DE69111165T2 - Tränkung mit Schwarzlauge vor der Zufuhr der Weisslauge. - Google Patents
Tränkung mit Schwarzlauge vor der Zufuhr der Weisslauge.Info
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Description
- Seit mehreren Jahrzehnten ist die kontinuierliche Kochung zerkleinerten Cellulosefasermaterials (z.B. Holzschnitzel) zur Zellstoffherstellung, insbesondere Kraftzellstoff, ein äußerst rationelles System zur Herstellung von Zellstoff. Bei kontinuierlicher Kochung muß man jedoch in der Praxis dafür sorgen, daß das Endprodukt gleichförmig ist. Ein wichtiger Punkt bei der Sicherstellung gleichförmiger Qualität des Endprodukts ist es, zufriedenstellende Imprägnierung des Materials mit Kochlauge (Weißlauge) sicherzustellen. Es ist seit langem bekannt, daß frisch gefälltes Holz mit hohem Feuchtigkeitsgehalt schnell und gleichförmig imprägniert wird, während gelagertes Holz mit geringem Feuchtigkeits- und hohem Luftgehalt zur gleichförmigen Imprägnierung wirksames Vordämpfen und günstige Imprägnierungsbedingungen erfordert. Dies ist zwar seit vielen Jahren bekannt, aber diese Tatsache wurde normalerweise nicht effektiv ausgenutzt, um gleichförmige Imprägnierung von Cellulosematerial wie Holzschnitzeln zu sichern.
- Mit zunehmender Bedeutung der Energieeinsparung wird es ebenfalls wichtig, den Energieverbrauch bei der Kochung so weit wie möglich zu verringern. Typischerweise wird eine erhebliche Menge Energie in Form von Hochdruckdampf in einer kontinuierlichen Zellstoffanlage durch Erhitzen der Weißlauge auf eine angemessene Kochtemperatur (z.B. ungefähr 160-180ºC) und ferner zum Aufheizen der Imprägnierlauge, z.B. Schwarzlauge, verbraucht.
- Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung zerkleinerten Cellulosefasermaterials zur Herstellung von Papierzellstoff, insbesondere Kraftzellstoff, zur Verfügung gestellt, welches erhöhte Gleichförmigkeit und geringstmögliche Energieerfordernisse aufweist. Gegenstand der Erfingung ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung zerkleinerten Cellulosefasermaterials zur Herstellung von Kraftzellstoff, bei dem man stufenweise kontinuierlich:
- a) zerkleinertes Cellulosefasermaterial mit Flüssigkeit zu einem Stoff aufschläznmt,
- b) den Stoff in eine Imprägnierungszone einführt,
- c) den Stoff in der Imprägnierungszone mit Heizund Tränkungsflüssigkeit imprägniert,
- d) den Stoff aus der Imprägnierungszone in eine Kochzone überführt,
- e) den Stoff in der Kochzone bei der Kochtemperatur mit Kraftkochlauge behandelt, um das Material in dem Stoff zur Herstellung von Kraftzellstoff aufzuschließen,
- f) Schwarzlauge bei der Kochtemperatur aus der Kochzone abzieht und
- g) mindestens einen Teil der in Stufe f) abgezogenen Schwarzlauge zur Lieferung mindestens eines Teils der Imprägnierflüssigkeit in Stufe c) in die Imprägnierungszone überführt.
- Dies ist in US -A-3 303 088 beschrieben.
- Unsere Erfindung unterscheidet sich dadurch von US -A-3 303 088, daß dieses Aufschlämmen in einem Hochdruckzufuhrgefäß erfolgt und daß man diese Imprägnierung in Stufe c) mittels raschem Verdrängungsaufheizen des zerkleinerten Cellulosefasermaterials durch Einführung von Schwarzlauge im wesentlichen bei der Kochtemperatur durchführt und dann eine rasche Diffusionsimprägnierung durch Einführen von Weißlauge in das Material bewirkt, um eine kontinuierliche Kraf tkochung des Materials zu erzielen.
