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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine flammhemmende thermoplastische Zusammensetzung eines vinylaromatischen
Polymers, ein Verfahren sowie Vormischungen zur Herstellung der
Zusammensetzung und ein Verfahren zur Verbesserung der flammhemmenden
Eigenschaften eines vinylaromatischen Polymers.
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(Co)polymere vinylaromatischer Kohlenwasserstoffe,
besonders Styrol-(Co)polymere und diese enthaltende Zusammensetzungen,
etwa hochschlagzähes
Polystyrol (HIPS), umfassend ein mit einem Kautschuk modifiziertes
Polystyrol, der die mechanischen Eigenschaften verbessern soll,
oder eine Zusammensetzung vom Typ Acrylnitril/Butadien/Styrol (ABS),
werden weitläufig
verwendet und sind besonders wegen ihrer ausgezeichneten mechanischen
Eigenschaften und problemlosen Verarbeitung in einem sehr weiten
Bereich verschiedener Anwendungen zu gebräuchlichen Thermoplasten geworden.
Allerdings weisen sie den Nachteil auf, dass sie leicht entzündlich sind,
so dass ihr Einsatz bei einigen Anwendungen eingeschränkt ist.
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Es ist bekannt, diese Polymere mit
flammhemmenden Mitteln zu versetzen. Die meistverwendeten bestehen
aus Halogen-Verbindungen, besonders Chlor- oder Brom-Verbindungen
wie etwa Hexabrombenzol oder Hexabromcyclododecan. Diese Verbindungen
sind zwar als hochwirksame flammhemmende Mittel anerkannt, weisen
jedoch den Nachteil auf, dass sie bei Feuereinwirkung toxische und ätzende Verbrennungsprodukte
erzeugen.
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In den letzten Jahren wurden erhebliche
Anstrengungen unternommen, um halogenfreie flammhemmende Mittel
für vinylaromatische
Kohlenwasserstoffpolymere, besonders Styrol-Polymere, zu entwickeln.
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So wurden verschiedene flammhemmende
Mittel bei Styrol-Polymeren verwendet, etwa Melamincyanurat, Melamin,
Phosphor-Verbindungen, insbesondere roter Phosphor, Polyphosphate
wie z. B. Ammoniumpolyphosphat, Melaminphosphat, organische Ester
der Phosphorsäure
wie etwa Triphenylphosphat, verschiedene anorganische Verbindungen
wie z. B. Magnesiumhydroxid und thermoplastische Kautschuke wie
etwa thermoplastische elastomere Blockcopolymere, die mit Styrol-Polymeren
verträglich
sind, wie beispielsweise beschrieben in den europäischen Patentanmeldungen
EP 0 438 939 und
EP 0 734 412 .
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Es wurde festgestellt, dass diese
halogenfreien flammhemmenden Mittel bestimmte Nachteile aufweisen,
wenn sie mit vinylaromatischen Kohlenwasserstoffpolymeren, insbesondere
Styrol-Polymeren kombiniert werden. Sie können abträgliche Wirkungen auf die physikalischen
und mechanischen Eigenschaften der Polymere haben, besonders hinsichtlich
Schlagzähigkeit
oder Glanz oder im Hinblick auf die Bedingungen für die Verarbeitung
oder Überführung der
Polymere in Fertigartikel, so dass es dazu kommen kann, dass sich
die Produktionsrate der Fertigartikel erheblich verringert.
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Es scheint daher die Notwendigkeit
zu bestehen, halogenfreie flammhemmende Mittel für vinylaromatische Kohlenwasserstoff-Polymere,
insbesondere Styrol-Polymere
bereitzustellen, die nicht diese unerwünschten Auswirkungen auf die
physikalischen und mechanischen Eigenschaften der Polymere und insbesondere
auf die Verarbeitung oder Überführung der
Polymere in Fertigartikel aufweisen.
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Es wurde eine thermoplastische Zusammensetzung
entdeckt, die auf einem vinylaromatischen Kohlenwasserstoff-Polymer,
besonders einem Styrol-Polymer basiert, und die gleichzeitig die
flammhemmenden Eigenschaften und die Eigenschaften im Hinblick auf
die Verarbeitung oder Überführung in
Fertigartikel verbessert, ohne die physikalischen und mechanischen
Eigenschaften des Polymers merklich herabzusetzen.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine thermoplastische Zusammensetzung eines vinylaromatischen Kohlenwasserstoff-Polymers,
insbesondere eines Styrol-Polymers,
die eine polymere Komponente und eine flammhemmende Komponente aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung bei insgesamt 100
Gewichtsteilen umfaßt:
- (a) 75 bis 96 Gewichtsteile der polymeren Komponente,
umfassend wenigstens ein (Co)polymer (A) eines vinylaromatischen
Kohlenwasserstoffs, insbesondere Styrol, mit einer gewichtsgemittelten
Molekularmasse im Bereich von 150000 bis 400000, und
- (b) die flammhemmende Komponente, umfassend:
- (1) 2 bis 10 Gewichtsteile wenigstens eines nichthalogenierten
Esters der Orthophosphorsäure,
und
- (2) 2 bis 15 Gewichtsteile wenigstens eines (Co)polymers (B)
eines vinylaromatischen Kohlenwasserstoffs, insbesondere Styrol,
das hinsichtlich Beschaffenheit dem (Co)polymer (A) völlig gleicht
oder davon verschieden ist, jedoch eine gewichtsgemittelte Molekularmasse
im Bereich von 2000 bis 15000 aufweist.
