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TECHNISCHES
GEBIET
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Diese
Erfindung betrifft Filmtonspuren und bezieht sich insbesondere auf
das Anbringen von einer oder mehr Filmtonspuren in Form einer zweidimensionalen
Anordnung von digitale Informationen wiedergebenden Symbolen an
einem großformatigen
Kinofilm (z.B. 70 mm Film) mit einer im Vergleich zu einem 35 mm
Kinofilm erhöhten
Filmgeschwindigkeit, so daß die
beim Abspielen des großformatigen Kinofilms
wiederhergestellte Information im wesentlichen die gleiche ist wie
die von einem 35 mm Kinofilm wiedergewonnene Information, auf den
das normale Format der einen oder mehr Filmtonspuren Anwendung findet.
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EINSCHLÄGIGER STAND
DER TECHNIK
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Lichttonspuren
für Laufbilder
wurden erstmals um die Jahrhundertwende vorgeführt und sind seit den 1930er
Jahren das häufigste
Verfahren zur Darstellung von Ton und Laufbildern. In modernen Systemen
wird die Durchlässigkeit
des Lichts durch den Film durch Änderungen
der Tonspurbreite moduliert, wobei eine Idealerweise durchlässige, variierende
Breite der Tonspur sich innerhalb einer Idealerweise lichtundurchlässigen Umgebung
befindet. Diese Art von Tonspur ist als flächenveränderlich ("variable area") bekannt.
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In
der Mitte der 1970er Jahre wurden flächenveränderliche Stereospuren (Stereo
Variable Area – SVA)
zunehmend beliebter, bei denen zwei unabhängig voneinander modulierte
bilaterale Tonspuren sich nebeneinander in dem gleichen Bereich befinden
wie die normale monophone (mono) flächenveränderliche Spur.
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1976
haben die Dolby Laboratories ihre Vierkanal stereo-optische Version
von Dolby Stereo eingeführt,
bei der eine Audiomatrixkodierung und -dekodierung angewandt wurde,
um vier Kanäle
Ton auf den zwei optischen SVA-Spuren zu übermitteln. "Dolby" und "Dolby Stereo" sind Warenzeichen
der Dolby Laboratories Licensing Corporation. Dolby Stereo für optische
SVA-Spuren arbeitet mit einer Art von 4:2:4 Matrixsystem, welches
auf den beiden SVA-Spuren vier Tonquellenkanäle (links, rechts, Mitte und
rundum) aufzeichnet und vier Kanäle
wiedergibt. Auch wenn das ursprüngliche
stereo-optische Dolby Stereoformat eine analoge Tonrauschminderung
des Typs Dolby A vorsah, hat Dolby Laboratories in der Mitte der
1980er Jahre ein verbessertes analoges Tonverarbeitungssystem, das
Dolby SR eingeführt,
welches nunmehr in Dolby Stereo Filmen mit Lichttonspur angewandt
wird.
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Kommerzielle
Verwendung fand der Mehrkanal-Filmton mindestens schon seit "Fantasound", bei dem die Vierkanaltonspur
für den
Film "Fantasia" in jeweiligen Lichtspuren
auf einem gesonderten Film geführt
wurde, der mit dem die Bildaufnahmen tragenden Film synchronisiert
war. Anschließend
wurden in den 1950er Jahren verschiedene "Magnetstreifen"-Techniken eingeführt, bei denen mehrere Tonkanäle in getrennten
Spuren auf magnetisierbaren Werkstoffen aufgezeichnet wurden, die
an dem die Bildaufnahmen tragenden Film befestigt waren. Typischerweise
hatte ein 35 mm Film mit Magnetstreifen drei oder vier getrennte
Tonspuren, während ein
70 mm Film mit Magnetstreifen sechs getrennte Tonspuren hatte. 35
mm Filme mit Magnetstreifen waren nach der Einführung des optischen Dolby Stereo
35 mm Formats veraltet.
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Trotz
dieser Fortschritte in der Wiedergabetreue analoger Tonspuren hatte
man Filmtonspuren wegen der hohen Kosten der 70 mm Filme mit Magnettonspur
und der wahrgenommenen Einschränkungen
der für
35 mm Filme mit Lichttonspur angewandten Matrixtechnologie schon
lange als Kandidaten für
digitale Kodierung betrachtet. Im Jahre 1992 wurde von Dolby Laboratories
das Dolby Digital Lichttonspurformat für 35 mm Kinofilm eingeführt. Dolby
Digital ist ein Warenzeichen der Dolby Laboratories Licensing Corporation.
Mittels des AC-3 perzeptuellen Kodierschemas der Dolby Laboratories wird
Tonspurinformation für
5.1 Kanäle
(links, Mitte, rechts, links rundum, rechts rundum und Niederfrequenzeffekt
oder LFE) digital kodiert. Diese kodierte Information wird ihrerseits
in Form von Symbolblöcken
kodiert, die längs
einer Seite des Films zwischen die Transportlöcher des Films optisch aufgedruckt
werden. Die analogen SVA Spuren werden aus Gründen der Kompatibilität und als
Reserve beibehalten. Einzelheiten zum Dolby Digital 35 mm Filmformat
finden sich in den US-Patenten 5 544 140, 5 710 752 und 5 757 465.
