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Vorrichtung zum Mischen, Zerkleinern o. dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Mischen, Emulgieren,
Homogenisieren, Conchieren, Verreiben, Zerkleinern bis zu kolloidaler Feinheit o.
dgl. von Stoffen aller Art. Es sind Vorrichtungen zum Zerkleinern von Gut bekannt,
bei denen das Gut in einem Behälter im Kreislauf bewegt wird. Dabei wird mit Hilfe
einer Schleudervorrichtung ein Flüssigkeitsstrahl in den Behälter von unten eingeführt,
der das im Behälter befindliche Gut nach oben mitreißt und gegen eine Prallplatte
schleudert, auf der es zertrümmert wird. Während die Flüssigkeit aus dem Behälter
oben abläuft und zu der Schleudervorrichtung zurückkehrt, sinkt das Gut von der
Prallplatte infolge der Schwerkraft zum Behälterboden, von wo es, erneut von dem
Flüssigkeitsstrahl erfaßt, durch das im Behälter befindliche Gut nach oben und gegen
die Prallplatte geworfen wird. Erfindungsgemäß soll die Wirkung in dieser Vorrichtung
dadurch verbessert werden, daß die um eine waagerechte Welle umlaufenden Schleuder-
oder Bearbeitungsmittel im Kreislauf des Gutes angeordnet sind, so daß sie an der
Bearbeitung des Gutes, das entweder allein oder vermischt mit kleinen Kugeln oder
unter Zusatz von das Gut fließfähig machenden Stoffen (Luft, Wasser) verarbeitet
wird, teilnehmen. Es ist allerdings bekannt, um eine waagerechte Welle umlaufende
Schleuder und Bearbeitungsmittel im Kreislauf des Gutes anzuordnen. Bei diesen Vorrichtungen
handelt es sich aber um Schlagmühlen, auf die ein Sichter aufgesetzt ist, in dem
eine Bearbeitung des Gutes nicht beabsichtigt ist. Bekannt ist es auch, in Mischvorrichtungen
die um eine senkrechte Welle umlaufenden Schleuder- oder Bearbeitungsmittel im Kreislauf
des Gutes anzuordnen, jedoch so, daß der sich glockenförmig ausbildende Strom eine
wesentliche Prallwirkung im Behälter ausschließt.
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Die Erfindung bezieht sich dagegen auf eine mit einem Behälter und
einer waagerechten Welle versehene Vorrichtung, bei der durch die Durchdringungswirkung
oder durch die Prallwirkung von Gut an Gut oder auf einer Prallfläche, deren Ursache
in der Strömungsenergie eines nach oben gerichteten, etwa geschlossenen, in die
im Behälter befindliche Gutschicht eingeführten Gutstromes liegt, die wesentliche
Misch- oder Zerkleinerungswirkung erzielt wird. Diese Wirkung wird gemäß der Erfindung
dadurch erreicht, daß die in bekannter Weise um eine waagerechte Welle drehbaren
Schleuder- oder Bearbeitungsmittel im Kreislauf des Gutes so angeordnet sind, daß
sie das Gut, gegebenenfalls unter Zusatz eines das Gut fließfähig machenden Körpers
(z. B. Luft, Wasser), in einem nach oben gerichteten, insbesondere geschlossenen
Strom in den Bearbeitungsbehälter schleudern und dabei selbst als Bearbeitungsvorrichtung
mitarbeiten. Um zusätzliche
Schleuderwirkungen zu der des Gutes
zu erzielen und um die Wirkung der Schleudervorrichtung als Bearbeitungsvorrichtung
zu erhöhen, können dem Gut als Bearbeitungsmittel dienende kleine feste Körper (z.
. kleine Kugeln) beigemischt werden, die dann zusammen mit dem Gut durch die als
Grob bearbeitungsmittel dienenden Schleudermittel in die darüber befindliche Gut
und Kugelschicht oder gegen eine Prallfläche geschleudert und zu Durchdringungs-oder
Prallwirkungen oder zu beiden Wirkungen gebracht werden. Auch können, um die Wirkung
der Schleudervorrichtung als Bearbeitungsvorrichtung zu erhöhen, außer den als Grobbearbeitungsmittel
dienenden Schleuderschaufeln an der Schleuderscheibe befestigte und dazu feststehende
Feinbearbeitungsmittel in einem mit den Schleudermitteln für das Gut gemeinsamen
oder davon teilweise oder ganz getrennten Kanal angeordnet sein. Die von den Feinbearbeitungsmitteln
getrennt angeordneten Grobbearbeitungsmittel (Schleuderschaufeln) können durch den
Einlauf und das Aufsatzrohr mit dem oberen Behälterraum in Verbindung stehen und
mit dem Auslauf in den Auslaufkanal der Feinbearbeitungsmittel münden. Die Grob-
und Feinbearbeitungsmittel können auch um voneinander getrennt drehbare waagerechte
Wellen angeordnet sein. Bei Zusatz von festen Körpern, z. B. kleinen Kugeln, zum
Gut dienen diese in der Regel als Feinbearbeitungsmittel, wobei dann die Anordnung
von besonderen drehbaren und dazu feststehenden Feinbearbeitungsmitteln fortfallen
kann.
