen Fluidinfusionsrate und dem maximal zu infundierenden Volumen für eine aktuell für die Pumpe ausgewählte Anwendung, und den aktuellen Einstellwerten (hier durch V' repräsentiert), wie der maximalen Fluidinfusionsrate und dem maximal zu infundierenden Volumen für die Pumpe. Im Ergebnis des Vergleichs geht die CPU 31, wenn irgendeine Nichtübereinstimmung besteht (im Fall der maximalen Fluidinfusionsrate und des maximal zu infundierenden Volumens, dann, wenn der aktuelle Einstellwert V' für die maximale Fluidinfusionsrate oder das maximal zu infundierende Volumen für die Pumpe größer als der Einstellwert V für die maximale Fluidinfusionsrate oder das maximal zu infundierende Volumen für die aktuell für die Pumpe ausgewählte Anwendung wurde) zu einem Schritt C8 weiter, in dem der Inhalt der Fehlübereinstimmung oder dergleichen als Fehlermeldung an den externen Computer 39 übertragen wird, woraufhin zum Schritt C1 zurückgekehrt wird. Wenn keine Fehlübereinstimmung besteht, kehrt die CPU 31 zum Schritt C1 zurück.
- Im Schritt C9 erfolgt ein Vergleich zwischen den Einstellwerten (hier durch V1 repräsentiert) wie der maximalen Fluidinfusionsrate und dem maximal zu infundierenden Volumen für eine Anwendung, die vom externen Computer 39 ausgewählt werden soll, und den aktuellen Einstellwerte (hier durch V1' repräsentiert) wie der maximalen Fluidinfusionsrate und dem maximal zu infundierenden Volumen für die Pumpe. Im Ergebnis des Vergleichs geht die CPU 31 dann, wenn irgendeine Fehlübereinstimmung besteht (im Fall der maximalen Fluidinfusionsrate oder des maximal zu infundierenden Volumens dann, wenn der aktuelle Einstellwert V1' für die maximale Fluidinfusionsrate oder das maximal zu infundierende Volumen für die Pumpe größer als der Einstellwert V1 der maximalen Fluidinfusionsrate oder des maximal zu infundierenden Volumens für die vom Computer 39 auszuwählende Anwendung wurde) zum Schritt C8 weiter, in dem der Inhalt der Fehlübereinstimmung oder dergleichen als Fehlermeldung an den externen Computer 39 mitgeteilt wird, woraufhin zum Schritt C1 zurückgekehrt wird. Wenn keine Fehlübereinstimmung besteht, geht die CPU 31 zu einem Schritt C10 weiter, in dem der durch den externen Computer 39 ausgewählte Anwendungsname ausgewählt und eingestellt wird (es wird ein (in Fig. 3 dargestelltes) Flag, das der ausgewählten Anwendung entspricht, gesetzt), woraufhin zum Schritt C1 zurückgekehrt wird.
- Im Schritt C11 erfolgt ein Vergleich zwischen den Einstellwerten (hier durch V'2 repräsentiert) für die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen, die der externe Computer 39 im pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 35 einstellen soll, und den Einstellwerten (hier durch V2 repräsentiert) für die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen für die aktuell ausgewählte Anwendung. Als Ergebnis des Vergleichs geht die CPU 31 dann, wenn irgendeine Fehlübereinstimmung besteht (im Fall der maximalen Fluidinfusionsrate oder des maximal zu infundierenden Volumens dann, wenn der Wert V'2 der maximalen Fluidinfusionsrate oder des maximal zu infundierenden Volumens, den der externe Computer 39 im pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 35 einstellen will, größer als der Einstellwert V2 der maximalen Fluidinfusionsrate oder des maximal zu infundierenden Volumens für die aktuell für die Pumpe ausgewählte Anwendung wurde) zum Schritt C8 über, in dem der Inhalt der Fehlübereinstimmung oder dergleichen als Fehlermeldung an den externen Computer 39 mitgeteilt wird, woraufhin zum Schritt C1 zurückgekehrt wird. Wenn keine Fehlübereinstimmung besteht, geht die CPU 31 zum Schritt C12 weiter, in dem Einstelldaten, wie sie in Fig. 4 dargestellt sind und wie sie im pumpenbezogenen Einstelldaten-Speicherbereich 35 abgespeichert sind, in die Daten überschrieben werden, die vom externen Computer 39 empfangen werden, woraufhin zum Schritt C1 zurückgekehrt wird.
- Wie oben beschrieben, ist es, da es der externe Computer 39 erlaubt, Einstellwerte wie die für die maximale Fluidinfusionsrate und das maximal zu infundierende Volumen zu ändern oder darüber einzugeben, nicht erforderlich, die peristaltische Intravenösinfusions-Pumpe so zu handhaben, daß sie eine Änderung oder Eingabe von Einstellwerten ausführt. Auch ermöglicht es das Verbinden einer Anzahl peristaltischer Intravenösinfusions-Pumpen mit dem externen Computer 39, die Einstellwerte für jede Pumpe gleichzeitig zu ändern oder einzugeben; ansonsten können selbst dann, wenn Einstellwerte für jede Einheit der peristaltischen Intravenösinfusions-Pumpen geändert oder eingegeben werden, dieselben Einstellwerte auf einfache Weise gewährleistet werden. Ferner ist es auch ermöglicht, die in jeweiligen Krankenhausräumen installierten Pumpen mittels eines in der Schwesternstation installierten externen Computers 39 fernzusteuern. Darüber hinaus dient das Verhindern einer Änderung und Eingabe der Einstellwerte über den Tasteneingabeabschnitt 32 dazu, eine Änderung der Einstellwerte durch irgendeine unberechtigte Person zu verhindern.
