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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur optoelektronischen
Erfassung von Formen.
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Man
kennt bereits mehrere derartige Techniken:
- – die Stereovision,
die aus einem Ableiten des Reliefs einer Oberfläche durch Vergleich mit Bildern dieser
Oberfläche
besteht, die unter wenigstens zwei verschiedenen Winkeln aufgenommen
wurden. Dieses Verfahren erfordert sehr erhebliche Rechenmittel,
es ist begrenzt auf Teile der Oberfläche, die unter den beiden Winkeln
auf einmal sichtbar sind, und die Lokalisierung der Kanten ist ungenau,
- – die
Beobachtung einer Oberfläche
durch eine Kamera, bei der man den Fokuspunkt verändert, was
erlaubt, jeder deutlichen Zone eines Oberflächenbilds einen Abstand (den
des Fokuspunkts) zuzuordnen. Das System erfordert sehr erhebliche
Rechenmittel, die Dauer der Messung ist lang und die räumliche
Auflösung
ist nicht sehr gut.
- – die
Messung der Zeit, die ein Lichtimpuls braucht, um den Abstand zu
durchlaufen, der zwischen einem Sender und der Oberfläche vorhanden
ist, und dem, der zwischen der Oberfläche und einem Empfänger vorhanden
ist, oder auch die Messung der Phasenverschiebung zwischen einer
modulierten Beleuchtung, die auf eine Oberfläche projiziert wird, und Beobachtung
des von der Oberfläche
zurückgestreuten
Lichts. Diese Mittel erlauben punktuelle Messungen und es müssen Mittel
zur Abtastung zugeordnet sein, was die Erfassungsgeschwindigkeit
begrenzt.
- – die
Triangulation, die es erlaubt, die Länge von zwei Seiten eines Dreiecks
zu bestimmen, wenn man die Winkel des Dreiecks und die Länge der dritten
Seite kennt, und bei der eine Anwendung darin besteht, auf ein Oberfläche einen
struk turierten Lichtstrom zu projizieren, die Verformung dieses
Stroms durch die Oberfläche
mittels einer Kamera zu beobachten und durch Triangulation die Abstände der
Punkte der Oberfläche
im Bezug auf eine Referenzebene abzuleiten. Diese Technik ist den
Grenzen der Triangulation unterworfen (man braucht daher einen Abstand
so groß wie möglich zwischen
den Beleuchtungsmitteln und der Kamera und den Beleuchtungsrichtungen
und unterschiedlichen Beobachtungsrichtungen), so dass komplexe
Oberflächenzonen
nicht beleuchtet und gleichzeitig beobachtet werden können.
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Die chromatische Codierung.
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Die
Erfindung hat eine schnelle Erfassungstechnik einer dreidimensionalen
Form auf optischem Wege zur Aufgabe.
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Sie
hat ebenfalls eine derartige Technik zur Aufgabe, die es gestattet,
Präzision,
Geschwindigkeit und Beobachtungskapazität komplexer Formen ohne Schattenzonen
zu kombinieren.
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Zu
diesem Zweck schlägt
sie ein Verfahren gemäß Anspruch
1 vor.
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Die
Erfindung erlaubt damit, den Abstand eines Punkts mit Bezug auf
eine Referenzebene auf einfache und schnelle Art durch Bestimmung
der Spektralbreite und/oder der zentralen Wellenlänge des
reflektierten oder durch diesen Punkt zurückgestreuten Lichts zu bestimmen.
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Die
Wellenlänge
der Beleuchtung kann zum Beispiel zwischen zwei Grenzwerten in kontinuierlicher
Weise variieren. In einer anderen Ausführungsform kann sie auf diskontinuierliche
Weise variieren und eine bestimmte Anzahl von vorbestimmten Werten
einnehmen.
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Vorzugsweise
konvergieren die Beleuchtungsstrahlen in einer axialen Beleuchtungsrichtung in
Punkten, die entlang dieser Richtung in der Reihenfolge der Wellenlänge verteilt
sind.