Die Grundelemente des Dolby AC-3 perzeptuellen Kodierschemas sind
im US-Patent 5 583 962 beschrieben. Einzelheiten einer praktischen
Verwirklichung des Dolby AC-3 sind im Dokument A/52 des United States
Television Systems Committee (ATSC) "Digital Audio Compression Standard (AC-3)," 20. Dezember 1995
veröffentlicht (verfügbar im
Internet unter <www.atsc.org>). Das Dolby Digital
System bietet die diskreten Kanäle
der 70 mm Filme mit Magnettonspur und erhält dabei gleichzeitig die niedrigen
Kosten sowie die Kompatibilität
der 35 mm Filme mit Lichttonspur aufrecht.
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Anschließend wurde
1993 für
35 mm Kinofilm von der Firma Sony das Format Sony Dynamic Digital
Sound (SDDS) eingeführt.
In dem SDDS System wird "7.1" Kanal (manchmal
auch als Achtkanal bezeichnet) (links, links Mitte, Mitte, rechts
Mitte, rechts, links rundum, rechts rundum und LFE) Tonspurinformation
mittels einer Form von Sonys ATRAC perzeptueller Kodierung digital
kodiert. Diese kodierte Information wird ihrerseits als Symbolstreifen
kodiert, die zwischen jede Filmkante und die nächsten Transportlöcher optisch
gedruckt werden. Sony, Sony Dynamic Digital Sound, SDDS und ATRAC
sind Warenzeichen. Einige Einzelheiten zum Sony SDDS System sind
in den US-Patenten
5 550 603, 5 600 617 und 5 639 585 beschrieben.
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Auch
die Firma Digital Theater Systems Corporation ("DTS")
hat 1993 ein digitales Tonspursystem mit getrenntem Träger eingeführt, bei
dem der 35 mm Kinofilm eine Spur für einen Zeitcode besitzt, um das
Bild mit einer CD-ROM zu synchronisieren, die mittels einer Art
perzeptueller Kodierung mit 5.1 Kanal Tonspurinformation kodiert
ist (links, Mitte, rechts, links rundum, rechts rundum und LFE).
DTS ist ein Warenzeichen. Einige Einzelheiten des DTS Systems sind
in den US-Patenten 5 155 510, 5 386 255, 5 450 146 und 5 451 942
beschrieben.
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Anders
als im DTS System geben sowohl im Dolby Digital als auch im Sony
SDDS System die jeweiligen optisch aufgezeichneten zweidimensionalen Symbolanordnungen
digitale Information wieder, und die digitale Information ihrerseits
gibt abgesonderte Filmtonspurkanäle
wieder.
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Weitere
Einzelheiten zu den Dolby Digital, Sony SDDS und DTS Systemen finden
sich in "Digital Sound
in the Cinema" von
Larry Blake, Mix, Oktober 1995, SS. 116, 117, 119, 121 und 122.
Wie Blake angibt, ist es üblich,
daß 35
mm Kinofilme die Dolby Digital und Sony SDDS zweidimensionalen,
digitalen Lichttonspuren, die DTS eindimensionale, optische Zeitcodespur
sowie die herkömmliche,
analoge SVA Lichttonspur alle auf dem gleichen Film enthalten, so daß der Film
mit jedem beliebigen der vier System gespielt werden kann. Auf Seite
117 zeigt Blake einen 35 mm Film, der alle vier Systeme umfaßt. 5 des
genannten US-Patentes 5 639 585 zeigt auch einen 35 mm Kinofilm,
der alle vier Systeme besitzt.
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Die
hohen Kosten der 70 mm Filme mit Magnettonspur und die weitverbreitete
Verwendung digitaler Tonspuren für
35 mm Filme haben dazu geführt, daß in den
vergangenen Jahren verhältnismäßig wenig
70 mm Filme in den Verleih gegeben wurden. In der Filmindustrie
besteht aber der sehnliche Wunsch nach der besseren Bildqualität eines
großformatigen Kinofilms,
wie dem 70 mm Film, vorausgesetzt die Magnettonspur ist durch eine
digitale Tonspur ersetzt. Aus Gründen
der Zweckmäßigkeit
werden alle großformatigen
Kinofilme, einschließlich
des traditionellen 70 mm Filmformats mit fünf Perforationen pro Bildfeld
und aufkommende Varianten derselben (z.B. diejenigen mit einer größeren Anzahl
Perforationen pro Bildfeld) nachfolgend als "70 mm" Filme bezeichnet.
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Es
ist bekannt, eine Abwandlung des DTS 35 mm Systems auf 70 mm Film
anzuwenden. Der 70 mm Kinofilm besitzt eine Zeitcodespur zum Synchronisieren
des Bildes mit einer CD-ROM in der Art und Weise wie beim oben beschriebenen
DTS 35 mm System.
