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Das
vorliegende Verfahren betrifft das Gebiet der Biochemie, und betrifft
insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Mikropartikeln zur
Verwendung in der Diagnostik, Therapeutik und Forschung.
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Hintergrund
der Erfindung
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Mikropartikel,
Mikrosphären
und Mikrokapseln, die hier zusammen als "Mikropartikel" bezeichnet werden, sind feste Partikel
mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter, besonders
bevorzugt weniger als 1 × 10–4 m
(100 Mikrometer), die aus verschiedenen Materialien gebildet werden
können,
einschließlich synthetischen
Polymeren, Proteinen und Polysacchariden. Mikropartikel sind bei
vielen verschiedenen Anwendungen eingesetzt worden, primär bei Trennungen,
Diagnosen und der Arzneimittelzuführung.
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Die
am besten bekannten Beispiele für
Mikropartikel, die in der Trennungstechnik verwendet werden, sind
solche, die aus Polymeren von entweder synthetischer oder Protein-Herkunft gebildet
werden, wie beispielsweise Polyacrylamid, Hydroxylapatit oder Agarose,
die verwendet werden, um Moleküle
wie beispielsweise Proteine auf Basis ihres Molekulargewichts und/oder
ihrer Ionenladung, oder durch Wechselwirkung mit Molekülen, die
chemisch an die Mikropartikel gebunden sind, zu trennen.
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Auf
dem Gebiet der Diagnostik werden Mikropartikel häufig in Form eines Mikropartikels
verwendet, das zur Immobilisierung eines Enzyms, Substrates für ein Enzym
oder eines markierten Antikörpers
dient, das/der dann mit einem zu detektierenden Molekül, entweder
direkt oder indirekt, in Wechselwirkung gebracht wird.
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Die
GB 2,079,937 offenbart beispielsweise Mikrokapseln zur Verwendung
bei immunologischen Tests, insbesondere Agglutinations-Reaktionen,
die ein Antigen oder einen Antikörper
umfassen, das/der mittels eines Vernetzungsmittels Mittels an funktionelle
Gruppen auf einer Oberflächenwand
der Mikrokapseln gebunden ist. Die
EP
0106495 offenbart ein Reagenz zur Bestimmung eines Antivirus-Antikörpers, das
Trägerpartikel
umfaßt,
die mit einem viralen Antigen sensibilisiert wurden. Die
EP 0,414,223 offenbart ein
Verfahren zur Messung eines immunologisch wirksamen Materials, bei
dem dehydratisierte feste feine Partikel, wie beispielsweise Mikroorganismen,
verwendet werden, die einen Antikörper aufweisen, der daran kovalent
gebunden ist.
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Auf
dem Gebiet der kontrollierten Arzneimittelzufuhr werden Mikropartikel
in Mischung mit Molekülen gebildet,
die zur späteren
Abgabe in die Mikropartikel eingeschlossen werden sollen. Eine Anzahl
verschiedener Techniken, einschließlich Phasenseparation, Lösungsmittelverdampfung,
Emulgierung und Sprühtrocknung,
werden routinemäßig eingesetzt,
um diese Mikropartikel aus synthetischen Polymeren, natürlichen
Polymeren, Proteinen und Polysacchariden herzustellen.
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Die
GB 2,002,319 offenbart beispielsweise ein Verfahren zur Dehydratisierung
einer kolloidalen Dispersion von Liposomen in einem wäßrigen flüssigen Medium,
welches das Mischen der Liposomendispersion mit einer hydrophilen
Verbindung und anschließendes
Lyophilisieren der erhaltenen Mischung zur Bildung eines stabilen
liposomenhaltigen Pulvers umfaßt.
Die Liposomen können
verwendet werden, um biologische wirksame Substanzen einzuschließen.
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Mikropartikel
können
auch als Nebenprodukt der Trennungstechnik geschaffen werden, beispielsweise
bei einigen Präzipitationsverfahren,
wie der Präzipitation
mit Ammoniumsulfat. In diesen Fällen
wird das Präzipitat
jedoch gesammelt und durch Zentrifugation und/oder Filtration kompaktiert,
anschließend
in einem Lösungsmittel
rückgelöst, um das
präzipitierende
Mittel, das Salz, von dem mit dem Salz präzipitierten Molekül abzutrennen.
Die Mikropartikel sind entsprechend instabil und fungieren ausschließlich als
ein Zwischenprodukt, nicht als Endprodukt als solches.
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Kugelförmige Perlen
oder Partikel sind als Werkzeug für Biochemiker seit vielen Jahren
kommerziell verfügbar.
Beispielsweise werden Antikörper
häufig
an Perlen gebunden, um vergleichsweise große Partikel zu bilden, die
spezifisch für
bestimmte Liganden sind. Die großen antikörperbeschichteten Partikel
werden routinemäßig eingesetzt,
um Rezeptoren auf der Oberfläche
einer Zelle zur Zellaktivierung zu vernetzen, werden zur Immunaffinitätsreinigung
an eine feste Phase gebunden oder werden verwendet, um ein therapeutisches Mittel,
das langsam über
die Zeit an einen entfernten Ort abgegeben wird, zuzuführen, wobei
gewebe- oder tumorspezifische Antikörper, die an die Partikel gebunden
sind, verwendet werden, um das Mittel zielgerichtet an den gewünschten
Ort zu befördern.
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Das
häufigste
Verfahren, um Antikörper
kovalent an eine Festphasenmatrix zu binden, besteht darin, eine
Perle mit einem chemisch konjugierenden Mittel zu aktivieren und
anschließend
den Antikörper
an die aktivierte Perle zu binden. Die Verwendung einer synthetischen
Polymerperle statt eines Proteinmoleküls gestattet den Einsatz viel
schärferer
Aktivierungsbedingungen als viele Proteine vertragen können, ist
relativ kostengünstig
und erzielt eine Verknüpfung,
die gegenüber
einem weiten Bereich von Denaturierungsbedingungen stabil ist. Eine
Reihe aktivierter Perlen ist kommerziell erhältlich, alle mit verschiedenen
Bestandteilen und Größen. Aus
synthetischen Polymeren wie Polyacrylamid, Polyacrylat, Polystyrol
oder Latex gebildete Perlen sind von vielen Bezugsquellen kommerziell
erhältlich,
beispielsweise von Bio-Rad Laboratories, Richmond, Kalifornien,
und LKB Produkter, Stockholm, Schweden. Aus natürlichen Makromolekülen und
Partikeln wie Agarose, vernetzter Agarose, Globulin, Desoxyribonukleinsäure und
Liposomen gebildete Perlen sind kommerziell erhältlich von Bezugsquellen wie
Bio-Rad Laboratories, Richmond, Kalifornien, Pharmacia, Piscataway,
NY. und IBF (Frankreich). Aus Copolymeren von Polyacrylamid und
Agarose gebildete Perlen sind von Bezugsquellen wie IBF und Pharmacia
kommerziell erhältlich. Magnetische
Perlen sind von Bezugsquellen wie Dynal Inc., Great Neck, NY, kommerziell
erhältlich.
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Wie
die große
Vielfalt von Materialien und Anwendungen zeigt, besteht ein anhaltender
Bedarf für
die Entwicklung neuer verfahren zur Herstellung und Verwendung von
Mikropartikeln, insbesondere solcher, die für die Verwendung auf dem Gebiet
der Trennung, Diagnostik und Arzneimittelzuführung, anstatt für nur eine Anwendung,
angepaßt
werden können.
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Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, stabile Mikropartikel
sowie ein Verfahren zur Herstellung der Mikropartikel, das vergleichsweise
einfach, schnell und kostengünstig
ist, bereitzustellen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Mikropartikel
bereitzustellen, die eine hohe Affinität und Spezifität für ein Zielmolekül aufweisen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Mikropartikel
bereitzustellen, die nicht absorbiert werden, wenn sie in vivo verabreicht
werden.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Mikropartikel
zur Verwendung bei der Trennungstechnik, insbesondere der Affinitätschromatographie,
bereitzustellen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Mikropartikel
zur Verwendungen bei medizinischen und diagnostischen Anwendungen,
wie der zielgerichteten Arzneimittelzufuhr und der histopathologischen
oder In-vivo-Gewebe-
oder Tumorbildgebung, bereitzustellen.
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Zusammenfassende
Darstellung der Erfindung
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Mikropartikel,
Verfahren zu deren Herstellung und Verfahren zu deren Verwendung
werden bereitgestellt auf der Basis von Verfahren zum "Dehydratisieren" von Makromolekülen wie
Proteinen, Kohlenhydraten, Polysacchariden, Nukleinsäuren, Viren,
Viruspartikeln, organischen oder anorganischen synthetischen pharmazeutischen
Arzneimitteln, oder jeglicher Mischung davon; und Bilden der Makromolekül-Mikropartikel durch Inkubation
in Gegenwart von Hitze oder "Vernetzen" der Makromoleküle in der
wäßrigen Phase.
Die Makromoleküle
werden unter Verwendung eines Mittels dehydratisiert, das alle Makromoleküle mit Ausnahme
von "Taschen" von Makromolekülen, die
in einer wäßrigen Phase
gelöst
oder suspendiert bleiben, wirksam dehydratisiert, zum Beispiel durch
Dehydratisierung mit hohen Konzentrationen von linearen oder verzweigten
Polymeren. Die Makromoleküle
können
aus Arzneimitteln, biologisch wirksamen Molekülen, Trägermolekülen, Affinitätsmolekülen oder
Mischungen davon bestehen.
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Die
Mikropartikel werden durch Inkubation der dehydratisierten Makromoleküle bei einer
Temperatur über
Raumtemperatur für
eine vorbestimmte Zeitspanne gebildet. Alternativ werden die Makromoleküle zur Bildung
von Mikropartikeln, bei verschiedenen Temperaturen, unter Verwendung
eines vernetzenden Mittels wie beispielsweise Glutaraldehyd oder
anderer Mittel wie Aminen, multivalenter Ionen und multifunktionaler
Moleküle,
die eine "Affinität" für bestimmte
reaktive Gruppen auf dem vernetzten Makromolekül aufweisen, vernetzt.
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Die
Mikropartikel werden dann von dem dehydratisierenden Mittel und
dem überschüssigen Vernetzungsmittel,
sofern vorhanden, durch Trennverfahren wie Filtration oder Zentrifugation
abgetrennt. Die Mikropartikel können
dann mit einem Quenching-Mittel gewaschen werden, das an jede nicht
umgesetzte Bindungsstelle auf dem Vernetzungsmittel bindet, um jede
nachfolgende unspezifische Bindung der Mikropartikel bei Reaktion
mit einem Zielmolekül
zu vermindern.
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Die
Mikropartikel sind geeignet für
eine Vielfalt von Trennungs-, diagnostischen, therapeutischen und Forschungszwecken.
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Unten
werden spezifische Beispiele beschrieben, bei denen die Mikropartikel
gebildet werden aus (1) Proteinen wie beispielsweise Antikörpern, die
mit einer hohen Konzentrationen einer Mischung linearer Polymere
dehydratisiert wurden, enthaltend Polyvinylpyrrolidon und Polyethylenglykol,
die dann mit Glutaraldehyd vernetzt wurden; (2) Polysacchariden
wie beispielsweise Alginat, gemischt mit biologisch wirksamen Molekülen, die
mit einer hohen Konzentration einer Mischung linearer Polymere,
enthaltend Polyvinylpyrrolidon und Polyethylenglykol, dehydratisiert
und dann mit multivalenten Ionen wie Polyaminosäuren oder divalenten Kationen
vernetzt wurden; (3) Peptidhormone wie beispielsweise Insulin, die
im Anschluß an
die Dehydratisierung mit einer Mischung aus Polyvinylpyrrolidon
und Polyethylenglykol mit Glutaraldehyd vernetzt wurden; und (4) Proteinen
wie beispielsweise Albumin, die mit einer Mischung linearer Polymere,
enthaltend Polyvinylpyrrolidon und Polyethylenglykol dehydratisiert
und in Gegenwart von Hitze inkubiert wurden.
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Kurze Beschreibung
der Figuren
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1 ist eine Grafik, die die
Zählereignisse
pro Minute ("Counts") von gebundenem
radioaktiven carcinoembryonalen Antigen gegen Anti-Carcinoembryonales-Antigen-Mikropartikel
zeigt.
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2 ist eine Grafik, die den
Antikörpertiter
gegen die Wochen nach Immunisierung mit ersten und zweiten Dosen
von Tetanustoxoid-Partikeln zeigt.
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Ausführliche
Beschreibung der Bindung
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Es
werden Mikropartikel, Verfahren zu deren Herstellung sowie Kits
für die
diagnostische, therapeutische und Verwendung in der Forschung bereitgestellt.
Die Mikropartikel sind vernetzte makromolekulare Strukturen, die
eine große
Oberfläche
aufweisen. Die die Mikropartikel bildenden Makromoleküle schließen Proteine,
Kohlenhydrate, Polysaccharide, Nukleinsäuren, Viren, Viruspartikel,
organische oder anorganische synthetische pharmazeutische Arzneimittel
oder Mischungen davon ein, die in einer flüssigen Phase unter Dehydrierungsbedingungen
vernetzt werden können,
sind aber nicht auf diese beschränkt.
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Bildung von
Polymer-Mikropartikeln
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Das
Mikropartikel wird durch Inkubieren von Makromolekülen in Lösung oder
in flüssiger
Phase in Gegenwart eines dehydratisierenden Mittels und Hitze oder
eines Vernetzungsmittels für
eine zur Bildung von Partikeln ausreichende Zeitspanne gebildet.
Das Makromolekül
wird zunächst
in einem wäßrigen Lösungsmittel
gelöst,
dann wird entweder die Makromoleküllösung zu dem dehydratisierenden
Mittel hinzu gefügt
oder das dehydratisierende Mittel wird zu der Makromoleküllösung hinzugefügt, wobei
letzteres bevorzugt ist. Die Lösung
dehydratisierter Makromoleküle
wird dann zur Bildung von Mikropartikeln vorzugsweise für eine vorbestimmte
Zeitspanne erhitzt. Alternativ wird zur Mikropartikelbildung bei
verschiedenen Temperaturen oberhalb, unterhalb oder bei Raumtemperatur
ein quervernetzendes Mittel zu der Lösung dehydratisierter Makromoleküle hinzugegeben.
Die erhaltenen Mikropartikel werden dann von den in der Inkubationsmischung
vorhandenen nicht umgesetzten Bestandteilen durch physikalische
Trennverfahren, die dem Fachmann wohlbekannt sind, abgetrennt.
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Makromolekül
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Das
Makromolekül,
das das Mikropartikel bildet, ist jedes Molekül, das in der Lage ist, in
wäßriger Phase
vernetzt zu werden. Besonders bevorzugt ist das Makromolekül ein Biomolekül wie beispielsweise
ein Protein, Kohlenhydrat, Polysaccharid, Nukleinsäuremolekül, Virus,
Viruspartikel, oder eine Mischung davon. Das Makromolekül kann auch
eine natürliche
oder synthetische pharmazeutische Verbindung sein, die in der Lage ist,
vernetzt zu werden. Dem Fachmann ist ersichtlich, daß eine Verbindung,
die nicht in der Lage ist, vernetzt zu werden, durch Aufnehmen der
Verbindung in ein Trägermolekül, das dann
gemäß den hier
bereitgestellten Verfahren vernetzt wird, zu einem Mikropartikel
geformt werden kann. Dem Fachmann ist ebenfalls ersichtlich, daß das Makromolekül auch ein
Teil eines Moleküls
sein kann, das die erforderliche Aktivität aufweist, um an einen Liganden
wie beispielsweise ein Peptid, ein einzelsträngiges Segment eines doppelsträngigen Nukleinsäuremoleküls oder
ein Viruspartikel zu binden oder damit zu interagieren. Es ist dem
Fachmann ebenso ersichtlich, daß der
Begriff "Makromolekül" mehrere Makromoleküle einschließt sowie
Kombinationen verschiedener Makromoleküle, wie eine Kombination einer
pharmazeutischen Verbindung und eines Affinitätsmoleküls zur zielgerichteten Zuführung der
pharmazeutischen Verbindung an ein behandlungsbedürftiges
Gewebe, Organ oder einen behandlungsbedürftigen Tumor einschließt.
