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Die Erfindung betrifft ein System zur Unterstützung ferngesteuerter
Chirurgie und insbesondere ein System zur Unterstützung
ferngesteuerter Chirurgie, das geeignet ist, einen oder mehrere
chirurgische Operateure bei der chirurgischen Behandlung des Gehirns, des
Nervensystems, Augäpfel oder dergleichen durch ferngesteuerte
chirurgische Instrumente oder therapeutische Instrumente mittels
eines Manipulators mit einem hohen Freiheitsgrad zu unterstützen.
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Bislang ist als System zur Durchführung einer Operation an
Hirnnerven oder dergleichen, bei der die Daten der Meßinstrumente
sichtbar rekonstruiert werden, ein Behandlungssystem mit
Überwachung auf der Basis von Magnetresonanz bekannt, bei dem die
Position eines Katheters automatisch durch eine
Positionierungseinrichtung gesteuert wird, wenn ein chirurgischer Operateur die
Position und das Einsetzen des Katheters eingibt, während er ein MRI-
Bild (Magnet Resonance Imaging) sieht. Ein derartiges System wird
z. B. in der JP-A-4-53533 offenbart.
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Des weiteren ist als System für gehirnchirurgische Arbeiten ein
Manipulator zur Punktion bei der Stereotaxie bekannt, wie er z. B. in
der japanischen Offenlegungsschrift Nr. Hei. 3-121064 offenbart
wird. Als ein System zur Durchführung eines chirurgischen Eingriffs
mittels Fernsteuerung ist ein System mit einem ferngesteuerten
chirurgischen Manipulator in einer Doppelrohrsonde bekannt, wie
z. B. in der JP-A-4-146097 offenbart.
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Des weiteren ist ein Mikrohandhabungssystem bekannt, dessen
Konstruktion es ermöglicht, dem Drehen und Verschieben eines
Manipulators und eines Tisches Freiheitsgrade zuzuweisen. Ein
derartiges System ist aus einer Sammlung von Veröffentlichungen
bekannt, Symposium on Robotics Mechatoronics in 1993, The Japan
Society of Mechanical Engineers, Seiten 693-696.
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Das in der JP-A-4-53533 beschriebene System ist hauptsächlich
dafür vorgesehen, eine Behandlung durchzuführen, bei der
hauptsächlich ein Katheter verwendet wird, und es ist schwierig, mit
diesem System eine Operation durchzuführen, die eine direkte
Behandlung der erkrankten Bereiche mit hochentwickelten
technischen Fähigkeiten erfordert, wie z. B. die Entfernung eines Tumors,
der an einer Blutkapillare oder einem Nerv anhängt.
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Außerdem ist es schwierig, die Nachgiebigkeit zu erhöhen, um
Arbeiten zur Behandlung von weichem Gewebe zu ermöglichen, da ein
Ultraschallmotor (piezoelektrisches Element) als Aktor zum Betrieb
in einem statischen Magnetfeld verwendet wird.
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Das System ist außerdem mehr oder weniger unvollständig im
Hinblick darauf, wie die Daten zur Verfügung gestellt werden, da es sich
bei der betreffenden Modalität nur um Magnetresonanz handelt, so
daß es bei der Durchführung von Kraniotomie schwierig ist,
Veränderungen in der Form eines Schädelknochens zu verstehen, die
gemessenen Inhalte zeigen nur Formen und es ist keine funktionelle
Messung implementiert, und die gemessenen und dargestellten
Inhalte zeigen ein zweidimensionales tomographisches Bild, das nicht
intuitiv ist.
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Das in der obenerwähnten JP-A-3-121064 beschriebene System
wird für die Stereotaxie eingesetzt und ist lediglich in der Lage,
Punktionen durchzuführen. Es gibt jedoch erhebliche
Schwierigkeiten mit Gehirnnerven, die ausschließlich durch Punktion nicht gut
chirurgisch behandelt werden können, und die eine Mehrzahl von
Einrichtungen mit höherem Freiheitsgrad erfordern, um das Gewebe
der erkrankten Bereiche zu behandeln. Das obenerwähnte System
ist nicht in der Lage, derartige Behandlungen zu ermöglichen.
Außerdem ist nichts bezüglich weiterer Teile zur Steuerung des
Manipulators zur Punktion offenbart.
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Das in der obenerwähnten JP-A-4-146097 offenbarte System isoliert
den chirurgischen Operateur vollständig von dem Patienten, so daß
es Schwierigkeiten haben wird, auf einen Notfall zu reagieren und
selbst wenn es dazu in der Lage wäre, könnte es erheblich zu spät
sein.
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Das in der Sammlung von Veröffentlichungen des Symposium on
Robotics Mechatoronics, The Japan Society of Mechanical
Engineers, 1993, beschriebene System ist derart aufgebaut, daß die
Arbeit nicht begonnen werden kann, solange nicht ein Objekt auf dem
Tisch plaziert ist. Zudem ist dieses System für tatsächliche
chirurgische Arbeiten nicht geeignet.
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Außerdem entsprechen sich in all den oben beschriebenen
Beispielen der "Master"-Manipulator und der "Slave"-Manipulator in einem
Verhältnis von 1 : 1 bis zum Ende und einer Verbesserung der
Arbeiten und Vereinfachungen der Steuerung, die durch die Steuerung
einer Vielzahl von "Slave"-Manipulatoren durch einen "Master"-
Manipulator erzielt wird, sowie einer Trainingsfunktion, die durch
die Steuerung eines "Slave"-Manipulators durch eine Vielzahl von
"Master"-Manipulatoren erzielt wird, wird keine Beachtung
geschenkt.
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Darüber hinaus gehen alle oben beschriebenen Beispiele
stillschweigend davon aus, daß ein chirurgischer Operateur das System
bedient und sagen nichts über eine gemeinsame chirurgische
Arbeitsfunktion aus, die durch eine Mehrzahl chirurgischer Operateure
gegeben ist, genauso wenig wie über die Bedienung eines "Slave"-
Manipulators durch eine Anzahl von "Master"-Manipulatoren und
die diesbezügliche Trainingsfunktion.
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In den oben beschriebenen bekannten Beispielen werden die Daten
ausschließlich um des chirurgischen Operateurs willen bis zum
Ende erhalten, unabhängig, ob vor oder während der Operation.
Außerdem weisen sie keine chirurgische Simulationsfunktion auf
und können nicht von dem Ergebnis profitieren, unabhängig davon,
ob es sich bei dem Objekt des chirurgischen Eingriffs um ein
tatsächliches "Dummy"-Lebendgewebe oder ein Modell in einem
Computer handelt.
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Die WO 93/ 13916 beschreibt ein Telemanipulatorsystem mit
Telepräsenz, das für chirurgische Verfahren eingesetzt werden kann und
das Steuerungen für die rechte und linke Hand aufweist zum
Steuern eines Manipulators, jeweils für die rechte und linke Hand, durch
die Verwendung einer Servoeinrichtung, die einen Computer einschließt.
Videokameras überwachen einen Arbeitsraum aus
verschiedenen Winkeln zur Erzeugung eines stereoskopischen Signals
als Output. Anhand des Signaloutputs der Kamera wird ein 3D-Bild
erzeugt und in Richtung der Augen des Operateurs reflektiert. Ein
virtuelles Bild wird in der Nähe der Steuerarme erzeugt, das von
dem in Richtung der Steuerarme blickenden Operateur gesehen
wird. Indem das Arbeitsraumbild nahe an den Steuerarmen
angeordnet wird, wird dem Operateur ein Gefühl vermittelt, als ob die
von den Manipulatorarmen getragenen Endeffektoren und die
Steuerarme einstückig ausgebildet wären und das Gefühl, daß er die
Endeffektoren direkt per Hand steuert.
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Verschiedene Konzepte einer Roboter-Arbeitsstation zur
computerunterstützten Chirurgie werden von P. Dario, S. Matelli und A. M.
Sabatini in dem Artikel "An experimental set-up for investigating
sensor-based tele-operated surgery procedures" beschrieben, der in
Proceedings of the twelfth annual international conference of the
IEEE Engineering in Medicine and Biology Society, Band 12, 1990,
Seite 1942 veröffentlicht wurde.
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In der Zeitschrift Surgical Enthroscopy 7 (1993) Nr. 3 ist auf den
Seiten 203 bis 205 eine Veröffentlichung von R. M. Satawa mit dem
Titel "Virtual Reality Surgical Simulator" veröffentlicht worden, die
einen Überblick über die Entwicklung von chirurgischen
Simulatoren für Virtual Reality gibt, als ein Beispiel für die Verwendung der
Computersimulation im Rahmen der Chirurgie.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein System zur Unterstützung
ferngesteuerter Chirurgie bereitzustellen für die Unterstützung von einem
oder mehreren chirurgischen Operateuren bei der chirurgischen
Behandlung des Gehirns, des Nervensystems, der Augäpfel oder
dergleichen durch ferngesteuerte chirurgische Instrumente oder
therapeutische Instrumente mittels eines Manipulators mit hohem
Freiheitsgrad, während er/ sie die Daten verschiedener Meßinstrumente
in visuell rekonstruierter Form sieht/ sehen.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein System zur
Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie des "Master/Slave"-Typs
bereitzustellen, das die Durchführung chirurgischer Arbeiten ermöglicht, die
einen hohen Freiheitsgrad und eine Mehrzahl an Zusammenarbeit
innerhalb des begrenzten Raums am Terminal erfordern.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein System zur
Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie vom Typ Multi-"Master" und Multi-
"Slave" bereitzustellen, das eine Kooperation mehrerer Operateure
ermöglicht, die chirurgische Arbeiten gemeinsam in
Zusammenarbeit durchführen.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein System zur
Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie bereitzustellen, das den Verlust an
Arbeitsfertigkeit des chirurgischen Operateurs kompensiert, der
durch Verschlechterung der Sehkraft und der Verschlechterung der
Terminal-Auflösung durch Alterung verursacht wird.
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Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein System zur
Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie bereitzustellen, das eine
Blutinfektion zwischen dem Patienten und dem chirurgischen Operateur
verhindert.
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Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein System zur
Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie bereitzustellen, das eine chirurgische
Behandlung mit weniger Eingriffen verwirklicht, hauptsächlich
durch Ausnutzen der Degeneration von Gewebe.
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Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein System zur
Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie bereitzustellen, das es den
chirurgischen Operateuren ermöglicht, ihre Arbeitsfertigkeiten
untereinander zu übertragen.
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Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein System zur
Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie bereitzustellen, das miteinander im
Einklang stehend die Durchführung von chirurgischem Training
über die chirurgische Simulation, bei der mit Einwilligung des
informierten Patienten die Ergebnisse hiervon verwendet werden
können, bis hin zur chirurgischen Operation ermöglicht.
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Diese Aufgaben werden durch ein System zur Unterstützung
ferngesteuerter Chirurgie gelöst, das die Merkmale des Anspruchs 1
aufweist.
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Eine Einrichtung zur Positionierung der chirurgischen Werkzeuge
oder der therapeutischen Instrumente des Manipulators zur
Behandlung erkrankten Gewebes der vorliegenden Erfindung ist aus
einem Material hergestellt und mit einer Antriebslehre konstruiert,
die weniger empfindlich sind für das magnetische Feld.
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Die Realitätssteuerdaten, die von der Realitätssteuerdaten-
Erzeugungseinrichtung der vorliegenden Erfindung erzeugt werden,
umfassen mindestens eine Datenmenge aus der folgenden Gruppe:
ein virtuelles Bild, das dem chirurgischen Operateur präsentiert
wird durch Synthetisierung mit den Bilddaten, die von der
Arbeitsumgebungsdaten-Erfassungseinrichtung aufgezeichnet werden, und
den gemessenen Bilddaten, die von der
Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung erzeugt werden; ein virtuelles Klangfeld, das dem
chirurgischen Operateur als Tondaten präsentiert wird; und virtuelle
Kraftreflexionsdaten, die dem chirurgischen Operateur durch
Kombination mit der Kontaktkraft in der
Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung präsentiert werden.
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Die Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung der vorliegenden
Erfindung überträgt eine synthetisierte Kraftreflexion, die durch
Kombination der durch die
Arbeitsumgebungsdaten-Erfassungseinrichtung detektierten Kraftsensordaten und der durch die
Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung erzeugten virtuellen
Kraftreflexion erhalten wurde, über die Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung
an jeden chirurgischen Operateur.
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Erfindungsgemäß wird die Einrichtung zur Manipulation von
erkranktem Gewebe über das chirurgische Instrument oder das
therapeutische Instrument an dem erkrankten Teil positioniert, wenn die
Einrichtung den Manipulationsbefehl als Eingabe empfängt und
erzeugt Deformation, Zerstörung oder Degeneration des erkrankten
Gewebes durch Erzeugen oder Übertragen von mindestens einer
Energie aus der Gruppe kinetische Energie, Lichtenergie, elektrische
Energie und thermische Energie.
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Das System zur Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie der
vorliegenden Erfindung umfaßt außerdem eine Datenspeichereinrichtung
zur Speicherung der durch die
Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung erzeugten Realitätssteuerdaten und/oder der durch die
Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung erzeugten Bilddaten zur
Bereitstellung einer zusätzlichen Trainingsfunktion für chirurgische
Operateure durch Simulation der chirurgischen Arbeiten unter
Verwendung der in der Speichereinrichtung gespeicherten Daten oder zur
Hinzufügung einer Funktion zur Darstellung der in der
Speichereinrichtung gespeicherten Daten, um den Krankheitszustand zu
erläutern.
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Außerdem werden gemäß der vorliegenden Erfindung Modelle zur
Erzeugung der Realitätssteuerdaten und/oder der gemessenen
Bilddaten gespeichert zur Erzeugung einer Trainingsfunktion der
chirurgischen Operateure durch Simulation der chirurgischen Arbeiten
durch Verwendung dieses Modells oder zur Erzeugung einer
Funktion zur Darstellung der in der Speichereinrichtung gespeicherten
Daten zur Erläuterung des Krankheitszustandes.
