-
Gebiet der
Erfindung
-
Die
Erfindung betrifft einen elektrischen Einsatzkörper für eine Röhrenlampe, welcher eine Verschlussröhre einer
Röhrenlampe,
wie einer Quecksilberlampe, einer Metallhalogenidlampe, einer Halogenlampe
oder dergleichen, verschließt.
Die Erfindung betrifft ferner ein Herstellungsverfahren hierfür. Der Begriff "elektrischer Einsatzkörper für eine Röhrenlampe" ist als Anordnung
definiert, in der ein Verschlusskörper mit einem Trägerteil
für eine
Elektrode kombiniert ist.
-
Beschreibung
des Standes der Technik
-
Bei
einer Röhrenlampe,
wie beispielsweise einer Hochdruck-Entladungslampe, ist in einer
kugelförmigen
oder ovalen Leuchtröhre
aus Quarzglas ein Elektrodenpaar gegenüberliegend angeordnet, und die
Röhre ist
mit einem Emissionsmetall, wie Quecksilber oder dergleichen, Entladungsgas
und dergleichen gefüllt.
Mit den Enden der Leuchtröhre
sind zylindrische Verschlussröhren
verbunden. Elektrodenträger,
deren Spitzen jeweils mit einer Elektrode versehen sind, und Außenanschlussstifte
werden durch diese Verschlussröhren
elektrisch angeschlossen und in diesem Zustand eingeschlossen. Da
jedoch die Elektrodenträger
aus Wolfram und die Verschlussröhren
aus Quarzglas sehr unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufweisen, können
die Verschlussröhren
nicht unmittelbar an die Elektrodenträger angeschweißt und verschlossen werden.
-
Die
Verschlussröhren
wurden deshalb herkömmlicherweise
durch ein Foliensiegelverfahren, ein Stufenverbindungsverfahren
oder dergleichen verschlossen. Im Stufenverbindungsverfahren werden
verschiedene Arten von Glas mit unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten
miteinander verbunden. In letzter Zeit gewinnt es jedoch immer mehr
an Bedeutung, Verschlussröhren,
welche mit den Leuchtröhren-Enden
verbunden sind, mit Verschlusskörpern
zu verschließen,
die aus einem Material mit Funktionsgradienten bestehen, welches
aus einer dielektrischen anorganischen Materialkomponente wie Siliciumdioxid
oder dergleichen sowie aus einer elektrisch leitenden anor ganischen
Materialkomponente wie Molybdän
oder dergleichen besteht, und welches im Wesentlichen zylindrisch
gebildet ist.
-
Bei
diesem Verschlusskörper
ist ein Ende reich an der dielektrischen anorganischen Materialkomponente
wie Siliciumdioxid oder dergleichen, und in Richtung auf das andere
Ende nimmt der Anteil an der elektrisch leitenden anorganischen
Materialkomponente wie Molybdän
oder dergleichen kontinuierlich oder schrittweise zu.
-
Bei
einem Verschlusskörper
aus einem Material mit Funktionsgradienten, welcher aus Siliciumdioxid
und Molybdän
geformt ist, enthält
deshalb die Nachbarschaft des einen Endes des Verschlusskörpers eine
große
Menge Siliciumdioxid, ist dielektrisch und weist einen Wärmeausdehnungskoeffizienten auf,
welcher dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des
Quarzglases ungefähr
entspricht, während
die Nachbarschaft des anderen Endes eine große Menge Molybdän enthält, elektrisch
leitend ist und die Eigenschaft hat, dass sein Wärmeausdehnungskoeffizient sich
dem Wärmeausdehnungskoeffizienten
des Molybdäns
annähert.
-
Da
bei diesem Verschlusskörper
aus einem Material mit Funktionsgradienten der Gradient der Veränderung
des Verhältnisses
der dielektrischen anorganischen Materialkomponente zu der elektrisch leitenden
anorganischen Materialkomponente vergrößert werden kann, weist die
eine Stirnseite einen großen
Anteil der dielektrischen anorganischen Komponente auf, während die
andere Stirnseite einen großen
Anteil der elektrisch leitenden anorganischen Materialkomponente
aufweisen kann, auch wenn der Verschlusskörper in seiner Achsrichtung
nicht lang ist.
-
Das
Material mit Funktionsgradienten weist keine Grenzfläche auf,
an welcher sich die Zusammensetzung seiner Materialkomponenten in
großem Maß verändert. Das
Material mit Funktionsgradienten ist deshalb gegen einen thermischen
Schock beständig
und weist eine große
mechanische Festigkeit auf. Die abzudichtenden Stellen, an welchen
die Verschlussröhren
und die Verschlusskörper
aneinander angeschweißt
werden, nähern
sich daher dem Mittelbereich der Leuchtröhre an, welcher beim Betrieb eine
hohe Temperatur erreicht. Man hat deshalb den Vorteil, dass die
Länge der
Verschlussröhren
verringert werden kann, wobei die geringe Länge der Verschlussröhren in
Achsrichtung auch zu diesem Vorteil beiträgt.
-
Wenn
man den Verschlusskörper
aus einem Material mit Funktionsgradienten aus der elektrisch leitenden
anorganischen Materialkomponente und der dielektrischen anorganischen
Materialkomponente formt, wird folgendes durchgeführt:
Als
erstes wird diesen Pulvern ein Bindemittel zugesetzt. Durch Pressen
in einer Gießform
wird ein zylindrischer kompaktierter Körper erhalten, welcher bei einer
Temperatur von ca. 1300 °C
provisorisch gesintert wird. Dadurch wird ein provisorisch gesinterter Körper erhalten.
-
Als
nächstes
wird eine Bohrung durchgeführt,
um eine Mittelöffnung
herzustellen, welche zum Einlegen des Elektrodenträgers in
die Mittelachse dieses provisorisch gesinterten Körpers dient.
-
Alternativ
wird ein Pressen in einer Gießform mit
einem Überstands-Bauteil
zum Formen der Mittelöffnung
durchgeführt.