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Dem
Fachmann ist weiterhin ersichtlich, daß ein Affinitäts-Makromolekül entweder
der Rezeptoranteil oder der Ligandenanteil einer Rezeptor-Liganden-Wechselwirkung
sein kann. Beispiele für
Liganden, die mit anderen Biomolekülen wechselwirken, beinhalten
Viren, Bakterien, Polysaccharide oder Toxine, die als Antigene zur
Erzeugung einer Immunantwort bei Verabreichung an ein Tier fungieren
und die Bildung von Antikörpern
verursachen.
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Die
Konzentration des Makromoleküls
in der Inkubationsmischung liegt, abhängig von den Inkubationsbedingungen,
vorzugsweise zwischen 0,1 und 100 mg/ml.
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Markierte
Makromoleküle
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Das
Makromolekül
kann mit einem nachweisbaren Marker markiert werden. Die verschiedenen
Arten von Markern und Verfahren zur Markierung von Proteinen und
Nukleinsäurenmolekülen sind
dem Fachmann wohlbekannt. Es dem Fachmann ersichtlich, daß eine magnetische
Substanz, wie beispielsweise ein Metall, von der Definition des
Begriffs Marker umfaßt
ist. Beispielsweise kann das Makromolekül mit einer metallischen Substanz,
wie beispielsweise einem Metall, markiert werden, so daß die Mikropartikel
von anderen Substanzen in einer Lösung mit Hilfe einer magnetischen
Vorrichtung abgetrennt werden können.
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Verschiedene
andere spezifische Marker oder Reportergruppen werden unten aufgeführt.
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Zum
Beispiel kann die Markierung eine Radiomarkierung, wie beispielsweise 32P, 3H, 14C, 35S, 125I oder 131I sein,
ist aber nicht auf diese beschränkt.
Eine 32P-Markierung kann mit einem konjugierenden
Reagenz an ein Protein gebunden sein oder in eine Sequenz eines
Nukleinsäuremoleküls durch
Nick-Translation, Endmarkierung oder Aufnahme eines markierten Nukleotids
aufgenommen werden. Eine 3H-, 14C- oder 35S-Markierung kann
beispielsweise durch Aufnahme eines markierten Vorläufers oder
durch chemische Modifikation in eine Nukleotidsequenz aufgenommen
werden, wohingegen eine 125I oder 131I-Markierung im allgemeinen durch chemische
Modifikation in eine Nukleotidsequenz aufgenommen wird. Die Feststellung
einer Markierung kann durch Verfahren wie Szintillationszählung, Gammastrahlenspektrometrie
oder Autoradiographie erfolgen.
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Die
Markierung kann auch eine Massen- oder Kernmagnet-Resonanz(NMR)-Markierung
wie zum Beispiel 13C, 15N
oder 19O sein. Die Detektion solcher Markierungen
kann durch Massenspektrometrie oder NMR vorgenommen werden.
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Farbstoffe,
chemilumineszierende Mittel und Fluorogene können auch zur Markierung des
Makromoleküls
verwendet werden. Beispiele für
Farbstoffe, die zur Markierung von Nukleinsäuren geeignet sind, schließen Ethidiumbromid,
Aktidine, Propidium und andere interkalierende Färbemittel und 4',6'-Diamidino-2-phenylindol
(DAPI) (Sigma Chemical Co., St. Louis, MO) oder andere geschützte Nukleinsäurefärbemittel
ein. Beispiele für
Fluorogene beinhalten Fluoreszein und Derivate, Phycoerythrin, Allo-Phycocyanin,
Texas- Rot oder andere
geschützte
Fluorogene. Die Fluorogene werden im allgemeinen durch chemische
Modifikation gebunden. Die Farbstoffmarkierungen können durch
ein Spektralphotometer detektiert werden und die Fluorogene können durch
einen Fluoreszenzdetektor detektiert werden.
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Das
Makromolekül
kann alternativ mit einem Chromogen (Enzymsubstrat) markiert werden,
um eine Enzym- oder Affinitätsmarkierung,
oder ein Enzym bereitzustellen. Zum Beispiel kann das Makromolekül biotinyliert
werden, so daß es
in einer Biotin-Avidin-Reaktion verwendet werden kann, die ebenfalls
an eine Markierung wie beispielsweise ein Enzym oder Fluorogen gekoppelt
werden kann. Das Makromolekül
kann mit Peroxidase, alkalische Phosphatase oder anderen Enzymen
markiert sein, die eine chromogene oder fluorogene Reaktion auf
Zugabe von Substrat ergeben. Zum Beispiel können Zusätze wie 5-Amino-2,3,-Dihydro-1,4-phthalazindion
(auch bekannt als LuminolTM) (Sigma Chemical
Company, St. Louis, MO) und Geschwindigkeitsbeschleuniger wie beispielsweise
p-Hydroxybiphenyl
(auch bekannt als p-Phenylphenol) (Sigma Chemical Co., St., MO),
verwendet werden, um Enzyme wie beispielsweise die Meerrettich-Peroxidase durch
eine Fluoreszenzreaktion zu amplifizieren; und luminogene oder fluorogene
Dioxetan-Derivate von Enzymsubstraten können ebenfalls verwendet werden.
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Erkennungsstellen
für Enzyme,
beispielsweise Schnittstellen von Restriktionsenzymen auf Nukleinsäuremolekülen, können ebenfalls
zur Bereitstellung einer feststellbaren Markierung in ein Makromolekül aufgenommen
werden. Eine Markierung kann auch hergestellt werden durch Aufnehmen
einer modifizierten Base, Aminosäure,
oder eines Vorläufers,
der irgendeine Markierung enthält,
Aufnahme einer modifizierten Base oder Aminosäure enthaltend eine che mische
Gruppe, die durch spezifische Antikörper erkennbar ist, oder durch
Feststellen eines gebundenen Antikörperkomplexes durch verschiedene
Mittel, einschließlich
Immunfluoreszenz- oder immun-enzymatischer Reaktionen. Solche Markierungen
können
unter Verwendung von enzymgekoppelten Immunassays (ELISA) oder durch
Detektion einer Farbänderung
mit Hilfe eines Spektralphotometers festgestellt werden.
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Dehydratisierungsmittel
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Das
Dehydratisierungsmittel ist eine chemische Verbindung oder Mischung
von Verbindungen, die in der Lage ist, Wasser von dem Makromolekül zu einem
stark ionischen Medium abzuziehen. Geeignete Dehydratisierungsmittel
beinhalten wasserlösliche
nicht-ionisierbare lineare oder verzweigte Polymere von hohem Molekulargewicht.
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Bevorzugt
ist das Dehydratisierungsmittel eine Mischung aus zwei oder mehr
löslichen,
linearen Polymeren wie beispielsweise Polyvinylpyrrolidon und Polyethylenglykol.
Solch eine Polymermischung kann nach bekannten Methoden hergestellt
werden. Es für
den Fachmann ersichtlich, daß andere
lösliche,
lineare Polymere, wie beispielsweise Dextran, Nonylphenolethoxylate,
Polyvinylalkohol und Mischungen davon zusätzlich zu PVP und PEG oder
anstatt entweder BVG oder PEG verwendet werden könnten.
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PVP
ist ein nichtionogenes, hydrophiles Polymer mit einem mittleren
Molekulargewicht im Bereich von ungefähr 10.000 bis 700.000 und der
chemischen Formel (C6H9NO)n. PVP ist auch als Poly[1-(2-Oxo-1-pyrrolidinyl)ethylen],
PovidonTM, PolyvidonTM,
RP 143TM, KollidonTM,
Peregal STTM, PeristonTM,
PlasdoneTM, PlasmosanTM,
ProtagentTM, Subtosan und VinisilTM bekannt. PVP ist nicht toxisch, stark
hygroskopisch und löst
sich leicht in Wasser oder organischen Lösungsmitteln.
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Polyethylenglykol
(PEG), auch bekannt als Poly(oxyethylen)glykol, ist ein Kondensationspolymer
aus Ethylenoxid und Wasser mit der allgemeinen chemischen Formel
OH (CH2CH2O)nH.
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Dextran
ist ein Begriff, der auf Polysaccharide angewendet wird, die von
Bakterien gebildet werden, die auf einem Saccharosesubstrat wachsen.
von Bakterien wie beispielsweise Leuconostoc mesenteroides und Lactobacteria
dextranicum gebildete native Dextrane haben üblicherweise ein hohes Molekulargewicht.
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Nonylphenolethoxylate
(NPEs) stellen eine Klasse von langkettigen Verbindungen dar, die
häufig
als oberflächenaktive
Mittel verwendet werden. Sie sind üblicherweise derivatisiert,
um den gewünschten
Löslichkeitserfordernissen
zu entsprechen.
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Polyvinylalkohol
(PVA) ist ein Polymer, das aus Polyvinylacetaten durch Ersetzung
der Acetatgruppe mit Hydroxylgruppen hergestellt wird und die Formel
(CH2CHOH)n aufweist.
Die meisten Polyvinylalkohole sind in Wasser löslich.
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PEG,
Dextran, PVA und PVP sind kommerziell von Chemielieferanten wie
beispielsweise Sigma Chemical Co. (St. Louis, MO) erhältlich.
NPEs erfordern eine Synthese auf Anforderung und können von
speziellen Chemikalienherstellern bezogen werden.
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Am
meisten bevorzugt ist das Dehydratisierungsmittel eine Polymermischung,
die eine wäßrige Lösung von
PVP mit einem Molekulargewicht zwischen 10.000 und 360.000, am meisten
bevorzugt 40.000, und PEG mit einem Molekulargewicht zwischen 200
und 35.000 enthält.
Bevorzugt VP weist PVP ein Molekulargewicht von 40.000 und PEG ein
Molekulargewicht von 3500 auf. Alternativ wird PVP mit einem Molekulargewicht
von 360.000 bevorzugt, um Mikropartikel mit einer einheitlichen
Größe zu erhalten.
Vorzugsweise ist das PVP in einem Acetatpuffer gelöst und PEG
wird zu der wäßrigen PVP-Lösung hinzugegeben.
Die Konzentration jedes Polymers liegt, abhängig vom Molekulargewicht jedes
Polymers, vorzugsweise zwischen 1 und 40 g/100 ml. Am meisten bevorzugt
beträgt
die Konzentration jedes Polymers 24 g/100 ml oder 24%. Gleiche Konzentrationen
von PVP und PEG liefern in der Regel die geeignetste Polymermatrix
für die
Bildung eines Polymer-Mikropartikels. Das Volumen von zu dem Makromolekül hinzugefügten Polymer
variiert in Abhängigkeit von
der Größe und Menge
des Makromoleküls.
Vorzugsweise werden drei Volumen der Polymermischung zu einem Volumen
einer Lösung
mit dem Makromolekül
hinzugefügt.
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Inkubationsbedingungen
unter Verwendung von Hitze
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Mikropartikel
werden durch Inkubieren des Makromoleküls und der Dehydratisierungsmittel-Mischung für eine vorbestimmte
Zeitdauer bei einer Temperatur über
Raumtemperatur gebildet. Vorzugsweise wird die Mischung für eine Zeit
zwischen ungefähr
fünf Minuten
und zwei Stunden bei einer Temperatur von größer oder gleich 37°C und weniger
als oder gleich 80°C
in einem Wasserbad inkubiert. Am meisten bevorzugt wird die Mischung
für 15–30 Minuten
bei einer Temperatur zwischen 50°C
und 70°C
inkubiert.
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Die
Mikropartikelgröße kann
durch Anpassung der Inkubationsbedingungen kontrolliert werden.
zum Beispiel kann die Inkubationstemperatur allmählich oder schrittweise von
Raumtemperatur auf die gewünschte erhöhte Inkubationstemperatur
angehoben werden oder die Gesamtinkubationszeit kann erhöht werden.
Darüber
hinaus kann der Umfang der Mikropartikel-Aggregation durch Variieren
der Konzentration, des Volumens oder der Zusammensetzung des Dehydratisierungsmittels
kontrolliert werden.
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Vernetzungsmittel
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Mikropartikel
werden alternativ durch Zufügen
eines Vernetzungsmittels zur Vernetzung der dehydratisierten Makromoleküle gebildet.
Das Vernetzungsmittel ist ein bi- oder
multifunktionales chemisches Reagenz, daß die Makromoleküle und,
in einigen Fällen,
das dehydratisierende Mittel körperlich
verbindet. Beispiele für
geeignete Vernetzungsmittel beinhalten Dialdehyde oder andere Mittel
wie beispielsweise Amine, multivalente Ionen und multifunktionale
Moleküle,
die eine "Affinität" für bestimmte
reaktive Gruppen auf dem vernetzten Makromolekül aufweisen.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
verbindet das Vernetzungsmittel die Makromoleküle kovalent zu einer stabilen
dreidimensionalen Struktur. Am meisten bevorzugt ist das vernetzungsmittel
ein bifunktionales Reagenz wie beispielsweise Glutaraldehyd; p,p'-Difluor-m,m'-dinitrodiphenylsulfon; Hexamethylendiisocyanat; n,n'-(1,3-Phenylen)-bis-maleimid;
n,n'-Ethylen-bis-iodacetamid;
3,6-bis-(Mercurimethyl)dioxan;
bis-Diazobenzidin; Woodward's
K; bis-Oxirane; Dimethyladipimidat; Dimethylsuberimidat; Diethylmalonimidat;
Phenol-2,4-disulfonylchlorid; Divinylsulfon; und Carbodiimide.
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Am
meisten bevorzugt ist das Vernetzungsmittel ein Dialdehyd wie beispielsweise
Glutaraldehyd, das mit primären
Aminen eine Schiffsche Base bildet, die durch Reduktion mit Borhydrid
unter milden Bedingungen stabile sekundäre Amine ergeben.
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Ein
Beispiel für
einen anderen Typ von Vernetzungsmittel sind die N-substituierten
Maleimide, die unter milden Bedingungen spezifisch für Sulfhydrilgruppen
sind. Verschiedene N-Aryl- und N-Alkyl-bis-maleimide sind kommerziell
erhältlich,
einschließlich
Azophenyldimaleimid. Diese sind in Wasser unlöslich und werden im allgemeinen
in stöchiometrischen
Mengen als Feststoff zu einer wäßrigen Lösung der
Reaktanden bei pH 7 bis 8 hinzugefügt.
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Bifunktionale
Alkylhalide reagieren primären
mit Thiol-, Imidazol- und Aminogruppen. Bei neutralem oder leicht
alkalischem pH läuft
bevorzugt die Reaktion mit Sulfhydrilgruppen ab, während bei
höheren pH-Werten
die Reaktion mit Aminogruppen bevorzugt abläuft. Andere Verbindungen beinhalten
Alkylhalide wie beispielsweise 1,5-Difluor-2,4-dinitrobenzol, die in Wasser
unlöslich
sind und bevorzugt mit Aminogruppen und phenolischen Tyrosingruppen
reagieren, die aber auch mit Sulfhydril- und Imidazolgruppen reagieren.
