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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Einwegartikel und spezieller Einwegbehandlungsartikel
mit einem Reaktionssystem, das kontinuierlich oder diskontinuierlich
wirkt.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Heutzutage
werden Einwegartikel weitläufig zur
Behandlung belebter oder unbelebter Oberflächen für eine große Vielfalt an Zwecken verwendet. Zum
Beispiel und ohne darauf beschränkt
zu sein werden Einwegprodukte in den Bereichen von Gegenständen zur
Körperpflege,
Pharmazeutika und Gesundheitspflege, Babypflege, Textilpflege und häuslicher,
gewerblicher und industrieller Reinigung verwendet. Diese Einwegprodukte
können
für Zwecke
wie, jedoch nicht beschränkt
auf Reinigung, Auftragen von Beschichtungen oder anderen Materialien zum
Behandeln von Oberflächen
(wie Flecken, Farben, Wachsen, Konditioniermitteln usw.) und zum Einbehalten
oder Entfernen von Materialien wie Ausscheidungen, Verschmutzungen
oder anderen überschüssigen oder
unerwünschten
Materialien (wie Windeln für
Exkremente, Wischgeräte,
Besen, Handschuhe usw.) verwendet werden. in vielen Fällen haben
diese Artikel aus Gründen
wie Kosten, Bequemlichkeit und Hygiene wiederverwendbare Artikel
als das bevorzugte Mittel ersetzt.
GB
2 250 121 offenbart eine Einwegwindel, umfassend ein Reaktionssystem, das
Folgendes einschließt:
- (i) einen Sensor, der wirkend mit dem Artikel
verbunden ist, wobei der Sensor ausgebildet ist, um einen Stimulus
zu detektieren, und
- (ii) ein Betätigungselement,
das wirkend mit dem Sensor verbunden ist, wobei das Betätigungselement
ausgebildet ist, um eine Reaktionsfunktion auf den Stimulus hin
auszuführen,
wobei das Betätigungselement
eine von dem Sensor unterschiedliche Komponente umfasst,
- (iii) eine Steuereinrichtung, wobei die Steuereinrichtung ausgebildet
ist, um ein Signal von dem Sensor zu empfangen und es dem Betätigungselement
zu erlauben, die Reaktionsfunktion auszuführen, wenn der Sensor den Stimulus
detektiert.
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Obwohl
viele Fortschritte auf dem Gebiet der Einwegartikel gemacht wurden,
um ihre Wirksamkeit, wie verbesserte Festigkeit, Zugabe von Wirkstoffbestandteilen
zum Verbessern der Reinigung, Verwendung von Absorptionsgeliermitteln
zum Verbessern des Absorptionsgrades usw., zu verbessern, existiert noch
eine Reihe von Problemen. Zu diesen Problemen, die mit diesen Einwegbehandlungsartikeln
erfahren werden, gehören
Austritt von Materialien, die entfernt oder isoliert werden sollen,
was zu unvollständiger
Reinigung und zu Verschmutzung der Oberfläche, die mit dem Material behandelt
wurde, das der Artikel entfernen oder isolieren sollte, führen kann,
usw.
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Ein
anderes Problem ist, dass Einwegbehandlungsartikel bislang nicht
unterscheiden, wann eine spezielle Art der Behandlung erforderlich
ist und wann nicht. Zum Beispiel kann ein Einwegtuch zur allgemeinen
Reinigung sowie für
biologische Verschmutzungen (wie zum Wegwischen von Fäkalien von
der Oberfläche
der Haut eines Babys) verwendet werden. Tücher, die zum Entfernen von
Fäkalien
vom Gesäß eines
Babys ausgelegt sind, enthalten Desinfektionsmittel oder andere
Wirkstoffbestandteile, die für
andere Verwendungen, wie das Abwischen von Lebensmitteln vom Gesicht
eines Babys oder das Abwischen von Flecken von einer textilen Oberfläche oder
einem Fußboden,
möglicherweise
nicht erforderlich oder unerwünscht
sind. Ferner ist in dem Fall, dass der Einwegartikel vor der Entsorgung
mehrmals verwendet werden soll, ein Wirkstoffbestandteil, der zur
Behandlung einer bestimmten Bedingung, wie Desinfektion der Haut
im Zusammenhang mit der Entfernung von Fäkalien, möglicherweise nicht mehr vorhanden
oder wirksam für
seinen beabsichtigten Zweck.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Einwegbehandlungsartikel
mit einem Reaktionssystem, das infolge eines Stimulus, wie eines
Materials, einer Bedingung oder einer Erscheinung, wirkt, um eine
Reaktionsfunktion bereitzustellen, die ein Material oder ein Objekt,
das entweder direkt oder indirekt mit dem Stimulus verbunden ist,
zu behandeln.
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Die
vorliegende Erfindung stellt zum Beispiel einen eigenständigen Einwegbehandlungsartikel
bereit, umfassend ein Reaktionssystem, das Folgendes einschließt:
- (i) einen Sensor, der wirkend mit dem Artikel
verbunden ist, wobei der Sensor ausgebildet ist, um einen Stimulus
zu detektieren, und
- (ii) ein Betätigungselement,
das wirkend mit dem Sensor verbunden ist, wobei das Betätigungselement
ausgebildet ist, um eine Reaktionsfunktion auf den Stimulus hin
auszuführen,
wobei das Betätigungselement
eine von dem Sensor unterschiedliche Komponente umfasst, und
- (iii) eine Steuereinrichtung, wobei die Steuereinrichtung ausgebildet
ist, um ein Signal von dem Sensor zu empfangen und es dem Betätigungselement
zu erlauben, die Reaktionsfunktion auszuführen, wenn der Sensor den Stimulus
detektiert,
- (iv) wahlweise ein Rückführungssystem,
bei dem die Steuereinrichtung ausgebildet ist, um es dem Betätigungselement
zu erlauben, die Reaktionsfunktion auf den Stimulus hin auszuführen, wenn der
Sensor den Stimulus detektiert.
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Der
Artikel ist ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Zellstofftaschentüchern, Handtüchern, Wischtüchern, Schwämmen, Wischgeräten und
Handschuhen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1A ist
eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäß hergestellten Artikels, wobei
der Artikel ein ebenes Substrat, wie ein Zellstofftaschentuch, ein
Papiertuch oder ein Wischtuch ist.
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1B ist
eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäß hergestellten Artikels, wobei der
Artikel eine alternative Ausführungsform
eines ebenen Substrats ist.
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2 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Verschmutzungsisolierungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung in einem komprimierten Zustand vor der
Aktivierung.
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2A zeigt
eine Schnittansicht, die entlang der Linie 2A-2A von 2 vorgenommen
wurde.
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3 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform von 2 nach
der Aktivierung.
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3A zeigt
eine Schnittansicht von 3, vorgenommen entlang Linie
3A-3A von 3.
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4 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform
von 2 nach der Aktivierung.
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4A zeigt
eine Schnittansicht von 4, vorgenommen entlang Linie
4A-4A von 4.
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5 zeigt
eine lösliche
Kapsel.
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6A zeigt
ein Blockdiagramm eines beispielhaften offenen Reaktionssystems
mit einer Steuereinrichtung.
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6B zeigt
ein Blockdiagramm eines beispielhaften geschlossenen Reaktionssystems
mit einer Steuereinrichtung.
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7A zeigt
eine ideale Ausgangsfunktion eines diskontinuierlichen Ansprechsystems
der vorliegenden Erfindung mit einem einzigen Schwellenwert.
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7B zeigt
eine ideale Ausgangsfunktion eines diskontinuierlichen Ansprechsystems
der vorliegenden Erfindung mit mehreren Schwellenwerten.
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8A zeigt
eine beispielhafte Ausgangsfunktion eines diskontinuierlichen Ansprechsystems der
vorliegenden Erfindung entlang der ersten, zweiten und dritten Ableitung
der Ausgangsfunktion.
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8B zeigt
eine Übergangsfunktion
eines Regelungssystems mit einer Reihe von Verzögerungen ersten Grades mit
gleicher Zeitkonstante.
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9A zeigt
eine Schnittansicht einer Ausführungsform
eines Reaktionssystems mit einer mechanischen Pumpe der vorliegenden
Erfindung.
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10A und 10B zeigt
eine Ausführungsform
eines Ansprechsystems der vorliegenden Erfindung, einschließlich eines
elektrisch empfindlichen Gels.
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11A, 11B und 11C zeigt eine weitere Ausführungsform eines Ansprechsystems der
vorliegenden Erfindung, einschließlich eines elektrisch empfindlichen
Gels.
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12 zeigt
eine Draufsicht einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, wobei der Artikel ein Einweghandschuh ist.
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13A und 13B zeigen
ein Wischgerät
mit einem Einwegwischgerätekopf. 13A ist eine perspektivische Draufsicht. 13B ist eine Unteransicht auf den Wischgerätekopf.
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14A, 14B und 14C zeigen ein Wischgerät mit einer Einwegwischgerätekopfabdeckung. 14A ist eine perspektivische Draufsicht. 14B ist eine Draufsicht der Wischgerätekopfabdeckung. 14C ist eine perspektivische Draufsicht von Fig.
A, wobei die Wischgerätekopfabdeckung
an Ort und Stelle an dem Wischgerätekopf positioniert ist.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Wie
hier verwendet, wird der Begriff „Einweg" hierin verwendet, um Artikel zu beschreiben,
die generell nicht dazu gedacht sind, gewaschen, wiederbeladen,
wiedergefüllt
oder anderweitig wiederhergestellt oder als Absorptionsartikel wiederverwendet
zu werden (d.h. sie sind dazu gedacht, nach einmaliger Verwendung
oder wenigen Verwendungen (generell drei oder weniger) weggeworfen
zu werden, und vorzugsweise sollen die Komponenten, Teile oder Materialien
des Artikels verwertet, kompostiert oder anderweitig in einer umweltverträglichen
Weise entsorgt werden).
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Der
Begriff „Absorptionsartikel" bezieht sich auf
Vorrichtungen, die flüssige
(einschließlich
gasförmige)
oder halbflüssige
Substanzen absorbieren und einbehalten. Zu Absorptionsartikeln gehören, ohne darauf
beschränkt
zu sein, wasserabsorbierende, ölabsorbierende,
alkoholabsorbierende oder andere fluidabsorbierende Artikel.
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Wie
hier verwendet, bedeutet „Behandeln" das Bewegen, Entfernen,
Isolieren, Modifizieren eines Objekts. Ein Objekt, das behandelt
werden soll, kann unbelebt oder belebt sein und schließt, ohne darauf
beschränkt
zu sein, jede(s) Material, Vorrichtung, Person, Tier, Umgebung oder
Atmosphäre
oder einen Bestandteil davon ein. Das Behandeln eines Objekts kann
das Entfernen, Isolieren oder Modifizieren eines Materials, das
sich auf der Oberfläche
oder innerhalb des Materials oder Objekts befindet, einschließen. „Behandlung" bezieht sich auf
den Akt des Behandeln. Ein „Behandlungsartikel" bedeutet einen Artikel,
der in der Lage ist, ein Objekt zu be handeln. Behandlungen können beispielsweise
Folgendes umfassen: Reinigung; Abgeben einer Substanz; Entfernen
eines Materials (wie, ohne darauf beschränkt zu sein, einer Verschmutzung
oder eines Reizmittels); Isolieren eines Materials, wie durch dessen
Einschließen
in einer Kammer, einem Hohlraum oder einem Absorptionsmaterial oder
durch Beschichtung; und Modifizieren eines Materials durch Änderung
seiner biologischen Aktivität,
chemischen Identität, Struktur,
Eigenschaften, seines pH oder seiner Form, seines Aggregatzustands,
seiner physikalischen Form oder chemischen, elektrischen oder optischen Eigenschaften;
und Kombinationen davon. Modifikation eines Materials oder Objekt
kann, ohne darauf beschränkt
zu sein, durch Abgeben einer Substanz (z.B. eines Wirkstoffbestandteils)
an das Objekt oder durch Anwenden von Energie oder eine Kombination davon
erreicht werden.
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Wie
hier verwendet, bedeutet „eigenständig" im Kontext eines
eigenständigen
Behandlungsartikels, dass der Artikel sowohl Sensor als auch Betätigungselement
umfasst, wobei das Betätigungselement
geeignete Struktur, Materialien, Behandlungsmittel und/oder Energie
zum Durchführen
einer Reaktionsfunktion als Teil einer einstückigen Struktur des Artikels
einschließt.
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Die
Artikel hiervon können
auf jedem Anwendungsgebiet verwendet werden, einschließlich, ohne darauf
beschränkt
zu sein, Körperpflege,
Gesundheitspflege, Babypflege, Haus- und Haushaltspflege, Reinigungsprodukte,
Desinfektions- und/oder Hygieneprodukte, Textilbehandlung, Körperpflege,
Kosmetika, medizinische Pflege und Pharmazeutika usw. Die vorstehenden
Beispiele sind tatsächlich
nur als Beispiele gedacht, und es ist ersichtlich, dass zahlreiche
der Artikel in mehr als einer der Artikelkategorien aufgeführt werden
können,
zum Beispiel kann ein Wischgerät
sowohl ein Reinigungsartikel als auch ein Absorptionsartikel sein.
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Sensor
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Die
Einwegartikel der vorliegenden Erfindung umfassen einen Sensor,
der wirkend mit dem Artikel verbunden ist. Wie in dieser Anmeldung
verwendet, bezieht sich der Begriff „Sensor" auf eine Vorrichtung, die in der Lage
ist, einen Stimulus zu detektieren. Ein Stimulus ist ein Ereignis
oder ein Parameter, der mit einem Ereignis verbunden ist. Ein Parameter,
der mit einem Ereignis verbunden ist, ist jedes messbare Signal,
das mit dem Auftreten eines Ereignisses innerhalb des Bezugsrahmens
des Systems korreliert. Zu Sensoren gehört alles, was auf eine oder
mehrere spezifische Stimuli, einschließlich elektrischen, chemischen,
biologischen, biochemischen, physikalischen oder mechanischen Eigenschaften,
reagiert. Zu Beispielen für
Stimuli, die von dem Sensor der vorliegenden Erfindung detektiert werden,
gehören,
ohne jedoch darauf beschränkt
zu sein, Attitude, Druck, Strömungsraten,
Bewegung, Feuchtigkeit, Enzyme, Bakterien, pH, Leitfähigkeit, Widerstand,
Kapazitanz, Induktanz, elektrische und/oder elektromagnetische Felder,
Licht, Gegenwart eines Materials oder einer Substanz oder Änderung
im Zustand eines Materials oder einer Substanz, andere Eigenschaften
oder Ereignisse (z.B. Auftreten oder Vorhandensein eines Materials)
und Kombinationen davon. Bloßes
Vergehen von Zeit, ohne ein anderer Stimulus, stellt keinen Stimulus
für Zwecke der
vorliegenden Erfindung dar. Ein elektrischer oder biologischer Sensor
kann zum Beispiel die Gegenwart eines Materials (wie, jedoch nicht
beschränkt
auf einen Krankheitserreger, ein Fluid, Exkremente) durch Wahrnehmen
eines Bestandteils des Materials detektieren. Ein Sensor kann ein
oder mehrere Ereignisse oder ein oder mehrere Parameter, die mit
einem Ereignis verbunden sind, detektieren und einen Stimulus an
ein Betätigungselement
oder eine Steuereinrichtung bereitstellen. Ferner kann ein Sensor der
vorliegenden Erfindung auch reversibel oder irreversibel sein. Ein
sich auflösender
Film oder eine sich auflösende
Kapsel sind Beispiele eines irreversiblen Sensors, während ein
elektrischer Sensor, der elektrische Aktivität oder statische Ladung von oder
auf einem Objekt detektiert, mehrere sequenzielle Stimulussignale
empfangen kann (d.h. reversibel ist).
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Ein
chemischer Sensor oder Biosensor kann auf chemische und/oder biochemische
Stimuli reagieren, wie, jedoch nicht beschränkt auf Enzyme oder andere
Bestandteile, die in der Regel in Verschmutzungen, Körperflüssigkeiten
und Exkrementen, wie Blut, Urin, Fäkalien und Speichel, vorhanden
sind, pH, Wasser oder andere biologische Stimuli, wie Bakterien,
Viren, biologische Zersetzungsprodukte (wie jene, die vom Zerfall
oder der Zersetzung von Bakterien oder anderen biologischen Organismen oder
Materialien abgeleitet sind). Ein chemischer Sensor kann eine chemische
Reaktion als Detektierungsmittel verwenden oder kann eine Auflösung eines
Materials, das in einem jeweiligen Eingabematerial löslich ist,
beinhalten. Zu Beispielen für
chemische oder biologische Sensoren gehören das Auflösen oder
Aufbrechen von Filmen, Kapseln, Zellen, Verschweißungen usw.,
die sich als Reaktion auf einen speziellen chemischen, biochemischen
oder biologischen Stimulus oder auf eine spezielle Klasse von chemischen,
biochemischen oder biologischen Stimuli auflösen oder aufbrechen. Bin mechanischer Sensor
kann auch auf Bewegung, Haltung, Druck usw. reagieren. Ein Beispiel
für einen
mechanischen Sensor ist ein federbalgartiger Sensor, bei dem beim Platzieren
eines Objekts auf dem Sensor das Gewicht den Federbalg nach unten
drückt,
um einen Teil des Sensors aufzublasen. Ein mechanischer Sensor kann
auch einen Sensor oder einen Teil des Sensors einschließen, der
bei einem vordefinierten angelegten Druck zerbrochen oder abgetrennt
wird. Ein elektrischer Sensor kann ebenfalls verwendet werden, um
auf einen Stimulus, wie, jedoch nicht beschränkt auf Feuchtigkeit, Urin,
Blut, Fäkalien,
Menstruation, Druck, Widerstand, Kapazitanz, Induktanz, statische Ladung
usw. zu reagieren. Ein elektrischer Sensor kann zum Beispiel einen
Sensor einschließen,
bei dem einen leitfähigen
Stimulus (wie ein wasserhaltiger) einen elektrischen Schaltkreis
schließt;
einen Sensor, bei dem ein Stimulus wie Druck oder Spannung einen
elektrischen Kontakt schließt,
um einen Schaltkreis zu schließen;
einen piezoelektrischen Sensor, der mittels Druck, der während des
Gebrauchs oder durch einen Benutzer oder Träger (z.B. durch Bewe gung oder
Muskeltons) induziert wird, ein Signal erzeugt; einen Sensor, bei
dem Widerstand, Kapazitanz oder Induktanz in Gegenwart des Stimulus,
auf den der Sensor reagiert, variieren; oder einen Sensor, der elektrische
Signale von dem Körper
(z.B. von den subkutanen Muskeln) des Trägers oder Benutzers durch einen
Kontakt, wie einen Hautkontaktsensor, empfangt. Ein thermischer
Sensor kann ebenfalls verwendet werden, um Temperaturänderungen
zu detektieren. Wahlweise kann der Sensor ein Biosensor sein, wie
in der Technik bekannt, (z.B. ein Enzymsensor, Organellensensor,
Gewebesensor, Mikroorganismensensor oder elektrochemischer Sensor).
