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Fachgebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen neuen Stamm von Bacillus
subtilis. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf
einen Bacillussubtilis-Stamm, der effizient Vitamin K oder ein Derivat davon
produziert.
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Stand der
Technik
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Bisher
ist Vitamin K als Faktor bekannt, der für die Blutgerinnung oder Koagulation
notwendig ist. Vitamin K ist eines der fettlöslichen Vitamine und wird auch "antihämorrhagisches
Vitamin" genannt,
da ein Mangel an Vitamin K eine reduzierte Gerinnungsfähigkeit
von Blut verursacht. Vor kurzem wurde vorgeschlagen, dass die reduzierte
Gerinnungsfähigkeit
von Blut durch den Mangel an Vitamin K verursacht werden kann, da Vitamin
K essentiell für
die Biosynthese von mehreren Blutgerinnungsfaktoren einschließlich Prothrombin
ist. Das Auftreten eines Vitamin-K-Mangels ist selten, da nur eine
kleine Menge an Vitamin K in der Größenordnung von μg erforderlich
ist, um die Reduktion der Gerinnungsfähigkeit von Blut in einem lebenden
Körper
zu verhindern, und Vitamin K wird beim Erwachsenen gewöhnlich durch
Darmbakterien zugeführt.
Synthetisches Vitamin K1 oder K2 wird
als Therapeutikum für
die Behandlung einer hämorrhagischen
Krankheit aufgrund eines Vitamin-K-Mangels verwendet, und ein natürliches
Vitamin-K1-Konzentrat wird als Nahrungsmittel
verwendet, um den Zustand zu verhindern. Daher hat Vitamin K weniger
Aufmerksamkeit erhalten.
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In
den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass Vitamin K sowohl
eine die Knochenbildung stimulierende Wirkung als auch eine die
Knochenresorption hemmende Wirkung hat, und die Verabreichung von
Vitamin K kann die Kno chendichte erhöhen. Andererseits ist Osteoporose
ein Zustand, der durch Knochenbrüchigkeit
charakterisiert ist, die durch das Altern, Krankheiten oder dergleichen
verursacht wird und mit Brüchen oder
schweren Schmerzen einhergeht. Osteoporose ist unter dem Gesichtspunkt
der medizinischen Versorgung älterer
Menschen zu einem großen
sozialen Problem geworden. Es wurde berichtet, dass Patienten mit Osteoporose
einen Blut-Vitamin-K-Spiegel von etwa der Hälfte des Wertes haben, den
man bei normalen Individuen beobachtet. Angesichts dieser Tatsachen
wurde synthetisches Vitamin K als Therapeutikum für Osteoporose
klinischen Tests zugeführt.
Im Unterschied zu dem Fall der hämorrhagischen
Krankheit zeigen klinische Tests jedoch, dass bei der Behandlung
und Prävention
von Osteoporose für
die effektive Agglomeration von Knochenmasse eine Verabreichung
von Vitamin K in einer Menge von wenigstens 45 mg pro Tag notwendig
ist. Bei Osteoporose ist Prävention
wichtiger als eine Behandlung nach der Entwicklung von Symptomen. Daher
ist es wünschenswert,
Vitamin K täglich über die
Nahrung aufzunehmen. Es ist jedoch noch unbekannt, welche Menge
an Vitamin K von einem normalen Individuum pro Tag genommen werden
sollte, um die Knochenmasse zu erhöhen und die Osteoporose effektiv
zu verhindern. Überdies
scheint es schwierig zu sein, eine solche Menge Vitamin K, wie sie
oben genannt ist, über
vorhandene Nahrungsmittel einzunehmen.
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Wie
oben erwähnt
wurde, ist es wünschenswert,
Vitamin K über
tägliche
Nahrungsmittel einzunehmen. Tatsächlich
kann Vitamin K1 über grüne/gelbe Gemüse und Seetang
aufgenommen werden, und Vitamin K2 kann über fermentierte
Nahrungsmittel, wie "Natto" (schleimige fermentierte
Sojabohnen) aufgenommen werden. Wenn jedoch 45 mg Vitamin K (das
ist die Menge, die als effektiv für eine Linderung von Osteoporose beschrieben
wird) über
kommerzielle Nahrungsmittel aufgenommen werden, müsste zum
Beispiel bei einem Nahrungsmittel, das 1 ppm Vitamin K enthält, eine
große
Menge von 45 kg des Nahrungsmittels pro Tag eingenommen werden,
was tatsächlich
sehr schwierig ist. Ein Nahrungsmittel, das unter den vorhandenen
Nahrungsmitteln am reichsten an Vitamin K ist, ist Natto, das ein
Dutzend ppm Vitamin K enthält.
Selbst Natto müsste
jedoch in einer großen
Menge von mehreren hundert Gramm bis mehreren Kilogramm täglich gegessen
werden. Es scheint unter dem Aspekt des Mögens schwierig zu sein, jeden
Tag eine so große
Menge Natto zu essen. Wenn Vitamin K oral auf einmal aufgenommen
wird, kann außerdem
aufgrund der kurzen Halbwertszeit von Vitamin K keine ausreichende
Wirkung erhalten werden. Dagegen kann die Einnahme einer großen Menge
Vitamin K auf einmal das Problem von schädlichen Nebenwirkungen verursachen.
Daher ist es wünschenswert,
Vitamin K in einer konzentrierten Form aufzunehmen. Kommerziell
erhältliche
Konzentrate von natürlichem
Vitamin K, die eine Milchpulverzubereitung zum Zwecke der Prävention
einer hämorrhagischen Krankheit
enthalten, sind jedoch teuer. Aus diesen Gründen ist die Zugabe von Vitamin-K-Konzentraten zu Nahrungsmitteln
unmöglich.
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In
der Vitamin-K-Gruppe kommen nur Vitamin K1 und
K2 natürlich
vor. Vitamin K1 ist in Nahrungsmitteln,
insbesondere in grünem
Gemüse,
Pflanzenölen,
Seetang usw., reichlich enthalten. Zum Beispiel enthalten Seetang,
Meersalat und Teeblätter
mehrere zehn ppm, während
Sojaöl,
Spinat und Brokkoli mehrere ppm enthalten. Alternativ dazu kann
Vitamin K1 auch durch die Kondensation von
2-Methyl-1,4-naphthochinon und Phytylacetat synthetisiert werden.
Als Vitamin-K2-Verbindungen sind verschiedene
Homologe einschließlich Menachinon-1
bis -14 (MK-1 bis -14), je nach der Länge der Seitenketten, bekannt.
Von diesen ist insbesondere Menachinon-7 (im Folgenden einfach als "MK-7" bezeichnet) eine
repräsentative
Vitamin-K2-Substanz. MK-7 kann in erster
Linie von Bacillus natto synthetisiert werden, aber seine Isolierung
ist sehr schwierig, da der Vitamin-K2-Gehalt
in Natto nur mehrere Dutzend ppm beträgt und die Halbwertszeit des
Vitamin K2 kurz ist. Die Herstellung von
Lipid mit hohem MK-7-Gehalt ist wahrscheinlich nur in der Japanischen
Offenlegungsschrift Nr. 8-73396 beschrieben.
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Aus
diesen Gründen
wurde die Produktion von Vitamin K2 in einer
großen
Menge unter Verwendung von Mikroorganismen wie Bacillus natto versucht.
Für die
Produktion von natürlichem
Vitamin K2 sind viele Studien bekannt. Zum
Beispiel seien die folgenden Verfahren erwähnt: ein Verfahren zur Gewinnung
von Vita min K2 aus einer Kultur eines Mikroorganismus,
der zur Gattung Flavobacterium gehört (Japanische Offenlegungsschriften
Nr. 7-28748 und 7-51070); ein Verfahren zur Produktion von Vitamin
K durch Einimpfen von Bacillus natto in Sojabrühe, Okara oder dergleichen,
das mit Glycerin ergänzt
ist, um eine Fermentation zu bewirken (Japanische Offenlegungsschrift
Nr. 10-295393); und ein Verfahren zur Produktion von Vitamin K durch
Fermentation mit Bacillus natto unter Bedingungen einer spezifischen
Kulturtemperatur und -zeit (Japanische Offenlegungsschriften Nr.
8-9916 und 8-19378). Außer
diesen Verfahren wurde ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem ein
Fermentationsprodukt mit einem organischen Lösungsmittel, wie einem Alkohol,
Ether, Ester oder Keton, extrahiert wird, um dadurch ein konzentriertes
Lipid herzustellen, das reich an natürlichem Vitamin K2, insbesondere
natürlichem
MK-7, ist (Japanische Offenlegungsschrift Nr. 8-73396).