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Trotz
des DTS 70 mm Systems ist es wegen der weitverbreiteten Verwendung
der Dolby Digital und Sony SDDS Systeme wünschenswert, eines oder beide,
nämlich
das Dolby und das Sony System zusätzlich oder anstelle des DTS
Zeitcodes auf 70 mm Film vorzusehen. Ferner ist es angesichts der großen Zahl
installierter optischer Lesegeräte
und Signaldekodierer von Dolby und Sony auf der 35 mm Basis wünschenswert,
die ein digitales Signal tragenden optischen Symbole gemäß Dolby
Digital und Sony SDDS auf 70 mm Film so aufzuzeichnen, daß die bestehenden,
optischen Lesegeräte
und Signaldekodierer für
35 mm die Tonspuren mit nur wenig oder gar keiner Modifikation wiederherstellen
können;
die 70 mm digitalen Tonspuren sollten kompatibel sein.
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Es
gibt zwei Hauptprobleme, um die Kompatibilität zu erzielen: 1.) Die Dimensionen
und das Layout eines 70 mm Films (Bildgröße, Transportlochgröße, Anzahl
der Transportlöcher
im Verhältnis
zu den Bildfeldern, Tonspurpositionen usw.) unterscheiden sich von
denen eines 35 mm Films, und 2.) die Projektionsgeschwindigkeit
eines traditionellen 70 mm Films ist 112,5 Fuß/ Minute im Vergleich 90 Fuß/Minute
beim 35 mm Film. Die Projektionsgeschwindigkeit aufkommender Varianten
des 70 mm Filmformats sind schneller als 112,5 Fuß/Minute.
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Wie
in etlichen der oben erwähnten
Veröffentlichungen
beschrieben und in 1 bis 4 gezeigt,
ist die Dolby Digital Tonspur eine zweidimensionale Anordnung aus
Symbolen, die digitale Information wiedergeben, wobei sich die Symbole
in Blöcken befinden,
die zwischen einem Satz der Transport löcher des Films angeordnet sind.
Wenn man die Dolby Digital Tonspursymbole zwischen die Transportlöcher eines
70 mm Films brächte,
müßten die
zugrundeliegenden Daten geändert
werden, weil im traditionellen 70 mm Format fünf Transportlöcher vorhanden sind
(acht, zehn, fünfzehn
oder eine andere Anzahl Transportlöcher in den aufkommenden Varianten
des 70 mm Formats) im Gegensatz zu vier Transportlöchern pro
Bildfeld beim 35 mm Format. Sämtliche
gegenwärtigen
70 mm Formate bieten 24 Bildfelder pro Sekunde, mit anderen Worten,
die Filmgeschwindigkeiten der verschiedenen 70 mm Formate nehmen mit
der Anzahl der Transportlöcher
pro Bildfeld zu: 112,5 Fuß/Minute
für 5 Transportlöcher; 180
Fuß/Minute
für 8 Transportlöcher; 225
Fuß/Minute
für 10 Transportlöcher; und
337,5 Fuß/Minute
für 15
Transportlöcher.
Der aus einem 70 mm Film wiederhergestellte Datenstrom würde sich
von dem Datenstrom unterscheiden, der aus dem 35 mm Film wiederhergestellt
wird. Aufgrund der unterschiedlichen Datenstruktur wäre eine
beachtliche Überarbeitung
der Software in Dekodierern in Lichtspieltheatern nötig.
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Außerdem bestünde wegen
des Symbolortes zwischen Transportlöchern, einem Verschleiß unterliegenden
Ort, wahrscheinlich nach wie vor Bedarf an einer Reservespur, sei
sie magnetisch (teuer für jede
Kopie) oder analog photographisch (teuer für den Anfang, weil 70 mm Film
bisher nicht für
eine analoge Lichttonspur bereitgestellt wurde).
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Auch
wenn die Sony SDDS Tonspursymbole sich in durchgehenden Streifen
statt in Blöcken
und nicht zwischen Transportlöchern
befinden, müßten die
zugrundeliegenden SDDS Daten wegen der erhöhten Projektionsgeschwindigkeit
für 70
mm auch gegenüber
denen für
35 mm geändert
werden.
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Also
besteht Bedarf an digitalen Tonspuren für 70 mm Kinofilm, die mit bestehenden
35 mm Signaldekodierern kompatibel sind und im wesentlichen kompatibel
mit bestehenden 35 mm optischen Lesegeräten.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine photographisch
aufgezeichnete, digitale Tonspur für einen großformatigen Kinofilm, beispielsweise
einen 70 mm Film zu schaffen, die mit bestehenden 35 mm Signaldekodierern
kompatibel und mit bestehenden 35 mm optischen Lesegeräten im wesentlichen
kompatibel ist.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zum Aufzeichnen einer photographischen, digitalen Tonspur auf einem
großformatigen
Kinofilm, beispielsweise einem 70 mm Film bereitzustellen, welches
mit bestehenden 35 mm Signaldekodierern kompatibel und mit bestehenden
35 mm optischen Lesegeräten
im wesentlichen kompatibel ist.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine photographische
aufgezeichnete, digitale Tonspur für einen großformatigen Kinofilm, beispielsweise
einen 70 mm Film zu schaffen, die einen digitalen Tonstrom im wesentlichen
unverändert
hervorbringt aus einer digitalen Tonspur für einen 35 mm Kinofilm.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren.
zum Aufzeichnen einer photographischen, digitalen Tonspur auf einem
großformatigen
Kinofilm, beispielsweise einem 70 mm Film zu schaffen, das einen
digitalen Tonstrom im wesentlichen unverändert aus einer digitalen Tonspur für einen
35 mm Kinofilm hervorbringt.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tonspur für einen
großformatigen
Kinofilm in Form einer photographisch aufgezeichneten, zweidimensionalen
Anordnung aus Symbolen zu schaffen, die digitale Information wiedergeben,
welche mittels einer Vorrichtung dekodierbar ist, die zum Dekodieren
einer auf 35 mm Film angebrachten, photographischen, digitalen Tonspur
ausgelegt ist.