Der Sensor kann ausgebildet sein, um Proteine, Zucker, Gallenbestandteile
usw. zu detektieren, wie in
US-Patent
Nr. 4,636,474 mit dem Titel „Toilet Apparatus", erteilt an Kenji
Ogura et al. am 13. Januar 1987, beschrieben. Biosensoren können biologische
Detektierungssysteme umfassen, in der Regel Enzyme oder bindende
Proteine, wie Antikörper, die
auf der Oberfläche
von physikochemischen Aufnehmern immobilisiert werden. Die Biosensoren
können
Bestandteile von Exkrementen, wie Ammoniak und Phenol, detektieren
(z.B. über
Biosensoren, die Enzymelektroden umfassen). Ein spezieller Stamm von
Bakterien kann mittels Biosensoren erkannt werden, die Antikörper einsetzen,
die gegen den Bakterienstamm gezüchtet
wurden. Beispielhafte Enzymelektroden, die verwendet werden können, um
Phenole (z.B. in Urin oder Fäkalien)
zu entdecken, umfassen auf Tyrosinase basierenden Elektroden oder
Polyphenol-Oxidase-Enzymelektroden, die in
US-Patent Nr. 5,676,820 mit dem Titel „Remote
Electrochemical Sensor" erteilt
an Joseph Wang et al. am 14. Oktober 1997, bzw. in
US-Patent Nr. 5,091,299 mit dem Titel „An Enzyme
Electrode For Use In Organic Solvents", erteilt an Anthony P. F. Turner et
al. am 25. Februar 1992, beschrieben sind.
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Wahlweise
kann der Sensor ein „proaktiver Sensor" sein, der in der
Lage ist, Änderungen
oder Signale in Bezug auf das Ereignis, das gemessen wird, zu detektieren.
Dazu gehören
können
zum Beispiel Änderungen
in oder an einem zu behandelnden Objekt, wie dem Körper des
Trägers
oder der zu behandelnden Oberfläche,
in dem Artikel oder in den Exkrementen oder Verschmutzungen, die
direkt mit dem Auftreten eines bevorstehenden Ereignisses in Verbindung
stehen oder zumindest damit korrelieren. Ein proaktiver Sensor zum
Beispiel kann ein bevorstehendes Ereignis, wie Stuhlgang, Wasserlassen oder
Ausscheidung, medizinischen Zustand, Insekten- oder Parasitenbefall
usw. oder einen Parameter, der mit einem Ereignis korreliert, detektieren.
Das bevorstehende Ereignis kann mit den Exkrementen, dem Träger oder
Benutzer, dem Artikel oder einem Bestandteil oder Bestandteilen
davon in Zusammenhang stehen. Ein Parameter, der mit einem Ereignis korreliert,
ist jedes messbare Stimulussignal, das mit dem Auftreten des Ereignisses
innerhalb des Bezugsrahmens des Systems korreliert (d.h. ein Signal, das
vom Benutzer oder Träger
hervorgerufen wird). Der proaktive Sensor kann zum Beispiel das
Auftreten eines Ereignisses vorhersagen oder kann Signale detektieren,
die einem Ereignis vorangehen, wie das Vorhersagen des Einsetzens
eines medizinischen Zustands (z.B. Krankheit, Hautausschlag, Akne),
indem die Gegenwart von Bakterien bzw. Hautreizmitteln erkannt wird,
die dem Einsetzen des Zustands vorangehen). Der proaktive Sensor
kann auch Umweltereignisse wie Insektenbefall durch Detektierung
von Insekteneiern oder -sporen oder Schimmel und Pilze durch Detektierung
von Sporen vorhersagen. Proaktive Sensoren in einem Artikel können viele
unterschiedliche Stimuli messen, um ein Ereignis vorherzusagen.
Zum Beispiel kann der Sensor verbleibende Fäkalverschmutzung detektieren
(z.B. Fäkalenzymreste,
die nach dem Reinigen eines Bodens, der von einem nicht stubenreinen Hund
verschmutzt wurde, oder der Haut eines Babys in der Nähe des Gesäßes verblieben
sind), die zu schlechtem Geruch, Ausbreitung von bakterieller Infektion
oder gereizter Haut führen
kann. Die Detektierung eines hohen pH, einer erhöhten Hauthydratation, die zu
einer messbaren Zunahme in der Leitfähigkeit oder Abnahme in der
Impedanz der Haut führt, usw.
kann ebenfalls verwendet werden, um mögliche Hautreizung vorherzusagen.
Weitere Ausführungsformen
eines proaktiven Sensors sind in der gleichzeitig anhängigen US-Anmeldung
Eingangsnr. 09/107,561 mit dem Titel „Disposable Article Having A
Proactive Sensor",
eingereicht am 29. Juni 1998, beschrieben.
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Der
Sensor kann ferner ein „Sensorsystem" umfassen, das zwei
oder mehr Sensoren enthält,
von denen jeder gleiche oder unterschiedliche Signale von derselben
Quelle oder unterschiedlichen Quellen detektieren kann. Zum Beispiel
kann das Sensorsystem einen Sensor innerhalb des Artikels umfassen, der
elektrische oder biologische Signale von einem oder mehreren externen
und/oder separaten Sensoren detektiert, so dass, wenn spezifizierte
Arten von Signalen gesendet werden oder spezifizierte Kombinationen
von Signalen gesendet werden, der Sensor innerhalb des Artikels,
das Betätigungselement
eine Reaktionsfunktion ausführt.
Zum Beispiel wenn ein biologischer Stimulus in einer bestimmten
Fluidart detektiert wird und auch ein gewisser pH vorliegt, kann
der Artikel ein antimikrobielles Mittel freisetzen, das so ausgewählt ist,
dass es unter den speziellen Bedingungen wirksam ist.
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Betätigungselement
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Der
Artikel der vorliegenden Erfindung umfasst auch ein Betätigungselement.
Wie in dieser Anmeldung verwendet, bezieht sich der Begriff „Betätigungselement" auf eine Vorrichtung,
die „Potential" und ein Mittel zum
Umwandeln des Potentials zur Ausführung oder Aktivierung einer „Reaktionsfunktion" umfasst. Das Potential
des Betätigungselements kann
entweder gespeicherte oder potentielle Energie oder gespeichertes
Material umfassen. Das Betätigungselement
kann somit eine Reaktionsfunktion ausführen oder aktivieren, indem
es potentielle Energie in kinetische Energie umwandelt oder indem
es gespeichertes Material freisetzt oder abgibt. Potentielle Energie
kann als mechanische, elektrische, chemische oder thermische Energie
gespeichert werden. „Kinetische
Energie", wie in
dieser Anmeldung verwendet, bezieht sich auf die Fähigkeit,
Arbeit zu verrichten oder eine Reaktionsfunktion, wie vorstehend
beschrieben, auszuführen
(z.B. Ausdehnung einer komprimierten Vorrichtung, Drehung einer
verdrillten Vorrichtung, Bewegung eines Gels, wenn es die Phase ändert, Beschichtung
oder Behandlung eines Materials oder Objekts).
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Eine „Reaktionsfunktion" ist für die Zwecke dieser
Anmeldung als eine Funktion, die an dem zu behandelnden Objekt ausgeführt wird,
definiert. Das zu behandelnde Objekt kann eine Substanz oder ein Material,
der Artikel selbst, ein Träger
oder Benutzer des Artikels, ein belebter Organismus, eine Vorrichtung
oder ein Bestandteil davon sein. Für die Zwecke der vorliegenden
Erfindung wird eine Funktion als auf einen Stimulus hin ausgeführt betrachtet,
wenn die Funktion ausgeführt
wird, wenn das Element erfasst wurde oder wenn ein anderes Element,
das direkt oder indirekt mit dem Element verbunden ist, erfasst wurde.
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In
den typischen Ausführungsformen
der Erfindung behandelt das Betätigungselement
ein Objekt durch Ausführen
einer oder mehrerer der folgenden Reaktionsfunktionen: Abgeben eines
Materials zum Behandeln eines Objekts; Abgeben elektrischer (hierin
definiert als einschließlich
elektromagnetischer) Energie zum Behandeln eines Objekts; Abgeben
mechanischer Energie zum Behandeln eines Objekts. Das Abgeben von
Energie gemäß den vorstehenden
Kategorien kann zusätzlich
zu dem, was nachstehend offenbart ist, das Bewegen eines Materials,
Entfernen eines Materials, Isolieren eines Materials einschließen. Das
Isolieren eines Objekts, wie nachstehend weiter erörtert, kann
auch das Abgeben eines Materials an ein Objekt zum Isolieren des
Objekts einschließen.
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Die
von der vorliegenden Erfindung ausgeführte Behandlung kann auf eine
große
Vielfalt an Ergebnissen, die für
Benutzer vorteilhaft sind, gerichtet sein, einschließlich, jedoch
nicht beschränkt
auf: Reinigung, Bleichen, Flecken, Färbung, Hygiene, Polieren, Deodorieren,
Desinfektion, medizinische Behandlung, Verabreichung von Medikamenten,
chemische Ätzung,
Oberflächenmodifizierung,
Glättung, Färben, Entgummierung,
Beschichtung, Verkapselung, Aufnahme von Materialien, chemische
Umsetzung, Versiegelung, Aufhellung, Verdunklung, Frierung, Fettung,
Verdickung, Gelierung, Anstreichen, Einfärbung mit Tinte, Bedrucken,
Parfümieren,
Sättigung,
Trocknung, Absorption, Adsorption, Entgiftung, statische Entladung,
Klebrigmachen, Entfusselung, Beplattung, Purifikation, Anheften,
Abwischen, chemische Umsetzung einschließlich Oxidation, Reduktion
und Neutralisation, Verfestigung, Verflüssigung, Härtung, Bräunung, Befeuchtung, Lotionierung,
Satzung, Verdünnung,
Styling, Konservierung/Bewahrung, Schmierung, Reinigung und Auflösung.
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Zu
beispielhaften Behandlungsfunktionen für das Betätigungselement gehören Abgabe
eines Materials, wie eines Wirkstoffbestandteils zum Reinigen, Konditionieren,
Färben,
Modifizieren, chemischen Umsetzen, Katalysieren einer chemischen
Reaktion, Hygienisieren, Desinfizieren, Sterilisieren, Abtöten (wie
Insekten, Mikroorganismen), Beschichten, Modifizieren des pH, Modifizieren
der biologischen Aktivität,
Hemmen oder Schützen
eines Objekts. Zu beispielhaften, nicht einschränkenden speziellen Beispielen
gehören
das Behandeln eines Materials oder Objekts, wie: harter oder weicher
Oberfläche,
wie Glas, Fußböden, Haut,
Platten, Werkzeugen, Tischen, Metall, Holz, Kunststoffen, Keramik;
Textilien, wie Kleidung, Teppichen, Polstern; Modifizieren der physikalischen
Natur eines Materials durch Zuführung
einer chemischen Zusammensetzung, die die physikalischen Eigenschaften
davon modifiziert, wie durch Modifizieren der Viskosität, Oberflächenenergie
oder anderer physikalischer Eigenschaften oder Erleichterung oder
Hervorrufen einer chemischen Reaktion mit dem Material.
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Zu
beispielhaften Behandlungsfunktionen zur Abgabe mechanischer Energie
zum Behandeln eines Materials oder Objekts gehören physische Manipulation
des Materials oder Objekts, wie durch Massieren, Mischen, Abrieb,
Verteilung oder Lockerung ihrer Adhäsion an einer Oberfläche.
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Zu
beispielhaften Behandlungsfunktionen zum Entfernen oder Isolieren
eines Objekts gehört das
Entfernen oder Isolieren von Körperflüssigkeiten oder
Stuhlgang, Verschmutzungen, verdorbenen Lebensmitteln, biologisch
abgebauten Materialien wie Lebensmitteln, biologisch abbaubaren
Kunststoffen, Ölen
usw.
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Ein
Betätigungselement
eines Einwegartikels kann zum Beispiel Deodorant, Enzyminhibitor, antimikrobielles
Mittel, Pilzbefall verhütendes
Mittel, Hautpflegezusammensetzung, Reinigungsmittel, Oberflächenmodifizierungsmittel
oder pH-Modifikatoren
freisetzen oder abgeben; Körperflüssigkeiten, Exkremente,
Verschmutzungen, Schmutz, Staub, Abfall oder jegliche anderen Substanzen,
deren Gegenwart unerwünscht
ist, einfangen, abwischen, bedecken, einschließen, immobilisieren, versiegeln, pumpen
oder speichern; oder die Freisetzung oder Erzeugung einer Struktur
oder eines Elements, die bzw. das zum Ausführen einer oder mehrerer dieser Funktionen
oder irgendeiner anderen Reaktionsfunktion an den Exkrementen, dem
Träger,
dem Artikel oder einem Bestandteil davon auslösen.
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Ein
Betätigungselement
eines Einwegartikels zum Beispiel, und wie vorstehend erläutert, kann ein
Material an ein Objekt abgeben. Dazu kann es an ein Objekt einen
oder mehrere Wirkstoffbestandteile abgeben, wie, jedoch nicht beschränkt auf
diejenigen, die ausgewählt
sind aus der Gruppe, bestehend aus antimikrobiellen Mitteln, Pilzbefall
verhütenden Mitteln,
Enzyminhibitoren, pH-Puffern, pH-Modifikatoren,
Reinigungsmitteln, Konditioniermitteln, Medikamenten, Absorptionsmaterialien,
Kosmetika, Schutzmitteln (z.B. Wachsen, Schutzcremes für Haut,
harte Oberflächen
usw.), Pulvern, Antihaftmitteln (z.B. Silikonen) und Rheologiemodifizierern.
Vorzugsweise werden die abgegebenen Materialien in dem Artikel gespeichert.
Zu Materialien und Wirkstoffbestandteilen, die abgegeben werden
können, gehören, ohne
jedoch darauf beschränkt
zu sein, ein oder mehrere der folgenden: Konditioniermittel, Reinigungsmittel
(z.B. Tenside, vorzugsweise anionische und nichtionische Tenside),
Desinfektionsmittel, Pilzbefall verhütende Mittel, antimikrobielle
Mittel, chemische Reagenzien, Medikamente, biologische oder physiologische
Wirkstoffe (z.B. Enzyminhibitoren), Rheologiemodifizierer (z.B.
Fäkalienmodifizierungsmittel),
pH-Puffer oder -Modifikatoren, Farbstoffe; Druckgas, ein komprimierter
Schaumstoff, ein verdrillter Schaumstoff, ein geschlossenes Flüssigkeitstransportelement,
ein elektrisch emp findliches Gel, ein pH-empfindliches Gel, ein
Salzkonzentrationsgel usw. Zu Rheologiemodifizierern gehören, ohne
jedoch darauf beschränkt
zu sein, Fäkalienmodifizierungsmittel,
Verdickungsmittel (z.B. polymere Verdickungsmittel, Ton usw.), Suspendiermittel
und viskositätssenkende
Mittel. Konditioniermittel können
verwendet werden, um belebte oder unbelebte Objekte, einschließlich, jedoch
nicht beschränkt
auf Textilien, Haar, Fasern, Haut und Leder, zu konditionieren.
Zu Beispielen gehören
kationische Tenside, kationische Polymere, Öle, Wachse, Glanzmittel, Silikone,
Kohlenwasserstoffe, Erweichungsmittel, Feuchthaltemittel usw.
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Das
Isolieren eines Objekts kann erfolgen, indem es beschichtet wird,
in einem Hohlraum, einem Behälter
oder einer anderen dreidimensionalen Struktur eingefangen wird oder
indem es an einen anderen Ort bewegt wird (was Entfernung von seinem
Ort oder bloßes
Anpassen seiner Position, während
es nahe an seiner Ausgangsposition bleibt, beinhalten kann).
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Eine
Vorrichtung, die nur ein Signal bereitstellt, das angibt, dass ein
Ereignis aufgetreten ist, wird jedoch nicht als ein „Betätigungselement", wie für die Zwecke
dieser Anmeldung definiert, angesehen.
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Das
Auslösen
der Erzeugung einer dreidimensionalen Struktur zum Entfernen eines
Materials von einem Ort (wie einer Oberfläche) oder anderweitig zum Isolieren
eines Objekts kann Reaktionsfunktionen, die an einem Bestandteil
des Artikels und letztlich an dem Material ausgeführt werden,
beinhalten. Das Einfangen einer zu entfernenden Substanz, das Abwischen
einer Oberfläche
des zu behandelnden Objekts oder der Haut des Benutzers oder Trägers oder
das Behandeln der Oberfläche
eines Objekts oder der Haut eines Benutzers oder Trägers mit einer
Zusammensetzung, die die Oberfläche
oder Haut oder den Bestandteil davon reinigt oder modifiziert, oder
einem Material oder einer Substanz auf solcher Haut oder Oberfläche sind
zum Beispiel Reaktionsfunktionen, die an der Verschmutzung und/oder
der Oberfläche
oder dem Benutzer oder Träger
ausgeführt werden.
Das Einstellen der Geometrie des Artikels (in einer, zwei oder drei
Dimensionen) oder seiner physikalischen Eigenschaften (z.B. Biegemodul,
Geometrie usw.) sind Beispiele für
Reaktionsfunktionen, die von dem Artikel durchgeführt werden
können.
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Einem
Pfleger und/oder dem Träger
zu signalisieren, dass ein Ereignis aufgetreten ist, führt jedoch
keine Reaktionsfunktion aus, da es keine Funktion an einem Objekt
oder Material ausführt.
Signalisierungsvorrichtungen erfordern ein dem System externes Mittel
(z.B. menschlich usw.), das als Betätigungselement wirkt und ergibt,
dass eine Funktion ausgeführt
wird.
-
Ein
Betätigungselement
der vorliegenden Erfindung kann potentielle Energie freisetzen,
um eine Reaktionsfunktion an einem zu behandelnden Objekt auszuführen oder
zu deaktivieren. Das zu behandelnde Objekt kann unbelebt oder belebt
sein, einschließlich
zum Beispiel, ohne darauf beschränkt
zu sein, ein Material, eine Vorrichtung, Oberfläche, Person, ein Tier oder
eine Umgebung (z.B. Umgebungsluft). Die Freisetzung potentieller
Energie kann mechanische, elektrische, chemische oder thermische potentielle
Energie in mechanische, elektrische oder chemische kinetische Energie
umwandeln, um eine Ansprechfunktion auszuführen. Betätigungselemente können durch
einen Schwellenwert eines Stimulus ausgelöst werden, um potentielle Energie
freizusetzen, um eine Ansprechfunktion auszuführen, oder können kontinuierlich
auf einen Stimulus reagieren, wie nachstehend beschrieben. Zum Beispiel
hat ein komprimierter Schaumstoff gespeicherte mechanische potentielle
Kompressionsenergie und kann bei Freigabe mechanische kinetische
Energie bereitstellen. Ein verdrillter Schaumstoff hat gespeicherte
mechanische potentielle Torsionsenergie und kann bei Freigabe mechanische
kinetische Energie, d.h. Drehung, bereitstellen. Außerdem kann
gespeicherte chemische, elektrische oder thermische Energie verwendet
werden, um elektrische, mechanische, chemische oder thermische kinetische
Energie freizusetzen.