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Bei
dem Verfahren mit Verwendung eines Vitamin-K-produzierenden Bakteriums,
wie Flavobacterium, das in den Japanischen Offenlegungsschriften
Nr. 7-28748 und 7-51070 offenbart ist, gibt es jedoch das Problem,
dass eine Kultur oder eine Kulturbrühe von Flavobacterium nicht
selbst als Lebensmittelzusatz oder Lebensmittel verwendet werden
kann, da die Unbedenklichkeit von Flavobacterium als Lebensmittelprodukt
noch nicht nachgewiesen ist. Bei dem Verfahren, bei dem die Kultur
von Bacillus natto in Sojabrühe,
Okara oder dergleichen, das mit Glycerin ergänzt ist, wie es in der Japanischen
Offenlegungsschrift Nr. 10-295393
offenbart ist, kann zwar gewiss eine Kultur mit einem relativ hohen
Vitamin-K-Gehalt von bis zu 40 mg/l Kulturmedium produziert werden,
doch können
etwa 3 bis 10 Gew.-% Glycerin als Kontamination im Kulturmedium
enthalten sein, und daher würde
Glycerin unvermeidlich in der Kultur bleiben. Dementsprechend gibt
es das Problem, dass die Rohstoffe des Kulturmediums (z.B. Sojabrühe, Okara)
und Bacillus natto vor der Kultivierung zwar für Lebensmittel verwendet werden
können,
die Kultur oder der nach der Kultur erhaltene Kulturüberstand
wegen der Anwesenheit von Glycerin jedoch nicht selbst als Lebensmittelzusatz
oder für
Lebensmittel verwendet werden kann. Bei den Verfahren, bei denen
die Fermentation mit Bacillus natto unter Bedingungen einer spezifischen
Kulturtemperatur und -zeit eingesetzt wird, wie sie in den Japanischen
Offenlegungsschriften Nr. 8-9916 und 8-19378 offenbart sind, kann
eine Kultur mit sehr hohem Vitamin-K-Gehalt von bis zu etwa 53 mg/kg
Soja bzw. bis zu etwa 117 mg/l Kultur produziert werden. Insbesondere
bei dem Verfahren der Japanischen Offenlegungsschrift Nr. 8-9916
ist die resultierende Kultur jedoch wegen des Ammoniakgeruchs nicht
als Lebensmittel geeignet, wie in der Beschreibung beschrieben ist.
Bei dem Verfahren, das in der Japanischen Offenlegungsschrift Nr.
8-19378 offenbart ist, kann zwar eine Kultur mit einem hohen Vitamin-K-Gehalt
produziert werden, doch sind die meisten der produzierten Vitamin-K-Substanzen
nicht wasserlöslich,
sondern fettlöslich, und
daher ist die Verwendung der Vitamin-K-Substanzen merklich eingeschränkt.
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Das
Lipid mit einem hohen natürlichen
Menachinon-7-Gehalt, das durch Extraktion des Fermentationsprodukts
von Bacillus natto mit einem organischen Lösungsmittel hergestellt wird,
wie es in der Japanischen Offenlegungsschrift Nr. 8-73396 offenbart
ist, ist nachteilig. Der Grund dafür ist, dass zwar das Lipid
mit dem hohen natürlichen
Menachinon-7-Gehalt aus einem Rohstoff (z.B. Sojabohne), der für Lebensmittel
anwendbar ist, hergestellt werden kann, das organische Lösungsmittel
aber bei Verwendung in einem Lebensmittel oder als Lebensmittel
vollständig
aus dem Lipid entfernt werden müsste,
was zusätzliche
Anlagen oder Zeit für
die Entfernung erfordert. Außerdem
ist, wie oben erwähnt,
das resultierende Lipid, das Menachinon-7 enthält, fettlöslich, wie aus seinem Namen
hervorgeht, und möglicherweise
in seiner Verwendung eingeschränkt.
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Wie
oben erwähnt,
wurden die Verfahren zur Herstellung von Vitamin K oder Menachinon-7
aus Natto oder einem Fermentationsprodukt oder Nebenprodukt des
Produktionsverfahrens für
Natto (z.B. Okara, Brühe)
mit einem Mikroorganismus (z.B. Bacillus natto) beschrieben. Es
wurden jedoch nur wenige Berichte gefunden, die die Mikroorganismen
selbst betreffen, die Vitamin K oder ein Derivat davon, das auf
Lebensmittel anwendbar ist, in einer hohen Ausbeute produzieren
können.
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Dementsprechend
besteht das Ziel der vorliegenden Erfindung darin, einen Mikroorganismus
bereitzustellen, der Vitamin K oder ein Derivat davon mit guter
Effizienz produzieren kann.
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Offenbarung
der Erfindung
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Das
Ziel der vorliegenden Erfindung kann erreicht werden, indem man
den Yunnan-Stamm SL-001 (FERM BP-6713) verwendet, der zu Bacillus
subtilis gehört.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
nach dem RAPD-Verfahren bestimmte DNA-Muster des Yunnan-Stamms SL-001, des Miyagino-Stamms,
des Yayoi-Stamms, des Takahashi-Stamms
und des Naruse-Stamms.
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2 ist
eine Graphik, die die Mengen von MK-7 in wässrigen Extrakten und Isopropanolextrakten
von Kulturen von verschiedenen Bacillus-natto-Stämmen vier Tage nach der Kultivierung
in Beispiel 1 zeigt.
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3 ist
eine Graphik, die die Mengen von MK-7 in Isopropanolextrakten von
Kulturen des Miyagino-Stamms und des Yunnan-Stamms SL-001 als Funktion
der Kultivierungszeit in Beispiel 4 zeigt.
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4 ist
eine Graphik, die die Mengen eines MK-7-Derivats in wässrigen
Extrakten von Kulturen von verschiedenen Bacillus-natto-Stämmen vier
Tage nach der Kultivierung in Beispiel 5 zeigt.
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5 ist
eine Graphik, die die Ergebnisse der HPLC-Analyse eines wasserlöslichen
Vitamin-K-Derivats und einer Isopropanolextraktprobe einer Kultur
von "Okara" (einem unextrahierten
Rückstand
von Sojabohnen) in Beispiel 6 zeigt.
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Bester Modus
zur Durchführung
der Erfindung
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Der
Yunnan-Stamm SL-001 gemäß der vorliegenden
Erfindung ist ein neuer Mikroorganismus, der zur Gattung Bacillus
gehört,
insbesondere zu Bacillus subtilis, und in der Lage ist, Vitamin
K oder ein Derivat davon in hoher Ausbeute zu produzieren.
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung ausführlicher beschrieben.
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Natto
(ein Produkt, das in Kunming, Provinz Yunnan, China, hergestellt
und vertrieben wird), das unter Verwendung eines Wollmispelblatts
als Behälter
und durch Fermentieren und Alternlassen von Sojabohnen in dem Behälter hergestellt
wird, wurde verwendet, und ein einzelner Stamm wurde daraus in der
folgenden Weise gemäß dem Verdünnungstrennverfahren
isoliert, wie es im Natto-Test-Verfahren beschrieben ist (S. 65-66, veröffentlicht
von Kabushiki Kaisha Korin, herausgegeben von Natto Shiken-ho Kenkyukai,
1990) (auf Japanisch). Das Natto wurde mit sterilem Wasser verdünnt, die
Verdünnung
wurde 48 Stunden lang bei 30 °C
auf einem normalen Agarmedium (10 ml) kultiviert, gebildete Kolonien
wurden nach der Kultivierung während
einer vorbestimmten Zeit auf einer Impföse eingeimpft, und das Verfahren
wurde wiederholt, wodurch der gewünschte einzelne Stamm isoliert
wurde.
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Die
mykologischen Merkmale des isolierten Stamms sind im Folgenden gezeigt.
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(a) Morphologische Merkmale
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- 1) Form und Größe der Zelle: Bacillus, das
eine Stäbchenform
mit runden Rändern
mit einer Größe von 1 μm (breit)
x 3-4 μm
(Länge)
aufweist, wenn die Zellen nach 24 Stunden Kultur bei 30 °C in einer
Fleischbrühe
direkt mit einem Mikroskop beobachtet wurden.
- 2) Polymorphologie der Zelle: kein Polymorphismus.
- 3) Beweglichkeit: beweglich.
Insbesondere wurde auf das
Vorhandensein von Beweglichkeit der Zellen sowohl aufgrund der Tatsache, dass
sich, wenn die Zellen auf einem halbfesten Medium (ein festes Medium,
das durch Erstarrenlassen eines Bouillonmediums, das 0,3% Agar enthält, zu einer
dicken Schicht hergestellt wird) in einer Tiefe von 2/3 des Mediums
durch Einstechen eingeimpft und bei 35 °C kultiviert wurden, das Zellwachstum über das gesamte
Medium ausbreitet, sowie aufgrund der direkten Beobachtung der Zellen
mit einem Mikroskop geschlossen.
- 4) Sporenbildung: positiv (thermostabile Sporen wurden gebildet)
Jede Spore hat eine Größe von etwa
1 μm im
Durchmesser. Im Mittelteil der Zelle wurden ovale Sporen gebildet.
Es wurde kein Sporangium gebildet.
Unter dem obigen Punkt 4)
erfolgte die Bestätigung
von Sporen kurz gesagt durch Anfärben
der Sporen nach dem Moeller-Verfahren (Moeller, H., 1891, Über eine
neue Methode der Sporenfärbung,
Zentbl., Baket. Parasitkde Abt. I, 10, 273). Insbesondere wurden
durch Feuer fixierte Zellen mit einer Karbol-Fuchsin-Lösung angefärbt, mit Wasser gewaschen,
mit Ethanol entfärbt,
mit Löffler-Methylenblaulösung nachgefärbt und
dann mit Wasser gewaschen. Als Ergebnis wurden Zellen blau gefärbt, während Sporen
rot gefärbt
wurden. Zellen in Kultur wurden 10 min lang auf 80 °C erhitzt,
und ob die Sporen thermostabil waren oder nicht, wurde auf der Grundlage
des Überlebens
der Zellen bestimmt. Als Ergebnis zeigte sich, dass die Sporen thermostabil
waren.
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(b) Kulturmerkmale
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- 1) Fleischbrühen-Agarplatten-Kultur (30 °C, 48 Stunden):
Es entstanden kreisförmige
weiße
Kolonien mit einer faltigen Oberfläche, die trocken zu sein scheint,
und mit einer Größe von etwa
2 mm im Durchmesser, wenn sie 48 Stunden lang bei 30 °C kultiviert
wurden.
