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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine IR- und UV-strahlungsempfindliche
Zusammensetzung und eine lithographische Platte.
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Die
Erfindung betrifft insbesondere eine IR- und UV-strahlungsempfindliche
Zusammensetzung, die sich zur Herstellung einer Positiv-Lithographieplatte
eignet.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Bekanntlich
beruht das Druckverfahren mit einer lithographische Platte auf der
unterschiedlichen Verteilung fettähnlicher Substanzen und Wasser.
Die fettähnliche
Substanz oder Tinte wird bevorzugt im Bildbereich festgehalten,
während
das Wasser bevorzugt im Nicht-Bildbereich festgehalten wird. Wenn
die Oberfläche
einer geeignet vorbehandelten lithographischen Platte mit Wasser
angefeuchtet wird und dann mit Tinte überzogen wird, hält der Nicht-Bildbereich
das Wasser fest und stößt die Tinte
ab, während
der Bildbereich die Tinte annimmt und das Wasser abstößt. Dann
wird die Tinte auf dem Bildbereich auf ein Substrat eines Materials
transferiert, auf dem die Wiedergabe des Bildes gewünscht ist,
wie z. B. Karton, Gewebe und dergleichen.
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Im
Allgemeinen bestehen die in Druckverfahren verwendeten lithographischen
Platten aus einem Aluminiumträger,
der mit einer lichtempfindlichen (photoempfindlichen) Zusammensetzung überzogen
ist. Wenn diese Zusammensetzung auf Licht einer geeigneten Wellenlänge so reagiert,
dass der dem Licht ausgesetzte Anteil löslich wird und somit im Entwicklungsschritt
entfernt werden kann, wird das Druckverfahren als "Positiv"-Verfahren bezeichnet.
Wenn dagegen der dem Licht ausgesetzte Anteil unlöslich wird,
wird das Druckverfahren als "Negativ"-Verfahren bezeichnet.
In beiden Fällen
ist der verbleibende Bildbereich lipophil und nimmt daher die Tinte
an, während
der Nicht-Bildbereich hydrophil ist und das Wasser annimmt.
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Neuere
Entwicklungen auf dem Gebiet lithographischer Platten sind auf die
Suche nach Zusammensetzungen ausgerichtet, die gegenüber Laserlicht
empfindlich sind, vorzugsweise im nahen IR-Bereich, insbesondere
gegenüber
Laserlicht, das von einer Software gesteuert wird, um das vom Computer
erzeugte Bild direkt auf die Oberfläche der Platte zu übertragen.
Diese Technik hat den Vorteil, dass keine photographischen Filme
mehr erforderlich sind, was in der Folge zu einer Verringerung der
Umweltbelastung durch chemische Substanzen führt, die zur Herstellung und
Entwicklung dieser Filme dienen, und alle Probleme eliminiert, die beim Übertragen
des Bildes auf die Platte mittels photographischer Filme auftreten.
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Erstens
macht eine Zusammensetzung, die gegenüber der von einem Laser ausgesandten
IR-Strahlung empfindlich ist, das System bisweilen verlässlicher.
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Zweitens
wäre es
möglich,
unter Umgebungslicht zu arbeiten, was das Erfordernis automatischer
Ladesysteme und Dunkelkammern entbehrlich macht.
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Die
Patentanmeldung WO 96/20429 beschreibt ein Verfahren zur Ausbildung
einer lithographischen Druckmatrix nach dem Wärmedruckverfahren. Bei diesem
Verfahren (i) überzieht
man einen als lithographischen Träger verwendbaren Träger mit
einer Positiv-fotoempfindlichen Zusammensetzung, die einen Naphthochinondiazidester
eines Phenolharzes oder einen Naphthochinondiazidester und ein Phenolharz
und wenigstens eine Substanz umfasst, die im IR-Bereich absorbiert,
(ii) setzt das System ultraviolettem Licht (UV) aus, damit die fotoempfindliche
Zusammensetzung entwickelt werden kann, (iii) beschreibt die Platte
mit von einem Laser ausgesandter IR-Strahlung, und (iv) entwickelt
die Platte, um diejenigen Bereiche der fotoempfindlichen Zusammensetzung
zu entfernen, die nicht dem Laser ausgesetzt waren.
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Außerdem wird
im Zuge der Beschreibung behauptet, dass die Kombination der Schritte
des Einwirkens von Licht (UV) und des Erwärmens (durch IR-Strahlung)
wesentlich ist zur Ausbildung des Abbilds (Seite 7, Zeilen 1–3).
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Die
Patentanmeldung WO 97/39894 beschreibt eine wärmeempfindliche olefinische
Zusammensetzung, die eine im wässrigen
Entwickler lösliche
polymere Substanz und eine Verbindung umfasst, die die Löslichkeit
der polymeren Substanz im wässrigen
Entwickler verringert, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Löslichkeit
der Zusammensetzung im wässrigen
Entwickler durch Erwärmen
erhöht
wird, nicht jedoch durch die einfallende UV Strahlung (siehe Anspruch
1). Mit anderen Worten ist diese Platte empfindlich gegenüber IR aber
nicht gegenüber
UV.
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Die
wärmeempfindliche
Zusammensetzung umfasst vorzugsweise keine UV-empfindlichen Bestandteile (Seite 17,
Zeilen 17–18).
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Die
EP-A-0 833 204 offenbart eine IR-empfindliche bildgebende Zusammensetzung
mit zwei wesentlichen Bestandteilen, nämlich einem IR-absorbierenden
Material und einem Phenolharz, das mit einem o-Diazonaphthochinonderivat
vermischt oder umgesetzt ist. Diese Zusammensetzungen eignen sich
für bildgebende
Elemente wie lithographische Druckplatten, die zur Ausbildung positiver
oder negativer Bilder mittels Laserbildgebung verwendet und die
auf Direct-to-plate-Belichtungsverfahren angepasst werden können. Jedoch
betrifft keines der Beispiele der EP-A-0 833 204 die Verwendung
der Zusammensetzung in einem Verfahren, bei dem ein Bild lediglich
nach UV-Exposition erhalten wird.
