DE69404703T2 - Differentialgetriebe für ein flüssigkeitsdichtes Getriebegehäuse - Google Patents
Differentialgetriebe für ein flüssigkeitsdichtes GetriebegehäuseInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Differentialgetriebe, z.B. ein Differentialgetriebe für die Vorderachse eines Fahrzeuges mit quer eingebautem Antrieb. Insbesondere betrifft sie ein am Ausgang eines flüssigkeitsdichten Schaltgetriebes angeordnetes Differential, d.h. dass das Schaltgetriebe vor dem Einbau des Differentials mit Öl gefüllt werden kann, bevor es in das Fahrzeug eingebaut wird.
- Der Einbau in Querrichtung des Antriebs in den Motorraum eines Kraftfahrzeuges führt bezüglich der Kraftübertragung zu besonderen Beanspruchungen im Hinblick insbesondere auf die nichtzentrale Anordnung des Differentials bezüglich der Kraftfahrzeuglängsachse und seiner Verschiebung bezüglich der Vorderachse. Wird nämlich das Differential seitlich verschoben, so sind die beiden Antriebswellen für die Vorderräder nicht mehr gleich lang. Der Winkel, den sie mit der Achse der Differentialwelle einschliessen, ist demzufolge unterschiedlich. Werden die für eine gute Antriebsübertragung vorgegebenen Grenzen überschritten, so kann der übermässige Winkel der zugehörigen Kraftübertragung eine das Fahrverhalten unzulässig beeinträchtigende Schlagwirkung hervorrufen.
- Die Kraftfahrzeughersteller bemühen sich demzufolge, die Anlenkpunkte der vorderen Antriebswellen so nahe wie möglich an die in Längsrichtung liegende Symmetrieachse des Fahrzeugs zu verlegen um dadurch die Differenz der Längen der beiden Antriebswellen für die Vorderräder zu verringern. Die Anordnung des Differentials im Motorraum ist jedoch durch den Einbau des Antriebs vorgegeben. Dies bedeutet, dass die Möglichkeit der Anpassung der anderen Übertragungsteile und insbesondere des Differentials stark eingeschränkt sind. Erfolgt die Krafteinleitung in das Differential durch einen Eingangsflansch (dessen Anordnung durch den Ausgang des Schaltgetriebes bedingt ist), so muss ein Übertragungsgleichgewicht hergestellt werden, durch Veränderung anderer Bauteile des Differentials und/oder anderer Teile der Kraftübertragung in Richtung der Räder.
- Gemäss der Veröffentlichung WO-9214949 weisen bestimmte Differentiale ein Gehäuse auf, welches mit einem angeschraubten Deckel versehen ist.
- Die vorliegende Erfindung betrifft die Lösung des Problems der Winkelausgestaltung einer oben näher beschriebenen Kraftübertragung für den Fall eines Differentials mit angeschraubter Abdeckung.
- Die Erfindung betrifft also ein Differentialgetriebe, das am Ausgang eines Schaltgetriebes angeordnet ist und axial von ersten und zweiten Lagern gegenüber dem Schaltgetriebe und einem Gehäuse getragen wird, mit einem Differentialgehäuseteil, welcher einen Antriebseingangsflansch und eine Abdeckung aufweist, welche das Gehäuseteil verschliesst bezüglich einer Satellitenanordnung, die sich um eine Achse dreht zur Verteilung des Antriebs zwischen zwei koaxialen Ausgangsplanetenrädern.
- Dieses Differential ist dadurch gekennzeichnet, dass:
- - die ersten und die zweiten Lager vom Gehäuseteil getragen werden,
- - die Abdeckung am Gehäuseteil mittels einer Anordnung befestigt ist, die von derjenigen des Flansches unterschiedlich ist, und
- - der Flansch seitlich nach aussen bezüglich der Abdeckung derart verschoben ist, dass er hinsichtlich der ersten und zweiten Lager übersteht.
- Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird das Differentialgehäuse von den ersten und zweiten Lagern getragen, so dass es sich auf der Aussenseite des Getriebes abstützen kann und bezüglich des Inneren eines Wandlergehäuses zentriert ist.
- Die Erfindung wird besser verstanden im Zusammenhang mit der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der beigefügten Zeichnung; es zeigen:
- Figur 1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemässes Differential, und
- Fig. 2 bis 5 Varianten dieses Differentials hinsichtlich einer unterschiedlichen Abstützung des Gehäuses am Schaltgetriebegehäuse und der Befestigung der Abdeckung am Differentialgehäuse.
- In Figur 1 ist mit 25 ein Differential bezeichnet, dessen Flansch 1 über Schrauben 2 mit dem Gehäuseteil 8 verbunden ist. Das Gehäuseteil 8 wird durch eine Abdeckung 4 verschlossen, welche mit eigenen Befestigungsschrauben 7 am Differential 25 befestigt ist. Sie dichtet in herkömmlicher Weise Satelliten 11 ab, die sich um eine Welle 10 drehen, die durch Halteringe 9 befestigt ist, so dass eine Verteilung der Antriebsleistungen auf zwei koaxiale hohle Ausgangsplanetenräder 6 und 12 erfolgt, welche durch nicht dargestellte Gelenke mit den Antriebswellen für die Räder verbunden sind.
- Das Gehäuseteil 8 des Differentials 25 wird durch zwei Lageranordnungen 3 und 14 getragen, welche die axiale Abstützung sowie seine Verdrehung bezüglich des Gehäuses 23 des (nicht dargestellten) Schaltgetriebes ermöglichen sowie bezüglich eines Wandlergehäuses 22. Die erste Lageranordnung 3 umgibt das Getriebegehäuse 23 und ist ausserhalb und unterhalb des Gehäusesteils 8 vorgesehen. Die zweite Langeranordnung 14 ist in herkömmlicher Weise zwischen der Aussenseite des Gehäuseteils 8 und der Innenseite des Wandlergehäuses 22 angeordnet. In Axialrichtung wird es durch einen inneren Haltering 13 und einen äusseren Haltering 15 festgestellt.
- Mit 5 ist eine linke Ausgangsdichtung des Differentials 25 bezeichnet, während mit 16 eine rechte Ausgangsdichtung des Differentials bezeichnet ist; 26 bezeichnet eine der Abdichtung des Differentials auf Höhe des linken Planetenrades 6 dienende Packung. Aufgrund der Packung 26 und der anderen der Abdichtung dienenden Teile bildet das Differential und das Schaltgetriebe, an dem es angeordnet ist, eine flüssigkeitsdichte Anordnung, die bereits vor dem Einbau in das Fahrzeug mit Öl gefüllt werden kann. Schliesslich ist noch in der Schnittdarstellung mit 17 ein mechanischer Geschwindigkeitsfühler und mit 18 ein elektronischer Geschwindigkeitsfühler bezeichnet und mit 19 ein Stützring für das rechte Planetenrad und schliesslich mit 21 ein eine Vorspannung in der Differentialübertragung ermöglichender Ring.
- Figur 2 entspricht dem linken oberen Abschnitt von Figur 1. Hierbei ist der gleiche Aufbau dargestellt, wobei jedoch die Traglager für das Gehäuseteil 8 am Schaltgetriebehäuse 23 Kugellager sind, wohingegen die Abdeckung 4 über Schrauben 7 am Gehäuseteil 8 befestigt ist. In den Figuren 3, 4 und 5 dagegen sind Varianten der Erfindung dargestellt. In Figur 3 ist die Befestigung der Abdeckung 4 am Gehäuseteil 8 unverändert, jedoch sind hierbei die Kugellager 3 durch Kegelrollen 3' ersetzt worden. In Figur 4 erkennt man wiederum die befestigten Schrauben 7 für die Abdeckung 4 am Gehäuseteil 8, jedoch sind hierbei Zylinderrollenlager 3" eingesetzt. In Figur 5 hingegen sind wieder die Kugellager gemäss Figuren 1 und 2 vorgesehen, wobei jedoch die Abdekkung nunmehr mittels Klammern 24 an der Abdeckung 8 befestigt ist.