- 2) Fleischbrühen-Flüssigkultur
(30 °C):
Wenn eine Öse
voll Zellen in das Medium (10 ml) eingeimpft und 36 Stunden lang
kultiviert wurde, wurde eine weißliche Suspension erhalten,
wobei die Extinktion (OD660) der Kultur
0,85 betrug.
- 3) Fleischbrühen-Gelatine-Stichkultur:
+
Zellen wurden in ein Agarmedium mit zugesetzter Gelatine
eingeimpft und kultiviert. Nach Zugabe von Frazier-Reagens (Frazier,
W.C., 1926, A method for the detection of changes in gelatin due
to bacteria, J. Infect. Dis., 37, 302) wurde beobachtet, ob eine
klare, transparente Zone um den Bereich des Zellwachstums herum
gebildet wurde. Die Bildung einer transparenten Zone wurde als "positiv (+)" definiert.
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(c) Physiologische Merkmale
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- 1) Gram-Färbung:
+
- 2) Nitratreduktion: –
- 3) VP-Test: +
- 4) Indolproduktion: –
- 5) Schwefelwasserstoffproduktion: –
- 6) Verwertung von Citrat: –
- 7) Unease: –
- 8) Oxidase: +
- 9) Verhalten gegenüber
Sauerstoff: aerob
- 10) Arginin-Hydrolyse (Arginin-Dihydrolase-Aktivität): –
- 11) Lysin-Decarboxylierungsreaktion (Lysin-Decarboxylase-Aktivität): –
- 12) Ornithin-Decarboxylierungsreaktion (Ornithin-Decarboxylase-Aktivität): –
- 13) Tryptophan-Deaminierungsreaktion: –
- 14) ONPG-Test (β-Galactosidase-Aktivität): –
- 15) Biotin-Abhängigkeit: –
- 16) Produktion von adhäsiven
Stoffen: +
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Die
Verfahren zur Bestimmung einiger der oben genannten physiologischen
Merkmale sind im Folgenden kurz beschrieben.
- 1)
Gram-Färbung
Die
Gram-Färbung
wurde nach einem modifizierten Hucker-Verfahren bestimmt. Insbesondere
wurden durch Feuer fixierte Zellen mit Hucker-Kristallviolett-Lösung angefärbt, iodiert, entfärbt und
dann mit Pfeiffer-Fuchsinlösung
nachgefärbt.
Als Ergebnis wurden die Zellen violett gefärbt. Bei diesem Verfahren wird eine
Gram-positive Zelle violett gefärbt,
während
eine Gram-negative Zelle rot gefärbt
wird.
- 2) Nitratreduktion
Zellen wurden in ein Nitrat-Bouillon-Medium
eingeimpft und kultiviert. Die Kultur wurde mit 0,8% Sulfanilsäurelösung (in
5 N Acetatlösung)
und 0,5% α-Naphthylamin-Lösung (in
5 N Acetatlösung)
versetzt. Eine Probe, die eine rote oder rötlichbraune Farbe entwickelt,
wurde als "positiv" definiert.
- 3) VP-Test (Acetoinproduktion)
Eine Zelle, die im Voges-Proskauer-Test
eine rosa bis rote Farbe entwickelt, wurde als "positiv" definiert. Insbesondere wurden Zellen
in MR-VP-Bouillon-Medium
eingeimpft und 24 Stunden lang bei 30 °C kultiviert. Danach wurden
eine 6%ige α-Naphthol-Lösung (in
Ethanol) und eine 40%ige Natriumhydroxidlösung zu der Kultur gegeben
und kräftig
gerührt
und anschließend
stehen gelassen. Wenn die Kultur ihre Farbe von Rosa nach Rot änderte,
wurde die Zelle als "positiv" bestimmt (Eddy,
B.P., 1961, The Voges-Proskauer reaction and its significance: a
review, J. Appl. Bact., 24, 27).
- 4) Indolproduktion
Zellen wurden in wässrige Peptonlösung, die
für Indoltestzwecke
hergestellt wurde, eingeimpft und dann 10-15 min lang bei 35 °C stehen
gelassen. Kovacs-Reagens
wurde zu der Kultur gegeben. Wenn die Kultur eine rote Farbe entwickelte,
wurden die Zellen als "positiv" bestimmt (Kovacs,
N., 1928, Eine vereinfachte Methode zum Nachweis der Indolbildung
durch Bakterien, Z. Immun-Forsch.
exp. Ther., 55, 311).
- 5) Schwefelwasserstoffproduktion
Zellen wurden in Brucella-Bouillon
eingeimpft. Ein Bleiacetatpapier wurde zwischen dem Stopfen und
dem Reagenzglas eingefügt,
so dass das Papier im Reagenzglas hing, ohne mit dem Medium in Berührung zu kommen.
Wenn das Ende des Papiers nach der Kultivierung seine Farbe nach
Braun oder Schwarz veränderte,
wurden die Zellen als "positiv" bestimmt (ZoBell,
C.E., & Feltham,
C.B., 1934, A comparison of lead, bismuth, and iron as detectors
of hydrogen sulphide produced by bacteria, J. Bact., 28, 169).
- 6) Verwertung von Citrat
Zellen wurden in Simmons-Citrat-Agar-Medium
eingeimpft und dann 4 Tage lang bei 35 °C kultiviert. Wenn in der Kultur
ein sichtbares Zellwachstum beobachtet wurde und die Kultur ihre
Farbe nach Blau veränderte, wurden
die Zellen als "positiv" bestimmt.
- 7) Urease
Zellen wurden reichlich in Christensens Harnstoff-Agar-Medium
eingeimpft und über
Nacht bei 35 °C
kultiviert. Wenn das gesamte Medium seine Farbe nach Rot veränderte,
wurden die Zellen als "positiv" bestimmt (Christensen,
W.B., 1946, Urea decomposition as a means of differentiating Proteus
and paracolon cultures from each other and from Salmonella and Shigella,
J. Bact., 52, 461).
- 8) Oxidase
Kovacs-Reagens wurde tropfenweise zu einer Zellmasse
gegeben. Wenn die Zellen ihre Farbe nach Dunkelviolett veränderten,
wurden die Zellen als "positiv" bestimmt (Kovacs,
N., Identification of Pseudomonas pyocyanea by the oxidase reaction,
Nature, 178, 703, 1956).
- 9) Verhalten gegenüber
Sauerstoff
Zellen wurden getrennt in zwei Stücke Plattenmedium
eingeimpft. Ein Medium wurde unter aeroben Bedingungen kultiviert,
während
das andere unter anaeroben Bedingungen kultiviert wurde. Für die anaerobe Kultivierung
wurde ein GasPack-Beutel (BBL) verwendet. Wenn die Zellen nur auf
der aerob kultivierten Platte wuchsen, wurden die Zellen als "positiv" bestimmt.
- 10-12) Argininhydrolyse (Arginin-Dihydrolase-Aktivität), Lysin-Decarboxylierungsreaktion
(Lysin-Decarboxylase-Aktivität)
und Ornithin-Decarboxylierungsreaktion (Ornithin-Decarboxylase-Aktivität)
Moeller-Decarboxylase-Medium
wurde jeweils mit Arginin, Lysin und Ornithin (alle in Form des
Hydrochlorids) (1%) ergänzt
und unter hohem Druck sterilisiert. Die Zellen wurden in das Medium
eingeimpft, und steriles flüssiges
Paraffin wurde darübergeschichtet.
Wenn die Kultur ihre Farbe nach Violett veränderte, wurden die Zellen als "positiv" bestimmt.
- 13) Tryptophan-Deaminierungsreaktion
Zellen wurden reichlich
in Tryptophan-Agar-Medium eingeimpft und 24 Stunden lang bei 35 °C kultiviert. Wenn
nach Zugabe von 3,4%iger Kupfer(II)chlorid-Lösung
entlang der Schräge
des Mediums der Bereich der Schräge,
der mit dem Reagens in Berührung
kam, seine Farbe nach Rötlichbraun
veränderte,
wurden die Zellen als "positiv" bestimmt.
- 14) ONPG-Test (β-Galactosidase-Aktivität)
Bei
dem ONPG(o-Nitrophenyl-β-D-galactopyranosid)-Test
wurden Zellen, die ihre Farbe nach Gelb veränderten, als "positiv" bestimmt. Das heißt, Zellen
wurden in ONPG-Bouillon-Medium eingeimpft und 24 Stunden lang bei
35 °C kultiviert.
Wenn die Kultur ihre Farbe nach Gelb veränderte, wurden die Zellen als "positiv" bestimmt.
- 15) Biotin-Abhängigkeit
Ein
synthetisches Medium, das von Setsuko Kida et al. entwickelt wurde
(Setsuko Kida, Wataru Hashimoto und Shiro Teramoto, Hakko Kogaku
Zasshi, in "Nutritional
study on natto and Bacillus natto" 34, 542, 1956) (auf Japanisch), wurde
verwendet. Zellen wurden mit oder ohne Biotin in das synthetische
Medium eingeimpft und 6 Tage lang bei 35 °C kultiviert. Wenn die Kultur
aufgrund des Wachstums der Zellen trübe wurde, wurden die Zellen
als "positiv" bestimmt.
- 16) Produktion von adhäsiven
Stoffen
Zellen wurden in ein Plattenmedium, das für den Zweck
der Produktion von adhäsiven
Stoffen hergestellt wurde (Yotako Muramatsu et al., Abstracts of
1995 National Meeting of Japan Society for Bioscience, Biotechnology
and Agrochemistry, S. 315, 1995) (auf Japanisch), eingeimpft und
kultiviert. Wenn eine Produktion von irgendeinem adhäsiven Stoff
auf den gebildeten Kolonien beobachtet wurde, wurden die Zellen
als "positiv" bestimmt.