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Es
ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zum Anbringen einer Tonspur in Form einer zweidimensionalen Anordnung
aus digitale Information wiedergebenden Symbolen auf einem großformatigen
Kinofilm, beispielsweise einem 70 mm Film zu schaffen, die mittels
einer Vorrichtung dekodierbar ist, die zum Dekodieren einer auf
einem 35 mm Film angebrachten photographischen, digitalen Tonspur
ausgelegt ist.
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Jemand,
dem eine Möglichkeit
zur Verfügung
steht, zweidimensionale Daten auf 35 mm Film zu schreiben, und der
dann diese gleichen (elektrischen) Daten auf 70 mm Film geben möchte, könnte hierzu
verschiedene Möglichkeiten
in Betracht ziehen.
- 1.) Er könnte eine
völlig
andere physikalische Organisation der Daten entwickeln, für die vermutlich
ein anderes Schreib-, Lese- und Dekodiergerät nötig wäre.
- 2.) Er könnte
im wesentlichen die gleiche Symbolgestaltung und Organisation beibehalten,
sie aber in beiden Dimensionen um den gleichen Anteil vergrößern (5:4
von 35 zu 70 mm mit traditionell fünf Perforationen oder ähnlich 8:4,
10:4 oder 15:4 hinsichtlich aufkommender Varianten des 70 mm Formats),
wobei das gleiche Verhältnis
zwischen Höhe
und Breite jedes Symbols erhalten bliebe. Zur optimalen Lesbarkeit
werden quadratische Symbole verwendet. Bei diesem Ansatz wird natürlich davon
ausgegangen, daß es
für die
größeren Symbole
genügend
Raum gibt. Dieser Ansatz ist analog zur Verwendung unterschiedlicher Filmgrößen in Photoapparaten.
Wenn die Daten in Blöcken
organisiert wären
und jeder Block unverzüglich
aufgezeichnet würde
(d.h. unabhängig von
der Bildgeschwindigkeit), wäre
es theoretisch möglich,
das gleiche Schreibgerät
mit unterschiedlicher Vergrößerung in
der Optik zu verwenden. Im Fall kontinuierlicher, zweidimensionaler Daten,
wie beim Sony SDDS System, könnte, wenn
sie kontinuierlich unter Ausnutzung der Filmbewegung eingegeben
würden,
um eine "Abtastung" in Längsrichtung
zu erzielen, das gleiche Schreibgerät im Zusammenhang mit einer
Optik benutzt werden, die quer zum Film, aber nicht in Längsrichtung
vergrößert. Auch
das Lesegerät müßte anders
sein oder mindestens mit einer anderen Optik arbeiten.
- 3. Er könnte
eine ähnliche
Organisation und Struktur beibehalten, die Symbole aber in nur einer
Richtung um das nötige
Verhältnis
strecken. Natürlich
haben die Symbole nicht mehr das optimale Verhältnis von Höhe zu Breite, aber die kleinere
Abmessung ist die gleiche auf 70 wie auf 35 mm, so daß die kleinere
Dimension, wenn sie zuverlässig
von 35 mm abgelesen werden kann, mindestens genauso zuverlässig von
70 mm gelesen werden kann. Da die Spurbreite unverändert ist,
kann das gleiche Schreib- und Lesegerät benutzt werden, und in der
Tat ist die Eingabe in das Schreibgerät und die Ausgabe aus dem Lesegerät von denen
für 35
mm nicht unterscheidbar. Es sei darauf hingewiesen, daß es sich
hierbei nicht um dasselbe handelt wie bei einem Wechsel von 7,5
zu 15 Zoll pro Sekunde bei einer festen Spurbreite auf Magnetband,
denn in jenem Fall wird die ganze Übertragungsfunktion geändert und
folglich unterscheidet sich die Zufuhr zum Aufzeichnungskopf von
der Ausgabe des Wiedergabekopfes. Diese dritte Option ist die Basis
der vorliegenden Erfindung.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das normale Format einer
Filmtonspur in Form einer zweidimensionalen Anordnung aus photographisch
aufgezeichneten, digitale Information wiedergebenden Symbolen, die
zum Anbringen auf 35 mm Kinofilm beabsichtigt sind, dadurch abgewandelt,
daß die
Symbole in der Richtung gestreckt werden, in der der Film beim Spielen
transportiert wird, wobei der Grad der Streckung der Erhöhung der Filmgeschwindigkeit
des großformatigen
Kinofilms im Verhältnis
zu dem 35 mm Kinofilm angemessen ist. Die Tonspur im gestreckten
Format wird auf den großformatigen
Kinofilm angewandt, so daß beim Spielen
des großformatigen
Kinofilms die wiederhergestellte Information im wesentlichen die
gleiche ist wie die vom 35 mm Kinofilm wiedergewonnene Information,
auf den das normale Format der Filmtonspur angewandt wird. Ein weiterer
Aspekt der Erfindung ist eine gestreckte Filmtonspur auf einem großformatigen
Kinofilm, so wie sie mit dem gerade beschriebenen Verfahren erzeugt
würde.