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Die polymere Komponente umfaßt wenigstens
ein (Co)polymer (A) eines vinylaromatischen Kohlenwasserstoffs wie
z. B. eines Styrol-Monomers, d. h., eines Vinylmonomers, das mit
einem aromatischen Rest substituiert ist. Insbesondere ist es ein
Styrol-(Co)polymer, das als monomere Repetiereinheit einen aromatischen
Kohlenwasserstoff mit einer ethylenischen Seitenkette aufweist,
die der allgemeinen Formel CnH2n-8 genügt, wobei
n eine Zahl im Bereich von 8 bis 12, vorzugsweise von 8 bis 10 ist.
Die monomere Repetiereinheit ist vorzugsweise Styrol oder ein α-substituiertes
Styrol, insbesondere ein solches, das mit einem Alkyl-Rest, zum
Beispiel einem C1-C4-Alkyl-Rest,
vorzugsweise einem Methyl-Rest
substituiert ist, zum Beispiel α-Methylstyrol,
oder auch ein Styrol, das am aromatischen Ring substituiert ist,
besonders mit einem Alkyl-Rest, beispielsweise einem C1-C4-Alkyl-Rest, vorzugsweise einem Methyl-Rest,
zum Beispiel p-Methylstyrol. Ebensogut kann es ein Homopolymer sein,
etwa ein Homopolystyrol, zum Beispiel ein sogenanntes "kristallines" Polystyrol, oder
ein Copolymer aus wenigstens zwei vinylaromatischen Kohlenwasserstoffen,
insbesondere aus wenigstens zwei verschiedenen Styrol-Monomeren,
etwa den vorstehend erwähnten.
Ist das (Co)polymer (A) ein Copolymer, so kann der Anteil an vinylaromatischem
Monomer, besonders an Styrol-Monomer, wenigstens 50 Gew.-%, vorzugsweise
wenigstens 70 oder 80 Gew.-% im Copolymer betragen.
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Das (Co)polymer (A) der polymeren
Komponente ist ein (Co)polymer mit hohem Molekulargewicht, so dass
die gewichtsgemittelte Molekularmasse im Bereich von 150000 bis
400000, vorzugsweise von 190000 bis 350000 liegt. Auch kann es eine
zahlengemittelte Molekularmasse im Bereich von 50000 bis 150000,
vorzugsweise von 60000 bis 120000 aufweisen. Das Verhältnis von
gewichtsgemittelter Molekularmasse zu zahlengemittelter Molekularmasse
kann im Bereich von 2 bis 5, vorzugsweise von 2,5 bis 4,5 liegen.
Ist das (Co)poyymer (A) insbesondere ein Styrol-Homopolymer oder
-Copolymer, so kann es einen Schmelzindex (MFI, gemessen nach dem
standardisierten Verfahren ISO 1133) im Bereich von 0,5 bis 30 g/10
Minuten, vorzugsweise von 1 bis 20 g/10 Minuten aufweisen. Auch
kann es eine Wärmebeständigkeit
aufweisen, die charakterisiert ist durch eine Vicat-Temperatur (gemessen
nach dem standardisierten Verfahren ISO 306, Methode B) im Bereich
von 80 bis 105°C,
vorzugsweise von 85 bis 102°C.
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Die polymere Komponente kann als
(Co)polymer (A) vorzugsweise ein hochschlagzähes Polystyrol oder HIPS umfassen.
Der Begriff "hochschlagzähes Polystyrol" sollte so verstanden
werden, dass ein Styrol-(Co)polymer gemeint ist, etwa das vorstehend
erwähnte,
zum Beispiel ein Styrol-Homopolymer oder -Copolymer, das mit einem
Kautschuk modifiziert, zum Beispiel teilweise auf ein elastomeres
Polymer gepfropft ist, insbesondere ein Homopolymer eines 1,3-konjugierten
Diens, etwa ein Polybutadien oder ein Polyisopren. Der Anteil an
elastomerem Polymer, insbesondere Polybutadien oder Polyisopren
in einem hochschlagzähen Polystyrol
kann im Bereich von 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 15 Gew.-%
liegen. Das hochschlagzähe
Polystyrol kann auch eine gewichtsgemittelte Molekularmasse im Bereich
von 150000 bis 300000, vorzugsweise von 180000 bis 250000 aufweisen.