- Im Gegensatz zu US -A-3 303 088 lehrt unsere Erfindung daher die Anwendung raschen Verdrängungsaufheizens des Fasermaterials durch Einführung von Schwarzlauge im wesentlichen bei der Kochtemperatur, d.h. erfindungsgemäß wird die in den Schnitzeln vorhandene Feuchtigkeit (z.B. Kondensat vom Dämpfen) durch heiße Schwarzlauge verdrängt, was wirksames Aufheizen und Imprägnieren der Schnitzel sowie auch weitere Vorteile bewirkt. Die nunmehr mit heißer Schwarzlauge imprägnierten Schnitzel sind für Diffusion von Chemikalien sehr zugänglich. Demgemäß werden sich die wirksamen Chemikalien der Weißlauge, die nach der Imprägnierung eingeführt werden, sehr schnell in jeden Schnitzel bewegen und das eigentliche Aufschlußverfahren ingangsetzen.
- Vorzugsweise erfolgt dabei auch die weitere Stufe h) einer Vorwärmung der Kochlauge vor der Einführung in die Kochzone, indem man sie in Wärmeaustausch mit einem ersten Teil der in Stufe f) abgezogenen Schwarzlauge bringt, während ein zweiter Teil der in Stufe f) abgezogenen Schwarzlauge in Stufe g) verwendet wird.
- Die Stufe b) läßt sich zum Teil dadurch durchführen, daß man einen Teil der Flüssigkeit aus dem Stoff in einem Abzugsbereich über der Imprägnierungszone abzieht, die abgezogene Flüssigkeit unter Druck setzt und die unter Druck gesetzte abgezogene Flüssigkeit über dem Abzugsbereich vorwiegend nach unten gerichtet in den Stoff einführt. Die Stufen c) und g) erfolgen vorzugsweise dadurch, daß man einen Teil der Flüssigkeit aus dem Stoff in der Imprägnierungszone bei einem Abzugsbereich abzieht, die abgezogene Flüssigkeit in die Imprägnierungszone über dem Abzugsbereich rezirkuliert und der rezirkulierten abgezogenen Flüssigkeit Schwarzlauge aus Stufe f) zusetzt. Die Stufe a) führt man vorzugsweise durch Aufschlämmung des Materials mit Schwarzlauge durch. Die Stufen b) - f) führt man vorzugsweise in einem einzigen senkrechten Gefäß durch, wobei sich das Material während der Behandlung im Gefäß von oben nach unten bewegt.
- Noch ein weiterer Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein ein Verfahren zur Behandlung eines Stoffs aus zerkleinertem Cellulosefasermaterial in einem aufrechten Gefäß mit einem Kopf und Fuß sowie mindestens ersten, zweiten und dritten Sätzen von Böden, die senkrecht voneinander beabstandet sind, wobei sich der erste Satz Böden zuoberst und der dritte Satz Böden zuunterst befindet. Dieses Verfahren umfaßt die Stufen, daß man:
- a) den Stoff in den Kopf des Gefäßes einführt, so daß er darin von oben nach unten strömt, b) einen Teil der Flüssigkeit aus dem Stoff mit dem ersten Satz Böden abzieht und die abgezogene Flüssigkeit über dem ersten Satz Böden in das Gefäß zurückführt, c) einen Teil der Flüssigkeit aus dem Stoff mit dem zweiten Satz Böden abzieht und die abgezogene Flüssigkeit über dem zweiten Satz Böden in das Gefäß zurückführt, d) einen Teil der Flüssigkeit aus dem Stoff mit dem dritten Satz Böden abzieht und mindestens einen Teil der aus dem dritten Satz Böden abgezogenen Flüssigkeit zur Einführung in das Gefäß mit der rezirkulierten Flüssigkeit aus Stufe b) in die aus dem ersten Satz Böden abgezogene Flüssigkeit überführt sowie e) Zellstoff vom Fuß des Gefäßes unter dem dritten Satz Böden abzieht. Ein vierter Satz Böden wird vorzugsweise ebenfalls über dem ersten Satz eingesetzt. Flüssigkeit wird durch den vierten Satz Böden abgezogen, unter Druck gesetzt und dann über dem vierten Satz Böden mit einer im wesentlichen nach unten gerichteten Geschwindigkeit eingeführt, um so die Bewegung des Materials zu unterstützen.
- Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung ist es&sub1; kontinuierliche Zellstoffkochung mit erheblicher Energieersparnis und gleichzeitig verbesserter Gleichförmigkeit des Endprodukts zu ermöglichen. Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden durch Kenntnisnahme der näheren Beschreibung der Erfindung und der beigefügten Ansprüche erläutert.
- FIGUR 1 ist eine schematische Ansicht einer beispielhaften Apparatur zur Durchführung des erf indungsgemäßen Verfahrens.
