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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen
einer organischen Verbindung unter Verwendung einer Imidverbindung
als Katalysator. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf ein
Verfahren, bei dem zwei Verbindungen in Gegenwart einer spezifischen
Imidverbindung und eines Radikalerzeugers im Hinblick auf die Imidverbindung
miteinander reagieren gelassen werden, um ein Produkt einer Additions-
oder Substitutionsreaktion oder ein oxidiertes Produkt davon durch
einen Radikalmechanismus zu ergeben. Die Erfindung bezieht sich
auch auf ein Verfahren zum Herstellen eines Hydroxy-γ-butyrolactonderivats,
welches z.B. als Material für
Pharmazeutika, Agrochemikalien und andere Feinchemikalien, lichtempfindliche
Harze und andere funktionelle Polymere brauchbar ist.
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Es
ist bekannt, dass einige brauchbare organische Verbindungen durch
Addieren einer Reihe von Verbindungen an eine ungesättigte Verbindung
hergestellt werden, die z.B. eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
oder eine ein Heteroatom enthaltende Verbindung aufweist. Wenn z.B.
eine aktive Methylenverbindung wie ein Malonsäurediester mit einem Olefin
mit einer elektronenziehenden Gruppe wie etwa Acrylnitril in Gegenwart
einer Base reagieren gelassen wird, wird eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
durch eine nukleophile Additionsreaktion gebildet, wobei ein Addukt
erhalten wird (Michael-Additionsreaktion). Wenn zwei Carbonylverbindungen
in Gegenwart einer Säure
oder einer Base behandelt werden, wird eine Carbonylverbindung nukleophil
an die andere Carbonylverbindung addiert und eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
wird gebildet, wobei ein Aldolkondensat erhalten wird.
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Gemäß diesen
Verfahren wird jedoch eine Reaktion im Allgemeinen in Gegenwart
einer Säure
oder einer Base durchgeführt
und diese Verfahren können
nicht auf Verbindungen angewandt werden, die Substituenten aufweisen,
welche gegenüber
Säuren
oder Basen instabil sind. Gemäß diesen
Verfahren kann z.B. eine Hydroxymethylgruppe, eine Alkoxymethylgruppe,
eine Acylgruppe oder ein tertiäres
Kohlenstoffatom nicht direkt an ein Kohlenstoffatom, das eine ungesättigte Bindung
von einer ungesättigten
Verbindung ausbildet (konstituiert) bzw. daran beteiligt ist, oder
an ein Methinkohlenstoffatom von einer verbrückten cyclischen Verbindung
gebunden werden.
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Additionsreaktionen
an Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen und Kupplungsreaktionen
zum Bilden von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen über einen
Radikalmechanismus sind ebenfalls bekannt. Es gibt jedoch im Wesentlichen
kein Verfahren zum effizienten Erhalten von Additions- oder Substitutionsreaktionsprodukten
oder oxidierten Produkten davon, z.B. mit molekularem Sauerstoff
unter milden Bedingungen.
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Getrennt
davon sind einige Verfahren als Herstellungsverfahren von Hydroxy-γ-butyrolactonderivaten bekannt.
Zum Beispiel offenbart die
europäische ungeprüfte Patentanmeldungs-Veröffentlichung
Nr. 2103686 ein Verfahren zum synthetischen Erhalten von
Pantolacton durch Reagierenlassen von Glyoxylsäure mit Isobutylen. Die
japanische ungeprüfte Patentanmeldungs-Veröffentlichung
Nr. 61-282373 offenbart ebenfalls ein Verfahren zum synthetischen
Erhalten von Pantolacton durch Reagierenlassen von Glyoxylsäurehydrat
mit t-Butylalkohol. Tetrahedron, 933 (1979) offenbart ein Verfahren
zum synthetischen Erhalten von Pantolacton. Dieses Verfahren schließt die Schritte
des Hydrolysierens von 4-Hydroxy-2-methyl-5,5,5-trichlor-1-penten
zum Erhalten von 2-Hydroxy-4-methyl-4-pentensäure und des Cyclisierens dieser
Verbindung in Gegenwart von Chlorwasserstoffsäure ein. Zusätzlich berichtet
The Chemical Society of Japan, Spring Annual Meeting, Lecture Proceedings
II, S. 1015 (1998), dass die Bestrahlung eines Lösungsgemisches, das einen α-Acetoxy-α,β-ungesättigten
Carbonsäureester
und 2-Propanol enthält,
mit Licht ein entsprechendes α-Acetoxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolactonderivat
ergibt.
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Grochowski,
E. et al., Synthesis, 1977, Nr. 10, S. 718-720 offenbart N-Hydroxyimid-katalysierte
Reaktionen zwischen Etherverbindungen und Diethylazodicarboxylat,
bei denen eine Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung gebildet wird. Roudier,
J.F. und Foucaud, A., Tetrahedron Letters, Band 25, Nr. 39, S. 4375-4378,
1984, offenbarten die Reaktion von Diethyloxomalonat mit Olefinen
in Gegenwart eines Katalysators, bei der die En-Reaktionsprodukte
in γ-Lactone
umgewandelt werden.
WO-A-99/50204 offenbart
ein Co-Oxidationsverfahren von organischen Verbindungen durch eine
Imidverbindung und Sauerstoff.
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Jedes
von diesem Verfahren verwendet jedoch ein Material, welches nicht
leicht verfügbar
ist oder spezielle Bedingungen für
die Reaktion erfordert.
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Getrennt
davon wird eine Lithografiemethode für die Bildung von feinen Mustern
von integrierten Halbleiterschaltkreisen verwendet. Die Lithografiemethode
umfasst die folgenden Schritte: das Bedecken des Substrats, das
einen darauf gebildeten Dünnfilm
aufweist, (Werkstück)
mit einem Resist, das Unterwerfen des Werkstücks einer selektiven Belichtung,
um ein Latentbild eines angestrebten Musters zu ergeben, das Unterziehen
des Werkstücks einer
Entwicklung, um einen mit einem Muster versehenen Resist zu bilden,
das Trockenätzen
des Werkstücks
unter Verwendung des Musters als Maske und anschließend das
Entfernen des Resists, um das angestrebte Muster zu ergeben. In
dieser Lithografiemethode werden g-Strahlen, i-Strahlen und andere
Ultraviolettstrahlen als Lichtquellen verwendet. Mit zunehmender
Feinheit der Muster werden jedoch Fernultraviolettstrahlen, Vakuumultraviolettstrahlen,
Excimerlaserstrahlen, Elektronenstrahlen, Röntgenstrahlen und andere Strahlen
mit einer kürzeren
Wellenlänge
als die Lichtquellen eingesetzt.
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Um
feine Muster unter Verwendung einer solchen kurzwelligen Lichtquelle
(z.B. eines ArF-Excimerlasers)
zu bilden, muss der verwendete Resist eine zufriedenstellende Transparenz
bei der Wellenlänge
der Lichtquelle aufweisen, eine gute Anhaftung an das Substrat aufweisen,
beständig
gegenüber
dem Trockenätzen
sein und bei der Entwicklung ausreichend löslich in einem Entwickler sein.
Als solche Resistmaterialien haben Polymere von polymerisierbaren
Monomeren, die jeweils einen verbrückten Ring oder einen Lactonring aufweisen,
in den letzten Jahren Aufmerksamkeit erhalten.
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Zum
Beispiel schlägt
die
japanische ungeprüfte Patentanmeldungs-Veröffentlichung
Nr. 9-73173 ein Resistmaterial
als einen Fotoresist vor, der sich für eine kurzwellige Lichtquelle
eignet. Dieses Resistmaterial umfasst ein Polymer und einen Säureerzeuger
und das Polymer umfasst eine Struktureinheit, welche durch Adamantan
oder eine andere alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe geschützt ist
und durch die Wirkung einer Säure
entfernt werden soll, um das Polymer in Alkalien löslich zu
machen. Das Resistmaterial enthält
keinen aromatischen Ring, ist somit für das ArF-Excimerlaserlicht
oder dergleichen transparent und ist gegenüber dem Trockenätzen zufriedenstellend
beständig.
Das Resistmaterial kann jedoch nicht schnell in einem Entwickler
gelöst
werden, da die Schutzgruppe durch eine durch Bestrahlung mit Licht
erzeugte Säure
nicht ausreichend eliminiert wird. Entsprechend weist das Resistmaterial
noch keine ausreichende Auflösung
(Lichtempfindlichkeit, Empfindlichkeit) auf und es weist noch keine
ausreichende Anhaftung an ein Substrat auf.
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Die
Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren zum effizienten Herstellen
einer organischen Verbindung durch eine Additions- oder Substitutionsreaktion
unter milden Bedingungen bereitzustellen.
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Genauer
gesagt ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen
einer organischen Verbindung bereitzustellen, welches z.B. eine
Hydroxymethylgruppe, eine Alkoxy methylgruppe, eine Acylgruppe, ein
tertiäres
Kohlenstoffatom direkt an z.B. ein Kohlenstoffatom, welches eine
ungesättigte
Bindung von einer ungesättigten
Verbindung ausbildet (konstituiert) bzw. daran beteiligt ist, oder
an ein Methinkohlenstoffatom von einer verbrückten cyclischen Verbindung
binden kann;
ein Verfahren zum Erhalten einer entsprechenden
1,3-Dihydroxyverbindung in einer guten Ausbeute aus einem Alkohol,
einer ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff bereitzustellen;
ein Verfahren zum
Herstellen eines α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivats
aus leicht verfügbaren
Materialien unter milden Bedingungen bereitzustellen;
ein Verfahren
zum Herstellen einer entsprechenden β-Hydroxyacetalverbindung aus
einem Acetal, einer ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff in einer guten Ausbeute bereitzustellen;
ein
Verfahren zum Herstellen einer entsprechenden Hydroxyverbindung
aus einer Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom, einer ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff in einer guten Ausbeute bereitzustellen;
ein
Verfahren zum Herstellen einer entsprechenden Carbonylverbindung
aus einer Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom, einer ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff in einer guten Ausbeute bereitzustellen;
ein
Verfahren zum Herstellen einer Verbindung mit einer elektronenziehenden
Gruppe aus einer Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom, einer
ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff in einer guten Ausbeute bereitzustellen;
ein
Verfahren zum Herstellen eines entsprechenden Kupplungsprodukts
aus einem Alkohol, einer Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom
und Sauerstoff in einer guten Ausbeute bereitzustellen; und
ein
Verfahren zum Herstellen eines entsprechenden Kupplungsprodukts
aus einer Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom und Sauerstoff
in einer guten Ausbeute bereitzustellen.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird gelöst
durch ein Verfahren zum Herstellen einer organischen Verbindung,
wobei das Verfahren den folgenden Schritt umfasst: Reagierenlassen von
(A) einer Verbindung, die ein stabiles Radikal bilden kann und ausgewählt ist
aus (A1) ein Sauerstoffatom enthaltenden Verbindungen, die jeweils
eine Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung
in der einem Sauerstoffatom benachbarten Stellung aufweisen, (A2)
eine Carbonylgruppe enthaltenden Verbindungen, und (A3) Verbindungen,
die jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe mit einem Methinkohlenstoffatom
aufweisen, mit (B) einer Radikalfängerverbindung, ausgewählt aus
(B1) ungesättigten
Verbindungen und (B2) Verbindungen, die jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe mit
einem Methinkohlenstoffatom aufweisen, mit der Maßgabe, dass,
wenn eine 1,2-Dicarbonylverbindung oder ihre reduzierende Hydroxy-Form
(hydroxy reductant) als die Verbindung (A) verwendet wird, die Verbindung
(B) eine Radikalfängerverbindung
der Verbindung (B1) ist, in Gegenwart einer katalytischen Imidverbindung
mit der folgenden Formel (1):

worin jeder der Reste R
1 und R
2, gleich
oder voneinander verschieden, ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine
Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Cycloalkylgruppe, eine Hydroxylgruppe,
eine Alkoxygruppe, eine Carboxylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe
oder eine Acylgruppe ist, wobei R
1 und R
2 unter Bildung einer Doppelbindung oder
eines aromatischen oder nicht aromatischen Rings kombiniert sein
können;
X ein Sauerstoffatom oder eine Hydroxylgruppe ist; und eine oder
zwei N-substituierte cyclische Imidogruppen, die in der Formel (1)
angegeben sind, weiterhin an die R
1, R
2 oder an die Doppelbindung oder den aromatischen
oder nicht aromatischen Ring, die bzw. der durch R
1 und
R
2 zusammen gebildet wird, gebunden sein
können,
und in Gegenwart von Sauerstoff und/oder einem Radikalerzeuger im
Hinblick auf die Imidverbindung, um ein Produkt einer Additions-
oder Substitutionsreaktion der Verbindung (A) und der Verbindung
(B) oder ein oxidiertes Produkt davon zu ergeben, wobei, wenn (B)
(B1) ist, eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung von einem Kohlenstoffatom
der Verbindung (A) zu einem Kohlenstoffatom, das eine ungesättigte Bindung
der Verbindung (B1) ausbildet (konstituiert) bzw. daran beteiligt
ist, gebildet wird.
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In
dem Verfahren ist es bevorzugt, dass eine Verbindung mit der Formel
(A), welche (A11) ein Alkohol ist, der durch die folgende Formel
(2) wiedergegeben wird:
worin jeder der Reste R
a und R
b, gleich
oder voneinander verschieden, ein Wasserstoffatom oder eine organische
Gruppe ist, wobei R
a und R
b unter
Bildung eines Rings mit dem benachbarten Kohlenstoffatom kombiniert sein
können,
mit
einer Verbindung mit der Formel (B), welche (B11) ein aktives Olefin
mit der folgenden Formel (3) ist:
worin jeder der Reste R
c, R
d und R
e, gleich oder voneinander verschieden, ein
Wasserstoffatom oder eine organische Gruppe ist; und Y eine elektronenziehende
Gruppe ist, wobei R
c, R
d,
R
e und Y unter Bildung eines Rings mit dem
benachbarten Kohlenstoffatom oder der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
kombiniert sein können,
in
Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung
mit der Formel (1) reagieren gelassen wird, um eine 1,3-Dihydroxyverbindung
zu ergeben, die durch die folgende Formel (4) wiedergegeben wird:
worin R
a,
R
b, R
c, R
d, R
e und Y die gleichen
Bedeutungen wie vorstehend definiert haben.
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Weiterhin
bevorzugt ist ein Verfahren, welches den folgenden Schritt einschließt: Reagierenlassen
von (A11) dem Alkohol mit der Formel (2) mit einer Verbindung mit
der Formel (B), welche (B12) ein α,β-ungesättigtes
Carbonsäurederivat
mit der folgenden Formel (5) ist:
worin jeder der Reste R
c, R
d, R
e und
R
f, gleich oder voneinander verschieden,
ein Wasserstoffatom oder eine organische Gruppe ist, wobei R
c, R
d und R
e unter Bildung eines Rings mit dem benachbarten
Kohlenstoffatom oder der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung kombiniert
sein können,
in Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung
mit der Formel (1), um ein α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivat
mit der folgenden Formel (6) zu ergeben:
worin R
a,
R
b, R
c, R
d und R
e die gleichen
Bedeutungen wie vorstehend definiert haben.
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Ebenfalls
bevorzugt ist ein Verfahren, welches den folgenden Schritt einschließt: Reagierenlassen
einer Verbindung mit der Formel (A), welche (A12) ein Alkohol mit
der folgenden Formel (2a) ist:
worin jeder der Reste R
i und R
j, gleich
oder voneinander verschieden, ein Wasserstoffatom oder eine organische
Gruppe ist, wobei R
i und R
j unter
Bildung eines Rings mit dem benachbarten Kohlenstoffatom kombiniert sein
können,
mit einer Verbindung mit der Formel (B), welche (B13) ein aktives
Olefin mit der folgenden Formel (3a) ist:
worin jeder der Reste R
d und R
e, gleich
oder voneinander verschieden, ein Wasserstoffatom oder eine organische
Gruppe ist; und Y eine elektronenziehende Gruppe ist, wobei R
d, R
e und Y unter
Bildung eines Rings mit dem benachbarten Kohlenstoffatom oder der
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung kombiniert sein können,
in
Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung
mit der Formel (1), um eine konjugierte ungesättigte Verbindung mit der folgenden
Formel (11) zu ergeben:
worin R
d,
R
e, R
i, R
j und Y die gleichen Bedeutungen wie vorstehend
definiert haben.
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Außerdem ist
ein Verfahren zum Herstellen einer organischen Verbindung bevorzugt,
worin eine Verbindung der Formel (A), welche (A13) ein Acetal ist,
das durch die folgende Formel (12) wiedergegeben wird:
worin jeder der Reste R
k, R
m und R
n, gleich oder voneinander verschieden, ein
Wasserstoffatom oder eine organische Gruppe ist, wobei R
m und R
n unter Bildung
eines Rings mit den benachbarten zwei Sauerstoffatomen und dem in
der Formel angegebenen Kohlenstoffatom kombiniert sein können, mit
(B11) dem aktiven Olefin mit der Formel (3) in Gegenwart von molekularem
Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung mit der Formel (1)
reagieren gelassen wird, um eine β-Hydroxyacetalverbindung
zu ergeben, die durch die folgende Formel (13) wiedergegeben wird:
worin R
c,
R
d, R
e, R
k, R
m, R
n und
Y die gleichen Bedeutungen wie vorstehend definiert haben.
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Ebenfalls
bevorzugt ist ein Verfahren zum Herstellen einer organischen Verbindung,
worin eine Verbindung mit der Formel (A), welche (A31) eine Verbindung
ist, die ein Methinkohlenstoffatom aufweist und durch die folgende
Formel (14) wiedergegeben wird:
worin jeder der Reste R
o, R
p und R
q, gleich oder voneinander verschieden, eine
organische Gruppe ist, wobei R
o, R
p und R
q unter Bildung
eines Rings mit dem benachbarten Kohlenstoffatom kombiniert sein
können,
mit (B11) dem aktiven Olefin mit der Formel (3) in Gegenwart von
molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung mit der
Formel (1) reagieren gelassen wird, um wenigstens eine Hydroxyverbindung,
ausgewählt
aus den folgenden Formeln (15) und (16), zu ergeben:
worin R
o,
R
d, R
e, R
o, R
p, R
q und
Y die gleichen Bedeutungen wie vorstehend definiert haben.
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Weiterhin
bevorzugt ist ein Verfahren zum Herstellen einer organischen Verbindung,
worin (A31) die Verbindung mit der Formel (14), die ein Methinkohlenstoffatom
aufweist, mit einer Verbindung mit der Formel (B), welche (B14)
ein aktives Olefin mit der folgenden Formel (3b) ist:
worin jeder der Reste R
c und R
d, gleich
oder voneinander verschieden, ein Wasserstoffatom oder eine organische
Gruppe ist; und Y eine elektronenziehende Gruppe ist, wobei R
c, R
d und Y unter
Bildung eines Rings mit dem benachbarten Kohlenstoffatom oder der
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung kombiniert sein können,
in
Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung
mit der Formel (1) reagieren gelassen werden kann, um eine Carbonylverbindung
zu ergeben, die durch die folgende Formel (17) wiedergegeben wird:
worin R
c,
R
d, R
o, R
p, R
q und Y die gleichen
Bedeutungen wie vorstehend definiert haben.
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Außerdem ist
ein Verfahren bevorzugt, welches den folgenden Schritt einschließt: Reagierenlassen von
(A31) der Verbindung mit der Formel (14), die ein Methinkohlenstoffatom
aufweist, mit einer Verbindung mit der Formel (B), welche (B15)
ein aktives Olefin mit der folgenden Formel (3c) ist:
worin R
e ein
Wasserstoffatom oder eine organische Gruppe ist; und Y eine elektronenziehende
Gruppe ist,
in Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse
der Imidverbindung mit der Formel (1), um eine organische Verbindung
mit der folgenden Formel (18) zu ergeben:
worin R
e,
R
o, R
p, R
q und Y die gleichen Bedeutungen wie vorstehend
definiert haben.
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Das
Verfahren der Erfindung schließt
auch ein bevorzugtes Verfahren zum Herstellen einer organischen
Verbindung ein, worin (A11) der Alkohol mit der Formel (2) mit (B21)
der Verbindung mit der Formel (14), die ein Methinkohlenstoffatom
aufweist, in Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse
der Imidverbindung mit der Formel (1) reagieren gelas sen werden
kann, um einen Alkohol zu ergeben, der durch die folgende Formel
(19) wiedergegeben wird:
worin R
a,
R
b, R
o, R
p und R
q die gleichen
Bedeutungen wie vorstehend definiert haben.