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Einige Ausführungsbeispiele sind in den Abb. I bis 29 dargestellt
und nachfolgend beschieben: Abb. I, 2, 5, 6, 7, 8, I0, II, I2, I3 zeigen die Vorrichtung
in verschiedenen Ausführungsformen in senkrechten Schnitten, Abb. 3 und 4 zeigen
auf dem Schleuderkanal aufgesetzte Verteilkörper oder Aufprallplatten, Abb. g zeigt
eine Ausführungsform eines Abschluß deckels der Schleudervorrichtung, Abb. I4 bis
29 zeigen einige Ausführungsformen der Schleuder- und Bearbeitungsmittel.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. I und 2 ist I ein zur Aufnahme
des Gutes dienender Behälter. Unter ihm, mit diesem in unmittelbarer Verbindung
stehend, ist ein zentrifugalpumpen- oder gebläseartig ausgebildetes Gehäuse 11 angeordnet
und in diesem auf einer horizontalen Welle 2 eine Scheibe 3 mit Schleuderschaufeln
4. Der seitlich angeordnete kurze Einlaufkanal 5 verbindet die seitliche Einlauföffnung
der Schleudervorrichtung mit der tiefsten Stelle des Behälters.
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6 ist ein die Schleuderschaufeln spiral- oder kreisförmig umgebender
Schleuderkanal, der etwa senkrecht in Drehungsrichtung und tangential zum Kreislauf
der Schleudermittel in den Behälter von unten hineinmündet.
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Der Schleuderkanal 6 und die Schleudervarrichtung 4 werden seitlich
durch einen Deckel 7 verschlossen. Der Einlaufkanal 5 kann auch an der Deckelseite
oder doppelseitig angeordnet werden; entsprechend werden dann auch die Schleuderschaufeln
4 angeordnet.
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In Abb. 3 ist 61 ein im Behälter auf dem Schleuderkanal 6 aufgesetztes
Auslaufrohr.
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Das Auslaufrohr kann verschieden lang sein und seitliche Auslauföffnungen
haben, die höher oder tiefer gestellt werden können.
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Bei zwei umeinander angeordneten Auslaufrohren können durch Verschieben
oder Verdrehen des einen die seitlichen Auslauföffnungen geschlossen oder geöffnet
oder höher oder tiefer gelegene Offnungen freigegeben oder abgedeckt werden. 8 ist
ein am Auslauf des Schleuderkanals angeordneter Verteilkörper: dieser hat einen
ringförmigen, seitlich mündenden, düsenförmig ausgebildeten Kanal oder Kanäle. Statt
der ringförmigen Kanäle können beliebige andere Durchtrittsöffnungen oder Reste
vorgesehen sein.
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In Abb. 4 ist 81 eine über dem Auslauf des Schleuderkanals angeordnete
Prallplatte, die zwischen sich und dem Rohr ringsum einen Durchlauf frei läßt. Die
Prallplatte kann glatt oder mit scharfkantigen, gegen den Strom gerichteten Erhöhungen
versehen oder als in gleicher Richtung scharfkantig ausgebildeter Rost mit parallel
oder quer zueinander gestellten Stäben ausgebildet sein. Die Prallplatte, der Prallrost
oder Verteilkörper können an verschiedenen Stellen im Arbeitsraum, z. B. unter dem
den Behälter oben abschließenden Deckel 9 oder unmittelbar über dem Boden des Behälters,
angeordnet sein. 10 stellt die Lagerung der Welle 2 dar. 1I ist ein die Vorrichtung
tragender Sockel.
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Das Arbeitsverfahren wird in der Weise durchgeführt, daß das zu bearbeitende
Gut gleichzeitig oder nacheinander in die Vorrichtung hineingegeben und dabei verteilt
wird.
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Die zu behandelnde Masse, z. B. ein trockenes, stückiges, körniges
oder pulverförmiges oder auch pastöses oder breiiges Gut, wird der in der Vorrichtung
im Kreislauf bewegten, leichter bewegbaren Masse oder einer Flüssigkeit, Luft, Gas,
Dampf o. dgl. beigegeben.
