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DE69632682T2 - Bekämpfung von schadinsekten - Google Patents

Bekämpfung von schadinsekten Download PDF

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N31/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic oxygen or sulfur compounds
    • A01N31/02Acyclic compounds

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Description

  • Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer Kombination des Sexpheromons E8,E10-Dodecadien-1-ol und eines Verhaltensantagonisten, wie in Anspruch 1 definiert, zur Bekämpfung der Obstmade Cydia pomonella in Obstplantagen.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein wirksames Verfahren zur Bekämpfung der Obstmade in Obstplantagen unter Verwendung des Sexpheromons des Insekts in Kombination mit einem Verhaltensantagonisten zu erhalten.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Biologische Verfahren zur Hemmung von Schadinsekten ist in den letzten Jahren mit großem Interesse entgegengesehen worden und insbesondere die Verwendung von Pheromonen, d. h. artspezifischen Geruchsstoffen, mittels derer Tiere, wie Insekten, kommunizieren und deren Stoffe ein bestimmtes Verhalten oder eine biologische Aktivität auslösen (hervorrufen). Seit mehreren Jahren werden ebenso Pheromone zum Hemmen bestimmter Schadinsekten auf kommerzieller Basis vermarktet. Der Vorteil der Verwendung von Pheromonen zu diesem Zweck ist die sehr hohe Selektivität und der sehr große Umweltvorteil. Im Gegensatz zu chemischen Hemmstoffen ist die Aktivität der Pheromone nur in Richtung der beabsichtigten Insektenspezies gerichtet, und weil Pheromone Stoffe sind, die natürlich vorkommen, verursachen sie keine Resistenzprobleme. Pheromone sind ferner in sehr kleinen Mengen aktiv und sind biologisch abbaubar. Sie sind zu keinem Teil des ökologischen Systems giftig.
  • Sexpheromone von Schmetterlingen (insbesondere Nachtmotten und Tortricidae) sind die bekanntesten Sexpheromone. Bei einem Hemmungsverfahren, dem Verwirrungsverfahren (Konfusionsverfahren), wird das Pheromon aus Quellen, die mit einem synthetischen Sexpheromonstoff bereitgestellt werden, auf solch eine Art und Weise verbreitet, dass der gesamte Bereich nach dem Stoff riecht. Die Männchen finden dann die Weibchen in keinem größeren Umfang. Das Verfahren ist wirksam. Das Verwirrungsverfahren ist heutzutage hinsichtlich von einem Dutzend Mottenarten kommerziell (Cardé & Minks, 1995, Ridgway et al., (1990), Behaviour-Modifying Chemicals for Pest Management: Applications of Pheromones and Other Attractants, New York, Marcel Dekker). Die wichtigsten Hindernisse für eine schnelle Entwicklung des Verwirrungsverfahrens liegen innerhalb der Felder der Biologie und der Chemie. Man weiß einfach nicht, wie und warum das Venwirrungsverfahren funktioniert.
  • Die vorherrschende Hypothese für die Anziehung von Männchen mit Pheromon der Weibchen wurde 1978 von Roelofs formuliert. Sie wird die Schwellenhypothese genannt und gibt an, dass die vollständige und verhältnismäßig natürliche Pheromonmischung immer eine bessere Anregung des vollständigen Verhaltens ist als jede andere Mischung der Komponenten. Sie löst auch das Verhalten bei niedrigeren Konzentrationen aus als jede andere Mischung. Die Hypothese hat prinzipiell alle Pheromonstudien bestimmt und bestimmt sie noch immer.
  • In einem Übersichtsartikel von erfolgreichen und kommerziellen Fällen unter Verwendung der Verwirrung folgern Minks & Cardé (1988), Entomol. Exp. Appl., 49: 25–36: "die natürliche Mischung erzielt Unterbrechung der Paarung mit niedrigerer Anwendungsrate als entweder Teil- oder Überverhältnis-Mischungen".