Das hochschlagzähe
Polystyrol kann auch einen Schmelzindex (MFI, gemessen nach dem
standardisierten Verfahren ISO 1133) im Bereich von 1 bis 25 g/10
Minuten, vorzugsweise von 1,5 bis 20 g/10 Minuten aufweisen. Auch
kann es eine Schlagzähigkeit,
auch Izod-Schlagbiegezähigkeit
genannt (gemessen nach dem standardisierten Verfahren ISO 180-1A),
im Bereich von 4 bis 16 kJ/m2, vorzugsweise
von 8 bis 14 kJ/m2 aufweisen. Ebenso kann
es eine Wärmebeständigkeit
aufweisen, die charakterisiert ist durch eine Vicat-Temperatur (gemessen
nach dem standardisierten Verfahren ISO 306, Methode B) im Bereich
von 80 bis 100°C,
vorzugsweise von 85 bis 98°C.
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Die polymere Komponente kann als
(Co)polymer (A) auch vorzugsweise eine Mischung aus einem hochschlagzähen Polystyrol,
etwa dem vorstehend erwähnten,
und einem oder mehreren Styrol-(Co)polymeren, etwa den vorstehend
erwähnten,
umfassen. Die Mischung kann 30 bis 90 Gew.-% eines hochschlagzähen Polystyrols
und 10 bis 70 Gew.-% eines Styrol-(Co)polymers umfassen.
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Die polymere Komponente kann im wesentlichen
frei von jeglichen Sauerstoff-Atomen
sein, insbesondere frei von jeglichem Polymer, das Sauerstoff-Atome
enthält,
etwa Polycarbonat und/oder Polyether.
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Die polymere Komponente kann daher
75 bis 96, vorzugsweise 80 bis 92, insbesondere 83 bis 90 Gewichtsteile
und die flammhemmende Komponente 25 bis 4, vorzugsweise 20 bis 8,
insbesondere 17 bis 10 Gewichtsteile jeweils pro 100 Gewichtsteile
der Zusammensetzung gemäß vorliegender
Erfindung ausmachen.
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Die flammhemmende Komponente selbst
umfaßt
pro 100 Gewichtsteile der Zusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung:
- (1) 2 bis 10, vorzugsweise 4 bis 8, insbesondere
5 bis 7 Gewichtsteile wenigstens eines nichthalogenierten Esters
der Orthophosphorsäure,
und
- (2) 2 bis 15, vorzugsweise 4 bis 12, insbesondere 5 bis 10 Gewichtsteile
wenigstens eines (Co)polymers (B) eines vinylaromatischen Kohlenwasserstoffs,
insbesondere eines Styrol-(Co)polymers, das hinsichtlich Beschaffenheit
dem (Co)polymer (A) völlig
gleicht oder davon verschieden ist, jedoch eine gewichtsgemittelte
Molekularmasse im Bereich von 2000 bis 15000 aufweist.
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Vorzugsweise ist die flammhemmende
Komponente im wesentlichen frei von jeglichen Halogen-Atomen, insbesondere
Fluor-, Chlor- oder Brom-Atomen.
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Der nichthalogenierte Orthophosphorsäureester
kann vorzugsweise aus neutralen nichthalogenierten Estern der Orthophosphorsäure ausgewählt werden
und kann insbesondere der allgemeinen Formel
genügen, worin R, R' und R'', die gleich oder verschieden sind,
Alkyl-Reste bedeuten, besonders lineare oder verzweigte Alkyl-Reste,
die insbesondere 1 bis 12, vorzugsweise 2 bis 10 Kohlenstoff-Atome
umfassen, zum Beispiel Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-,
Hexyl-, 2-Ethylhexyl-, Decyl- oder Isodecyl- Reste, oder gegebenenfalls substituierte
Aryl-Reste, die insbesondere 6 bis 12, vorzugsweise 6 bis 10 Kohlenstoff-Atome
umfassen, zum Beispiel Phenyl-, Kresyl-, Xylyl- oder para-, ortho-
oder meta-Isopropylphenyl-Reste oder Aralkyl-Reste, die insbesondere 7 bis 14, vorzugsweise
7 bis 11 Kohlenstoff-Atome umfassen, beispielsweise der Benzyl-Rest.
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Insbesondere können als nichthalogenierte
Orthophosphorsäureester
Triethylphosphat, Tripropylphosphat, Triisopropylphosphat, Tributylphosphat,
Triisobutylphosphat, Trihexylphosphat, Tri(2-ethylhexyl)phosphat,
Triphenylphosphat, Trikresylphosphat, Kresyldiphenylphosphat, 2-Ethylhexyldiphenylphosphat. Trixylylphosphat,
Isodecyldiphenylphosphat oder p-Isopropylphenyldiphenylphosphat
verwendet werden. Bevorzugt ist die Verwendung von Triphenylphosphat.
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Die flammhemmende Komponente umfaßt auch
wenigstens ein (Co)polymer (B) eines vinylaromatischen Kohlenwasserstoffs,
insbesondere ein Styrol-(Co)polymer, dessen monomere Repetiereinheiten
mit denjenigen des (Co)polymers (A) der polymeren Komponente identisch
oder davon verschieden sein können, das
jedoch durch eine niedrige gewichtsgemittelte Molekularmasse Mw gekennzeichnet ist, die insbesondere im
Bereich von 2000 bis 15000, vorzugsweise von 5000 bis 12000 liegt.