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Die Masse fließt dann aus dem Behälter den Schleudermitteln zu, wird
von diesen unter Zentrifugalkraft und in hohe Bewegungsgeschwindigkeit gesetzt,
nach dem Schleuderkanal und von hier in einer etwa tangential zum Kreislauf der
Schleudermittel stehenden Richtung und in Drehungsrichtung mit der ganzen der Masse
erteilten Geschwindigkeit
von unten in das im Behälter befindliche
Gut hinein oder gegen Prallflächen, Prall roste oder über Verteilkörper geschleudert.
Das in den Behälter hineingeschleuderte Gut strömt mit großer Geschwindigkeit nach
oben, wäh rend das im Behälter befindliche Gut um das nach oben geschleuderte Gut
herum und im Gegenstrom dazu nach unten den Schleudermitteln zufließt. Durch die
verschiedenen Geschwindigkeiten des Gutes im Behälter wird eine gute Kreislaufbewegung
des Gutes in demselben bewirkt. Die Mischung von verschiedenen Stoffen, z. B. von
pulverförmigen Stoffen, mit einer Flüssigkeit oder pulverförmigen Stoffen mittels
Luft, Gas, das Zerkleinern von mittels Flüssigkeit, Luft, Gas, Dampf o. dgl. bewegbarer
fester Stoffe oder das Behandeln von durch Wärme fließend zu machender Masse, z.
B. Schokolade, gegebenenfalls unter Einwirkung von Luft, Gas, Dampf o. dgl., erfolgt
in dem die Schleudermittel umhüllenden Schleuderkanal und im Behälter beim Hineinschleudern
der Masse in die im Behälter befindliche Masse, über Verteilkörper oder beim Aufschleudern
gegen Prallflächen sowie durch den Gegenstrom der Masse im Behälter. Werden dem
Gut kleine feste Körper, z. B. Kugeln, beigegeben, so ist es vorteilhaft, den die
Schleuderschaufeln umschließenden Schleuderkanal zylindrisch auszubilden, die Außenkanten
der Schleuderschaufeln bis nahe an die Innenfläche der umhüllenden Wand des Schleuderkanals
und die Innenkanten bis zum Rand der Einlauföffnungen zu führen.
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Die Reinigung der Vorrichtung ist einfach und erfolgt durch Öffnen
des den drehbaren Teil auf einer Seite abschließenden Deckels.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 und 6 ist der die Schleudervorrichtung
4 umschließende Gehäuseteil 11 seitlich zur Mitte des Behälters angeordnet und der
Schleuderkanal 6 geradlinig und senkrecht durch die Mitte des Behälterbodens in
den Behälter I hineingeführt.
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Bei der Ausführungsform nach Abl. 7 und 8 ist der vom Behälter I
gebildete, die Schleudervorrichtung 4 umschließende Schleuderkanal 6 seitlich im
Behälter I an dessen Innenfläche mit einer Neigung schräg von unten nach oben hineingeführt,
so daß das aus dem Schleuderkanal 6 in den Behälter hineingeschleuderte Gut auf
der Innenfläche desselben etwa schrauben- oder spiralenförmig nach oben steigt,
während das im Behälter befindliche Gut, im Gegenstrom dazu fortlaufend, nach unten
den Schleudennitteln zufließt.
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Der Behälter I kann dabei in Richtung von unten nach oben allmählich
sich erweitern.
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Die Innenfläche des Behälters I kann mit nach innen offenen; in Strömungsrichtung
des Gutes -von unten nach oben allmählich ansteigenden, das Gut nach oben leitenden
oder quer zur Gutsströmung gestellten, die Geschwindigkeit des Gutes zerstörenden
Rippen o. dgl. versehen sein.
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Die Lagerung Io der Welle 2 ist hier in den Behälterfuß II hineingelegt.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. g ist ein die Schleudervorrichtung
4 abschließender, mit einer mittleren Einlauföffnung versehener Deckel 71, der als
Leitkörper wirkt, im Behälter angeordnet und leicht herausnehmbar befestigt.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 10 und 11 sind auf einer Seite
der Scheibe 3 Schleuderschaufeln 4 und auf der anderen Seite drehbare und feststehende
Bearbeitungsmittel, z. B. an der Scheibe 3 drehbare Stifte 12, und, dazwischengreifend,
am Gehäuse Ii feststehende Stiftes21, angeordnet.
