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DE69811403T2 - Verfahren und vorrichtung zur abrasiven oberflächenbearbeitung von steinmaterialien - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur abrasiven oberflächenbearbeitung von steinmaterialien Download PDF

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DE69811403T2
DE69811403T2 DE69811403T DE69811403T DE69811403T2 DE 69811403 T2 DE69811403 T2 DE 69811403T2 DE 69811403 T DE69811403 T DE 69811403T DE 69811403 T DE69811403 T DE 69811403T DE 69811403 T2 DE69811403 T2 DE 69811403T2
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DE
Germany
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nozzle
stone
water jet
plates
slabs
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Luigi Trivelli
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APUANIA CORSI Srl
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APUANIA CORSI Srl
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24CABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
    • B24C3/00Abrasive blasting machines or devices; Plants
    • B24C3/08Abrasive blasting machines or devices; Plants essentially adapted for abrasive blasting of travelling stock or travelling workpieces
    • B24C3/10Abrasive blasting machines or devices; Plants essentially adapted for abrasive blasting of travelling stock or travelling workpieces for treating external surfaces
    • B24C3/12Apparatus using nozzles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B24CABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
    • B24C1/00Methods for use of abrasive blasting for producing particular effects; Use of auxiliary equipment in connection with such methods
    • B24C1/04Methods for use of abrasive blasting for producing particular effects; Use of auxiliary equipment in connection with such methods for treating only selected parts of a surface, e.g. for carving stone or glass
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    • B24GRINDING; POLISHING
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur abrasiven Oberflächenbearbeitung von Steinmaterialien, insbesondere Steinplatten, insbesondere Granitsteinplatten oder Ähnliches, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Darüber hinaus bezieht sie sich auf eine Anlage entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 16.
  • Bis jetzt werden zur abrasiven Oberflächenbearbeitung von Steinplatten vorwiegend Polier-, Abschleif-, Abflamm- und Strahlverfahren angewendet. Diese Verfahren erzeugen verschiedene Oberflächeneffekte und alle weisen spezifische Nachteile auf. Demnach werden beispielsweise Polier- und Abschleifverfahren in Kombination mit der Verwendung von Wasser und abrasiven Materialien durchgeführt, wobei letztere aufbereitetes Brauchwasser benötigen. Abflammen, das mit einem erheblichen Verbrauch von Brenngas und erheblichen Schadstoffausstößen verbunden ist, erzeugt zusätzlich thermische Schocks, die die Festigkeit der verarbeiteten Steinmaterialien beeinflussen können. Strahlen benötigt ebenso große Mengen von Sand und ist mit einer erheblichen Erzeugung von Schadstoffstaub verbunden, der zu Gesundheitsproblemen der Arbeiterbelegschaft führen kann.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine abrasive Oberflächenbearbeitung derselben Art, wie sie durch Abflammen und Strahlen erreicht werden kann, und zielt darauf ab, die Nachteile der Verfahren nach dem Stand der Technik zu beseitigen, während verarbeitete Steinoberflächen erhalten werden können, die eine höhere Qualität und ein besseres Aussehen aufweisen als durch Abflammen und Strahlen erzeugte Oberflächen.
  • Das Dokument EP-A-0 517 048 offenbart eine Vorrichtung für ein Verfahren zur abrasiven Oberflächenbearbeitung von Steinoberflächen, die im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass die zu behandelnde Oberfläche der Wirkung eines oder mehrerer mit hohem oder sehr hohem Druck beaufschlagter Strahlen aus reinem Wasser, d. h. ohne Schleifmittel, unterworfen wird, wobei der/die Wasserstrahl/en durch einzelne Düsen erzeugt werden, die vorzugsweise von der zu behandelnden Oberfläche beabstandet sind.
  • Der/die durch eine oder mehrere, sich in den zuvor genannten Abständen von der zu behandelnden Steinoberfläche angeordnete Düse/n erzeugte/n Wasserstrahl/en, der/die mit einem hohen Druck beaufschlagt ist/sind, kann/können eine spezifische Kraft auf das zu behandelnde Steinmaterial ausüben, so dass sich aufgrund des Unterwaschens und/oder Zerkleinerns von Kristallen des Steinmaterials ein abrasiver Effekt ergibt, während die Nachteile von Abflamm- oder Strahlverfahren vermieden werden, das heißt, dass deren Schadstoffeffekte (Gas- und Staubemissionen) ausgeschlossen werden und die Kosten (kein Verbrauch von Brennstoff oder Sand) verringert werden. Auch können die durch Abflammen erzeugten thermischen Schocks vermieden werden, wodurch die ursprüngliche Festigkeit des Steinmaterials erhalten bleibt. Das zur Bearbeitung verwendete Wasser kann leicht zurück gewonnen und in einem geschlossenen Kreislauf wieder verwendet werden. Gleichzeitig weist das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeitete Steinmaterial eine höhere Qualität und ein besseres Aussehen auf als abgeflammte und gestrahlte Oberflächen. Bei der Bearbeitung von Steinmaterialien mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ähneln die erhaltenen Effekte denen, die von der Natur mit der Zeit erzeugt werden, weswegen dem Benutzer auch von einem psychologischen Standpunkt aus diese Bearbeitung bessert gefällt.
  • Die Erfindung hat es zur Aufgabe, das bekannte Verfahren und die bekannte Vorrichtung auf einfache und preiswerte Weise zu verbessern. Dieses Ziel wird mit dem in Anspruch 1 definierten Verfahren bzw. der in Anspruch 16 definierten Anlage erreicht.
