DE69206502T2 - Vorrichtung und Verfahren zum Verschliessen und seitlichen Versiegeln von Bogen oder dergleichen enthaltenden, in Kunststoffolie eingewickelten Paketen. - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Verschliessen und seitlichen Versiegeln von Bogen oder dergleichen enthaltenden, in Kunststoffolie eingewickelten Paketen.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Verschließen und seitlichen Versiegeln von Bogen oder dergleichen enthaltenden in Kunststaffolie eingewickelten Paketen durch Einwickeln eines Paketes in thermisch schrumpfbaren Plastikfilm.
- Ein derartiges technisches Problem wurde bereits untersucht, und eine Lösung ist in der US-A-2 928 217 beschrieben, und diese stellt ein Beispiel eines bekannten Standes der Technik dar. Gemäß dieser Patentschrift werden, nachdem das Paket in Plastikfolie eingewickelt ist, seitliche Abschnitte der Folie durch geeignete Schweißvorrichtungen abgedichtet. Der Nachteil einer derartigen Lösung beruht auf der Tatsache, daß gewöhnlich eine zu große Plastikfolie benutzt wird, d. h. eine Folie, die von den seitlichen Rändern des Paketes vorsteht, so daß das überschüssige Material abgeschnitten und zum Abtransport abgesaugt werden muß, und dies verursacht wiederum den Nachteil, daß die Vorrichtung eine Saugvorrichtung aufweisen muß, was zu höheren Kosten zur Verwirklichung und zur Benutzung führt.
- Bei der Vorrichtung nach der genannten US-A-2 928 217 werden zur Vermeidung des Abtransports überschüssiger Folie abgemessene Blätter benutzt, die keinen Abfall bedingen, aber in diesem Falle besteht die Gefahr eines nachteiligen Einreißens in seitlichen Folienabschnitten, wenn diese Abschnitte miteinander verschweißt werden.
- Die GB-A-2 045 678 beschreibt eine Vorrichtung zum Umwickeln, welche Versiegelungsbacken aufweist, die gegen gegenüberliegende Seiten eines Paketes gedrückt werden, um die Stirnflächen hiervon abzudichten.
- Die DE-A-1 586 349 beschreibt Luftstrahldüsen, mit denen ein Luftstrom gegen die vorstehenden Abschnitte einer Folienumwicklung eines Pakets geblasen wird.
- Die oben erwähnten älteren Patentschriften lösen weder einzeln noch in Kombination das technische Problem der Versiegelung vorstehender Abschnitte der Plastikfolienumhüllung eines Pakets auf perfekte Weise unter Benutzung einfacher Einrichtungen, und sie zeigen auch kein Verfahren, wie dies in den Ansprüchen vorliegender Erfindung gekennzeichnet ist.
- Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung ermöglicht eine Vermeidung der oben erwähnten Nachteile durch Kennzeichnungsmerkmale und Vorteile, die in der folgenden Beschreibung deutlich aufgezeigt werden, wobei die Beschreibung ein nicht beschränkendes Ausführungsbeispiel gemäß der Zeichnung erläutert.
- In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1 eine Grundrißansicht der Vorrichtung,
- Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung, betrachtet in Richtung des Pfeiles A gemäß Fig. 1,
- Fig. 3 einen Schnitt der Vorrichtung längs der Linie III-III gemäß Fig. 1,
- Fig. 4 eine Seitenansicht der Vorrichtung, betrachtet in Richtung des Pfeiles B gemäß Fig. 1,
- Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung mit einem Paket, nachdem dieses mit einer Plastikfolie umwickelt wurde,
- Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung mit einem Paket, nachdem die Umhüllungsfolie seitlich versiegelt wurde.
- Gemäß der Zeichnung weist die Vorrichtung eine Basis 1 auf, in der zwei gegenüberliegende Schlitten 2 und 3 montiert sind, auf denen zwei Paare von Spindeln 4 und 5 montiert und miteinander über Ketten oder Riemen 6, 7 und 8 verbunden sind, die durch ein manuell betätigbares Handrad 9 bewegt werden können. Die Spindeln 4 und 5 mit Spindelmuttern, die in den Schlitten 2 und 3 ausgebildet sind, weisen jeweils ein rechtsgängiges bzw. ein linksgängiges Gewinde auf, so daß durch manuelle Betätigung des Handrades 9 die Schlitten 2 und 3 sich aufeinander zu oder voneinander weg bewegen, je nach Drehrichtung des Handrades selbst, und zwar als Funktion der Breite des Paketes.