Für eine schnelle
Reaktion sind vergleichsweise hohe pH-Werte erforderlich. Das Reagenz
wird im allgemeinen als eine konzentrierte Aceton-Lösung zu
einer wäßrigen Lösung der
Reaktanden hinzugefügt
und Produktbildung. Isocyanate reagieren mit Aminen und bilden substituierte
Harnstoffe, mit Alkoholen und bilden Urethane, und mit Wasser und
bilden Amine und Kohlendioxid. Bei alkalischem pH läuft die
Reaktion mit Aminen bevorzugt ab. 2,2-Dicarboxy-4,4'-azophenyldiisocyanat
ist wasserlöslich
und weist den Vorteil auf, daß die
Verbindung, die es bildet, rasch durch Reduktion der Azogruppe mittels
Dithionit gespalten werden kann. Acylierende Mittel können ebenfalls
verwendet werden, wie beispielsweise viele der aliphatischen oder
aromatischen Dicarbon- oder Disulfonsäuren, die aktiviert werden,
um bifunktionale acylierende Mittel zu bilden, die in der Lage sind, unter
milden Bedingungen zu reagieren. Die Nitrophenylester von Dicarbonsäuren und
die aromatischen bis-Sulfonylchloride
sind Beispiele dafür.
Diese sind in Wasser unlöslich
und hydrolysieren rasch. Die bis-Sulfonylchloride reagieren mit
Aminogruppen zur Bildung stabiler Sulfonamid-Bindungen, die anschließend mit HBr
in Eisessig gespalten werden können.
Bifunktionale Imidoester, die in Wasser löslich sind und mit Aminogruppen
unter milden Bedingungen und mit hohem Grad an Spezifität reagieren,
können
ebenfalls verwendet werden. Dimethylsuberimidat kann in einem 0,2
M Triethanolamin-HCl-Puffer, pH 8,5, für drei Stunden bei Raumtemperatur
verwendet werden. Das erhaltene Amid ist gegenüber Säurehydrolyse stabil, kann aber
mit Ammonium gespalten werden. Vinylsulfone, die primär mit Aminogruppen
reagieren, bei hohen pHs aber mit Kohlenhydraten, Phenol und Alkoholen
reagieren, können
verwendet werden.
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Die
Konzentration des Vernetzungsmittels in der Inkubationsmischung
sollte ausreichen, alle aktiven Gruppen der Makromoleküle zu binden.
Es gibt eine direkte Beziehung zwischen der Konzentration des Vernetzungsmittels
und der Zahl der nach der Inkubation gebildeten Mikropartikel. Generell
werden mehr Mikropartikel gebildet, wenn die Konzentration von Vernetzungsmittel
in der Inkubationsmischung erhöht
wird. Bevorzugt liegt die Konzentration des Vernetzungsmittel in
der Inkubationsmischung zwischen ungefähr 5 und 200 Mikrolitern einer
25% Glutaraldehyd-Lösung
pro Milliliter Inkubationsmischung.
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Inkubationsbedingungen
für die
Vernetzung
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Bevorzugt
ist das Dehydratisierungsmittel eine Polymerlösung, wobei das Makromolekül, Polymer
und die Vernetzungsmittelmischung, beispielsweise durch Verwirbeln
("Vortexing"), kräftig vermischt
werden, um eine ausreichende Wechselwirkung zwischen den Makromolekülen, Polymeren
und dem Vernetzungsmittel zu ermöglichen,
und bei Raumtemperatur (20°C)
oder bei einer Temperatur unterhalb Raumtemperatur für eine ausreichende
Zeitspanne unter Mischen inkubiert werden, um die maximale Bildung
von Mikropartikeln zu ermöglichen.
Alternativ können
die Mikropartikel unter Verwendung einer Kombination von vernetzungsmittel und
Hitze gebildet werden, vorzugsweise durch Inkubation bei einer Temperatur
größer als
oder gleich 37°C und
weniger als oder gleich 80°C.
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Die
Dauer der Inkubationszeit hängt
von den entsprechenden Konzentrationen des Polymers und Affinitätsmoleküls und der
Inkubationstemperatur ab. Vorzugsweise werden die Polymermischung
und die Makromoleküle
zwischen 30 Minuten und 24 Stunden inkubiert.
-
Am
meisten bevorzugt werden die Polymermischung und die Makromoleküle durch
Rühren
oder Schütteln
für 120
Minuten bei Raumtemperatur gemischt und dann bei 4°C über Nacht
ohne Schütteln
stehengelassen.
-
Der
pH der Inkubationsmischung wird im allgemeinen durch den pH des
Dehydratisierungsmittel bestimmt und kann durch zufügen einer
geeigneten Menge eines sauren oder basischen Puffers entweder zur Dehydratisierungsmittel-
oder Makromoleküllösung, oder
zu beidem, eingestellt werden, be vor sie gemischt werden. Wenn das
die Dehydratisierungsmittel eine Lösung linearer Polymere ist,
besteht eine direkte Beziehung zwischen der Größe der am Ende des Inkubationsschrittes
gebildeten Mikropartikel und dem pH der Inkubationsmischung. Bei
einem höheren
(mehr basischen) pH werden größere Mikropartikel
gebildet. Bei einem niedrigeren pH sind die gebildeten Mikropartikel
kleiner. Der pH der Inkubationsmischung linearer Polymere liegt
vorzugsweise zwischen etwa 5 und 8.
-
Quenching
der Bindungsstellen
-
Es
ist für
den Fachmann ersichtlich, daß nach
der Inkubation ein Quenching-Mittel zu den erhaltenen Mikropartikeln
hinzugefügt
werden kann, um nicht umgesetzte Bindungsstellen des Vernetzungsmittels
zu blockieren, um eine anschließende
unspezifische Bindung zu vermindern. Für den Fall, daß das Dehydratisierungsmittel
eine Lösung
linearer Polymere wie beispielsweise PVP/PEG ist, sind geeignete
Quenching-Mittel Verbindungen wie beispielsweise Aminosäuren oder
Albumin, die wesentliche Anzahlen von Aminogruppen enthalten. Vorzugsweise
ist das Abschreckungsmittel eine Lösung, die Lysin oder Glycin
enthält.
Am meisten bevorzugt ist das Abschreckungsmittel die Aminosäure Glycin
in einer Konzentration im Bereich von 0,1 bis 0,5 M.
-
Aufreinigung
der Mikropartikel
-
Die
gebildeten Mikropartikel werden von nicht umgesetzten Verbindungen
der Inkubationsmischung durch konventionelle Trennverfahren, die
dem Fachmann wohlbekannt sind, abgetrennt. Vorzugsweise wird die
Inkubationsmischung zentrifugiert, so daß die Mikropartikel auf den
Boden des Zentrifugenröhrchens
fallen und die nicht umgesetzten Bestandteile im überstand
verbleiben, der dann dekantiert teile im überstand verbleiben, der dann
dekantiert wird. Alternativ wird die Inkubationsmischung, die die
gebildeten Mikropartikel enthält,
filtriert, so daß die
Mikropartikel auf dem Filter verbleiben und die nicht umgesetzten
Bestandteile das Filter passieren.
-
Eine
weitere Aufreinigung der Mikropartikel wird durch Waschen in einem
geeigneten Volumen einer Waschlösung
erreicht. Die bevorzugte Waschlösung
ist ein Puffer, am meisten bevorzugt eine phosphatgepufferte Salzlösung, die
das Abschreckungsmittel enthält.
Wiederholte Waschungen können,
falls erforderlich, durchgeführt
werden.
-
Es
ist für
den Fachmann ersichtlich, daß einige
der Dehydratisierungsmittel in die Makromolekülstruktur aufgenommen werden
können
und einen Teil der molekularen Zusammensetzung jedes Mikropartikels
bilden können.
-
Mikropartikeleigenschaften
-
Die
durch das vorstehende Verfahren gebildeten Mikropartikel können, abhängig von
der Temperatur, Polymergröße und -mischung
und der Proteinkonzentration, in ihrer Gestalt kugelförmig oder
nicht-kugelförmig sein,
mit einem oder mehreren aktiven Stellen auf der Oberfläche jedes
Mikropartikels. Die elliptische Gestalt und Granularität der Mikropartikel
schafft ein Partikel, die eine größere Oberfläche aufweisen als kugelförmige Mikropartikelperlen,
und erlaubt die Aufnahme einer größeren Anzahl von Makromolekülen pro
Mikropartikel als dies bei konventionellen kugelförmigen Perlen
erreicht werden könnte.
-
Darüber hinaus
sind die Mikropartikel in dem Beispiel, bei dem die Mikropartikel
aus Makromolekülen wie beispielsweise
Immunglobulin, vernetzt mit Glutaraldehyd in Gegenwart von PVP/PEG,
gebildet werden, bei alkalischem und sauren pH stabil und werden
bei Verabreichung in vivo nicht absorbiert.
-
Die
Mikropartikel sind für
einen weiten Bereich von diagnostischen, therapeutischen und forscherischen
Zwecken geeignet, wie dies in größerer Ausführlichkeit
unten beschrieben ist. Für
In-vivo-Diagnosezwecke können
die Mikropartikel zum Beispiel ein Makromolekül wie beispielsweise ein Immunglobulin
oder einen Zellrezeptor beinhalten, das/der mit einem feststellbaren
Marker markiert ist. Die Injektion eines markierten Mikropartikels
in einen Patienten schafft ein Bildgebungsmittel für die Diagnose
einer proliferativen Erkrankung wie beispielsweise Krebs oder ein
Werkzeug für
die Beurteilung des Erfolgs eines therapeutischen Mittels bei der
Reduzierung der Proliferation einer bestimmten schädlichen
Zelle oder eines schädlichen
Organismus. Für In-vitro-Diagnosen
werden die Mikropartikel, die ein Makromolekül wie beispielsweise ein Immunglobulin,
einen Zellrezeptor oder eine für
die zu untersuchende Zelle oder den zu untersuchenden Organismus
spezifische Oligonukleotidsonde enthalten, mit einer Testprobe zusammengebracht,
die Mikropartikel werden von allen nicht gebundenen Bestandteilen
der Probe abgetrennt und gebundene Moleküle werden durch konventionelle
Verfahren detektiert. Die Mikropartikel sind als therapeutische
Mittel geeignet, wenn die Mikropartikel ein therapeutisches Arzneimittel
enthalten, und werden für
die langsame Abgabe oder zielgerichtete Zuführung des Arzneimittels an
die behandlungsbedürftige
Stelle in einen Patienten injiziert.
-
Die
Mikropartikel sind auch geeignet zur Reinigung von Molekülen aus
einer komplexen Mischung, als Reagenz zur Bestimmung oder Quantifizierung
eines spezifischen Moleküls
oder für
die Herstellung von Molekülen
wie beispielsweise Antikörpern.
Zum Beispiel können
Mikropartikel, die ein Makromolekül wie beispielsweise ein Immunglobulin
enthalten, an eine Chromatographiesäule gebunden werden und bei
der Immunaffinitätschromatographie
zur Trennung eines Liganden aus einer komplexen Mischung verwendet
werden. Alternativ können
Mikropartikel, die ein markiertes Makromolekül oder eine Mischung von markierten
Makromolekülen
enthalten, die für
verschiedene Zellen oder Biomoleküle, wie beispielsweise Zellrezeptoren,
spezifisch sind, verwendet werden, um unter Verwendung von Techniken
wie der Durchflußzytometrie
eine Änderung
in der Zahl von Zellen oder Biomolekülen in Reaktion auf eine bestimmte
Testbedingung festzustellen. Darüber
hinaus können
die Mikropartikel als Adjuvanzien zur Impfstoffherstellung verwendet
werden, wobei antigenhaltige Mikropartikel in ein Versuchstier,
beispielsweise eine Maus oder ein Kaninchen, injiziert werden, um
eine verbesserte Immunantwort zur Herstellung von Antikörpern gegen
das Antigen auszulösen.
-
In-vitro-Diagnostik
-
In-vitro-Tests
-
Die
beschriebenen Mikropartikel sind verwendbar als Festphasenpartikel
in einem Test, beispielsweise einem enzymgekoppelten Immunassay,
Dot-Blot oder Western-Blot, zur Bestimmung eines bestimmten Zielobjekts
wie beispielsweise einer Zelle, eines Biomoleküls oder Arzneimittels in einer
biologischen Probe. Die für
diesen Zweck angepaßten
Mikropartikel sind aus Affinitätsmolekülen zusammengesetzt,
die spezifisch für
das Zielmolekül
sind. Beispielsweise ist das Makromolekül ein Immunglobulin, Zellrezeptor
oder eine Oli gonukleotidsonde und ist an ein Teströhrchen oder
eine Mikrotiterplatte gebunden.
-
Zur
Bestimmung oder Quantifizierung eines interessierenden Zielmoleküls wird
eine Probe mit einer die Mikropartikel enthaltenden Lösung zusammengebracht,
die Makromoleküle
auf den Mikropartikeln werden mit den Zielmolekülen in Reaktion gebracht, die
Mikropartikel werden von allen nicht gebundenen Bestandteilen der
Probe abgetrennt, und die Mikropartikel, die gebundene Moleküle enthalten,
werden mit Hilfe konventioneller Methoden bestimmt. Fluoreszenzmarkierte
Mikropartikel sind besonders gut geeignet für die durchflußzytometrische
Analyse gemäß Verfahren,
die dem Fachmann wohlbekannt sind.
-
Histopathologie
-
Die
vorliegend beschriebenen Mikropartikel sind geeignet als sichtbare
Sonden oder Marker einer Erkrankung in einer histologischen Probe.
Die Makromoleküle
der für
diese Verwendung angepaßten
Mikropartikel sind spezifisch für
Biomoleküle,
die während
eines bestimmten krankhaften Zustandes exprimiert werden, und sind
mit einer detektierbaren Markierung markiert. Zum Beispiel ist das
Makromolekül
ein Immunglobulin, Zellrezeptor oder eine Oligonukleotidsonde, die
für eine
anormale Zelle, beispielsweise eine rasch proliferierende Zelle
oder einen pathologischen Organismus, zum Beispiel einen Virus,
spezifisch ist.
-
Zur
Feststellung eines pathogenen Zustands wird eine histologische Probe
mit einer Lösung,
die Mikropartikel enthält,
zusammengebracht, die markierten Makromoleküle auf den Mikropartikeln werden
mit dem interessierenden Zielmolekül in Reaktion gebracht und
gebundene Mikropartikel wer den durch Bestimmung der Markierung nach
Verfahren, die dem Fachmann wohlbekannt sind, bestimmt.
-
In-vivo-Diagnostik – Bildgebung
-
In
gleicher Weise wie oben in Bezug auf die Verwendung der Mikropartikel
für die
Histopathologie beschrieben, sind die hier beschriebenen Mikropartikel
als Bildgebungsmittel für
eine In-vivo-Lokalisierung eines bestimmten Moleküls, Zelltyps
oder eines krankhaften Zustandes geeignet. Die Makromoleküle auf den
für diese
Verwendung angepaßten
Mikropartikeln sind spezifisch für
Moleküle,
eine durch eine bestimmte Zelle oder einen pathologischen Organismus
exprimiert werden, und sind mit einer detektierbaren Markierung
markiert. Zum Beispiel ist das Makromolekül ein Immunglobulin, Zellrezeptor
oder eine Oligonukleotidsonde, die spezifisch ist für eine Tumorzelle
oder einen pathologischen Organismus, wie beispielsweise einen Virus.