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Die
US-A 5 705 322 beansprucht ein Element mit Negativ-Funktionsweise,
das (i) ein Gemisch eines Phenolharzes und eines o-Naphthochinondiazidderivates,
oder (ii) ein Umsetzungsprodukt eines Phenolharzes und eines o-Naphthochinondiazidderivates
oder (iii) ein Gemisch von (i) und (ii) umfasst. Ein Gemisch von (i)
und (ii) ist aber weder durch Beispiele veranschaulicht noch getestet
worden. Das Element kann nur mit IR-Strahlung oder in einer zweistufigen
Belichtungssequenz sowohl mit IR- als auch UV-Strahlung belichtet werden,
wobei es zuerst IR- und dann UV-Strahlen ausgesetzt wird.
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Photoempfindliche
Platten, die wie die der vorstehend angesprochenen Patentanmeldungen
WO 96/20429 and WO 97/39894 notwendigerweise die Einwirkung von
IR-Licht erfordern, werden gegenwärtig selten verwendet, da Anlagen,
die mit Laserlicht auf eine lithographische Platte drucken können, immer
noch sehr teuer sind. Somit findet gegenwärtig eine Übergangsperiode statt, in der
viele Betreiber immer noch das alte Verfahren anwenden, bei dem
man durch Belichten mit UV-Lampen
mittels eines Masterbildes auf die Platte druckt, während wenige – die bereits über die
erforderliche Ausrüstung
verfügen – Platten
benötigen,
die gegenüber
IR-Licht empfindlich sind.
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Die
Patentanmeldung
EP 0 672 954 versucht
dieses Erfordernis zu befriedigen und offenbart eine photoempfindliche
Beschichtung für
eine lithographische Platte, die sowohl gegenüber UV- als auch IR-Strahlung ist
und sowohl in Positiv- als auch Negativ-Verfahren eingesetzt werden
kann. Die Beschichtung enthält
ein Resolharz, ein Novolak-Harz, ein mit einer Halogenalkylgruppe
substituiertes s-Triazin und einen IR-Absorber. Die Löslichkeit
der vorstehenden Zusammensetzung in einer Lösung eines alkalischen wässrigen
Entwicklers wird während
der Schritten (i) der Einwirkung der bildgebenden Strahlung und
(ii) des Erwärmens
im belichteten Bereich verringert und im nicht belichteten Bereich
erhöht.
Im Zuge der Beschreibung wird angegeben, dass wesentlich ist, dass
sowohl ein Resol- als auch ein Novolak-Harz vorliegen, damit man
die Platte im Negativ-Verfahren verwenden kann (Seite 4, Zeilen
10–13).
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben eine Platte gemäß der Patentanmeldung
EP 0 672 954 zur Herstellung
UV-positiver Bilder verwendet und haben gefunden, dass das so erhaltene
Bild eine geringe Beständigkeit
gegenüber
der alkalischen Entwicklerlösung
oder dem Isopropylalkohol in der Badlösung zeigt, die während des
Drucks verwendet wird, und das Bild außerdem eine geringe Abriebfestigkeit
aufweist.
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AUFGABEN DER
ERFINDUNG
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Eine
erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
einer Zusammensetzung, die sowohl gegenüber IR- als auch UV-Strahlung
empfindlich ist.
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Eine
zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die
Zusammensetzung ungeachtet des zum Belichten verwendeten Systems
(UV oder IR) gute Ergebnisse beim alkalischen Entwickeln zeigen soll.
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Eine
dritte Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die
Zusammensetzung ein Bild liefern soll, das nach dem Entwickeln eine
gute Beständigkeit
gegenüber
den in den Druckverfahren verwendeten Lösungsmitteln, insbesondere
Isopropylalkohol, zeigen soll.
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Eine
vierte Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
einer lithographischen Platte, die eine Zusammensetzung mit den
vorstehenden Eigenschaften umfasst.
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DEFINITIONEN
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Der
Begriff "lithographische
Platte" soll sich
auf einen Träger
beziehen, der mit einer photoempfindlichen Beschichtung beschichtet
ist und die, nach geeigneter Belichtung und Entwicklung, als planographe
Matrix in Druckverfahren verwendet wird, bei denen eine unterschiedliche
Verteilung fettähnlicher
Substanzen und Wasser erfolgt.
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Typische
Beispiele für
Trägermaterialien
sind Aluminium, Zink und Kupfer, polymere Träger wie Polyester, und polymerbeschichtetes
Papier.
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Insbesondere
ist der Träger
eine Metallfolie aus galvanisch gekörntem (electrograined) Aluminium, das
oxidiert und geeignet behandelt ist, um die photoempfindliche Zusammensetzung
aufzunehmen.
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Der
Begriff "Positiv-" soll bedeuten, dass
der belichtete Teil der photoempfindlichen Beschichtung löslich wird,
so dass er während
des Entwicklungsvorganges der Platte entfernt werden kann. Typischerweise
erfolgt der Entwicklungsprozess in Alkali mit einer Leitfähigkeit
von 75 bis 110 mS.
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Der
Begriff "Diazoharz" bezieht sich auf
Veresterungsprodukte eines 2,1-Naphthochinondiazid-4-sulphonylchlorids
mit einem Polykondensationsprodukt von Phenol oder Homologen davon,
wie zum Beispiel m-Kresol oder symmetrischem Xylenol. Typische Beispiele
solcher handelsüblicher
Harze sind die Erzeugnisse RO 874 und RO 849 der Firma Rohner (Pratteln,
Basel, Schweiz) und A 938 der Firma Materiali Sensibili (Mailand,
Italien).
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Alternativ
bezieht sich der Begriff "Diazoharz" auf Veresterungsprodukte
eines 2,1-Naphthochinondiazid-5-sulphonylchlorids
mit einem Polykondensationsprodukt von Phenol oder Homologen davon,
wie zum Beispiel m-Kresol und symmetrischem Xylenol. Typische Beispiele
solcher handelsüblicher
Diazoharze sind die Erzeugnisse PW 1160 und PW 1161 der Firma Clariant
(Wiesbaden, Deutschland) und DRS 25 der Firma Materiali Sensibili.
