Fachgebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft Benzolactam-Derivate. Die vorliegende
Erfindung betrifft insbesondere Benzolactam-Derivate, die Aktivitäten besitzen, die
gegen das Virus gerichtet sind, das die humane erworbene
Immunschwächekrankheit verursacht und zur Vorbeugung und Behandlung von AIDS geeignet ist.
Stand der Technik
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AIDS (erworbene Immunschwächekrankheit) ist eine Krankheit, die durch die
Infektion mit einem Retrovirus, dem humanen Immunschwächevirus (HIV)
verursacht wird. Eine effektive therapeutische Methode zur Behandlung der Infektion
mit dem menschlichen Immunschwächevirus wurde bisher noch nicht entwickelt
und die Ausbreitung von AIDS ist zu einem ernsthaften weltweiten Problem
geworden. Azidodeoxythymidine (AZT), Dideoxyinosine (DDI) und Dideoxycytosine
(DDC) wurden bisher als antiretrovirale Arzneimittel entwickelt, die hemmende
Aktivität gegen die reverse Transkription durch Retroviren besitzen, und die für
die therapeutische Behandlung von AIDS benutzt werden. Diese Arzneimittel
verursachen jedoch starke Nebenwirkungen wie Cytotoxizität und ihre klinischen
Anwendungen sind begrenzt.
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Weiterhin hat das Auftreten von resistenten Stämmen, die gegen diese
Arzneimittel resistent sind, Probleme verursacht.
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Die europäische Patentanmeldung EP-A-0 491 218 beschreibt Benzodiazepinone
und Zusammensetzungen, die etwas für die Linderung von viralen Infektionen
einschließlich HIV-Infektionen enthalten. Diese Verbindungen besitzen eine Oxo-
Gruppe an der Position 2 des Benzolactamringes.
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Daher war die Entwicklung eines Medikamentes, das eine starke antiretrovirale
Aktivität und verringerte Nebenwirkungen besitzt, notwendig.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, neue Substanzen
bereitzustellen, die ausgezeichnete hemmende Aktivitäten gegen Retroviren besitzen
und als antiretrovirale Arzneimittel mit verringerten Nebenwirkungen wie
Cytotoxizität angewendet werden können.
Beschreibung der Erfindung
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Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben verschiedene Studien
durchgeführt, um die oben erwähnte Aufgabe zu lösen und haben als Resultat gefunden,
daß neue Benzolactam-Derivate gemäß der vorliegenden Erfindung
ausgezeichnete hemmende Aktivitäten gegen Retroviren sowie verringerte Nebenwirkungen
wie Cytotoxizität besitzen. Sie haben auch gefunden, daß diese Derivate nützlich
zur Behandlung und Vorbeugung von AIDS sind. Die vorliegende Erfindung wurde
auf der Basis dieser Erkenntnisse entwickelt.
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Die vorliegende Erfindung stellt daher Benzolactam-Derivate bereit, die durch die
folgende Formel (I) repräsentiert werden:
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Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung werden antiretrovirale
Arzneimittel, die Benzolactam-Derivate umfassen, die durch die obige Formel (I)
repräsentiert werden, als aktive Wirkstoffe bereitgestellt.
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Die Benzolactam-Derivate der vorliegenden Erfindung besitzen in ihren
Ringstrukturen Stickstoffatome, die direkt an den Phenylring (Stickstoffatom an
der Position 1 im Benzolactamring) gebunden sind und sind bezüglich dessen von
den Verbindungen 4a-c und 14a, die in J. Am. Chem. Soc., 115, Seiten 3957-
3965, 1993, offenbart werden, strukturell unterscheidbar. Weiterhin offenbart die
oben erwähnte Veröffentlichung nicht, daß die Verbindungen 4a-c und 14a
antiretrovirale Aktivitäten besitzen.
Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
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In der Formel (I) repräsentiert n eine ganze Zahl von 1 bis 3, vorzugsweise die
ganze Zahl 1 oder 2. R¹ repräsentiert eine unverzweigte oder verzweigte
Alkylgruppe oder eine Aralkylgruppe. Beispiele der Alkylgruppe schließen
beispielsweise unverzweigte oder verzweigte Alkylgruppen, die 1 bis 12 Kohlenstoffatome
enthalten, ein. Beispielsweise können bevorzugt niedere Alkylgruppen solche wie
Isopropylgruppen, Isobutylgruppen oder t-Butylgruppen und Alkylgruppen, die 8
bis 10 Kohlenstoffatome enthalten wie n-Octylgruppe, n-Nonylgruppe oder
n-Decanylgruppe benutzt werden. Beispiele der Aralkylgruppe schließen
beispielsweise niedere Aralkylgruppen wie die Benzylgruppe und Phenylethylgruppe
ein. Das Kohlenstoffatom, an das R¹ bindet (das Kohlenstoffatom an der Position
2 im Benzolactamring) ist ein asymmetrischer Kohlenstoff, bei dem bezüglich R¹
zwei Konfigurationen möglich sind. In der Annahme, daß die 8 bis 10-gliedrige
Ringstruktur eine planare chemische Struktur ist, die durch die obige allgemeine
Formel (I) repräsentiert wird, kann R¹ entweder die Konfiguration über- oder
unterhalb der Ebene einnehmen. Beide Stereoisomere fallen in den Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung. Gleichermaßen ist das Kohlenstoffatom, das
benachbart zu dem Stickstoffatom der Amid-Gruppe (-NH-CO-) in der 8 bis 10-gliedrigen
Ringstruktur ist und mit der Hydroxymethylgruppe (-CH&sub2;OH) (das Kohlenstoffatom
an der Position 5 im Benzolactamring) substituiert ist, auch ein asymmetrisches
Kohlenstoffatom. Daher kann die Hydroxymethylgruppe entweder in der
Konfiguration oberhalb oder unterhalb der Ebene liegen, vorausgesetzt, daß die 8 bis 10-
gliedrige Ringstruktur eine Ebene in der chemischen Struktur ist, die durch die
obige allgemeine Formel (I) repräsentiert wird. Beide Stereoisomere fallen in den
Schutzbereich der vorliegenden Erfindung. Zusätzlich fallen alle Mischungen
dieser Stereoisomere in den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung.
Vorausgesetzt, daß die 8 bis 10-gliedrige Ringstruktur eine Ebene in der chemischen
Struktur ist, die durch die obige allgemeine Formel (I) repräsentiert wird, werden
die Verbindungen, dessen R¹-Rest und die Hydroxymethylgruppe, die an das
Kohlenstoffatom der Position 5 gebunden ist, sich auf der gleichen Seite der
Ebene befinden, manchmal als Epimere bezeichnet.
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R² repräsentiert eine unverzweigte oder verzweigte Alkylgruppe. Beispielsweise
können unverzweigte oder verzweigte Alkylgruppen, die 1 bis 12
Kohlenstoffatome besitzen, benutzt werden. Niedere Alkylgruppen wie Methylgruppe oder
Ethylgruppe werden bevorzugt, wobei die Methylgruppe besonders bevorzugt wird.
Zusätzlich werden Alkylgruppen wie solche, die 8 bis 12 Kohlenstoffatome
besitzen, als R² bevorzugt, wobei R¹ eine niedere Alkylgruppe wie Isopropylgruppe,
Isobutylgruppe oder t-Butylgruppe ist, und wobei beide Substituenten, die von R³
und R&sup4; repräsentiert werden, Wasserstoffatome sind, oder alternativ, eines oder
beide dieser Reste niedere Alkylgruppen sind. Beispiele solcher Gruppen
schließen zum Beispiel n-Octylgruppen, n-Nonylgruppen und n-Decanylgruppen ein.
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R³ und R&sup4; repräsentieren unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine
unverzweigte oder verzweigte Alkylgruppe. Beispiele dieser Alkylgruppen
schließen beispielsweise unverzweigte oder verzweigte Alkylgruppen ein, die 1 bis 12
Kohlenstoffatome besitzen, wobei Alkylgruppen, die 8 bis 12 Kohlenstoffatome
besitzen, bevorzugt werden. Unverzweigte Decanylgruppen werden besonders
bevorzugt. R&sup4; ist vorzugsweise ein Wasserstoffatom, während R³ eine
Alkylgruppe ist, die 8 bis 12 Kohlenstoffatome besitzt. In dem Fall, in dem die Positionen
der Substituenten Alkylgruppen besitzen, die aus 8 bis 12 Kohlenstoffatomen
be
stehen, ist R³ nicht in besonderer Weise begrenzt. Wenn zum Beispiel, das
Stickstoffatom an der Position 1 des Benzolactamringes eine Aminogruppe am
Phenylring ist, ist R³ vorzugsweise in der m- oder p-Position zur Aminogruppe
plaziert. Substanzen, wobei beide, R³ und R&sup4;, Wasserstoffatome sind, werden
ebenfalls bevorzugt.
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Weiterhin, wenn R³ und R&sup4; an der Phenylgruppe benachbart sind, können sie
miteinander verbunden werden, um einen Cycloalkylring zusammen mit den zwei
Kohlenstoffatomen der Phenylgruppe, an die R³ und R&sup4; gebunden sind, zu bilden.
Der Cycloalkylring kann vorzugsweise ein 5 bis 7-gliedriger Ring sein, wobei ein
6-gliedriger Ring besonders bevorzugt wird. Der Cycloalkylring kann mit ein oder
mehreren niederen Alkylgruppen substituiert werden. Ein Beispiel solcher
Alkylgruppen schließen die Methylgruppe ein. Beispielsweise können die beiden
Kohlenstoffatome, die im Cycloalkylring enthalten sind und direkt benachbart sind,
und direkt an die Phenylgruppe binden, von 4 Methylgruppen substituiert sein.
Die Substanzen, wobei R¹ eine Isopropylgruppe, R² eine Methylgruppe, R³ und R&sup4;
beide Wasserstoffatome sind, und n 2 oder 3 ist, sowie deren Epimere, werden
ausgeschlossen.
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Unter den Verbindungen der vorliegenden Erfindung, die durch die Formel (I)
repräsentiert werden, werden solche bevorzugte Substanzen eingeschlossen, die in
der folgenden Tabelle 1 aufgelistet werden und mit ihren chemischen Strukturen
dargestellt werden. Der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung wird jedoch
nicht durch diese Substanzen begrenzt.
Tabelle 1
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Beispiele der Herstellungsmethoden für Benzolactam-Derivate der vorliegenden
Erfindung werden in den Schemata weiter unten bezüglich der Substanz der
obigen allgemeinen Formel gezeigt, wobei n = 1; R¹ = -CH(CH&sub3;)&sub2;; R² = -CH&sub3;; R³ =
-n-C&sub1;&sub0;H&sub2;&sub1;; R&sup4; = H(BL-V8-310), und der Substanz, wobei n = 2; R¹ = -CH(CH&sub3;)&sub2;; R²
= -CH&sub3;; R³ = -n-C&sub1;&sub0;H&sub2;&sub1;; R&sup4; = H(BL-V9-310) ist. Die Substanzen der vorliegenden
Erfindung und die Methoden zur Herstellung derselben werden jedoch nicht durch
diese Herstellungsbeispiele begrenzt. Detaillierte Erklärungen über die
Präparationen der obigen Substanzen und anderer Substanzen werden im Abschnitt
"Beispiele der technischen Ausführung" angegeben.
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Die Reaktionsbedingungen in den Methoden sind die folgenden:
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a) CH&sub3;CONHCH(COOC&sub2;H&sub5;)&sub2;, NaH/DMF;
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b) C&sub9;H&sub1;&sub9;P&spplus;Ph&sub3;Br&supmin;; n-BuLi/THF;
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c) HCl/AcOH; d) SOCl&sub2;/EtOH; e) Boc&sub2;O/CH&sub2;Cl&sub2;; f) LiBH&sub4;/THF;
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g) H&sub2;,Pd-C/EtOH; h) HCOOH, AcOH; i) BH&sub3;/THF;
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j) Triflat von Benzyl-DL-α-hydroxyisovalerat,
2,6-Lutidine/CH&sub2;Cl&sub2;;
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k) N-Hydroxysuccinimide, DCC/CH&sub3;CN;
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l) CF&sub3;COOH/CH&sub2;Cl&sub2;; m) aq. NaHCO&sub3;/CH&sub3;COOEt;
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n) OHCH&sub2;CH&sub2;OH, TsOH/Toluol; o) PPh&sub3;/Toluol;
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p) K&sub2;CO&sub3;/DMF;
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q) Pyridinium p-Toluolsulphonate/Acetone, H&sub2;O
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Die Benzolactam-Derivate der vorliegenden Erfindung haben eine
ausgezeichnete antiretrovirale Aktivität und verringerte Nebenwirkungen wie zum Beispiel
Cytotoxizität. Daher sind antiretrovirale Agenzien umfassend die Benzolactam-
Derivate der vorliegenden Erfindung als aktiver Wirkstoff zur vorbeugenden und
therapeutischen Behandlung von retroviralen Infektionskrankheiten wie AIDS
geeignet.
