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DE637817C - Verfahren zur Herstellung eines spannungsregulierten, fugenlosen Langgleises - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines spannungsregulierten, fugenlosen Langgleises

Info

Publication number
DE637817C
DE637817C DER94557D DER0094557D DE637817C DE 637817 C DE637817 C DE 637817C DE R94557 D DER94557 D DE R94557D DE R0094557 D DER0094557 D DE R0094557D DE 637817 C DE637817 C DE 637817C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rails
temperature
long
neutral
track
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER94557D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DER94557D priority Critical patent/DE637817C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE637817C publication Critical patent/DE637817C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B11/00Rail joints
    • E01B11/44Non-dismountable rail joints; Welded joints
    • E01B11/46General methods for making gapless tracks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines spannungsregulierten, fugenlosen Langgleises Die Entwicklung des Eisenbahnoberbaues führt geradlinig zur weitgehendsten Beseitigung des Schienenstoßes, der die Hauptquelle der Gleis- und Fahrzeugzerstörung darstellt. Das einfachste Mittel zur Erreichung dieses Zieles ist die Einführ#ing des durchgehend #"-eschweißten, fugenlosen Eisenbahnlanggleises. Neuerdings jedoch werden auch verschiedene Vorschläge gemacht, die Stoßlücken durch fugenlose, starre. mechanische Verbindung zu beseitigen.
  • Bei einem ftigenlosen Eisenbahnlanggleis können sich die Schienen nicht mehr entsprechend den wechselnden Temperaturen des Tages bzw. der Jahreszeit läng ,en oder kürzen. Dieser Vorgang, vom Gleisbaufachmann Atmen genannt, wird bei sehr langen Schienen durch die festeVerankerung zwischen Schienen und Schwellen sowie durch die -feste Lagerung der Schwellen in der Bettung im ZD mittleren 'feil der Schiene unterdrückt. Nudie beiden Enden der Langschiene vermögen noch zti atmen. Die Atmungslänge richtet sieh nach der Höhe der Temperaturänderung und nachder Güte des Oberbaues.
  • Da im mittleren, d. h. also größten Teil solcher Langschienen keinerlei Bewegung möglich ist, so müssen sich hier sämtliche Temperaturänderungen in innere mechanische Spannungen umsetzen. Bei vollkommen verhinderter Bewegung entspricht eine Temperaturänderung um i ' C einer Änderung der inneren mechanischen Spannung Um 24 kg/CM2. Die Folge hiervon ist, daß solche Langschienen im Sommer normalerweise unter Druckspannungen, im kalten Winter dagegen unter Zugspannungen stehen. Da von den Schienen außer den Tem'peraturspannungen noch die sog. Einzwängspannungen sowie die Betrieb#sbelastungen aufzunehmen sind, deren Zusammenwirken -den Schieneniverkstoff bis nahe an die zulässige Belastungsgrenze beansprucht, so ist vorn Gesichtspunkt der Betriebssicherheit Vorsicht geboten. Während die Einzwängspannungen sowie die Betrieb-shelastungen für den Gleiswirt unabänderliche Größen darstellen, hat er die Temperaturspannungen bis zum gewissen Grade in der Hand. Uni im fugenlosen Langgleis im Sommer zur Vermeidung von Gleisverwerfungen die Druckspannungen und im Winter zur Vermeidung von Schienenbrüchen dieZugspannunggen nicht allzu hoch ansteigen zu lassen, wählt er deshalb den Mittelwed und setzt beide Höchstspannungen in ein durc4 oberbautechnische Erwägungen bestimmtes, Verhältnis zueinander. Praktisch wird dies erreicht, indein man das fugenlose Gleis bei einer von diesem Spannungsverhältnis abhängigen neutralen Temperatur endgültig festmacht. In Deutschland. neigt man im allgemeinen #dazu, die neutrale