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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Werkstückformmeßverfahren und eine Werkstückmeßvorrichtung
sowie eine Koordinatenmeßmaschine,
insbesondere ein Werkstückformmeßverfahren
und eine Werkstückmeßvorrichtung
sowie eine Koordinatenmeßmaschine,
die in der Lage sind, die Form und Abmessungen eines durch eine
Werkzeugmaschine, zum Beispiel ein Bearbeitungszentrum, bearbeiteten Werkstücks, unmittelbar
nach der Bearbeitung durch eine Koordinatenmeßmaschine, zum Beispiel eine Drei-Koordinaten-Meßmaschine,
zu messen, um den Fertigungsstraßentakt, einschließlich der
Messung, zu verkürzen
und dann die Rückführung der
Meßdaten
sofort auszuführen.
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Üblicherweise
weist eine Bearbeitungsstraße
eine Vielzahl von Bearbeitungszentren (nachstehend auch als "BZ" bezeichnet) 20 und
eine Ladeförderbahn 40 auf,
an der die Bearbeitungszentren 20 angeschlossen sind, wie
es beispielsweise in 13 dargestellt ist, und ferner
weist sie dreidimensionale Koordinatenmeßmaschinen (nachstehend auch
als "KMM" bezeichnet) 50 auf.
Die dreidimensionale Koordinatenmeßmaschine 50 ist in
der gleichen Reihe wie das Bearbeitungszentrum 20 als eine
Station der Bearbeitungsstraße
angeordnet.
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Das
durch eines der Bearbeitungszentren 20 bearbeitete Werkstück wird
daher im nächsten
Schritt durch die dreidimensionale Koordinatenmeßmaschine 50 gemäß den folgenden
Prozessen bearbeitet:
- i) Bearbeitung des Werkstücks durch
das Bearbeitungszentrum 20.
- ii) Beförderung
des Werkstücks
zur dreidimensionalen Koordinatenmeßmaschine 50 durch
die Ladeförderbahn 40.
- iii) Messung des Werkstücks
durch die dreidimensionale Koordinatenmeßmaschine 50 und dann Rückführung der
Meßdaten
ins Bearbeitungszentrum 20 auf gelegentliche Abrufe hin.
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Von
den Prozessen i) bis iii) schließt der Förderprozeß ii) durch die Ladeförderbahn 40 im
einzelnen die Prozesse Entnahme, Beförderung und Laden des Werkstücks ein,
was erhebliche Zeit erfordert. Dies bildet ein Hindernis zur Verkürzung des
gesamten Fertigungsstraßentakts,
und zwar trotz einer Beschleunigung des Bearbeitungsprozesses i)
und des Meßprozesses
iii).
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In
der US-Patentschrift 4473883 ist eine derartige bekannte Vorrichtung
beschrieben, bei der ein Fördersystem
Paletten zwischen Stationen befördert, an
denen das Werkstück
jeweils bearbeitet und gemessen wird.
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In
der
DE 3417741 A1 ist
ebenfalls eine Meßvorrichtung
und in der
GB 2108715
A ein Bearbeitungszentrum beschrieben.
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Die
vorliegende Erfindung wurde zur Lösung der obigen herkömmlichen
Probleme gemacht. Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
ein Werkstückformmeßverfahren
und eine Werkstückmeßvorrichtung
anzugeben, die in der Lage sind, den Fertigungsstraßentakt,
einschließlich
der Messung, zu verkürzen
und dann sofort die Meßdaten
aus einer Koordinatenmeßmaschine
in eine Werkzeugmaschine zurückzuführen.
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Um
das erwähnte
Ziel zu erreichen, besteht die vorliegende Erfindung in einem Werkstückmeßverfahren,
bei dem folgende Schritte ausgeführt
werden:
es wird ein Werkstück
in einer Warteposition auf einem Wechsler angeordnet;
der Wechsler
wird bewegt, um das Werkstück
in oder in der Nähe
einer Bearbeitungsposition anzuordnen;
das Werkstück wird
mittels einer Werkzeugmaschine bearbeitet;
der Wechsler wird
bewegt, um das Werkstück
in die Warteposition zurückzubringen;
danach
wird ein Taststift einer Koordinatenmeßmaschine dicht an das Werkstück in der
Warteposition gebracht und dann
werden die Formen und Abmessungen
des Werkstücks
in der Warteposition gemessen.