  • Ein Sexpheromon kann aus bis zu 10 verschiedenen, aber biosynthetisch nahe verwandten Stoffen bestehen (Baker, (1989) Insect Flight, ed. G J Goldsworthy, C H Wheeler, Boca Raton, FL, CRC Press). Verschiedene Spezies innerhalb einer Familie verwenden verschiedene Kombinationen eines derartigen Themas. Die Speziestrennung kann durch die Tatsache verstärkt werden, dass Spezies A ebenso spezifische sensorische Neuronen für die Hauptkomponente von Spezies B aufweist, aber mit einem negativen Fluchtverhalten auf ein derartiges Signal reagiert. Als Beispiel werden die Kieferhautflügler (Hymenoptera) der Familie Diprionidae (Löfgvist, 1986) erwähnt. Die Hauptkomponente des Sexpheromons von N. sertifor hat drei chirale Kohlenstoffatome. Der Stoff kann folglich in acht verschiedenen Enantiomeren vorkommen. Nur eines von ihnen ist als Sexanziehungsmittel aktiv. Ein anderes davon ist ein sehr starker Verhaltenantagonist. Nur 1–2% von diesem zusammen mit dem Anziehungsmittel ist genug, um die Anziehung vollständig zu blockieren.
  • Paarungsstörung
  • Die Wichtigkeit von alternativen Verfahren der Insektenkontrolle nimmt wegen der Probleme mit der Registrierung von toxisischen Insektiziden, Insektizidresistenz, Umweltproblemen und Verbraucherhaltung zu.
  • Insekten verwenden Sexpheromone, um für die Paarung zu kommunizieren. Pheromone rufen starke Verhaltensreaktionen bei sehr kleinen Mengen hervor, sie sind speziesspezifisch und nicht toxisch. Durch Durchdringen der Atmosphäre mit synthetischen Pheromonen können olfaktorische Kommunikation und Paarungsfindung verhindert werden (Ridgway et al. 1990).
  • Ein Haupthindernis bei der weiteren Entwicklung des Paarungsstörverfahrens ist, dass die Verhaltensmechanismen der Paarungsstörung noch immer weitgehend unbekannt sind. Es ist deshalb unklar, welche Mischung von Pheromonverbindungen die wirksamste ist (Minks & Cardé 1988; Cardé & Minks 1995).
  • Insektensexpheromone bestehen aus einer Mischung von mehreren Verbindungen, welche für konspezifische Männchen anziehend sind, aber für Männchen anderer Spezies nicht anziehend sind. Die Speziesspezifität ist für die pheromon-vermittelte Paarungsfindung zentral. Weil die meisten Pheromonverbindungen bei mehreren, oftmals eng verwandten Spezies zusammen vorkommen, ist es klar, dass die Spezifität nur durch Mischen von mehreren Verbindungen erreicht werden kann (Roelofs 1978; Linn et al. 1986; Baker 1989).
  • Pheromonsynergisten
  • Eine Mischung der Hauptpheromonverbindung (gewöhnlich die am reichlichsten vorhandene Verbindung in der Pheromondrüse des Weibchens) plus ferner einem Pheromonsynergisten ruft Verhaltensweisen hervor, welche mit einer einzelnen Verbindung alleine nicht erreicht werden kann. Jede einzelne Verbindung kann ein Teil des Pheromons einer anderen Spezies sein, aber die gesamte Mischung von Verbindungen ist Spezies-spezifisch. Die Zugabe von Synergisten erhöht auch die gesamte Verhaltensaktivität der Mischung gegenüber der Hauptverbindung alleine. Vollständige Mischungen sind anziehender als unvollständige Mischungen, und sie rufen häufig Verhaltensweisen, wie Lande- und Kopulationsversuche an der Quelle, hervor, welche mit den einzelnen Verbindungen oder unvollständigen Mischungen nicht erreicht werden können. Die Mischung (d. h. Verbindungen, die von einer Quelle zusammen freigesetzt wurden) wirkt als Einheit und weist neue Verhaltenseigenschaften auf; dies ist ein Hauptprinzip in der Pheromonbiologie (Linn et al. 1986; Baker 1989).