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Im
Allgemeinen hat das Diazoharz ein gewichtsmittleres Molekulargewicht
von 5000 bis 12000.
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Der
Begriff "Novolak" bezieht sich auf
ein Polymer, das durch Umsetzung von Formaldehyd und Phenol und/oder
m-Kresol und/oder symmetrischem Xylenol in einem molaren Verhältnis von
weniger als 1 (zum Beispiel Formaldehyd : Phenol = 1 : 2) in einem
sauren Medium erhalten ist.
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Typische
Beispiele handelsüblicher
Novolak-Harze sind hochmolekulare Novolak-Harze wie LB 6564 (gewichtsmittleres
Molekulargewicht = 6000–10000)
und LB 744 (gewichtsmittleres Molekulargewicht = 8000–13000)
der Firma Bakelite (Deutschland), R 7100 (gewichtsmittleres Molekulargewicht
= 8000–10000) der
Firma Rohner, und PN 430 (gewichtsmittleres Molekulargewicht = 5000–9500) der
Firma Clariant und niedermolekulare Novolak-Harze wie PN 320 (gewichtsmittleres
Molekulargewicht = 3000–5000).
Eine bevorzugte Form von R 7100 wird erhalten, indem man Monomere
aus LB 744 entfernt, wobei man ein im wesentlichen monomerfreies
Harz mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 9500 bis 10500
erhält.
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Der
Begriff "Diazoester" bezieht sich auf
das Produkt der vollständigen
oder teilweisen Veresterung eines 2,1-Naphthochinondiazidsulphonylchlorids
mit einem Tetrahydroxybenzophenon.
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Typische
Beispiele für
Diazoester sind solche, die durch vollständige oder teilweise Veresterung
eines 2,3,4,4'-Tetrahydroxybenzophenons
oder eines 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenons
mit 2,1-Naphthochinondiazid-4-sulphonylchlorids erhalten sind, oder
solche, die durch vollständige
oder teilweise Veresterung eines 2,3,4,4'-Tetrahydroxybenzophenons
oder eines 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenons
mit 2,1-Naphthochinondiazid-5-sulphonylchlorid
erhalten sind.
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Ein
typisches Beispiel eines Diazoesters ist das Produkt, das durch
vollständige
oder teilweise Veresterung von 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenon
mit 2,1-Naphthochinondiazid-4-sulphonylchlorid erhalten ist, wobei
man ein Gemisch von Mono-, Di-, Tri- und Tetraestern des 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenons
erhält, das
unter dem Namen SDBZ von der Firma Materiali Sensibili verkauft
wird. Typischerweise enthält
SDBZ 5 bis 20% Monoester, 40 bis 60% Diester, 20 bis 40% Triester
und 1 bis 10% Tetraester des 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenons.
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Der
Begriff "Absorber" bezieht sich auf
eine Substanz, die Strahlung einer bestimmten Wellenlänge absorbieren
kann. Vorzugsweise ist der Absorber in Wasser, Ketonen und/oder
Glycolen, Alkoholen und/oder Gemischen davon löslich.
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Typische
Beispiele für
Absorber sind die Handelsprodukte KF 646, KF 645, KF 810, KF 1003,
KF 1002, IR HBB 812 und KF 818 der Firma Riedel-de-Haen/Allied Signal
(Seelze, Deutschland), die Handelsprodukte ADS 805PI, ADS805PP,
ADS805PA, ADS805PF, ADS812MI, ADS812MI, ADS815EI, ADS818HI, ADS818HT, ADS822MT,
ADS830AT, ADS 830A und ADS838MT der Firma American Dye Source (Varennes,
Quebec, Canada), das Produkt Projet 830 NP und der IR-absorbierende Cyaninfarbstoff,
die von der Firma Zeneca Specialties (Manchester, England) vertrieben
werden. Der Einfachheit halber wird der IR-absorbierende Cyaninfarbstoff
im Folgenden mit "Z" abgekürzt.
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Eine
besonders vorteilhafte Absorberfamilie ist durch das folgende Gerüst gekennzeichnet:
worin X, Y, Z, R, R' and R'' viele Bedeutungen haben können. Typische
Beispiele solcher Bedeutungen sind: ein einfacher oder kondensierter
heterocyclischer Ring für
X, ein einfacher oder kondensierter heterocyclischer Ring für Z und
Y zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind; Wasserstoff,
C
1-3-Alkyl, SO
3 – oder COO
– für R und
R' (unabhängig voneinander),
und H oder Cl für
R''. Spezielle Beispiele
für die
heterocyclischen Ringe sind:
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Die
wahrscheinlichen Strukturen bestimmter spezieller Absorber sind:
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Der
Begriff "IR-Strahlung" bezeichnet Strahlung
mit einer Wellenlänge
von mehr als 780 nm.
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Ein
typisches Beispiel einer zur Erzeugung von IR-Strahlung verwendeten
Vorrichtung ist eine Laserdiode, die bei etwa 830 nm emittiert.
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Der
Begriff "UV-Strahlung" soll sich auf Strahlung
einer Wellenlänge
von etwa 10 bis etwa 400 nm beziehen.
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Ein
typisches Beispiel einer zur Erzeugung von UV-Strahlung verwendeten
Vorrichtung ist eine Kohlebogenlampe, eine Quecksilberdampflampe,
eine Fluoreszenzlampe, eine Wolframfilamentlampe, eine photographische
Lampe und eine 5000 W-Lampe
für aktinisches
Licht, die im Bereich von 350 bis 400 nm emittieren.
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Der
Begriff "Farbstoff" soll sich auf eine
farbige Verbindung oder Zubereitung beziehen, die die photoempfindliche
Zusammensetzung einfärbt,
um das Bild nach der Belichtung und/oder dem Entwickeln sichtbar zu
machen.
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Typische
Beispiele für
Farbstoffe sind Basonyl-Blau 636 (Colour Index 42595) der Firma
BASF (Deutschland) und Sudan-Gelb 150 (Colour Index 11021) der Firma
BASF (Deutschland) oder Gemische davon.
