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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(carboxymethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
von Cefixim der Formel II
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Cefixim,
beispielsweise in der Form eines Trihydrats, ist ein Cephalosporinantibiotikum
mit hervorragenden antibakteriellen Eigenschaften und hoher β-Lactamasestabililtät, wozu
beispielsweise hingewiesen wird auf H. Yamanaka et al., J. Antibiotics
(1985), 38 (12), Seiten 1738 bis 1751.
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Die
WO 97/007121 A beschreibt
ein Verfahren zur Reinigung von 7-Amino-3-vinyl-3-cephem-4-carbonsäureverbindungen
zwecks Entfernung von Verunreinigungen, vorwiegend von 7-ADCA, durch
Bildung eines kristallinen Salzes von 7-Amino-3-vinyl-3-cephem-4-carbonsäure mit
verschiedenen organischen Aminen, unter anderem Dicyclohexylamin
oder tert-Octylamin.
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Die
EP 0 658 558 A offenbart
ein Verfahren zur Depletion des E-Isomers aus Gemischen von Z/E-Isomeren von 7-Amino-3-[2-(4-methylthiazol-5-yl)-vinyl]-3-cephem-4-carbonsäure durch
Bildung eines organischen Aminsalzes, beispielsweise eines Salzes
mit Dicyclohexylamin oder tert-Octylamin.
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Die
WO 98/006723 A offenbart
ein Verfahren zur Reinigung von Cefixim durch Bildung eines Salzes von
Cefixim, das zwei freie Carboxylgruppen aufweist, mit zwei Molekülen Dicyclohexylamin.
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Die
EP 0 968 214 A ,
welche eine nationale Phase von
WO 98/031685 A ist und bei der es sich um
ein Dokument entsprechend Artikel 54(3) und (4) EPC handelt, offenbart
ein Verfahren zur Reinigung von Cefixim durch Bildung eines organischen
Aminsalzes von 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[((aryl- oder alk)-oxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
eines Salzes von Triethylamin, Dicyclohexylamin oder tert-Octylamin,
mit 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(tert-butoxycarbonylmethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-cephem-4-carbonsäure.
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Cefixim
wird über
eine 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[((aryl- oder alk)-oxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinylceph-3-em-4-carbonsäure hergestellt,
die nach einem neuen Verfahren hergestellt werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung offenbart nun ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung der Formel V
worin
R für Methyl
steht und worin die an den Thiazolylring gebundene Aminogruppe frei
oder geschützt
ist, durch Umsetzung einer Verbindung der Formel III
in freier Form, geschützter Form
oder in Form eines Salzes, mit einer Verbindung der Formel IV
worin R für Methyl steht und worin die
an den Thiazolylring gebundene Aminogruppe frei oder geschützt ist, und
Isolierung einer Verbindung der Formel V aus dem Reaktionsgemisch,
beispielsweise optional nach Abspaltung von Schutzgruppen und/oder
durch Umwandlung einer Verbindung der Formel V in die Form eines Salzes
zu einer Verbindung der Formel V in freier Form.
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In
den obigen Formeln IV und V steht R für Methyl.
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Die
vorliegende Erfindung offenbart auch eine Verbindung der Formel
IV, worin R für
Methyl steht und worin die an den Thiazolylring gebundene Aminogruppe
frei oder geschützt
ist.
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Dieses
Verfahren kann wie folgt durchgeführt werden:
Eine Verbindung
der Formel IV lässt
sich beispielsweise herstellen durch Umsetzung von 2-(2-Amino-4-thiazolyl)-(Z)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino))-essigsäure mit
2,2'-Benzothiazolyldisulfid
in einem organischen Lösemittel,
wie Dichlormethan, in Gegenwart eines Phosphins, wie Triphenylphosphin,
oder eines Phosphits, wie Triethylphosphit, beispielsweise bei Raumtemperatur.
Zu Schutzgruppen für
die Aminogruppe, die an den Thiazolylring gebunden ist, gehören in der
Chemie der β-Lactame übliche Schutzgruppen,
beispielsweise Schutzgruppen, wie sie später für die Aminogruppe beschrieben
werden, die sich in der Position 7 der Ringstruktur einer Verbindung
der Formel III befindet. Ein Schutz der Aminogruppe kann beispielsweise
in herkömmlicher
Weise durchgeführt
werden.