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Potentielle
Energie kann auf jede Weise gespeichert werden, die ausreicht, um
sie zu bewahren/zurückzuhalten,
bis sie benötigt
wird. Beispiele schließen
Batterien und/oder Kondensatoren, elastisch, verdrillt, kompressiv
gespannte Materialien oder Strukturen, in der Form nicht umgesetzter
Reagenzien, und Materialien, die zur Ausführung physikalischer oder chemischer
Funktionen fähig
sind (z.B. Absorptionsmittel, Erweichungsmittel, pH-Puffer, Enzyminhibitoren,
Fäkalienmodifizierungsmittel; komprimierte
Gase usw.) ein.
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Alternativ
kann ein Betätigungselement
der vorliegenden Erfindung eine Menge an gespeichertem Material
umfassen, das die Fähigkeit
besitzt, eine Reaktionsfunktion an dem zu behandelnden Objekt auszuführen oder
zu aktivieren. In einer Ausführungsform
kann das Betätigungselement
zum Beispiel ein gespeichertes Material, das eine Ansprechfunktion
ausführt,
freisetzen oder liefern. In dieser Ausführungsform kann das Betätigungselement durch
einen Schwellenwert eines Stimulus ausgelöst werden, um das gespeicherte
Material zu einem gegebenen Zeitpunkt diskontinuierlich freizusetzen oder
abzugeben, oder es kann das Material kontinuierlich freisetzen oder
abgeben.
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In
alternativen Ausführungsformen
können der
Sensor und/oder das Betätigungselement
ein geschlossenes Flüssigkeitstransportelement
umfassen. Ein „geschlossenes
Flüssigkeitstransportelement" oder „Transportelement" umfasst ein mit
Flüssigkeit
gefülltes
Element mit einem Einlassanschluss und einem Auslassanschluss, das
bei Empfang von Flüssigkeit
am Einlassanschluss Flüssigkeit
am Auslassanschluss freisetzt. Die vom Auslassanschluss freigesetzte
Flüssigkeit
kann als Stimulussignal für einen
Sensor dienen. Zum Beispiel kann die Flüssigkeit Wasser sein, das freigesetzt
wird, wenn das Transportelement Urin am Einlassanschluss aufnimmt,
und das so wirkt, dass eine Versiegelung aufgelöst wird, um gespeicherte mechanische
Energie freizusetzen, um ein Material abzugeben oder einen Hohlraum
zu schaffen, um ein Material zu isolieren. Alternativ kann das Transportelement
selbst ein Betätigungselement
auslösen
(z.B. Mischung mit Mitteln, um eine chemische Reaktion durchzu führen) oder
kann mindestens einen Teil der Funktion des Betätigungselements ausführen (z.B.
wird das freigesetzte Wasser von einem Superabsorber-Polymer aufgenommen,
das in einer bestimmten Geometrie angeordnet ist und das aufquillt
und ein Porenvolumen für
Fäkalien
bildet). Flüssigkeitstransport
durch solche Transportelemente beruht eher auf direkter Saugwirkung
als auf Kapillarität.
Die Flüssigkeit
wird durch einen Bereich transportiert, in den keine erhebliche
Menge an Luft (oder einem anderen Gas) eindringen kann. Die Antriebskraft,
damit Flüssigkeit durch
ein solches Element fließt,
kann von einer Flüssigkeitsvertiefung
(z.B. einer kapillaren oder osmotischen Absorptionsstruktur) oder
einer Quelle, die in Flüssigkeitsverbindung
mit dem Element ist, erzeugt werden. Deshalb muss ein Flüssigkeitstransportelement
eine relativ hohe Flüssigkeitsdurchlässigkeit aufweisen.
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Es
gibt innerhalb des Transportelements vorzugsweise mindestens zwei
Bereiche mit unterschiedlichen Porengrößen, nämlich den einen oder die mehreren
Anschlussbereiche mit kleineren Poren und den Innenbereich mit einer
viel größeren Porengröße. Der
Innenbereich des Transportelements hat eine Durchlässigkeit,
die im Vergleich zur Durchlässigkeit
eines Anschlussbereichs, der ein Teil des Außen-/Wandbereichs sein kann,
der den Innen-/Grundbereich umgibt, relativ hoch ist (eine höhere Flüssigkeitsdurchlässigkeit
sorgt für
weniger Fließwiderstand).
Nicht einschränkende
Beispiele für stark
poröse
Materialien, die zum Gebrauch als Innenbereichsmaterial geeignet
sind, schließen
Faserstrukturen, die Polyolefin, PET, Cellulose und cellulosebasierte
Fasern umfassen, und porösen,
offenzelligen Schaumstoff, wie vernetzte Schaumstoffe, Celluloseschwämme, Polyurethanschäume und
HIPE-Schaumstoffe ein. In einer Ausführungsform sind die Hohlräume des
Innenbereichs im Wesentlichen vollständig mit einem im Wesentlichen
nicht komprimierbaren Fluid gefüllt.
Der Begriff „im
Wesentlichen vollständig" bezieht sich auf
die Situation, in der genügend
Porenvolumen des Innenbereichs mit der Flüssigkeit gefüllt ist,
so dass ein kontinuierlicher Fluss zwischen Einlass- und Auslassanschluss
aufgebaut werden kann.
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Die
Anschlussbereiche des Transportelements umfassen Materialien, die
für die
Transportflüssigkeit
durchlässig
sind, jedoch nicht für
Umgebungsgas (wie Luft), sobald sie mit der Transportflüssigkeit
benetzt sind. Oft werden solche Materialien als Membranen beschrieben,
die als Bereiche definiert sind, die für Flüssigkeit, Gas oder eine Suspension
von Teilchen in einer Flüssigkeit
oder einem Gas durchlässig
sind. Die Membran kann beispielsweise eine mikroporöse Region
umfassen, die eine Flüssigkeitsdurchlässigkeit
durch die Kapillaren bereitstellt. In einer alternativen Ausführungsform
kann die Membran einen monolithischen Bereich umfassen, der ein Blockcopolymer
umfasst und durch den die Flüssigkeit
mittels Diffusion transportiert wird. Zu beispielhaften Membranen
für die
Anschlussbereiche gehören
Celluloseacetatmembranen, wie auch in
US-Patent
Nr. 5,108,383 mit dem Titel „Membranes For Absorbent Articles", erteilt an White
am 28. April 1992, offenbart, PET-Folien, wie in
EP-A-0451797 offenbart, Nitrocellulosemembranen,
Cellulosenitratmembranen, PTFE-Membranen, Polyamidmembrane und Polyester.
Andere geeignete Materialien sind polymere Siebgewebe, wie Polyamid-
oder Polyethylen-Gewebe, wie sie von Verseidag in Geldern-Waldbeck,
Deutschland, oder SEFAR in Rüschlikon, Schweiz,
erhältlich
sind.
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Das
Betätigungselement
kann als Alternative ein elektrisch empfindliches Gel umfassen.
Elektrisch empfindliche Gele sind polymere Gelnetze, die, wenn sie
zumindest teilweise mit Wasser aufgequollen sind, unter der Einwirkung
von elektrischem Strom oder einem elektrischen Feld Volumen und/oder
Geometrie andern. Zum Beispiel durchlaufen bestimmte teilweise ionisierte
Polyacrylamidgele unter schwachen elektrischen Feldern (z.B. 0,5
Volt/cm) eine anisotrope Kontraktion von ungefähr 50%, wenn sie in Aceton
und Wasser getaucht werden. Alternative elektrisch empfindliche
Gele können
eine elektrisch induzierte Krümmung
in Gegenwart von Wasser und einem Tensid durchlaufen oder können eine
oszillierende Wellenbewegung durchlaufen, wenn sie einem oszillierenden
elektrischen Feld ausgesetzt sind. Es wird angenommen, dass eine örtliche
Schrumpfung in einem Abschnitt des Gels angeregt werden kann, z.B.
auf einer Seite eines Gelelements, indem positiv geladene Tensidmoleküle auf dem
negativ geladenen Gelpolymer in einem elektrischen Feld konzentriert
werden. Das Ändern
der Intensität
und/oder der Polarität
des Felds induziert eine Bewegung in dem Gel, wenn die Länge einer
Seite abnimmt (z.B. kann sich ein in einem Streifen geformtes Gel
zusammenrollen). Elektrisch empfindliche Gele können verschiedene Geometrien,
wie rechteckige, kreisförmige,
retikulierte netzförmige
usw. Muster, umfassen, um ein Ventil zur Freisetzung eines Materials
bereitzustellen, um das Durchfließen eines Fluids zu ermöglichen,
um das Durchfließen
eines Fluids zu verhindern, um ein Fluid oder eine andere Substanz (z.B.
Exkremente) einzukapseln usw., wenn sie ihr Volumen und/oder ihre
Geometrie ändern.
Ein elektrisch empfindliches Gel, das in einem Streifen gebildet
wird, zum Beispiel, kann sich biegen, um Fäkalien zu transportieren, wenn
Fäkalfeuchtigkeit
erkannt wird. In
10A und
10B zum
Beispiel wird ein Streifen aus elektrisch empfindlichem Gel in einem Kreislaufgezeigt,
in dem Fäkalfeuchtigkeit
die Kontakte
485 überbrücken kann
und es dem Strom ermöglichen
kann, zu dem elektrisch empfindlichen Gel zu fließen, wobei
der Streifen entweder gekrümmt oder
begradigt wird. Als Alternative kann ein elektrisch empfindliches
Gel, das in einem netzartigen Gittermuster ausgebildet ist, wie
in
11A,
11B und
11C dargestellt, elektrisch so induziert werden,
dass es aufquillt oder schrumpft, wenn ein elektrisch leitfähiges Fluid
erkannt wird, um ein Ventil zu bilden, das es ermöglicht und/oder
verhindert, dass Urin in einen anderen Bereich des Artikels
20 fließt. In
11A ist zum Beispiel ein Kreislauf mit einem netzartigen
Gittermutter eines elektrisch empfindlichen Gels dargestellt.
11B und
11C zeigen
ferner eine Mikroskopansicht des Netzes in einer geschrumpften bzw.
in einer aufgequollenen Konfiguration. Ein beispielhaftes Material
ist ein schwach vernetztes PAMPS-Gel (Poly(acrylamido-2-methylpropan)sulfonsäure). Diese
Art von Gel kann verschiedene Funktionen ausführen, wie die Erzeugung eines
Hohlraums für
ein Objekt, das von einer Oberfläche
entfernt oder isoliert werden soll (z.B. Fäkalien), Abwischen der Haut
oder einer anderen Oberfläche,
Anwenden oder Abgeben eines chemischen Mittels oder Fungieren als
Ventil zur Frei setzung eines Materials. Andere beispielhafte elektrisch empfindliche
Gele sind in den
US-Patenten
Nr. 5,100,933 , erteilt an Tanaka am 31. März 1990,
und
WO 9202005 beschrieben.
Alternativ können pH-empfindliche
Gele, auf die Salzkonzentration empfindliche Gele, die ihr Volumen
und/oder ihre Geometrie bei bestimmten pH-Werten bzw. Salzkonzentrationen ändern, oder
Gele, die empfindlich für
andere Eigenschaften von Materialien oder Bedingungen sind, können als
Betätigungselement
der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
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Eine
Ausführungsform
eines Artikels der vorliegenden Erfindung kann einen oder mehrere
proaktive Sensoren und ein oder mehrere Betätigungselemente einschließen. Durch
das Detektieren eines Stimulussignals vor einem bevorstehenden Ereignis kann
ein Reaktionssystem in dem Artikel ausgelöst werden, um auf das bevorstehende
Ereignis vorzubereiten. Dies ermöglicht
den Aufbau von Artikeln, bei denen die Behandlungstechnologie anfänglich „versteckt" oder unauffällig, jedoch
bei oder kurz vor dem Moment des Bedürfnisses verfügbar ist.
Unabhängig
vom speziellen Stimulus kann der proaktive Sensor in diesen Ausführungsformen
ein Betätigungselement
aktivieren, das eine Maßnahme
an dem zu behandelnden Objekt ausführt, um auf das Auftreten des
Ereignisses vorzubereiten. Wenn zum Beispiel ein bevorstehendes
biologisches Ereignis (z.B. Krankheit, Hautreizung, Insektenbefall
usw.) erkannt werden soll, wird das System vorzugsweise durch ein
biologisches Signal im Zusammenhang mit der Gegenwart des Ereignisses,
das das bevorstehende zu behandelnde oder zu vermeidende Ereignis
vorhersagt, ausgelöst
(d.h. das Reaktionssystem wird aktiviert).
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Das
Betätigungselement 70 kann
in jedem Abschnitt des Einwegartikels, der es dem Betätigungselement
erlaubt, eine Reaktionsfunktion auszuführen, angeordnet und/oder wirkend
damit verbunden sein.
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Der
Artikel umfasst auch eine Steuereinrichtung. Eine „Steuereinrichtung" ist für den Zweck
dieser Anwendung als Vorrichtung definiert, die einen Stimulus von
einem Sensor empfängt
und bestimmt, ob eine oder mehrere Maßnahmen ergriffen werden sollen.
Eine Steuereinrichtung 80 kann ein Signal von dem Sensor 60 empfangen
und das Betätigungselement 70 anweisen,
eine Reaktionsfunktion an den Exkrementen, dem Träger, dem
Artikel oder einem Bestandteil davon auszuführen. Eine Steuereinrichtung
kann Materialien enthalten, die eine chemische oder physikalische
Veränderung
durchlaufen, kann eine chemische, mechanische oder elektrische Vorrichtung
sein, die Informationen von einem Sensor verarbeitet usw. Zum Beispiel
kann der Sensor 60 in einem Artikel mit einem komprimierten
Kunststoffschaumstoff unter Vakuum von einem feuchtigkeitslöslichen
Beutel eingekapselt und zurückgehalten wird,
den feuchtigkeitslöslichen
Beutel umfassen. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften
der Folie, d.h. die Art des Polymers, die Dicke usw., die bestimmen,
wie viel des Stimulus vorhanden sein muss, bevor sich die Folie
auflöst,
wirken als Steuereinrichtung 80 und bestimmen den Schwellenwert des
Stimulus, der erreicht werden muss, bevor die Steuereinrichtung 80 es
dem Betätigungselement 70 erlaubt,
gespeicherte Energie freizusetzen, um eine reagierende Funktion
auszuführen.
Das Betätigungselement 70 ist
die Kombination des komprimierten Schaumstoffs und des Verlusts
an Vakuum, die die Freisetzung der gespeicherten mechanischen Energie
des komprimierten Schaumstoffs ermöglicht. In diesem Beispiel
wirkt die Steuereinrichtung 80 als einmaliger Schalter.
Eine elektrische Steuereinrichtung 80, die Signale von
dem Sensor 60 empfängt, wie
elektrische Aktivität
von Muskeln des Trägers, kann
jedoch mehrere elektrische Signale empfangen und überwachen
und kann das Betätigungselement wiederholt
auslösen.
Die Steuereinrichtung kann mit der Sensorkomponente oder mit dem
Betätigungselement
eine Einheit bilden oder ein separater Bestandteil des Systems sein.
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Die
Steuereinrichtung 80 kann in jedem Abschnitt eines Einwegartikels,
der es der Steuereinrichtung 80 ermöglicht, ein Signal von dem
Sensor 60 zu empfangen und ein Signal an das Betätigungselement 70 auszugeben,
angeordnet und/oder wirkend mit diesem verbunden sein. Die Steuereinrichtung 80 kann
vollständig
innerhalb des Artikels, wie Artikel 20, enthalten sein,
kann einen Teil in dem Artikel und einen Teil außerhalb des Artikels haben.
Eine Steuereinrichtung 80 oder ein Teil einer Steuereinrichtung 80 kann
wirkend mit einem oder mehreren Sensoren 60, einem oder
mehreren Betätigungselementen 70, einem
anderen Teil der Steuereinrichtung 80 oder einem Abschnitt
des Artikels 20 verbunden sein. Die Steuereinrichtung 80 kann
zum Beispiel ein Signal von dem Sensor 60 empfangen und
ein Signal an das Betätigungselement 70 ausgeben.
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Obwohl
unterschiedliche Strukturelemente die Funktionen des Sensors 60 und
der Steuereinrichtung 80 ausführen können, müssen die Funktionen des Sensors 60 und
der Steuereinrichtung 80 der vorliegenden Erfindung nicht
von unterschiedlichen Strukturelementen ausgeführt werden. Die Funktionen
des Sensors 60 und der Steuereinrichtung 80 können zum
Beispiel von demselben Strukturelement durchgeführt werden, wie einer Folie,
die sich bei Kontakt mit einem Bestandteil eines zu behandelnden
Materials, z.B. Exkrementen, auflöst. In diesem Beispiel fungiert
die Folie als Sensor und reagiert auf den Stimulus. Die physikalischen
und chemischen Eigenschaften der Folie, d.h. die Art des Polymers,
die Dicke usw., die bestimmen, wie viel des Stimulus vorhanden sein
muss, bevor sich die Folie auflöst,
wirken als Steuereinrichtung und bestimmen den Schwellenwert des
Stimulus, der erreicht werden muss, bevor die Steuereinrichtung
es dem Betätigungselement
erlaubt, gespeicherte Energie freizusetzen, um eine reagierende
Funktion auszuführen. In
einer anderen Ausführungsform
kann das Reaktionssystem Zellen oder Kapseln umfassen, die ein oder
mehrere Materialien zum Behandeln des beabsichtigten Objekts enthalten.
