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DE69530122T2 - Verfahren zur messung der viskosität und viskosimeter - Google Patents

Verfahren zur messung der viskosität und viskosimeter Download PDF

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DE69530122T2
DE69530122T2 DE69530122T DE69530122T DE69530122T2 DE 69530122 T2 DE69530122 T2 DE 69530122T2 DE 69530122 T DE69530122 T DE 69530122T DE 69530122 T DE69530122 T DE 69530122T DE 69530122 T2 DE69530122 T2 DE 69530122T2
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Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen der Viskosität einer Flüssigkeit, bei dem ein Dreh-Messkopf in die Flüssigkeit eingeführt wird und das auf dem Messkopf ausgeübte Drehmoment erfasst wird. Die Erfindung betrifft ferner ein Viskosimeter zur Implementierung dieses Verfahrens, wobei das Instrument einen Antriebsmotor umfasst, welcher mit einem Drehmomentsensor versehen ist, und dafür angepasst ist, einen Messkopf zu drehen, der in eine Flüssigkeit eingetaucht werden kann.
  • Beschreibung des Stands der Technik
  • In vielen industriellen Prozessen ist die Viskosität der beteiligten Flüssigkeiten von entscheidender Wichtigkeit für die Ausführbarkeit. Ein typischer Fall ist die Erzeugung von Glasbehältern, in welchen eine Flüssigkeit (hier natürlich geschmolzenes Glas) in sorgfältig eingestellten Chargen aus einem Ofen über so genannte Speisekanäle in eine Maschine für das Blasen von Glasflaschen eingespeist wird. Trotz der Tatsache, dass die Viskosität des geschmolzenen Glases für die Größe und Form der Chargen, sowie für die Formbarkeit des geschmolzenen Glases in dem Glasblasvorgang von großer Wichtigkeit ist, wird derzeit keine tatsächliche Messung der Viskosität des geschmolzenen Glases durchgeführt. Statt dessen beschränkt man sich darauf, die Viskosität indirekt durch Erfassen der Temperatur des geschmolzenen Glases, optional in Kombination mit der Überwachung der Form der Charge des abgestochenen geschmolzenen Glases zu bestimmen.
  • In einem fortlaufenden Prozess liefert eine derartige Lösung meistens ausreichende Ergebnisse, jedoch kann insbesondere bei einem Startvorgang nach einer Unterbrechung oder nach einer Veränderung beispielsweise der Glassorte (d.h. der Farbe oder Qualität) ein Anfangsverlust von ziemlicher Größe kaum vermieden werden.
  • Ein Grund für das Fehlen einer Viskositätsmessung in der derzeitigen Produktion von Glasbehältern ist beispielsweise trotz der offensichtlichen Vorteile, die durch eine derartige Messung geboten werden, dass die herkömmlichen Messverfahren und Viskosimeter für diesen Zweck nicht geeignet sind.
  • Von den herkömmlichen Viskosimetern sind insbesondere Dreh- bzw. Rotationsviskosimeter zu erwähnen. Die Rotationsviskosimeter umfassen einen Motor, welcher einen Messkopf dreht, welcher in einer vorgegebenen Weise in die Flüssigkeit einzutauchen ist, deren Viskosität zu bestimmen ist. Die Viskosität wird dann tatsächlich aus der Erfassung des Drehmomentes ermittelt, welchem der Messkopf ausgesetzt ist, wenn er in der Flüssigkeit gedreht wird. Ein derartiges Viskosimeter ist beispielsweise aus US 3 115 769 bekannt.
  • Wenn zuverlässige Ergebnisse erzielt werden sollen, müssen die Rotationsgeschwindigkeit und die Eintauchtiefe des Messkopfes in die Flüssigkeit bekannt sein, da diese Parameter natürlich das Drehmoment und somit die Messergebnisse beeinflussen. Außerdem muss die Position des Messkopfes, wenn er in die Flüssigkeit eingeführt wird, gut definiert sein, da beispielsweise die Seitenwände des die Flüssigkeit enthaltenden Behälters ebenfalls das Drehmoment beeinflussen. Nachstehend wird dieser Effekt als ein Randeffekt bezeichnet.