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Vorzugsweise
ist die Richtung der Bewegung des Taststifts der Koordinatenmeßmaschine zum
Werkstück
die gleiche wie die eines Werkzeugs der Werkzeugmaschine, das sich
zum Werkstück
bewegt, so daß es
möglich
ist, das Werkstück
im gleichen Zustand (postiert, gestützt, eingespannt usw.) zu messen,
den es in der Werkzeugmaschine einnimmt, was eine sehr genaue Messung
ergibt.
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Vorzugsweise
sind die Richtung des Werkzeugs der Werkzeugmaschine, das sich zum
Werkstück
bewegt, und die des Tasters der Koordinatenmeßmaschine, der sich zum Werkstück bewegt,
beide horizontal, was die Einrichtung der Werkzeugmaschine und der
Koordinatenmeßmaschine
erleichtert.
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Ferner
ist die Koordinatenmeßmaschine
vorzugsweise in der Lage, in eine solche Position auszuweichen,
in der die Koordinatenmeßmaschine
das Werkstück
nicht an einer Bewegung hindert, was eine sehr genaue Messung ermöglicht,
ohne die Spindel und den Taststift der Koordinatenmeßmaschine übermäßig lang
auszubilden und die Abmessungen der Koordinatenmeßmaschine
zu vergrößern.
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Um
das erwähnte
Ziel zu erreichen, besteht die vorliegende Erfindung ferner in einer
Werkstückmeßvorrichtung,
die aufweist:
einen Wechsler, durch den ein Werkstück aus einer Warteposition
in eine Position, die sich in oder nahebei einer Bearbeitungsposition
befindet, und zurück in
die Warteposition bewegbar ist; und eine Koordinatenmeßmaschine
zum Verschieben eines Taststifts der Koordinatenmeßmaschine
bis dicht an das Werkstück
in der Warteposition, um dadurch die Form und Abmessungen des Werkstücks nach
der Bearbeitung des Werkstücks
mit einer Werkzeugmaschine zu messen, wenn sich das Werkstück in der
Bearbeitungsposition befindet.
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Vorzugsweise
weist die Werkstückmeßvorrichtung
ferner ein Ausweichmittel auf, durch das bewirkt werden kann, daß die Koordinatenmeßmaschine
in eine solche Position ausweicht, in der die Koordinatenmeßmaschine
das Werkstück
nicht an einer Bewegung hindert.
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Das
Ausweichmittel ist in der Lage zu bewirken, daß die Koordinatenmeßmaschine
in Form einer linearen Bewegung ausweicht.
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Alternativ
ist das Ausweichmittel in der Lage zu bewirken, daß die Koordinatenmeßmaschine
in Form einer Drehbewegung ausweicht. Dies erfordert nur wenig Raum
zum Ausweichen.
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Ferner
ist erfindungsgemäß eine Koordinatenmeßmaschine
vorgesehen, die in der Nähe
einer Werkzeugmaschine angeordnet ist, um ihren Taster dicht an
das Werkstück
heranzubringen, das von der Werkzeugmaschine bearbeitet wurde, wobei
sie sich in einer Warteposition befindet, um die Form und Abmessungen
des Werkstücks
zu messen, was es ermöglicht,
die Koordinatenmeßmaschine
auf einfache Weise in einer Bearbeitungsstraße zu installieren.
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Ferner
sind die Werkzeugmaschine und die Koordinatenmeßmaschine so ausgebildet, daß sie gegenseitig
ein Meßfreigabesignal
und ein Meßabschlußsignal
austauschen, die sich beide auf die Bewegung des Werkstücks durch
den Wechsler beziehen. Dadurch wird erreicht, daß die Werkzeugmaschine und
die Koordinatenmeßmaschine
sicher betreibbar sind.
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Vorzugsweise
verläßt die Koordinatenmeßmaschine
eine Ausweichposition, nachdem sie ein Signal, das einen Wechselbewegungsabschluß signalisiert,
von der Werk zeugmaschine erhalten hat, und daß der Wechsler das Bewegen
des Werkstücks beginnt,
nachdem er ein Signal erhalten hat, das einen Abschluß der Ausweichbewegung
der Koordinatenmeßmaschine
signalisiert.