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Schließlich ist
ein Verfahren zum Herstellen einer organischen Verbindung bevorzugt,
worin eine Verbindung mit der Formel (A), welche (A32) eine Verbindung
mit einem Methinkohlenstoffatom und mit der folgenden Formel (14A)
ist:
worin jeder der Reste R
o1, R
p1 und R
q1, gleich oder verschieden voneinander,
eine organische Gruppe ist, wobei R
o1, R
p1 und R
q1 unter
Bildung eines Rings mit dem benachbarten Kohlenstoffatom kombiniert
sein können,
mit einer Verbindung mit der Formel (B), welche (B22) eine Verbindung
ist, die ein Methinkohlenstoffatom aufweist und durch die folgende
Formel (14b) wiedergegeben wird:
worin jeder der Reste R
o2, R
p2 und R
q2, gleich oder voneinander verschieden,
eine organische Gruppe ist, wobei R
o2, R
p2 und R
q2 unter
Bildung eines Rings mit dem benachbarten Kohlenstoffatom kombiniert
sein können,
in Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung
mit der Formel (1) reagieren gelassen werden kann, um ein Kupplungsprodukt
mit der folgenden Formel (20) zu ergeben:
worin R
o1,
R
p1, R
q1, R
o2, R
p2 und R
q2 die gleichen Bedeutungen wie vorstehend
definiert haben.
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In
dem Verfahren der Erfindung wird eine Metallverbindung vorzugsweise
als Co-Katalysator verwendet.
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Der
Begriff "organische
Gruppe" wird in
der vorliegenden Beschreibung in einem weiten Sinn verwendet und
schließt
nicht nur kohlenstoffatomhaltige Gruppen ein, sondern auch z.B.
ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe, eine Mercaptogruppe, eine
Aminogruppe, eine Nitrogruppe, eine Sulfonsäuregruppe und andere Gruppen,
die jeweils ein Nichtmetallatom enthalten.
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[Imidverbindung]
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Die
Imidverbindungen mit der Formel (1) werden als Katalysatoren in
der Erfindung verwendet. Von den Substituenten R1 und
R2 in den Imidverbindungen schließt das Halogenatom
Iod, Brom, Chlor und Fluor ein. Die Alkylgruppe schließt Methyl,
Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, s-Butyl, t-Butyl, Pentyl,
Hexyl, Heptyl, Octyl, Decyl und andere geradkettige oder verzweigte
Alkylgruppen, die jeweils etwa 1 bis 10 Kohlenstoffatome aufweisen,
ein, ist aber nicht darauf beschränkt. Bevorzugte Alkylgruppen
sind Alkylgruppen, die jeweils ungefähr 1 bis 6 Kohlenstoffatome
aufweisen und sind typischerweise bevorzugt niedere Alkylgruppen,
die jeweils etwa 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen.
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Die
Arylgruppe schließt
z.B. Phenyl und Naphthylgruppen ein. Zu illustrativen Cycloalkylgruppen
gehören
Cyclopentyl- und Cyclohexylgruppen. Illustrative Alkoxygruppen sind
Methoxy-, Ethoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy-, Isobutoxy-, t-Butoxy-,
Pentyloxy-, Hexyloxy- und
andere Alkoxygruppen, die jeweils ungefähr 1 bis 10 Kohlenstoffatome
aufweisen und vorzugsweise ungefähr
1 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen. Von diesen sind niedere Alkoxygruppen,
die jeweils ungefähr
1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen, besonders bevorzugt.
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Zu
Beispielen für
die Alkoxycarbonylgruppe gehören
Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Propoxycarbonyl, Isopropoxycarbonyl,
Butoxycarbonyl, Isobutoxycarbonyl, t-Butoxycarbonyl, Pentyloxycarbonyl,
Hexyloxycarbonyl und andere Alkoxycarbonylgruppen, die jeweils ungefähr 1 bis
10 Kohlenstoffatome in der Alkoxyeinheit aufweisen. Bevorzugte Alkoxycarbonylgruppen
sind Alkoxycarbonylgruppen, die jeweils ungefähr 1 bis 6 Kohlenstoffatome
in der Alkoxyeinheit aufweisen, und sind insbesondere niedere Alkoxycarbonylgruppen, die
jeweils ungefähr
1 bis 4 Kohlenstoffatome in der Alkoxyeinheit aufweisen.
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Zu
den illustrativen Acylgruppen gehören z.B. Formyl, Acetyl, Propionyl,
Butyryl, Isobutyryl, Valeryl, Isovaleryl, Pivaloyl und andere Acylgruppen,
die jeweils ungefähr
1 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen.
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Die
Substituenten Rund R2 können gleich oder voneinander
verschieden sein. Die Substituenten R1 und
R2 in der Formel (1) können unter Bildung einer Doppelbindung
oder eines aromatischen oder nicht aromatischen Rings kombiniert
sein. Der bevorzugte aromatische oder nicht aromatische Ring ist
ein 5- bis 12-gliedriger Ring und insbesondere ein 6- bis 10-gliedriger
Ring. Der Ring kann ein heterocyclischer Ring oder kondensierter
heterocyclischer Ring sein, ist aber häufig ein Kohlenwasserstoffring.
Zu solchen Ringen gehören
z.B. nicht aromatische alicyclische Ringe (z.B. ein Cyclohexanring
und andere Cycloalkanringe, welche einen Substituenten aufweisen
können,
ein Cyclohexenring und andere Cycloalkenringe, welche einen Substituenten
aufweisen können),
nicht aromatische verbrückte
Ringe (z.B. ein 5-Norbornenring und andere verbrückte Kohlenwasserstoffringe,
welche einen Substituenten aufweisen können), ein Benzolring, ein
Naphthalinring und andere aromatische Ringe (einschließlich kondensierter
Ringe), welche einen Substituenten aufweisen können. Der Ring setzt sich in
vielen Fällen
aus einem aromatischen Ring zusammen. Der Ring kann einen Substituenten
wie etwa eine Alkylgruppe, eine Halogenalkylgruppe, eine Hydroxylgruppe,
eine Alkoxygruppe, eine Carboxylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe,
eine Acylgruppe, eine Nitrogruppe, eine Cyanogruppe, eine Aminogruppe
oder ein Halogenatom aufweisen.
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In
der Formel (1) bedeutet X ein Sauerstoffatom oder eine Hydroxylgruppe
und die Bindung zwischen dem Stickstoffatom N und X ist eine Einfachbindung
oder eine Doppelbindung.
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An
R1, R2 oder an die
Doppelbindung oder den aromatischen oder nicht aromatischen Ring,
die bzw. der durch R1 und R2 zusammen
gebildet wird, können
weiterhin eine oder zwei N-substituierte cyclische Imidogruppen,
die in der Formel (1) angegeben sind, gebunden sein. Wenn z.B. R1 oder R2 eine Alkylgruppe
mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen ist, kann die N-substituierte
cyclische Imidogruppe zusammen mit den benachbarten zwei Koh lenstoffatomen
gebildet werden, welche Bestandteil der Alkylgruppe sind. Desgleichen kann,
wenn R1 und R2 unter
Bildung einer Doppelbindung kombiniert sind, die N-substituierte
cyclische Imidogruppe zusammen mit der Doppelbindung gebildet werden.
Falls R1 und R2 unter
Bildung eines aromatischen oder nicht aromatischen Rings kombiniert
sind, kann die N-substituierte cyclische Imidogruppe mit den benachbarten
zwei Kohlenstoffatomen gebildet werden, die Bestandteil des Rings
sind.
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Zu
bevorzugten Imidverbindungen gehören
Verbindungen mit den folgenden Formeln:
worin
R
3 bis R
6 jeweils,
gleich oder voneinander verschieden, ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe,
eine Halogenalkylgruppe, eine Hydroxylgruppe, eine Alkoxygruppe,
eine Carboxylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe, eine Acylgruppe,
eine Nitrogruppe, eine Cyanogruppe, eine Aminogruppe oder ein Halogenatom
sind, wobei benachbarte Gruppen von R
3 bis
R
6 unter Bildung eines aromatischen oder
nicht aromatischen Rings kombiniert sein können; in der Formel (1f) ist
A eine Methylengruppe oder ein Sauerstoffatom und R
1 und
R
2 haben die gleichen Bedeutungen wie vorstehend
definiert, wobei eine oder zwei N-substituierte cyclische Imidogruppen,
die in der Formel (1c) angegeben sind, weiterhin an den Benzolring
in der Formel (1c) gebunden sein können; und X hat die gleichen
Bedeutungen wie vorstehend definiert.
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In
den Substituenten R3 bis R6 schließt die Alkylgruppe ähnliche
Alkylgruppen wie die vorstehend beispielhaft genannten ein, insbesondere
Alkylgruppen, die jeweils ungefähr
1 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen. Die Halogenalkylgruppe schließt eine
Trifluormethylgruppe und andere Halogenalkylgruppen, die jeweils
ungefähr
1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen, ein und die Alkoxygruppe schließt ähnliche
Alkoxygruppen wie die vorstehend erwähnten und insbesondere niedere
Alkoxygruppen, die jeweils ungefähr
1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen, ein. Die Alkoxycarbonylgruppe
schließt ähnliche
Alkoxycarbonylgruppen wie die vorstehend beschriebenen, insbesondere
niedere Alkoxycarbonylgruppen, die jeweils ungefähr 1 bis 4 Kohlenstoffatome
in der Alkoxyeinheit aufweisen, ein. Die Acylgruppe schließt ähnliche
Acylgruppen wie die vorstehend beschriebenen ein, insbesondere Acylgruppen,
die jeweils ungefähr
1 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen. Zu beispielhaften Halogenatomen
gehören
Fluor-, Chlor- und Bromatome. Jeder der Substituenten R3 bis
R6 ist häufig
ein Wasserstoffatom, eine niedere Alkylgruppe mit ungefähr 1 bis
4 Kohlenstoffatomen, eine Carboxylgruppe, eine Nitrogruppe oder
ein Halogenatom. Der zusammen durch R3 bis
R6 gebildete Ring schließt ähnliche Ringe wie die vorstehend
erwähnten
Ringe ein, welche zusammen durch R1 und
R2 gebildet werden. Von diesen sind aromatische
oder nicht aromatische 5- bis 12-gliedrige Ringe besonders bevorzugt.
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Zu
illustrativen bevorzugten Imidverbindungen gehören N-Hydroxysuccinimid, N-Hydroxymaleinimid, N-Hydroxyhexahydrophthalimid,
N,N'-Dihydroxycyclohexantetracarboximid,
N-Hydroxyphthalimid, N-Hydroxytetrabromphthalimid, N-Hydroxytetrachlorphthalimid,
N-Hydroxychlorendimid, N-Hydroxyhimimid, N-Hydroxytrimellitimid,
N,N'-Dihydroxypyromellitimid
und N,N'-Dihydroxynaphthalintetracarboximid.
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Die
Imidverbindungen der Formel (1) können durch ein herkömmliches
Imidierungsverfahren (ein Verfahren zur Bildung eines Imids) hergestellt
werden, wie etwa ein Verfahren, welches die folgenden Schritte umfasst:
Reagierenlassen eines entsprechenden Säureanhydrids mit Hydroxylamin
NH2OH zur Ringöffnung einer Säureanhydridgruppe
und Schließen
des Rings unter Bildung eines Imids.
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Zu
solchen Säureanhydriden
gehören
Bernsteinsäureanhydrid,
Maleinsäureanhydrid
und andere gesättigte
oder ungesättigte
aliphatische Dicarbonsäureanhydride,
Tetrahydrophthalsäureanhydrid,
Hexahydrophthalsäureanhydrid
(1,2-Cyclohexandicarbonsäureanhydrid),
1,2,3,4-Cyclohexantetracarbonsäure-1,2-dianhydrid
und andere gesättigte
oder ungesättigte
nicht aromatische cyclische Polycarbonsäureanhydride (alicyclische
Polycarbonsäureanhydride),
HET-Anhydrid (3,4,5,6,7, 7-Hexachlor-3,6-endomethylen-Δ4-tetrahydrophthalsäureanhydrid),
5-Norbornen-2,3-dicarbonsäureanhydrid
und andere verbrückte cyclische
Polycarbonsäureanhydride
(alicyclische Polycarbonsäureanhydride),
Phthalsäureanhydrid,
Tetrabromphthalsäureanhydrid,
Tetrachlorphthalsäureanhydrid,
Nitrophthalsäureanhydrid,
Trimellithsäureanhydrid,
Methylcyclohexentricarbonsäureanhydrid,
Pyromellithsäureanhydrid,
Mellithsäureanhydrid,
1,8;4,5-Naphthalintetracarbonsäuredianhydrid
und andere aromatische Polycarbonsäureanhydride.
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Zu
typischen bevorzugten Imidverbindungen gehören N-Hydroxyimidverbindungen,
die von alicyclischen Polycarbonsäureanhydriden oder aromatischen
Polycarbonsäureanhydriden
abgeleitet sind, von denen N-Hydroxyphthalimid und andere N-Hydroxyimidverbindungen,
die von aromatischen Polycarbonsäuren
abgeleitet sind, besonders bevorzugt sind.
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Jede
der Imidverbindung mit der Formel (1) kann allein oder in Kombination
verwendet werden. Die Imidverbindungen können in der auf einen Träger aufgetragenen
Form verwendet werden. Als solche Träger werden häufig Aktivkohle,
Zeolith, Siliciumdioxid, Siliciumdioxid-Aluminiumoxid, Bentonit und andere poröse Träger eingesetzt.
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Der
Anteil der Imidverbindung kann innerhalb eines breiten Bereichs
ausgewählt
werden und beträgt z.B.
ungefähr
0,0001 bis 1 mol, vorzugsweise ungefähr 0,001 bis 0,5 mol und mehr
bevorzugt ungefähr
0,01 bis 0,4 mol, bezogen auf 1 mol der Verbindung, welche unter
der Verbindung (A), welche ein stabiles Radikal bilden kann, und
der Radikalfängerverbindung
(B) in einem geringeren Anteil verwendet wird. Die Imidverbindung
wird häufig
in einem Anteil im Bereich von ungefähr 0,05 bis 0,35 mol verwendet.
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[Beschleuniger (Co-Katalysator)]
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In
dem erfindungsgemäßen Verfahren
kann eine Metallverbindung als Beschleuniger (Co-Katalysator) in Kombination mit der
Imidverbindung verwendet werden. Die kombinierte Verwendung der
Imidverbindung mit der Metallverbindung kann die Geschwindigkeit
und Selektivität
einer Reaktion verbessern oder verstärken.
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Die
Metallelemente zum Bilden solcher Metallverbindungen sind nicht
von entscheidender Bedeutung und können beliebige Metallelemente
aus den Gruppen 1 bis 15 der Tabelle des Periodensystems der Elemente
sein. Der Begriff "Metallelement" schließt so, wie
er hier verwendet wird, auch Bor B ein. Zu Beispielen für die Metallelemente
gehören
von der Tabelle des Periodensystems Elemente der Gruppe 1 (z.B.
Li, Na, K), Elemente der Gruppe 2 (z.B. Mg, Ca, Sr, Ba), Elemente
der Gruppe 3 (z.B. Sc, Lanthanoidenelemente, Actinoidenele mente),
Elemente der Gruppe 4 (z.B. Ti, Zr, Hf), Elemente der Gruppe 5 (z.B.
V), Elemente der Gruppe 6 (z.B. Cr, Mo, W), Elemente der Gruppe
7 (z.B. Mn), Elemente der Gruppe 8 (z.B. Fe, Ru), Elemente der Gruppe
9 (z.B. Co, Rh), Elemente der Gruppe 10 (z.B. Ni, Pd, Pt), Elemente
der Gruppe 11 (z.B. Cu), Elemente der Gruppe 12 (z.B. Zn), Elemente
der Gruppe 13 (z.B. B, Al, In), Elemente der Gruppe 14 (z.B. Sn,
Pb) und Elemente der Gruppe 15 (z.B. Sb, Bi). Zu bevorzugten Metallelementen
gehören Übergangsmetallelemente
(Elemente der Gruppen 3 bis 12 des Periodensystems der Elemente).
Von diesen sind Elemente der Gruppen 5 bis 11, insbesondere Elemente
der Gruppen 6, 7 und 9 des Periodensystems der Elemente bevorzugt,
von denen V, Mo, Co und Mn besonders bevorzugt sind. Die Wertigkeit
des Metallelements ist nicht von entscheidender Bedeutung und beträgt in vielen
Fällen
ungefähr
0 bis 6.
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Zu
den Metallverbindungen gehören
elementare Substanzen, Hydroxide, Oxide (einschließlich Komplexoxide),
Halogenide (Fluoride, Chloride, Bromide und Iodide), Salze von Sauerstoffsäuren (z.B.
Nitrate, Sulfate, Phosphate, Borste und Carbonate), Sauerstoffsäuren, Isopolysäuren, Heteropolysäuren und
andere anorganische Verbindungen der vorstehend erwähnten Metallelemente;
Salze von organischen Säuren
(z.B. Salze von Essigsäure,
Propionsäure,
Cyanwasserstoffsäure,
Naphthensäure
und Stearinsäure),
Komplexe und andere organische Verbindungen der Metallelemente,
sie sind aber nicht darauf beschränkt. Zu Liganden, die Bestandteil
der Komplexe sind, gehören
OH (Hydroxo), Alkoxy (z.B. Methoxy, Ethoxy, Propoxy und Butoxy), Acyl
(z.B. Acetyl und Propionyl), Alkoxycarbonyl (z.B. Methoxycarbonyl
und Ethoxycarbonyl), Acetylacetonato, eine Cyclopentadienylgruppe,
Halogenatome (z.B. Chlor und Brom), CO, CN, ein Sauerstoffatom,
H2O (Aquo), Phosphine (z.B. Triphenylphosphin
und andere Triarylphosphine) und andere Phosphorverbindungen, NH3 (Ammin), NO, NO2 (Nitro),
NO3 (Nitrato), Ethylendiamin, Diethylentriamin,
Pyridin, Phenanthrolin und andere stickstoffhaltige Verbindungen.
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Zu
konkreten Beispielen für
die Metallverbindungen gehören,
wenn man Cobaltverbindungen als Beispiel heranzieht, Cobalthydroxid,
Cobaltoxid, Cobaltchlorid, Cobaltbromid, Cobaltnitrat, Cobaltsulfat,
Cobaltphosphat und andere anorganische Verbindungen; Cobaltacetat,
Cobaltnaphthenat, Cobaltstearat und andere Salze von organischen
Säuren;
Acetylacetonatocobalt und andere Komplexe und andere zweiwertige
oder dreiwertige Cobaltverbindungen. Zu illustrativen Vanadiumverbindungen
gehören
Vanadiumhydroxid, Vanadiumoxid, Vanadiumchlorid, Vanadylchlorid,
Vanadiumsulfat, Vanadylsulfat, Natriumvanadat und andere anorganische
Verbindungen; Acetylacetonatovanadium, Vanadylacetylacetonato und
andere Komplexe und andere Vanadiumverbindungen mit einer Wertigkeit
von 2 bis 5. Zu illustrativen Molybdänverbindungen gehören Molybdänhydroxid,
Molybdänoxid,
Molybdänchlorid,
Molybdänbromid,
Molybdänsulfid,
Molybdänsäure oder
ihre Salze, Phosphormolybdänsäure oder
ihre Salze, Silicomolybdänsäure oder
ihre Salze und andere anorganische Verbindungen; Molybdäncarbonyl,
Bis(acetylacetonato)dioxomolybdän,
Chlortricarbonyl(η-cyclopentadienyl)molybdän, Dibrombis(η-cyclopentadienylmolybdän und andere
Komplexe und andere Molybdänverbindungen
mit einer Wertigkeit von 0 bis 6. Zu Beispielen für Verbindungen
der anderen Metallelemente gehören Verbindungen,
die den vorstehend erwähnten
Cobalt-, Vanadium- oder Molybdänverbindungen
entsprechen. Jede der Metallverbindungen kann allein oder in Kombination
verwendet werden. Insbesondere kann die kombinierte Verwendung einer
zweiwertigen Metallverbindung (z.B. einer zweiwertigen Cobaltverbindung)
mit einer dreiwertigen Metallverbindung (z.B. einer dreiwertigen
Cobaltverbindung) die Ausbeute und Selektivität einer Zielverbindung erhöhen.
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Der
Anteil der Metallverbindung beträgt
z.B. ungefähr
0,0001 bis 0,7 mol, vorzugsweise ungefähr 0,001 bis 0,5 mol, mehr
bevorzugt ungefähr
0,002 bis 0,1 mol und häufig
ungefähr
0,005 bis 0,05 mol, bezogen auf 1 mol der Verbindung, welche unter
der Verbindung (A) und der Verbindung (B) in einem geringeren Anteil verwendet
wird.
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[Sauerstoff und Radikalerzeuger]
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Als
der Sauerstoff kann entweder molekularer Sauerstoff oder naszierender
Sauerstoff verwendet werden. Zu solchem molekularen Sauerstoff gehört reiner
Sauerstoff und Sauerstoff, der mit einem Inertgas wie Stickstoff,
Helium, Argon oder Kohlendioxid verdünnt ist, er ist aber nicht
darauf beschränkt.