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Die Substanzen der Formel (I) können per se als antiretrovirale Agenzien der
vorliegenden Erfindung benutzt werden. Wenn die antiretroviralen Substanzen der
vorliegenden Erfindung Säugetieren einschließlich dem Menschen zur
therapeutischen und/oder vorbeugenden Behandlung von Krankheiten solche wie AIDS,
oral oder parenteral verabreicht werden, wird bevorzugt eine pharmazeutische
Komposition verabreicht, die durch Hinzufügung von pharmakologisch und
pharmazeutisch akzeptablen Zusätzen zu der Substanz der Formel (I) hergestellt
werden. Solche pharmazeutischen Kompositionen können von einem normalen
Fachmann abhängig von den Zwecken und Behandlungsmethoden ausgewählt
werden. Beispiele oral verabreichbarer pharmazeutischer Kompositionen
schließen zum Beispiel Pulver, Tabletten, Granula, verfeinertes Granula, Lösungen und
Sirup ein. Beispiele von pharmazeutischen Kompositionen, die zur parenteralen
Verabreichung geeignet sind, schließen beispielsweise Injektionen,
Tropfinfusionen, externe Präparationen, Zäpfchen, Nasentropfen und Ohrentropfen ein.
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Für pharmazeutische Kompositionen, die geeignet für orale, perkutane oder
transmukosale Verabreichung geeignet sind, werden pharmakologische und
pharmazeutisch akzeptable Zusätze zum Beispiel Zusätze, beispielsweise
Glucose, Lactose, D-Mannitol, Stärke und kristalline Cellulose; Desintegratoren oder
Desintegrationsbeschleuniger, zum Beispiel Carboxymethylcellulose, Stärke und
Kalziumcarboxymethylcellulose; Bindemittel zum Beispiel Hydroxypropylcellulose,
Hydroxypropylmethylcellulose, Polyvinylpyrrolidon und Gelatine; Lubrikantien
beispielsweise Magnesiumstearat und Talk; Beschichtungsmittel beispielsweise
Hydroxypropylmethylcellulose, Saccharose, Polyethylenglycol und Titanoxid;
Grundstoffmaterialien beispielsweise Vaseline, flüssiges Paraffin,
Polyethylengly
col, Gelatine, Kaolin, Glycerin, reines Wasser und gehärtetes Fett; Treibmittel
beispielsweise Flons, Diethyläther und komprimierte Gase; Haftmittel
beispielsweise Natriumpolyacrylat, Polyvinylalkohol, Methylcellulose, Polyisobutylene und
Polybuten; und Grundstoffen beispielsweise Baumwollstoff und Kunststoffblätter,
benutzt werden.
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Für pharmazeutische Kompositionen, die als Injektionen oder Tropfinfusionen
geeignet sind, können pharmazeutische Zusätze beispielsweise Lösungsmittel
oder Lösungsbeschleuniger, die wäßrige Injektionen oder Injektionen, die vor
Gebrauch aufgelöst werden, bereitstellen, beispielsweise destilliertes Wasser für
Injektionen, physiologische Kochsalzlösung und Propylenglycol; isotonische
Substanzen beispielsweise Glucose, Natriumchlorid, D-Mannitol und Glycerin;
pH-einstellende Substanzen beispielsweise anorganische Säuren, organische
Säuren, anorganische Basen und organische Basen benutzt werden.
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Die Dosen der retroviralen Agenzien der vorliegenden Erfindung können in
geeigneter Weise von einem Fachmann ausgewählt werden, abhängig
beispielsweise von dem Typ der retroviralen Infektionskrankheit, der vorgebeugt oder die
behandelt werden soll, oder dem Alter oder dem Zustand des Patienten. Im
allgemeinen wird eine Dosis für einen Erwachsenen bei ungefähr 0,1 bis 100 mg pro
Tag liegen.
Beispiele
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Die vorliegende Erfindung wird anhand von Beispielen eingehender erklärt. Der
Schutzumfang der vorliegenden Erfindung wird jedoch nicht durch diese Beispiele
begrenzt.
Beispiel 1:
Herstellung von (±)-BL-V8-310 und (±)-epi-BL-V8-310
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Terephthalaldehyde (25,0 g) wurde in Wasser (20 ml) und Ethanol (80 ml)
suspendiert. Pd/C (220 mg) wurde zu der Suspension zugegeben und danach
Wasserstoffgas (4,3 l) eingeführt. Der Katalysator wurde durch Filtration entfernt und
das Filtrat wurde konzentriert um p-Hydroxymethylbenzaldehyde (25,2 g) zu
erhalten. Das Produkt wurde in Toluol (100 ml) und 48% HBr (50 ml) gelöst und die
Lösung wurde für zwei Stunden unter Rückfluß gehalten. Die Reaktionsmischung
wurde in Eiswasser gegossen und danach wurde die Mischung mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und gesättigter
Salzlösung gewaschen und getrocknet, und danach wurde das Lösungsmittel
durch Verdampfen unter reduziertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde aus
n-Hexan rekristallisiert um farblose Nadeln zu ergeben (37,5 g, Ausbeute: 82%).
Schmelzpunkt: 97,5-98,0ºC.
Elementaranalyse:
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C&sub8;H&sub7;OBr
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berechnet N: 0,00%; C: 48,27%; H: 3,54%
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gefunden N: 0,00%; C: 48,19%; H: 3,49%
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KNO&sub3; (11,65 g) wurde bei 0ºC zu konzentrierter Schwefelsäure (200 ml)
zugegeben und die Mischung für eine Stunde gerührt. Die oben erhaltene
Bromverbindung (22,29 g) wurde zu dieser Lösung bei 0ºC zugegeben und für weitere 4
Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung wurde langsam in
ein großes Volumen Eiswasser gegossen und die Mischung wurde mit
Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde nacheinander mit Wasser,
gesättigter wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung, Wasser und dann mit gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, getrocknet und dann das
Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde aus Ethylacetat/n-Hexan
rekristallisiert, um farblose Nadeln zu ergeben (20,14 g, Ausbeute: 74%).
Schmelzpunkt 77,5 bis 78,0ºC.
Elementaranalyse:
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C&sub8;H&sub4;NOBr
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berechnet N: 5,74% C: 39,37% H: 2,48%
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gefunden N: 5,46% C: 39,53% H: 2,44%
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NaH (1,61 g) wurde in einen 500-ml-Dreihalskolben gegeben und dreimal mit
n-Hexan gewaschen. Hexan wurde unter verringertem Druck entfernt und nach
Ersetzen mit einer Argongasatmosphäre wurde DMF (50 ml) zugegeben und NaH
suspendiert. Malonsäure-Diethylacetoamide (9,00 g) wurde in DMF (40 ml) gelöst
und zu der Reaktionsmischung bei 0ºC zugegeben. Nach Beendigung der
Gaserzeugung wurde die oben erhaltene Nitroverbindung (9,93 g) in DMF (50 ml)
gelöst und zu der Reaktionsmischung zugegeben und bei Raumtemperatur für
weitere 2,5 Stunden gerührt. Nach Verdampfen des DMF unter verringertem
Druck wurde zwei 2 N HCl zu dem Rückstand zugegeben und die Mischung wurde
mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser und
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und
danach das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde
chromatographisch über eine Silicagelsäule aufgereinigt, um ein blaß gelbes Pulver
zu erhalten (14,95 g, Ausbeute: 98%).
Hochauflösendes MS:
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C&sub1;&sub7;H&sub2;&sub0;N&sub2;O&sub8;
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berechnet: 380,1219
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gefunden: 380,1217
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n-Nonyltriphenylphosphoniumbromid (4,47 g) wurde in THF (30 ml) gelöst und die
Lösung in einen Dreihalskolben, der mit Argon substituiert wurde, gegossen. Die
Lösung wurde auf 0ºC gekühlt und danach wurde n-Butyllithium (9,5 mmol) zu
der Lösung zugegeben. Das Rühren wurde bei 0ºC für 90 Minuten fortgesetzt
und danach wurde die Lösung auf -78ºC gekühlt. Eine Lösung des obigen
Produktes (2,18 g) in THF (10 ml) wurde zu der Lösung tropfenweise zugegeben.
Man ließ die Reaktionsmischung bei -78ºC für 90 Minuten und dann bei 0ºC für
2 Stunden reagieren. Danach wurde die Reaktion gestoppt, indem eine kleine
Menge 2 N HCl zugegeben wurde. Nachdem THF durch Verdampfen unter
verringertem Druck entfernt wurde, wurde 2 N HCL zu dem Rückstand zugegeben und
die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde
nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung
gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und dann das Lösungsmittel durch Verdampfen
entfernt. Der Rückstand wurde über Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt
(Lösungsmittel: Ethylacetatln-Hexan = 1 : 1), um das gewünschte Produkt zu
erhalten (1,07 g; Ausbeute: 56%).
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Das obige Olefinprodukt (4,42 g) wurde in einer Mischung aus Essigsäure (20 ml)
und konzentrierter Salzsäure (10 ml) gelöst und die Mischung wurde vorsichtig für
7 Stunden unter Rückfluß gehalten. Das Lösungsmittel wurde durch Verdampfen
entfernt, um ein teeriges Aminosäureprodukt zu erhalten. Ethanol (50 ml) wurde
über ein Trockeneis/Acetonbad gekühlt und bei einer Temperatur unter -20ºC
gehalten und das Thionylchlorid (12 g) wurde langsam tropfenweise zugegeben.
Die obige Aminosäure wurde zu der Reaktionsmischung zugegeben und die
Mischung wurde über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Nachdem das
Lösungsmittel durch Verdampfen unter verringertem Druck entfernt wurde, wurde eine
gesättigte wäßrige Natriumhydrogencarbonatlösung zu dem Rückstand zugefügt
und die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde
nacheinander mit gesättigter wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung, Wasser
und dann mit gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4;
getrocknet und danach das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der
Rückstand wurde in Methylenchlorid gelöst (100 ml) und nach dem Zufügen von Boc&sub2;O
im Überschuß wurde die Lösung über Nacht stehengelassen. Die
Reaktionsmischung wurde unter reduziertem Druck konzentriert und über eine
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetat/n-Hexan = 1 : 1).
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Die erhaltene Substanz wurde in THF (90 ml) gelöst und LiBH&sub4; (1,42 g) wurde zu
der Lösung zugegeben und bei Raumtemperatur weiter gerührt. Die
Reaktionslösung wurde unter verringertem Druck konzentriert und der Rückstand wurde
vorsichtig in Eiswasser gegeben und die Mischung extrahiert. Die organische Phase
wurde nacheinander mit 10%iger wäßriger Zitronensäure, Wasser und dann mit
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet
und danach das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde
über Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel:
Ethylacetat/n-Hexan = 1 : 1), um ein farbloses Öl zu erhalten (2,32 g, Ausbeute: 59%).
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Die oben erhaltene Hydroxylverbindung (2,32 g) wurde in Ethanol (20 ml) gelöst
und 10% Pd/C (200 mg) wurde zu der Lösung zugegeben und für weitere 7
Stunden unter einer Wasserstoffgasatmosphäre gerührt. Der Katalysator wurde durch
Filtration entfernt und das erhaltene Filtrat wurde konzentriert. Der Rückstand
wurde aus n-Hexan rekristallisiert, um farblose Prismen zu erhalten (2,04 g,
Ausbeute: 94%). Schmelzpunkt 72-73ºC.
Hochauflösendes MS:
-
C&sub2;&sub4;H&sub4;&sub2;N&sub2;O&sub3;
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berechnet: 406,3195
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gefunden: 406,3179
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Eine Mischung aus Ameisensäure (1,21 g) und Acetanhydrid (2,60 g) wurde für 2
Stunden auf 60-70ºC erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf 0ºC gekühlt
und danach wurde eine Lösung des oben erhaltenen reduzierten Produktes
(2,04 g) in THF (30 ml) zu der Mischung zugegeben und bei Raumtemperatur für
weitere 6 Stunden gerührt. Nach Verdampfen des Lösungsmittels unter
verringertem Druck wurde zu dem Rückstand eine gesättigte wäßrige
Natriumhydrogencarbonatlösung zugegeben und die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert.
Die organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das
Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetatln-Hexan = 1 : 1),
um ein Ameisensäureester als blaß gelbes Öl zu erhalten (1,75 g, Ausbeute:
90%).
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Der oben erwähnte Ameisensäureester (1,61 g) wurde in THF (100 ml) aufgelöst.
Eine 1,0 M Lösung aus BH&sub3; in TMF (16 ml) wurde zu dieser Lösung zugegeben
und die Mischung wurde bei 0ºC für 4 Stunden gerührt. Nachdem das
überschüssige BH&sub3; durch Zugabe eines kleinen Volumens 10%iger wäßriger
Zitronensäure inaktiviert wurde, wurde die Reaktionsmischung unter verringertem
Druck konzentriert. Eine 10%ige wäßrige Zitronensäurelösung wurde zu dem
Rückstand zugegeben und die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die
organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach das
Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetatln-Hexan = 1 : 2) und
aus Ethylacetatln-Hexan rekristallisiert, um farblose Prismen zu ergeben (1,30 g,
Ausbeute: 89%). Schmelzpunkt 72 bis 73ºC.
Hochauflösendes MS:
-
C&sub2;&sub5;H&sub4;&sub4;N&sub2;O&sub3;
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berechnet: 420.3352
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gefunden: 420.3315
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(±)-Benzyl 3-Methyl-2-Trifluoromethylsulfonyl-oxobutanoat wurde aus (DL)-Val
gemäß der Methode von Kogan et al. präpariert (Kogan, T. P., Somers, T. C.,
Venuti, M. C., Tetrahedron, 1990, 6623).
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Die oben erwähnte reduzierte Verbindung (1,27 g) wurde in einer Mischung aus
Dichlorethan (30 ml) und 2,6-Lutidine (1,05 g) gelöst und danach wurde Triflat
(1,84 g) zu der Mischung zugegeben und für 24 Stunden unter Rückfluß gehalten.