- Nachdem die Erfindung auf diese Weise beschrieben wurde, ist es offensichtlich, daß sie auf viele Arten variiert werden kann. Z.B. wurde zwar das spezielle Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Verwendung in einer elektromechanischen Intravenösinfusions-Vorrichtung vom peristaltischen Typ mit Überdruck beschrieben, jedoch soll die Verwendung der Erfindung nicht auf diesen Typ von Pumpvorrichtung begrenzt sein. Außerdem sind Beispiele für spezielle Strömungsraten usw., wie in dieser Anmeldung enthalten, nur für veranschaulichende Zwecke beabsichtigt. Die vorliegende Vorrichtung soll nicht auf die Verwendung in derartigen Bereichen begrenzt sein. Derartige Variationen sollen nicht als Abweichung von der beanspruchten Erfindung angesehen werden, und alle Modifizierungen, die vom Fachmann als offensichtlich angesehen werden, sollen im Schutzumfang der folgenden Ansprüche enthalten sein.
Claims (8)
1. Peristaltische intravenöse Infusionspumpe mit
- einer Anzeige (1, 23, 33);
- einem Speicher (2, 24, 34) zum Einspeichern mehrerer
Anwendungsnamen, die verschiedenen medizinischen Vorgängen
entsprechen, und zugehöriger, voreingestellter
infusionsbezogener Parameterwerte der Pumpe wie der maximalen
Flüssigkeitsinfusionsrate und dem maximalen Infusionsvolumen;
- einer Einrichtung zum Anzeigen des Namens der aktuell
ausgewählten Anwendung auf der Anzeige sowie der ihr
zugehörigen voreingestellten Parameterwerte, auf die anfängliche
Aktivierung der Pumpe hin, so daß die Bedienperson unmittelbar
visuell den Zweck, den Ort und die voreingestellten
Parameterwerte der Pumpe klarstellen kann;
- einer Eingabevorrichtung (22, 32), mit der die
Bedienperson jeden der mehreren Anwendungsnamen auswählen kann und
die zugehörigen, voreingestellten, infusionsbezogenen
Parameterwerte wahlweise modifizieren kann;
- einer Entscheidungseinrichtung (21) zum automatischen
Sicherstellen, daß die wahlweise modifizierten
Parameterwerte innerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegen; und
- einer Steuereinrichtung (118) zum Betreiben der
Infusionspumpe entsprechend den infusionsbezogenen Parameterwerten,
wie sie der aktuell ausgewählten Anwendung zugeordnet sind.
2. Peristaltische intravenöse Infusionspumpe nach Anspruch
1, ferner mit:
- einer Einstellspeichereinrichtung zum Einspeichern der
modifizierten, durch die Eingabevorrichtung eingegebenen
Parameterwerte für jeden der verschiedenen medizinischen
Vorgänge, entsprechend den Anwendungsnamen; und
- wobei die Entscheidungseinrichtung eine Einrichtung für
folgendes aufweist: Auslesen der voreingestellten
Parameterwerte aus dem Speicher, entsprechend der ausgewählten
Anwendung, Vergleichen der voreingestellten Parameterwerte mit
den modifizierten, persönlichen Parameterwerten und
Entscheiden, ob die modifizierten Parameterwerte innerhalb
des vorgegebenen Bereichs für den ausgewählten
Anwendungsnamen liegen oder nicht.
3. Peristaltische intravenöse Infusionspumpe nach Anspruch
2, ferner mit:
- einer Kommunikationseinrichtung zum Austauschen von Daten
einschließlich infusionsbezogener Pumpenparameterwerte und
entsprechender Anwendungsnamen mit einer externen
Steuereinheit; und
- einer Datenverarbeitungseinrichtung, die auf eine von der
externen Steuereinheit über die Kommunikationseinrichtung
empfangene Anweisung hin die voreingestellten Parameterwerte
und die Anwendungsnamen, wie im Speicher abgespeichert, über
die Kommunikationseinrichtung an die externe Steuereinheit
überträgt und die voreingestellten Parameterwerte und die
Anwendungsnamen auf Grundlage von von der externen
Steuereinheit empfangenen Daten modifiziert.
4. Peristaltische intravenöse Infusionspumpe nach Anspruch
1, bei der die anfängliche Aktivierung der Pumpe das Anlegen
von Spannung an die Pumpe umfaßt.
5. Peristaltische intravenöse Infusionspumpe nach Anspruch
1, bei der die anfängliche Aktivierung der Pumpe die
Betätigung eines Schalters oder Schlüssels an der
Eingabevorrichtung durch die Bedienperson umfaßt.
6. Peristaltische intravenöse Infusionspumpe nach Anspruch
1, bei der jedem im Speicher abgespeicherten Anwendungsnamen
ein entsprechender Code zugeordnet ist und eine spezielle
maximale Flüssigkeitsinfusionsrate und ein maximales
Infusionsvolumen in Zuordnung zu diesem Anwendungsnamen
vorhanden sind.
7. Peristaltische intravenöse Infusionspumpe nach Anspruch
6, bei der die Bedienperson einen Anwendungsnamen dadurch
auswählen kann, daß sie den zugehörigen Code über die
Eingabevorrichtung auswählt.
8. Peristaltische intravenöse Infusionspumpe nach Anspruch
2, ferner mit einer Einrichtung zum Erzeugen einer
Fehlermeldung, wenn die Entscheidungseinrichtung entscheidet, daß
die modifizierten Parameterwerte außerhalb des für den
ausgewählten Anwendungsnamen bestimmten Bereichs liegen.
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