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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Vorrichtungen zur mikroskopischen,
histologischen und/oder molekularen Analyse von Gewebeproben.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
biologischen Mechanismen vieler Krankheiten wurden durch mikroskopische
Untersuchung von Gewebeproben aufgeklärt. Die histopathologische
Untersuchung erlaubte ebenfalls die Entwicklung von effektiven medizinischen
Behandlungen für eine
Vielzahl an Krankheiten. In der gewöhnlichen anatomischen Pathologie
wird eine Diagnose auf der Basis von Zellmorphologie und Anfärbeeigenschaften
angefertigt. Tumorproben können
zum Beispiel untersucht werden, um den Tumortyp zu charakterisieren
und vorherzusagen, ob der Patient auf eine bestimmte Form der Chemotherapie
ansprechen wird. Obwohl diese mikroskopische Untersuchung und Klassifizierung
von Tumoren die medizinische Behandlung verbessert hat, liefert
das mikroskopische Erscheinungsbild einer Gewebeprobe, die durch
gewöhnliche
Verfahren (wie zum Beispiel Hämatoxylin
und Eosin) angefärbt
wurde, oft nur eine begrenzte Menge an diagnostischer oder molekularer
Information.
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Neueste
Fortschritte in der Molekularmedizin haben sogar eine noch größere Gelegenheit
zum Verständnis
der zellulären
Mechanismen von Krankheit geliefert und wählen angemessene Behandlungen
mit der größtmöglichen
Erfolgswahrscheinlichkeit aus. Einige hormonabhängige Brusttumorzellen haben
zum Beispiel eine erhöhte
Expression von Östrogenrezeptoren
auf ihren Zelloberflächen,
die anzeigt, dass der Patient, von dem der Tumor entnommen wurde,
wahrscheinlich auf bestimmte anti-östrogenische Arzneibehandlungen
ansprechen wird. Andere diagnostische und prognostische zelluläre Veränderungen
beinhalten die Gegenwart von tumorspezifischen Zelloberflächenantigenen
(wie in Melanomen), der Herstellung von embryonischen Proteinen
(wie zum Beispiel α-Fetoprotein in Leberkrebs und
karzinoembryonisches Glykoproteinantigen, das durch Ma gen-Darm-Tumore
produziert wurde) und genetischen Abnormitäten (wie zum Beispiel aktivierte
Onkogene in Tumoren). Es sind eine Vielzahl von Techniken zur Detektion
der Gegenwart dieser zellulären
Abnormitäten,
einschließlich
Immunphänotypisierung
mit monoklonalen Antikörpern,
in situ Hybridisierung mit Sonden und DNA-Amplifizierung unter Verwendung
der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), entstanden.
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Die
Entwicklung neuer molekularen Marker wurde jedoch durch die Unfähigkeit,
große
Anzahlen an Gewebeproben innerhalb einer kleinen Oberfläche anzuordnen,
behindert. Nur eine geringe Menge an hybridomen Überstand kann zur Verfügung stehen,
besonders während
der frühen
Phase der Bildung von monoklonalen Antikörpern, die die Anzahl an Proben,
die analysiert werden können,
einschränkt.
Selbst wenn große
Mengen des immunohistologischen Erregers zur Verfügung stehen,
sind die Reagenzien jedoch teuer und können in der Reaktivität variieren.
Diese Probleme führten
Battifora et al. dazu, in Lab. Invest. 55:244-248 (1986) und im U.S.
Patent Nr. 4,820,504 vorzuschlagen, dass mehrere Gewebeproben auf
einem einzigen Objektträger zusammen
angeordnet werden könnten,
um zu ermöglichen,
dass die Proben gleichzeitig durch die Anwendung eines einzigen
Tropfens von hybridomem Überstand überprüft werden.
Diese Proben wurden durch die Verwendung einer in der Hand gehaltenen
Rasierklinge, um entparaffinierte und dehydrierte Proben in Scheiben
zu schneiden, die dann zufällig
zusammen gebündelt,
in einer Wursthaut eingewickelt und wieder in Paraffin eingebettet
wurden, hergestellt. Diese Technik erforderte ein hohes Maß an manueller
Geschicklichkeit und vereinigte Proben in einem zusammenhängenden
Block in einer Weise, die es schwer machte, bestimmte interessierende Proben
zu finden und zu identifizieren.
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Eine
Abwandelung dieses Verfahrens wurde von Wan et al., J Immunol. Meth.
103:121-129 (1987) und
Furmanski et al. in U.S. Patent Nr. 4,914,022 offen gelegt, in dem
Kernstücke
von in Paraffin eingebettetem Gewebe aus gewöhnlichen Gewebeblöcken erhalten
werden. Durch manuelles Rollen der Kernstücke auf einer warmen Oberfläche wurden diese
erweicht und geglättet
und dann innerhalb eines konventionellen Trinkhalms gebündelt. Diese Methode
gilt als geeignet zur gleichzeitigen histologischen Untersuchung
von mehreren Gewebeproben, zum Beispiel bei der Charakterisierung
von monoklonalen Antikörpern.
Die Technik von Miller und Groothuis, A.J.C.P. 96:228-232 (1991)
rollte Gewebestreifen ähnlich
zu „Stämmen", aus denen querlaufende Sektionen
zur Einbettung in Paraffin entnommen wurden. Diese Halm- und Stamm-Techniken
waren jedoch arbeitsintensiv, benötigten einen hohen Grad an
manueller Geschicklichkeit und ordneten die Pro ben auch zufällig in
einer Weise an, die die Identifizierung interessierender Proben
komplizierte.
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Battifora
und Mehta, Lab. Invest. 63:722-724 (1990) und U.S. Patent Nr. 5,002,377
versuchten einige der Probleme der zufälligen Anordnung dadurch zu
lösen,
dass Proben in eine Vielzahl von schmalen Streifen geschnitten wurden,
die einzeln in parallelen rechteckigen Rillen in einer Schmelze
gesetzt wurden. Die Gewebestreifen wurden in Agargel eingebettet,
das in die Rillen gegossen wurde, um ein plattenähnliches Element mit einer
Reihe von Erhöhungen
zu erzeugen. Einige der erhöhten
Platten wurden zusammen gestapelt und in Paraffin eingebettet, um einen
Gewebeblock zu erzeugen. Ein ähnlicher
Ansatz wurde von Sundblad, A.J.C.P. 102:192-193 (1993) vorgeschlagen,
in dem die Gewebestreifen in dreieckigen Keilen anstelle von rechteckigen
Rillen plaziert wurden. Schneiden des Gewebes in Scheiben, dessen
Anordnung in Reihen und dessen Einbettung in mehreren Schritten
zur Bildung des Blocks war eine zeitaufwendige Methode, die die
Effizienz der Untersuchung einer großen Anzahl an Gewebeproben
reduzierte.
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Alle
dieser Techniken waren zur effizienten Herstellung eines Arrays
von Gewebeproben, die zur schnellen, parallelen Analyse einer Vielzahl
an unabhängigen
molekularen Markern verwendet werden können, ungeeignet. Diese Ineffizienz
war ein erhebliches Problem in Gebieten wie zum Beispiel der Krebsforschung,
da Krebsentwicklung und -progression ein mehrstufiger Prozess ist,
der mit sequentiellen Verlusten, Umordnungen und Amplifikationen
von mehreren chromosomalen Regionen und mehreren Genen verbunden
ist. Diese Vorgänge
führen
zu einer Fehlregulation von kritischen Transduktionsbahnen für Zeltwachstum,
-tod und -differenzierung. Die Details dieses komplexen Prozesses
bleiben unvollständig
verstanden, zum Teil da Hochdurchsatzstrategien und Techniken zur
Analyse solcher genetischen Veränderungen
in großen
Anzahlen von unkultivierten menschlichen Tumoren nicht verfügbar waren.
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Gleichzeitige
Analyse von mehreren Genen innerhalb der gleichen Signaltransduktionsbahn
oder ähnlichen
Signaltransduktionsbahnen kann zum Beispiel notwendig sein, um kritische,
geschwindigkeitsbestimmende Schritte in der Fehlregulation des Wachstums
von Krebszellen genau zu bestimmen. Darüber hinaus kann die Analyse
von strukturellen und zahlenmäßigen Veränderungen,
die gleichzeitig auf mehrere Chromosome, Loci und Gene wirken, notwendig
sein, um die Muster der Akkumulierung von genetischen Veränderungen
in verschiedenen Stufen der Krebsprogression zu verstehen. Schließlich, nachdem neue
Gene und genetische Veränderungen
von potentieller Wichtigkeit bei Krebs identifiziert wurden, wird
normalerweise zusätzlich
beträchtliche
Forschung benötigt,
um die diagnostische, prognostische und therapeutische Bedeutung
dieser molekularen Marker in der klinischen Onkologie zu bestimmen.
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Da
die Gewebemenge oftmals geschwindigkeitsbestimmend für solche
Studien wird, ist die Fähigkeit,
Gewebe für
die molekulare Analyse in einer Weise, die den Verbrauch der oftmals
einzigartigen, wertvollen Tumorprobe minimiert, effizient zu besorgen,
zu fixieren, zu lagern und zu verteilen wichtig. Es ist daher ein
Gegenstand der Erfindung molekulare Profilierung von Gewebeproben
(wie zum Beispiel Tumore) in großem Umfang mit minimalem Gewebebedarf
durchzuführen,
in einer Weise, die die schnelle parallele Analyse von molekularen
Charakteristika (wie zum Beispiel Gendosierung und -expression) von
Hunderten morphologisch kontrollierter Tumorproben erlaubt. Die
U.S. Anmeldung 4,684,613 bezieht sich auf ein Gerät zur Durchführung von
Probenentnahmen aus halbfestem Medium mittels einer Hubkolbenstanze.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorhergehenden Ziele werden durch ein Verfahren gemäß Anspruch
1 verwirklicht. Eine Vielzahl von Sektionen kann aus dem Empfängerarray erhalten
werden, so dass jede Sektion eine Vielzahl von Spenderproben enthält, die
ihre zugewiesenen Stellen beibehalten. Eine andersartige histologische Analyse
wird an jeder Sektion durchgeführt,
um zu bestimmen, ob es Korrelationen zwischen den Ergebnissen der
verschiedenen Analysen an korrespondierenden Stellen des Arrays
gibt. In speziellen Ausführungsformen
wird die Spenderprobe durch Bohren einer gestreckten Probe, wie
zum Beispiel ein zylindrischer Kern, aus dem Spendergewebe und Plazieren
der Spenderprobe in eine Aufnahme von komplementärer Form, wie zum Beispiel
eine zylindrische Hülse,
im Empfängerarray
erhalten. An der Spenderprobe ausgeführte Analysen beinhalten immunologische
Analyse, Nukleinsäurehybridisierung und
klinikopathologische Charakterisierung der Probe.