Die erhaltene Reaktionsmischung wurde über Silicagelsäulenchromatographie
aufgereinigt (Methylenchlorid/Ethylacetat = 20 : 3), um ein farbloses Öl zu ergeben
(1,62 g, Ausbeute: 80%).
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Das obige Produkt (949 mg) wurde in Methanol (120 ml) gelöst. Pd/C (145 mg)
wurde zu der Lösung zugegeben und für 5 Stunden unter
Wasserstoffgasatmosphäre weiter gerührt. Nachdem das Pd/C durch Filtration entfernt wurde, wurde
das Filtrat konzentriert. Die erhaltene carboxylische Säure und
N-Hydroxysuccinimide (400 mg) wurden in Acetonitril (20 ml) gelöst. Eine DCC
(336 mg) Lösung in Acetonitril (5 ml) wurde zu dieser Lösung zugegeben und
weiter bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter verringertem
Druck verdampft und der Rückstand wurde in Ethylacetat resuspendiert. Nachdem
unlöslische Substanzen durch Filtration entfernt wurden, wurde das Filtrat
konzentriert.
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Danach wurde der Rückstand einer Silicagelsäulenchromatographie unterworfen
(Lösungsmittel: Ethylacetat/Methylenchlorid = 1 : 5), um ein farbloses Öl zu
erhalten (917 mg, Ausbeute: 96%).
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Die oben erhaltene Verbindung (1,28 g) wurde in CH&sub3;Cl (35 ml) gelöst und TFA
(18 ml) wurde bei 0ºC zu der Lösung zugegeben und bei Raumtemperatur für
zwei Stunden weiter gerührt. Das Lösungsmittel wurde durch Verdampfen unter
verringertem Druck entfernt und der Rückstand wurde in 2 l Ethylacetat gelöst.
Gesättigte wäßrige Natriumhydrogencarbonatlösung (120 ml) wurde zu der
Lösung hinzugegeben und nach Inkubation unter Rückfluß für 6 Stunden wurde die
Reaktionslösung auf Raumtemperatur gekühlt und die wäßrige Phase entfernt.
Die organische Phase wurde mit einem kleinen Volumen gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und das Lösungsmittel
durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetat), um (±)-BL-V8-310 (394 mg,
Ausbeute: 48%) und (±)-epi-BL-V8-310 zu ergeben (359 mg, Ausbeute: 45%).
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(±)-BL-V8-310: farblose Nadeln, Schmelzpunkt 107-108ºC
Elementaranalyse:
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C&sub2;&sub5;H&sub4;&sub2;N&sub2;O&sub2;
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berechnet N: 6,96% C: 74,58% H: 10,51%
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gefunden N: 7,14% C:74,57% H: 10,68%
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(±)-epi-BL-V8-310: farblose Flocken, Schmelzpunkt 117-118ºC.
Elementaranalyse:
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C&sub2;&sub5;H&sub4;&sub2;N&sub2;O&sub2;
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berechnet N: 6,96% C: 74,58% H: 10,51%
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gefunden N: 7,11% C: 74,33% H: 10,68%
Beispiel 2:
Herstellung von (-)-BL-V8-310 und (-)-epi-BL-V8-310
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(+)-Benzyl 3-Methyl-2-Trifluormethylsulfonyl-oxobutanoate wurde aus (D)-Val
gemäß der oben erwähnten Methode von Kogan et al hergestellt. Aus der
reduzierten Verbindung (C&sub2;&sub5;H&sub4;&sub4;N&sub2;O&sub3;, 154 mg) wurde eine Benzylverbindung in der
gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt (205 mg, Ausbeute: 90%) und dann (-)-
BL-V8-310 (55 mg; Ausbeute: 42%) und (-)-epi-BL-V8-310 (43 mg) erhalten.
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(-)-BL-V8-310: farbloses Öl, [α]²²D = -278,2º (c = 0,64, CHCl&sub3;)
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(-)-epi-BL-V8-310: farbloses Öl, [α]²²D = -140,3º (c = 0,75, CHCl&sub3;)
Beispiel 3:
Herstellung von (+)-BL-V8-310 und (+)-epi-BL-V8-310
-
(-)-Benzyl 3-Methyl-2-Trifluormethylsulfonyl-oxobutanoate wurde aus (L)-Val
gemäß der oben erwähnten Methode von Kogan et al. hergestellt. Aus der
reduzierten Verbindung (C&sub2;&sub5;H&sub4;&sub4;N&sub2;O&sub3;, 168 mg) wurde eine Benzylverbindung (184 mg) in
der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt (Ausbeute: 75%) und dann (+)-
BL-V8-310 (52 mg, Ausbeute: 49%) und (+)-epi-BL-V8-310 (51 mg, Ausbeute:
48%) erhalten.
-
(+)-BL-V8-310: farbloses Öl, [α]²²D = +280,3º (c = 0,61, CHCl&sub3;)
-
(+)-epi-BL-V8-310: farbloses Öl, [α]²²D = +137,1º (c = 0,70, CHCl&sub3;)
Beispiel 4:
Herstellung von (±)-BL-V9-310 und (±)-epi-BL-V9-310
-
Eine Nitroverbindung (C&sub8;H&sub4;NOBr, 10,19 g) wurde in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 beschrieben hergestellt. 1,2-Ethandiol (7,41 g) und p-Toluolsulfonsäure
(10 mg) wurde in Toluol (100 ml) gelöst und die Lösung für 3,5 Stunden unter
Rückfluß gehalten, während das Wasser durch azeotrope Destillation mittels
einer Dean-Stark-Falle entfernt wurde. Die Reaktionsmischung wurde auf
Raumtemperatur gekühlt, mit Ethylacetat verdünnt und danach nacheinander mit
gesättigter wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung, Wasser und gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über MgSO&sub4;
getrocknet wurde, wurde das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der
Rückstand wurde über Silicagelsäulenchomatographie aufgereinigt (Lösungsmittel:
Methylenchlorid), um eine. Acetalverbindung zu erhalten (11,64 g, Ausbeute:
97%).
-
Die erhaltene Acetalverbindung (6,90 g) wurde in Toluol (60 ml) gelöst und nach
Zugabe von Triphenylphosphin (6,90 g) wurde die Mischung für zwei Tage unter
Rückfluß erhitzt. Das entstandene Präzipitat wurde durch Filtration gesammelt
und mit einem kleinen Volumen Toluol gewaschen, um ein weißes Pulver zu
erhalten (8,35 g, Ausbeute: 63%). Schmelzpunkt 230-235ºC (Zerfall).
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub8;H&sub2;&sub5;NO&sub4;PBr
-
berechnet N: 2,58% C: 61,10% H: 4,58%
-
gefunden N: 2,40% C: 61,30% H: 4.57%
-
N-Boc-O-t-Butylserinmethylester (2,96 g) wurde in wasserfreiem Toluol (140 ml)
gelöst und die Lösung wurde auf -60ºC gekühlt. 1,5 Mol
Diisobutylaluminiumhydrid (16 ml) wurde langsam tropfenweise zu der Lösung zugegeben und weiter bei
-60ºC für eine Stunde gerührt. Nach dem Zusatz einer 10%igen wäßrigen
Zitronensäurelösung (30 ml) wurde die Mischung auf Raumtemperatur erwärmt und
mit einer 10%igen wäßrigen Zitronensäurelösung (100 ml) gemischt. Die wäßrige
Phase wurde entfernt und die organische Phase wurde mit Wasser und
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und
danach das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetat/n-Hexan
= 1 : 1), um ein farbloses Öl (2,03 g, Ausbeute 77%) zu erhalten.
-
Die oben erwähnte Verbindung (7,49 g) wurde in DMF (50 ml) gelöst,
Kaliumcarbonat (1,80 g) zu der Lösung zugegeben und weiter bei Raumtemperatur für 1,5
Stunden gerührt. OHC-CH(NHBoc)CH&sub2;OC(CH&sub3;)&sub3; (2,99 g) gelöst in DMF (20 ml)
wurde zu der Lösung zugegeben und man ließ die Mischung bei 95ºC für 7
Stunden reagieren. Das Lösungsmittel wurde durch Verdampfen unter verringertem
Druck entfernt und eine 10%ige wäßrige Zitronensäurelösung wurde zu dem
Rückstand zugegeben und dann die Mischung mit Ethylacetat extrahiert. Die
organische Phase wurde mit Wasser und gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung
gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach das Lösungsmittel durch
Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde über Silicagelsäulenchromatographie
aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetatln-Hexan = 1 : 3), um eine cis-Verbindung
(1,91 g) und eine trans-Verbindung (3,00 g) zu erhalten. Die totale Ausbeute war
92%.
-
cis-Verbindung: blaß gelbe Nadeln, Schmelzpunkt 71-72ºC
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub2;H&sub3;&sub2;N&sub2;O&sub7;
-
berechnet N: 6,42% C: 60,54% H: 6,42%
-
gefunden N: 6,33% C: 60,32% H: 6,33 %
-
trans-Verbindung: blaß gelbes Öl
Hochauflösende MS:
-
C&sub2;&sub2;H&sub3;&sub2;N&sub2;O&sub7;
-
berechnet 436.2210
-
gefunden 436,2254
-
Die obige Ketalverbindung (cis-Verbindung, 2,85 g) und Pyridinium-p-
Toluolsulfonat (0,98 g) wurden in Aceton (40 ml) und Wasser (3 ml) gelöst und
die Mischung für 15 Stunden unter Rückfluß gehalten. Die Reaktionslösung
wurde unter vermindertem Druck konzentriert und der Rückstand wurde
nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über
MgSO&sub4; getrocknet und danach das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der
Rückstand wurde über Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt
(Lösungsmittel: Ethylacetatln-Hexan = 1 : 2) um eine Benzaldehydverbindung als
blaß gelbe Prismen (cis-Verbindung, 2,03 g, Ausbeute: 79%) zu erhalten.
Schmelzpunkt 103-104ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub0;H&sub2;&sub8;N&sub2;O
-
berechnet N: 7,19% C: 61,21% H: 7,19%
-
gefunden N: 7,07% C: 61,22% H: 7,29%
-
Auf ähnliche Weise, wie oben beschrieben, wurde ein Benzaldehydverbindung
(trans-Verbindung) aus der Ketalverbindung (trans-Verbindung, 3,00 g) als blaß
gelbes Öl (1,78 g, Ausbeute: 66%) erhalten.
Hochauflösendes MS:
-
C&sub2;&sub0;H&sub2;&sub8;N&sub2;O&sub6;
-
berechnet: 392,1947
-
gefunden: 392,1956
-
In einer ähnlichen Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde die
Decenylverbindung, wobei -CH=CH-CH(NHBoc) eine Cis-Konfiguration besitzt, als blaß
gelbes Öl (758 mg, Ausbeute: 48%) aus n-Nonyltriphenylphosphoniumbromid
(1,97 g) und der obigen Benzaldehydverbindung (cis-Verbindung 589 mg)
erhalten. Gleichermaßen wurde die Decenylverbindung, wobei -CH=CH-CH(NHBoc)
eine trans-Konfiguration besitzt, aus n-Nonyltriphenylphosphoniumbromid (2,95 g)
und der obigen Benzaldehyd-Verbindung (trans-Verbindung, 1,78 g) als blaß
gelbes Öl (1,10 g, Ausbeute: 48%) erhalten.
-
Auf eine ähnliche Weise wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde die reduzierte
Verbindung als farbloses Öl (613 mg, Ausbeute: 84%) aus der obigen
Nonylverbindung (758 mg), wobei -CH=CH-CH(NHBoc) eine cis-Konfiguration besitzt,
erhalten, wobei die Doppelbindung in der Seitenkette reduziert wurde.
Hochauflösendes MS:
-
C&sub3;&sub0;H&sub5;&sub2;N&sub2;O&sub3;
-
berechnet 490.4134
-
gefunden 490,4120
-
In ähnlicher Weise, wie in Beispiel 1, wurde eine Benzylverbindung als farbloses
Öl (1,20 g, Ausbeute: 95%) aus der obigen reduzierten Verbindung (913 mg)
erhalten. Zusätzlich wurde in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 eine Succinylimid-
Verbindung als blaß gelbes Öl (1,11 g, Ausbeute: 78%) aus der obigen
Benzylverbindung (1,40 g) erhalten, und danach in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1
(±)-BL-V9-310 (134 mg, Ausbeute: 20%) und (±)-epi-BL-V9-310 (112 mg,
Ausbeute: 17%) aus der obigen Succinylimid-Verbindung (1,11 g) erhalten.
(±)-BL-V9-310: farbloses Öl.
Hochauflösendes MS:
-
C&sub3;&sub0;H&sub5;&sub2;N&sub2;O&sub2;
-
berechnet 416.3402
-
gefunden 416,3442
-
(±)-epi-BL-V9-310: farblose Nadeln, Schmelzpunkt: 146,5ºC
Elementaranalyse:
-
C&sub3;&sub0;H&sub5;&sub2;N&sub2;O&sub2;
-
berechnet N: 6,72% C: 74,95% H: 10,64%
-
gefunden N: 6,87% C: 75,02% H: 10.87%
Beispiel 5
Herstellung von (±)-BL-V8 und (±)-epi-BL-V8
-
DMF (100 ml) wurde zu NaH (5 g) zugegeben und mit n-Hexan gewaschen, und
danach eine Suspension von Malonsäure-Diethylacetoamid (27 g) in DMF (50 ml)
zu der Lösung hinzugegeben. Eine Lösung aus o-Nitrobenzylbromid (27 g) in
DMF (50 ml) wurde zu der obigen Mischung bei 0ºC zugegeben und die
Mischung wurde über Nacht bei Raumtemperatur belassen. Die Reaktionsmischung
wurde in Eiswasser gegossen und die Präzipitate wurden durch Filtration
gesammelt und in Methylenchlorid gelöst. Nach der Trocknung wurde das Lösungsmittel
durch Verdampfen entfernt und der Rückstand wurde aus Methylenchlorid/Hexan
rekristallisiert, um blaß gelbe Nadeln (31,1 g, Ausbeute: 71%) zu erhalten.