Ist insbesondere die gewichtsgemittelte Molekularmasse Mw des (Co)polymers (B) zu niedrig, so werden
gleichzeitig die flammhemmenden Eigenschaften und die Verarbeitungseigenschaften
der Zusammensetzung beeinträchtigt.
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Bei der Zusammensetzung gemäß vorliegender
Erfindung können
die (Co)polymere (A) und (B) insbesondere so gewählt werden, dass das Verhältnis der
gewichtsgemittelten Molekularmasse des (Co)polymers (A) zu der des
(Co)polymers (B) im Bereich von 12 bis 50, vorzugsweise von 15 bis
40 und insbesondere von 18 bis 35 liegt.
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Das (Co)polymer (B) kann auch eine
zahlengemittelte Molekularmasse Mn im Bereich von 700 bis 5000,
vorzugsweise von 1400 bis 4000 aufweisen. Auch kann es eine breite
Molekularmassenverteilung aufweisen, die durch das Verhältnis Mw/Mw gegeben ist
und im Bereich von 2 bis 5, vorzugsweise von 2,5 bis 4 liegt.
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Das (Co)polymer (B) kann in seiner
Beschaffenheit dem (Co)polymer (A) der polymeren Komponente völlig gleichen
oder davon verschieden sein. Vorzugsweise ist das (Co)polymer (B)
ein Styrol-(Co)polymer wie oben für das (Co)polymer (A) definiert.
Insbesondere kann es als monomere Repetiereinheit einen aromatischen
Kohlenwasserstoff mit einer ethylenischen Seitenkette aufweisen,
die insbesondere der allgemeinen Formel CnH2n-8 genügt,
wobei n eine Zahl im Bereich von 8 bis 12, vorzugsweise von 8 bis
10 ist. Insbesondere kann die monomere Repetiereinheit Styrol oder
ein α-substituiertes
Styrol sein, besonders ein solches, das mit einem Alkyl-Rest, zum
Beispiel einem C1-C4-Alkyl-Rest, vorzugsweise
einem Methyl-Rest substituiert ist, wie beispielsweise α-Methylstyrol,
oder auch ein Styrol, das am aromatischen Ring mit einem Alkyl-Rest substituiert
ist, beispielsweise einem C1-C4-Alkyl-Rest,
vorzugsweise einem Methyl-Rest, wie zum Beispiel p-Methylstyrol.
Das (Co)polymer (B) kann eine monomere Repetiereinheit vom Styrol-Typ
in einer Menge von wenigstens gleich 50%, vorzugsweise wenigstens
gleich 70% oder 80% aufweisen, wenn es sich um ein Copolymer handelt.
Das (Co)polymer (B) ist vorzugsweise ein Homopolystyrol und insbesondere
ein Homopolymer oder Copolymer von α-Methylstyrol, bei dem die monomere α-Methylstyrol-Repetiereinheit
mit einem Anteil im Bereich von 50 bis 100 Gew.-%, vorzugsweise
70 bis 100 Gew.-% oder 80 bis 100 Gew.-% vorliegt.
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Das (Co)polymer (B) kann auch gekennzeichnet
sein durch einen Erweichungspunkt (gemessen nach dem "Ring-Kugel"-Verfahren, das auch
als "103 A"-Verfahren gemäß British Standard 2782 bezeichnet
wird) im Bereich von 110 bis 180°C,
vorzugsweise von 130 bis 165°C,
insbesondere von 10 bis 165°C.
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Zur Verdeutlichung sei gesagt, dass
insbesondere als (Co)polymer (B) in der flammhemmenden Komponente
Kohlenwasserstoffharze verwendet werden können, die im wesentlichen aus
(Co)polymeren von α-Methylstyrol
bestehen, die von Hercules unter den Markennamen ENDEX 155®,
ENDEX 160®,
HERCOLITE 290®,
KRISTALEX 3115® oder
KRISTALEX 5140® vertrieben
werden.
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Überraschenderweise
wurde gefunden, dass die Gegenwart des niedermolekularen (Co)polymers
(B) in der flammhemmenden Komponente, die den nichthalogenierten
Orthophosphorsäureester
enthält,
die flammhemmenden Eigenschaften der auf dem (Co)polymer (A) basierenden
thermoplastischen Zusammensetzung deutlich verbessert, während das
niedermolekulare (Co)polymer (B) selbst nicht dafür bekannt
ist, dass es von sich aus irgendeine flammhemmende Eigenschaft im
Hinblick auf die (Co)polymeren (A) aufweist.