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Die
Werkstückformmeßvorrichtung
weist ferner vorzugsweise ein Mittel zum Drehen des Werkstücks auf,
das in eine Meßposition
gebracht worden ist, in der es auf allen Flächen oder mehrseitig gemessen
werden kann.
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Erfindungsgemäß können die
Formen und Abmessungen des Werkstücks, das von der Werkzeugmaschine
bearbeitet wurde, sofort nach der Bearbeitung gemessen werden, so
daß der
Fertigungsstraßentakt,
einschließlich
der Messung, verkürzt und
die Rückführung der
Meßdaten
von der Koordinatenmeßmaschine
zur Werkzeugmaschine beschleunigt wird. Ferner kann die Koordinatenmeßmaschine,
die üblicherweise
in einem Probeninspektionsprozeß oder
einem Endprozeß benutzt
werden muß,
in einem Zwischenprozeß zwischen
den Werkzeugmaschinen benutzt werden, was es ermöglicht, die Messung in der
Straße
auf ideale Weise auszuführen,
und dann können
das Bearbeiten und das Messen parallel ausgeführt werden, so daß ein echter
Fehler der Werkzeugmaschine ausgeschlossen werden kann, was die
Rückführung eines
optimalen Wertes ermöglicht.
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Diese
und andere neue Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden in der folgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
erwähnt
oder aus dieser ersichtlich.
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Darüber hinaus
ist – als
relevant für
vorliegende Erfindung – in
der US-Patentschrift 3800422 beschrieben, daß eine dreidimensionale Koordinatenmeßmaschine
eine Spindel zusammen mit einer vertikalen Welle drehen kann, und
ferner in der US-Patentschrift 3823482 beschrieben, daß nur ein Taststift
einer Koordinatenmeßmaschine
drehbar ist. Beide US-Patentschriften offenbaren jedoch nicht die Integration
der dreidimensionalen Koordinatenmeßmaschine in einer Werkzeugmaschine.
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Die
bevorzugten Ausführungsformen
werden nachstehend anhand der Zeichnungen beschrieben, wobei die
Figuren gleicher Ausführungsformen
mit gleichen Bezugszahlen versehen sind. In den Zeichnungen stellen
dar:
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1 eine
Vorderansicht einer dreidimensionalen Koordinatenmeßmaschine
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, einschließlich eines Bearbeitungszentrums,
zur Erläuterung
ihrer Anordnung,
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2 eine
Draufsicht auf die Anordnung,
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3 eine
perspektivische Ansicht der Anordnung,
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4 eine
schematische perspektivische Ansicht des Bearbeitungszentrums,
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5 eine
schematische perspektivische Ansicht eines automatischen Palettenwechslers,
der auf dem Bearbeitungszentrum angeordnet ist,
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6 ein
Blockschaltbild des Systemaufbaus der ersten Ausführungsform,
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7 ein
Ablaufdiagramm von Meßprozeduren
bei der ersten Ausführungsform,
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8 eine
Draufsicht auf den automatischen Palettenwechsler der ersten Ausführungsform
zur Erläuterung
seiner Wirkungsweise,
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9 eine
Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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10 eine
Draufsicht auf die Ausführungsform
nach 9,
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11 eine
Vorderansicht einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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12 eine
Draufsicht auf die Ausführungsform
nach 11 und
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13 eine
schematische Darstellung eines Beispiels einer herkömmlichen
Bearbeitungsstraße mit
einer dreidimensionalen Koordinatenmeßmaschine.
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Nachstehend
wird eine erste Ausführungsform
der Erfindung anhand einer in 1 dargestellten
Vorderansicht, einer in 2 dargestellten Draufsicht und
einer in 3 dargestellten perspektivischen
Ansicht beschrieben.
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Nach
den 1 bis 3 ist in der Nähe eines
Bearbeitungszentrums, zum Beispiel eines Horizontal-Bearbeitungszentrums
(BZ) 20, das beispielhaft in 4 dargestellt
ist, eine dreidimensionale Horizontal-Koordinatenmeßmaschine (KMM) 50 angeordnet.
Das Bearbeitungszentrum 20 hat eine horizontale Hauptspindel 22 und
die dreidimensionale Koordinatenmeßmaschine 50 eine
horizontal bewegliche Spindel 54, an der ein Taststift 52 angebracht ist.
