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Hintergrund
der Erfindung
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Gewebe
umfasst organisierte Zellgruppen, die an eine extrazelluläre Matrix
gebunden und von einem Netzwerk von Blutgefäßen umgeben sind. Fibrose ist
eine abnormale Akkumulation einer Kollagenmatrix nach einer Verletzung
oder Entzündung,
wodurch die Struktur und Funktion verschiedener Gewebe verändert wird. Unabhängig von
der Lokalisierung beinhaltet die Hauptpathologie der Fibrose eine übermäßige Ablagerung einer
Kollagenmatrix, die an jener Stelle das normale Gewebe ersetzt.
Progressive Fibrose in der Niere, Leber, Lunge, dem Herzen, Knochen
oder Knochenmark sowie der Haut ist eine Hauptursache von Tod und
Leiden. Siehe beispielsweise Border et al., New Engl. J. Med. 331:1266
(1994).
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Die
Entwicklung von Fibrose ist mit der Überexpression und Überproduktion
von TGF-β in
zahlreichen Geweben und fibrotischen Erkrankungszuständen in
Verbindung gebracht worden (siehe Border et al., N. Engl. J. Med.
1994, Seiten 1286-92).
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von
Fibrose bei einem Patienten (z. B. einem Säuger wie einem Menschen). Das
Verfahren beinhaltet die Stufe der Verabreichung einer therapeutisch
wirksamen Menge von Somatostatin oder einem Somatostatinagonisten
an den Patienten. Das Somatostatin oder der Somatostatinagonist
kann oral, topisch, parenteral, z. B. intravenös, subkutan oder durch Implantierung
einer Formulierung mit verzögerter
Freisetzung verab reicht werden. Fibrose ist die abnormale Akkumulation
einer extrazellulären
Matrix (z. B. Kollagen) in einem Gewebe. Die Fibrose kann sich beispielsweise in
der Niere befinden, beispielsweise Fibrose, wie sie bei Glomerulonephritis,
diabetischer Nephropathie, Abstoßung eines allogenen Transplantats
oder HIV-Nephropathie beobachtet wird, in der Leber, beispielsweise Zirrhose
und venookklusive Erkrankung, in der Lunge, beispielsweise idiopathische
Fibrose, in der Haut, beispielsweise systemische Sklerose, Keloide,
Narben oder das Eosinophilie-Myalgie-Syndrom; im zentralen Nervensystem,
beispielsweise intraokulare Fibrose, im kardiovaskulären System,
beispielsweise Gefäβ-Restenose,
in der Nase, beispielsweise nasale Polypose, in Knochen oder Knochenmark,
in einem endokrinen Organ und in dem Gastrointestinalsystem.
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Eine
fibrotische Erkrankung kann durch zahlreiche Ursachen induziert
werden, einschließlich:
Chemotherapie, beispielsweise Lungenfibrose, die aus Behandlung
mit Bleomycin, Chlorambucil, Cyclophosphamid, Methotrexat, Mustin
oder Procarbazin resultiert; Strahlungseinwirkung, ob akzidentiell
oder vorsätzlich,
wie bei der Strahlungstherapie, beispielsweise interstitielle Lungenerkrankung
(ILD), die aus Bestrahlung resultiert; Umwelt- oder industrielle
Faktoren oder Schadstoffe wie Chemikalien, Nebel, Metalle, Dämpfe, Gase,
usw. (z. B. ILD, die aus Asbest oder Kohlestaub resultiert); Arzneimittel
oder einer Kombination von Arzneimitteln, beispielsweise Antibiotika
(z. B. Penicilline, Sulfonamide, usw.), kardiovaskulären Arzneimitteln
(z. B. Hydralazin, β-Blockern,
usw.); ZNS-Arzneimitteln (Phenytoin, Chlorpromazin, usw.); antientzündlichen
Arzneimitteln (z. B. Goldsalze, Phenylbutazon, usw.), usw., die
ILD hervorrufen können;
einer Immunreaktionsstörung,
beispielsweise chronische Graft-versus-Host-Erkrankung mit dermaler
Fibrose; Erkrankungszuständen
(z. B. Aspirationspneumonie, die eine bekannte Ursache für ILD ist),
wozu Parasiteninduzierte Fibrose gehört, und Wunden, beispielsweise
stumpfe Traumata, chirurgische Schnitte, Schlachtfeldwunden, usw.,
wie bei penetrierenden Verletzungen des ZNS.
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Thomas
F. Tracy, Jr. et al, American Journal of Pathology Band 143, Nr.
6, 1993, Seiten 1574-1578 beschreiben detailliert eine Untersuchung
des Effekts von Octreotid auf die Proliferierungsreaktionen von
biliären
epithelialen Zellen auf biliäre
Obstruktionen bei Ratten. Es wurde gefolgert, dass das Hepatozytenvolumen
bei Octreotidbehandlung erhalten blieb, wodurch auch die Gallgangproliferation
und die periportale extrazelluläre
Matrixablagerung herabgesetzt wurden. Es wurde jedoch nicht vorgeschlagen,
dass Somatostatin oder seine Analoga eine direkte Wirkung auf die
Fibrose haben.
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Die
WO-A-97/32604 betrifft Produkte oder Kombinationen, die Antisense-Oligonukleotide
oder Oligonukleotidderivate umfassen, die auf Nukleinsuren zielen,
die raf und andere (vorzugsweise Standard)-Chemotherapeutika zur
Behandlung proliferierender Erkrankungen kodieren. Es gibt keinen
Vorschlag, dass Somatostatin oder seine Analoga zur Inhibierung
der Fibrose verwendet werden können.
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K.
Oberg et al, British Journal of Haematology, Band 79 Nr. Suppl 1,
1991, Seiten 74-77 konstatieren, dass Octreotid klinische Symptome,
die aus Carcinoidtumoren resultieren, kontrollieren und reduzieren
kann. Es wird erwähnt,
dass derartige Symptome mit übermäßiger Sekretion
hormoneller Substanzen aus den Tumoren verbunden sind, die Schwächesymptome
wie Flush, Durchfall und Bronchokonstriktion hervorrufen. Es gibt
jedoch keinen Vorschlag, dass Octreotid zur Behandlung von Fibrose
verwendet werden kann.
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Tsukamoto
et al., Endocrine Journal 1994, Band 41, Nr. 4 beschreibt die Prävention
der Sekretion von Wachstumshormon aus Hypophysenadenomen und konstatiert,
dass in Adenomen aus Octreotid-behandelten Patienten weder Fibrose
noch Nektrose beobachtet wurde. Es gibt jedoch keinen Vorschlag,
dass Octreotid zur Behandlung von Fibrose brauchbar sein würde.
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Flybbjerg
et al., Kidney International, Band 41 (1992) Seiten 805-912, untersuchten
die Beziehung zwischen dem insulinartigen Wachstumsfaktor I (IGF-I)
und anfänglicher
renaler Hypertrophie. Es wurde gefunden, dass Somatostatin die IGF-I-Bildung inhibiert
und die anfängliche
renale Hypertrophie aufhebt. Glomerulosklerose ist auf Seite 811
genannt und wird mit den Wirkungen verglichen, die durch erhöhte IGF-I-Spiegel hervorgerufen
werden. Es gibt jedoch keinen Vorschlag, dass Somatostatin oder
seine Analoga zur Behandlung der Fibrose verwendet werden können.
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Steiner
et al., Transplantation Proceedings Band XVI Nr. 3 Juni 1984, Seiten
760-761 befassten sich mit der Prävention von exokrinem Lecken
aus einem exzidiertem Pankreas, der zur Transplantation vorgesehen
ist. Es wurde gefunden, dass Somatostatin die Wundsekretion reduzierte.
Die Transplantate zeigten mitunter weniger Fibrose als Resultat
geringfügiger
Entzündung.
Es gab jedoch keinen Vorschlag, dass Somatostatin zur Behandlung
von Fibrose verwendet werden kann.
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Die
US-A-4 904 642 beschreibt bestimmte Analoga von Somatostatin und
schlägt
ihre Verwendung zur Behandlung von unter anderem Zirrhose vor. Es
gibt jedoch keinen Vorschlag, dass die offenbarten Verbindungen
zur Behandlung von Fibrose verwendet werden könnten, die ein Symptom von
Zirrhose sein kann.