  • In einem Speisekanal des in der Einführung erwähnten Typs ist es jedoch nicht möglich, zuverlässig weder die Einführtiefe des Messkopfes noch seine Position zu messen, teilweise deshalb, weil sich das analysierte geschmolzene Glas in einer kontinuierlichen Bewegung befindet, teilweise, weil das geschmolzene Glas teilweise die Wände des Speisekanals so verschleißt, dass die Strömungsbedingungen in dem Speisekanal einer kontinuierlichen Veränderung unterliegen.
  • Abgesehen von ihrer eingeschränkten Praxistauglichkeit unterscheiden sich die herkömmlichen Rotationsviskosimeter durch den Umstand, dass viel Aufmerksamkeit der Qualität und der Kalibrierung des Drehmomentinstrumentes (der Offsetwert des Drehmomentinstrumentes muss bekannt sein) zu widmen ist, da nur ein einziger Wert des Drehmomentes pro Messstelle für die Ermittlung der Viskosität erhalten wird.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Angesichts der Mängel des Stands der Technik besteht die Aufgabe dieser Erfindung in der Bereitstellung eines Viskositäts-Messverfahrens, welches sowohl die Nachteile der bekannten Verfahren vermeidet als auch in einem einfachen Viskosimeter, das für die Implementation dieses Verfahrens gedacht ist.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, welches von dem in der Einführung beschriebenen Typ ist, und welches dadurch gekennzeichnet ist, dass der Messkopf mit einer im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit gedreht wird, dass das Drehmoment bei zwei Einführtiefen des Messkopfs in die Flüssigkeit erfasst wird und dass die Viskosität der Flüssigkeit auf der Basis der Veränderung im Drehmoment zwischen den zwei Einführtiefen und dem Abstand dazwischen berechnet wird. In günstiger Weise ist das für die Implementierung dieses Verfahrens verwendete Viskosimeter dadurch gekennzeichnet, dass der Messkopf kreiszylindrisch ist und zur Rotation um seine Zylinderachse herum und zum Eintauchen in die Flüssigkeit entlang dieser Achse und bis zu einer optionalen Tiefe angepasst ist.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung, welches somit nicht einen gemessenen Wert einer gegebenen Einführtiefe verwendet, sondern welches eine Differenz zwischen zwei Messwerten an unterschiedlichen und unkritischen Einführtiefen verwendet, stellt somit in einer überraschend einfachen Weise eine hoch zuverlässige Messung der Viskosität der analysierten Flüssigkeit bereit. Da es zusätzlich nur die Differenz zwischen den zwei gemessenen Werten ist, die hier von Interesse ist, kann das in der Messung verwendete Viskosimeter von extrem einfacher Konstruktion sein, und das Drehmoment kann beispielsweise mit Hilfe eines einfachen Winkelmessgebers erfasst werden.
  • In einer bevorzugten Implementationsart des Verfahrens gemäß der Erfindung wird der Messkopf in die Flüssigkeit mit einer im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit eingeführt, um somit die Definition des Abstandes zu erleichtern, welcher zwischen den zwei Einführtiefen liegt.
  • Schließlich ist eine bevorzugte Ausführungsform des Viskosimeters gemäß der Efindung dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Messkopfes abgerundet oder konisch ist, da dieses sowohl die Muldenbildung, die beim anfänglichen Einführen des Messkopfes in die Flüssigkeit entsteht, als auch den Beitrag durch das Ende des Messkopfes auf das Drehmoment während der Drehmomentmessung verringert.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nun detaillierter unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:
  • 1 einen Querschnitt eines Speisekanals für geschmolzenes Glas darstellt und in einem Teilquerschnitt ein erfindungsgemäßes Viskosimeter, das über dem Speisekanal angeordnet ist;
  • 2 das Viskosimeter in 1 in einem größeren Maßstab darstellt;
  • 3 das Viskosimeter von der Seite und teilweise im Schnitt dar stellt; und
  • 4 schematisch das freie Ende eines Messkopfes gemäß der Erfindung dar stellt und ferner einige Parameter veranschaulicht, welche in den Viskositätsberechnungen in Verbindung mit dem Verfahren gemäß der Erfindung verwendet werden.
  • Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
  • Eine Formel zur Berechnung der Viskosität einer Flüssigkeit in einer per se bekannten Art auf der Basis der Drehmomentwerte eines Rotationsviskosimeters berücksichtigt die von der Flüssigkeit an den Messkopf von den Seiten und der Unterseite (Ende) aus übertragenen Teildrehmomente. Insbesondere berücksichtigt man die Endeffekte, welche an dem Ende des Messkopfes auftreten. Eine Formel zur Berechnung einer Freifeldmessung unter Verwendung eines glatten Rotationskörpers mit konstantem Durchmesser in einer newtonschen Flüssigkeit kann wie folgt lauten.
  • M = π·a4·n·Ω·(1 + [1] (1·4·h)/(a4·(1/a2)·(1/b2)) + [2] 4·1/a·Σ(An·I2·n·a/I) + [3] 8·1/(π·a2)·Σ(Bn·(sinh(Kn·h)/Kn))) [4]
    wobei
    M das durch die Flüssigkeit auf den Messkopf ausgeübte Drehmoment ist,
    Ω die Rotationsgeschwindigkeit des Messkopfes ist,
    a der Radius des Messkopfes, und
    h die Höhe des Messkopfes ist.
  • Die Ausdrücke [3] und [4] veranschaulichen das zusätzliche Drehmoment aufgrund der Randeffekte.
  • Die Viskosität n wird aus der Gleichung erhalten.
  • Indem man gemäß der Erfindung die Differenz zwischen zwei Drehmomentwerten die an unterschiedlichen Positionen in der Flüssigkeit gemessen werden, verwendet und dann die Viskosität berechnet, erhält man:
    • a) dass die gemessene Differenz im Drehmoment der Veränderung im Drehmoment entspricht, die durch eine vorbestimmte Veränderung der Tiefe der Einführung in die Flüssigkeit erhalten wird. Kurz gesagt, die anderen Parameter wie z.B. die Rotationsgeschwindigkeit und der Querschnitt der Flüssigkeit werden konstant gehalten. Auf diese Weise wird die Differenz im Drehmoment ein Maß der Viskosität in der Schicht der Flüssigkeit, welche zwischen den zwei Positionen liegt;
    • b), dass das durch die Randeffekte bewirkte zusätzliche Drehmoment in der Berechnung der Viskosität subtrahiert werden kann. Die Randeffekte, d.h., die Veränderung im Drehmoment, welche beispielsweise durch die Seitenwände eines Speisekanals bewirkt werden, können während der Positionierung des Messkopfes als konstant angenommen werden. Solange die Einführtiefe des Messkopfes verändert wird, allerdings in einem kleinen Schritt in Bezug auf den Abstand der Spitze des Messkopfes zu der nächst gelegenen Wand, ist der Fehler vernachlässigbar; und
    • c), dass die Offset-Fehler des Drehmomentsensors, d.h., die Abweichungen von dem tatsächlich gemessenen Drehmoment in der unter Punkt b) dargestellten Weise kompensiert werden.
  • Indem gemäß der Erfindung eine kontinuierliche Positionierung (Einführung) des Messkopfes angewendet wird, wird es möglich,
    • d) die Viskosität mit Hilfe des Differentials des Drehmomentwertes zu berechnen;
    • e) in der unter Punkt b) vorstehend dargestellten Weise die Muldenbildung zu eliminieren, die entsteht, wenn der Messkopf die Oberfläche der Flüssigkeit als eine Folge von durch den Messkopf während seiner Positionierung mitgenommenen Materials bricht, welche das aus dem Messkopf erhaltene Drehmoment beeinflusst; und
    • f) mit Hilfe des zweiten Differentials einen numerischen Wert der relativen Größe der Veränderung in der Viskosität, falls überhaupt vorhanden, über den Querschnitt zu erhalten, über welchen der Messkopf bewegt wird.