Schmelzpunkt 103-104ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub6;H&sub2;&sub0;N&sub2;O&sub7;
-
berechnet N: 7,95% C: 54, 54% H: 5,72%
-
gefunden N: 8,06% C: 54,66% H: 5,64%
-
Die obige Verbindung (30,5 g) wurde für 70 Minuten in einer wäßrigen Lösung
(150 ml) aus NaOH (17,3 g, 5 Äquivalente) unter Rückfluß gehalten und danach
wurde die Mischung gekühlt. Die Reaktionsmischung wurde durch Zugabe von
konzentrierter Schwefelsäure angesäuert und die Präzipitate wurden durch
Filtration gesammelt. Die Präzipitate wurden mit einem kleinen Volumen gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und bei 80ºC für 4 Stunden unter
verringertem Druck getrocknet. Die erhaltene Deesterifizierte Verbindung wurde in
Wasser (100 ml) gelöst und die Lösung für 3 Stunden unter Rückfluß gehalten.
Danach wurden die Präzipitate durch Filtration gesammelt, mit gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und über P&sub2;O&sub5; bei 80ºC für 6 Stunden unter
verringertem Druck getrocknet. SOCl&sub2; (23 ml) wurde langsam zu wasserfreiem
Ethanol (100 ml) bei -10ºC zugegeben und die Mischung bei -10ºC für 10
Minuten belassen. Die obige Aminosäure wurde als Feststoff zu dieser Lösung
hinzu
gegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur für 1 Stunde und
danach bei 60ºC für 3 Stunden gerührt und danach das Ethanol durch
Verdampfen bei 60ºC unter verringertem Druck entfernt. Natriumcarbonat und Wasser
wurden zu der Lösung zugegeben und die Mischung wurde mit Ethylacetat
extrahiert. Nach Verdampfen des Ethylacetates wurde der erhaltene Rückstand in
Ethanol gelöst und nach Behandlung mit Aktivkohle wurde das Lösungsmittel
verdampft. Der Rückstand wurde mittels Silicagelsäulenchromatographie
(Lösungsmittel: Methylenchlorid/Ethylacetat = 8 : 1) aufgereinigt, um eine
Esterverbindung (14,8 g, Ausbeute: 61%) zu erhalten. Schmelzpunkt: 72-74ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub3;H&sub1;&sub6;N&sub2;O&sub5;
-
berechnet N: 9,99% C: 55,71% H: 5,75%
-
gefunden N: 9,99% C: 55,83% H: 5,70%
-
Die obige Esterverbindung (14,5 g) wurde in Ethanol, das mit Salzsäure (200 ml)
gesättigt wurde, gelöst und die Lösung wurde für 48 Stunden unter Rückfluß
gehalten. Nach Zugabe von Ether und nach Kühlen wurden die gebildeten
Präzipitate durch Filtration gesammelt und ausreichend mit Ether gewaschen, um eine
Substanz, deren Aminogruppen nicht geschützt sind, (Hydrochlorid) als farblose
Nadeln (12,3 g, Ausbeute: 86%) zu erhalten. Schmelzpunkt 204ºC (Zerfall).
-
Das oben erhaltene Hydrochlorid (12 g) wurde in Wasser (100 ml) gelöst und
nach Zugabe von Natriumhydrogencarbonat im Überschuß wurde die Mischung
mit Ethylacetat extrahiert. Nach dem Trocknen über MgSO&sub4; wurde das
Lösungsmittel durch Verdampfen bei unter 40ºC entfernt, um eine freie
Aminoverbindung (9,8 g) zu erhalten. Das erhaltene Produkt (9,06 g) wurde in einer
Mischung aus Wasser (40 ml) und Dioxan (40 ml) gelöst und nach der Zugabe von
Natriumhydrogencarbonat (8 g, 2,5 Äquivalente) wurde Boc-N&sub3; (10,9 g, 2
Äquivalente) zu der Mischung zugegeben. Die Mischung wurde bei 45-50ºC für 40
Stunden gerührt und ein Luftkühlapparat eingesetzt. Danach wurden Boc-N&sub3;
(5,4 g, 1 Äquivalent) und Natriumhydrogencarbonat (4 g, 1 Äquivalent)
zugegeben und die Reaktion für 24 Stunden fortgesetzt. Die Reaktionsmischung wurde
fast bis zur Trockne unter verringertem Druck konzentriert und danach wurde
Wasser (200 ml) zu dem Rückstand zugegeben und die Mischung mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Phase wurde nacheinander mit 0,5 M wäßriger
Natriumhydrogencarbonatlösung, 0,5 M wäßriger Zitronensäurelösung und danach mit
Wasser gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und das Lösungsmittel durch
Verdampfen entfernt. Der erhalten Rückstand wurde aus Benzol rekristallisiert, um
eine Verbindung, die durch Boc geschützte Aminogruppen besitzt, als blaß gelbe
Nadeln (10,73 g; Ausbeute: 83%) zu erhalten. Schmelzpunkt 97,5-99ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub6;H&sub2;&sub2;N&sub2;O&sub6;
-
berechnet N: 8,28% C: 56,80% H: 6,55%
-
gefunden N: 8,40% C: 56,60% H: 6,56%
-
Die obige Boc-Verbindung (10,5 g) wurde in THF (150 ml) gelöst und LiBH&sub4;
(1,5 g) wurde zu der Lösung bei 0ºC zugegeben und bei 0ºC für 1 Stunde und
danach zusätzlich bei Raumtemperatur für 3 Stunden weiter gerührt. Danach
wurde Wasser (200 ml) vorsichtig zu der Lösung zugegeben und die Mischung
wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser
gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt,
um eine Hydroxymethylverbindung (8,73 g, Ausbeute: 96%) zu erhalten.
-
Schmelzpunkt 105-106,5ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub4;H&sub2;&sub0;N&sub2;O&sub5;
-
berechnet N: 9,45% C: 56,75% H: 6,80%
-
gefunden N: 9,24% C: 56,72% H: 6,80%
-
Die oben erhaltene Verbindung (4,5 g) wurde in Ethylacetat/1 % H&sub2;O (400 ml)
gelöst und danach 10% Pd/C (2,5 g) zu der Lösung zugegeben. Wasserstoffgas
wurde bei einem Druck von 1 atm eingeführt und die Mischung wurde einer
katalytischen Hydrierung bei Raumtemperatur für 2 Stunden unterworfen. Das Pd/C
wurde durch Filtration entfernt und das Filtrat wurde konzentriert. Der Rückstand
wurde aus Benzol rekristallisiert, um eine Anilinverbindung als farblose Blättchen
(3,9 g, Ausbeute: 96%) zu erhalten. Schmelzpunkt 130,5-131,5ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub4;H&sub2;&sub2;N&sub2;O&sub3;
-
berechnet N: 10,52% C: 63,14% H: 8,33%
-
gefunden N: 10,34% C: 63,44% H: 8,17%
-
Die obige Verbindung (3,6 g) wurde in Benzol (80 ml) gelöst und Methyl-2-
Oxoisovalerat (4,4 g, 2,5 Äquivalente) wurde zu der Lösung zugegeben. Die
Mischung wurde unter Bedingungen der azeotropen Destillation unter einer
Argonatmosphäre für 24 Stunden unter Rückfluß gehalten. Methyl-2-Oxoisovalerat
(1,76 g) wurde zu der Mischung zugegeben und für weitere 18 Stunden unter
Rückfluß gehalten. Benzol und Methyl 2-Oxoisovalerat wurden unter verringertem
Druck verdampft und der Rückstand wurde in THF (120 ml) gelöst. NaBH&sub3;CN
(1,7 g, 2 Äquivalente) wurden zu der Lösung zugegeben und die Mischung wurde
über Nacht bei Raumtemperatur belassen. Die Reaktionsmischung wurde unter
verringertem Druck auf 20 ml bei Raumtemperatur konzentriert und nach Zugabe
von Wasser wurde die Mischung mit Zitronensäure angesäuert und für 2 weitere
Stunden gerührt. Die Lösung wurde mit Methylenchlorid extrahiert und dann das
Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetat/Hexan = 1 : 3). Eine Mischung der
erhaltenen Iminoverbindung und Enaminverbindung wurde in Methanol (300 ml)
gelöst. 10% Pd/C (4 g) wurde zu der Lösung zugegeben und danach wurde
Wasserstoffgas bei einem Druck von 1 atm eingeführt, um die katalytische
Reduktion bei Raumtemperatur für 5 Stunden auszuführen. Ein einziges
Reduktionsprodukt wurde erhalten, das über Silicagelsäulenchromatographie
(Lösungsmittel: Ethylacetat/Hexan = 1 : 4) aufgereinigt wurde, um eine farblose
Flüssigkeit (4,13 g, Ausbeute: 80%) zu erhalten.
-
Das obige Reduktionsprodukt (4,05 g) wurde in Methanol (50 ml) gelöst und nach
Zugabe von 2 N Kaliumhydroxidlösung (25 ml, 5 Äquivalente) wurde die Mischung
bei Raumtemperatur für 24 Stunden belassen. Nachdem das Startmaterial auf
TLC-Platten verschwand, wurde das Methanol durch Verdampfen bei 40ºC
entfernt. Die Lösung wurde angesäuert durch Zugabe einer 10%igen wäßrigen
Zitronensäurelösung und mit Ethylacetat extrahiert, um eine deesterifizierte
Verbindung zu erhalten. Dieses Produkt wurde sofort in CH&sub3;CN gelöst (30 ml) und nach
Zugabe von n-Hydroxysuccinimid (2,45 g, 2 Äquivalente) wurde die Lösung auf
unter 0ºC gekühlt. Eine Lösung aus DCC (3,29 g, 1,5 Äquivalente) in CH&sub3;CN
(10 ml) wurde zu der Lösung hinzugegeben und die Mischung wurde für 1 Stunde
bei 0ºC und danach für 2 Stunden bei Raumtemperatur belassen. Nach
Verdampfen des CH&sub3;CN wurde der Rückstand in Ethylacetat gelöst und unlöslicher
Dicyclohexylharnstoff wurde durch Filtration entfernt. Das Filtrat wurde
konzentriert und der Rückstand wurde über Silicagelsäulenchromatographie
(Lösungsmittel: Ethylacetat/Hexan = 1 : 1) aufgereinigt, um eine farblose
Flüssigkeit zu erhalten (4,09 g, Ausbeute: 81%).
-
Die oben erhaltene Verbindung (4,05 g) wurde in Methylenchlorid (30 ml) gelöst
und danach wurde CF&sub3;COOH (30 ml) zu der Lösung, die auf 0ºC gekühlt wurde,
zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde nach Ersetzen mit einer
Argonatmosphäre für 1 Stunde belassen. CF&sub3;COOH wurde unter verringertem Druck bei
Raumtemperatur durch Verdampfen entfernt und nach Zugabe von Wasser
(80 ml) wurde ein Überschuß (ungefähr bei Sättigung) von
Natriumhydrogencarbonat zu der Mischung zugegeben. Nach der Zugabe von Ethylacetat (80 ml)
wurde die 2-Phasen-Mischung für 1 Stunde gerührt und unter Rückfluß gehalten.
Die Ethylacetatphase wurde abgetrennt und die wäßrige Phase wurde zweimal
mit Ethylacetat extrahiert. Die organischen Phasen wurden vereint und das
Lösungsmittel wurde durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel: Ethylacetat/Methylenchlorid = 4 : 1)
aufgereinigt, um zwei verschiedene zyklische Benzolactamisomere (totale
Ausbeute 61%) zu erhalten.
-
Isomer A: 644 mg, farblose Prismen, Schmelzpunkt 191-193ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub4;H&sub2;ON&sub2;O&sub2;
-
berechnet N: 11,28% C: 67,72% H: 8,12%
-
gefunden: N: 11,22% C: 67,81% H: 8,15%
-
Isomer B (Epi-Verbindung): 676 mg, farblose Prismen, Schmelzpunkt 187,5-
188,5ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub4;H&sub2;&sub0;N&sub2;O&sub2;
-
berechnet N: 11,28% C: 67,72% H: 8,12%
-
gefunden N: 11,22% C: 67,81% H: 8,15%
-
Jedes der obigen Isomere (300 mg) wurde in Methanol aufgelöst (10 ml) und
Natriumhydrogencarbonat (500 mg) wurde zu der Lösung zugegeben. Nach der
Zugabe von CH&sub3;&sub1; (12 ml) wurde die Mischung für 85 Stunden unter Rückfluß
gehalten. Nach Verdampfen des Methanols und des CH&sub3;l wurde der Rückstand mit
Wasser und Chloroform extrahiert. Die organische Phase wurde konzentriert und
der erhaltene Rückstand wurde über Silicagelsäulenchromatographie
(Lösungsmittel: Ethylacetat/n-Hexan = 3 : 1) aufgereinigt.