- Viele der in FIGUR 1 abgebildeten Teile der Apparatur entsprechen den Teilen der Apparatur nach US-A-3 802 956 oder sind damit vergleichbar. Jenes Patent beschreibt Apparaturen zur Durchführung einer kontinuierlichen Zellstoffherstellung, insbesondere Kraftzellstoffherstellung, aus zerkleinertem Cellulosefasermaterial zum Zweck zufriedenstellender Imprägnierung des Materials.
- Eine Apparatur nach dem System von FIGUR 1, das allgemein mit derjenigen in besagtem Patent 3 802 956 vergleichbar ist, enthält einen Schnitzelbunker 11 (der ein Schnitzeldämpfungsbunker sein kann), der über ein Niederdruckventil 13 mit einem herkömmlichen Dämpfungsgefäß 14 in Verbindung steht. Niederdruckdampf, z.B. mit einer Atmosphäre Überdruck, wird dem Gefäß 14 durch eine Leitung 15 zugeführt, wobei die Luft durch die Leitung 17 ausgetrieben wird. Schließlich gelangen die Schnitzel über den Auslauf 18 in das herkömmliche Hochdruckzufuhrgefäß 19, wobei Flüssigkeit unter Zwangsumlauf mittels der Pumpe 20 aus dem Auslauf 18 fallende Schnitzel - oder ähnliches Cellulosefasermaterial - in der Umlaufflüssigkeit in die Überführungsvorrichtung 19 schleppt.
- Erfindungsgemäß gelangen die Schnitzel von dem Hochdruckzufuhrgefäß 19 in der Leitung 21 zum Kopf eines im wesentlichen senkrechten Kochers 22. Der Stoff aus Schnitzeln in Flüssigkeit läuft am Kopf des Kochers 22 in eine Apparatur zur Abtrennung eines Teils der Flüssigkeit, wobei die Apparatur vorzugsweise aus einem Siebring 25 mit einer Förderschnecke 27 darin besteht und wobei die abgezogene Flüssigkeit in der Leitung 23 zurück zur Pumpe 20 strömt. Ein Boden 28 befindet sich nahe am Kopf des Kochers 22, aber unter dem Ring 25 und der Schnecke 27, die mit der Pumpe 26 verbunden ist, welche ihrerseits an Düsen 24 angeschlossen ist. Ein Teil der aus dem Stoff durch den Boden 28 abgezogenen Flüssigkeit wird durch die Pumpe 26 unter Druck gesetzt und dann im wesentlichen nach unten gerichtet über dem Boden 28 durch die Düsen 24 zurück in das Gefäß gedrückt. Dieses System dient vorwiegend der Erzeugung einer abwärts wirkenden Kraft auf das Material für Betriebszwecke, so daß es zunächst zusammen mit Flüssigkeit nach unten in den Kocher 22 strömt. Ein Teil der durch den Boden 28 abgezogenen Flüssigkeit gelangt über die Leitung 30, wie weiter unten beschrieben, zur zweiten Stufe 90 eines Entspannungstanksystems.
- Die Schnitzel werden mittels in der Schleife 37 unter der Einwirkung der Pumpe 35 strömender Flüssigkeit durch den Auslauf 18 in das Hochdruckzufuhrgefäß 19 gespült. Uberschüssige Flüssigkeit gelangt in das Niveaugefäß 39 und wird von da durch Leitung 41 und Pumpe 29 auf die Hochdruckseite zurückgeführt. Außerdem kann man Zusatzflüssigkeit - die Schwarzlauge von der Quelle 33, Weißlauge von der Quelle 31 oder eine Kombination von beiden (wie durch das Ventil 48 dosiert) sein kann - über die Ventile 10 bzw. 12 einführen. Diese Flüssigkeit strömt über die Leitung 50 zur oberen Außenseite des Siebrings 25 - d.h. der Hochdruckschleife.
- Unter dem Boden 28 nahe dem Kopf des Gefäßes 22 befindet sich eine Imprägnierungszone. In dieser ist ein mit einer Pumpe 42 vorbundener Boden 40 vorgesehen. Die Pumpe 42 zieht einen Teil der Flüssigkeit aus dem sich im Gefäß 22 nach unten bewegenden Stoff ab und rezirkuliert ihn in der Schleife 43 zum Einlaßrohr 46 über dem Boden 40. Dadurch eingeführte Flüssigkeit neigt dazu, im Gegenstrom zu den sich im Gefäß 22 nach unten bewegenden Schnitzeln zu fließen und wird schließlich durch den Boden 28 abgezogen. Ein Aufheizer, wie ein indirekter Aufheizer (der Flüssigkeit mit Dampf erhitzt) kann in der Kreislaufschleife 43 vorgesehen werden, ist aber erfindungsgemäß nicht notwendig.