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Zu
den Aspekten der Erfindung gehört
also 1.) ein Verfahren zum Erzeugen gestreckter, digitaler Filmtonspuren
und 2.) ein Träger,
beispielsweise ein Kinofilm, der eine gestreckte, digitale Tonspur
hat.
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Diese
und weitere Aufgaben, Vorteile und Merkmale der Erfindung werden
dem Fachmann nach Betrachtung der vorliegenden Beschreibung, Zeichnungen
und Ansprüche
klar sein.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Ansicht eines aufgezeichneten 35 mm (cinematographischen) Kinofilms,
der sowohl herkömmliche
analoge Lichttonspuren als auch Blöcke optischer Symbole trägt, die
digitale Informationen wiedergeben.
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2 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Teils aus 1 in der Region der Filmtransportlöcher und einer
der analogen Tonspuren.
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3 ist
eine Ansicht ähnlich 2.
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4 ist
eine weitere, vergrößerte Ansicht eines
Teils aus 3 und zeigt einen exemplarischen
Block optischer Symbole, die digitale Informationen wiedergeben.
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5 ist
eine Ansicht der Lageanordnung der sechs Magnetspuren auf einer
herkömmlichen
70 mm Verleihkopie.
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6 ist
eine schematische Draufsicht und zeigt ein Symbol vor dem Strecken.
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7 ist
eine schematische Draufsicht und zeigt ein Symbol nach dem Strecken
im Fall einer Streckung um einen Faktor 1,25.
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BESTE ART
UND WEISE ZUM AUSFÜHREN
DER ERFINDUNG
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Unter
Hinweis auf 1 der Zeichnungen ist ein Datenträger in der
Form eines 35 mm (cinematographischen) Kinofilms 2 zu sehen,
der digitale Informationen wiedergebende, optische Symbole trägt.
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2 und 3 zeigen
mehr im einzelnen einen Abschnitt des Films 2 mit Transportlöchern 4, zwei
analogen SVA oder dual-bilateralen, monophonen Spuren 6 und 8 sowie
Blöcken
optischer Symbole 10, der die zweidimensionale Anordnung
von Symbolen der Dolby Digital Tonspur aufweist. 3 zeigt auch
einen Teil der Bildfläche 12.
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4 zeigt
in noch größerer Einzelheit
einen Abschnitt des Films 2 mit einem Block von Symbolen 10 zwischen
zwei Transportlochperforationen 4. Gleichfalls gezeigt
ist eine der analogen Spuren 8.
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Die 1 bis 4 zeigen
Stand der Technik (siehe die genannten US-Patente 5 544 140 und 5
710 752).
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Die
Symbolblöcke
weisen eine 76-mal-76 Anordnung aus einander benachbarten, quadratischen,
lichtdurchlässigen
und undurchlässigen
Symbolen auf, die im Verhältnis
zueinander so angeordnet sind, daß die Symbolmittelpunkte Kreuzungen
eines orthogonalen Gitters bestimmen, welches Linien in gleichen
Abständen
voneinander umfaßt.
Durchlässige
Symbole können
einen binären
Wert wiedergeben, und undurchlässige
Symbole stellen den entgegengesetzten binären Wert dar.
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Für einen
35 mm Kinofilm ist die Seitenlänge jedes
quadratischen Symbols etwa 32 Mikron; deshalb ist die Größe einer
76-mal-76 Anordnung von Symbolen (ein Symbolblock) etwa 96 Mil (2438,4
Mikron). Jeder Symbolblock ist ein "interperf"-Bereich (zwischen Transportlochperforationen)
und hat den gleichen Abstand von den beiden am nächsten liegenden Transportlochperforationen
und ist ihnen gegenüber
horizontal zentriert und mit ihnen ausgerichtet. Die horizontale
Standardbreite eines Transportlochs eines 35 mm Kinofilms beträgt 110 Mil;
damit ist die Breite des Perforationszwischenbereichs quer zur Filmlänge 110
Mil. Zwei lichtundurchlässige Schutzbänder einer
Breite von 7 Mil. (177,8 Mikron) nehmen die Fläche zwischen jedem 96 Mil breiten Symbolblock
und der linken bzw. rechten Grenze des Perforationszwischenbereichs
ein. Der vertikale Standardabstand zwischen Transportlöchern eines 35
mm Kinofilms beträgt
109 Mil; damit ist die Höhe des
Perfora tionszwischenbereichs längs
der Filmlänge
109 Mil. Zwei lichtundurchlässige
Schutzbänder
in einer Breite von 6,5 Mil (165,1 Mikron) nehmen die Flächen zwischen
jedem 96 Mil hohen Symbolblock und den beiden benachbarten Transportlochperforationen
ein.
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Durch
die Lokalisierung der die Dolby Digital Tonspurinformationen wiedergebenden
Symbolblöcke
auf 35 mm Film wird Kompatibilität
mit Kinofilmsystemen geschaffen, die nur die älteren analogen Tonspuren nutzen.
