DE69613700T2 - Stossdämpfungseinrichtung für die Beladestelle eines Bandförderers - Google Patents
Stossdämpfungseinrichtung für die Beladestelle eines BandförderersInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Stossdämpfungseinrichtung für einen Bandförderer.
- Die mit Hilfe eines Bandförderers transportierten Schüttgüter werden auf dem eine Mulde bildenden Band an einer "Beladestelle" genannten Stelle, die ortsfest oder ortsveränderlich sein kann, aufgegeben.
- Die auf diese Stelle fallende Schüttgüter verursachen manchmal Schläge oder Stösse, die zu Beschädigungen des durch herkömmliche Einrichtungen getragenen Bandes führen, die unterschiedlich beschaffen sein können. Dabei handelt es sich um:
- - Stahlrollen;
- - Dämpfungsrollen (mit Gummi überzogene Stahlrollen);
- - Aufprall-Stangen (mit einem Gleitmaterial beschichtete Stangen aus Elastomer), die in bezug auf das Band in Längsrichtung angeordnet sind;
- - Auflageflächen aus Gleit = Kunststoff, abgestützt durch Gummi- Dämpf er.
- [0004] Die Erfindung besteht in der Verwendung einer Gruppe von mit Gleiteinsätzen ausgestatteten elastischen Gurten, um das Förderband in Querrichtung im rechten Winkel zu den von den an der "Beladestelle" aufgeschütteten Güter hervorgerufenen Stössen zu tragen.
- [0005] Die Dämpfungseinrichtung besteht aus mehreren, mehr oder weniger voneinander beabstandeten Gurten, die ggf. auch eine ununterbrochene Stützmatte für das Förderband bilden können.
- [0006] Aufgrund ihrer Biegsamkeit können mit den Gurten Mulden gebildet werden, die den unterschiedlichen, an die verschiedenen Fördereinrichtungen angepaßten Querschnitten entsprechen.
- [0007] Breite, Dicke und Festigkeit werden so festgelegt, dass sich ein Gurt ergibt, bei dem sich die Aufschlagkräfte der transportierten Fördergüter durch eine Dehnung des Elastomers äußern.
- [0008] Das Gleiten des Bandes wird durch Einsätze aus einem Gleitmaterial sichergestellt, deren Anzahl, Oberfläche und Anordnung in Abhängigkeit des zu lösenden Problems variieren können.
- [0009] Die Gleiteinsätze sind mit Hilfe all jener Mittel in die Gurte integriert, die es dem Elastomer erlauben, sich zu dehnen, um seine Dämpfungsrolle zu spielen.
- [0010] Durch in den Einsätzen vorgesehene Perforationen ist es möglich, sie bei der Herstellung des Gurtes durch Gießen mit in ihn einzugießen.
- [0011] Der Gurt wird von Trägern getragen, die aufgrund ihrer Ausführung die herkömmlichen Rollenträger ersetzen.
- [0012] Eine mehrere Gurte tragende Wiege kann eine Beladungseinheit bilden, deren Muldenwinkel starr oder durch Verstellung des Abstandes, der Höhe und der Ausrichtung veränderlich sein kann.
- [0013] Dieser Wiegentyp ermöglicht es, mit den Gurten tiefe Muldenwinkel zu bilden, wie sie bei herkömmlichen Fördereinrichtungen ungebräuchlich sind.
- Die Befestigung der Gurte am Träger bzw. an der Wiege kann auf folgende Weise vorgenommen werden:
- - durch Einspannen mittels Schrauben zwischen zwei Flächen,
- - durch Einspannen und Abstützen durch eine am Gurt angeformte Nase,
- - durch teilweise in das Elastomer eingelassene Klammern oder Haken aus Metall,
- oder durch jedes andere System, das in der Lage ist, die durch das Gewicht des Bandes und der Güter erzeugten Kräfte wie auch die durch die Absorption der Stösse ausgelöste Dehnung aufzunehmen.
- [0014]
- Fig. 1 und 2 zeigen den Aufbau des Gurtes 1 mit den Nasen 2, den Befestigungslöchern 3, den Gleiteinsätzen mit kreisrunder Form 4 oder in Form von Plättchen 5;
- Fig. 3 zeigt eine Befestigungsweise mit Hilfe der Nase 2, die an einer von den Schrauben 7 auf dem Träger 17 gehaltenen Öse 6 anliegt, und zeigt auch den Anguß 8 des Plättchens 5 auf dem Gurt 1;
- Fig. 4 zeigt eine Befestigungsweise mit Hilfe einer Öse 9 und Schrauben 10 und die Befestigung eines Einsatzes 4 durch Perforation des Gurtes 1;
- Fig. 5 zeigt die Möglichkeit des Eingießens eines Hakens oder einer Klammer aus Metall in den Gurt 1;
- zeigt erneut die Befestigung der Einsätze 5 durch den mit dem Gurt gegossenen Anguß 8;
- Fig. 6 zeigt die "flache" Muldenform des von einem Gurt in einem starren Tragegestell 14 getragenen Bandes 13;
- Fig. 7 zeigt die Veränderung der Muldentiefe mit einem gleichen Band (wie in Fig. 6), das von einem starren, engeren und höheren Tragegestell 15 getragen wird;
- Fig. 8 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Wiegen-Tragegestells für mehrere Gurte 1, die an zwei an den Pfosten 18 angelenkten Längsträgern 17 befestigt sind, wobei erstere eine Verstellung der Höhe ermöglichen.