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Der
Begriff "Triazin" bezeichnet die Familie,
zu der folgende Verbindungen gehören:
2-(1-Naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(4-Methoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(4-Ethoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(4-Butoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-[4-(2-Methoxyethyl)-1- naphthyl]-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-[4-(2-Ethoxyethyl)-1-naphthyl]-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-[4-(2-Butoxyethyl)-1-naphthyl]-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(2-Methoxy-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(6-Methoxy-5-methyl-2-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(6-Methoxy-2-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(5-Methoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(4,7-Dimethoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(6-Methoxy-2-naphthyl)-4,6-bis-(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(4,5-Dimethoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(5-Acenaphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(2-Naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(9-Phenanthryl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(2-Dibenzothienyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(3-Benzopyranyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(4-Alkoxy-1-anthracyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-Methyl-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(4-Methoxy-styryl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(2,3-Methylendioxybenzyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin und
2-(4-Methoxyphenyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
wurden nun eine Zusammensetzung, die (i) ungeachtet des zum Belichten
verwendeten Systems (UV oder IR) gute Ergebnisse beim alkalischen
Entwickeln liefert, (ii) ein Bild liefert, das nach dem Entwickeln gute
Beständigkeit
gegenüber
den in Druckverfahren verwendeten Lösungsmitteln, insbesondere
Isopropylalkohol aufweist, und eine lithographische Platte gefunden,
die die Zusammensetzung mit den vorstehenden Eigenschaften umfasst.
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Ein
erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung
einer Positiv-fotoempfindlichen Zusammensetzung nach Anspruch 1.
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Ein
zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
einer lithographische Platte, die einen mit einer fotoempfindlichen
Zusammensetzung beschichteten Träger
umfasst, nach Anspruch 10.
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Typischerweise
hat die IR-Strahlung eine Wellenlänge von mehr als 780 nm, und
insbesondere hat sie eine Wellenlänge von etwa 830 nm.
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Typischerweise
hat die UV-Strahlung eine Wellenlänge von etwa 10 bis etwa 400
nm, und insbesondere eine Wellenlänge von 350 bis 400 nm.
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Vorzugsweise
ist das Diazoharz das Veresterungsprodukt eines 2,1-Naphthochinondiazidsulphonylchlorids
mit einem Polykondensationsprodukt von Phenol und/oder Homologen
davon.
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Typischerweise
ist das Diazoharz das Veresterungsprodukt von:
- – 2,1-Naphthochinondiazid-4-sulphonylchlorid
mit einem Polykondensationsprodukt von Phenol oder Homologen davon,
wie zum Beispiel, m-Kresol und symmetrischem Xylenol. Bevorzugte
Beispiele solcher handelsüblicher
Diazoharze sind unter den Produkten RO 874 (Stickstoffgehalt = 1,6
Gew.-%) und RO 849 (Stickstoffgehalt = 1,9 Gew.-%) der Firma Rohner
und A 938 (Stickstoffgehalt = 2,8 Gew.-%) der Firma Materiali Sensibili
ausgewählt,
und/oder
- – 2,1-Naphthochinondiazid-5-sulphonylchlorid
mit einem Polykondensationsprodukt von Phenol oder Homologen davon,
wie zum Beispiel m-Kresol und symmetrischem Xylenol. Bevorzugte
Beispiele solcher handelsüblicher
Diazoharze sind unter den Produkten PW 1160 (Stickstoffgehalt =
2,4 Gew.-%) und PW 1161 (Stickstoffgehalt = 3,2 Gew.-%) der Firma
Clariant und DRS 25 (Stickstoffgehalt = 2,4 Gew.-%) der Firma Materiali
Sensibili ausgewählt.
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Typischerweise
hat das Diazoharz der vorliegenden Erfindung ein gewichtsmittleres
Molekulargewicht von 3000 bis 15000, vorzugsweise von 5000 bis 12000.
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Im
Allgemeinen kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung auch ein
Gemisch von Diazoharzen enthalten.
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Vorzugsweise
ist der Stickstoffgehalt des Diazoharzes 1 bis 8 Gew.-%. Insbesondere
beträgt
der Gehalt 1,2 bis 3,2 Gew.-%.
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Typische
Beispiele für
Diazoester sind solche, die durch vollständige oder teilweise Veresterung
eines 2,3,4,4'-Tetrahydroxybenzophenons
oder eines 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenons
mit 2,1-Naphthochinondiazid-4-sulphonylchlorid erhalten sind, oder
solche, die durch vollständige
oder teilweise Veresterung eines 2,3,4,4'-Tetrahydroxybenzophenons oder eines
2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenons
mit 2,1-Naphthochinondiazid-5-sulphonylchlorid erhalten sind.
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Insbesondere
ist der Diazoester das durch vollständige oder teilweise Veresterung
von 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenon
mit 2,1-Naphthochinondiazid-4-sulphonylchlorid erhaltene Produkt,
wobei man ein Gemisch von Mono-, Di-, Tri- und Tetraester von 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenon
erhält,
das unter dem Namen SDBZ von der Firma Materiali Sensibili verkauft
wird.
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Typischerweise
enthält
SDBZ 5 bis 20% Monoester, 40 bis 60% Diester, 20 bis 40% Triester
und 1 bis 10% Tetraester von 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenon.
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Typischerweise
beträgt
der Stickstoffgehalt des Diazoesters 5 bis 13 Gew.-%. Vorzugsweise
beträgt der
Gehalt 6 bis 9 Gew.-%.
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Vorzugsweise
hat das erste Novolak-Harz ein gewichtsmittleres Molekulargewicht
von 2000 bis 6000, während
das zweite ein gewichtsmittleres Molekulargewicht von 7000 bis 14000
hat. Stärker
bevorzugt hat das erste ein gewichtsmittleres Molekulargewicht von
3000 bis 5000 und das zweite hat ein gewichtsmittleres Molekulargewicht
von 8000 bis 10000.
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Typische
Beispiele geeigneter handelsüblicher
Novolake sind hochmolekulare Novolak-Harze wie LB 6564 (gewichtsmittleres
Molekulargewicht = 6000–10000)
und LB 744 (gewichtsmittleres Molekulargewicht = 8000–13000)
der Firma Bakelite, R 7100 (gewichtsmittleres Molekulargewicht =
9500–10500)
der Firma Rohner, und PN 430 (gewichtsmittleres Molekulargewicht
= 5000–9500)
der Firma Clariant und das niedermolekulare Novolak-Harz PN 320
(gewichtsmittleres Molekulargewicht = 3000–5000).