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Gemäß einem
Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung von Fibrose
bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch wirksame
Menge Somatostatin oder eines Somatostatinagonisten verabreicht
wird; ein Verfahren, das in dem vorhergehenden Verfahren bevorzugt
ist, umfasst die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen Menge
eines Somatostatinagonisten an den Patienten.
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Gemäß einem
anderen Aspekt liefert die Erfindung ein Verfahren zur Hemmung von
Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
die Fibrose, die gehemmt wird,
in der Niere ist, wobei die
in der Niere gehemmte fibrotische Erkrankung Glomerulonephritis,
diabetische Nephropathie, Abstoßung
eines allogenen Transplantats oder HIV-Nephropathie ist,
in
der Lunge ist, wobei die in der Lunge gehemmte fibrotische Erkrankung
vorzugsweise idiopathische Fibrose oder Autoimmunfibrose ist,
in
der Haut ist, wobei die in der Haut gehemmte fibrotische Erkrankung
vorzugsweise systemische Sklerose, Keloidentwicklung, Narbenbildung,
Eosinophilie-Myalgie-Syndrom ist,
im zentralen Nervensystem
ist, wobei die im zentralen Nervensystem gehemmte fibrotische Erkrankung
vorzugsweise intraokulare Fibrose ist,
in Knochen oder im Knochenmark
ist,
im kardiovaskulären
System ist,
in einem endokrinen Organ ist oder
im gastrointestinalen
System ist.
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Jedes
der unmittelbar vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
anderen Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
sich die Fibrose durch Chemotherapie induziert worden ist und sich
vorzugsweise die gehemmte Fibrose in der Niere, Lunge, Haut, dem
zentralen Nervensystem, Knochen oder Knochenmark, dem kardiovaskulären Sy stem,
einem endokrinen Organ oder dem gastrointestinalen System befindet.
Jedes der unmittelbar vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
noch anderen Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
die Fibrose durch Strahlung induziert worden ist und sich vorzugsweise
die gehemmte Fibrose in der Niere, Lunge, Haut, dem zentralen Nervensystem,
Knochen oder Knochenmark, dem kardiovaskulären System, einem endokrinen
Organ oder dem gastrointestinalen System befindet. Jedes der unmittelbar
vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
noch anderen Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
die Fibrose durch ein Arzneimittel oder eine Kombination von Arzneimitteln
induziert worden ist und vorzugsweise die gehemmte Fibrose sich
in der Niere, Lunge, Haut, dem zentralen Nervensystem, Knochen oder
Knochenmark, dem kardiovaskulären
System, einem endokrinen Organ oder dem gastrointestinalen System
befindet. Jedes der unmittelbar vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
noch anderen Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
die Fibrose durch einen Krankheitszustand induziert worden ist und
sich die gehemmte Fibrose vorzugsweise in der Niere, Lunge, Haut,
dem zentralen Nervensystem, Knochen oder Knochenmark, dem kardiovaskulären System,
einem endokrinen Organ oder dem gastrointe stinalen System befindet.
Jedes der unmittelbar vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
noch anderen Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
die Fibrose durch einen Umwelt- oder industriellen Faktor induziert
worden ist und die gehemmte Fibrose sich vorzugsweise in der Niere,
Lunge, Haut, dem zentralen Nervensystem, Knochen oder Knochenmark,
dem kardiovaskulären
System, einem endokrinen Organ oder dem gastrointestinalen System
befindet. Jedes der unmittelbar vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
noch anderen Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
die Fibrose durch eine Immunreaktion des Patienten induziert worden
ist und sich die gehemmte Fibrose vorzugsweise in der Niere, Lunge,
Haut, dem zentralen Nervensystem, Knochen oder Knochenmark, dem
kardiovaskulären
System, einem endokrinen Organ oder dem gastrointestinalen System befindet.
Jedes der unmittelbar vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
noch anderen Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
die Fibrose durch eine Wunde induziert worden ist und sich die gehemmte
Fibrose vorzugsweise in der Niere, Lunge, Haut, dem zentralen Nervensystem,
Knochen oder Knochenmark, dem kardiovaskulären System, einem endokrinen
Organ oder dem gastrointestinalen System befindet. Jedes der unmittelbar
vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt liefert die Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
der Somatostatinagonist eine höhere
Bindungsaffinität
für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 1 als für die anderen menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren aufweist, eine höhere Bindungsaffinität für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 2 als für die anderen menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren aufweist, eine höhere Bindungsaffinität für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 3 als für die anderen menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren aufweist, eine höhere Bindungsaffinität für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 4 als für die anderen menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren
aufweist oder eine höhere
Bindungsaffinität
für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 5 als für die anderen menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren aufweist, oder wobei der Somatostatinagonist
eine höhere
Bindungsaffinität
für zwei
oder mehr menschliche Somatostatinrezeptor-Sub-Typen hat, z. B. 1, 2, 3, 4 und/oder
5. Jedes der unmittelbar vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Fibrose bei einem Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch
wirksame Menge eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei
der Somatostatinagonist
oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz davon ist; wobei
A
1 ein D- oder
L-Isomer von Ala, Leu, Ile, Val, Nle, Thr, Ser, β-Nal, β-Pal, Trp, Phe, 2,4-Dichlor-Phe,
Pentafluor-Phe, p-X-Phe oder o-X-Phe ist,
A
2 Ala,
Leu, Ile, Val, Nle, Phe, β-Nal,
Pyridyl-Ala, Trp, 2,4-Dichlor-Phe, Pentafluor-Phe, o-X-Phe oder
p-X-Phe ist,
A
3 Pyridyl-Ala, Trp, Phe, β-Nal, 2,4-Dichlor-Phe,
Pentafluor-Phe, o-X-Phe oder p-X-Phe ist,
A
6 Val,
Ala, Leu, Ile, Nle, Thr, Abu oder Ser ist,
A
7 Ala,
Leu, Ile, Val, Nle, Phe, β-Nal,
Pyridyl-Ala, Trp, 2,4-Dichlor-Phe, Pentafluor-Phe, o-X-Phe oder
p-X-Phe ist,
A
8 D- oder L-Isomer von
Ala, Leu, Ile, Val, Nle, Thr, Ser, Phe, β-Nal, Pyridyl-Ala, Trp, 2,4-Dichlor-Phe,
Pentafluor-Phe, p-X-Phe oder o-X-Phe ist,
wobei X bei jedem
Vorkommen unabhängig
ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus CH
3, Cl,
Br, F, OH, OCH
3 oder NO
2,
jedes
R
1 und R
2 jeweils
unabhängig
H, Mono- oder Polyhydroxy-C
2- bis C
12-acylgruppen oder Mono- oder Polyhydroxy-C
2-
bis C
12-alkylgruppen ist, und R
3 OH
oder NH
2 ist, mit der Maßgabe, dass mindestens eines
von A
1 und A
8 und
eines von A
2 und A
7 eine
aromatische Aminosäure
sein muss, und ferner mit der Maßgabe, dass A
1,
A
2, A
7 und A
8 nicht alle aromatische Aminosäuren sein
können.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt ist ein Verfahren zur Hemmung der Fibrose bei einem
Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch wirksame Menge
eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei der Somatostatinagonist
ist:
H-D-Phe-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-p-NO2-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2;
H-D-Nal-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2 oder
H-D-Phe-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Ala-β-D-Nal-NH2 oder
ein pharmazeutisch annehmbares
Salz derselben.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt ist ein Verfahren zur Hemmung der Fibrose bei einem
Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch wirksame Menge
eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei der Somatostatinagonist
ist:
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-β-Nal-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-β-Nal-NH2;
D-β-Nal-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
Gly-Pen-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-OH;
Phe-Pen-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-OH;
Phe-Pen-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-D-Trp-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Trp-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Trp-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-Phe-Lys*-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Asp-Thr-NH2, wobei sich zwischen Lys* und Asp eine
Amidbrücke
befindet;
Ac-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Bu)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-L-hArg(Et)2-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-L-hArg(CH2-CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(Me)-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(Me)-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-hArg(CH3, hexyl)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-hArg(hexyl)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-Gly-Gys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Propionyl-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(iPr)-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-β-Nal-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Gly-hArg(Et)2-NH2;
Ac-D-Lys(iPr)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp- Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg (CH2CF3)2-D-hArg (CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-Cys-Lys-Asn-4-Cl-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Ser-D-Cys-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Phe-NH2,
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-p-Cl-Phe-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-β-Nal-NH2;
H-Pentafluor-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-β-Nal-Cys-pentafluor-Phe-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-p-Cl-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-p-Cl-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-β-Nal-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Cys-Thr-NH2;
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-N-Me-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-N-Me-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-N-Me-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-L-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp(F)-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-Trp(F)-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Ser-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-p-Cl-Phe);