  • Pheromonantagonisten
  • Pheromonantagonisten (früher bezeichnet als "Inhibitoren") sind "negative Synergisten". Dieses sind Verbindungen, welche die Anziehung des Männchens stark verringert, wenn sie mit der Hauptpheromonverbindung oder der Pheromonmischung gemischt werden. Wie bei den Pheromonsynergisten verstärkt die Pheromonmischung plus Antagonist die Antwort des Männchens, wirkt als Einheit und weist neue Verhaltenseigenschaften auf, verglichen mit den einzelnen Verbindungen alleine; unter der Bedingung, dass beide Verbindungen aus derselben Quelle freigesetzt werden. Eine Mischung von Pheromon und Antagonist kann zum Beispiel eine abweisende Wirkung erzeugen (Löfqvist 1986).
  • Die kombinierte Wirkung von Synergisten und Antagonisten hat Speziesspezifität von Pheromonsignalen zur Folge. Zum Beispiel verwendet die Birnenmade C. pyrivora, eine Geschwisterspezies von C. pomonella, Codlemone-Acetat als Pheromon.
  • STN International Datei CAPLUS, Zugangsnr. 1980: 508912, Bogdanova, T. P., et al, offenbart, dass cis-8-Dodecenylacetat ein potenter Inhibitor der Anziehung des Männchens auf Fallen ist, die mit einem synthetischen Sexpheromon, trans-8,10-Dodecadienol, als Köder versehen ist. Dieser Hinweis diskutiert nicht, was bei den Verwirrungsverfahren passiert.
  • STN International Datei CAPLUS, Zugangsnr. 190: 508901, Bogdanova, T. P., offenbart, dass die Aufstellung von Codlemone-Ködern ohne Falle an Apfelbäumen den Prozentsatz von gekennzeichneten Apfelwurmmännchen, die von Fallen angezogen werden, die mit lebenden Weibchen als Köder versehen sind und am selben Baum aufgestellt sind, von 22,8% auf 1,5% verringert. Bei einem Labortest wurde Codlemone in Gläsern aufgestellt, die männliche und weibliche Apfelwurmpaare enthalten, was die Befruchtung von 85 auf 5% verringert. Das Aufstellen von Ampullen mit cis-8-Dodecenylacetat in Fallen, die mit Codlemone oder lebenden Weibchen als Köder versehen wurden, unterdrückte die Anziehung von Apfelwurmmännchen zu den Fallen vollständig. Dieser Hinweis diskutiert nicht, was bei den Verwirrungsverfahren passiert.
  • STN International Datei CAPLUS, Zugangsnr. 1986: 202262, offenbart, dass eine kleine Menge Dodecanol die Witterungsantwort der Obstmade auf Codlemone, E8,E10-Dodecadien-1-ol, in Witterungskanälen erhöht, d. h. die Antwort auf das Sexpheromon erhöht. Eine Zugabe von Codlemone-Acetat oder Dodecadien-8E,10Z-ol-1 hob die Anziehung zu Fallen in Apfel- und Birnenplantagen auf. Dieser Hinweis diskutiert nicht, was bei den Verwirrungsverfahren passiert.
  • STN International Datei CAPLUS, Zugangsnr. 1975: 52585, offenbart, dass Codlemone-Acetat, E8,E10-Dodecadienylacetat, die Anziehung von männlichen Obstmaden zu Fallen inhibiert, die entweder ein synthetisches Sexpheromon, Codlemone, oder jungfräuliche weibliche Obstmaden enthalten. Dieser Hinweis diskutiert nicht, was bei den Verwirrungsverfahren passiert.