Die Zellen oder Kapseln können
zum Beispiel bei einem Schwellenwert des Drucks bersten oder sich
in der Gegenwart eines Schwellenwertes einer gegebenen Flüssigkeit
oder einem anderen Bestandteil von Exkrementen oder einer anderen
Verschmutzung auflösen
und ein gespeichertes Behandlungsmaterial (z.B. eine Hautpflegezusammensetzung
oder einen Enzyminhibitor) freisetzen. In dieser Ausführungsform
fungieren die Zellen oder die Kapseln sowohl als Sensor, z.B. sie detektieren
das Druckniveau, als auch als Steuereinrichtung, z.B. sie definieren
den Schwellenwert des Drucks, bevor sie zulassen, dass das gespeicherte Behandlungsmaterial
freigesetzt wird. In einer Ausführungsform,
in der das geschlossene Flüssigkeitstransportelement
am Einlassanschluss ein zu behandelndes Fluid empfängt und
Flüssigkeit,
wie Wasser, aus dem Auslassanschluss austritt, um eine lösliche Folie
aufzulösen,
die zum Beispiel ein komprimiertes elastisches Material enthält, kann
das geschlossene Flüssigkeitstransportelement
sowohl als Sensor als auch als Steuereinrichtung fungieren. In dieser
Ausführungsform
fungiert das Transportelement als Sensor, indem es das zu behandelnde
Fluid (z.B. Urin) empfangt, und die Durchlässigkeit des Einlassanschlusses
oder des Auslassanschlusses kann als Steuereinrichtung fungieren
und den Schwellenwert der Menge an Flüssigkeit bestimmen, die erforderlich ist,
bevor das Transportelement die Flüssigkeit zu der löslichen
Folie gibt.
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Der
Artikel 20 der vorliegenden Erfindung umfasst vorzugsweise
ein diskontinuierliches Reaktionssystem mit oder ohne Rückführungssystem.
Das Reaktionssystem kann als Alternative ein kontinuierliches Reaktionssystem
mit einem Rückführungssystem
umfassen. Zum Beispiel kann ein Absorptionsartikel ein Reaktionssystem
umfassen, das auf die Verschmutzung, z.B. Körperflüssigkeit, einwirkt, wenn die
verschmutzenden Exkremente von dem Sensor erfasst werden. Ein „Reaktionssystem" ist für die Zwecke
dieser Anmeldung als ein System definiert, das auf das zu behandelnde
Objekt einwirkt, wenn der Sensor 60 den entsprechenden
Stimulus zum Auslösen
detektiert. Nach dem Detektieren eines gegebenen Stimulusparameters
bewirkt das Betätigungselement 70 die
Freisetzung gespeicherter Energie oder gespeicherten Materials,
um eine Reaktionsfunktion auszuführen.
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Das
Reaktionssystem der vorliegenden Erfindung kann entweder in „kontinuierlicher" oder „diskontinuierlicher" Weise reagieren.
Wie in dieser Anwendung verwendet, bezieht sich ein „kontinuierliches
Ansprechsystem" auf
ein Ansprech system, bei dem der Ausgang quantitativ abhängig von
der Menge des Stimulus ist, d.h. es sind kontinuierlich steigende
Mengen des Stimulus erforderlich, um kontinuierlich steigende Mengen
des Ausgangs zu bewirken, oder bei dem der Ausgang des Ansprechsystems
eine passive Freisetzung eines gespeicherten Materials umfasst.
Ein Superabsorber-Polymer, das in den Einwegabsorptionsartikel gegeben
worden ist, bietet zum Beispiel eine kontinuierliche Reaktion, bei der
der Ausgang quantitativ unabhängig
von der Menge des Stimulus ist, d.h. wenn steigende Mengen von flüssigen Exkrementen
das Superabsorber-Polymer berühren,
enthält
eine steigende Menge des Polymers diese Flüssigkeit, bis die Kapazität des Polymers
erschöpft
ist. Eine stöchiometrische
chemische Reaktion ist ein anderes Beispiel eines Systems mit einer
kontinuierlichen Reaktion auf einen steigenden Ausgang. In der Reaktion
A + überschüssiges B → C zum Beispiel
ist die Menge an überschüssigem B, umgewandelt
zu C, stöchiometrisch
und deshalb „kontinuierlich" mit der in dem System
verfügbaren Menge
A verbunden. Ein Reaktionssystem, das passiv ein gespeichertes Material
freisetzt, bietet jedoch generell eine kontinuierliche Reaktion,
unabhängig davon,
wie das Material selbst freigesetzt wird, da die eigentliche Reaktionsfunktion,
die an dem zu behandelnden Objekt ausgeführt wird, von dem Material und
nicht durch die Freisetzung des Materials ausgeführt wird. Unabhängig davon,
ob das Material kontinuierlich als Reaktion auf einen gegebenen
Stimulus freigesetzt wird oder diskontinuierlich zu einem einzigen
Zeitpunkt, wenn ein Schwellenwert eines gegebenen Stimulus detektiert
wird, freigesetzt wird, wird die von dem freigesetzten Material
durchgeführte
reagierende Funktion folglich so durchgeführt, dass kontinuierlich steigende
Mengen des Stimulus erforderlich sind, um kontinuierlich steigende
Mengen des Ausgangs zu bewirken, bis das freigesetzte Material erschöpft ist.
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Ein „diskontinuierliches
Reaktionssystem" bezieht
sich jedoch auf ein Reaktionssystem, das eine Ausgangsfunktion hat,
die im Wesentlichen über einen
Schwellenwert hinaus unabhängig
von der Menge des Stimulus ist. Wenn zum Beispiel einer oder mehrere
Schwellenwerte eines gegebenen Stimulus erreicht werden, kann das
Reaktionssystem alles oder einen vorgegebenen Anteil seiner gespeicherten
Energie freisetzen, um eine spezielle Reaktionsfunktion auszuführen. In
einer idealen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung schließt die Ausgangsfunktion eine „Stufenfunktion" ein, wie in 7A dargestellt.
In dieser Ausführungsform
ist die Änderungsrate
im Ausgang mit steigenden Werten des Stimulus (d(output)/d(input)),
d.h. die Steigung oder erste Ableitung f'(x) der Ausgangsfunktion f(x), vorzugsweise
im Wesentlichen null, wenn die Menge des Stimulus über oder
unter dem Schwellenwert liegt. Am Schwellenwert geht die Änderungsrate d(output)/d(input)
jedoch vorzugsweise gegen unendlich. Somit ist in der idealen diskontinuierlichen Reaktion
der Grenzwert (Limes) der Funktion f(x – ε), wenn ε → 0, nicht gleich dem Grenzwert
der Funktion f(x + ε),
wenn ε → 0, d.h.
lim f(x – ε) ≠ lim f(x + ε).
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Die
vorliegende Erfindung erkennt jedoch an, dass in der physischen
Welt eine ideale sofortige Stufenänderung am Schwellenwert nicht
notwendig ist und in vielen Fällen
eventuell nicht einmal möglich ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform
ist es nur notwendig, dass die Ausgangsfunktion eine virtuelle Stufenänderung
mit sehr geringer Änderung
im Stimulus am oder um den Schwellenwert des Stimulus aufweist.
Somit beabsichtigt die vorliegende Erfindung ein diskontinuierliches
Reaktionssystem mit einer Ausgangsfunktion, die in ausreichend diskontinuierlicher
Weise im Übergangsbereich
reagiert, so dass die Ausgangsfunktion mindestens einen relativen
Mindestgrad an Steilheit im Übergangsbereich aufweist.
Ohne auf ein bestimmtes Verfahren des Beschreiben oder Bilden eines
diskontinuierlichen Systems beschränkt sein zu wollen, wird in
einem bevorzugten Verfahren zur Bestimmung, ob eine gegebene Ausgangsfunktion
in ausreichend diskontinuierlicher Weise funktioniert, wie für die Zwecke
der vorliegenden Erfindung definiert, die Steigung der Ausgangskurve
am Wendepunkt mit der relativen Steigung einer Linie zwischen dem
ersten und dem letzten Punkt des Übergangsbereichs verglichen.
Zum Beispiel zeigt 8A eine Kurve einer beispielhaften Ausgangsfunk tion
f(x) zusammen mit darauf ausgerichteten Kurven der ersten, f'(x), und zweiten,
f''(x), und dritten,
f'''(x), Ableitung der beispielhaften Ausgangsfunktion.
Die Ausgangsfunktion f(x) beschreibt die Auswirkung des Stimulus
(x oder I) auf den Ausgang oder die Reaktion (R(I)). Für Zwecke
der vorliegenden Erfindung ist der Übergangsbereich als der Bereich
zwischen den relativen Höchstwerten
R(I1) und den Tiefstwerten, R(I2)
der zweiten Ableitung f''(x) der Ausgangsfunktion
f(x) definiert. Die relativen Höchstwerte
R(I1) und die relativen Tiefstwerte R(I2) sind Punkte, an denen die dritte Ableitung
f'''(x) gegen null geht. Der Wendepunkt
I ist als der Punkt im Übergangsbereich
definiert, an dem die zweite Ableitung f''(x)
gleich null ist, d.h.
-
-
Der
Vergleich der Steigung der Ausgangsfunktion am Wendepunkt der Steigung
einer Linie zwischen dem ersten und dem letzten Punkt des Übergangsbereichs
kann mit folgender Gleichung beschrieben werden:
-
In
dieser Gleichung ist dR/dI am Wendepunkt die erste Ableitung der
Ausgangsfunktion an diesem Punkt. Der Ausdruck ΔIT ist
die Änderung
in der Eingabe in das Ansprechsystem zwischen dem ersten, I1, und dem letzten, I2,
Punkt des Übergangsbereichs,
d.h. I2-I1 , und der Ausdruck Δ RT ist
die Änderung
in der Reaktion der Ausgangsfunktion zwischen dem ersten und dem
letzten Punkt des Übergangs bereichs,
d.h. R(I2)-R(I1).
Der Koeffizient k ist eine proportionale Konstante, die die relative
Steilheit der Steigung der Ausgangsfunktion am Wendepunkt I0 im Vergleich zur Steigung einer Linie zwischen
dem ersten und dem letzten Punkt des Übergangsbereichs beschreibt.
Damit das Reaktionssystem eine diskontinuierliche Ausgangsfunktion
aufweist, muss die proportionale Konstante k mindestens ungefähr 2,0,
vorzugsweise mindestens ungefähr
3,0, mehr bevorzugt mindestens ungefähr 5,0, noch mehr bevorzugt
mindestens ungefähr
10,0 sein, wobei mindestens ungefähr 100 am meisten bevorzugt
ist.
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In
bestimmten Ausführungsformen
kann der relative Steilheitsgrad im Übergangsbereich eines diskontinuierlichen
Ansprechsystems auch durch eine Übergangsfunktion
eines Regelungssystems mit einer Reihe einer ganzen Zahl n, Verzögerungen ersten
Grades mit gleicher Zeitkonstante dargestellt werden. Die Übergangsfunktion
des Ansprechsystems ist für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung als das Verhältnis der
Laplace-Transformationen des Ausgangs (Ansprechvariable) zum Stimulus
(Störvariable)
definiert. Siehe z.B. Robert H. Perry & Don Green, Perry's Chemical Engineers' Handbook, sechste Ausgabe, Kap. 22
(McGraw Hill, Inc. 1984). Wie in 8B dargestellt
kann man sich dem relativen Steilheitsgrad einer Ausgangsfunktion
mit der folgenden Formel nähern:
KG(s) = K/(Ts + 1)n, wobei KG(s) die Übergangsfunktion
ist, K ein proportionales Element ist, T die Zeitkonstante des Systems
ist und n die ganze Zahl der Zeitverzögerungen ersten Grades ist.
Wenn die Zahl n zunimmt, erhöht
sich in diesem Modell die Steilheit der Ausgangsfunktion im Übergangsbereich,
und das Modell beginnt, sich einem diskontinuierlichen Ansprechsystem
zu nahem. Bestimmte diskontinuierliche Ansprechsysteme der vorliegenden
Erfindung können
vorzugsweise mit der vorstehenden Formel dargestellt werden, wenn
n größer als
oder gleich ungefähr
25 ist, wobei n mehr bevorzugt größer als oder gleich ungefähr 50 ist
und n am meisten bevorzugt größer als
oder gleich ungefähr
100 ist.
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Wie
in 7A dargestellt, kann ein Ansprechsystem der vorliegenden
Erfindung einen einzigen Schwellenwert umfassen, bei dem das Ansprechsystem
die gesamte seiner gespeicherten Energie freisetzen kann, um eine
spezielle Ansprechfunktion auszuführen, oder es kann mehrere
Schwellenwerte umfassen, an denen das System einen vorbestimmten
Teil seiner gespeicherten Energie freisetzen kann, um eine oder
mehrere spezielle Ansprechfunktionen an jedem der Schwellenwerte
auszuführen.
In einer Ausführungsform
mit einem einzigen Schwellenwert kann das Ansprechsystem zum Beispiel
die gesamte seiner gespeicherten Energie freisetzen, um die gesamte
Ansprechfunktion auszuführen,
wenn der Schwellenwert erreicht wird. In diesem Beispiel, in solch
einer Ausführungsform
mit einem einzigen Schwellenwert, schließt das diskontinuierliche Reaktionssystem
ein System ein, das zwei Zustände
hat, wie An oder Aus. Wenn ein Schwellenwert einer Menge eines Stimulus,
wie Exkremente, in dem Einwegbehandlungsartikel vorhanden ist, kann das
Reaktionssystem eine einzelne Reaktionsfunktion an dem zu behandelnden
Objekt ausführen.
Somit kann das diskontinuierliche Ansprechsystem eine einmalige „schalterartige" Funktion ausführen, die
bei Vorhandensein eines Schwellenwerts eines Stimulus von einem
Zustand zu einem anderen überwechselt.
-
Alternativ
kann das Reaktionssystem, wie in 7B dargestellt,
mehrere Schwellenwerte aufweisen, an denen bei Erreichen des jeweiligen
Schwellenwerts das System eine gegebene „Menge" an Energie freisetzen oder eine Menge
an Material abgeben kann, um eine spezielle Reaktionsfunktion auszuführen. In
dieser Ausführungsform
kann bei Erreichen des jeweiligen Schwellenwerts ein Teil der gesamten
Ansprechfunktion ausgeführt
werden, und/oder es können
unterschiedliche, voneinander unabhängige Ansprechfunktionen als
Reaktion auf unterschiedliche erreichte Schwellenwerte ausgeführt werden.
Zum Beispiel kann ein Reaktionssystem ein Fäkalenzym überwachen und kann, wenn der Schwellenwert
des Enzyms erreicht ist, eine gleiche oder ungleiche Menge an Enzyminhibitor(en)
abgeben oder kann bei dem ersten Schwellenwert eine erste Reaktionsfunktion
ausführen
(z.B. eine Speicherkomponente des Artikels erweitern oder ausdehnen
oder einen pH-Puffer bereitstellen) und bei dem zweiten Schwellenwert
eine andere Reaktionsfunktion ausführen (z.B. eine Menge an Enzyminhibitor(en)
beigeben). In jedem Übergangsbereich
reagiert das Ansprechsystem im Wesentlichen genauso wie im Übergangsbereich
in der vorstehend beschriebenen Ausführungsform mit einem einzigen Schwellenwert.
-
Außerdem kann
ein reagierendes System mehrere Stimuli überwachen und eine oder mehrere reagierende
Funktionen ausführen,
wenn die Schwellenwerte der unterschiedlichen Stimuli erreicht werden,
oder es kann eine reagierende Funktion nur ausführen, wenn zwei oder mehr der
Schwellenwerte der unterschiedlichen Stimuli erreicht werden. Folglich
kann eine Steuereinrichtung mehrere unterschiedliche Stimuli überwachen
und eine unterschiedliche Ansprechfunktion ausführen, wenn die Schwellenwerte
der unterschiedlichen Stimuli erreicht werden. Alternativ kann die
Steuereinrichtung eine logische ODER-Gatter-Funktion ausführen, sodass
die Ansprechfunktion ausgeführt
werden kann, wenn einer oder mehrere Schwellenwerte der mehreren
Stimuli erreicht werden. Die Steuereinrichtung kann auch eine logische
UND-Gatter-Funktion ausführen,
sodass eine Ansprechfunktion ausgeführt werden kann, wenn jeder
Schwellenwert von zwei oder mehr unterschiedlichen Stimuli erreicht
wird.
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Das
Ansprechsystem kann auch ein „geschlossenes" oder ein „offenes" System umfassen. Ein „geschlossenes" System, das auch
als „Rückführungssystem" bezeichnet wird,
beinhaltet getrennte Bestandteile für Sensor 60 und Betätigungselement 70 und
führt auf
den Stimulus hin eine reagierende Funktion aus. In einigen bevorzugten
Ausführungsformen
kann das System auch eine Detektierung oder eine Messung eines Elements
oder eines Parameters der Ausgangsbedingung als mindestens einen
Auslöser
für die
Ansprechfunktion, die auf den Stimulus hin ausgeführt wird,
verwenden. Die Ausgangsbedingung kann der Zustand der Stimulusbedingung
sein, nachdem das Betätigungselement 70 die
Möglichkeit
hatte, eine reagierende Funktion auf die Stimulusbedingung hin auszuführen. Wenn
zum Bei spiel der Sensor 60 den pH auf einer Oberfläche oder
einem anderen zu behandelnden Objekt überwacht und eine Verschmutzung
in den Artikel 20 ausgeschieden wird, die den pH des Systems ändert, d.h.
die Ausgangsbedingung des Reaktionssystems, kann das Reaktionssystem
eine vorgegebene Menge eines pH-Puffers freisetzen, um den pH des
Systems zurück
auf den gewünschten
Ziel-pH oder -pH-Bereich zu bringen oder kann einen Puffer freisetzen, bis
der pH zu dem Ziel-pH oder -pH-Bereich zurückkehrt. Ein Absorptionsmaterial,
wie ein Superabsorber-Polymer, das Flüssigkeitseingabe kontinuierlich absorbiert,
bis die gesamte Flüssigkeit
absorbiert wurde oder die Kapazität des Polymers erreicht ist, wird
jedoch nicht als ein geschlossenes System umfassend betrachtet,
da das Absorptionsmaterial keine separaten Bestandteile für Sensor 60 und
Betätigungselement 70 aufweist.
Die Ansprechfunktion kann ausgeführt
werden, wenn die Ausgangsbedingung einen Schwellenwert erreicht
oder kann nur ausgeführt
werden, wenn die Ausgangsbedingung und eine oder mehrere andere
Bedingungen erfüllt werden.
Das Einwirken auf den Stimulus kann das Einwirken auf das sensorisch
erfasste Element einschließen,
z.B. das sensorische Erfassen des pH und das Einwirken auf den pH,
oder es kann das Einwirken auf eine Zusammensetzung, von der das
sensorisch erfasste Element ein integraler Bestandteil ist, einschließen, z.B.
das sensorische Erfassen eines Fäkalenzym
oder von Fäkalfeuchtigkeit
und das Einwirken auf Fäkalien.
Wie vorstehend beschrieben enthält
ein Rückführungssystem
mindestens zwei separate Bestandteile: den Sensor 60 und
das Betätigungselement 70.