Cyclo(D-Ala-N-Me-D-Phe-D-Thr-D-Lys-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Ala-M-Me-D-Phe-D-Val-Lys-D-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Ala-N-Me-D-Phe-D-Thr-Lys-D-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Abu-N-Me-D-Phe-D-Val-Lys-D-Trp-D-Tyr);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-NH(CH2)4CO);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-β-Ala);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-D-Glu)-OH;
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gly);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gly);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp(F)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp(NO2)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-Trp(Br)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe(I)-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Tyr(But)-Gaba);
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Pro-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Pro-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Tpo-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-MeLeu-Cys)-OH;
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Phe-Gaba);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-D-Phe-Gaba);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp(5F)-Lys-Thr-Phe-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys(Ac)-Thr-Phe-NH-(CH2)3-CO);
Cyclo(Lys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Lys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba)
oder
Cyclo(Orn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba)
oder ein
pharmazeutisch annehmbares Salz derselben.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt ist ein Verfahren zur Hemmung der Fibrose bei einem
Patienten, bei dem dem Patienten eine therapeutisch wirksame Menge
eines Somatostatinagonisten verabreicht wird, wobei der Somatostatinagonist
D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH
2, H-Cys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Cys-NH
2,
oder D-Phe-cyclo(Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys)-Thr-ol
oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz derselben ist. Jedes der
unmittelbar vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Überexpression
von TGF-ß,
bei dem einem Subjekt eine wirksame Menge Somatostatin, eines Somatostatinagonisten
oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon verabreicht wird,
wobei in diesem Verfahren die Verabreichung eines Somatostatinagonisten
bevorzugt ist, wobei ein bevorzugtes Verfahren des unmittelbar vorangehenden
Verfahrens dasjenige ist, wobei der Somatostatinagonist eine höhere Bindungsaffinität für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 1 als für die anderen menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren aufweist,
eine höhere
Bindungsaffinität
für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 2 als für die anderen menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren aufweist, eine höhere Bindungsaffinität für menschlichen Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 3 als
für die
anderen menschlichen Somatostatin- Sub-Typ-Rezeptoren aufweist, eine höhere Bindungsaffinität für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor 4 als für die anderen menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren aufweist oder eine höhere Bindungsaffinität für menschlichen
Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptor
5 als für
die anderen menschlichen Somatostatin-Sub-Typ-Rezeptoren aufweist,
oder wobei der Somatostatinagonist eine höhere Bindungsaffinität für zwei oder
mehr menschliche Somatostatinrezeptor-Subtypen hat, z. B. 1, 2,
3, 4 und/oder 5. Jedes der vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren zur Hemmung
der Überexpression
von TGF-β,
bei dem einem Subjekt eine wirksame Menge eines Somatostatinagonisten
verabreicht wird, wobei der Somatostatinagonist
oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz davon ist; wobei
A
1 ein D- oder
L-Isomer von Ala, Leu, Ile, Val, Nle, Thr, Ser, β-Nal, β-Pal, Trp, Phe, 2,4-Dichlor-Phe,
Pentafluor-Phe, p-X-Phe oder o-X-Phe ist,
A
2 Ala,
Leu, Ile, Val, Nle, Phe, β-Nal,
Pyridyl-Ala, Trp, 2,4-Dichlor-Phe, Pentafluor-Phe, o-X-Phe oder
p-X-Phe ist,
A
3 Pyridyl-Ala, Trp, Phe, β-Nal, 2,4-Dichlor-Phe,
Pentafluor-Phe, o-X-Phe oder p-X-Phe ist,
A
6 Val,
Ala, Leu, Ile, Nle, Thr, Abu oder Ser ist,
A
7 Ala,
Leu, Ile, Val, Nle, Phe, β-Nal,
Pyridyl-Ala, Trp, 2,4-Dichlor-Phe, Pentafluor-Phe, o-X-Phe oder
p-X-Phe ist,
A
8 D- oder L-Isomer von
Ala, Leu, Ile, Val, Nle, Thr, Ser, Phe, β-Nal, Pyridyl-Ala, Trp, 2,4-Dichlor-Phe,
Pentafluor-Phe, p-X-Phe oder o-X-Phe ist,
wobei X bei jedem
Vorkommen unabhängig
ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus CH
3, Cl,
Br, F, OH, OCH
3 oder NO
2,
jedes
R
1 und R
2 jeweils
unabhängig
H, Mono- oder Polyhydroxy-C
2- bis C
12-acylgruppen oder Mono- oder Polyhydroxy-C
2-
bis C
12-alkylgruppen ist, und R3 OH oder
NH
2 ist, mit der Maßgabe, dass mindestens eines
von A
1 und A
8 und
eines von A
2 und A
7 eine
aromatische Aminosäure
sein muss, und ferner mit der Maßgabe, dass A
1,
A
2, A
7 und A
8 nicht alle aromatische Aminosäuren sein
können.
-
Diese
Erfindung liefert auch ein Verfahren zur Hemmung der Überexpression
von TGF-ß,
bei dem einem Subjekt eine wirksame Menge eines Somatostatinagonisten
verabreicht wird, wobei der Somatostatinagonist ist:
H-D-Phe-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-p-NO2-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2;
H-D-Nal-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2 ;
H-D-Phe-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2 oder
H-D-Phe-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Ala-β-D-Nal-NH2
oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz derselben.
-
Diese
Erfindung liefert auch ein Verfahren zur Hemmung der Überexpression
von TGF-β,
bei dem einem Subjekt eine wirksame Menge eines Somatostatinagonisten
verabreicht wird, wobei der Somatostatinagonist ist:
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-β-Nal-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-β-Nal-NH2;
D-β-Nal-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
Gly-Pen-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-OH;
Phe-Pen-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-OH;
Phe-Pen-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
H-D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-D-Trp-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Trp-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Trp-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-Phe-Lys*-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Asp-Thr-NH2,
wobei sich zwischen Lys* und Asp
eine Amidbrücke
befindet;
Ac-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
AC-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Bu)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-L-hArg(Et)2-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-L-hArg(CH2-CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(Me)-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(Me)-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-hArg(CH3, hexyl)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-hArg(hexyl2)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Propionyl-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(iPr)-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-β-Nal-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Gly-hArg(Et)2-NH2;
Ac-D-Lys(iPr)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-D-hArg (CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-Cys-Lys-Asn-4-Cl-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Ser-D-Cys-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Phe-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-p-Cl-Phe-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-β-Nal-NH2;
H-pentafluor-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-β-Nal-Cys-pentafluor-Phe-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-p-Cl-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-p-Cl-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-β-Nal-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Cys-Thr-NH2;
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-N-Me-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-N-Me-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-N-Me-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-L-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp(F)-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-Trp(F)-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Ser-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-p-Cl-Phe);
Cyclo(D-Ala-N-Me-D-Phe-D-Thr-D-Lys-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Ala-N-Me-D-Phe-D-Val-Lys-D-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Ala-N-Me-D-Phe-D-Thr-Lys-D-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Abu-N-Me-D-Phe-D-Val-Lys-D-Trp-D-Tyr);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-NH(CH2)4CO);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-β-Ala);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-D-Glu)-OH;
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gly);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gly);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp(F)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp(NO2)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-Trp(Br)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe(I)-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Tyr(But)-Gaba);
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Pro-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Pro-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Tpo-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-MeLeu-Cys)-OH;
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Phe-Gaba);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-D-Phe-Gaba);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp(SF)-Lys-Thr-Phe-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys(Ac)-Thr-Phe-NH-(CH2)3-CO);
Cyclo(Lys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Lys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba)
oder
Cyclo(Orn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba)
oder ein
pharmazeutisch annehmbares Salz derselben.