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In
einer spezielleren Ausführungsform
des Verfahrens wird ein Empfängerblock
aus einem steifen einbettenden Medium wie zum Beispiel Paraffin, das
mit einer Stanze oder einem Mikrotom gestanzt werden kann, gebildet
und ein separater Spenderblock wird ebenfalls durch Einbettung einer
biologischen Probe im einbettenden Medium gebildet. Zylindrische Aufnahmehülsen werden
in den Empfängerblock
gebohrt, um ein Array von Aufnahmen an feststehenden Positionen
zu formen und zylindrische Spenderprobenkerne werden aus der eingebetteten biologischen
Probe im Spenderblock erhalten. Die Spenderprobenkerne werden dann
in die zylindrischen Aufnahmen an zugewiesenen Stellen im Array plaziert
und der Empfängerblock
wird in Scheiben geschnitten, um einen Querschnitt der Spenderprobenkerne
im Array zu erhalten, ohne die zugewiesenen Stellen im Array zu
trennen. Eine andersartige histologische Analyse kann an jeder Sektion
durchgeführt werden,
zum Beispiel durch die Verwendung verschiedener monoklonaler Antikörper, die
verschiedene Antigene oder eine Kombination von antigenisch verschiedenen
monoklonalen Antikörpern
und Nukleinsäuresonden
(z.B. RNA und DNA) an sequentiellen Sektionen erkennen. Das Ergebnis
jeder verschiedenen histologischen Analyse an jeder Position des
Arrays wird verglichen, zum Beispiel um zu bestimmen, ob ein Gewebe,
das einen Östrogenrezeptor
exprimiert, auch einen Hinweis darauf hat, dass ein spezielles Onkogen
aktiviert wurde.
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In
einer spezielleren Ausführungsform
des Verfahrens wird ein Empfängerblock
aus einem steifen einbettenden Medium wie zum Beispiel Paraffin, das
mit einer Stanze oder einem Mikrotom gestanzt werden kann, gebildet
und ein separater Spenderblock wird ebenfalls durch Einbettung einer
biologischen Probe im einbettenden Medium gebildet. Zylindrische
Aufnahmehülsen
werden in den Empfängerblock
gebohrt, um ein Array von Aufnahmen an feststehenden Positionen
zu formen und zylindrische Spenderprobenkerne werden aus der eingebetteten biologischen
Probe im Spenderblock erhalten. Die Spenderprobenkerne werden dann
in die zylindrischen Aufnahmen an zugewiesenen Stellen im Array plaziert
und der Empfängerblock
wird in Scheiben geschnitten, um einen Querschnitt der Spenderprobenkerne
im Array zu erhalten, ohne die zugewiesenen Stellen im Array zu
trennen. Eine andersartige histologische Analyse kann an jeder Sektion
durchgeführt werden,
zum Beispiel durch die Verwendung verschiedener monoklonaler Antikörper, die
verschiedene Antigene oder eine Kombination von antigenisch verschiedenen
monoklonalen Antikörpern
und Nukleinsäuresonden
(z.B. RNA und DNA) an sequentiellen Sektionen erkennen. Das Ergebnis
jeder verschiedenen histologischen Analyse an jeder Position des
Arrays wird verglichen, zum Beispiel um zu bestimmen, ob ein Gewebe,
das einen Östrogenrezeptor
exprimiert, auch einen Hinweis darauf hat, dass ein spezielles Onkogen
aktiviert wurde. Die Gegenwart oder Abwesenheit des Östrogenrezeptors
und Onkogens kann dann mit klinischer oder pathologischer Information über das
Gewebe (wie zum Beispiel die Gegenwart einer metastasenbildenen
Krankheit oder dem histologischen Grad eines Tumors) korreliert werden.
Diese gleichzeitige parallele Analyse von mehreren Proben hilft
bei der Klärung
des Zusammenhangs von mehreren molekularen und klinischen Charakteristika
des Gewebes.
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Gestreckte
Gewebemuster können
aus einer Gewebeprobe, wie zum Beispiel einem Tumor, erhalten werden
und die Probe kann einer Laboranalyse, wie zum Beispiel histologischer
oder molekularer Analyse unterworfen werden. Das gestreckte Gewebemuster
kann aus einer interessierenden Region der Gewebeprobe entnommen
werden und die Größe des Musters
ist klein genug, dass das Charakteristikum, das analysiert wird, überall in
dem kleinen Muster im Wesentlichen homogen ist. In einer offen gelegten
Ausführungsform
ist das Muster eine zylindrische Probe, die aus einer Gewebeprobe
ausgestanzt wurde, worin die zylindrische Probe ungefähr 1–4 mm lang
ist und einen Durchmesser von ungefähr 0,1–4 mm, zum Beispiel ungefähr 0,3–2,0 mm, aufweist.
In besonderen Ausführungsformen
ist der Durchmesser des Zylinders kleiner als ungefähr 1,0 mm,
zum Beispiel 0,6 mm. Das Muster wird bevorzugt in einer Weise konserviert
(wie zum Beispiel Ethanolfixierung) die nicht die Analyse von Nukleinsäuren stört und daher
kann das Muster jeder Art von molekularer Analyse, wie zum Beispiel
jeder Art von auf isolierter DNA oder RNA basierenden molekularer
Analyse, unterworfen werden.
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Die
Erfindung beinhaltet auch eine Vorrichtung zur Probenherstellung
für die
parallele Analyse von Sektionen aus Arrays biologischen Materials,
wie in Anspruch 17 definiert. Die Vorrichtung kann eine Plattform
und einen Spendergewebeblock auf der Plattform, eine Stanze, die
eine Gewebeprobe aus dem Spenderblock stanzt oder bohrt, beinhalten.
Die Plattform kann auch einen Empfängerblock tragen, in den die
Stanze ein Array von Aufnahmen an zugewiesenen Positionen formt.
Jede Aufnahme kann so positioniert werden, dass eine Gewebeprobe
aus der Hubkolbenstanze in die Aufnahme verdrängt werden kann. Eine x-y-Positioniereinrichtung
bewegt die Stanze oder den Empfängerblock
bezüglich
des jeweiligen anderen inkrementell während die Stanze sich hin-
und herbewegt, so dass das Aufnahmenarray gebildet wird. Die x-y-Positioniereinrichtung
richtet auch sequentielle Aufnahmen des Empfängerblocks an der Stanze aus,
um Gewebeproben aus der Stanze in die Aufnahmen abzugeben. Ein Stilett kann
in die Stanze eingeführt
werden, um die Inhalte der Stanze, die entweder Paraffin aus dem
Empfängerblock
oder Gewebe aus dem Spenderblock sein können, zu verdrängen. Interessierende
Regionen der Gewebeprobe werden durch Positionierung eines dünnen Objektträgers einer
Sektion über
den Spenderblock lokalisiert, um die interessierenden Strukturen
im dünnen
Objekt träger
der Sektion an den entsprechenden Regionen der Gewebeprobe im Spenderblock
auszurichten.
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Die
vorangehenden und anderen Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung
werden durch die folgende detaillierte Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsformen,
die mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen verläuft, stärker offensichtlich.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische, perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform
der Stanzeneinheit der vorliegenden Erfindung, die die Ausrichtung
der Stanze oberhalb der interessierenden Region des Spendergewebes
in einem Spenderblock zeigt.
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2 ist
eine Ansicht, ähnlich
zu 1, in der jedoch die Stanze vorgerückt ist,
um ein Spenderprobenmuster zu erhalten.
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3 ist
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Empfängerblocks
in welchen die Spenderprobe plaziert wurde.
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4–8 illustrieren
Schritte in der Herstellung von Arrays dünner Sektionen aus dem Empfängerblock.
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9 ist
eine perspektivische Ansicht einer Feststellvorrichtung zur Halterung
einer auf einem Objektträger
befestigten Probe oberhalb des Gewebes im Spenderblock, um eine
interessierende Region zu lokalisieren.
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10A ist eine Ansicht eines H&E-angefärbten Arrays dünnen Sektionsgewebes,
das auf einem Objektträger
zur mikroskopischen Untersuchung befestigt ist.
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10B ist eine vergrößerte Ansicht eines Teils des
Objektträgers
in 10A, die die Ergebnisse einer erbB2 mRNA in situ
Hybridisierung eines Gewebearrays aus der Region im kleinen Rechteck in 10A darstellt.
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10C ist ein Elektrophoresegel, das zeigt, dass
DNA und RNA mit hohem Molekulargewicht aus Brustkrebsproben extrahiert
werden kann.
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10D ist eine vergrößerte Ansicht einer der Gewebeproben
des Arrays in 10A, das eine Immunoperoxidasefärbung für das erbB2-Antigen aufweist.
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10E ist eine Ansicht ähnlich der der 10D, die einen hohen Grad an durch Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung
(FISH) des Gewebes im Array durch eine erbB2-DNA-Sonde detektierte erbB2-Genamplifikation
aufweist.
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11 ist
eine schematische Ansicht, die ein Beispiel von paralleler Analyse
von Arrays, die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung erhalten wurden,
verdeutlicht.
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12 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Teils der 11.
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13 ist
eine Draufsicht einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung
zur Bildung der Arrays der vorliegenden Erfindung.
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14 ist
eine Vorderansicht der in 13 dargestellten
Vorrichtung, die die Bildung einer Aufnahme in einem Empfängerblock
mit einer Empfängerstanze
illustriert.
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15 ist
eine Ansicht ähnlich
zu 14, die jedoch die Verdrängung eines Stopfens aus der Empfängerstanze
in eine Abfallschale zeigt.
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16 ist
eine Ansicht, die eine Spenderstanze zeigt, die eine Gewebeprobe
aus einem Spenderblock erhält.
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17 ist
eine Ansicht, die das Einsetzen des Spendergewebes in eine Aufnahme
des Empfängerblockes
zeigt.
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18 ist
eine im Querschnitt dargestellte, vergrößerte Ansicht der Spenderstanze,
die oberhalb der interessierenden Struktur im Spenderblock ausgerichtet
ist,
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19 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
der Empfängerstanze,
während 20 eine ähnliche
Ansicht der Spenderstanze ist, die die relativen Querschnittsdurchmesser
der beiden Stanzen illustriert.