Der Sensor 60 detektiert ein Ereignis oder einen Parameter,
der mit diesem Ereignis im Zusammenhang steht. Das Betätigungselement 70 empfängt ein
Signal und führt
eine Reaktionsfunktion an der Stimulusbedingung, die von dem Sensor 60 erkannt
wurde, aus. Das Rückführungssystem
umfasst außerdem
eine Steuereinrichtung 80. In diesem Fall kann der Sensor 60 ein
Signal an die Steuereinrichtung 80 bereitstellen, und die
Steuereinrichtung 80 kann das Betätigungselement 70 anweisen,
eine Reaktionsfunktion an der Stimulusbedingung auszuführen. Die
Steuereinrichtung 80 kann ein separater Bestandteil des
reagierenden Systems sein, oder die Funktion der Steuereinrichtung
kann von dem Sensor 60 und/oder dem Betätigungselement 70 ausgeführt werden.
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Das
Rückfühfungssystem
kann „nichtmodulierend" oder „modulierend" sein. In einem „nichtmodulierenden" reagierenden Rückführungssystem kann
das Ansprechsystem als einmaliger Schalter fungieren, wobei das
Betätigungselement
eine Ansprechfunktion am Stimulus ausführt, wenn der Schwellenwert
der Ausgangsbedingung erreicht wird. Zum Beispiel kann der Sensor 60 ein
spezielles Enzym detektieren, und das Betätigungselement 70 kann
daraufhin einen Enzyminhibitor freisetzen, der auf das Enzym, das
in der Verschmutzung detektiert wurde, einwirkt. Alternativ kann
der Sensor 60 eine flüssige
Verschmutzung detektieren und daraufhin einen komprimierten Schaumstoff
oder ein Absorptionsmaterial freisetzen, der bzw. das beim Ausdehnen
die Feuchtigkeit in das Material zieht. Der Sensor 60 kann
auch ein flüchtiges
Gas detektieren, das einen offensiven Geruch erzeugt, und das Betätigungselement 70 kann
daraufhin ein Deodorant freisetzen, das den Geruch dieses flüchtigen
Gases beseitigt. In jedem dieser Beispiele wirkt das Betätigungselement 70 auf
den Stimulus, der von dem Sensor 60 detektiert worden ist.
Wenn der Sensor 60 eine flüssige Verschmutzung detektiert
und das Betätigungselement 70 einen
komprimierten Schaumstoff freisetzt, um einen geformten Hohlraum
mit ausreichendem Volumen zum Einbehalten von Fäkalien zu erzeugen, wirkt das
Betätigungselement 70 jedoch
auf etwas anderes als den Stimulus, der von dem Sensor 60 detektiert
wurde, d.h. es wirkt auf die Fäkalien
statt auf den Urin und ist deshalb kein Rückführungssystem. „Modulation" rückführungssystem
umfasst hingegen einen Sensor 60, ein Betätigungselement 70 und
eine Steuereinrichtung 80. In einem Modulationrückführungssystem
wird die Ausgangsbedingung konstant oder wiederholt überwacht,
und die Steuereinrichtung 80 weist das Betätigungselement
an, eine reagierende Funktion auf den Stimulus auszuführen, um
die Ausgangsbedingung bei einem gewünschten Sollwert oder innerhalb
eines gewünschten
Bereichs zu halten. Ein modulierendes Reaktionssystem kann den pH
in Exkrementen konstant oder wiederholt messen und jedes Mal, wenn
der pH der Exkremente über
einem Schwellenwert des pH erkannt wird, eine gegebene Menge eines
pH-Modifikatoren (wie eines pH-Puffers oder eines pH-senkenden Mittels)
freisetzen, um ein Reaktionssystem mit Rückführungssystem bereitzustellen.
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Ein „offenes" System ist hingegen
ein System, das auf den Stimulus reagiert, um eine Ansprechfunktion
ohne die Verwendung von Rückführung auszuführen, d.h.
der Ausgang hat keine Auswirkung auf den sensorisch erfassten Stimulus,
der in das System eintritt. Ein offenes Reaktionssystem kann einen
Sensor
60, der eine Verschmutzung detektiert, und ein Betätigungselement
70,
das in kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Weise eine Reaktionsfunktion
an etwas anderem als dem von dem Sensor
60 detektierten
Stimulus ausführt,
umfassen. Zum Beispiel kann der Sensor
60 ein separat aufgetragenes
Desinfektionsmittel oder Reinigungsmittel detektieren, und das Betätigungselement
70 kann
die Verschmutzung einfangen oder speichern. Ein Beispiel für ein kontinuierliches
offenes reagierendes System, in dem sich ein aufblasbarer Abstandhalter über eine
stöchiometrische
chemische Reaktion aufbläht,
um ein Porenvolumen zur Speicherung von Fäkalien bereitzustellen, wenn
eine Flüssigkeit,
wie Urin, ein Gas entwickelndes Material berührt, d.h. ein kontinuierliches
reagierendes System, ist in
US-Patent
Nr. 5,330,459 mit dem Titel „Disposable Absorbent Article
Having An Inflatable Spacer" erteilt
an Gary D. Lavon et al. am 19. Juli 1994, beschrieben.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst Reaktionssysteme, die, ob offen oder
geschlossen, eine diskontinuierliche Reaktion bereitstellen. Die
vorliegende Erfindung umfasst auch Reaktionssysteme, die eine kontinuierliche
Reaktion bereitstellen und auch ein Rückführungssystem (d.h. ein geschlossenes
System) umfassen. Jede dieser Arten von Reaktionssystemen stellt
unterschiedliche Vorteile gegenüber
den in der Technik bekannten kontinuierlichen offenen Reaktionssystemen
bereit.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Einwegbehandlungsartikel eine
Verschmutzungsisolierungsvorrichtung, wie ein komprimiertes elastisches
Material, das innerhalb eines Beutels, von dem mindestens ein Teil
wasserlöslich
ist, unter Kompression gehalten wird. Vorzugsweise wird das komprimierte
elastische Material innerhalb des Beutels unter Vakuumkompression
gehalten. Wenn ein Schwellenwert der Feuchtigkeit einen Teil des
wasserlöslichen
Bereichs auflöst
und diskontinuierlich das Vakuum freigibt, dehnt sich das komprimierte
Material aus und kann eine Reaktionsfunktion an einer oder mehreren
Verschmutzungen ausführen.
Das komprimierte Material kann zum Beispiel ein elastischer Kunststoffschaum
sein, der einen geformten Hohlraum mit ausreichendem Volumen hat,
um feste Verschmutzungen einzufangen. In dieser Ausführungsform,
wenn der lösliche
Beutel auf Verunreinigung von Feuchtigkeit, die aus Verschmutzung
stammt, reagiert, und die Isoliereinrichtung als Reaktion auf die
Feuchtigkeit feste Verschmutzung einfängt, wie in 1 dargestellt,
umfasst das Reaktionssystem ein diskontinuierliches geschlossenes
Reaktionssystem, da das System in einer diskontinuierlichen Weise
auf den erfassten Stimulus wirkt, wenn ein Schwellenwert des Stimulus vorhanden
ist. Wenn der lösliche
Beutel jedoch auf Feuchtigkeit reagiert, umfasst das Reaktionssystem ein
diskontinuierliches offenes System, da das Reaktionssystem auf etwas
anderes als den Stimulus wirkt, d.h. das System fängt die
Verschmutzung anstelle der Feuchtigkeit ein. Alternativ kann das
komprimierte Material ein Absorptionsmaterial sein, das als Pumpe
fungiert, indem Fluid in seinen Körper gezogen wird, wenn es
sich ausdehnt. Wie in 9A bis 9C dargestellt,
kann zum Beispiel ein stark poröser,
großzelliger,
elastischer Schaumstoff 394, wie vorstehend beschrieben,
komprimiert und in einer Folie, einer Umhüllung, einem Beutel oder einer Kapsel
mit mindestens einem löslichen
Abschnitt 392 und einer unlöslichen Trägerschicht 393 enthalten sein. 9A zeigt
eine beispielhafte mechanische Pumpe der vorliegenden Erfindung. 9B zeigt
Fäkalien
auf der Struktur, und 9C zeigt die Struktur nach der
Absorption der Fäkalien.
Vorzugsweise wird jede Zelle, die den komprimierten Schaumstoff
umfasst, einzeln unter Vakuum gehalten. Wenn eine Flüssigkeit
(z.B. eine flüssig
Verschmutzung wie Urin oder eine andere Körperflüssigkeit) mit der löslichen Folie
in Kontakt kommt, löst
sich die Folie auf und ermöglicht
es dem komprimierten Schaumstoff in den Zellen, die mit der Verschmutzung
in Kontakt gekommen sind, sich auszudehnen und Fluid in den Schaumstoff
zu ziehen, wenn er sich ausdehnt. In einer Ausführungsform kann das Absorptionsmaterial mehrere
Zellen enthalten, die einzeln vakuumversiegelt sind, um eine Saugwirkung
für darüber liegende Exkremente
zu bewahren. In dieser Ausführungsform,
wenn das Reaktionssystem das Fluid, das von dem löslichen
Material erkannt wird, pumpt, umfasst das Reaktionssystem ein diskontinuierliches
geschlossenes Reaktionssystem, da das System auf den von dem Sensor
detektierten Stimulus wirkt. Das komprimierte Material kann alternativ
oder zusätzlich einen
Wirkstoff (wie vorstehend beschrieben) an die Oberfläche abgeben,
wenn sie sich ausdehnt.
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Der
Sensor 60 kann mit dem Artikel 20 eine Einheit
bilden oder kann von dem Pfleger oder dem Träger angebracht werden. Der
Sensor 60 kann vollständig
innerhalb des Artikels, wie Artikel 20, enthalten sein
oder kann einen Aufnahmeteil aufweisen, der in dem Artikel enthalten
ist, so dass er mit dem gewünschten
Stimulus und einem anderen Abschnitt, wie einem übertragenden Abschnitt, der
sich entweder in dem Artikel oder außerhalb des Artikels befindet,
in Kontakt kommt.
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Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
auch Rückhaltebereiche
zum Aufnehmen und Einbehalten von Materialien, die von den Artikeln
der vorliegenden Erfindung entfernt werden sollen, einschließlich, ohne
darauf beschränkt
zu sein, Flüssigkeiten,
Halbflüssigkeiten
und Feststoffe, umfassen. In der in
2 und
3 dargestellten Ausführungsform
der Verschmutzungsisolierungsvorrichtung kann das komprimierte Material
94 jeden elastischen
Schaumstoff umfassen, der geeignete Kompression- und Erholungseigenschaften
aufweist, so dass er in der Lage ist, komprimiert und innerhalb des
Beutels
92 gehalten zu werden, und auch in der Lage ist,
einen wesentlichen Anteil seiner ursprünglichen Höhe, vorzugsweise mindestens
ungefähr 75%,
nach der Lösung
einer Einengungskraft, wiederzuerlangen. Mindestens ein Teil des
Beutels
92 umfasst einen löslichen Bereich oder eine lösliche Versiegelung.
Der lösliche
Bereich oder die lösliche Versiegelung
kann sich in Kontakt mit der Verschmutzung oder mit einem anderen
Material, das mit der Verschmutzung verbunden ist oder diese ankündigt, zum
Beispiel Wasser, Urin, Fäkalenzyme,
Bakterien usw., auflösen.
Der Beutel
92 hält
das komprimierte Material
94 vorzugsweise in einem Zustand
der Vakuumkompression, bis sich ein Teil des löslichen Bereichs des Beutels
92 genug
auflöst
(d.h. ein Schwellenwert von Wasser erkannt wird), um das Vakuum diskontinuierlich
freizugeben. Sobald sich der Schaumstoff ausgedehnt hat, ist er
vorzugsweise auch starr genug, um dem Druck oder den Kräften, die
während
des Gebrauchs darauf ausgeübt
werden, standzuhalten, so dass sich der Schaumstoff nicht erheblich
zusammendrückt,
vorzugsweise weniger als ungefähr
50%, und die eingefangene Verschmutzung nicht freisetzt. Ein EVA-Schaumstoff, zum
Beispiel, wie jene, die von Foamex Corporation, Eddystone, Pennsylvania,
USA unter der Bezeichnung SIF/210PP1 oder Aquazone 80A-Schaumstoff oder
von Sentinel Products Corporation, Hyannis, MA, USA unter der Bezeichnung
MC1900 EVA 2 lb/ft
3, erhältlich sind, oder ein Schaumstoff,
wie in
US-Patent Nr. 5,260,345 mit
dem Titel „Absorbent Foam
Materials For Aqueous Body Fluids and Absorbent Articles Containing
Such Materials",
erteilt an DesMarais et al. am 9. November 1993;
US-Patent Nr. 5,387,207 mit dem Titel „Thin-Until-Wet
Absorbent Foam Materials For Aqueous Body Fluids And Process For
Making Same", erteilt
an Dyer et al. am 7. Februar 1995; und
US-Patent Nr. 5,625,222 mit dem Titel „Absorbent
Foam Materials For Aqueous Fluids Made From high Internal Phase
Emulsion Having Very High Water-To-Oil Ratios", erteilt an DesMarais et al. am 22.
Juli 1997 beschrieben, kann als das Fäkalien einfangende Kompressionsmaterial
94 verwendet
werden. Wie in
2 dargestellt, kann das Kompressionsmaterial
94 eine Öffnung umfassen,
die offen ist, wenn das Kompressionsmaterial
94 komprimiert
ist. Wenn sich das Kompressionsmaterial
94 ausdehnt, kann
die Öffnung
vom Umfang des Kompressionsmaterials
94 umschlossen werden,
wie in
3 dargestellt. Dies ermöglicht, dass die Exkremente
weg vom Benutzer oder der Oberfläche
oder einem behandelten Objekt innerhalb der Öffnung des Kompressionsmaterials
eingefangen oder eingekapselt werden. Alternativ, wie in
4 dargestellt,
kann das Kompressionsmaterial
94 eine offene Öffnung haben,
die wie ein Abstandhalter wirkt und einen Hohlraum mit einem ausreichenden
Volumen zum Speichern von Verschmutzengen in dem Artikel
20 bereitstellt.
Dies ermöglicht,
dass das Kompressionsmaterial
94 mehrmals Verschmutzung
aufnehmen kann, einschließlich
nach dem Ausdehnen des Kompressionsmaterials
94.
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Der
Beutel 92 kann bei Vorhandensein einer oder mehrerer unterschiedlicher
Arten von Stimuli, wie Wasser, Körperflüssigkeiten,
Fäkalenyzmen, pH-Wert
usw., löslich
sein und kann physikalische und/oder chemische Eigenschaften haben
(z.B. Dicke), die so beschaffen sind, dass ein Schwellenwert dieses
Stimulus festgelegt wird, der erforderlich ist, um den Beutel aufzulösen. Der
lösliche
Beutel 92 kann zum Beispiel eine Kunststofffolie umfassen,
die wasserlöslich
ist, wie PVA-Folie, die von Chris-Craft Industrial Products, Inc.,
South Holland, IL, USA als MONOSOL M7031-Folie oder von H. B. Fuller
Company aus St. Paul, MN, USA als HL1636 oder HL 1669-X erhältlich ist.
Die Foliendicke kann beispielsweise auch so geändert werden, dass eine gewünschte Aktivierung
geliefert wird. Die verwendete Folie kann zum Beispiel auch eine
Dicke im Bereich von ungefähr
0,00127 (0,0005) bis ungefähr
0,00381 cm (0,0015 Zoll) haben. Eine HL 1636-Folie mit einer Dicke
von ungefähr
0,00254 cm (0,001 Zoll) zum Beispiel aktiviert bei einem Feuchtigkeitsgehalt
von ungefähr
0,049 Gramm pro Quadratzoll (1 Zoll = 25,4 mm).
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In
dieser Ausführungsform
wirkt die Isoliereinrichtung 90 als nichtmodulierendes,
diskontinuierliches Reaktionssystem. Der lösliche Teil des Beutels 92 wirkt
als Sensor, der auf einen speziellen Stimulus reagiert. Der Sensor
kann zum Beispiel auf Wasser in der Verschmutzung oder Verschüttetem oder
einen anderen Bestandteil in dem zu isolierenden Objekt, z.B. einem
Enzym in Fäkalien,
re agieren. Wenn irgendein löslicher
Teil des Beutels 92 auf einen Schwellenwert des Stimulus
trifft, löst
sich der lösliche
Teil des Beutels 92 auf und setzt das Kompressionsmaterial
frei, das sich ausdehnt, um die Verschmutzung einzufangen, zu umgeben
oder einzuhüllen.
Die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Materials, das
zum Bilden des Beutels 92 verwendet wird, definieren den
Schwellenwert des Stimulus und wirken als Steuereinrichtung, die
bestimmt, wann das Kompressionsmaterial 94 freigesetzt
wird. Wenn sich der Beutel auflöst,
fungieren die Freigabe des Vakuums und die Ausdehnung des Kompressionsmaterials 94 als
Betätigungselement zum
Einfangen der Verschmutzung. Somit wirkt die Isoliereinrichtung 90 als
einmaliger diskontinuierlicher Schalter, der die gespeicherte mechanische
Energie des Kompressionsmaterials 94 freisetzt, wenn ein
Schwellenwert eines gegebenen Stimulus detektiert wird. Zu der nützlichen
Energie des Reaktionssystems gehört:
(gespeicherte Energie) – (Hystereseverlust).
Das verwendete Kompressionsmaterial 94 hat vorzugsweise
einen minimalen Hystereseverlust und eine maximale Erholung. Mehr
bevorzugt beträgt
der kompressive Hystereseverlust weniger als ungefähr 25%,
so dass die Erholung bei der Freigabe mindestens ungefähr 75% beträgt.
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In
einem alternativen Reaktionssystem werden Kompressionsvorrichtungen ähnlich denen
von 2 und 3 bereitgestellt, mit der Ausnahme, dass
das Kompressionsmaterial, wenn es sich ausdehnt, keinen Hohlraum
bildet, sondern stattdessen ein Material (z.B. einen Wirkstoff)
zum Behandeln eines Objekts freisetzt, wobei der Wirkstoff in oder
an dem Kompressionsmaterial gespeichert ist. Bei Aktivierung des
Kompressionsmaterials wird der Wirkstoff freigesetzt, um seine beabsichtigte
Funktion auszuführen.
Diese Art von Kompressionsvorrichtung kann einer Kompressionsvorrichtung
mit Wirkstofffreisetzung vorgezogen werden und kann zusammen mit
einem Sensor, wie vorstehend beschrieben, verwendet werden.
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Eine
kontinuierliche geschlossene Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung kann eine pH-empfindliche, wasserlösliche Folie umfassen, die eine
Umhüllung
um ein pH-Puffersystem bildet. Das vorstehend beschriebene lösliche Material
kann pH-empfindlich sein. Als solches kann das lösliche Material einen pH-Schwellenwert aufweisen.