  • Die Eigenschaften der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiteten Steinoberfläche können innerhalb sehr weiter Grenzen kontinuierlich und problemlos verändert werden, indem einige einfache Bearbeitungsparameter, wie der Druck des/der Wasserstrahls/en, der Abstand der einzelnen Düsen von der zu bearbeitenden Oberfläche, der Auftreffwinkel des/der Wasserstrahls/en auf der zu bearbeitenden Oberfläche und die Bearbeitungszeit, in Abhängigkeit der Zusammensetzung, der kristallinen Kornstruktur und der Struktur des zu bearbeitenden Steinmaterials sowie entsprechend dem Ausgangszustand der zu bearbeitenden Oberfläche verändert wer den. So kann beispielsweise, insbesondere für Granit oder Ähnliches, eine samtartige Oberfläche des bearbeiteten Steinmaterials erhalten werden, wenn der/die Wasserstrahlen mit einem Druck von ungefähr 400 bar beaufschlagt werden, während man bei einem Druck von 400 bis 600 bar eine leicht unregelmäßig aufgeraute Oberfläche erhalten kann. Wird der Druck auf über 600 bar und bis zu 1500 bar erhöht, so erhält man ein zunehmend tieferes unregelmäßiges Aufrauen.
  • Der/die im erfindungsgemäßen Verfahren zur abrasiven Oberflächenbearbeitung von Steinoberflächen verwendete/n Wasserstrahl/en kann/können senkrecht zu der zu bearbeitenden Oberfläche stehen oder um einen beliebigen Winkel, vorzugsweise 10° bis 30°, bezüglich der Senkrechten auf dieser Oberfläche geneigt sein.
  • Die Behandlung der bearbeiteten Steinmaterialoberfläche unter der Verwendung des/der Wasserstrahls/en kann auf jede geeignete Weise durchgeführt werden, vorzugsweise jedoch, insbesondere im Fall von Steinplatten, durch eine Relativbewegung des zu bearbeitenden Steinmaterials zu dem/den auf die Oberfläche des Materials gerichteten Wasserstrahl/en, so dass in einem oder mehreren Durchläufen eine mehr oder weniger gleichmäßige Behandlung der gesamten zu bearbeitenden Oberfläche oder des/der zu bearbeitenden Teils/Teile davon erreicht wird.
  • Entsprechend einer möglichen Ausführungsform der Erfindung, insbesondere geeignet für Steinplatten, werden die Platten senkrecht oder mehr oder weniger hinsichtlich der Senkrechten geneigt in einer vorzugsweise gleichmäßigen Bewegung vor eine oder mehrere aufeinander folgende vertikale Reihen ortsfester Düsen oder ortsfester Düsengruppen geführt, wobei die Reihe/n von Düsen oder Düsengruppen sich über die gesamte Höhe der zu bearbeitenden Steinoberfläche oder über einen Teil derselben erstrecken. Entsprechend einer anderen möglichen Ausführungsform werden die Steinplatten senkrecht oder mehr oder weniger hinsichtlich der Senkrechten geneigt vor wenigstens eine Düse oder eine Düsengruppe geführt, die sich im wesentlichen horizontal oder mehr oder weniger bezüglich der Horizontalen geneigt erstrecken und in einer oszillierenden Auf-und-ab-Bewegung entlang der gesamten Höhe der zu bearbeitenden Oberfläche der Steinplatten oder entlang eines Teiles dieser Höhe geführt werden. In beiden dieser Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens hängt die Bearbeitungszeit der Oberfläche der Steinplatten von der Geschwindigkeit ab, mit der die Steinplatten vor die Düse/n oder die Düsengruppe/n geführt werden und kann eingestellt werden, indem diese Geschwindigkeit verändert wird, beispielsweise in einem speziellen Fall der Bearbeitung von Granitplatten in einem Bereich von 300 mm/min bis 1500 mm/min.
  • Natürlich können erfindungsgemäß in anderen möglichen Ausführungsformen die Steinplatten auch in einer horizontalen Stellung oder in einer mehr oder weniger hinsichtlich der Horizontalen geneigten Stellung vor eine oder mehrere Düse/n oder eine oder mehrere Düsengruppe/n geführt werden, die sich entweder ortsfest oder in einer oszillierenden Bewegung geführt senkrecht oder mehr oder weniger hinsichtlich der Senkrechten geneigt erstrecken.
  • Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Steinoberfläche unter Verwendung eines oder mehrerer Hoch- oder Höchst-Druck-Wasserstrahls/en bearbeitet, der/die in einer Drehbewegung um eine Achse geführt wird/werden, die bezüglich des/der Wasserstrahls/en exzentrisch liegt, vorzugsweise in Kombination mit einer quer zur Drehachse des/der Wasserstrahls/en verlaufenden, relativen Längsbewegung zwischen dem/den umlaufenden Strahl/en und der zu bearbeitenden Steinoberfläche.
  • Entsprechend einer weiteren Verbesserung kann die erfindungsgemäße Bearbeitung einen vorbeugenden Bearbeitungsschritt der Steinoberfläche umfassen, der auf eine andere Weise als mit einem Wasserstrahl durchgeführt wird. Insbesondere bei Steinen, deren Struktur es dem Wasserstrahl erschwert, die Oberfläche zu bearbeiten, umfasst die Erfindung einen vorbeugenden Bearbeitungsschritt mit mechanischen abrasiven Mitteln, wie beispielsweise Anschleifen oder Abflammen.
  • Es wurde herausgefunden, dass es in den meisten Fällen nicht nötig ist, die vorbeugende Bearbeitung auf die gesamte Oberfläche des Steins zu erstrecken, vielmehr reicht es aus, die vorbeugende Bearbeitung auf einem Teilbereich der Steinoberflä che an deren Vorderkante, in Hinsicht auf die Verschiebung des Steins bezüglich der wasserausstoßenden Düsen gesehen, durchzuführen. Dieser begrenzte Bereich kann durch einen Streifen an der Vorderkante des Steins oder einen Teil eines Streifens gebildet sein. Die demzufolge der vorbeugenden Bearbeitung unterzogene Oberfläche dient als eine Angriffsfläche für den Wasserstrahl, der beginnen kann, den Stein geringfügig abzutragen, was dann ein Abtragen auch des Rests der Oberfläche, der nicht der vorbeugenden Bearbeitung unterzogen wurde, ermöglicht.