Ein Werkstück 10 (siehe 4)
wird in eine Warteposition bewegt, nachdem es durch das Bearbeitungszentrum 20 bearbeitet
worden ist, wo die Form des Werkstücks 10 durch den Taststift 52 der
KMM gemessen wird, wobei er dicht an das Werkstück 10 herangefahren
worden ist.
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In
den Zeichnungen bezeichnet die Bezugszahl 21 eine Bodenplatte
des BZ 20, 22 eine Hauptspindel, an der ein Schneidwerkzeug
angebracht ist, zum Beispiel ein Bohrer, ein Stirnfräser und
ein Gewindeschneider, um das Werkstück 10 zu bearbeiten, das
sich in Richtung Zm einer Z-Achse des BZ 20 bewegt, 23 ein
Bearbeitungsindex(Rotations-)Mechanismus zum Drehen des Werkstücks 10 um
einen vorbestimmten Winkel in der Bearbeitungsposition, 26 ein
automatischer Zwei-Positions-Palettenwechsler (nachstehend auch
als "APW" bezeichnet) und 29 eine
Bodenplatte des APW 26. Der APW 26 weist eine
Platte 28 zum Drehen des Werkstücks 10 auf, das von
einer (nicht dargestellten) Ladeförderbahn abgenommen und auf
diese aus dem APW abgelegt und auf einer Palette 12 angeordnet
wird, wie es durch den Pfeil R in 5 dargestellt
ist, um das Werkstück 10 zwischen
einer in 2 unteren Warteposition und
einer in 2 oberen Bearbeitungsposition
zu bewegen.
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Eine
Trennplatte 30 wird auf gelegentliche Anforderungen hin
aufrecht zwischen der Bearbeitungsposition und der Warteposition
angeordnet, um zu verhindern, daß Späne und Öl während der Bearbeitung wegfliegen.
Die Bezugszahl 54 bezeichnet eine Spindel der KMM 50,
die Bezugszahl 56 eine Bodenplatte der KMM 50,
die Bezugszahl 58 eine Z-Achsen-Abdeckung, die einen in
Richtung der Z-Achse beweglichen Mechanismus zum Bewegen der Spindel 54 in
horizontaler Z-Richtung abdeckt, die Bezugszahl 60 eine
Y-Achsen-Abdeckung zum Abdecken eines Y-Achsen-Richtungs-Bewegungsmechanismus
zum Bewegen des Z-Achsen-Richtungs-Bewegungsmechanismus 58 in
einer vertikalen Y-Achsen-Richtung und 62 eine X-Achsen-Abdeckung zum Abdecken
eines X-Achsen-Richtungs-Bewegungsmechanismus
zum Bewegen des Y-Achsen-Richtungs-Bewegungsmechanismus 60 in
einer horizontalen Y-Achsen-Richtung
senkrecht zur Zeichnungsebene der 1 (siehe 2).
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6 stellt
ein System der ersten Ausführungsform
dar, bei dem verschiedene Kommunikationsarten, einschließlich der
Rückführung von
Meßdaten,
zwischen einem NC-Regler 70 (einem numerisch gesteuerten
Regler) auf einer Seite des BZ 20 und eine programmierbare
Steuerung (nachstehend auch als PLC bezeichnet) 72 auf
einer Seite der KMM 50 ausgeführt werden. Eine Anweisung
der PLC 72 veranlaßt
eine Antriebssteuerung 78 und einen Datenprozessor 76 zur
gegenseitigen Übertragung
von Daten, wobei die Antriebssteuerung 78 Aktuatoren 74A, 74B, 74C,
zum Beispiel Einspannvorrichtungen, und einen Hauptkörper der
KMM 50 steuert.
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Wenn
der NC-Regler 70 beispielsweise eine APW-Drehungsabschlußanweisung
an die KMM 50 überträgt, führt die
KMM 50 die Messung aus. Genauer gesagt, immer wenn die
Messung auf der einen Seitenfläche
des Werkstücks 10 abgeschlossen ist,
wird das Werkstück 10 durch
den Meßindexmechanismus 24 um
einen optionalen Winkel, zum Beispiel 90°, gedreht (Umdrehungen um seine
Achse), und dann wird die nächste
Seitenfläche
des Werkstücks 10 gemessen.