Das ermöglicht
einen einzigen Inventarfilm mit sowohl analogen als auch digitalen Tonspuren.
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In 1 – 4 veranschaulicht
die zentrale 12-mal-12 Symbolfläche
des digitalen Informationsblocks ein eingetragenes Warenzeichen
der Dolby Laboratories Licensing Corporation, nämlich das "Double D" Symbol. Das ist am deutlichsten in 4 zu
sehen. Bei einigen Dolby Digital Tonspuren werden die Daten in diesem
zentralen Bereich anstelle des Double D Symbols angeordnet.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die digitalen Symbolblöcke des Dolby Digital Systems
bei einer Anwendung auf 70 mm Film hinsichtlich ihrer Gestalt sowie
ihrer Lage auf dem Kinofilm abgewandelt.
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Die
Gestalt der abgewandelten Symbolblöcke läßt sich am leichtesten anhand
einer Verfahrensbeschreibung erläutern.
Gemäß dem Verfahren werden
die normalen Symbolblöcke
und die Räume zwischen
ihnen, so wie sie auf einen 35 mm Kinofilm angewandt würden, in
Richtung der Filmbewegung um einen Faktor gestreckt, der dem Verhältnis der
70 mm Filmgeschwindigkeit zur 35 mm Filmgeschwindigkeit entspricht
(nämlich
um einen Faktor von 1,25 angesichts der jeweiligen Filmprojektionsgeschwindigkeiten
von 112,5 Fuß/Minute
und 90 Fuß/Minute für einen
herkömmlichen
70 mm formatierten Film; für
aufkommende Varianten von 70 mm Filmformaten, dem Verhältnis der
jeweiligen Filmgeschwindigkeit, wie oben angedeutet, gegenüber der
35 mm Filmgeschwindigkeit). Jedes Symbol wird also in einer Dimension
gestreckt, wie auch die gesamte zweidimensionale Blockanordnung
aus Symbolen und der Raum zwischen den Blöcken, in denen auf dem 35 mm
Film ein Transportloch vorhanden wäre. Infolgedessen ist jeder
abgewandelte Symbolblock und die Räume zwischen ihnen länglich statt
quadratisch.
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Im
traditionellen 70 mm Filmformat sind die Transportlochdimensionen
und Abstände
identisch mit denen des 35 mm Films. Aber es gibt fünf Transportlöcher pro
Bildfeld im traditionellen 70 mm Filmformat statt der vier im 35
mm Filmformat. Folglich passen die gestreckten Blöcke und
die Räume
zwischen ihnen nicht zu den Transportlöchern des traditionellen 70
mm Filmformats – der
Block paßt
nicht mehr zwischen die Transportlöcher, und die Räume zwischen
den Blöcken
sind größer als
die Transportlochhöhe.
Auf die gleiche Weise gibt es keine Übereinstimmung hinsichtlich
der Transportlöcher
bei aufkommenden 70 mm Filmformaten, wie jenen mit einer Höhe von acht,
zehn, fünfzehn
oder einer anderen Anzahl von Transportlöchern pro Bildfeld. Der Ort für die gestreckte
Dolby Digital Tonspur kann also nicht zwischen Transportlöchern liegen;
es muß ein anderer
Ort auf dem 70 mm benutzt werden.
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5 zeigt
die Lageanordnung der sechs Magnetspuren auf einer herkömmlichen,
traditionellen 70 mm Verleihkopie. Die Richtung der Filmbewegung
ist nach unten, die Magnetbeschichtung ist oben und die Emulsion
unten. Der linke Magnetstreifenbereich enthält Magnetspuren 1 und 2.
Der nächste
Magnetstreifen enthält
Spur 3, gefolgt von Spur 4 im ersten Magnetstreifenbereich
nach rechts. Der rechte Magnetstreifenbereich enthält Magnetspuren 5 und 6.
Durch das Weglassen der Magnetspuren werden die Kosten für die Verleihkopie
stark gesenkt, und die vier Stellen, an denen die Magnetbeschichtung
aufgetragen war, stehen zur Aufnahme der gestreckten Dolby Digital
Blöcke
zur Verfügung.
Die Magnetstreifen für
die Magnetspuren 1 und 2 sowie für die Spuren 5 und 6 (die
Streifen zwischen jedem Filmrand und den jeweiligen Transportlöchern),
sind je 200 Mil breit. Jeder hat eine ausreichende Breite für den 96
Mil breiten, gestreckten Dolby Digital Block. Jeder gestreckte Dolby
Digital bleibt 96 Mil breit, ist aber auf 120 Mil oder mehr, je
nach dem Format, in der Höhe
gestreckt. Folglich können
die gestreckten Dolby Digital Blöcke
die früheren
Orte der Magnetspuren 1 und 2 oder alternativ
Spuren 5 und 6 einnehmen. Wenn es genügend Platz
gibt, ohne daß in
nicht akzeptabler Weise in den Bildbereich eingegriffen wird, kann
die Dolby Digital Tonspur auch an den Orten der Magnetspur 3 oder
Spur 4 angeordnet werden.