Unter den Gesichtspunkten der Bedienungseigenschaften und der Sicherheit
sowie der Kosteneffizienz wird vorzugsweise Luft als der molekulare
Sauerstoff verwendet. Der Sauerstoff kann in einem molaren Überschuss
bezogen auf die Verbindung verwendet werden, welche unter der Verbindung
(A) und der Verbindung (B) in einem geringeren Anteil verwendet
wird.
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Der
Begriff "Radikalerzeuger" wird zur Verwendung
in der Erfindung in einem weiten Sinn verwendet und schließt alle
Substanzen ein, die an einem Sauerstoffatom, das an ein Stickstoffatom
der Imidverbindung gebunden ist, ein Radikal (>NO •)
bilden können.
Zu solchen Radikalerzeugern gehören
Halogene (z.B. Iod, Brom und Chlor), Peroxide und andere Radi kalinitiatoren;
Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Schwefeloxide und andere ein Sauerstoffatom
enthaltende Gase (oxidierende Gase); Elektroden; Aldehyde und andere
Vorläufer von
Peroxiden, sie sind aber nicht darauf beschränkt. Die Metallverbindungen
können
ebenfalls als Radikalerzeuger klassifiziert werden. Jeder von diesen
Radikalerzeugern kann allein oder in Kombination verwendet werden.
Die Menge des Radikalerzeugers kann eine katalytische Menge sein,
kann aber auch ein molarer Überschuss,
bezogen auf die Verbindung, welche unter der Verbindung (A) und
der Verbindung (B) in einem geringeren Anteil verwendet wird, sein.
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Entweder
der Sauerstoff oder der Radikalerzeuger oder beide können verwendet
werden.
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[Verbindung (A), die ein stabiles Radikal
bilden kann]
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Die
Verbindungen (A), die ein stabiles Radikal bilden können, schließen (A1)
ein Sauerstoffatom enthaltende Verbindungen, die jeweils eine Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung
in der einem Sauerstoffatom benachbarten Stellung aufweisen, (A2)
eine Carbonylgruppe enthaltende Verbindungen und (A3) Verbindungen, die
jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe mit einem Methinkohlenstoffatom
aufweisen, ein. Jede von diesen Verbindungen kann allein oder in
Kombination verwendet werden. Diese Verbindungen können verschiedene Substituenten
innerhalb eines Bereichs aufweisen, welcher die Reaktion nicht ungünstig beeinflusst.
Die Verbindung (A), die ein stabiles Radikal bilden kann, dient
als radikalspendende Verbindung in der in Frage kommenden Reaktion.
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Die
ein Sauerstoffatom enthaltenden Verbindungen (A1), die jeweils eine
Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung
in der einem Sauerstoffatom benachbarten Stellung aufweisen, umfassen
(A1-1) primäre
oder sekundäre Alkohole,
(A1-2) Ether, die jeweils eine Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung in der einem Sauerstoffatom
benachbarten Stellung aufweisen, und (A1-3) Acetale (einschließlich Hemiacetale),
die jeweils eine Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung in der einem Sauerstoffatom
benachbarten Stellung aufweisen, sie sind aber nicht darauf beschränkt.
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Die
primären
oder sekundären
Alkohole (A1-1) schließen
eine große
Vielfalt von Alkoholen ein. Solche Alkohole können beliebige einwertige Alkohole,
zweiwertige Alkohole oder mehrwertige Alkohole sein.
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Zu
illustrativen primären
Alkoholen gehören
Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 1-Butanol, 2-Methyl-1-propanol, 1-Pentanol,
1-Hexanol, 1-Octanol, 1-Decanol, 1-Hexadecanol, 2-Buten-1-ol, Ethylenglycol, Trimethylenglycol,
Hexamethylenglycol, Pentaerythritol und andere gesättigte oder
ungesättigte
aliphatische primäre
Alkohole, die jeweils ungefähr
1 bis 30 (vorzugsweise ungefähr
1 bis 20 und mehr bevorzugt ungefähr 1 bis 15) Kohlenstoffatome
aufweisen; Cyclopentylmethylalkohol, Cyclohexylmethylalkohol, 2-Cyclohexylethylalkohol
und andere gesättigte
oder ungesättigte
alicyclische primäre
Alkohole; Benzylalkohol, 2-Phenylethylalkohol, 3-Phenylpropylalkohol,
Zimtalkohol und andere aromatische primäre Alkohole; und 2-Hydroxymethylpyridin
und andere heterocyclische Alkohole, sie sind aber nicht darauf
beschränkt.
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Zu
typischen sekundären
Alkoholen gehören
2-Propanol, s-Butylalkohol, 2-Pentanol, 3-Pentanol, 3,3-Dimethyl-2-butanol,
2-Octanol, 4-Decanol, 2-Hexadecanol, 2-Penten-4-ol, 1,2-Propandiol,
2,3-Butandiol, 2,3-Pentandiol und andere vizinale Diole und andere
gesättigte
oder ungesättigte
aliphatische sekundäre
Alkohole, die jeweils ungefähr
3 bis 30 (vorzugsweise ungefähr
3 bis 20 und mehr bevorzugt ungefähr 3 bis 15) Kohlenstoffatome
aufweisen; 1-Cyclopentylethanol, 1-Cyclohexylethanol und andere
sekundäre
Alkohole, die jeweils eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe
und einen alicyclischen Kohlenwasserstoff (z.B. eine Cycloalkylgruppe)
an ein Kohlenstoffatom gebunden aufweisen, wobei an dieses Kohlenstoffatom
eine Hydroxylgruppe gebunden ist; Cyclobutanol, Cyclopentanol, Cyclohexanol,
Cyclooctanol, Cyclododecanol, 2-Cyclohexen-1-ol, 2-Adamantanol,
2-Adamantanol mit 1 bis 4 Hydroxylgruppen in den Brückenkopfstellungen,
2-Adamantanol mit einer Oxogruppe an einem Adamantanring und andere
gesättigte
oder ungesättigte
alicyclische sekundäre
Alkohole (einschließlich
verbrückter
cyclischer sekundärer
Alkohole), die jeweils ungefähr
3 bis 20 Glieder (vorzugsweise ungefähr 3 bis 15 Glieder, mehr bevorzugt
ungefähr
5 bis 15 Glieder und typischerweise 5 bis 8 Glieder) aufweisen;
1-Phenylethanol, 1-Phenylpropanol, 1-Phenylmethylethanol, Diphenylmethanol und
andere aromatische sekundäre
Alkohole; und 1-(2-Pyridyl)ethanol und andere heterocyclische sekundäre Alkohole,
sie sind aber nicht darauf beschränkt.
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Zu
typischen Alkoholen gehören
ferner z.B. 1-Adamantanmethanol, α-Methyl-1-adamantanmethanol, α-Ethyl-1-adamantanmethanol, α-Isopropyl-1-adamantanmethanol,
3-Hydroxy-α-methyl-1-adamantanmethanol,
3-Carboxy-α-methyl-1-adamantanmethanol, α-Methyl-3a-perhydroindenmethanol, α-Methyl-4a-decalinmethanol,
8a-Hydroxy-α-methyl-4a-decalin methanol, α-Methyl-4a-perhydrofluorenmethanol, α-Methyl-4a-perhydroanthracenmethanol, α-Methyl-8a-perhydrophenanthrenmethanol, α-Methyl-2-tricyclo[5.2.1.02,6]decanmethanol, 6-Hydroxy-α-methyl-2-tricyclo[5.2.1.02,6]decanmethanol, α-Methyl-2a-perhydroacenaphthenmethanol, α-Methyl-3a-perhydrophenalenmethanol, α-Methyl-1-norbornanmethanol, α-Methyl-2-norbornen-1-methanol
und andere Alkohole, die jeweils eine verbrückte cyclische Kohlenwasserstoffgruppe
aufweisen, wie etwa Verbindungen, die jeweils eine verbrückte cyclische
Kohlenwasserstoffgruppe an ein Kohlenstoffatom gebunden aufweisen,
wobei an dieses Kohlenstoffatom eine Hydroxylgruppe gebunden ist.
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Zu
bevorzugten Alkoholen gehören
sekundäre
Alkohole und die Alkohole, die jeweils eine verbrückte cyclische
Kohlenwasserstoffgruppe aufweisen. Zu solchen sekundären Alkoholen
gehören
2-Propanol, s-Butylalkohol und andere aliphatische sekundäre Alkohole;
1-Cyclohexylethanol und andere sekundäre Alkohole, die jeweils eine
aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe (z.B. eine C1-C4-Alkylgruppe oder eine C6-C14-Arylgruppe) und eine nicht aromatische
carbocyclische Gruppe (z.B. eine C3-C15-Cycloalkylgruppe oder eine Cycloalkenylgruppe)
an ein Kohlenstoffatom gebunden aufweisen, wobei an dieses Kohlenstoffatom
eine Hydroxylgruppe gebunden ist; Cyclopentanol, Cyclohexanol, 2-Adamantanol
und andere alicyclische sekundäre
Alkohole, die jeweils ungefähr
3 bis 15 Glieder aufweisen; 1-Phenylethanol und andere aromatische
sekundäre
Alkohole.
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Die
Ether (A1-2), die jeweils eine Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung in
der einem Sauerstoffatom benachbarten Stellung aufweisen, schließen Dimethylether,
Diethylether, Dipropylether, Diisopropylether, Dibutylether, Methylethylether,
Methylbutylether, Ethylbutylether, Diallylether, Methylvinylether,
Ethylallylether und andere aliphatische Ether; Anisol, Phenetol,
Dibenzylether, Phenylbenzylether und andere aromatische Ether; und
Tetrahydrofuran und andere cyclische Ether ein, sind aber nicht
darauf beschränkt.
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Die
Acetale (A1-3), die jeweils eine Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung
in der einem Sauerstoffatom benachbarten Stellung aufweisen, schließen z.B.
Acetale ein, die von Aldehyden und Alkoholen oder Säureanhydriden
abgeleitet sind. Zu solchen Acetalen gehören cyclische Acetale und acyclische
Acetale. Die Aldehyde schließen
Formaldehyd, Acetaldehyd, Propionaldehyd, Butyraldehyd, Isobutyraldehyd,
Pentanal, Hexanal, Decanal und andere aliphatische Aldehyde; Cyclopentancarbaldehyd,
Cyclohexancarbaldehyd und andere alicyclische Aldehyde; Benzaldehyd,
Phenylacetaldehyd und andere aromatische Aldehyde ein, sind aber
nicht darauf beschränkt.
Die Alkohole schließen
Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 1-Butanol, Benzylalkohol und andere
einwertige Alkohole; Ethylenglycol, Propylenglycol, 1,3-Propandiol,
2,2-Dibrom-1,3-propandiol und andere zweiwertige Alkohole ein, sind
aber nicht darauf beschränkt.
Typische Acetale sind z.B. 1,3-Dioxolan, 2-Methyl-1,3-dioxolan, 2-Ethyl-1,3-dioxolan
und andere 1,3-Dioxolanverbindungen; 2-Methyl-1,3-dioxan und andere
1,3-Dioxanverbindungen; Acetaldehyddimethylacetal und andere Dialkylacetalverbindungen.
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Die
Verbindungen (A2), die jeweils eine Carbonylgruppe enthalten, schließen Aceton,
Methylethylketon, 3-Pentanon, Acetophenon und andere kettenförmige Ketone;
Cyclopentanon, Cyclohexanon und andere cyclische Ketone; Biacetyl
(2,3-Butandion), 2,3-Pentandion, 3,4-Hexandion, Diphenyldiketon
(Benzil), Acetylbenzoyl, Cyclopentan-1,2-dion, Cyclohexan-1,2-dion und andere
1,2-Dicarbonylverbindungen (z.B. α-Diketone);
Acetoin, Benzoin und andere α-Ketoalkohole;
Acetaldehyd, Propionaldehyd, Butanal, Hexanal und andere aliphatische
Aldehyde; Cyclohexylaldehyd und andere alicyclische Aldehyde; Benzaldehyd
und andere aromatische Aldehyde ein, sind aber nicht darauf beschränkt. Bevorzugte
eine Carbonylgruppe enthaltende Verbindungen sind kettenförmige Ketone,
1,2-Dicarbonylverbindungen (z.B. α-Diketone), α-Ketoalkohole
und andere Ketone.
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Die
Verbindungen (A3), die jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe mit
einem Methinkohlenstoffatom aufweisen, schließen (A3-1) cyclische Verbindungen,
die jeweils eine Methingruppe (d.h. eine Methinkohlenstoff-Wasserstoff-Bindung)
als Struktureinheit eines Rings aufweisen, und (A3-2) kettenförmige Verbindungen, die
jeweils ein Methinkohlenstoffatom aufweisen, ein.
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Die
cyclischen Verbindungen (A3-1) schließen z.B. (A3-1a) verbrückte cyclische
Verbindungen, die wenigstens eine Methingruppe aufweisen, und (A3-1b)
nicht aromatische cyclische Verbindungen (z.B. alicyclische Kohlenwasserstoffe),
die jeweils eine an einen Ring gebundene Kohlenwasserstoffgruppe
aufweisen, ein. Die verbrückten
cyclischen Verbindungen schließen
auch Verbindungen ein, in welchen zwei Ringe zwei Kohlenstoffatome
gemeinsam besitzen, wie etwa hydrierte Produkte von kondensierten
polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.
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Die
verbrückten
cyclischen Verbindungen (A3-1a) schließen Decalin, Bicyclo[2.2.0]hexan,
Bicyclo[2.2.2]octan, Bicyclo[3.2.1]octan, Bicyclo[4.3.2]undecan,
Bicyclo[3.3.3]undecan, Thujon, Caran, Pinan, Pinen, Bornan, Bornylen,
Norbornan, Norbornen, Campher, Camphersäure, Camphen, Tricyclen, Tricyclo[5.2.1.03,8]decan, Tricyclo[4.2.1.12,5]decan,
Exotricyclo[5.2.1.02,6]decan, Endotricyclo[5.2.1.02,6]decan, Tricyclo[4.3.1.12,5]undecan,
Tricyclo[4.2.2.12,5]undecan, Endotricyclo[5.2.2.02,6]undecan, Adamantan, 1-Adamantanol, 1-Chloradamantan,
1-Methyladamantan, 1,3-Dimethyladamantan, 1-Methoxyadamantan, 1-Carboxyadamantan,
1-Methoxycarbonyladamantan, 1-Nitroadamantan, Tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecan,
Perhydroanthracen, Perhydroacenaphthen, Perhydrophenanthren, Perhydrophenalen,
Perhydroinden, Chinuclidin und andere verbrückte cyclische Kohlenwasserstoffe
oder verbrückte
heterocyclische Verbindungen, die jeweils 2 bis 4 Ringe aufweisen,
und Derivate davon ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt. Diese
verbrückten
cyclischen Verbindungen weisen jeweils ein Methinkohlenstoffatom
in einer Brückenkopfstellung
(entsprechend einem Knotenpunkt, wenn zwei Ringe zwei Atome gemeinsam
besitzen) auf.
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Die
nicht aromatischen cyclischen Verbindungen (A3-1b), die jeweils
eine Kohlenwasserstoffgruppe an einen Ring gebunden aufweisen, schließen 1-Methylcyclopentan,
1-Methylcyclohexan, Limonen, Menthen, Menthol, Carbomenthon, Menthon
und andere alicyclische Kohlenwasserstoffe, die jeweils ungefähr 3 bis
15 Glieder und eine an ihren Ring gebundene Kohlenwasserstoffgruppe
(z.B. eine Alkylgruppe) aufweisen, und ihre Derivate ein, sind aber
nicht darauf beschränkt.
Die eben erwähnte
Kohlenwasserstoffgruppe enthält
ungefähr
1 bis 20 (vorzugsweise 1 bis 10) Kohlenstoffatome. Die nicht aromatischen
cyclischen Verbindungen (A3-1b), die jeweils eine an ihren Ring
gebundene Kohlenwasserstoffgruppe aufweisen, haben ein Methinkohlenstoffatom
an der Bindungsstelle zwischen dem Ring und der Kohlenwasserstoffgruppe.
-
Die
kettenförmigen
Verbindungen (A3-2), die jeweils ein Methinkohlenstoffatom aufweisen,
schließen kettenförmige Kohlenwasserstoffe,
die jeweils ein tertiäres
Kohlenstoffatom aufweisen, wie Isobutan, Isopentan, Isohexan, 3-Methylpentan,
2,3-Dimethylbutan, 2-Methylhexan, 3-Methylhexan, 3,4-Dimethylhexan,
3-Methyloctan und andere aliphatische Kohlenwasserstoffe, die jeweils
ungefähr
4 bis 20 (vorzugsweise 4 bis 10) Kohlenstoffatome aufweisen, und
Derivate davon ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
[Radikalfängerverbindung (B)]
-
Die
Radikalfängerverbindungen
(B) schließen
(B1) ungesättigte
Verbindungen und (B2) Verbindungen, die jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe
mit einem Methinkohlenstoffatom auf weisen, ein. Jede von diesen
Verbindungen kann allein oder in Kombination verwendet werden. Diese
Verbindungen können
verschieden Substituenten innerhalb eines Bereichs aufweisen, der
die Reaktion nicht ungünstig
beeinflusst.
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Die
ungesättigten
Verbindungen (B1) schließen
eine große
Vielfalt von Verbindungen ein, die jeweils eine ungesättigte Bindung
aufweisen. Solche Verbindungen schließen z.B. (B1-1) ungesättigte Verbindungen, die
jeweils eine elektronenziehende Gruppe in der einer ungesättigten
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung benachbarten Stellung aufweisen
[aktive Olefine (elektronenarme Olefine) und andere aktive ungesättigte Verbindungen],
(B1-2) Verbindungen, die jeweils eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreifachbindung
aufweisen, (B1-3) Verbindungen, die jeweils einen aromatischen Ring
aufweisen, (B1-4) Ketene und (B1-5) Isocyanat- oder Thioisocyanatverbindungen
ein.
-
Die
aktiven ungesättigten
Verbindungen (B1-1) schließen
Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Isopropyl(meth)acrylat,
Phenyl(meth)acrylat, Methylcrotonat, Ethylcrotonat, Methyl-3-methyl-2-butenoat, Ethyl-3-methyl-2-butenoat,
Methyl-2-pentenoat, Methyl-2-octenoat
und andere α,β-ungesättigte Ester;
Vinylmethylketon, Vinylethylketon, Methyl-1-propenylketon und andere α,β-ungesättigte Ketone;
Propenal, Crotonaldehyd und andere α,β-ungesättigte Aldehyde; Acrylnitril,
Methacrylnitril und andere α,β-ungesättigte Nitrile; (Meth)acrylsäure, Crotonsäure und
andere α,β-ungesättigte Carbonsäuren; (Meth)acrylamid
und andere α,β-ungesättigte Carbonsäureamide;
N-(2-Propenyliden)methylamin, N-(2-Butenyliden)methylamin und andere α,β-ungesättigte Imine;
Styrol, Vinyltoluol, α-Methylstyrol, β-Methylstyrol
und andere Styrolderivate und andere Verbindungen, die jeweils eine
in der einer ungesättigten
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung benachbarten Stellung gebundene
Arylgruppe aufweisen; Butadien, Isopren, 2-Chlorbutadien, 2-Ethylbutadien,
Vinylacetylen, Cyclopentadienderivate und andere konjugierte Diene
(einschließlich
Verbindungen, in welchen eine Doppelbindung und eine Dreifachbindung
konjugiert sind) ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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Die
Verbindungen (B1-2), die jeweils eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreifachbindung
aufweisen, schließen
z.B. Methylacetylen und 1-Butin ein. Die Verbindungen (B1-3), die
jeweils einen aromatischen Ring aufweisen, schließen z.B.
Verbindungen, die jeweils einen Benzolring, einen Naphthalinring
oder einen anderen aromatischen Kohlenstoffring aufweisen; und Verbindungen,
die jeweils einen Pyrrolring, einen Furanring, einen Thiophenring
oder einen anderen aromatischen Heterocyclus aufweisen, ein. Die
Ketene (B1-4) schließen z.B.
Keten und 2-Methylketen ein. Die Isocyanat- oder Thioisocyanatverbindungen
(B1-5) schließen
z.B. Methylisocyanat, Ethylisocyanat, Phenylisocyanat, Methylthioisocyanat,
Ethylthioisocyanat und Phenylthioisocyanat ein.
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Die
Verbindungen (B2), die jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe mit
einem Methinkohlenstoffatom aufweisen, schließen z.B. die als die Verbindungen
(A3) beispielhaft genannten Verbindungen ein. Die gleiche Verbindung
kann als die Verbindung (A3) und die Verbindung (B2) in der Reaktion
verwendet werden.
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Die
ein Heteroatom enthaltenden Verbindungen (B2) schließen z.B.