Somit wird ein kompaktierter Körper
mit einer im voraus hergestellten Mittelöffnung erhalten. Dieser wird
provisorisch gesintert. In die Mittelöffnung des provisorisch gesinterten
Körpers
wird der Elektrodenträger
eingesteckt. Danach wird ein vollständiges Sintern bei einer Temperatur von
ca. 1750 °C
durchgeführt.
-
Da
diese Materialien beim Sintern des Materials mit Funktionsgradienten
um 10 % bis 20 schrumpfen, ist es erforderlich, dass die Mittelöffnung des
provisorisch gesinterten Körpers
größer gemacht wird
als der Außendurchmesser
des Elektrodenträgers.
Wenn hierbei die Größe der Mittelöffnung nicht ausreichend
ist, entsteht beim vollständigen
Sintern im Material mit Funktionsgradienten um den Elektrodenträger herum
eine Spannung und daraus folgende Rissbildung. Man muss deshalb
die Mittelöffnung etwas
größer machen
als einen vorgegebenen Wert, und in dieser Weise wird verhindert,
dass Risse entstehen, auch wenn das Material mit Funktionsgradienten
durch das vollständige
Sintern schrumpft.
-
In
diesem Fall war der Nachteil der folgende:
Aufgrund der Variation
des Durchmessers der Mittelöffnung,
der Änderungen
der Kontraktion während des
vollständigen
Sinterns und aus ähnlichen
Gründen
werden die Elektrodenträger
nicht stabil genug an den Verschlusskörpern angeordnet, um eng an diesen
anzuliegen. Im Fall einer Durchgangsöffnung, bei welcher diese Mittelöffnung eine
Stirnseite des Verschlusskörpers
bis zu dessen anderer Stirnseite durchdringt, ist die hermetische
Hafteigenschaft unzureichend. Deshalb wird nach dem vollständigen Sintern
auf der Seite des Verschlusskörpers,
aus welcher der Elektrodenträger
hervorsteht, Glas oder Metalllot als Niederschlag aufgebracht und
somit eine Leckage verhindert, wobei diese Seite von der Röhrenlampe
nach außen
herausragt. Ferner wurde auf diese Weise die Befestigung der Elektrodenträger in den
Verschlusskörpern
sichergestellt. Bei diesem Verfahren hatte man jedoch den Nachteil,
dass die Arbeitsschritte zunahmen und die Herstellung einen großen Aufwand
erforderte.
-
Ferner
hat man im Fall einer Mittelöffnung, welche
sich von einer Stirnseite des Verschlusskörpers um eine vorgegebene Strecke
erstreckt und welche also nicht durchgehend ausgebildet ist, zwar
kein Problem der Leckage, jedoch den Nachteil, dass infolge einer
unzureichenden Befestigung die Elektrodenträger durch Schwingung oder dergleichen
herausfallen, oder ähnliche
Defekte. Auch in diesem Fall war es deshalb erforderlich, Maßnahmen
zu treffen, um die Befestigung der Verschlusskörper an den Elektrodenträgern nach
dem vollständigen
Sintern sicherzustellen.
-
Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Einsatzkörper für eine Röhrenlampe
anzugeben, bei welchem ein Elektrodenträger durch Sintern fest in der
Mittelöffnung eines
Verschlusskörpers
befestigt ist, der aus einer elektrisch leitenden anorganischen
Materialkomponente sowie aus einer dielektrischen anorganischen Materialkomponente
besteht, und bei welchem weder Leckagen noch Herausfallen der Elektrodenträger vorkommen.
Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Herstellungsverfahren
hierfür
anzugeben.
-
OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
-
Die
Aufgabe wird bei der in Anspruch 1 beschriebenen Erfindung bei einem
elektrischen Einsatzkörper
für eine
Röhrenlampe
zum hermetischen Abschließen
einer mit der Leuchtröhre
der Röhrenlampe
verbundenen Verschlussröhre,
dadurch gelöst,
dass
- – es
einen Verschlusskörper
gibt für
eine Röhrenlampe,
in der ein Elektrodenträger
in die Mittelöffnung
eingesteckt ist, die in dem gesinterten Material mit Funktionsgradienten
bereitgestellt ist, das aus einer elektrisch leitenden anorganischen
Materialkomponente und einer dielektrischen anorganischen Materialkomponente
besteht und welches in Form einer mehrschichtigen Säule so geformt
worden ist, dass sich das Verhältnis
der beiden Komponenten in axialer Richtung allmählich ändert,
- – dass
im Grenzbereich zwischen dem Verschlusskörper und dem Elektrodenträger ein
Diffusionsbereich gebildet wird, in welcher die elektrisch leitfähige anorganische
Materialkomponente des Verschlusskörpers, die metallische Komponente
des Elektrodenträgers
und ein Diffusionsbeschleuniger ineinander diffundiert vorhanden sind,
welcher bei der Sintertemperatur des vorstehend beschriebenen Materials
mit Funktionsgradienten die Diffusion der elektrisch leitfähigen anorganischen
Materialkomponente des Verschlusskörpers und der metallischen
Komponente des Elektrodenträgers
beschleunigt, und
- – dass
in dieser Weise der Elektrodenträger
und die Innenseite der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers
miteinander verbunden werden.
-
Der
Ausdruck "Diffusionsbeschleuniger" in der Erfindung
ist definiert als ein Material, das bei der Sintertemperatur des
Materials mit Funktionsgradienten, das den Verschlusskörper bildet,
sich in der metallischen Komponente des Elektrodenträgers löst und auch
in der elektrisch leitfähigen
anorganischen Materialkomponente des Verschlusskörpers und die Diffusion der
oben beschriebenen metallischen Komponente des Elektrodenträgers und
der elektrisch leitfähigen
anorganischen Materialkomponente des Verschlusskörpers ineinander beschleunigt.
