DE6920948U - Sakko - Google Patents
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Description
Patentanwalt β Mönchen, den 23-5.1969/S
Firma Greiff-Werke Gustav Winkler KG, 86 Bamberg, Hauptsmoorstrafte 120
Sakko
Die Neuerung betrifft ein Sakko für jede Anzugart mit mindestens einem, wenigstens an einigen Stellen - vorzugsweise
ringsherum fest an^en^liten - das Oberkleidungsstück
innen völlig oder teilweise abdeckenden Futterstoff.
Bei wasserdichten Bekleidungsstücken, insbesondere also bei Regenbekleidungen ist es bekannt, im Bereich des
Rückens als Belüftungseinrichtung ein Futter zu verwenden, das pores ist. äian will dadurch Feuchtigkeitsansammlungen
begegnen. Solche Netzgewebe v/erden teilweise auch aus dehnbarem katerial gefertigt. Zwischen dem
Auiienstoff und diesem porösen Futter ordnet man auch Abstandhalter an; derartige Abstandhalter können im
Schulter-, Rücken-, Brust- und Armlochbereich befestigt sein.
-P-
Ferner kennt man solche Einsätze bei Regenbekleidungen, ι die hälftig eingebracht sind und denen ein Reißverschluß '
zugeordnet ist.
Außerdem hat man Begrenzungen in Form von Leisten zusätzlich
angebracht, um den Ablauf des Regenwassers zu begünstigen.
Diese porcsen Futterstoffpartien hat man bei anderen Ausführungsformen abgedeckt, so dall die poröse Partie
im Sinne eines Zwischenfutters wirksam wird.
Alle bekannten Ausführungsformen losen somit die Aufgabe, die innen am Auiienstoff sich bildende Feuchtigkeit
(Niederschläge aller Art) bei Regenbekleidungen abzuleiten.
Aufgabe der feuerung ist es, durch entsprechende Ausgestaltung des Futters das Sakko im üinne funktioneller
bekleidung leichter, luftdurchlässiger, im Tragen angenehmer und langlebiger bei fast gleichbleibender
Ansehnlichkeit zu machen; es sollen auch bekleidungsphysioiogische
Vorteile erzielt v/erden, wie Verbesserung des Kapillaren Feuchtigkeitstransports sowie
des ,,arme- und Luftaustausches.
Um einen Teil der gestellten Aufgabe zu lösen, verwendet man bereits atmungsaktive und poröse Oberstoffe. Diese
Maßnahme brachte aber nicht den gewünschten Erfolg und ist außerdem relativ teuer.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe dadurch, dali vorzugsweise
im Bereich der Rückenpartie des oakko-Futterstoffs
ein an sich bekanntes, netzähnliches und damit stark luftdurchlässiges Gewebe vorgesehen ist, so daii sich
eine "Airdress-Verarbeitung" (Wz) ergibt. Im Verlauf wenigstens einer Kante des netzähnlichen Gewebes kann
der Futterstoff übergangsios anschließen, d.h. der bisher
benutzte, völlig geschlossene Futterstoff und das durchsichtige, netzähnliche Gewebe kennen in einem Stück
erstellt sein. Zv.intend ist diese Art der Fertigung aber
nicht; man kann das netzähnliche Gewebe und den Futterstoff auch im Kantenverlauf sich überlappend oder stumpf
zusammennähen, kleben usw.
In Erweiterung des lveuerungsgedankens kann auch der gesamte Futterstoff oder zumindest wesentliche Partien
durch das netzähnliche Gewebe ersetzt sein.
..j wise hen der.; netzähniichem Ge-.vebe und deir. j'ut Lert; *,o.f f
k?'.nn '.venifötens ein - auch elastischer - ^t^e:''e:. aus
einem anderen i,.aterial vorgesehen sein; dieses ', uterial
kann ein dichteres, dickeres bzw. anders gefärbtes Gewebe sein; man kann auch eine Kunststoffolie verwenden
(und diese mit Durchbrüchen versehen) oder kaschiertes Gewebe bzw. beflocktes Material usw.
Ein wesentlicher Gedanke der Neuerung ist darin zu sehen, daü das netzähnliche Gewebe unterschiedliche
Maschenweiten und/oder Materialien im oberen, mittleren und unteren Bereich aufweist. In der Praxis bedeutet
dies, dab z.B. im oberen Bereich ein engmaschiges Gewebe Verwendung findet; im mittleren Bereich ein
weitmaschiges Gewebe oder eine andere Gitterart. Im unteren Bereich kann wiederum eine andere Maschenweite
Verwendung finden. Jede Variante ineinander übergehend usw. ist denkbar. Natürlich kann auch im oberen Bereich
ein sehr weitmaschiges Netz Verwendung finden und im unteren Bereich ein weniger weites Netz.