(B2-1) Verbindungen, die jeweils ein Schwefelatom aufweisen, (B2-1)
Verbindungen, die jeweils ein Stickstoffatom aufweisen, (B2-3) Verbindungen,
die jeweils ein Phosphoratom aufweisen, und (B2-4) Verbindungen,
die jeweils ein Sauerstoffatom aufweisen, ein. Die Verbindungen
(B2-1), die jeweils ein Schwefelatom aufweisen, schließen z.B.
Sulfide und Thiole ein. Die Verbindungen (B2-2), die jeweils ein
Stickstoffatom aufweisen, schließen z.B. Amine ein. Die Verbindungen
(B2-3), die jeweils ein Phosphoratom aufweisen, schließen z.B.
Phosphite ein. Die Verbindungen (B2-4), die jeweils ein Sauerstoffatom
aufweisen, schließen
z.B. N-Oxide ein.
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Wenn
eine 1,2-Dicarbonylverbindung oder ihre reduzierende Hydroxyform
als die Verbindung (A) in der vorliegenden Erfindung verwendet wird,
sollte eine Radikalfängerverbindung
(B1) als die Verbindung (B) verwendet werden. Solche 1,2-Dicarbonylverbindungen
schließen
1,2-Dicarbonylverbindungen (z.B. α-Diketone)
ein, die als die eine Carbonylgruppe enthaltenden Verbindungen (A2)
beispielhaft angegeben sind. Reduzierende Hydroxyformen von 1,2-Dicarbonylverbindungen
schließen α-Ketoalkohole,
die als die eine Carbonylgruppe enthaltenden Verbindungen (A2) beispielhaft
angegeben sind, und vizinale Diole, die als die primären oder
sekundären
Alkohole (A1-1) beispielhaft angegeben sind, ein.
-
Eine
Reaktion zwischen der Verbindung (A), die ein stabiles Radikal bilden
kann, mit der Radikalfängerverbindung
(B) wird allgemein in einem organischen Lösungsmittel durchgeführt. Solche
organischen Lösungsmittel
schließen
Essigsäure,
Propionsäure
und andere organische Säuren;
Acetonitril, Propionitril, Benzonitril und andere Nitrile; Formamid,
Acetamid, Dimethylformamid (DMF), Dimethylacetamid und andere Amide;
Hexan, Octan und andere aliphatische Kohlenwasserstoffe; Chloroform,
Dichlormethan, Dichlorethan, Tetrachlorkohlenstoff, Chlorbenzol,
Trifluormethylbenzol und andere halogenierte Kohlenwasser stoffe;
Nitrobenzol, Nitromethan, Nitroethan und andere Nitroverbindungen;
Ethylacetat, Butylacetat und andere Ester; und Gemische von diesen
Lösungsmitteln
ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt. In vielen Fällen werden
Essigsäure
und andere organische Säuren,
Acetonitril, Benzonitril und andere Nitrile, Trifluormethylbenzol
und andere halogenierte Kohlenwasserstoffe, Ethylacetat und andere
Ester als die Lösungsmittel
verwendet.
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Das
Verhältnis
der Verbindung (A), die ein stabiles Radikal bilden kann, zu der
Radikalfängerverbindung
(B) kann entsprechend der Arten (Kosten, Reaktivität) oder
Kombination der beiden Verbindungen zweckmäßig ausgewählt werden. Zum Beispiel kann
die Verbindung (A) in Überschussmengen
(z.B. das ungefähr
2- bis 50-fache, bezogen auf mol) relativ zu der Verbindung (B)
verwendet werden, oder umgekehrt kann die Verbindung (B) in Überschussmengen über die
Verbindung (A) verwendet werden.
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Gemäß dem erfundenen
Verfahren kann die Reaktion selbst unter relativ milden Bedingungen
glatt ablaufen. Eine Reaktionstemperatur kann entsprechend der Arten
der Verbindung (A) und der Verbindung (B) und der Art eines Zielprodukts
zweckmäßig ausgewählt werden
und beträgt
z.B. ungefähr
0°C bis
300°C, vorzugsweise
ungefähr
20°C bis
200°C, mehr
bevorzugt ungefähr
30°C bis
150°C. Die
Reaktion wird häufig
bei einer Temperatur von ungefähr
40°C bis
100°C durchgeführt. Die
Reaktion kann bei Atmosphärendruck
oder unter Druck (unter einer Last) durchgeführt werden. Wenn die Reaktion
unter Druck durchgeführt
wird, beträgt der
Druck üblicherweise
ungefähr
1 bis 100 atm (z.B. 1,5 bis 80 atm), vorzugsweise ungefähr 2 bis
70 atm. Eine Reaktionszeit kann innerhalb eines Bereichs von z.B.
30 Minuten bis 48 Stunden in Abhängigkeit
von der Reaktionstemperatur und dem Druck zweckmäßig ausgewählt werden.
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Die
Reaktion kann in einem diskontinuierlichen System, einem halbkontinuierlichen
System, einem kontinuierlichen System oder auf andere herkömmliche
Weisen durchgeführt
werden. Nach der Beendigung der Reaktion können die Reaktionsprodukte
durch eine herkömmliche
Methode wie etwa Filtration, Konzentration, Destillation, Extraktion,
Kristallisation, Umkristallisation, Säulenchromatografie und andere
Trennmittel oder eine beliebige Kombination dieser Trennmittel leicht
abgetrennt und gereinigt werden.
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Gemäß dem erfundenen
Verfahren wird ein Produkt einer Additions- oder Substitutionsreaktion
gebildet, das einer Kombination aus der Verbindung (A), die ein
stabiles Radikal bilden kann, und der Radikalfängerverbindung (B) entspricht.
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Wenn
z.B. die ein Sauerstoffatom enthaltende Verbindung (A1) mit einer
Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung
in der einem Sauerstoffatom benachbarten Stellung als die Verbindung
(A) eingesetzt wird, wird die dem Sauerstoffatom benachbarte Stellung
an ein Kohlenstoffatom gebunden, das eine ungesättigte Bindung der ungesättigten
Verbindung (B1) ausbildet (konstituiert) bzw. daran beteiligt ist,
oder an das Methinkohlenstoffatom der Verbindung (B2), die eine
Kohlenwasserstoffgruppe mit einem Methinkohlenstoffatom aufweist,
gebunden. So wird ein Produkt einer Additions- oder Substitutionsreaktion
erhalten.
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Wenn
die eine Carbonylgruppe enthaltende Verbindung (A2) als die Verbindung
(A) eingesetzt wird, wird eine Bindung zwischen einer Carbonylgruppe
und einem der Carbonylgruppe benachbarten Atom gebrochen und eine
Atomgruppe, welche die Carbonylgruppe enthält (z.B. eine Acylgruppe) wird
an die vorstehend erwähnte
Stellung der Verbindung (B1) oder (B2) gebunden, wobei ein Produkt
einer Additions- oder Substitutionsreaktion erhalten wird. Wenn
die Verbindung (A3), die eine Kohlenwasserstoffgruppe mit einem
Methinkohlenstoffatom enthält,
als die Verbindung (A), die ein stabiles Radikal bilden kann, eingesetzt
wird, wird das Methinkohlenstoffatom an die vorstehend erwähnte Stellung
der Verbindung (B1) oder (B2) gebunden, wobei ein Produkt einer
Additions- oder Substitutionsreaktion erhalten wird.
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Im
Allgemeinen ergibt die Verwendung der ungesättigten Verbindung (B1) als
die Radikalfängerverbindung
(B) ein Produkt einer Additionsreaktion und die Verwendung der Verbindung
(B2), die eine Kohlenwasserstoffgruppe mit einem Methinkohlenstoffatom
aufweist, als die Verbindung (B) ergibt ein Produkt einer Substitutionsreaktion,
(z.B. ein Kupplungsprodukt).
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Gemäß dem erfundenen
Verfahren kann ein oxidiertes Produkt des Produkts der Additions- oder Substitutionsreaktion
gebildet werden. Wenn z.B. die Reaktion in Gegenwart von Sauerstoff
unter Verwendung der ungesättigten
Verbindung (B1) als die Radikalfängerverbindung
(B) durchgeführt
wird, wird eine von der Verbindung (A) abgeleitete Gruppe an ein
Kohlenstoffatom von den zwei Kohlenstoffatomen, die die ungesättigte Verbindung
wie vorstehend erwähnt
ausbilden (konstituieren) bzw. daran beteiligt sind, gebunden und
eine Hydroxylgruppe kann an dem anderen Kohlenstoffatom eingeführt werden.
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Der
Reaktionsmechanismus ist nicht in allen Einzelheiten aufgeklärt, wird
aber wie folgt vermutet. Der Radikalerzeuger oder Sauerstoff wirkt
auf die Imidverbindung ein und es wird an einem an ein Stickstoffatom der
Imidverbindung gebundenen Sauerstoffatom ein freies Radikal gebildet.
Dieses Radikal abstrahiert einen Wasserstoff von der Verbindung
(A) und aus der Verbindung (A) wird anschließend an einem Kohlenstoffatom in
der einem Sauerstoffatom benachbarten Stellung in der Verbindung
(A1), an einem Carbonylkohlenstoffatom in der Verbindung (A2) oder
an dem Methinkohlenstoffatom in der Verbindung (A3) ein freies Radikal
erzeugt. Dieses Radikal greift ein Atom, das eine ungesättigte Bindung
ausbildet (konstituiert) bzw. daran beteiligt ist, das Methinkohlenstoffatom
oder das Heteroatom der Verbindung (B) an. Anschließend erfolgt
die vorstehend genannte Oxidation unter den gleichen Bedingungen.
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Das
durch die vorstehende Reaktion gebildete Produkt der Additions-
oder Substitutionsreaktion oder das durch eine Oxidation des Reaktionsprodukts
gebildete oxidierte Produkt kann weiterhin z.B. eine Entwässerungsreaktion,
Zyklisierungsreaktion, Decarboxylierungsreaktion, Umlagerungsreaktion
oder Isomerisierung in einem Reaktionssystem, in Abhängigkeit
von der Struktur des Produkts, durchmachen, wobei eine entsprechende
organische Verbindung erhalten wird.
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Die
Reaktion der Verbindung (A), die ein stabiles Radikal bilden kann,
mit der Radikalfängerverbindung
(B) sollte vorzugsweise unter Bedingungen mit minimalen Polymerisationsinhibitoren
(z.B. Hydrochinon) durchgeführt
werden. Zum Beispiel sollte der Anteil des Polymerisationsinhibitors
in dem Reaktionssystem vorzugsweise 1000 ppm oder weniger und mehr
bevorzugt 100 ppm oder weniger betragen. Wenn der Anteil des Polymerisationsinhibitors
1000 ppm übersteigt,
kann die Reaktionsgeschwindigkeit abnehmen und die Imidverbindung
der Formel (1) und/oder der Co-Katalysator muss in einigen Fällen in
großen
Mengen eingesetzt werden. Wenn im Gegensatz dazu der Anteil des
Polymerisationsinhibitors in dem Reaktionssystem klein ist, nimmt
die Reaktionsgeschwindigkeit zu, so dass die Ausbeute verbessert
wird, und die Reaktionsergebnisse weisen eine hohe Reproduzierbarkeit
auf, wobei eine Zielverbindung stabil erhalten wird. Die ungesättigten
Verbindungen (B1) oder andere Verbindungen zur kommerziellen Verwendung,
zu denen ein Polymerisationsinhibitor zugegeben wird, sollten vorzugsweise
vor der Reaktion von dem Polymerisationsinhibitor befreit werden,
z.B. durch Destillation. Das gleiche gilt für eine beliebige Reaktion,
bei der die Verbindung (A) in Gegenwart der Imidverbindung mit der
Verbindung (B) reagieren gelassen wird.
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Gemäß der Erfindung
kann eine Reihe von organischen Verbindungen wie nachstehend gezeigt
erhalten werden, indem man eine geeignete Kombination aus der Verbindung
(A), die ein stabiles Radikal bilden kann, und der Radikalfängerverbindung
(B) miteinander reagieren lässt.
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1. Herstellung einer 2,3-Dihydroxyverbindung
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Nachstehend
wird eine erste Ausführungsform
des Herstellungsverfahrens beschrieben. Wenn der Alkohol mit der
Formel (2) mit dem aktiven Olefin mit der Formel (3) in Gegenwart
von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung mit
der Formel (1) reagieren gelassen wird, wird die 1,3-Dihydroxyverbindung
mit der Formel (4) gebildet.
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Die
organische Gruppe in Ra und Rb in
der Formel (2) muss lediglich eine organische Gruppe sein, welche
die Reaktion nicht ungünstig
beeinflusst (z.B. eine organische Gruppe, welche unter den Reaktionsbedingungen
gemäß dem Verfahren
nicht reaktiv ist). Solche organischen Gruppen schließen z.B.
Kohlenwasserstoffgruppen und heterocyclische Gruppen ein.
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Die
Kohlenwasserstoffgruppen schließen
aliphatische Kohlenwasserstoffgruppen, alicyclische Kohlenwasserstoffgruppen
und aromatische Kohlenwasserstoffgruppen ein. Solche aliphatischen
Kohlenwasserstoffgruppen schließen
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, s-Butyl, t-Butyl,
Pentyl, Hexyl, Octyl, Decyl, Tetradecyl, Hexadecyl, Octadecyl, Allyl
und andere geradkettige oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffgruppen
(Alkylgruppen, Alkenylgruppen und Alkinylgruppen), die jeweils ungefähr 1 bis
20 (vorzugsweise ungefähr
1 bis 10 und mehr bevorzugt ungefähr 1 bis 6) Kohlenstoffatome
aufweisen, ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt.
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Die
alicyclischen Kohlenwasserstoffgruppen schließen Cyclopropyl, Cyclobutyl,
Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cyclohexenyl, Cyclooctyl, Cyclodecyl, Cyclododecyl
und andere monocyclische alicyclische Kohlenwasserstoffgruppen (z.B.
Cycloalkylgruppen und Cycloalkenylgruppen), die jeweils ungefähr 3 bis
20 Kohlenstoffatome aufweisen (vorzugsweise ungefähr 3 bis
15 Kohlenstoffatome aufweisen); und verbrückte cyclische Kohlenwasserstoffgruppen
ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt.
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Solche
verbrückten
cyclischen Kohlenwasserstoffgruppen schließen bicyclische, tricyclische
oder tetracyclische verbrückte
Kohlenwasserstoffgruppen ein, von denen bicyclische oder tricyclische
verbrückte Kohlenwasserstoffgruppen
bevorzugt sind. Illustrative verbrückte Ringe in den verbrückten cyclischen
Kohlenwasserstoffgruppen schließen
einen Adamantanring, Perhydroindenring, Decalinring, Perhydrofluorenring, Perhydroanthracenring,
Perhydrophenanthrenring, Tricyclo[5.2.1.02,6]decanring,
Perhydroacenaphthenring, Perhydrophenalenring, Norbornanring und
Norbornenring ein, sind aber nicht darauf beschränkt. Die verbrückte cyclische
Kohlenwasserstoffgruppe kann an ein Kohlenstoffatom, an welches
die Hydroxylgruppe in der Formel gebunden ist, über ein beliebiges Kohlenstoffatom
gebunden sein, welches Bestandteil des verbrückten Rings ist, sollte aber
vorzugsweise über
ein Kohlenstoffatom an einer Brückenkopfstellung
(Knotenpunkt) gebunden sein.
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Die
aromatischen Kohlenwasserstoffgruppen schließen z.B. Phenyl, Naphthyl und
andere aromatische Kohlenwasserstoffgruppen ein, die jeweils ungefähr 6 bis
14 Kohlenstoffatome aufweisen.
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Diese
Kohlenwasserstoffgruppen können
eine Vielzahl von Substituenten aufweisen. Solche Substituenten
schließen
z.B. Halogenatome (Fluor-, Chlor-, Brom- und Iodatome), eine Oxogruppe,
Hydroxylgruppen, welche durch eine Schutzgruppe geschützt sein
können,
Hydroxymethylgruppen, welche durch eine Schutzgruppe geschützt sein
können,
Aminogruppen, welche durch eine Schutzgruppe geschützt sein
können,
Carboxylgruppen, welche durch eine Schutzgruppe geschützt sein
können,
substituierte Oxycarbonylgruppen, substituierte oder unsubstituierte
Carbamoylgruppen, eine Nitrogruppe, Acylgruppen, eine Cyanogruppe,
Alkylgruppen (z.B. Methyl, Ethyl und andere C1-C4-Alkylgruppen), Cycloalkylgruppen, Arylgruppen (z.B.
Phenyl- und Naphthylgruppen) und heterocyclische Gruppen ein. Als
die Schutzgruppen können
herkömmliche
Schutzgruppen auf dem Gebiet der organischen Synthese eingesetzt
werden.
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Die
Schutzgruppen für
eine Hydroxylgruppe und eine Hydroxymethylgruppe schließen herkömmliche Schutzgruppen
ein. Solche Schutzgruppen schließen Alkylgruppen (z.B. Methyl,
t-Butyl und andere C1-C4-Alkylgruppen),
Alkenylgruppen (z.B. eine Allylgruppe), Cycloalkylgruppen (z.B.
eine Cyclohexylgruppe), Arylgruppen (z.B. eine 2,4-Dinitrophenylgruppe),
Aralkylgruppen (z.B. Benzyl-, 2,6-Dichlorbenzyl-, 3-Brombenzyl-, 2-Nitrobenzyl-
und Triphenylmethylgruppen); substituierte Methylgruppen (z.B. Methoxymethyl-,
Methylthiomethyl-, Benzyloxymethyl-, t-Butoxymethyl-, 2-Methoxyethoxymethyl-,
2,2,2-Trichlorethoxymethyl-, Bis(2-chlorethoxy)methyl- und 2-(Trimethylsilyl)ethoxymethylgruppen),
substituierte Ethylgruppen (z.B. 1-Ethoxyethyl-, 1-Methyl-1-methoxyethyl-,
1-Isopropoxyethyl- und 2,2,2-Tri chlorethylgruppen), eine Tetrahydropyranylgruppe, eine
Tetrahydrofuranylgruppe, 1-Hydroxyalkylgruppen (z.B. 1-Hydroxyethyl-,
1-Hydroxyhexyl-, 1-Hydroxydecyl- und 1-Hydroxyhexadecylgruppen)
und andere Gruppen, welche eine Acetal- oder Hemiacetalgruppe mit einer
Hydroxylgruppe bilden können;
Acylgruppen (z.B. Formyl, Acetyl, Propionyl, Butyryl, Isobutyryl,
Valeryl, Pivaloyl und andere aliphatische C1-C6-Acylgruppen; eine Acetoacetylgruppe; Benzoyl,
Naphthoyl und andere aromatische Acylgruppen), Alkoxycarbonylgruppen
(z.B. Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, t-Butoxycarbonyl und andere
C1-C4-Alkoxycarbonylgruppen),
Aralkyloxycarbonylgruppen (z.B. eine Benzyloxycarbonylgruppe und
p-Methoxybenzyloxycarbonylgruppe), substituierte oder unsubstituierte
Carbamoylgruppen (z.B. Carbamoyl-, Methylcarbamoyl- und Phenylcarbamoylgruppen),
Dialkylphosphinothioylgruppen (z.B. eine Dimethylphosphinothioylgruppe),
Diarylphosphinothioylgruppen (z.B. eine Diphenylphosphinothioylgruppe)
und substituierte Silylgruppen (z.B. Trimethylsilyl, t-Butyldimethylsilyl-,
Tribenzylsilyl- und Triphenylsilylgruppen) ein, sie sind aber nicht
darauf beschränkt.
Wenn das zu schützende
Molekül
zwei oder mehr Hydroxylgruppen (einschließlich der Hydroxymethylgruppen)
aufweist, schließen
die Schutzgruppen auch zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppen (z.B.
Methylen-, Ethyliden-, Isopropyliden-, Cyclopentyliden-, Cyclohexyliden-
und Benzylidengruppen) ein, welche einen Substituenten aufweisen
können.
Bevorzugte Schutzgruppen für
eine Hydroxylgruppe schließen
z.B. C1-C4-Alkylgruppen; substituierte
Methylgruppen, substituierte Ethylgruppen, 1-Hydroxyalkylgruppen
und andere Gruppen, welche eine Acetal- oder Hemiacetalgruppe mit
einer Hydroxylgruppe bilden können;
Acylgruppen, C1-C4-Alkoxycarbonylgruppen,
substituierte oder unsubstituierte Carbamoylgruppen, substituierte
Silylgruppen und zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppen ein, welche
einen Substituenten aufweisen können.
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Schutzgruppen
für eine
Aminogruppe schließen
die vorstehend erwähnten
Alkylgruppen, Aralkylgruppen, Acylgruppen, Alkoxycarbonylgruppen,
Aralkyloxycarbonylgruppen, Dialkylphosphinothioylgruppen, Diarylphoshinothioylgruppen
ein, die als die Schutzgruppen für
eine Hydroxylgruppe erwähnt
wurden. Bevorzugte Schutzgruppen für eine Aminogruppe sind z.B.