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Eine
Verbindung der Formel IV, wie sie beispielsweise in der oben beschriebenen
Weise hergestellt wird, beispielsweise ohne Isolierung aus dem Reaktionsgemisch,
kann mit einer Verbindung der Formel III umgesetzt werden. Eine
Verbindung der Formel III kann vorliegen in freier Form, in Form
eines Salzes, wie eines Alkalimetallsalzes, oder in Form eines Salzes
mit Ammoniak, Aminen, wie tertiären
Aminen, wie beispielsweise Trialkylaminen, in denen beispielsweise
die Alkylgruppen jeweils unabhängig
voneinander beispielsweise stehen für (C1-C8)-Alkyl, wie (C1-C4)-Alkyl, beispielsweise Triethylamin oder
Tributylamin, Amidinen, wie DBN oder DBU, oder Guanidinen, beispielsweise
Tetramethylguanidin, vorzugsweise Triethylamin, oder eine Verbindung der
Formel III kann in geschützter
Form vorliegen, worin die funktionalen Gruppen, wie die Aminogruppe
in Position 7 und/oder die Carboxylgruppe in Position 4 der Ringstruktur
N-geschützt
und/oder O-geschützt
sind mit Schutzgruppen, wie sie in der Chemie der β-Lactame
herkömmlich
sind, wie Silylgruppen, beispielsweise Trialkylsilylgruppen, Aryldialkylsilylgruppen
oder Diarylalkylsilylgruppen, beispielsweise in N,O-bissilylierter Form.
Die Alkylgruppen und Arylgruppen können gleich oder verschieden
sein. Alkyl beinhaltet (C1-C4)-Alkyl, während Aryl(C5-C18)-Aryl einschließt, beispielsweise
(C6-C12)-Aryl, wie
Phenylgruppen. Bevorzugte Schutzgruppen sind Trialkylsilylgruppen,
beispielsweise Trimethylsilylgruppen.
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Eine
Verbindung der Formel III liegt vorzugsweise in geschützter Form
oder in der Form eines Salzes vor, beispielsweise in der Form eines
Salzes.
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Eine
Verbindung der Formel III in der Form eines Salzes kann beispielsweise
unter Anwendung von Methoden hergestellt werden, wie sie in der
Chemie der β-Lactame
herkömmlich
sind, beispielsweise durch Zusatz eines Salzbildners zu einem Gemisch
einer Verbindung der Formel III in einem organischen Lösemittel oder
auch in situ in einem Gemisch einer Verbindung der Formel IV und
einer Verbindung der Formel III, beispielsweise durch Zusatz eines
Salzbildners, wie eines Amins oder von Ammoniak, zu einem Gemisch
aus einer Verbindung der Formel III, einer Verbindung der Formel
IV und einem organischen Lösemittel.
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Eine
Verbindung der Formel III in geschützter Form, beispielsweise
in N,O-bissilylierter Form, kann beispielsweise nach Verfahren hergestellt
werden, wie sie in der Chemie der β-Lactame herkömmlich sind, oder
nach dazu analogen Verfahren.
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Die
Umsetzung einer Verbindung der Formel III mit einer Verbindung der
Formel IV kann in einem inerten organischen Lösemittel durchgeführt werden.
