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Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue selbstklebende
Dichtung für Falze, die dazu bestimmt ist, die Dichtheit von
Türen und Fenstern von Gebäuden zu verbessern, insbesondere
bei Renovierungen oder Verbesserungen bestehender Elemente.
STAND DER TECHNIK
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Wenn auch die Türen und Fenster, die kürzlich industriell
hergestellt worden sind, immer mehr mit einer weichen
Dichtung versehen sind, die die Dichtheit zwischen dem Flügel
und dem Rahmen herstellt, findet man sehr häufig in
vorhandenen Gebäuden Türen oder Fenster, deren Dichtheit sehr
mäßig ist. Daraus resultieren beträchtliche Energieverluste
und fehlender Komfort in solch schlecht ausgerüsteten
Wohnungen.
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Um diese Nachteile zu beheben, sind Dichtungen bekannt, die
an der Einfassung angebracht werden können, um sich zwischen
den Rahmen und dem Flügel der Tür einzuschieben und somit die
Dichtheit der Anordnung zu verbessern; es kann sich um
Dichtungen handeln, die dadurch erreicht werden, dass ein
Strang einer polymerisierbaren Masse vom Silikontyp oder
Acryltyp durch Extrusion aus einer Kartusche abgelagert wird,
oder um weiche Dichtungen, die vorgeformt sind, wie PVC-
Massen oder Polyurethan oder wabenartige Polymere oder
kompakte Polymere, die mit unterschiedlichen Profilen
geliefert werden. Diese letzte Art der Dichtung kann am Stock
der Tür durch Spangen oder vorzugsweise durch ein Klebemittel
befestigt werden, das im allgemeinen integriert in die
kommerziell verfügbare Dichtung ist. Für den Verwender, der
selbst die Instandsetzung durchführen möchte, sind die
weichen Dichtungen aus Elastomer, die mit einem
Klebemittelstreifen versehen sind, der druckempfindlich ist,
ziemlich einfach anzubringen und benötigen keine wesentlichen
Vorsichtsmaßnahmen, im Gegensatz zu Dichtungen, die aus einer
Fensterkittkartusche auf Silikonbasis erhalten werden.
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Unter den bekannten Produkten kann man gleichermaßen auch die
Verbindungen in V-Form nennen, die aus einem Metallband oder
einem Kunststoffelement gefertigt sind, das V-förmig gebogen
ist und am Stock durch eine der Flächen des V's befestigt
sind, wobei der andere Teil elastisch deformierbar bleibt, um
sich gegen die Tür zu drücken, wenn diese geschlossen ist. In
gleicher Weise wie bei den weichen Dichtungen oder den
wabenartigen Elastomeren, werden die V-förmgigen Dichtungen
vorzugsweise durch ein druckempfindliches Klebemittel
befestigt.
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Diese unterschiedlichen Dichtungen müssen jedoch stets
druckbeaufschlagt sein und ertragen keine
Scherbeanspruchungen: es ist daher unabdingbar, wenn man die
Dichtungen am Stock anbringt, sicherzustellen, dass die
Dichtung so platziert wird, dass der Flügel die Dichtung beim
Schließen drückt und sie nicht schert. Im Fall einer
klassischen Tür, die an Angeln gelenkig gelagert ist, muss
das Anbringen der Dichtungen somit so geschehen, wie es in
Fig. 4 dargestellt ist, d. h. unterschiedlich abhängig davon,
ob man auf der Seite der Angeln oder der Schließe ist: nur
unter diesen Bedingungen können die klassischen Dichtungen
ihre dauerhafte Funktion sicherstellen. Nun tritt es häufig
auf, dass der Verwender nicht darauf achtet, die Angaben
hinsichtlich des empfohlenen Anbringens zu beachten und dass
die Dichtung gleich um die gesamte Tür platziert wird. Daraus
folgt im allgemeinen ein Verschneiden der Dichtung, die am
Stock angebracht ist, der die Angeln trägt, die sich
anschließend in einem Lösen der Dichtung auswirkt, einer
Schwachstelle hinsichtlich der Dichtheit und schließlich in
der Unzufriedenheit des Benutzers.