  • Die oben genannten Eigenschaften und weitere Eigenschaften des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie Eigenschaften einer erfindungsgemäßen Anlage zur Anwendung einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens werden detaillierter aus der folgenden Beschreibung der Anlage, die in den begleitenden Figuren schematisch in Form eines nicht einschränkenden Beispiels gezeigt wird, deutlich. Es zeigen:
  • 1 eine Längsansicht der Anlage zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 2 eine Ansicht von oben dieser Anlage;
  • 3 eine Teilquerschnittansicht der Bearbeitungsstation der in 1 und 2 gezeigten Anlage;
  • 4 die Bearbeitungsstation, entlang der Pfeile IV-IV in 3 gesehen;
  • 5 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Düse mit Rotationskopf, die in der in den 1 bis 4 gezeigten Anlage verwendet werden kann;
  • 6 eine Stirnansicht der in 5 gezeigten Düse, entlang der Richtung der Pfeile VI-VI gesehen;
  • 7 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer drehbaren Düsengruppe, die in der in den 1 bis 4 gezeigten Anlage verwendet werden kann;
  • 8 eine Stirnansicht der in 7 gezeigten drehbaren Düsengruppe, entlang der Richtung der Pfeile VII-VII gesehen;
  • 9 eine perspektivische Ansicht der in den 7 und 8 gezeigten, drehbaren Düsengruppe;
  • 10 eine schematische Ansicht der von den durch die in den 5 bis 9 gezeigten rotierbaren Düsen erzeugten Wasserstrahlen auf der zu bearbeitenden Oberfläche hinterlassenen Auftreffspuren und
  • 11 eine schematische Ansicht einer Arbeitsstation gemäß einer alternativen Ausführungsform, gesehen in der Verschiebungsrichtung des Steins.
  • Bezugnehmend auf die Figuren werden die zu bearbeitenden Steinplatten 1, beispielsweise aus Granitplatten oder Ähnlichem bestehend, eine nach der anderen in einer senkrechten Stellung oder einer im Wesentlichen senkrechten Stellung, d. h. mehr oder weniger bezüglich der Senkrechten geneigt, in einer gleichmäßigen, kontinuierlichen Bewegung, beispielsweise in Richtung des Pfeils F, durch eine Bearbeitungsstation 2 geführt. Hierzu liegen die Platten 1 mit ihrer unteren Kante auf einem unteren Stetigförderer 3 und werden durch Führungsrollen 4, die auf den beiden Seiten der Platten angeordnet sind und, beispielsweise mittels hinsichtlich ihrer Winkelposition verstellbaren und einstellbaren Armen, an Säulen 5 des Maschinengehäuses befestigt sind, in ihrer Stellung geführt und gelagert. Am Eingangs- und Ausgangsende der Anlage werden die Steinplatten 1 quer zum Förderer 3 auf einer dessen Seiten auf den unteren Förderer 3 in Richtung des Pfeils A aufgeladen bzw. von dem unteren Förderer 3 in Richtung des Pfeils B abgeladen und lagern in einer hinsichtlich der Senkrechten geneigten Stellung auf Seitenrollen 6 und 7, die jeweils nur auf einer Seite der Platten 1 vorgesehen sind, wodurch die gegenüberliegende Seite des unteren Förderers 3 zum Beladen und Abladen der Steinplatten 1 frei bleibt. Der untere Förderer 3 wird durch einen Elektromotor M angetrieben, dessen Geschwindigkeit vorzugsweise veränderbar und zwischen bestimmten Grenzen einstellbar ist.
  • Die Bearbeitungsstation 2 besteht aus einem Portal 8, das die zu bearbeitenden Steinplatten 1 passieren. Auf einer Seite dieser Platten ist eine Düse 9 vorgesehen, die auf die Platten 1 gerichtet ist und im Wesentlichen horizontal oder mehr oder weniger bezüglich der Horizontalen geneigt angeordnet ist. Diese Düse 9 ist auf einen Düsenhalter 10 angebracht, der sich durch einen in einem der hohlen Pfosten des Portals 8 ausgebildeten, senkrecht verlaufenden Schlitz 11 ins Innere desselben erstreckt. Im Inneren des hohlen Pfostens des Portals 8 ist der Düsenhalter 10 gleitend auf einer senkrechten Führung 12 geführt und an einem Abschnitt einer geschlossenen Kette bzw. eines geschlossenen Zugseils 13 befestigt, die/das in 4 durch die gestrichpunkteten Linien dargestellt wird und um obere und untere Zahnräder, Führungsrollen oder Rollen 16 und 17 geführt ist. Die Kette bzw. das Zugseil oder das Band 13 kann durch einen im oberen Bereich des Portals 8 angebrachten, umsteuerbaren Getriebemotor 14, der vorzugsweise mit verschiedene Geschwindigkeiten betrieben werden kann, wahlweise in die eine oder in die andere Richtung angetrieben werden. Vor der Düse 9 ist auf der gegenüberliegenden Seite des unteren Förderers 3 ein Spritzschutz 18 angebracht.
  • In dem in den 1 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine einzelne Düse 9, deren Achse während des Betriebs feststeht, am Düsenträger angebracht. Anstelle dieser einfachen Düse 9 mit feststehender Achse, kann auch eine Gruppe von zwei oder mehreren sich überlagernden und/oder benachbarten Düsen an dem Düsenträger 10 befestigt sein. Auch können zwei oder mehrere Düsenträger 10, von denen jeder eine oder mehrere Düsen 9 oder Düsengruppen aufweist, mit bestimmten vertikalen Abständen am selben senkrechten Abschnitt der Kette bzw. des Seilzugs oder des Bands 13 befestigt sein und/oder es können einer oder mehrere Düsenträger, die wie oben beschrieben geführt sind und von denen jeder eine oder mehrere Düse/n 9 oder Düsengruppe/n aufweist, die auf die Steinplatten 1 gerichtet sind, auch an dem anderen senkrechten Abschnitt der Kette bzw. des Seilzugs oder des Bands 13 befestigt sein.