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21 ist
eine Querschnittsansicht des Empfängerblocks mit den im Empfängerarray
angeordneten Spenderproben und mit dargestellten Reihen von Mikrotomsektionen
des Empfängerblocks.
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22 ist
eine schematische Ansicht eines Computersystems in welchem das Verfahren
der vorliegenden Erfindung implementiert werden kann.
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23 ist
ein Algorithmus, der ein Beispiel des im Computer implementierten
Verfahrens der vorliegenden Erfindung illustriert.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
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Ausführungsform der 1–10
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Eine
erste Ausführungsform
einer Vorrichtung zur Herstellung der Mikroarrays der vorliegenden
Erfindung ist in den 1-2 dargestellt,
in denen ein Spenderblock 30 in einem rechteckigen Behälter 31 dargestellt
ist, der auf einer stationären Plattform 32 mit
einer L-förmigen Seitenkante 34,
die den Spenderbehälter 31 in
einer vorgegebenen Ausrichtung auf der Plattform 32 hält, montiert
ist. Eine Stanzapparatur 38 ist oberhalb der Plattform 32 montiert
und beinhaltet ein vertikales Leitblech 40 und eine horizontale
Positionierplatte 42. Die Positionierplatte 42 ist
auf einem x-y-Gestell (nicht dargestellt) montiert, das mit einem
Paar digitalen Mikrometern präzise
ausgerichtet werden kann.
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Das
vertikale Leitblech 40 hat eine flache Frontseite, die
eine Präzisionsleitfläche liefert,
an welcher eine Hubkolbenstanzengrundplatte 44, an einer
Schiene 46, zwischen einer eingefahrenen Position, wie
in 1 dargestellt und einer ausgefahrenen Position,
wie in 2 dargestellt, entlang gleiten kann. Ein elastisches
Band 48 hilft dabei die Bewegung der Grundplatte 44 entlang
dieses Pfades zu kontrollieren und die Grenzen des Vorrückens und Rückzug der
Grundplatte 44 sind durch das Schienenteil 46,
das einen Anschlag bildet, der die Amplitude der Oszillation der
Grundplatte 44 begrenzt, bestimmt. Eine dünnwandige
Edelstahlrohrstanze 50 mit geschärften Vorderkanten ist auf
der flachen Unterseite der Grundplatte 44 montiert, so dass
die Stanze 50, bezogen auf die Plattform 32 und dem
Behälter 31 auf
der Plattform, vorgerückt
und zurückgezogen
werden kann. Das hohle Innere der Stanze 50 ist durchgängig, mit
einer zylindrischen Bohrung durch die Grundplatte 44 und
die Bohrung öffnet
sich an der Öffnung 51 am
horizontalen Rand 53 der Grundplatte 44.
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1 zeigt,
dass eine dünne
Gewebesektion aus einem Spenderblock 30 erhalten und auf
einem Objektträger 52 (mit
geeigneter Präparation
und Anfärbung)
angebracht werden kann, so dass interessierende anatomische und
mikroanatomische Strukturen im Block 30 lokalisiert werden
können. Der
Objektträger 52 kann
oberhalb des Spenderblocks 30 durch einen Gelenkarmhalter 54 (9) mit
einer Klemme 56, die eine Kante eines durchsichtigen Auflageobjektträgers 58 sicher
festhält,
gehalten werden. Der Armhalter 54 bildet an der Verbindung 60 ein
Gelenk, um zwischen einer ersten Position in welcher der Aufla geobjektträger 58 in
einer Position oberhalb des Behälters 31 gesichert
ist und einer zweiten Position in welcher sich der Auflageobjektträger 58 horizontal
aus der in 9 dargestellten Position bewegt,
um freien Zugang zur Stanze 50 zu erlauben.
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Während des
Betriebs ist der rechteckige Behälter 31 auf
der Plattform 32 untergebracht (1), wobei
die Kanten des Behälters 31 an
die Seitenkanten 34 angrenzen, um den Behälter 31 in einer
ausgewählten
Position zu halten. Ein Spenderblock 30 wird durch Einbettung
einer rohen Gewebeprobe (wie zum Beispiel eine dreidimensionale
Tumorprobe 62) in Paraffin hergestellt. Eine dünne Sektion
des Spenderblocks 30 wird abgeschabt, angefärbt und
auf einen Objektträger 52 als
dünne Sektion 64 aufgebracht
und der Objektträger 52 wird
dann auf dem Auflageobjektträger 58 plaziert
und oberhalb des Spenderblocks 30, wie in 9 dargestellt,
positioniert. Der Objektträger 52 kann
auf dem Auflageobjektträger 58 umher
bewegt werden bis die Kanten der dünnen Sektion 64 an
den Kanten der rohen pathologischen Probe 62, wie in der 9 durch
die gepunkteten Linien dargestellt, ausgerichtet sind. Der Arm 54 wird
dann in der ersten Position arretiert, zu welcher der Arm nach Verstellung
zu einer zweiten Position anschließend zurückkehren kann.
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Eine
interessierende mikroanatomische oder histologische Struktur 66 kann
dann durch Untersuchung der dünnen
Sektion durch ein Mikroskop (nicht dargestellt) lokalisiert werden.
Wenn die Gewebeprobe zum Beispiel ein Adenokarzinom der Brust ist, dann
kann die interessierende Stelle 66 ein Bereich der Probe
sein, in welcher die zelluläre
Bauweise auf Metaplasie (z.B. pyknotische Kerne, Pleomorphismus,
Invasivität)
hindeutet. Sobald die interessierende Struktur 66 lokalisiert
ist, wird die korrespondierende Region der Gewebeprobe 62,
aus der die interessierende Struktur der dünnen Sektion erhalten wurde,
unmittelbar unterhalb der interessierenden Struktur 66 aufgefunden.
Wie in 1 dargestellt, kann die Positionierplatte 42 in
der x- und y-Richtung (unter der Kontrolle der digitalen Mikrometer
oder einem Steuerhebel) bewegt werden oder der Spenderblock kann
für größere Distanzen
bewegt werden, um die Stanze 50 oberhalb der interessierenden
Region des Spenderblocks 30 auszurichten und der Auflageobjektträger 58 wird
dann horizontal aus seiner Position oberhalb des Spenderblocks 30 um
das Drehgelenk 60 herum weggeschwenkt (9).
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Die
Stanze 50 wird nun durch Vorwärtsbewegung des vertikalen
Leitblechs 40 entlang der Schiene 46, bis die
Platte 44 seine Endposition (die durch Apparat 38 vorgegeben
ist) er reicht hat, in die interessierende Struktur im Spenderblock 30 eingeführt (2).
Wenn sich die Stanze 50 vorwärts bewegt, bohrt ihre scharfe
Vorderkante eine zylindrische Gewebeprobe aus dem Spenderblock 30 und
wenn die Stanze sich zurück
in ihre, in 1 gezeigte, eingezogene Position
bewegt, wird die Probe innerhalb der Stanze festgehalten. Die zylindrische
Gewebeprobe kann anschließend
aus der Stanze 50 durch Vorwärtsbewegung eines Stiletts
(nicht dargestellt) hinein in Öffnung 51 entfernt
werden. Die Gewebeprobe wird zum Beispiel aus der Stanze 50 entfernt
und in eine zylindrische Aufnahme von komplementärer Form und Größe in einem
Array aus Aufnahmen in einem Empfängerblock 70 eingebracht,
wie in 3 dargestellt.
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Einer
oder mehrere Empfängerblöcke 70 können vor
dem Erhalt der Gewebeprobe aus dem Spenderblock 30 hergestellt
werden. Block 70 kann durch Einbringen eines festen Paraffinblockes
in den Behälter 31 und
Verwendung der Stanze 50, um zylindrische Löcher in
einem regelmäßigen Raster
in Block 70 zu machen, was ein Array von zylindrischen Aufnahmen
des in 3 dargestellten Typs ergibt, bereit gestellt werden.
Das regelmäßige Array
kann durch Positionierung der Stanze 50 an einen Startpunkt
oberhalb von Block 70 (zum Beispiel eine Ecke des angehenden
Arrays), Ausfahren und dann Einfahren der Stanze 50, um
einen zylindrischen Kern von einer spezifischen Koordinate auf Block 70 zu entfernen,
dann Entfernen des Kerns aus der Stanze durch Einführen eines
Stiletts in die Öffnung 51,
erzeugt werden. Die Stanzvorrichtung oder der Empfängerblock
wird dann in regelmäßigen Schrittweiten in
die x- und/oder y-Richtung zu der nächsten Koordinate auf dem Array
bewegt und der Stanzschritt wird wiederholt. In der besonderen offengelegten Ausführungsform
der 3 besitzen die zylindrischen Aufnahmen des Arrays
Durchmesser von ungefähr
0,6 mm, wobei die Mittelpunkte der Zylinder in regelmäßigen Abständen von
ungefähr
0,7 mm angeordnet sind (so dass zwischen den angrenzenden Kanten
der Aufnahmen ungefähr
ein Zwischenraum von 0,05 mm liegt).
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In
einem besonderen Beispiel wurden Kerngewebebiopsien, die einen Durchmesser
von 0,6 mm und eine Höhe
von 3–4
mm hatten, aus ausgewählten
repräsentativen
Regionen von einzelnen in Paraffin eingebetteten „Spender"-Tumorblöcken entnommen
und präzise
in einem neuen „Empfänger"-Paraffinblock (20
mm × 45
mm) angeordnet. H&E-angefärbte Sektionen
wurden oberhalb der Spenderblöcke
positioniert und zur Lenkung der Probennahme von morphologisch repräsentativen
Stellen in den Tumoren verwendet. Obwohl der Durchmesser der Biopsiestanze
verändert
werden kann, wurden 0,6 mm Zylinder als geeignet befunden, da sie
groß genug sind,
um histologische Muster in jedem Element des Tumorarrays zu beurteilen,
aber auch ausreichend klein sind, um nur minimalen Schaden an dem
Originalspendergewebeblock zu verursachen und um einigermaßen homogene
Gewebeblöcke
zu isolieren. Bis zu 1000 solcher Gewebezylinder können in
einem 20 × 45
mm Empfängerparaffinblock
untergebracht werden. Spezielle offen gelegte Durchmesser der Zylinder
sind 0,1–4,0
mm, zum Beispiel 0,5–2,0 mm
und besonders speziell kleiner als 1 mm, zum Beispiel 0,6 mm. Automatisierung
der Prozedur mit computergesteuerter Bestückung der Proben, erlaubt es
sehr kleine Proben in dem Empfängerarray eng
zusammen zu plazieren.