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Darüber hinaus umfaßt ein Verfahren zur Unterstützung
ferngesteuerter Chirurgie für die Unterstützung von einem oder mehreren
chirurgischen Operateuren, die chirurgische Arbeiten an einem
erkrankten Teil durch Betätigung eines mit einem chirurgischen
Werkzeug oder einem therapeutischen Instrument ausgestatteten
Manipulators durch Manipulation eines "Master"-Manipulators
durchführen, einen Schritt der Betätigung eines
"Slave"-Manipulators durch einen kombinierten Befehl, der erhalten wird, indem der
Output des Aktionsbefehls von den "Master"-Manipulatoren der
chirurgischen Operateure mit einem vorbestimmten
Wichtungsfaktor multipliziert wird und diese anschließend addiert werden.
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Wie oben beschrieben, ist die vorliegende Erfindung in der Lage, ein
System zur Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie zu realisieren
zur Unterstützung von einem oder mehreren chirurgischen
Operateuren bei der chirurgischen Behandlung des Gehirns, des
Nervensystems, der Augäpfel oder dergleichen durch ferngesteuerte
chirurgische Instrumente oder therapeutische Instrumente mittels eines
Manipulators mit hohem Freiheitsgrad, während die Daten
verschiedener Meßinstrumente visuell rekonstruiert werden.
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Außerdem kann die vorliegende Erfindung ein System zur
Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie vom "Master/ Slave"-Typ
verwirklichen, das eine Durchführung chirurgischer Arbeiten erlaubt, die
einen hohen Freiheitsgrad und eine Vielzahl an Kooperationen an
dem Terminal innerhalb eines begrenzten Raums erfordern.
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Darüber hinaus ermöglicht die vorliegende Erfindung die
Realisierung eines Systems zur Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie,
das den Verlust an Arbeitsfertigkeit des chirurgischen Operateurs
kompensiert, der durch Verschlechterung der Sehkraft und der
Verschlechterung der Terminal-Auflösung durch Alterung verursacht
wird.
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Realisierung eines Systems
zur Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie, das eine Blutinfektion
zwischen dem Patienten und dem chirurgischen Operateur
verhindert.
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Realisierung eines Systems
zur Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie, das eine chirurgische
Behandlung mit weniger Eingriffen verwirklicht, hauptsächlich
durch Ausnutzen der Degeneration von Gewebe.
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Realisierung eines Systems
zur Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie, das es den
chirurgischen Operateuren ermöglicht, ihre Arbeitsfertigkeiten
untereinander zu transferieren.
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Realisierung eines Systems
zur Unterstützung ferngesteuerter Chirurgie, das miteinander im ·
Einklang stehend die Durchführung von chirurgischem Training
über die chirurgische Simulation, bei der mit Einwilligung des
informierten Patienten die Ergebnisse hiervon verwendet werden
können, bis hin zur chirurgischen Operation ermöglicht.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Fig. 1 ist ein Blockdiagramm, das ein Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Systems zur Unterstützung ferngesteuerter
Chirurgie zeigt;
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Fig. 2 ist ein Blockdiagramm, das ein strukturelles Beispiel der
Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung zeigt;
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Fig. 3 ist ein Blockdiagramm, das ein strukturelles Beispiel einer
Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung zeigt;
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Fig. 4 ist ein Blockdiagramm, das ein strukturelles Beispiel einer
Arbeitsumgebungsdaten-Erfassungseinrichtung zeigt;
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Fig. 5 ist ein Blockdiagramm, das eine ganze Struktur einer
Manipulationseinrichtung zur Behandlung von erkranktem Gewebe zeigt;
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Fig. 6 ist ein schematisches Diagramm, das ein strukturelles
Beispiel eines Grobbewegungsteils zeigt;
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Fig. 7 ist ein schematisches Diagramm, das ein Feinbewegungsteil
zeigt;
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Fig. 8 ist ein schematisches Diagramm, das ein Feinstbewegungsteil
zeigt;
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Fig. 9 ist ein schematisches Diagramm, das ein erstes Gelenk des
Feinstbewegungsteils zeigt;
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Fig. 10 ist eine Schnittdarstellung von zwei Teilen des ersten
Gelenks;
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Fig. 11 ist eine vergrößerte Darstellung des Bereichs A in Fig. 11;
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Fig. 12 ist eine vergrößerte Darstellung des Bereichs B in Fig. 10;
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Fig. 13 ist ein schematisches Diagramm, das eine
Hauptantriebslehre des ersten Gelenks zeigt;
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Fig. 14 ist ein schematisches Diagramm der Fig. 2 aus der
Draufsicht von oben;
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Fig. 15 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Erzeugung visualisierter Daten einer Spannungs- oder
Abstandsverteilung zeigt;
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Fig. 16 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Überführung der Bewegung des Manipulators in Farbdaten zeigt;
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Fig. 17 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Umsetzung der Bewegung des Manipulators in graphische Daten
zeigt;
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Fig. 18 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Erzeugung visualisierter Daten einer Temperaturverteilung eines
erkrankten Teils zeigt;
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Fig. 19 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Erzeugung hörbarer Daten der Spannungs- oder Abstandsverteilung
zeigt;
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Fig. 20 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Umsetzung der Bewegung des Manipulators in Klangfelddaten zeigt;
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Fig. 21 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Erzeugung hörbarer Daten der Temperaturverteilung des erkrankten
Teils zeigt;
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Fig. 22 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Umsetzung einer Bewegung des Manipulators in ein tatsächliches
Geräusch zeigt;
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Fig. 23 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Erzeugung einer virtuellen Kraftreflexion aus den Abstandswerten
zeigt;
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Fig. 24 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Erzeugung einer virtuellen Kraftreflexion aus der
Temperaturverteilung zeigt;
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Fig. 25 ist ein Flußdiagramm, das einen Algorithmus zum Betrieb
einer Kraftsensordaten-Betriebseinheit zeigt;
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Fig. 26 ist ein Flußdiagramm, das einen Algorithmus zur Umsetzung
synthetisierter Kraftreflexion zeigt;
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Fig. 27 ist ein Flußdiagramm, das einen Algorithmus zum Betrieb
einer Befehlkonvertierungseinheit zeigt;
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Fig. 28 ist ein Diagramm, das ein Datenformat der
Manipulationsbefehldaten zeigt;
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Fig. 29 ist ein Flußdiagramm, das einen Algorithmus zum Betrieb
eines virtuellen Schalters zeigt;
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Fig. 30 ist ein Blockdiagramm, das ein strukturelles Beispiel einer
Einrichtung zur Eingabe eines Aktionsbefehls zeigt;
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Fig. 31 ist ein Flußdiagramm, das einen Algorithmus zur
Verarbeitung von Signalen des Kraftsensors zeigt;
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Fig. 32 ist ein Flußdiagramm, das einen Algorithmus zur Steuerung
eines Aktors zur Steuerung eines Parallaxenwinkels zeigt;
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Fig. 33 ist ein Flußdiagramm, das einen Algorithmus zur Steuerung
einer Beleuchtung zeigt;
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Fig. 34 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus zur
Ausführung einer Interpretation zeigt;
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Fig. 35 ist ein Flußdiagramm, das ein Beispiel eines Algorithmus
einer Magnetkraft-Steuereinrichtung zeigt;
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Fig. 36 ist ein schematisches Diagramm, das ein Beispiel zeigt, in
dem ein Display einer Mehrzahl von chirurgischen Operateuren
zugeteilt ist;
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Fig. 37 ist ein schematisches Diagramm, das ein Beispiel zeigt, in
dem ein Display einem chirurgischen Operateur zugeteilt ist;
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Fig. 38 sind schematisch Diagramme, die Beispiel eines
Griffabschnitts der Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung zeigt;
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Fig. 39 ist ein Flußdiagramm, das einen Betriebsalgorithmus eines
Berechnungselements einer manipulierten Kraft durch andere zeigt;
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Fig. 40 ist ein Blockdiagramm, das eine in
vivo-Daten-Meßeinrichtung zeigt; und
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Fig. 41 ist ein Blockdiagramm, das eine
Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung zeigt.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter
Ausführungsbeispiele im Detail erläutert. Fig. 1 ist ein
Blockdiagramm, das eine Ausführungsform eines Systems zur Unterstützung
ferngesteuerter Chirurgie gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt,
das eine Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung 101 zur
Ausgabe von virtueller Kraftreflexionsdaten 108, ein synthetisiertes
verarbeitetes Bild 109 und ein virtuelles Klangfeld, eine
Manipulationseinrichtung 102 für erkranktes Gewebe, deren Teil aus einem
"Slave"-Manipulator zur Ausgabe von
"Slave"-Manipulatorpositionsdaten 11 S. einer Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung 103
zur Ausgabe von Manipulations-Befehldaten 111 und
zusammengesetzter Kraftreflexion 112, einer
Arbeitsumgebungsdaten-Erfassungseinrichtung 104 zur Ausgabe von Kraftsensordaten 105,
Näherungssensordaten 106, visuellen Sensordaten 107 und
Vergrößerungsverhältnisdaten 116, eine in vivo-Daten-Meßeinrichtung 117
zur Ausgabe eines Eingabesignals zur Messung innerhalb des
Organismus und Innenmeßdaten des Inneren des Organismus 121 und
zum Empfangen eines Ausgabesignals 120, das durch das Innere
des Organismus hindurchging oder darin reflektiert wurde, eine
Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung 118 zur Ausgabe visualisierter
in vivo-Daten 122, die in 3D-Format oder dergleichen rekonstruiert
sind, und eine Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung 114 zur Ausgabe
eines Aktionsbefehls 113 zusammengesetzt ist.
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Die Arbeitsumgebungsdaten-Erfassungseinrichtung 104 weist
Sensorteile an der Spitze und um den "Slave"-Manipulator herum auf,
der eine Komponente der Manipulationseinrichtung 102 für
erkranktes Gewebe darstellt und die erkrankten Bereiche und die
diese umgebenden Bereiche als Erfassungsdaten 124 durch einen
optischen Sensor erfaßt, sowie einen Kraftsensor und einen
Abstandssensor am Ende des erwähnten Manipulators.
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Die Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung 101 verarbeitet
und synthetisiert die durch die
Arbeitsumgebungsdaten-Erfassungseinrichtung 104 erfaßten Daten, die in 3D rekonstruierten in vivo-
Bilddaten, die von der Meßdaten-Erfassungseinrichtung 118
ausgegeben werden und die "Slave"-Manipulatorpositionsdaten 115 zur
Erzeugung von Bild, Klang und virtueller Kraftreflexion. Hierdurch
wird der Zustand des Patienten einem oder mehreren chirurgischen
Operateuren gezeigt.
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Die Daten des Kraftsensors und des Abstandsensors werden auch
zu der Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung 103 übertragen.
Die durch den Kraftsensor erfaßte tatsächliche Kraftreflexion wird in
eine Größenordnung umgewandelt, die durch jeden chirurgischen
Operateur erfühlt werden kann. Die durch die Realitätssteuerdaten-
Erzeugungseinrichtung 101 erzeugte virtuelle Kraftreflexion wird mit
der bereichsumgewandelten tatsächlichen Kraftreflexion und der
Manipulationskraft anderer chirurgischer Operateure synthetisiert
(kombiniert) und an jeden chirurgischen Operateur über die
Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung
114 übertragen.
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Jeder chirurgische Operateur gibt auf der Basis der durch die
Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung 11 gezeigten Daten einen
Aktionsbefehl über die Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung 114 an die
Manipulationseinrichtung 102 für erkranktes Gewebe ein. Der
Aktionsbefehl wird durch die
Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung 103 in Manipulationsbefehldaten 111 umgesetzt.
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Die Manipulationseinrichtung 102 für erkranktes Gewebe
interpretiert und löst die Manipulationsbefehldaten 111 mit einem
Parameter der Vergrößerungsverhältnisdaten 116 aus, um das erkrankte
Gewebe zu manipulieren (123).
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Zur gleichen Zeit gibt die in vivo-Daten-Meßeinrichtung 117 das
Meßimpulssignal 119 an das erkrankte Teil 125 ein und empfängt
ein Outputsignal, das durch das erkrankte Teil hindurchgeht oder
von diesem reflektiert wird. Das Signal wird digitalisiert und an die
Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung 118 als Meßdaten gesendet.
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Die Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung 118 verarbeitet die
erhaltenen gemessenen Daten periodisch und rekonstruiert das Ergebnis
als 3D-Bilddaten.
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Eine Struktur und der Betrieb jeder Einrichtung wird nun im Detail
erläutert. Fig. 2 zeigt ein strukturelles Beispiel der
Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung 101. Sie umfaßt einen
Arbeitsumgebungs-Datenproßessor 201, einen Binokularsichtfeldregler 202,
ein Display 203 zur Darstellung des verarbeiteten Bildes und eine
virtuelle Klangfeld-Reproduktionseinrichtung 210 und gibt die mit
den durch den Arbeitsumgebungs-Datenprozessor 201 erzeugten
virtuellen Bilddaten synthetisierten Bilddaten 211, sowie ein
Steuersignal 213 des Binokularsichtfeldreglers 202 und das virtuelle
Klangfeld 110 nach außen aus durch eine Anzahl chirurgischer
Operateure.
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Der Arbeitsumgebungs-Datenprozessor 201 ist mit einem
Sekundärdaten-Speicherabschnitt 214 zur Aufnahme von Daten
ausgestattet und ist in der Lage, Zeitseriendaten oder dergleichen von den
Daten jedes Sensors der Gruppe optischer, Kraft- und
Abstandssensoren aufzunehmen. Wie später beschrieben wird, werden diese
Daten in einer Simulation und beim Training der Chirurgie
verwendet.
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Fig. 14 ist eine Zeichnung, die die Darstellung der Fig. 2 von oben
betrachtet zeigt. Die Hände jenseits der Handgelenke eines jeden
chirurgischen Operateurs erscheinen, als ob sie Spitzen 1401 des
"Slave"-Manipulators wären.