  • Anstelle einer oder mehreren Düse/n, deren Achse/n während des Betriebs feststehen, kann/können an jedem Düsenträger 10 auch eine oder mehrere Düse/n befestigt sein, die um eine Achse rotierten, die hinsichtlich des/der durch die Düse/n erzeugten Wasserstrahls/en exzentrisch verläuft.
  • Demnach kann beispielsweise in dem in den 1 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispiel die Düse 9 durch eine Düse 9' mit Rotationskopf, wie sie in den 5 und 6 gezeigt wird, ersetzt werden. Diese Düse 9' umfasst einen Rotationskopf 19 mit zwei Düsenzweigen 20, die von einem axial verlaufenden Versorgungsrohr abzweigen und zueinander geneigt sind, d. h. sie laufen mit einem gewissen Winkel radial nach außen auseinander, so dass sie in diametral gegenüberliegenden Stellungen enden, die hinsichtlich der zentralen Rotationsachse des Kopfes 19 exzentrisch liegen. 5 zeigt einen Schnitt durch einen der Düsenzweige 20 des Rotationskopfs 19, während der andere nur durch seine Achse 20' angedeutet ist. Der Rotationskopf 19 verfügt über eine Abdeckung 21, die am Auslass jedes divergierenden Düsenzweigs 20 eine entsprechende koaxiale Auslassöffnung 22 für den jeweiligen Wasserstrahl aufweist. Der Rotationskopf 19 mit exzentrisch gelagerten Düsen 20 wird durch mit Druck beaufschlagtes Wasser, das dem zentralen, axial verlaufenden Versorgungsrohr über die rückseitige Verbindung 23 dieser Düse 9' zugeführt wird, in eine Rotation um seine zentrale Längsachse versetzt. Die entsprechenden Antriebsmittel sind nicht dargestellt, da sie hinreichend bekannt sind. Eine Düse 9', die über einen Rotationskopf 19 mit zwei exzentrisch gelagerten Düsen der zuvor beschriebenen und in 5 und 6 dargestellten Art verfügt, wird beispielsweise von der Paul Hammelmann Maschinenfabrik, Oelde, Deutschland, unter der Bezeichnung RD 1500 hergestellt und vertrieben. Selbstverständlich kann der Rotationskopf 19 auch eine einzige exzentrisch gelagerte Düse oder mehr als zwei exzentrisch gelagerte Düsen aufweisen, die wie im Fall von zwei Düsen ihrer jeweiligen Wasserstrahlen erzeugen, die um die zentrale Längsachse des Kopfes 19 rotieren.
  • Die Düse 9 der in den 1 bis 4 gezeigten Anlage kann auch durch eine in den 7, 8 und 9 dargestellte rotierbare Düsengruppe 9'' ersetzt werden. Diese rotierbare Düsengruppe besteht aus einem Versorgungsrohr 24, das die Durchgangswelle eines Elektromotors 25 bildet oder durch die Hohlwelle dieses Motors geführt und an dieser derart befestigt ist, dass sie durch den Motor 25 in Rotation versetzt wird. An dem Ende, welches der zu bearbeitenden Steinplatte 1 gegenüber steht, trägt das Rohr 24 eine oder mehrere radiale, hohle Abzweigungen 26 (im dargestellten Ausführungsbeispiel vier Abzweigungen 26), die mit dem zentralen Rohr 24 in Verbindung stehen und an ihren freien Enden jeweils wenigstens eine Düse 29 aufweisen, die der zu bearbeitenden Steinplatte 1 entgegensteht. Das gegenüberliegende Ende 124 des Rohrs 24 ist an die Wasserversorgung angeschlossen.
  • Vorzugsweise können alle der zuvor genannten Düsen oder Düsengruppen 9, 9', 9'' durch beliebige, geeignete, nicht dargestellte Einstellmittel horizontal bewegt werden, beispielsweise in ihren jeweiligen Düsenträger 10 verschiebbar, um auf diese Weise deren Abstand von der gegenüberliegenden Oberfläche der zu bearbeitenden Steinplatte 1 zu verändern und anzupassen. Weiterhin sind beliebige, geeignete, ebenfalls nicht dargestellte Mittel vorgesehen, um den Neigungswinkel der Düse/n oder der Düsengruppe/n 9, 9', 9'' bezüglich der gegenüberliegenden Oberfläche der zu bearbeitenden Steinplatte 1 von einer im wesentlichen senkrecht auf dieser Oberfläche stehenden Richtung bis zu einer vertikal oder horizontal um einem bestimmten Winkel, beispielsweise bis zu 25°–30° bezüglich der zu bearbeitenden Oberfläche, geneigten Richtung zu verändern und anzupassen. Hierzu kann/können die Düse/n oder die Düsengruppe/n 9, 9', 9'' an ihrem jeweiligen Düsenträger 10 durch beliebige, geeignete, nicht dargestellte Einstellmittel auf ihre Winkelstellung bezogen lösbar befestigt sein und/oder es kann die Stellung der zu bearbeitenden Steinplatten 1 veränderbar und einstellbar gestaltet werden, indem sie durch beliebige, geeignete, nicht dargestellte Einstellmittel, die beispielsweise auf die Winkelstellung der die seitlichen Führungsrollen 4 tragenden Schenkel einwirken, hinsichtlich der Senkrechten mehr oder weniger geneigt wird.