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Vorteilhafterweise
wird das durch die besagte Fläche
reflektierte oder zurückgestreute
Licht in einer Richtung aufgefangen, die ungefähr mit der axialen Beleuchtungsrichtung
zusammen fällt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung
ist dann nicht durch „Schattenzonen" der beobachteten
Oberfläche
beschränkt.
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Die
Erfindung schlägt
ebenso eine Vorrichtung gemäß Anspruch
6 vor.
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Die
Beleuchtungsmittel können
eine polychromatische Lichtquelle mit bestimmter Spektralbreite
umfassen, die durch einen Spalt oder ein Diaphragma einem Dispersionselement
wie einem Prisma, einem Netz oder zum Beispiel einer holographischen
Linse zugeordnet ist, oder mehrere Lichtquellen mit geringer Spektralbreite
umfassen, die unterschiedliche zentrale Wellenlängen aufweisen, um die vorgenannten
Lichtstrahlen zu formen.
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Die
Mittel zur Spektralanalyse können
ein Dispersionselement wie ein Prisma oder dergleichen in Verbindung
mit fotosensiblen Einfangvorrichtungen oder Sensoren mit Linear-
oder Matrixdisposition umfassen.
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Als
Variante können
die Mittel zur Spektralanalyse eine lineare Dreierleiste von Fotodetektoren für die Messung
und den Vergleich von Lichtströmen in
drei Grundfarben umfassen.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung ist das spektrale Dispersionselement der Beleuchtungsmittel
eine chromatische Linse, deren Brennweitenabstand sich kontinuierlich
mit der Wellenlänge
verändert
und die einem Vergrößerungsobjektiv,
zum Beispiel einem afokalen zugeordnet ist, um die Tiefe des verwendbaren
Feldes zu steigern. Außerdem
weist die Vorrichtung ein Objektiv zur Beleuchtung der Oberfläche durch
die vorgenannten Strahlen auf und zur Aufnahme des reflektierten
oder durch diese Oberfläche
rückgestreuten Lichts,
wobei dieses Objektiv einer Maske oder einem Diaphragma zugeordnet
ist, das eine kreisförmige Öffnung oder
eine Öffnung
in Form eines Spalts umfasst, der eine Beobachtungszone der be leuchteten
Oberfläche
abgrenzt, und Steuermittel für
die Relativverschiebung der Oberfläche und der Maske oder des
Diaphragmas.
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Grundsätzlich erlaubt
die Erfindung die Erfassung einer dreidimensionalen Form auf präzise, schnelle
und vollständige
Weise mit unerheblichen Rechenmitteln und unaufwändigen optischen Mitteln.
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Die
Erfindung wird besser verstanden und andere Merkmale, Details und
Vorteile derselben erscheinen deutlicher nach Lektüre der folgenden
Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispiel
unter Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen, in denen:
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1 schematisch
eine erste Beleuchtungsart einer Oberfläche darstellt;
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2 einen
Graph zeigt, der Veränderungen der
Spektralbreite als Funktion des Abstands entlang der Y-Achse von
reflektiertem oder durch eine beleuchtete Oberfläche rückgestreutes Licht darstellt, wie
sie in 1 dargestellt ist;
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3 schematisch
eine zweite Beleuchtungsart einer Oberfläche zeigt;
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4 ein
Graph ist, in dem schematisch die Änderungen der Spektralbreite
und der zentralen Wellenlänge
als Funktion des Abstands entlang der Y-Achse des durch eine wie
in 3 dargestellte beleuchtete Fläche reflektierten oder rückgestreuten Lichts
zeigt;
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5 schematisch
die Beleuchtungsart einer Oberfläche
gemäß der Erfindung
zeigt;
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6 schematisch
eine Ausführungsform
einer Vorrichtung zeigt;
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7 schematisch
eine Variante der Ausführung
der Beleuchtungsmittel der Vorrichtung gemäß 6 zeigt.
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In 1 wird
eine Oberfläche
S durch mehrere, monochromatische Strahlen oder Lichtstrahlen geringer
Spektralbreite beleuchtet, die unterschiedliche Richtungen und unterschiedliche
Wellenlängen haben
und die in demselben Punkt O konvergieren, der auf der Oberfläche S oder
in der Nachbarschaft dieser Oberfläche angeordnet ist, wobei der
Konvergenzpunkt der Strahlen 10 einen Referenzpunkt für die Bewertung
des Abstands der Punkte von der Oberfläche S in einer bestimmten Beobachtungsrichtung
bildet.