Das netzähnliche Gewebe kann auch beispielsweise oben engmaschiger sein und nach unten hin kontinuierlich als
weitermaschiges Gewebe ausgebildet sein. Die Umkehrung
in diesem Sinne ist möglich bzw. kann man im oberen und iru unteren Bereich eine grobe und im mittleren Bereich
wiederum enrere taschen wählen.
Im gleichen Sinne kann man die Aufteilung auch in Längsrichtung
vornehmen, d.h. das netzähnliche Gewebe weist unterschiedliche Laschenweiten und/oder Materialien im
Verlauf der linken, mittleren und rechten Zone vor. Damit lassen sich auch geschmackliche Varianten erreichen,
insbesondere zusätzlich durch unterschiedliche Einfärbungen.
Das netzähnliche Gewebe kann unterschiedliche Fäden, Fadengruppen, Fadenbündel aufweisen, und zwar hinsichtlich
der Stärke und/oder Einfärbung. Beispielsweise können auch Gummifäden bzw. gummierte Fäden eingelegt
sein bzw. kann das gesamte Netz daraus hergestellt sein.
Der Kantenverlauf zwischen dem Futterstoff und dem netzähnlichen Gewebe kann geradlinig sein; jede andere Form
ist aber ebenfalls denkbar, beispielsweise bogenähnliche Form, wellenlinienühnlicher Verlauf, Zickzackform usw.
Neue rung s^emcili wird v/eiter vorgeschlagen, zentrisch oder
exzentrisch zuiu netzähnlichen Gewebe einen Aufdruck vorzusehen
(anheften, ankleben usw.); solch einen Aufdruck kann man auch einweben. Beispielsweise ein Firmenzeichen,
eine Figur usw.
Die Maschen des netzähnlichen Gewebes kennen verschiedene
Form zeigen. Beispielsweise kann sie dreieckig,
mehreckig, rund, oval, elliptisch usw. wählen.
mehreckig, rund, oval, elliptisch usw. wählen.
Statt eines Gewebes kann man auch eine Kunststoffolie als netzähnliches Gewebe einbringen. Diese Folie soll
dann entsprechende Durchbrüche beliebiger Porin aufweisen. Die Folie kann somit mehreckige, runde, ovale
usw. Ausstanzungen zeigen. Man kann auch Einprägungen
anbringen, insbesondere im oinne des vorgenannten Aufdrucks, d.h. Firmenzeichen usw.
Ferner ist es möglich, mehrere Lagen des netz ähnlichen Gewebes anzubringen. Diese Lagen können unterschiedlich
ausgebildete Maschen zeigen, aber auch in sich unterschiedlich z.B. gefärbt sein.
Die Lagen können im Abstand oder unmittelbar aufeinander angebracht sein.
!.lan kann bei Verwendung mehrerer Lagen eine Lage z.ii.
elastisch ausgestalten.
Das netz;;hnliche Gewebe kann man ganz oder teilelastisch
vorsehen. Beispielsweise könnte die iviittelpartie ela-
stisch sein, v.r uhr end die ^lostizitUt nach auiien hin geringer
wird oder gar nicht mehr vorgesehen ist.
i_,inen besonderen Effekt erreicht man, wenn rr.an dem netzahnlichen
Gewebe in Art einer Unterlage eine z.B. poröse Stoffbahn (oder auch Folie) zuordnet und diese
anders einfärbt. Eine solche zusätzliche Stoffbahn muli nicht unbedingt die Breite des netzahnlichen Gewebes
aufweisen. Dieser Untergrund kann auch formmäßig anders gestaltet sein. Diese Stoffbahn könnte also als
Kreis erscheinen usv/.
Durch die aufgezeigten luerkmale wird der Sakkooberstoff
nicht mehr durch die Einflüsse beim Transpirieren geschädigt bzw. verringert sich die Gefahr des Transpirierens
zum Teil sogar rein physiologisch bedingt. Das Kleidungsstück ist damit angenehmer im Tragen
und somit gebrauchstüchtiger.
Die Neuerung soll an den nachstehenden Figuren erläutert
werden, und zwar zeigt:
Fig. Ί eine Ansicht eines Sakkos (innen) mit einem
netzähnlichen Gewebe,
Fig. 2 eine Ausxührungsforrn nach Fig. Ί , jedoch mit Abänderungen und
Fig. 2 eine Ausxührungsforrn nach Fig. Ί , jedoch mit Abänderungen und
Fig. 3 eine Ausführungsform nach Fig. 1 mit weiteren
Varianten.
Gezeigt ist der Futterstoff 2 mit einem netzähnlichen eingesetzten Gewebe *,. Der Kantenverlauf 4 ist hier geradlinig.
Der netzähnliche Einsatz kann natürlich auch breiter sein und kann sich über die gesamte Länge oder über
eine Teillänge erstrecken.
Im oberen Bereich 6 bzw. mittleren Bereich 7» aber
auch im unteren Bereich 8 des netzähnlichen Gewebes 3 können Netze unterschiedlicher !,iaschenweite und/oder
Einfärbungen vorgesehen sein. Die Einfärbungen können natürlich von einer Farbe in die andere übergehen;
die Begrenzung - wie hier geradlinig gezeigt - ist nicht zwingend.