- [0015] Die an den Stangen 20 verschiebbaren Träger 19 ermöglichen eine Verstellung der Breite.
- [0016] All diese Verstellungen ermöglichen eine Veränderung der Form der Gurte, um sie an sämtliche Muldenformen einschließlich solcher mit ungewöhnlichen Tiefen anzupassen.
- [0017] Das laufende Förderband 13 gleitet auf den mit den Gurten 1 fest verbundenen Einsätzen 4 oder 5.
- [0018] Durch die Art und Weise der Befestigung der Einsätze 4 oder 5 ist es möglich, dass sich die Gurte 1 unter der Wirkung der durch den Aufprall der Schüttgüter auf das Band 13 ausgelösten Stösse durch Dehnung verformen.
- [0019] Diese der Kraft der erhaltenen Stösse proportionale Dehnung entspricht der zugunsten des Bandes 13 angestrebten Dämpfungswirkung.
- [0020] Die Gurte 1 sind durch mehrere Befestigungsarten am verstellbaren Träger 17 oder an den starren Trägergestellen 14 und 15 befestigt:
- Fig. 3: Der Gurt ist mit zwei Nasen 2 versehen, die an den Ösen 6 anliegen, wobei letztere dazu bestimmt sind, den Gurt 1 mit Hilfe der Schrauben 7 auf dem Träger 17 festzuspannen.
- Fig. 4: Der Gurt 1 ist zwischen dem Träger 17 und den Ösen 9 mit Hilfe von Schrauben 10 eingespannt.
- Fig. 5: Klammern oder Haken aus Metall 12 sind beim Gießen iri den Gurt eingegossen worden, um oben an einem Träger 21 eingehängt zu werden.
- [0021] Die Trägergestelle 14 oder 15 entsprechen Muldenwinkeln für verschiedene Tiefen des Bandes 13.
- [0021] Die in Fig. 8 dargestellte Wiege ist durch Verschieben der Elemente 19 auf den Stangen 20 (Verstellen der Breite) wie auch durch Verschieben der Stützen 18 in den Elementen 19 (Verstellen der Höhe) verstellbar.
- [0022] Diesen zwei mit der Ausrichtung der Längsträger 17 auf den Stützen 18 verbundenen Verstellungen ermöglichen es, alle herkömmlichen Muldenguerschnitte sowie für bestimmte Anwendungen tiefere Mulden auszubilden.
- [0024] Angepasst an die Dämpfung von Stössen, die durch das Beladen eines Förderbandes mit irgendeinem Schüttgut verursacht werden, kann die Erfindung zur Verlängerung der Lebensdauer der Bänder beitragen, indem Beschädigungen durch Durchlöcherungen vermieden werden.
- [0025] Die möglichen Anwendungsbereiche sind: der Bergbau, die Steinbrüche, die Eisen- und Stahlindustrie, der Tiefbau, die Nahrungsmittelindustrie und jede andere Industrie, die Fördereinrichtungen benutzt, deren Band beim Beladen mit den zu transportierenden Gütern Beschädigungen ausgesetzt ist.
Claims (7)
1. Stossdämpfungseinrichtung für einen Bandförderer,
gekennzeichnet durch die Verwendung einer Gruppe von Gurten (1)
aus Elastomer, die mit Gleiteinsätzen mit einem niedrigem
Reibungskoeffizienten (4) oder (5) versehen sind, um das
Band (13) an der Beladestelle, wo es heftigen, durch die zu
transportierenden Güter verursachten Stössen ausgesetzt ist,
in Querrichtung zu tragen.
2. Dämpfungsgurt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Art und Weise der Befestigung der Gleiteinsätze (4) oder
(5) dem Elastomer (1) jede Dehnungsfreiheit belässt.
3. Dämpfungsgurt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die durch Gießen an den Enden des Gurtes gebildeten Nasen
(12) an der Befestigung mitwirken, indem sie an den Ösen (6)
anliegen.
4. Dämpfungsgurt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einsätze (5) beim Gießen des Gurtes (1) mit eingegossen
werden können, indem in die zu diesem Zweck vorgesehenen
Perforationen (8) Elastomer eingebracht wird.
5. Dämpfungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass es die Biegsamkeit der Gurte (1) ermöglicht, den
Querschnitt der Mulde beliebig zu verändern, um Tiefen zu
erzielen, die mit den herkömmlichen Rollenstützen
ungebräuchlich waren.
6. Dämpfungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass eine in der Höhe, Breite und Ausrichtung
verstellbare Wiege mehrere Gurte (1) tragen kann, um das Ganze als
eine Beladestelle zu bezeichnen.
7. Dämpfungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass durch das Aneinanderreihen von Gurten (1) eine
Dämpfungsmatte gebildet werden kann.
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