  • Die Düse/n oder die Düsengruppe/n 9, 9', 9'' der Bearbeitungsstation 2 werden mit reinem Wasser, d. h. ohne Abrasivstoffe, versorgt, das durch ein Pumpsystem mit einer bekannten Hochdruckpumpe 27 und einem hochdruckresistenten Versorgungsrohr 28 mit hohem oder sehr hohem Druck, typischerweise um 300 bar oder mehr und bis zu 1500 bar, beaufschlagt wird. Der Ausgangsdruck der Pumpe 27 kann, beispielsweise innerhalb der zuvor genannten Grenzen, verändert und eingestellt werden. Pumpen dieser Art sind hinreichend bekannt und werden beispielsweise von der zuvor genannten Firma Paul Hammelmann Maschinenfabrik unter der Bezeichnung HD/113 hergestellt und vertrieben.
  • Vorzugsweise umfasst das Pumpsystem auch Antriebs- und Steuermittel 30, die den Ausgangsdruck der Pumpe 27 in Abhängigkeit der Auf-und-Abbewegung des Düsenträgers 10 und/oder der Bewegung des unteren Förderers 3 einstellen und bei spielsweise den Betrieb der Pumpe 27 unterbrechen, falls der Düsenträger 10 und/oder der untere Förderer 3 stehen bleiben, und/oder eine automatische Auswahl, Einstellung und Aufrechterhaltung eines bestimmten Verhältnisses des Ausgangsdrucks der Pumpe 27 zu der Geschwindigkeit der Auf-und-Abbewegung des Düsenträgers 10 und/oder der Fördergeschwindigkeit des unteren Förderers 3 ermöglichen.
  • Die Anlage zur Versorgung der Bearbeitungsstation 2 mit dem mit Hochdruck beaufschlagten Wasser wird weiterhin durch ein Steuerpult, welches sich vorzugsweise in Nähe der Bearbeitungsstation 2 befindet, sowie durch ein Pult zur Qualitätssteuerung und -sicherstellung vervollständigt, das sich vorzugsweise an dem Ausgang befindet, an dem die bearbeiteten Platten 1 von dem unteren Förderer 3 abgeladen werden.
  • Beim Durchgang der Steinplatten 1 durch die Bearbeitungsstation 2 wird deren der/den an dem Düsenträger 10 befestigten Düse/n zugewandte Oberfläche auf der gesamten Höhe der Platte 1 oder auf einem Teil davon, d. h. auf der Höhe eines horizontalen Längsstreifens der Platte 1, der dem Niveau und dem senkrechten Ausmaß der oszillierenden Auf-und-Abbwegung des Düsenträgers 10 entspricht, von dem/den durch die Düse/n erzeugten Hochdruckwasserstrahl/en getroffen.
  • Jedenfalls werden erfindungsgemäß der Ausgangsdruck der Pumpe 27, die von dem unteren Förderer 3 erzeugte Zuführgeschwindigkeit der Steinplatten in Richtung des Pfeils F und somit die Geschwindigkeit, mit der die Steinplatten 1 vor den die Hochdruckwasserstrahlen erzeugenden Düsen 9, 9', 9'' vorbei geführt werden, sowie der Abstand dieser Düse/n von der entgegenstehenden zu bearbeitenden Oberfläche der Steinplatten 1 und der Auftreffwinkel des/der Hochdruckwasserstrahls/en bezüglich der Oberfläche, also der Neigungswinkel der Düse/n hinsichtlich der entgegenstehenden Fläche der Steinplatten 1, sowie die Geschwindigkeit der oszillierenden Auf-und-Abbewegung des Düsenträgers 10 und – im Fall einer oder mehrerer rotierbarer Düse/n 29, die wie in dem Ausführungsbeispiel der 7 bis 9 von einem zugehörigen, speziellen Motor 25 angetrieben werden – die Antriebs- und Rotationsgeschwindigkeit dieser Düse/n sowohl hinsichtlich ihrer Absolutwerte als auch hinsichtlich ihrer Verhältnisse zueinander ausgewählt. Diese Auswahl ist abhängig von der Art, den Eigenschaften und insbesondere der Kristallstruktur des Steinmaterials der Platten 1, so dass der/die von der/den Düse/n erzeugte/n Wasserstrahl/en die Oberfläche der zu bearbeitenden Platte 1 mit einer derart spezifischen Kraft trifft, um auf dieser Oberfläche eine abrasive Wirkung zu erzeugen, die darauf beruht, dass die Kristalle des Steinmaterials unterwaschen und/oder zerkleinert werden, und deren Tiefe und Ausdehnung den von dem erwünschten Oberflächeneffekt benötigten Werten entspricht. Die Werte der oben genannten Parameter und deren Verhältnisse können beispielsweise durch Tests einfach festgelegt werden. Demnach wurden beispielsweise für die Bearbeitung von Granit (Sardinia Gray, Zimbabwe Black, Imperial Red) mit den folgenden Parametern zufriedenstellende bis optimale Ergebnisse erhalten: Druck der Wasserstrahlen = 400 bis 1300 bar (gemessen beispielsweise am Auslass der entsprechende Düse/n); Abstand der Düsen von der zu bearbeitenden Steinoberfläche = 1 cm bis 10 cm; Neigungswinkel des/der Wasserstrahls/en bezüglich der zu bearbeitenden Oberfläche = 0° bis 25° bezüglich der Senkrechten auf der Oberfläche; Zuführgeschwindigkeit der zu bearbeitenden Granitplatten vor die den/die Hochdruckwasserstrahl/en erzeugenden Düse/n = 300 bis 1450 mm/min.
  • Die Form der Auftreffspuren des/der Hochdruckwasserstrahls/en auf der zu bearbeitenden Steinoberfläche hängt im Wesentlichen vom Verhältnis der Geschwindigkeit, mit der die Steinplatten gefördert werden (Zuführrate vor die den/die Hochdruckwasserstrahlen erzeugenden Düse/n) zur Geschwindigkeit der vertikalen Auf-und-Abbewegung der Düse/n. 10 zeigt die Auftreffspur von Wasserstrahlen auf der Oberfläche der zu bearbeitenden Steinplatte 1 für den Fall einer oder mehrerer Düsen, die durch eine Rotationsbewegung um eine exzentrisch zur Düse liegende Achse angetrieben wird/werden, beispielsweise bei einer in den 7 bis 9 dargestellten rotierbaren Düsengruppe.