-
(±)-BL-V8 : 206 mg (Ausbeute 65%), farblose Prismen, Schmelzpunkt 133-134ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub5;H&sub2;&sub2;N&sub2;O&sub2;
-
berechnet N: 10,68% C: 68,67% H: 8,45%
-
gefunden N: 10,72% C: 68,61% H: 8,57%
-
(±)-epi-BL-V8 : 174 mg (Ausbeute: 55%), farblose Nadeln, Schmelzpunkt 155-
157ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub5;H&sub2;&sub2;N&sub2;O&sub2;
-
berechnet N: 10,68% C: 68,67% H: 8,45%
-
gefunden N: 10,62% C: 68, 68% H: 8,69%
Beispiel 6:
Herstellung von (-)-BL-V8-210 und (-)-epi-BL-V8-210
-
2-Nitro-5-Methylbenzoesäure (20,2 g) wurde in Thionylchlorid (17,0 g) und
wasserfreiem Benzol (50 ml) gelöst und die Lösung wurde unter Rückfluß erhitzt. Das
Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck durch Verdampfen entfernt und
danach wurde wasserfreies Methanol zu dem Rückstand gegeben und für weitere
8 Stunden gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck durch
Verdampfen entfernt und danach wurde 2 N HCl zu dem Rückstand zugegeben und
die Mischung wurde mit Ehtylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde
nacheinander mit Wasser, gesättigter wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung,
Wasser und danach mit gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen,
über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das Lösungsmittel verdampft. Der
Rückstand wurde aus Ethylacetat rekristallisiert, um eine Methylesterverbindung
als farblose Plättchen (17,9 g, Ausbeute 82%) zu erhalten. Schmelzpunkt 75-
77ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub9;H&sub9;NO&sub4;
-
berechnet N: 7,18% C: 55,39% H: 4,65%
-
gefunden N: 7,41% C: 55,20% H: 4,43%
-
Die oben erhaltene Esterverbindung (20,1 g) wurde in einer Mischung aus
Essigsäure (120 ml) und Acetanhydrid (120 ml) gelöst und auf -20ºC gekühlt. Während
die Temperatur bei -20ºC gehalten wurde, wurde konzentrierte Schwefelsäure
(40 ml) tropfenweise zu der Lösung zugegeben und danach wurde wasserfreie
Chromsäure (30,4 g) in 2 g-Portionen zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde
bei 0ºC für 2 Stunden und danach bei Raumtemperatur für 14 Stunden gerührt
und danach in Eiswasser gegossen. Diese Mischung wurde mit Ethylacetat
extrahiert und die organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und
danach das Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde aus
Ethylacetat/
n-Hexan rekristallisiert, um farblose Plättchen (18,2 g, Ausbeute: 78%) zu
ergeben. Schmelzpunkt 196-199ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub9;H&sub7;NO&sub6;
-
berechnet N: 6,22% C: 48,01% H: 3,13%
-
gefunden N: 6,24% C: 47,89% H: 2,96%
-
Die oben erhaltene Verbindung (22,6 g) wurde in THF (450 ml) gelöst und auf
0ºC gekühlt und nach Zugabe von 10,0 M BH&sub3;SMe (16,0 ml) wurde die Mischung
bei Raumtemperatur für 30 Minuten gerührt und für 5 Stunden unter Rückfluß
erhitzt. Nachdem eine kleine Menge Methanol zu der Reaktionslösung zugegeben
wurde, wurde die Mischung für 10 Minuten unter Rückfluß gehalten und danach
wurde das Lösungsmittel verdampft. Eine gesättigte wäßrige
Natriumhydrogencarbonatlösung wurde zu dem Rückstand zugegeben und die Mischung wurde mit
Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet
und danach wurde das Lösungsmittel verdampft. Der erhaltene Rückstand wurde
aus Ethylacetat/n-Hexan rekristallisiert, um eine Benzylalkoholverbindung als
farblose Nadeln (19,2 g, Ausbeute: 91%) zu erhalten. Schmelzpunkt 52,5-53ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub9;H&sub9;NO&sub5;
-
berechnet N: 6,63% C: 51,19% H: 4,30%
-
gefunden N: 6,68% C: 51,34% H: 4,19%
-
Die oben erhaltene Verbindung (15,5 g) wurde in wasserfreiem Methylenchlorid
(250 ml) gelöst und nach Zugabe von Pyridiniumchlorchromat (16,8 g) und
Aluminiumoxid (21,1 g) wurde die Mischung für 18 Stunden gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde gewöhnlichen Nachbehandlungen unterworfen und dann wurde
das erhaltene Rohprodukt über Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt, um
eine Benzaldehydverbindung als blaß gelbe Plättchen (14,4 g, Ausbeute: 94%)
zu erhalten. Schmelzpunkt 74,5-75ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub9;H&sub7;NO&sub5;
-
berechnet N: 6,70% C: 51,68% H: 3,37%
-
gefunden N: 6,74% C: 51,66% H: 3,25%
-
n-Nonyltriphenylphosphoniumbromid (45,8 g) wurde in THF (800 ml) gelöst und
auf 0ºC gekühlt und nach tropfenweiser Zugabe und Mischen von 1,6 M n-BuLi
(30 ml), wurde die Mischung bei 0ºC für 40 Minuten gerührt. Die obige
Verbindung (8,83 g) wurde zu der Lösung zugegeben und weiter bei 0ºC für 30 Minuten
und danach bei Raumtemperatur für 3,5 Stunden gerührt. Nach Zugabe einer
kleinen Menge 2 N HCl wurde das Lösungsmittel durch Verdampfen unter
verringertem Druck entfernt. 2 N HCl wurde zu dem Rückstand zugegeben und die
Mischung wurde mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde
nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen,
über MgSO&sub4; getrocknet und danach das Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand
wurde über Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel:
Methylenchlorid/n-Hexan = 1 : 1) aufgereinigt, um eine Decenylverbindung als blaß gelbes Öl
(11,3 g, Ausbeute: 84%) zu erhalten.
-
LiBH&sub4; (2,7 g) wurde in THF (500 ml) gelöst und nach Zugabe der obigen
Verbindung (11,2 g) wurde die Mischung für 16 Stunden bei Raumtemperatur gerührt.
Das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck durch Verdampfen entfernt und
danach wurde Wasser zu dem Rückstand zugegeben und die Mischung wurde
mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde nacheinander mit Wasser,
10%iger wäßriger Zitronensäurelösung, Wasser und danach mit gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und dann das
Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel: Methylenchlorid/Ethylacetat = 10 : 1) aufgereinigt, um eine
Hydroxymethylverbindung, dessen Methylester reduziert wurde, als blaß gelbes
Öl (7,64 g, Ausbeute: 82%) zu erhalten.
-
NaH (1,20 g) wurde mit n-Hexan gewaschen und unter verringertem Druck
getrocknet. Nach dem Ersatz mit einer Argonatmosphäre wurde Toluol (40 ml)
zu
gegeben, um eine Suspension herzustellen. Eine Lösung der oben erhaltenen
Substanz (0,64 g) in Toluol (80 ml) wurde zu der Suspension zugegeben. Einer
Lösung aus p-Toluolsulfonylchlorid (5,75 g) in Toluol (50 ml) wurde weiter zu der
Mischung zugegeben und danach wurde für 2 weitere Stunden bei 0ºC gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde in eine 10%ige wäßrige Zitronensäurelösung
überführt und die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die organische
Phase wurde nacheinander mit Wasser, gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung
gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach das Lösungsmittel verdampft.
Der Rückstand wurde über Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel:
Methylenchlorid/n-Hexan = 1 : 1) als blaß rotes Öl aufgereinigt (10,77 g, Ausbeute
92%), um eine Verbindung zu erhalten, deren Hydroxylgruppe tosyliert ist.
-
NaH (1,15 g) wurde mit n-Hexan gewaschen und unter verringertem Druck
getrocknet. Nach Ersatz mit einer Argonatmosphäre wurde das NaH in DMF
(150 ml) suspendiert und nach Zugabe von Diethylacetoaminomalonat (6,67 g)
wurde die Mischung für 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Eine Lösung der
oben erhaltenen Tosylverbindung (10,77 g) in DMF (100 ml) wurde zu der
Reaktionsmischung zugegeben und für weitere 15,5 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt. Ein kleines Volumen 2 N HCl wurde zu der Reaktionsmischung zugegeben
und das Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck durch Verdampfen
entfernt. 2 N HCL wurde zu dem Rückstand zugegeben und die Mischung wurde mit
Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und danach über MgSO&sub4;
getrocknet. Nachdem das Lösungsmittel unter verringertem Druck durch
Verdampfen entfernt wurde, wurde der Rückstand über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Methylenchlorid/Ethylacetat = 10 : 1), um ein
Malonsäureesterzusatz als blaß gelbe Prismen (9,12 g, Ausbeute: 77%) zu
erhalten.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub6;H&sub3;&sub8;N&sub2;O&sub7;
-
berechnet N: 5,71% C: 63,65% H: 7,81%
-
gefunden N: 5,74% C: 63,44% H: 7,90%
-
Die oben erhaltene Verbindung (9,12 g) wurde in einer Mischung aus Essigsäure
(20 ml) und konzentrierter Salzsäure (50 ml) gelöst. Nach 24 stündigem Halten
unter Rückfluß wurde das Lösungsmittel unter verringertem Druck durch
Verdampfen entfernt, um eine Aminosäureverbindung zu erhalten. Wasserfreies
Ethanol (100 ml) wurde auf -40ºC abgekühlt und zu dem Ethanol wurde
tropfenweise Thionylchlorid (20,86 g) zugegeben und gemischt, während die Temperatur
unter -20ºC gehalten wurde. Eine Lösung der oben erhaltenen Aminosäure in
wasserfreiem Ethanol (40 ml) wurde bei -40ºC zu der Mischung zugegeben. Die
Reaktionsmischung wurde bei -40ºC für 1 Stunde und dann bei Raumtemperatur
für weitere 30 Stunden gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck
verdampft und eine gesättigte wäßrige Natriumhydrogencarbonatlösung wurde zu
dem Rückstand hinzugegeben und die Mischung mit Ethylacetat extrahiert. Die
organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das
Lösungsmittel verdampft. Der erhaltene Rückstand wurde in Methylenchlorid
(200 ml) gelöst und nach Zugabe von Boc&sub2;O (5,04 g) wurde die Mischung für 18
Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter reduziertem
Druck durch Verdampfen entfernt und der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel: Methylenchlorid) aufgereinigt, um eine
Ethylesterverbindung als blaß gelbes Öl (8,10 g, Ausbeute: 91%) zu erhalten, die eine
Aminogruppe enthält, die durch eine Boc-Gruppe geschützt wird.
-
LiBH&sub4; (1,28 g) wurde in THF (150 ml) suspendiert und auf 0ºC gekühlt. Eine
Lösung der obigen Verbindung (8,10 g) in THF (50 ml) wurde zu der Suspension
hinzugegeben und für eine weitere Stunde bei 0ºC und dann für weitere 17,5
Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter reduziertem
Druck durch Verdampfen entfernt und danach wurde zu dem Rückstand Wasser
zugegeben und die Mischung mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische
Phase wurde danach nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das
Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatogra
phie aufgereinigt, um eine Hydroxymethylverbindung als farblose Nadeln (3,93 g,
Ausbeute: 49%) zu ergeben. Schmelzpunkt 91-93ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub4;H&sub3;&sub8;N&sub2;O&sub5;
-
berechnet N: 6,45% C: 66,33% H: 8,81%
-
gefunden N: 6,49% C: 66,20% H: 8,76%
-
Die obige Verbindung (2,44 g) wurde in Methanol (200 ml) gelöst. Pd/C (240 mg)
wurde zu der Lösung hinzugegeben und unter einer Wasserstoffgasatmosphäre
für weitere 10 Stunden gerührt. Nach dem Entfernen des Pd/C durch Filtration
wurde das Filtrat konzentriert. Der Rückstand wurde aus Ethylacetatln-Hexan
rekristallisiert, um ein Reduktionsprodukt als farblose Prismen (2,09 g, Ausbeute:
92%) zu ergeben, bei dem die Doppelbindung in der Seitenkette und eine
Nitrogruppe reduziert wurden. Schmelzpunkt 115ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub4;H&sub4;&sub2;N&sub2;O&sub3;
-
berechnet N: 6,89% C: 70,89% H: 10,41%
-
gefunden N: 6,82% C: 70,69% H: 10,19%
-
Eine Mischung aus Ameisensäure (1,22 g) und Acetanhydrid (2,66 g) wurde für 3
Stunden bei 75-80ºC gerührt und nach Zugabe von THF (5 ml) wurde die
Mischung auf 0ºC gekühlt. Eine Lösung der obigen reduzierten Verbindung (1,99 g)
in THF (30 ml) wurde zu dem gemischten Acetanhydrid zugegeben und für
weitere 30 Minuten bei 0ºC und für weitere 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt.
Das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck durch Verdampfen entfernt und
danach wurde eine gesättigte wäßrige Natriumhydrogencarbonatlösung zu dem
Rückstand zugegeben und die Mischung mit Ethylacetat extrahiert. Die
organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das
Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetat/n-Hexan = 1 : 1), um eine
Form
anilidverbindung als farblose Nadeln (1,97 g, Ausbeute: 93%) zu ergeben.