-
Diese
Erfindung liefert auch ein Verfahren zur Hemmung der Überexpression
von TGF-β,
bei dem einem Subjekt eine wirksame Menge Somatostatinagonist oder
ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon verabreicht wird, wobei
der Somatostatinagonist oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz
davon D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH
2, H-Cys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Cys-NH
2,
oder D-Phe-cyclo(Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys)-Thr-ol
oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz derselben ist. Jedes der
vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt liefert diese Erfindung ein Verfahren, bei dem es
bevorzugt ist, dass in jedem der oben beschriebenen Verfahren der
Somatostatinagonist parenteral verabreicht wird, und dass der parenteral
verabreichte Somatostatinagonist insbesondere in einer Formulierung
mit verzögerter
Freisetzung verabreicht wird. Es ist auch bevorzugt, dass in jedem
der oben beschriebenen Verfahren der Somatostatinagonist oder das
pharmazeutisch annehmbare Salz davon oral oder topisch verabreicht
wird. Jedes der vorhergehenden Verfahren ist bevorzugt.
-
Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung liefert eine pharmazeutische
Zusammensetzung, die zur Hemmung der Fibrose bei einem Patienten
geeignet ist, die einen pharmazeutisch annehmbaren Träger und
eine wirksame Menge Somatostatin, Somatostatinagonist oder ein pharmazeutisch
annehmbares Salz davon umfasst, wobei in der unmittelbar vorangehenden
pharmazeutischen Zusammensetzung eine ebensolche bevorzugt ist,
die einen Somatostatinagonisten oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz davon umfasst.
-
Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung liefert eine pharmazeutische
Zusammensetzung, die zur Hemmung der Überexpression von TGF-β brauchbar
ist, die einen pharmazeu tisch annehmbaren Träger und eine wirksame Menge
Somatostatin, Somatostatinagonist oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz davon umfasst, wobei in der unmittelbar vorangehenden pharmazeutischen
Zusammensetzung eine ebensolche bevorzugt ist, die einen Somatostatinagonisten
oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon umfasst.
-
Die
Definition des "Somatostatinagonisten" wird im Folgenden
angegeben. Eine therapeutisch wirksame Menge hängt von dem behandelten Zustand,
dem Behandlungsschema, dem gewählten
Verabreichungsweg und der spezifischen Aktivität der verwendeten Verbindung
ab und wird letztendlich durch den behandelnden Arzt oder Tierarzt
festgelegt. Gemäß einer
Ausführungsform
wird der Somatostatinagonist dem Patienten verabreicht, bis der
fibrotische Prozess zum Stillstand kommt und/oder umgekehrt wird.
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
wird der Somatostatinagonist dem Patienten lebenslang verabreicht.
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
wird der Somatostatinagonist vor dem Ereignis verabreicht, das den
fibrotischen Prozess initiiert (d. h. vor der Chemotherapie oder
Einwirkung von Strahlung, wie bei der Strahlungstherapie).
-
Somatostatin
oder ein Somatostatinagonist kann parenteral, z. B. intravenös, in den
Blutstrom des behandelten Subjekts eingebracht werden. Fachleute
werden jedoch leicht erkennen, dass der Weg, wie subkutan, intramuskulär, intraperitoneal,
enteral, transdermal, transmukös,
Polymerzusammensetzungen mit verzögerter Freisetzung (z. B. ein
Milchsäurepolymer-
oder Milch-Glykolsäure-Copolymer-Mikroteilchen
oder Implantat), Profusion, nasal, oral, topisch, vaginal, rektal,
nasal, sublingual usw., mit dem behandelten Zustand sowie der Aktivität und biologischen
Verfügbarkeit
des verwendeten Somatostatinagonisten variiert.
-
Die
Dosierung des in einem erfindungsgemäßen Verfahren verabreichten
aktiven Bestandteils kann variiert werden, es ist jedoch erforderlich,
dass die Menge des aktiven Bestandteils so ist, dass eine geeignete Dosierform
erhalten wird. Die gewählte
Dosierung hängt
von der gewünschten
therapeutischen Wirkung, dem Verabreichungsweg und der Behandlungsdauer
ab. Menschen und anderen Tieren, z. B. Säugern, werden allgemein Dosierniveaus
zwischen 0,000001 und 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag verabreicht.
-
Ein
bevorzugter Dosierbereich ist 0,01 bis 5,0 mg/kg Körpergewicht
pro Tag, der als Einzeldosis oder in mehrere Dosen unterteilt verabreicht
werden kann.
-
Obwohl
der Somatostatinagonist als reine oder im Wesentlichen reine Verbindung
verabreicht werden kann, kann er auch als pharmazeutische Formulierung
oder Zubereitung vorliegen. Die erfindungsgemäß zu verwendenden Formulierungen
sowohl für
Menschen als auch für
Tiere umfassen irgendwelche der im Folgenden zu beschreibenden Somatostatinagonisten
zusammen mit einem oder mehreren pharmazeutisch annehmbaren Trägern dafür und gegebenenfalls
andere therapeutische Bestandteile.
-
Der
Träger
muss in dem Sinne "annehmbar" sein, dass er mit
dem aktiven Bestandteil/den aktiven Bestandteilen der Formulierung
kompatibel ist (d. h. Peptide stabilisieren kann) und für das zu
behandelnde Subjekt unschädlich
ist. Die Formulierung sollte wünschenswerterweise
keine oxidierenden Mittel oder andere Substanzen einschließen, die
bekanntermaßen
mit Peptiden unverträglich
sind. Somatostatinagonisten in der cyclisierten Form (z. B. interne
Cysteindisulfidbindung) werden beispielsweise oxidiert, die Anwesenheit
von Reduktionsmitteln als Hilfsstoffe könnte somit zu einer Öffnung der
Cysteindisulfidbrücke
führen.
Andererseits können
stark oxidierende Bedingungen zur Bildung von Cysteinsulfoxid und
zur Oxidation von Tryptophan führen.
Es ist demzufolge wichtig, den Hilfsstoff wohlüberlegt auszuwählen. Ein
weiterer Schlüsselfaktor
ist der pH-Wert, und es kann erforderlich sein, das Produkt unter
schwach sauren Bedingungen (pH-Wert 5 bis 6) zu puffern.
-
Die
Formulierungen können
in Dosiereinheitsform verabreicht werden und können nach irgendeinem, in der
pharmazeutischen Technik wohl bekannten Verfahren hergestellt werden.
Zu allen Verfahren gehört
die Stufe, in der der aktive Bestandteil/die aktiven Bestandteile
mit dem Träger
zusammengebracht wird, der einen oder mehrere Hilfsbestandteile
stellt.
-
Die
Formulierungen von Tabletten oder Pulvern werden allgemein hergestellt,
indem der aktive Bestandteil gleichförmig und innig mit feinteiligen
festen Trägern
vermischt und dann nach Bedarf, wie im Falle von Tabletten, das
Produkt zu der gewünschten
Gestalt und Größe geformt
wird.
-
Formulierungen,
die für
die parenterale (z. B. intravenöse)
Verabreichung geeignet sind, umfassen andererseits zweckmäßig sterile
wässrige
Lösungen
des aktiven Bestandteils/der aktiven Bestandteile. Die Lösungen sind
vorzugsweise mit dem Blut des zu behandelnden Subjekts isoton. Solche
Formulierungen können zweckmäßig hergestellt
werden, indem aktiver Bestandteil/aktive Bestandteile in einem Wasser
umfassenden Lösungsmittel
gelöst
werden, um eine wässrige
Lösung
zu erzeugen, und diese Lösung
steril gemacht wird. Die Formulierungen können in Einzeldosis- oder Mehrfachdosisbehältern angeboten
werden, beispielsweise versiegelten Ampullen und Fläschchen.
-
Formulierungen,
die für
parenterale Verabreichungen mit verzögerter Freisetzung geeignet
sind (z. B. biologisch abbaubare Polymerformulierungen), sind in
der Technik ebenfalls wohl bekannt. Siehe beispielsweise die US-A-3
773 919 und die US-A-4 767 628 und die PCT-Veröffentlichung Nr. WO-A-94/15587.
-
Zusammensetzungen
zur rektalen oder vaginalen Verabreichung sind vorzugsweise Zäpfchen,
die zusätzlich
zu der aktiven Substanz Hilfsstoffe enthalten können, wie Kakaobutter oder
ein Hilfswachs.
-
Zusammensetzungen
für die
nasale oder sublinguale Verabreichung werden auch mit Standardhilfsstoffen
hergestellt, die in der Technik wohl bekannt sind.
-
Für die topische
Aufbringung werden sie am besten in Form von Lösungen, Cremes, Einreibungen, Lotionen,
Salben und dergleichen verwendet.