C1-C4-Alkylgruppen,
aliphatische C1-C6-Acylgruppen,
aromatische Acylgruppen und C1-C4-Alkoxycarbonylgruppen.
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Illustrative
Schutzgruppen für
eine Carboxylgruppe schließen
Alkoxygruppen (z.B. Methoxy, Ethoxy, Butoxy und andere C1-C6-Alkoxygruppen),
Cycloalkyloxygruppen, Aryloxygruppen (z.B. eine Phenoxygruppe), Aralkyloxygruppen
(z.B. eine Benzyloxygruppe), Trialkylsilyloxy gruppen (z.B. eine
Trimethylsilyloxygruppe), Aminogruppen, welche einen Substituenten
aufweisen können
(z.B. eine Aminogruppe; Methylaminogruppe, Dimethylaminogruppe und
andere Mono- oder Di-C1-C6-alkylaminogruppen),
eine Hydrazinogruppe, Alkoxycarbonylhydrazinogruppen und Aralkyloxycarbonylhydrazinogruppen
ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt. Bevorzugte Schutzgruppen
für eine
Carboxylgruppe sind C1-C6-Alkoxygruppen
(insbesondere C1-C4-Alkoxygruppen)
und Mono- oder Di-C1-C6-alkylaminogruppen
(insbesondere Mono- oder Di-C1-C4-Alkylaminogruppen).
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Heterocyclische
Ringe, die Bestandteil von heterocyclischen Gruppen in Ra und Rb sind, schließen aromatische
heterocyclische Ringe und nicht aromatische heterocyclische Ringe
ein. Solche heterocyclischen Ringe schließen heterocyclische Ringe,
die jeweils ein Sauerstoffatom als ein Heteroatom enthalten (z.B.
Furan, Tetrahydrofuran, Oxazol, Isoxazol und andere 5-gliedrige
Ringe, 4-Oxo-4H-pyran, Tetrahydropyran, Morpholin und andere 6-gliedrige
Ringe, Benzofuran, Isobenzofuran, 4-Oxo-4H-chromen, Chroman, Isochroman und
andere kondensierte Ringe), heterocyclische Ringe, die jeweils ein
Schwefelatom als ein Heteroatom enthalten (z.B. Thiophen, Thiazol,
Isothiazol, Thiadiazol und andere 5-gliedrige Ringe, 4-Oxo-4H-thiopyran
und andere 6-gliedrige Ringe, Benzothiophen und andere kondensierte
Ringe), heterocyclische Ringe, die jeweils ein Stickstoffatom als
ein Heteroatom enthalten (z.B. Pyrrol, Pyrrolidin, Pyrazol, Imidazol,
Triazol und andere 5-gliedrige Ringe, Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin,
Pyrazin, Piperidin, Piperazin und andere 6-gliedrige Ringe, Indol,
Indolin, Chinolin, Acridin, Naphthyridin, Chinazolin, Purin und
andere kondensierte Ringe) ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt. Diese
heterocyclischen Gruppen können
Substituenten aufweisen (z.B. ähnliche Gruppen
wie die Substituenten, welche die Kohlenwasserstoffgruppen aufweisen
können).
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Die
durch Ra und Rb mit
dem benachbarten Kohlenstoffatom gebildeten Ringe schließen Cyclopropan-, Cyclobutan-,
Cyclopentan-, Cyclopenten-, Cyclohexan-, Cyclohexen-, Cyclooctan-,
Cyclodecan- und Cyclododecanringe, einen Decalinring, einen Adamantanring
und andere nicht aromatische Kohlenstoffringe (Cycloalkanringe,
Cycloalkenringe und verbrückte
Kohlenstoffringe), die jeweils ungefähr 3 bis 20 Glieder (vorzugsweise
ungefähr
3 bis 15 Glieder, mehr bevorzugt ungefähr 5 bis 15 Glieder und typischerweise
ungefähr
5 bis 8 Glieder) aufweisen, ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt. Diese
Ringe können
Substituenten aufweisen (z.B. ähnliche
Gruppen wie die Substituenten, welche die Kohlenwasser stoffgruppen
aufweisen können).
An diese Ringe kann ein weiterer Ring (ein nicht aromatischer Ring
oder ein aromatischer Ring) kondensiert sein.
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Der
bevorzugte Substituent Ra schließt ein Wasserstoffatom;
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl und andere C1-C4-Alkylgruppen und C6-C14-Arylgruppen ein. Der bevorzugte Rest Rb schließt
ein Wasserstoffatom, aliphatische C1-C10-Kohlenwasserstoffgruppen (z.B. Methyl-,
Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, s-Butyl-, t-Butyl-,
Pentyl-, Hexyl-, Octyl- und
Decylgruppen; insbesondere C1-C10-Alkylgruppen)
und alicyclische Kohlenwasserstoffgruppen (z.B. Cyclopentyl, Cyclohexyl,
Cyclohexenyl und andere C3-C15-Cycloalkylgruppen
oder Cycloalkenylgruppen; und verbrückte cyclische Kohlenwasserstoffgruppen)
ein. Alternativ sind Ra und Rb vorzugsweise
unter Bildung eines nicht aromatischen Kohlenstoffrings, der ungefähr 3 bis
15 Glieder (insbesondere ungefähr
5 bis 8 Glieder) aufweist, mit dem benachbarten Kohlenstoffatom
kombiniert.
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Die
Alkohole mit der Formel (2) schließen z.B. die als die primären oder
sekundären
Alkohole (A1-1) beispielhaft angegebenen Alkohole ein.
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Zu
bevorzugten Alkoholen gehören
sekundäre
Alkohole (z.B. 2-Propanol, s-Butylalkohol und andere aliphatische
sekundäre
Alkohole; 1-Cyclohexylethanol und andere sekundäre Alkohole, die jeweils eine
aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe (z.B. eine C1-C4-Alkylgruppe oder eine C6-C14-Arylgruppe) und eine nicht aromatische
carbocyclische Gruppe (z.B. eine C3-C15-Cycloalkylgruppe oder eine Cycloalkenylgruppe)
an ein Kohlenstoffatom gebunden aufweisen, wobei an dieses Kohlenstoffatom
eine Hydroxylgruppe gebunden ist; Cyclopentanol, Cyclohexanol, 2-Adamantanol
und andere alicyclische sekundäre
Alkohole, die jeweils ungefähr
3 bis 15 Glieder aufweisen; 1-Phenylethanol und andere aromatische
sekundäre
Alkohole) und Alkohole, in welchen der Substituent Rb eine
verbrückte
cyclische Kohlenwasserstoffgruppe ist.
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[Aktives Olefin]
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Die
organischen Gruppen in Rc, Rd und
Re in den aktiven Olefinen mit der Formel
(3) können
beliebige organische Gruppen sein, welche die Reaktion nicht ungünstig beeinflussen
(z.B. organische Gruppen, welche unter den Reaktionsbedingungen
gemäß dem erfundenen
Verfahren nicht reaktiv sind). Solche organischen Gruppen schließen Halogenatome,
Kohlenwasserstoffgruppen, heterocyclische Gruppen, substituierte
Oxycarbonylgruppen (z.B. Alkoxycarbonylgruppen, Aryloxycarbonylgruppen,
Aralkyloxycarbonylgruppen und Cycloalkyloxycarbonylgruppen), eine
Carboxylgruppe, substituierte oder unsubstituierte Carbamoylgruppen (N-substituierte
oder unsubstituierte Amidgruppen), eine Cyanogruppe, eine Nitrogruppe,
Schwefelsäurereste (Sulfonsäuregruppen
und Sulfinsäuregruppen),
Schwefelsäureestergruppen
(Sulfonsäureestergruppen
und Sulfinsäureestergruppen),
Acylgruppen, eine Hydroxylgruppe, Alkoxygruppen und N-substituierte
oder unsubstituierte Aminogruppen ein, sie sind aber nicht darauf
beschränkt.
Die Carboxylgruppe, Hydroxylgruppe und Aminogruppen können durch
eine herkömmliche
Schutzgruppe geschützt
sein.
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Die
Halogenatome schließen
Fluor-, Chlor-, Brom- und Iodatome ein. Die Kohlenwasserstoffgruppen schließen z.B.
die als die Kohlenwasserstoffgruppen in Ra und
Rb beispielhaft genannten Gruppen ein. Diese Kohlenwasserstoffgruppen
können
beliebige der vorstehend erwähnten
Substituenten aufweisen. Bevorzugte Kohlenwasserstoffgruppen schließen z.B.
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, s-Butyl, t-Butyl,
Vinyl, Allyl und andere geradkettige oder verzweigte aliphatische
Kohlenwasserstoffgruppen (Alkylgruppen, Alkenylgruppen und Alkinylgruppen),
die jeweils ungefähr
1 bis 6 Kohlenstoffatome (insbesondere ungefähr 1 bis 4 Kohlenstoffatome)
aufweisen; eine Phenylgruppe, eine Naphthylgruppe und andere aromatische
Kohlenwasserstoffgruppen, die jeweils ungefähr 6 bis 14 Kohlenstoffatome
aufweisen; Cycloalkylgruppen; eine Trifluormethylgruppe und andere
Halogenalkylgruppen, die jeweils ungefähr 1 bis 6 Kohlenstoffatome
(insbesondere ungefähr
1 bis 4 Kohlenstoffatome) aufweisen, ein.
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Die
heterocyclischen Gruppen schließen
z.B. die als die heterocyclischen Gruppen in Ra und
Rb beispielhaft angegebenen Gruppen ein.
Diese heterocyclischen Gruppen können
beliebige Substituenten aufweisen. Die Alkoxycarbonylgruppen schließen Methoxycarbonyl,
Ethoxycarbonyl, Propoxycarbonyl, Isopropoxycarbonyl, Butoxycarbonyl,
t-Butoxycarbonyl und andere C1-C6-Alkoxycarbonylgruppen ein, sind aber nicht
darauf beschränkt.
Die Aryloxycarbonylgruppen schließen eine Phenyloxycarbonylgruppe
ein, sind aber nicht darauf beschränkt, und die Aralkyloxycarbonylgruppen
schließen
z.B. eine Benzyloxycarbonylgruppe ein. Illustrative Cycloalkyloxycarbonylgruppen
sind Cyclopentyloxycarbonyl- und Cyclohexyloxycarbonylgruppen.
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Die
substituierten Carbamoylgruppen schließen z.B. N-Methylcarbamoyl-
und N,N-Dimethylcarbamoylgruppen ein. Illustrative Sulfonsäureestergruppen
sind Methylsulfonat, Ethylsulfonat und andere Sulfonsäure-C1-C4-alkylestergruppen.
Illustrative Sulfinsäureestergruppen
sind Methylsulfinat, Ethylsulfinat und andere Sulfinsäure-C1-C4-alkylestergruppen.
Die Acylgruppen schließen
Acetyl, Propionyl und andere aliphatische Acylgruppen (z.B. aliphatische
C2-C7-Acylgruppen)
und Benzoyl und andere aromatische Acylgruppen ein, sie sind aber
nicht darauf beschränkt.
Die Alkoxygruppen schließen
Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Butoxy und andere Alkoxygruppen, die jeweils
ungefähr
1 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen, ein, sie sind aber nicht darauf
beschränkt.
Die N-substituierten Aminogruppen schließen z.B. N,N-Dimethylamino-,
N,N-Diethylamino- und Piperidinogruppen ein.
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Bevorzugte
Rc, Rd und Re schließen
z.B. ein Wasserstoffatom, Kohlenwasserstoffgruppen [z.B. aliphatische
C1-C6-Kohlenwasserstoffgruppen
(insbesondere aliphatische C1-C4-Kohlenwasserstoffgruppen), C6-C14-Arylgruppen
(z.B. eine Phenylgruppe), Cycloalkylgruppen (z.B. Cycloalkylgruppen,
die jeweils ungefähr 3
bis 8 Glieder aufweisen), Halogenalkylgruppen (z.B. eine Trifluormethylgruppe
und andere C1-C6-Halogenalkylgruppen,
insbesondere C1-C4-Halogenalkylgruppen)],
heterocyclische Gruppen, substituierte Oxycarbonylgruppen (z.B.
C1-C6-Alkoxycarbonylgruppen,
Aryloxycarbonylgruppen, Aralkyloxycarbonylgruppen und Cycloalkyloxycarbonylgruppen),
eine Carboxylgruppe, substituierte oder unsubstituierte Carbamoylgruppen,
eine Cyanogruppe, eine Nitrogruppe, Schwefelsäuregruppen, Schwefelsäureestergruppen
und Acylgruppen ein. Typischerweise bevorzugte Rc und
Rd sind z.B. ein Wasserstoffatom, aliphatische
C1-C6-Kohlenwasserstoffgruppen
(insbesondere aliphatische C1-C4-Kohlenwasserstoffgruppen),
C6-C14-Arylgruppen
(z.B. eine Phenylgruppe), Cycloalkylgruppen (z.B. Cycloalkylgruppen,
die jeweils ungefähr
3 bis 8 Glieder aufweisen), Halogenalkylgruppen (z.B. eine Trifluormethylgruppe
und andere C1-C6-Halogenalkylgruppen,
insbesondere C1-C4-Halogenalkylgruppen),
substituierte Oxycarbonylgruppen (z.B. C1-C6-Alkoxycarbonylgruppen, Aryloxycarbonylgruppen,
Aralkyloxycarbonylgruppen und Cycloalkyloxycarbonylgruppen) und
eine Cyanogruppe. Typischerweise bevorzugtes Re schließt z.B.
ein Wasserstoffatom und aliphatische C1-C6-Kohlenwasserstoffgruppen (insbesondere
aliphatische C1-C4-Kohlenwasserstoffgruppen)
ein.
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Die
durch Rc, Rd und
Re (Rc und Rd, Rc und Re, Rd und Re oder Rc und Rd und Re) zusammen mit dem benachbarten Kohlenstoffatom
oder der benachbarten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung gebildeten
Ringe schließen
Cyclopropan, Cyclobutan, Cyclopentan, Cyclopenten, Cyclohexan, Cyclohexen,
Cyclooctan, Cyclododecan und andere alicyclische Kohlenstoffringe
(z.B. Cycloalkanringe und Cycloalkenringe), die jeweils ungefähr 3 bis
20 Glieder aufweisen, ein. Diese Ringe können einen Substituenten aufweisen
und an diese Ringe kann ein anderer Ring (ein nicht aromatischer
Ring oder ein aromatischer Ring) kondensiert sein.
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Illustrative
elektronenziehende Gruppen Y schließen Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl
und andere Alkoxycarbonylgruppen; Phenoxycarbonyl und andere Aryloxycarbonylgruppen;
Formyl, Acetyl, Propionyl, Benzoyl und andere Acylgruppen; eine
Cyanogruppe; eine Carboxylgruppe; Carbamoyl, N,N-Dimethylcarbamoyl
und andere substituierte oder unsubstituierte Carbamoylgruppen;
-CH=N-R, wobei R z.B. eine Alkylgruppe ist; Phenyl, Naphthyl und
andere Arylgruppen; Vinyl, 1-Propenyl, Ethinyl und andere 1-Alkenylgruppen
oder 1-Alkinylgruppen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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Die
Ringe, welche durch Y und wenigstens einen der Reste Rc,
Rd und Re mit dem
benachbarten Kohlenstoffatom oder der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
gebildet werden können,
schließen
einen Cyclopentadienring, Pyrrolring, Furanring und Thiophenring
ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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Typische
aktive Olefine mit der Formel (3) schließen die als die aktiven ungesättigten
Verbindungen (B1-1) beispielhaft angegebenen Verbindungen ein.
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[Reaktion]
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Eine
Reaktion zwischen dem Alkohol mit der Formel (2) und dem aktiven
Olefin mit der Formel (3) kann gemäß dem Verfahren durchgeführt werden,
das in der Reaktion zwischen der Verbindung (A) und der Verbindung
(B) beschrieben ist.
-
Es
wird angenommen, dass in dieser Reaktion eine 1,3-Dihydroxyverbindung
mit der Formel (4) auf die folgende Weise gebildet wird. Ein 1-Hydroxyalkylradikal,
welches in einem System gebildet wird und dem Alkohol mit der Formel
(2) entspricht, greift ein Kohlenstoffatom in der β-Stellung
zur Gruppe Y von den zwei Kohlenstoffatomen, die eine ungesättigte Bindung
des aktiven Olefins mit der Formel (3) ausbilden (konstituieren),
an und wird daran addiert und Sauerstoff greift ein durch die Addition
gebildetes Radikal in der α-Stellung
an, wobei eine 1,3-Dihydroxyverbindung mit der Formel (4) erhalten
wird.
-
In
der durch die Reaktion gebildeten Verbindung mit der Formel (4)
kann, wenn Y eine Alkoxycarbonylgruppe, eine Aryloxycarbonylgruppe
oder eine andere Estergruppe oder eine Carboxylgruppe ist, eine
Cyclisierungsreaktion in dem System stattfinden, wobei ein Fura nonderivat
(α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivat)
mit der Formel (6) erhalten wird, wie es später beschrieben wird. Die Ausbeute
des Furanonderivats kann durch Kontrollieren der Art und des Anteils
des Co-Katalysators oder darüber
hinaus durch Unterwerfen des Produkts einer Alterung nach der Additionsreaktion
(oder einer weiteren Oxidationsreaktion) verbessert werden. In vielen
Fällen
wird die Reaktionstemperatur in dem Alterungszeitraum höher eingestellt
als die Temperatur in der Additionsreaktion. Das Furanonderivat
kann auch durch Isolieren der Verbindung mit der Formel (4), z.B.
durch Auflösen
der Verbindung in einem Lösungsmittel
und Erhitzen der Lösung
je nach Bedarf hergestellt werden. Zu solchen Lösungsmitteln gehören die
später
erwähnten
Lösungsmittel
und Benzol, Toluol und andere aromatische Kohlenwasserstoffe; Cyclohexan
und andere alicyclische Kohlenwasserstoffe; Aceton, Cyclohexanon
und andere Ketone; Diethylether, Tetrahydrofuran und andere Ether;
Methanol, Ethanol, Isopropanol und andere Alkohole, sie sind aber
nicht darauf beschränkt.
Die Reaktionstemperatur beträgt
in diesem Verfahren z.B. ungefähr
0°C bis
150°C und
vorzugsweise ungefähr
30°C bis
100°C.
-
2. Herstellung eines α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivats
-
Gemäß dem erfundenen
Verfahren zum Herstellen eines α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivats
wird der Alkohol mit der Formel (2) mit dem α,β-ungesättigten Carbonsäurederivat
mit der Formel (5) in Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch
Katalyse der Imidverbindung mit der Formel (1) reagieren gelassen,
um das α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivat
mit der Formel (6) zu ergeben.
-
[Alkohol]
-
Die
Alkohole mit der Formel (2) schließen ähnliche Alkohole wie die bei
der Herstellung der 1,3-Dihydroxyverbindung ein.
-
[α,β-ungesättigtes
Carbonsäurederivat]
-
Die
Substituenten Rc, Rd und
Re in der Formel (5) entsprechen den Resten
Rc, Rd und Re in der Formel (3). Organische Gruppen in
Rf schließen organische Gruppen ein,
welche die Reaktion nicht ungünstig
beeinflussen (z.B. organische Gruppen, welche unter den Reaktionsbedingungen
gemäß dem erfundenen
Verfahren nicht reaktiv sind) wie etwa Kohlenwasserstoffgruppen
und heterocyclische Gruppen. Wenn die Verbindung mit der Formel
(5) zusätzlich
zu der -CO2Rf-Gruppe,
die in der Formel (5) angegeben ist, eine substituierte Oxy carbonylgruppe
aufweist, ist die -CO2Rf-Gruppe
an einer Cyclisierungsreaktion beteiligt, aber die andere substituierte
Oxycarbonylgruppe kann in dem Produkt intakt bleiben. Die andere
substituierte Oxycarbonylgruppe ist deshalb in den nicht reaktiven
organischen Gruppen eingeschlossen.
-
Wenn
wenigstens einer der Reste Rc und Rd eine Halogenalkylgruppe, eine substituierte
Oxycarbonylgruppe, eine Carboxylgruppe, eine substituierte oder
unsubstituierte Carbamoylgruppe, eine Cyanogruppe, eine Nitrogruppe,
eine Schwefelsäuregruppe,
eine Schwefelsäureestergruppe
und eine andere elektronenziehende organische Gruppe ist, kann ein
angestrebtes α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivat
in einer besonders hohen Ausbeute erhalten werden.