Zu hierfür
geeigneten inerten organischen Lösemitteln
gehören
Halogenkohlenwasserstoffe, wie Dichlormethan, Carbonsäureester,
wie Ethylacetat, oder Butylacetat, oder Ketone, wie Methylisobutylketon,
wobei Halogenkohlenwasserstoffe bevorzugt sind, und Gemische aus einzelnen
inerten organischen Lösemitteln,
wie sie beispielsweise oben zitiert worden sind, optional in Gegenwart
eines Co-Lösemittels,
wie eines Alkohols, beispielsweise von Ethanol oder Methanol, Wasser
oder eines Amids, wie Dimethylformamid, oder eines Gemisches aus
den oben angegebenen einzelnen Co-Lösemitteln. Zu
geeigneten Reaktionstemperaturen gehören Temperaturen von –40°C bis 60°C, beispielsweise
von –15°C bis Raumtemperatur,
wie Raumtemperatur. Pro Äquivalent
einer Verbindung der Formel III werden zweckmäßig 1 bis 1,5 Äquivalente
einer Verbindung der Formel IV angewandt. Eine erhaltene Verbindung
der Formel V kann isoliert und optional von Schutzgruppen befreit
werden, was beispielsweise in Analogie zu Verfahren geschehen kann,
wie sie in der Chemie der β-Lactame
herkömmlich
sind, und/oder eine Verbindung der Formel V in der Form eines Salzes
kann zu einer Verbindung der Formel V in freier Form umgewandelt
werden, was beispielsweise ebenfalls nach einem herkömmlichen
Verfahren erfolgen kann. Eine Verbindung der Formel V kann auch
in einer unreinen Form erhalten werden.
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Eine
Verbindung der Formel V, beispielsweise in freier Form oder in der
Form eines Hydrats, beispielsweise in der Form eines Sesquihydrats,
kann beispielsweise ebenfalls nach herkömmlichen Verfahren hergestellt
werden, beispielsweise durch Acylierung einer Verbindung der Formel
III, beispielsweise in freier Form, geschützter Form oder in der Form
eines Salzes, wie dies oben beschrieben worden ist, mit einer 4-Halogen-3-oxo-2-methoxycarbonylmethoxyiminobuttersäure, worin
Halo für
ein Halogenid steht, vorzugsweise Brom oder Chlor, beispielsweise
für Chlor,
beispielsweise in einer aktivierten Form, beispielsweise durch eine Vilsmeier-Reaktion,
oder aktivierten Form eines Halogenids, beispielsweise eines Bromids
oder Chlorids, wie als Chlorid, beispielsweise durch Umsetzung von
4-Halogen-3-oxo-2-methoxycarbonylmethoxyiminobuttersäure, mit
einem ein Carbonsäurehalogenid
bildenden Mittel, wie Phosphoroxychlorid, beispielsweise ohne Isolierung
des 4-Halogen-3-oxo-2-methoxycarbonylmethoxyiminobuttersäurehalogenids
aus dem Reaktionsgemisch, unter Erhalt von 7-(2-Chlormethylcarbonyl)-2-(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino)-acetamido)-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, worin
die Carboxylgruppe in Position 4 des Ringsystems frei oder geschützt oder
in der Form eines Salzes ist, wobei diese Verbindung dann beispielsweise
ohne Isolierung aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch, mit Thioharnstoff
unter Erhalt einer Verbindung der Formel V umgesetzt wird, worin
die Carboxylgruppe in Position 4 des Ringsystems frei oder geschützt ist
oder in der Form eines Salzes vorliegt, und durch optionale Abspaltung
der Schutzgruppen, unter Erhalt einer Verbindung der Formel V, und/oder
unter Umwandlung eines Salzes einer Verbindung der Formel V in eine
freie Form einer Verbindung der Formel V, beispielsweise entsprechend
oder in Analogie zu herkömmlichen
Verfahren. Eine Verbindung der Formel V kann in unreiner Form erhalten
werden.
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Eine
Reinigung einer Verbindung der Formel V ist schwierig, beispielsweise
wegen ihrer schlechten Löslichkeit
in herkömmlichen
organischen Lösemitteln,
wie Halogenkohlenwasserstoffen, Ketonen oder Estern.
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Es
wurde nun überraschenderweise
ein einfaches und effektives Verfahren zur Herstellung einer Verbindung
der Formel V unter Bildung eines speziellen neuen Salzes gefunden.