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Die Zusammensetzung gemäß vorliegender
Erfindung ermöglicht
insbesondere die Erzielung einer guten Feuerfestigkeit, und dies
ist insbesondere durch die Anforderungen gekennzeichnet, die festgelegt
sind durch die Klasse "V2" der standardisierten
Prüfung "UL 94 senkrecht", ohne Rückgriff
auf halogenierte flammhemmende Mittel oder Kombinationen aus nichthalogenierten
Orthophosphorsäureestern
und flammhemmenden Mitteln, die als solche bekannt sind. Es wurde
gefunden, dass das niedermolekulare (Co)polymer (B) das durch den
nichthalogenierten Orthophosphorsäureester herbeigeführte flammhemmende
Verhalten über
einen synergetischen Effekt verbessert.
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Zudem wurde auch gefunden, dass sich
die Eigenschaften bezüglich
der Verarbeitung oder Überführung der
Zusammensetzung in Fertigartikel dank der Gegenwart von (Co)polymer
(B) in der flammhemmenden Komponente deutlich verbessern, während die
Gegenwart nur des nichthalogenierten Orthophosphorsäureesters
in nennenswerten Mengen den Nebeneffekt hat, dass sich diese Ei genschaften
zu einem gewissen Grad verschlechtern. So wurde überraschenderweise gefunden,
dass sich dank der flammhemmenden Komponente der vorliegenden Erfindung
der Schmelzindex (MFI) der Zusammensetzung (gemessen nach dem standardisierten
Verfahren ISO 1133) erheblich erhöhen läßt, ohne dass sich die Vicat-Temperatur
(gemessen nach dem standardisierten Verfahren ISO 306, Methode B''), durch die die Wärmebeständigkeit der Zusammensetzung
gekennzeichnet ist, merklich verringert. Das heißt, dank dieser flammhemmenden
Komponente kann die Umsetzungsrate der Zusammensetzung in Fertigartikel
insbesondere aufgrund des besseren Schmelzflusses und aufgrund der
Abkühlzeit
des Fertigartikels, die sich nicht wesentlich verlängert, sondern im
Gegenteil mehr oder weniger unverändert bleibt, erhöht werden.
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Bei der Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung können
weitere Additive oder Füllstoffe
verwendet werden, insbesondere Pigmente, Färbemittel, Stabilisatoren,
Antioxidantien, UV-Stabilisatoren, Antistatika oder Formentrennmittel.
Vorzugsweise sind diese im wesentlichen frei von Halogen-Atomen,
insbesondere Fluor-, Chlor- oder Brom-Atomen.
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Die Herstellung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Insbesondere kann
sie nach einem Verfahren durchgeführt werden, das die Zugabe
von nichthalogeniertem Orthophosphorsäureester und (Co)polymer (B)
zum (Co)polymer (A), das entweder im festen Zustand oder im Schmelzzustand
ist, etwa beispielsweise in einem Extruder umfaßt.
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So kann ein Verfahren zu deren Herstellung
einen Schritt umfassen, bei dem der nichthalogenierte Orthophosphorsäureester
und das (Co)polymer (B) beispielsweise gleichzeitig oder nacheinander
in der einen oder anderen Reihenfolge dem (Co)polymer (A) im festen
Zustand zugesetzt und mit letzterem im festen Zustand und dann vorzugsweise
im Schmelzzustand vermischt werden. Das (Co)polymer (A) im festen
Zustand kann in Form eines Pulvers oder granuliert vorliegen. Das
Mischen im festen Zustand kann durchgeführt werden bei einer Temperatur
im Bereich von Raumtemperatur bis zu einer Temperatur unterhalb
der Glasübergangstemperatur
des (Co)polymers (A), zum Beispiel 0 bis 40°C, über eine Zeit, die im Bereich
von 1 bis 120 Minuten, vorzugsweise von 5 bis 60 Minuten liegt.
Das Mischen im festen Zustand kann in einem Mixer oder Mischer durchgeführt werden,
insbesondere in einem solchen, der zum Trockenmischen der festen
Bestandteile einer Mischung ausgelegt ist, zum Beispiel im Vormischer
eines Extruders. Nach der Herstellung der Mischung kann vorteilhaft
ein Heißmischen
erfolgen, insbesondere bei einer Temperatur, die gleich der oder
größer als
die Glasübergangstemperatur
des (Co)polymers (A) ist, zum Beispiel bei einer Temperatur im Bereich von
190 bis 250°C,
insbesondere in einem Extruder, einem Granulator, einem Mischer,
beispielsweise vom "Buss"-Typ, oder in einer
Spritzgießmaschine,
zum Beispiel in einem Extruder oder in einem Doppelschneckengranulator.
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Nach einem anderen Verfahren kann
die Herstellung der Zusammensetzung durchgeführt werden durch gleichzeitige
oder aufeinanderfolgende Zugabe von nichthalogeniertem Orthophosphorsäureester
und (Co)polymer (B) zum (Co)polymer (A) im Schmelzzustand, insbesondere
bei einer Temperatur, die gleich der oder größer als die Glasübergangstemperatur
des (Co)polymers (A) ist, beispielsweise bei einer Temperatur im
Bereich von 190 bis 250°C.