-
Der
Substituent Rf ist häufig ein Wasserstoffatom oder
eine Kohlenwasserstoffgruppe und ist vorzugsweise z.B. eine C1-C6-Alkylgruppe
(insbesondere eine C1-C4-Alkylgruppe),
eine C2-C6-Alkenylgruppe
(insbesondere eine C2-C4-Alkenylgruppe)
oder eine C6-C10-Arylgruppe.
-
Typische
Beispiele für
die α,β-ungesättigten
Carbonsäurederivate
mit der Formel (5) schließen (Meth)acrylsäure; Methyl(meth)acrylat,
Ethyl(meth)acrylat, Isopropyl(meth)acrylat, Phenyl(meth)acrylat
und andere (Meth)acrylsäureester;
Crotonsäure;
Methylcrotonat, Ethylcrotonat und andere Crotonsäureester; 3-Methyl-2-butensäure; Methyl-3-methyl-2-butenoat,
Ethyl-3-methyl-2-butenoat und andere 3-Methyl-2-butensäureester;
2-Pentensäure;
Methyl-2-pentenoat,
Ethyl-2-pentenoat und andere 2-Pentensäureester; 2-Octensäure; Methyl-2-octenoat, Ethyl-2-octenoat
und andere 2-Octensäureester;
Zimtsäure;
Methylcinnamat, Ethylcinnamat und andere Zimtsäureester; 4,4,4-Trifluor-2-butensäure; Methyl-4,4,4-trifluor-2-butenoat, Ethyl-4,4,4-tifluor-2-butenoat
und andere 4,4,4-Trifluor-2-butensäureester; Maleinsäure; Dimethylmaleat,
Diethylmaleat und andere Maleinsäureester;
Fumarsäure;
Dimethylfumarat, Diethylfumarat und andere Fumarsäureester;
3-Cyanoacrylsäure;
Methyl-3-cyanoacrylat,
Ethyl-3-cyanoacrylat und andere 3-Cyanoacrylsäureester und andere α,β-ungesättigte Carbonsäuren, die
jeweils ungefähr
2 bis 15 Kohlenstoffatome aufweisen, oder Ester davon (z.B. C1-C6-Alkylester,
C2-C6-Alkenylester
und Arylester) ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt.
-
[Reaktion]
-
Das
Verhältnis
des Alkohols mit der Formel (2) zu dem α,β-ungesättigten Carbonsäureester
mit der Formel (5) kann unter Bezugnahme auf die Arten (Kosten,
Reaktivität)
und Kombination der beiden Verbindungen zweckmäßig ausgewählt werden. Zum Beispiel kann
der Alkohol in Überschussmengen
(z.B. ungefähr das
2- bis 50-fache, bezogen auf mol) bezogen auf das α,β-ungesättigte Carbonsäurederivat
verwendet werden oder es kann umgekehrt das α,β-ungesättigte Carbonsäurederivat
in Überschussmengen
bezogen auf den Alkohol verwendet werden.
-
Gemäß dem erfundenen
Verfahren kann die Reaktion unter relativ milden Bedingungen glatt
ablaufen. Die Reaktionstemperatur kann gemäß den Arten der Alkoholverbindung
und des α,β-ungesättigten
Carbonsäurederivats
zweckmäßig ausgewählt werden
und beträgt
z.B. ungefähr
0°C bis
150°C und
vorzugsweise ungefähr
30°C bis
100°C. Die
Reaktion kann bei Atmosphärendruck
oder unter Druck (unter einer Last) durchgeführt werden. Wenn die Reaktion
unter Druck durchgeführt
wird, beträgt
der Druck gewöhnlich
ungefähr
1 bis 100 atm (z.B. 1,5 bis 80 atm) und vorzugsweise ungefähr 2 bis
70 atm. Eine Reaktionszeit kann innerhalb eines Bereichs von beispielsweise
30 Minuten bis 48 Stunden in Abhängigkeit
von der Reaktionstemperatur und dem Druck zweckmäßig ausgewählt werden.
-
Die
Reaktion kann in einem diskontinuierlichen System, einem halbkontinuierlichen
System, einem kontinuierlichen System und auf andere herkömmliche
Weisen in Gegenwart von oder unter einem Strom von molekularem Sauerstoff
durchgeführt
werden.
-
Gemäß dem erfundenen
Verfahren wird ein α,γ-Dihydroxycarbonsäurederivat
(eine Art der Verbindungen mit der Formel (4)), das durch die folgende
Formel (21) wiedergegeben wird, als Reaktionszwischenprodukt gebildet:
worin R
a,
R
b, R
c, R
d, R
e und R
f die gleichen Bedeutungen wie vorstehend
definiert haben. Es wird angenommen, dass diese Verbindung auf die
folgende Weise gebildet wird. Ein 1-Hydroxyalkylradikal, welches
in dem System gebildet wird und dem Alkohol mit der Formel (2) entspricht,
greift in der β-Stellung
des α,β-ungesättigten
Carbonsäurederivats
mit der Formel (5) an und wird daran addiert und Sauerstoff greift
ein durch die Addition gebildetes Radikal in der α-Stellung
an, wobei die in Frage kommende Verbindung erhalten wird. Unter
den Reaktionsbedingungen erfolgt eine Cyclisierung des gebildeten α,γ-Dihydroxycarbonsäurederivats
mit der Formel (21), wobei das angestrebte α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivat mit der
Formel (6) erhalten wird.
-
Wenn
ein primärer
Alkohol als der Alkohol mit der Formel (2) verwendet wird (d.h.
R
a ist ein Wasserstoffatom), kann ein β-Acyl-α-hydroxycarbonsäurederivat
mit der folgenden Formel (22) zusätzlich zu der Verbindung mit
der Formel (6) gebildet werden. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass
ein Acylradikal (R
bCO •) in dem System gebildet wird.
worin R
b,
R
c, R
d, R
e und R
f die gleichen
Bedeutungen wie vorstehend definiert haben.
-
Nach
der Beendigung der Reaktion können
die Reaktionsprodukte durch eine herkömmliche Methode wie etwa Filtration,
Konzentration, Destillation, Extraktion, Kristallisation, Umkristallisation,
Säulenchromatografie
und andere Trennmittel oder eine beliebige Kombination dieser Trennmittel
leicht abgetrennt und gereinigt werden.
-
Das α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivat
kann auch durch Isolieren des α,γ-Dihydroxycarbonsäurederivats
mit der Formel (21) und beispielsweise Auflösen der Verbindung in einem
Lösungsmittel
und Erhitzen der Lösung
je nach Bedarf, wie vorstehend beschrieben, hergestellt werden.
-
3. Herstellung einer konjugierten
ungesättigten
Verbindung
-
Der
Alkohol mit der Formel (2a) wird mit dem aktiven Olefin mit der
Formel (3a) in Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse
der Imidverbindung mit der Formel (1) reagieren gelassen, um die
konjugierte ungesättigte
Verbindung mit der Formel (11) zu ergeben.
-
Organische
Gruppen in Ri und Rj in
der Formel (2a) sind die gleichen wie die organischen Gruppen in Ra und Rb. Ringe,
welche durch Ri und Rj mit
dem benachbarten Kohlenstoffatom gebildet werden, schließen die
Ringe ein, welche durch Ra und Rb mit dem benachbarten Kohlenstoffatom gebildet
werden.
-
Der
bevorzugte Substituent Ri schließt z.B.
ein Wasserstoffatom; Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl und
andere C1-C4-Alkylgruppen
und C6-C14-Arylgruppen
ein. Bevorzugtes Rj schließt z.B.
ein Wasserstoffatom, aliphatische C1-C10-Kohlenwasserstoffgruppen (z.B. Methyl-,
Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, s-Butyl-, t-Butyl-,
Pentyl-, Hexyl-, Octyl- und
Decylgruppen; insbesondere C1-C10-Alkylgruppen)
und alicyclische Kohlenwasserstoffgruppen (z.B. Cyclopentyl, Cyclohexyl,
Cyclohexenyl und andere C3-C15-Cycloalkylgruppen oder
Cycloalkenylgruppen; und verbrückte
cyclische Kohlenwasserstoffgruppen) ein. Alternativ sind Ri und Rj vorzugsweise
unter Bildung eines nicht aromatischen Kohlenstoffrings mit ungefähr 3 bis
15 Gliedern (insbesondere ungefähr
5 bis 8 Gliedern) mit dem benachbarten Kohlenstoffatom kombiniert.
-
Die
Alkohole mit der Formel (2a) schließen eine große Vielfalt
von primären
Alkoholen ein. Typische Beispiele für solche Alkohole schließen Ethanol,
1-Propanol, 1-Butanol, 2-Methyl-1-propanol,
1-Pentanol, 1-Hexanol, 1-Octanol, 1-Decanol, 1-Hexadecanol, 2-Buten-1-ol
und andere gesättigte
oder ungesättigte
aliphatische primäre
Alkohole, die jeweils ungefähr
2 bis 30 (vorzugsweise ungefähr
2 bis 20 und mehr bevorzugt ungefähr 2 bis 15) Kohlenstoffatome
aufweisen; Cyclopentylmethylalkohol, Cyclohexylmethylalkohol, 2-Cyclohexylethylalkohol
und andere gesättigte
oder ungesättigte
alicyclische primäre
Alkohole; 2-Phenylethylalkohol, 3-Phenylpropylalkohol, Zimtalkohol
und andere aromatische primäre
Alkohole; und 2-(2-Hydroxyethyl)pyridin und andere heterocyclische
Alkohole ein, sie sind aber nicht darauf beschränkt.
-
Die
Verbindungen mit der Formel (3a) entsprechen denjenigen Verbindungen
unter den Verbindungen mit der Formel (3), bei denen Rc ein
Wasserstoffatom ist. Die Substituenten Rd,
Re und Y in der Formel (3a) haben die gleichen
Bedeutungen wie in der Formel (3).
-
Eine
Reaktion kann gemäß dem erfundenen
Verfahren zum Herstellen einer 1,3-Dihydroxyverbindung durchgeführt werden.
In dieser Reaktion kann eine Verbindung, die der Formel (4) entspricht
(eine Verbindung, bei der Ra = RiRjCH-Gruppe und
Rb = Rc = H in der
Formel (4)), zusätzlich
zu der konjugierten ungesättigten Verbindung
mit der Formel (11) gebildet werden. Wenn eine Verbindung, bei der
Y = CO2Rf als die
Verbindung mit der Formel (3a) verwendet wird, kann eine Verbindung,
die der Formel (6) entspricht (eine Verbindung, bei der Ra = RiRjCH-Gruppe
und Rb = Rc = H
in der Formel (6)), zusätzlich
zu der konjugierten ungesättigten
Verbindung mit der Formel (11) gebildet werden.
-
Wenn
z.B. n-Propylalkohol mit Ethylacrylat reagieren gelassen wird, werden
Ethyl-2,4-dihydroxyhexanoat,
das der Formel (4) entspricht, und 4-Ethyl-2-hydroxy-γ-butyrolacton,
das der Formel (6) entspricht, unter einigen Bedingungen zusätzlich zu
dem angestrebten Ethylsorbat gebildet.
-
Es
wird angenommen, dass die konjugierte ungesättigte Verbindung mit der Formel
(11) auf die folgende Weise gebildet wird. Zunächst wird eine Dihydroxyverbindung
gebildet, die der Formel (4) entspricht [eine Verbindung, bei der
Ra = RiRjCH-Gruppe und Rb =
Rc = H in der Formel (4)], und dann werden
zwei Moleküle Wasser
aus dieser Verbindung eliminiert. Die Reaktionsprodukte können mit
den gleichen Trennmitteln wie oben abgetrennt und gereinigt werden.
-
4. Herstellung einer β-Hydroxyacetalverbindung
-
Das
Acetal mit der Formel (12) wird mit dem aktiven Olefin mit der Formel
(3) in Gegenwart von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung
mit der Formel (1) reagieren gelassen, um die β-Hydroxyacetalverbindung mit
der Formel (13) zu ergeben.
-
In
der Formel (12) schließen
die organischen Gruppen in Rk, Rm und Rn organische
Gruppen ein, die denen in Ra und Rb entsprechen. Durch Rm und
Rn mit den benachbarten zwei Sauerstoffatomen
und einem Kohlenstoffatom gebildete Ringe schließen z.B. einen 1,3-Dioxolanring
und einen 1,3-Dioxanring ein. An diese Ringe können Substituenten wie Alkylgruppen
und Halogenatome gebunden sein.
-
Der
bevorzugte Substituent Rk schließt z.B.
ein Wasserstoffatom; Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl,
s-Butyl, t-Butyl, Pentyl, Hexyl, Octyl, Decyl und andere aliphatische
C1-C10-Kohlenwasserstoffgruppen
(insbesondere C1-C4-Alkylgruppen);
Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cyclohexenyl, Adamantyl und andere alicyclische
Kohlenwasserstoffgruppen (Cycloalkylgruppen, Cycloalkenylgruppen
und verbrückte
cyclische Kohlenwasserstoffgruppen), die jeweils ungefähr 3 bis
15 Kohlenstoffatome aufweisen; und Phenyl, Naphthyl und andere C6-C14-Arylgruppen
ein. Bevorzugte Rm und Rn schließen z.B.
ein Wasserstoffatom; Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl,
Hexyl und andere aliphatische C1-C6-Kohlenwasserstoffgruppen (insbesondere
C1-C4-Alkylgruppen);
und Cyclopentyl, Cyclohexyl und andere alicyclische Kohlenwasserstoffgruppen, die
jeweils ungefähr
3 bis 10 Kohlenstoffatome aufweisen, ein. Alternativ sind Rm und Rn vorzugsweise
unter Bildung eines Rings mit den benachbarten zwei Sauerstoffatomen
und einem Kohlenstoffatom kombiniert.
-
Die
Acetale mit der Formel (12) schließen Verbindungen ein, die als
die Acetale (A1-3) beispielhaft angegeben sind, die jeweils eine
Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung in der einem Sauerstoffatom benachbarten Stellung
aufweisen. Typische Beispiele für
solche Acetale schließen
1,3-Dioxolan, 2-Methyl-1,3-dioxolan, 2-Ethyl-1,3-dioxolan und andere
1,3-Dioxolanverbindungen; 2-Methyl-1,3-dioxan und andere 1,3-Dioxanverbindungen;
und Acetaldehyd-dimethylacetal und andere Dialkylacetale ein.
-
Das
aktive Olefin mit der Formel (3) ist das gleiche wie vorstehend
angegeben. Eine Reaktion kann gemäß dem erfundenen Verfahren
zum Herstellen einer organischen Verbindung durchgeführt werden.
Die Reaktionsprodukte können
mit den gleichen Trennmitteln wie oben abgetrennt und gereinigt
werden.
-
Es
wird angenommen, dass in dieser Reaktion die β-Hydroxyacetalverbindung mit
der Formel (13) auf die folgende Weise gebildet wird. Zunächst wird
ein 1,1-disubstituiertes Oxyalkylradikal, das dem Acetal mit der
Formel (12) entspricht, gebildet und dieses Radikal greift ein Kohlenstoffatom
in der β-Stellung
der Gruppe Y zwischen den zwei Kohlenstoffatomen, die eine ungesättigte Bindung
des aktiven Olefins mit der Formel (3) ausbilden (konstituieren),
an und wird daran addiert und Sauerstoff greift ein Radikal in der
durch die Addition gebildeten α-Stellung
an.
-
5. Herstellung einer Hydroxyverbindung
-
Die
Verbindung mit der Formel (14), die ein Methinkohlenstoffatom aufweist,
wird mit dem aktiven Olefin mit der Formel (3) in Gegenwart von
molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung mit der Formel
(1) reagieren gelassen, um wenigstens eine Hydroxyverbindung, ausgewählt aus
den Formeln (15) und (16), zu ergeben.
-
Die
organischen Gruppen in Ro, Rp und
Rq in der Formel (14) schließen organische
Gruppen ein, die denen in Ra und Rb entsprechen. Bevorzugte organische Gruppen
schließen
z.B. Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, s-Butyl,
t-Butyl, Pentyl, Hexyl, Octyl, Decyl, und andere aliphatische C1-C10-Kohlenwasserstoffgruppen
(insbesondere C1-C4-Alkylgruppen);
Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cyclohexenyl, Adamantyl und andere alicyclische
Kohlenwasserstoffgruppen (Cycloalkylgruppen, Cycloalkenylgruppen
und verbrückte
cyclische Kohlenwasserstoffgruppen), die jeweils ungefähr 3 bis
15 Kohlenstoffatome aufweisen; und Phenyl, Naphthyl und andere C6-C14-Arylgruppen
ein.
-
Die
durch Ro, Rp und
Rq (Ro und Rp, Rp und Rq, Ro und Rq oder Ro und Rp und Rq) zusammen
mit dem benachbarten Kohlenstoffatom gebildeten Ringe schließen Cyclopropan,
Cyclobutan, Cyclopentan, Cyclopenten, Cyclohexan, Cyclohexen, Cyclooctan,
Cyclodecan, Cyclododecan und andere monocyclische alicyclische Kohlenstoffringe
(Cycloalkanringe und Cycloalkenringe), die jeweils ungefähr 3 bis
20 Glieder (vorzugsweise ungefähr
3 bis 15 Glieder, mehr bevorzugt ungefähr 5 bis 15 Glieder und typischerweise
ungefähr
5 bis 8 Glieder) aufweisen; einen Adamantanring, Perhydroindenring,
Decalinring, Perhydrofluorenring, Perhydroanthracenring, Perhydrophenanthrenring,
Tricyclo[5.2.1.02,6]decanring, Perhydroacenaphthenring,
Perhydrophenalenring, Norbornanring, Norbornenring und andere bicyclische,
tricyclische oder tetracyclische verbrückte Kohlenstoffringe ein,
sie sind aber nicht darauf beschränkt. Diese Ringe können Substituenten
aufweisen (z.B. Gruppen, die den Substituenten entsprechen, welche
die Kohlenwasserstoffgruppen in Ra und Rb aufweisen können).
-
Wenn
Ro, Rp und Rq unter Bildung eines verbrückten cyclischen
Kohlenstoffrings mit dem benachbarten Kohlenstoffatom kombiniert
sind, sollte das in der Formel (14) angegebene Methinkohlenstoffatom
vorzugsweise ein Kohlenstoffatom in einer Brückenkopfstellung sein.
-
Die
Verbindungen mit der Formel (14), die ein Methinkohlenstoffatom
aufweisen, schließen
z.B. Verbindungen ein, die als die Verbindungen (A3) beispielhaft
angegeben sind, wie etwa die verbrückten cyclischen Verbindungen
(A3-1a), die nicht aromatischen cyclischen Verbindungen (A3-1b),
die jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe an ihren Ring gebunden
aufweisen, und die kettenförmigen
Verbindungen (A3-2), die jeweils ein Methinkohlenstoffatom aufweisen.
-
Das
aktive Olefin mit der Formel (3) hat die gleiche Bedeutung wie oben.
Eine Reaktion kann gemäß dem erfundenen
Verfahren zum Herstellen einer organischen Verbindung durchgeführt werden.
Die Reaktionsprodukte können
mit den gleichen Trennmitteln wie oben abgetrennt und gereinigt
werden.
-
Es
wird angenommen, dass in dieser Reaktion die Hydroxyverbindung mit
der Formel (15) oder die Hydroxyverbindung mit der Formel (16) auf
die folgende Weise gebildet wird. Ein Radikal wird in der Methinkohlenstoffstellung
der Verbindung mit der Formel (14) gebildet und das Radikal greift
ein Kohlenstoffatom in der α-Stellung
oder ein Kohlenstoffatom in der β-Stellung
der Gruppe Y zwischen den zwei Kohlenstoffatomen, die eine ungesättigte Bindung
des aktiven Olefins mit der Formel (3) ausbilden (konstituieren),
an und wird daran addiert und Sauerstoff greift ein durch die Addition
gebildetes Radikal in der α-Stellung
oder β-Stellung
an, um die Hydroxyverbindung mit der Formel (15) oder die Hydroxyverbindung
mit der Formel (16) zu ergeben.
-
Von
den so hergestellten Hydroxyverbindungen mit der Formel (15) sind
bevorzugte Verbindungen diejenigen Verbindungen, bei denen Ro, Rp und Rq unter Bildung eines verbrückten cyclischen
Kohlenstoffrings (z.B. Adamantanrings) mit dem benachbarten Kohlenstoffatom
kombiniert sind, jeder der Reste Rc, Rd und Re ein Wasserstoffatom
oder eine C1-C4-Alkylgruppe
ist, Y eine Alkoxycarbonylgruppe (z.B. eine C1-C4-Alkoxycarbonylgruppe), eine Aryloxycarbonylgruppe,
eine Acylgruppe (z.B. eine C1-C4-Acylgruppe
oder eine Benzoylgruppe) oder eine Carboxylgruppe ist. Solche Verbindungen
sind z.B. als Materialien für
Pharmazeutika, Agrochemikalien und andere Feinchemikalien und als
Materialien für
funktionelle Polymere brauchbar.