  • In der alternativen Ausführungsform aus 11 werden die Platten 1 in einer hinsichtlich der senkrechten, aufrecht stehenden Stellung geneigten Stellung geführt und gelagert, auch mittels ortsfester Rollen 4' und auch beim Durchgang durch die die Düse 9 tragenden Säulen B. Die Neigung ist so gewählt, dass die obere Kante der Platten 1 einen größeren Abstand von der Düse aufweist. Die Platten werden in dieser Stellung gegen die Rollen 4 gehaltert, die starr an Rollmitteln 4 gelagert sind, ähnlich denen des vorausgehenden Beispiels. Die Rollen 4 sind an hinsichtlich ihrer Winkelposition verstellbaren und einstellbaren Armen auf den Säulen 5 des Maschinengehäuses befestigt. Die Neigung der Platten 1 im Bereich der die Düse 9 tragenden Säulen 8 kann nahezu identisch zu der Neigung sein, die die Platten am Eingangs- und Ausgangsende der Anlage aufweisen. Die geneigte Stellung der Platten während der Einwirkung des Wasserstrahls ermöglicht ein besseres Abfangen des Verschiebedrucks, welchen der Wasserstrahl auf die Platte 1 ausübt. Die Rollen 4' können steif gelagert werden und die gegenüberliegenden Rollen 4 auf den hinsichtlich ihrer Winkelposition einstellbaren Armen, die elastisch gegen die Platte gedrückt werden, können aufgrund ihrer Neigung einen weniger starken und entsprechend preiswertere Aufbau aufweisen, als sie benötigen würden, falls die Platte in einer senkrechten Ausrichtung gelagert werden müsste. Gleichzeitig wird jegliches Risiko vermieden, dass die Platte aus einem beliebigen Grund seitlich gegen die Düse fällt. Ein weiterer, gleichzeitig erreichter Effekt besteht darin, dass die leicht geneigte Oberfläche, auf die der Wasserstrahl gerichtet ist, ein Ablaufen des Wassers erleichtert und ein Zurückspritzen von Wasser von der zu bearbeitenden Oberfläche verringert.
  • Die steif gelagerten Rollen 4' bieten auch die Möglichkeit, einen einfachen Stützrahmen vorzusehen, der in der senkrecht auf den Oberflächen der Platten stehenden Richtung verschiebbar befestigt werden kann, um den Abstand zu regulieren. Der die Rollen 4' stützende Rahmen kann beliebig aufgebaut sein. Eine nicht detailliert dargestellte, bevorzugte Ausführungsform sieht am unteren Ende des Rahmens zwei oder mehr Gleitführungen vor, die senkrecht zu der Plattenoberfläche ausgerichtet sind. Darüber hinaus könnte der Rahmen um eine horizontale Achse, die zur Längsachse des unteren Förderers 3 parallel ist, oszillierend befestigt sein, um den Neigungswinkel der Platten zu regulieren.
  • Entsprechend eines weiteren Kennzeichens dieser Ausführungsform ist auch der senkrechte Weg der den/die Wasserstrahl/en erzeugenden Düse/n auch geneigt und parallel zu der entgegenstehenden Oberfläche der Platte ausgerichtet. Dies kann erreicht werden, indem einfach ein in geeigneter Weise geneigter Maschinenrahmen vorgesehen wird oder indem der betreffende Teil der Anlage auf einer schiefen Ebene angeordnet wird.
  • Selbstverständlich soll die Erfindung nicht auf die hier beschriebenen und dargestellten Anwendungsbeispiele beschränkt sein, sondern kann vielmehr umfangreich verändert und modifiziert werden, sowohl im Hinblick auf die Werte der verschiedenen Parameter des Verfahrens als auch im Hinblick auf die konstruktiven Mittel zur Anwendung desselben. Demnach können beispielsweise in einer Anlage, die zu der hier beschriebenen ähnlich ist, beide Oberflächen der Steinplatten 1 entweder gleichzeitig oder als Alternative aufeinander folgend bearbeitet werden, indem entweder in ein und derselben Bearbeitungsstation oder in zwei aufeinander folgenden Bearbeitungsstationen auf beiden Seiten der Steinplatten 1 Hochdruckdüsen vorgesehen werden und/oder andere Verfahren oder Vorschriften vorgesehen sind, bei denen die Steinplatten beladen und entladen werden, beispielsweise übereinstimmend mit dem unteren Förderer 3 durch Zufuhr und Entfernen an dessen Enden. Eine weitere Verbesserung könnte in einer oder mehreren zusätzlichen Bearbeitungsstationen bestehen, die vor der Station vorgesehen sind, die die Wasserdüsen 9 beinhaltet. Eine diese zusätzlichen Stationen könnte vorteilhafterweise dazu verwendet werden, eine vorbeugende Oberflächenbearbeitung der Platten durchzuführen, bei der zumindest ein kleiner Bereich, beispielsweise ein dünner senkrechter Streifen an der Vorderkante der Platte, mechanisch bearbeitet wird, um einen Bereich zu erzeugen, auf dem die Oberfläche der Platte gegenüber dem Wasserstrahl hinsichtlich dessen oberflächenabtragender Wirkung weniger widerstandsfähig ist. Auf diese Weise wird insbesondere bei Steinen, deren Struktur sehr widerstandsfähig gegenüber dem Wasserstrahl ist, eine kleine Angriffsoberfläche für den Strahl erzeugt, so dass der Strahl von diesem Bereich aus den Rest der zu bearbeitenden Plattenoberfläche besser abtragen kann, ohne dass die vorbeugende Bearbeitung auf der gesamten Oberfläche durchgeführt werden müsste. Eine vorbeugende Bearbeitung dieser Art könnte beispielsweise aus einem Anschleifen bestehen. Auch andere verschiedene Bearbeitungen wie Abflammen oder Ähnliches könnten sich als effektive vorbeugende Bearbeitung erweisen, um mit verschiedenen Arten von Stei nen dieselben Ergebnisse zu erreichen. All dies ist beabsichtigt, ohne sich von dem weiter oben offenbarten und dem unten beanspruchten Grundprinzip zu entfernen.