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(d) Bildung von Säuren aus
Zuckern
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In
Anwesenheit oder Abwesenheit der Bildung einer Säure aus verschiedenen Zuckern
durch die Zellen ist im Folgenden gezeigt.
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Zur
Untersuchung der Bildung von Säuren
aus den unten aufgeführten
Zuckern (Kohlenhydraten) wurden Zellen in ein mit Zucker versetztes
Ammonium-Agar-Medium,
das jeweils mit den Kohlenhydraten auf eine Endkonzentration von
1% ergänzt
war, eingeimpft und 4 Tage lang bei 35 °C kultiviert. Wenn die Kultur
ihre Farbe nach Gelb veränderte,
wurden die Zellen als "positiv" bestimmt.
- 1) Glycerin: ±
- 2) L-Arabinose: –
- 3) Ribose: –
- 4) D-Glucose: +
- 5) D-Fructose: ±
- 6) D-Mannose: +
- 7) Inosit: –
- 8) D-Mannit: –
- 9) D-Sorbit: –
- 10) α-Methyl-D-glycosid: ±
- 11) Esculin: +
- 12) Maltose: –
- 13) Saccharose: +
- 14) Trehalose: +
- 15) Inulin: +
- 16) Glycogen: +
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Der
Stamm wurde unter Bezugnahme auf Bergey's Manual of Systematic Bacteriology
(8. Aufl.) oder dergleichen klassifiziert und identifiziert. Als
Ergebnis zeigte sich, dass der Stamm Bacillus subtilis nahe stand.
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In
Bezug auf die Merkmale der Punkte (a) bis (d) wurde der Stamm, der
aus dem oben beschriebenen, in Kunming, Provinz Yunnan, China, hergestellten
und vertriebenen Natto isoliert wurde, mit Marburg (einem typischen
Bacillussubtilis-Referenzstamm) und kommerziellen Bacillus-natto-Stämmen, Miyagino-Stamm (Yugen Kaisha
Miyagino Natto Seizoujo, Sendai), Yayoi-Stamm (Suzuyo Kogyo Co.,
Ltd., Tokyo), Takahashi-Stamm (Takahashi Yuzo Kenkyujo, Yamagata)
und Naruse-Stamm (Kabushiki Kaisha Naruse Hakko Kagaku Kenkyujo,
Tokyo) verglichen. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 bis 3 gezeigt.
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Die
Ergebnisse in den Tabellen 1 bis 3 zeigen, dass der Stamm, der aus
dem in Kunming, Provinz Yunnan, China, hergestellten und vertriebenen
Natto isoliert wurde, in Bezug auf die Verwertung von Citrat, den ONPG-Test
(β-Galactosidase-Aktivität) und Biotinabhängigkeit
einen signifikanten Unterschied zu den anderen Bacillus-subtilis-Stämmen, insbesondere
kommerziellen Bacillus-subtilis-Stämmen, zeigte. Die Ergebnisse
zeigen auch, dass der Stamm, der aus dem in Kunming, Provinz Yunnan,
China, hergestellten und vertriebenen Natto isoliert wurde, in Bezug
auf die Produktion von Säuren
aus Zuckern einen signifikanten Unterschied bei der Produktion von
L-Arabinose, Ribose, Inosit, D-Mannit, D-Sorbit, Maltose und Glycogen im Vergleich
zu anderen Bacillus-subtilis-Stämmen,
insbesondere kommerziellen Bacillus-subtilis-Stämmen, zeigte.
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Das
DNA-Muster wurde zwischen dem Stamm, der aus dem in Kunming, Provinz
Yunnan, China, hergestellten und vertriebenen Natto isoliert wurde,
und kommerziellen Bacillus-natto-Stämmen, dem Miyagino-Stamm (Yugen
Kaisha Miyagino Natto Seizoujo, Sendai), Yayoi-Stamm (Suzuyo Kogyo
Co., Ltd., Tokyo), Takahashi-Stamm (Takahashi Yuzo Kenkyujo, Yamagata)
und Naruse-Stamm
(Kabushiki Kaisha Naruse Hakko Kagaku Kenkyujo, Tokyo) verglichen,
und zwar nach dem RAPD-Verfahren [Kazuko Nishimoto, Hiroshi Kawaguchi,
Tamami Yokote, Noriaki Kishimoto und Tatsuo Tano, Abstracts of 1999
National Meeting of Japan Society for Bioscience, Biotechnology
and Agrochemistry, in "Convenient
classification method of Bacillus natto strains using RAPD (random
amplified polymorphic DNA), S. 75, 1999 (auf Japanisch); Hiroshi
Kawaguchi, Kazuko Nishimoto, Tamami Yokote, Hideki Morishita, Noriaki
Kishimoto und Tatsuo Tano, Abstracts of 46th National Meeting of
Japan Foods and Science Technology, in "Classification of food microorganisms
at a strain level using RAPD method", S. 98]. Die Ergebnisse sind in 1 gezeigt.
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Wie
in 1 gezeigt ist, zeigte der Stamm, der aus dem in
Kunming, Provinz Yunnan, China, hergestellten und vertriebenen Natto
isoliert wurde (Yunnan-Stamm
SL-001 in 1), ein DNA-Muster, das sich
eindeutig von dem der anderen vier kommerziellen Bacillus-natto-Stämme unterschied.
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Außer dem
oben genannten Unterschied gilt noch: Wenn die Mengen an Menachinon-7
(eine der Vitamin-K-Substanzen) und eines Derivats davon in kultivierten
Zellen und einem Kulturmedium jeweils bei dem Stamm, der aus dem
in Kunming, Provinz Yunnan, China, hergestellten und vertriebenen
Natto isoliert wurde, und den verschiedenen kommerziellen Bacillus-natto-Stämmen bestimmt
wurden, gab es einen signifikanten Unterschied in den Mengen zwischen
diesen, wie es im Einzelnen in den folgenden Beispielen beschrieben
ist.
-
Diese
Ergebnisse zeigen, dass der Stamm der vorliegenden Erfindung Merkmale
hat, die von denen bekannter Bacillus-subtilis-Stämme verschieden
sind. Dementsprechend wird entschieden, dass dieser Stamm ein neuer
Mikroorganismus ist, der zu Bacillus subtilis gehört und als "Yunnan-Stamm SL-001" bezeichnet wird,
der am 7. Mai 1999 unter den Bestimmungen des Budapester Abkommens
unter der Zugriffs-Nr. FERM BP-6713 beim National Institute of Bioscience
and Human-Technology, Agency of Industrial Science and Technology,
Japan (1-3, Higashi 1-chome, Tsukuba-shi, Ibaragi-ken, Japan) hinterlegt
wurde.
-
Die
Erfinder haben Folgendes herausgefunden: Wenn Zellen des Yunnan-Stamms SL-001 mit
irgendeinem bekannten Verfahren (z.B. Filtration und Zentrifugation)
aus einer Kultur gewonnen und mit irgendeinem bekannten Verfahren
(z.B. Gefriertrocknen, Trocknen an der Luft und Heißtrocknen
im Vakuum) getrocknet wurden, können
die getrockneten Zellen in Wasser gelöst werden. Dann wurde die Kultur
mit Wasser und Isopropanol getrennt extrahiert und durch HPLC analysiert,
wie es im Einzelnen in den folgenden Beispielen beschrieben ist.
Als Ergebnis zeigte sich, dass beide Extrakte Vitamin K enthielten
(insbesondere MK-7). Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass das vom
Yunnan-Stamm SL-001
der vorliegenden Erfindung produzierte Vitamin K (insbesondere MK-7)
eine Änderung
innerhalb der Zelle erfuhr, so dass es wasserlöslich wurde. Das Vitamin K
und Menachinon-7 (MK-7) in den Formen, denen Wasserlöslichkeit
verliehen wurde, werden als "wasserlösliches
Vitamin-K-Derivat" (oder
einfach "Vitamin-K-Derivat") bzw. "wasserlösliches
Menachinon-7-Derivat" (oder
einfach "Menachinon-7-Derivat") bezeichnet. Das
wasserlösliche
Menachinon-7- Derivat
zeigte eine einzelne Bande, die gemäß einer Bestimmung durch SDS-Polyacrylamid-Gel-Elektrophorese
einem Molekulargewicht von etwa 100 000 entspricht, und zeigte auch
ein Molekulargewicht von nicht weniger als 100 000 gemäß einer
Bestimmung durch Gelfiltration, wie es ebenfalls im Einzelnen in
den folgenden Beispielen beschrieben ist. Anhand dieser Ergebnisse
wird aufgrund der Tatsache, dass das Molekulargewicht von Menachinon-7
etwa 649 beträgt,
angenommen, dass in den Zellen irgendeine Substanz (z.B. Zuckerprotein)
an MK-7 bindet und dadurch das MK-7 in eine stabile Form bringt,
die wasserlösliche
Vitamin-K-Derivate bildet (einschließlich Vitamin-K2-Derivat
und Menachinon-7-Derivat; diese Erklärung wird im Folgenden weggelassen).
Selbstverständlich
wird man sich jedoch darüber
im Klaren sein, dass diese Vermutung das Konzept der vorliegenden
Erfindung nicht einschränken
soll.