-
Ein
derartiger elektrischer Einsatzkörper
für eine
Röhrenlampe
wird in der in Anspruch 2, 3 oder 4 beschriebenen Erfindung vorteilhaft
hergestellt.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1 zeigt
eine schematische Darstellung einer Hochdruck-Entladungslampe, bei
welcher Verschlussteile der Leuchtröhre in Verschlusskörpern aus
Material mit Funktionsgradienten verschlossen sind, welche elektrische
Einsatzkörper
für eine
Röhrenlampe
verwenden, die jeweils von einem Elektrodenträger durchdrungen und gehalten
werden;
-
2 zeigt
eine schematische Darstellung einer weiteren Hochdruck-Entladungslampe,
bei welcher in Verschlusskörpern
aus Material mit Funktionsgradienten Verschlussteile der Leuchtröhre verschlossen
sind durch elektrische Einsatzkörper
für eine
Röhrenlampe,
in denen Elektrodenträger
ohne Durchdringung gehalten werden;
-
3 zeigt
eine schematische Darstellung wesentlicher Teile gemäß Anspruch
2;
-
4 zeigt
eine schematische Darstellung des Ergebnisses einer EDX-Analyse
der Verbindungsstelle zwischen einem Verschlusskörper und einem Elektrodenträger im herkömmlichen
Fall, in dem kein Diffusionsbeschleuniger verwendet wurde;
-
5 zeigt
eine schematische Darstellung des Ergebnisses einer EDX-Analyse
der Verbindungsstelle zwischen einem Verschlusskörper und einem Elektrodenträger in einem
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel,
in dem ein Diffusionsbeschleuniger verwendet wurde;
-
6 zeigt
eine schematische Darstellung des Ergebnisses einer EDX-Analyse
der Verbindungsstelle zwischen einem Verschlusskörper und einem Elektrodenträger in einem
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel,
in dem ein Diffusionsbeschleuniger verwendet wurde;
-
7 zeigt
eine Tabelle eines Beispiels des Mischungsverhältnisses (Gew.-%) der jeweiligen
Pulver zueinander, wie in Anspruch 4 beansprucht, und der Dicke
(mm) der jeweiligen Schicht, wenn Nickel als Diffusionsbeschleuniger
verwendet wird;
-
8 zeigt
eine schematische Darstellung des Mischungsverhältnisses (Gew.-%) der jeweiligen Pulver
zueinander und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Leckage entsteht;
-
9 zeigt
eine schematische Darstellung wichtiger Teile, wie in Anspruch 4
beansprucht, und
-
10 zeigt
eine Tabelle eines Beispiels des Mischungsverhältnisses (Gew.-%) der jeweiligen
Pulver zueinander, wie in Anspruch 4 beansprucht, und der Dicke
(mm) der jeweiligen Schicht, wenn Chrom als Diffusionsbeschleuniger
verwendet wird.
-
BESTE ART, DIE ERFINDUNG
AUSZUFÜHREN
-
Nachfolgend
wird die Erfindung anhand von mehreren in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen
beschrieben.
-
1 zeigt
ein Beispiel einer Hochdruckentladungslampe, bei welcher die erfindungsgemäßen Verschlusskörper für eine Röhrenlampe
verwendet werden, welche eine Kurzbogen-Xenonlampe mit einer Nennleistung von
3 kW ist. Die elektrischen Verschlusskörper wie in der Erfindung für eine Röhrenlampe
beansprucht, können
auch für
eine andere Entladungslampe, wie eine Quecksilberlampe, eine Metallhalogenlampe
oder dergleichen verwendet werden.
-
Im
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel wird
ein Beispiel beschrieben, bei welchem elektrische Einsatzkörper für eine Röhrenlampe
für eine Entladungslampe
verwendet werden. Sie können aber
auch für
eine Glühlampe
mit einem Wolfram-Glühfaden
wie eine Halogenlampe oder dergleichen verwendet werden. Bei einer
Entladungslampe werden die Elektrodenträger jeweils in der Mittelöffnung des
Verschlusskörpers
durch Sintern befestigt. Wenn der elektrische Einsatzkörper wie
in der Erfindung beansprucht für
eine Röhrenlampe
für eine
Halogenlampe mit Wolframfaden verwendet wird, wird nicht ein Elektrodenträger in der
Mittelöffnung
des Verschlusskörpers
durch Sintern befestigt, sondern Innenanschlussstifte mit Spitzen,
welche an die Enden des Wolframfadens angeschlossen sind, werden jeweils
in der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers durch
Sintern befestigt.
-
In 1 weist
eine Leuchtröhre 11 aus Quarzglas
einen kugelförmigen
oder ovalen Mittelbereich auf, in welchem eine Anode 20 sowie
eine Kathode 30 aus Wolfram mit einem Abstand von beispielsweise
5 mm einander gegenüberliegend
angeordnet sind und Xenongas mit einem vorgegebenen Druck als Entladungsgas
hinzugefügt
wird. Die Verschlussröhren 12, 12 sind
mit den beiden Enden der Leuchtröhre 11 verbunden.
Das Ende des jeweiligen Verschlussröhre 12 ist mit einem
elektrischen Einsatzkörper 70 für eine Röhrenlampe
verschlossen, welcher aus einem Verschlusskörper 50 aus einem Materials
mit Funktionsgradienten und einem Elektrodenträger 40 besteht, wobei
das Material mit dem Funktionsgradienten aus einer elektrisch leitenden anorganischen
Materialkomponente und einer dielektrischen, anorganischen Materialkomponente
besteht.
-
Der
Verschlusskörper 50 wird
im Verschlussrohr 12 in der Weise eingebaut, dass eine
nichtleitende Stirnseite 51 in Richtung auf die Leuchtröhre 11 verläuft, und
wird an dieser Stirnseite 51 am Verschlussrohr 12 aus Quarzglas
angeschweißt.
Das Bezugszeichen 40 bezeichnet den Elektrodenträger. Der
Elektrodenträger 40 der
Anode 20 sowie der Elektrodenträger 40 der Kathode 30 bestehen
auch aus Wolfram. Die nichtleitende Stirnseite 51 des Verschlusskörpers 50 besteht
beispielsweise zu ca. 100 % aus Siliciumdioxid. Das Bezugszeichen 52 bezeichnet
eine elektrisch leitende Stirnseite, welche eine Zusammensetzung
von 25 % SiO2 + 75 % Mo aufweist.