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Man kennt darüber hinaus Dichtungen, die insbesondere für die
Dichtheit von Fahrzeugtüren verwendet werden, und die
beispielsweise im Dokument GB 2 036 840 beschrieben sind,
wobei diese Dichtungen einen zylindrischen Teil aufweisen,
der sich zwischen dem Falz und der Tür eindrücken kann, der
mit einer profilförmigen Basis verbunden ist und auf einer
oder den zwei ebenen Flächen der Basis mit einer klebenden
oder magnetischen Verbindungsschicht versehen ist: in der
Praxis zeigt sich jedoch, dass das Befestigen mit einer
einzigen Klebefläche in manchen Fällen eine nicht
ausreichende Verbindung hervorruft und dass das Anbringen der
Dichtung, wenn beide Flächen mit Klebemittel versehen sind,
äußerst schwierig ist. Darüber hinaus ist das Befestigen
durch magnetische Mittel nicht an Holz oder Aluminiumrahmen
möglich.
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In der FR 1 151 433 ist eine Dichtung beschrieben, deren eine
ebene Fläche mit einer klebenden Substanz und einem Schutz
beschichtet ist, um sie auf einer der ebenen Teile des
Rahmens zu befestigen: man muss jedoch beim Platzieren Acht
geben, die klebende Fläche auf die durch die Dichtung
gedrückte Fläche zu kleben, um ein Reißen durch Scheren zu
vermeiden.
ZIEL DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung beabsichtigt, eine
Selbstklebedichtung für Falze vorzusehen, die nützlich ist,
die Dichtheit von Türen und Öffnungen zu verbessern, und die
ohne Fehlerrisiko um den gesamten Stock dieser Öffnung
platziert werden kann.
AUFGABE DER ERFINDUNG
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Gemäß der Erfindung wird eine selbstklebende, weiche Dichtung
vorgesehen, die die Charakteristika von beigefügtem Anspruch
1 aufweist, dessen Oberbegriff gemäß dem Dokument
GB 2 036 840 gebildet ist.
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Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung kann die weiche
Lippe von einfacher Dicke sein oder, zumindest in einem Teil,
einen ausgehöhlten Abschnitt aufweisen.
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Gemäß einer bevorzugten Form umfasst die selbstklebende
Dichtung gleichermaßen einen temporären, nicht-klebenden
Schutz, der abziehbar ist und den selbstklebenden Strang
bedeckt.
BESCHREIBUNG
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Wie es vorher angegeben wurde, hat die Erfindung das Ziel,
eine weiche selbstklebende Dichtung vorzusehen, die geeignet
ist und so profiliert ist, dass sie in dem Winkel eines
Falzes oder einer Einfassung befestigt werden kann, die die
Tür oder das Fenster aufnimmt, dessen Dichtheit man
verbessern möchte: eine solche Dichtung bildet somit nach dem
Befestigen eine weiche Lippe, die genau gemäß der
Halbierenden des Winkels des Falzes ausgerichtet ist und ihre
genaue Funktion in identischer Weise sicherstellen kann, wenn
sich der Flügel der Öffnung tangential von einer oder der
anderen der zwei Seiten des Winkels des Falzes der Einfassung
nähert.
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Andere Vorteile und Charakteristika der vorliegenden
Erfindung werden beim Lesen der Beschreibung von mehreren
Ausführungsformen offensichtlicher, wenn diese in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungen gelesen wird, in denen:
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Fig. 1 eine Darstellung der selbstklebenden Dichtung in
einer ersten Ausführungsform ist;
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Fig. 2 eine Darstellung der selbstklebenden Dichtung in
einer zweiten Ausführungsform ist;
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Fig. 3 eine Darstellung der selbstklebenden Dichtung in
einer dritten Ausführungsform ist;
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Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Dichtung gemäß
dem Stand der Technik und des Platzierens an einer
Einfassung ist;
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Fig. 5 und 6 schematische Darstellungen des Anbringens der
selbstklebenden Dichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung sind.
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Die selbstklebende Dichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
kann an einem Falz angebracht werden, um eine
Dichtungsfunktion sicherzustellen, wobei der Winkel des
Falzes in bestimmten Grenzen variieren kann. Gewöhnlich ist
der Winkel des Falzes ein rechter Winkel.
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Die selbstklebende Dichtung gemäß der Erfindung umfasst eine
Basis 1, die mit zwei seitlichen Flügeln 2 versehen ist, die
zwischen ihnen einen Winkel bilden, der im wesentlichen
gleich demjenigen des Falzes ist, an dem die Dichtung
angebracht wird. In Fig. 1 ist der Winkel des Falzes 90º und
folglich sind die seitlichen Flügel 2a, 2b zueinander
senkrecht, um gleichermaßen einen Winkel von 90º zu bilden.