- Das durch die Erfindung vorgeschlagene Differential 25 weist also ein linkes Differentialgehäuseteil 4 auf, welches aus einer einfachen Abdeckung in Form eines Deckels besteht. Dieser Deckel 4 weist keine Lager auf. Er ist mit dem Differentialgehäuseteil 8 über Befestigungsschrauben 2 verbunden und zwar unabhängig von den Befestigungsschrauben 7 für den Flansch 1 im Gehäuseteil 8. Diese Lösung ermöglicht einen grösseren Überhang des Flansches 1 bezüglich zweier Differentiallageranordnungen 3, 14, um dergestalt, die kürzere Antriebswelle für eines der Vorderräder zu verlängern, ohne dabei auf eine komplizierte rechte Differentialhälfte zurückgreifen zu müssen.
- Unter den zahlreichen Vorteilen der Erfindung seien die folgenden hervorgehoben:
- - Die beiden Lager der Differentialachse sind auf das gleiche Bauteil zentriert - das Differentialgehäuse -wodurch Koaxialabweichungen zwischen den Lagern verringert werden und die Steifigkeit der Anordnung erhöht wird,
- - der Flansch ist auf dasselbe Differentialgehäuse zentriert, wodurch eine gute koaxiale Ausrichtung zwischen Flansch und Differentialwelle gewährleistet ist,
- - die vorgeschlagene Montage verträgt sich mit einer grossen Anzahl verschiedener Lager (siehe Figuren 2 bis 4),
- - die Abdeckung ist von einfachem Aufbau und damit billig, die Befestigungsschauben des Flansches werden nicht von den Axialkräften des linken Planetenrades beeinträchtigt, und
- - die Abdichtung des Aufbaus aus Schaltgetriebe und Differential ist in einfacher Weise durch die Anordnung einer Packung im Inneren des linken Planetenrades möglich.
Claims (6)
1. Differentialgetriebe, das am Ausgang eines
Schaltgetriebes angeordnet ist und das axial von ersten und
zweiten Lagern (3, 3', 3", 14) gegenüber einem
Schaltgetriebe (23) und einem Gehäuse (22) getragen wird,
wobei ein Differentialgehäuseteil (8), welcher einen
Antriebsflansch (1) und eine Abdeckung (4) aufweist, die
das Gehäuseteil (8) verschliesst bezüglich einer
Satellitenanordnung (11), die sich um eine Achse dreht zur
Verteilung des Antriebs zwischen zwei koaxialen
Ausgangsplanetenrädern,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die ersten und die zweiten Lager (3, 3', 3", 14) vom
Gehäuseteil (8) getragen werden,
- die Abdeckung (4) am Gehäuseteil (8) mittels einer
Anordnung befestigt ist, die von derjenigen des
Flansches (1) unterschiedlich ist, und
- der Flansch (1) seitlich nach aussen bezüglich der
Abdeckung (4) derart verschoben ist, dass er
hinsichtlich der ersten und zweiten Lager übersteht.
2. Differentialgetriebe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Befestigung des Flansches (1) am
Gehäuseteil (8) und diejenige der Abdeckung (4) am
Gehäuseteil (8) durch erste bzw. zweite
Befestigungsschrauben (2, 7) erfolgt.
3. Differentialgetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Flansch (1) mittels Schrauben
(2) am Gehäuseteil (8) befestigt ist, während die
Abdeckung (4) mittels Klammern (24) an ihm gehalten wird.
4. Differentialgetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die ersten Lager (3) Kugellager
sind.
5. Differentialgetriebe nach Anspruch 1, 2 oder 31 dadurch
gekennzeichnet, dass die ersten Lager Kegelrollenlager
(3') sind.
6. Differentialgetriebe nach Ansprüchen 1, 2 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Lager
Zylinderrollenlager (3") sind.
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