Erkennbar ist dann noch ein Streifen 5, der zwischen
dem netzähnlichen Gewebe 3 und dem Futterstoff 2 vorgesehen ist. Solch ein Einsatz kann (wie an der rechten
Seite der Fig. 2 gezeigt) auch unterbrochen sein.
920948
Das bakko 1 gernäli Fig. 3 zeigt eine linke Zone 9, eine
mittlere Zone 1C und eine rechte Zone 11. Auch hier können die Varianten in Längsrichtung vorgesehen werden,
wie in Fig. 2 in querrichtung beschrieben.
Erkennbar ist dann noch ein Stück Stoffbahn '\d (hier
in Viereckforin, aber nicht zwingend); diese Stoffbahn
ist zweckmäßig hinter dem netζähnlichen Gewebe 3 angebracht;
natürlich kann sie auch davor gesetzt sein bzw. kann sie auch in einer Übene mit dem netzähnlichen
Gewebe 3 liegen, d.h. zwischengenäht sein oder in einem Stück gewebt werden.
0948
Claims (1)
1. Sakko mit mindestens einem, wenigstens an einigen
Stellen vorzugsweise ringsherum angenähten, das Oberbekleidungsstück innen völlig oder teilweise
abdeckenden Futterstoff,
dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise im Bereich der Kückenpartie (i) der Futterstoff durch
ein an sich bekanntes netzähnliches Gewebe (3) ersetzt ist.
2. Sakko nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dalS das netzähnliche Geweoe
rundherum (im Kantenverlauf) angenäht ist.
3- Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Kante (4) (Seite) des netzähnlichen Gewebes (3) der
(bekannte} Futterstoff '.ber^angslos (also einstückig)
anschließt.
- ΊΊ -
4·. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dab zwischen dem netzähnlichen
Gewebe (3) und dem Futterstoff (-') wenigstens ein auch
elastischer - Streifen (5) aus einem anderen Laterial
z.B. dichteres, dickeres, anders gefärbtes Gewebe, Kunststoffolie, kaschiertes Gewebe, beflocktes
Laterial oder dgl. vorgesehen ist.
5· Sakko insbesondere nach Anspruch Ί,
dadurch gekennzeichnet, daß das netzähnliche Gewebe (5)
unterschiedliche Maschenweite und/oder Materialien im oberen, mittleren und unteren Bereich (^ 7>
8) aufweist .
6. Sakko nach wenigstens einen, der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dab die Laschen z.j. von oben
nach unten (kontinuierlich) gröber (kleiner) sind.
7· Sakko insbesondere nach Anspruch 1,
dadurch . ekennzeichnet, daß das netzähnliche Gewebe
(3) unterschiedliche Laschenweiten und/oder Materialien im Verlauf der linken, mittleren und rechten Zone
(V, 'IC, ΊΊ) aufweist.
6320948
8. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daii das netzähnliche Gewebe (^)
durch unterschiedliche Fäden, Fadenbündel usw. und/oder unterschiedliches Fadenmaterial gebildet ist.
9. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daii der Verlauf der Kanten beliebig ist z.B. geradlinig, zick-zackförmig, bogenförmig
(konkav, konvex), welleniiniem.hnlich usw.
10. Sakko nach wenigstens^0ao.em dej>^orherigen Ansprüche,
dadurch gekennaVi>cTin>fc<^daß auf dem netzähnlichen Gewebe
(3) mKjÄ^s*tens ein Aufdruck, Einwebung oder dgl.
11. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daii die waschen (Öffnungen/
Durchbrüche) des netzahnlichen Gewebes (3) Formen wie dreieck- oder mehreckähnlich, rund, oval, elliptisch
usw. aufweisen kennen.
Ί2. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daii das netzähnliche Gewebe (3)
aus einem Gewebe, einer Folie oder dgl. besteht und Durchbrüche beliebiger Form vorgesehen sind (Stanzen,
Prägen).
20948
13. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Lagen des netzähnlichen Gewebes (3) vorgesehen sind.
14. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Lagen alle oder einige anders ausgebildete Maschen aufweisen.
15. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Lagen im Abstand zueinander vorgesehen sind (Abstandstück
zwischengenäht).
16. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das netzähnliche Gewebe (3) ganz oder teilweise elastisch ist (elastische
Fäden eingewebt).
17. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das netzähnliche Gewebe (3) etwa vom oberen Rand bis etwa zur unteren Kante
sich erstreckt.
Ίο. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß dem netzähnlichen Gewebe (3) eine in sich geschlossene Stoffbahn beispielsweise
durch Unterlegen bzw. Auflegen mittels Heften, Kleben usw. zugeordnet ist, auch nur in teilweiser Breite des
netzähnlichen Gewebes (3).
19. Sakko nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch Durchbrüche beliebiger Form, die mindestens die zweifache Größe einer Masche aufweisen.
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