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Vorzugsweise
ist das Novolak-Harz der vorliegenden Erfindung ein Gemisch wenigstens
eines hochmolekularen und wenigstens eines niedermolekularen Novolak-Harzes.
Stärker
bevorzugt macht das hochmolekulare Novolak-Harz etwa 30–40 Gew.-%
in der gesamten photoempfindlichen Zusammensetzung aus.
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Typischerweise
haben die Novolak-Harze der vorliegenden Erfindung eine Erweichungstemperatur von
75 bis 135°C.
Insbesondere beträgt
die Erweichungstemperatur des niedermolekularen Novolak-Harzes 75
bis 90°C
und die Erweichungstemperatur des hochmolekularen Novolak-Harzes
125 bis 140°C.
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Bevorzugte
Beispiele für
Absorber sind Verbindungen, die unter den Handelsprodukten KF 646,
KF 645, KF 810, KF 1003, KF 1002, IR HBB 812 und KF 818 der Firma
Riedel-de-Haen/Allied Signal, den Handelsprodukten ADS 805PI, ADS805PP,
ADS805PA, ADS805PF, ADS812MI, ADS812MI, ADS815EI, ADS818HI, ADS818HT,
ADS822MT, ADS830AT, ADS 830A und ADS838MT der Firma American Dye
Source, dem Handelsprodukt Projet 830 NP und dem Handelsprodukt
Cyanine-Infrared-Absorbing-Farbstoff
der Firma Zeneca Specialties ausgewählt sind.
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Vorzugsweise
ist die erfindungsgemäße lithographische
Platte vom Positiv-Typ.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch einen Farbstoff umfassen.
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Bevorzugte
Beispiele für
Farbstoffe sind Basonyl-Blau 636 (Colour Index 42595) der Firma
BASF und Sudan-Gelb 150 (Colour Index 11021) der Firma BASF, und
Gemische davon.
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Vorzugsweise
kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung
auch ein Triazin enthalten. Stärker
bevorzugt umfasst sie ein mit 2 Halogenalkylgruppen substituiertes
Triazin.
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Typische
Beispiele für
Triazine sind 2-(1-Naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(4-Methoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(4-Ethoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(4-Butoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-[4-(2-Methoxyethyl)-1-naphthyl]-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-[4-(2-Ethoxyethyl)-1-naphthyl]-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-[4-(2-Butoxyethyl)-1-naphthyl]-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(2-Methoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(6-Methoxy-5-methyl-2-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(6-Methoxy-2-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(5-Methoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(4,7-Dimethoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(6-Methoxy-2-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(4,5-Dimethoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichloromethyl)-s-triazin,
2-(5-Acenaphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(2-Naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(9-Phenanthryl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(2-Dibenzothienyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(3-Benzopyranyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(4-Alkoxy-1-anthracyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-Methyl-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin,
2-(4-Methoxystyryl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, 2-(2,3-Methylenedioxybenzyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin
und 2-(4-Methoxyphenyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin.
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Stärker bevorzugt
ist das Triazin 2-(4-Methoxy-1-naphthyl)-4,6-bis(trichlormethyl)-s-triazin, das von der
Firma Clariant unter der Referenzbezeichnung BU 1557 verkauft wird.
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Die
vorliegende Erfindung wird in den folgenden Beispielen und Tests
genauer beschrieben, die lediglich der Veranschaulichung dienen
und nicht einschränkend
sein sollen.
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EXPERIMENTELLER
TEIL
BEISPIEL 1
Herstellung der photoempfindliche Zusammensetzung
1
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Man
stellte eine Zusammensetzung her, indem man 1,75 g Diazoharz A 938
(gewichtsmittleres Molekulargewicht von etwa 7400; Stickstoffgehalt
= 2,8 Gew.-%), 0,1 g Diazoester SDBZ (Stickstoffgehalt = 8 Gew.-%),
1,0 g Novolak-Harz PN 320 (gewichtsmittleres Molekulargewicht von
etwa 3700), 1,8 g Novolak-Harz R 7100 (gewichtsmittleres Molekulargewicht
von etwa 9600) und 0,29 g Absorber "Z" in
120 g (148,5 ml) einer Lösung
(Gew./Gew.) von Aceton : Methanol : Methylglycol = 9,5 : 1 : 1,5
unter Rühren
mit dem Magnetrührer bei
Zimmertemperatur (20–25°C) löste, bis
sich kein Material mehr am Boden des Gefäßes befand (etwa 1 Stunde).
Die erhaltene Lösung
wurde schließlich über Filterpapier
der Type 0860 der Firma Schleicher & Schuell (100 μm) filtriert.
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Die
so hergestellte Zusammensetzung hat einen Stickstoffgehalt von 1,1
bis 1,2 Gew.-%, bezogen auf die trockenen Zusammensetzung.
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BEISPIEL 2
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Herstellung der photoempfindliche
Zusammensetzung 2
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Die
Herstellung erfolgte in ähnlicher
Weise zu der im vorstehenden Beispiel 1 beschriebenen, wobei jedoch
die Zusammensetzung außerdem
den Farbstoff Basonyl-Blau 636 (0,0725 g) enthielt.
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Die
so hergestellte Zusammensetzung hat einen Stickstoffgehalt von 1,1
bis 1,2 Gew.-%, bezogen auf die trockene Zusammensetzung.
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BEISPIEL 3
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Herstellung der photoempfindliche
Zusammensetzung 3
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Die
Herstellung erfolgte in ähnlicher
Weise zu der im vorstehenden Beispiel 1 beschriebenen, wobei jedoch
die Zusammensetzung außerdem
ein Gemisch des Farbstoffs Basonyl-Blau 636 (0,0625 g) und des Farbstoffs
Sudan-Gelb 150 (0,01 g) umfasste.