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Wenn eine Mehrzahl an chirurgischen Operateuren beschäftigt ist,
ist es vorteilhaft, ein Display 203 derart anzuordnen, daß es, wie in
Fig. 36 gezeigt, aus mehreren Richtungen genutzt werden kann oder
eine Anordnung zu treffen, bei der jedes Display 203 jedem
chirurgischen Operateur zugeordnet ist, wie in Fig. 37 gezeigt.
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Fig. 36 zeigt eine Anordnung für eine relativ geringe Anzahl an
chirurgischen Operateuren. In diesem Fall ist jeder eigene
"Slave"-Manipulator jedem chirurgischen Operateur zugeordnet und jeder chirurgische
Operateur kann das Gefühl haben, als ob sich seine beiden
Hände bis in das Display erstreckten und fortsetzten.
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Außerdem können die chirurgischen Operateure untereinander auf
das gleiche Bild verweisen, als ob sie ein optisch vergrößertes Bild
des erkrankten Teils sehen würden (als ob eine Linse vorhanden
wäre) und können direkt miteinander sprechen.
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Während bei der Anordnung der Fig. 37 jeder chirurgische
Operateur das Gefühl hat, als ob sich seine eigenen Hände in das Display
erstrecken und fortsetzen, wird der tatsächliche "Slave"-Manipulator
durch die Manipulationskraft eines jeden chirurgischen Operateurs
gesteuert, die gewichtet und kombiniert wird. Dies wird später
beschrieben.
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Bei der Anordnung der Fig. 37 ist es nicht notwendig, den
Binokularsichtfeldregler 202 zu tragen, weil das Display jedem
chirurgischen Operateur zugewiesen ist und es ist wünschenswert, ein
Verfahren zur Realisierung von Stereoskopie zu verwenden, indem
verschiedene Bilder beiden Augen gezeigt werden, beispielsweise unter
Verwendung von Lentikularlinsen.
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Ein Beispiel des Betriebs des Arbeitsumgebungs-Datenprozessors
201 wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 14 bis 24
beschrieben. Ein Prozeß zur Erzeugung der virtuellen Bilddaten wird
zunächst anhand der Fig. 15 bis 18 erläutert.
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In Fig. 15 wird zunächst in den Schritten 1501 und 1502 durch die
Kraftsensordaten 105 und die Abstandssensordaten 106 erfaßt und
bestimmt, ob die Spitze des "Slave"-Manipulators in Kontakt
befindlich ist oder nicht. Wenn sich der "Slave"-Manipulator in Kontakt
befindet, wird in Schritt 1506 ein Abstand von der Zielposition der
Spitze des "Slave"-Manipulators auf Basis der optischen
Sensordaten 107 und der Abstandssensordaten 106 in Schritt 1505
berechnet und der Betrag der Distanz wird unter Verwendung einer oder
mehrerer Darstellungen aus der Gruppe Art der Farbe (z. B. weitere
Entfernung in Rot hin zu näheren Bereichen in Violett), Helligkeit
der Farbe (z. B. weitere Entfernung mit höherer Helligkeit hin zu
näheren Bereichen mit geringerer Helligkeit) und Sättigung der Farbe
(z. B. weitere Entfernung mit höherer Sättigung hin zu näheren
Bereichen mit geringerer Sättigung) dargestellt.
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Dabei ist der Näherungssensor zur Ermittlung der Distanzdaten
beispielsweise durch Messung einer Intensität einer reflektierten
Ultraschall- oder Lichtwelle und einer entsprechenden Reflexionszeit
ausgebildet.
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Wenn der "Slave"-Manipulator sich in Kontakt befindet, wird in
Schritt 1503 eine Spannungsverteilung an dem erkrankten Teil
anhand der Daten 107 des visuellen Sensors und der Daten 106 des
Näherungssensors abgeschätzt und der Betrag an Spannung in
jedem Bild wird in Schritt 1504 durch die Art der Farbe (z. B. höhere
Spannung in Rot und geringere Spannung in Violett), und/oder die
Helligkeit der Farbe (z. B. höhere Spannung mit höherer Helligkeit
und geringere Spannung mit geringerer Helligkeit) und Sättigung der
Farbe (z. B. höhere Spannung mit höherer Sättigung hin zu
geringerer Spannung mit geringerer Sättigung) dargestellt.
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Wenn der Prozeß in Schritt 1504 oder Schritt 1506 endet, wird in
Schritt 1507 ein aus der Farbe oder dergleichen zusammengesetztes
Bild, das repräsentativ ist in bezug auf die Entfernung oder die
Spannung, durch Überlagerung auf das Originalbild dargestellt. Das
heißt, die Stelle an der der Abstand zwischen dem erkrankten Teil
und dem "Slave"-Manipulator kürzer ist oder an der mehr Spannung
auftritt, wird lebhafter dargestellt oder mit einer besonderen Farbe
koloriert.
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Das obenerwähnte Bild kann durch Überlagerung auf den in 3D
rekonstruierten in vivo-Daten 122 oder ohne Überlagerung hierauf
dargestellt werden. In diesem Fall ist es möglich, verschiedene
Darstellungen aufzubereiten oder diese Darstellungen durch Öffnen
mehrerer Fenster auf dem gleichen Display darzustellen.
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Nebenbei gesagt ist es notwendig anzuzeigen, ob der Darstellungstyp
Helligkeit und Sättigung der Farbe repräsentativ für die Entfernung
oder die Spannung sind, wenn sie in Überlagerung dargestellt
werden. Was dies anbetrifft, wird vorzugsweise eine Anordnung
verwendet, bei der diese beispielsweise durch eine dargestellte Farbe des
Manipulators selbst unterschieden werden können.
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Fig. 16 zeigt einen Fall, bei dem die Bewegung der Spitze des
"Slave"-Manipulators entsprechend der Darstellungsart Helligkeit
und Sättigung der Farbe dargestellt wird. Zuerst wird in Schritt
1601 eine Positionsabweichung, eine Geschwindigkeit und eine
Beschleunigung des "Slave"-Manipulators anhand der Daten 115 der
Spitzenposition des "Slave"-Manipulators, die Bezugswerte und
Responswerte beinhalten, berechnet.
-
Als Nächstes werden in Schritt 1602 die Werte der
Positionsabweichung, der Geschwindigkeit und der Beschleunigung durch die
Farbart (z. B. höhere Werte in Rot hin zu geringeren Werten in
Violett), die Farbhelligkeit (z. B. größere Werte mit höherer Helligkeit hin
zu kleineren Werten mit geringerer Helligkeit) und die Sättigung der
Farbe (z. B. größere Werte mit höherer Sättigung und kleiner Werte
mit geringerer Sättigung) dargestellt. Zu diesem Zeitpunkt ist die
Zuordnung zwischen der Positionsabweichung, der Geschwindigkeit
und der Beschleunigung und der Art, Helligkeit und Sättigung der
Farbe willkürlich und es sind verschiedene Wege vorstellbar.
-
Zuletzt werden in Schritt 1603 die darstellenden Farben um die
Spitze des Manipulators in dem Originalbild dargestellt, indem sie
auf das Originalbild überlagert werden. Es kann durch
Überlagerung auf die in 3D rekonstruierten in vivo-Daten 122 oder ohne
Überlagerung hierauf dargestellt werden.
-
Fig. 17 zeigt einen Fall, bei dem ein Bild dargestellt wird, das aus
einem Infrarot-Wellenlängenbereich in einen Wellenlängenbereich
des sichtbaren Lichts umgewandelt wurde. Zuerst wird eine
Infrarotkomponente an jedem Punkt innerhalb des Originalbildes aus
den Daten 107 des visuellen Sensors in Schritt 1701 gesammelt.
Danach wird in Schritt 1702 nur die Wellenlänge der
Infrarotkomponente eines jeden Punktes in den sichtbaren Bereich verschoben,
während die Lichtintensität der Komponente belassen wird. Zuletzt
wird in Schritt 1703 das Bild durch Überlagerung auf das
Originalbild dargestellt. Auf diese Weise wird es durch das oben
beschriebene Darstellungsverfahren ermöglicht, den erkrankten Bereich durch
Visualisierung einer ursprünglich unsichtbaren
Temperaturverteilung im voraus zu spezifizieren, da die Temperatur erkrankter
Bereiche des Gewebes sich oft grundsätzlich von der der umgebenden
Bereiche unterscheidet.
-
Es ist auch möglich, die als Bild rekonstruierten in vivo-Daten, wie
sie z. B. durch MRI, Röntgencomputertomographie (Röntgen-CT) und
Ultraschallcomputertomographie gegeben sind, zu verwenden.
-
Vorzugsweise kann auch das Bild durch Überlagerung von Pfeilen
und Effektlinien angezeigt werden, um die Bewegung des "Slave"-
Manipulators innerhalb der Umgebung verständlich zu machen
unter Erläuterung der Situation mit leuchtenden Buchstaben
onomatopoetischer, d. h. lautnachahmender Worte, und mimetrischer
Worte.
-
Fig. 18 zeigt ein entsprechendes Beispiel. Zunächst wird in Schritt
1801 eine Zeitabweichung eines Positionsvektors der Spitze oder ein
Abweichungsvektor zwischen den aufgenommenen Zeiten aus den
Daten 115 der Spitzenposition des "Slave"-Manipulators berechnet.
Dann wird in Schritt 1802 der Betrag und die Richtung des Vektors
durch einen durchsichtigen Pfeil angezeigt und der Pfeil wird in
Schritt 1803 ausgehend von der Spitze des Manipulators im
Originalbild eingezeichnet.
-
Die durch die in den Fig. 15 bis 18 wie oben beschrieben erzeugten
oder synthetisierten virtuellen Bilddaten werden dem Operateur
(chirurgischen Operateur) als ein stereoskopisches Bild präsentiert,
indem die Binokulargesichtsfeld-Steuereinrichtung 202 und das
Display 203 zur Anzeige des synthetisierten Bildes synchron
betrieben werden.
-
Wenn, wie in Fig. 36 gezeigt, ein Display 203 aus verschiedenen
Richtungen betrachtet wird, könnten wir entweder eine
Darstellungsart vorsehen, bei der die Sicht des linken und des rechten
Auges abwechselnd versperrt werden und die Bilder der linken und der
rechten Augensicht synchron angezeigt werden oder eine
Darstellungsart vorsehen, bei der zwei Bilder mit leichter Parallaxe
angezeigt werden durch Unterteilung eines Displays in zwei Displays, die
durch spezielle Linsen betrachtet werden.
-
Wenn das Display, wie in Fig. 37 gezeigt, jedem chirurgischen
Operateur zugewiesen ist, ist es möglich, ein stereoskopisches System
zu realisieren, bei dem keine Einrichtung getragen werden muß, wie
z. B. das oben beschriebene Lentikularlinsensystem.
-
Die in 3D rekonstruierten in vivo-Daten 122 können auch auf den
oben beschriebenen Bildtyp überlagert werden. In diesem Fall kann
das Bild durch Bereitstellung eines weiteren Displays oder durch
Öffnen eines weiteren Fensters auf demselben Display angezeigt
werden.
-
Wie oben beschrieben, gestatten die in den Fig. 10 bis 18 gezeigten
Algorithmen, daß im tatsächlichen Bild mehr Realität hinzugefügt
wird und auf diese Weise wird die Operationsfähigkeit eines jeden
chirurgischen Operateurs erhöht.
-
Außerdem kann eine graduell höhere Entscheidung als in der Vergangenheit
getroffen werden, indem zur gleichen Zeit auf das in vivo-
Datenbild und das tatsächliche Bild bezug genommen wird.
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Außerdem wird es ermöglicht, die Position des erkrankten Bereichs
genau zu erfassen, so daß eine akkurate chirurgische Operation an
einem kaum sichtbaren morbiden Gewebe durchgeführt werden
kann.
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Der Prozeß zur Erzeugung des virtuellen Klangfeldes 110 durch den
Arbeitsumgebungs-Datenprozessor 201 wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Fig. 19 bis 22 erläutert. In Fig. 19 wird in den
Schritten 1901 und 1902 durch die Kraftsensordaten 105 und die
Näherungssensordaten 106 in den Schritten 1901 und 1902 erfaßt
und bestimmt, ob die Spitze des "Slave"-Manipulators in Kontakt
befindlich ist oder nicht.
-
Wenn der "Slave"-Manipulator nicht in Kontakt ist, wird die
Entfernung anhand der Daten 107 des visuellen Sensors und der Daten
106 des Näherungssensors in Schritt 1905 berechnet und der
Betrag der Distanz wird in Schritt 1906 durch eine oder mehrere
Darstellungsarten aus der Gruppe Lautstärke (z. B. weitere Entfernung
mit höherer Lautstärke hin zu näherem Bereich mit geringerer
Lautstärke), Timbre (die Zeitänderung der Lautstärke) (z. B. weitere
Entfernung mit größerer Änderung hin zu näheren Bereichen mit
geringerer Änderung), musikalisches Intervall (Klanghöhe) (z. B.
weitere Entfernung mit höherem musikalischem Intervall hin zu
näheren Bereichen mit geringerem musikalischem Intervall) und
Klangfarbe (die Verteilung von Komponenten fundamentaler Wellen und
höherer Schwingungen) (z. B. weitere Entfernung mit weniger
Komponenten
hin zu näheren Bereichen mit mehr Komponenten)
dargestellt.
-
Wenn der "Slave"-Manipulator sich mit dem erkrankten Bereich in
Kontakt befindet, wird eine Spannungsverteilung an dem erkrankten
Bereich in Schritt 1903 auf Basis der Daten 107 des visuellen
Sensors und der Daten 106 des Näherungssensors abgeschätzt und die
Größe der Spannung an einen zur Spitze des Manipulators
nächstgelegenen Punkt des Gewebes wird in Schritt 1904 unter
Verwendung einer oder mehrerer Arten aus der Gruppe Spannung (z. B.
höhere Spannung mit höherer Lautstärke hin zu geringerer Spannung
mit kleinerer Lautstärke), Timbre (die Zeitänderung der Lautstärke)
(z. B. weitere Entfernung mit größerer Änderung hin zu näheren
Bereichen mit geringerer Änderung), musikalisches Intervall
(Klanghöhe) (z. B. weitere Entfernung mit höherem musikalischem
Intervall hin zu näheren Bereichen mit geringerem musikalischem
Intervall) und Klangfarbe (die Verteilung von Komponenten erster
harmonischer Grundschwingungen) (z. B. weitere Entfernung mit
weniger Komponenten hin zu näheren Bereichen mit mehr
Komponenten) dargestellt.