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Im
dargestellten Beispiel ist dieser Referenzpunkt in der Ebene XZ,
die im rechten Winkel zur Achse Y ist, die die Beobachtungsrichtung
ist und mit der mittleren Beleuchtungsrichtung der Oberfläche zusammen
fällt.
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Die
Strahlen 10 sind monochromatisch und ihre Wellenlängen können auf
kontinuierliche Weise um eine zentrale Wellenlänge verteilt sein, die die des
Beleuchtungsstrahls 10 ist, der mit der Achse Y in Linie
ist.
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Wenn
sich eine Grundfläche
s der Oberfläche
S in unmittelbarer Nachbarschaft des Punkts O auf der Achse Y findet,
ist sie durch die gesamten Strahlen 10 beleuchtet und reflektiert
oder streut alle Wellenlängen
dieser Stahlen zurück.
Das in Richtung Y eingefangene Licht kann dann eine Spektralbreite haben,
die von einer geringeren Wellenlänge
bis zu einer höheren
Wellenlänge
der Strahlen 10 geht, wobei die Spektralbreite schematisch
durch die Kurve 12 der 2 dargestellt
ist.
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Wenn
die Grundfläche
s der Oberfläche
S sich auf der Achse Y in einer Stellung befindet, die in 1 punktiert
dargestellt ist, wird sie nicht mehr durch die Gesamtheit der Strahlen 10 ausgeleuchtet, jedoch
durch einen Teil von Ihnen und das durch die Grundfläche rückgestreute
Licht ergibt die Spektralbreite, die durch die Kurve 14 in 2 dargestellt ist.
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Wenn
die Grundfläche
s der geprüften
Oberfläche
S sich noch weiter entfernt vom Punkt O auf der Achse Y findet,
wird sie nicht mehr durch den Strahl 10 ausgeleuchtet,
der auf der Achse Y liegt, und das rückgestreute Licht hat eine
sehr geringe Spektralbreite, wie schematisch durch die Kurve 16 der 2 dargestellt,
wobei die Spektralbreite auf der Wellenlänge λi des Stahls 10 zentriert
ist, der mit der Achse Y in Linie ist.
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Die
Spektralbreite des durch eine Grundfläche rückgestreuten Lichts erlaubt
damit die Bestimmung seiner Position auf der Achse Y in Bezug auf den
Konvergenzpunkt O der Beleuchtungsstrahlen.
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Um
ein Unbestimmtheit über
die Position der Grundfläche
s einerseits und des Punkts O auf der Achse Y andererseits zu vermeiden,
erfordert dieses Verfahren den Punkt O über oder unter der untersuchten
Oberfläche
S zu halten.
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Man
vermeidet diese Beschränkung,
indem die in 3 schematisch dargestellte Beleuchtungsart
verwendet wird, bei der die verschiedenen Beleuchtungsstrahlen 10 auf
der Achse Y in unterschiedlichen Punkten konvergieren, die vorteilhafterweise
entlang dieser Achse in der Reihenfolge der Wellenlänge der
Beleuchtungsstrahlen gestaffelt angeordnet sind, die jedoch auf
der Achse in irgendeiner vorbestimmten Reihenfolge verteilt sein
können.