- Unter dem Boden 40 befindet sich eine Kochzone. Innerhalb der Imprägnierungs- und Kochzone liegen ein oder mehrere Böden 63, 87 und 92. Ein Teil der Flüssigkeit in der sich am Boden 63 abwärts bewegenden Flüssigkeit wird daraus über die Pumpe 65 abgezogen und zum Erhitzen durch einen herkömmlichen indirekten Dampfaufheizer (Wärmeaustauscher) 67 geführt, wobei die abgezogene Flüssigkeit rezirkuliert und in einer zentralen Rückführungsleitung 69 über dem Boden 63 in die Schnitzelsäule eingeführt wird. Erfindungsgemäß kann Kraftkochlauge (Weißlauge) von der Quelle 31 durch die Pumpe 36 zu dieser Rezirkulationsschleife gepumpt, z.B. der Pumpe 65 zugesetzt, werden, um mit der rezirkulierten Flüssigkeit eingeführt zu werden.
- Die Böden 87 und 92 ziehen Schwarzlauge aus dem Kocher 22 ab. Ein Teil der durch den Boden 92 unter der Einwirkung der Pumpe 93 abgezogenen Schwarzlauge kann in den Kocher 22 rezirkuliert und an der zentralen Leitung 95 eingeführt werden, während ein anderer Teil durch das Ventil 32 schließlich zum Entspannungstank 90 der zweiten Stufe fließt. Die Leitung 91 vom Fuß des Entspannungstanks 90 kann dazu dienen, die Quelle 33 mit Schwarzlauge zu versorgen. Ferner gelangt durch den Boden 87 abgezogene Schwarzlauge erfindungsgemäß in die Leitung 110, die mit der Kreislaufschleife 43 einschließlich der Pumpe 42 verbunden ist, so daß sie an der Rückführungsleitung 46 in das Gefäß eingeführt wird. Die Schwarzlauge in der Leitung 110 befindet sich im wesentlichen auf Kochtemperatur (z.B. etwa 160-180ºC).
- Ein weiterer Teil der mit den Böden 87 abgezogenen Flüssigkeit - der sich ebenfalls im wesentlichen auf Kochtemperatur befindet - wird dazu verwendet, die von der Quelle 31 in die Pumpe 65 eingeführte Weißlauge vorzuwärmen. Dies erfolgt vorzugsweise, imdem man die Leitung 112 und die Leitung 38 in einen Wärmeaustauscher 114 führt, wodurch ein Wärmeaustausch zwischen der heißen Schwarzlauge in der Leitung 112 und der kühlen Weißlauge in der Leitung 38 zustandekommt und letztere vor der Einführung in die Pumpe 65 vorgewärmt wird. Typischerweise würde der Wärmeaustauscher 114 die Weißlauge von etwa 70ºC auf etwa 160ºC vorwärmen. Nur noch eine geringe zusätzliche Energieeingabe von dem Aufheizer 67 ist erforderlich. Nachdem sie einen wesentlichen Teil ihres Wärmewerts im Wärmeaustauscher 114 verloren hat, wird die verbleibende Schwarzlauge in der Leitung 112 zu einem Entspannungstank 89 der ersten Stufe geleitet.
- Außer daß sie den Energiebedarf offensichtlich auf ein Minimum verringert, bewirkt die oben beschriebene Anordnung auch eine sehr gleichförmige Imprägnierung. Die aus der Leitung 110 eingeführte Schwarzlauge tränkt und erhitzt die Schnitzel, was zu deren raschem Verdrängungsaufheizen führt. Diese rasche Verdrängungsaufheizung macht die Schnitzel für die Imprägnierung mit Weißlauge viel zugänglicher. Dies bedeutet, daß rasche Diffusionsimprägnierung der Schnitzel mit Weißlauge stattfindet, wenn sich die Schnitzel nach unten in die Kochzone bewegen und mit der heißen Weißlauge zusammentreffen. Die Schnitzel werden dann bei einer Temperatur von etwa 160-180ºC gekocht und gelangen danach abwärts in den unteren Teil des Kochers 22, wo sie vorzugsweise gewaschen werden.