Der „pH-Schwellenwert" eines löslichen
Materials ist der pH, bei dem das Material von löslich zu unlöslich oder umgekehrt übergeht.
Zum Beispiel kann das lösliche Material
bei einem pH von weniger als 6 im Wesentlichen unlöslich, jedoch
bei einem pH von mehr als 6 löslich
sein. Somit ist der pH-Schwellenwert des Materials ein pH von 6.
In bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ist der pH-Schwellenwert des löslichen
Materials vorzugsweise zwischen ungefähr 5 und ungefähr 9 und
vorzugsweise zwischen ungefähr
5,5 und ungefähr
8,5, obwohl andere pH-Schwellenwerte vorgesehen sind. Die Änderung
im pH kann die Ursache oder der Auslöser für die Auflösung des löslichen Materials sein, oder
sie kann ebenfalls verwendet werden, um zu helfen, die Auflösungsgeschwindigkeit
des Durchgangselements für
die Verschmutzung zu erhöhen
oder zu senken. So kann die Leistung des Durchgangselements für die Verschmutzung
abhängig
von Faktoren wie der Art und der Menge der Verschmutzung variiert
werden. Ein Durchgangselement für
die Verschmutzung (contaminant Passage member), das für Exkremente
und andere Zwecke geeignet ist, ist in der US-Anmeldung Nummer 09/106,423
mit dem Titel „Directionally
Preferential Waste Passage Member For Use With Disposable Absorbent
Article", eingereicht
am 29. Juni 1998, weiter beschrieben. Die geeignete pH-empfindliche
Folie kann zum Beispiel einen pH-Schwellenwert im Bereich von ungefähr 5 bis
7 haben. Der pH-Puffer kann zum Beispiel ein pH7-Phosphatpuffer
sein, erhältlich
von Corning, Inc., Corning, NY, USA (Kat.-Nr. 473650). Wenn der Schwellenwert-pH
erreicht wird, wird der pH-Puffer freigesetzt und wirkt in einer
kontinuierlichen Weise über
eine stöchiometrische
chemische Reaktion. Das System ist geschlossen, da das System den
pH detektiert und auf den pH, d.h. den Stimulus, einwirkt.
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Diese
Ausführungsform
kann ferner ein offenes Reaktionssystem oder ein Reaktionssystem
mit Rückführungssystem
umfassen. Wenn sich der Beutel 92 in Wasser auflöst und die
Vorrichtung 90 Verschmutzung (wie Fäkalien zum Beispiel) einfängt, umfasst
das Reaktionssystem ein offenes System, da der Ausgang des Systems,
d.h. die Verschmutzung, nicht den Stimulus, d.h. das Wasser, beeinflusst.
Wenn der Beutel auf Verschmutzung (z.B. Fäkalfeuchtigkeit oder ein Fäkalenzym)
reagiert, umfasst das Reaktionssystem jedoch ein Rückführungssystem,
da das System eine Messung des Ausgangs verwendet. In diesem Beispiel
ist das Reaktionssystem mit Rückführungssystem
nichtmodulierend, da es als einmaliger Schalter wirkt und nicht
kontinuierlich oder wiederholt den Stimulus verändert, um einen gewünschten
Sollwert für
dn Ausgang zu bewahren.
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In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann ein Schaumstoff im vorstehenden
Beispiel beschrieben, oder ein anderes elastisches Material verdrillt
werden, wobei potentielle mechanische Torsionsenergie erzeugt wird,
und in einer Umhüllung,
einem Beutel oder einer Kapsel aus löslicher Folie, wie vorstehend
beschrieben, umschlossen werden. Vorzugsweise wird das verdrillte elastische
Material in der verdrillten Position in der Umhüllung, dem Beutel oder der
Kapsel aus löslicher Folie
unter Vakuum gehalten. In dieser Ausführungsform lösen sich
bei Detektieren eines Schwellenwertes von Feuchtigkeit, pH usw.
die Folie oder die Kapsel auf, wobei diskontinuierlich das Vakuum
freigegeben und der Schaumstoff freigesetzt wird. Die gespeicherte
potentielle mechanische Torsionsenergie verursacht, dass sich der
Schaumstoff abwickelt und eine Reaktionsfunktion, wie Speichern,
Einfangen oder Einschließen
von Verschmutzungen, Abwischen der Oberfläche eines Objekts, Auftragen
eines Wirkstoffes auf ein Objekt usw., ausführen kann. In dieser Ausführungsform
stellt das Reaktionssystem eine nichtmodulierende, diskontinuierliche
Reaktion bereit. Da das System auf etwas anderes als den Stimulus
einwirkt, d.h. sie wirkt auf die Haut des Trägers ein, umfasst das Reaktionssystem
ein offenes System.
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In
noch einer anderen Ausführungsform kann
ein pH-Modifikator in eine Folie oder Granalien eingebettet sein
oder unter einer Folie aus einem pH-empfindlichen Material gehalten
werden, das unlöslich
ist, d.h. ein Feststoff unter einem vordefinierten pH (z.B. weniger
als einem pH von ungefähr
6,0), aber löslich über dem
pH-Wert. Nach dem Detektieren des Schwellenwert-pH oder darüber löst sich
das pH-empfindlich umschließende
oder darüber
liegende Material auf, wobei der pH-Modifikator freigesetzt wird,
um das beabsichtigte Objekt zu behandeln. Im Falle des umschlossenen
pH-Modifikatoren setzt das Reaktionssystem das Mittel in einer kontinuierlichen Weise
frei, wenn sich das umschließende
Material auflöst.
In dem Fall, dass der pH-Modifikator unter einer Folie gehalten
wird, setzt das Reaktionssystem das Mittel in einer diskontinuierlichen
Weise nach dem Auflösen
der Folie frei. Ein pH-Modifikator kann ein Puffer, ein pH-senkendes
Mittel, z.B. eine Säure, oder
ein pH-erhöhendes
Mittel, z.B. eine Base, sein. Eine Variation dieser Ausführungsform
kann ein Substrat einschließen,
das bei Hydrolyse durch ein oder mehrere Zielenzyme oder einen anderen
Bestandteil, der in einer Verschmutzung vorhanden sein kann, zu einer
pH-Änderung
führt.
Wenn das Zielenzym oder der andere Bestandteil mit dem Substrat
reagiert, erzeugt die Reaktion eine pH-Änderung, so dass eine Reaktion
mit einem pH-empfindlichen Material auftreten kann, ähnlich der
vorstehend beschriebenen zur Freisetzung eines pH-Modifikatoren.
Ein Enzyminhibitor kann auch von dem pH-empfindlichen Material umschlossen
sein. Die Gegenwart des Zielenzyms, z.B. eines Fäkalenzyms, kann zur Umwandlung
des Substrats und einer Änderung
im pH führen, was
zur Auflösung
des PH-empfindlichen Materials und zur Freisetzung des Enzyminhibitors
führt,
um die Fäkalien
oder das andere Objekt, wie die Haut des Benutzers oder eine andere
Oberfläche,
zu behandeln. Beispielhafte pH-empfindliche Materialien sind in
der Technik bekannt und schließen
Polyacrylamide, Phthalatderivate, formalisierte Gelatine, Schellack,
Kerstin, Cellulosederivate, z.B. oxidierte Cellulose, und Polyacrylsäurederivate
ein. Zu bevorzugten Materialien gehören Cellulose acetophthalat, Vinylacetat,
Polyvinylacetatphthalat, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat und
Polymethacrylat, gemischt mit Acrylsäure- und Acrylester-Co-polymeren. Andere
beispielhafte Materialien sind in
EP 612,520 A2 mit dem Titel „pH Triggered
Osmotic Bursting Delivery Devices" beschrieben.
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Eine
weitere Ausführungsform
eines Reaktionssystems der vorliegenden Erfindung kann ein Mittel
an ein zu behandelndes Objekt, einschließlich eines Stimulus, einer
Verschmutzung, eines Trägers, eines
Benutzers, oder eines Artikels, von dem der Stimulus ein Bestandteil
ist, abgeben, d.h. aktiv transportieren, um eine Reaktionsfunktion
auszuführen.
In dieser Ausführungsform
kann zum Beispiel das Betätigungselement 70 einen
komprimierten elastischen Schaumstoff oder ein geschlossenes Flüssigkeitstransportelement,
das ein Mittel an das zu behandelnde Objekt abgibt, wenn der Sensor
einen Stimulus detektiert, umfassen.
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Die
vorstehend aufgeführten
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, die infolge des Auflösen des pH-empfindlichen Materials
einen pH-Modifikator freisetzen oder abgeben, umfassen ein Reaktionssystem
mit einem Rückführungssystem,
das auf den pH-Wert einwirkt, nachdem ein Schwellenwert-pH erreicht
wurde. Diese Ausführungsformen
können
entweder modulierend oder nichtmodulierend sein. Wenn der freigesetzte pH-Modifikator
zum Beispiel ein Puffer ist, der sowohl pH-erhöhende als auch pH-senkende
Bestandteile enthält,
umfasst das System ein Modulation-Rückführungssystem, das den pH in
dem Artikel kontinuierlich überwacht
und den pH-Wert in dem Artikel bei dem gewünschten Sollwert oder innerhalb
eines Zielbereichs des Puffers hält,
unabhängig
davon, ob der pH angehoben oder gesenkt wird. Wenn das Reaktionssystem
jedoch beispielsweise an dem ersten pH-Schwellenwert nur ein pH-senkendes
Mittel freisetzt, umfasst das System ein Nichtmodulation-Rückführungssystem,
da das pH-senkende Mittel den pH des Systems senkt, bis das Mittel
aufgebraucht ist und den pH des Systems nicht bei einem gewünschten
pH-Wert oder innerhalb eines Ziel-pH-Bereichs hält. Wenn jedoch bekannt ist,
dass die Verschmutzung, die auf den Artikel trifft, den pH-Wert
anhebt, und das System jedes Mal, wenn der pH-Wert in dem Artikel
einen Schwellenwert-pH erreicht, eine vorgegebene Menge eines pH-senkenden
Mittels abgibt, kann das System ein Modulation-Rückfrungssystem umfassen, da
es den pH-Modifikator wiederholt freisetzt, wann immer der pH des Artikels über dem
gewünschten
Sollwert des Systems ist. Die vorstehend aufgeführten Beispiele, die ein Mittel
freisetzen oder abgeben, das als Reaktion darauf, dass der pH-Wert
einen Schwellenwert erreicht, auf etwas anderes als den pH-Wert
einwirkt (z.B. ein Fäkalenzyminhibitor),
umfassen jedoch offene Reaktionsysteme. In diesen Beispielen setzt
das Reaktionsystem ein Mittel frei, das nicht die überwachte
Eingabebedingung, d.h. den pH-Wert, beeinflusst.
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Der
Artikel der vorliegenden Erfindung kann als Reaktionfunktion auch
ein oder mehrere Fäkalienmodifizierungsmittel
(„FMM"), „viskose
Exkremente modifizierende Mittel", „Modifizierungsmittel" oder „Mittel") freisetzen oder
abgeben, wie wenn Fäkalmaterial
von dem Senor erfasst wird oder ein Stimulus das bevorstehende Auftreten
eines Stuhlgangs anzeigt. Das FMM wird in einer wirksamen Menge
zum Modifizieren der chemischen oder physikalischen Eigenschaften
viskoser Exkremente, wie Fäkalien
und Menstruation, verwendet. Dies kann Härtung des Fäkalmaterials, Erhöhung oder
Senkung der effektiven Viskosität
von Fäkalien,
Erhöhung
oder Senkung der Einfachheit des Entwässern der Fäkalien, Senkung der Klebrigkeit
der Fäkalien,
Senkung der Adhäsionseigenschaften
der Fäkalien
oder irgendeine Kombination des Vorstehenden einschließen.
-
Eine „effektive
Konzentration" eines
FMM, wie hier verwendet, bezieht sich auf die relative Menge des
Mittels, die erforderlich ist, um eine messbare Wirkung auf die
Viskosität
oder Härte
des Fäkalmaterials
zu bekommen. Vorzugsweise ist es gewünscht, dass eine FMM-Konzentration
von mindestens etwa 0,01 Gewichtsprozent der zu behandelnden Fäkalien und
typischer von zwischen etwa 0,1 und etwa 50 Gewichtsprozent der
Fäkalien
für die
Fäkalien
verfügbar
ist.
-
Das
Fäkalienmodifizierungsmittel
der vorliegenden Erfindung kann ein oder mehrere „Wasser entbindende" Mittel einschließen, die
in der Lage sind, den flüssigen
Anteil der Fäkalien
(d.h. Wasser) von der festen Struktur der Fäkalien zu trennen und/oder
den Grad der „Bindung" des Fäkalienwassers
an die festen Fäkalienbestandteile
zu reduzieren.
-
Zu
Fäkalienmodifizierungsmitteln,
die dahingehend wirken, dass sie die Viskosität von Fäkalien wie vorstehend beschrieben
senken, gehören,
ohne jedoch darauf beschränkt
zu sein, die folgenden: organische und anorganische Flockungsmittel
und dergleichen. Zu anorganischen Flockungsmitteln gehören, ohne
jedoch darauf beschränkt
zu sein, zweiwertige und dreiwertige Metallsalze, einschließlich, jedoch
nicht beschränkt
auf Salze von Eisen, Aluminium, Calcium und Natrium und Mischungen
davon. Es wird angenommen, dass solche Salze Hydrolyseprodukte bilden,
die sich mit den geladenen Oberflächen des teilchenförmigen Materials
in der Kolloidalstruktur der Fäkalien
verbinden, was zu Ausflockung (d.h. Ausflockung über irgendeinen der vorstehend
beschriebenen Mechanismen) fuhrt. Zu Beispielen gehören Eisen(II)-chlorid,
Eisen(III)-chlorid, Aluminiumsulfat, Aluminiumchloridhydroxid, Natriumaluminat, Calciumsulfat,
Poly-aluminium-silicat-sulfat (erhältlich von Handy Chemical,
Quebec unter dem Handelsnamen PASS), Eisen(II)-sulfat, Calciumcarbonat und
dergleichen.
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Zu
organischen Flockungsmitteln gehören, ohne
jedoch darauf beschränkt
zu sein, natürliche Substanzen,
wie Albumin, Xanthangummi und Guargummi. Synthetische Flockungsmittel
sind generell unvernetzte, wasserlösliche Moleküle oder
Polymere und können
Acryl- und Acrylamidpolymere und ihre Derivate (in sehr geringen
Konzentrationen (einige Hundertstel Gewichtsprozent)), Polyvinylpyrrolidon, Polymethacrylate,
Polyamine, Polyethylenoxid und Allylaminpolymere einschließen. Vorzugsweise
sind sie kationische polymere Arten. (Obwohl die Anmelder nicht
wünschen,
an eine Theorie gebunden zu sein, wird angenommen, dass diese Mittel
wirken, indem sie sich mit den negativ geladenen Bereich der teilchenförmigen Fraktion
der Fäkalien
verbinden und die abstoßende
Nettoladung zwischen den Teilchen reduzieren.) Einige der synthetischen
Flockungsmittel können
so wirken, dass sie die Viskosität
wässriger
Lösungen
erhöhen,
wenn sie in hohen Konzentrationen verwendet werden, und werden nachstehend
als Fäkalienverdickungsmittel
erörtert. Es
ist auch wichtig anzumerken, dass, wenn einige der organischen Flockungsmittel
in einer zu hohen Konzentration verwendet werden, ihre Wirkung umgekehrt
sein kann. So kann das Wasser aufgrund der Tendenz dieser Mittel,
Gele zu bilden, falls sie oberhalb der Menge, die zum Verbinden
mit den geladenen Teilchen notwendig ist, verwendet werden, stärker von
den Fäkalien
festgehalten werden.
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Einige
vernetzte Derivate der synthetischen organischen Flockungsmittel
(z.B. Polyacrylate) oder Derivate davon, sind in der Technik als
Superabsorber-Polymere bekannt und fungieren zur Bildung von wasserunlöslichen
Gelen bei Kontakt mit sehr gering viskosen wässrigen Exkrementen, wie Urin
und Menstruation. Da jedoch diese vernetzten Arten nicht ohne weiteres
dissoziiert (d.h. aufgelöst)
und an die teilchenförmigen
Arten innerhalb der Fäkalienmatrix adsorbiert
werden können,
fungieren sie nicht als Flockungsmittel.
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Zu
Fäkalienmodifizierungsmitteln,
die dahingehend wirken, dass sie die Viskosität von Fäkalien wie vorstehend beschrieben
senken, können
auch Reduktionsmittel gehören.
Zum Beispiel Mittel, die Disulfidbindungen (-S-S-Bindungen), wie
sie in Dickdarmschleim-Colominschleim zu finden sind, umfassen generell
(makromolekulare Glycoproteine, die mittels Disulfidbindungen verbunden
sind) können eine
erhebliche Viskositätsreduzierung
in Fäkalien mit
einem hohen Schleimgehalt bewirken. Ohne an eine Theorie gebunden
sein zu wollen, wird angenommen, dass Reduktion der Mucin-Disulfidbindungen
(die als Vernetzungen zwischen Mucin-Polymerketten fungieren) das
durchschnittliche Molekulargewicht der Glycoproteinstruktur in Fäkalien,
wie laufenden Fäkalien,
erheblich reduziert, und zwar auf ein Niveau weit unter dem „Gelpunkt" des Mucins (d.h.
Strukturen langen Abstands werden aufgrund der relativ kleinen Größe der Glycoproteine
unmöglich).
Zu beispielhaften Reduktionsmitteln gehören Sulfite, wie Natriumhydrogensulfit,
Natriumsulfit und Natriumdithionit, Thiole und Thiolalkohole (z.B. 2-Mercaptoethanol,
Dithiothreit und Dithioerythrit), Mercaptoessigsäure, Natriumthioglycolat, Thiomilchsäure, Thioglycoamid,
Glycerolmonothioglycolat, Boranate (z.B. Natriumborhydrid), ternäre Amine,
Thiocyanate, wie Natriumthiocyanat, Thiosulfate, wie Natriumthiosulfat,
Cyanide, wie Natriumcyanid, Thiophosphate, wie Natriumthiophosphat,
Arsenite, wie Natriumarsenit, Phosphine, wie Triphenylphosphin, Phenole,
wie Thiophenol und p-Nitrophenol, Betaine und andere, einschließlich, jedoch
nicht beschränkt auf
Lithiumaluminiumhydrid, Aluminiumchlorid, Guanidinhydrochlorid,
Zinn(II)-chlorid, Hydroxylamin und LiHB(C2H5)3.