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Dementsprechend
betrifft die vorliegende Erfindung nun die Bereitstellung einer
7-[2-(Aminothiazolyl-4-yl)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise einer
Verbindung der Formel V, in Form eines Salzes mit tert-Octylamin
der folgenden Formel:
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Eine
erfindungsgemäße Verbindung,
nämlich
7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
einer Verbindung der Formel V, in Form eines Salzes mit tert-Octylamin
kann wie folgt hergestellt werden:
Eine Verbindung der Formel
V kann mit tert-Octylamin umgesetzt werden, indem beispielsweise
eine Verbindung der Formel IV in Gegenwart von tert-Octylamin in
einem organischen Lösemittel
gelöst
wird, beispielsweise in Alkoholen, wie Methanol, beispielsweise
in einem Gemisch mit Co-Lösemitteln,
beispielsweise in einem Lösemittel,
wie es bei einer Umsetzung zwischen einer Verbindung der Formel
III und einer Verbindung der Formel IV in Gegenwart eines Alkohols
verwendet wird. Die Menge an organischem Lösemittel, beispielsweise einem
Alkohol, soll so hoch sein, dass sich eine Lösung ergibt. Die erhaltene
Lösung
kann mit einem Nichtlösemittel,
beispielsweise einem Ester, wie Ethylacetat oder Butylacetat, einem
Keton, wie Methylisobutylketon, oder einem Chlorkohlenwasserstoff,
wie Dichlormethan, oder einem Gemisch einzelner Lösemittel, beispielsweise
der oben erwähnten
Art, versetzt werden, um die erfindungsgemäße Verbindung zur Kristallisation
zu bringen. Die Kristallisation kann durch Verdampfung eines Teils
des vorher zugesetzten Alkohols unterstützt werden. Die Menge an verwendetem
tert-Octylamin ist nicht kritisch. Be vorzugt wird eine Menge zwischen
einem und vier Äquivalenten
an tert-Octylamin pro Äquivalent
einer Verbindung der Formel V angewandt. Die dabei erhaltene erfindungsgemäße Verbindung
kann dann isoliert werden beispielsweise unter Anwendung eines herkömmlichen
Verfahrens, wie durch Filtration oder Zentrifugation. Unter einem
Nichtlösemittel
wird ein Lösemittel
oder Lösemittelsystem
verstanden, das nach Zusatz zum Lösemittelsystem die Löslichkeit
der Verbindung erniedrigt.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung einer 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
einer Verbindung der Formel V, in der Form eines Salzes mit tert-Octylamin,
umfassend die Umsetzung von 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure mit
tert-Octylamin und Isolierung einer 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
einer Verbindung der Formel V, in der Form eines Salzes mit tert-Octylamin,
beispielsweise in kristalliner Form.
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Eine
Verbindung der Formel V in der Form eines Salzes mit tert-Octylamin
kann auch ohne Isolierung einer Verbindung der Formel V aus ihrem
Herstellungsreaktionsgemisch hergestellt werden, beispielsweise
in einer Eintopfreaktion.
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Bei
der Herstellung einer Verbindung der Formel V durch Reaktion einer
Verbindung der Formel III mit einer Verbindung der Formel IV, beispielsweise
wie oben beschrieben, kann eine Verbindung der Formel IV auch ersetzt
werden durch einen aktivierten Ester, der anders als der oben beschriebene
Ester ist, oder über ein
Amid von 2-(2-Amino-4-thiazolyl)-(Z)-2-(methoxycarbonyl)-methoxyimino)-essigsäure, beispielsweise
der Formel
worin R
1 steht
für -O-P
+(Ph)
3Cl
–,
-O-P(S)(OR
4)
2, -O-Benztriazol-1-yl,
-S-(2-Methylthiadiazol-5-yl), -S-O-CH=N
+(CH
3)
2Cl
– oder
-Benztriazol-1-yl-3-oxid.
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Solche
Ester sind bekannt und können
als herkömmliche
Verfahren oder in Analogie zu einem herkömmlichen Verfahren durchgeführt werden.
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Zu
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung gehört ein Verfahren
zur Herstellung einer Verbindung der Formel V in der Form eines
Salzes mit tert-Octylamin, umfassend die Stufen einer
- (i) Umsetzung einer Verbindung der Formel III in freier Form,
geschützter
Form oder in Form eines Salzes mit einem aktivierten Ester von 2-(2-Amino-4-thiazolyl)-(Z)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino)-essigsäure, beispielsweise
und optional unter Abspaltung von Schutzgruppen, und optional unter
Umwandlung einer Verbindung der Formel V in eine Salzform unter
Erhalt einer Verbindung der Formel V in freier Form und
- (ii) Umsetzung einer in der Stufe (i) erhaltenen Verbindung
der Formel V mit tert-Octylamin, worin in der Stufe (i) beispielsweise
ein aktivierter Ester von 2-(2-Amino-4-thiazolyl)-(Z)-2-(methoxycarbonyl methoxyimino)-essigsäure verwendet
wird, ohne Isolierung aus dem Herstellungsverfahren, worin die Stufen
(i) und (ii) beispielsweise in einer Eintopfreaktion durchgeführt werden.