- Nahe dem Fuß des Gefäßes 22 ist ein Boden 79 mit einer Pumpe 81, einem Aufheizer 83 und einer zentralen Einlaufleitung 85 verbunden. Waschflüssigkeit wird in die Leitung 71 eingeführt, um im Gegenstrom (d.h. aufwärts) bezüglich der abwärts strömenden Schnitzel zu fließen, wobei ein Teil der Flüssigkeit durch den Boden 79 abgezogen, erhitzt und zurück in die Leitung 85 rezirkuliert wird. Der gewaschene Kraftzellstoff kann dann vom Fuß des Gefäßes unter Verwendung eines herkömmlichen rotierenden Schabers 99 und gewünschtenfalls einer Drosselvorrichtung 101 ausgetragen werden.
- Das Verfahren wurde zwar mit Bezug auf ein einziges aufrechtes Gefäß 22 beschrieben, doch läßt sich das Verfahren auch auf andere Art durchführen (z.B. mit mehr als einem Gefäß), obwohl die Anordnung nach FIGUR 1 mit einem einzigen Gefäß stark bevorzugt wird.
- Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Stoff aus zerkleinertem Cellulosefasermaterial (z.B. Holzschnitzeln) in Flüssigkeit (z.B. Schwarzlauge zusammen mit auf den Schnitzeln kondensiertem Dampf aus dem Dämpfungsgefäß 14 und gegebenenfalls natürlicher Flüssigkeit in den Schnitzeln) am Kopf des Kochers 22 eingeführt und bewegt sich unter der Einwirkung der nach unten gerichteten Flüssigkeitsströmung aus den Düsen 24 im Gefäß 22 abwärts. An einem ersten Satz Böden 40 kann ein Teil der Flüssigkeit in dem Stoff entfernt und in das Gefäß zurückgeführt werden, wobei durch den Boden 87 über die Leitung 110 abgezogene Schwarzlauge in die Kreislaufschleife 43 eingeführt wird. In der Nähe des Bodens 40 und darüber werden die Schnitzel getränkt und erhitzt, wobei sich die Schwarzlauge in der Leitung 110 im wesentlichen auf Kochtemperatur befindet. Dieses rasche Verdrängungsaufheizen der Schnitzel macht sie für die nachfolgende Imprägnierung während ihrer kontinuierlichen Verarbeitung zugänglich.
- Während sich die Schnitzel im Gefäß 22 weiter nach unten bewegen, kommen sie mit dem zweiten Satz Böden 63 in Berührung. Ein Teil der Flüssigkeit wird durch diese abgezogen, durch den Aufheizer 67 aufgeheizt und über die zentrale Leitung 69 wieder eingeführt. Von der Pumpe 36 gepumpte Weißlauge von der Quelle 31 in der Leitung 38 wird in dieser Kreislaufschleife der Pumpe 65 zugeführt. Vorzugsweise wird die Weißlauge vorgewärmt, indem man sie durch den Wärmeaustauscher 114 zum Wärmeaustausch mit Schwarzlauge in der Leitung 112 führt. Da die Schnitzel wegen ihrer Tränkung und Erhitzung durch rasches Verdrängungsaufheizen einer Imprägnierung zugänglich sind, erfolgt rasche Diffusionsimprägnierung der Schnitzel mit Weißlauge nahe dem Boden 63 und darüber. Unter dem Boden 63 findet Kraftkochung der Schnitzel statt. Schließlich werden die Schnitzel an oder über dem Boden 79 gewaschen und danach vom Fuß des Gefäßes ausgetragen.
- Es ist somit ersichtlich, daß erfindungsgemäß ein Verfahren zur Verfügung gestellt wird, das eine wesentliche Energieersparnis bewirkt und gleichzeitig die Gleichförmigkeit des in einem kontinuierlichen Kraftzellstoffherstellungsverfahren produzierten Zellstoffs verbessert.