Die Zugabe kann direkt in einem Extruder, Granulator oder Mischer
erfolgen, zum Beispiel einem vom "Buss"-Typ,
wobei das (Co)polymer (A) entweder in Fertigartikel oder in Granalien überführt werden
soll. Die Zugabe kann insbesondere in der Schmelz- oder Plastifizierungszone
eines Extruders, Granulators oder Mischers erfolgen, in der das
(Co)polymer (A) teilweise im festen Zustand und teilweise im Schmelzzustand
vorliegt, oder auch in der Dosier- oder Transportzone eines Extruders,
Granulators oder Mischers, in der das (Co)polymer (A) vollständig im
Schmelzzustand vorliegt. Die Zugabe kann auch am Ende des Verfahrens
zur Herstellung des (Co)polymers (A) erfolgen, insbesondere am Ende
eines Massenpolymerisations- oder Lösungpolymerisationsprozesses,
zum Beispiel nach den Schritten der Polymerisation und Entgasung,
wobei das (Co)polymer (A) noch im Schmelzzustand vorliegt, und vor
dem Granulierungsschritt, bei dem das (Co)polymer (A) im Schmelzzustand
in die Düse
eines Granulators gelangt. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann so
durch Spritzgießen
oder Extrudieren in Form von Granalien erhalten und/oder direkt
in Fertig- oder Halbfertigartikel überführt werden.
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In allen Fällen kann der nichthalogenierte
Orthophosphorsäureester
in reinem Zustand verwendet werden, zum Beispiel in Form eines Feststoffs
oder einer Flüssigkeit.
Ist er insbesondere in fester Form, so kann er in Form einer konzentrierten
Zusammensetzung, auch Vormischung genannt, im (Co)polymer (A) und/oder (Co)polymer
(B) verwendet werden. Insbesondere kann eine Vormischung verwendet
werden, die im voraus hergestellt wird und im wesentlichen aus den
beiden Bestandteilen der flammhemmenden Komponente besteht, d. h.,
Ester und (Co)polymer (B), insbesondere in den vorstehend erwähnten gewünschten
Anteilen. Die Vormischung wird dann dem (Co)polymer (A) zugesetzt,
um die erfindungsgemäße Zusammensetzung
zu bilden. In letzterem Fall können
100 Gewichtsteile Vormischung (1) 10 bis 85, vorzugsweise 25 bis
65 und insbesondere 30 bis 60 Gewichtsteile des nichthalogenierten
Orthophosphorsäureesters
und (2) 90 bis 15, vorzugsweise 75 bis 35 und insbesondere 70 bis
40 Gewichtsteile (Co)polymer (B) umfassen.
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Möglich
ist auch die Verwendung einer Vormischung bzw. einer konzentrierten
Zusammensetzung aus nichthalogeniertem Orthophosphorsäureester
und (Co)polymer (B) im (Co)polymer (A), umfassend 50 bis 1000 und
vorzugsweise 100 bis 500 Gewichtsteile eines jeden der beiden Bestandteile
der flammhemmenden Komponente pro 100 Gewichtsteile (Co)polymer
(A). Die Anteile der jeweiligen Bestandteile der konzentrierten Zusammensetzung
werden je nach gewünschtem
Grad der Nichtentflammbarkeit und/oder gewünschtem Schmelzfluß und gewünschter
Vicat-Temperatur bestimmt. Die verschiedenen Vormischungen können nach einer
der Methoden hergestellt werden, die für die erfindungsgemäße Zusammensetzung
selbst Anwendung finden.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
auch ein Verfahren zur Verbesserung der flammhemmenden Eigenschaften
einer thermoplastischen Zusammensetzung eines vinylaromatischen
Kohlenwasserstoff-Polymers, insbesondere eines Styrol-Polymers,
die eine polymere Komponente und eine flammhemmende Komponente aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass es zur Herstellung von 100 Gewichtsteilen
Zusammensetzung die Zugabe der flammhemmenden Komponente, umfassend:
- (1) 2 bis 10 Gewichtsteile wenigstens eines
nichthalogenierten Esters der Orthophosphorsäure, und
- (2) 2 bis 15 Gewichtsteile wenigstens eines (Co)polymer (B)
eines vinylaromatischen Kohlenwasserstoffs, insbesondere eines Styrol-(Co)polymers,
mit einer gewichtsgemittelten Molekularmasse im Bereich von 2000
bis 15000,
zu 75 bis 96 Gewichtsteilen der polymeren
Komponente, umfassend wenigstens ein (Co)polymer (A) eines vinylaromatischen
Kohlenwasserstoffs, insbesondere Styrol, das hinsichtlich Beschaffenheit
dem (Co)polymer (B) völlig
gleicht oder davon verschieden ist, jedoch eine gewichtsgemittelte
Molekularmasse im Bereich von 150000 bis 400000 aufweist, umfaßt.
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Die bevorzugten Eigenschaftsmerkmale
der (Co)polymere (A) und (B) und des nichthalogenierten Orthophosphorsäureesters
sowie die bevorzugten Bedingungen für die Herstellung der Zusammensetzung
sind mit den vorstehend erwähnten
identisch.