Schmelzpunkt 93ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub5;H&sub4;&sub2;N&sub2;O&sub4;
-
berechnet N: 6,45% C: 69,09% H: 9,74%
-
gefunden N: 6,47% C: 68,81% H: 9,57%
-
Die oben erhaltene Verbindung (1,89 g) wurde in THF (300 ml) gelöst und auf
0ºC gekühlt und nach Zugabe einer 1,0 M Lösung von BH&sub3; in THF (19,0 ml)
wurde die Mischung für weitere 2,5 Stunden bei 0ºC gerührt. Eine 10%ige wäßrige
Zitronensäurelösung wurde zu der Reaktionsmischung zugegeben und danach
wurde das Lösungsmittel unter reduziertem Druck durch Verdampfen entfernt.
Eine gesättigte wäßrige Natriumhydrogencarbonatlösung wurde zu dem
Rückstand zugegeben und danach wurde die Mischung mit Ethylacetat extrahiert. Die
organische Phase wurde nacheinander mit Wasser, gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das
Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel: Ethylacetat/n-Hexan = 1 : 1), um eine
Methylanilinverbindung als farblose Prismen (1,82 g, Ausbeute: 99%) zu ergeben.
Schmelzpunkt 53-55ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub5;H&sub4;&sub4;N&sub2;O&sub3;
-
berechnet N: 6,66% C: 71,39% H: 10,54%
-
gefunden N: 6,67% C: 71,12% H: 10,45%
-
In einer ähnlichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben, hat man (+)-Benzyl-
3-Methyl-2-Trifluormethylsulfonyl-oxobutanoat (808 mg) mit der oben erhaltenen
Verbindung (878 mg) reagieren lassen, um ein farbloses Öl (1,095 g, Ausbeute:
86%) zu erhalten. Die katalytische Hydrierung und Umsetzung mit Succinimid
wurden in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, um ein farbloses Öl
(930 mg, Ausbeute: 84%) aus 1,09 g der obigen Verbindung zu erhalten.
-
In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 wurde (-)-BL-V8-210 (240 mg, Ausbeute:
40%) und (-)-epi-BL-V8-210 (231 mg, Ausbeute: 38%) aus der obigen
Verbindung (930 mg) erhalten.
-
(-)-BL-V8-210: farbloses Öl, [α]²²D = -231,9º (c = 1,16, CHCl&sub3;)
-
(-)-epi-BL-V8-210: farbloses Öl, [α]²²D = -145,9º (c = 0,92, CHCl&sub3;)
-
(-)-Benzyl 3-Methyl-2-Trifluormethylsulfonyl-oxobutanoate (515 mg) hat man mit
der obigen Methylanilinverbindung (701 mg) in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1
beschrieben, reagieren lassen und ein farbloses Öl (849 mg, Ausbeute: 83%)
erhalten. In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 wurde die katalytische Hydrierung
und Umsetzung mit Succinimid durchgeführt, um ein farbloses Öl (688 mg,
Ausbeute: 80%) aus der obigen Verbindung (849 mg) zu erhalten.
-
In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 wurden (+)-BL-V8-210 (209 mg, Ausbeute:
47%) und (+)-epi-BL-V8-210 (193 mg, Ausbeute: 43%) aus der obigen
Verbindung (688 mg) erhalten.
-
(+)-BL-V8-210: farbloses Öl, [α]²²D = +239,8º (c = 0,95, CHCl&sub3;)
-
(+)-epi-BL-V8-210: farbloses Öl, [α]²²D = +147,4º (c = 1,00, CHCl&sub3;)
Beispiel 7:
Herstellung von (-)-BL-V8-N10 und (+)-epi-BL-V8-N10
-
Die Anilinverbindung, die in Beispiel 5 hergestellt wurde (C&sub1;&sub4;H&sub2;&sub2;N&sub2;O&sub3;,
Schmelzpunkt 130,5-131,5ºC, 1,37 g) wurde in wasserfreiem Methanol (35 ml) gelöst.
n-Caprinaldehyde (1,22 g) und NaBH&sub3;CN (0,55 g) wurden zu der Lösung
zugegeben und für weitere 3 Tage bei Raumtemperatur gerührt.
-
Das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck durch Verdampfen entfernt und
eine 10%ige wäßrige Zitronensäurelösung wurde zu dem Rückstand zugegeben
und die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde
nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung
gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das Lösungsmittel verdampft.
Der Rückstand wurde über Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel:
Ethylacetat/n-Hexan = 1 : 2) aufgereinigt, um eine n-Decanylverbindung als
farblose Nadeln (977 mg, Ausbeute: 47%) zu ergeben. Schmelzpunkt: 52-54ºC.
-
Die obige Verbindung (590 mg) wurde in 2,6-Lutidine (3,0 ml) aufgelöst und nach
Zugabe von (+)-Benzyl 3-Methyl-2-Trifluormethylsulfonyl-oxobutanoate (550 mg)
wurde die Mischung für weitere 5 Tage bei 110ºC gerührt. Nachdem die
Reaktionsmischung Nachbehandlungen unterworfen wurde, wurde das Rohprodukt über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt, um ein farbloses Öl (80 mg,
Ausbeute: 10%) zu ergeben. In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 wurde (-)-epi-BL-
VS-N10 (53 mg, Ausbeute 49%) als farbloses Öl aus der oben erhaltenen
Verbindung (160 mg): [α]²²D = -114,5º (c = 1,21, CHCl&sub3;) erhalten.
-
In ähnlicher Weise wurde ein farbloses Öl (75 mg, Ausbeute 9%) aus
(-)-Benzyl-3-Methyl-2-Trifluormethylsulfonyl-oxobutanoate (260 mg) und der
obigen N-Decanylverbindung (605 mg) erhalten. In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1
wurde (+)-epi-BL-V8-N10 als farbloses Öl (36 mg, Ausbeute: 41%) aus der oben
erhaltenen Verbindung (132 mg): [α]²²D = +112,6º (c = 0,95, CHCl&sub3;) erhalten.
Beispiel 8:
Herstellung von (-)-BL-V8-C10 und (-)-epi-BL-V8-C10
-
Unter Benutzung der Anilinverbindung, die in Beispiel 5 hergestellt wurde
(C&sub1;&sub4;H&sub2;&sub2;N&sub2;O&sub3;, Schmelzpunkt 130,5-131,5ºC, 1,50 g) wurde eine
Formanilidverbindung (1,26 g, Ausbeute: 76%) als blaß gelbes Öl in ähnlicher Weise wie die
Herstellung der Formanilidverbindung gemäß Beispiel 6 erhalten. Das Produkt
wurde weiter mit BH&sub3; gemäß der Methode aus Beispiel 6 reduziert und eine
Methylanilinverbindung wurde als farblose Prismen (950 mg, Ausbeute: 79%) von
der oben erhaltenen Verbindung (1,26 g) erhalten. Schmelzpunkt 102-104ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub5;H&sub2;&sub4;N&sub2;O&sub3;
-
berechnet N: 9,99% C: 64,26% H: 8,63%
-
gefunden N: 9,75% C: 64,22% H: 8,71%
-
Metallisches Natrium (6,70 g) wurde in wasserfreiem Ethanol (350 ml) aufgelöst
und Diethylacetoaminomalonat (66,0 g) wurde zu der Lösung zugegeben. Die
Lösung wurde für 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und nach Zugabe von
n-Decylbromid (68,95 g) wurde die Mischung für eine Stunde bei Raumtemperatur
gerührt und danach für eine Stunde unter Rückfluß erhitzt. Das Lösungsmittel
wurde unter reduziertem Druck durch Verdampfen entfernt und danach wurde 2 N
Salzsäure zu dem Rückstand zugegeben und die Mischung wurde mit
Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde nacheinander mit Wasser und
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet
und danach wurde das Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatograhie aufgereinigt, um ein Malonsäurezusatz als farblose
irreguläre Kristalle (99,1 g, Ausbeute: 95%) zu erhalten. Schmelzpunkt 45-46ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub9;H&sub3;&sub5;NO&sub5;
-
berechnet N: 3,92% C: 63,84% H: 9,87%
-
gefunden N: 4,10% C: 64,07% H: 9,97%
-
Die oben erhaltene Verbindung (99,1 g) wurde in Essigsäure (120 ml) und
konzentrierter Salzsäure (100 ml) aufgelöst und danach wurde die Mischung für 6,5
Stunden unter Rückfluß erhitzt. Wasser (1 I) wurde zu der Reaktionsmischung
zugegeben und die Mischung wurde mit einer 4 N wäßrigen
Natriumhydroxidlösung neutralisiert. Nachdem die Lösung genügend abgekühlt war, wurden die
Präzipitate durch Filtration gesammelt. Die erhaltenen Präzipitate wurden mit
einem kleinen Volumen Wasser, Methanol und danach mit Ether gewaschen und
unter reduziertem Druck getrocknet, um (±)-n-Decanylglycine als farbloses Pulver
(53,8 g, Ausbeute: 90%) zu erhalten. Schmelzpunkt 220ºC (Zerfall).
-
Die obige Verbindung (51,1 g) wurde in einer 2 N wäßrigen
Natriumhydroxidlösung (120 ml) gelöst und auf 0ºC gekühlt. Chloracetylchlorid (62 g) wurde in
einer 2 N wäßrigen Natriumhydroxidlösung (200 ml) aufgelöst und tropfenweise zu
der obigen Lösung zugegeben und über 2 Stunden bei 0ºC gemischt.
-
Der pH-Wert der Reaktionsmischung wurde durch Zugabe von konzentrierter
Salzsäure auf 1 bis 2 eingestellt und danach wurden die Präzipitate durch
Filtration gesammelt. Die erhaltenen Präzipitate wurden in Ethylacetat gelöst,
nacheinander mit Wasser und gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen,
über Na&sub2;SO&sub4; getrocknet und danach wurde das Lösungsmittel durch Verdampfen
entfernt. Der Rückstand wurde aus Aceton/n-Hexan rekristallisiert, um eine
Acylaminoverbindung als farblose Nadeln (20,5 g, Ausbeute: 63%) zu erhalten.
Schmelzpunkt 91ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub4;H&sub2;&sub6;NO&sub3;Cl
-
berechnet N: 4,84% C: 57,62% H: 8,98%
-
gefunden N: 4,68% C: 57,91% H: 8,79%
-
Die obige Acylaminoverbindung (22,56 g) und Natriumhydroxid (3,44 g) wurden in
reinem Wasser (800 ml) gelöst. Die Lösung wurde auf einen pH von 7,27 durch
Zugabe 3 N Salzsäure eingestellt und weiter mit reinem Wasser (2 l) verdünnt.
Aspergillus-Aminoacylase (Tokyo Kasei Co., Ltd., Japan, 3,58 g) und
Kobaltchlorid (15 mg) wurden zu der obigen Lösung zugegeben und die Mischung wurde für
weitere 19 Stunden bei 37ºC stehen gelassen. Die Präzipitate wurden aus der
Reaktionsmischung durch Filtration gesammelt und unter reduziertem Druck
getrocknet, um (S)-n-Decanylglycine als farbloses Pulver (8,22 g, Ausbeute: 49%)
zu erhalten. Schmelzpunkt 220ºC.
-
Das obige Filtrat wurde für weitere 22 Stunden bei 37ºC belassen und danach
filtriert. Das Filtrat wurde auf einen pH-Wert von 1 mit konzentrierter Salzsäure
eingestellt und die sich bildenden Präzipitate wurden durch Filtration gesammelt.
Die Präzipitate wurden in Ethylacetat gelöst, nacheinander mit einer 2 N
Salzsäu
re, Wasser und danach mit gesättigter, wäßriger Natriumchloridlösung
gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das Lösungsmittel durch
Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde aus Aceton/n-Hexan rekristallisiert, um
eine Aminoacylverbindung des (R)-n-Decanylglycins als farblose Plättchen
(7,92 g, Ausbeute: 35%) zu erhalten. Schmelzpunkt 79-80,5ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub4;H&sub2;&sub6;NO&sub3;Cl
-
berechnet N: 4,84% C: 57,62% H: 8,98%
-
gefunden: N: 4,79% C: 57,84% H: 9,15%
-
Die oben erhaltene (R)-Aminoacyl-Verbindung (5,60 g) wurde in 3 N Salzsäure
(100 ml) suspendiert und die Suspension wurde für 4, 5 Stunden unter Rückfluß
gehalten. Die Reaktionsmischung wurde mit wäßriger Ammoniaklösung
neutralisiert und die Präzipitate wurden durch Filtration gesammelt. Die erhaltenen
Präzipitate wurden mit einem kleinen Volumen Wasser, Methanol und danach mit
Ethylacetat gewaschen, und danach unter reduziertem Druck getrocknet, um
(R)-n-Decanylglycin als farbloses Pulver (4,74 g, Ausbeute: 99%) zu erhalten.
Schmelzpunkt 205ºC (Zerfall).
-
(R) -n-Decanylglycin (2,69 g) wurde in 2 N Schwefelsäure (100 ml) gelöst und auf
95ºC erhitzt. Eine wäßrige Lösung (23 ml) von Natriumnitrit (2,00 g) wurde für
über eine Stunde tropfenweise zu der Reaktionsmischung hinzugegeben und für
weitere 2,5 Stunden bei 95ºC gerührt. Die Reaktionsmischung wurde mit
Ethylacetat extrahiert und die organische Phase wurde mit gesättigter wäßriger
Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und danach wurde das
Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde in wasserfreiem Benzol (50 ml) und
Benzylalkohol (8,5 ml) gelöst und nach Zugabe von Thionylchlorid (1,0 ml) wurde
die Mischung für 10 Stunden unter Rückfluß gehalten, während das Wasser
durch azeotrope Destillation mittels einer Dean-Stark-Falle entfernt wurde.