Auf diese Weise werden, durch Wiederholung der Drehung um beispielsweise
90° und
der Messung, alle Seitenflächen
des zu messenden Werkstücks 10 gemessen.
Nach Beendigung der Messung überträgt die KMM 50 eine
Werkstück-
oder Palettenförderanweisung
an den NC-Regler 70,
und dann wird das Werkstück,
nachdem es gemessen worden ist, herausgenommen und auf die Ladeförderbahn 40 gebracht,
woraufhin das nächste
Werkstück 10 von
der Ladeförderbahn 40 aus
in die Warteposition gebracht wird.
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Die
nächsten
Meßprozeduren
werden unter Bezugnahme auf 7 beschrieben.
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Nach 7 wird
in einem Schritt 100 das als nächstes auf dem BZ 20 gemäß 8 zu
bearbeitende Werkstück 10 in
einen Abschnitt A der Platte 28 des APW 26 übergeben,
der in diesem Augenblick auf einer Seite der Ladeförderbahn 40 angeordnet ist.
Danach wird die Platte 28 des APW 26 in einem Schritt 120 um
180° gedreht,
wie es durch den Pfeil R dargestellt ist, und das Werkstück 10 auf
dem Abschnitt A angeordnet, der dann gedreht wird, so daß er die
Bearbeitungsposition einnimmt (d.h. auf einer Seite des BZ 20)
und durch das BZ 20 im Schritt 130 bearbeitet.
Parallel mit dieser Bearbeitung wird das Werkstück 10 als nächstes von
der Ladeförderbahn 40 aus
auf einen Abschnitt B ausgegeben, der sich in der Warteposition
befindet (z.B. auf einer Seite der Ladeförderbahn 40), und
zwar während
des Bearbeitungsschritts 132.
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Im
Schritt 140 dauert der Wartezustand so lange, bis sowohl
der Abschluß der
Bearbeitung als auch der Abschluß der nächsten Werkstückeingabe bestätigt worden
sind. Wenn dann die Bestätigung erfolgt,
wird die Platte 28 des APW 26 im Schritt 150 um
180° gedreht.
Die Drehung der Platte 28 des APW 26 bewirkt,
daß das
Werkstück 10 in
die Bearbeitungsposition bewegt wird, in der das Werkstück 10 im
Schritt 160 durch das BZ 20 bearbeitet wird. Andererseits
mißt die
KMM 50 alle Seitenflächen
des Werkstücks 10,
das in den Abschnitt A befördert
worden ist, der sich in die Warteposition zurückdreht, wenn die Bearbeitung
abgeschlossen ist, während die
90°-Drehung
durch den Meßindexmechanismus 94 und
die Messung im Schritt 162 wiederholt wird. Das bearbeitete
Werkstück 10 wird
dann im Schritt 164 auf die Ladeförderbahn 40 ausgegeben,
und dann wird das nächste
Werkstück 10 im
Schritt 166 aus der Ladeförderbahn 40 in die
Warteposition gebracht.
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Im
Schritt 170 wird der Wartezustand so lange fortgesetzt,
bis sowohl die Bearbeitung als auch die Eingabe des nächsten Werkstücks als
abgeschlossen bestätigt
wird. Dann wird die Platte 28 des APW 26 im Schritt 180 erneut
um 180° gedreht,
gefolgt von einer Rückkehr
zum Schritt 130, in dem das Werkstück 10 auf dem Abschnitt
A angeordnet wird, der in die Bearbeitungsposition gedreht wird,
so daß das
Werkstück 10 durch
das BZ 20 be arbeitet wird. Andererseits mißt die KMM 50 alle
Seitenflächen
des Werkstücks 10,
das im Schritt 192 in den Abschnitt B gebracht wird, der
im Schritt 180 nach Abschluß der Bearbeitung durch Drehung
des APW in die Bearbeitungsposition zurückkehrt. Das auf allen Seitenflächen bearbeitete
Werkstück 10 wird
im Schritt 194 auf die Ladeförderbahn 40 ausgegeben,
gefolgt von einer Rückkehr
in den Schritt 132, in dem das nächste Werkstück aus der
Ladeförderbahn 40 in
die Warteposition des APW 26 übergeben wird.