-
In
der vorliegenden Erfindung kann die Kultivierung von Zellen des
Yunnan-Stamms SL-001
im gleichen Medium unter den gleichen Kulturbedingungen durchgeführt werden,
wie sie für
die herkömmliche
Kultivierung von Bacillus subtilis eingesetzt werden. Zum Beispiel
unterliegt das Medium, das für
die Kultivierung der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann,
keiner besonderen Einschränkung,
und es kann sich um ein beliebiges Medium handeln, das aus dem Fachmann
bekannten Komponenten besteht. Das Medium kann ein Medium, das durch
geeignetes Mischen verschiedener Kulturkomponenten hergestellt wird,
ein kommerziell erhältliches
Medium an sich oder ein kommerziell erhältliches Medium, dem die oben
genannten bekannten Komponenten als ergänzende Komponenten hinzugefügt werden,
sein. Das Medium kann fest oder flüssig sein und wird je nach
Verwendungszweck in geeigneter Weise ausgewählt. Solange das Medium eine
Kohlenstoffquelle, eine geeignete Menge einer Stickstoffquelle,
ein anorganisches Salz und irgendwelche anderen, von dem verwendeten
Mikroorganismus assimilierbaren Nährstoffquellen enthält, kann
das Medium außerdem synthetisch
oder natürlich
sein.
-
Die
Kohlenstoffquelle, die für
die Kultivierung des Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden Erfindung verwendet
werden kann, unterliegt keiner besonderen Einschränkung, solange
sie von dem Stamm assimiliert werden kann. Spezielle Beispiele für die Kohlenstoffquelle
sind Kohlenhydrate, wie Stärke
oder deren Verbundfraktion, geröstetes
Dextrin, verarbeitete Stärke,
Stärkederivat,
physikalisch verarbeitete Stärke, α-Stärke, lösliche Stärke, Amylose,
Amylopectin, Maltooligosaccharid, Cyclodextrin, Pluran, Maisstärke, Kartoffelstärke, Süßkartoffelstärke und
Dextrin, Glycerin, Galactose, Lactose, Malzextrakt, Glucose, Fructose,
Mannose, R-Methyl-D-glycosid, Esculin, Saccharose, Trehalose, Inulin
und Glycogen. Von diesen Kohlenstoffquellen werden unter dem Gesichtspunkt
des Wachstums des Yunnan-Stamms SL-001 vorzugsweise Saccharose, Mannose,
Esculin, Glucose, Stärke,
Trehalose, Inulin und Glycogen verwendet. Diese Kohlenstoffquelle
kann einzeln oder in Kombination von zweien oder mehreren davon
verwendet werden.
-
Die
Stickstoffquelle, die für
die Kultivierung des Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden Erfindung verwendet
werden kann, unterliegt ebenfalls keiner besonderen Einschränkung, solange
sie von dem Stamm assimiliert werden kann. Spezielle Beispiele dafür sind Fleischextrakt,
Malzextrakt, Pepton, aus Sojabohnen stammendes Polypepton (z.B.
Polypepton-S), Hefeextrakt, "Ajieki" (ein Hydrolysat
von Sojaprotein), Sojapulver, Milchcasein, verschiedene Aminosäuren (z.B.
Casaminosäuren,
Glutaminsäure,
Arginin, Asparagin und Prolin) und organische Stickstoffverbindungen,
wie Maisquellwasser, sowie Ammoniumsalze, wie Ammoniak, Ammoniumcarbonat,
Ammoniumnitrat, Ammoniumsulfat und Ammoniumchlorid, sowie Natriumsalze,
wie Natriumnitrat und Natriumsulfat, sowie anorganische Stickstoffverbindungen,
wie Harnstoff und Harnsäure.
Von diesen Stickstoffquellen werden unter dem Gesichtspunkt des
Wachstums des Yunnan-Stamms SL-001 vorzugsweise aus Sojabohnen stammendes
Polypepton (z.B. Polypepton-S) und Sojapulver verwendet. Diese Stickstoffquellen
können
ebenfalls einzeln oder in Kombination von zweien oder mehreren davon
verwendet werden.
-
Die
anorganischen Salze, die für
die Kultivierung des Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können,
unterliegen ebenfalls keiner besonderen Einschränkung, solange der Stamm auf
dem Medium in befriedigender Weise wachsen kann. Insbesondere können ein,
zwei oder mehr Vertreter, die aus Phosphaten, Hydrochloriden, Sulfaten
und Acetaten von Magnesium, Mangan, Calcium, Natrium, Kalium, Kupfer,
Eisen und Zink ausgewählt
sind, verwendet werden.
-
In
dem Medium für
die Kultivierung des Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden Erfindung
kann auch ein Vitamin enthalten sein. Das Vitamin unterliegt ebenfalls
keiner besonderen Einschränkung,
solange der Yunnan-Stamm SL-001 auf dem Medium in befriedigender
Weise wachsen kann. Spezielle Beispiele für das Vitamin sind Thiamin,
Riboflavin, Vitamin-B6-Verbindungen, Calciumpantothenat, Nicotinsäureamid, p-Aminobenzoesäure und
Folsäure.
-
Wenn
ein kommerziell erhältliches
Medium für
die Kultivierung des Yunnan-Stamms
SL-001 der vorliegenden Erfindung verwendet wird, umfasst das Medium
zum Beispiel Nährbouillon
(Trockenbouillon) (ein Produkt der Nissui Pharmaceutical Co., Ltd.
oder der Nippon Seiyaku Kabushiki Kaisha), Polypepton-5 (ein Produkt
der Wako Pure Chemical Industries, Ltd.).
-
In
der vorliegenden Erfindung kann das für die Kultivierung des Yunnan-Stamms
SL-001 verwendete Medium ein Material sein, das von Bacillus natto
fermentiert werden kann, wie Okara (ein unextrahierter Rückstand
von Sojabohnen), Sojabohnen, Sojabrühe, die ein Nebenprodukt der
Produktion von Miso (fermentierte Sojapaste) oder Natto (schleimige
fermentierte Sojabohnen) ist, Okara, das ein Nebenprodukt der Produktion von
Tofu (Sojaquark) oder Aburage (frittierter Tofu), Sojakuchen, der
ein Nebenprodukt der Produktion von Ölen aus Sojabohnen ist, und
Sojaspelzen, die ein Nebenprodukt der Produktion von Miso sind.
Falls notwendig, kann die oben genannte Kohlenstoffquelle, Stickstoffquelle
oder das anorganische Salz in geeigneter Weise zu dem Material gegeben
werden.
-
In
der vorliegenden Erfindung kann die Kultivierung des Yunnan-Stamms
SL-001 in derselben Weise durchgeführt werden wie bei herkömmlichen
Verfahren. Die Bedingungen für
die Kultivierung können
je nach der Zusammensetzung des Kulturmediums und dem eingesetzten
Kultivierungsverfahren in geeigneter Weise ausgewählt werden
und unterliegen keiner besonderen Einschränkung, solange der Stamm in
befriedigender Weise wachsen kann. Die Kultivierungstemperatur liegt
im Allgemeinen im Bereich von 20 bis 45 °C, vorzugsweise 37 bis 42 °C. Der pH-Wert
des Kulturmediums, der für
die Kultivierung geeignet ist, liegt im Allgemeinen im Bereich von
6,0 bis 9,5, vorzugsweise 7,0 bis 8,5.
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Die
so hergestellte Kultur und Kulturbrühe des Yunnan-Stamms SL-001
der vorliegenden Erfindung sind in hohem Maße unbedenklich, da der Stamm
Lebensmittel als Quellen verwertet. Somit wird erwartet, dass die
Kultur oder Kulturbrühe
des Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden Erfindung selbst als Lebensmittelzusatz
oder Lebensmittel verwendet wird.
-
Der
Yunnan-Stamm SL-001 der vorliegenden Erfindung kann mit guter Effizienz
Vitamin K oder ein Derivat davon produzieren. Das Verfahren zur
Isolierung und Reinigung des Vitamins K oder seines Derivats aus dem
Yunnan-Stamm SL-001 kann in Abhängigkeit
von den Kultivierungsbedingungen usw. variieren, wie im Folgenden
ausführlich
beschrieben ist. Zum Beispiel kann in dem Fall, dass das gewünschte Vitamin
K oder sein Derivat in Zellen in Kultur angereichert wird, das folgende
Verfahren eingesetzt werden: Zellen werden unter den oben genannten
Bedingungen kultiviert, durch Filtration, Zentrifugation oder dergleichen
gewonnen, physikalischen Methoden (z.B. Frieren-Tauen, Ultraschallbehandlung,
Druckbehandlung, Behandlung unter osmotischer Differenz, Mahlen
usw.) oder chemischen Methoden (z.B. Behandlung mit einem Enzym,
das zur Lyse von Zellwänden
befähigt
ist, wie Lysozym; oder Behandlung durch In-Kontakt-Bringen mit einem Tensid) einzeln
oder in Kombination unterzogen, wodurch die Zellen aufgeschlossen
werden, und dann wird das gewünschte
Vitamin K oder sein Derivat nach irgendeinem bekannten Verfahren
(z.B. fraktionierte Kristallisation, fraktionierte Fällung, Ionenaustausch-Chromatographie,
Lösungsmittelextraktion
usw.) einzeln oder in Kombination aus den aufgeschlossenen Zellen
gereinigt.
-
Die
Zellen in Kultur können
einer Soxhlet-Extraktion unterzogen werden, um das Vitamin K oder
sein Derivat zu gewinnen. Insbesondere werden die Zellen, die gemäß der obigen
Beschreibung kultiviert werden, einer Soxhlet-Extraktion mit einem
organischen Lösungsmittel
(z.B. Hexan, Diethylether, Aceton, Ethanol, Isopropanol) beim Siedepunkt
des organischen Lösungsmittels,
das bei Verwendung des Soxhlet-Extraktors eingesetzt wird, unterzogen,
wodurch eine fettlösliche
Fraktion entsteht. Dann wird die Fraktion 0,1-20 Stunden lang bei
30-100 °C
mit einem organischen Lösungsmittel
(z.B. Hexan, Diethylether, Aceton, Ethanol, Isopropanol) extrahiert.