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Zu
einem wiederum weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung gehört ein Verfahren
zur Herstellung einer Verbindung der Formel V in der Form eines
Salzes mit tert-Octylamin, umfassend die Stufen einer
- (i) Acylierung einer Verbindung der Formel III, beispielsweise
in freier Form, geschützter
Form oder in der Form eines Salzes, mit einer 4-Halogen-3-oxo-2-methoxycarbonylmethoxyiminobuttersäure, worin
Halo für ein
Halogenid steht, in einer aktivierten Form unter Erhalt einer 7-(2-Chlormethylcarbonyl)-2-((Z)-methoxycarbonylmethoxyimino)-acetamido)-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
in freier Form oder in Salzform, worin die in der Position 4 des
Ringsystems vorhandene Carboxylgruppe geschützt oder ungeschützt ist,
- (ii) Umsetzung einer in der Stufe (i) erhaltenen 7-(2-(Chlormethylcarbonyl)-2-((Z)-(methoxycarbonyl)methoxyimino)-acetamido)-3-vinylceph-3-em-4-carbonsäure mit
Thioharnstoff, beispielsweise und optional unter Abspaltung der
Schutzgruppen, unter Erhalt einer Verbindung der Formel V, beispielsweise
in freier Form oder in Salzform, und optional unter Umwandlung einer
Verbindung der Formel V in die Form eines Salzes, unter Erhalt einer
Verbindung der Formel V in freier Form, und
- (iii) Umsetzung einer in der Stufe (i) erhaltenen Verbindung
der Formel V in freier Form mit tert-Octylamin, beispielsweise worin
in der Stufe (i) die 4-Halogen-3-oxo-2-methoxycarbonylmethoxyiminobuttersäure in einer
aktivierten Form ohne Isolierung aus dem Aktivierungsverfahren verwendet
wird, worin beispielsweise die Stufen (i), (ii) und (iii) in einer
Eintopfreaktion durchgeführt
werden.
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Eine
erfindungsgemäße Verbindung
kann in hochreiner Form, beispielsweise einer Reinheit von über 98,9
%, beispielsweise von 98,9 bis zu 99,5 % oder darüber, beispielsweise
von 99,3 % und darüber,
erhalten werden, beispielsweise direkt aus einem Reaktionsgemisch
zwischen einer Verbindung der Formel III und einer Verbindung der
Formel IV oder direkt aus einem Reaktionsgemisch von 7-(2-(Chlormethylcarbonyl)-2-((Z)-(methoxycarbonyl)methoxyimino)-acetamido)-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure mit
Thioharnstoff, beispielsweise ohne Isolierung einer Verbindung der
Formel V. Hierdurch kann eine Verbindung der Formel V in hoher Reinheit
und in hohen Ausbeuten in einer Eintopfreaktion ausgehend von einer
Verbindung der Formel III erhalten werden.
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Eine
erfindungsgemäße Verbindung
kann zu einer Verbindung der Formel V umgewandelt werden, beispielsweise
durch eine pH Einstellung einer Lösung hiervon, beispielsweise
einer wässrigen
Lösung,
beispielsweise in herkömmlicher
Weise, beispielsweise durch Zusatz einer Säure, unter Erhalt einer Verbindung der
Formel V in hochreiner Form, beispielsweise entsprechend der Reinheit
einer erfindungsgemäßen Verbindung
oder darüber.
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Eine
Verbindung der Formel V kann umgewandelt werden zu 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-carboxymethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
Cefixim, beispielsweise in freier Form, beispielsweise in der Form
eines Trihydrats, beispielsweise in herkömmlicher Weise, beispielsweise durch
Verseifung der an der Carbonyliminomethoxygruppe vorhandenen Estergruppe
unter Erhalt der freien Carbonsäure,
beispielsweise nach einem herkömmlichen
Verfahren.