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In
anderen besonders bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung werden Modifizierungsmittel, die generell die Struktur
der Fäkalien
durch Erhöhung
des Grades der Wasserbindung erhöhen,
eingesetzt, um die Viskosität
zu erhöhen und
die Mobilität
der Fäkalien
zu senken. Dies kann durch die Verwendung von Verdickungsmitteln
in den geeigneten Konzentrationen erfolgen. Verdickungsmittel können natürlich oder
synthetisch sein und sind generell wasserlösliche (in der Regel unvernetzte) Polymere,
wie CMC (Carboxymethylcellulose), Hydroxypropylmethylcellulose,
Hydroxyethylcellulose, Polyacrylsäure und deren Derivate, Carageenan,
Polyacrylamid und dessen Derivate, (Polyethylen)imine, Gummistoffe
(wie Xanthangummi, Guargummi, Karayagummi, Agar-Agar, Johannisbrotgummi,
Pektin und Ghatti-Gummi oder Mischungen davon) und andere ähnliche
Materialien. Kationische Polymere sind aufgrund der anionischen
Oberflächen
von Fäkalbakterien
und Biopolymeren bevorzugt. Verdickungsmittel erhöhen die
Viskosität
der Fäkalien,
indem sie sich im freien Wasser in den Fäkalien lösen und Wasser osmotisch „binden", wodurch die feste „Struktur" der Fäkalien erhöht wird.
Generell sind große,
unlösliche
polyelektrolytische Polymerteilchen, wie herkömmliche Superabsorber, nicht
in der Lage, sich im freien Wasser von Fäkalien zu lösen und innerhalb der Fäkalien ei ne
Matrix auf Molekülebene
zu erzeugen. Eine FMM können
auf unterschiedlichen Arten von Fäkalien unterschiedlich wirken
(z.B. ein FMM, das auf einer Art von Fäkalien als Flockungsmittel wirkt,
kann auf einer anderen Art aufgrund der Varianz in der Struktureigenschaft
der speziellen Fäkalienart
als Verdickungsmittel wirken). Ein Beispiel dafür ist Calciumhydroxid, das
für ein
laufendes Fäkalanalog
als Flockungsmittel fungiert, jedoch für ein pastöses Fäkalanalog in den gleichen Konzentrationen als
Verdickungsmittel.
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In
noch anderen bevorzugten Ausführungsformen
umfasst das Modifizierungsmittel ein ionisches Komplexierungsmittel.
Ionische Komplexierungsmittel können
jeden einzelnen Bestandteil einschließen, der in den Fäkalien mit
sich selbst oder Wasser oder anderen chemischen Stoffen komplexiert,
um Bereiche erhöhter
Struktur und Starrheit innerhalb der Fäkalien zu bilden. Der resultierende Komplex
dient dazu, Wasser in den Fäkalien
zu stabilisieren oder fester zu binden. Zu beispielhaften ionischen
Komplexierungsmitteln gehören
ZnO, MgO, MnO, CaO, Calciumhydroxid, Al2O3, Aluminiumsalze, Zinksalze, wie Zinkacetat
und Zinkglucanat, Gelatine, quartäre Ammoniumsalze, Ethanolamine,
Alginsäure,
Cetyltrimethylammoniumbromid und dergleichen). Alternativ kann das
ionische Komplexierungsmittel ein System aus zwei (oder mehr) Bestandteilen umfassen,
wobei der Komplex (d.h. die Struktur im längeren Bereich) durch die Wechselwirkung
der zwei zugegebenen Bestandteile (z.B. Aluminium-, Calcium- oder
Zinksalze plus Alginsäure
und/oder Salze davon) erzeugt wird. Die ionischen Komplexierungsmittel
können
bei Komplexierung mit Wasser Kristallhydrate bilden. Im Allgemeinen
sind calciumhaltige Verbindungen oder Systeme (z.B. CaO, Calciumhydroxid
und Calciumalginat usw.) einige der wirksamsten Fäkalienmodifizierungsmittel.
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In
verschiedenen Ausführungsformen
kann das FMM organisch oder anorganisch, ein niedermolekulares Molekül oder polymerer
Natur sein und/oder kann eine Flüssigkeit,
ein Feststoff (z.B. Pulver, Faser, Folie, Bahn) oder ein Halbfeststoff oder
Kombinationen davon sein. Das FMM kann in einer Wasser/Öl- oder Öl/Wasser-Emulsion,
einer Suspension oder einer Mischung vorliegen. In einer anderen
Ausführungsform
kann eine ausreichende Menge an Wasser, das Elektrolyte enthält (z.B.
aus flüssigen
Verschmutzungen oder Fäkalien),
von einem elektrischen Sensor detektiert werden, wenn das elektrolytische
Wasser einen Schaltkreis schließt,
d.h. als Schalter, der veranlasst, dass Strom von einer gespeicherten
Energiequelle, wie einer Batterie, eine chemische Reaktion, wie
einen Phasenübergang
usw., auslöst.
Zum Beispiel kann der Strom an ein elektrisch empfindliches Gel
angelegt werden und hervorrufen, dass es seine Geometrie ändert und
Hohlraum für
Verschmutzungen in dem Artikel schafft. Diese Ausführungsform
umfasst wieder ein diskontinuierliches Reaktionssystem, das ein offenes
oder ein Rückführungssystem
sein kann, abhängig
von, ob die erfasste Eingabe von dem Reaktionssystem beeinflusst
wird. Wenn der Sensor Feuchtigkeit in einer flüssigen Verschmutzung detektiert,
Urin zum Beispiel, umfasst das Reaktionssystem, das einen Hohlraum
zur Aufnahme von Fäkalien erzeugt,
ein offenes System. Wenn der Sensor jedoch Fäkalfeuchtigkeit detektiert,
umfasst das Reaktionssystem ein Rückführungssystem, da es auf den erfassten
Stimulus einwirkt. In diesem Beispiel kann das Rückführungssystem ferner ein Modulationssystem
umfassen, wenn der Hohlraum die Fäkalfeuchtigkeit zusammen mit
den Fäkalien
einfangt, die Feuchtigkeit verdampft oder von dem Sensorelement weggezogen
wird, wodurch der Schaltkreis geöffnet wird
und die Steuereinrichtung einen anderen Hohlraum aktiviert, wenn
der Sensor wieder Fäkalfeuchtigkeit
detektiert.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann ein Absorptionsmaterial, das beim
Absorbieren einer Flüssigkeit
aufquillt, als Sensor verwendet werden, der, wenn ein Schwellenwert
der Quellung eingetreten ist, mechanisch ein Paar elektrische Kontakte
schließt,
um einen elektrischen Schaltkreis zu schließen. In dieser Ausführungsform
kann der elektrische Schaltkreis in einer diskontinuierlichen Weise
ein Betätigungselement aktivieren,
um eine Reaktionsfunktion auf den Exkrementen, dem Träger, dem
Artikel oder einem anderen Bestandteil oder Bestandteilen davon
auszuführen.
Zum Beispiel kann das Betäti gungselement
ein Ventil öffnen,
um es der Flüssigkeit
zu ermöglichen, in
einen anderen Abschnitt des Artikels zu fließen, die Flüssigkeit in einen anderen Abschnitt
des Artikels zu pumpen, eine Geometrieänderung in einem elektrisch
empfindlichen Gel auszulösen,
um die Geometrie zu ändern
und einen Hohlraum zu erzeugen, eine Hautpflegezusammensetzung,
einen pH-Modifikator oder ein Deodorant freizusetzen, usw.
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Ein
Material, wie eine Faser, eine Folie, ein Vliesstoff oder eine andere
Zellstruktur, kann ebenfalls von einem Material, das auf eine Verschmutzung,
wie eine feste Verschmutzung (z.B. Exkremente, wie Fäkalien)
oder einen Bestandteil der Verschmutzung reagiert, in einer gegebenen
Konfiguration festgehalten werden. Wenn die feste Verschmutzung
mit dem festhaltenden Material in Kontakt kommt, kann das festhaltende
Material die Faser, die Folie, den Vliesstoff oder die andere Zellstruktur
freigeben, um die Verschmutzung abseits von einem Objekt, wie einer
Oberfläche
(z.B. einem Fußboden oder
einer anderen harten Oberfläche
oder der Haut eines Benutzers oder Trägers), einzufangen oder zu isolieren.
Eine elastische Sperrschicht kann zum Beispiel an zwei Haltepunkten
von einem Hohlraum in einem Artikel weg festgehalten werden, und
zwar durch ein Material, dass sich als Reaktion auf eine Verschmutzung
(die die gleiche Verschmutzung, die isoliert wird, oder eine andere
Verschmutzung, die damit verbunden ist, ist) auflöst, abschwächt usw. Wenn
die feste Verschmutzung innerhalb des Hohlraums angeordnet worden
ist und sich das festhaltende Material an einem oder beiden der
Haltepunkte auflöst,
kann sich die elastische Sperrschicht in einer diskontinuierlichen
Weise zusammenziehen und den Hohlraum bedecken, um die feste Verschmutzung
zu isolieren.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann das Reaktionssystem einen pH-Puffer umfassen, der in einem
pH-empfindlichen Material eingebettet ist, das eine kontinuierliche
Freisetzung des pH-Puffers bei kontinuierlicher Auflösung in
Wasser mit erhöhtem pH „außerhalb
des Ziel-pH" ermöglicht.
Wenn die Feuchtigkeit mit einem Nicht-Ziel-pH-Wert mit dem pH-empfindlichen
Material in Kontakt kommt, löst sich
das Material in einer kontinuierlichen Weise auf und setzt eine
Menge des pH-Puffers frei, der den pH-Wert der Feuchtigkeit in den
Ziel-pH-Wert ändert, d.h.
das Reaktionssystem wirkt auf dne Stimulus. Wenn steigende Feuchtigkeitsmengen
mit einem Nicht-Ziel-pH-Wert mit dem pH-empfindlichen Material in
Kontakt kommen, setzt das Material eine steigende Menge des pH-Puffers
frei. Deshalb umfasst das Reaktionssystem ein kontinuierliches geschlossenes
Reaktionssystem.
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In
noch einer anderen Ausführungsform
können
ein oder mehrere Enzyme oder Mikroorganismen von einem Sensor, wie
einer enzymabbaubaren Folie oder Kapsel oder einem Biosensor, wie
vorstehend beschrieben, detektiert werden, um ein separates Betätigungselement,
z.B. ein elektrisch betriebenes Ventil, zu aktivieren, um einen
Enzyminhibitor zum Behandeln der Haut freizusetzen. Beispielhafte Enzyminhibitoren
sind in US-Patentanmeldung Eingangsnr. 09/041,266 mit dem Titel „Disposable
Absorbent Article Having A Skin Care Composition Containing An Enzyme
Inhibitor", eingereicht
am 12. März
1998, offenbart. In einer anderen Ausführungsform wird ein vordefinierter
Druck-Schwellenwert detektiert, der zum Reißen einer Kapsel oder „Blase" führt, wodurch
die Freisetzung eines Hautpflegebehandlungsmittels oder einer Hautpflegezusammensetzung
bewirkt wird.
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Beispielhafte
Hautpflegezusammensetzungen (oder Lotionen) sind in den
US-Patenten Nr. 5,607,760 mit
dem Titel „Disposable
Absorbent Article Having A Lotioned Topsheet Containing An Emollient
And A Polyol Polyester Immobilizing Agent", erteilt an Donald C. Roe am 4 März 1997;
5,609,587 mit dem Titel „Diaper
Having A Lotioned Topsheet Comprising A Liquid Polyol Polyester
Emollient And An Immobilizing Agent", erteilt an Donald C. Roe am 11. März 1997;
5,635,191 mit dem Titel „Diager
Having A Lotioned Topsheet Containing A Polysiloxane Emollient", erteilt an Donald
C. Roe et al. am 3. Juni 1997; und
5,643,588 mit
dem Titel „Diager
Having A Lotioned Topsheet",
erteilt an Donald C. Roe et al. am 1 Juli 1997, sowie den US-Patentanmeldungen
Eingangsnr. 08/926,532 und 08/926,533, jeweils eingereicht am 10.
September 1997, offenbart.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden ebene Einwegsubstrate, wie, jedoch nicht beschränkt auf
Zellstofftaschentücher,
Handtücher
oder Wischtücher
aus nichtgewebten oder gewebten faserigen oder nichtfaserigen Materialien,
bei denen Reaktionssysteme in oder auf dem Substrat angeordnet sind,
bereitgestellt.
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Zu
faserigen Substraten gehören
natürliche Fasern,
synthetische Fasern oder Mischungen aus natürlichen und synthetischen Fasern.
Geeignete Naturfasern schließen
Cellulosefasern ein, wie Holzfaserstofffasern, Baumwolle, Hanf,
Wolle und Rayon, sind aber nicht darauf beschränkt. Geeignete synthetische
Fasern schließen
Fasern ein, die üblicherweise
in Textilien verwendet werden, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf
Polyester- und Polypropylenfasern.
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Es
können
verschiedene Formverfahren verwendet werden, um ein geeignetes faseriges
ebenes Substrat, als Alternative manchmal als Bahn bezeichnet, zu
bilden. Zum Beispiel kann die Bahn durch Trockenformungsverfahren
für Vliesstoffe,
wie Luftlegen, oder als Alternative durch Nasslegen, wie auf einer
Papierherstellungsmaschine, hergestellt werden. Andere Vliesherstellungsverfahren,
einschließlich,
jedoch nicht beschränkt
auf Verfahren wie Schmelzblasen, Schmelzspinnen, Nadelfilzung und
Wasserstrahlverfestigen, können
ebenfalls verwendet werden.
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In
einer Ausführungsform
kann die trockene Faserbahn eine luftgelegte Vliesbahn sein, die
eine Kombination aus Naturfasern, stapellangen synthetischen Fasern
und einem Latexbindemittel ist. Die trockene Faserbahn kann zum
Beispiel ungefähr
20-80 Gewichtsprozent Holzfaserstofffasern, 10-60 Gewichtsprozent
stapellange Polyesterfasern und ungefähr 10-25 Gewichtsprozent Bindemittel
sein.
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Die
trockene Faserbahn kann, ohne darauf beschränkt zu sein, ein Flächengewicht
zwischen ungefähr
40 und ungefähr
80 Gramm pro Quadratmeter aufweisen. Die Dichte der trockenen Bahn
kann zum Beispiel weniger als ungefähr 0,12 Gramm pro Kubikzentimeter
betragen. Die Dichte ist das Flächengewicht der
trockenen Bahn, geteilt durch die Dicke der trockenen Bahn, gemessen
in konsistenten Einheiten, und die Dicke der trockenen Bahn wird
unter einem kreisförmigen
Belastungsabdruck, der eine Fläche
von ungefähr
2 Quadratzoll (1 Zoll = 25,4 mm) hat und der einen Grenzdruck von
ungefähr
95 Gramm pro Quadratzoll (1 Zoll = 25,4 mm) bereitstellt, gemessen.
In einer Ausführungsform
kann die trockene Bahn eine flächenbezogene
Masse von ungefähr
64 Gramm pro Quadratmeter, eine Dicke von ungefähr 0,06 cm und eine Dichte
von ungefähr
0,11 Gramm pro Kubikzentimeter aufweisen.
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In
einer Ausführungsform
kann die trockene Faserbahn mindestens 50 Gewichtsprozent Holzfaserstofffasern
und mehr bevorzugt mindestens ungefähr 70 Gewichtsprozent Holzfaserstofffasern
umfassen. Eine bestimmte luftgelegte Vliesbahn, die zum Gebrauch
in der vorliegenden Erfindung geeignet ist, umfasst zu ungefähr 73,5
Gewichtsprozent Cellulosefasern (Southern softwood Kraft mit einer
durchschnittlichen Faserlänge
von ungefähr
2,6 mm); zu ungefähr
10,5 Gewichtsprozent Polyesterfasern mit einem Denier von ungefähr 1,35
Gramm/9000 Meter Faserlänge
und einer Stapellänge
von ungefähr
0,85 Zoll (1 Zoll = 25,4 mm); und zu ungefähr 16 Gewichtsprozent eine
Bindemittelzusammensetzung, die ein Styrol-Butadien-Copolymer umfasst.
Die Bindemittelzusammensetzung kann mit einem Latexkleber, im Handel
erhältlich
als Rovene 5550 (49 Prozent Feststoffe, Styrolbutadien), erhältlich von
Mallard Creek Polymers, Charlotte, N.C, USA, hergestellt werden.
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Eine
geeignete luftgelegte Vliesbahn zum Gebrauch in der vorliegenden
Erfindung ist die luftgelegte Vliesbahn, die in Babytüchern der
Marke PAMPERS BABY FRESHTM, vermarktet von
The Procter & Gamble
Co. Cincinnati, Ohio, USA, verwendet werden.
-
Die
folgenden Patente werden hiermit aufgrund ihrer Offenbarung bezüglich Bahnen
genannt:
US-Patent Nr. 3,862,472 ,
erteilt am 28. Jan. 1975;
US-Patent
Nr. 3,982,302 , erteilt am 28. Sept. 1976;
US-Patent Nr. 4,004,323 , erteilt am
25. Jan. 1977;
US-Patent Nr.
4,057,669 , erteilt am 8. Nov. 1977;
US-Patent Nr. 4,097,965 , erteilt am
4. Juli 1978;
US-Patent Nr. 4,176,427 ,
erteilt am 4. Dez. 1979;
US-Patent
Nr. 4,130,915 , erteilt am 26. Dez. 1978;
US-Patent Nr. 4,135,024 , erteilt am
16. Jan. 1979;
US-Patent Nr.
4,189,896 , erteilt am 26. Feb. 1980;
US-Patent Nr. 4,207,367 , erteilt am
10. Juni 1980;
US-Patent Nr.
4,296,161 , erteilt am 20. Okt. 1981;
US-Patent Nr. 4,309,469 , erteilt am
25. Jan. 1982;
US-Patent Nr.
4,682,942 , erteilt am 28. Juli 1987; und
US-Patente Nr. 4,637,859 ;
5,223,096 ;
5,240,562 ;
5,556,509 ; und
5,580,423 .
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Das
ebene Substrat kann einlagig oder mehrlagig, mit einer oder mehreren
Dichten und einem oder mehreren Flächengewichten sein. Substrate
mit mehreren Dichten und Flächengewichten
zum Beispiel sind offenbart.
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Bahnen
mit mehreren Dichten können
durch in der Technik gut bekannte Verfahren hergestellt werden.
Die folgenden Patente offenbaren geeignete Verfahren zum Herstellen
von Bahnen, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können:
US-Patente Nr.: 4,529,480 ,
erteilt am 16. Juli 1985 an Trokhan;
4,637,859 ,
erteilt am 20. Jan. 1987 an Trokhan;
5,364,504 ,
erteilt am 15. Nov. 1994 an Smurkoski et al.;
5,529,664 , erteilt am 25. Juni 1996
an Trokhan et al.;
5,679,222 ,
erteilt am 21. Okt. 1997 an Rasch et al.;
5,714,041 , erteilt am 3. Feb. 1998
an Ayers et al.;
5,906,710 ,
erteilt am 25. Mai 1999 an Trokhan, alle gemeinschaftlich übertragen
an The Procter & Gamble
Co., Cincinnati, Ohio, USA.