-
Die
Mikropartikel werden verwendet, um entweder einen pathologischen
Zustand festzustellen oder den Erfolg einer Therapie, beispielsweise
einer Chemotherapie oder Operation, zu überwachen, um sicherzustellen,
daß die
Größe eines
anormalen Gewebetumors sich verringert hat oder vollständig entfernt
wurde. Für diese
Verwendung erhält
ein Patient eine vorzugsweise intravenöse Verabreichung einer Mikropartikellösung, den
markierten Makromolekülen
auf den Mikropartikeln wird eine ausreichende Zeit zur Verfügung gestellt,
das betroffene Organ oder die betroffene Region des Körpers zu
lokalisieren, das Makromolekül
wird mit einem Zielmolekül,
das durch die untersuchte Zelle oder den untersuchten Organismus
exprimiert wird, in Reaktion gebracht, und gebundene Mikropartikel
werden durch Detektion der Markierung mittels konventioneller Bildgebungstechni ken,
die dem Fachmann wohlbekannt sind, beispielsweise Röntgenstrahlen,
bestimmt.
-
Therapeutika – Arzneimittel-Zuführsysteme
-
Die
Mikropartikel sind geeignet für
eine Therapie, wenn sie aus einer vernetzten pharmazeutischen Verbindung
oder einem vernetzten Träger,
wie beispielsweise Albumin, der ein therapeutisches Mittel enthält, zusammengesetzt
sind. Die Mikropartikel können
entweder für
die langsame Abgabe des Mittels an den Körper sorgen oder die Mikropartikel
können
eine Affinitätsmoleküle enthalten,
das spezifisch für
ein Zielgewebe oder einen Tumor ist, und in einen Patienten injiziert
werden, um das therapeutische Mittel, beispielsweise ein Antitumor-,
Antiviren-, antibakterielles, antiparasitisches oder antiarthritisches
Mittel, ein Zytokin, Hormon oder Insulin zielgerichtet direkt an
den therapiebedürftigen
Ort zuzuführen.
-
Forschungsanwendungen
-
Die
Mikropartikel sind auch als Forschungswerkzeuge für die Aufreinigung
eines Biomoleküls
aus einer komplexen Mischung, als Reagenz für die Bestimmung oder Quantifizierung
eines Biomoleküls
oder für die
Herstellung von Biomolekülen,
wie beispielsweise Antikörpern,
geeignet.
-
Zum
Beispiel werden in Mikropartikel, die aus einem Makromolekül, beispielsweise
einem Immunglobulin, zusammengesetzt sind, an eine Chromatographiesäule gebunden
und bei der Immunaffinitätschromatographie
zur Trennung eines Liganden aus einer komplexen Mischung verwendet.
Dem Fachmann ist ersichtlich, daß Mikropartikel zur Verwendung
in der Hochdruck-Flüssigchromatographie
zunächst
an eine nicht kompressible Festphasen-Kugeln oder -perlen gebunden
werden sollten, so daß die
Säulenpackung
ihre feste Struktur unter Druck beibehält.
-
Alternativ
werden Mikropartikel, die ein markiertes Makromolekül oder eine
Mischung markierter Makromoleküle
enthalten, die spezifisch für
verschiedene Zellen oder zellrezeptoren sind, verwendet, um unter Verwendung
von Techniken wie beispielsweise der Durchflußzytometrie Änderungen
in der Zahl der Zellen oder Zelloberflächenrezeptoren als Reaktion
auf eine bestimmte Testbedingung festzustellen.
-
Darüber hinaus
sind die Mikropartikel geeignete Adjuvanzien für die Antikörperbildung, wobei antigenhaltige
Mikropartikel in ein Tier, beispielsweise eine Maus oder ein Kaninchen,
injiziert werden, um Impfstoff herzustellen, oder einen Menschen,
um Immunität
gegenüber
einem Antigen zu induzieren, um eine verstärkte Immunantwort zur Herstellung
von Antikörpern
gegenüber
dem Antigen auszulösen.
-
Kit zur Herstellung
von Mikropartikeln
-
Ein
Kit zur Herstellung von Mikropartikeln wird bereitgestellt. Der
Kit enthält
die folgenden Reagenzien: ein Dehydratisierungsmittel und ein vernetzungsmittel.
Der Anwender des Kits kann den Kit für die Herstellung von kundenspezifischen
Mikropartikeln verwenden, wobei der Benutzer die Makromoleküle liefert,
aus denen die Mikropartikel gebildet werden. Alternativ kann der
Kit ein oder mehrere Makromoleküle,
in Lösung
oder in lyophilisierter Form, zur Herstellung von interessierenden
Mikropartikeln für
den Benutzer enthalten. Die gebildeten Mikropartikel können dann
wie oben beschrieben für
die Forschung, die Therapeutik oder Diagnostik verwendet werden.
Der Kit enthält
vorzugsweise auch einen Puffer wie beispielsweise phosphatgepufferte Salzlösung, der
ein Quenching-Mittel, beispielsweise Glycin, enthält, um unspezifische
Bindung durch das quervernetzende Mittel zu verhindern. Eine detektierbare
Markierung oder ein vormarkiertes Makromolekül können ebenfalls in dem Kit enthalten
sein, um Mittel bereitzustellen, die Anwesenheit des Mikropartikels
in einer Probe oder einem Patienten festzustellen.
-
Die
oben beschriebenen Polymerpartikel und Verfahren werden mit Bezug
auf die folgenden nicht limitierenden Beispielen besser verstanden
werden.
-
Beispiel 1: Herstellung
von Mikropartikeln mit Gammaglobulin und einer Polymermischung aus
Polyvinylpyrrolidon und Polyethylenglykol, und eine Stabilitätsanalyse
davon
-
Mikropartikelbildung
-
Die
Mikropartikel wurden durch Zusammenbringen von Gammaglobulin, einer
von fünf
Molekulargewichts-Zubereitungen
(MG 10.000 bis 360.000) einer 5–25%
Polyvinylpyrrolidon-Lösung,
und einer Zubereitung konstanten Molekulargewichts (MG 3.500) einer
25% Polyethylenglykol-Lösung (beide
zubereitet wie unten in Beispiel 2 beschrieben) in Gegenwart von
Glutaraldehyd bei einem Reaktions-pH im Bereich zwischen 6,9 und
7,75 durch das folgende Verfahren gebildet. Die Mikropartikel waren
sowohl in sauren als auch basischen Lösungen stabil.
-
Fünf Polymermischungen,
von denen jede eine andere Molekulargewichts-Zubereitung von Polyvinylpyrrolidon
enthielt, wurden wie in Tabelle 1 unten angegebenen herge stellt.
20 Mikroliter Glutaraldehyd (25%, Sigma Chemical, Company, St. Louis,
MO) wurden zu jeder Polymermischung hinzugefügt. Ein Milliliter gereinigtes
Ziegen-Gammaglobulin
(Sigma Chemical, St. Louis, MO), gereinigt gemäß bekannter Verfahren, wurden
mit jedem der fünf
Polymermischungen durch kurzes Verwirbeln ("Vortexen") in Reaktion gebracht. Die Reaktionslösungen wurden
für 40
Minuten bei 20°C
gemischt und dann bei 4°C über Nacht
inkubiert.
-
Alle
fünf Reaktionslösungen wurden
auf 20°C
aufgewärmt,
100 μl DL-Lysin
(Chemical Company, St. Louis, MO) wurden zu jeder Lösung hinzugefügt und die
Lösung
wurde für
90 Minuten bei 20°C
gemischt.
-
Die
Lösung
wurde bei 5000 UPM für
30 Minuten bei 20°C
zentrifugiert. Die Überstände wurden
abgegossen und die Niederschläge
in 1 ml einer Pufferlösung,
enthaltend 1,0 ml phosphatgepufferter Salzlösung (PBS), enthaltend 0,2%
Tween (Sigma Chemical Company, St. Louis, MO), resuspendiert.
-
Einhundert
Mikroliter jedes resuspendierten Niederschlags wurden mit 100 μl einer 1
: 2000-Verdünnung
von Anti-Ziegen-IgG-Peroxidase-Konjugat
für 15
Minuten bei 20°C
in Reaktion gebracht. Ein ml des PBS/Tween-Puffers wurde zu jeder
Reaktionsmischung hinzugefügt
und die Mischung wurde bei 4°C über Nacht
inkubiert.
-
Die
Proben wurden zentrifugiert, 100 μl
des überstand
wurden jeweils entfernt und mit 300 μl TM Blue in Reaktion gebracht.
Die verbleibenden überstände wurden
vorsichtig abgegossen und die Niederschläge wurden in 1 ml der PBS/Tween-Lösung resuspendiert.
-
Die
resuspendierten Proben wurden erneut zentrifugiert, 100 μl wurden
entfernt und mit 300 μl
TM Blue in Reaktion gebracht, die Überstände dekantiert und die Niederschläge in 1
ml PBS/Tween resuspendiert. Ein 100-μl-Aliquot des resuspendierten
Niederschlags wurde mit 300 μl
TM Blue in Reaktion gebracht.
-
Die
resuspendierten Proben wurden erneut zentrifugiert, 100 μl wurden
entfernt und mit 300 μl
TM Blue in Reaktion gebracht, die Überstände dekantiert und die Niederschläge in 1
ml PBS/Tween resuspendiert. Ein 100-μl-Aliquot des resuspendierten
Niederschlags wurde mit 300 μl
TM Blue in Reaktion gebracht. Die Ergebnisse sind in den Tabellen
I und 2 dargestellt.
-
Tabelle
1: Menge und Eigenschaften von Mikropartikeln, die mit fünf verschiedenen
MG-Zubereitungen von PVP gebildet wurden
-
Tabelle
2: Relative Gammaglobulin-Konzentration in Überstands- und Niederschlags-Fraktionen
nach Mikropartikelbildung und -waschung
-
Die
in Tabelle 1 dargestellten Ergebnisse zeigen, daß Mikropartikel für alle fünf Lösungen mit
verschiedenen Molekulargewichts-Zubereitungen von PVP in Gegenwart
von Glutaraldehyd gebildet werden.
-
Die
in Tabelle 2 dargestellten Ergebnisse zeigen, daß das Gammaglobulin selbst
nach drei Waschungen an die im Niederschlag vorhandenen Mikropartikel
angeheftet war.
-
Mikropartikel-Stabilitätsanalyse
-
Drei
Reaktionen wurden für
den ersten resuspendierten Niederschlag aus Reaktion #3 durchgeführt, um
die Wirkung von sauren oder basischen Lösungen auf die Stabilität von Mikropartikeln
wie folgt zu analysieren.
-
Einhundert
Mikroliter des ersten resuspendierten Niederschlags aus Reaktion
#3 wurden in drei Teströhrchen gegeben.
Zweihundert Mikroliter entionisiertes Wasser wurden zum ersten Teströhrchen hinzugegeben.
Die Partikel wurde beobachtet. Zweihundert Mikroliter 1 N Essigsäure wurden
zu dem zweiten Teströhrchen
hinzugegeben. Es wurden Partikel beobachtet, die dieselbe Größe wie indem
ersten Teströhrchen
aufwiesen. Zweihundert Mikroliter 1% NaOH wurden in das dritte Teströhrchen gegeben.
Es wurden Partikel beobachtet, die dieselbe Größe aufwiesen wie in dem ersten
Teströhrchen.
-
Alle
Röhrchen
wurden bei 4°C über Nacht
stehengelassen und über
den folgenden Tag erneut beobachtet. Röhrchen 1 und 2 veränderte sich
nicht. Röhrchen
3 schien kleinere Partikel aufzuweisen als die Röhrchen 1 oder 2.
-
Die
Ergebnisse zeigen, das ein saurer oder basischer pH die Stabilität der Partikel
nicht änderte.
-
Beispiel 2: Herstellung
und In-vitro-Analyse der Bindung von Anti-CEA-Mikropartikeln an
radioaktives CEA
-
Anti-CEA(carcinogenic
embryonic antigen)-Mikropartikel
wurden, wie allgemein für
Reaktion #3 in Beispiel 1 und weiter unten detaillierter beschrieben,
gebildet. Die erhaltenen Mikropartikel wurden dann mit verschiedenen
Konzentrationen von radioaktivem CEA zusammengebracht, um festzustellen,
ob die in die Mikropartikel aufgenommenen Anti-CEA-Antikörper ihre
Affinität
für den
CEA- Liganden behielten.
-
Zubereitung
von Anti-CEA-Mikropartikeln
-
Eine
14,3% Lösung
jedes Polymers, Polyvinylpyrrolidon (MG 40.000) und Polyethylenglykol
(MG 3.500), erhalten von Sigma, St. Louis, wurde durch Hinzufügen von
14,3 Gramm Polymer zu 100 ml destillierten Wassers hergestellt.
Der pH jeder 14,3%-Polymer-Lösung
wurde auf einen pH von ungefähr
6,25 eingestellt. Die Polymer-Lösungen
wurden 1 : 1 gemischt, um eine PVP/PEG-Polymer-Mischung herzustellen.
-
Als
Kontrollen wurde ein 0,45-ml-Aliquot von gereinigtem Ziegen-Anti-CEA-Gammaglobulin,
mit 3,6 ml der PVP/PEG-Polymer-Mischung durch Verwirbeln in Reaktion
gebracht, während
die Polymermischung in Abwesenheit von Glutaraldehyd zu dem Gammaglobulin
zugefügt
wurde. Die Reaktanden wurden für
drei 30 Minuten bei 3°C
stehengelassen. Die Reaktanden wurden bei 2300 UPM für 60 Minuten
bei 20°C
zentrifugiert. Die überstände wurden
dekantiert und die Niederschläge
in 0,9 ml phosphatgepufferter Salzlösung resuspendiert.
-
Die
resuspendierten Niederschläge
wurden mit 1,8 ml der Polymermischung gewaschen, auf pH 6,25 voreingestellt,
für 20
Minuten bei 3°C
stehengelassen und bei 5000 UPM für 30 Minuten bei 20°C zentrifugiert.
-
0,9
ml gereinigtes Ziegen-Anti-CEA-Gammaglobulin wurden mit 2 ml der
PVP/PEG-Polymer-Mischung, pH 6,25, enthaltend 20 μl Glutaraldehyd,
durch Verwirbeln in Reaktion gebracht, während die Polymermischung/Glutaraldehyd
zu dem Gammaglobulin hinzugefügt
wurde. Die Reaktanden wurden bei 20°C für 90 Minuten gemischt. Die
Reaktanden wurden bei 2300 UPM für
20 Minuten bei 20°C
zentrifugiert. Der Überstand
wurde dekantiert und der Niederschlag in 1 ml phosphatgepufferter
Salzlösung
resuspendiert. 80 Mikroliter DL-Lysin
wurden zu dem resuspendierten Niederschlag hinzugegeben und gemischt.
Die Reaktanden wurden bei 4°C über Nacht
stehengelassen.
-
Die
Reaktanden wurden bei 5000 UPM für
30 Minuten bei 20°C
zentrifugiert. Die Probe wurde dann für 60 Stunden bei 4°C stehengelassen
und erneut zentrifugiert. Der Überstand
erschien klar und wurde dekantiert. Der Niederschlag, der die Anti-CEA-Mikropartikel
enthielt, wurde in 10 ml phosphatgepufferter Salzlösung (1 ×) resuspendiert.
-
Bindungsanalyse
-
Radioaktives
CEA (I125) wurde mit phosphatgepufferter
Salzlösung,
enthaltend 10% flüssige Fisch-Glatine,
verdünnt.
Das verdünnte
I125-CEA enthielt 39.313 Counts pro 100 μl.
-
10
Reaktionsröhrchen,
die jeweils 100 μl
des verdünnten
I125-CEA enthielten, wurden wie unten in
Tabelle 3 angegeben durch Hinzufügen
des geeigneten Volumens von resuspendierten Anti-CEA-Mikropartikeln vorbereitet.