Der resultierende Extrakt wird mit einem organischen Lösungsmittel,
wie es oben erwähnt ist,
auf ein vorbestimmtes Gesamtvolumen verdünnt. Ein Aliquot des verdünnten Extrakts
wird mit Wasser und Isopropanol gemischt und dann weiter mit einem
organischen Lösungsmittel,
wie es oben erwähnt
ist, gemischt, wobei ein Stabmixer oder ein anderes Mittel verwendet
wird. Die resultierende gemischte Lösung wird zentrifugiert, und
der Überstand
wird zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird in Ethanol gelöst, wodurch man
Vitamin K oder ein Derivat davon erhält.
-
Wenn
das durch den Yunnan-Stamm SL-001 produzierte Vitamin-K-Derivat
in der vorliegenden Erfindung wasserlöslich ist, kann das folgende
Verfahren eingesetzt werden, um das gewünschte Vitamin-K-Derivat zu
gewinnen. Kurz gesagt, eine Kulturbrühe oder ein Kulturüberstand
der Zellen des Yunnan-Stamms
SL-001, der so kultiviert wird, wie es oben erwähnt ist, wird so behandelt,
dass der pH-Wert gesenkt wird, vorzugsweise auf 1-3, wodurch ein
Niederschlag entsteht. Der Niederschlag wird durch Zentrifugation
oder dergleichen fraktioniert, wobei man das wasserlösliche Vitamin-K-Derivat
erhält.
-
Das
so hergestellte Vitamin K oder sein Derivat aus der Kultur oder
Kulturbrühe
des Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden Erfindung ist auch in
hohem Maße
unbedenklich, da der Yunnan-Stamm SL-001 Lebensmittel als Quellen
verwertet, und daher ist seine Kultur oder Kulturbrühe unbedenklich.
Daher wird erwartet, dass die Kultur oder Kulturbrühe des Yunnan-Stamms
SL-001 der vorliegenden Erfindung selbst als Lebensmittelzusatz
oder Lebensmittel verwendet wird.
-
Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung ausführlicher anhand von Beispielen
beschrieben.
-
Beispiel 1
-
Okara
(Asahimatsu Foods Co., Ltd., Iida-shi) (10 g Nassgewicht) wurde
in eine Petri-Schale gegeben und etwa 10 min lang bei 120 °C autoklaviert
(Sterilisation in einem Autoklaven).
-
Andererseits
wurde jeweils eine Öse
voll von sieben Arten von Bacillus-natto-Stämmen,
die vier Arten von Bacillus-natto-Stämmen (Miyagino-Stamm, Asahi-Stamm, Naruse-Stamm
und Takahashi-Stamm), welche in kommerziellen Natto-Produkten verwendet
werden und in einzelnen Schrägkulturen
aufrechterhalten wurden, zwei Arten von Bacillus-natto-Stämmen (Nitto-Stamm
und Meguro-Stamm),
welche als Pharmaka verwendet werden, sowie den Yunnan-Stamm SL-001 (FERM BP-6713)
umfassten, in sterilem Wasser (9,5 ml) suspendiert, um eine Zellsuspension
herzustellen. Die kommerziellen Bacillus-natto-Stämme sind
wie folgt. Im Folgenden wird nur ein Stammname für jeden der verwendeten Bacillus-natto-Stämme gezeigt.
-
Kommerziell
erhältliche
Bacillus-natto-Stämme
-
- Miyagino-Stamm (Yugen Kaisha Miyagino Natto Seizoujo, Sendai)
- Nitto-Stamm (Nitto Pharmaceutical Industries, Ltd., Kyoto)
- Meguro-Stamm (Kabushiki Kaisha Meguro Kenkyujo, Osaka)
- Asahi-Stamm (Kabushiki Kaisha Asahi Kogyo, Tokyo)
- Naruse-Stamm (Kabushiki Kaisha Naruse Hakko Kagaku Kenkyujo,
Tokyo)
- Takahashi-Stamm (Takahashi Yuzo Kenkyujo, Yamagata)
-
Jede
der oben hergestellten Zellsuspensionen (0,5 ml) wurde in das wie
oben autoklavierte Okara eingeimpft und 4 Tage lang bei 37 °C inkubiert.
-
Die
Okara-Kultur jedes Bacillus-natto-Stamms wurde mit 4 Volumina destilliertem
Wasser oder Isopropanol versetzt. Die gemischte Lösung wurde
10 min lang bei 20 °C
mit 3000 U/min zentrifugiert, und der resultierende Überstand
(0,5 ml) wurde als Extraktionsprobe verwendet. Für jede der Extraktionsproben,
die mit destilliertem Wasser als Extraktionslösungsmittel hergestellt wurden,
wurden destilliertes Wasser (0,5 ml) und Isopropanol (1,5 ml) damit
gemischt. Für
jede der Extraktionsproben, die mit Isopropanol als Extraktionslösungsmittel
hergestellt wurden, wurden destilliertes Wasser (1,0 ml) und Isopropanol
(1,0 ml) damit gemischt. Anschließend wurde die resultierende
gemischte Lösung
mit Hexan (5,0 ml) versetzt, gerührt
und dann 10 min lang bei 20 °C
mit 3000 U/min zentrifugiert. Die Hexanschicht (4,0 ml) wurde konzentriert
und mit einem Verdampfer getrocknet, und der resultierende Rückstand
wurde in Ethanol (100 μl)
gelöst.
Die Proben, die unter Verwendung von entweder destilliertem Wasser
oder Isopropanol als Extraktionslösungsmittel hergestellt wurden,
wurden als wasserextrahierte Proben bzw. isopropanolextrahierte
Proben verwendet. Die so hergestellten wasserextrahierten Proben
und isopropanolextrahierten Proben wurden verwendet, um den MK-7-Gehalt
unter den im Folgenden gezeigten HPLC-Bedingungen zu bestimmen.
Die Ergebnisse sind in 2 gezeigt. Wie in 2 gezeigt
ist, hatte der Yunnan-Stamm SL-001 der vorliegenden Erfindung sowohl
bei den wasserextrahierten Proben als auch bei der isopropanolextrahierten
Probe einen höheren
MK-7-Gehalt und zeigte insbesondere bei der wasserextrahierten Probe
einen signifikanten Unterschied im MK-7-Gehalt im Vergleich zu anderen kommerziellen
Bacillus-natto-Stämmen.
-
Im
vorliegenden Beispiel macht sich die Bestimmung des MK-7-Gehalts
durch HPLC (high performance liquid chromatography) die Tatsache
zu Nutze, dass Vitamin K mit einem Platin-Tonerde-Katalysator zu einer
fluoreszenten Hydrochinonform reduziert wird, und wird insbesondere
unter den folgenden Bedingungen durchgeführt.
| Apparatur: | |
| Pumpe: | PU-980
(Nippon Bunko) |
| Injektor: | 7125
(Nippon Bunko) |
| Säulenofen: | CO-965
(Nippon Bunko) |
| Detektor: | Fluoreszenzdetektor
821-FP (Nippon Bunko) |
| Datenverarbeitungsvorrichtung: | C-R5A
(Shimadzu Corporation) |
| Bedingungen: | |
| Säule: | OD5-II-Säule (4,6 × 250 mm)
(Shimadzu Corporation) |
| Reduktionssäule: | Platin-Tonerde-Katalysatorsäule (Wako
Pure Chemical Industries, Ltd.; Platin-Tonerde Primary Grade, Packung
etwa 0,2 g Pt = 5%; 4,0 ϕ × 10 mm) |
| mobile
Phase: | 97%
Ethanol (Fließgeschwindigkeit:
0,7 ml/min) |
| Temperatur
für die
Trennung/Reduktion: | 40 °C |
| Messwellenlänge: | Anregung
320 nm Fluoreszenz 430 nm |
| Injektionsmenge: | 10 μl |
-
Im
Einklang mit diesem Bestimmungsverfahren wurden Eichkurven für MK-7,
Menachinon-7 bzw. Vitamin K1 aufgestellt.
Als Ergebnis zeigte sich, dass die Menge an MK-7 im Bereich von
0,05 bis 50 ng im Einklang mit der Gleichung [–0,89661 + 1,6993 × 10–6 × (Fläche in der
HPLC, die Vitamin K entspricht (μV,
s))] bestimmt werden konnte und die Mengen an Menachinon-4 und Vitamin
K1 im Bereich von 0,01 bis 10 ng im Einklang
mit der Gleichung [–0,58657
+ 4,8030 × 10–9 × (Fläche in der
HPLC, die Vitamin K entspricht (μV,
s))] bzw. der Gleichung [–0,44381
+ 4,0626 × 10–7 × (Fläche in der
HPLC, die Vitamin K entspricht (μV,
s))] bestimmt werden konnten.
-
Die
Standardsubstanz für
MK-7 für
die Aufstellung der Eichkurve wurde wie folgt angefertigt. Natto (600
g) wurde mit 75% Isopropanol (1 Liter) und n-Hexan (1 Liter) versetzt,
1 Stunde lang sachte gerührt
und dann stehen gelassen. Von den zwei Schichten, die sich getrennt
hatten, wurde die obere Schicht entnommen, über wasserfreiem Natriumsulfat
getrocknet und zur Trockne eingedampft, wodurch man einen Extrakt
(etwa 20 g) erhält.