-
Das
Material mit dem Funktionsgradienten, welches aus Siliciumdioxid
und Molybdän
besteht, wird bei ca. 1750 °C
vollständig
gesintert. Durch Aufbringen eines Diffusionsbeschleunigers auf den
Elektrodenträger 40 oder
dadurch, dass die Verschlusskörper 50,
welche aus dem Material mit Funktionsgradienten gebildet sind, einen
Diffusionsbeschleuniger enthalten, bildet der Diffusionsbeschleuniger
bei Sintertemperatur zusammen mit dem elektrisch leitenden anorganischen
Material, welches den Verschlusskörper 50 bildet, eine
feste Lösung
und wird geschmolzen.
-
Diese
geschmolzene feste Lösung
diffundiert in die metallische Komponente der Elektrodenträger 40.
Auf diese Weise wird im Grenzbereich zwischen dem Elektrodenträger 40 und
dem Inneren der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers 50 ein
Bereich gebildet, in welchem die elektrisch leitende anorganische
Materialkomponente, welche den Verschlusskörper 50 bildet, der
Diffusionsbeschleuniger und die metallische Komponente des Elektrodenträgers 40 ineinander
diffundiert vorhanden sind. Der Elektrodenträger 40 und das Innere
der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers 50 werden
somit fest miteinander verbunden und befestigt.
-
Dies
verhindert, dass zwischen dem Elektrodenträger 40 und dem Verschlusskörper 50 ein
Hochdruckgas innerhalb der Leuchtröhre 11 leckt oder
die Elektrodenträger 40 herausfallen.
Die Zuverlässigkeit der
Verbindungsstellen wird daher erhöht. Es ist deshalb nicht mehr
erforderlich, Glas oder Metalllot als Niederschlag auf die Stirnseite 52 des
Verschlusskörpers 50 aufzubringen,
aus welchem der Elektrodenträger 40 hervorsteht,
wie das herkömmlicherweise
der Fall war. Man kann somit den Arbeitsvorgang vereinfachen.
-
Alternativ
kann man, wie in 2 gezeigt wird, die beiden Stirnseiten 51 und 52 des
Verschlusskörpers 50 jeweils
mit einer Mittelöffnung
versehen, welche nicht durchgehend ist und sich bis zum elektrisch
leitenden Bereich erstreckt. Der Elektrodenträger 40 der Anode 20,
der Elektrodenträger 40 der
Kathode 30, eine Anoden-Klemme 22 sowie eine Kathoden-Klemme 32 können an
die jeweilige Mittelöffnung
elektrisch angeschlossen werden. Auch in diesem Fall, wie auch durch
Aufbringen eines Diffusionsbeschleunigers auf den Elektrodenträger 40 oder
dadurch, dass die Verschlusskörper 50,
welche aus dem Material mit Funktionsgradienten gebildet sind, einen
Diffusionsbeschleuniger enthalten, bildet der Diffusionsbeschleuniger
zusammen mit dem elektrisch leitenden anorganischen Material, welches
den Verschlusskörper 50 bildet,
eine feste Lösung
und wird geschmolzen.
-
Auf
diese Weise wird im Grenzbereich zwischen dem Elektrodenträger 40 und
dem Inneren der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers 50 ein
Bereich gebildet, in welchem die elektrisch leitende anorganische
Materialkomponente, welche den Verschlusskörper 50 bildet, der
Diffusionsbeschleuniger und die metallische Komponente des Elektrodenträgers 40 ineinander
diffundiert vorhanden sind. Der Elektrodenträger 40 und das Innere
der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers 50 werden
somit fest miteinander verbunden und befestigt.
-
Nachfolgend
wird die bevorzugte Ausführung
der in Anspruch 2 beschriebenen Erfindung beschrieben, bei welcher
ein Verfahren zum Herstellen des im Anspruch 1 beschriebenen elektrischen
Einsatzkörpers
für eine
Röhrenlampe
beschrieben wird.
-
Die
elektrisch leitende anorganische Materialkomponente und die dielektrische,
anorganische Materialkomponente des Materials mit Funktionsgradienten
bestehen beispielsweise aus einem Molybdän-Pulver mit einer mittleren
Korngröße von 1.0 μm und einem
Siliciumdioxidpulver mit einer mittleren Korngröße von 5.6 μm. Als erster Vorgang werden mehrere
Pulvergemische hergestellt, bei welchen man das Mischverhältnis des
Molybdän-Pulvers
zum Siliciumdioxidpulver verändert.
-
Neben
dem vorstehend beschriebenen Siliciumdioxidpulver kann auch ein
Pulver aus der entsprechenden Keramik als dielektrische anorganische Materialkomponente
des Materials mit dem Funktionsgradienten verwendet werden, wenn
die Leuchtröhre
aus einer Keramik besteht. Das heißt, es ist ausreichend, wenn
es aus dem gleichen Material besteht wie die Leuchtröhre. Es
versteht sich von selbst, dass für
die elektrisch leitende anorganische Materialkomponente des Materials
mit dem Funktionsgradienten außer
Molybdänpulver
ein geeignetes Pulver eines leitenden Metalls wie beispielsweise
Nickel, Wolfram oder dergleichen verwendet werden kann.
-
Als
zweiter Vorgang werden diese Pulvergemische mit einem organischen
Bindemittel, wie beispielsweise einer Stearinsäure-Lösung von ca. 23 %, gemischt
und getrocknet. Eine zylindrische Gießform, welche ein Überstands-Bauteil
für eine
Mittelöffnung
aufweist, wird mit diesen Gemischen gefüllt. Im Fall eines Materials
mit Funktionsgradienten wird die Gießform mit den Pulver-Gemischen in der
Weise gefüllt,
dass das Mischungsverhältnis
des Molybdän-Pulvers
zum Siliciumdioxidpulver sich schrittweise verändert. Die zylindrische Gießform wird
von außen
beispielsweise mit einer Last von 1.500 kg/cm2 (1,5
t/cm2) gepresst. Somit wird ein zylindrischer Presskörper erhalten,
in welchem eine Mittelöffnung gebildet
ist.