Teniperatur bei ungefähr 15' C zu wählen, jedoch geht man auch neuerdings dazu über, zugunsten geringerer Druckspannungen im Sommer größere Zugspannungen im Winter in Kauf zu nehmen und die neutrale Temperatur höher als, bei i5' C festzulegen. Da nun in Deutschland die durchschnittliche höchste Sammertemperatur der Schienen bei etwa 1- 55#;-, die niedrigste Wititerternpera,tur der Schienen bei etwa -:25' C liegt, sa stellt der Teinperaturpunkt 15' Q-genau die Mitte dar. Infolgedessen wäre WäP s trenger Eihhaltung der Verlegungste#npe tur von 15' C das Spannungsverhältnis = i. Da die genaue Einhaltung der neutralen Teinperatur jedoch schwer möglich ist, so begn igt sich der Gleisbauer auch mit einem Intervall der neutralenTemperatur, beispiels-,veise zwischen 14 bis 20' C.
  • Nachdem dieErkenntnis #durchgedrungen ist, daß das fugenlose Langgleis oberbaütechnisch zulässig ist, bleibt bei seiner Herstellung nur die von obigen Gesichtspunkten aus notwendige Spannungsregulierung ein Problem, dies um sa mehr, als die Gleisbauarbeiten ja nicht auf Tage beschränkt werden können, an denen zufällig die neutrale Tages- bz-,v. Scluenentemperatur genau oder annähernd herrscht. Es ist das Bestreben des Gleishauers, zu. jeder beliebigen Zeit, unabhängig von der herrschenden Tages- bzw. Schienentemperatur, auch ein fugenloses Gleis fertigstellen zu können, das, in bezug auf die möglichen Temperaturspannungen- ausreguliert ist. Hierfür hat man schon verschiedene Methoden vorgeschlagen. und ausprobiert.
  • i. Die Herstellung eines fugenlosen Langgleise# unter Berücksichtigung der Spatinungsregulierung wurde bereits derart versucht, daß man auf der Strecke zunächst Langschienen von etwa i2o m Länge durch Aneinanderschweißen normaler Längen herstellte, diese Langschie-nen mit solchen Lükken verlegte, daß bei Eintritt der neutralen Temperatur Lückenschluß zu erwarten war, und die Reststöße nach Lösen der Befesti-Z, Crungsmittel auf eine bestimmte Länge der Langschiene verschweißte oder auf andere Art lückenlos und starr verband an einern Tage, an dem #ie gewünschte neutrale Temperatur herrschte. Am gleichen Tage bzw. bei der gleichen neutralen Temperatur der Schienen mußte dann das ganze fugenlose Gleis festgemacht wer-den, so daß sich von diesem Zeitpunkt an jede Teinperaturäilderung als Druck oder Zug in den Schienen auswirken Mußte. Diese Methode hat den Nachteil, daß die Langschienen nur unterhalb der- neutralen Temperatur verlegt werden können, da bereits bei neutraler Temperatur Lückenschluß herrschen müßte, während bei Temperaturen oberhalb der neutralen Temperatur die Schienen bereits mit Druckspannung ausgerüstet sein müßten, was nicht ohne weiteres möglich ist. Die Verlegung unterhalb der neutralen Temperatur nach dieser Methode ist jedoch wiederum nur in einem sehr engen Temperaturbereich möglich, denn je weiter die Verlegungstemperatur z> unter der neutralen liegt, um so, größer wer-.den bei Verwendung längerer Teilschienen
    Verlegung "slück-en. Nach oberbautech-
    .h",rg,zhen Regeln ist aber nur ein beschränktes
    (max. etwa 16 bis 20 MM) ZU1äSSig.
    ,-#z2: Aus diesen Erwägungen heraus hat man
    auch versucht, Schienen normaler Länge ge- mäß vorgeschriebener Lückentabelle betriebsfertig zu verlegen, das Gleis dem Betrieb zu übergeben und es unabhängig von der herrschenden Temperatur in verleutem Zustand zu verschweißen oder sonstwie fugenlos zu verbinden, wobei man die Spannungsregulierung so vornahm, daß man durch Anwendung besonderer Pressen den Schienen nach Maßgabe,der herrschenden Temperatur auf künstlichern Wege Druck- oder Zugspannungen mitteilte, Dieses Verfahren erfordert zu seiner Durchführung tiefe Fachkenntnis, schwierige theoretische Erwägungen, peinlichste Einhaltung der Arbeitsvorschriften, besondere Maschinen usw.