- Über den Schlitten 2 und 3 sind an einem Seitenträger 10 und 11 jeweils Umlenkrollen 12 und 13 angeordnet, während auf der gegenüberliegenden Seite der Basis 1 zwei Träger 14 und 15 fixiert sind, die eine Rolle 16 tragen. Ein Förderriemen 17 ist zwischen der Umlenkrolle 12 und der Rolle 16 geführt, und ein Förderriemen 18 ist in gleicher Weise über die Umlenkrolle 13 und die Rolle 16 geführt.
- Wenn das Handrad 9 gedreht wird, bewegen sich die Förderriemen 17 und 18 gemeinsam mit den Schlitten 2 und 3.
- Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist im unteren Teil der Basis 1 auf der dem Handrad 9 gegenüberliegenden Seite ein Elektromotor 19 angeordnet, der über ein Untersetzungsgetriebe 20 bekannter Bauart mit einer Riemenscheibe 21 verbunden ist, die mit der Rolle 16 über einen Riemen 22 in Antriebsverbindung steht. Die Rolle 16 ist mit der Riemenscheibe 12 und der Riemenscheibe 13 verbunden, so daß die Förderriemen 17 und 18 sich gleichzeitig gemäß dem Pfeil X bewegen, wenn sich der Motor 19 dreht.
- Mit den Schlitten 2 und 3 sind Versiegelungsplatten 25 und 26 über Gelenke 23 und 24 verbunden, und diese werden aus der Horizontalstellung gemäß Fig. 1 in die Vertikalstellung gemäß Fig. 3 oder umgekehrt mittels pneumatischer Zylinder 27 und 28 überführt.
- In Fig. 5 ist ein Paket 29, das durch eine thermisch schrumpfbare Plastikfolie umhüllt ist, dargestellt, und dieses Paket enthält Blätter oder dergleichen, und die Folie wird von einer bekannten Maschine zugeführt, die seitlich an der Basis 1 der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf der Seite der Riemenscheiben 12 und 13 angeordnet ist, so daß die so umhüllten Pakete 29 durch die Förderriemen 17 und 18 in Richtung des Pfeiles X genau entsprechend mit den Platten 25 und 26 überführt werden. Geeignete, in der Zeichnung nicht dargestellte Sensoren bewirken, daß das Paket in einer richtigen Lage anhält, und es werden die Platten gesteuert, die von der Horizontalstellung in die Vertikalstellung bewegt werden, so daß diese, indem sie die vorstehenden Abschnitte 30 der Plastikfolie andrücken, diese Abschnitte falten und versiegeln, wodurch das Paket die Form gemäß Fig. 6 erhält. Die Versiegelungsplatten 25 und 26 kehren in die Horizontallage zurück, nachdem sie in der Vertikalstellung die Versiegelung durchgeführt haben.
- Um eine Faltung derartiger vorstehender Abschnitte zu vereinfachen, sind zwei Düsen 31, 32 entsprechend den Platten vorgesehen und mit den Pneumatikzylindern 27 und 28 derart verbunden, daß bei Bewegung der Platten 25 und 26 von der Horizontalstellung in die Vertikalstellung die aus den Zylindern kommende Luft durch die Düsen hindurchgeleitet wird, so daß Luftstrahlen gebildet werden, die die vorstehenden Abschnitte der Plastikfolie andrücken.
- Nach dieser Versiegelung werden die so gebildeten Pakete durch die Förderriemen 17 und 18 aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgetragen und in einen Ofen bekannter Bauart überführt, der in der Zeichnung nicht dargestellt ist und seitlich an der Basis 1 an der Seite der Rolle 16 angeordnet ist, um ein thermisches Schrumpfen der Folie zu bewirken, die das Paket umhüllt.
- Es kann ein oberer Preßstempel 33 zusätzlich entsprechend den Platten 25 und 26 vorgesehen sein, der auf die Oberseite des Paketes in der Weise einwirkt, daß die Folie in ihrer richtigen Lage verbleibt. Diese Anordnung ist nützlich, aber nicht wesentlich im Hinblick auf eine gute seitliche Versiegelung des Paketes.
- Außerdem sind die Riemenscheiben 12 und 13 konvex ausgebildet, um den Zug der Förderriemen 17 und 18 zu gewährleisten, wenn die Schlitten 2 und 3 ihre Lage ändern.