Thionylchlorid (1,0 ml) wurde zu der Reaktionsmischung zugegeben und die
Mischung wurde für weitere 16 Stunden unter Rückfluß gehalten. Das Lösungsmittel
wurde unter verringertem Druck durch Verdampfen entfernt, eine gesättigte
wäß
rige Natriumhydrogencarbonatlösung wurde zu dem Rückstand zugegeben und
die Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde
nacheinander mit Wasser, 10%iger Zitronensäurelösung, Wasser und danach
mit gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet
und danach wurde das Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt, um eine
(R)-Hydroxybenzylesterverbindung als farbloses Öl zu erhalten (2,04 g, Ausbeute 53%): [α]²²D = +10,46º
(c = 1,09, CHCl&sub3;).
-
Die obige Verbindung (1,17 g) wurde in wasserfreiem Methylenchlorid (20 ml) und
2,6-Lutidine (0,95 g) gelöst und auf -40ºC abgekühlt. Nach Zugabe von
wasserfreiem Triflat (1,92 g) wurde die Mischung für eine weitere Stunde bei -40ºC
gerührt. Zu der Reaktionsmischung wurde Wasser hinzugegeben und die Mischung
wurde mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser
und gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über MgSO&sub4;
getrocknet und danach wurde das Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel: Ethylacetat/n-Hexan = 1 : 5)
aufgereinigt, um eine (R)-Triflatverbindung als farblose Flüssigkeit zu erhalten.
(1,24 g, Ausbeute: 74%): [α]²²D = +27,5º (c = 1,16, CHCl&sub3;)
-
Gemäß der Methode von Beispiel 1 wurde ein farbloses Öl (1,01 g, Ausbeute 80
%) aus der oben erhaltenen Methylanilinverbindung (Schmelzpunkt 102-104ºC,
C&sub1;&sub5;H&sub2;&sub4;N&sub2;O&sub3;, 640 mg) und der obigen (R)-Triflatverbindung (978 mg) und (-)-BL-
V8-C10 (171 mg, Ausbeute: 27%) und (-)-epi-BL-V8-C10 (151 mg, Ausbeute:
24%) in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 aus der obigen Verbindung (1,01 g)
erhalten. (-)-BL-V8-C10 wurde durch Herstellen einer Esterverbindung aus
N-tosyl-L-Valin optisch aufgereinigt. (-)-epi-BL-V8-C10 wurde nicht optisch durch
eine ähnliche Prozedur aufgereinigt und hatte eine optische Reinheit von 80%.
-
(-)-BL-V8-C10: farbloses Öl, [α]²²D = -237,9º (c = 0,66, CHCl&sub3;)
-
(-)-epi-BL-V8-C10: farbloses Öl, [α]²²D = -33,2º (c = 0,37, CHCl&sub3;)
-
In ähnlicher Weise wurde eine Hydroxybenzylesterverbindung als farbloses Öl
(1,96 g, Ausbeute 34%) aus (S)-n-Decanylglycin erhalten (5,75 g): [α]²²D = -12,3º
(c = 1,04, CHCl&sub3;).
-
Aus dieser Verbindung (900 mg) wurde die (S)-Triflat-Verbindung als farbloses Öl
erhalten (991 mg, Ausbeute: 77%):[α]²²D = -31,5º (c = 1,28, CHCl&sub3;).
-
Gemäß der Methode aus Beispiel 1 wurde ein farbloses Öl (651 mg, Ausbeute
74%) aus der oben erhaltenen Methylanilinverbindung (Schmelzpunkt 102-
104ºC, C&sub1;&sub5;H&sub2;&sub4;N&sub2;O&sub3;, 435 mg) und der oben erhaltenen Triflatverbindung (770 mg)
erhalten. Aus dieser Verbindung (651 mg) wurden (+)-BL-V8-C10 (124 mg,
Ausbeute: 30%) und (+)-epi-BL-V8-C10 (110 mg, Ausbeute: 27%) in ähnlicher
Weise wie in Beispiel 1 erhalten. (+)-BL-V8-C10 wurde wie im Falle von (-)-BL-V8-
C10 optisch aufgereinigt. Das (+)-epi-BL-V8-C10 hatte eine optische Reinheit von
80%.
-
(+)-BL-V8-C10: farbloses Öl, [α]²²D = +239,7º (c = 0,66, CHCl&sub3;)
-
(+)-epi-BL-V8-C10: farbloses Öl, [α]²²D = +32,3º (c = 0,37, CHCl&sub3;)
Beispiel 9:
Herstellung von (±)-BL-V8-23T
-
2,5-Dichlor-2,5-dimethylhexan (67,5 g, 0,369 mol) wurde in trockenem Toluol
(200 ml) gelöst und danach wurde AlCl&sub3; (4,05 g, 30,4 mmol) zerkleinert und
portionsweise zu der Lösung hinzugegeben. Nachdem es 2 Stunden stehen gelassen
wurde, wurde die Reaktionsmischung in eine Mischung aus EislS % HCl überführt
und die Mischung wurde mit Hexan extrahiert. Die organische Phase wurde
zweimal mit Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und danach mit
Wasser gewaschen, über MgSO&sub4; getrocknet und das Lösungsmittel wurde durch
Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde destilliert um 5,6,7,8-Tetrahydro-
2,5,5,8,8-pentamethylnaphthalen (70,42 g, Ausbeute: 90%) zu erhalten.
Siedepunkt 100ºC (fest bei Raumtemperatur).
-
The obige Verbindung (60 g) wurde in Essigsäure (240 ml) gelöst und in einem
Eisbad gekühlt. Salpetersäure (30 ml, 2 Äquivalente) und Schwefelsäure (63 ml, 4
Äquivalente) wurde über 20 Minuten lang zu der Lösung hinzugegeben, während
die Temperatur der Reaktionsmischung bei 10-15ºC gehalten wurde. Die
Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur aufgewärmt und für 4 weitere Stunden
gerührt. Kaltes Wasser (500 ml) wurde zu der Mischung unter Eiskühlung
zugegeben und die blaß gelbe Masse, die ausfiel, wurde über Filtration gesammelt
und ausreichend mit Wasser gewaschen. Die erhaltenen Präzipitate wurden in
Methylenchlorid gelöst, nacheinander mit einer 1 N wäßrigen NaOH-Lösung und
Wasser gewaschen und über MgSO&sub4; getrocknet, und danach wurde das
Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde aus Ethanol rekristallisiert, um eine
3-Nitroverbindung als farblose Blättchen (45,55 g, Ausbeute: 62,1%) zu ergeben.
Schmelzpunkt 150,5-152ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub5;H&sub2;&sub1;NO&sub2;
-
berechnet N: 5,66% C: 72,84% H: 8,56%
-
gefunden N: 5,86% C: 73,08% H: 8,56%
-
Die oben erhaltene Verbindung (42 g) wurde in CCl&sub4; (400 ml) und
N-Bromsuccinimid (33,3 g, 1,10 Äquivalente) aufgelöst und zu der Lösung
zugegeben und suspendiert. Nach der weiteren Zugabe von AIBN (560 mg, 0,02
Äquivalente) wurde die Mischung unter Rückfluß gehalten. 1 Stunde nachdem AIBN
(560 mg, 0,02 Äquivalente) zu der Mischung hinzugegeben wurde, wurde diese
für weitere 3 Stunden unter Rückfluß gehalten. Die Reaktionsmischung wurde
abgekühlt und nach Zugabe von N-Hexan (600 ml) wurde die Mischung filtriert,
um Unlösliches zu entfernen und das Filtrat wurde konzentriert. Eine kleine
Menge n-Hexan wurde zu dem Rückstand zugegeben und die Mischung wurde zur
Erhärtung abgekühlt.
-
Der erhaltene Feststoff wurde aus n-Pentan und zweimal aus n-Hexan
rekristallisiert, um eine Benzylbromidverbindung als blaß gelbe Nadeln (23,2 g, Ausbeute
41,9%) zu erhalten. Schmelzpunkt 87,5-89ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub5;H&sub2;&sub0;NO&sub2;Br
-
berechnet N: 4,29% C: 55,23% H: 6,18%
-
gefunden N: 4,16% C: 55,23% H: 6,29%
-
NaH (2,8 g, Reinheit 60%, 1 Äquivalent) wurde mit n-Hexan gewaschen und
danach DMF (50 ml) zugegeben und eine Suspension hergestellt. Eine Lösung von
Malonsäurediethylacetamid (15,3 g, 1 Äquivalent) in DMF (25 ml) wurde zu der
Suspension zugegeben. Danach wurde die oben erhaltene
Benzylbromidverbindung (23 g) in DMF (25 ml) gelöst und zu der Mischung bei 0ºC zugegeben und
für weitere 4 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung wurde
in Eiswasser überführt und die Mischung wurde mit Methylenchlorid extrahiert und
nach Trocknung über MgSO&sub4; wurde das Lösungsmittel durch Verdampfen
entfernt. Der Rückstand wurde aus Methylenchlorid/Hexan rekristallisiert, um einen
Malonsäurediethylacetamid-Addukt als blaß gelbe Prismen (23,37 g, Ausbeute:
71,9%) zu erhalten. Schmelzpunkt 132-133ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub4;H&sub3;&sub4;N&sub2;O&sub7;
-
berechnet N: 6,06% C: 62,32% H: 7,41%
-
gefunden N: 6,16% C: 62,16% H: 7,40%
-
Die obige Verbindung (22,7 g) wurde in einer 10%igen wäßrigen NaOH-Lösung
(100 ml, 5 Äquivalente) für 75 Minuten unter Rückfluß gehalten und danach
eisgekühlt. Die Reaktionsmischung wurde durch Zugabe konzentrierter Salzsäure
angesäuert und die Mischung wurde ausreichend gekühlt und die Präzipitate
wurden durch Filtration gesammelt. Die erhaltenen Präzipitate wurden mit einem
kleinen Volumen Wasser gewaschen und bei 80ºC für 2 Stunden unter
reduziertem Druck getrocknet. Die erhaltene Deesterverbindung wurde in Wasser (55 ml)
suspendiert und für 3 Stunden unter Rückfluß gehalten. Danach wurden die
Prä
zipitate durch Filtration gesammelt, mit eiskaltem Wasser gewaschen und bei 80-
90ºC für 4 Stunden unter reduziertem Druck getrocknet, um eine decarbonierte
Verbindung (12,4 g) zu erhalten. SOCl&sub2; (10 ml) wurde langsam zu wasserfreiem
Ethanol (60 ml) bei -10ºC zugegeben und für weitere 10 Minuten bei -10ºC
gerührt. Die obige decarbonierte Verbindung (12,4 g) wurde zu der Lösung
zugegeben und für 1 Stunde bei Raumtemperatur und dann für 3 Stunden bei 60ºC
gerührt. Das Ethanol wurde durch Verdampfen bei 60ºC unter reduziertem Druck
entfernt und nach Zugabe von Natriumcarbonat und Wasser wurde die Mischung
mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde konzentriert und der
erhaltene Rückstand wurde in Ethanol aufgelöst und nach Behandlung mit
Aktivkohle wurde das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde
über Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel:
Methylenchlorid/Ethylacetat = 15 : 1) und aus Methylenchlorid/n-Hexan rekristallisiert, um eine
Ethylesterverbindung als blaß gelbe Blättchen (10,01 g, Ausbeute: 52,2%) zu
erhalten. Schmelzpunkt 184,5-186ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub1;H&sub3;&sub0;N&sub2;O&sub5;
-
berechnet N: 7,17% C: 64,60% H: 7,74%
-
gefunden N: 7,04% C: 64,43% H: 7,62%
-
Die obige Verbindung (9,87 g) wurde in Ethanol, das mit Salzsäure (110 ml)
gesättigt wurde, gelöst und die Lösung wurde für 48 Stunden unter Rückfluß
gehalten. Salzsäure und Ethanol wurden durch Verdampfen unter reduziertem Druck
entfernt, danach Ethanol (50 ml) zugegeben und verdampft und danach wieder
Ethanol (50 ml) zugegeben und verdampft. Der Rückstand wurde in Wasser
gelöst und die Lösung wurde durch Zugabe von Natriumhydrogencarbonat basisch
eingestellt und danach wurde die Mischung mit Methylenchlorid extrahiert. Nach
dem Trocknen über MgSO&sub4; wurde das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt
und der Rückstand wurde aus n-Hexan rekristallisiert, um eine Verbindung, deren
Aminogruppen nicht geschützt sind, als blaß gelbe Nadeln (7,44 g, Ausbeute:
84,5%) zu erhalten. Schmelzpunkt 86-87ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub1;&sub9;H&sub2;&sub8;N&sub2;O&sub4;
-
berechnet N: 8,04% C: 65,49% H: 8,10%
-
gefunden N: 7,95% C: 65,62% H: 8,31%
-
Die oben erhaltene Aminoesterverbindung (7,35 g) wurde in einer Mischung aus
Dioxan (40 ml) und Wasser (20 ml) gelöst und nach Zugabe von
Natriumhydrogencarbonat (4,44 g, 2,5 Äquivalente) wurde die Mischung gerührt. Boc-N&sub3;
(6,04 g, 2 Äquivalente) wurde zu der Reaktionsmischung zugegeben und die
Mischung wurde für 40 Stunden bei 45 bis 50ºC gerührt. Boc-N&sub3; (3,02 g, 1
Äquivalent) und Natriumhydrogencarbonat (2,22 g, 1,25 Äquivalente) wurden noch
zugegeben und für 24 Stunden bei der gleichen Temperatur gerührt. Danach wurde
Wasser (50 ml) zu der Reaktionsmischung hinzugegeben und die Mischung
wurde unter reduziertem Druck konzentriert, um das Dioxan zu entfernen. Wasser
(50 ml) wurde zu dem Rückstand zur Erhärtung des öligen Produktes zugegeben.