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Eine
erfindungsgemäße Verbindung
kann auch direkt umgewandelt werden zu 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(carboxymethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
Cefixim, bei spielsweise in freier Form, beispielsweise in Form eines
Trihydrats, in einem Eintopfverfahren durch Verseifung der an die
Carbonyliminomethoxygruppe gebundenen Estergruppe unter Erhalt der
freien Carbonsäure und
durch pH Einstellung des Reaktionsgemischs. Eine solche Umwandlung
kann wie folgt durchgeführt
werden:
Eine erfindungsgemäße Verbindung
wird in Wasser gelöst.
Der pH der erhaltenen Lösung
wird eingestellt auf einen basischen Wert, beispielsweise auf über 8, beispielsweise
durch Zusatz einer Base, beispielsweise eines Alkalihydroxids oder
Alkalicarbonats. Eine Verseifung lässt sich innerhalb einer kurzen
Zeit beenden. Hierzu wird der pH einer erhaltenen Lösung auf
um 7 eingestellt, beispielsweise durch Zusatz einer Säure, beispielsweise
einer organischen oder anorganischen Säure oder eines Gemisches hiervon.
Die erhaltene 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(carboxymethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
Cefixim, beispielsweise in freier Form, beispielsweise in Form eines
Trihydrats, kann dann beispielsweise in der Form eines Trihydrats
zur Kristallisation gebracht werden, beispielsweise durch Zugabe
eines Nichtlösemittels,
beispielsweise von Alkoholen, wie Ethanol und lässt sich dann isolieren, beispielsweise
in herkömmlicher
Weise, beispielsweise durch Filtration oder Zentrifugation.
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Die
Reinheit der dabei erhaltenen 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(carboxymethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure kann
der erfindungsgemäßen Verbindung
entsprechen oder höher
sein, beispielsweise höher
als 98,9 %, beispielsweise zwischen 98,9 und 99,5 %, und beispielsweise
bei 99,3 % liegen.
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Nach
einem wiederum anderen Aspekt bezieht sich die vorliegende Erfindung
auch auf ein Verfahren zur Herstellung von Cefixim durch Umwandlung
einer Verbindung der Formel V in der Form eines Salzes mit tert-Octylamin
zu 7-[2-(Aminothiazol-4-yl)-2-(Z)-(carboxymethoxyimino)-acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, beispielsweise
einer Verbindung der Formel II, beispielsweise Cefixim, beispielsweise
in der Form eines Hydrats, wie eines Trihydrats, beispielsweise
durch Herstellung einer Verbindung der Formel V in der oben beschriebenen
Weise.
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Die
Bildung einer erfindungsgemäßen Verbindung,
die kristallin sein kann, kann hoch brauchbar sein und beispielsweise
einen hohen Reinigungseffekt auf die Reinheit einer Verbindung der
Formel V haben. Eine Verbindung der Formel V in der Form eines Salzes
mit tert-Octylamin kann überraschenderweise
in einem Eintopfverfahren hergestellt werden ausgehend von einer
Verbindung der Formel III, beispielsweise unter Anwendung eines
neuen Verfahrens zur Herstellung einer Verbindung der Formel V über eine
neue Verbindung der Formel IV oder entsprechend einem bekannten
Verfahren zu Herstellung einer Verbindung der Formel V. Eine Verbindung
der Formel V lässt
sich zu Cefixim mit einer Reinheit von bis zu 99 % und darüber überführen.
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Ein
wiederum weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein
tert-Octylaminsalz von 7-[2-Aminothiazol-4-yl)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino)acetamido]-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure der
folgenden Formel
worin
R für Methyl
steht.
-
Ein
wiederum weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung bezieht sich
auf die Verwendung einer erfindungsgemäßen Verbindung zur Herstellung
von Cefixim.
-
Durch
die folgenden Beispiele soll die Erfindung nun weiter erläutert werden.
Alle darin enthaltenen Temperaturangaben verstehen sich in Grad
Celsius.