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4 zeigt
das Array im Empfängerblock nachdem
die Aufnahmen des Arrays mit Gewebeprobenzylinder gefüllt wurden.
Die Oberfläche
der Oberseite des Empfängerblocks
wird dann mit einer Klebefolie 74 aus einem klebstoffbeschichteten
Bandschnittsystem (Instrumentics) überzogen, um dabei zu helfen,
dass die Gewebezylindersektionen an ihrer Stelle im Array bleiben,
wenn es geschnitten wird. Mit der angebrachten Klebefolie wird eine
4–8 μm Sektion
des Empfängerblocks
quer zur Längsachse der
Gewebezylinder (5) geschnitten, um eine dünne Mikroarraysektion 76 (beinhaltend
Gewebeprobenzylindersektionen in der Form von Scheiben) die zu einem
gewöhnlichen
Probenobjektträger 78 überführt wird.
Die Mikroarraysektion 76 wird auf den Objektträger 78 geklebt,
zum Beispiel durch Klebstoff auf dem Objektträger. Die Folie 74 wird
dann vom eigentlichen Teil des Mikroarrays abgezogen, um es zur
Bearbeitung freizulegen. Eine dunkle Kante 80 des Objektträgers 78 ist
zur Beschriftung oder Handhabung des Objektträgers geeignet.
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Eine
Brustkrebsgewebeprobe wurde in kaltem Ethanol zur Konservierung
von DNA und RNA mit hohem Molekulargewicht fixiert und 372 der Proben
wurden in dieser Weise fixiert. Wenigstens 200 aufeinanderfolgende
4–8 μm Tumorarraysektionen können aus
jedem Block geschnitten werden, was Ziele für korrelierte in situ Analysen
von Kopienzahl oder Expression von mehreren Genen liefert. Diese Analyse
wird durch Prüfung
auf verschiedene Genamplifikationen in getrennten Arraysektionen
und Vergleich der Ergebnisse der Prüfungen an identischen Koordinaten
des Arrays (was Gewebeproben aus dem gleichen, vom Spenderblock
erhaltenen, Gewebezylinder entspricht) durchgeführt. Dieser Ansatz erlaubt
die Messung von praktisch Hunderten von molekularen Charakteristika
aus jedem Tumor, was dadurch die Ausführung einer großen Serie
von korrelierten genotypischen oder phänotypischen Charakteristika
von unkultivierten menschlichen Tumoren erleichtert.
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Ein
Beispiel eines einzelnen Mikroarrays 76, das 645 Proben
enthält
ist in 10A dargestellt. Eine vergrößerte Sektion
des Mikroarrays (hervorgehoben durch ein Rechteck in 10A) ist in 10B gezeigt,
in der ein Autoradiogramm von erbB2 mRNA in situ Hybridisierung
veranschaulicht, dass zwei im Array benachbarte Proben ein starkes
Hybridisierungssignal aufweisen. 10C zeigt
Elektrophoresegele, die veranschaulichen, dass DNA und RNA mit hohem
Molekulargewicht aus über
Nacht in Ethanol bei 4°C
in einem Vakuumofen fixierten Brustkrebsproben extrahiert werden
kann.
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Eine
der Gewebeproben, die die fluoreszierenden „positiven" Signale abgab, wurde auch durch Immunoperoxidaseanfärbung, wie
in 10D gezeigt, analysiert, wodurch bestätigt wurde
(durch die dunkle Anfärbung),
dass das erbB2-Genprodukt vorlag. Eine DNA-Sonde für das erbB2-Gen
wurde verwendet, um Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) durchzuführen. 10D zeigt eines der Tumorarrayelemente, die einen
hohen Grad an erbB2-Genamplifikation
aufwiesen. Die Einfügung
in 10E zeigt drei Nuklei mit zahlreichen dicht zusammengedrängten erbB2-Hybridiserungssignalen und
zwei Kopien der centromere Referenzsonde. Weiterführende Details über diese
Assays sind in den unten stehenden Beispielen 1–4 gegeben.
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Das
Potential der Arraytechnologie der vorliegenden Erfindung zur schnellen
parallelen Durchführung
molekularer Analysen von mehreren Gewebeproben ist in 11 dargestellt,
wobei die y-Achse der Graphen den prozentualen Anteilen von Tumoren in
spezifischen Gruppen entspricht, die definierte klinikopathologische
oder molekulare Charaktieristika haben. Dieses Diagramm zeigt Korrelationen
zwischen klinischen und histopathologischen Charakteristika der
Gewebeproben im Mikroarray. Jedes kleine Kästchen in den ausgerichteten
Reihen der 11B stellt eine Koordinatenstelle
im Array dar. Korrespondierende Koordinaten von aufeinander folgenden
dünnen
Sektionen des Empfängerblocks sind
vertikal übereinander
in den sich horizontal erstreckenden Reihen angeordnet. Diese Ergebnisse zeigen,
dass die Gewebeproben in vier Klassen von Tumoren eingeteilt werden
könnten
(11A), basierend auf der Gegenwart
oder Abwesenheit von Zellmembranöstrogenrezeptorexpression
und der Gegenwart oder Abwesenheit der p53-Mutation in der zellularen
DNA. In 11B ist die Gegenwart der p53-Mutation
durch ein dunkles Kästchen
dargestellt, während
die Gegenwart von Östrogenrezeptoren ebenfalls
durch ein dunkles Kästchen
dargestellt ist. Die Einstufung in jede der vier Gruppen (ER-/p53+, ER-/p53-,
ER+/p53+ und ER+/p53-) ist durch die gepunkteten Linien zwischen
der 11A und 11B,
die die Kategorien in die Gruppen I, II, III und IV entsprechend
dem ER/p53-Status
einteilt, gezeigt.
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11B zeigt ebenfalls klinische Charakteristika,
die mit dem Gewebe an den jeweiligen Koordinaten des Arrays in Verbindung
stehen. Ein dunkles Kästchen
für Alter
zeigt an, dass der Patient vor den Wechseljahren ist, ein dunkles
Kästchen
N zeigt die Gegenwart einer metastasenbildenden Krankheit in den
lokalen Lymphknoten an, ein dunkles Kästchen T zeigt einen Tumor
der Stufe 3 oder 4, der klinisch weiter fortgeschritten ist, an
und ein dunkles Kästchen für Grad zeigt
einen hochgradigen (wenigstens Grad III) Tumor, der mit erhöhter Bösartigkeit
verbunden ist, an. Die Korrelation des ER/p53-Status kann durch Vergleich
der oberen vier Reihen der klinischen Indikatorkästchen (Alter, N, T, Grad)
mit den mittleren zwei Reihen an Kästchen (ER/p53-Status) durchgeführt werden.
Die Ergebnisse dieser Kreuzkorrelation sind in dem Balkendiagramm
der 11A dargestellt, woraus gesehen
werden kann, dass ER-/p53+ (Gruppe I) Tumore dazu neigen, einen
höheren
Grad zu besitzen als die anderen Tumore und eine besonders hohe
Frequenz der myc-Amplifikation hatten, während ER+/p53+ (Gruppe III)
Tumore eine höhere Wahrscheinlichkeit,
positive Knoten zur Zeit der chirurgischen Resektion zu haben, besaßen. Die ER-/p53-
(Gruppe II) zeigte, dass die gewöhnlichste Genamplifikation
in dieser Gruppe erbB2 war. Im Gegensatz dazu zeigten ER-/p53- (Gruppe
II) und ER+/p53- (Gruppe IV) Tumore weniger Indikatoren von schwerer
Krankheit, was somit eine Korrelation zwischen der Abwesenheit der
p53-Mutation und einer besseren Prognose nahe legt.
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Dieses
Verfahren wurde auch dazu genutzt die Kopienzahl von mehreren anderen
bedeutenden Brustkrebsonkogenen in den 372 angeordneten primären Brustkrebsproben
in aufeinanderfolgenden FISH-Experimenten zu analysieren und diese
Ergebnisse wurden verwendet, um Korrelationen zwischen der ER/p53-Einstufung
und der Expression dieser anderer Onkogene zu erforschen. Diese
Ergebnisse wurden durch Verwendung von Sonden für jedes der separaten Onkogene
in aufeinanderfolgenden Sektionen des Empfängerblocks und Vergleich der
Ergebnisse an entsprechenden Koordinaten des Arrays erhalten. In 11B wird ein positives Ergebnis für die Amplifikation
des spezifischen Onkogens oder Markers (mybL2, 20q13, 17q23, myc,
cnd1 und erbB2) durch ein dunkles Kästchen angezeigt. Das erbB2-Onkogen
wurde in 18%, der 372 angeordneten Proben, myc in 25% und Cyclin
D1 (cnd1) in 24% der Tumore amplifiziert.
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Es
wurde gefunden dass die zwei kürzlich entdeckten
neuen Regionen von häufiger
DNA-Amplifizierung
in Brustkrebs, 17q23 und 20q13, in jeweils 13% und 6% der Tumore
amplifiziert wurden. Es wurde gefunden, dass das Onkogen mybL2 (das
kürzlich bei
20q13.1 lokalisiert wurde und von dem gefunden wurde, dass es in
Brustkrebszelllinien überexprimiert wird)
in 7% der gleichen Gruppe an Tumoren amplifiziert wird. MybL2 wurde
in Tumoren mit normaler Kopienzahl des Hauptorts von 20q13 amplifiziert,
was darauf hindeutet, dass es eine unabhängige ausgewählte Region
der Amplifikation an 20q bestimmt. Die gepunkteten Linien zwischen
den 11B und 11C teilen
wieder die komplexe Koamplifikationsmuster dieser Gene in die Gruppen
I-IV, die ER-/p53+, ER-/p53-, ER+/p53+ und ER+/p53- entsprechen,
auf.
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Die 11C und 11D zeigen,
dass 70% der ER-/p53+-Proben auf ein oder mehr dieser Onkogene positiv
war und dass myc das vorwiegend amplifizierte Onkogen in dieser
Gruppe war. Im Gegensatz dazu zeigten nur 43% der Proben in der
ER+/p53- -Gruppe Koamplifizierung von einem dieser Onkogene und
diese Information konnte wiederum mit den klinischen Parametern,
die in 11A gezeigt sind, korreliert
werden. Folglich erlaubt die Mikroarraytechnologie einer großen Anzahl
an Tumorproben zweckmäßig und
schnell auf viele dieser Charakteristika überprüft und auf Muster von Genexpression,
die mit der klinischen Einstellung des Patienten und der molekularen
Entwicklung der Krankheit in Beziehung stehen können, analysiert zu werden.