-
Die
Radioaktives-CEA/Anti-CEA-Mikropartikel-Mischungen in den Röhrchen 1–5 wurden für 2 Stunden im Kühlschrank
unter Schütteln
inkubiert. Die Radioaktives-CEA/Anti-CEA-Mikropartikel-Mischungen
in den Röhrchen
6–9 wurden
für 15
Minuten bei Raumtemperatur unter Schütteln inkubiert. Die Reaktanden
wurden dreimal mit phosphatgepufferter Salzlösung enthaltend 10% flüssige Fisch-Gelatine
gewaschen, 1 min in einer Hochgeschwindigkeits-Zentrifuge zentrifugiert,
und in phosphatgepufferter Salzlösung
resuspendiert. Die Ergebnisse zeigen, daß die Anti-CEA-Mikropartikel immunologisch
wirksam sind und mit CEA, wie zahlenmäßig in Tabelle 3 und grafisch
in 1 dargestellt, reagieren.
-
Tabelle
3: Quantitative Analyse der Bindung von Anti-CEA-Mikropartikeln an radioaktives CEA
-
Beispiel 3: Wirkung des
pH auf die Bildung von Mikropartikeln
-
Dieser
Versuch demonstriert die Wirkung des pH auf die Fähigkeit
zur Bildung von IgG-Mikropartikeln.
-
Versuchdurchführung
-
Eine
Polymermischung von PVP/PEG wurde wie allgemein in Beispiel 2 beschrieben
hergestellt (48% Gesamtpolymere) und auf den in Tabelle 4 angegebenen
pH eingestellt. Ein Milliliter jeder Lösung wurde in jeweils 7 Zentrifugenröhrchen gegeben: Tabelle
4
| Röhrchen # | pH
von PVP/PEG |
| 1 | 4,6 |
| 2 | 5,2 |
| 3 | 5,8 |
| 4 | 6,6 |
| 5 | 7,4 |
| 6 | 8,1 |
| 7 | 9,2 |
-
100 μl einer 5,0%
Glutaraldehyd-(Sigma, St. Louis, MO)Lösung in entionisiertem Wasser
wurde zu jedem Röhrchen
hinzugegeben und gut gemischt.
-
300 μl einer 3 ×-konzentrierten
Probe von aus menschlichem Plasma gereinigten menschlichem IgG wurde
wie oben in Beispiel 2 beschrieben unter Verwirbelung hinzugegeben.
Die Mischung wurde bei 20°C
für eine
Stunde gemischt und das Material bei 3800 UPM für 30 Minuten bei 20°C zentrifugiert.
Die Überstände wurden
dekantiert und die Partikel in fünf
ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS-Puffer
gewaschen, dann für
60 Minuten bei 20°C
gemischt und bei 3800 UPM für
30 Minuten bei 20°C
zentrifugiert. Die Überstände wurden
dekantiert und die Partikel in 5 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS gewaschen.
-
Beobachtungen
-
Nach
Zugabe des gereinigten IgG gegen zu den Röhrchen und Mischen für 20 Minuten
wurde ein Trend bei der Aggregatgröße beobachtet. Mit dem pH der
PVP/PEG-Mischung erhöhte
sich auch die Größe der gebildeten
Aggregate.
-
Erste Niederschläge
-
Wenn
der pH der PVP/PEG-Mischung anstieg, wurden die Niederschläge kleiner,
nasser und verfärbten
sich orange. Ein feststellbarer Unterschied trat bei pH 6,6 auf.
-
Röhrchen #7
mußte
sehr vorsichtig behandelt werden, da der Niederschlag nicht an der
Wandung des Röhrchens
anhaftete. 90% des Überstandes
wurden vorsichtig mit Hilfe einer Einweg-Pipette entfernt.
-
Erste Resuspension
-
Es
gibt eine direkte Beziehung zwischen dem pH der PVP/PEG-Mischung
und der Größe der gebildeten
Partikel. Mit steigendem pH stieg die Partikelgröße an. Bei pH 6,6 waren die
Partikel feststellbar größer als bei
pH 5,8.
-
Zweite Niederschläge
-
Bei
pH 6,6 und höher
hafteten die Niederschläge
nicht an der Wandung des Röhrchens
an und glitten leicht an der Seite des Röhrchens herab. Mit steigendem
pH veränderte
sich die Farbe der Niederschläge
von Gelb zu Orange.
-
Zweite Resuspension
-
Identischen
zur ersten Resuspension.
-
Die
Partikel wurden auf Raumtemperatur gebracht, gut gemischt und dann
bei 2600 UPM bei 20°C
für 30
Minuten zentrifugiert. Die Überstände wurden
dekantiert und die Niederschläge
in 5,0 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS-Puffer,
pH 5,6, resuspendiert. Der Waschvorgang wurde dann drei weitere
Male wiederholt, bis die Überstände klar
waren.
-
Schlußfolgerungen
-
Als
der pH der PVP/PEG-Mischung von 9,2 auf 4,6 herabgesetzt wurden,
wurde die Größe der durch die
quervernetzende Wirkung von Glutaraldehyd gebildeten Partikel kleiner
und einheitlicher in der Größe.
-
Beispiel 4: Herstellung
von enzymmarkierten Albumin-Mikropartikeln
-
- 1. Sechzig Milligramm Hühnerei-Albumin wurden in 2
ml einer Polymer-Mischung aus PVP/PEG, hergestellt wie in Beispiel
2, gelöst.
Der pH wurde mit 1 N HCl auf 4,5 eingestellt. 200 μl affinitätsgereinigter
Cappell-Kaninchen-Anti-Ziege-IgG-Meerrettich-Peroxidase(horse
radish peroxidase, HRP)-Konjugat
wurde zugefügt.
- 2. Die Mischung wurde für
30 Minuten durch Rotieren umgewälzt.
- 3. Eine 10% Glutaraldehyd-Lösung
wurde 1 : 4 verdünnt
und 200 μl
wurden zu der Mischung zugefügt.
- 4. Die Mischung wurde für
30 Minuten durch Rotieren umgewälzt.
- 5. Die Mischung wurde für
30 Minuten bei 20°C
bei 1500 UPM zentrifugiert und der Überstand entfernt.
- 6. Der Überstand
wurde in Glycin-Puffer resuspendiert und 2 Mal durch Zentrifugieren
bei 1500 UPM für
10 Minuten bei 20°C
gewaschen.
- 7. Der Niederschlag wurde in 0,15 M Tris-Salzlösung, pH
7,4, enthaltend 1% Fischgelatine, 2 ml Gesamtvolumen, resuspendiert
und enthielt Partikel.
-
Analyse
-
- 1. 4 Tropfen HRP-Substrat wurden zu zwei Glasröhrchen hinzugegeben.
- 2. 4 Tropfen des resuspendierten Niederschlags aus dem obigen
Schritt 7 wurden zu einem Röhrchen
hinzugegeben und gemischt.
- 3. 4 Tropfen des Überstandes
aus dem obigen Schritt 5 wurden in ein anderes Glasröhrchen gegeben
und gemischt.
-
Ergebnisse
-
- 1. Das Röhrchen,
das den Überstand
aus Schritt 5 enthielt, war klar (keine Farbe).
- 2. Das Röhrchen,
das den resuspendierten Niederschlag aus Schritt 7 enthielt, war
innerhalb von 5 Minuten marineblau in der Farbe, was darauf hindeutet,
daß die
Partikel mit HRP markiert waren.
-
Beispiel 5: In-vivo-Verabreichung
von Anti-HCG-Polymer-Mikropartikeln
-
Fluoreszenzmarkiertes
Anti-Human-Choriongonadotropin(Anti-HCG)-Mikropartikeln
wurden in eine Balb/c-Maus injiziert, um die Clearance zu untersuchen:
-
Eine
weibliche Maus, die von 35 g wog, wurde mit Phenobarbital für 5 Minuten
injiziert. Die Bauchhöhle wurde
operativ exponiert und 100 Mikroliter des fluoreszenzmar kierten
Anti-HCG wurden unter Verwendung einer 27½-Gauge-Nadel in die Aorta injiziert.
-
Fünf Minuten
später
wurden 50 μl
Blut entfernt.
-
10
Minuten später
wurden 50 μl
Blut entfernt.
-
Es
sei darauf hingewiesen, daß das
Tier zur Zeit der Blutentnahme noch lebendig war, wobei das Herz stark
schlug.
-
Die
Maus wurde dann durch die zervikale Dislokation getötet.
-
Analyse
-
- 1. Ein Tropfen Blut (5 Min und 10 Min) wurde
auf einen Glas-Objektträger
mit einer Ausnehmung für
die Probe aufgebracht, und die Probe wurde mit einem Deckglas abgedeckt.
Ein Tropfen Öl
wurde auf das Deckglas aufgebracht.
- 2. Die Blutprobe wurde unter einem Fluoreszenz-Mikroskop (Zeiss
IIIRS) unter Verwendung hoher Leistung untersucht.
- 3. Um die Zellen der 5-Minuten-Probe herum wurde starke Fluoreszenz
beobachtet, was darauf hindeutet, daß die Mikropartikel von den
Tieren nicht rasch absorbiert wurden.
- 4. Bei der 10-Minuten-Probe wurde eine schwache Fluoreszenz
beobachtet.
-
Beispiel 6: Wirkung der
Konzentration der Polymer-Mischung auf die Bildung von fluoreszenzmarkierten
Human-IgG-Mikropartikeln
-
Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um die Wirkung der Konzentration einer PVP/PEG-Polymermischung auf
die Bildung von Antikörper-Mikropartikeln
zu bestimmen.
-
Durchführung
-
Ein
Volumen der PVP/PEG-Polymermischung wurde wie in Beispiel 2 beschrieben
hergestellt, um eine Polymermischung mit einer Polymerkonzentration
von 53,3%, eingestellt auf pH 4,8, zu erhalten. Es wurden Polymerverbindungen
wie in Tabelle 5 angegeben unter Verwendung von 0,1 M Natriumactetat
bei pH 5,0 hergestellt:
-
Tabelle
5: Volumen und Prozent Polymermischung
-
1
ml von jeder der in Tabelle 5 angegebenen Verdünnungen wurde in ein Zentrifugeröhrchen gegeben. Jedes
Röhrchen
erhielt dann 100 μl
einer 5% Glutaraldehyd-Lösung,
hergestellt durch Hinzufügen
von 400 μl 25%
Glutaraldehyd zu 2,0 ml H2O und Mischen.
Die Polymermischung/Glutaraldehyd-Lösung wurde gründlich verwirbelt.
-
Die
Röhrchen
wurden dann mit 300 μl
fluoreszenzmarkiertem Human-IgG in Reaktion gebracht. Die gereinigten
menschlichen Antikörper
wurden in einer 0,1 M Glycin-Lösung
in PBS-Puffer bei pH 11,0 3 × auf konzentriert
und mit Fluoreszein-Isothiocyanat in dem 0,1 M Glycin-Puffer bei
einer Konzentration von 3 mg/ml markiert. Der Antikörper wurde
zu den Polymermischungsverdünnungen
unter Verwirbeln hinzugefügt,
die Röhrchen
wurden für
eine Stunde gemischt und anschließend 30 Minuten bei 2500 UPM
bei 20°C
zentrifugiert.
-
Nach
dem Zentrifugieren wurden die Überstände dekantiert
und die Niederschläge
in 0,5 M Glycin in PBS resuspendiert. Die Niederschläge wurden
aufgebrochen und gut geschüttelt.
Sie wurden dann für
30 Minuten bei 30°C,
2500 UPM, zentrifugiert. Dieser Waschvorgang wurde viermal wiederholt.
-
Ergebnisse
-
Jedes
Röhrchen
wies vom Beginn der Reaktion an ein anderes Erscheinungsbild auf.
Das Röhrchen mit
5,3% Polymer wies lediglich einen leichten Niederschlag auf, von
dem der Großteil
an der Wanderung des Röhrchens
zusammenklumpte. Das Röhrchen,
welches 53,3% Polymer enthielt, wies sehr feine Partikel auf, die
nicht untereinander oder an der Wanderung des Röhrchens klebten.
-
Insgesamt
wurde der niedergeschlagene Stoff mit zunehmender Polymerkonzentration
feiner und weniger klebrig.
-
Nach
der Zentrifugation stieg die Größe des Niederschlags
in direktem Verhältnis
zur Polymerkonzentration an. Die Intensität der orangen Farbe des Niederschlags
war umgekehrt proportional zur Polymerkonzentration.
-
Der
Kontroll-Niederschlag war sehr klein und wies eine intensive orange
Farbe auf, wie auch die Röhrchen
mit sehr niedrigen Polymerkonzentrationen. Die Leichtigkeit, mit
der die Niederschläge
in dem 0,5 M Glycin-Waschpuffer aufgebrochen wurden, stand ebenfalls
mit der Polymerkonzentrationen in Beziehung. Der Niederschlag der
Röhrchen,
die lediglich 5,3% Polymermischung enthielten, war klebrig und schwer
aufzubrechen, in jedem nachfolgenden Röhrchen waren die Partikel dagegen
weniger klebrig. Bei einer Polymerkonzentration von 31,8% oder höher trennten
sich die Teilchen sehr leicht.
-
Nach
der ersten Waschung und Zentrifugation bestand nach wie vor ein
Farbintensitäts-Gradienten
in den Niederschlägen,
obwohl der Unterschied von geringerer Größenordnung war. Die Überstände wiesen
eine leicht orange Farbe auf, weil Fluoreszein-Isothiocyanat aus
der Probe ausgewaschen wurde. Nach der dritten Waschungen waren
die Überstände klar
und die Farbe der Niederschläge
war einheitlich. Die Größenunterschiede
zwischen den Niederschlägen änderten
sich nicht.
-
Schlußfolgerung
-
Die
Polymerkonzentration spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung
der Eigenschaften der Antikörper-Partikel, die mit
der Polymermischung hergestellt werden. Polymerkonzentrationen von
40% und darüber
führen
zu sehr feinen Partikeln, die nicht kleben. Darüber hinaus ist die Zahl der
Antikörper-Partikel, die
gebildet werden können,
um so größer, je
höher die
Konzentration von Polymeren in der Polymermischung ist.
-
Beispiel 7: Wirkung des
pH auf die Bildung von Gammaglobulin-Mikropartikeln
-
Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um die Wirkung des pH der Polymermischung auf die Bildung von Antikörperpartikeln
zu bestimmen.
-
Durchführung
-
8
Zentrifugeröhrchen
erhielten jeweils eine 1-ml-Teilmenge
von Ziegenserum. Das Serum wurde 15 Minuten mit einer 1,8% Triton/3%
Brij(Sigma, St. Louis, MO)-Lösung
inkubiert. Darauf schloß sich
eine Reaktion mit 2 ml einer 40% Polymermischung an. Die Zugabe
der Polymermischung wurde unter Verwirbeln durchgeführt und
die Röhrchen
wurden für
dreißig
Minuten gemischt. Die Röhrchen
wurden dann für
30 Minuten bei 3600 UPM, 20°C,
zentrifugiert. Die Überstände wurden
dekantiert und die Niederschläge
in 1 ml 0,5 M Imidazol (Baker Chemical Co.) resuspendiert. Alle
Proben resuspendierten leicht und klar.
-
Nach
15-minütiger
Inkubation in der Imidazol-Lösung
erhielten die Proben unter Verwirbeln 1 ml der Polymermischung.
Die Röhrchen
wurden für
30 Minuten gemischt und wurden für
30 Minuten bei 20°C,
3600 UPM, zentrifugiert. Die Überstände wurden
dekantiert und die Niederschläge
wurden leicht und klar in 1 ml entionisiertem Wasser resuspendiert.