-
Beispiel 1
-
Man
löst 2
g 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure und
0,7 g tert-Octylamin in 50 ml Methanol und behandelt das erhaltene
Gemisch mit 0,2 g Aktivkohle. Sodann wird die Aktivkohle abfiltriert.
Das erhaltene Filtrat wird mit 0,7 g tert-Octylamin und 200 ml Dichlormethan versetzt,
worauf das Lösemittel
vom Gemisch verdampft wird. Zugleich wird das Gemisch derart mit
400 ml frischem Dichlormethan versetzt, dass das Volumen des Gemisches
grob konstant bleibt. Die hierdurch auskristallisierende 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure in Form
eines Salzes mit tert-Octylamin wird abfiltriert und getrocknet.
- Ausbeute: 2 g
- Gehalt (HPLC): 98,0 % (als Salz)
- Wassergehalt (KF): 1,8 %
- Schmelzpunkt: von 160°C
(Zersetzung)
- 1H-NMR: Bruker AC300 (300 MHz), 10 mg
in 0,6 ml DMSO-d6, mit 32 Abtastungen bei
einer Digitalauflösung von
0,2 Hz/Punkt.
| Nr. | δ [ppm] | Anzahl | Mult. | J
[Hz] | Assoziation |
| 1 | 9,50 | 1 | br
(d) | | NH |
| 2 | 8,20 | 3 | br | | NH3 |
| 3 | 7,28 | 2 | s | | NH2 |
| 4 | 7,10 | 1 | dd | 11,18 | -CH=CH2 |
| 5 | 6,77 | 1 | s | | S-CH= |
| 6 | 5,60 | 1 | br
m | | H(7) |
| 7 | 5,16 | 1 | d | 17 | -CH=CH2 |
| 8 | 5,07 | 1 | d | 5 | H(6) |
| 9 | 4,93 | 1 | d | 11 | -CH=CH2 |
| 10 | 4,67 | 2 | s | | O-CH2 |
| 11 | 3,66 | 3 | s | | CH3 |
| 12 | 3,54 | 1 | AB
d | 17 | H(2) |
| 13 | 3,47 | 1 | AB
d | 17 | H(2) |
| 14 | 1,60 | 2 | s | | CH2 |
| 15 | 1,30 | 6 | s | | CH3 |
| 16 | 0,96 | 9 | s | | t-But |
-
Beispiel 2
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- 2.1.A. Ein Gemisch von 32,3 g 2-(2-Amino-4-thiazolyl)-(Z)-2-(methoxycarbonylmethoxyimino)-essigsäure mit
1250 ml Dichlormethan wird mit 39,5 g Triphenylphosphin und 50 g
2,2'-Benzothiazolyldisulfid
versetzt und 5 min bei 20°C
gerührt.
Sodann wird das erhaltene Gemisch tropfenweise mit 25 g Triethylamin
versetzt.
- 2.1.B. Das in der Stufe 2.1.A. erhaltene Gemisch wird mit 22
g 7-Amino-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure, 12,5
ml Wasser und 10 g Triethylamin versetzt und während etwa 2 h bei 30 bis 35°C gerührt. Nach Beendigung
der Reaktion (Bestimmung durch HPLC) wird das erhaltene Gemisch
tropfenweise mit einer Lösung
von 25 g tert-Octylamin in 50 ml Dichlormethan versetzt. Aus der
dabei erhaltenen Lösung
kommt es zur Auskristallisation von 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure in Form
eines Salzes mit tert-Octylamin, und dieses Kristallisat wird abfiltriert
und getrocknet.