In der Abwesenheit der Mikroarraytechnologie der vorliegenden Erfindung
sind diese Korrelationen schwieriger zu erhalten.
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Eine
spezielles Verfahren zum Erhalt dieser Korrelationen ist in 12 dargestellt,
die eine Vergrößerung des
rechten Teilbereichs der 11B ist. Das
Mikroarray 76 (10A)
ist in Sektionen angeordnet, die siebzehn Reihen und neun Spalten
von kreisförmigen
Stellen enthalten, die mit Querschnitten der zylindrischen Gewebeproben
aus verschiedenen Tumoren übereinstimmen,
wobei jede Stelle im Mikroarray durch die Koordinaten (Reihe, Spalte) repräsentiert
werden kann. Zum Beispiel haben die Proben in der ersten Reihe der
ersten Sektion die Koordinatenpositionen (1,1), (1,2)... (1,9) und
die Proben in der zweiten Reihe haben die Koordinatenpositionen
(2,1), (2,2)... (2,9). Jede dieser Arraykoordinaten kann zur Lokalisierung
von Gewebeproben aus entsprechenden Positionen auf aufeinandertolgenden
Sektionen des Empfängerblocks
verwendet werden, zur Identifikation von Gewebeproben des Arrays,
die aus dem gleichen Gewebezylinder geschnitten wurden.
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Wie
in 12 gezeigt, wird die rechteckige Anordnung in
eine lineare Darstellung, in der jedes Kästchen der linearen Darstellung
einer Koordinatenposition des Arrays entspricht, umgewandelt. Jede dieser
Reihen von Kästchen
ist so angeordnet, dass jedes Kästchen
mit einer identischen Arraykoordinatenposition korrespondiert, die
sich oberhalb anderer Kästchen
der gleichen Koordinatenposition befindet. Folglich korrespondieren
die, durch die gepunktete Linie 1 verbundenen, Kästchen mit den Ergebnissen, die
durch Blick auf die Ergebnisse der Koordinatenposition (1,1) in
aufeinanderfolgenden dünnen
Sektionen des Spenderblocks oder klinischen Daten, die möglicherweise
nicht aus dem Mikroarray erhalten wurden, die aber in das System
zur weiteren Identifizierung von Gewebe von einem Tumor, das zu
dieser Koordinatenposition korrespondiert, eingetragen werden können. Gleichermaßen korrespondieren
die durch die gepunktete Linie 10 verbundenen Kästchen zu den Ergebnissen,
die an der Koordinatenposition (2,1) des Arrays gefunden werden
kann und die durch die gepunktete Linie 15 verbundenen Kästchen korrespondieren
zu den Ergebnissen an der Koordinatenposition (2,6) des Arrays.
Die Buchstaben a, b, c, d, e, f, g und h entsprechen aufeinanderfolgenden
Sektionen des Spenderblocks, die geschnitten wurden, um das Array
zu bilden.
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Durch
Vergleich der Linie 1 entlang angeordneten Kästchen in 12 kann
gesehen werden, dass ein Tumor von einer Frau nach den Wechseljahren
ohne metastasenbildende Krankheit in ihren Lymphknoten zur Zeit
der chirurgischen Resektion erhalten wurde, in welcher der Tumor
kleiner als Stufe 3, aber in welcher die Histologie des Tumors wenigstens
Grad III war. Ein Gewebeblock wurde von diesem Tumor genommen und
in das Empfängerarray
an der Koordinatenposition (1,1) eingeführt und sobald das Array fertig
gestellt war, wurde es in acht parallele Sektionen (a, b, c, d,
e, f, g und h), von denen jede einen repräsentativen Schnitt des zylindrischen
Arrays enthielt, unterteilt. Jede dieser Sektionen wurde mit einer
unterschiedlichen, spezifischen Sonde für ein bestimmtes molekulares
Attribut untersucht. In Sektion a deuteten die Ergebnisse darauf hin,
dass diese Gewebeprobe p53+ war, in Sektion b, dass sie ER- war,
in Sektion c, dass sie keine Amplifikation des mybL2-Onkogens zeigte,
in den gesonderten Sektionen d, e, f, g und h, dass sie positiv
bezüglich
der Amplifikation von 20q13, 17q23, myc, cnd1 und erbB2 war.
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Ähnliche
Vergleiche von molekularen Charakteristika des Tumorprobenzylinders,
der an Koordinatenposition (2,1) plaziert war, können durch Folgen der vertikalen
Linie 10 in 12, die das zehnte Kästchen in
jeder Reihe verbindet, gemacht werden und bezieht sich auf die zweite
Reihe, erste Spalte (2,1) des Arrays 76 in 10(A).
In gleicher Weise kön nen
die Charakteristika der Sektionen des Tumorprobenzylinders an der
Koordinatenposition (2,6) durch Folgen der vertikalen Linie 15 hinunter
durch das fünfzehnte
Kästchen
jeder Reihe untersucht werden. Auf diese Weise können parallele Informationen über die
separaten Sektionen des Arrays für
alle 372 Positionen des Arrays vorgeführt werden. Diese Informationen
können
zur Analyse wie in 12 visuell dargestellt oder
in eine Datenbank zur Analyse und Korrelation von verschiedenen
molekularen Charakteristika (wie zum Beispiel Muster von Onkogenamplifizierung
und die Entsprechung dieser Muster der Amplifikation zur klinischen
Einordnung des Tumors) eingegeben werden.
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Die
Analyse aufeinanderfolgender Sektionen aus den Arrays erlaubt die
Ko-Lokalisierung von Hunderten verschiedenen DNA-, RNA- oder Proteinzielen
in der gleichen Zellpopulation in morphologisch definierten Regionen
jedes Tumors, was den Aufbau einer Datenbank mit einer großen Anzahl
von korrelierten genotypischen oder phänotypischen Charaktieristika
von unkultivierten menschlichen Tumoren erleichtert. Die Bewertung
von mRNA-insitu-Hybridisierungen oder immunohistochemischen Anfärbungen
von Proteinen wird ebenso durch Tumorgewebemikroarrays erleichtert,
da geringe Mengen an identischen Reagenzien für jede Analyse verwendet werden.
Die Tumorarrays reduzieren auch den Gewebeverbrauch, die Verwendung
von Reagenzien und Arbeitsbelastung im Vergleich zur Bearbeitung
von einzelnen gewöhnlichen
Proben zur Sektionierung, Anfärbung
und Bewertung erheblich. Die zusammengefasste Analyse von mehreren
DNA-, RNA- und Proteinzielen liefert ein leistungsfähiges Mittel
zur Schichtung von Tumorproben aufgrund Ihrer molekularen Charakteristika.
Solche Muster werden bei der Entdeckung bislang unbeachteter aber
wichtiger molekularer Merkmale von Tumoren hilfreich sein, die sich von
diagnostischem oder prognostischem Nutzen erweisen könnten.
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass die zur Herstellung der Gewebearray verwendeten
sehr kleinen Zylinder in den meisten Fällen korrekte Informationen liefern
können,
besonders wenn die Stelle zur Gewebebeprobung aus dem Spenderblock
so ausgewählt wird,
dass sie histologische Strukturen, die am typischsten für Tumorregionen
sind, enthält.
Es ist auch möglich
Proben aus mehreren histologisch definierten Regionen in einem einzelnen
Spendergewebeblock zu sammeln, um eine umfassendere Darstellung
des ursprünglichen
Gewebes zu erhalten und um die Korrelation zwischen Phänotyp (Gewebemorphologie)
und Genotyp direkt zu untersuchen. Ein Array könnte zum Beispiel so aufgebaut
werden, dass Hunderte von Geweben, die verschiedene Stufen des Fortschreitens
von Brustkrebs (z.B. normales Gewebe, Hyperplasia, untypische Hyperplasia,
intraduktaler Krebs, invasi ver und metastatischer Krebs) repräsentieren,
enthalten sind. Die Gewebearraytechnologie würde dann dazu genutzt werden,
die molekularen Ereignisse die sich auf die Tumorentwicklung beziehen,
zu untersuchen.
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Eine
dichtere Packung von Zylindern und ein größerer Empfängerblock kann auch eine noch
höhere
Anzahl an Proben pro Array liefern. Ganze Archive aus pathologischen
Laboratorien könnten
in replizierten 1000-Gewebeprobenmikroarrays zur molekularen Profilierung
untergebracht werden. Wenn der Prozess der Probenahme und Anordnung
automatisiert wird, ist es möglich
Dutzende von replizierten Tumorarrays herzustellen, von denen jedes
Hunderte von Sektionen zur molekularen Analyse liefert. Die gleiche
Strategie und Geräteausstattung,
die für
Tumorarrays entwickelt wurde, ermöglicht auch Mikropräparation
von Gewebezylindern zur Isolierung von RNA und DNA mit hohem Molekulargewicht
aus bestens fixierten, morphologisch definierten Tumorgewebeelementen
und erlaubt dadurch eine korrelierte Untersuchung der gleichen Tumore
durch PCR-basierende Techniken für
RNA und DNA. Wenn Nukleinsäureanalyse
vorgesehen ist, wird die Gewebeprobe bevorzugt in Ethanol oder Molecular
Biology Fixative (Streck Laboratories, Inc., Omaha, NE) anstatt
in Formalin fixiert (bevor sie in Paraffin eingebettet wird), da
Formalin die Nukleinsäuren
vernetzen oder anderweitig schädigen
kann. Der Gewebezylinder der vorliegenden Erfindung liefert eine
ausreichende Menge an DNA oder RNA an der eine Vielzahl von molekularen
Analysen durchgeführt
werden kann.
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Das
Potential dieser Arraytechnologie wurde in FISH-Analysen von Genamplifikationen
in Brustkrebs dargestellt. FISH ist eine exzellente Methode zur
Visualisierung und exakten Auffindung von genetischen Umlagerungen
(Amplifikationen, Löschungen oder
Translokation) in einzelnen, morphologisch definierten Zellen. Die
vereinigte Tumorarraytechnologie ermöglicht es FISH eine leistungsfähige Hochdurchsatzmethode
zu werden, die die Analyse von Hunderten von Proben pro Tag erlaubt.
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Ausführungsform der 13–23
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Ein
Beispiel eines automatisierten Systems zur Hochgeschwindigkeitsherstellung
der Mikroarrays ist in den 13–23 gezeigt.