  • Mit Hilfe einer einen Messkopf, welcher in Bezug auf die Flüssigkeit während der Messung bewegt wird, umfassenden Vorrichtung ist es möglich,
    • g) die Viskosität der Flüssigkeit an mehreren unterschiedlichen Punkten zu bestimmen.
  • Das vorstehende Verfahren, in welchem die Veränderung im Drehmoment während der Repositionierung des Messkopfes zur Berechnung der Viskosität verwendet wird, macht von der nachstehenden Formel für einen kreisförmigen Messkopf Gebrauch, welcher in der Flüssigkeit zur Rotation gebracht wird:
    Figure 00060001
    wobei
    M das Drehmoment ist, das auf den Messkopf ausgeübt wird,
    δh die Veränderung der Einführtiefe ist.
    h die aktuelle Einführtiefe ist, und
    C eine Konstante ist, die die Anzahl von Umdrehungen des Messkopfes sowie den Durchmesser desselben enthält,
  • Die Viskosität n wird für die Teilintervalle dh gemessen und kann für unterschiedliche Einführtiefen sowie für unterschiedliche Zeitpunkte angezeigt werden, wenn die Messungen ausgeführt werden, um eine vorbei fließende Flüssigkeit zu überwachen.
  • In einer Anwendung, in welcher die Viskosität innerhalb eines Intervalls zwischen zwei Einführtiefen h1 und h2 durch Messen der Zunahme im Drehmoment an der oberen und unteren Grenze des Intervalls gemessen wird, kann die Viskosität aus der vorstehenden Formel erhalten werden als:n(h2) = M3 – M1/C·(h3 – h1)
  • Dieses Beispiel beruht auf einer Anwendung, in welcher der Messkopf kontinuierlich in der Flüssigkeit positioniert (eingeführt) wird, und der Index 3 gibt den Startwert für die Berechnungen des anschließenden Teilintervalls an.
  • Es folgt nun eine kurze Beschreibung einer typischen Vorrichtung zur Implementierung des vorstehenden Messverfahrens in einem Prozess, in welchem eine Flüssigkeit an der Vorrichtung in einem im wesentlichen kontinuierlichen Fluss vorbeiströmt.
  • Eine Flüssigkeit 1 (hier geschmolzenes Glas) strömt mit einer ziemlich konstanten Geschwindigkeit durch einen Speisekanal 2 welcher in der Zeichnung in einem Querschnitt senkrecht zur Strömungsrichtung der Flüssigkeit 1 dargestellt ist.
  • Zur Drehung um seine Zylinderachse ist ein kreiszylindrischer Messkopf 3 über eine Welle mit einem Antriebsmotor 7 verbunden, welcher wiederum mit einem Gehäuse 14 verbunden ist. Der Antriebsmotor 7 ist mit dem Gehäuse 14 über eine Drehmomenterfassungseinheit verbunden, welche aus einer Schraubenfeder 8 und einem Winkelmessgeber 9 in der Form eines Rotationsgeschwindigkeits-Induktivmessgebers (RVIT – rotational velocity inductive transducer)) verbunden ist. Das Gehäuse 14 ist mit einem Rahmen 4 über eine Steuereinheit verbunden, welche eine lineare Verschiebung des Gehäuses 14 und somit des Messkopfes ermöglicht, und eine Kugelgewindespindel 5 umfasst, welche mittels eines Schrittmotors 6 gedreht werden kann. Eine Steuereinheit 10 steuert den Schrittmotor 6 und den Antriebsmotor 7 und erfasst die gemessenen Werte aus dem Winkelmessgeber 9.
  • Die Steuereinheit 10 ist mit einem (nicht dargestellten) Computer verbunden, welcher die Programme für die Steuerung der Steuereinheit 10, den Empfang der gemessenen Werte und der Berechnung der Viskositätswerte enthält und eine Schnittstelle in Bezug auf einen Benutzer oder ein anderes Gerät bildet.