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Die drehbaren und feststehenden Stifte können an den Innenkanten
und Außenkanten in axialer Richtung gleichmäßig konisch gestaltet und in derselben
Richtung gegeneinander verstellbar angeordnet sein.
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Der Einlaufkanal 51 zu den Grobbearbeitungsmitteln ist getrennt von
dem Einlaufkanal 5 zu den Feinbearbeitungsmitteln an die Scheibe 3 herangeführt.
Diese ist mittels Stege 13 mit einer Nabe verbunden. Die Stege lassen zwischen sich
Durchlauföffnungen nach den Schleude-rmitteln 4 frei. Auf den Einlaufkanal 51 ist
ein Einlaufrohr 52 aufgesetzt, das diesen mit dem oberen Raum des Behälters verbindet.
Der Einlaufkanal 5 für die Feinbearbeitungsmittel ist mit seiner Einlauföffnung
an der tiefsten Stelle des Behälters angeordnet.
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Statt des Einlaufrohres können umeinandergelegte Trichter angeordnet
sein, von denen die weiter nach außen liegenden mit ihrem oberen Rand tiefer liegen
als die nächstinneren und die unten in den Einlaufkanal 5t einmünden.
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Das untere Ende des Einlaufrohres 52 ist beispielsweise auf einem
Zapfen 14 geführt und mittels Hebel und Stange 15 oder Handrad und Spindel der Höhe
nach verstellbar.
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Schleuderschaufeln und Bearbeitungsmittel werden von einem gemeinsamen
Schleuderkanal 6 umgeben, der durch den Boden unmittelbar in den Behälter hineingeführt
ist.
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Die Einlaufkanäle 5 und 5t können an ihrem Einlauf flach gegeneinander-
oder ineinandergelegt sein; am Auslauf ist der Einlauf-Lcanal- 5 um den kleineren
5lherumgelegt. Der Deckel 7 kann zentral mit einer Einlauföffnung 53 versehen sein.
Diese Einlauföffnung steht entweder durch ein Fallrohr mit dem oberen Teil des Behälters
oder bei ununterbrochener Arbeitsweise mit einem Filter,
einem Abscheider
oder mit der Atmosphäre in Verbindung. Durch die getrennte Zuführung der schwerer
bewegbaren Masse zu den Bearbeitungsmitteln und der leichter bewegbaren zu den Schleudermitteln
wird jede überflüssige Reibung in den Bearbeitungsmitteln ausgeschaltet. Die in
den Feinbearbeitungsmitteln bearbeitete Masse und die gesondert in den Schleuderschaufeln
beschleunigte, schneller strömende Masse fließen nach dem gemeinsamen Schleuderkanal
6, und aus diesem wird die langsamer strömende Masse, die aus den Bearbeitungsmitteln
austritt, von der in schneller Strömung aus den Schleuderschaufeln austretenden
Masse mitgenommen und in den Behälter geschleudert.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 12 und I3 ist für die Zuführung
der schwerer bewegbaren Masse aus der tiefsten Stelle des Behälters zu den Feinbearbeitungsmitteln
ein Einlaufkanal 5 auf der zugehörigen Seite und für die Zuführung der leichter
bewegbaren Masse aus dem oberen : Raum des Behälters zu den Schleudermitteln ein
getrennter Einlaufkanal 5t, beispielsweise auf der Deckel seite, angeordnet. Der
Einlaufkanal 5t wird teils vom Behälter und teils vom Deckel 72 gebildet. Der Deckel
deckt die Schleudermittel ab.
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Im Einlaufkanal 5 für die Feinbearbeitusgsmittel ist eine Zuteilvorrichtung
16 angeordnet, die beispielsweise als Zellenrad ausgebildet ist, das in Umdrehung
versetzt wird.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 14 werden die radial oder spiralförmig
angeordneten Schleuderschaufeln entweder von der Einlauföffnung bis zum Schleuderkanal
6 durchgeführt, oder es werden zwischen ihnen am Umfange kürzere Schaufeln angeordnet.
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Bei leicht bearbeitbarem Gut werden die Schleuderschaufeln allein
angeordnet; bei schwerer bearbeitbarem Gut werden in Verbindung mit Schleuderschaufeln
Feinbearbeitungsmittel verschiedener Form und Wirkung angeordnet. So können in Verbindung
mit den drehbaren Schleuderschaufeln, an deren Eingange oder Ausgange oder zwischen
zwei kürzeren Schaufeln zwischengreifend, eine Reihe feststehender Stifte oder kürzere
Schaufeln 121 am Gehäuse 1 oder mit den feststehenden Stiften zusammenarbeitende
drehbare Stifte oder kurze Schaufeln 12 an der drehbaren Bahn 3 angeordnet sein.