Das System beinhaltet eine Plattform 100, die einen x-Antrieb 102 und
einen y-Antrieb 104 besitzt, von denen jeder eine entsprechende
Antriebswelle 106, 108 dreht. Die Welle 108 bewegt
eine Probenbank 110 in eine y-Richtung, während die
Welle 106 eine Schale 112 auf der Bank 110 in
eine x-Richtung bewegt. In einer vorderen Reihe der Schale 112 sind
drei Empfängerbehälter 116, 118 und 120 mon tiert,
von denen jeder einen Empfängerparaffinblock 122, 124 oder 126 enthält und einen
Spenderbehälter 128,
der einen Spenderparaffinblock 130 enthält, in dem eine Gewebeprobe 132 eingebettet
ist. In einer hinteren Reihe der Schale sind zwei Spenderschalen
mit mehreren Bohrlöchern 132, 134 (die
mehrere Behälter
zur Erhaltung von Proben in flüssigem
Medium enthalten) und einen Abfallbehälter 136.
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Oberhalb
der Plattform 100 ist eine Stanzapparatur 140 angeordnet,
die sich in z-Richtung auf- und abwärts bewegen kann. Der Apparat 140 beinhaltet
einen zentralen, vertikal angeordneten Stilettantrieb 142,
in dem ein Stilett sich hin- und herbewegt. Der Apparat 140 beinhaltet
auch einen geneigten Empfängerstanzenantrieb 146 und
einen geneigten Spenderstanzenantrieb 148. Der Stanzenantrieb 146 beinhaltet
einen umgekehrten Kolben 150, der eine röhrenförmige Empfängerstanze 154 an
seinem Distalende trägt
und der Stanzenantrieb 148 beinhaltet einen umgekehrten
Kolben 152, der eine röhrenförmige Spenderstanze 156 an
seinem Distalende trägt.
Wenn der Kolben 150 ausgefahren wird (14),
wird die Empfängerstanze 154 mit
dem offenen oberen Ende ihrer röhrenförmigen Bohrung
am Stilett 144 ausgerichtet und wenn der Kolben 152 ausgefahren
wird (16), wird die Spenderstanze 156 mit
dem offenen oberen Ende ihrer röhrenförmigen Bohrung
am Stilett 144 ausgerichtet.
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Der
sequentielle Arbeitsablauf der Apparatur 140 ist in den 13-17 dargestellt.
Wenn die Vorrichtung wie in 13, montiert
ist, kann ein Computersystem zur Steuerung der Apparatur verwendet
werden, um eine hohe Effizienz zu erreichen. Deshalb kann das Computersystem
sich selbst initialisieren, indem die Lage der Behälter auf
der Schale 112 bestimmt, wie in 13 gezeigt.
Die x- und y-Antriebe 102, 104 werden dann aktiviert,
um die Bank 110 und die Schale 112 in die in 14 gezeigte
Position zu bewegen, so dass die Aktivierung des Kolbens 150 die
Empfängerstanze 154 zu
einer Position oberhalb der Position (1,1) im Empfängerblock 122 ausfährt. Wenn
die Stanze 154 in Position ist, bewegt sich der Apparat
in der z-Richtung abwärts,
um ein zylindrisches Loch in das Paraffin des Empfängerblocks
zu stanzen. Der Apparat 140 bewegt sich dann in der z-Richtung
aufwärts,
um die Stanze 154 aus dem Paraffinempfängerblock 122 zu heben,
allerdings behält
die Stanze 154 einen Kern aus Paraffin, der eine zylindrische
Aufnahme im Empfängerblock 122 hinterlässt. Die
x-y-Antriebe werden dann aktiviert, um die Bank zu bewegen und den
Abfallbehälter 136 unter
der Stanze 154 zu positionieren. Der Stilettantrieb 142 wird
dann aktiviert, um das Stilett 144 in das offene obere
Ende der ausgerichteten Stanze 154 vorzuschieben, um den
Paraffinkern aus der Stanze 154 in den Abfallbehälter 136 zu
entfernen.
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Das
Stilett 144 wird dann aus der Empfängerstanze 154 zurückgezogen,
der Kolben 150 wird zurückgezogen
und der x-y-Antrieb bewegt die Bank 110 und die Schale 112 so,
dass der Spenderbehälter 128 in
einer solchen Position (in 16 gezeigt)
plaziert wird, dass die Vorwärtsbewegung
des Kolbens 152 die Spenderstanze 156 zu einer
gewünschten Lage
oberhalb des Spenderblocks 130 vorschiebt. Der Apparat 140 wird
dann in der z-Richtung
abwärts bewegt,
um einen zylindrischen Kern aus Gewebe aus dem Spenderblock 130 zu
stanzen und der Apparat 140 wird dann in der z-Richtung
bewegt, um die Spenderstanze 156 zurückzuziehen, wobei die zylindrische
Gewebeprobe in der Stanze verbleibt. Der x-y-Antrieb bewegt dann
die Bank 110 und die Schale 112 zu der in 17 gezeigten
Position, so dass die Abwärtsbewegung
in der z-Richtung von Apparat 140 die Spenderstanze 156 in
die Aufnahme an der Koordinatenposition (1,1) im Block 122,
aus welcher der Empfängerstopfen
entnommen wurde, befördert. Die
Spenderstanze 156 wird unterhalb des Stiletts 144 ausgerichtet
und das Stilett wird ausgefahren, um den verbliebenen Gewebezylinder
aus der Spenderstanze 156 zu entfernen, so dass der Spendergewebezylinder
in der Aufnahme des Empfängerblocks 122 verbleibt,
wenn sich der Apparat 140 in der z-Richtung aufwärts bewegt,
um die Spenderstanze 156 vom Empfängerarray zurückzuziehen.
Der Kolben 152 wird dann zurückgezogen.
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Dieser
Prozess kann solange wiederholt werden, bis eine gewünschte Anzahl
an Empfängeraufnahmen
gebildet und mit zylindrischen Spendergeweben an den gewünschten
Koordinatenstellen des Arrays gefüllt wurden. Obwohl diese dargestellte Methode
eine sequentielle abwechselnde Bildung jeder Aufnahme und Einführung des
Gewebezylinders in die gebildete Aufnahme aufweist, ist es ebenso möglich alle
Aufnahmen in den Empfängerblöcken 122, 124 und 126 als
ersten Schritt zu bilden und dann zum Schritt des Erhalts der Gewebeproben
und ihrer Einführung
in die vorgeformten Aufnahmen überzugehen.
Die gleiche Gewebeprobe 132 kann wiederholt verwendet werden
oder die Probe 132 kann gewechselt werden, nachdem jedes
Spendergewebenprobe, durch die Einführung eines neuen Spenderblocks 130 in
den Behälter 128,
erhalten wurde. Wenn der Spenderblock 130 nach jedem erhaltenen
Gewebezylinder gewechselt wird, kann jede Koordinate des Arrays
Gewebe von einer anderen Gewebeprobe enthalten.
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In 18 ist
eine Vorrichtung zur Positionierung gezeigt, die hilft, interessierende
Strukturen, von denen Spenderproben entnommen werden können, aufzufinden.
Die Vorrichtung zur Positionierung beinhaltet einen Auflageobjektträger 160 der
sich zwischen den gegenüberliegenden
Wänden
von Spenderbehälter 128 ausdehnt,
um einen Objektträger 162 zu
tragen, auf dem eine dünne,
angefärbte Sektion
der Probe 132 in Spenderblock 130 angebracht ist.
Unter Verwendung eines Mikroskops, das auf Apparat 140 montiert
ist (das Objektiv des Mikroskops ist bei 166 dargestellt),
können
interessierende mikroanatomische Strukturen gefunden werden. Die richtige
vertikale Höhe
von Apparat 140 oberhalb der oberen Oberfläche des
Spenderblocks 130 kann durch die Verwendung der zwei Positionierlampen 168, 170,
die am Apparat 140 angebracht sind, bestimmt werden. Lichtstrahlen 172, 174 werden
von den Lampen 168, 170 mit einem solchen Winkel
projiziert, dass die Strahlen auf einem einzelnen Punkt 176 zusammenfallen,
wenn die vertikale Höhe
von Apparat 140 oberhalb der oberen Oberfläche der Lampe
auf einem gewünschten
z-Niveau ist. Dieses gewünschte
z-Niveau positioniert die Stanzen 152, 154 auf
einer angemessenen Höhe,
um die Oberfläche
des Blocks 130 an der gewünschten Stelle und zu einer
gewünschten
Tiefe zu durchdringen.
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Es
ist vorteilhaft, wenn die aus dem Block 130 gestanzten
Gewebezylinder sicher in die Empfängeraufnahmen passen, die gebildet
wurden, um diese aufzunehmen. Wenn die Spenderstanze 156 die
gleichen Innen- und Außendurchmesser
wie die Empfängerstanze 154 besitzt,
dann wird die zylindrische Spendergewebeprobe durch den Innendurchmesser
der Stanze gebildet und die Empfängeraufnahme
wird durch den Außendurchmesser
der Stanze gebildet. Dieser Unterschied wird eine Aufnahme liefern,
die geringfügig
größer im Durchmesser
ist, als der Spendergewebezylinder. Deshalb, wie in den 19 und 20 gezeigt,
besitzt die Empfängerstanze 154 einen
geringeren Durchmesser als die Spenderstanze 156. Die Empfängerstanze
wird folglich eine zylindrische Aufnahme bilden (die einen Durchmesser
besitzt, die dem Außendurchmesser der
Stanze 154 entspricht) die im Wesentlichen den gleichen
Durchmesser hat, wie der Gewebeprobenzylinder 180, der
mit einem Durchmesser gebildet wurde, der durch den Innendurchmesser
der Spenderstanze 156 bestimmt ist.
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21 stellt
einen Querschnitt durch den Empfängerarray
dar, nachdem die Aufnahmen 182 gebildet und mit Gewebeprobenzylindern 180 gefüllt wurden.
Kleine Zwischenwände
aus Paraffinmaterial 122 trennen die Gewebezylinder 180 und
wie dargestellt sind die Aufnahmen 182 tiefer als die Probenzylinder 180,
so dass eine kleiner Abstand zwischen den Proben und dem Boden der
Aufnahmen vorhanden ist. Sobald der Array gebildet wurde, kann ein
Mikrotom verwendet werden, um eine dünne Sektion S von der Oberseite
des Blocks 122 abzuschneiden, so dass die Sektion S auf
einem Probenobjektträger 162 (18)
angebracht werden kann, um dabei zu helfen, interessierende Strukturen
in der Gewebeprobe 132 zu lokalisieren. Das Mikrotom schneidet
dann auch dünne
parallele Sektionen a, b, c, d, e, f, g und h, die jede einer anderen
molekularen Analyse, wie bereits beschrieben, unterzogen werden
kann.