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Wenn
somit λi
die Wellenlänge
des Beleuchtungsstrahls ist, der mit der Achse Y in Linie ist, wird die
Position der Grundfläche
der Oberfläche
S auf der Achse Y in Bezug auf Punkt O durch die zentrale Wellenlänge bestimmt
und durch die Spektralbreite des durch diese Grundfläche rückgestreuten
Lichts, wie schematisch in 4 dargestellt:
- – Wenn
das durch die Grundfläche
rückgestreute Licht
die Spektralbreite hat, die schematisch durch die Kurve 18 dargestellt
ist, findet sie sich im Punkt O oder in unmittelbarer Nachbarschaft desselben,
- – Wenn
die Spektralbreite die der Kurve 20 ist, findet sich die
Grundfläche über Punkt
O auf der Achse Y (wenn die Strahlen geringerer Wellenlänge die
Achse Y unter dem Punkt O schneiden) und der Abstand zu 0 wird durch
die Spektralbreite der Kurve 20 bestimmt,
- – Wenn
die Spektralbreite des durch die Grundfläche rückgestreuten Lichts Kurve 22 entspricht,
findet sich diese Grundfläche
unter dem Punkt O auf der Achse Y und die Spektralbreite des rückgestreuten
Lichts bestimmt seinen Abstand im Hinblick auf Punkt O.
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In
der Praxis kann diese Abstaffelung der Schnittpunkte unterschiedlicher
Strahlen entlang der Achse Y sehr leicht erhalten werden, indem
man eine Linse verwendet, deren Chromatismus oder Färbung nicht
korrigiert wird, wobei die chromatische Linse erlaubt, die unterschiedlichen
Strahlen zwischen Punkten zu fokussieren, die entlang der Achse
in der Reihenfolge der Wellenlänge
verteilt sind.
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Gemäß der Erfindung
verwendet man die schematisch in 5 dargestellte
Beleuchtungsart für
die Erfassung nicht nur des Abstands einer Grundfläche in Bezug
auf einen Punkt O auf der Achse Y, sondern von Abständen in
Bezug auf die Achse Z von Punkten, die ein Profil in der Ebene YZ
der beobachteten Oberfläche
S bilden.
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Man
verwendet ebene Lichtfelder 24, die unterschiedliche Wellenlängen und
unterschiedliche Orientierungen haben, von denen eine (die zum Beispiel
die zentrale Wellenlänge
der Beleuchtung aufweist) durch die Achse Y und die Achse Z geht
und von denen die anderen parallel zur Achse Z sind und dieses Feld
gemäß Linien 26 schneidet,
die parallel zur Achse Z sind und entlang der Achse Y in der Reihenfolge
von Wellenlängen
der Beleuchtung gestaffelt sind.
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Beim
Erfassen des Lichts, das durch die beobachtete Fläche zurück gestreut
wird, in der Ebene YZ kann man nicht nur einen Abstand erfassen,
der einer Position einer Grundfläche
auf der Achse Y entspricht, sondern ein Profil von Punkten, die
einem Schnitt der beobachteten Fläche und Ebene YZ entsprechen.
Durch Relativverschiebung dieser Oberfläche entlang der Achse X kann
man eine Vielzahl von Profilen der beobachteten Oberflächen erfassen
und sehr schnell die Koordinaten der Punkte dieser Oberfläche im Raum
XYZ abtasten.
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6 zeigt
schematisch eine bevorzugte Ausführungsform
einer Vorrichtung, die im Wesentlichen Mittel 30 zur Beleuchtung
der Oberfläche
S eines Gegenstands 32, ein Objektiv 34 zur Konvergenz der
Beleuchtung auf der Oberfläche
S, zur Aufnahme des durch die Oberfläche S rückgestreuten Lichts und zur
Bildung eines Abbilds auf Mittel 36 zur Spektralanalyse,
die ein Dispersionselement und geeignete Fotoempfänger 38 umfassen,
und Mittel 40 zur Informationsverarbeitung umfasst, die
die Fotoempfänger 39 mittels
einer geeigneten Schnittstelle steuern und die Abstände von
Punkten auf der Oberfläche
S in Bezug auf eine Referenzebene liefern, die im rechten Winkel
zur gemeinsamen Achse Y der Beleuchtung und der Aufnahme des Lichts
ist.
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Weiter
im Detail umfassen die Beleuchtungsmittel 30 eine Lichtquelle 42,
die einen Lichtstrahl bestimmter Spektralbreite generiert, der über ein
Diaphragma oder einen Schlitz 44 und eine Linse 46 gelangt,
um auf ein spektrales Dispersionselement 48 zu gelangen
wie zum Beispiel ein Prisma, ein Netz oder eine holographische Linse.