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Danach
werden die Schritte 130 bis 194 wiederholt.
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Auf
diese Weise kann das Werkstück
in einem Meßbereich
(einer Warteposition) gleichzeitig während der Bearbeitung des anderen
Werkstücks 10 in
einem Bearbeitungsbereich (Bearbeitungsposition) des BZ 20,
das den APW 26 aufweist, gemessen werden. Dies bewirkt,
daß die
jeweiligen Arbeiten des BZ 20 und der KMM 50 mit
erhöhter
Geschwindigkeit ausgeführt
werden. Darüber
hinaus wird die KMM 50 unter Berücksichtigung der Drehung der APW 26 in
eine sichere Position gebracht, in der die KMM 50 den APW 26 nicht
stört,
so daß der
Bewegungsbereich in Richtung der Z-Achse vergrößert wird. Dies hat jedoch
zur Folge, daß die
KMM 50 und der APW 26 voneinander entfernt sind
und die Z-Achse verlängert
wird, wobei sich die Spindel durchbiegt usw., was einen Nachteil
hinsichtlich der Genauigkeit bedeutet.
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Daher
sind bei einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung, die in 9 in Vorderansicht und in 10 in
Draufsicht dargestellt ist, Schienen 80 auf einer Bodenplatte 32 der
KMM 50 angeordnet, die auch zum BZ 20 gehört, so daß der Hauptkörper der
KMM geradlinig in eine Ausweichposition ausweichen kann.
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Bei
dem zweiten Ausführungsbeispiel
kann die KMM 50, die schwer ist, sicher ausweichen.
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Darüber hinaus
kann die gesamte KMM 50 bei dem zweiten Ausführungsbeispiel
bewegt werden, was den Antriebsmechanismus vergrößert, der den erforderlichen
Unterbringungsraum vergrößert. Daher
kann der Hauptkörper
der KMM 50 bei einer dritten Ausführungsform der Erfindung, die
in 11 in Vorderansicht und in 12 in
Draufsicht dargestellt ist, durch Drehung auf Schienen 84 um
eine vertikale Achse 82 auf die Seite des BZ 20 ausweichen, wie
es durch den Pfeil B dargestellt ist.
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Diese
Ausführungsform
ermöglicht
eine sichere Ausweichbewegung und erfordert nur einen kleinen Unterbringungsraum
im Vergleich zu der zweiten Ausführungsform.
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Bei
obigen Ausführungsformen
sind die Bewegungsrichtung (Zm-Richtung) des Werkstücks 10 relativ
zum Schneidwerkzeug während
des Schneidens und die Bewegungsrichtung (Z-Achsen-Richtung) des
Taststifts 52 beide horizontal, so daß eine Messung mit hoher Genauigkeit
und eine leichte Anordnung möglich
sind. Darüber
hinaus sind das Bearbeitungszentrum und die dreidimensionale Koordinatenmeßmaschine
jeweils nicht auf einen Horizontal-Typ beschränkt.
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Darüber hinaus
ist der APW 26 ein Zwei-Positions-Drehtyp, doch kann die Erfindung auch
bei einer anderen Werkzeugmaschine als einem Bearbeitungszentrum
ange wandt werden, die einen APW vom Drei-Positions-Drehtyp aufweist,
bei dem die Bearbeitungsposition und zwei Wartepositionen in gleichen
Winkelabständen
liegen und die Wartepositionen durch ein anderes Verfahren als durch
Drehung gewechselt werden können.
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Ferner
wird die Erfindung bei obigen Ausführungsformen zwar bei der dreidimensionalen
Koordinatenmeßmaschine
angewandt, doch ist es offensichtlich, daß die Anwendung der Erfindung
nicht auf diese Ausführungsformen
beschränkt
ist, sondern auch in ähnlicher
Weise bei einer Koordinatenmeßmaschine
angewandt werden kann, die die Form eines dreidimensionalen Werkzeugs
mißt,
wobei die Bewegung des Werkstücks,
während
sowohl die X- als auch die Y-Achse fest steht, und eine zweidimensionale
Koordinatenmeßmaschine
benutzt werden, die nur eine zweidimensionale Querschnittsform des Werkstücks in einer
vorbestimmten Höhe
mißt.