Claims (30)

  1. Verfahren zur abrasiven Oberflächenbearbeitung von Steinmaterialien, insbesondere Steinplatten, insbesondere Granitsteinplatten und Ähnliches, bei dem die zu behandelnde Steinoberfläche der Wirkung eines oder mehrerer Hoch- oder Höchst-Druckwasserstrahlen ausgesetzt wird, dessen/deren Druck – unter Berücksichtigung des Abstands der Oberfläche zu der/den den/die Wasserstrahl/en erzeugende/n Düse/n – , so gewählt wird, dass die spezifische Auftreffkraft des/der Wasserstrahls/Wasserstrahlen auf die zu bearbeitende Oberfläche ein Unterwaschen und/oder Zerkleinern von Kristallen des Steinmaterials in einem dem gewünschten Effekt entsprechenden Ausmaß verursacht, dadurch gekennzeichnet, dass der Auftreffwinkel des/der Wasserstrahls/Wasserstrahlen auf die zu bearbeitende Steinoberfläche durch Veränderung der Winkelstellung der Oberfläche bezüglich des/der Wasserstrahls/Wasserstrahlen und/oder der Winkelrichtung des/der Wasserstrahls/Wasserstrahlen bezüglich der zu bearbeitenden Oberfläche eingestellt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck des/der Wasserstrahls/Wasserstrahlen, der/die auf die zu bearbeitende Steinoberfläche einfällt/einfallen, im Bereich von 300 bis 1500 bar liegt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Hochdruck-Wasserstrahl/-Wasserstrahlen mittels einer oder mehrerer Düse/n erzeugt wird/werden, die sich in einer Entfernung von 1 bis 10 cm von der zu bearbeitenden Steinoberfläche befindet befinden.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Hochdruck-Wasserstrahl/-Wasserstrahlen so auf die zu bearbeitende Steinoberfläche auftreffen, dass sie zu dieser senkrecht stehen oder um einen gewissen Winkel zur Senkrechten der Oberfläche, vorzugsweise bis ungefähr 25° – 30°, geneigt sind.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung des/der Hochdruck-Wasserstrahls/-Wasserstrahlen auf die zu bearbeitende Steinoberfläche mit einer Relativbewegung zwischen dem zu bearbeitenden Steinmaterial und einem oder mehrerer auf die Oberfläche gerichteten/gerichteter Wasserstrahl/Wasserstrahlen erfolgt, so dass eine mehr oder weniger gleichmäßige Bearbeitung der gesamten Oberfläche oder eines Teils davon erreicht wird.
  6. Verfahren zur abrasiven Oberflächenbehandlung von Steinplatten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinplatten in einer vorzugsweise kontinuierlichen und gleichmäßigen Bewegung vor eine oder mehrere aufeinander folgende vertikale Reihen von Düsen oder Düsengruppen, die auf die zu bearbeitende Plattenoberfläche gerichtet sind, geführt werden, wobei sich die Reihen von Düsen oder Düsengruppen quer zur Zufuhrrichtung der Platten über die gesamte entsprechende Querausdehnung der Platten oder des zu bearbeitenden Teiles davon erstrecken.
  7. Verfahren zur abrasiven Oberflächenbehandlung von Steinplatten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinplatten in einer vorzugsweise kontinuierlichen und gleichmäßigen Bewegung vor eine Düse oder eine Düsengruppe geführt werden, die auf die zu bearbeitende Plattenoberfläche gerichtet ist/sind und in einer oszillierenden Bewegung quer zu der Zufuhrrichtung der Platten über die gesamte entsprechende Querausdehnung der Platten oder des zu behandelnden Teiles davon bewegt wird/werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinplatten im Wesentlichen senkrecht oder zur Senkrechten geneigt vor die Düse/n, die so ausgerichtet ist/sind, dass sie im Wesentlichen horizontal oder zur Horizontalen geneigt sind, geführt werden.
  9. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinplatten im Wesentlichen horizontal oder zur Horizontalen geneigt vor die Düse/n, die so ausgerichtet ist/sind, dass sie im Wesentlichen senkrecht oder zur Senkrechten geneigt sind, geführt werden.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen den Steinplatten und der/den den/die Hochdruck-Wasserstrahl/-Wasserstrahlen erzeugenden/n Düse/n im Bereich von 60 mm/min bis 1500 mm/min liegt.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Hochdruck-Wasserstrahl/Wasserstrahlen in einer Rotationsbewegung um eine Achse geführt wird/werden, die bezüglich jedes Wasserstrahls exzentrisch liegt.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der folgenden Parameter variabel und einstellbar ist/sind: Druck des/der Wasserstrahls/Wasserstrahlen, Abstand der einzelnen Düsen von der zu bearbeitenden Steinoberfläche, Auftreffwinkel des/der Wasserstrahls/Wasserstrahlen auf die zu bearbeitende Steinoberfläche, Relativgeschwindigkeit zwischen der zu bearbeitenden Steinoberfläche und der/den den/die Wasserstrahl/Wasserstrahlen erzeugenden/n Düse/n, Rotationsgeschwindigkeit der drehbaren Düsen und/oder Verhältnisse zwischen zweien oder mehrerer dieser Parameter.
  13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein vorbeugender Bearbeitungsschritt vor der Bearbeitung der Steinoberfläche mit dem Wasserstrahl durchgeführt wird
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbeugende Bearbeitung eine abrasive Bearbeitung der Oberfläche, wie Anschleifen und/oder andere Behandlungen wie Abflammen, umfasst.