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Der
das Element 48 verlassende Strahl gelangt durch eine Sammellinse 50 und
wird durch einen Spiegel 52 auf eine halbtransparente Klinge 54 weitergeleitet,
die dem Objektiv 34 zugeordnet ist und den Beleuchtungsstrahl
in Richtung auf die Oberfläche
S über
die Vorderlinse des Objektivs 34 weiterleitet.
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Das
durch die Oberfläche
S des Objekts 32 rückgestreute
Licht wird durch das Objektiv 34 in der Richtung der Achse
Y eingefangen und an Mittel 36 zur Spektralanalyse unter
Zwischenschaltung eines Diaphragmas oder einer Maske, in die ein
Loch oder ein Spalt gebohrt ist, übermittelt, die es gestattet,
auf dem Mittel 36 zur Spektralanalyse das Bild einer Grundfläche oder
quasi punktuell der Oberfläche
S oder eines Profils dieser Oberfläche zu bilden.
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Wenn
das Diaphragma 44 der Beleuchtungsmittel 30 einen
Beleuchtungsstrahl mit im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt bildet und
wenn das Diaphragma oder die Maske 56 gleichermaßen eine kreisförmige Öffnung zum
Lichtdurchtritt aufweist, verschiebt das Dispersionselement 58 der
Mittel 36 zur Spektralanalyse die Lichtstrahlen als Funktion
ihrer Wellenlänge
in der Richtung der Achse X im rechten Winkel zur Achse Y und aufgenommen
in der Ebene des Musters oder der Zeichnung. Die Fotoempfangsmittel 38 können durch
eine lineare Leiste von Fotodetektoren gebildet sein, die in einer
Linie parallel zur Achse X liegen, so dass das Ausgangssignal eines
Fotodetektors der Leiste einer bestimmten Wellenlänge entspricht.
Die Ausgangssignale der Fotodetektoren 38, die durch die
Mittel 40 bearbeitet werden, erlauben unmittelbar die Spektralbreite
zu erhalten und die zentrale Wellenlänge des durch eine Grundfläche der
Oberfläche
S des Objekts 32 rückgestreuten
Lichts zu erhalten und damit den Abstand dieser Grundfläche in Bezug
auf eine Referenzebene im rechten Winkel zur Achse Y, in dem sie
eine vorherige Eichung einer Vorrichtung mittelt, um es zu ermöglichen,
Kalibrierungstabellen zu erhalten, die im Speicher der Mittel 40 zur
Informationsverarbeitung registriert sind.
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Die
Mittel 40 können
gleichermaßen
zur Steuerung einer Relativverschiebung der Oberfläche S und/oder
der Maske oder des Diaphragmas 56 in einer Ebene im rechten
Winkel zur Achse Y zur Beobachtung aller Grundflächen verwendet werden, die die
Oberfläche
S zusammen bilden.
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Im
Beispiel, das hier beschrieben wird, liefert die Lichtquelle 42 ein
kontinuierliches Lichtspektrum, bei dem die Spektralkomponenten
kontinuierlich durch das Dispersionselement 48 zur Bildung
der vorgenannten Lichtstrahlen 10 so verschoben sind, dass
sie die Frontlinsen des Objektivs 34 auf der Achse Y in
der Nachbarschaft der Oberfläche
S konvergieren lassen.
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Wenn
alternativ die erforderliche Anzahl der Lichtstrahlen, die unterschiedliche
Wellenlängen
und unterschiedliche Richtungen haben, relativ gering ist, kann
man die polychromatische Lichtquelle 42 und die Mittel 48 zur
spektralen Dispersion durch mehrere im Wesentlichen monochromatische
Lichtquellen oder Lichtquellen mit einer geringen Spektralbreite ersetzen,
die unmittelbar die verschiedenen Strahlen liefern, die die unterschiedliche
Wellenlängen
haben.
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In
einer Variante, die es erlaubt die schematisch in 5 dargestellte
Beleuchtungsart zu erhalten, weist das Diaphragma 44 einen
schmalen Schlitz zum Lichtdurchtritt auf, der in einer Richtung
gestreckt ist, die im rechten Winkel zur Ebene des Musters oder
der Zeichnung ist, und ebenso weist das Diaphragma oder die Maske 56 einen
schmalen Spalt zum Lichtdurchtritt auf, der sich im rechten Winkel zum
Zeichenplan erstreckt.