Die Proben wurden mit einem pH-Gradienten der Polymermischung in Reaktion
gebracht, wobei der pH mit Salzsäu re
herabgesenkt und mit 3 M Imidazol heraufgesetzt wurde. Die eingestellten
pH-Werte sind wie in Tabelle 6 angegeben: Tabelle
6: Eingestellter pH jeder Probe
| Röhrchen # | pH
von PVP/PEG |
| 1 | 4,1 |
| 2 | 4,8 |
| 3 | 5,8 |
| 4 | 6,6 |
| 5 | 7,2 |
| 6 | 8,0 |
| 7 | 8,7 |
| 8 | 9,3 |
-
1
ml der pH-eingestellte Polymermischung wurde zu jedem Röhrchen hinzugegeben
und anschließend
für 10
Minuten gemischt. Nach dem Mischen erhielt jedes Röhrchen 40 μl 20% Glutaraldehyd,
1 : 10 mit entionisiertem Wasser verdünnt. Die Röhrchen wurden erneut für 10 Minuten
gemischt und für
30 Minuten bei 20°C,
3600 UPM, zentrifugiert. Die Röhrchen
wurden dekantiert und die Partikel in 1 ml 1 × PBS resuspendiert.
-
Ergebnisse
-
Nach
dem Zentrifugieren zeigten die Proben in Bezug auf den pH einen
klaren Gradienten sowohl für die
Größe also
die Farbe. Vor der Resuspension im 1 × PBS waren die Niederschläge in den
Proben 1,2 und 7 geringfügig
kleiner als die in den anderen Röhrchen.
In der Probe mit pH 9,3 ergab sich kein sichtbarer Niederschlag,
da die hohe Basizität
die Fähigkeit
der Polymermischung hemmt, Proteine zu präzipitieren. Die Proben mit
saurem pH waren weiß,
wobei die Proben über
den Gradienten zunehmend gelb-orange wurden. Die Partikelgröße war darüber hinaus
direkt proportional zum pH, wobei die Partikel in Probe 1 sehr fein
waren. Mit steigendem pH wurden die Partikel größer und neigten dazu, stärker zu
klumpen.
-
Schlußfolgerung
-
Die
Größe der Antikörper-Partikel
kann leicht durch Veränderung
des pH der Polymermischung beeinflußt werden. Bei hohem pH bildet
Glutaraldehyd sehr starke Bindungen mit den Aminogruppen von Proteinen, was
für die
gelb-orange Farbe und die Klebrigkeit der zunehmend basischen Proben
verantwortlich ist. Bei sauren pH-Werten sind die Wirkungen des
Glutaraldehyds jedoch verringert. Es können sich noch Partikel bilden,
sie sind aber sehr viel feiner mit einer geringeren Tendenz zu klumpen,
als die Partikel, die mit der basischen Polymermischung hergestellt
wurden.
-
Beispiel 8: Wirkung der
Glutaraldehyd-Konzentration auf die Bildung von IgG-Mikropartikeln
-
Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um die Wirkung einer steigenden Menge von Glutaraldehyd auf die
Bildung von IgG-Mikropartikeln zu zeigen.
-
Versuchdurchführung
-
1
ml der in Beispiel 2 beschriebenen Polymermischung, enthaltend 48%
Gesamt-Polymere, pH 4,8, wurde in 7 Zentrifugenröhrchen gegeben. Verschiedene
Volumina von Glutaraldehyd wurden, wie in Tabelle 7 angegeben, zu
jedem Röhrchen
hinzugegeben: Tabelle
7: Konzentration von Glutaraldehyd pro Röhrchen
| Glutaraldehyd-Volumen | Röhrchen # |
| 2 μl | 1 |
| 5 μl | 2 |
| 10 μl | 3 |
| 20 μl | 4 |
| 50 μl | 5 |
| 100 μl | 6 |
| 200 μl | 7 |
-
Jedes
Röhrchen
wurde gut gemischt und 300 μl
gereinigtes IgG, 3 × konzentriert
in 0,1 M Glycin-Puffer, pH 11,2, enthaltend 2 ng/ml Fluoreszein-Isothiocyanat
(FITC), zu jedem Röhrchen
hinzugegeben. Alle Röhrchen
wurden für
eine Stunde bei 20°C
gemischt, dann für
30 Minuten bei 3600 UPM und 20°C
zentrifugiert.
-
Die Überstände wurden
dekantiert und die Partikel in 5,0 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS-Puffer,
pH 7,0, gewaschen. Gemischt für
30 Minuten bei 20°C.
Zentrifugiert für
30 Minuten bei 2600 UPM und 20°C.
Dieser Waschvorgang wurde zweimal wiederholt.
-
Die
Partikel wurden in 5,0 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS-Puffer, pH 7,0, aufbewahrt.
-
Beobachtungen
-
Mit
steigender Menge von Glutaraldehyd stieg die Anzahl der Partikel
und es wurde eine stärker
orange Farbe festgestellt.
-
Die
Partikel wurden wiederholt gewaschen, bis die Überstände klar erschienen.
-
Die
letzte Zentrifugation führte
zu Niederschlägen,
die nicht vollständig
an der Röhrchenwandung
hafteten. Die Überstände mußten vorsichtig
mit einer Einwegpipette entfernt werden und 1,0 ml Puffer blieben
zurück.
-
Schlußfolgerungen
-
Es
existiert eine direkte Beziehung zwischen einer zu der Polymermischung
(48% Gesamt-Polymere) hinzugegeben ansteigenden Menge von Glutaraldehyd
und einem Anstieg in der Menge der gebildeten Partikel. Die Menge
von Glutaraldehyd (zwischen 2 μl
und 200 μl
einer wäßrigen 25%
Lösung)
schien keinen Effekt auf eine Zunahme oder Abnahme der Partikelgröße zu haben.
-
Beispiel 9: Zubereitung
und In-vitro-Analyse der Bindung von Anti-HCG-monoklonale-Antikörper-Mikropartikeln
an iodiertes HCG
-
Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um Human-Choriongonadotropin(HCG)-spezifische
Monoklonale-Antikörper-Mikropartikel
mit einer PVP/PEG-Polymermischung und verschiedenen Konzentrationen
von Glutaraldehyd zu bilden und die Fähigkeit der Mikropartikel zu
demonstrieren, HCG-indizierte Antigene in einem Immunassay zu binden.
-
Versuchdurchführung
-
Zwei
aufgetaute Ein-ml-Proben von gereinigtem HCG-Antikörper, hergestellt nach den
in Beispiel 2 spezifizierten Verfahren, zusammengemischt. Gut gemischt.
Zunehmend kleinere Prozent-Lösungen
von Glutaraldehyd (aus einer 25% wäßrigen Lösung), wie in Tabelle 8 angegeben,
hergestellt.
-
Tabelle
8: Endgültiger
Prozentanteil von Glutaraldehyd pro Röhrchen
-
150 μl der gepoolten
HCG-Probe wurde zu jedem Röhrchen,
enthaltend 100 μl
der Glutaraldehyd-Prozent-Lösungen
unter Verwirbeln hinzugefügt.
-
0,5
ml der Polymermischung (40% Gesamt-Polymere, pH 6,6) wurden rasch
zu jedem Röhrchen
zugegeben und für
30 Minuten bei 20°C
gemischt. Drei Minuten bei 3500 UPM und 4°C zentrifugiert. Für 45 Minuten
bei Raumtemperatur gemischt. Überstände dekantiert.
2 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS,
pH 7,0, zu jedem Röhrchen
zugefügt
und 30 Minuten bei 20°C
gemischt. Für
30 Minuten bei 3000 UPM und 4°C
zentrifugiert. Überstände dekantiert
und Partikel in 2,0 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS resuspendiert. Kurz,
aber gut gemischt. Für
30 Minuten bei 3000 UPM und 4°C
zentrifugiert. Waschvorgang einmal wiederholt. Über Nacht bei 4°C stehengelassen.
Partikel bei 3000 UPM und 4°C
für 12
Minuten zentri fugiert. Überstände dekantiert
und Partikel in 2,0 ml 1 × PBS
resuspendiert.
-
Beobachtungen
-
Es
wurde eine Tendenz in der Größe der Partikel
beobachtet. Mit abnehmender Glutaraldehyd-Konzentration verminderte
sich die Zahl der Partikel, die Größe der Partikel steht jedoch
an. In Röhrchen
#7 (Kontrolle) wurden keine Partikel beobachtet.
-
Immunassay
-
50 μl jeder Probe
mit den wie oben hergestellten Partikeln wurden in drei Sätze zu sechs
Röhrchen (A,
B & C) gegeben
(insgesamt 18 Röhrchen).
-
Zu
den Röhrchen
1–6 in
Satz A und zu einem Röhrchen
mit HCG-Antikörper-Kontrolle
für die
Gesamt-Impulse (Gesamt-"Counts") wurden 25 μl HCG-Tracer
(iodiertes HCG-Antigen,
Becton Dickinson, San Jose, CA) zugegeben.
-
Zu
den Röhrchen
1–6 in
Satz B und zu einem Röhrchen
mit FSH-Antikörper-Kontrolle
für die
Gesamt-Impulse wurden 25 μl
Follikelstimulierendes-Hormon(FSH)-Tracer (iodiertes FSH-Antigen)
zugegeben.
-
Zu
den Röhrchen
1–6 in
Satz C und zu einem Röhrchen
mit Estradiol-Antikörper-Kontrolle
für die
Gesamt-Impulse wurden 25 μl
Estradiol-Tracer (iodiertes Estradiol-Antigen) zugegeben.
-
Alle
Röhrchen
kurz verwirbelt und für
60 Minuten bei Raumtemperatur stehengelassen. 2,0 ml entionisiertes
Wasser hinzugegeben, gemischt und für 30 Minuten bei 3000 UPM zentrifugiert.
Röhrchen
vorsichtig dekantiert (ungefähr
100 Mikroliter restliches Wasser wurde in den Röhrchen zurückgelassen).
-
Alle
Röhrchen
wurden für
1 Minute in einem Szintillationszähler gezählt. Die Ergebnisse sind unten
in Tabelle 9 wiedergegeben.
-
Tabelle
8: Bindung von radioaktivem Antigen an Anti-HCG-Mikropartikel
-
-
Schlußfolgerung
-
Mit
abnehmender Konzentration von Glutaraldehyd werden weniger Anti-HCG-monoklonale-Antikörper-Mikropartikel
gebildet, aber diese Partikel sind größer. Die Anti-HCG-Mikropartikel sind
in der Lage, iodiertes HCG-Antigen in einem Immunassay zu binden.
Die Anti-HCG-Mikropartikel sind nicht zu einer unspezifischen Bindung
von anderen iodiertes Antigenen wie beispielsweise FSH und Estradiol
in einem Immunassay einer Lage.
-
Beispiel 10: Herstellung
von Tetanustoxoid-Mikropartikeln
-
Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um Tetanustoxoid-Mikropartikel mit einer Polymermischung aus PVP
und PEG und Glutaraldehyd herzustellen.
-
Versuchdurchführung
-
1,0
ml einer 54% Polymermischung aus PVP/PEG wurde in zwei Zentrifugeröhrchen gegeben.
100 μl Glutaraldehyd
(wäßrige 25%
Lösung)
wurden zu einem Röhrchen
und 10 μl
Glutaraldehyd zu dem anderen Röhrchen
gegeben und gründlich
verwirbelt.
-
0,5
ml Tetanustoxoid (1,0 mg pro ml) (Dept. of Public Health) in beide
Röhrchen
gespritzt und gründlich gemischt.
-
Für vier Stunden
und 15 Minuten bei Raumtemperatur gemischt. Für 30 Minuten bei 3000 UPM und 4°C zentrifugiert. Überstände dekantiert
und resuspendierte Partikel in 2,0 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS-Puffer resuspendiert. Über Nacht
bei 4°C
stehengelassen.
-
Waschvorgang
zweimal wiederholt. Die Partikel wurden schließlich in 0,5 ml 1 × PBS-Puffer
resuspendiert.
-
Beobachtungen
-
Die
Reaktion mit 100 μl
Glutaraldehyd enthielt mehr Partikel als die Reaktion mit 10 μl Glutaraldehyd. Die
Partikel beider Reaktionen waren vergleichbar in der Größe. Die
Partikel erschienen bei Betrachtung mit dem Auge sehr klein.
-
Beispiel 11: Herstellung
von Rinderserumalbumin-Polymer-Mikropartikeln
-
Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Bildung von Rinderserumalbumin(BSA)-Mikropartikeln mit einer
Polymermischung aus PVP/PEG und Glutaraldehyd zu zeigen und die
Wirkung der bei diesem Verfahren verwendeten verschiedenen Volumen
von Glutaraldehyd zu beobachten.
-
Versuchdurchführung
-
110
mg BSA wurden in 11 ml 0,1 M TrisTM-Base,
pH 9,0, gegeben. 11 mg FITC zugegeben, auf pH 9,5 mit Base eingestellt,
für 30
Minuten bei 20°C
zur Bildung von fluoreszenzmarkiertem BSA gemischt.
-
8
Röhrchen
mit jeweils 1 ml der Polymermischung (pH 5,0, 48% Gesamtpolymere)
wurden vorbereitet und die folgenden Mengen von Glutaraldehyd (wäßrige 25%
Lösung)
wie in Tabelle 10 angegeben zugegeben. Tabelle
10: Konzentration von Glutaraldehyd pro Röhrchen
| Röhrchen #1 | Volumen
von Glutaraldehyd |
| 1 | 200 μl |
| 2 | 100 μl |
| 3 | 50 μl |
| 4 | 25 μl |
| 5 | 12 μl |
| 6 | 6 μl |
| 7 | 3 μl |
| 8 | 1 μl |
-
Kurz,
aber gründlich
durch Verwirbeln gemischt. 300 ml BSA-FITC-Lösung zugegeben. Für 7,5 Stunden
gemischt.
-
Schlußfolgerung
-
Rinderserumalbumin-Mikropartikel
wurden in jedem Röhrchen
in gebildet. Mit abnehmender Glutaraldehydmenge wurden Aggregate
von größerer Größe zusätzlich zu
kleinen feinen Partikeln gebildet, die bei allen Volumen von Glutaraldehyd
(1 μl bis
200 μl)
beobachtet wurden. Ebenso stieg die Zahl der kleinen feinen Partikeln
mit dem Anstieg der Glutaraldehydmenge an.
-
Beispiel 12: Herstellung
von Immunglobulin-Mikropartikeln mit gesättigtem Ammoniumsulfat als
Dehydratisierungsmittel
-
Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um Immunglobulin-Mikropartikel
unter Verwendung von gesättigtem
Ammoniumsulfat, über
einen pH Gradienten, als Dehydratisierungsmittel und Glutaraldehyd
als Vernetzungsmittel herzustellen.
-
Versuchdurchführung
-
100
ml einer gesättigten
Ammoniumsulfatlösung
wurden durch Zugegeben von 76,1 Gramm Ammoniumsulfat (Fisher Scientific,
Pittsburgh, PA) in bis zu 100 ml entionisiertem Wasser, pH 5,2,
hergestellt.
-
Lösungen von
gesättigtem
Ammoniumsulfat mit verschiedenen pHS wurden durch Einstellen von
Teilmengen der oben hergestellten Lösung mit Eisessig für niedrige
pH Werte und mit 2 N Natriumhydroxid für höhere pH-Werte, wie in Tabelle
11 angegeben, hergestellt. Tabelle
11: Eingestellter pH der gesättigten
Ammoniumsulfatlösung
pro Röhrchen
| pH | Röhrchen-Nummer |
| 4,2 | 1 |
| 5,2 | 2 |
| 6,5 | 3 |
| 7,1 | 4 |
| 8,1 | 5 |
| 9,2 | 6 |
-
Ein
0,3-ml-Aliquot jeder gesättigten
Ammoniumsulfatlösung
wurde in ein 15-ml-Zentrifugenröhrchen gegeben.
-
50
ml Glutaraldehyd (wäßrige 25%
Lösung)
wurden zu jedem Röhrchen
zugegeben und gut gemischt.