Bei kreisförmiger Ausbildung des Schleuderkanals 6 können die Außenkanten der Schleuderschaufeln
bis nahe an die Innenfläche des Schleuderkanals herangeführt und die Innenkanten
bis an die ringförmige Einlauföffnung geführt werden. Der Deckel 7 schließt seitlich
die drehbaren Teile ab. Die Schleuderschaufeln können seitlich am äußeren Umfang
von einer mitdrehenden Ringscheibe und diese dann von einer feststehenden Wand dicht
abgedeckt werden. Die Schleuderschaufeln können an beiden Seiten offen, am inneren
Ende mit einer Nabe verbunden sein. I7 ist eine Entleerungsvorrichtung an der tiefsten
Stelle des Gehäuses It.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 15 sind'auf einer die Schleuderschaufeln
4 abdeckenden, an der Scheibe 3 befestigten Ringscheibe I8 drehbare Stifte I2 und,
dazwischengreifend, feststehende 121 am Gehäuse 11 angeordnet. Die Ringscheibe I8
trennt dabei den Gang für die Feinbearbeitungsmittel von dem Gang für die Schleudermittel.
Die Einlauföffnung der Feinbearbeitungsmittel ist von der Drehungsachse weiter entfernt
als die der Schleuderschaufeln.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 16 sind als Feinbearbeitungsmittel
ein die Schleuderschaufeln 4 abdeckender drehbarer Reibring 18 an der Scheibe 3
und ein dazu feststehender Reibring I81 am Gehäuse 11 angeordnet; beide bilden einen
Reibspalt. Der feststehende Reibring ist hohl ausgebildet und mit Zu- und Ableitungen
für einen Kühlstoff versehen. Zur selbsttätigen Einstellung des drehbaren Reibringes
gegen den feststehenden ist der drehbare Teil mittels Kugelflächen 19 auf der Nabe
20 schwingbar gelagert. An der drehbaren Bahn 3 und an der Nahe 20 sind ineinandergreifende
Mitnehmerklauen 21 angeordnet. Die Reibringe können in bekannter Weise gegeneinander
axial verstellbar sein.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 17 ist der feststehende Reibring
181 mittels starrer oder federnder Stege 23 mit einem mittleren Auflager 22 verbunden
und am Gehäuse in Kugelflächen 24 schwingbar gelagert. Der Reibring 181 kann selbst
am Gehäuse 1 in Kugelflächen schwingbar sein.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. I8 ist der im Gehäuse axial verschiebbare,
nicht drehbare Reibring 18' mittels Federn 25 oder anderer elastischer Mittel, z.
B. Blattfedern, Gummipuffer, gegen den drehbaren Reibring selbsttätig herandrückbar
und der Federdruck einstellbar. Die elastischen Mittel können auch außerhalb des
Gehäuses angeordnet sein und mittels Hebel und Stangen auf den Reibring 18' einwirken.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 19 werden die Schleuderschaufeln
4 an der Einlaufseite von einer feststehenden gelochten oder geschlitzten Platte
26 abgedeckt. Zwecks schnellerer Förderung des Gutes nach den Schleudermitteln sind
vor der Platte 26 drehbare Flügel 27 0. dgl. angeordnet. Das Gut wird durch die
gelochte Platte in viele dünne Strahlen zerteilt, die von den schnelldrehenden
Schleuderschaufeln
abgeschnitten und vermischt werden.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 20 und 21 sind als Feinbearbeitungsmittel
in einem mittels der Ringscheibe I8 von dem für die Schleuderschaufeln 4 getrennten
Führungsgang an der Scheibe 3 um Zapfen 28 schwingbare, mitdrehende Reibklötze 29
und ein die Reibklötze umhüllender feststehender Reibring 30 am Gehäuse in angeordnet.
Die Reibklötze werden mittels Zentrifugalkraft gegen den Reibring gedrückt und verreiben
dabei das über den Reibring in Richtung nach dem Schleuderkanal abfließende Gut.
Statt der Reibklötze können auf der Scheibe 3 schwingbare Hämmer und auf der Innenfläche
des umhüllenden feststehenden Reibringes Erhöhungen in verschiedener Form angeordnet
sein.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 22 und 23 sind statt der Reibklötze
29 lose Kugeln 291 angeordnet, die von der Scheibe 3 mittels daran angeordneter
Mitnehmer 3I bewegt und auf der Innenfläche einer umhüllenden feststehenden Arbeitsbahn
301 unter Fliehkraft abgerollt werden.