-
Das
Somatostatin oder der Somatostatinagonist kann auch mit bekannten
Initiatoren (z. B. Chemotherapeutika) des fibrotischen Prozesses
verabreicht werden, um die Fibrose abzuschwächen oder der Initiierung der
Fibrose vorzubeugen.
-
Andere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen und aus den Ansprüchen.
-
Abkürzungen
-
- β-Nal
= β-Naphthylalanin
- β-Pal
= β-Pyridylalanin
- hArg(Bu) = N-Guanidino-(butyl)-homoarginin
- hArg(Et)2 = N,N'-Guanidino-(diethyl)-homoarginin
- hArg(CH2CF3)2 = N,N'-Guanidino-bis-(2,2,2-trifluor-ethyl)homoarginin
- hArg(CH3,hexyl) = N,N'-Guanidino-(methyl,
hexyl)-homoarginin
- Lys(Me) = N*-Methyllysin
- Lys(iPr) = N*-Isopropyllysin
- AmPhe = Αminomethylphenylalanin
- AChxAla = Aminocyclohexylalanin
- Abu = α-Aminobuttersäure
- Tpo = 4-Thiaprolin
- MeLeu = M-Methylleucin
- Orn = Ornithin
- Nle = Norleucin
- Nva = Norvalin
- Trp(Br) = 5-Bromtryptophan
- Trp(F) = 5-Fluortryptophan
- Trp (NO2) = 5-Nitrotryptophan
- Gaba = γ-Aminobuttersäure
- Bmp = β-Merkaptopropionyl
- Ac = Acetyl
- Peb = Pencillamin
-
Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
-
Die
Fibrose, die gehemmt wird, kann sich in verschiedenen Teilen des
Körpers
befinden und kann von einer speziellen Art sein, beispielsweise
kann sich die Fibrose wie folgt äußern:
In
der Niere beispielsweise Fibrose als Glomerulonephritis (siehe Yoshkioka
et al., Lab Invest 1993, 68: 154-63), diabetische Nephropathie (siehe
Yamamoto et al., Proc Natl Acad Sci USA 1993; 90: 1814-8), Abstoßung von
allogenem Transplantat (siehe Shihab et al., J Am Soc Nephrol 1993;
4: 671, Abstract) und HIV-Nephropathie (siehe Border et al., J.
Am. Soc. Nephrol. 1993; 4: 675, Abstract);
In der Leber beispielsweise
Zirrhose (siehe Castilla et al., N Engl J Med 1991, 324: 933-940
und Nagy et al., Hepatology 1991; 14: 269-73) und venookklusive
Erkrankung (siehe Anscher et al., N Engl J Med 1993; 323: 1592-8);
In
der Lunge beispielsweise idiopatische Fibrose (siehe Anscher et
al., N Engl J Med 1993; 328: 1532-8 und Brockelmann et al., Proc
Natl Acad Sci USA 1951; 88: 6642-6) und Autoimmunfibrose (siehe
Deguchi, Ann Bheum Dis 1992; 51: 362-5);
In der Haut beispielsweise
systemische Sklerose (siehe Kulozik et al., J Clin Invest 1990;
86: 917-22), Keloide (siehe Peltonen et al.,. J Invest Dermatol
1991; 97: 240-8), Narben (siehe Ghahary et al., J Lab Clin Med 1993; 122:
465-73) und Eosinophylie-Myalgie-Syndrom (siehe Varga et al., Ann
Intern Med 1992; 116: 140-7);
Im zentralen Nervensystem beispielsweise
intraokulare Fibrose (siehe Conner et al., J Clin Invest 1989; 83: 1661-6);
Im
kardiovaskulären
System beispielsweise Gefäβ-Restenose
(siehe Nikol et al., J Clin Invest 1992; 90: 1582-92);
In der
Nase beispielsweise nasale Polypose (siehe Ohno et al., J Clin Invest
1992; 89: 1662-3);
In Knochen oder Knochenmark (siehe Harrison's Principles of Internal
Medicine, 13. Auflage, Band 2, Kapitel 362, Seiten 2197-2199; Y.
Najean et al., Leuk Lymphoma, 1396, 22 Suppl 1:111-119 und J. D.
Reith et al., Am J Srg Pathol, 1996 20 (11): 1368-1377);
In
einem endokrinen Organ (siehe Endocrinology, 3. Auflage, herausgegeben
von Leslie J. DeGroot, Band 1, Seiten 165-177 und Seiten 747-751);
und im
gastrointestinalen System (siehe T. Mizoi et al., Cancer Res., 1993
53(1): 183-190 und E. Tahara, J. Cancer Res. Clin. Oncol., 1990,
116(2), 121-131).
-
Eine
fibrotische Erkrankung kann aus einer Reihe von Gründen induziert
werden, einschließlich:
Chemotherapie,
beispielsweise pulmonare Fibrose, die aus Behandlung mit Bleomycin,
Chlorambucil, Cyclophosphamid, Methotrexat, Mustin oder Procarbazin
resultiert (siehe Key Facts in Oncology von Lilly, Drug Therapy,
Seite 11, 1994);
Strahlungseinwirkung, ob akzidentiell oder
absichtlich wie in der Strahlungstherapie, beispielsweise interstitielle
Lungenerkrankung (ILD), die aus Strahlung resultiert (siehe Cecil
Textbook of Medicine, 19. Auflage, herausgegeben von James B. Wyngaarden,
Lloyd H. Smith, Jr. und J. Claude Bennet, Kapitel 60, Tabelle 60-5, Seite
399, 1992);
Umwelt- oder industriellen Faktoren oder Schadstoffen,
wie Chemikalien, Nebeln, Metallen, Dämpfen, Gasen, usw. beispielsweise
ILD, die aus Asbest oder Kohlestaub resultiert (siehe Cecil Textbook
of Medicine, 19. Auflage, herausgegeben von James B. Wyngaarden,
Lloyd H. Smith, Jr. und J. Claude Bennet, Kapitel 60, Tabelle 60-2,
Seite 398, 1992);
einem Arzneimittel oder einer Kombination
von Arzneimitteln, beispielsweise Antibiotika (z. B. Penicillinen,
Sulfonamiden/usw.); kardiovaskulären
Arzneimitteln (z. B. Hydralazin, β-Blockern,
usw.), ZNS-Arzneimitteln (Phenytoin, Chlorpromazin, usw.), antientzündlichen
Arzneimitteln (z. B. Goldsalzen, Phenylbutazon, usw.), usw. können zu
ILD führen
(siehe Cecil Textbook of Medicine, 19. Auflage, herausgegeben von
James B. Wyngaarden, Lloyd H. Smith, Jr. und J. Claude Bennet, Kapitel
60, Tabelle 60-4, Seite 398, 1992);
einer Störung der
Immunreaktion, beispielsweise chronische Graft-versus-Host-Erkrankung
mit dermaler Fibrose (siehe Fibrotic Skin Diseases, Herausgeber
J. Uitto und S. Jimenez, Arch. Dermatol, Band 126, Mai 1990, Seite
662);
Krankheitszuständen
wie Aspirationspneumonie, die eine bekannte Ursache von ILD ist
(siehe Harrison's
Principles of Internal Medicine, 12. Auflage, Kapitel 211, Tabelle
211-1, Seite 1083) und parasiteninduzierte Fibrose (siehe S. M.
Wahl, Kidney Int, 1997, 51 (5): 1370-1375), und
Wunden, beispielsweise
stumpfe Traumata, chirurgische Schnitte, Schlachtfeldwunden, usw.
wie bei penetrierenden Verletzungen des ZNS (siehe Ann Logan, et
al., Brain Research, 587 (1992), 216-225).
-
Somatostatin
und seine Agonisten
-
Somatostatin
(die Somatotropinausschüttung
hemmender Faktor oder SRIF) hat sowohl eine Isoform mit 14 Aminosäuren (Somatostatin-14)
als auch eine Isoform mit 28 Aminosäuren (Somatostatin-28). Siehe
J. Wilson & D.
Foster, Williams Textbook of Endocrinology, Seite 510 (7. Auflage
1965). Die Verbindung ist ein Inhibitor der Sekretion des Wachstumshormons
und wurde ursprünglich
aus dem Hypothalamus isoliert. Brazeau et al., Science 179:77 (1973).