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Ein Klebestrang 3 ist auf einer Seite 4 der Basis 1
angebracht, die an ihrer anderen Seite 5 eine weiche Zunge 6
aufweist, die im wesentlichen in der Ebene der Halbierenden
des Winkels platziert ist, der durch die seitlichen Flügel
2a, 2b gebildet wird. In den Beispielen der Figuren ist die
weiche Zunge 6 um ungefähr 45º in bezug auf die seitlichen
Flügel 2a, 2b geneigt, wobei die Basis 1 vorzugsweise
senkrecht zur weichen Zunge 6 ist.
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Der Klebestrang 3 weist eine zylindrische Form auf, kann
jedoch jede andere Form annehmen, wie halbzylindrisch, wie es
in Fig. 2 dargestellt ist, und ist mit einem Schutz 7
bedeckt, der beim Platzieren der Dichtung im Falz der
Aufnahme 8 (Fig. 3) abziehbar ist, wobei der Schutz 7
beispielsweise durch einen nicht-haftenden Film gebildet
wird.
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In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist die weiche
Zunge 6 aus Vollmaterial und bildet einen integrierten Teil
der Basis 1, während in der Ausführungsform gemäß Fig. 2 die
weiche Zunge 6 eine Öffnung 9 umfasst, die dazu bestimmt ist,
die Deformation der Zunge 6 auf dem Niveau des Gelenks mit
der Basis 1 zu verbessern.
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Gemäß der Ausführungsform aus Fig. 3 ist die weiche Zunge 6
entlang ihrer gesamten Länge ausgehöhlt und weist einen
röhrenförmigen Abschnitt auf. Selbstverständlich kann man
auch eine weiche Zunge verwenden, die teilweise hohl ist und
im Rest ihrer Länge voll ist, oder auch in anderen Formen
gebildet ist.
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Das Platzieren der selbstklebenden Dichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung ist sehr schematisch in Fig. 5
dargestellt.
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Die Dichtung des Stands der Technik, die in Fig. 4
dargestellt ist, erfordert ein unterschiedliches Platzieren,
abhängig davon, ob man sich auf der Seite befindet, die die
Angeln trägt, oder auf der Seite, die die Schließe trägt.
Wenn diese Beschränkungen hinsichtlich des Platzierens nicht
beachtet werden, wird die Dichtung seitlichen Kräften
unterworfen, die zu einem Lösen oder einem Zerteilen führen.
Im Gegensatz dazu wird die Dichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung auf eine gleiche Weise platziert, unabhängig davon,
in welchem Teil der Einfassung die Dichtung aufgenommen wird,
was das Platzieren erleichtert und das Fehlerrisiko
eliminiert. Wenn die Dichtung in der Einfassung des Stocks 10
platziert wird, der den Arm 11 eines Flügels 12 aufnimmt,
wird die weiche Zunge 6 in Richtung nach unten gebogen,
während auf der Seite 13 der Angeln 14 die weiche Zunge 6
nach oben gebogen wird. Dadurch wird keine Verschneidung der
Dichtung erzeugt und die Gefahr einer Beeinträchtigung wird
somit eliminiert.
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Das spezielle Profil der Basis der Dichtung gemäß der
Erfindung erlaubt es gleichzeitig, ein einfaches Platzieren
der Dichtung mit einer automatischen Zentrierungswirkung und
eine gute Ausrichtung der weichen Zunge zu erreichen: gemäß
Fig. 1 haben die Flügel 2a und 2b der Basis, die nicht
haftend sind, die Funktion die Dichtung bis zum Winkel der
Einfassung zu führen und dann die weiche Zunge 6 in der
Position der Winkelhalbierenden des Winkels des Falzes zu
halten, d. h. in allgemeiner Weise unter einem Winkel von 45º
in bezug auf jede der Flächen des Falzes, wonach der klebende
Strang die Verbindung der Dichtung mit dem Falz sicherstellt.