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Ferner
werden gemäß der vorliegenden
Erfindung die beiden Sony SDDS Spuren (die sich jeweils zwischen
jeder Filmkante und den jeweiligen Transportlöchern befinden), die zur Anbringung
auf 35 mm Film beabsichtigt sind, in Richtung der Filmbewegung um
einen Faktor gestreckt, der dem Verhältnis der 70 mm Filmgeschwindigkeit
zur 35 mm Filmgeschwindigkeit entspricht (nämlich um einen Faktor von 1,25
angesichts der jeweiligen Filmprojektionsgeschwindigkeiten von 112,5
Fuß/Minute
und 90 Fuß/
Minute für
den Fall des traditionellen 70 mm Filmformats oder eine Filmgeschwindigkeit
von mehr als 112,5 Fuß/Minute,
wie oben angegeben, für
eine der aufkommenden Varianten der 70 mm Filmformate). So wird
jedes Symbol in einer Dimension gestreckt, wie auch die gesamte
durchgehenden zweidimensionale Anordnung aus Symbolen, die jede Sony
SDDS digitale Tonspur bilden. Gemäß US-Patent 5 639 585 ist die
Breite jeder Sony SDDS Spur 1,536 mm (etwa 60,63 Mil). Das Paar
gestreckter SDDS Spuren mit einer nominalen Breite von etwas mehr
als 60 Mil kann an den Orten der früheren Magnetspuren 3 und 4 angeordnet
werden (wo die Streifenbreiten 70 Mil waren). Die optischen Sony
SDDS Spuren können
auf dem 70 mm Film mit oder ohne die optischen Dolby Digital Spuren
vorhanden sein. Wenn der Film keine Dolby Digital Spuren enthält, können die
Sony SDDS Spuren in den Bereichen angeordnet werden, die zuvor von
Magnetspuren 1 und 2 oder 5 und 6 eingenommen
waren (eine Sony SDDS Spur an jeder der beiden Stellen). Gleichgültig, ob
sich eine Dolby Digital Spur in einem der beiden früheren breiten
Magnetspurenbereiche befindet oder nicht, können gemäß einer Alternative beide Sony
SDDS Spuren in einer der beiden breiten, früheren Magnetspurbereiche angeordnet
werden (der nicht besetzten, wenn die andere die Dolby Digital Information
enthält).
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6 ist
eine schematische Draufsicht und zeigt ein nominell quadratisches,
optisches Symbol 10, wie in der Dolby Digital Tonspur gemäß 1, 2, 3 oder 4 vor
dem Strecken. Jedes Sony SDDS Symbol hat eine ähnliche Gestalt.
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7 ist
eine schematische Draufsicht auf ein Symbol 10' aus 6 nach
dem Strecken um einen Faktor von 1,25 für einen Film im traditionellen 70
mm Format mit 5 Perforationen pro Bildfeld und einer Filmgeschwindigkeit
von 112,5 Fuß/Minute.
Der Streckfaktor ist das Verhältnis
zwischen der Filmgeschwindigkeit des 70 mm Formats im Verhältnis zu der
des 35 mm Films: 1,25 für
einen traditionellen 70 mm Film mit 5 Transportlöchern pro Bildfeld; 2,0 für einen
70 mm Film mit 8 Transportlöchern
pro Bildfeld; 2,5 für
einen 70 mm Film mit 10 Transportlöchern pro Bildfeld; und 3,75
für einen
70 mm Film mit 15 Transportlöchern
pro Bildfeld. In jedem Fall wird das Symbol länglich und hat ein längeres Maß in Richtung
der Filmbewegung.
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Wenn
der 70 mm Film mit nomineller Geschwindigkeit gespielt wird (112,5
Fuß/Minute
im Fall eines traditionellen 70 mm Films, oder einer höheren Geschwindigkeit
im Fall einer aufkommenden Variante eines 70 mm Films), erscheinen
die gestreckten Dolby Digital und Sony SDDS Symbole für ein nichtabgewandeltes
Dolby Digital oder Sony SDDS Lesegerät als nicht unterscheidbar
von konventionellen Dolby Digital und Sony SDDS Symbolen, die von
einem 35 mm Film abgelesen werden. Die gleichen Lesegeräte können ohne
Abwandlung an ihrer Optik benutzt werden (natürlich muß das Lesegerät an einer zum
Lesen der jeweiligen Dolby Digital oder Sony SDDS Information geeigneten
Stelle angeordnet sein). Der von solchen Lesegeräten erzeugte Datenstrom ist
identisch mit dem im Umfeld des 35 mm Films erzeugten, und es sind
keine Änderungen
an der Elektronik oder Software erforderlich, um die zugrundeliegenden
Tonspuren zu dekodieren.