- Im Betrieb der Vorrichtung und bei der Durchführung des Verfahrens zur seitlichen Versiegelung der Pakete werden die folgenden Schritte durchgeführt:
- Zunächst wird der Abstand zwischen den Schlitten 2 und 3 als Funktion der Breite des Paketes eingestellt; dann wird das mit Plastikfolie umhüllte Paket, welches von einer Versiegelungsfolien-Zuführungsmaschine herkommt, automatisch verlangsamt, und dann wird das Paket entsprechend mit den Versiegelungsplatten 25 und 26 stillgesetzt, welche die seitliche Versiegelung bewirken. Dann werden wiederum automatisch die Platten gespreizt, und das Paket wird nach dem Ofen ausgegeben, um die Umhüllungsfolie thermisch schrumpfen zu lassen.
- Aus der obigen Beschreibung ergeben sich die durch die Erfindung erlangten Vorteile wie folgt:
- - die Möglichkeit einer perfekten seitlichen Versiegelung der thermisch schrumpfenden Plastikfolie;
- - die Möglichkeit der Versiegelung von Paketen jeder Breite durch eine einfache Einstellvorrichtung;
- - die Erzeugung perfekt geschlossener Pakete am Auslauf des Ofens zur thermischen Schrumpfung ohne die Gefahr eines Einreißens der Folie, die das Paket umhüllt;
- - ein seitliches Verschließen der Pakete ohne irgendeine Absaugvorrichtung zur Entfernung überschüssiger Abschnitte, die von der Plastikfolie abgeschnitten sind.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Verschließen und seitlichen
Versiegeln von Bogen oder dergleichen enthaltenden in
Kunststoffolie eingewickelten Paketen (29) mit den
folgenden Merkmalen:
- es sind zwei Versiegelungsplatten (25, 26) vorgesehen,
die gegen gegenüberliegende Seiten des Pakets (29)
geschoben werden können, um vorstehende Abschnitte (30) des
Plastikfilms zu versiegeln;
- es sind zwei Förderriemen (17, 18) vorgesehen, die
über Umlenkrollen (12, 13) geführt sind und beide dazu
dienen, die in Kunststoffolie eingewickelten Pakete nach
den Versiegelungsplatten (25, 26) zu überführen; und
- es sind zwei Düsen (31, 32) entsprechend den
Versiegelungsplatten (25, 26) vorgesehen, durch die
Luftstrahlen gegen die vorspringenden Abschnitte (30) der
Kunststoffolie geschickt werden und die Luftstrahlen gegen
die vorspringenden Abschnitte (30) gleichzeitig mit der
Gesamtversetzung der Versiegelungsplatten (25, 26) gegen
die vorspringenden Teile (30) drücken, so daß letztere
leicht gefaltet werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Versiegelungsplatten (25,
26) um Gelenke (23, 24) aus einer Horizontalstellung in
eine Vertikalstellung gegen die vorspringenden Abschnitte
(30) drehbar sind, während die Luftstrahlen gegen die
vorspringenden Abschnitte (30) von Stellen gegenüber den
Gelenken (23, 24) gerichtet werden.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (25, 26) an
entsprechenden Schlitten (2, 3) schwenkbar angelenkt sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Versiegelungsplatten (25,
26) durch zwei Pneumatikzylinder (27, 28) bewegt werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß während der Annäherung der
Platten (25, 26) auf das Paket die durch die Zylinder
(27, 28) austretende Luft durch die Düsen (31, 32)
geschickt wird, um dadurch die Luftstrahlen zu bilden.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Umlenkrollen
(12, 13) konvex ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckkörper (33) auf die
Oberseite des Pakets (29) einwirkt, wenn letzteres zwischen
die Platten (25, 26) eingesetzt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (31, 32) in einer
oberen Stellung gegenüber den Gelenken (23, 24) der
Versiegelungsplatten (25, 26) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schlitten (2, 3) die
Förderriemen (17, 18) tragen und gleichzeitig voneinander
weg oder aufeinander zu bewegt werden, und zwar als
Funktion der Breite des Paketes (29), das seitlich zu
versiegeln ist.
10. Verfahren zum Verschließen und seitlichen
Versiegeln von Bogen oder dergleichen enthaltenden in
thermisch schrumpfbarer Kunststoffolie eingewickelten
Paketen (29) mit den folgenden Schritten:
- es wird das mit der Versiegelungskunststoffolie
eingewickelte Paket abgeführt;
- es wird das Paket (29) zwischen zwei
Versiegelungsplatten (25, 26) angehalten;
- es werden Luftstrahlen gleichzeitig auf die
Versiegelungsplatten (25, 26) zwecks Versetzung derselben
gerichtet und gleichzeitig gegen die gegenüberliegenden
Seiten des Pakets, so daß seitlich vorstehende Abschnitte
(30) der Kunststoffolie versiegelt werden; und
- darauf werden die Platten (25, 26) gespreizt.
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