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Wenn der Prozeß mit dem Schritt 1904 oder 1906 endet, werden in
Schritt 1907 die oben beschriebenen Klangdaten durch die
Einrichtung zur Reproduktion des virtuellen Klangfeldes 210 reproduziert.
Das heißt, die Lautstärke wird größer, das musikalische Intervall
wird höher, die Timbre wird breiter oder die Klangart wird metallisch
an der Stelle, an der der Abstand zwischen dem erkrankten Bereich
und dem "Slave"-Manipulator geringer ist oder wo eine höhere
Spannung auftritt. Da es nebenbei bemerkt notwendig ist, in der Lage
zu sein, zu unterscheiden, ob das virtuelle Klangfeld die
Spannungsverteilung oder die Entfernung repräsentiert, kann dies in
einfacher Weise, z. B. durch Änderung des musikalischen Intervalls
oder durch Unterbrechung des Klangs, vorgenommen werden.
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Fig. 20 zeigt einen Ablauf für den Fall, daß die Bewegung der Spitze
des "Slave"-Manipulators in Übereinstimmung mit der Lautstärke,
dem Timbre, dem musikalischen Intervall und der Klangfarbe
dargestellt wird. Zunächst wird in Schritt 2001 eine
Positionsabweichung, eine Geschwindigkeit und eine Beschleunigung des "Slave"-
Manipulators aus den Daten 115 der Spitzenposition des "Slave"-
Manipulators, die Referenzwerte und Responswerte enthalten,
berechnet.
-
Als Nächstes werden in Schritt 2002 die Werte der
Positionsabweichung, der Geschwindigkeit und der Beschleunigung durch die
Lautstärke (z. B. höhere Werte mit höherer Lautstärke hin zu
geringeren Werten mit geringerer Lautstärke), das Timbre (Zeitänderung
der Lautstärke) (z. B. höhere Werte mit größerer Änderung hin zu
kleineren Werten mit kleinerer Änderung), das musikalische
Intervall (Geräuschhöhe) (z. B. höhere Werte mit höherem musikalischen
Intervall hin zu kleineren Werten mit geringerem musikalischen
Intervall) und die Klangfarbe (Verteilung der Komponenten der ersten
harmonischen Grundschwingung und höheren Schwingungen) (z. B.
höhere Werte mit weniger Komponenten hin zu kleineren Werten mit
mehr Komponenten) dargestellt. Zu diesem Zeitpunkt ist die
Zuordnung zwischen der Positionsabweichung, der Geschwindigkeit und
der Beschleunigung und der Lautstärke, dem Timbre, dem
musikalischen Intervall und der Klangfarbe willkürlich und es sind verschiedene
Wege vorstellbar.
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Zuletzt wird in Schritt 2003 der repräsentative Klang durch die
Einrichtung 210 zur Reproduktion des virtuellen Klangfelds
reproduziert.
-
Fig. 21 zeigt einen Ablauf, bei dem eine von einem Bild im
Intfrarotwellenlängenbereich erhaltene Temperaturverteilung in
Übereinstimmung mit der Änderung des Klangs gebracht wird. Zuerst wird
in Schritt 2101 aus den Daten 107 des visuellen Sensors eine
Infrarotkomponente an jedem Punkt innerhalb des Originalbildes
gesammelt. Als Nächstes wird in Schritt 2102 eine Lichtintensität an
dem dem "Slave"-Manipulator am nächsten liegenden Punkt als eine
Temperatur interpretiert und in Übereinstimmung mit irgendeiner
Darstellung aus der Gruppe Lautstärke, Timbre, musikalisches
Intervall oder Klangfarbe, gebracht. Zuletzt wird diese Lichtintensität
in Schritt 2103 durch die Einrichtung 210 zur Reproduktion des
virtuellen Klangfelds reproduziert.
-
Auf diese Weise wird es ermöglicht, den erkrankten Bereich von
vornherein zu spezifizieren, indem die ursprünglich unsichtbare
Temperaturverteilung hörbar gemacht wird, da eine Temperatur des
erkrankten Bereichs des Gewebes sich häufig grundsätzlich von der
der umgebenden Bereiche unterscheidet.
-
Für die Spezifizierung des erkrankten Bereichs wird es auch als
effektiv angesehen, die Helligkeit des Spitzenbereichs des
"Slave"-Manipulators aus den als Bild rekonstruierten in vivo-Daten, wie z. B.
durch MRT, Röntgen-CT und Ultraschall-CT gegebene Bilddaten zu
sammeln und diese hörbar zu machen.
-
Vorzugsweise kann auch ein Klangeffekt erzeugt werden, um die
Bewegung des "Slave"-Manipulators innerhalb der Umgebung
verständlich zu machen und um onomatopoetische Wörter und
nachahmende Wörter gleichzeitig zur Erläuterung der Situation zu
erzeugen. Fig. 22 zeigt ein derartiges Beispiel.
-
In Fig. 22 wird in Schritt 2201 eine Zeitabweichung des
Positionsvektors der Spitze oder ein Abweichungsvektor zwischen
gesammelten Zeiten aus den Positionsdaten 115 der Spitze des
"Slave"-Manipulators berechnet. Dann wird in Schritt 2202 die Größe und der
Betrag des Vektors dargestellt durch die Lautstärke, das Timbre,
das musikalische Intervall, die Klangfarbe und die Bildorientierung
des Wellenschnitt-Klangs (wind-cutting sound) dargestellt und in
Schritt 2203 durch die Einrichtung 2101 zur Reproduktion des
virtuellen Klangfelds reproduziert.
-
Das wie oben beschrieben durch den
Arbeitsumgebungs-Datenprozessor 201 erzeugte virtuelle Klangfeld wird dem Operateur durch
die Einrichtung zur Wiedergabe des virtuellen Klangfelds 210
präsentiert. Auf diese Weise ermöglicht die Verwendung des Klangfelds,
daß weitere Natürlichkeit hinzugefügt wird und jeder chirurgische
Operateur leichter operieren kann.
-
Ein Ablauf zur Erzeugung der virtuellen Kraftreflexionsdaten 108
wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 23 und 24
erläutert. Die Fig. 23 zeigt ein entsprechendes Beispiel. Zuerst wird in
den Schritten 2301 und 2302 von den Daten 105 und 106 des
Kraftsensors erfaßt und bestimmt, ob die Spitze des
"Slave"-Manipulators sich in Kontakt befindet oder nicht. In Schritt 2303 wird keine
Aktion durchgeführt, wenn der "Slave"-Manipulator sich nicht in
Kontakt befindet. Wenn sich der "Slave"-Manipulator in Kontakt
befindet, werden in Schritt 2304 die Distanz r zwischen dem
erkrankten Bereich und der Spitzenposition und dessen Differentialwert
m-ter Ordnung oder Differenzwert m-ter Ordnung (m = 1, 2, ...)
berechnet:
-
r(1) = (dr/dt)tn
-
r(2) = (d²r/dt²)tn
-
( )
-
(.)
-
wobei tn eine n ( = 0, 1, 2, ...)-fache Samplingzeit und (·) tn einen
Wert einer Variablen in der Zeit tn bezeichnen.
-
Als Nächstes wird in Schritt 2305 die virtuelle Kraftreflexion Fv (r,
r(1), r(2) ...), die zwischen der Spitze des Manipulators und dem
erkrankten Bereich wirksam ist, berechnet.
-
Dann werden in Schritt 2306 die Daten der virtuellen Kraftreflexion
108 an die Einrichtung zur Erzeugung eines Manipulationsbefehls
103 übertragen. Beispielsweise wird ein Potential festgelegt, das eine
hohe virtuelle Rückstoßkraft erzeugt, wenn der Abstand zwischen
dem erkrankten Bereich und dem "Slave"-Manipulator gering ist.
-
Auf diese Weise wird es ermöglicht, eine Diskontinuität der
Kraftreflexion zwischen dem Kontaktzustand und dem Nicht-Kontaktzustand,
die der Operateur anderenfalls spüren könnte, zu vermeiden,
so daß der Operateur den Manipulator handhaben kann, ohne sich
des Übergangs zwischen dem Kontaktzustand und dem
Nicht-Kontaktzustand bewußt zu sein, und die Operationsfähigkeit wird
erhöht.
-
Ein Ablauf zur Erzeugung einer virtuellen Kraftreflexion, die einer
Temperaturverteilung entspricht, wird im Folgenden unter
Bezugnahme auf die Fig. 24 erläutert.
-
Eine Intensitätsverteilung von Licht des Infrarotbereichs wird in
Schritt 2401 von den Daten des visuellen Sensors 107
aufgenommen. Als Nächstes wird in Schritt 2402 unter Berücksichtigung, daß
die Intensitätsverteilung gleich der Temperaturverteilung ist, eine
virtuelle Kraftreflexion Fv berechnet, die der Lichtintensität an
jedem Punkt des Bildes entspricht und deren Tiefenrichtung
entgegengesetzt ist.
-
Die virtuelle Kraftreflexion Fv wird an die Einrichtung zur Erzeugung
eines Manipulationsbefehls 103 übertragen. Auf diese Weise wird
eine kontaktlose Abtastung ermöglicht, bei der ein Grad an
Temperatur durch eine Größe einer Kraftreflexion gefühlt wird.
-
Ein Verfahren zur Berechnung der virtuellen Kraftreflexion Fv
entspricht dem zuvor beschriebenen Verfahren. Es ist jedoch
unmöglich zu unterscheiden, welcher Wert angezeigt wird, wenn die
erzeugte virtuelle Kraftreflexion und die durch den Ablauf in Fig. 23
erhaltene virtuelle Kraftreflexion zur gleichen Zeit erzeugt und
ausgegeben werden. Dementsprechend wird vorzugsweise im voraus
beispielsweise durch Schalten der Modi festgelegt, welcher Wert
angezeigt wird.
-
Die Bereitstellung der virtuellen Kraftreflexion der Spitze des
Manipulators oder der eine Temperatur des erkrankten Bereichs
anzeigenden virtuellen Kraftreflexion für den chirurgischen Operateur
ermöglicht es, weitere Realität hinzuzufügen und der chirurgische
Operateur kann den Manipulator leichter handhaben.
-
Außerdem kann eine Operation, die als sogenannte kontaktlose
Abtastung bezeichnet werden kann, durchgeführt werden, indem in
vivo-Daten, die in Bildform rekonstruiert sind, z. B. in Form der
Helligkeit an der Spitze des Manipulators mittels der durch MRI,
Röntgen-CT und Ultraschall-CT gegebenen Bilddaten, anstelle der
Lichtintensität im Infrarot-Wellenlängenbereich und durch Umwandlung
dieser Daten in Kraftreflexion durch das oben beschriebene
Verfahren herausgenommen werden. Unter dem Aspekt der Spezifizierung
des erkrankten Bereichs und der Schnelligkeit der Operation ist dies
sehr effektiv.
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Wie oben beschrieben, überlagert und verarbeitet der
Arbeitsumgebungs-Datenprozessor 201 die Kraftsensordaten 105, die
Näherungssensordaten 106, die optischen Sensordaten 107, die Daten
der Position der Spitze des "Slave"-Manipulators 115 und die
visualisierten in 3D-Form rekonstruierten in vivo-Daten 122. Auf der
Basis dieser Daten wandelt der Arbeitsumgebungs-Datenprozessor 201
die Qualität dieser Daten um oder erzeugt neue Daten.
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Das heißt, der Arbeitsumgebungs-Datenprozessor 201 wandelt die
Qualität um durch Umwandlung einer physikalischen Größe, die
ursprünglich nicht durch menschliche sensitive Organe erfaßt werden
kann, in etwas, was durch den Menschen erfaßt werden kann, und
stellt einen Bereich ein durch Modifikation einer physikalischen
Größe, die außerhalb des Bereichs liegt, der durch menschliche
sensitive Organe erfaßt werden kann, auf einen Wert innerhalb des
Bereichs ein und ersetzt sozusagen die sensitiven Organe durch
Umwandlung einer - obgleich durch menschliche sensitive Organe
erfaßbar - schwierig intuitiv erfaßbaren Größe in eine Größe, die
leichter erfaßt wird, indem sie auf einem anderen Weg erfaßt wird.
Hierdurch kann die Natürlichkeit der Operation gesteuert werden
und die Operationsfähigkeiten eines jeden chirurgischen Operateurs
können vergrößert werden.
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Als Nächstes wird die Einrichtung 103 zur Erzeugung eines
Manipulationsbefehls erläutert. Fig. 3 ist ein Blockdiagramm, das eine
Struktur der Einrichtung 103 zur Erzeugung eines
Manipulationsbefehls zeigt, die einen virtuellen Schalter 307 zur Steuerung einer
Übertragung eines Aktionsbefehls, eine
Kraftsensordatensteuereinrichtung 308 zur Verstärkung der Kraftsensordaten 105, um sie in
einen geeigneten Bereich umzuwandeln, und zur Durchführung
einer rekursiven Berechnung, die dem Entfernen von Rauschen
entspricht, um tatsächliche Kraftreflexionsdaten 309 auszugeben, einen
Befehlswandler 310 zum Setzen eines Aktionsmodus/Steuermodus
aus den Aktionsbefehldaten 113 und zur Aufnahme sämtlicher
Gelenkdaten von der Einrichtung 114 zur Eingabe eines
Aktionsbefehls, einen A/D-Wandler 318, einen D/A-Wandler 319 eines
Berechnungselements 320 der Manipulationskraft anderer Chirurgen
zur Bereitstellung eines Wertes, der durch Addieren und Umwandeln
einer gewichteten Größe der Manipulation (z. B.