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Die
so hergestellte Zusammensetzung hat einen Stickstoffgehalt von 1,1
bis 1,2 Gew.-%, bezogen auf die trockene Zusammensetzung.
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BEISPIEL 4
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Herstellung der photoempfindliche
Zusammensetzung 4
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Die
folgende Zusammensetzung wurde in einer Pilotanlage hergestellt:
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2,512
kg Diazoharz A 938, 144 g Diazoester SDBZ (Stickstoffgehalt = 8
Gew.-%), 1,44 kg Novolak-Harz PN 320, 2,591 kg Novolak-Harz R 7100,
414 g Absorber "Z", 82 g Farbstoff
Basonyl-Blau 636 und 22 g Farbstoff Sudan-Gelb 150 wurden in 60
l eines Gemisches (Gew./Gew.) von Aceton : Methanol : Methylglycol =
9,5 : 1 : 1,5 unter Rühren
mit dem Magnetrührer
bei Zimmertemperatur (20–25°C) gelöst, bis
sich kein Material mehr am Boden des Behälters befand. Die erhaltene
Lösung
wurde schließlich über Filterpapier
der Type 0860 der Firma Schleicher & Schuell (100 μm) filtriert.
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Die
so hergestellte Zusammensetzung hat einen Stickstoffgehalt von 1,1
bis 1,2 Gew.-%, bezogen auf die trockene Zusammensetzung.
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BEISPIEL
5
Herstellung der photoempfindliche Zusammensetzung 5
-
Man
löste 0,497
g Diazoharz PW 1160 (gewichtsmittleres Molekulargewicht von etwa
9300; Stickstoffgehalt = 2,4 Gew.-%), 0,07 g Diazoester SDBZ (Stickstoffgehalt
= 8 Gew.-%), 0,947 g Novolak-Harz PN 320, 1,123 g Novolak-Harz R
7100, 0,4 g Absorber KF 646, 0,051 g Farbstoff Basonyl-Blau 636
und 0,412 g Triazin BU 1557 in 21,5 g (22.4 ml) Methylglycol unter
Rühren
mit dem Magnetrührer
bei Zimmertemperatur (20–25°C), bis sich
kein Material mehr am Bode des Behälters befand. Die erhaltene
Lösung
wurde schließlich über Filterpapier
der Type 0860 der Firma Schleicher & Schuell (100 μm) filtriert.
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Die
so hergestellte Zusammensetzung hat einen Stickstoffgehalt von 0,45
bis 0,6 Gew.-%, bezogen auf die trockene Zusammensetzung.
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BEISPIEL 6
-
Herstellung der photoempfindliche
Zusammensetzung 6
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Die
Herstellung erfolgte in ähnlicher
Weise zu der im vorstehenden Beispiel 5 beschriebenen, wobei es
sich jedoch bei dem Diazoharz um A 938 (0,497 g) anstelle des PW
1160 handelte.
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Die
so hergestellte Zusammensetzung hat einen Stickstoffgehalt von 0,45
bis 0,60 Gew.-%, bezogen auf die trockene Zusammensetzung.
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BEISPIEL 7
-
Herstellung der photoempfindliche
Zusammensetzung 7
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Die
folgende Zusammensetzung wurde in einer Pilotanlage hergestellt:
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Man
löste 2,512
kg Diazoharz PW 1160, 144 g Diazoester SDBZ, 1,44 kg Novolak-Harz PN 320, 1,123 g
Novolak-Harz R 7100, 414 g Absorber "Z",
82 g Farbstoff Basonyl-Blau 636 und 22 g Farbstoff Sudan-Gelb 150
in 60 l eines Gemisches von Aceton : Methylglycol (Verhältnis (Gew./Gew.)
= 9,5 : 1,5) unter Rühren
mit dem Magnetrührer
bei Zimmertemperatur (20–25°C), bis sich
kein Material am Boden des Behälters
befand. Die so erhaltene Lösung
wurde dann über
ein Papierfilter (Type 0860 der Firma Schleicher & Schuell, 100 μm) filtriert.
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Die
so hergestellte Zusammensetzung hatte einen Stickstoffgehalt von
1,1 bis 1,2 Gew.-%, bezogen auf die trockene Zusammensetzung.
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BEISPIEL 8
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Herstellung der photoempfindliche
Zusammensetzung 8
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Die
folgende Zusammensetzung wurde in einer Pilotanlage hergestellt:
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Man
löste 5,328
kg Diazoharz A 938, 144 g Diazoester SDBZ, 1,224 kg Novolak-Harz PN 320, 414
g Absorber "Z", 83 g Farbstoff
Basonyl-Blau 636 in 60 l eines Gemisches von Aceton : Methanol :
Methylglycol (Verhältnis
(Gew./Gew.) = 9,5 : 1 : 1,5) unter Rühren mit dem Magnetrührer bei
Zimmertemperatur (20–25°C), bis sich
kein Material mehr am Boden des Behälters befand. Die so erhaltene
Lösung
wurde dann über
ein Papierfilter (Type 0860 der Firma Schleicher & Schuell, 100 μm) filtriert.
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Die
so hergestellte Zusammensetzung hatte einen Stickstoffgehalt von
2,2 bis 2,4 Gew.-%, bezogen auf die trockene Zusammensetzung.
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BEISPIEL 9
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IR-Belichtung
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Die
Zusammensetzung von Beispiel 1 wurde auf galvanisch gekörnten und
anodisierten Aluminiumplatten ausgestrichen. Die so beschichteten
Platten wurden 8 min in einem Umluftofen (z. B. einem Pid System M80-VF
der Firma Instrument S. R. L. (Bernareggio, Mailand, Italien)) bei
90°C getrocknet.
Das Gewicht der trockenen photoempfindlichen Beschichtung betrug
1,2–1,4
g/m2.
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Man
projizierte mittels eines Software-gesteuerten Laserstrahls (λ = 830 nm;
Leistung 150 bis 300 mJ/cm2) die digitale
Skala des Ugra/Fogra-PostScript-Kontrollstreifens
auf eine so erhaltene Platte und entwickelte dann bei 22,4°C und einer
Geschwindigkeit von 20 cm/min mit einer alkalischen Metasilicat-Lösung einer
Leitfähigkeit
von 100 mS.