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Die
Lichtempfangsmittel 38 weisen nun eine Matrix an Fotodetektoren
auf, die in Reihen und in Spalten angeordnet sind, parallel zu den
Achsen X bzw. Z (wobei die Achse Z im rechten Winkel zur Zeichnungsebene
ist) Die Mittel 36 zur Spektralanalyse können in
diesem Fall als Schlitzbildspektrometer ausgebildet sein, zugeordnet
einer Matrix von Fotodetektoren.
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Die
Fototdetektionsmittel 38 können auch als eine lineare
Dreierleiste (der Art TRICCD, zum Beispiel) ausgebildet sein, die
eine Messung und einen Vergleich des Lichtstroms in drei Grundfarben
des sichtbaren Spektrums erlaubt.
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Wenn
die Mittel 38 eine Matrix aus Fotodetektoren umfassen,
die in der Ebene ZX platziert ist, kann man gleichzeitig ein Bündel von
Lichtspektren erfassen, die nach Verarbeitung durch die Mittel 40 ein
Profil liefern, die eine Menge von Punkten bildet, die einem Schnitt
der Oberfläche
S durch die Ebene YX entspricht. Es genügt dann eine Relativverschiebung
der Oberfläche
S zum Beispiel durch Verschiebung entlang der Achse X, um eine Gesamtheit
an Profilen zu erfassen, die die Oberfläche S bilden, wobei diese Erfassung
schnell sein kann. Alternativ kann die Relativverschiebung der Oberfläche S eine Rotation
um die Achse Y oder eine Achse sein, die in der Ebene YZ enthalten
ist. Die Kenntnis der Relativposition Oberfläche S-Vorrichtung erlaubt durch
Koordinatentransformation die Koordinaten im selben Punktkoordinatensystem
jedes erfassten Profils zu erhalten.
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Es
ist in einer vorausgehenden Phase wünschenswert, die Oberfläche durch
einen Strahl zu beleuchten, in dem alle Spektralkomponenten der
Beleuchtung gemischt (und nicht mehr verstreut) sind. Das lässt sich
zum Beispiel auf einfache Weise dadurch machen, dass man den durch
die Quelle 42 generierten Lichtstrahl nicht durch die Dispersionsmittel 48 gelangen
lässt.
In diesem Fall wird das durch die Oberfläche S rückgestreute Licht eingefangen
und übermittelt,
wie es an den Fotodetektoren 38 eingeht, wobei die Ausgangssignale
Referenzsignale liefern, die in den Mitteln 40 zur Informationsverarbeitung
gespeichert werden, um die Messungen unempfindlich auf Variationen
von Spektralantworten der Oberfläche
S (infolge der Farbe und von Variationen der Farbe dieser Oberfläche) und
auch auf Langzeitvariationen der Beleuchtungsmittel zu machen.
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Kalibrierungstabellen,
erhalten durch Verschiebung eines Objekts bekannter Form, und Speicherung
der an verschiedenen Punkten entlang der Achse Y erhaltenen Signale,
erlauben die Abstände von
Punkten von der Oberfläche
eines Objekts an Hand von Informationen von Wellenlänge und
durch die Fotoempfänger 38 gelieferter
Spektralbreite zu bestimmen.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung weisen die Beleuchtungsmittel 30 eine Bogenlampe oder
eine Halogenlampe auf, die zwischen einem Sammelspiegel und einem
Kondensor platziert ist und über
den Eintrittsschlitz 44 ein Diffraktionsnetz beleuchtet,
zum Beispiel ein sphärisches
holographisches Netz auf ebenem Feld.
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Die
Mittel zur Analyse 36 weisen dieselbe Art von Diffraktionsnetz
auf, das den Fotoempfängern CCD
zugeordnet ist.