Manipulationskraft) jedes chirurgischen Operateurs außer sich selbst erhalten
wurde, an diesen chirurgischen Operateur als Kraftreflexion und
einen Kraft/Drehmoment-Wandler 322. Die Pfeile in der Figur zeigen
den Fluß der Signale oder der Daten an.
-
Es ist eine Anzahl an Kanälen für die Signale der synthetisierten
Kraftreflexion 112 und des Aktionsbefehls 113 vorgesehen, die
gleich ist einer Anzahl der Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtungen 114
und die Kraftsensordaten 105, 106 und die Daten 108 der virtuellen
Kraftreflexion haben eine Anzahl an Kanälen, die gleich ist der
Anzahl an "Slave"-Manipulatoren in der Einrichtung 102 zur
Manipulation des erkrankten Gewebes und vervielfacht.
-
Der Betrieb der Kraftsensordaten-Betriebseinheit 308, des
Berechnungselements 320 der Manipulationskraft der anderen und des
Kraft/Drehmoment-Wandlers 322 wird im Folgenden unter
Bezugnahme auf die Fig. 25 und 26 beschrieben.
-
Wie in Fig. 25 dargestellt, wandelt die
Kraftsensordaten-Betriebseinheit 308 die Größe der Kraftsensordaten 105 in Schritt 2501 in
ein angemessenes Level für menschliche Muskelkraft und führt in
Schritt 2502 eine rekursive Berechnung durch, die einem
Tiepaßfilter zur Entfernung des Rauschens entspricht.
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Nachdem in Schritt 2503 jeder Freiheitsgrad gewichtet wurde, wird
in Schritt 2504 zur Erzeugung der synthetisierten
Kraftreflexionsdaten eine Ausgabe 321 des Berechnungselements 320 der
Manipulationskraft der anderen und der Wert der virtuellen Kraftreflexionsdaten
108 hinzugefügt und die erzeugten synthetisierten
Kraftreflexionsdaten werden in Schritt 2505 in den
Kraft/Drehmoment-Wandler eingegeben.
-
Der Kraft/Drehmoment-Wandler 322 wandelt in Schritt 2601 die
synthetisierten Kraftreflexionsdaten in jeden
Gelenkdrehmomentwert einer Kraftreflexionserzeugungseinheit der Aktionsbefehl-
Eingabeeinrichtung 114 und gibt, wie in Fig. 26 gezeigt, diese durch
den D/A-Wandler 319 als analoge Daten aus.
-
Die Ausgabedaten werden an die Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung
114 übertragen und werden zu einem Drehmomentbefehl des
Antriebs eines jeden Gelenkaktuators in Schritt 2603.
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Der oben beschriebene Prozeß wird durch eine Anzahl an
Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtungen 114, d. h. eine Anzahl an Kanälen
durchgeführt. Der Betrieb des Berechnungselements 320 der
Manipulationskraft der anderen wird später im Detail erläutert.
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Der Betrieb des Befehlwandlers 310 wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Fig. 27 erläutert.
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In Schritt 2703 liest der Befehlskonverter 310 ein
Modusauswahlsignal, das in dem Signal von der Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung
114 enthalten ist. Er setzt in Schritt 2702 einen Aktionsmodus und
gibt in Schritt 2703 den Aktionsmodus an die
Manipulationseinrichtung 102 für erkranktes Gewebe aus.
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Dann legt er in Schritt 2704 anhand des Aktionsmodus einen Steuermodus
fest und gibt den Steuermodus in Schritt 2705 an die
Manipulationseinrichtung 102 für erkranktes Gewebe aus. In
Abhängigkeit des Aktionsmodus werden einige Kontrollmodi nicht
zugelassen, so daß der Steuermodus in Schritt 2704 durch automatische
Auswahl aus anderen als den nicht zulässigen Kontrollmodi gemäß
eines entsprechend festgelegten Algorithmus oder durch Eingabe
von der Eingabeeinrichtung 114 für Aktionsbefehle festgelegt wird.
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Nach dem Festlegen des Steuermodus und dessen Ausgabe an die
Manipulationseinrichtung 102 für erkranktes Gewebe empfängt sie
in Schritt 2706 sämtliche Gelenkwinkeldaten durch den
A/D-Wandler 319 und übersetzt diese in Schritt 2707 in ein
Arbeitskoordinatensystem.
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Nach Ausgabe der Referenzwertdaten der Spitzenposition des
Manipulators an die Manipulationseinrichtung 102 für erkranktes
Gewebe in Schritt 2708 prüft sie den Aktionsmodus in Schritt 2709 und
überführt ihn in einen Stopmodus, wenn der Aktionsmodus "Stop"
ist und wenn nicht, kehrt sie in den Schritten 2710 und 2711 zu
dem Schritt 2706 zurück.
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Ein an die Manipulationseinrichtung 102 für erkranktes Gewebe
übertragener Datenzug umfaßt einen Header 2801, einen
Aktionsmodus 2802, ein Steuermodus 2803 und einen Datenzug von
Positions- und Orientierungsdaten 2804 bis zu einer willkürlichen Zeit
tn. Diese werden sequentiell an die Manipulationseinrichtung 102
für erkranktes Gewebe übertragen.
-
Als Nächstes wird der Betrieb eines virtuellen Schalters 307 unter
Bezugnahme auf die Fig. 29 erläutert, die einen entsprechenden
Arbeitsalgorithmus zeigt. Bezug nehmend auf die Figur wird in Schritt
2901 ein Abstand zwischen der Position der Spitze des Manipulators
und dem erkrankten Bereich erfaßt und in Schritt 2902 kontrolliert,
ob er kleiner ist als ein bestimmter Wert. Wenn er nicht kleiner ist
als ein bestimmter Wert, kehrt der Prozeß zu Schritt 2901 zurück.
-
Wen er kleiner ist als ein bestimmter Wert, werden die Position und
die Geschwindigkeit der Spitze des Manipulators in der
Nachbarschaft des erkrankten Bereichs durch den Näherungssensor in
Schritt 2903 erfaßt.
-
Als Nächstes wird der Betrag des Geschwindigkeitsvektors und der
Betrag jeder seiner Komponenten, der Betrag der virtuellen
Kraftreflexion und der Betrag jeder ihrer Komponenten und der Betrag
eines Geschwindigkeitsbefehlvektors und der Betrag jeder seiner
Komponenten, wenn der Steuermodus Geschwindigkeit-Servo ist,
kontrolliert und wenn sie alle geringer als ein bestimmter Wert sind,
kehrt der Prozeß zu Schritt 2901 zurück und wenn eine der
Bedingungen nicht erfüllt ist, wird der Steuermodus auf Positionskontrolle
geschaltet und die gegenwärtige Position wird in den Schritten 2904
bis 2910 als ein Befehlswert gesetzt.
-
Der oben beschriebene Prozeß wird für alle Kanäle durchgeführt.
Auf diese Weise wird der Befehlswert nicht geändert, wenn eine
Abnormalität auftritt. Daher wird die Sicherheit der Arbeiten erhöht.
-
Die Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung 114 wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Fig. 30 erläutert. Selbst wenn eine Mehrzahl an
Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtungen 114 verwendet wird, ist die
Struktur dieser Einrichtungen die gleiche. Sie umfaßt einen
Magneten 3001 zum Koppeln des Griffs und der
Kraftreflexionerzeugungseinheit, ein Steuersignal 3002 eines Solenoids zur Einschränkung
der Bewegungsfreiheit des Griffs und ein Steuersignal 3003 eines
Stroms eines Elektromagneten zur Kopplung, ein den Griff
einschränkendes Solenoid 3004, einen umschaltbaren Schalter 3006
für den Aktionsmodus, einen Griff 3007, einen kugelförmigen
Koppler 3008, kugelförmige Gelenke 3009 und direkt wirkende
zylindrische elektrostatische Aktuatoren 3010.
-
Die pro Aktuator zerlegte synthetisierte Kraftreflexion 112, die von
der Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung 103 ausgegeben
wird, wird jedem Aktuator als Steuereingabe 3011 zugeführt.
-
Jeder Aktuator 3010 wird hierdurch angetrieben und erzeugt eine
erforderliche Kraftreflexion als Ganzes. Die Verschiebung jedes
Aktuators 3010 wird durch einen nicht gezeigten Verschiebungssensor
erfaßt und wird als Output 3012 des Verschiebungssensors
ausgegeben.
-
Jeder chirurgische Operateur hält den Griff 3007 und bewegt ihn,
während er die Kraftreflexion spürt, zur Eingabe von Aktionsdaten.
Der Modus wird durch Betätigen des Schalters 3006 zum Schalten
des Aktionsmodus auf dem Griff zur Ausgabe eines Signals 3005 zur
Festlegung eines Aktionsmodus geschaltet. Zu diesem Zeitpunkt
wird die kugelförmige Kopplung 3008 zwischen dem Griff 3007 und
der Kraftreflexion-Erzeugungseinheit durch magnetische Kraft des
Elektromagneten gekoppelt.
-
Der Koppler 3008 ist derart aufgebaut, daß er durch das
Steuersignal 3002 des Solenoids zur Begrenzung des Griffs und durch das
Steuersignal für den Strom des Elektromagneten zur Kopplung von
der Magnetkraft-Steuereinrichtung 3001 in Übereinstimmung mit
dem Aktionsmodus und der Größe der Eingabe gesteuert werden
kann und derart, daß er in der Lage ist, eine Einschränkung in
bezug auf den Freiheitsgrad zu ändern.
-
Fig. 35 ist ein Flußdiagramm, das den Betrieb der Magnetkraft-
Steuereinrichtung 3001 zeigt. Bezug nehmend auf die Figur liest die
Magnetkraft-Steuereinrichtung 3001 in Schritt 3501 den
Aktionsmodus und, wenn ein Aktionsmodus vorliegt, der ein Modus ist, der
in Schritt 3502 nur die Position vorgibt, löst sie in Schritt 3503 nur
die magnetische Kraft des Elektromagneten aus.
-
Da der Koppler 3008, wie in Fig. 30 gezeigt, kugelförmig ausgebildet
ist, ist er frei in bezug auf seine Orientierung. Mit anderen Worten,
nur drei Freiheitsgrade bezüglich der Position können durch
Betätigung des Griffs 3007 eingegeben werden.
-
Andererseits kann eine Veränderung der Orientierung durch
Klemmen des Unterteils des Griffes durch die Solenoide 3004 eingegeben
werden, wenn alle sechs Freiheitsgrade der Position und
Orientierung eingegeben werden sollen, wie in Schritt 3504 in Fig. 35
gezeigt.
-
Wenn eine überschüssige Kraft oder ein Moment in dem Zustand
aufgebracht wird, in dem die aus dem Koppler 3008 und den
Solenoiden
3004 bestehende Verbindung fixiert ist, läßt der Zwang
nach. Hierdurch ist es möglich zu verhindern, daß eine Instruktion
mit übermäßiger Kraft eingegeben wird, wodurch die Sicherheit der
Betätigung erhöht wird. Der direkt wirkende zylindrische
elektrostatische Aktuator 3010 wird später erläutert.
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Auf diese Weise wird kein Befehlswert an die Betätigungseinrichtung
zur Manipulation von erkranktem Gewebe übertragen, wenn eine
Abnormität auftritt, wodurch die Sicherheit der Arbeiten erhöht
wird.
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Es wird darauf hingewiesen, daß der Griff 3007 so wie in Fig. 38
gezeigt ausgebildet sein kann neben dem in Fig. 37 gezeigten Griff des
Stifttyps. Fig. 38a zeigt einen Griff des Pinzettentyps, Fig. 38b einen
Griff des Ligatortyps und Fig. 38c einen Griff des Klemmtyps. Der
Operateur kann einen beliebigen dieser Griffe betätigen, während er
die durch den Aktuator 38001 zur Erzeugung einer
Griffkraftreflexion erzeugten Kraftreflexion spürt.
-
In den Fig. 38b und 38c drehen sich eine Seite oder beide Seiten des
Teils des Griffs zum Einhaken der Finger entlang einer
Rotationsachse 3802. Der Operateur kann den Griff 3007 zu dieser Zeit
durch Lösen der Klemmung und der durch die Solenoide 3004
erzeugten magnetischen Kraft austauschen. Das heißt, der Operateur
kann den Griff entsprechend den Gebrauchsumständen zur Eingabe
von Aktionsbefehlen anbringen oder entfernen.
-
Wenn eine Leitung in dem Gelenk erfaßt wird, wenn der Operateur
den Griff 3007 austauscht, wird ein der Grifform entsprechendes
Anfangssignal an die Betätigungseinrichtung 102 zur Manipulation
von erkranktem Gewebe über die
Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung 103 übertragen und ein Manipulator, der ein
entsprechendes Werkzeug trägt, wird als Effektor festgelegt.
Dementsprechend ist es nur notwendig, verschiedene Typen von
Werkzeugen für dieses Teil bereitzuhalten und es ist nicht notwendig, die
Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung im voraus mit einer Anzahl an
Werkzeugen zu präparieren.
-
Hierdurch wird der Operateur nicht verwirrt in bezug darauf,
welches Werkzeug durch Verwendung welcher Eingabeeinrichtung
verwendet werden kann. Darüber hinaus kann der der Hand zur
Verfügung stehende Raum weit offen sein, da eine Eingabeeinrichtung für
eine Hand ausreicht.
-
Das Berechnungselement 320 für die Manipulationskraft der
anderen wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 39 erläutert. Es
wird ein Fall angenommen, bei dem eine Mehrzahl von
Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtungen einem "Slave"-Manipulator zugewiesen
ist. Wenn diese Anzahl n beträgt, werden die Gewichtungen W&sub1; bis
Wn zuerst in Schritt 3901 an jeder Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung
festgelegt:
-
W&sub1; + W&sub2; + ... Wn = 1; Wk > = 0 (k = 1 bis n).
-
Unter der Annahme eines Falles, bei dem die Kraftrückkopplung
(Feedback) implementiert wird, wird außerdem der
Gewichtungsanteil in bezug auf die Kraftreflexion von einem Arbeitsobjekt
festgelegt. Dies wird als Wr&sub1; bis Wrn betrachtet und in ähnlicher Weise zu
dem Obigen wie folgt festgelegt:
-
Wr&sub1; + Wr&sub2; +... Wrn = 1; Wrk > = (k = 1 bis n).