Der Extrakt wurde mit n-Hexan (10 ml) gemischt, durch Chromatographie-Silicagel
(400 ml) gegeben, um den Extrakt auf dem Silicagel zu adsorbieren,
und dann mit n-Hexan/Toluol (1:1) (2 Liter) eluiert und fraktioniert.
Eine Fraktion, die MK-7 enthielt, wurde im Vakuum zur Trockne eingedampft.
Das resultierende Silicagelkonzentrat wurde in n-Hexan (5 ml) gelöst, in derselben Weise wie
oben erneut mit einer Silicagel-Säule fraktioniert
und im Vakuum zur Trockne eingedampft, wodurch man ein Produkt (etwa
350 mg) erhielt. Ein Aliquot (50 mg) des Produkts wurde in einem
kleinen Volumen Aceton gelöst,
durch Chromatographie-ODS-Silicagel (60 ml) gegeben, das mit Acetonitril/Methanol
(1:1) gefüllt
war, und dann mit Acetonitril/Methanol (1:1) entwickelt. Das Eluat
wurde durch HPLC überwacht,
um eine Fraktion zu gewinnen, in der eine Substanz eluiert wird,
von der angenommen wird, dass es sich um MK-7 allein handelt. Die
Fraktion wurde im Vakuum zur Trockne eingedampft. Für die resultierende
Substanz wurden ein IR-Spektrum
und ein Massenspektrum erhalten, und es wurde bestätigt, dass
es sich bei der Substanz um MK-7 handelte. Für die Reinheit der Substanz
wurde 99,8% gefunden. Die verwendeten Standardsubstanzen für Forphyllochinon
(Vitamin K1) und Menachinon-4 (MK-4) waren
Special Grade (Sigma). Die Messung wurde für jede Probe an drei Extrakten durchgeführt, und
diese Werte werden gemittelt.
-
Beispiel 2
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Eine
wasserextrahierte Probe des Yunnan-Stamms SL-001 wurde in derselben
Weise wie in Beispiel 1 hergestellt und gemäß dem Fibrinausstrichverfahren
auf thrombolytische Eigenschaft untersucht. Kurz gesagt, die wasserextrahierte
Probe (30 μl)
wurde auf ein künstliches
Gerinnsel, das in einer Petri-Schale hergestellt wurde (Standardfibrinplatte)
(H. Sumi et al., Experientia, 43: 1110-111, 1987), gegeben und 1 Stunde lang bei
37 °C inkubiert.
Als Ergebnis wurde eine Thrombolyse beobachtet. Dieses Ergebnis
beweist, dass die wasserextrahierte Probe des Yunnan-Stamms SL-001
eine thrombolytische Aktivität
durch die Wirkung von Natto-Kinase (NK) aufwies.
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Beispiel 3
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Eine
wasserextrahierte Probe des Yunnan-Stamms SL-001 wurde in derselben
Weise wie in Beispiel 1 hergestellt und gemäß dem Verfahren der Zersetzung
eines synthetischen Substrats auf die Fähigkeit untersucht, ein Substrat
für Plasmin
zu zersetzen oder abzubauen. Insbesondere wurden die wasserextrahierte Probe
(10 μl)
und 5 × 10–3 M
5-2251 (ein Substrat für
Plasmin; N-D-Val-Leu-Lys-pNA)
(20 μl)
mit 0,1 M Tris-Puffer (pH 7,4) (170 μl) versetzt und dann 1 Stunde
lang bei 37 °C
inkubiert. Die Lösung
zeigte eine Extinktion bei 405 nm (A405)
von 0,168, und ein Abbau von S-2251 wurde beobachtet. Diese Ergebnisse
beweisen, dass die wasserextrahierte Probe des Yunnan-Stamms SL-001
eine thrombolytische Aktivität
durch die Wirkung von Natto-Kinase (NK) aufwies.
-
Beispiel 4
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Okara
(Asahimatsu Foods Co., Ltd., Iida-shi) (10 g Nassgewicht) wurde
in eine Petri-Schale gegeben und etwa 10 min lang bei 120 °C autoklaviert
(Sterilisation in einem Autoklaven).
-
Andererseits
wurde jeweils eine Öse
voll des Miyagino-Stamms (eines kommerziell erhältlichen Bacillus-natto-Stamms)
und des Yunnan-Stamms SL-001 (FERM BP-6713), die beide auf einer
Schrägkultur
aufrechterhalten worden waren, in sterilem Wasser (9,5 ml) suspendiert.
Die Zellsuspension (0,5 ml) wurde in das oben autoklavierte Okara
eingeimpft und 10 Tage lang bei 37 °C inkubiert.
-
Während der
Kultivierung wurden der Okara-Kultur mit Bacillus natto im Laufe
der Zeit Proben entnommen (am Tag 1, 2, 4, 6, 8 und 10). Eine isopropanolextrahierte
Probe wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 aus der Kultur
hergestellt, und der MK-7-Gehalt der isopropanolextrahierten Probe
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 bestimmt. Die Ergebnisse
sind in 3 gezeigt.
-
Wie
in 3 gezeigt ist, zeigten sich in der Kultur des
Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden Erfindung an allen Kulturzeitpunkten,
an denen Proben entnommen worden waren, wesentlich höhere MK-Gehalte,
und der MK-7-Gehalt erreichte in einer kürzeren Zeit ein Maximum als
bei dem Miyagino-Stamm (einem typischen kommerziell erhältlichen
Bacillus-natto-Stamm). Diese Ergebnisse beweisen, dass der Yunnan-Stamm
SL-001 der vorliegenden Erfindung MK-7 (eine der Vitamin-K-Substanzen)
schnell und effizient produzieren kann und für die Massenproduktion von
MK-7 sehr gut geeignet ist.
-
Beispiel 5
-
Okara
(Asahimatsu Foods Co., Ltd., Iida-shi) wurde bei –25 °C eingefroren
und gelagert und vor der Verwendung nach Bedarf wieder aufgetaut.
Das aufgetaute Okara wurde 30 min lang bei 120 °C autoklaviert und dann in einen
Behälter
von ca. 120 ml auf Polystyrolpapier (PSP) gegeben und als Kulturmedium
für Bacillus-natto-Stämme verwendet.
-
Andererseits
wurde jede von sieben Arten von Bacillus-Stämmen, die aus vier Arten von
Bacillus-natto-Stämmen
(Takahashi-Stamm, Naruse-Stamm, Miyagino-Stamm und Asahi-Stamm),
welche in kommerziellen Natto-Produkten verwendet werden, zwei Arten
von Bacillus-natto-Stämmen
(Nitto-Stamm und Meguro-Stamm), welche als Pharmaka verwendet werden,
und dem Yunnan-Stamm
SL-001 bestanden, 3 Tage lang bei 37 °C unter Schütteln (100 U/min) in einem
Kulturmedium (150 ml) kultiviert, das 3% Nährbouillon (getrockneten Bouillon)
(Nissui Pharmaceutical Co., Ltd.) enthielt, wodurch Vorkulturen
der oben genannten sieben Arten von Bacillus-natto-Stämmen entstanden.
-
Die
Vorkulturen jeder der sieben Arten von Bacillus-natto-Stämmen (virale
Zellen: 2 × 108 Zellen/ml) (0,5 ml) wurde zu dem oben hergestellten
Okara (Nassgewicht 50 g) gegeben und bei 37 °C statisch fermentieren gelassen.
Am Tag 4 der Fermentierung wurden die Zellen der Bacillus-natto-Stämme jeweils
in Wasser suspendiert, durch ein Metallteesieb filtriert und dann
zentrifugiert (3000 U/min × 10
min), wodurch eine Kultur von jedem Stamm entstand. Eine wasserextrahierte
Probe wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 aus der Kultur
hergestellt, und die Menge des MK-7-Derivats in der Probe wurde
nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren bestimmt. Die Ergebnisse
sind in 4 gezeigt.
-
Wie
in 4 gezeigt ist, betrug die Ausbeute an dem MK-7-Derivat
in der Kultur jedes Bacillus-natto-Stamms nach 4 Tagen Kultur im
Durchschnitt 36,6 μg/g
Okara (Nassgewicht) für
den Yunnan-Stamm SL-001, 1,9 μg/g
Okara (Nassgewicht) für
den Miyagino-Stamm, 14,2 μg/g
Okara (Nassgewicht) für
den Naruse-Stamm, 6,8 μg/g
Okara (Nassgewicht) für
den Takahashi-Stamm, 11,9 μg/g
Okara (Nassgewicht) für
den Asahi-Stamm, 1,9 μg/g
Okara (Nassgewicht) für
den Meguro-Stamm und 5,2 μg/g
Okara (Nassgewicht) für
den Nitto-Stamm.
Wie aus diesen Ergebnissen hervorgeht, zeigte der Yunnan-Stamm SL-001 der vorliegenden
Erfindung eine MK-7-Ausbeute von immerhin 36,6 μg/g Okara (Nassgewicht), was
mathematisch zwei- bis zwanzigmal so groß ist wie bei anderen Bacillus-natto-Stämmen und
viermal so groß ist
wie die berichteten Analysewerte für Natto (6,2 bis 8,7 μg/g Okara
als Nassgewicht) (Michio Yanaguchi (Hrsg.), Japan Food Ingredient List,
Ishiyaku Shuppan, Tokyo, S. 52-53,
1997 (auf Japanisch); Toshiyuki Sakano et al., Vitamin, 62: 393-398, 1988;
H. Ikeda und Y. Doi, Eur. J. Biochem., 192: 219-223, 1990; und Hiro
Ikeda, Journal of Domestic Science, 43: 643-648, 1992 (auf Japanisch)).