Natives Somatostatin hat eine sehr kurze Wirkungsdauer in vivo,
da es durch endo- und exo-Peptidase rasch inaktiviert wird. Es sind
viele neue Analoga hergestellt worden, um die Wirkungsdauer der
biologischen Aktivität
und die Selektivität
(z. B. für
den speziellen Somatostatinrezeptor) dieses Hormons zu erhöhen. Derartige
Analoga werden hier als "Somatostatinagonisten" bezeichnet. Verbindungen,
die kurze Peptide, die durch organische Anteile modifiziert sind,
und Nichtpeptide sind, wie organische Moleküle, die keine in der Technik
bekannte Aminosäure
als Teil ihrer Struktur aufweisen, die sich an Somatostatinrezeptor(en)
binden, gehören
ferner ebenfalls zu der Bedeutung der "Somatostatinagonisten".
-
Es
sind verschiedene Somatostatinrezeptoren (SSTRs) isoliert worden,
z. B. SSTR-1, SSTR-2, SSTR-3, SSTR-4 und SSTR-5 Der Somatostatinagonist
kann somit ein SSTR-1-Agonist, SSTR-2-Agonist, SSTR-3-Agonist, SSTR-4-Agonist
oder ein SSTR-5-Agonist sein. Gemäß einer Ausführungsform
ist der Somatostatinagonist ein SSTR-2-Agonist oder ein SSTR-5-Agonist.
Mit einem "SSTR-2-Agonisten" oder einem "SSTR-5-Agonisten" ist eine Verbindung
gemeint, die (a) eine hohe Affinität (z. B. Ki von
weniger als 1 nM oder vorzugsweise weniger als 10 nM für SSTR-2
beziehungsweise SSTR-5 hat (wie durch den im Folgenden beschriebenen
Rezeptorbindungsassay definiert ist) und (2) die Bildung der Fibrose
hemmt (wie z. B. durch den im Folgenden beschriebenen biologischen
Assay definiert ist).
-
Der
Somatostatinagonist kann auch für
einen speziellen Somatostatinrezeptor selektiv sein, z. B. eine höhere Bindungsaffinität für einen
speziellen Somatostatinrezeptor-Sub-Typ haben. Gemäß einer Ausführungsform
ist der Somatostatinrezeptor ein SSTR-2- oder SSTR-5-selektiver
Agonist.
-
Somatostatinagonisten,
die zur Durchführung
des erfindungsgemäßen therapeutischen
Verfahrens verwendet werden können,
schließen
jene ein, die von den Formeln abgedeckt sind, oder jene, die speziell
in den nachfolgend beschriebenen Veröffentlichungen genannt sind.
-
EP
Anmeldung Nr. P5 164 EU (Erfinder: G. Keri); G. Van Binst et al.
Peptide Research 5:8 (1392); A. Horvath et al., Abstract, "Conformation of Somatostatin
Analogs Having Antitumor Activity", 22. Europäisches Peptidsymposium, 13.
bis 19. September 1992, Interlaken, Schweiz;
PCT Anmeldung
WO-A-91/09056 (1991);
EP Anmeldung 0 363 589 A2 (1990);
US-A-4
904 642 (1990);
US-A-4 871 717 (1989);
US-A-4 853 371
(1989);
US-A-4 725 577 (1988);
US-A-4 684 620 (1987);
US-A-4
650 787 (1987);
US-A-4 603 120 (1986);
US-A-4 585 755
(1986);
EP Anmeldung 0 203 031 A2 (1986);
US-A-4 522 813
(1985);
US-A-4 486 415 (1984);
US-A-4 485 101 (1984);
US-A-4
435 385 (1384);
US-A-4 395 403 (1983);
US-A-4 369 179
(1983);
US-A-4 360 516 (1982);
US-A-4 358 439 (1982);
US-A-4
328 214 (1982);
US-A-4 316 890 (1982);
US-A-4 310 518
(1982);
US-A-4 291 022 (1981);
US-A-4 238 481 (1980);
US-A-4
235 886 (1980);
US-A-4 224 190 (1980);
US-A-4 211 693
(1980);
US-A-4 190 648 (1980);
US-A-4 146 612 (1979) und
US-A-4
133 782 (1979).
-
Zu
Beispielen für
Somatostatinagonisten gehören
die folgenden Somatostatinanaloga und pharmazeutisch annehmbaren
Salze derselben, die in den oben zitierten Druckschriften offenbart
sind:
D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2 (BIM-23014);
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-β-Nal-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-β-Nal-NH2;
D-β-Nal-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-NH2;
D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
Gly-Pen-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-OH;
Phe-Pen-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-OH;
Phe-Pen-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Pen-Thr-OH;
H-D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-D-Trp-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Trp-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Trp-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-Phe-Lys*-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Asp-Thr-NH2,
(wobei zwischen Lys* und Asp eine
Amidbrücke
gebildet ist);
Ac-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Bu)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-L-hArg(Et)2-Cys-Phe-O-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-L-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(Me)-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(Me)-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-hArg(CH3, hexyl)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
H-hArg(hexyl)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NHEt;
Ac-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Propionyl-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys(iPr)-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-β-Nal-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Gly-hArg(Et)2-NH2;
Ac-D-Lys(iPr)-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg (CH2CF3)2-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-hArg (CH2CF3)2-D-hArg(CH2CF3)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Phe-NH2;
Ac-D-hArg(Et)2-D-hArg(Et)2-Gly-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr-NH2;
Ac-Cys-Lys-Asn-4-Cl-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Ser-D-Cys-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Phe-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-p-Cl-Phe-NH2;
Bmp-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-β-Nal-NH2;
H-pentafluor-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-β-Nal-Cys-pentafluor-Phe-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-β-Nal-NH2;
H-D-β-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-p-Cl-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
Ac-D-p-Cl-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Abu-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-β-Nal-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2;
H-D-Phe-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Cys-Thr-NH2;
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-N-Me-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-N-Me-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-N-Me-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-L-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp(F)-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-Trp(F)-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Ser-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-Lys-Thr-p-Cl-Phe);
Cyclo(D-Ala-H-Me-D-Phe-D-Thr-D-Lys-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Ala-N-Me-D-Phe-D-Val-Lys-D-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Ala-N-Me-D-Phe-D-Thr-Lys-D-Trp-D-Phe);
Cyclo(D-Abu-N-Me-D-Phe-D-Val-Lys-D-Trp-D-Tyr);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-t-4-AchxAla-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Tyr-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(Pro-Phe-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(N-Me-Ala-Tyr-D-Trp-4-Amphe-Thr-Phe);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-NH(CH2)4CO);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-β-Ala);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-D-Glu)-OH;
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gly);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gly);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp(F)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp(NO2)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-Trp(Br)-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe(I)-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Tyr(But)-Gaba);
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Pro-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Pro-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-Tpo-Cys)-OH;
Cyclo(Bmp-Lys-Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-MeLeu-Cys)-OH;
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Phe-Gaba);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-D-Phe-Gaba);
Cyclo(Phe-Phe-D-Trp(5F)-Lys-Thr-Phe-Phe-Gaba);
Cyclo(Asn-Phe-Phe-D-Trp-Lys(Ac)-Thr-Phe-NH-(CH2)3-CO);
Cyclo(Lys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Lys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba);
Cyclo(Orn-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Gaba)
und
H-Cys-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Cys-NH2 (BIM-23268).
-
Es
sei darauf hingewiesen, dass bei allen hier beschriebenen Somatostatinagonisten
jeder Aminosäurerest
für die
Struktur von -NH-C(R)H-CO- steht, worin R die Seitenkette ist (z.
B. CH3 für
Ala), außer
für Thr-ol, das
-NH-CH(CH(CH3)OH)-CH2OH bedeutet,
und Pro, das Prolinyl bedeutet. Linien zwischen Aminosäureresten
steht für
Peptidbindungen, die die Aminosäuren
verbinden. Wenn der Aminosäurerest
optisch aktiv ist, liegt er auch in der L-Form-Konfiguration vor,
die gemeint ist, wenn die D-Form nicht ausdrücklich angegeben ist. Eine
Disulfidbrücke
ist zwischen zwei Cys-Resten gebildet, sie ist jedoch nicht gezeigt.