-
Die Größe von Wk zeigt an, welche
Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung vorherrschend ist.
-
Als Nächstes werden in Schritt 3902 die von jeder Aktionsbefehl-
Eingabeeinrichtung eingegebenen Aktionsbefehldaten 113 in Kraft
umgewandelt. Während es nicht notwendig ist, diese umzuwandeln,
wenn der Modus zu dieser Zeit ein Kraftbefehlmodus ist, wird ein
Wert, der durch Eingabe eines Fehlers zwischen einem Befehl und
einer Antwort auf eine adäquate Transferfunktion erhalten wird,
wird als Spitzenantriebskraft-Befehlswert verwendet, wenn der
Befehlswert Position, Geschwindigkeit oder dergleichen ist. Diese Werte
sind Vektorengrößen, die einen Betrag und eine Richtung haben
und werden als f1 bis fn gesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wird in Schritt
3909 innerhalb der an die k-te (k = 1 bis n)
Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung gegebenen Kraftreflexion eine berechnet, die durch die
Betätigungskraft der anderen erzeugt wird. Wenn dies als Frefk
gesetzt wird, kann Frefk wie folgt beschrieben werden:
-
Frefk = W&sub1;f&sub1; + W&sub2;f&sub2; + ... + Wk-1fk-1 + Wk+1fk+1 + ... + Wnfn
-
Wenn Kraftrückführung implementiert wird, wird in Schritt 3904 die
an die k-te (k = 1 bis n) Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung gegebene
Kraftreflexion Fextk = Wrk·Fext. Hierbei steht Fext für die
Kraftsensordaten 105 und ist eine Vektorgröße.
-
Es ist normalerweise anzunehmen, daß es natürlich ist, bei dem
oben beschriebenen Ablauf Wk = Wrk (k = 1 ... n) zu setzen. Das
heißt, es handelt sich um ein Verfahren der Rückführung eines
hohen Anteils an Kraftreflexion an stärker vorherrschende
Eingabeeinrichtungen. Jedoch ist es nicht immer notwendig, daß
grundsätzlich Wk = Wrk ist und eine Anisotropie kann in bezug auf die
Richtung gegeben sein. Das heißt, Wk und Wrk können durch eine Matrix
beschrieben werden. In diesem Fall folgt:
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W&sub1; + W&sub2; + ... Wn = I; WktWk > = 0,
-
wobei der hochgestellte Buchstabe t eine Umformung der Matrix
und I eine Einheitsmatrix bezeichnen. Das gleiche gilt auch für Wrk.
Zuletzt werden Frefk und Fextk hinzugefügt und in Schritt 3905
ausgegeben. Der Wert wird mit den virtuellen Kraftreflexionsdaten 108
synthetisiert, d. h. kombiniert.
-
Der oben beschriebene Algorithmus erlaubt den von verschiedenen
Eingabeeinrichtungen Aktionsbefehle eingebenden Operateuren
Arbeiten durchzuführen, während sie die von anderen erzeugte Kraft
und die Kraftreflexion von dem Objekt spüren.
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Auf diese Weise wird es ermöglicht zu lehren, wie beispielsweise eine
Chirurgie "körperlich" gehandhabt wird und darüber hinaus ist es
möglich, chirurgische Techniken durch Kombination mit
chirurgischen Simulationen zu übertragen.
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Die Erfassungseinrichtung 104 für Arbeitsumgebungsdaten wird
nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben.
-
Die Erfassungseinrichtung 104 für Arbeitsumgebungsdaten umfaßt
optische Sensoren 402, eine Montageeinheit 403 für optische
Sensoren, eine passive Drehverbindung 404 zur Verbindung der beiden,
einen binären Aktuator 405 zur Einstellung des Parallaxenwinkels,
eine Beleuchtung 410 zur Beleuchtung des erkrankten Bereichs,
einen Kraftsensor und einen Vorverarbeitungsschaltkries 412 für das
Kraftsensorsignal, einen Näherungssensor und einen
Vorverarbeitungsschaltkreis 413 für den Näherungssensor, der an dem
Spitzenabschnitt des "Slave"-Manipulators angebracht ist. Sie umfaßt
außerdem eine Betriebssteuereinrichtung 401 zur Aufnahme eines
Bildsignals für das rechte Auge 406 und eines Bildsignals für das
linke Auge 407 zur Erzeugung und Ausgabe der Daten 107 des
optischen Sensors, zur Erzeugung und Ausgabe von Steuersignalen 408
und 409 des linearen Aktuators 405 und der Beleuchtung 410, zur
Aufnahme eines Kraftsensorsignals 414 und eines
Näherungssensorsignals 416 zur Steuerung der Sensoren durch ein Steuersignal
415 des Vorverarbeitungsschaltkreises des Kraftsensorsignals und
ein Steuersignal 417 des Vorverarbeitungsschaltkreises des
Näherungssensorsignals und zur Ausgabe der Kraftsensordaten 105 und
der Näherungssensordaten 106.
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Die optischen Sensoren 402 nehmen ein Bild des erkrankten
Bereichs auf und geben die Bildsignale für das rechte und das linke
Auge 406 und 407 aus. Die optischen Sensoren 402 sind mit der
Montageeinheit 403 über die passive Drehverbindung 404
verbunden.
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Die Bildsignale 406 und 407 werden digitalisiert und in der
Betriebssteuereinrichtung
401 in die optischen Sensordaten 107
verwandelt. Das Kraftsensorsignal 414 und das Näherungssensorsignal
416 werden dann in digitale Werte umgewandelt, um sich zu den
Kraftsensordaten 105 und den Näherungssensordaten 1076 zu
wandeln. Hierbei steuert die Betriebssteuereinrichtung 401 jedes
Teil durch einen Algorithmus, wie unten gezeigt.
-
Zunächst erfaßt die Arbeitsumgebungs-Erfassungseinrichtung 104
in Schritt 3201 eine Größe einer Bewegung eines
Grobbewegungsteils 503 (siehe Fig. 5, die später beschrieben wird) der
Betätigungseinrichtung 102 zur Manipulation von erkranktem Gewebe in der
Tiefenrichtung des erkrankten Bereichs, und sendet das
Steuersignal 408 an den linearen Aktuator 405, so daß der Parallaxenwinkel
des rechten und des linken optischen Sensors in Schritt 3202 gleich
einem Wert an der Referenzposition wird. Dann wird der
Parallaxenwinkel konstant gehalten, während der linear Aktuator 405 aus-
bzw. zusammengefahren wird, und der rechte und der linke optische
Sensor rotieren unter Zentrierung an der passiven
Rotationsverbindung 404 fein und gleichmäßig.
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Die Arbeitsumgebungs-Erfassungseinrichtung 104 steuert auch die
Helligkeit der Beleuchtung 410 durch Erfassung eines Abstands
zwischen dem optischen Sensor und dem erkrankten Bereich in
Schritt 3301 in Fig. 33, um in Schritt 3302 zu ermitteln:
-
A = (Abstand zu dem erkrankten Bereich)/(Standardabstand).
-
Dann ermittelt sie in Schritt 3303:
-
B = (gegenwärtige Vergrößerung)/(Standardvergrößerung).
-
Zuletzt stellt sie in Schritt 3304 die Lichtmenge auf einen Wert
proportional zu a2 · b2 ein. Der in den Fig. 32 und 33 oben
beschriebene Prozeß gestattet es, den Parallaxenwinkel und die Helligkeit
des erkrankten Bereichs adaptiv einzustellen, entsprechend dem
Abstand zwischen dem erkrankten Bereich und dem optischen
Sensor und der Vergrößerung, wenn sie sich verändern.
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Der Kraftsensor und der entsprechende Vorverarbeitungsschaltkreis
412 und der Näherungssensor und der entsprechende
Vorverarbeitungsschaltkreis 413 sind im Bereich der Spitze 411 des "Slave"-
Manipulators montiert. Näherungssensoren und die Sensoren für
die geringe Kraft und die entsprechenden
Signalverarbeitungsschaltkreise können durch Mikro-Materialbearbeitungstechnologie
hergestellt werden. Während der Kraftsensor das Kraftsensorsignal
414 und der Näherungssensor das Näherungssensorsignal 416
ausgeben, sendet die Betriebssteuereinrichtung 401 die Steuersignale
415 und 417 an jeden Verarbeitungsschaltkreis entsprechend einem
Signallevel zur Änderung des Verstärkungsfaktors zu diesem
Zeitpunkt. Ein digitales Signal von mehren Bits, das eine höhere
Spannung im Vergleich zu einem Rauschlevel aufweist, von dem
angenommen wird, daß es auftreten wird, wird für das Steuersignal
verwendet, und es wird ein Steuerprozeß durchgeführt, wie er in Fig.
31 gezeigt wird.
-
Ein Verstärkeroutput innerhalb des obenerwähnten
Verarbeitungsschaltkreises wird abgetastet und in Schritt 3101 bei 0-ter Ordnung
gehalten und in Schritt 3102 von analog nach digital umgewandelt.
-
Dann wird in Schritt 3103
-
c = (Standardwert des Sensorsignals)/(Wert des Sensorsignals)
-
ermittelt.
-
Als Nächstes weist die Betriebssteuereinrichtung 401 den
Vorverarbeitungsschaltkreis in Schritt 3104 an den Vergrößerungsfaktor mit
c zu multiplizieren. Die Verarbeitungszeit zwischen den Schritten
3101 und 3103 ist sehr kurz, und es wird angenommen, daß der
Wert des Signals sich während dieser Zeit nicht verändert.
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Der obenerwähnte Verstärkeroutput wird in Schritt 3105 wieder
abgetastet und bei 0-ter Ordnung gehalten und in Schritt 3106 von
analog nach digital umgewandelt. Dann wird der digitalisierte Wert
in Schritt 3107 durch eine reale Zahl ausgedrückt und durch c
dividiert. Das heißt, wenn die Signalhöhe gering ist, wird der
Verstärkungsfaktor des Vorverarbeitungsschaltkreises erhöht, um zu
verhindern, daß das Signal durch das Rauschen überdeckt wird,
welches eingemischt wird, bis es in die Betriebssteuereinrichtung 401
eingegeben wird, und wenn die Signalhöhe groß ist, wird der
Verstärkungsfaktor zur Verhinderung der Sättigung des Signals
verringert. Auf diese Weise wird es möglich, den Einfluß des Rauschens
von der Umgebung und dem Aktuator zu verringern und den Effekt
der Quantisierung aufgrund des digitalen Samplings zu verringern.
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Die Betätigungseinrichtung zur Manipulation von erkranktem
Gewebe wird nun erläutert.
-
Wie in Fig. 5 gezeigt, umfaßt sie eine
Manipulationsbefehl-Interpretations- und Steuereinrichtung 502, das Teil 503 für grobe
Bewegung, das Teil 504 für feine Bewegung und das Teil 508 für sehr
feine Bewegung als Ganzes.
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Jedes Teil wird unter ausschließlicher Verwendung eines Materials
hergestellt, das im Vergleich zu sonstigem häufig verwendetem
Aufbaumaterial keine Kräfte von dem magnetischen Feld empfängt, wie
Polymermaterialien, z. B. Plastik.
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Hierdurch kann das erkrankte Gewebe manipuliert werden, ohne
dabei von dem magnetischen Feld beeinflußt zu werden, selbst wenn
MRI eines der Strukturelemente der später beschriebenen in vivo-
Daten-Meßeinrichtung 117 verwendet wird. Oder, umgekehrt, da die
durch die MRI erzeugten in vivo-Daten während der Operation, d. h.,
während das erkrankte Gewebe manipuliert wird, erzeugt werden,
wird es möglich, jegliche Verformung in dem den erkrankten Bereich
umgebenden Gewebe in Realzeit zu verfolgen und Operationen
durchzuführen, während Funktionen zusätzlich zu der Form
gemessen werden, beispielsweise insbesondere bei der Kraniotomie.
-
Das Teil 508 für die sehr feine Bewegung weist eine Mehrzahl von
Manipulatoren auf und verschiedene Behandlungseffektoren können
an seiner Spitze befestigt werden.
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Es wird im voraus durch das Signal von der Manipulationsbefehl-
Erzeugungseinrichtung 103 festgelegt, welcher Manipulator bei
gewissen Umständen aktiviert werden sollte. Der Manipulationsbefehl
111 umfaßt einen Befehl, dessen Abstraktionsgrad hoch ist, wie z. B.
"greifen", einen Steuermodus und einen Zug von
Zeitserien-Bewegungsbefehldaten der Spitze eines Manipulators.
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Bei Empfang des Datenzugs interpretiert die Interpretations- und
Steuereinrichtung 502 für Manipulationsbefehle diese und erzeugt
Bewegungsbefehle eines jeden Gelenks des Teils 505 zur
Feinbewegung und des Manipulators (eine Mehrzahl an Manipulatoren, falls
notwendig) des Teils 508 für die Feinstbewegung und macht eine
Servolevel Primitivsteuerung zu gleicher Zeit aus dem Greifbefehl,
dem Steuermodus und dem Bewegungsbefehlswertes eines
Manipulators.
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Die Steuereingabe 506 für jedes Gelenk des Teils 505 für die
Feinstbewegung und die Steuereingabe 509 für jedes Gelenk des
Teils 508 für die Feinbewegung und die Endeffektoren werden unter
Verwendung des obenerwähnten Manipulationsbefehls, der
Verschiebungssensordaten an jedem Teil 504, 507 und 510 und der
Kraftsensordaten 105 bestimmt.
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Fig. 34 zeigt einen Arbeitsablauf der Manipulationsbefehl-
Interpretations- und Steuereinrichtung 502.
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Zuerst liest sie den Steuermodus und den Aktionsmodus aus Daten,
die von der Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung in den
Schritten 3401 und 3402 in der in Fig. 28 gezeigten Sequenz
übertragen werden, und interpretiert in Schritt 3403 den Zug von
Position und Orientierungsdaten auf der Basis des Steuermodus.