-
Als
dritter Vorgang wird der erhaltene Presskörper in einer Wasserstoff-Atmosphäre bei 1200 °C 30 Minuten
gesintert. Somit wird das organische Bindemittel beseitigt und ein
provisorisch gesinterter Körper
erhalten.
-
Als
vierter Vorgang wird auf der Oberfläche des jeweiligen Elektrodenträgers beispielsweise
eine Chrom-Schicht als Diffusionsbeschleuniger gebildet. Die Chrom-Schicht
wird durch ein Galvanisierungsverfahren, ein Tauchverfahren in ein
Pulver, ein Sputterverfahren oder dergleichen gebildet. Diese Dicke der
Chrom-Schicht kann beispielsweise ca. 30 μm betragen.
-
Chrom
ist ein Metall, welches bei einer Sintertemperatur von 1750 °C eine 100
% feste Lösung beispielsweise
sowohl mit Wolfram bildet, welches als Elektrodenträger gewählt wurde,
als auch mit Molybdän,
welches als elektrisch leitende anorganische Materialkomponente
des Materials mit dem Funktionsgradienten gewählt wurde, und ist daher als
Diffusionsbeschleuniger aktiv.
-
Der
Diffusionsbeschleuniger ist nicht auf Chrom beschränkt. Es
ist ausreichend, wenn es bei Sintertemperatur sowohl in die Elektrodenträger als auch
in die elektrisch leitende anorganische Materialkomponente des Verschlusskörpers diffundiert
und auf diese Weise gleichzeitig die Diffusion der metallischen
Komponente des Elektrodenträgers
und der elektrisch leitenden anorganischen Materialkomponente des
Verschlusskörpers
ineinander beschleunigt, wenn ferner auf diese Weise im jeweiligen Grenzbereich
zwischen dem Elektrodenträger
und dem Verschlusskörper
ein Bereich gebildet wird, in dem eine Diffusion ineinander stattfindet,
und wenn die Elektrodenträger
und die Verschlusskörper
zuverlässig
miteinander verbunden und befestigt werden.
-
Das
Element, welches als Diffusionsbeschleuniger bei der Temperatur
für vollständiges Sintern
von 1750 °C
ausgewählt
wurde, löst
sich in Molybdän
als der elektrisch leitenden anorganischen Materialkomponente des
Verschlusskörpers
und in Wolfram als der metallischen Komponente des Elektrodenträgers zu
zumindest 5 Gew.-%. Da sein Schmelzpunkt relativ niedriger ist als
der von Molybdän,
welches als elektrisch leitende anorganische Materialkomponente
fungiert, und als der von Wolfram, welches als Hauptmaterialkomponente
des elektrisch leitenden anorganischen Materials der Elektrodenträger fungiert,
ist das Element ein Metall, das weit hinein diffundiert.
-
Wenn
beispielsweise Molybdän
als elektrisch leitende anorganische Materialkomponente zur Bildung
der Verschlusskörper
verwendet wird, können
Cr, Al, Co, Fe, Ni, Hf, Ir, Nb, Os, Pt, Pd, Ru, Rh, Si, Ti, V, Ta,
Zr, Re oder dergleichen oder eine Legierung hiervon als Diffusionsbeschleuniger
als metallisches Element verwendet werden.
-
Als
fünfter
Vorgang wird in die Mittelöffnung des
provisorisch gesinterten Körpers
der Elektrodenträger 40 eingesteckt,
auf dessen Oberfläche
eine Schicht des Diffusionsbeschleunigers gebildet ist. Wie in 3 gezeigt
wird, wird ein Zustand erhalten, in welchem zwischen der Innen-Umfangsfläche der Mittelöffnung des
Verschlusskörpers 50 und
der Außen-Umfangsfläche des
Elektrodenträgers
ein Diffusionsbeschleuniger 60 vorhanden ist.
-
Anschließend wird
das Sintern in einer nicht-oxidierenden Atmosphäre oder im Vakuum von ca. 10-2 Pa bei 1750 °C 10 Minuten fortgesetzt.
-
Hauptsächlich Chrom
bei einer Temperatur von größer gleich
1677 °C
wird zu 100 % in Molybdän gelöst und ebenso
in Wolfram, wenn eine Auswertung eines Phasendiagramms der Chrom-Molybdän-Basis
und der Chrom-Wolfram-Basis vorgenommen wird. Die Phase der festen
Lösung
wird auch bei einer niedrigeren Temperatur aufrechterhalten, wenn in
der Praxis die Abkühlgeschwindigkeit
hoch ist. Es wird daher kein Hohlraum gebildet. Da sich die Sintertemperatur
von 1750 °C
dem Schmelzpunkt von Chrom annähert,
ist der Diffusionskoeffizient von Wolfram und von Molybdän in Chrom
außergewöhnlich gut.
-
Nachdem
die Sintertemperatur für
eine konstante Zeit aufrechterhalten wurde und eine Kühlung durchgeführt wurde,
ist das Chrom des Diffusionsbeschleunigers 60, welches
in 3 darge stellt ist, diffundiert in das Molybdän der Verschlusskörper 50 und
Wolfram der Elektrodenträger 40 wie
in 5 dargestellt; dies ist auch nachstehend beschrieben. Das
Molybdän
des Verschlusskörpers 50 ist
zur gleichen Zeit in das Chrom des Diffusionsbeschleunigers 60 diffundiert
und ebenso in das Wolfram der metallischen Komponente der Elektrodenträger 40.
Das Wolfram als die metallische Komponente der Elektrodenträger 40 ist
ebenfalls in das Chrom des Diffusionsbeschleunigers 60 und
in das Molybdän
des Verschlusskörpers 50 diffundiert.