  • EP-A-0 236 188 offenbart ein Verfahren zum gleichzeitigen Emittieren von Dämpfen von Sexpheromon von verschiedenen Insekten in einen Spender für eine ökonomischere Behandlung einer Plantage, um verschiedene Insekten zu fangen oder ihre Paarung zu stören, die eine Plantage heimsuchen. Dieser Hinweis diskutiert nicht, was bei den Verwirrungsverfahren passiert, wenn das Sexpheromon und die Verhaltensantagonisten des Schädlings verwendet werden, um die Paarung zu stören.
  • Annual Review of Entomology, Cardé & Minks, 40: 559–585 (1995) betrifft die Bekämpfung von Mottenschädlingen durch Paarungsstörung und betrifft insbesondere den roten Baumwollkapselwurm (pink bollworm), den Pfirsichwickler (oriental fruit moth), Tomatenfresswurm (tomato pinworm) ebenso wie die Obstmade (Cydia pomonella). Der Hinweis diskutiert ferner verschiedene Prinzipien der Paarungsstörung, wie über Verminderung der Ansprechempfindlichkeit entweder über Sinnesanpassung oder -gewöhnung; Beschlagnahme; Verschieben des Rhythmus der Antwort; In Unordnung bringen der Feinmaßstabstruktur der natürlichen Feder; Tarnen der Federn vor lockenden Weibchen; Konkurrenz zwischen lockenden Weibchen und Punktquellen eines synthetischen Pheromons; Ungleichgewicht von Sinnesaufnahmen; und Kombination von Pheromonnachahmern und Insektiziden. Wenn es um die Obstmade geht, geben Cardé & Minks an, dass die meisten Tests mit Obstmaden unter Verwendung von Sexpheromonen erfolgreich waren, aber diejenigen, welche nicht erfolgreich waren, haben die rasche Akzeptanz des Verfahrens der Störung unter Verwendung der Sexpheromone behindert. Es ist ersichtlich, dass früher verwendete Verfahren nicht erfolgreich und/oder reproduzierbar waren.
  • US-A-3,852,419 betrifft die synthetische Codlemoneverbindung. Das Patent schließt auch die Synthese von verhätlnismäßig inaktiven cis-trans-, cis-cis- und trans-cis-Isomeren ein. Die Verwendung inaktiver Isomere ist nicht angegeben.
  • WO 88/03755 offenbart "Hemmung" im Sinne von "Paarungsstörung" unter Verwendung von Codlemone plus einem oder zweier Anziehungssynergisten in Form von Dodecanol bzw. Tetradecanol. Die Arbeit von Bartell et al. (1988) und von Arn et al. (1985) ist die Grundlage dieses Patents.
  • Beschreibung der vorliegenden Erfindung
  • Es ist jetzt überraschenderweise gezeigt worden, dass es möglich ist, in der Lage zu sein, die Obstmade Cydia pomonella durch Verwirrung mittels Verwendung des Sexpheromons E8,E10-Dodecadien-1-ol in Kombination mit einem oder mehreren Verhaltensantagonisten der Codlemone-Acetatgruppe zu hemmen, wie in Anspruch 1 definiert.
  • Geeignete Verhaltensantagonisten sind ein oder mehrere geometrische Isomere von 8,10-Dodecadien-1-ylacetat, (E,Z)-, (Z,E)- und (Z,Z)-8,10-Dodecadien-1-ylacetat, der Codlemone-Acetatgruppe.