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Der Steuermodus spezifiziert ein Steuerschema, wie z. B. Positionssteuerung/Geschwindigkeitssteuerung/Impedanzsteuerung,
eine
angewiesene Anzahl an Freiheitsgraden und die Existenz von
Anisotropie in bezug auf den Freiheitsgrad.
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Unter der Annahme, daß die obenerwähnten Befehle und
Spezifizierungen Spitzenpositions- und Orientierungsbefehlwerte eines
einzelnen spezifischen Manipulators sind, wandelt sie diese in
Befehlswerte für jeden Gelenkwinkel der Teile 505 und 508 um. Dabei wird
eine Größe einer Verschiebung eines direkt wirkenden Gelenks auch
als Winkel mit einbezogen.
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Als Nächstes führt die Steuereinrichtung 502 in Schritt 3405 eine
Gelenk-Servosteuerung des spezifischen Manipulators auf der Basis
des Befehlswerts aus. Der Prozeß verzweigt sich hier in Schritt 3402
gemäß dem Aktionsmodus, und wenn der Modus BEWEGE ist, ist
der Prozeß beendet.
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Wenn der Aktionsmodus GREIFE ist, wird in Schritt 3407 ein
virtuelles Anziehungskraftpotential, das zwischen den Spitzen des
spezifischen Manipulators (der Manipulator, der durch den Zug von
Positions- und Orientierungsdaten manipuliert wird) und dem
anderen Manipulator wirkt, gesetzt und ein abgeglichener Punkt des
Potentials (ein Punkt, an dem die Anziehungskraft Null wird) wird in
Schritt 3408 innerhalb eines von der Spitze eines jeden
Manipulators erzeugten Raums gesetzt.
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Der andere Manipulator zerlegt die virtuell auf die Spitze wirkende
Kraft zu einem Drehmoment eines jeden Gelenks zur Steuerung der
Drehkraft in Schritt 3409.
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Wenn der Aktionsmodus FREIGABE ist, ist die Aktion nahezu die
gleiche wie bei GREIFE, mit der Ausnahme, daß der abgeglichene
Punkt des Potentials in Schritt 3410 außerhalb des obenerwähnten
Raums gesetzt wird.
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Obgleich in den vorstehenden Ausführungen nur drei Aktionsmodi
beispielhaft beschrieben wurden, ist es in der Realität notwendig,
einige zusätzliche Typen von grundsätzlichen Aktionsmodi
bereitzustellen. Dann wird ein Modus, bei dem ein "Master"-Manipulator
und ein "Slave"-Manipulator sich in einem 1 : 1-Verhältnis in bezug
auf die Steuerung von Position/Kraft entsprechen, was
herkömmlicherweise praktiziert wird, und ein Modus, bei dem eine Mehrzahl
von "Master"-Manipulatoren einem "Slave"-Manipulator entsprechen,
bereitgestellt und entsprechend der Umstände geschaltet.
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Das Teil zur Grobbewegung wird nun unter Bezugnahme auf die Fig.
6 erläutert. Das Teil 503 für die Grobbewegung umfaßt einen Sockel
601, eine erste Verbindung 602, ein erstes Gelenk 603, eine zweite
Verbindung 604, ein zweites Gelenk 605, eine dritte Verbindung 606
und ein drittes Gelenk 607 und ein 608 ist an dem dritten Gelenk
607 angeordnet.
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Der Sockel 601 ist mit der ersten Verbindung 602 mit einer linearen
Bewegungsschiene und einem Mechanismus der ersten Verbindung
gekoppelt und kann dementsprechend horizontal entlang der
Querrichtung des Sockels 601 bewegt werden. Ein Freiheitsgrad dieses
Teils wird manuell gesetzt, und eine mechanische Verriegelung ist
vorgesehen, so daß es in jeder Lage gesichert werden kann.
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Durch Konstruktion des Mechanismus der ersten Verbindung und
dementsprechend, daß es manuell bewegt werden kann, wird es
möglich, schnell auf einen Notfall zu reagieren, wie z. B.
Leistungsausfall, so daß die Sicherheit erhöht wird.
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Obgleich die Form des ersten Gelenks 602 halbkreisförmig ist, ist es
nicht immer notwendig, daß sie halbkreisförmig ausgebildet ist,
solange es nicht zur Beeinträchtigung mit dem Mechanismus der
zweiten Verbindung und nachfolgend kommt.
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Die zweite Verbindung 604 ist mit der ersten Verbindung 602 über
ein erstes Gelenk 603 gekoppelt und rotiert axial um die Mittellinie
des ersten Gelenks 603 auf beiden Seiten. Das erste Gelenk ist
ebenso aufgebaut, daß es manuell gedreht und verriegelt werden
kann, aus dem gleichen Grund wie im Falle der manuellen
Linearbewegungsschiene. Die Form des zweiten Gelenks 604 ist
halbkreisförmig.
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Das dritte Gelenk 606 ist mit dem zweiten Gelenk 604 über die
zweite Verbindung 605 gekoppelt und rotiert axial um die Mittellinie
des zweiten Gelenks 605. Das dritte Gelenk 606 ist auch so
konstruiert, daß es zur Erhöhung der Sicherheit manuell gedreht und
mechanisch verriegelt werden kann. Die Form des dritten Gelenks 606
ist auch halbkreisförmig.
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Das Teil 608 zur Feinbewegung ist mit der dritten Verbindung 606
über das dritte Gelenk 607 gekoppelt. Das dritte Gelenk 607 bewegt
sich direkt in der Normalenrichtung des dritten Gelenks 606.
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Die Verschiebungssensordaten 504 eines jeden Gelenks werden an
die Manipulationsbefehl-Interpretations- und Steuereinrichtung 502
gesendet, die unter Bezugnahme auf die Fig. 5 beschrieben wurde.
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Durch die oben beschriebene Konstruktion kann dieses Teilsystem
zur Grobbewegung den Mechanismus und die Struktur des
Freiheitsgrades von einem Freiheitsgrad der parallelen Bewegung und
drei Freiheitsgraden des sphärischen Koordinatensystems haben,
das an die Form eines Schädelknochens eines liegenden Patienten
angepaßt ist, und das eine Grobpositionierung des Patienten zu
Beginn der Operation und ein schnelles und rasch vonstatten
gehendes Entfernen, beispielsweise im Falle eines Notfalls, ermöglicht.
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Der Aufbau des Teils 505 wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 7
erläutert.
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Das Teil 505 zur Feinbewegung umfaßt eine Sockelverbindung 704,
ein erstes Gelenk 705, ein zweites Gelenk 706, eine zweite
Verbindung 707, eine dritte Verbindung 708, ein drittes Gelenk 709 und
eine Basis 712 des Teils 505 zur Feinbewegung.
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Das erste bis dritte Gelenk sind alle Drehgelenke und sind derart
aufgebaut, daß nur eine Orientierung des ganzen
Feinstbewegungsteils geändert wird.
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Es wurde darauf hingewiesen, daß im Falle von Feinarbeiten die
Veränderung der Orientierung abhängig von der Skalierung ist. Das
heißt, solange ein in bezug auf die Entfernung kleiner Wert zum
Arbeitsobjekt
wird, ist die Feinarbeit in bezug auf die Änderung der
Orientierung die gleiche wie mit der normalen Arbeit.
Dementsprechend können der Freiheitsgrad der Position und der Orientierung
getrennt werden und das gleiche Antriebsverfahren, und der gleiche
Meßmechanismus wie im Falle der normalen Skalierung können in
bezug auf die Orientierung verwendet werden.
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Die Änderung der Orientierung des Teils 508 zur Feinstbewegung ist
mit dem optischen Sensor 402 verbunden. Auf diese Weise wird ein
Fokuspunkt des optischen Sensors 402 immer ungefähr in der Nähe
des Arbeitsraums des Manipulators des Teils 508 zur
Feinstbewegung positioniert. Obgleich das Teil zur Feinbewegung 505 in Fig. 7
eine kardanische Form aufweist, kann ein Mechanismus wie z. B.
eine Stewart-Plattform verwendet werden.
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Das Teil 508 zur Feinstbewegung wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Fig. 8 beschrieben.
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Das Teil 508 zur Feinstbewegung umfaßt Säulen 801, eine
Ringschiene 802, ein erstes Gelenk 803, eine erste Verbindung 804, ein
zweites Gelenk 805, eine zweite Verbindung (die Spitze eines "Slave"-
Manipulators) 411 und ein Peltier-Effektelement 809.
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Das erste Gelenk 803 bewegt sich in zwei Freiheitsgraden der
Linearbewegung in Richtung der Mittellinie der Ringschiene 802 und
durch Rotation um die Mittellinie. Das zweite Gelenk 805 ist
zylindrisch und rotiert um seine Mittellinie.
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Der oben beschriebene Aufbau gestattet es, den ganzen Manipulator
kompakt zu gestalten. Während das Teil 508 zur Feinstbewegung
derart aufgebaut ist, daß es drei Freiheitsgrade hat, ist es möglich,
den Freiheitsgrad durch Austausch der Strukturen der ersten
Verbindung 804 und der zweiten Verbindung 411 zu erhöhen, um auf
diese Weise die gleiche Struktur wie mit dem ersten Gelenk 803
auszubilden. Bei diesem Ausführungsbeispiel werden durch
Hinzufügen der Freiheitsgrade des Teils 508 zur Feinstbewegung zu den
drei Freiheitsgraden der Rotation des Teils zur Feinbewegung mehr
als sechs Freiheitsgrade realisiert.
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Das Peltier-Effektelement 809, das an der Spitze des Manipulators
angebracht ist, ist ein Element zur Realisierung einer
thermoelektrischen Kühlung durch den Peltier-Effekt, das durch
Mikro-Bearbeitungstechnologie realisiert werden kann.
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Wenn der Manipulator selbst mit einer mechanischen Kraft
bereitgestellt wird, die organische Gewebe wie z. B. Hirngewebe, Nerven
und Blutgefäße zerstören kann, wird es sehr gefährlich, wenn ein
Unfall verursacht wird, wie z. B. einen Ausreißer. Dann ist es
notwendig, das Schneiden und Ablösen von erkranktem Gewebe, das in
der Vergangenheit mit mechanischer Kraft vorgenommen wurde,
durch die Manipulation, die eine Degeneration des Gewebes durch
Steuerung eines Energieflusses in der Feinchirurgie erzeugt, zu
ersetzen.
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Außerdem ergibt die Verringerung der erforderlichen mechanischen
Kräfte Vorteile in bezug auf das Design des Manipulators, und der
den Manipulator antreibende Aktuator kann weiter miniaturisiert
werden oder erforderliche Spezifikationen des Manipulators und des
Aktuators können vereinfacht werden, und dies ist sehr vorteilhaft.
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Bislang wurde ein Höchsttemperaturverfahren (durch Einrichtungen
wie der eines Lasermessers oder anderer als
Gewebedegenerationsverfahren unter Anwendung von Energiesteuerung verwendet, das
die umgebenden Bereiche erheblich durch seine Strahlung
beeinflußt, was zu einigen Sorgen bezüglich der Anwendung bei der
feinchirurgischen Operation führte. Im Gegensatz hierzu verursacht die
Degeneration und die Zerstörung von Gewebe durch
Gefriereinrichtungen lediglich, daß der manipulierte Bereich zuverlässig
degeneriert, da nahezu keine Hitze übertragen wird, solange kein Kontakt
vorliegt.
-
Außerdem ist es nicht notwendig, über das Problem der Strahlung
nachzudenken (obgleich die Temperaturdifferenz in diesem Fall
entgegengesetzt ist), da dieses Verfahren - verglichen mit dem Laser -
keine große Temperaturdifferenz im Vergleich zur Umgebung
aufweist.
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Das Teil zur Feinstbewegung, das weniger invasiv ist und weniger
Einfluß in der Umgebung verursacht, kann, wie oben beschrieben,
realisiert werden.
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Es wird darauf hingewiesen, daß, obgleich es in bezug auf viele
Punkte vorteilhaft ist, eine Degeneration und Spallation des
Gewebes durch das Peltier-Effektelement zu verursachen, es nicht
realistisch ist, alle chirurgischen Behandlungen durch Cryo-Spallation
durchzuführen. Außerdem ist der Behandlungseffekt nicht
beschränkt auf das Peltier-Effektelement, zudem können Werkzeuge,
wie sie bislang bekannt sind, mit diesem in Kombination verwendet
werden. Das heißt, der Manipulator kann mit einem Lasermesser,
einem Ultraschallmesser oder einem elektrischen Messer
ausgestattet sein oder eine kleine Klemme, ein Messer oder ein Clip können
an ihm befestigt sein.
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Außerdem sind eine Mehrzahl an Manipulatoren vorhanden, so daß
es möglich ist, diese mit verschiedenen Behandlungseffektoren
auszustatten.
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Fig. 9 zeigt das aus Fig. 8 entnommene erste Gelenk 803. Das erste
Gelenk 803 umfaßt einen inneren Stator 901, d. h. ein kleines Teil
der Ringschiene 802, eine
Multi-Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902, einen äußeren Stator 903, an den das erste Gelenk 804
fesgekoppelt ist, einen Antriebsschaltkreis 904 zur Steuerung einer
Elektrodenspannung des äußeren Stators 903, Antriebsschaltkreise
905 und 907 zur Steuerung der Elektrodenspannungen der äußeren
Oberfläche und der inneren Oberfläche der
Multi-Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902, einen Antriebsschaltkreis 906 zur
Steuerung einer Elektrodenspannung des inneren Stators 901 und ein
Hauptsteuergerät 908. Die Materialien der Bewegungseinrichtung
und des Stators sind Polyimide und Adhäsive. Eine leitfähige
Polymerzusammensetzung, die hauptsächlich aus Kohlenstoffmolekülen
besteht, wird als Elektrode verwendet.