-
Dadurch
erhält
man einen Zustand, in welchem das Molybdän als die elektrisch leitende
anorganische Materialkomponente und das Wolfram als die metallische
Komponente der Elektrodenträger gut
ineinander diffundiert sind. Somit kann ein gut verbundener Verschlusskörper erhalten
werden.
-
Das
Chrom als Diffusionsbeschleuniger bildet zusammen mit dem Molybdän als der
elektrisch leitenden anorganischen Materialkomponente, welche die
Verschlusskörper 50 bildet,
eine feste Lösung und
wird geschmolzen. Die geschmolzene feste Lösung diffundiert, indem sie
in das Wolfram fließt,
welches die Elektrodenträger 40 bildet.
Auf diese Weise wird ein Bereich gebildet, in welchem das Molybdän als die
elektrisch leitende anorganische Materialkomponente, welche die
Verschlusskörper 50 bildet,
das Chrom als Diffusionsbeschleuniger und das Wolfram der Elektrodenträger 40 ineinander
diffundiert vorhanden sind. Somit werden die Elektrodenträger 40 mit
den Verschlusskörpern 50 verbunden.
-
Im
folgenden wird ein experimentelles Beispiel beschrieben, um die
Wirkung der Erfindung zu bestätigen.
-
15
Gew.-% Siliciumdioxid und 85 Gew.-% Molybdän wurden homogen miteinander
vermischt und zu einem Zylinder geformt. Dieser Verschlusskörper wurde
mit einer durchgängigen
Mittelöffnung versehen
und mit einem Wolfram-Elektrodenträger mit einem Durchmesser von
3 mm durchdrungen, welcher einer Galvanisierung mit Chrom unterzogen wurde
in einer Breite von 5 mm und einer Dicke von 30 μm. Somit erhielt man eine Probe
eines elektrischen Einsatzkörpers
für eine
Röhrenlampe.
Die Probe wurde 10 Minuten in einem Vakuum bei 1750 °C gesintert
und in einem Querschnitt in Achsrichtung geschnitten, welche den
Wolfram-Elektrodenträger umfasst.
Diese geschnittene Fläche
wurde einer EDX-Analyse unterzogen (Energiedispersives Röntgenspektralverfahren).
-
5 zeigt
das Ergebnis der EDX-Analyse. Wie aus 5 ersichtlich
wird, sind das Wolfram (W) des Elektrodenträgers aus Wolfram und das Molybdän (Mo) als
elektrisch leitende anorganische Materialkomponente des Verschlusskörpers in
der Diffusionsschicht ineinander diffundiert und verbunden. Der Wolfram-Elektrodenträger und
das Innere der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers
wurden somit fest miteinander verbunden.
-
In
dem Bereich, der einer Galvanisierung mit Chrom unterzogen wurde,
wurden Wolfram und Molybdän
ineinander diffundiert zu größer gleich
10 μm. Wie
aus 6 hervorgeht, wurde Chrom auch seitens des Elektrodenträgers zu
ca. 10 μm
und seitens des Verschlusskörpers
zu ca. 100 μm
eindiffundiert.
-
Ferner
wurde auch durch Elektronenmikroskop-Aufnahmen beobachtet. Hierbei
wurde bestätigt, dass
zwischen dem Wolfram-Elektrodenträger und dem Verschlusskörper 50 keine
Grenze mehr vorhanden war und die beiden fest aneinander befestigt waren.
-
Ferner
wurde zu Vergleichszwecken unter den gleichen Bedingungen wie bei
der Galvanisierung mit Chrom der Elektrodenträger mit dem Verschlusskörper verbunden,
ohne dass eine Galvanisierung mit Chrom vorgenommen wurde. 4 zeigt das
Ergebnis der EDX-Analyse hier. Wie aus 4 hervorging
wurde kaum eine Diffusion des Wolframs und des Molybdäns ineinander
festgestellt, wenn keine Galvanisierung mit Chrom vorgenommen wurde, d.
h. wenn kein Diffusionsbeschleuniger vorhanden war.
-
Bei
der vorstehend im Anspruch 2 beschriebenen Erfindung wird unter
Verwendung einer zylindrischen Gießform mit einem Überstands-Bauteil
für eine
Mittelöffnung
ein Presskörper
mit einer Mittelöffnung
erhalten. Bei der in Anspruch 3 beschriebenen Erfindung wird die
Außenumfangsfläche des
jeweiligen Elektrodenträgers 40 mit
einem Diffusionsbeschleuniger überzogen.
Als nächstes
wird dieser Elektrodenträger 40 in
die Mitte der zylindrischen Gießform
gestellt. Hier wird der Elektrodenträger 40 in der Mitte
der zylindrischen Gießform
platziert. Die zylindrische Gießform
wird mit durch Mischen mit einem organischen Bindemittel entstandenen
Pulvergemischen gefüllt
und von außen
her gepresst. So wird ein Presskörper
erhalten, welcher mit dem Elektrodenträger 40 einteilig gebildet
ist.
-
Nachfolgend
wird die im Anspruch 4 beschriebene Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
beschrieben.
-
Verschiedene
erste Pulvergemische werden hergestellt, bei welchen eine elektrisch
leitende anorganische Materialkomponente, wie beispielsweise Molybdän-Pulver,
und eine dielektrische, anorganische Materialkomponente wie Siliciumdioxidpulver, mit
unterschiedlichen Mischungsverhältnissen
zueinander gemischt sind. Pulver als Diffusionsbeschleuniger, z.
B. Nickel, wird mit zumindest einem Typ der ersten Pulvergemische
mit einem Volumenanteil von beispielsweise 5 % gemischt, wodurch
ein zweites Pulvergemisch erhält.