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Die praktische Umsetzung der Dichtung geschieht mit Hilfe von
bekannten Techniken und Materialien; die Dichtung wird
vorzugsweise durch Extrusion eines thermoplastischen
Materials und/oder Kautschukmaterials erhalten, wie
beispielsweise aus synthetisiertem Kautschuk auf Basis von
EPDM, möglicherweise dotiert mit Polypropylen, oder auf einer
Basis von Silikon-Elastomeren oder weiter auf einer Basis von
Triblocs SIS, SBS oder SEBS. Man kann jede Art von weichem
Material und elastischem Material verwenden, kompakt oder
wabenartig.
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Der klebende Strang 3 kann direkt auf die Basis der Dichtung
aufgebracht werden oder bei einem verwendeten Elastomer nach
dem Aufbringen eines Primers, der die Verbindung zwischen dem
Elastomer und der Klebemasse verbessert.
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Der klebende Strang 3, der druckempfindlich ist, kann
beispielsweise auf der Basis einer Hot-Melt-Zusammensetzung
sein, die Tribloc-Elastomere umfasst, wie SIS, SBS oder SEBS,
in Verbindung mit haftenden Harzen, wie Terpenharzen oder
Colophanharzen. Man kann gleichermaßen andere
Zusammensetzungen von Selbstklebern verwenden, beispielsweise
auf Butylkautschukbasis, wobei vorzugsweise kohäsive und
anpassbare Massen verwendet werden. Die klebenden Stränge
werden im allgemeinen durch Heizextrusion der gemischten
Masse enthalten und können in kompakter Weise oder in
Schaumform mit Hilfe von Stickstoff extrudiert werden. Der
klebende Strang 3, der auf der Basis angebracht ist, kann
einen zylindrischen Abschnitt (wie es in Fig. 1 dargestellt
ist) oder einen halbzylindrischen Abschnitt aufweisen, wobei
in diesem Fall, die ebenen Fläche, die gegen die Basis
gedrückt ist, wie es in Fig. 2 dargestellt ist.
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Der temporäre Schutzfilm kann ein Silikonpapier oder ein Film
aus Polyester oder Polyethylen, der nicht haftet, sein.
AUSFÜHRUNGSBEISPIEL
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Eine Dichtung, deren Querschnittsform in Fig. 3 dargestellt
ist, wird heiß aus einer Masse thermoplastischer Elastomere
auf Basis von EPDM und Polypropylen extrudiert
(wirtschaftlich unter der Marke SANTOPRENE verfügbar), um
eine durchgängige Dichtung zu erhalten, deren Höhe zwischen
der Basis und dem freien Ende der Zunge etwa 11 mm ist.
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Anschließend wird mittig auf der Basis ein Klebemittelstrang
auf Basis von Butylkautschuk abgelagert (der Durchmesser des
Strangs ist etwa 2 mm) und dieser klebende Strang wird mit
einem Schutz aus Silikonpapier mit einer Breite von etwa 4 mm
bedeckt.
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Eine solche Dichtung ist gut geeignet, um die Dichtheit von
Türen oder Fenstern sicherzustellen, deren Übermaß zwischen
dem Stock und dem Flügel zwischen 2 und 8 mm variieren kann:
die Dichtung muss in den Winkel des Falzes der Einfassung
platziert werden, wobei die zwei Flügel 2a und 2b der Basis
jeweils in Anlage an den Flächen des Falzes sind. Diese
spezielle Form der Basis erlaubt, dass der klebende Strang
sich perfekt in den Winkel des Falzes einfügt und ermöglicht
es, eine perfekt zentrierte Position der Dichtung zu
erhalten. Fig. 6 stellt die Verbiegung der Dichtung beim
Schließen des Flügels dar, wobei diese Verbiegung sich auf
die eine oder andere Seite der Winkelhalbierenden ausführt,
abhängig ob sich die Dichtung auf der einen Seite oder der
anderen Seite des Flügels befindet.
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Somit stellt die Dichtung ihre Funktion korrekt und dauerhaft
sicher, wobei sie ihre Deformation auf jede der Seiten der
Öffnung anpasst, obwohl sie auf die gleiche Weise um den
gesamten Umfang des Stocks platziert wird.
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Das oben beschriebene Beispiel ist insbesondere angepasst für
Renovierungsarbeiten von Türen und Fenstern in Wohngebäuden.
Man kann gleichermaßen, ohne vom Gebiet der Erfindung
abzuweichen, selbstklebende Dichtungen erzeugen, die geeignet
für Öffnungen unterschiedlicher Dimensionen sind, oder die
für andere Arbeitsgebiete als Gebäude passend sind.