-
Beispiel 6
-
Okara,
das von der Asahimatsu Foods Co., Ltd. (Iida-shi) bereitgestellt
wurde, wurde bei –25 °C eingefroren
und gelagert und vor der Verwendung nach Bedarf wieder aufgetaut.
-
Andererseits
wurde der Yunnan-Stamm SL-001 3 Tage lang bei 37 °C unter Schütteln (100
U/min) in einem Kulturmedium (150 ml), das 3% Nährbouillon (getrockneten Bouillon)
(Nissui Pharmaceutical Co., Ltd.) enthielt, in einem 500-ml-Erlenmeyer-Kolben
kultiviert, wodurch eine Vorkultur des Bacillus-natto-Stamms entstand.
-
Das
aufgetaute Okara (1 kg Nassgewicht) wurde 30 min lang bei 120 °C autoklaviert
und dann in einen Behälter
von ca. 120 ml auf Polystyrolpapier (PSP) gegeben. Die oben hergestellte
Vorkultur des Yunnan-Stamms SL-001 wurde in den Behälter gegeben
und 4 Tage lang bei 37 °C
fermentieren gelassen. Wasser wird in einem Mischungsverhältnis von
5 Liter pro kg des Okara-Natto (Nassgewicht) zu dem fermentierten Okara-Natto
gegeben. Das Gemisch wurde 1 Stunde lang bei Raumtemperatur gerührt und
dann zentrifugiert (3000 U/min, 10 min). Der Überstand wurde mit Ionenaustauscherharz
(DEAE-Sepharose CL-613)
(620 g) versetzt und gerührt
und anschließend
30 min lang bei Raumtemperatur stehen gelassen. Das Gemisch wurde
in eine Glassäule
(7,5 cm ϕ × 100
cm) gefüllt,
mit destilliertem Wasser und 0,05 M Phosphatpuffer (pH 7,0) gewaschen
und dann einer Gradientenelution mit 0,05 M Phosphatpuffer (pH 7,0),
der 0,1 bis 0,8 M NaCl enthielt, unterzogen. Die Menge an Vitamin
K wurde für
jede Fraktion nach dem HPLC-Verfahren in derselben Weise wie in
Beispiel 1 bestimmt, und Fraktionen, die Vitamin K enthalten, wurden
unter Verwendung eines Membranfilters (Millipore; MW 10 000) konzentriert,
gegen destilliertes Wasser dialysiert und dann gefriergetrocknet, wodurch
man ein wasserlösliches
Vitamin-K-Derivat als blassgelbes Pulver erhält.
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Das
so erhaltene wasserlösliche
Vitamin-K-Derivat und der Extrakt desselben Okara wie oben mit Isopropanol
wurden durch HPLC analysiert. Die Ergebnisse sind in 5 gezeigt.
In 5 betragen die Retentionszeiten für MK-4,
Vitamin K1 und MK-7 etwa 8,2 min, etwa 11,3
min bzw. etwa 17,5 min, und Pfeile zeigen die Retentionszeit für MK-7 an.
Wie in 8 gezeigt ist, zeigte sich,
dass 60% oder mehr des Isopropanolextrakts des Okara in die wasserlösliche Fraktion
extrahiert wurden und dass von den Vitamin-K-Substanzen die Menge
an Vitamin K1 und MK-4 kleiner waren und
MK-7 über
95% des Vitamin-K-Gehalts
ausmachten.
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Das
wasserlösliche
Vitamin-K-Derivat wurde durch SDS-Polyacrylamid-Gel-Elektrophorese analysiert.
Als Ergebnis wurde eine einzelne, wenn auch breite Bande auf der
Position beobachtet, die einem MW von etwa 100 000 entspricht.
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Dieses
Ergebnis lässt
vermuten, dass das wasserlösliche
Vitamin-K-Derivat zusammen mit irgendeinem anderen Zuckerprotein
einen Komplex mit einem MW von etwa 100 000 bildete. Die Ausbeute
des wasserlöslichen
Vitamin-K-Derivats
ausgehend von 1 kg des Natto betrug etwa 5,3 g (830 μg wasserlösliches MK-7-Derivat
pro g), was durch Mitteln von drei Bestimmungsergebnissen bestimmt
wurde.
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Beispiel 7
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Ein
Kulturmedium, das 3% trockene Bouillon (Nissui Pharmaceutical Co.,
Ltd.) (300 ml) enthielt, wurde in jeden von fünf 500-ml-Erlenmeyer-Kolben
gegeben und 15 min lang bei 120 °C
autoklaviert. In jedes der Medien wurde eine Öse voll des Yunnan-Stamms SL-001
eingeimpft, und es wurde bei 37 °C
unter Schütteln (100
U/min) kultiviert. Nach 4 Tagen wurden die Kulturen miteinander
kombiniert und zentrifugiert (5000 U/min × 10 min). Der Überstand
wurde in drei 400-ml-Portionen aufgeteilt und mit verdünnter Salzsäure auf
pH 1,02, 2,07 bzw. 3,01 eingestellt. Jede der Lösungen wurde 3 Stunden lang
bei Raumtemperatur stehen gelassen, und der Überstand wurde zentrifugiert
(5000 U/min × 10
min, 10 °C),
wodurch ein weißer
Niederschlag abgetrennt wurde. Der weiße Niederschlag wurde in einem
kleinen Volumen destillierten Wassers gelöst und mit Ammoniumhydrogencarbonatpulver
auf pH 7,0 eingestellt, und anschließend wurde gefriergetrocknet.
Die Mengen der gefriergetrockneten Produkte betrugen 0,52 g, 0,28
g und 0,31 g für
die Proben, die auf pH 1,02, 2,07 bzw. 3,01 eingestellt worden waren.
Dieses Verfahren wurde wiederholt.
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Das
gefriergetrocknete Produkt (1 g Trockengewicht) wurde 6 Stunden
lang bei 80 °C
in einem Soxhlet-Extraktor (SIBATA SPC 34, WATER BATH SIBATA WB-6C,
Filter: ADVANTEC 84, 24 × 100
mm) mit Hexan (100 ml) extrahiert. Das Gesamtvolumen des Extrakts
wurde mit Hexan auf 100 ml eingestellt. Der Extrakt (100 μl) wurde
mit destilliertem Wasser (1,0 ml) und Isopropanol (1,5 ml) und dann
weiter etwa 10 s lang mit Hilfe eines Stabmixers mit Hexan (4,9
ml) gemischt. Die gemischte Lösung
wurde zentrifugiert (3000 U/min × 10 min, 20 °C). Die Hexanschicht
(4,0 ml) wurde zur Trockne eingedampft, und der Rückstand
wurde in Ethanol (100 μl)
gelöst.
Von der so hergestellten Probe wurde nach dem HPLC-Verfahren in
derselben Weise wie in Beispiel 1 der MK-7-Gehalt (μg/g getrocknete Probe) bestimmt.
Als Ergebnis zeigte sich, dass die MK-7-Gehalte der Proben 2800,
2200 bzw. 2000 μg/g
getrocknete Probe für
die Proben betrugen, die auf pH 1,02, 2,07 bzw. 3,01 eingestellt
worden waren.
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Eine
Lösung
von jedem der gefriergetrockneten Produkte (15 mg) in destilliertem
Wasser (5 ml) wurde zentrifugiert (10 000 U/min × 10 min). Von dem Überstand
(d.h. einer wasserlöslichen
Fraktion) wurde in derselben Weise wie oben der Gehalt an MK-7-Derivat
bestimmt. Als Ergebnis zeigte sich, dass die Gehalte der Proben
an MK-7-Derivat 1500, 1800 bzw. 1800 μg/g getrocknete Probe für die Proben
betrugen, die auf pH 1,02, 2,07 bzw. 3,01 eingestellt worden waren,
wobei die Auflösungsraten
der wasserlöslichen
Fraktionen etwa 54%, etwa 82% bzw. etwa 90% betrugen.
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Gewerbliche
Anwendbarkeit
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Der
Yunnan-Stamm SL-001 der vorliegenden Erfindung kann mit guter Effizienz
Vitamin K oder ein Derivat davon produzieren.
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Der
Yunnan-Stamm SL-001 der vorliegenden Erfindung ist in hohem Maße unbedenklich,
da der Stamm aus einem Lebensmittel isoliert wird. Dementsprechend
wird erwartet, dass eine Kultur oder Kulturbrühe des Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden
Erfindung selbst als Lebensmittelzusatz oder Lebensmittel verwendet
wird.
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Das
Vitamin K oder sein Derivat, das aus der Kultur oder Kulturbrühe des Yunnan-Stamms
SL-001 der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, ist auch in
hohem Maße
unbedenklich, da der Yunnan-Stamm SL-001 Lebensmittel als Quellen
verwertet, und daher ist seine Kultur oder Kulturbrühe unbedenklich.
Dementsprechend wird erwartet, dass das Vitamin K oder sein Derivat,
das aus der Kultur oder Kulturbrühe
des Yunnan-Stamms SL-001 der vorliegenden Erfindung hergestellt
wird, selbst als Lebensmittelzusatz oder Lebensmittel verwendet
wird. Außer
den oben genannten Vorteilen hat der Yunnan-Stamm SL-001 der vorliegenden Erfindung
auch den Vorteil, dass er ein wasserlösliches Vitamin-K-Derivat in
hoher Ausbeute sowie ein fettlösliches
Vitamin K produzieren kann. Daher kann für den Stamm ein breiterer Anwendungsbereich
erwartet werden.