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Bei einseitigem Einlauf bilden flügelförmige Stege I3 an der Nahe
Durchlauföffnungen in der Scheibe 3. An der Scheibe 3 ist gegen das Herausfallen
der Kugeln aus der oberen Hälfte ein Schutzring 32 vorgesehen.
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Bei der Ausführungsform nach der oberen Bildhälfte der Abb; 24 und
25 sind auf der einen Seite der Scheibe 3 Schleuderschaufeln 4 und auf der anderen
Seite schaufelartige Mitnehmer 31', die seitlich von einem drehbaren Ring abgedeckt
sein können, angeordnet. Die Mitnehmer 3It werden von einem am Gehäuse 11 angeordneten
Reibring 302 dicht umhüllt.
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Die Außenkanten der Mitnehmer und die Innenfläche des Reibringes
sind entweder zylindrisch oder kegelförmig ausgebildet. Die Innenfläche des Reibringes
kann glatt ausgebildet oder mit wellenförmigen oder scharfkantigen Erhöhungen versehen
sein. Die Scheibe 3 bildet mit dem feststehenden Reibring302 einen engen Austrittsspalt.
Durch diesen kann das ~von den Mitnehmern 3I1 unter Fliehkraft gesetzte Gut nur
langsam austreten, verbleibt dadurch längere Zeit auf dem Reibring und wird mittels
der dem Gut erteilten Fliehkraft bearbeitet. 5 ist der Einlaufkanal zu den Mitnehmern
(Feinbearbeitung), 51 und 52 der Einlaufkanal bzw. das Einlaufrohr zu den Schleuderschaufeln.
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Bei der Ausführungsform nach unterer Bildhälfte der Abb. 24 und 25
ist an der Scheibe 3 ein mitdrehender ReibringI8 und am Gehäuse ein diesen umhüllender
feststehender Reibring IS1 angeordnet, deren zylindrische oder kegelförmige, nach
dem Schleüderkanal sich erweiternde Flächen einen Reibspalt bilden. Statt des drehbaren
Reibringes I8 können kreisbogenförmige Reibsegmente angeordnet sein, zwischen deren
Bodenenden mit nach dem feststehenden Reibring offene Schleuderschaufeln angeordnet
sein können. Der Reibring8 kann mit der Scheibe 3 fest verbunden oder auf derselben
in Führungen allseitig radial bewegbar sein. Die Reibsegmente können auf der drehbaren-Bahn
3 radial gleitend, geführt sein, so daß diese dann durch Fliehkraft an den feststehenden
Reibring gedrückt werden. Gegebenenfalls kann der Reibring8 auf der Scheibe 3 in
kugeligen Flächen gelagert sein.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 26 und 27 sind in dem ring- oder
spiralförmigen Gehäuse 11 in voneinander getrennten Gängen Grob-und und Feinbearbeitungsmittel
angeordnet.
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Als Grobbearbeitungsmittel sind selbständig auf der Welle 2, oder
auf der Scheibe g-befestigte drehbare Schlagflügel, Schlagkreuze, Schlagbämmer 32
o. dgl. und, diese umhüllend, eine Reihe am Gehäuse befestigter Stifte (Stiftkorb)
33 angeordnet. Als Feinbearbeitungsmittel sind beispielsweise auf der Scheibe 3
drehbare Stifte 12- und, gegenübèrv stehend, am Gehäuse Il-feststehende Stifte I2t
angeordnet. Die Enden der Stifte greifen zwischen etwa kegelförmigen, in Richtung
von der Mitte nach außen ansteigenden Ringen 34 ein, so daß die Kanten der Ringe
über die Enden der~ Stifte nach innen hinübergreifen. Die Stifte sind auf den Ringen
angeordnet. Die Kanten der Ringe schützen dabei den von den Enden der Stifte und
den abdeckenden Flächen gebildeten Spalt gegen Hindurchschlüpfen von nicht genügend
feinem Gut und bewirken, daß auf der ganzen Breite des Ganges das von innen nach
außen hindurchtretende Gut unter die Wirkung der Stifte gebracht wird. Außerhalb
der feststehenden Stiftreihe können bis nahe an den umhüllenden Schleuderkanal heranreichende
Schleuderschaufeln 41 auf der Scheibe 3 angeordnet sein.