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Modifizierte,
kompatible Dolby Digital Tonspuren für 70 mm können mindestens auf zweierlei Weise
erzeugt werden. Um ein geeignetes Negativ zu erhalten, wird ein
35 mm Positiv mit völlig
herkömmlichen,
digitalen Blöcken
erzeugt (als ob eine normale 35 mm Tonspur vorbereitet würde). Dieser Schritt
mit dem Positiv ist erforderlich, um die für Zwecke der Zeitbestimmung
erforderlichen Block- und
Transportlochbilder zu schaffen. Danach kann das 35 mm Positiv (z.B.
mittels einer anamorphotischen Optik) optisch auf ein 35 mm Negativ
gestreckt werden, welches seinerseits im Kontaktabzug auf 70 mm
Film gebracht werden kann. Gemäß einer
Alternative kann das 35 mm Bild in einem Rechnerspeicher gespeichert
und dann zur Laserabtastung einer gestreckten Abbildung auf ein
70 mm Negativ zusammen mit dem Bild benutzt werden. Techniken zum Bedrucken
eines Kinofilms mit Symbolen, um optisch aufgezeichnete, digitale
Tonspuren zu erzeugen, sind allgemein bekannt.
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Modifizierte,
kompatible SDDS Tonspuren für
70 mm können
mindestens durch Produzieren eines herkömmlichen 35 mm SDDS Negativs
oder Positivs und anschließendes
optisches Strecken optisch gestreckt (beispielsweise mittels einer
anamorphotischen Optik) auf ein 35 mm Negativ hergestellt werden,
welches seinerseits im Kontaktabzug auf 70 mm Film gebracht werden
kann.
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Alternativ
ist es möglich,
eine 70 mm Verleihkopie aus einem 35 mm Negativ ohne irgendwelche Zwischenschritte
mittels einer Technik zu erhalten, mit der Blöcke und simulierte Transportlochabbildungen
erzeugt werden, die für
zeitliche Abstimmungen von seiten des Dekodierers benötigt werden.
Das Modell CA10 Dolby Stereo Digital Sound Camera Adaptor, hergestellt
von Dolby Laboratories, Inc. wird normalerweise benutzt, um Informationsblöcke zwischen
Transportlöchern
nach Art der Darstellung in 1-4 aufzuzeichnen.
Der CA10 fühlt
die Perforationslöcher
im 35 mm Film und erzeugt in Abhängigkeit
von kodierter Tonspurinformation im richtigen Zeitpunkt bezüglich der
Perforationslöcher
die Datenblöcke
zur optischen Aufzeichnung zwischen den Perforationslöchern. Der
CA10 kann zur Herstellung eines 35 mm Negativs benutzt werden, aus
dem eine 70 mm Verleihkopie gemacht werden kann. Um das zu tun,
ist die digitale Aufzeichnungsoptik des 35 mm optischen Aufzeichnungsgeräts direkt
zu dem ausgewählten
Ort innerhalb. der Transportlöcher
versetzt (physisch bewegt). Ein Sensor für Perforationen bleibt an seiner
normalen Stelle, um die Orte der 35 mm Transportlöcher zu
lesen. Man läßt den 35
mm Negativfilm mit erhöhter
Geschwindigkeit im Verhältnis
zur normalen von 90 Fuß/Minute
für den
35 mm Film laufen, nämlich
mit der Geschwindigkeit, mit der das ausgewählte 70 mm Format laufen wird
(5/4 oder 112,5 Fuß/Minute,
8/4 oder 180 Fuß/Minute,
10/4 oder 225 Fuß/Minute
oder 15/4 oder 337,5 Fuß/Minute).
Das Perforationsabfühlsignal
wird durch das umgekehrte der Filmgeschwindigkeitszunahme herabdividiert
(d.h. 4/5, 4/8, 4/10 bzw. 4/15), was zur Folge hat, daß die optische
Information in Richtung der Filmbewegung physisch gestreckt wird,
wie in 7 gezeigt, während
die Datenflußrate
infolge der erhöhten
Filmgeschwindigkeit unverändert
bleibt. Um die nötigen
Perforationslochabbildungen zu simulieren, wird das Perforationssensorsignal
auch benutzt, eine oder mehr Leuchtdioden LED (je nach Bedarf abgedeckt)
zwischen den Blöcken
digitaler Information voll anzusteuern und damit eine schwarze Abbildung
auf dem Negativ zu erzeugen, dem Äquivalent eines Transportlochs.
Das erhaltene Negativ kann dann zum direkten Kontaktabzug auf eine
70 mm Verleihkopie benutzt werden und hat die Abbildung des Transportlochs
dann am richtigen Ort. Das ermöglicht
ein Lesen ohne elektronische Änderungen an
bestehenden Lesegeräten
für digitale
Tonspuren und ohne zusätzliche
Filmerzeugung.
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Auch
wenn die Erfindung insbesondere im Zusammenhang mit 70 mm Kinofilm
beschrieben wurde, ist sie auch auf andere Filme mit großem Bildformat
anwendbar. Bei solchen anderen Filmformaten können die Orte der einen oder
mehr abgewandelten, digitalen Tonspuren unterschiedlich sein.
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Es
sei darauf hingewiesen, daß die
Verwirklichung weiterer Änderungen
und Abwandlungen der Erfindung und ihrer verschiedenen Aspekte für den Fachmann
offensichtlich sind, und daß die
Erfindung nicht durch diese spezifischen, hier beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt
ist. Deshalb wird erwogen, mit der vorliegenden Erfindung jegliche
und alle Modifikationen, Variationen oder Äquivalente abzudecken, die
in den wahren Bereich und Umfang der hier offenbarten und beanspruchten
Grundprinzipien fallen.