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Die ringförmigen Elektroden sind auf der äußeren Fläche des
inneren Stators 901 vertikal zu der Achse des Zylinders angeordnet. Die
Elektroden sind auch auf der inneren Fläche der
Multi-Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 parallel zu dem inneren Stator 901
angeordnet und eine große Anzahl von linearen Elektroden sind
vertikal zu dem inneren Stator 901 auf der äußeren Fläche angeordnet.
Obgleich nicht gezeigt, sind Flansche an beiden Seiten der Multi-
Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 zur Begrenzung des
Freiheitsgrads des äußeren Stators 903 ausschließlich auf eine Drehung
um die Mittellinie des Zylinders angebracht. Eine große Anzahl
linearer Elektroden sind auf der inneren Fläche des äußeren Stators
903 parallel mit den Elektroden auf der äußeren Fläche der Multi-
Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 angeordnet.
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Fig. 10 ist eine Schnittansicht eines in Fig. 9 gezeigten ersten
Gelenks, geschnitten entlang einer Ebene, die die Mittelachse und eine
zu dieser orthogonalen Fläche umfaßt. Fig. 11 ist eine vergrößerte
Ansicht des Abschnitts im Bereich A der Fig. 10 und Fig. 12 ist eine
vergrößerte Ansicht des Abschnitts im Bereich B.
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In Fig. 11 ist der äußere Stator 903 mit einer inneren Abdeckung
1110 und einer äußeren Deckschicht 1113 auf beiden Seiten
abgedeckt und ein Adhäsiv 1112 ist zwischen die beiden Schichten
eingebracht. Elektroden 1111 aus einer kohlenstoffhaltigen
Polymerzusammensetzung sind mit gleichem Zwischenabstand angeordnet, so
daß es eine Schnittlinie des Zylinders und der die Mittelachse des
Zylinders einschließenden Ebene ergibt. Dieser Abschnitt entspricht
einer strichpunktierten Linie, wie in Fig. 12 gezeigt wird.
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Der Aufbau des äußeren Bereichs der
Multi-Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 ist der gleiche wie der des äußeren Stators
903 und der Aufbau des inneren Bereichs des Stators 903 ist der
gleiche wie der des inneren Stators 901. Isolierende Fluide 1108 und
1109 sind zwischen den inneren Stator 901 und die
Multi-Vreiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 gefüllt sowie zwischen die Multi-
Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 und den äußeren Stator
903.
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Fig. 12 ist eine vergrößere Schnittansicht des Bereichs B in Fig. 10
und die gleichen Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen
bezeichnet. In dieser Schnittdarstellung ist die Richtung der Elektroden
entgegengesetzt zu der in Fig. 11, da die Richtung des Abschnitts
orthogonal zu der in Fig. 11 ist.
-
Als Nächstes wird das grundsätzliche Arbeitsprinzip des ersten
Gelenks 803 unter Bezugnahme auf die Fig. 13 erläutert. Die Fig. 13
ist eine Schnittdarstellung, die eine Kombination des äußeren
Stators 903 und des Umfangsbereichs der Multi-Freiheitsgrad-
Bewegungseinrichtung 902 zeigt. Drei Wechselphasenspannungen
werden der Elektrode 1111 des äußeren Stators 903 und einer
Umfangselektrode 1303 der Multi-Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung
902, in einem Satz von drei Elektroden, über die Drähte 1301 und
1304 zugeführt. Wenn die den Elektroden 1111 und 1303
zugeführten Spannungen gegenphasig sind, oder wenn ihre Frequenz
unterschiedlich ist, wird eine Antriebskraft zwischen der
Bewegungseinrichtung und dem Stator erzeugt, die die Bewegungseinrichtung 902
in Richtung der Achse des Zylinders verschiebt. Das Gleiche trifft
auch auf den inneren Bereich der
Multi-Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 und den inneren Stator 901 zu.
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Da außerdem der Satz an Elektroden an dem inneren Bereich
orthogonal zu dem Satz der Elektroden des äußeren Bereichs ist,
erzeugt
der Satz der inneren Elektroden mikroskopisch eine
Antriebskraft in der Tangentialrichtung eines Kreisschnittes senkrecht zur
Achse des Zylinders. Die Integration dieser Antriebskraft in
Umfangsrichtung verwandelt diese in eine Drehkraft um die Achse, und
die Multi-Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 rotiert.
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Außerdem sind die oben beschriebenen Bewegungen in den beiden
Richtungen orthogonal zueinander und eine Bewegung, die durch
eine Kombination erzeugt wird, wird nicht das Positionsverhältnis
zwischen den Elektroden einer anderen Kombination verändern.
Dementsprechend kann sich das erste Gelenk in axialer Richtung
des Zylinders verschieben und zu gleicher Zeit um die Achse
rotieren.
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Auf eine Erläuterung des zweiten Gelenks 808 wird hier verzichtet,
da sein Aufbau der gleiche ist in Kombination mit der
Multi-Freiheitsgrad-Bewegungseinrichtung 902 und dem äußeren Stator 903
der Fig. 9.
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Die Meßeinrichtung für in vivo-Daten wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Fig. 40 erläutert. Die in
vivo-Daten-Meßeinrichtung 117 umfaßt eine Meßsignalübertragungseinheit 4001 und eine
Meßsignalempfangseinheit 4002.
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Die Meßsignalempfangseinheit 4001 ist mit einer Röntgenröhre,
einem Supraleitermagneten und magnetischen Spulen, einem
Ultraschallwandler und dergleichen ausgestattet, um in der Lage zu sein,
Meßsignale in verschiedenen Modalitäten, wie z. B. Röntgen,
magnetisches Feld und Ultraschall, zu übertragen.
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Die Meßsignalempfangseinheit 4002 ist mit Empfangszubehör
ausgestattet, das jeder Modalität entspricht, zum Empfang eines
Eingabesignals, das durch den Körper des Patienten hindurchgeht oder
von diesem reflektiert wird und als Outputsignal 120 austritt.
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Von der Röntgenröhre ausgestrahlte Röntgenstrahlung, die durch
den Körper hindurchgegangen ist, wird durch Röntgensensoren mit
zweidimensionaler Array-Anordnung empfangen. Signale, die ein
dreidimensionales CT-Bild erzeugen, können in sehr kurzer Zeit
durch Drehung dieser Sende- und Empfangseinheiten um den
Patienten erhalten werden. Dieses System wird als Kegel-Strahl-CT
bezeichnet.
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Ein durch die magnetische Spule erzeugtes wechselndes Magnetfeld
wird durch einen Hochfrequenzmeßfühler empfangen. Er verwendet
das gleiche Prinzip wie ein als MRI bezeichnetes Meßinstrument.
Eine Sendeeinheit und eine Empfangseinheit eines
Ultraschallwandlers ist in Form eines zweidimensionalen Arrays angeordnet.
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Hierdurch werden durch Röntgen-CT Signale erzeugt, die die Daten
der Form der Umgebung des Patienten einschließlich der Knochen
erzeugen, und die MRI erzeugt Signale, die Daten der Form,
visualisierte Daten des Unterschiedes zwischen Gewebe, die für das bloße
Auge nicht unterscheidbar sind, und visualisierte Daten der
Gehirnfunktion. Der Ultraschall erzeugt Signale, die Daten der Form und
Daten erzeugen, die lokale abnormale Blutströme und Dyskinesie
anzeigen.
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Die Messung durch Einrichtung der oben beschriebenen
Multiplexmodalitäten wird in einem sehr kurzen Zeitraum durchgeführt,
unabhängig ob vor oder während der Operation, und die erhaltenen
Signaldaten werden digitalisiert und in der Signalempfangseinheit
4002 vorverarbeitet. Die digitalisierten Meßdaten 121 werden an die
Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung 118 gesendet.
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Als Nächstes wird die Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung 118
unter Bezugnahme auf die Fig. 41 beschrieben. Die Meßdaten-
Verarbeitungseinrichtung 118 umfaßt eine
Bildverarbeitungarbeitseinheit 4101, einen Hauptspeicher 4102, einen sekundären
Datenspeicher 4103 und einen Adressen- und einen Datenbus 1104.
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Vorzugsweise wird die Bildverarbeitungs- und Betriebseinheit 4101
wie ein massiver Parallelcomputer aufgebaut. Der Hauptspeicher
4102 ist ein normaler Speicher und der sekundäre Datenspeicher
4103 ist ein Massenspeicher, wie z. B. ein optisches, magnetisches,
scheibenförmiges Speichermedium. Diese Geräte 4101 bis 4103 sind
durch den Adressen- und Datenbus 4101 eng verbunden, um eine
Superhochgeschwindigkeitsbildverarbeitung und -betrieb zu
ermöglichen.
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Die Meßdaten 121 sind in dem Hauptspeicher 4102 gespeichert und
laufen durch die Bildverarbeitungs- und Betriebseinheit 4101. Sie
werden verarbeitet und als dreidimensionale Bilddaten durch die
Bildverarbeitungs- und Betriebseinheit 4101 rekonstruiert. Die
rekonstruierten Daten 122 werden an die Realitätssteuerdaten-
Erzeugungseinrichtung 101 gesendet, um mit anderen Bildern
synthetisiert, d. h. kombiniert zu werden.
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Durch den oben beschriebenen Aufbau werden die in vivo-Daten in
dreidimensionaler Form rekonstruiert und visualisiert, unabhängig
ob vor oder während der Operation, und werden dem chirurgischen
Operateur präsentiert und in kurzen Zeitabständen wird ein Update
durchgeführt. Die rekonstruierten dreidimensionalen Bilddaten
werden zu diesem Zeitpunkt in dem sekundären Datenspeicher 4103
gespeichert. Diese Daten werden neben der Verwendung während
der chirurgischen Operation zur Durchführung von Simulationen
und Training verwendet. Die oben beschriebene Erläuterung ist
nicht nur auf die Erläuterung des detaillierten Aufbaus des
Ausführungsbeispiels der Fig. 1 und auf die Unterstützung der
chirurgischen Operation anwendbar, sondern auch auf das Training durch
Simulation der Chirurgie und der Erläuterung der chirurgischen
Operation für den Patienten (informiertes Einverständnis).
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Die Trainingsfunktion durch Simulation wird nachfolgend erläutert.
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Zunächst wird ein virtueller erkrankter Bereich durch die
Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung 101 erzeugt. Bilddaten von
tatsächlichen erkrankten Bereichen, die durch Rekonstruktion in 3D
aus den gemessenen Daten erzeugt wurden und in dem sekundären
Datenspeicher 214 der Fig. 2 oder dem zweiten Speicher 4103 der
Fig. 41 gespeichert sind, werden dabei verwendet, oder virtuelle
Bilddaten eines erkrankten Bereichs werden durch ein Modell
erzeugt. Diese werden dann dargestellt und virtuelle
Kraftreflexionsdaten 108 werden erzeugt und an die
Manipulationsbefehl-Erzeugungseinrichtung 103 gesendet. Da zu diesem Zeitpunkt keine
Kraftreflexion aus der tatsächlichen Welt vorliegt, ist die virtuelle
Kraftreflexion gleich der synthetisierten Kraftreflexion.
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Die virtuelle Kraftreflexion wird anhand eines in dem sekundären
Datenspeicher 214 in dem Arbeitsumgebungs-Datenprozessor 201
gespeicherten dynamischen Modells berechnet. Das Ergebnis der
Berechnung wird an die Aktionsbefehl-Eingabeeinrichtung eines
jeden chirurgischen Operateurs gesendet zum Übertragen der
virtuellen Kraftreflexion.
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Die chirurgischen Operateure betätigen die "Slave"-Manipulatoren in
der realen Welt innerhalb der virtuellen Umgebung. Der Manipulator
bewegt sich der Intension des chirurgischen Operateurs folgend und
erfaßt sämtliche Sensordaten. Aus der Gruppe dieser wird nur der
optische Sensor an die Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung
101 zur Kombination mit den Bilddaten des virtuellen erkrankten
Bereichs gesendet.
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Zu diesem Zeitpunkt kann die Simulation durch eine Person
durchgeführt werden, oder das "körperliche" Training kann unter
Verwendung der oben beschriebenen "Multi-to-one Master/Slave"-Funktion
durchgeführt werden. Der sekundäre Datenspeicher 214 innerhalb
des Arbeitsumgebungs-Datenprozessors nimmt auch alle
Zeitdatenserien dieser Simulation der Chirurgie auf. Dementsprechend
kann das aufgenommene Ergebnis bei einer anderen Gelegenheit zu
Evaluierung von Aktionen und Entscheidungen wiedergegeben
werden.
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Als Nächstes wird der Fall beschrieben, bei dem die chirurgische
Operation dem Patienten erläutert wird. Da die oben beschriebenen
Simulationsergebnisse aufgenommen wurden, können die
entsprechenden Inhalte der Operation durch Wiedergabe der Ergebnisse
erläutert werden. Auf diese Weise kann der Patient sein Verständnis
der Operation vertiefen und sein Vertrauen zu dem chirurgischen
Operateur und der Operation selbst erhöhen.
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Der Fall, bei dem die Erläuterung unter Verwendung tatsächlicher,
nicht virtueller Aufnahmedaten der Operation durchgeführt wird,
wird wie folgt vorgenommen. Die Daten in dem sekundären
Datenspeicher innerhalb des Arbeitsumgebungs-Datenprozessors und die
Daten in dem sekundären Datenspeicher 4103 der
Meßdaten-Verarbeitungseinrichtung 118 enthalten Daten zur Synchronisation. Diese
Daten sind kombiniert und auf dem Display 203 der
Realitätssteuerdaten-Erzeugungseinrichtung 101 anhand dieser Daten
wiedergegeben. Es ist möglich, nur das tatsächliche Bild wiederzugeben oder
lediglich die als 3D-Bild rekonstruierten Meßdaten wiederzugeben.
Der chirurgische Operateur kann dem ähnliche Symptome
aufweisenden Patienten durch Wiedergabe des Bildes die Operation
erläutern.
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Auf diese Weise kann der Patient sein Verständnis der Operation
vertiefen und sein Vertrauen in den chirurgischen Operateur und
die chirurgische Operation selbst ähnlich wie in dem oben
beschriebenen Fall erhöhen.