- Ausbeute: 36 g
- Gehalt (HPLC): 98,6 %
- Σ durch
Nebenprodukte (HPLC): 1,2 % Fläche
- 2.2. Man löst
5 g 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure in der
Form eines Salzes mit tert-Octylamin in 100 ml Wasser und kühlt das Ganze
auf 0°C,
worauf die trübe
Lösung
mit 7,7 ml 5 M Natriumhydroxidlösung
versetzt wird. Die trübe
Lösung
wird unter Rührung
mit 7,7 ml 5 M Natriumhydroxidlösung
versetzt. Sodann wird die erhaltene klare Lösung mit konzentrierter Chlorwasserstoffsäure neutralisiert
und unter Rührung
mit 0,08 g Ascorbinsäure und
1,75 g Aktivkohle versetzt. Die Aktivkohle wird abfiltriert, und
das Filtrat wird mit 50 ml und 100 ml Ethanol versetzt und mit 6
N Chlorwasserstoffsäure
auf pH 3,0 eingestellt. Nach Auskristallisation von 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure wird
der pH der erhaltenen Suspension auf 3,5 eingestellt und die Suspension
eine weitere h in einem Eisbad gekühlt. Hierdurch kommt es zur
Kristallisation von 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure in Form eines
Trihydrats, worauf die Kristalle abfiltriert und getrocknet werden.
- Ausbeute: 3,59 g in Form eines weißen kristallinen Pulvers
- Gehalt HPLC (wasserfrei): 98,2 %
- HPLC Reinheit: 98,9 % Fläche.
-
Beispiel 3
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- 3.1.A. Man gibt 3,44 g Phosphoroxychlorid tropfenweise
bei –10°C zu einer
Lösung
von 3,28 g Dimethylformamid in 16 ml Tetrahydrofuran und rührt das
erhaltene Gemisch etwa 30 min. Sodann wird das Gemisch mit 5,32
g 4-Chlor-2-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-3-oxybuttersäure versetzt
und dieses Gemisch dann etwa 1 h bei –10°C gerührt.
- 3.1.B. Ein Gemisch von 4,40 g 7-Amino-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure in 40
ml Dichlormethan wird mit 8,0 g N,O-Bistrimethylsilylacetamid versetzt,
worauf das erhaltene Gemisch bei 20°C etwa 4 h gerührt und
dann auf –10°C abgekühlt wird.
Sodann wird das gemäß 3.1.A.
hergestellte Gemisch tropfenweise bei –10°C zugegeben, und das erhaltene
Gemisch während
etwa 90 min bei –10°C gerührt. Das
Gemisch wird dann zu einer Lösung
von 5,92 g Thioharnstoff in 30 ml Wasser gegeben und der pH mit
festem Natriumhydrogencarbonat auf 5,5 eingestellt. Dieses Gemisch
wird anschließend
während
etwa 2 h bei 20°C
gerührt,
wobei ein pH von 5,5 durch Zugabe von festem Natriumhydrogencarbonat
beibehalten und das Ganze mit 100 ml Wasser behandelt wird. Das
hierdurch erhaltene Zweiphasensystem wird in seine Phasen aufgetrennt.
Die wässrige
Phase wird mit 200 ml Dichlormethan und 160 ml Methanol vermischt,
und der pH des Gemisches wird mit 6 N Chlorwasserstoffsäure auf
2,5 eingestellt. Das dabei erhaltene Zweiphasensystem wird in seine
Phasen aufgetrennt. Die wässrige
Phase wird mit Dichlormethan extrahiert. Die organische Phase wird
unter Vakuum eingeengt, worauf der erhaltene Rückstand tropfenweise mit einer Lösung von
3,2 g tert-Octylamin in 10 ml Dichlormethan versetzt wird. Anschließend wird
das erhaltene Gemisch mit 200 ml Dichlormethan versetzt. Das dabei
erhaltene Kristallisat von 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure in Form eines
Salzes mit tert-Octylamin
wird abfiltriert und getrocknet.
- Ausbeute: 5,38 g
- Gehalt: 90,8
- HPLC Reinheit: 95,3 % der Fläche.
- 3.2. Aus 2,0 g einer gemäß der Beschreibung
unter 3.1.B. erhaltenen 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure in der Form
eines Salzes mit tert-Octylamin werden in Analogie zur Beschreibung
im Beispiel 2.2. 1,24 g 7-{2-[(2-Aminothiazol)-4-yl]-2-[(Z)-(methoxycarbonyl)-methoxyimino]-acetamido}-3-vinyl-3-ceph-3-em-4-carbonsäure in der
Form eines Trihydrats erhalten.
- Gehalt (HPLC) wasserfrei: 96,5 % in Form eines weißen kristallinen
Pulvers
- HPLC Reinheit: 99,34 % der Fläche.