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Die Zusammensetzung gemäß vorliegender
Erfindung findet Anwendung auf verschiedenen Gebieten, wobei sie
in Fertigartikel oder industrielle Artikel überführt wird, die insbesondere
vorgesehen sind für
die Kraftfahrzeug-, Elektrohaushaltsgeräte- und audiovisuelle oder
Computergeräteindustrie,
etwa für
Fernsehempfänger
und Computer-Bildschirme.
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Unter Beibehaltung ihrer mechanischen
Eigenschaften auf hohem Niveau zeigen die so erhaltenen Artikel
verbessertes flammhemmendes Verhalten im Vergleich zu den bislang
hergestellten Artikeln. Zudem erhöht sich die Geschwindigkeit,
mit der diese Artikel produziert werden, durch die Gegenwart der
flammhemmenden Komponente der vorliegenden Erfindung.
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Die gewichtsgemittelte und zahlengemittelte
Molekularmasse der (Co)polymere (A) und (B) wird mit Hilfe der Gelpermeationschromatographie
gemessen.
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Die vorliegende Erfindung wird durch
die folgenden nichteinschränkenden
Beispiele erläutert.
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Für
die Beispiele wurden verschiedene (Co)polymere (A) verwendet:
- – ein
hochschlagzähes
Polystyrol (HIPS), umfassend ein mit einem Polybutadien (9 Gew.-%)
modifiziertes Homopolystyrol (91 Gew.-%), mit einer gewichtsgemittelten
Molekularmasse von 210000, einer zahlengemittelten Molekularmasse
von 85000, einem Schmelzindex MFI (gemessen nach ISO 1133) von 2,5
g/10 Minuten, einer Izod-Schlagzähigkeit
(gemessen nach ISO 180-1A'') von 10 kJ/m2 und einer Vicat-Temperatur (gemessen nach
ISO 306, Methode B) von 95°C;
- – eine
Mischung, umfassend 60 Gewichtsteile des vorstehend erwähnten hochschlagzähen Polystyrols
und 30 Gewichtsteile eines kristallinen Homopolystyrols (PS) mit
einer gewichtsgemittelten Molekularmasse von 250000, einer zahlengemittelten
Molekularmasse von 110000, einem Schmelzindex MFI (gemessen nach
ISO 1133) von 8 g/10 Minuten und einer Vicat-Temperatur (gemessen
nach ISO 306, Methode B) von 101°C.
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Für
die Beispiele wurden verschiedene niedermolekulare (Co)polymere
(B) verwendet:
- – ENDEX 155® von
Hercules, im wesentlichen bestehend aus einem α-Methylstyrol-Copolymer mit
Mw = 8600, Mw =
2900 und einem Erweichungspunkt (nach dem Ring-Kugel-Verfahren)
von 152°C;
- – ENDEX
160® von
Hercules, im wesentlichen bestehend aus einem α-Methylstyrol-Copolymer mit
Mw = 11150, Mw =
3880 und einem Erweichungspunkt (nach dem Ring-Kugel-Verfahren)
von 160°C;
- – HERCOLITE
290® von
Hercules, im wesentlichen bestehend aus Styrol-(Co)polymer mit Mw =
6040, Mw = 1670 und einem Erweichungspunkt
(nach dem Ring-Kugel-Verfahren) von 140°C.
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Bei den Beispielen werden alle Zusammensetzungen
nach einem Verfahren hergestellt, umfassend das Trockenmischen von
(Co)polymer (A) in Granalienform mit dem nichthalogenierten Orthophosphorsäureester
und dem (Co)polymer (B) bei Raumtemperatur (20°C) über 30 Minuten. Die so erhaltene
Mischung wird bei 230°C
in einen Doppelschneckenextruder gegeben, bekannt unter dem Handelsnamen
ZSK 30® von
Werner & Pfleiderer.
Die Zusammensetzungen werden so in Form von Granalien erhalten.
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Der zur Messung der Feuerfestigkeit
der Zusammensetzungen angewandte Test ist der Test UL 94 senkrecht.
Die Teststäbe,
die dieser Prüfung
unterzogen werden, werden erhalten durch Formen der extrudierten
und dann granulierten Zusammensetzungen in einer Demag-Maschine
bei einer Temperatur von etwa 210°C
und einem Druck von etwa 5 MPa über
eine Zeit von etwa 2 Minuten. Sie haben die Abmessungen 127 × 12,7 × 2 mm und
werden in einer Atmosphäre
mit 50% relativer Luftfeuchtigkeit und 23°C 48 Stunden lang konditioniert.
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Beispiele 1 bis 6
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Bei den Beispielen 1 bis 6 wird das
Folgende verwendet:
- – als (Co)polymer (A) die vorstehend
erwähnte
Mischung aus hochschlagzähem
Polystyrol (HIPS) und kristallinem Homopolystyrol (PS),
- – Triphenylphosphat
(TPP) als nichthalogenierter Orthophosphorsäureester und
- – ENDEX
155® als
(Co)polymer (B).