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Die Grob- und Feinbearbeitungsmittel sind von einem kreisförmigen
Schleuderkanal 6 umhüllt, der einen tangentialen Einlauf für eine leichter strömende
Masse und einen etwa senkrecht stehenden Auslauf für die leichter strömende Masse
und für das von dieser mitgenommene, aus denBearbeitungsmitteln austretende, schwerer
strömende Gut hat. Die leichter strömende Masse durchströmt dabei den Kanal 6 etwa
einmal und umspült dabei die Bearbeitungsmittel. Dadurch wird-ein guter Austritt
des Gutes aus den Bearbeir tungsmitteln, eine gute Förderung des schwerer strömenden
Gutes nach dem Behälter hin
und eine Kühlung der Bearbeitungsmittel
durch die upnströmende, gegebenenfalls vorher gekühlte, leichter strömende Masse
bewirkt.
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Letzteres ist für stark ölhaltige, klebrige harzige u. dgl. Stoffe
von Vorteil.
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Die Grob- und Feinbearbeitungsmittel können selbstverständlich eine
dem jeweiligen Zweck entsprechende Ausbildung- und Wirkung erhalten (Abb. 14 bis
25).
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Der Einlauf der Feinbearbeitungsmittel ist durch den Einlaufkanal
5 mit der tiefsten Stelle des Behälters I verbunden; durch diese fällt das nach
dem Behälter geschleuderte, aber noch nicht genügend feine Gut fortlaufend nach
den Feinbearbeitungsmitteln zurück. Bei ununterbrochener Arbeitsweise wird den Grobbearbeitungsmitteln
das zu bearbeitende Gut durch den getrennten Einlaufkanal 51 aus einem Aufgabebehälter
fortlaufend zugeführt und das feine oben aus dem Behälter abgeführt. Der Einlauf.
für die leichter bewegbare Masse kann anstatt in den Schleuderkanal 6 in den Einlauf
der Grobbearbeitungsmittel geführt werden. Der Einlauf für die leichter bewegbare
Masse kann mit einem Filter, Abscheider oder mit der freien Atmosphäre in Verbindung
stehen.
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Bei absatzwelsem Arbeitsvorgang ist der Einlauf der Grobbearbeitungsmittel
oder Schleudermittel mit dem oberen Raum des Behälters 1 verbunden.
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Bei Anordnung von mehreren Gruppen Bearbeitungs- und Schleudermittel
steht der Schleuderkanal der vorhergehenden Gruppe mit dem Einlauf der nächsten
Gruppe Bearbeitungs- und Schleudermittel und der Schleuderkanal der letzten Gruppe
in der beschriebenen Weise mit dem Behälter in Verbindung.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 28 sind in Verbindung mit einem
Behälter I zwei Gehäuse I1 und I2 angeordnet.
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Dabei sind beispielsweise folgende Anordnungen möglich: I. Im Gehäuse
Ii sind auf einer Welle 2 Schleuderschaufeln 4 und im Gehäuse I2 auf einer Welle
2t Bearbeitungsmittel 32 sowie am Gehäuse feststehende Bearbeitungsmittel 33 angeordnet.
Der Schleuderkanal 6 des Gehäuses I1 ist beispielsweise spiralförmig und der Schleuderkanal
62 des Gehäuses 12 kreisförmig gestaltet. Der Schleuderkanal 6 mündet etwa oben
tangential in den Schleuderkanal 62. Der Schleuderkanal 62 mündet tangential in
Richtung von unten nach oben durch den Boden in den Behälter I. Die Einlauföffnung
der Bearbeitungsmittel im Gehäuse 12 ist durch einen Einlaufkanal 5 mit der tiefsten
Stelle des Behälters 1 und die Einlauföffnung der Schleudermittel im Gehäuse I1
durch den Einlaufkanal 51 und durch das darauf aufgesetzte Einlaufrohr 52 mit dem
oberen Raum des Behälters I verbunden.
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Das den Bearbeitungsmitteln im Gehäuse I2 zufließende Gut tritt nach
Durchgang durch die Bearbeitungsmittel in den Schleuderkanal 62, das den Schleudermitteln
im Gehäuse IJ zufließende (leichter strömende) Gut (oder Flüssigkeit, Luft, Gas,
Dampf o. dgl.) wird mittels der ihm von den Schleudermitteln erteilten Bewegungsgeschwindigkeit
aus dem Schleuderkanal 6 nach dem Schleuderkanal 62 geschleudert, umströmt diesen
und die Bearbeitungsmittel unter Mitnahme des aus den Bearbeitungsmitteln austretenden
Gutes einmal und strömt dann von unten in den Behälter hinein.