-
6. Herstellung einer Carbonylverbindung
-
Die
Verbindung mit der Formel (14) mit einem Methinkohlenstoffatom wird
mit dem aktiven Olefin mit der Formel (3b) in Gegenwart von molekularem
Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung mit der Formel (1)
reagieren gelassen, um die Carbonylverbindung mit der Formel (17)
zu ergeben.
-
Dieses
Verfahren entspricht einem Fall, bei dem eine Verbindung mit einem
Wasserstoffatom als Re als das aktive Olefin
mit der Formel (3) bei der Herstellung der Hydroxyverbindung eingesetzt
wird. In diesem Fall wird die Carbonylverbindung mit der Formel
(17) anstelle von oder zusätzlich
zu einer Verbindung, die der Formel (15) entspricht (Re =
H), und/oder einer Verbindung, die der Formel (16) entspricht (Re = H), gebildet. Das Verhältnis der
beiden gebildeten Verbindungen kann durch zweckmäßiges Auswählen der Reaktionsbedingungen
wie etwa der Reaktionstemperatur, der Menge des Katalysators und
der Art des Co-Katalysators (Metallverbindung) kontrolliert werden.
-
Es
wird angenommen, dass die Carbonylverbindung mit der Formel (17)
durch die Oxidation der Verbindung, die der Formel (15) entspricht
(Re = H), in einem System gebildet wird.
-
Von
den so hergestellten Carbonylverbindungen mit der Formel (17) sind
bevorzugte Verbindungen die Verbindungen, bei denen Ro,
Re und Rq unter
Bildung eines verbrückten
cyclischen Kohlenstoffrings (z.B. Adamantanrings) mit dem benachbarten
Kohlenstoffatom kombiniert sind, wobei jeder der Reste Rc und Rd ein Wasserstoffatom
oder eine C1-C4-Alkylgruppe ist,
Y eine Alkoxycarbonylgruppe (z.B. eine C1-C4-Alkoxycarbonylgruppe), eine Aryloxycarbonylgruppe,
eine Acylgruppe (z.B. eine C1-C4-Acylgruppe
oder eine Benzoylgruppe) oder eine Carboxylgruppe ist. Solche Verbindungen
sind z.B. als Materialien für
Pharmazeutika, Agrochemikalien und andere Feinchemikalien und als
Materialien für
funktionelle Polymere brauchbar.
-
7. Herstellung einer Verbindung
mit einer elektronenziehenden Gruppe
-
Gemäß dem erfundenen
Verfahren zum Herstellen einer Verbindung mit einer elektronenziehenden Gruppe
wird die Verbindung mit der Formel (14), die ein Methinkohlenstoffatom
aufweist, mit dem aktiven Olefin mit der Formel (3c) in Gegenwart
von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung mit
der Formel (1) reagieren gelassen, um die organische Verbindung
mit der Formel (18) zu ergeben.
-
Dieses
Verfahren entspricht einem Fall, in welchem eine Verbindung mit
Wasserstoffatomen als Rc und Rd als
das aktive Olefin mit der Formel (3) bei der Herstellung der Hydroxyverbindung
eingesetzt wird. In diesem Verfahren wird die Verbindung mit der
Formel (18) anstelle von oder zusätzlich zu einer Verbindung,
die der Formel (15) entspricht (Rc = Rd = H), einer Verbindung, die der Formel
(16) entspricht (Rc = Rd =
H), oder einer Verbindung, die der Formel (17) entspricht (nur im
Fall, dass Rc = Rd =
H und Re = H), gebildet. Das Verhältnis der
gebildeten einzelnen Verbindungen kann durch zweckmäßiges Auswählen der
Reaktionsbedingungen wie etwa der Reaktionstemperatur, der Menge
des Katalysators und der Art des Co-Katalysators (Metallverbindung)
kontrolliert werden.
-
Es
wird angenommen, dass die Verbindung mit der Formel (18) auf die
folgende Weise gebildet wird. Die Methylolgruppe von einer Verbindung,
die der Formel (16) entspricht (Rc = Rd = H), wird in dem System weiter oxidiert,
um eine Carboxylgruppe zu ergeben, und es erfolgt eine Decarboxylierung
der Carboxylgruppe, um die Verbindung mit der Formel (18) zu ergeben.
-
Von
den so hergestellten Carbonylverbindungen mit der Formel (18) schließen bevorzugte
Verbindungen diejenigen Verbindungen ein, bei denen Ro,
Rp und Rq unter
Bildung eines verbrückten
cyclischen Kohlenstoffrings (z.B. Adamantanrings) mit dem benachbarten
Kohlenstoffatom kombiniert sind, Re ein
Wasserstoffatom oder eine C1-C4-Alkylgruppe
ist und Y eine Alkoxycarbonylgruppe (z.B. eine C1-C4-Alkoxycarbonylgruppe), eine Aryloxycarbonylgruppe,
eine Acylgruppe (z.B. eine C1-C4-Acylgruppe
oder eine Benzoylgruppe) oder eine Carboxylgruppe ist. Solche Verbindungen
sind z.B. als Materialien für
Pharmazeutika, Agrochemikalien und andere Feinchemikalien und als
Materialien für
funktionelle Polymere brauchbar.
-
8. Herstellung eines Alkohols
-
Der
Alkohol mit der Formel (19) kann hergestellt werden durch Reagierenlassen
des Alkohols mit der Formel (2) mit der Verbindung mit der Formel
(14), die ein Methinkohlenstoffatom aufweist, in Gegenwart von molekularem
Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung mit der Formel (1).
-
Die
Alkohole mit der Formel (2) schließen ähnliche Alkohole wie bei der
Herstellung der 1,3-Dihdroxyverbindung ein. Die Verbindungen mit
der Formel (14), die ein Methinkohlenstoffatom aufweisen, schließen ähnliche
Verbindungen wie bei der Herstellung der Hydroxyverbindung ein.
Es wird angenommen, dass in diesem Verfahren die Verbindung mit
der Formel (14), die ein Methinkohlenstoffatom aufweist, als die
Radikalfängerverbindung
(B2) dient.
-
Eine
Reaktion kann gemäß dem erfundenen
Verfahren zum Herstellen einer organischen Verbindung durchgeführt werden.
Die Reaktionsprodukte können
durch die gleichen Trennmittel wie oben abgetrennt und gereinigt
werden.
-
Es
wird angenommen, dass gemäß der Reaktion
der Alkohol mit der Formel (19) auf die folgende Weise gebildet
wird. Ein 1-Hydroxyalkylradikal, das in einem System gebildet wird
und dem Alkohol mit der Formel (2) entspricht, greift das Methinkohlenstoffatom
der Verbindung mit der Formel (14) an, um den Alkohol mit der Formel
(19) zu ergeben.
-
9. Herstellung eines Kupplungsprodukts
-
Das
Kupplungsprodukt (ein Kohlenwasserstoff) mit der Formel (20) kann
erhalten werden durch Reagierenlassen der Verbindung mit der Formel
(14a), die ein Methinkohlenstoffatom aufweist, mit der Verbindung mit
der Formel (14b), die ein Methinkohlenstoffatom aufweist, in Gegenwart
von molekularem Sauerstoff durch Katalyse der Imidverbindung mit
der Formel (1).
-
In
den Formeln (14a) und (14b) schließen die organischen Gruppen
und bevorzugten organischen Gruppen in Ro1,
Rp1, Rq1, Ro2, Rp2 und Rq2 organische Gruppen ein, die denen in
Ro, Rp und Rq entsprechen. Die durch Ro1,
Rp1 und Rq1 (Ro1 und Rp1, Rp1 und Rq1, Rq1 und Ro1 oder Ro1 und Rp1 und Rq1) zusammen mit dem benachbarten Kohlenstoffatom
gebildeten Ringe und die durch Ro2, Rp2 und Rq2 (Ro2 und Rp2, Rp2 und Rq2, Ro2 und Rq2 oder Ro2 und Rp2 und Rq2) gebildeten Ringe schließen Ringe
ein, die den durch Ro, Rp und
Rq mit dem benachbarten Kohlenstoffatom
gebildeten Ringen entsprechen.
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Die
Verbindungen mit den Formeln (14a) und (14b), die jeweils ein Methinkohlenstoffatom
aufweisen, schließen
die Verbindungen ein, die als die Verbindungen (A3) beispielhaft
angegeben sind, wie etwa die verbrückten cyclischen Verbindungen
(A3-1a), die nicht aromatischen cyclischen Verbindungen (A3-1b),
die jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe an ihren Ring gebunden
aufweisen, und die kettenförmigen
Verbindungen (A3-2), die jeweils ein Methinkohlenstoffatom aufweisen.
Die Verbindung mit der Formel (14a) und die Verbindung mit der Formel
(14b) können
gleich oder voneinander verschieden sein.
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Eine
Reaktion kann gemäß dem erfundenen
Verfahren zum Herstellen einer organischen Verbindung durchgeführt werden.
Die Reaktionsprodukte können
durch die gleichen Trennmittel wie oben abgetrennt und gereinigt
werden.
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Es
wird angenommen, dass in dieser Reaktion das Kupplungsprodukt mit
der Formel (20) auf die folgende Weise gebildet wird. Ein Radikal
wird in der Methinkohlenstoffstellung der Verbindung mit der Formel (14a)
gebildet und dieses Radikal greift das Methinkohlenstoffatom der
Verbindung mit der Formel (14b) an, um das Kupplungsprodukt mit
der Formel (20) zu ergeben.
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Wie
somit beschrieben ist, kann das erfundene Verfahren effizient eine
Reihe von organischen Verbindungen durch eine Additions- oder Substitutionsreaktion
unter milden Bedingungen herstellen. Das erfundene Verfahren kann
ferner eine Hydroxymethylgruppe, eine Alkoxymethylgruppe, eine Acylgruppe,
ein tertiäres Kohlenstoffatom
oder dergleichen direkt an ein Kohlenstoffatom, das eine ungesättigte Bindung
von einer ungesättigten
Verbindung ausbildet (konstituiert) oder daran beteiligt ist, oder
an ein Methinkohlenstoffatom einer verbrückten cyclischen Verbindung
binden. Außerdem
kann das erfundene Verfahren eine entsprechende 1,3-Dihydroxyverbindung
aus einem Alkohol, einer ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff in einer guten Ausbeute ergeben.
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Gemäß der Erfindung
kann ein α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivat
unter milden Bedingungen aus leicht zugänglichen Materialien effizient
hergestellt werden.
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α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivate
sind als Materialien für
Pharmazeutika, Agrochemikalien und andere Feinchemikalien, lichtempfindliche
Harze und andere funktionelle Polymere brauchbar.
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α-Hydroxy-γ-butyrolactonderivate,
die jeweils eine verbrückte
cyclische Kohlenwasserstoffgruppe in der γ-Stellung gebunden aufweisen,
sind als Materialien für
säureempfindliche
Polymere und andere lichtempfindliche Harze, die Bestandteil von
Fotoresistharzzusammensetzungen sind, und als Materialien für Feinchemikalien
brauchbar.
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Die
Erfindung kann eine entsprechende konjugierte ungesättigte Verbindung
aus einem Alkohol, einer ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff herstellen.
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Außerdem kann
die Erfindung eine entsprechende β-Hydroxyacetalverbindung
aus einem Acetal, einer ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff in guter Ausbeute herstellen.
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Darüber hinaus
kann die Erfindung eine entsprechende Hydroxyverbindung aus einer
Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom, einer ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff in guter Ausbeute herstellen.
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Die
Erfindung kann eine entsprechende Carbonylverbindung aus einer Verbindung
mit einem Methinkohlenstoffatom, einer ungesättigten Verbindung und Sauerstoff
in guter Ausbeute herstellen.
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Die
Erfindung kann auch eine Verbindung mit einer elektronenziehenden
Gruppe aus einer Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom, einer
ungesättigten
Verbindung und Sauerstoff in guter Ausbeute herstellen.
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Ferner
kann die Erfindung ein entsprechendes Kupplungsprodukt (einen Alkohol)
aus einem Alkohol, einer Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom
und Sauerstoff in guter Ausbeute herstellen.
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Außerdem und
vorteilhafterweise kann die Erfindung ein entsprechendes Kupplungsprodukt
(einen Kohlenwasserstoff) aus einer Verbindung mit einem Methinkohlenstoffatom
und Sauerstoff in guter Ausbeute herstellen.
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Die
vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf verschiedene
Beispiele nachstehend ausführlich
erläutert,
welche den Umfang der Erfindung nicht beschränken sollen.
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BEISPIEL 1
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Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylacrylat, 3 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,015 mmol Cobalt(II)-acetat und 0,045 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 5 Stunden bei 50°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass Ethyl-2,4-dihydroxy-4-methylpentanoat
und α-Hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
in Ausbeuten von 35 % bzw. 35 % gebildet wurden. Die Umwandlungsrate
aus Ethylacrylat betrug 81 %.
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Nach
5 Stunden Rühren
bei 50°C
wurde das Gemisch weitere 4 Stunden bei 70°C gerührt und die Ausbeute an α-Hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
betrug nun 71 %.
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BEISPIEL 2
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Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylacrylat, 1 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,06 mmol Cobalt(II)-acetat und 1 ml Acetonitril wurde 5 Stunden
bei 60°C
in einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt. Eine
gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass Ethyl-2,4-dihydroxy-4-methylpentanoat und α-Hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
in Ausbeuten von 1 % bzw. 43 % gebildet wurden. Die Umwandlungsrate
aus Ethylacrylat betrug 53 %.
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BEISPIEL 3
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylmethacrylat, 4 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,015 mmol Cobalt(II)-acetat und 0,045 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 5 Stunden bei 70°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass Ethyl-2,4-dihydroxy-2,4-dimethylpentanoat und α-Hydroxy-α,γ,γ-trimethyl-γ-butyrolacton
in Ausbeuten von 1 % bzw. 65 % gebildet wurden. Die Umwandlungsrate
aus Ethylmethacrylat betrug 85 %.
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[Spektraldaten von α-Hydroxy-α-γ,γ-trimethyl-γ-butyrolacton]
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- 1H-NMR δ: 1,46 (s, 3H), 1,53 (s, 3H),
1,54 (s, 3H), 2,10 (d, 1H, J = 14 Hz), 2,32 (d, 1H, J = 14 Hz),
2,91 (s, 1H)
- 13C-NMR δ: 26,2, 29,0, 48,4, 74,9, 82,3;
178,6
-
BEISPIEL 4
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Adamantan, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid, 0,06
mmol Acetylacetonatovanadium(III) und 1 ml Essigsäure wurde
6 Stunden bei 90°C
in einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass Biadamantyl in einer Ausbeute von 2,7 % gebildet wurde.
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BEISPIEL 5
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylacrylat, 3 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,015 mmol Acetylacetonatocobalt(II)
und 1 ml Acetonitril wurde 12 Stunden bei 60°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass Ethyl-2,4-dihydroxy-4-methylpentanoat
und α-Hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
in Ausbeuten von 1,5 % bzw. 75 % gebildet wurden, mit einer Umwandlung
aus Ethylacrylat von 81 %.
-
[Spektraldaten von α-Hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,42 (s,
3H), 1,51 (s, 3H), 2,06 (dd, 1H), 2,52 (dd, 1H), 3,03 (brs, 1H),
4,63 (t, 1H)
-
BEISPIEL 6
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylacrylat, 1 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,06 mmol Cobalt(II)-acetat und 1 ml Acetonitril wurde 5 Stunden
bei 60°C
in einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt. Eine
gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass Ethyl-2,4-dihydroxy-4-methylpentanoat und α-Hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
in Ausbeuten von 1 % bzw. 43 % gebildet wurden. Die Umwandlungsrate
aus Ethylacrylat betrug 53 %.
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BEISPIEL 7
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylmethacrylat, 4 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,015 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,045 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 5 Stunden bei 70°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass Ethyl-2,4-dihydroxy-2,4-dimethylpentanoat und α-Hydroxy-α,γ,γ-trimethyl-γ-butyrolacton
in Ausbeuten von 1 % bzw. 65 % gebildet wurden. Die Umwandlungsrate
aus Ethylmethacrylat betrug 85 %.
-
[Spektraldaten von α-Hydroxy-α,γ,γ-trimethyl-γ-butyrolacton]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,46 (s,
3H), 1,53 (s, 3H), 1,54 (s, 3H), 2,10 (d, 1H, J = 14 Hz), 2,32 (d,
1H, J = 14 Hz), 2,91 (s, 1H)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 26,2, 29,0,
48,4, 74,9, 82,3, 178,6
-
BEISPIEL 8
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylacrylat, 1,5 ml Cyclopentanol, 0,6 mmol
N-Hydroxyphthalimid, 0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,015 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 2 ml Acetonitril wurde 7 Stunden bei 60°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass 3-Hydroxy-2-oxo-1-oxaspiro[4.4]nonan in einer Ausbeute
von 53 % gebildet wurde. Die Umwandlungsrate aus Ethylacrylat betrug
83 %.
-
[Spektraldaten von 3-Hydroxy-2-oxo-1-oxaspiro[4.4]nonan]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,6-1,9
(m, 7H), 2,0-2,1 (m, 1H), 2,28 (dd, 1H, J = 10,5, 12,8 Hz), 2,55
(dd, 1H, J = 8,1, 12,8 Hz), 3,18 (d, 1H, J = 3,3 Hz), 4,61 (ddd,
1H, J = 3,3, 8,1, 10,5 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 23,2, 24,2,
38,6, 39,1, 40,8, 68,9, 92,2, 177,1
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3417, 1768
-
BEISPIEL 9
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylcrotonat, 30 mmol 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,03 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 8 Stunden bei 70°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel
unterworfen, wobei α-Hydroxy-β,γ,γ-trimethyl-γ-butyrolacton
in einer Ausbeute von 14 % (trans/cis = 74/26) erhalten wurde.
-
[Spektraldaten von α-Hydroxy-β,γ,γ-trimethyl-γ-butyrolacton]
-
[trans-Isomer]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,19 (d,
3H, J = 7,0 Hz), 1,28 (s, 3H), 1,46 (s, 3H), 2,23 (dq, 1H, J = 7,0,
11,4 Hz), 3,01 (brs, 1H), 4,15 (d, 1H, J = 11,4 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 12,0, 22,5,
27,4, 47,7, 73,7, 84,8, 176,5
-
[cis-Isomer]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,03 (d,
3H, J = 7,3 Hz), 1,40 (s, 3H), 1,44 (s, 3H), 2,23 (dq-artig, 1H,
J = 7,3, 7,3 Hz), 2,87 (brs, 1H), 4,60 (d, 1H, J = 7,3 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 8,5, 24,0,
27,7, 43,6, 70,9, 86,1, 177,1
-
BEISPIEL 10
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Diethylmaleat, 3 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,021 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 6 Stunden bei 70°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel unterworfen,
wobei α-Hydroxy-β- ethoxycarbonyl-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
in einer Ausbeute von 72 % (trans/cis = 76/24) erhalten wurde. Die
Umwandlungsrate aus Diethylmaleat betrug 90 %.
-
[Spektraldaten von α-Hydroxy-β-ethoxycarbonyl-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton]
-
[trans-Isomer]
-
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 14,1, 24,0,
28,8, 58,0, 61,8, 69,8, 81,6, 168,6, 174,4
-
[cis-Isomer]
-
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 14,1, 25,0,
28,2, 55,3, 61,7, 69,5, 81,8, 169,3, 174,2
-
BEISPIEL 11
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Diethylfumarat, 3 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,021 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 10 Stunden bei 60°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatgrafie an Silicagel
unterworfen, wobei α-Hydroxy-β-ethoxycarbonyl-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
in einer Ausbeute von 63 % (trans/cis = 75/25) erhalten wurde. Die
Umwandlungsrate aus Diethylfumarat betrug 97 %.
-
BEISPIEL 12
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Diethylcinnamat, 3 ml 2-Propanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,015 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,03 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 12 Stunden bei 70°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass α-Hydroxy-β-phenyl-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
und Ethyl-2,4-dihydroxy-4-methyl-3-phenylpentanoat in Ausbeuten
von 18 % bzw. 24 % gebildet wurden. Die Umwandlungsrate aus Diethylcinnamat
betrug 61 %.
-
[Spektraldaten von α-Hydroxy-β-phenyl-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton (Gemisch aus zwei
Isomeren)]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,32, 1,41,
1,44 und 1,52 (4s, 6H), 3,00 (brs, 1H), 3,23 (m, 1H), 4,66 (m, 1H),
7,1-7,9 (m, 5H)
-
BEISPIEL 13
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Methylacrylat, 15 mmol 2-Octanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,003 mmol Cobalt(II)-acetat und 0,03 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 8 Stunden bei 50°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel
unterworfen, wobei γ-Hexyl-α-hydroxy-γ-methyl-γ-butyrolacton
in einer Ausbeute von 74 % erhalten wurde.