  15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass dass die vorbeugende Bearbeitung auf einem begrenzten Bereich der zu bearbeitenden Oberfläche, bezüglich der Fortbewegungsrichtung des Steins gegenüber dem Wasserstrahl gesehen an der Vorderkante des Steins, in Form eines dünnen Streifens entlang der gesamten Vorderkante und parallel zur Verschiebung des Wasserstrahls oder nur als Teil eines derartigen Streifens, angewendet wird.
  16. Anlage zur Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15, insbesondere zur Bearbeitung von Steinplatten, mit einem unteren Stetigförderer (3), auf dem die Steinplatten im wesentlichen senkrecht oder zur Senkrechten geneigt mit ihren unteren Kanten aufliegen und beispielsweise durch seitliche Führungsrollen (4) geführt werden und, mit einer einheitlichen und vorzugsweise einstellbaren Geschwindigkeit durch wenigstens eine Bearbeitungsstation (2) geschickt werden, wobei in dieser auf wenigstens einer Seite der Platten eine Bearbeitungsvorrichtung mit einer oder mehreren, auf ihre entsprechende Steinoberfläche gerichtete/n und durch eine Zufuhrpumpe (27), die vorzugsweise mit einer Druckeinstellung ausgestattet ist, mit Hochdruck-Wasser oder Höchstdruck-Wasser versorgte/n Düse/n (9, 9', 9'') vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (4) zur Änderung und Einstellung der Neigung der Platten (1) und/oder zur Änderung und Einstellung der Winkelstellung der Düsen (9, 9', 9'') bezüglich der gegenüberliegenden Oberfläche der Platten (1) vorhanden sind.
  17. Anlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungseinrichtung wenigstens eine stationäre und im Wesentlichen senkrechte Reihe von Düsen oder Düsengruppen aufweist, wobei diese Reihe sich über die gesamte Höhe ihrer entsprechenden, gegenüberliegenden Oberfläche der Steinplatten (1) oder entlang eines Teils dieser Höhe erstrecken.
  18. Anlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungseinrichtung wenigstens eine Düse (9) oder eine Düsengruppe (9', 9'') aufweist, die in einer oszillierenden, vertikalen Auf-und-ab-Bewegung, vorzugsweise mit einer einstellbaren Geschwindigkeit, über die gesamte Höhe ihrer entsprechenden, gegenüberliegenden Oberfläche der Steinplatten (1) oder entlang eines Teils dieser Höhe bewegt wird.
  19. Anlage nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Düse (9') einen Rotationskopf (19) umfasst, der vorzugsweise durch druckbeaufschlagtes Wasser, das durch die Düse geführt wird, angetrieben wird und über wenigstens einen exzentrisch zu seiner Rotationsachse liegenden Auslass (20) verfügt.
  20. Anlage nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Düse (29) an einem radialen Ausleger (26) einer rotierenden röhrenförmigen Welle (24) angebracht ist, die durch einen speziellen Elektromotor (25) drehangetrieben wird und sowohl mit der Düse (29) als auch mit der Zufuhrpumpe (27) für das unter Hockdruck stehende Wasser in Verbindung steht.
  21. Anlage nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die rotierende, röhrenförmige Welle (24) die röhrenförmige Durchgangswelle des Elektromotors (25) ist.
  22. Anlage nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass dass die rotierende, röhrenförmige Welle (24) mehrere radiale Ausleger (26) aufweist, die vorzugsweise in gleichem Winkelabstand beabstandet sind und von denen jeder über wenigstens eine Düse (29), die mit der röhrenförmigen Welle (24) verbunden ist, verfügt.
  23. Anlage nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung (30) vorhanden ist, die den Betrieb und insbesondere den Ausgangsdruck der Zufuhrpumpe (27) in Abhängigkeit der Auf-und-ab- und/oder der Rotationsbewegung der Düse/n (9, 9', 9'') und/oder in Abhängigkeit der Bewegung des unteren Förderers (3) steuert.
  24. Anlage nach Anspruch 23 dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) das voreingestellte und einstellbare Verhältnis des Ausgangsdrucks der Pumpe (27) zur Fördergeschwindigkeit des unteren Förderers (3) und/oder des Ausgangsdrucks der Pumpe (27) zur Geschwindigkeit der Auf-und-ab-Bewegung der Düse (9) oder der Düsengruppe (9', 9'') und/oder der Rotationsbewegung der Rotationsdüse/n (9', 9'') automatisch auf konstanten Werten hält.
  25. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche 16 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens in der im Betrieb befindlichen Station, d. h. in der Zone, in der der Wasserstrahl gegen den Stein gerichtet ist, Stützmittel (4') für die Platten vorgesehen sind, die hinsichtlich der nach oben gerichteten vertikalen Stellung der Platten nach hinten geneigt sind.
  26. Anlage nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützmittel aus einer bestimmten Anzahl von Rollen (4') bestehen, die in Bewegungsrichtung der Platten rotierbar und mit ihrer Rotationsachse parallel zur Rückseite der geneigten Platten gelagert sind.
  27. Anlage nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass auf der den geneigten Rollen (4') gegenüberliegenden Seite der Platten Rollen (4) vorgesehen sind, die elastisch (5) gegen die geneigten stationären Rollen (4') gepresst sind.
  28. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechte Bahn der Düse oder der Düsen, die den Wasserstrahl oder die Wasserstrahlen erzeugen, ebenfalls geneigt und parallel zu der gegenüberliegenden Oberfläche der Platte verläuft.
  29. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche 16 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich der Bewegungsrichtung der Steine oder Platten vor der Station, in der die Oberfläche mit einem oder mehreren Wasserstrahl/en bearbeitet wird, wenigstens eine weitere Station zur Durchführung einer vorbeugenden Bearbeitung der Steine oder Platten, wie Anschleifen oder Abflammen, vorgesehen ist.
  30. Anlage nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Utensilien oder die Werkzeuge zur Durchführung der vorbeugenden Bearbeitung auf die gleiche Weise gehalten werden wie die Wasserstrahldüse/n.
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