  • 3. Zur Umgehung dieser Schwierigkeiten kann man ein fugenloses Langgleis mit Rücksicht auf die erforderliche Spannungsregulierung auch so herstellen, daß man die beiden Schienenstränge neben dem Gleisbett auf die erforderliche Länge verschweißt oder auf andere Art fugenlos verbindet, sie dann bei Eintritt der neutralen Temperatur in ihrer ganzen Länge in kürzester Zeit einschwenkt und sofort festmacht. Dieses Verfahren bedingt ein starkes Aufgebot an Arbeitern, außerdem erfordert das Abwarten ;des Eintritts der neutralen Temperatur und der schlagartige Einsatz der zahlreichen Arbeitskräfte ständige Bereitschaft ' Mit all ihrem Aufwand. Hinzu kommt noch, daß solche Bauarbeiten niemals in einem unter Betrieb stehenden Abschnitt gemacht werden können, daß vielmehr eine solche Arbeitsstelle durchaus als Neubaustrecke zu betrachten ist.
  • Alle diese Unzulänglichkeiten und Schwierigkeiten werden umgangen bei Anwendung des neuen Verfahrens gemäß der Erfindung. Dem Verfahren liegt ebenfalls die Aufgabe zugrunde, ein spannungsreguliertes, fugenloses Gleis herzustellen. Es löst die Aufgabe jedoch auf viel einfachere Weise, unter günstigeren Arbeitsbedingungen und mit geringsten Unkosten.
  • Das neue Verfahren zerlegt sich eigentlich in zwei, Arbeitsgänge: Zunächst wird bei beliebiger Temperatur abwechselnd aus Langschienen und verhältnismäßig kurzen Schienen durch rein mechanische Laschenverbindung ein betriebsfertiges Gleis hergestellt. Dabei können die Schienen lückenlos verlegt werden. Nunmehr kann der Betrieb über dieses Gleis hinweggehen. Bei Eintrittder neutralen Temperatur werden die Laschenverbindungen gelöst und die Kurzschienen herausgeworfen, sodann die beiden benachbarten Langschienen bis je zu ihrer Mitte von den Schwellen gelöst, so daß sie ungehindert und vollständig ausatmen können. Es istvorteilhaft, dieseMaßnahme gleich beiln erstmaligen Eintritt der neutralen Ternperatur zu treffen, jedoch spricht nichts dagegen, daß auch ein ein- oder mehn-naliges Über- bzw.Unterschreiten des neutralenTemperaturintervalls in Kauf genommen werden kann. Normalerweise sind bei Beginn wäriner-er oder kälterer Jahreszeiten die Temperaturbewegungen schwingungsförmig, so daß immer wieder ein Eintreten derb gewünschten neutralen Temperatur zu erwarten ist. Nunmehr wird eine in die neu entstandene Schienenlücke genau passende, #d. h. fugenlos abschließende Ausgleichschielie eingelegt und an beiden Enden. mit den Langschieneil verschweißt oder auf andere Art fugenlos verbunden.
  • Findet die Verlegungder abwechselnd angeordneten Lang- und Kurzschienen unterhalb der neutralen Temperatur bzw. des neutralen Temperaturintervalls statt, so erweist es sichvon ganz besonderem.Vorteil, an jedem Stoß zunächst eine, Lücke einzurichten, die der Dehnung der Langschiene bis zum Erreichen der neutralen Temperatur genau entspricht. Die Dehnung der Kurzschiene fällt gegen diejenige der Langschiene kaum ins Gewicht. Bei Eintritt der neutralen Temperatur steht dann die Ausgleichschiene nicht unter Druckspannung, so daß ihr Herausnehmen nicht mit Gefahr für die Arbeiter verbunden ist.