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Beispielhafte
Betriebsumgebung
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22 und
die folgende Diskussion ist dazu gedacht, eine kurze, allgemeine
Beschreibung einer geeigneten Rechnerumgebung, in der die Erfindung implementiert
werden kann, zu geben. Die Erfindung wird in einer Vielzahl von
Programmmodulen implementiert. Im Allgemeinen beinhalten Programmmodule
Routinen, Programme, Komponenten, Datenstrukturen etc., die bestimmte
Aufgaben durchführen oder
bestimmte abstrakte Datentypen ausführen. Die Erfindung kann mit
anderen Computersystemkonfigurationen genutzt werden, einschließlich Handheld-Geräte, Multiprozessorsysteme,
mikroprozessorgestützte
oder programmierbare Unterhaltungselektronik, Minicomputer, Mainframecomputer
und desgleichen. Die Erfindung kann auch in dezentralisierten Rechnerumgebungen
genutzt werden, wo Aufgaben durch Fernbearbeitungsgeräte, die
durch ein Kommunikationsnetzwerk verbunden sind, durchgeführt werden.
In einer dezentralisierten Rechnerumgebung können sich Programmmodule sowohl
in lokalen als auch entfernten Datenspeichereinheiten befinden.
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Bezug
nehmend auf 22 ist eine Betriebsumgebung
für eine
dargestellte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ein Computersystem 220 mit einem
Computer 222, der wenigstens einen Hochgeschwindingkeitsprozessor
(CPU) 224, in Verbindung mit einem Speichersystem 226,
einer Eingabeeinheit 228 und einer Ausgabeeinheit 230 umfasst.
Diese Elemente sind durch wenigstens eine Busstruktur 232 miteinander
verbunden.
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Die
dargestellte CPU 224 ist von bekannter Bauweise und beinhaltet
eine ALU 234 zur Durchführung
von Berechnungen, einer Sammlung von Registern 236 zur
temporären
Speicherung von Daten und Befehlen und eine Kontrolleinheit 238 zur
Kontrolle des Betriebs des Systems 220. Die CPU 224 kann ein
Prozessor, der jede beliebige einer Vielzahl von Bauweisen einschließlich Alpha
von Digital; MIPS von MIPS Technology, NEC, IDT, Siemens und anderen;
x86 von Intel und anderen, einschließlich Cyrix, AMD und Nexgen;
680xO von Motorola; und PowerPC von IBM und Motorola, besitzen kann.
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Das
Speichersystem 226 beinhaltet im Allgemeinen Hochgeschwindigkeitshauptspeicher 240 in der
Form eines Mediums wie zum Beispiel Schreib-Lese-Speicher-(RAM)
und Nur-Lese-Speicher-(ROM)Halbleitereinheiten
und sekundären Speicher 242 in
der Form von Langzeitspeichermedien wie zum Beispiel Disketten,
Festplatten, Band, CD-ROM, Flash-Speicher
etc. und andere Geräte, die
Daten unter Verwendung von elektrischen, magnetischen, optischen
oder anderen Aufzeichnungsmedien speichern. Der Hauptspeicher 240 kann
auch einen Bildausgabespeicher zur Darstellung von Bildern mittels
eines Anzeigegerätes
beinhalten. Der Fachmann wird verstehen, dass der Speicher 226 eine
Vielfalt von alternativen Komponenten mit einer Vielfalt von Speicherkapazitäten einschließen kann.
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Die
Eingabe- und Ausgabegeräte 228, 230 sind
auch bekannt. Das Eingabegerät 228 kann
eine Tastatur, eine Maus, einen Scanner, eine Kamera, eine Erfassungskarte,
einen Grenzschalter (wie zum Beispiel Ausgangspositions-, Sicherheits-
oder Zustandsschalter), einen physikalischen Signalumformer (z.B.
ein Mikrophon) etc. umfassen. Das Ausgabegerät 230 kann einen Bildschirm,
einen Drucker, einen Motorantrieb, eine Magnetspule, einen Signalwandler
(z.B. einen Lautsprecher) etc. umfassen. Einige Geräte, wie
zum Beispiel ein Netzwerkanschluss oder ein Modem können als
Eingabe- und/oder Ausgabegeräte
genutzt werden.
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Wie
dem Fachmann bekannt ist, beinhaltet das Computersystem 220 weiterhin
ein Betriebssystem und wenigstens ein Anwendungsprogramm. Das Betriebssystem
ist eine Zusammenstellung von Software, die den Betrieb des Computersystems
und die Verteilung von Ressourcen steuert. Das Anwendungsprogramm
ist die Zusammenstellung von Software, die eine vom Anwender gewünschte Aufgabe, unter
Verwendung von durch das Betriebssystem bereitgestellten Computerressourcen,
ausführt.
Beide sind in dem dargestellten Speichersystem 226 angesiedelt.
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Die
Erfindung könnte
zum Beispiel in einen von Apple Computer erhältlichen Power Macintosh 8500
oder einen IBM-kompatiblen Personal Computer (PC) implementiert
werden. Der Power Macintosh verwendet eine PowerPC 604 CPU von Motorola
und führt
ein MacOS Betriebssystem von Apple Computer wie zum Beispiel System
8 aus. Ein- und Ausgabegeräte
können
mit der CPU unter Verwendung der wohlbekannten SCSI-Schnittstelle
oder mit Erweiterungskarten unter Verwendung des Peripheral Component
Interconnect (PCI) Busses gekoppelt werden. Eine typische Konfiguration
eines Power Macintosh 8500 hat 72 Megabyte RAM als Hochgeschwindigkeitshauptspeicher
und eine 2 Gigabyte Festplatte als sekundären Speicher. Ein IBM-kompatibler
PC könnte
eine Konfiguration mit 32 Megabyte RAM als Hochgeschwindigkeitshauptspeicher
und eine 2–4 Gigabyte
Festplatte als sekundären
Speicher besitzen.
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In Übereinstimmung
mit den Gewohnheiten von Fachleuten der Computerprogrammierung ist
die vorliegende Erfindung mit Bezug zu Vorgängen und symbolischen Darstellungen
von Arbeiten beschrieben, die durch das Computersystem 220,
soweit nicht anders angegeben, durchgeführt werden. Solche Vorgänge und
Arbeiten werden manchmal als durch Computer ausgeführt bezeichnet.
Es wird anerkannt, dass die Vorgänge
und symbolisch dargestellten Arbeiten die Beeinflussung von elektrischen Signalen,
die Datenbits repräsentieren,
durch die CPU 224 beinhaltet, was eine Umwandlung oder
Reduktion der Verkörperung
des elektrischen Signals und die Erhaltung von Datenbits an Speicherstellen im
Speichersystem 226, um dadurch die Arbeit des Computersystems
umzugestalten oder anderweitig zu verändern, ebenso wie eine andere
Verarbeitung von Signalen, zur Folge hat. Die Speicherstellen an denen
Datenbits erhalten werden, sind physikalische Stellen, die besondere
elektrische, magnetische oder optische Eigenschaften haben, die
den Datenbits entsprechen.
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Beschreibung
des Computer-Array-Systems
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Ein
Blockdiagramm das ein System zur Durchführung der Erfindung darstellt
ist in 23 gezeigt. Die Hardware wird
bei Schritt 250 initialisiert, zum Beispiel durch Bestimmung
der Position der Stanzen 154, 156, Bank 110 und
Schale 112. Das System könnte dann durch den Bediener
bei Schritt 252 konfiguriert werden, zum Beispiel durch
Eingabe von Daten oder durch Aufforderung des Systems, die Stelle
(x, y, z-Koordinaten) der oberen rechten Ecke jedes Empfängerblocks 122–126,
wie auch die Stelle der Schalen 130–136 zu finden. Die
Anzahl an Spenderblöcken,
Aufnahmen, Betriebsgeschwindigkeit etc. könnte ebenfalls zu dieser Zeit
eingegeben werden.
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Bei
Schritt 254 fordert das System zur Eingabe von identifizierenden
Informationen über
den ersten Spenderblock 130, der in der Ablage 128 plaziert wird,
auf. Diese identifizierenden Informationen können Zugangsnummer-Information,
klinische Information über
die Probe und jede/oder andere Information, die bei der Analyse
der Tumorarrays nützlich
sein würden,
sein. Bei Schritt 256 drückt der Bediener eine ausgewählte Funktionstaste, die
die Stanzen 154, 156 anhebt und einem Steuerhebel
erlaubt, die Proben unter Verwendung der x-y-Antriebe zu bewegen.
Die eingegebenen Daten werden bei Schritt 258 angezeigt
und bei 260 bestätigt.
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Das
System erhält
dann eine oder mehrere Spenderproben von dem identifizierten Spenderblock
bei Schritt 262 und fordert den Bediener zur Eingabe von
Informationen über
den nächsten
Spenderblock auf. Wenn Informationen über einen weiteren Block eingegeben
werden, kehrt das System zu Schritt 256 zurück und erhält die gewünschte Anzahl an
Proben von den neuen Block. Nachdem ein neuer Donorblock in den
Spenderbehälter 128 gelegt
wurde, prüft
das System die Position der Stanzen bei Schritt 268. Wenn
keine Informationen über
einen weiteren Block bei Schritt 264 eingegeben werden, bewegt
das System die Spenderschale zur Umladeposition, so dass ein Block 130 aus
der Spenderschale entfernt werden kann. Dieses System ist auch auf
zylindrische Biopsien von histologisch kontrollierten Stellen von
Proben (wie zum Beispiel Tumore) zur DNA/RNA-Isolierung anpassbar.
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Die
automatisierte Tumorarraytechnologie erlaubt einfaches Prüfen von
Dutzenden oder Hunderten von Markern aus dem gleichen Satz an Tumoren.