-
[Spektraldaten von γ-Hexyl-α-hydroxy-γ-methyl-γ-butyrolacton (zwei Isomere)]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 0,89 (t,
3H, J = 6,8 Hz), 1,2-1,4 (m, 8H), 1,47 (s, 3H), 1,55-1,7 (m, 2H),
2,00 (dd, 1H, J = 9,2, 13,2 Hz), 2,56 (dd, 1H, J = 8,8, 13,2 Hz),
3,16 (brs, 1H), 4,61 (dd-artig, 1H, J = 9,2 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 14,0, 22,5,
24,0, 27,0, 29,4, 31,6, 40,8, 41,4, 68,8, 85,2, 177,4
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3436, 1768
und
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 0,89 (t,
3H, J = 6,8 Hz), 1,2-1,4 (m, 8H), 1,38 (s, 3H), 1,69-1,74 (m, 2H),
2,07 (dd, 1H, J = 10,3, 12,6 Hz), 2,44 (dd, 1H, J = 8,8, 12,6 Hz),
3,33 (brs, 1H), 4,67 (dd, 1H, J = 8,8, 10,3 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 14,0, 22,5,
23,4, 25,5, 29,3, 31,6, 41,2, 41,7, 68,4, 84,6, 177,5
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3438, 1768
-
BEISPIEL 14
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Methylacrylat, 15 mmol 3,3-Dimethyl-2-butanol,
0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid, 0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,03
mmol Acetylacetonatocobalt(III) und 1 ml Acetonitril wurde 8 Stunden bei
60°C in
einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel
unterworfen, wobei γ-t-Butyl-α-hydroxy-γ-methyl-γ-butyrolacton
in einer Ausbeute von 71 % erhalten wurde.
-
[Spektraldaten von γ-t-Butyl-α-hydroxy-γ-methyl-γ-butyrolacton (zwei Isomere)]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 0,99 (s,
9H), 1,37 (s, 3H), 2,25 (dd, 1H, J = 10,3, 12,8 Hz), 2,31 (dd, 1H,
J = 9,2, 12,8 Hz), 3,03 (brs, 1H), 4,68 (dd-artig, 1H J = 9,2, 10,3
Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 22,0, 24,6,
37,1, 37,3, 68,6, 88,6, 177,5
- IR (Reinsubstanz (cm–1): 3421, 1753
und
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 0,96 (s,
9H), 1,48 (s, 3H), 1,87 (dd, 1H, J = 7,0, 13,9 Hz), 2,73 (dd, 1H,
J = 9,9, 13,9 Hz), 3,37 (brs, 1H), 4,56 (dd, 1H, J = 7,0, 9,9 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 24,7, 24,9,
37,4, 38,1, 69,2, 90,8, 177,7
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3405, 1755
-
BEISPIEL 15
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Methylacrylat, 15 mmol 3,3-Dimethyl-2-butanol,
0,3 mmol N-Hydroxyphthalimid, 0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,03
mmol Acetylacetonatocobalt(III) und 1 ml Acetonitril wurde 5 Stunden bei
50°C in
einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel
unterworfen, wobei 3-Hydroxy-2-oxo-1-oxaspiro[4.5]decan in einer
Ausbeute von 83 % erhalten wurde.
-
[Spektraldaten von 3-Hydroxy-2-oxo-1-oxaspiro[4.5]decan]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,3-1,4
(m, 1H), 1,42-1,59 (m, 4H), 1,62-1,88 (m, 5H), 1,95 (dd, 1H, J =
9,9, 12,8 Hz), 2,87 (brs, 1H), 4,61 (dd, 1H, J = 8,8, 9,9 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 22,4, 22,6,
24,8, 36,7, 38,2, 41,4, 68,2, 84,3, 177,2
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3421, 1749
-
BEISPIEL 16
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Methylacrylat, 30 mmol Hexanol, 0,6 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,03 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 1 ml Acetonitril wurde 5 Stunden bei 60°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel
unterworfen, wobei α-Hydroxy-γ- pentyl-γ-butyrolacton
in einer Ausbeute von 46 % und Ethyl-β-hexanoyl-α-hydroxypropionat in einer Ausbeute
von 40 % erhalten wurde.
-
[Spektraldaten von α-Hydroxy-γ-pentyl-γ-butyrolacton (zwei Isomere)]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 0,90 (t,
3H, J = 7,0 Hz), 1,2-1,5 (m, 6H), 1,6-1,7 (m, 1H), 1,73-1,81 (m,
1H), 1,88 (ddd-artig, 1H, J = 10,6, 11,4, 12,5 Hz), 2,70 (ddd, 1H,
J = 5,1, 8,4, 12,5 Hz), 2,8-3,1
(brs, 1H), 4,38 (dddd-artig, 1H, J = 5,1, 7,3, 10,6, 15,8 Hz), 4,54
(dd, 1H, J = 8,4, 11,4 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 13,8, 22,4,
24,6, 31,4, 35,2, 37,0, 68,6, 77,3, 177,7
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3436, 1768
und
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 0,90 (t,
3H, J = 7,0 Hz), 1,2-1,5 (m, 6H), 1,55-1,61 (m, 1H), 1,64-1,71 (m,
1H), 2,25 (ddd-artig, 1H, J = 4,4, 8,1, 13,2 Hz), 2,36 (ddd, 1H,
J = 7,7, 13,2 Hz), 3,53 (brs, 1H), 4,52 (dd-artig, 1H, J = 7,7,
8,1 Hz), 4,66 (dddd-artig, 1H, J = 4,4, 7,7, 8,1 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 13,9, 22,4,
24,9, 31,3, 35,6, 35,6, 67,5, 78,9, 177,8
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3417, 1768
-
BEISPIEL 17
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Ethylacrylat, 30 mmol 2-Propanol, 0,3 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,03 mmol Cobalt(II)-acetat und 1 ml Acetonitril wurde 20 Stunden
bei 25°C
in einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt
und wurde dann weitere 2 Stunden bei 60°C in einer Argonatmosphäre gerührt. Eine
gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass α-Hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
in einer Ausbeute von 34 % gebildet wurde. Die Umwandlungsrate aus
Ethylacrylat betrug 37 %.
-
BEISPIEL 18
-
Ein
Gemisch aus 2 mmol Ethyl-4,4,4-trifluor-2-butenoat, 3 ml 2-Propanol,
0,2 mmol N-Hydroxyphthalimid, 0,002 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,02
mmol Acetylacetonatocobalt(III) und 1 ml Acetonitril wurde 12 Stunden
bei 70°C
in einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) ge rührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel
unterworfen, wobei β-Trifluormethyl-α-hydroxy-γ,γγ-dimethyl-γ-butyrolacton
und Ethyl-4,4,4-trifluor-3-hydroxy-2-(1-hydroxy-1-methylethyl)butyrat
in Ausbeuten von 60 % bzw. 10 % erhalten wurden. Die Umwandlungsrate
aus Ethyl-4,4,4-trifluor-2-butenoat betrug 85 %.
-
[Spektraldaten von β-Trifluormethyl-α-hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton]
-
[trans-Isomer]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,48 (d,
3H, J = 1,5 Hz), 1,64 (s, 3H), 3,00 (dq, 1H, JHF =
11,0 Hz), 3,29 (brs, 1H), 4,77 (d, 1H, J = 11,0 Hz)
- 13C-NMR (CDCl3) δ: 23,8, 23,9,
29,3, 68,3, 81,3, 126,2, 173,4
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3502, 1786
-
[cis-Isomer]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,58 (s,
3H), 1,65 (brs, 1H), 2,99 (dq, 1H, JHH =
7,7, JHF = 9,3 Hz), 3,00 (brs, 1H), 4,74
(d, 1H, J = 7,7 Hz)
-
[Spektraldaten von Ethyl-4,4,4-Trifluor-3-hydroxy-2-(1-hydroxy-1-methylethyl)butyrat
(zwei Isomere)]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,25-1,29
(t, 3H), 1,33 (s, 3H), 1,50 (s, 3H), 2,83-2,91 (m, 2H), 4,15-4,18
(m, 2H), 4,57 (brs, 1H), 4,80 (brs, 1H)
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3164, 1732
und
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,29-1,33
(t, 3H), 1,39 (s, 3H), 1,40 (s, 3H), 2,72-2,73 (d, 2H), 4,21-4,30
(m, 2H), 4,45-4,48 (q, 1H), 4,89-4,91 (d, 1H)
- IR (Reinsubstanz) (cm–1): 3436, 1708
-
BEISPIEL 19
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Methyl-3-cyano-acrylat, 30 mmol 2-Propanol, 0,6
mmol N-Hydroxyphthalimid, 0,003 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,03 mmol
Acetylacetonatocobalt(III) und 1 ml Acetonitril wurde 8 Stunden bei
70°C in
einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel
unterworfen, wobei β-Cyano-α-hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton
in einer Ausbeute von 68 % erhalten wurde.
-
[Spektraldaten von β-Cyano-α-hydroxy-γ,γ-dimethyl-γ-butyrolacton (Gemisch aus zwei
Isomeren)]
-
- 1H-NMR (CDCl3) δ: 1,30, 1,41,
1,52 und 1,63 (4s, 6H), 3,10 (brs, 1H), 4,25 (m, 1H), 4,65 (m, 1H)
-
HERSTELLUNGSBEISPIEL 1
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol cis-Decalin, 18 mmol Biacetyl, 0,3 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,015 mmol Cobalt(II)-acetat und 3 ml Essigsäure wurde 8 Stunden bei 75°C in einer
Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass cis-Decalin mit einer Rate von 67 % in 4a-Acetyl-cis-decalin
(Ausbeute 24 %), 4a-Hydroxy-cis-decalin (Ausbeute: 4 %), 4a,8a-Dihydroxy-cis-decalin
(Ausbeute: 22 %), 1,6-Cyclodecandion (Ausbeute: 10 %) und 4a-Acetyl-8a-hydroxy-cis-decalin (Ausbeute:
5 %) umgewandelt wurde.
-
[Spektraldaten von 4a-Acetyl-cis-decalin]
-
- MS m/e: 180 ([M+]), 165, 137
-
[Spektraldaten von 4a-Acetyl-8a-hydroxy-cis-decalin]
-
- MS m/e: 196 ([M+]), 178, 163, 136
-
HERSTELLUNGSBEISPIEL 2
-
Ein
Gemisch aus 3 mmol Endotricyclo[5.2.1.02,6]decan,
18 mmol Biacetyl, 0,3 mmol N-Hydroxyphthalimid, 0,015 mmol Cobalt(II)-acetat
und 3 ml Essigsäure
wurde 6 Stunden bei 75°C
in einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt.
Eine gaschromatografische Analyse der Produkte in dem Reaktionsgemisch
zeigte, dass Endotricyclo[5.2.1.02,6]decan
mit einer Rate von 75 % in 2-Acetylendotricyclo[5.2.1.02,6]decan
(Ausbeute: 27 %), 2-Hydroxyendotricyclo[5.2.1.02,6]decan
(Ausbeute: 11 %), 2,6-Dihydroxyendotricyclo[5.2.1.02,6]decan (Ausbeute:
16 %), 2-Acetyl-6-hydroxyendotricyclo[5.2.1.02,6]decan
(Ausbeute: 6 %) und Dicyclo[5.2.1]decan-2,6-dion (Ausbeute: 12 %)
umgewandelt wurde.
-
[Spektraldaten von 2-Acetylendotricyclo[5.2.1.02,6]decan]
-
- MS m/e: 178 ([M+]), 163, 135
-
[Spektraldaten von 2-Acetyl-6-hydroxyendotricyclo[5.2.1.02,6]decan]
-
- MS m/e: 194 ([M+]), 176, 161, 134
-
BEISPIEL 20
-
Ein
Gemisch aus 110 mmol Ethylacrylat, 100 mmol 3-Hydroxy-α-methyl-1-adamantanmethanol,
10 mmol N-Hydroxyphthalimid, 0,06 mmol Acetylacetonatocobalt(II),
0,04 mmol Cobalt(III)-acetat und 200 ml Essigsäure wurde 4 Stunden bei 60°C in einer
Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde einer Säulenchromatografie an Silicagel
unterworfen, wobei γ-(3-Hydroxyadamant-1-yl)-α-hydroxy-γ-methyl-γ-butyrolacton
mit der folgenden Formel in einer Ausbeute von 75 % erhalten wurde.
Die Umwandlungsrate aus 3-Hydroxy-α-methyl-1-adamantanmethanol
betrug 81 %.
MS m/e: 266, 248, 230, 186, 151
-
BEISPIEL 21
-
Das
Verfahren von Beispiel 20 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass
100 mmol α-Methyl-1-adamantanmethanol
anstelle von 3-Hydroxy-α-methyl-1-adamantanmethanol verwendet
wurde, wobei γ-(1-Adamantyl)-α-hydroxy-γ-methyl-γ-butyrolacton
mit der folgenden Formel in einer Ausbeute von 88 % erhalten wurde.
Die Umwandlungsrate aus α-Methyl-1-adamantanmethanol
betrug 95 %.
MS m/e: 250, 232, 217, 173, 135
-
BEISPIEL 22
-
Das
Verfahren von Beispiel 20 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass
100 mmol α-Methyl-4a-decalinmethanol
anstelle von 3-Hydroxy-α-methyl-1-adamantanmethanol
verwendet wurde, um γ-(4a-Decalinyl)-α-hydroxy-γ-methyl-γ-butyrolacton
mit der folgenden Formel in einer Ausbeute von 69 % zu erhalten.
Die Umwandlungsrate aus α-Methyl-4a-decalinmethanol betrug
75 %.
MS m/e: 252, 234, 219, 175, 136
-
BEISPIEL 23
-
Das
Verfahren von Beispiel 20 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass
100 mmol 8a-Hydroxy-α-methyl-4a-decalinmethanol
anstelle von 3-Hydroxy-α-methyl-1-adamantanmethanol
verwendet wurde, um γ-(8a-Hydroxydecalin-4a-yl)-α-hydroxy-γ-methyl-γ-butyrolacton
mit der folgenden Formel in einer Ausbeute von 67 % zu erhalten.
Die Umwandlungsrate aus 8a-Hydroxy-α-methyl-4a-decalinmethanol betrug
72 %.
MS m/e: 268, 250, 232, 217, 173, 134
-
BEISPIEL 24
-
Das
Verfahren von Beispiel 20 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass
100 mmol α-Methyl-2-tricyclo[5.2.1.0
2,6]decanmethanol anstelle von 3-Hydroxy-α-methyl-1-adamantanmethanol
verwendet wurde, um α-Hydroxy-γ-methyl-γ-(2-tricyclo[5.2.1.0
2,6]decanyl)-γ-butyrolacton mit der folgenden
Formel in einer Ausbeute von 80 % zu erhalten. Die Umwandlungsrate
aus α-Methyl-2-tricyclo[5.2.1.0
2,6]decanmethanol betrug 84 %.
MS m/e:
250, 232, 217, 173, 134
-
BEISPIEL 25
-
Das
Verfahren von Beispiel 20 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass
100 mmol 6-Hydroxy-α-methyl-2-tricyclo[5.2.1.0
2,6]decanmethanol anstelle von 3-Hydroxy-α-methyl-1-adamantanmethanol
verwendet wurde, um α-Hydroxy-γ-(6-hydroxytricyclo[5.2.1.0
2,6]decan-2-yl)-γ-methyl-γ-butyrolacton
mit der folgenden Formel in einer Ausbeute von 73 % zu erhalten.
Die Umwandlungsrate aus 6-Hydroxy-α-methyl-2-tricyclo[5.2.1.0
2,6]decanmethanol betrug 80 %.
MS m/e:
266, 248, 230, 215, 171, 132
-
BEISPIEL 26
-
Ein
Gemisch aus 10 mmol Ethylacrylat, 100 mmol n-Propylalkohol, 1 mmol
N-Hydroxyphthalimid, 0,01 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,1 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 54 mmol Acetonitril wurde 8 Stunden bei 50°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde konzentriert und das Konzentrat wurde
einer Säulenchromatografie
an Silicagel unterworfen, wobei Ethyl-2,4-dihydroxyhexanoat, γ-Ethyl-α-hydroxy-γ-butyrolacton und
Ethylsorbat in Ausbeuten von 14 %, 40 % bzw. 2 % erhalten wurden.
Die Umwandlungsrate aus Ethylacrylat betrug 72 %.
-
[Spektraldaten von Ethyl-2,4-dihydroxyhexanoat]
-
- MS (EI) m/e: 176, 148, 140, 85
-
[Spektraldaten von γ-Ethyl-α-hydroxy-γ-butyrolacton]
-
- MS (EI) m/e: 102, 83, 59, 44
-
[Spektraldaten von Ethylsorbat]
-
- MS (EI) m/e: 140, 125, 112, 95, 67
-
BEISPIEL 27
-
Ein
Gemisch aus 10 mmol Ethylacrylat, 100 mmol 2-Methyl-1,3-dioxolan,
1 mmol N-Hydroxyphthalimid, 0,01 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,1 mmol
Acetylacetonatocobalt(III) und 54 mmol Acetonitril wurde 8 Stunden bei
50°C in
einer Sauerstoffatmosphäre
(1 atm) gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde konzentriert und das Konzentrat wurde
einer Säulenchromatografie
an Silicagel unterworfen, wobei eine β-Hydroxyacetalverbindung mit
der fol genden Formel in einer Ausbeute von 90 % erhalten wurde.
Die Umwandlungsrate aus Ethylacrylat betrug 99 %.
MS (EI) m/e:
204, 186, 159, 46
-
BEISPIEL 28
-
Ein
Gemisch aus 10 mmol Ethylacrylat, 100 mmol 1,3-Dioxolan, 1 mmol
N-Hydroxyphthalimid, 0,01 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,1 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 54 mmol Acetonitril wurde 8 Stunden bei 50°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde konzentriert und das Konzentrat wurde
einer Säulenchromatografie
an Silicagel unterworfen, wobei eine β-Hydroxyacetalverbindung mit
der folgenden Formel in einer Ausbeute von 99 % erhalten wurde.
Die Umwandlungsrate aus Ethylacrylat betrug 99 %.
MS (EI) m/e:
190, 172, 145, 46
-
BEISPIEL 29
-
Ein
Gemisch aus 10 mmol Ethylacrylat, 50 mmol Adamantan, 1 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,01 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,1 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 54 mmol Acetonitril wurde 8 Stunden bei 70°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde konzentriert und das Konzentrat wurde
einer Säulenchromatografie
an Silicagel unterworfen, wobei Ethyl-3-(adamant-1-yl)-2-hydroxypropionat
mit der folgenden Formel (a), Ethyl-3-(adamant-1-yl)-2-oxopropionat
mit der folgenden Formel (b) und Ethyl-1-adamantanacetat mit der folgenden Formel
(c) in Ausbeuten von 55 %, 16 % bzw. 8 % erhalten wurden. Die Umwandlungsrate
aus Ethylacrylat betrug 99 %.
-
[Spektraldaten von Ethyl-3-(adamant-1-yl)-2-hydroxypropionat]
-
- MS (EI) m/e: 252, 234, 135, 46
-
[Spektraldaten von Ethyl-3-(adamant-1-yl)-2-oxopropionat]
-
- MS (EI) m/e: 250, 221, 179, 135, 46
-
[Spektraldaten von Ethyl-1-adamantanacetat]
-
- MS (EI) m/e: 222, 135, 46
-
-
BEISPIEL 30
-
Das
Verfahren von Beispiel 36 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass
0,1 mmol Acetylacetonatovanadium(III) anstelle von 0,1 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
verwendet wurde. Infolgedessen wurden Ethyl-3-(adamant-1-yl)-2-hydroxypropionat
mit der Formel (a), Ethyl-3-(adamant-1-yl)-2-oxopropionat
mit der Formel (b) und Ethyl-1-adamantanacetat mit der Formel (c)
in Ausbeuten von 30 %, 50 % bzw. 11 % gebildet. Die Umwandlungsrate
aus Ethylacrylat betrug 99 %.
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BEISPIEL 31
-
Ein
Gemisch aus 50 mmol 2-Propanol, 10 mmol Adamantan, 1 mmol N-Hydroxyphthalimid,
0,01 mmol Cobalt(II)-acetat, 0,1 mmol Acetylacetonatocobalt(III)
und 54 mmol Acetonitril wurde 8 Stunden bei 70°C in einer Sauerstoffatmosphäre (1 atm)
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde konzentriert und das Konzentrat wurde
einer Säulenchromatografie
an Silicagel unterworfen, wobei α,α-Dimethyl-1-adamantanmethanol
in einer Ausbeute von 50 % erhalten wurde. Die Umwandlungsrate aus
Adamantan betrug 70 %.
-
[Spektraldaten von α,α-Dimethyl-1-adamantanmethanol]
-
- MS (EI) m/e: 179, 176, 135, 57