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Das
Objektiv 34 bildet das Bild des durch die Mittel 36 gelieferten
Spektrums und das weiße
Bild des Netzes 48 im Messraum ab, wobei die Bilder dieselbe
Höhe haben
und den Messraum begrenzen. Diese Ausführungsform erlaubt die Messung
von Profilen, die eine Länge
im Bereich von 20 mm mit einer nutzbaren Feldtiefe im Bereich von
30 mm haben. Mit einer Standard CCD-Kamera werden die Profile mit
einer Auflösung
von ungefähr
40 μm bemustert.
Die Messgenauigkeit des Abstands jedes Punkts ist im Bereich von
1 μm.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Beleuchtungsmittel dieser Vorrichtung ist in 7 dargestellt
(der Einfachheit halber sind der Umlenkspiegel 52 und die
halbtransparente Klinge 54 nicht dargestellt). In dieser
Ausführungsform
ist die Linse 46 eine Linse oder ein chromatisches optisches
System, bei dem der Brennweitenabstand kontinuierlich mit der Wellenlänge variiert,
und das Dispersionselement 48 der 6 ist weggelassen.
Die unterschiedlichen Wellenlänge
der Lichtstrahlen der Beleuchtung, die durch den Schlitz der Maske
oder des Diaphragmas 44 gelangen, sind in unterschiedlichen Punkten
auf der Beleuchtungsachse fokussiert, wie es schematisch in 7 illustriert
ist, wobei die durchgezogenen Striche B die Fokussierung von Wellenlängen darstellen,
die Blau entsprechen, und die gestrichelten Linien R die Fokussierung
von Wellenlängen
darstellen, die Rot entsprechen, wobei der Abstand zwischen den
Punkten der Fokussierung von extremen Wellenlängen der Beleuchtung der nutzbaren
Feldtiefe entsprechen.
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Um
effizient zu sein, muss das durch die Linse 46 schematisierte
chromatische optische System eine starke Öffnung haben und eine gute
monochromatische Bildqualität bewahren.
In der Praxis kann dies zur Konsequenz haben, dass die nutzbare
Feldtiefe beschränkt
wird.
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Die
Erfindung schlägt
zudem vor, ein optisches System 60, zum Beispiel ein afokales,
zur Vergrößerung G
dem optischen System 46 zuzuordnen, was zum Effekt hat,
dass die Feldtiefe mit G2 multipliziert
wird (wobei G zum Beispiel gleich 4 ist). Die Linsen dieses optischen
Systems haben geringe Durchmesser beschränkt auf die Dimension der zu beleuchtende
Zone auf der vorgenannten Oberfläche S.
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Gegebenenfalls
ist das afokale System 60 durch die Linse 50 und
das Objektiv 34 der Ausführungsform der 6 gebildet.
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Wenn
eine große
spektrale Diskriminierung oder Unterscheidung erforderlich ist,
kann man vorteilhafterweise eine Maske 62 nach der Linse 46 auf der
optischen Achse anordnen, wobei sich diese Maske zum Beispiel parallel
zum Beleuchtungsspalt erstreckt. Die Maske 62 erlaubt eine
Abdeckung der zentralen Lichtstrahlen, wodurch eine zu beträchtliche
chromatische Mischung in der Beleuchtung der Oberfläche S vermieden
wird.
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In
dieser bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung und wenn die Materialien der chromatischen Linse 46 und
des Dispersionselements 58 der Mittel zur Analyse 36 dieselben
spektralen Trenneigenschaften haben, genügt es, die zentrale Wellenlänge des
durch einen Punkt der Oberfläche
S zurückgestreuten
Lichts zu kennen, um die Position dieses Punkts im Hinblick auf
die Referenzebene zu bestimmen, und es ist nicht erforderlich, die
Spektralbreite dieses Lichts zu messen (wobei die vorgenannte zentrale
Wellenlänge
die ist, für
die die Lichtintensität
maximal ist). Die Ausgangssignale von Fotodetektoren 38 erlauben
dann eine unmittelbare Bestimmung dieser zentralen Wellenlängen.
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Mangels
dessen kann sich die Analyse auf die Bestimmung der zentralen Wellenlänge und
der Breite des zurückgestreuten
Lichts abstützen.