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Bahnen
mit mehreren Flächengewichten
und Verfahren zu ihrer Herstellung sind in
US-Patenten Nr. 5,503,715 , erteilt
am 2. Apr. 1996 an Trokhan et al.;
5,614,061 ,
erteilt am 25. März
1997 an Phan et al.;
5,804,281 ,
erteilt am 8. Sept. 1998 an Phan et al.; und
5,900,122 , erteilt am 4. Mai 1999
an Huston, offenbart.
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In
einer alternativen Ausführungsform
kann das Substrat eine wasserstrahlverfestigte Bahn mit einer flächenbezogenen
Masse von ungefähr
62 Gramm pro Quadratmeter umfassen, die ungefähr 50 Gewichtsprozent Kunstseidefasern
und un gefähr
50 Gewichtsprozent Polyesterfasern, Polypropylenfasern oder eine
Kombination davon umfasst. In einer anderen alternativen Ausführungsform
kann das Substrat einen Schichtstoff aus zwei äußeren wasserstrahlverfestigten
Bahnen umfassen, wie Vliesbahnen aus Polyesterfasern mit einer flächenbezogenen
Masse von ungefähr
30 Gramm pro Quadratmeter, die mit einer inneren begrenzenden Schicht verbunden
sind, die die Form eines netzartigen Gitterstoffs aufweisen kann,
der sich bei Erwärmung
zusammenzieht, um eine Oberflächenstruktur
in den Außenschichten
bereitzustellen.
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1A ist
eine perspektivische Ansicht eines Artikels 20 der vorliegenden
Erfindung, der ein ebenes Substrat 30 ist, das zur Reinigung
und Entfernung von Verschmutzungen von einer Oberfläche geeignet
ist, zum Beispiel ein Babytuch, das zum Abwischen von Fäkalien und
Urin von der Haut eines Babys geeignet ist. Ein Papiertuch oder
Zellstofftuch, das zum Abwischen von Verschüttungen oder Körper geeignet
ist. Das Substrat 30 kann irgendein gewebtes oder nichtgewebtes
Fasermaterial oder offenzelliger Schaumstoff sein. Vorzugsweise
ist es ein Fasermaterial, wie ein cellusosisches oder synthetisches
Polymermaterial, wie Polyethylen oder Polypropylen oder eine Kombination
davon. Das ebene Substrat 30 hat eine Dicke 27,
die abhängig
von der beabsichtigten Verwendung und den Aufbaumaterialien variieren
kann, jedoch generell zwischen ungefähr 0,05 cm und ungefähr 25 cm,
genereller zwischen ungefähr
0,1 cm und ungefähr
5 cm ist. Das Substrat 30 kann jede beliebige Breite und
Länge haben
und kann auch eine kontinuierliche Rolle sein. Das Substrat 30 hat
eine Oberseite 92, auf der die Verschmutzungsisolierungsvorrichtung 90 angeordnet
ist. Die Einschließungsisolierungsvorrichtung 90 kann
mit jedem in der Technik bekannten Verfahren, zum Beispiel durch
Kleben, an dem Substrat 30 befestigt werden. Die Verschmutzungsisolierungsvorrichtung 90 kann
in 2 und 3 und vorstehend ausführlich beschrieben
sein. Die Einschließungsisolierungsvorrichtung
kann alternativ durch eine Kompressionsvorrichtung, die Wirkstoff
freisetzt, wie vorstehend beschrieben, oder durch ein anderes Betätigungselement,
das innerhalb der vorliegenden Erfindung liegt, ersetzt werden.
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1B zeigt
einen Artikel, der 1B ähnlich ist, mit der Ausnahme,
dass anstelle einer einzigen großen Einschließungsisolierungsvorrichtung diese
Ausführungsform
ein Substrat 30 mit mehreren Kompressionsvorrichtungen 91,
die wie vorstehend in 1A beschrieben sein können, zeigt.
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Tücher, wie
Babytücher,
Hauttücher,
Reinigungstücher
für harte
Oberflächen
usw., sowie andere Substrate für
die Einwegartikel der vorliegenden Erfindung, können mit Erweichungsmittel,
Lotion, Tonikum, Desinfektionsmittel, Hygienisiermittel oder Reinigungsflüssigkeit
oder einer anderen Flüssigkeit, die
zum Auftragen auf ein zu behandelndes Objekt geeignet ist, vorbefeuchtet
werden. Die Flüssigkeit kann
Wasser oder hydrophile Flüssigkeiten
(z.B. Ethanol) sowie lipophile Flüssigkeiten (Silikone, Kohlenwasserstoffe Öle usw.)
sein.
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Die
Flüssigkeit
kann zum Beispiel ein wasserlösliches
Tensid auf Siliciumbasis sein. In einer Ausführungsform umfasst die Lotion
ein anionisches siliciumbasiertes Sulfosuccinattensid. Zu geeigneten Gegenionen
gehören
jene, die von den Alkalimetallen (z.B. Natrium, Kalium); den Erdalkalimetallen (z.B.
Magnesium, Calcium); Ammoniak und Alkanolaminen (z.B. Mono-, Di-
und Triethanolaminen) abgeleitet sind.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Lotion bereitgestellt, umfassend Wasser
und ein Siliciumcopolyolsulfosuccinat, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Dinatriumdimethiconcopolyolsulfosuccinat und Diammoniumdimethiconcopolyolsulfosuccinat.
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Die
Lotion umfasst vorzugsweise zu weniger als ungefähr 1,00 Gewichtsprozent das
silikonbasierte Sulfosuccinat. Insbesondere kann die Lotion zu weniger
als ungefähr
0,20 Gewichtsprozent das silikonbasierte Sulfosuccinat umfassen,
und eine Ausführungsform
umfasst zu zwischen ungefähr
0,08 und ungefähr
0,10 Ge wichtsprozent das silikonbasierte Sulfosuccinat. Vorzugsweise
umfasst die Lotion insgesamt zu nicht mehr als ungefähr 1,00
Gewichtsprozent Tensid-Feststoffe, einschließlich des silikonbasierten
Sulfosuccinats.
-
Ein
geeignetes Dinatriumdimethiconcopolyolsulfosuccinat ist im Handel
erhältlich
als Sulfosuccinattensid der Marke MACKANATE DC-30 und MACKANATE
DC-50, erhältlich
von der McIntyre Group, LTD, University Park, Illinois, USA. Ein
geeignetes Diammoniumdimethiconcopolyolsulfosuccinat ist im Handel
erhältlich
als MACKANATE DC-30A von demselben Lieferanten. Auf
US-Patent Nr. 4,849,127 , erteilt am
18. Juli 1989 an Maxon, wird aufgrund seiner Offenbarung bezüglich Dimethiconcopolyolsulfosuccinaten
Bezug genommen.
-
Die
zum Vorbefeuchten des Tuchs verwendete Flüssigkeit kann auch eines oder
mehrere der Folgenden umfassen: eine wirksame Menge eines Konservierungsstoffes,
eine wirksame Menge eines Feuchthaltemittels, eine wirksame Menge
eines Erweichungsmittels; eine wirksame Menge eines Duftstoffes
und eine wirksame Menge eines Duftstoff-Lösungsvermittlers.
-
Wie
hierin verwendet, ist ein Erweichungsmittel ein Material, das die
Haut weich macht, beruhigt, geschmeidig macht, überzieht, glatt macht oder befeuchtet.
Der Begriff Erweichungsmittel umfasst, ohne darauf beschränkt zu sein,
herkömmliche
Lipidmaterialien (z.B. Fette, Wachse), polare Lipide (Lipide, die
hydrophil modifiziert worden sind, um sie wasserlöslicher
zu machen), Silikone, Aloe-Extrakte wie Aloe Vera, Kohlenwasserstoffe
und andere Lösungsmittelmaterialien.
Weichmacher, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, können eine
Erdölbasis haben,
vom Typ Fettsäureester
sein, vom Typ Alkylethoxylat sein, Fettsäureesterethoxylate sein, vom Typ
Fettalkohol sein, vom Typ Polysiloxan sein, Mucopolysaccharide oder
Mischungen davon sein.
-
Befeuchtungsmittel
sind hygroskopische Materialien, die dazu dienen, Wasser in die
Hornhautschicht zu ziehen, um die Haut zu befeuchten. Das Wasser
kann aus der Haut oder aus der Atmosphäre kommen. Beispiele für Befeuchtungsmittel
schließen Glycerin,
Propylenglycol und Phospholipide ein.
-
Duftkomponenten,
wie Parfüme,
schließen wasserunlösliche Öle ein,
einschließlich
von ätherischen Ölen, sind
aber nicht darauf beschränkt.
-
Duft-Solubilisierungsmittel
sind Komponenten, die die Tendenz der wasserunlöslichen Duftkomponente, aus
der Lotion auszufallen, reduzieren. Zu Beispielen für Duftstoff-Lösungsvermittler
gehören Alkohole,
wie Ethanol, Isopropanol, Benzylalkohol und Phenoxyethanol; Emulgator
mit hohem HLB (HLB über
13), einschließlich,
jedoch nicht beschränkt
auf Polysorbat; und stark ethoxylierte Säuren und Alkohole.
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Konservierungsmittel
verhindern die Vermehrung von Mikroorganismen in der flüssigen Lotion
und/oder in dem Substrat. Generell sind diese Konservierungsmittel
hydrophobe oder hydrophile organische Moleküle. Geeignete Konservierungsmittel
schließen
Parabene ein, wie Methylparabene, Propylparabene und deren Kombinationen,
sind jedoch nicht darauf beschränkt.
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Die
zum Vorbefeuchten des Tuches verwendete Flüssigkeit, oder das Tuch selbst,
kann auch eine wirksame Menge eines Kerotolytikums umfassen, um
die Funktion der Förderung
der Heilung der Haut bereitzustellen. Ein besonders bevorzugtes
Kerotolytikum ist Allantoin ((2,5-Dioxo-4-imidazolidinyl)harnstoff),
eine heterocyclische organische Verbindung mit der Summenformel
C4H6N4O3. Allantoin ist im Handel erhältlich von
Tri-K Industries, Emerson, New Jersey, USA.
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US-Patent Nr. 5,534,265 ,
erteilt am 9. Juli 1996;
US-Patent
Nr. 5,043,155 , erteilt am 27. August 1991; und
US-Patent Nr. 5,648,083 ,
erteilt am 15. Juli 1997, offenbaren zusätzliche Bestandteile zum Gebrauch
in einem vorbefeuchteten Tuch.
US-Patent Nr. 4,904,524 ,
erteilt am 27. Februar 1990, Yoh, offenbart ein alternatives Babytuch,
umfassend ein ebenes Substrat, getränkt mit einer wässrigen
Lotion und einem hydrophoben funktionellen Bestandteil (z.B. Dimethicon),
der in polymeren Kügelchen
(z.B. Mikroschwämmen,
Mikrokapsel) eingeschlossen ist, die nahe der Oberfläche des
Substrats konzentriert sind.
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Tücher können auch
wie in den
US-Patenten Nr. 4,300,981 (Carstens,
erteilt am 17. Nov. 1981),
4,112,167 (Dake
et al., erteilt am 5. September 1978),
4,481,243 (Allen, erteilt am 6. November 1984),
4,513,051 (Lavash, erteilt
am 23. April 1985) und
5,840,403 (Trokhan
et al., erteilt am 24. November 1998) beschrieben hergestellt werden.
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Vorbefeuchtete
Tücher
können
durch Benetzen des trockenen Substrats mit vorzugsweise mindestens
1 Gramm Vorbefeuchtungsflüssigkeit
pro Gramm trockener Faserbahn hergestellt werden. Vorzugsweise wird
das trockene Substrat mit mindestens ungefähr 2,0 Gramm und mehr bevorzugt mindestens
ungefähr
2,5 Gramm Flüssigkeit
pro Gramm der trockenen Faserbahn benetzt.
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Eine
große
Vielfalt anderer Vorrichtungen und Substrate kann zusammen mit den
Reaktionssystemen der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Material,
Form und Gestaltung hängen
von der Art des Artikels und seiner beabsichtigten Verwendung ab.
Beispielsweise gehören
zu nicht einschränkenden
Materialien, die verwendet werden können, Schwämme, geschlossenzellige Schaumstoffe,
offenzellige Schaumstoffe, Latex, Gummi, Polymermaterialien (z.B.
Kunststoffe, besonders biologisch abbaubare Kunststoffe), Holz und
absorbierende Bahnen (die wahlweise Superabsorberpolymer-Geliermaterialien
enthalten). Außerdem
sollen die vorstehend beschriebenen Wirkstoffbestandteile zum Gebrauch
zusammen mit dem Substrat eines Tuches, wie vorstehend beschrieben,
nicht vom Gebrauch als der Wirkstoff eines Reaktionssystems ausgeschlossen
werden, und derartiger Gebrauch soll in der vorliegenden Erfindung
eingeschlossen sein.
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Reinigungsvorrichtungen,
wie Wischgeräte, Scheuergeräte, Schwämme und
dergleichen, sind eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Zu diesen gehören
sowohl Nassreinigungsvorrichtungen als auch Tro ckenreinigungsvorrichtungen,
wobei Letztere für
Reinigungsobjekte ohne Notwendigkeit nach wässrigen Reinigungsflüssigkeiten
geeignet sind, oder wenn sie wässrige
Reinigungsflüssigkeiten
verwenden, werden relativ kleine Mengen verwendet.
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In
einer Ausführungsform
ist in 12 ein Einweghandschuh 500 mit
Oberfläche 508,
Fingern 502, Daumen 504 und Handfläche 506 dargestellt. Die
Oberfläche 508 kann
aus einer Schicht aus einem Gewebe oder Vliesstoff aufgebaut sein,
wie vorstehend im Hinblick auf das ebene Substrat beschrieben, besteht
jedoch vorzugsweise aus Latex. Bei Fingern 502, Daumen 504 und
Handfläche 506 sind
auf der Seite der Handfläche 506 des
Handschuhs Verschmutzungsisolierungsvorrichtungen angeordnet, wie
die vorstehend beschriebene, 2 und 3,
oder andere Reaktionssysteme (z.B. Kompression-Wirkstoffbestandteilfreisetzungsvorrichtungen,
wie vorstehend beschrieben), allerdings geeignet bemessen, um richtig
auf dem Handschuh 500 zu sitzen. Reaktionssystemvorrichtungen
können
auf dem Handschuh auch an jeder anderen gewünschten Stelle positioniert
sein, einschließlich,
ohne darauf beschränkt
zu sein, der Handfläche
und der Rückseite
der Handfläche.
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In 13 ist ein Einwegwischgerät 600 mit einem
Reaktionssystem bereitgestellt, wobei das Wischgerät 600 einen
länglichen
Griff 604 und einen Wischgerätekopf 602, der mittels
einer Schelle 606 mit einem Ende des länglichen Griffs 604 verbunden ist,
umfasst. In dieser Ausführungsform
ist der Wischgerätekopf
eine Einwegausführung,
und das Substrat des Wischgerätekopfes
ist aus einem biologisch abbaubaren Material, wie einer Vliesstofffaserbahn, hergestellt.
Die Schelle 606 hat Öffnungen 610 mit Gewinde,
durch die Schrauben 608 nach oben durch den Wischgerätekopf 602 verlaufen,
wodurch der Wischgerätekopf
an der Schelle befestigt wird. Der längliche Griff 604 kann
durch jedes geeignete Mittel, wie es in der Technik bekannt ist,
wie durch Schrauben in der Schelle, Nägel, Klammern, Leim usw., mit der
Schelle 606 verbunden sein Bezugnehmend auf
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13B ist die untere Oberfläche 612 des Wischgerätekopfes 602 dargestellt,
die der Teil des Wischgerätekopfes
ist, der in der Regel bei normalem Gebrauch die zu behandelnde Oberfläche berührt. Die
untere Oberfläche 612 weist
Verschmutzungsisolierungsvorrichtungen 90 auf, wie in 2 und 3 offenbart.
Schrauben 608 verlaufen von dem Wischgerätekopf 602 nach
oben zu der Schelle 606, wo sie durch Öffnungen 610 mit Gewinde
an Ort und Stelle gehalten werden. Vorzugsweise sind die Schrauben 608 in
dem Wischgerätekopf 602 eingetieft,
so dass sie die zu behandelnde Oberfläche nicht berühren.
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14 zeigt noch ein anderes Einwegwischgerät. 14A ist 13A ähnlich,
außer
dass nun bezugnehmend auf 14B eine
Einwegwischgerätekopfabdeckung 700 bereitgestellt
ist, die auf den Wischgerätekopf 602 passt.
Die Wischgerätekopfabdeckung 700 ist
aus einem ebenen Substrat hergestellt, wie vorstehend beschrieben,
jedoch in dieser Ausführungsform
vorzugsweise aus einem polymeren geschlossenzelligen oder offenzelligen
Schaumstoff, und hat ferner einen ersten Rand 708, einen zweiten
Rand 710, eine äußere Fläche 712 mit
daran befestigten Verschmutzungsisolierungsvorrichtungen 90,
die zum Beispiel mit Leim befestigt sind. Die Wischgerätekopfabdeckung 700 umhüllt den
Wischgerätekopf 602,
wie in 14C dargestellt, wobei der erste
Rand 708 den zweiten Rand 710 überlappt und von dem Hakenabschnitt
von Klettverschlüssen 702, der
sich in der Nähe
des ersten Randes 708 auf der gegenüberliegenden Fläche des
Substrats von der äußeren Fläche 712 befindet,
und dem Schlaufenabschnitt von Klettverschlüssen 704, der sich
in der Nähe
des zweiten Randes 710 auf der äußeren Fläche 712 befindet,
an Ort und Stelle gehalten wird. Grifföffnungen 706 erleichtern
guten Sitz um den Griff 604.
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Ebene
Substrate, die zum Gebrauch mit der vorliegenden Erfindung geeignet
sind, und besonders für
Reinigungsvorrichtungen wie ein Trockenwischgerät, sind umfassender in den
US-Patentanmeldungen Eingangsnr. 09/082,349 mit dem Titel „Novel Structures
Useful As Clearing Sheets",
eingereicht am 20. Mai 1998; und 09/082,396 mit dem Titel „Novel
Three Dimensional Structures Useful As Clearing Sheets", eingereicht am
20. Mai 1998, beschrieben. Obwohl die vorstehend beschriebenen Flächengebilde
bevorzugt sind, versteht es sich, dass andere zum Gebrauch mit der
vorliegenden Erfindung gleichermaßen geeignet sein können.