-
Die
Verwendung linearer Somatostatinagonisten mit der folgenden Formel:
oder eines pharmazeutisch
annehmbaren Salzes derselben ist ebenfalls erfindungsgemäß, wobei
A
1 ein D- oder L-Isomer von Ala, Leu, Ile,
Val, Nle, Thr, Ser, β-Nal, β-Pal, Trp,
Phe, 2,4-Dichlor-Phe, Pentafluor-Phe, p-X-Phe oder o-X-Phe ist,
A
2 Ala, Leu, Ile, Val, Nle, Phe, β-Nal, Pyridyl-Ala,
Trp, 2,4-Dichlor-Phe, Pentafluor-Phe, o-X-Phe oder p-X-Phe ist,
A
3 Pyridyl-Ala, Trp, Phe, β-Nal, 2,4-Dichlor-Phe, Pentafluor-Phe,
o-X-Phe oder p-X-Phe ist,
A
6 Val, Ala,
Leu, Ile, Nle, Thr, Abu oder Ser ist,
A
7 Ala,
Leu, Ile, Val, Nle, Phe, β-Nal,
Pyridyl-Ala, Trp, 2,4-Dichlor-Phe, Pentafluor-Phe, o-X-Phe oder
p-X-Phe ist,
A
8 D- oder L-Isomer von
Ala, Leu, Ile, Val, Nle, Thr, Ser, Phe, β-Nal, Pyridyl-Ala, Trp, 2,4-Dichlor-Phe,
Pentafluor-Phe, p-X-Phe oder o-X-Phe ist,
jedes R
1 und
R
2 jeweils unabhängig H, Mono- oder Polyhydroxy-C
2- bis C
12-acylgruppen
oder Mono- oder Polyhydroxy-C
2- bis C
12-alkylgruppen
ist, und R
3 OH oder NH
2 ist,
mit der Maßgabe,
dass mindestens eines von A
1 und A
8 und eines von A
2 und
A
7 eine aromatische Aminosäure sein
muss, und ferner mit der Maßgabe,
dass A
1, A
2, A
7 und A
8 nicht alle
aromatische Aminosäuren
sein können.
-
Zu
Beispielen für
in dem erfindungsgemäßen Verfahren
zu verwendende lineare Agonisten gehören:
H-D-Phe-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-p-NO2-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2;
H-D-Nal-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2;
H-D-Phe-p-chlor-Phe-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Phe-Thr-NH2 und
H-D-Phe-Ala-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Ala-β-D-Nal-NH2
oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz derselben.
-
Gewünschtenfalls
können
ein oder mehrere chemische Einheiten, z. B. ein Zuckerderivat, Mono-
oder Polyhydroxy-C
2-C
12-alkyl, Mono- oder
Polyhydroxy-C
2-C
12-Acylgruppen
oder ein Piperazinderivat, an den Somatostatinagonisten gebunden
werden, z. B. an die N-terminale Aminosäure. Siehe die PCT-Anmeldung WO-A-88/02756,
die EP-A-0 329 295 und die PCT-Anmeldung Nr. WO-A-94/04752. Ein
Beispiel für
Somatostatinagonisten, die N-terminale
chemische Substituenten enthalten, sind:
(BIM-23197)
oder
ein pharmazeutisch annehmbares Salz derselbe.
-
Synthese von Somatostatinagonisten
-
Die
Verfahren zum Synthetisieren von Somatostatinagonisten sind gut
dokumentiert und liegen innerhalb der Möglichkeiten eines Durchschnittsfachmanns,
wie beispielsweise in den oben genannten US-Patenten und anderen
Druckschriften illustriert ist.
-
Die
Synthese kurzer Aminosäuresequenzen
ist in der Peptidtechnik durchaus etabliert. Die Synthese des oben
beschriebenen D-Nal-Cys-Tyr-D-Trp-Lys-Val-Cys-Thr-NH2 kann
beispielsweise nach dem Protokoll erreicht werden, das in der US-A-4 853 371 beschrieben
ist, und die Synthese des oben beschriebenen H-D-Phe-Phe-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Phe-Thr-NH2 kann nach dem Protokoll bewirkt werden,
das in Beispiel I der Europäischen Patentanmeldung
0 395 411 A1 beschrieben ist. Die Synthese von Somatostatinagonisten
mit einem substituierten N-Terminus kann beispielsweise nach dem
Protokoll erreicht werden, das in der WO-A-88/02756, der EP-A-0
329 295 und der PCT-Veröffentlichung
Nr. WO-A-94/04752 beschrieben ist.
-
Somatostatinrezeptorbindungsassays
-
Die
menschlichen SSTR-1, SSTH-2, SSTR-3, SSTR-4 und SSTR-5 cDNA-Klone
sind beschrieben worden (SSTR-1 und SSTR-2 in Y. Yamada et al.,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA., 89:251-255 (1992); SSTR-3 in Yamada
et al., Mol. Endocrinol, 6:2136-2142 (1993), und SSTR-4 und SSTR-5
in Yamada et al., Biochem. Biophys, Res. Commun, 195:844-852 (1993))
und sind auch von der American Type Culture Collection erhältlich (ATCC,
Rockville, MD, USA) (ATCC Nummern 79044 (SSTR-1), 79046 (SSTR-2)
und 79048 (SSTR-3)).
Basierend auf den Restriktionsendonukleasekarten kann der gesamte
Kodierbereich von jeder SSTR-cDNA durch geeignete Restriktionsendonukleaseverdauung
exzidiert werden (T. Maniatis et al., Molecular Cloning – A Laboratory
Manual, CSHL, 1982). Restriktionsendonukleasen sind von New England
Biolabs (Beverly, MA, USA) erhältlich.
Dieses cDNA-Fragment wurde in den Säugerexpressionsvektor pCMV
(D. Russell et al., J. Biol. Chem., 264:8222-8229 (1989)) mittels
Standardmolekularbiologietechniken insertiert (siehe z. B. T. Maniatis
et al., Molecular Cloning, A Laboratory Manual, Cold Spring Harbor
Laboratory, 1982), um das Expressionsplasmid, pCMV-menschliches
SSTR-1 bis pCMV-menschliches SSTR-5 zu produzieren. Zu anderen Säugerexpressionsvektoren
gehören
pcDNA1/Amp (Invitrogen, Sandlesy, CA, USA). Die Expressionsplasmide
wurden in den geeigneten Bakterienwirt eingeführt, E. Coli HB101 (Stratagene,
La Jolla, CA, USA), und Plasmid-DNAs zur Transfektion wurden mit
Cäsiumchloridgradienten
hergestellt.
-
CHO-K1-Zellen
(Ovar, chinesischer Hamster) wurden von ATCC erhalten (ATCC Nr.
CCL 61). Die Zellen wurden unter Standard-Gewebekulturbedingungen in Ham's F12-Medien (Gibco
BRL, Grand Island, NY, USA) gezüchtet
und erhalten, das mit 10 % fetalem Kalbserum ergänzt worden war. Die Zellen
wurden zur Transfektion mit einer Dichte von 1 × 106/60-cm
Platte (Baxter Scientific Products, McGaw Park, IL, USA) geimpft.
DMA-vermittelte Transfektion wurde nach dem Calciumphosphat-Copräzipitationsverfahren
durchgeführt
[F. M. Ausubel et al.. Current Protocols in Molecular Biology, John
Wiley & Sons,
1987] Das Plasmid pRSV-neo (ATCC; ATCC Nr. 37198) wurde als selektivierbarer
Marker in 1/10 der Konzentration des Expressionsplasmids eingeschlossen.
Klonale CHO-K1-Zellinien, die die transfektizierte DNA stabil erbten,
wurden auf Wachstum in Ham's
F12-Medien selektiert, die 10 % fetales Kalbserum und 0 bis 5 mg/ml
G418 (Sigma) enthielten. Die Zellen wurden ringkloniert und in denselben
Medien zur Analyse expandiert.
-
Die
Expression der menschlichen SSTK-1 bis SSTR-5-Rezeptoren in den
CHO-K1-Zellen wurde durch Northern-Blot-Analyse der Gesamt-RNA, die aus den
Zellen präpariert
worden war (J. E. Sambrook, et al., Molecular Cloning-A Laboratory
Manual, 2. Auflage, Cold Spring Harbor Laboratory, Cold Spring Harbor, NY,
1989) und durch Rezeptorbindung unter Verwendung von [125I-Tyr11]-Somatostatin-14 als Ligand detektiert. Transfektizierte
Zelllinien, die die menschlichen SSTR-Rezeptoren exprimieren, wurden
in Kultur klonal expandiert und in dem folgenden SSTR-Bindungsprotokoll
verwendet.