Claims (12)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung
zerkleinerten Cellulosefasermaterials zur Herstellung von
Kraftzellstoff, bei dem man stufenweise kontinuierlich:
a) zerkleinertes Cellulosefasermaterial mit
Flüssigkeit zu einem Stoff auf schlämmt,
b) den Stoff in eine Imprägnierungszone einführt,
c) den Stoff in der Imprägnierungszone mit
Heizund Tränkungsflüssigkeit imprägniert,
d) den Stoff aus der Imprägnierungszone in eine
Kochzone überführt,
e) den Stoff in der Kochzone bei der
Kochtemperatur mit Kraftkochlauge behandelt, um das Material
in dem Stoff zur Herstellung von Kraftzellstoff
aufzuschließen,
f) Schwarzlauge bei der Kochtemperatur aus der
Kochzone abzieht und
g) mindestens einen Teil der in Stufe f)
abgezogenen Schwarzlauge zur Lieferung mindestens eines Teils
der Imprägnierflüssigkeit in Stufe c) in die
Imprägnierungszone überführt,
dadurch gekennzeichnet, daß dieses Aufschlämmen
in einem Hochdruckzufuhrgefäß (19) erfolgt und daß man
diese Imprägnierung in Stufe c) mittels raschen
Verdrängungsaufheizen des zerkleinerten
Cellulosefasermaterials durch Einführung von Schwarzlauge (46) im
wesentlichen bei der Kochtemperatur durchführt und dann
eine rasche Diffusionsimprägnierung durch Einführen von
Weißlauge (31, 69) in das Material bewirkt, um eine
kontinuierliche Kraftkochung des Materials zu erzielen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, worin Stufe a) unter
Verwendung von Schwarzlauge (33) als
Aufschlämmungsflüssigkeit durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, worin Stufe e) durch
Vorwärmen der Weißlauge (31) vor deren Einführung in die
Kochzone durchgeführt wird&sub1; indem man sie in
Wärmeaustausch (114) mit einem ersten Teil der in Stufe f)
abgezogenen Schwarzlauge bringt, während ein zweiter Teil
der in Stufe f) abgezogenen Schwarzlauge in Stufe g)
verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, einschließlich der
weiteren Stufe weiteren Erhitzens der Kochlauge nach
deren Vorwärmung in Stufe h), indem man sie indirekt mit
Dampf erhitzt (67).
5. Verfahren nach Anspruch 1, worin Stufe b) durch
Einführen der Weißlauge (69) im wesentlichen bei
Kochtemperatur durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3, einschließlich der
weiteren Stufe i), wobei man nach der Durchführung der
Stufe h) den ersten Teil der Schwarzlauge in ein
Entspannungsgefäß (89) leitet.
7. Verfahren nach Anspruch 1, worin Stufe b) durch
Abzug eines Teils der Flüssigkeit aus dem Stoff in einem
Abzugsbereich (28) über der Zone durchgeführt wird, wobei
man die abgezogene Flüssigkeit unter Druck setzt (26) und
die unter Druck gesetzte abgezogene Flüssigkeit über dem
Abzugsbereich vorwiegend nach unten gerichtet in den
Stoff zurückführt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Stufen c)
und g) durch Abziehen eines Teils der Flüssigkeit aus dem
Stoff in der Zone bei einem Abzugsbereich (40)
durchgeführt werden, wobei man die abgezogene Flüssigkeit in
die Zone über dem Abzugsbereich rezirkuliert (43) und der
rezirkulierten abgezogenen Flüssigkeit Schwarzlauge (110)
aus Stufe f) zusetzt.
9. Verfahren nach Anspruch 1, worin Stufe e) ferner
durch Abziehen von Flüssigkeit aus der Kochzone in einem
Abzugsbereich (63) durchgeführt wird, wobei man die
abgezogene Flüssigkeit an einer Stelle (69) über dem
Abzugsbereich in die Kochzone rezirkuliert und die
Kraftkochlauge (31) der rezirkulierten abgezogenen
Flüssigkeit zusetzt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, worin die Stufen c)
und g) durch Abziehen eines Teils der Flüssigkeit aus dem
Stoff in der Zone bei einem Abzugsbereich durchgeführt
werden, wobei man die abgezogene Flüssigkeit in die Zone
über dem Abzugsbereich rezirkuliert und der
rezirkulierten abgezogenen Flüssigkeit Schwarzlauge aus Stufe f)
zusetzt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, worin Stufe b) durch
Abziehen eines Teils der Flüssigkeit aus dem Stoff in
einem Abzugsbereich (28) über der Imprägnierungszone
durchgeführt wird, wobei man die abgezogene Flüssigkeit
unter Druck setzt (26) und die unter Druck gesetzte
abgezogene Flüssigkeit über dem Abzugsbereich vorwiegend
nach unten gerichtet in den Stoff zurückführt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, worin die Stufen
b) - f) in einem einzigen senkrechten Gefäß (22)
durchgeführt werden, und worin die Stufen b) und d) durch
abwärts gerichtete Einführung des Stoffs erfolgen.
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