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Die
so erhaltene Platte hatte alle prozentualen Halbtöne der vorstehenden
digitalen Skala des Ugra/Fogra-PostScript-Kontrollstreifens.
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Ähnliche
Ergebnisse wurden mit Platten erhalten, die unter Verwendung der
in den vorstehenden Beispielen 2–4 beschriebenen Zusammensetzungen
hergestellt waren.
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Man
belichtete die aus den Zusammensetzungen der Beispiele 5 und 6 erhaltenen
Platten wie vorstehend beschrieben und entwickelte mit einer alkalischen
Metasilicatlösung
einer Leitfähigkeit
von etwa 100 mS bei 20°C,
mit einer Geschwindigkeit von 65 cm/min. Die so erhaltenen Platten
wiesen Abweichungen von etwa 5% (Punktverlust) von den prozentualen
Halbtönen
der digitalen Skala des Ugra/Fogra-PostScript-Kontrollstreifens
auf.
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Man
belichtete die aus den Zusammensetzungen der vorstehenden Beispiele
7 und 8 erhaltenen Platten wie vorstehend beschrieben und entwickelte
mit einer alkalischen Metasilicatlösung einer Leitfähigkeit
von etwa 100 mS bei 20°C,
mit einer Geschwindigkeit von 20 cm/min. Die so erhaltenen Platten
zeigten Abweichungen von etwa 10% (Punktvergrößerung) von den prozentualen
Halbtönen
der digitalen Skala des Ugra/Fogra-PostScript-Kontrollstreifens.
Diese Platten entwickelten sich nicht vollständig und zeigten Emulsionsreste
in den belichteten Bereichen.
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BEISPIEL 10
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UV-Belichtung
-
Man
führte
UV-Empfindlichkeitstests an Platten durch, die gemäß dem vorstehenden
Beispiel 7 unter Verwendung der Zusammensetzung von Beispiel 1 hergestellt
waren. Das Gewicht der trockenen photoempfindlichen Beschichtung
betrug 1,4 g/m2 (Platte A) und 1,8 g/m2 (Platte B).
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Die
vorstehenden Platten A und B und die unter dem Namen „Direct
Image Thermal Printing Plate" (Platte
C) vertriebene Platte, von der wir annehmen, dass sie gemäß der Patentanmeldung
EP 0 672 954 hergestellt
ist, wurden UV-belichtet, indem man eine herkömmliche Ugra-Skala darauf projizierte.
Man verwendete vier verschiedene Belichtungszeiten (30, 40, 50 und
60 s). Die Vorrichtung war ein Kopierrahmen Lastra Modell EM 87
mit einer 5000 W Lampe für
aktinisches Licht, die 1,20 m entfernt von der Trägerebene
der Platte angeordnet war.
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Die
vorstehenden Platten wurden dann zwei Entwicklungstests unterzogen:
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Test 1
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Man
verwendete eine alkalische Metasilicatlösung bei 20°C (Positiventwicklerlösung Lsp
75 der Firma Lastra S. p. A. mit einer Leitfähigkeit von etwa 80 mS). Die
Entwicklung dauerte 50 s. Man wischte die Platten dann 10 s mit
einem Baumwolllappen ab, um den löslichen Teil der Beschichtung
zu entfernen, und trocknete.
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Die
erhaltenen Ergebnisse wurden nach dem üblichen Verfahren der Ugra-Skala
ausgewertet (Tabellen 1–5).
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Test 2
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Dieser
Test erfolgte wie der vorstehende Test 1, wobei jedoch die Eintauchzeit
in der Entwicklerlösung 10
s anstelle von 50 s betrug.
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Die
erhaltenen Ergebnisse wurden nach dem üblichen Verfahren der Ugra-Skala
ausgewertet (Tabellen 6–10).
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Die
in den vorstehenden Tabellen 1–5
angegebenen Ergebnisse zeigen, dass die photoempfindliche Zusammensetzung
auf der Platte C bei einer Entwicklungszeit, wie für übliche in
lithographischen Labors verwendete Entwickler (50 s), vollständig abgewischt
wird, während
die Zusammensetzung auf den erfindungsgemäßen Platten nicht abgewischt
wird. Mit anderen Worten wird auch das Bild von der Platte C gewischt.
-
Andererseits
wird das Bild nur dann nicht von der Platte C gewischt, wenn die
Entwicklungszeit (10 s) viel kürzer
ist, als die für übliche in
lithographischen Labors verwendete Entwickler (Tabellen 6–10). Es
folgt, dass die Platten C nur dann verwendbar sind, wenn man sie
mit einem Nacherwärmungsschritt
nach IR- oder UV-Belichtung prozessiert. Die Platte C ist daher
nur zum Erhalt eines Negativ-Bildes brauchbar.
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TEST 1
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Beständigkeit
gegenüber
Isopropylalkohol
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Man
verwendete sechs erste Platten (Beschichtungsgewicht: 1,4 g/m
2; Platte A) und 6 zweite Platten (Beschichtungsgewicht:
1,8 g/m
2; Platte B), die gemäß Beschreibung
in Beispiel 1 hergestellt waren, im Vergleich mit 6 Kodak-Platten,
die unter dem Namen „Direct
Image Thermal Printing Plate" (Platte
C) verkauft werden, von denen wir annehmen, dass sie gemäß der Patentanmeldung
EP 0 672 954 hergestellt
sind.
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Man
entfernte von jeder Platte einen 2 × 30 cm Streifen. Die 18 Streifen
wurden in aufeinanderfolgenden "Schritten" von 4 cm/min in
einen graduierten Zylinder mit einer wässrigen 40% Isopropylalkohollösung eingetaucht.
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Auf
diese Weise erhielt man eine aus 6 Zonen bestehende Skala mit Eintauchzeiten
von 1 min für
den ersten "Schritt" der Skala bis zu
6 min für
den letzten Schritt. Nach dem Eintauchen legte man eine Klebeband auf
die Oberfläche
jedes Streifens und entfernte dieses Band dann unmittelbar, um den
Beschädigungsgrad der
photoempfindlichen Schicht zu ermitteln, der von der Isopropylalkohollösung verursacht
ist. Insbesondere bestimmte man die Menge der photoempfindlichen
Schicht, die aufgrund des "Abbaus" durch das vorhergehende
Eintauchen in Isopropylakohol vom Klebeband abgelöst wurde.