-
Die
rohen Membranen wurden durch Homogenisierung der transfektizierten
Zellen in 20 ml eiskaltem 50 mM Tris-HCl mit einem Gewebehomogenisierer
(Einstellung 6, 15 Sekunden) präpariert.
Es wurde Puffer zugegeben, um ein Endvolumen von 40 ml zu erhalten,
und das Homogenisat wurde in einem Sorval® SS-34 Rotor
(Sorval, Newtown, Connecticut, USA) mit 39 000 g 10 Minuten lang
bei 0–4°C zentrifugiert.
Der resultierende Überstand
wurde dekantiert und verworfen. Das Pellet wurde in eiskaltem Puffer
erneut homogenisiert, verdünnt
und wie zuvor zentrifugiert. Das letzte Pellet wurde erneut in dem
10 mM Tris-HCl suspendiert und für
den Rezeptorbindungsassay auf Eis gehalten.
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Aliquote
der Membranpräparation
wurden 30 Minuten lang bei 30°C
mit 0, 05 nM [125I-Tyr11]-Somatostatin-14
(2000 Ci/mmol; Amersham Corp., Arlington Heights, IL, USA) in 50
mM HEPES (pH 7,4) inkubiert, der einen Test-Somatostatinagonisten
in verschiedenen Konzentrationen (z. B. 10-11 bis
10-5), 10 mg/ml Rinderserum-Albumin (Fraktion
V) (Sigma Chemical Co., St. Louis, MO, USA), MgCl2 (5
mM), Trasylol (auch als Aprotinin bekannt) Sigma Chemical Co.) (200
KIU ml), Bacitracin (Sigma Chemical Co.) (0,02 mg/ml) und Phenylmethylsulfonylfluorid
(Sigma Chemical Co.) (0,02 mg/ml) enthielt. Das am Ende vorhandene
Asssayvolumen betrug 0,3 ml. Die Inkubationen wurden durch rasche
Filtration durch GF/C-Filter (vorgeweicht in 0,3 % Polyethylenimin
für 30
Minuten) mit einem Brandel-Filtrationsverteiler (Brandel Research
and Development Co., Gaithersburg, Maryland, USA) beendet. Jedes
Röhrchen
und jeder Filter wurden danach drei Mal mit 5 ml Aliquoten eiskaltem
Puffer gewaschen. Die spezifische Bindung wurde definiert als [125I-Tyr11] Somatostatin-14 minus
demjenigen, das in Gegenwart von 1000 nM Sonatostatin-14 gebunden
wurde. Die Ki-Werte der getesteten Somatostatinagonisten
wurden nach der folgenden Formel berechnet: Ki =
IC50/[1 + (LC/LEC)], wobei IC50 die
erforderliche Konzentration des Test-Somatostatinagonisten ist,
die zur Inhibierung von 50 % der spezifischen Bindung des Radioliganden
erforderlich ist, [125I-Tyr11]-Somatostatin-14,
LC die Konzentration des Radioliganden (0,05 nM) ist, und LEC die
Gleichgewichtsdisso ziationskonstante des Radioliganden (0,16 nM)
ist. Die Ki-Werte (nM) der getesteten Somatostatinagonisten
sind in Tabelle I gezeigt.
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Hemmung der Fibrose
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Die
Somatostatinagonisten können
auf ihre Fähigkeit
zur Hemmung von Fibrose getestet werden.
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(a) Demonstration der
antifibrotischen Aktivität
in vitro
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Ratten
erhielten entweder Antithymozytenserum (ATS) (siehe S. Okuda et
al., J. Clin. Invest., Band 86, 1990, Seiten 453-462), um Glomerulonephritis zu induzieren,
oder phosphatgepufferte Salzlösung
(PBS), um als Kontrolle zu dienen, als Injektion. Sechs Tage später wurden
die Nieren entfernt und die Glomeruli isoliert und 72 Stunden lang
in Kultur gehalten. Die Kulturbedingungen bestanden aus 2000 Glomeruli/Mulde
in einem 1 ml Volumen von serumfreiem RPMI 1640 (mit Insulinzusatz)
(Gibco, Gaithersburg, Maryland, USA). Zur Zeit der Kultur wurden
Test-Somatostatin oder -Somatostatinagonisten zugesetzt.
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Der Überstand
aus den Kulturen wurde aufgefangen und bis zum Assay bei –70°C gelagert,
um die Konzentration an Kollagen I, transformierendem Wachstumsfaktor β-1 (TGFβ-1), Fibronectin,
das eine zusätzliche
Domäne
A enthielt (Fibronectin EDA+) und Plasminogenaktivatorinhibitor
1 (PAI-1) als Marker der fibrotischen Aktivität zu bestimmen. Außerdem wurden
individuelle Glomeruli durch Immunofluoreszenzfärbung untersucht und auf relevante
Matrixproteine auf einer Skala bewertet. Die Werte wurden zwischen
PBS-behandelt, negativ-fibrotischen Kontroll-Glomeruli; ATS-behandelt, nicht-arzneimittelbehandelt,
positiv-fibrotischen Kontroll-Glomeruli und den ATS-behandelten,
arzneimittelbehandelten, fibrotischen Glomeruli verglichen, um den
Grad zu bestimmen, bis zu dem der fibrotische Prozess durch Somatostatin
oder die Somatostatinagonisten gehemmt wurde.
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(b) Demonstration der
antifibrotischen Aktivität
in vivo
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Ratten
enthielten entweder Antithymozytenserum (ATS), um Glomerulonephritis
zu induzieren, oder phosphatgepufferte Salzlösung (PBS) als Kontrolle als
Injektion. Nach einer Stunde wurde die Behandlung mit Somatostatin
oder Somatostatinagonist begonnen. Somatostatin oder der Somatostatinagonist
wurden subkutan zwei Mal pro Tag 5 Tage lang verabreicht. Am 5.
Tag wurden die Ratten in metabolische Käfige gesetzt, und der 24 h-Urin
wurde aufgefangen, um den Proteingehalt zu bestimmen. Am 6. Tag
wurden die Nieren entfernt, und Gewebeproben wurden entweder in
Formalin gegeben oder zur histolischen Bewertung eingefroren. Aus
dem restlichen Gewebe wurden Glomeruli isoliert und 72 Stunden lang
in Kultur gehalten. Die Kulturbedingungen bestanden aus 2000 Glomeruli/Mulde
in einem 1 ml Volumen von serumfreiem RPMI 1640 (mit Insulinzusatz).
Der Überstand
aus den Kulturen wurde aufgefangen und bis zum Assay bei –70°C gelagert,
um die Konzentration an Kollagen I, trans formierendem Wachstumsfaktor β-1 (TGFβ-1), Fibronectin,
das eine zusätzliche
Domäne
A enthielt (Fibronectin EDA+) und Plasminogenaktivatorinhibitor
1 (PAI-1) als Marker der fibrotischen Aktivität zu bestimmen. Die Anwesenheit
von Matrixproteinen wurde durch Immunofluoreszenzfärbung gefrorener
Nierenschnitte mit Antikörpern
für Matrixproteine
gemessen, die durch TGFβ-1
induziert werden, wie Fibronectin EDA+, Kollagen I, PAI 1 und Tenasin.
Aus den kultivierten isolierten Glomeruli können direkte Messungen von
TGFβ-1,
PAI 1 und Fibronectin, die in den Kulturüberstand sekretiert wurden, über ELISAs
(heterologer Enzym-Immunassays) bestimmt werden. Glomeruli aus Proben
in jeder Gruppe können
verwendet werden, um m-RNA und die Botschaftniveaus von TGFβ-1, GADPH,
Kollagen I, Kollagen III, Fibronectin und PAI 1 zu extrahieren,
bestimmt mittels Northern-Analyse. Als Indikator für gravierende
histologische Veränderungen
wurden PAS (periodische Säure-Schiff)-gefärbte Paraffinschnitte
auf Basis ihrer pathologischen Matrixskalabewertungen beurteilt.
Die Werte wurden zwischen PBS-behandelt,
negativ-fibrotischen Kontrolltieren; ATS-behandelt, nicht-arzneimittelbehandelt,
positiv-fibrotischen Kontrolltieren und den ATS-behandelten, arzneimittelbehandelten,
fibrotischen Tieren verglichen, um den Grad zu bestimmen, bis zu
dem der fibrotische Prozess durch Somatostatin oder die Somatostatinagonisten
gehemmt wurde.