  • Die Obstmade Cydia pomonella lebt im Habitat mit vielen anderen Spezies. Die Konkurrenz beim Verständigungsweg unter Verwendung von Pheromonen hat zu der Tatsache geführt, dass die Hauptkomponente des Sexpheromons einer Spezies gleichzeitig ein Verhaltensantagonist einer anderen Spezies ist. Mehrere derartiger Tatsachen sind hinsichtlich der Obstmade bekannt, aber der Effekt von ihnen zusammen mit dem Sexpheromon ist nie zuvor erforscht worden. Jedoch ist das Verwirrungsverfahren, das auf dem eigenen Sexpheromon der Obstmade beruht, zu einem kommerziellen Produkt entwickelt worden (Charmillot, (1990); Pfeiffer, et al, (1993), Exp. Appl., 67: 47–56, deren Produkt jedoch eine eingeschränkte Verwendung auf geringe Populationsdichten und große Mengen der Verbindung hat.
  • Die Hauptkomponente des Geschlechtspheromons der Obstmade, E8,E10-Dodecadien-1-ol wurde schon 1971 durch Roelofs et al, Science, 174: 297–99 identifiziert. Mehrere Forschungsgruppen arbeiteten dann an der Identifizierung der Zusammensetzung des Pheromons. Eine verhältnismäßig vollständige Zusammensetzung wurde von Einhorn et al (1984), C. R. Acad. Sci., 299: 773–77 und Arn et al (1985), Experientia, 41: 1482–84 veröffentlicht. Schon Roelofs et al (1972) stellten fest, dass das EE-Isomer der geometrischen Isomere sehr anziehend war, während die anderen drei die Anziehung von dieser hemmten. Das kommerzielle Produkt besteht folglich deshalb aus 99% EE-Isomer.
  • Die Familie Cydia besteht aus vielen Spezies. In vielen davon, z. B. die Birnenmotte, Cydia pyrivora, ist die Hauptkomponente des Sexpheromons E8,E10-Dodecadien-1-ylacetat, d. h. demselben Stoff wie der der Obstmade, mit dem Unterschied, dass der Stoff als Acetatester vorliegt, d. h. die Endgruppe ist ein Acetat anstelle eines Alkohols. Es stellte sich heraus, dass das Acetat ein Verhaltensantagonist der Obstmade ist, welches aus den Tests, die nachstehend gezeigt sind, offensichtlich wird.
  • Die Hauptsexpheromonverbindung der Obstmade ist Codlemone (Roelofs et al. 1971). Weitere Pheromonverbindungen, die durch Obstmadenweibchen produziert werden, sind durch Einhorn et al. (1984) und Arn et al. (1985) identifiziert worden. Die Paarungsstörung der Obstmade wird heutzutage mit Codlemone oder einer Mischung aus Codlemone plus den Verhaltenssynergisten 12OH und 14OH durchgeführt. Jedoch ist das Verfahren nur bei geringen Populationsdichten wirksam (Charmillot 1990; Pfeiffer et al. 1993).
  • Es ist jetzt gezeigt worden, dass die Mischung von Codlemone (E8,E10-12OH) und den geometrischen Isomeren (E,Z), (Z,E) und (Z,Z) von Codlemone-Acetat zur Paarungsstörung der Obstmade verwendet werden kann, und dass diese Mischung wirksamer ist als Codlemone alleine.
  • Pheromonfallen wurden mit dem Pheromon, E8,E10-Dodecadien-1-ol der Obstmade geladen, (1A). In anderen Fallen wurde der Alkohol mit dem entsprechenden Acetat in einer Menge von 5% bzw. 20% kombiniert (1B) (die Verwendung dieser Kombination ist nicht Teil der Erfindung, wie beansprucht). Bei einer Mischung von 20% des Acetats nahm der Fang auf 1/8 ab (dunkle Säule). In weiteren Tests wurden die anderen drei Isomere (EZ (1C, ZE (1D und ZZ (1E)) (1C1E) getestet. Sie waren alle Verhaltensantagonisten für die Obstmade. Das ZZ-Isomer war das leistungsfähigste der vier Isomere.