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Die
Ergebnis sind in der nachstehenden Tabelle 11 veranschaulicht.
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Der
Wert 1 steht für
die schlechteste Bewertung, d. h. wenn sich 50% der photoempfindlichen
Schicht nach 1minütigem
Eintauchen ablösen,
während
eine Bewertung von 6 der beste Punktwert ist, d. h. wenn sich 50%
der photoempfindlichen Schicht nach 6minütigem Eintauchen ablösen.
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Die
in der Tabelle 11 angegebenen Daten zeigen, dass die erfindungsgemäße Zusammensetzung über eine
ausreichende Beständigkeit
gegenüber
Isopropylalkohol verfügt,
während
die Platte C eine völlig
unzureichende Beständigkeit
aufweist. Es folgt, dass die Platte C nur brauchbar ist, wenn sie
mit einem Nacherwärmungsschritt
nach IR- oder UV-Belichtung prozessiert wird. Die Platte C ist daher
nur zum Erhalt eines Negativbildes brauchbar.
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TEST 2
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Beständigkeit
gegenüber
mechanischem Abrieb
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Um
den mechanischen und chemischen Abrieb zu simulieren, dem eine Platte
während
des Drucks ausgesetzt ist, wurden Proben der belichteten und entwickelten
Platten des Typs A, B und C (Test 1) auf einer Oberfläche befestigt
und in engen Kontakt mit einem Baumwolllappen gebracht, der in 50%
Isopropylalkohollösung
getaucht war. Der Lappen wurde mit einem Arm hin- und herbewegt,
der an ein Druckluftsystem angeschlossen war, um die chemisch-mechanische
Belastung zu simulieren, der die Platten während des Drucks ausgesetzt
sind. Man führte
Tests mit unterschiedlicher Zahl von Wischvorgängen durch (50, 100, 150 und 200).
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Tabelle
12 zeigt die Zahl von Wischvorgängen,
die 50 Gew.-% der Emulsion entfernt.
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Nach
50 Wischvorgängen
war die Zusammensetzung der Platte C fast völlig abgewischt, während die Zusammensetzungen
der Platten A und B eine sehr gute Beständigkeit zeigten.
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BEISPIEL 11
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IR-Belichtung
mit anschließender
UV-Belichtung
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Man
projizierte mittels eines Software-gesteuerten Laserstrahls (λ = 830 nm;
Leistung 150 und 300 mJ/cm2) die digitale
Skala des Ugra/Fogra-PostScript-Kontrollstreifens
auf eine Platte mit den Zusammensetzungen der vorstehenden Beispiele
1, 2, 4, 7 und 8. Vor der Entwicklung wurden die zuvor IR-belichteten
Platten vollflächig
mit UV-Strahlung bei verschiedenen Belichtungszeiten (5, 10, 20
und 40 s) bestrahlt.
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Man
verwendete einen Lastra Apparat Modell EM 87 mit einer 5000 W-Lampe
für aktinisches
Licht, die 1,20 m von der Plattenträgerebene entfernt war.
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Die
Platten wurden dann zwei Entwicklungstests unterzogen:
- 1) Man verwendete eine alkalische Metasilicatlösung bei
20°C (Lsp
75 Positiventwicklerlösung
von Lastra S. p. A. mit einer Leitfähigkeit von etwa 80 mS). Der
Entwicklungsschritt erfolgte durch 50sekündiges Eintauchen der Plate
in eine alkalische Lösung
und anschließende
10sekündige
Oberflächenreinigung.
Alle untersuchten Platten verloren die Beschichtung vollständig, die
in die Entwicklerlösung überging.
- 2) Man verwendete eine alkalische Metasilicatlösung bei
20°C (Lsp
75 Positiventwicklerlösung
von Lastra S. p. A., verdünnt
1 : 1 mit entionisiertem Wasser mit einer Leitfähigkeit von etwa 50 mS). Der
Entwicklungsschritt erfolgte durch 50sekündiges Eintauchen der Platte
in eine alkalische Lösung
und anschließende 10sekündige Oberflächenreinigung.
Alle untersuchten Platten verloren die Beschichtung vollständig, die
in die Entwicklerlösung überging.
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BEISPIEL 12
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IR-Belichtung
und Wärmebehandlung
im Ofen
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Man
projizierte mittels eines Software-gesteuerten Laserstrahls (λ = 830 nm;
Leistung 150 und 300 mJ/cm2) die digitale
Skala des Ugra/Fogra-PostScript-Kontrollstreifens
auf eine Platte mit den Zusammensetzungen der vorstehenden Beispiele
1, 2, 4, 7 und 8. Vor der Entwicklung wurden die zuvor IR-belichteten
Platten bei zwei unterschiedlichen Temperaturen (125 und 135°C), jeweils über drei verschiedene
Zeitspannen (60, 120 und 180 s), im Ofen erwärmt (Modell M80-VF Pid System
der Firma Instrument S. r. I. (Bernareggio, Mailand, Italien). Dann
entwickelte man die Platten mit einer alkalischen Metasilicatlösung bei
20°C (Lsp
75 Positiventwicklerlösung
von Lastra S. p. A. einer Leitfähigkeit
von etwa 80 mS). Der Entwicklungsschritt erfolgte durch 50sekündiges Eintauchen
der Platte in eine alkalische Lösung
und anschließende
10sekündige
Oberflächenreinigung.
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Alle
Platten zeigten eine Abnahme der Solubilisierungsgeschwindigkeit
der Beschichtung im Entwickler. Die Solubilisierungsgeschwindigkeit
nahm mit zunehmender Behandlungstemperatur ab. Die Solubilisierungsgeschwindigkeit
nahm auch mit zunehmender Behandlungszeitspanne ab. Das auf der
Platte verbleibende Bild stimmte jedoch immer mit dem IR-belichteten
Positivbild überein.