  • Vorteilhaft ist die Messvorrichtung von einer externen Abdeckung eingeschlossen, welche einen Einlass besitzt, durch welchen Luft zur Kühlung der Vorrichtung eingeführt werden kann. Die Vorrichtung ist thermisch von dem Speisekanal 2 mittels einer Isolation 13 isoliert.
  • Bei der Messung und Berechnung der Viskosität der Flüssigkeit arbeitet die Messvorrichtung wie folgt.
  • Der Messkopf 3 wird mit konstanter Geschwindigkeit axial nach unten in die Flüssigkeit 1 eingeführt. An einem optionalen Punkt h1 für das Ende des Messkopfes wird ein erstes Drehmoment M1 gemessen. Dann wird der Messkopf 3 kontinuierlich axial in der h-Richtung abgesenkt, bis er die Einführtiefe h1 + dh erreicht, wo ein zweites Drehmoment M1 gemessen wird. Die sich ergebende Veränderung im Drehmoment, welche als M2-M1 berechnet wird, wird durch die Veränderung δh in der Einführtiefe dividiert. Der Quotient wird mit einer Konstante multipliziert, die den Durchmesser und die Rotationsgeschwindigkeit des Messkopfes 3 in Hinblick auf die Ermittlung eines berechneten Viskositätswertes in dem Teilintervall δh enthält.
  • Man wird erkennen, dass der Messkopf 3 bevorzugt so angeordnet ist, dass die Flüssigkeit vollständig oder teilweise durchdrungen wird, wobei Viskositätswerte für unterschiedliche Teilintervalle berechnet werden. Zusätzlich dürfte es sich verstehen, dass der Messkopf 3, falls die Temperatur bei den unterschiedlichen Einführtiefen in die Flüssigkeit gemessen werden soll, vorteilhaft mit einem (nicht dargestellten) Temperatursensor kombiniert werden kann, welcher an dem freien Ende des Messkopfes 3 eingebaut ist.

Claims (4)

  1. Verfahren zum Messen der Viskosität einer Flüssigkeit (1), bei dem ein Dreh-Messkopf (3) in die Flüssigkeit (1) eingeführt wird und das auf den Messkopf (3) ausgeübte Drehmoment (M) erfasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Messkopf (3) mit einer im Wesentlichen konstanten Geschwindigkeit (Ω) gedreht wird, dass das Drehmoment (M) bei zwei Einführtiefen (h1, h2) des Messkopfes (3) in die Flüssigkeit (1) erfasst wird und dass die Viskosität (n) der Flüssigkeit (1) mit Hilfe der folgenden Formel berechnet wird:
    Figure 00090001
    wobei M das Drehmoment ist, das auf den Messkopf ausgeübt wird, C eine Konstante ist, die die Anzahl von Umdrehungen des Messkopfes sowie den Durchmesser desselben enthält, h die aktuelle Einführtiefe ist, n die Viskosität der Flüssigkeit ist, und δh die Veränderung der Einführtiefe ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Messkopf (3) mit einer im Wesentlichen konstanten Geschwindigkeit in die Flüssigkeit (1) eingeführt wird.
  3. Viskosimeter zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Messgerät einen Antriebsmotor (7) umfasst, der mit einem Drehmomentsensor (9) versehen ist und einen Messkopf (3) dreht, der in eine Flüssigkeit (1) eingeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Messkopf (3) kreiszylindrisch ist und einen konstanten Durchmesser hat und dass der Messkopf (3) um seine Zylinderachse herum gedreht werden und entlang der Achse in wenigstens zwei Einführtiefen in die Flüssigkeit (1) eingeführt werden kann.
  4. Viskosimeter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Messkopfes abgerundet oder konisch ist.
DE69530122T 1994-09-13 1995-09-12 Verfahren zur messung der viskosität und viskosimeter Expired - Fee Related DE69530122T2 (de)

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