-
Als
nächstes
werden die ersten Pulvergemische und die zweiten Pulvergemische
einzeln mit einem organischen Bindemittel gemischt. Man füllt eine
zylindrische Gießform,
welche ein Überstands-Bauteil
für eine
Mittelöffnung
aufweist, in der Weise mit den ersten Pulvergemischen, dass das Verhältnis des
Molybdän-Pulvers
zum Siliciumdioxidpulver sich schrittweise verändert. Die Gießform wird als
nächstes
mit den zweiten Pulvergemischen gefüllt und anschließend mit
den ersten Pulvergemischen in der Weise gefüllt, dass sich ebenfalls das Verhältnis des
Molybdän-Pulvers
zum Siliciumdioxidpulver sich schrittweise verändert. Somit wird eine Pulver-Lagen-Struktur
erhalten. Die zy lindrische Gießform
wird von außen
gepresst. Somit wird ein Presskörper
aus vielen Schichten erhalten.
-
7 zeigt
ein Beispiel des Mischungsverhältnisses
(Gew.-%) des Pulvers sowie der Dicke der jeweiligen Schicht.
-
Der
vorstehend beschriebene Presskörper wird
provisorisch gesintert, wodurch man einen provisorisch gesinterten
Körper
erhält.
Als nächstes
wird (fünfter
Vorgang) in die Mittelöffnung
des im vierten Vorgang erhaltenen provisorischen Sinterkörpers der Elektrodenträger 40 eingesteckt
und vollständig
gesintert.
-
Bei
einer Verwendung eines Materials mit Funktionsgradienten mit den
in 7 gezeigten Mischungsverhältnissen besteht das Verschlusskörper 50 aus
12 Schichten, wie in 9 gezeigt wird. Die erste Schicht
enthält
nur Siliciumdioxid, während
die zweite bis achte Schicht sowie die zwölfte Schicht aus Gemischen
von Siliciumdioxid und Molybdän
bestehen, welche aus den ersten Pulvergemischen geformt wurden.
-
Die
neunte bis elfte Schicht sind dagegen Gemische aus Siliciumdioxid,
Molybdän
sowie Nickel, welche aus den zweiten Pulvergemischen gebildet wurden.
Die Schichten weisen unterschiedliche Dicken auf, wie in 7 gezeigt
wird. Sie werden jedoch in 9 zweckmäßigerweise
mit derselben Dicke dargestellt. Dieser provisorisch gesinterte
Körper wird
in einer nicht-oxidierenden
Atmosphäre
oder in einem Vakuum von ca. 10-2 Pa bei
1750 °C
10 Minuten gesintert.
-
Durch
dieses vollständige
Sintern bildet das in der neunten bis elften Schicht enthaltene
Nickel zusammen mit dem Molybdän,
welches den Verschlusskörper 50 bildet,
eine feste Lösung
und wird seitens des Elektrodenträgers 4 eindiffundiert.
Auf diese Weise wird ein Bereich gebildet, in dem Wolfram, Molybdän und Nickel
ineinander diffundiert und verbunden werden.
-
Auch
bei der EDX-Analyse wird dasselbe Ergebnis wie in 5 erhalten.
Das heißt,
dass in der Diffusionsschicht das Wolfram des Wolfram-Elektrodenträgers und
das Molybdän
ineinander diffundiert und verbunden werden. Der Elektrodenträger 40 und das
Innere der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers 50 sind
fest aneinander befestigt. Dies wird bewirkt durch die diffusionsbeschleunigende
Aktivität
von Nickel.
-
Ferner
wurde auch durch Elektronenmikroskop-Aufnahmen beobachtet. Auch
in diesem Fall wurde bestätigt,
dass zwischen dem Elektrodenträger 40 und
dem Verschlusskörper 50 keine
Grenze mehr vorhanden war und die beiden fest aneinander befestigt
waren.
-
Es
wird deshalb verhindert, dass aus der Grenze zwischen dem Elektrodenträger 40 und
dem Verschlusskörper
50 beim Betrieb ein Hochdruck-Gas leckt.
-
Das
Mischungsverhältnis
von Nickel zu Molybdän
in Tabelle 7 liegt zwar bei 5 Gew.-%. Man hat jedoch das Mischungsverhältnis von
Nickel zu Molybdän
verändert
und diese Mischungsverhältnisse sowie
den Entstehungsgrad der Leckage untersucht. 8 zeigt
das Ergebnis hiervon.
-
Wie
daraus ersichtlich wird, tritt bei einem Mischungsverhältnis von
Nickel von 5 Gew.-% und 10 Gew.-% keine Leckage auf, während bei
einem Mischungsverhältnis
von Nickel von 3 Gew.% und 20 Gew.% die Wahrscheinlichkeit einer
Leckage zunimmt.
-
Der
Grund hierfür
liegt darin, dass bei einem Mischungsverhältnis von Nickel von 3 Gew.-%
die Nickelmenge zu gering ist und keine ausreichende Diffusionsschicht
gebildet wird. Bei einem Mischungsverhältnis von Nickel von 20 Gew.-%
ist die Lösungsgrenze
von Nickel und Molybdän
ineinander bei 1750 °C
groß.
Da jedoch beim Kühlvorgang überschüssiges Molybdän oder überschüssiges Nickel
ausfällt oder
sich eine dritte Phase bildet, bleibt in der Legierung ein Hohlraum,
aus welchem vermutlich eine Leckage auftritt.
-
Bei
der in Anspruch 4 beschriebenen Erfindung wird zwar eine zylindrische
Gießform
mit einem Überstands-Bauteil
für eine
Mittelöffnung
verwendet und ein Presskörper
mit einer Mittelöffnung
erhalten. Es ist aber auch möglich,
vorzugehen wie folgt:
Der Elektrodenträger 40 wird in der
Mitte der zylindrischen Gießform
platziert. Die zylindrische Gießform wird
schrittweise mit den mit einem organischen Bindemittel gemischten
ersten und zweiten Pulvergemischen gefüllt. Die zylindrische Gießform wird
von außen
her gepresst. Dadurch wird ein Presskörper erhalten, welcher mit
dem Elektrode träger
40 einteilig gebildet ist.