-
0,3
ml Probe von gereinigtem IgG aus menschlichem Plasma, gereinigt
unter Verwendung der in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren, wurde
zu jedem Röhrchen
zugegeben. Alle Röhrchen
wurden dann für
etwa 15 Minuten bei Raumtemperatur gemischt. Die Bildung von Partikeln
wurde sofort nach der Zugabe der gereinigten IgG-Proben beobachtet.
-
5,0
ml von 0,5 M Glycin in 1 × PBS-Puffer,
pH 7,0, wurden zu jedem Röhrchen
zugegeben. Die Röhrchen
wurden gemischt und dann für
30 Minuten bei 2600 UPM und 20°C
zentrifugiert.
-
Überstand
dekantiert und Partikel in 5,0 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS-Puffer,
pH 7,0, gewaschen. Für
30 Minuten bei 20°C
gemischt und dann für
30 Minuten bei 2600 UPM und 20°C
zentrifugiert. Dieser Waschvorgang wurde drei weitere Male wiederholt.
-
Beobachtungen
-
Unmittelbar
nachdem das gereinigte IgG zu der (gesättigten) Ammoniumsulfatlösung mit
Glutaraldehyd zugegeben worden war, wurden beim Mischen der Röhrchen Partikel
beobachtet.
-
Es
wurde eine direkte Beziehung zwischen dem Anstieg des pH der gesättigten
Ammoniumsulfatlösung
und einem Anstieg in der Menge von gebildeten Partikeln gefunden.
-
Die
Größe der Partikel
unterschied sich nicht innerhalb des pH-Bereichs der gesättigten
Ammoniumsulfatlösung.
-
Beispiel 13: Herstellung
von Immunglobulin-Mikropartikeln mit einer Mischung aus gesättigtem
Ammoniumsulfat und Polyethylenglykol als Dehydratisierungsmittel.
-
Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um Immunglobulin-Mikropartikel unter Verwendung einer Mischung von
gesättigtem
Ammoniumsulfat und Polyethylenglykol (PEG) als Dehydratisierungsmittel
und Glutaraldehyd als Vernetzungsmittel herzustellen.
-
Versuchdurchführung
-
Ein
Volumen von 100 ml der gesättigten
Ammoniumsulfatlösung
wurde wie in Beispiel 12 beschrieben hergestellt. Eine 20%ige Lösung von
coli Ethylenglykol (Sigma, St. Louis, MO) in 0,1 M Natriumactetat,
pH 4,8, wurde ebenfalls hergestellt. Die Ammoniumsulfatlösung wurde
in kleinen Intervallen zu 10 ml der PEG-Lösung hinzugegeben, bis das
Ammoniumsulfat ausfiel. Das größte Volumen
von Ammoniumsulfat, das gelöst
bliebe, betrug 1,2 ml. Ein ml dieser Ammoniumsulfat/PEG-Lösung wurde
in jedes 8 Röhrchen
gegeben. Die Röhrchen erhielten
dann 25% Glutaraldehyd (Sigma, St. Louis, MO) in den in der Tabelle
12 unten angegebenen Mengen. Tabelle
12: Menge Glutaraldehyd, die zur Ammoniumsulfat/PEG-Lösung zugegeben
wurde
| Röhrchen-Nummer | Glutaraldehyd |
| 1 | 0 μl |
| 2 | 2 μl |
| 3 | 5 μl |
| 4 | 10 μl |
| 5 | 20 μl |
| 6 | 50 μl |
| 7 | 100 μl |
| 8 | 200 μl |
-
Die
Röhrchen
5–8 wiesen
eine Farbreaktion auf, die in der Stärke über den Gradienten anstieg.
Die Intensität
der Farbe stieg ebenfalls über
die Zeit an. Dies war auf die Reaktion des Glutaraldehyds mit dem Ammoniumsulfat
zurückzuführen. Die
Röhrchen
1–4 veränderten
ihre Farbe nicht, weil die Glutaraldehyd-Konzentration in diesen
Röhrchen
sehr niedrig war.
-
Ein
300-μl-Aliquot
von dreifach konzentriertem gereinigtem Schweine-IgG-Antikörper wurde
zu jedem Röhrchen
unter Verwirbeln zugefügt.
Die Röhrchen
wurden dann für
60 Minuten gemischt und für
30 Minuten bei 3600 UPM bei 20°C
zentrifugiert.
-
Die Überstände wurden
dekantiert und 10 ml 0,5 M Glycin (Sigma, St. Louis, MO), pH 7,0,
in phosphatgepufferter Salzlösung,
und zu jedem Niederschlag zugegeben. Die Röhrchen wurden gut geschüttelt, um die
Niederschläge
aufzubrechen, und über
Nacht bei 4°C
aufbewahrt.
-
Am
nächsten
Morgen wurden die Röhrchen
für 30
Minuten bei 3600 UPM und 20°C
zentrifugiert. Die Überstände wurden
dekantiert und die Niederschläge
mit 5 ml der 0,5 M Glycin-Pufferlösung gewaschen. Nachdem sie
gut geschüttelt
worden waren, wurden die Röhrchen
für 30
Minuten bei 3600 UPM und 20°C
zentrifugiert. Nach der Zentrifugation wurden die Überstände dekantiert
und die Niederschläge
erhielten 5 ml des 0,5 M Glycin-Puffers. Die Röhrchen wurden gut geschüttelt.
-
Ergebnisse
-
Nach
der ersten Zentrifugation unterschieden sich die Niederschläge in ihrer
Farbe, wobei die Niederschläge
mit steigender Glutaraldehyd-Konzentration größer und dunkler wurden. Nach
dem Aufbrechen der Niederschläge
und gutem Mischen waren die Partikel in allen Röhrchen, mit Ausnahme von Röhrchen #1,
welches kein Glutaraldehyd erhielt, sichtbar. Feine Partikel mit
anscheinend einheitlicher Größe wurden
in den Röhrchen
2–7 beobachtet.
Die Partikel waren jedoch klebrig und tendierten in allen Röhrchen dazu,
zu verklumpen. In den Röhrchen,
die weniger als 20 μl
Glutaraldehyd erhielten, schien der Anteil des Verklumpens im Vergleich
zur Menge der Partikel in dem Röhrchen
größer zu sein.
Diese Ergebnisse waren über
die letzten zwei Waschungen konstant.
-
Beispiel 14: Herstellung
von Insulin-Mikropartikel
-
Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um Insulin-Mikropartikel
mit einer Polymermischung aus PVG und PEG und Glutaraldehyd herzustellen,
die Konzentration der gebildeten Mikropartikel zu messen und ihre immunologische
Wirksamkeit zu bestimmen.
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Herstellung von Mikropartikeln
-
30
mg Insulin (Sigma Chemical Co., St. Louis, MO) aus Rinder-Pankreas
wurden in 3,0 ml 3 M HCl gegeben, um das getrocknete Insulin zu
lösen.
Der pH wurde unter Verwendung von 25-μl-Inkrementen 2 N NaOH zwischen
8,4 und 9,0 eingestellt.
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Ein
1,0-ml-Aliquot der 54% Polymermischung aus PVP/PEG, pH 5,0, wurde
in drei Zentrifugenröhrchen
gegeben. Die folgenden Mengen von Glutaraldehyd (Güteklasse
II, wäßrige 25%
Lösung,
Sigma Chemical Co., Saint Louis, MO) wurden zu jedem Röhrchen zugegeben:
25 μl Glutaraldehyd
in Röhrchen
A, 50 μl Glutaraldehyd
in Röhrchen
B und 100 μl
Glutaraldehyd in Röhrchen
C.
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1,0
ml des gelösten
Insulins wurde unter Verwirbeln zu jedem Röhrchen zugegeben. Für sechs
bis acht Stunden bei 20°C
gemischt und über
Nacht stehengelassen.
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Die
Partikel wurden neunmal unter Verwendung von 5,0 ml Lysin-Lösung, pH
9,4, enthaltend 1 mg/ml Natriumazid (10 mg Lysin/ml entionisiertes
Wasser) gewaschen. Der Waschvorgang bestand aus dem Zufügen von
5,0 ml Lysin-Lösung
zu den Partikeln und kurzem, aber gutem Mischen. Zentrifugiert für 30 Minuten bei
2300 UPM und 20°C. Überstand
abgesaugt und den Vorgang wiederholt. Partikel in der Lysin-Lösung über Nacht
bei 4°C
aufbewahrt.
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Partikel
zentrifugiert, Überstand
abgesaugt und Partikel in 5,0 ml 1 × phosphatgepufferter Salzlösung, pH
7,0, resuspendiert. Der pH jeder Suspension war wie folgt: Röhrchen A
pH 9,2, Röhrchen
B pH 9,2 und Röhrchen
C pH 8,8.
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Partikel
zentrifugiert, Überstand
abgesaugt und Partikel in 5,0 ml 1 × phosphatgepufferter Salzlösung, pH
7,0, resuspendiert. Der pH jeder Suspension war wie folgt: Röhrchen A
pH 8,0, Röhrchen
B pH 7,4 und Röhrchen
C pH 7,2.
-
Partikel
zentrifugiert, Überstand
abgesaugt und Partikel in 5,0 ml 1 × phosphatgepufferter Salzlösung, pH
7,0, resuspendiert. Der endgültige
pH jeder Suspension war wie folgt: Röhrchen A pH 7,4, Röhrchen B
pH 7,2 und Röhr chen
C pH 7,2.
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Ergebnisse
-
Die
gebildeten Partikel waren sehr klein und fein. während der Zentrifugation in
der Lysin Lösung
waren die Partikel nicht in der Lage, vollständig zu kompaktieren. Nach
dem Waschen mit phosphatgepufferter Salzlösung waren die Partikel in
einem größeren Maß in der
Lage, zu kompaktieren und bildeten auch Aggregate von Partikeln.
-
Röhrchen C
wies die größte Menge
von Partikeln auf. Röhrchen
B wies mehr Partikel auf als Röhrchen A.
Die Partikelbildung verstärkte
sich daher mit der Menge des zu jedem Röhrchen zugegebenen Glutaraldehyds.
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Schaf-Anti-Insulin-Peroxidase-Assay
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Die
immunologische Aktivität
der Insulin-Mikropartikel
wurde durch Messung der Fähigkeit
der Mikropartikel, Anti-Schaf-Insulin in einem Schaf-Anti-Insulin-Peroxidase-Test zu
binden, bestimmt.
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Drei
Reihen von jeweils vier Röhrchen
wurden vorbereitet. Die folgenden Volumen der Insulinpartikel aus
jedem der obigen Röhrchen
A, B und C wurden, wie unten in Tabelle 13 angegebenen, in das entsprechende
Röhrchen
für jede
Reihe gegeben.
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Zu
jedem Röhrchen
wurde die entsprechende Menge von 1 × phosphatgepufferter Salzlösung, pH
7,0, zu einem Endvolumen von 1,0 ml zugegeben. Alle Röhrchen wurden
gut, aber kurz, gemischt. 100 μl Schaf-Anti-Insulin-Peroxidase
(Bio design International, Kennebunkport, ME, 5 mg/ml Protein) wurden
zugegeben. Gut gemischt. Die Röhrchen
wurden bei Raumtemperatur für
vier Stunden und 10 Minuten inkubiert. Die Röhrchen wurden bei 4°C über Nacht
stehengelassen.
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Alle
Röhrchen
in allen Reihen wurden bei 3000 UPM für 30 Minuten bei 20°C zentrifugiert.
Lediglich 90% des Überstandes
wurden vorsichtig entfernt, um versehentlichen Verlust der Partikel
zu verhindern. Zu den abgesaugten Röhrchen wurden 1,0 ml 0,2% TweenTM-Detergenz in 1 × phosphatgepufferter Salzlösung zugegeben
und durch Verwirbeln gemischt. 100 μl von jedem überstand wurden mit 0,5 ml
des Chromogens TM BlueTM (Tetramethylenbenzidin,
Center for Diagnostic Products, Milford, MA) in Reaktion gebracht.
Alle Überstände waren
positiv. Um alle überschüssige ungebundene
Schaf-Anti-Insulin-Peroxidase zu entfernen, wurde der ganze Waschvorgang
zweimal mehr wiederholt.
-
Nach
der letzten Waschung wurden 90% des Überstandes abgesaugt und 50 μl der Partikel
aus jedem Röhrchen
entfernt und mit 0,2 ml des TM-BlueTM-Chromogens
in Reaktion gebracht.
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Ergebnisse
-
Die
Ergebnisse, dargestellt unten in Tabelle 13, zeigen, daß die Insulin-Mikropartikel
in der Lage sind, Anti-Schaf-Insulin zu binden, was darauf hindeutet,
daß diese
Partikel immunologisch wirksam sind.
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Tabelle
13: Fähigkeit
von Insulin-Partikeln, die unter Verwendung verschiedener Mengen
von Glutaraldehyd gebildet wurden, Anti-Schaf-Insulin zu binden
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Hemm-Test
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Die
immunologische Wirksamkeit der Insulin-Mikropartikel wurde durch Messung der
Fähigkeit
der Mikropartikel, Anti-Schaf-Insulin in einem Hemm-Test zu binden,
bestimmt.
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Zwei
Reihen von je 5 Röhrchen
wurden wie folgt vorbereitet. Die folgenden Volumen von Insulinpartikeln,
aus den obigen Reaktionen A und C, wurden in die entsprechenden
Zentrifugeröhrchen,
wie unten in Tabelle 14 dargestellt, gegeben.
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100 μl Immunophase
Insulin TracerTM (iodiertes Insulin, Ciba
Corning) wurden zu allen Röhrchen
in beiden Reihen zugegeben. Verwirbelt. 1,0 μl ImmunophaseTM-Insulin-Antikörper (Ciba
Corning) hinzugefügt. Gemischt.
Für vier
Stunden und 30 Minuten bei Raumtemperatur stehengelassen. Für 30 Minuten
bei 3000 UPM und 20°C
zentrifugiert.
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Die
Röhrchen
für eine
Minute in einem Gamma-Szintillationszähler gezählt.
-
Ergebnisse
-
Die
Ergebnisse, unten in Tabelle 14 dargestellt, zeigen, daß die Insulin-Mikropartikel
bei Verwendung eines Hemm-Tests in der Lage sind, Anti-Schaf-Insulin
zu binden, was zeigt, daß diese
Partikel immunologisch wirksam sind.
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Tabelle
14: Fähigkeit
von Insulin-Partikeln, die unter Verwendung verschiedener Mengen
von Glutaraldehyd gebildet wurden, Anti-Schaf-Insulin in Gegenwart
von radioaktivem Insulin zu binden
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Beispiel 15: Immunisierung
von Mäusen
mit Tetanustoxoid-Mikropartikel
-
Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um die In-vivo-Wirkungen
der Immunisierung mit Tetanustoxoid-Mikropartikeln zu bestimmen.
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Die
Durchführung,
Ergebnisse und Schlußfolgerungen
des Versuchs sind wie folgt:
-
Durchführung
-
Tetanustoxoid-Mikropartikel
wurden wie oben allgemein in Beispiel 10 beschrieben wie folgt hergestellt:
-
Eine
27%-Lösung
von jedem Polymer, Polyvinylpyrrolidon (MG 40.000) und Polyethylenglykol
(MG 3500), erhalten von Sigma, St. Louis, MO, wurde durch Zufügen von
27 Gramm Polymer zu 100 ml destilliertem Wasser hergestellt. Der
pH der jeweiligen Polymerlösung
wurde auf einen pH von ungefähr
6,25 eingestellt. Die Polymerlösung
wurde 1 : 1 gemischt, um eine PVP/PEG-Polymer-Mischung herzustellen
(54% Gesamtpolymere).
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100 μl einer 5,0-%-Glutaraldehyd(Sigma,
St. Louis, MO)-Lösung,
in entionisiertem Wasser, wurden zu 1,0 ml der PVP/PEG-Polymer-Mischung
zugegeben und gründlich
verwirbelt.