Diese Studien können
in einer multizentrischen Einstellung durchgeführt werden, indem replizierte Tumorarrayblöcke oder
Sektionen an andere Laboratorien geschickt werden. Der gleiche Ansatz
wäre besonders
wertvoll zur Prüfung
von neu entdeckten molekularen Markern bezüglich ihrem diagnostischen, prognostischen
oder therapeutischen Nutzen. Die Gewebearraytechnologie erleichtert
auch grundlegende Krebsforschung, indem sie eine Plattform zur schnellen
Einordnung von Hunderten oder Tausenden von Tumoren auf der DNA-,
RNA- und Proteinebene liefert, was zum Aufbau einer korrelierten
Datenbank von Biomarkern einer großen Kollektion an Tumoren führt. Die
Suche nach Amplifizierungszielgenen zum Beispiel benötigt korrelierte
Analysen von Amplifikation und Expression von Dutzenden von kandidierenden
Genen und Stellen in der gleichen Zellpopulation. Solche extensiven
molekularen Analysen einer definierten großen Serie von Tumoren wären mit
gewöhnlichen
Technologien schwierig auszuführen.
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Beispiele
der Arraytechnologie
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Anwendungen
der Gewebearraytechnologie sind nicht auf Krebsstudien begrenzt,
obwohl die folgenden Beispiele 1–4 Ausführungsformen ihrer Verwendung
in Verbindung mit Analysen von Geschwulsten offen legt. Arrayanalysen
könnten
auch beim Verständnis
der Ex pression und Dosierung von mehreren Genen in anderen Krankheiten,
sowohl in normalem menschlichen als auch in tierischen Geweben,
einschließlich
Lager von Geweben von verschiedenen trangenetischen Tieren oder
kultivierten Zellen, hilfreich sein. Die folgenden spezifischen
Beispiele stellen einige besondere Ausführungsformen der Erfindung
dar.
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BEISPIEL 1
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Gewebeproben
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Eine
Gesamtzahl von 645 Brustkrebsproben wurde zur Herstellung eines
Brustkrebstumorgewebearrays verwendet. Die Proben beinhalteten 372 frisch
gefrorene Ethanolfixierte Tumore, wie auch 273 Formalin-fixierte
Brustkrebse, normale Gewebe und Fixierungskontrollen. Die Teilmenge
an gefrorenen Brustkrebsproben wurde zufällig aus der Tumorbank des
Instituts für
Pathologie der Universität
Basel ausgewählt,
die mehr als 1500 gefrorene Brustkrebse enthält, die durch chirurgische
Resektionen zwischen 1986-1997
erhalten wurden. Lediglich die Tumore aus dieser Tumorbank wurden
für die
molekularen Analysen verwendet. Diese Teilmenge wurde von einen
Pathologen geprüft,
der bestimmte, dass die Proben 259 duktale, 52 lobulärs 9 medulläre, 6 muzinöss, 3 kribröss 3 röhrenförmige, 2
papilläre,
1 histiozytische, 1 hellzellige und 1 lipidreiche Karzinome beinhalteten.
Es gab auch 15 duktale Karzinome in situ, 2 Karzinosarkome, 4 primäre Karzinome,
die vor der Operation eine Chemotherapie erhalten hatten, 8 wiederkehrende
Tumore und 6 Metastasen. Eine histologische Einordnung wurde nur
bei invasiven primären
Tumoren durchgeführt,
die nicht zuvor einer Chemotherapie unterzogen worden waren. Von diesen
Tumoren waren 24% Grad 1, 40% Grad 2 und 36% Grad 3. Die pT-Stufe
war pT1 bei 29%, pT2 bei 54%, pT3 bei 9% und pT4 bei 8%. Von 282
Patienten (45% pN0, 46% pN1, 9% pN2) wurden Achsellymphknoten untersucht.
Alle zuvor unfixierten Tumore wurden über Nacht in kaltem Ethanol
bei +4°C
fixiert und dann in Paraffin eingebettet.
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BEISPIEL 2
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Immunohistochemie
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Nach
Herstellung des Arrays und Sektionierung des Spenderblocks wurden
zur Immunohistochemie gewöhnliche
indirekte Immunoperoxidaseverfahren (ABC-Elite, Vector Laboratories)
verwendet. Monoklonale Antikörper
von DAKO (Glostrup, Dänemark)
wurden zum Nachweis von p53 (DO-7, Maus, 1:200), erbB-2 (c-erbB-2,
Kaninchen, 1:4000) und Östrogenrezeptor
(ER ID5, Maus, 1:400) verwendet. Eine Mikrowellenvorbehandlung wurde
bei p53- (30 Minuten bei 90°)
und erbB-2-Antigen- (60 Minuten bei 90°) Rückgewinnung durchgeführt. Diaminobenzidin
wurde als Chromogen verwendet. Tumore die bekanntermaßen positiv
waren, wurden als positive Kontrollen verwendet. Der primäre Antikörper entfiel
für die
negativen Kontrollen. Tumore wurden als positiv bezüglich ER
oder p53 angesehen, wenn eine unzweideutige Kernpositivität in wenigstens
10% der Tumorzellen beobachtet wurde. Die erbB-2-Anfärbung wurde
subjektiv in 3 Gruppen eingeordnet: negativ (keine Anfärbung),
schwach positiv (schwache membranartige Positivität), stark
positiv (starke membranartige Positivität).
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BEISPIEL 3
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Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung
(FISH)
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Zweifarbige
FISH-Hybridisierungen wurden unter Verwendung von mit Spectrum-Orange
gekennzeichneten Cyclin D1-, myc- oder erbB2-Sonden zusammen mit
entsprechenden FITC-gekennzeichneten zentrometrischen Referenzsonden
(Vysis) durchgeführt.
Einfarbige FISH-Hybridisierungen wurden mit Spectrum-Orange gekennzeichnetem 20q13
minimaler gemeinsamer Bereich- (Vysis und siehe Tanner et al., Cancer
Res. 54:4257-4260 (1994)), mybL2- und 17q23-Sonden (Barlund et al., Genes
Chrom. Cancer 20:372-376 (1997)) ausgeführt. Vor der Hybridisierung
wurden die Tumorarraysektionen vom Paraffin befreit, mit Luft getrocknet und
in 70, 85 und 100% Ethanol dehydriert, gefolgt von einer Denaturierung
für 5 Minuten
bei 74°C
in 70% Formamid-2 × SSC-Lösung. Die
Hybridisierungsmischung enthielt 30 ng von jeder der Sonden und
15 μg von
menschlicher Cotl-DNA.
Nach Hybridisierung über
Nacht bei 37°C
in einer Feuchtekammer wurden die Scheiben gewaschen und mit 0,2 μM DAPI in
einer Antifade-Lösung
kontrastgefärbt. FISH-Signale
wurden mit einem Zeiss Fluoreszenzmikroskop, das mit einem Doppelbandpassfilter
zur gleichzeitigen Visualisierung von FITC- und Spectrum Orange-Signalen
ausgestattet war, bewertet. Über
10 FISH-Signale pro Zelle oder dichte Anhäufungen von Signalen wurden
als Kriterium für
Genamplifikation angesehen.
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BEISPIEL 4
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mRNA-in-situ-Hybridisierung
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Zur
mRNA-in-situ-Hybridisierung wurden Tumorarraysektionen vor der Hybridisierung
vom Paraffin befreit und luftgetrocknet. Synthetische Oligonukleotidsonden,
die gegen erbB2 mRNA (Genbank Zugangsnummer X03363, Nukleotide 350-396)
gerichtet waren, wurden am 3'-Ende
mit 33P-dATP unter Verwendung von endständiger Deoxynukleotidyltransferase
markiert. Sektionen wurden in einer Feuchtekammer bei 42°C für 18 Stunden
mit 1 × 107 CPM/ml der Sonde in 100 μl an Hybridisierungsmischung
(50% Formamid, 10% Dextransulfat, 1% Sarkosyl, 0,02 M Natriumphosphat,
pH 7,0, 4 × SSC,
1 × Denhardt
Lösung
und 10 mg/ml ssDNA) hybridisiert. Nach der Hybridisierung wurden
die Sektionen mehrfach in 1 × SSC
bei 55°C
gewaschen, um ungebundene Sonde zu entfernen und kurz dehydriert.
Die Sektionen wurden drei Tage Phosphorimager-Überprüfungen unterzogen, um die ERBB2
mRNA-Expression zu visualisieren. Negative Kontrollsektionen wurden
mit RNase vor der Hybridisierung behandelt, die alle Hybridisierungssignale
beseitigte.
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Das
vorliegende Verfahren ermöglicht
Analysen mit hohem Durchsatz von Hunderten von Proben pro Array.
Diese Technologie liefert daher eine Größenordnung an Erhöhung der
Anzahl an Proben die analysiert werden können, im Vergleich zu früheren Blöcken, wo
ein paar Dutzend einzelne Fomalin-fixierte Proben in einer weniger
definierten oder undefinierten Konfiguration sind und zur Antikörperprüfung verwendet
werden. Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung beinhalten vernachlässigbare
Zerstörung
der Originalgewebeblöcke
und ein optimiertes Fixierungsprotokoll, welches den Nutzen dieser Technik
zur Visualisierung von DNA- und RNA-Zielen erweitert. Das vorliegende
Verfahren erlaubt auch verbesserte Beschaffung und Verteilung von menschlichen
Tumorgeweben für
Forschungszwecke. Automatisierung des Verfahrens erlaubt effiziente
Probenahme und Arraybildung in mehrere Gewebearrays, von denen jedes
nicht weniger als 50, 100 oder selbst bis zu 200 Sektionen zur molekularen Analyse
zur Verfügung
stellt. Ganze Archive von Zehntausenden an existierenden Formalin-fixierten Geweben
aus Pathologielaboratorien können
in wenigen Dutzend hochdichten Gewebemikroarrays angeordnet werden,
um viele Arten von Tumortypen, ebenso wie unterschiedliche Stufen
der Tumorprogression zu untersuchen. Die Tumorarraystrategie erlaubt
auch die Prüfung
von Dutzenden oder selbst Hunderten von potentiellen prognostischen
oder diagnostischen molekularen Markern aus dem gleichen Satz von
Tumoren. Ersatzweise liefern die zylindrischen Gewebeproben Proben,
die zur Isolierung von DNA und RNA zur molekularen Analyse verwendet werden
können.
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Im
Hinblick auf die vielen möglichen
Ausführungsformen,
auf die die Prinzipien unserer Erfindung angewendet werden können, sollte
es gewürdigt
werden, dass die dargestellten Ausführungsformen bevorzugte Beispiele
der Erfindung sind und nicht als Limitierung des Umfangs der Erfindung
angenommen werden. Vielmehr ist der Umfang der Erfindung durch die
folgenden Ansprüche
definiert. Wir beanspruchen daher als unsere Erfindung alles, das innerhalb
des Umfangs und der Lehre dieser Ansprüche ist.