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2. Außer den Schleuderschaufeln im Gehäuse I1 sind im Gehäuse I2
in einem mit den Bearbeitungsmitteln gemeinsamen oder in einem von diesen getrennten
Gang um die Welle 21 drehbar Schleuderschaufeln 4 angeordnet. Der Ausgang der Bearbeitungsmittel
und Schleudermittel wird von dem Schleuderkanal 62 gemeinsam umschlossen; letzterer
kann auch spiralförmig ausgebildet sein. Der Schleuderkanal 6 wird dann getrennt
von dem Einlaufkanal 5 für die Bearbeitungsmittel nach der Einlauföffnung der Schleudermittel
im Gehäuse 12 geführt. Von den Schleudermitteln im Gehäuse 12 wird die aus dem Schleuderkanal
6 des Gehäuses Ilzuströmende Masse weiter beschleunigt.
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3. Außer den Bearbeitungsmitteln im Gehäuse 12 sind im Gehäuse I1
um die Welle 2 drehbare und am Gehäuse Ii feststehende arbeitungsmittel allein oder
solche in Verbindung mit Schleudermitteln in einem mit den Schleudermitteln gemeinsamen
oder in einem von diesen getrennten Gang angeordnet. Der die Bearbeitungsmittel
(Bearbeitungs- und Schleudermittel) im Gehäuse It umgebende Schleuderkanal 6 (Kanäle)
wird (werden) nach der für Bearbeitungs- und Schleudermittel im Gehäuse 12 gemeinsamen
Einlauföffnung oder nach den für Bearbeitungs- und Schleudermittel getrennten Einlauföffnungen
durch einen oder zwei Überlaufkanäle geführt.
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Der Einlaufkanal 5 wird dann von dem Gehäuse 12 nach dem Gehäuse
verlegt und verbindet die tiefste Stelle des Behälters I mit einer für Bearbeitungs-
und Schleudermittel im Gehäuse 1 gemeinsamen Einlauföffnung oder wird von dem nach
den Schleudermitteln führenden Einlaufkanal 51 und 52 getrennt angeordnet, so daß
das Gut aus der tiefsten Stelle den Bearbeitungsmitteln und aus dem oberen Raum
des Behälters den Schleudermitteln im Gehäuse I1 zufließt.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 29 sind in Verbindung mit einem
Behälter I ein
Gehäuse II und ein Gehäuse In derart zueinander angeordnet,
daß das Gut aus dem die Bearbeitungsmittel im Gehäuse 1 umgebenden Schleuderkanal
63 durch den Überlaufkanal 35 der Einlauföffnung der im Gehäuse I2 angeofdneten
Schleuderschaufeln durch die Schwerkraft zufließt. Der Einlauf der Bearbeitungsmittel
ist durch den Einlaufkanal 5 mit der tiefsten Stelle des Behälters und der Einlauf
der Schleudermittel durch den Einlaufkanal51 und das darauf aufgesetzte Einlaufrohr
52 mit dem oberen Raum des Behälters verbunden. Der die Schleudermittel umhüllende
Kanal 6 des Gehäuses 1 wird in tangentialer und senkrechter Richtung durch den Boden
in den Behälter I hineingeführt. Die Einlauföffnung des Einlaufkanals 5 im Behälter
1 kann durch einen Stempel 36 geöffnet und geschlossen werden.
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Auch bei dieser Ausführungsform sind verschiedene Anordnungen der
Bearbeitungsmittel und ihrer Verbindung mit Schleudermitteln sowie auch die verschiedenen
Anordnungen der Kanäle entsprechend den Ausführungen nach Abb. 28 möglich.
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Bei ununterbrochenem Arbeitsvorgang in allen Ausführungsformen der
Vorrichtung kann der Einlauf der Grobbearbeitungsmittel mit einem Aufgabebehälter
(Aufgabevorrichtung) und der obere Raum des Behälters mit einem Sichter, Filter
oder Abscheider kombiniert sein.
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Bei allen Vorrichtungen können die Bearbeitungsmittel und Schleudermittel
und der diese umschließende Gehäuseteil (Behälter) so geformt sein, daß ohne Änderung
des Gehäuses die Feinbearbeitungs- und Schleudermittel gegen andere ausgewechselt
oder die Feinbearbeitungsmittel beim Mischen o. dgl. ausgeschaltet werden können.
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Die vom Gut berührten Vorrichtungsteile können in bekannter Weise
geheizt oder gekühlt werden und dann hohl ausgebildet und die Hohlräume mit Zu-
und Abflußleitungen versehen sein.
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Die Vorrichtungen können unter Druck oder Vakuum stehen. Die Werkstoffe
der Vorrichtungen werden so gewählt, daß das Gut nicht nachteilig beeinflußt wird,
z. B. für die Reibflächen aus Hartbronze, Porzellan usw.