-
Die
in Anspruch 4 beschriebene Erfindung wurde anhand eines Ausführungsbeispiels
beschrieben, in welchem Nickel als Diffusionsbeschleuniger verwendet
wird. Ein Fall, bei welchem Chrom als Diffusionsbeschleuniger verwendet
wird, ist nachstehend beschrieben.
-
Verschiedene
erste Pulvergemische werden hergestellt, bei welchen eine elektrisch
leitende anorganische Materialkomponente, beispielsweise Molybdänpulver,
und eine dielektrische anorganische Materialkomponente wie z.B.
Siliciumdioxidpulver mit unterschiedlichen Mischverhältnissen
zueinander gemischt werden. Chrompulver als Diffusionsbeschleuniger
wird mit zumindest einem Typ der ersten Pulvergemische mit einem
Volumenanteil von beispielsweise 5 % gemischt, wodurch sich zweite
Pulvergemische ergeben.
-
Als
nächstes
werden die ersten Pulvergemische und die zweiten Pulvergemische
einzeln mit einem organischen Bindemittel vermischt. Eine zylindrische
Gießform
wird auf solche Weise mit den ersten Pulvergemischen gefüllt, dass
sich das Verhältnis von
Molybdänpulver
zu Siliciumdioxidpulver schrittweise ändert. Die Gießform wird
als nächstes
auf solche Weise mit den zweiten Pulvergemischen gefüllt und
dann mit den ersten Pulvergemischen gefüllt, dass sich gleichermaßen das
Verhältnis
von Molybdänpulver
zu Siliciumdioxidpulver schrittweise ändert. Somit wird eine Pulver-Schicht- Struktur erhalten.
Die zylindrische Gießform
wird von außen
gepresst. Dies ergibt einen aus vielen Schichten bestehenden Presskörper.
-
10 zeigt
ein Beispiel des Mischverhältnisses
(Gew.%) des Pulvers und der Dicke der jeweiligen Schicht.
-
Der
vorstehend beschriebene Presskörper wird
provisorisch gesintert, wodurch man einen provisorisch gesinterten
Presskörper
erhält.
Der Elektrodenträger 40 wird
in die Mittelöffnung
des provisorisch gesinterten Körpers
eingesteckt.
-
Wenn
ein Material mit Funktionsgradienten verwendet wird mit den in 10 gezeigten
Mischungsverhältnissen
besteht der Verschlusskörper 50 aus
12 Schichten. Die erste Schicht enthält nur Siliciumdioxid, während die
zweite bis achte Schicht und die zwölfte Schicht aus Gemischen
aus Siliciumdioxid und Molybdän
bestehen, welche aus dem ersten Pulvergemischen gebildet wurden.
-
Die
neunte bis elfte Schicht bestehen andererseits aus Gemischen aus
Siliciumdioxid, Molybdän
und Chrom, welche aus den zweiten Pulvergemischen gebildet wurden.
Dieser provisorisch gesinterte Körper
wird 10 Minuten in einer nicht-oxidierenden Atmosphäre oder
einem Vakuum von ca. 10-2 Pa bei 1750 °C vollständig gesintert.
-
Durch
dieses vollständige
Sintern bildet das Chrom, welches in der neunten bis elften Schicht
enthalten ist zusammen mit dem Molybdän, welches des Verschlusskörper 50 bildet,
eine feste Lösung
und wird seitens des Elektrodenträgers 4 eindiffundiert. Auf
diese Weise wird ein Bereich gebildet, in welchem Wolfram, Molybdän und Chrom
ineinander diffundiert und verbunden werden.
-
Das
gleiche Ergebnis wie in 5 wird in diesem Fall auch durch
die EDX-Analyse erhalten. Das heißt, dass das Wolfram des Wolfram-Elektrodenträgers und
das Molybdän
in der Diffusionsschicht ineinander diffundiert und verbunden werden. Der
Elektrodenträger 40 und
das Innere der Mittelöffnung
des Verschlusskörpers 50 sind
fest miteinander verbunden. Dies wird bewirkt durch die diffusionsbeschleunigende
Aktivität
des Chroms.
-
Ferner
wurde auch durch Elektronenmikroskop-Aufnahmen beobachtet. In diesem
Fall wurde ebenfalls bestätigt,
dass zwischen dem Elektrodenträger 40 und
dem Verschlusskörper 50 keine
Grenze mehr vorhanden war und die beiden fest aneinander befestigt
waren.
-
Es
wird deshalb verhindert, dass im Betrieb Hochdruckgas aus der Grenze
zwischen dem Elektrodenträger 40 und
dem Verschlusskörper 50 leckt.
-
GEWERBLICHE
ANWENDBARKEIT
-
Wie
vorstehend beschrieben wurde wird wie in der Erfindung beansprucht
im Grenzbereich zwischen der Innenumfangsfläche der Mittelöffnung des Verschlusskörpers aus
einem Material mit Funktionsgradienten, welches aus einer elektrisch
leitenden anorganischen Materialkomponente und einer dielektrischen
anorganischen Materialkomponente besteht, und der Außenumfangsfläche des
Elektrodenträgers
ein Bereich gebildet, in welchem die elektrisch leitende anorganische
Materialkomponente, der Diffusionsbeschleuniger und die dielektrische
anorganische Materialkomponente ineinander diffundiert vorhanden
sind. Der Elektrodenträger
und die elektrisch leitende anorganische Materialkomponente des
Verschlusskörpers
werden somit fest miteinander verbunden.
-
Auf
diese Weise werden das Innere der Mittelöffnung des Verschlusskörpers und
der Elektrodenträger
fest miteinander verbunden. Dies verhindert eine Leckage oder ein
Herausfallen der Elektrodenträger.
Die Zuverlässigkeit
der Verbindungsstelle des Elektrodenträgers wird daher stark erhöht.
-
Somit
erhält
man einen elektrischen Einsatzkörper
für eine
Röhrenlampe,
welcher geeignet ist, die Verschlussröhre einer Röhrenlampe, wie beispielsweise
einer Quecksilberlampe, einer Metallhalogenidlampe, einer Halogenlampe
oder dergleichen, zu verschließen.