Das Produkt wurde über Filtration gesammelt, ausreichend mit Wasser
gewaschen und in Methylenchlorid gelöst. Die Lösung wurde nacheinander mit
Wasser, 10%iger wäßriger Zitronensäurelösung und danach mit Wasser gewaschen,
über MgSO&sub4; getrocknet und das Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde
aus N-Hexan rekristallisiert, um die N-Boc-Verbindung als farblose Blättchen
(8,79 g, Ausbeute: 92,9%) zu erhalten. Schmelzpunkt 131-132ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub4;H&sub3;&sub6;N&sub2;O&sub6;
-
berechnet N: 6,25% C: 64,26% H: 8,09%
-
gefunden N: 6,23% C: 64,30% H: 8,16%
-
Die oben erhaltene Verbindung (8,65 g) wurde in THF (70 ml) gelöst und bei 0ºC
gerührt und nach Zugabe von LiBH&sub4; (1,0 g) in THF (30 ml) wurde weiter für eine
Stunde bei 0ºC und danach für zwei weitere Stunden bei 30ºC gerührt. Wasser
(200 ml) wurde vorsichtig zu der Reaktionsmischung zugegeben und die
Mischung wurde mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde
nacheinander mit 10%iger wäßriger Zitronensäurelösung und Wasser gewaschen,
über MgSO&sub4; getrocknet und danach das Lösungsmittel durch Verdampfen
ent
fernt, um eine Hydroxymethylverbindung in der Form eines Öles (6,60 g,
Ausbeute: 84,2%) zu ergeben.
-
Die oben erhaltene Verbindung (3,3 g) wurde in Ethylacetat/1% H&sub2;O (500 ml)
gelöst und nach Zugabe von 10% Pd/C (2,0 g) wurde über die
Reaktionsmischung unter einem entsprechenden Druck Wasserstoffgas bei Raumtemperatur
zur katalytischen Hydrierung eingeführt. PdIC wurde durch Filtration entfernt und
das Filtrat wurde konzentriert. Der Rückstand wurde aus n-Hexan rekristallisiert,
um eine Anilinverbindung als farblose Prismen (2,77 g, Ausbeute: 90,6%) zu
erhalten. Schmelzpunkt 112,5-114ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub2;H&sub3;&sub6;N&sub2;O&sub3;
-
berechnet N: 7,44% C: 70,18% H: 9,64%
-
gefunden N: 7,28% C: 70,26% H: 9,93%
-
Die oben erhaltene Verbindung (3,05 g) wurde in Benzol (40 ml) gelöst und nach
Zugabe von Methyl 2-Oxoisovalerat (3,16 g, 3 Äquivalente) wurde die Mischung
für 24 Stunden einem azeotropen Rückfluß unter Argonatmosphäre unterworfen.
Das Benzol und das Methyl 2-Oxoisovalerat wurde unter reduziertem Druck
verdampft und der erhaltene Rückstand wurde in THF (40 ml) aufgelöst. NaBH&sub3;CN
(1,0 g, 2 Äquivalente) wurde zu der Lösung zugegeben und die Mischung wurde
für 3 Stunden bei Raumtemperatur belassen. Die Reaktionsmischung wurde auf
10 ml bei 40ºC unter reduziertem Druck konzentriert und nach Zugabe von 10
%iger wäßriger Zitronensäurelösung (100 ml) und Methylenchlorid (50 ml) wurde
die Mischung für weitere zwei Stunden gerührt. Die Mischung wurde mit
Methylenchlorid extrahiert und danach wurde die organische Phase über MgSO&sub4;
getrocknet und das Lösungsmittel wurde verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel:
Methylenchlorid/Ethylacetat = 15 : 1), um eine Mischung einer Iminoverbindung und einer
Enaminverbindung zu erhalten. Diese Mischung wurde in Methanol (300 ml) gelöst
und nach Zugabe von 10% Pd/C (3,05 g) wurde bei einem Druck einer
Atmosphäre bei Raumtemperatur Wasserstoffgas eingeführt, um die katalytische
Hy
drierung für 5 Stunden auszuführen. Nach Entfernen des Pd/C durch Filtration
wurde das Filtrat konzentriert und der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel: Methylenchlorid/Ethylacetat = 12 : 1) aufgereinigt,
um eine Mischung aus Isomere (2,95 g, Ausbeute: 74,2%) zu erhalten.
-
Die oben erhaltene Mischung aus Isomere (2,85 g) wurde in Methanol (48 ml)
gelöst und nach Zugabe von 2 N Kaliumhydroxid (14,5 ml, 5 Äquivalente) wurde
die Mischung bei 60ºC für eine Stunde gerührt und danach wurde das Methanol
bei 40ºC unter verringertem Druck verdampft. Das Konzentrat wurde durch
Zugabe 10%iger wäßriger Zitronensäurelösung angesäuert und unter Eiskühlung
wurde die Mischung mit Ethylacetat extrahiert und danach wurde das
Lösungsmittel verdampft, um eine Deesterverbindung zu erhalten. Die Deesterverbindung
wurde sofort in CH&sub3;CN (16 ml) gelöst und nach Zugabe von N-Hydroxysuccinimid
(1,34 g, 2 Äquivalente) wurde die Mischung auf 0ºC gekühlt. Eine Lösung von
DCC (1,80 g, 1,5 Äquivalente) in CH&sub3;CN (6 ml) wurde zu der Lösung zugegeben
und die Mischung wurde für eine Stunde bei 0ºC und danach bei
Raumtemperatur für zwei Stunden belassen. Das Lösungsmittel wurde durch Verdampfen
entfernt und der erhaltene Rückstand wurde in Ethylacetat gelöst und danach
Unlösliches durch Filtration entfernt. Das Filtrat wurde konzentriert und der Rückstand
wurde über Silicagelsäulenchromatographie aufgereinigt (Lösungsmittel:
Methylenchlorid/Ethylacetat = 40 : 7), um eine Mischung von Isomeren von aktivierten
Estern als farblose Flüssigkeit (2,35 g, Ausbeute: 70,5%) zu erhalten.
-
Die obige Mischung (2,30 g) wurde in Methylenchlorid (15 ml) gelöst und auf 0ºC
gekühlt und nach Zugabe von CF&sub3;COOH (15 ml) und Ersetzen mit
Argonatmosphäre wurde die Mischung für eine Stunde stehengelassen. Das Lösungsmittel
wurde bei Raumtemperatur durch Verdampfen unter reduziertem Druck entfernt,
Wasser (50 ml) zu dem Rückstand zugegeben und danach
Natriumhydrogencarbonat im Überschuß zugegeben. Nach der Zugabe von Ethylacetat (70 ml) wurde
die Mischung für eine Stunde unter Rückfluß belassen. Die Ethylacetatphase
wurde abgetrennt und die wäßrige Phase wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die
organischen Phasen wurden vereinigt und über MgSO&sub4; getrocknet und danach
das Lösungsmittel verdampft. Der Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel: Methylenchlorid/Ethylacetat = 1 : 2) aufgereinigt, um 2
Isomere (totale Ausbeute 52,7%) abzutrennen.
-
Isomer A: 393 mg, farblose Plättchen, Schmelzpunkt 215-216ºC.
-
Isomer B (epi-Verbindung): 364 mg, farblose Plättchen, Schmelzpunkt 265-
268ºC.
-
Das obige Isomer B (epi-Verbindung, 150 mg) wurde in Methanol (5 ml) gelöst
und Natriumhydrogencarbonat (250 mg) zu der Lösung hinzugegeben. Nach
Zugabe von CH&sub3;l (7,5 ml) wurde die Mischung für 44 Stunden unter Rückfluß
gehalten. Nach Verdampfen des Methanols und des CH&sub3;l wurde Wasser zu dem
Rückstand zugegeben und die Mischung wurde mit Chloroform extrahiert. Nach
Trocknung der organischen Phase wurde das Lösungsmittel durch Verdampfen
entfernt und der Rückstand wurde über Silicagelsäulenchromatographie
(Lösungsmittel: Methylenchlorid/Ethylacetat = 3 : 2) aufgereinigt, um epi-BL-V8-
23T als farblose Nadeln (132,4 mg, Ausbeute: 84,7%) zu erhalten. Schmelzpunkt
247-248ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub3;H&sub3;&sub6;N&sub2;O&sub2;
-
berechnet N: 7,52% C: 74,15% H: 9,74%
-
gefunden N: 7,52% C: 74,08% H: 9,71%
-
Das obige Isomer A (200 mg) wurde in Methanol (7 ml) gelöst und
Natriumhydrogencarbonat (300 mg) wurde zu der Lösung zugegeben. Nach Zugabe von CH&sub3;l
(11 ml) wurde die Mischung für 48 Stunden unter Rückfluß gehalten. Nach
Verdampfen des Methanols und des CH&sub3;l wurde Wasser zu dem Rückstand
hinzugegeben und die Mischung mit Chloroform extrahiert. Die organische Phase wurde
getrocknet und danach konzentriert und der erhaltene Rückstand wurde über
Silicagelsäulenchromatographie (Lösungsmittel: Methylenchlorid/Ethylacetat = 2 : 1)
aufgereinigt, um BL-V8-23T als farblose Nadeln (135,0 mg, Ausbeute: 65,0%) zu
ergeben. Schmelzpunkt 255-256ºC.
Elementaranalyse:
-
C&sub2;&sub3;H&sub3;&sub6;N&sub2;O&sub2;
-
berechnet N: 7,52% C: 74,15% H: 9,74%
-
gefunden N: 7,41% C: 74,43% H: 9,70%
Experimente
-
Antiretrovirale Aktivitäten und Cytotoxizitäten der Benzolactamverbindungen der
vorliegenden Erfindung, die in den Beispielen erhalten wurden, wurden getestet.
(1) Antivirale Aktivität
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(A) Eine humane T-Zell-Linie MOLT-4 Klon 8, der mit HIV (Stamm HIV-1IIIB)
persistent infiziert ist, wurde in RPMI-1640 Medium kultiviert, das mit 10%igem
fötalen Rinderserum ergänzt wurde. Die Kulturflüssigkeit wurde danach filtriert und
nach Messung des viralen Titers bei -80ºC gelagert. Jede Testsubstanz wurde
mit dem obigen Kulturmedium bis zu einer vorbestimmten Konzentration verdünnt
und 50 ul der Lösung wurde in jede Vertiefung einer Mikrotiterplatte mit 96
Vertiefungen gegeben. Nach Zugabe von 10 ul einer MT-4-Zell-Suspension (3,5 · 10&sup4;
Zellen) wurde der oben präparierte Überstand, der HIV-Viren enthält, mit dem
obigen Medium verdünnt und 50 ul dieser Verdünnung (60 plaque forming units)
wurde in jede Vertiefung gegeben.
-
(B) Nach Inkubation der Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen in einem CO&sub2;-Inkubator
bei 37ºC für 5 Tage wurde 30 ul MTT [3-(4,5-Dimethylthiazol-2-yl)-2,5-
Diphenyltetrazoniumbromid, 5 mg/ml, PBS] in jede Vertiefung gegeben und für 1
weitere Stunde inkubiert. Die überlebenden Zellen reduzierten MTT um Formazan
zu präzipitieren. 150 ul des Kulturüberstandes wurden aus jeder Vertiefung
entfernt und 150 ul einer solubilisierenden Lösung (10% Triton X-100 und
Isopo
panol, ergänzt mit 0,4% (V/V HCl) wurde in jede Vertiefung gegeben und die
Platte wurde unter Benutzung eines Plattenmixers gemischt, um das Formazan zu
lösen. Das gelöste Formazan wurde über seinen OD bei 540 nm gemessen und
das Ergebnis wurde mit einer Referenzkontrolle verglichen. EC&sub5;&sub0; (ug/ml) wurde
definiert als die Konzentration der Verbindung, die eine 50%ige Hemmung der
Cytotoxizität des Virus erreicht. DMSO wurde als Lösungsmittel benutzt und die
getesteten Konzentrationen waren 0,0001-10 ug/ml).
(2) Cytotoxizität
-
Die Cytotoxizitäten der Testverbindungen wurden gegen die MT-4-Zellen in der
gleichen Weise wie in Schritt (A), des oben beschriebenen antiviralen
Aktivitätstests gemessen, vorausgesetzt daß 50 ul des Kulturmediums zu jeder
Vertiefung gegeben wurde, anstatt des HIV-enthaltenden Überstandes (Viruslösung),
wobei die gleiche Behandlung wie in Schritt (B) folgte. CC&sub5;&sub0; (ug/ml) wurde
definiert als die Konzentration der Testverbindung, die eine 50%ige Cytotoxizität
hervorruft. Die Ergebnisse werden unten in Tabelle 2 zusammengefaßt.
Tabelle 2
Industrielle Anwendbarkeit
-
Die Benzolactam-Derivate der vorliegenden Erfindung haben antiretrovirale
Aktivitäten und verringerte Nebenwirkungen solche wie Cytotoxizität. Daher dienen sie
zur therapeutischen und vorbeugenden Behandlung von retroviralen
Infektionskrankheiten wie AIDS.