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0,5
ml Tetanustoxoid (1,0 mg/ml), erhalten vom Dept. Of Public Health,
wurden zu der PVP/PEG-Glutaraldehyd-Mischung zugegeben und gründlich verwirbelt.
-
Die
Kombination wurde für
4 Stunden und 15 Minuten bei Raumtemperatur gemischt und dann bei 3000
UPM für
30 Minuten bei 4°C
zentrifugiert. Die Überstände wurden
dekantiert, die Partikel im 2,0 ml 0,5 M Glycin in 1 × PBS-Puffer resuspendiert
und über
Nacht bei 4°C
stehengelassen.
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Der
Waschvorgang wurde zweimal wiederholt. Die Tetanustoxoid-Partikel
wurden schließlich
in 0,5 ml 1 × PBS-Puffer resuspendiert.
Die Partikel besaßen
eine Partikelgröße zwischen
ungefähr
50 und 100 Mikrometer.
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Jeder
aus einer Gruppe von zweiunddreißig Mäusen wurde nach einem FDA-Protokoll
subkutan eine erste Dosis, enthaltend 2 μg der Tetanustoxoid-Partikel,
injiziert. Eine zweite Injektion, enthaltend 2 μg der Tetanustoxoid- Partikel, wurde sieben
Wochen nach der ersten Injektion verabreicht. Blutproben wurden
aus den Mäusen
2, 4, 5, 8 und 10 Wochen nach der ersten Injektion entnommen und
die Antikörpertiter
dem Blut wurden mittels Immunassay bestimmt. Vierzehn Wochen nach
der ersten Injektion wurden die Mäuse mit einer letalen Dosis
Tetanustoxoid konfrontiert.
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Ergebnisse
-
Wie
in 2 dargestellt, stiegen
die Antikörpertiter
von ungefähr
10, 4 Wochen nach der ersten Injektion, auf ungefähr 3000,
10 Wochen nach der ersten Injektion, an. Die gepunktete Linie zeigt
Titer an, die durch zwei Tetanustoxoid-Antitoxin-Schutz-Einheiten
vermittelt werden. Titer oberhalb der gepunkteten Linie zeigen gemäß FDA-Standards
eine positive Immunantwort an. Wie in 2 dargestellt,
wiesen die Mäuse
bereits vier Wochen nach der Injektion der Tetanustoxoid-Mikropartikel
eine positive Immunantwort auf. Der Anstieg im Antikörpertiter
von der vierten zur zehnten Woche zeigt an, daß die Mikropartikel für eine langsame
Abgabe des Tetanustoxoid-Antigens sorgen.
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100%
der Mäuse überlebten
nach der Provokation mit der in der vierzehnten Woche verabreichten
letalen Tetanustoxoid-Dosis. Es trat keine sichtbare Entzündung oder
Vernarbung am Injektionsrot und kein wesentlicher Gewichtsverlust
nach der Inokulation auf. Die Tetanustoxoid-Mikropartikel waren daher grundsätzlich bei
subkutaner Verabreichung nicht toxisch.
-
Dieser
Versuch stellt In-vivo-Daten bereit, die zeigen, daß die Verabreichung
von Tetanustoxoid Mikropartikeln, hergestellt nach dem oben beschriebenen
Verfahren, eine langsame Abgabe von Tetanustoxoid-Antigen bereitstellt,
eine positive Immunantwort verursacht und gegen letale Provokationen
durch Tetanustoxoid ohne nachteilige Wirkungen schützt.
-
Beispiel 16: Herstellung
von Albumin-Mikropartikel unter Verwendung linearer Polymere und
Hitze
-
Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um Albumin- Mikropartikel
durch Inkubieren von Albumin mit einer Polymermischung aus PVP und
PEG bei verschiedenen Temperaturen herzustellen.
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Versuchdurchführung
-
1
ml einer Rinderserumalbumin-FITC-Lösung, enthaltend 1% Rinderserumalbumin
(BSA) plus 10 μl dialysiertes
Fluoreszein-Isothiocyanat(FITC)-Albumin, wurden in jeweils vier
Reaktionsröhrchen
gegeben. 2,0 ml der Polymermischung, enthaltend 8,0% PVP und 20%
PEG in 0,1 M Natriumactetat, pH 5,0, wurden zu jedem Röhrchen unter
Verwirbeln hinzugegeben.
-
Reaktion
1 wurde bei Raumtemperatur für
1,5 Stunden gemischt. Reaktion 2 wurde bei Raumtemperatur für 30 Minuten
gemischt, dann für
30 Minuten bei 58°C
in einem Wasserbad inkubiert. Reaktion 3 wurde sofort für 30 Minuten
in einem Wasserbad von 58°C
plaziert. Reaktion 4 wurde bei Raumtemperatur für 30 Minuten gemischt, dann
für 30
Minuten in einem Wasserbad bei 37°C
inkubiert, dann für
30 Minuten in einem Wasserbad bei 58°C in inkubiert.
-
2,0
ml 10% Ethanol wurden zu jeder Reaktionsmischung hinzugegeben und
kurz gemischt. Für
30 Minuten bei 3000 UPM und 20°C
zentrifugiert. Überstände vorsichtig
abgesaugt. Niederschläge
im 2,0 ml Ethanol resuspendiert. Reaktionsmischung 1 war klar, während 2,
3 und 4 trüb
waren. In 2,0 ml entionisiertem Wasser zentrifugiert und resuspendiert
und unter dem Fluoreszenzmikroskop untersucht.
-
Ergebnisse
-
In
Reaktionsmischung 1 wurden keine Mikropartikel gefunden. Reaktionsmischung
2 enthielt nicht-aggregierte Mikropartikel mit einem Durchmesser
zwischen ungefähr
1 und 10 μm.
Reaktionsmischung 3 enthielt nicht-aggregierte Mikropartikel mit
einem Durchmesser von ungefähr
10 μm, mit
vielen Mikropartikeln, die einen Durchmesser von weniger als 1 μm aufwiesen.
Reaktionsmischung 4 enthielt nicht-aggregierte Mikropartikel mit einem
Durchmesser zwischen ungefähr
10 und vom 20 μm,
mit einigen Mikropartikeln, die einen Durchmesser von weniger als
1 μm aufwiesen.
-
Versuchsdurchführung
-
1
ml einer Rinderserumalbumin-FITC-Lösung, enthaltend 1% Rinderserumalbumin
(BSA) plus 10 μl dialysiertes
Fluoreszein-Isothiocyanat(FITC)-Albumin, wurden in jedes von zwei
Reihen aus sechs Reaktionsröhrchen
gegeben. 0,5 ml, 1,0 ml, 2,0 ml, 3,0 ml, 4,0 ml oder 5,0 ml einer
Polymermischung, enthaltend 8,0% PVP (MG 90000) und 20% PEG (MG
8350), pH 5,0, wurden zu jedem Röhrchen
der Serie A unter Verwirbeln hinzugegeben. 0,5 ml, 1,0 ml, 2,0 ml,
3,0 ml, 4,0 ml oder 5,0 ml einer Polymermischung, enthaltend 20%
PVP (MG 40000) und 20% PEG (MG 3350), pH 5,0, wurden zu jedem Röhrchen der
Serie B unter Verwirbeln hinzugegeben.
-
Die
Reaktionsmischung wurde für
30 Minuten bei Raumtemperatur stehengelassen, dann wurden die Röhrchen für 30 Minuten
in ein Wasserbad bei 37–40°C gestellt,
dann wurden die Röhrchen
für 30
Minuten in ein Wasserbad bei 56–60°C transferiert.
2 ml 10% Ethanol wurden zugegeben und bei 3000 UPM für 30 Minuten
bei Raumtemperatur zentrifugiert. Die Überstände wurden abgesaugt und die
Mikropartikel in 2,0 ml 10% Ethanol resuspendiert. Erneut für 15 Minuten
zentrifugiert, in 2,0 ml entionisiertem Wasser resuspendiert und
unter dem Fluoreszenzmikroskop untersucht.
-
Ergebnisse
-
Serie A (8,0% PVP/20%
PEG)
-
Die
unter Verwendung von 0,5 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
waren überwiegend
einheitlich, mit einem Durchmesserbereich zwischen 1 und 3 μm. Kleine
Haufen wurden beobachtet. Wenige große Mikropartikel mit einem
Durchmesser von ungefähr
25 μm wurden
beobachtet.
-
Die
unter Verwendung von 1,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
waren weniger einheitlich als die unter Verwendung von 0,5 ml hergestellten,
und wiesen einen Durchmesserbereich zwischen weniger als 1 und 10 μm auf. weniger
Haufen als oben wurden beobachtet. Keine großen Mikropartikel wurden beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 2,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
waren weniger einheitlich als die, die unter Verwendung von 0,5
ml gebildet wurden, und wiesen einen Durchmesserbereich zwischen weniger
als 1 und 15 μm
auf. Sehr wenige Haufen wurden beobachtet. Keine großen Mikropartikel
von festgestellt.
-
Die
unter Verwendung von 3,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
waren weniger einheitlich als die, die unter Verwendung von 0,5
ml gebildet wurden, und wiesen einen Durchmesserbereich zwischen weniger
als 1 μ und
20 μm auf.
Sehr wenige Haufen wurden beobachtet. Keine großen Mikropartikel wurden festgestellt.
-
Die
unter Verwendung von 4,0 ml der Polymermischung gebildeten Mikropartikel
waren weniger einheitlich als die, die unter Verwendung von 0,5
ml gebildet wurden, und wiesen einen Durchmesserbereich zwischen
weniger als 1 und 25 μm
auf. Keine Haufen oder großen
Mikropartikel wurden beobachtet.
-
Die
unter Verwendung von 5,0 ml der Polymermischung gebildeten Mikropartikel
waren weniger einheitlich als die, die unter Verwendung von 0,5
ml gebildet wurden, und wiesen einen Durchmesserbereich zwischen
weniger als 1 und 30 μm
auf. Keine Haufen oder große
Mikropartikel wurden beobachtet.
-
Serie B (20% PVP/20% PEG)
-
Die
unter Verwendung von 0,5 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
wiesen die Form kleiner Aggregate auf, enthaltend zwischen 10 und
20 Mikropartikel auf, die jeweils einen Durchmesser von weniger als
1 μm aufwiesen.
Einige große
Mikropartikel mit einem Durchmesser von ungefähr zwischen 25 μm wurden beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 1,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
wiesen die Form von kleinen Aggregaten auf, die zwischen 10 und
20 Mikropartikel enthielten, die jeweils einen Durchmesser von weniger
als 1 μm
aufwiesen. Große
Mikropartikel mit einem Durchmesser von ungefähr zwischen 5 und 50 μm wurden
häufig
beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 2,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
wiesen die Form von großen
Aggregaten auf, die Mikropartikel mit einem Durchmesser im Submikrometer-Bereich
enthielten. Einige Mikropartikel mit einem Durchmesser zwischen
1 und 10 μm
wurden beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 3,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
wiesen die Form von großen
und kleinen Aggregaten auf. Gelegentlich wurden einzelne Mikropartikel
mit einem Durchmesser von ungefähr
5 μm beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 4,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
wiesen die Form von kleinen Aggregaten auf, die 10–20 Mikropartikel
enthielten, die jeweils einen Durchmesser aufwiesen, der kleiner war
als die, die bei Verwendung der 0,5-ml-Polymermischung beobachtet
wurden. Einzelne Mikropartikel wurden nicht beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 5,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
wiesen die Form von kleinen und großen Aggregaten auf, die sehr
kleine Mikropartikel enthielten. Einzelne Mikropartikel wurden nicht beobachtet.
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Versuchdurchführung
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1,0
ml einer Rinderserumalbumin-FITC-Lösung wurde in jedes von sieben
Reaktionsröhrchen
gegeben. 0,5 ml, 0,75 ml, 1,0 ml, 1,25 ml, 1,5 ml, 1,75 ml oder
2,0 ml einer Polymermischung, enthaltend 20% PVP (MG 40000) und
20% PEG (MG 3350) in 0,1 M Natriumacetat, pH 5,0, wurden zu jedem
Röhrchen
unter Verwirbeln hinzugegeben.
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Die
Reaktionsmischung wurde für
30 Minuten bei Raumtemperatur stehengelassen, dann wurden die Röhrchen für 30 Minuten
in ein Wasserbad bei 37 bis 40°C
gestellt, dann wurden die Röhrchen
für 30
Minuten in ein Wasserbad bei 56 bis 60°C transferiert. 2 ml 10% Ethanol
wurden zugegeben und bei 3000 UPM für 30 Minuten bei Raumtemperatur
zentrifugiert. Die Überstände wurden
abgesaugt und die Mikropartikel in 2,0 ml 10% Ethanol resuspendiert.
Erneut für
15 Minuten zentrifugiert, in 2,0 ml entionisiertem Wasser resuspendiert und
unter dem Fluoreszenzmikroskop untersucht.
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Ergebnisse
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Die
unter Verwendung von 0,5 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
wiesen die Form von kleinen Aggregaten aus winzigen Mikropartikeln
von weniger als 1 μm
im Durchmesser auf, mit ungefähr
zwischen 10 und 20 je Aggregat. Gelegentlich wurden größere einzelne
Mikropartikel mit einem Durchmesser zwischen 1 und 10 μm beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 0,75 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
wiesen die Form von kleinen Aggregaten mit ungefähr zwischen 1 und 10 Mikropartikeln
je Aggregat auf. Gelegentlich wurden größere einzelne Mikropartikel
mit einem Durchmesser von zwischen 1 und 10 μm beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 1,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
bildeten große
haftende Aggregate während
der Inkubation bei 37 bis 40°C.
Die Aggregate enthielten ungefähr
zwischen 1 und 5 Mikropartikel pro Aggre gat. Gelegentlich wurden
größere einzelne
Mikropartikel mit einem Durchmesser zwischen 1 und 5 μm beobachtet.
-
Die
unter Verwendung von 1,25 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
bildeten Aggregate während
der Inkubation bei 56 bis 60°C.
Die Aggregate enthielten ungefähr
zwischen 1 und 5 Mikropartikel pro Aggregat. Gelegentlich wurden
größere einzelne
Mikropartikel mit einem Durchmesser zwischen 1 und 10 μm beobachtet.
-
Die
unter Verwendung von 1,5 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
bildeten Aggregate während
der Inkubation bei 56 bis 60°C.
Die Aggregate enthielten ungefähr
zwischen 1 und 5 Mikropartikel pro Aggregat. Etliche größere einzelne
Mikropartikel mit einem Durchmesser zwischen 1 und 10 μm beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 1,75 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
bildeten während
der Inkubation bei 56 bis 60°C.
Aufgrund ihrer geringen Größe war es
schwierig, festzustellen, ob die Mikropartikel als Aggregate vorlagen.
Etliche größere einzelne
Mikropartikel mit einem Durchmesser zwischen 1 und 10 μm wurden
beobachtet.
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Die
unter Verwendung von 2,0 ml Polymermischung gebildeten Mikropartikel
bildeten große
Aggregate von 10 bis 100 Mikropartikeln pro Aggregat. Einige einzelne
Mikropartikel mit einem Durchmesser von 1 μm wurden beobachtet.
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Dieses
Experiment zeigt, daß Albumin-Mikropartikel
durch Inkubieren von Albumin und einer PVP/PEG-Mischung bei einer
Temperatur zwischen 37°C
und 60°C
für ungefähr 30 Minuten
hergestellt werden konnten. Die Größe der Mikropartikel und das
Ausmaß der
Aggregatbildung konnte durch Än dern
der Zusammensetzung oder des Volumens der zu dem Albumin zugefügten PVP/PEG-Polymermischung
geändert werden.