  • In einem anderen Test wurde ein Verwirrungstest in quadratischen 100 m2-Testgebieten in einer Fruchtplantage durchgeführt. In jedem Test wurden vier Spendervorrichtungen, die mit einem Verhaltensantagonisten geladen waren, in jeder der vier Ecken des jeweiligen Testgebietes aufgestellt. In der jeweiligen Mitte jedes Quadrats, wurde eine Pheromonfalle, die mit dem Sexpheromon, E8,E10-Dodecadien-1-ol der Obstmade geladen war, aufgestellt. Die Verwirrungswirkung wurde berechnet als die Anzahl der Männchen, die in der Falle eingeschlossen wurden, verglichen mit der Anzahl, die in einer Falle in einem unbehandelten Kontrollquadrat, d. h. ohne einen Verhaltensantagonisten in der jeweiligen Ecke, eingeschlossen wurde. Sowohl der Alkohol als auch das entsprechende Acetat hatten eine starke Verwirrungswirkung (die Verwendung dieser Kombination ist nicht Teil der Erfindung, wie beansprucht). Jedoch hatte die Kombination davon eine deutlich größere Wirkung.
  • Das eigene Sexpheromon der Obstmade, der Alkohol, ist, wie bereits erwähnt, in der kommerziellen Verwendung. Die Ergebnisse der Hemmung sind jedoch nicht immer befriedigend, Cardé & Minks, (1995), (Control of moth pests by mating disruption. Successes and constraints. Ann. Rev. Entomol., (1995), 40: 559–585), insbesondere nicht in Fruchtplantagen mit hohen Bäumen und einer hohen Populationsdichte. Es stellte sich heraus, dass in solchen Fällen, die Männchen zu den Baumkronen angezogen werden. Vermutlich ist die Konzentration des Pheromons von den aufgestellten Spendervorrichtungen dort so gering, dass die Anziehungskraft des Pheromons seine Verwirrungswirkung beherrscht. Die Männchen, die in den Baumkronen umherfliegen, können auch in niedriger aufgestellten Fallen gefangen werden, welches eine mangelnde Verwirrungswirkung anzeigt. Jedoch werden, wenn Spendervorrichtungen, in welchen das Sexpheromon (der Alkohol) mit einem Verhaltensantagonisten (Acetat) kombiniert werden, ringsherum verteilt werden, keine Männchen beobachtet, die in den Baumkronen umherfliegen. Es war ersichtlich, dass mehrere der Männchen, die in den Pheromonfallen in derartigen behandelten Quadraten gefangen wurden, einige Meter über dem Boden und direkt in die Falle flogen. Sie kamen nie von der Krone der Bäume. Die Kombination des Sexpheromons und eines Verhaltensantagonisten kann folglich als ein überlegenes Hemmungsverfahren angesehen werden.
  • Es ist die Mischung aus Pheromon (Codlemone) plus Pheromonantagonist (Codlemone-Acetat), welche die Verhaltensänderungen hervorrufen. Die kombinierte Wirkung von Pheromon plus Pheromonantagonist wird folglich als überlegen für die Paarungsstörung angesehen, verglichen mit dem Pheromon alleine.
    • Arn H, Guerin PM, Buser H–R, Rauscher S, Mani E (1985) Sex pheromone blend of the codling moth, Cydia pomonella: evidence for a behavioural role of dodecan-1-ol. Experientia 41, 1482–1484
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Claims (3)

  1. Verwendung des Sexpheromons (E,E)-8,10-Dodecadienol, gemischt mit einem oder mehreren Verhaltensantagonisten, bestehend aus geometrischen Isomeren von 8,10-Dodecadien-1-ylacetat, (E,Z)-, (Z,E)- und (Z,Z)-8,10-Dodecadien-1-ylacetat, zur Populationseindämmung der Obstmade Cydia pomonella durch das Paarungsstörverfahren in Obstplantagen.
  2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der Verhaltensantagonist in einer Menge von 20 Gewichtsprozent vorhanden ist.
  3. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der Verhaltensantagonist in einer Menge von 5 Gewichtsprozent vorhanden ist.
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