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Tabelle 1 zeigt die gemäß den Beispielen
1 bis 6 hergestellten Zusammensetzungen und die Ergebnisse der mit
diesen Zusammensetzungen durchgeführten Messungen.
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Beim Test UL 94 senkrecht bedeutet "K" "nicht
klassifiziert" und "V2" bedeutet "Klasse V2 bestanden".
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Beispiel 1 (Vergleich) zeigt, dass
eine Zusammensetzung, die 5,5 Gewichtsteile TPP alleine in der flammhemmenden
Komponente enthält,
ungenügende
Feu erfestigkeit aufweist. In Beispiel 2 (Vergleich) ist TPP ist
der einzige Bestandteil der flammhemmenden Komponente, doch ist
dessen Konzentration in der Zusammensetzung auf 10 Gewichtsteile
erhöht;
man beobachtet, dass die Feuerfestigkeit zufriedenstellend wird, doch
ist die Vicat-Temperatur dann zu niedrig, so dass sich bei der Überführung der
Zusammensetzung in Fertigartikel die Überführungsrate deutlich verringert.
Beispiel 3 (Vergleich) zeigt, dass die Feuerfestigkeit der Zusammensetzung
sehr gering ist, wenn die flammhemmende Komponente nur ENDEX 155®,
d. h., das (Co)polymer (B), in einer Menge von 10 Gewichtsteilen
in der Zusammensetzung umfaßt.
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Die Beispiele 4 bis 6 (erfindungsgemäß) zeigen,
dass Zusammensetzungen, die in ihrer flammhemmenden Komponente 5,5
oder 6 Gewichtsteile TPP in Kombination mit 5 oder 7 oder 10 Gewichtsteilen ENDEX
155®,
d. h., (Co)polymer (B), umfassen, einen guten Grad an Feuerfestigkeit
und gleichzeitig verbesserte Bedingungen für ihre Verarbeitung oder Überführung in
Fertigartikel erzielen, wie aus den hohen MFI-Werten, die erhalten
werden, und aus den Vicat-Temperaturen
ersichtlich ist, die trotz der Zunahme des MFI auf einem weitgehend
unveränderten
Wert bleiben (80°C).
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Beispiele 7 bis 9
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Bei den Beispielen 7 bis 9 wird das
Folgende verwendet:
- – als (Co)polymer (A) das vorstehend
erwähnte
hochschlagzähe
Polystyrol (HIPS),
- – Triphenylphosphat
(TTP) als nichthalogenierter Orthophosphorsäureester, und
- – ENDEX
155® als
(Co)polymer (B).
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Tabelle 2 zeigt die gemäß den Beispielen
7 bis 9 hergestellten Zusammensetzungen.
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Die bei diesen Beispielen hergestellten
Zusammensetzungen zeigen im Vergleich mit Zusammensetzungen, deren
flammhemmende Komponente nur einen der beiden Bestandteile (TPP
oder ENDEX 155®0) enthält, gutes
Feuerverhalten und verbesserte Eigenschaften im Hinblick auf die
Verarbeitung oder ihre Überführung in
Fertigartikel.
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Beispiele 10 bis 12
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Bei den Beispielen 10, 11 und 12
werden Zusammensetzungen hergestellt, die identisch mit denen der Beispiele
7, 8 und 9 sind, mit der Ausnahme, dass ENDEX 155® durch
ENDEX 160® ersetzt
wird. Die bei diesen Beispielen hergestellten Zusammensetzungen
zeigen im Vergleich mit Zusammensetzungen, deren flammhemmende Komponente
nur einen der beiden Bestandteile (TPP oder ENDEX 160®) enthält, gutes
Feuerverhalten und haben verbesserte Eigenschaften im Hinblick auf
die Verarbeitung oder ihre Überführung in
Fertigartikel.
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Beispiele 13 bis 15
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Bei den Beispielen 13, 14 und 15
wird das Folgende verwendet:
- – als (Co)polymer
(A) die vorstehend erwähnte
Mischung aus hochschlagzähem
Polystyrol (HIPS) und kristallinem Homopolystyrol (PS),
- – Triphenylphosphat
(TPP) als nichthalogenierter Orthophosphorsäureester und
- – HERCOLITE
290® als
(Co)polymer (B).
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Tabelle 3 zeigt die gemäß den Beispielen
13 bis 15 hergestellten Zusammensetzungen und die Ergebnisse der
mit diesen Zusammensetzungen durchgeführten Messungen.
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Beim Test UL 94 senkrecht bedeutet "NK" "nicht klassifiziert" und "V2" bedeutet "Klasse V2 bestanden".
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Die bei diesen Beispielen hergestellten
Zusammensetzungen zeigen im Vergleich mit Zusammensetzungen, deren
flammhemmende Komponente nur einen der beiden Bestandteile (TPP
oder HERCOLITE 290®) enthält, gutes Feuerverhalten und
verbesserte Eigenschaften im Hinblick auf die Verarbeitung oder
ihre Überführung in
Fertigartikel.