  • Da außerdem unter den gemachten Voraussetzungen bei neutraler Temperatur die Lül<-ken gerade gleich Null ge-,vorden sind, so-. erübrigt sich sogar das Auswechseln der Kurzschienen'gegen eine Ausgleichschiene. Diese Maßnahme ist jedoch nur bei Verlegungstemperaturen unterhalb der neutralen Temperatur möglich. Das so ausgeführte Verfahren .erinnert an das unter i beschriebene und bekannte Verfahren, unterscheidet sich aber ganz wesentlich von ihm dadurch, daß neben jeder Langschiene eine Schiene liegt, die im Verhältnis zur Langschiene ziemlich kurz ist und deren Längenänderung infolge Temperaturwechsels im Vergleich zu der der Langschiene fast vernachlässigt werden kann. Infolgedessen sind die auftretenden Längenänderungen und somit sämtliche Lückenmaße nur etwa halb so groß wie bei Verwendung von nur Langschienen, wo unzulässig große Lücken entstehen können. Dieses Vezfahren bewirkt also eine Aufteilung der unzulässig großen Lücke in zwei kleinere, zulässige Lücken.
  • Die Zeichnung stellt ein solches mittels Ausgleichschiene fugenlos herzustellendes Gleis dar. 'c und c, sind die Ausgleichschienen, a, b und al, b, sind- die beiderseits liegend-en Langschienen.
  • Ein nachdem neuen Verfahren hergestelltes fugenloses# Langgleis ist zunächst spannungslos und hat bei anderen als der neutralen Temperatur immer die Spannung, die es haben muß. Seine Herstellung ist im Verhältnis zu den anderen bekannten Verfahren mit den geringsten Schwierigkeiten, dem geringsten Aufwand und den geringsten Kosten verbunden. Theoretische Erwägungen sowie Berechnungen sind gänzlich überflüssig. Für die Durchführung ler Spannungsregulierung ist lediglich das Abwarten des neutralen Temperaturintervalls erforderlich, was man jedem auch =geschulten Mann überlassen kann. Irgeaidwelche Apparate sind nicht nötig, die Betriebsfähigkeit des Gleises wird nicht unterbrochen, die Arbeiten können evtl. sogar während einer längeren Betriebspause ausgeführt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCIIE: i. Verfahren zur Herstellung eines spannungsregulierten, fugenlosen Langgleises, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst Langschienen und Kurzschienen abwechselnd bei beliebiger Temperatur betriebsfähig verlegt und verlascht werden, worauf dann bei Eintritt des neutralen Temperaturintervalls die- Kurzschienen herausgenommen und nach Lockern der Langschienenbefestigung eine jeweils in die nunmehr vorhandene Lück-, genau passende Ausgleichschiene eingelegt und mit den Langschienen verschweißt oder auf eine andere Art starr verbunden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei beliebiger Temperatur ' unterhalb des neutralen Temperaturintervalls Langschien-en und E-urzschienen abwechselnd mit einer dem Ab- stand der Verlegungstemperatur von der neutralen Temperatur entsprechenden Lücke verlegt werden, worauf bei Eintritt des neutralen Temperaturintervalls die Schienen von den Schwellen gelockert, nach einem beliebigen Verfahren ver-,schweißt oder auf andere Art starr verbunden unddann auf den Schwellen festgemacht werden.
DER94557D 1935-10-26 1935-10-26 Verfahren zur Herstellung eines spannungsregulierten, fugenlosen Langgleises Expired DE637817C (de)

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DER94557D DE637817C (de) 1935-10-26 1935-10-26 Verfahren zur Herstellung eines spannungsregulierten, fugenlosen Langgleises

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DER94557D DE637817C (de) 1935-10-26 1935-10-26 Verfahren zur Herstellung eines spannungsregulierten, fugenlosen Langgleises

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DE637817C true DE637817C (de) 1936-11-04

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DER94557D Expired DE637817C (de) 1935-10-26 1935-10-26 Verfahren zur Herstellung eines spannungsregulierten, fugenlosen Langgleises

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DE (1) DE637817C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5878952A (en) * 1995-05-08 1999-03-09 Powell; Thomas M. Modular robot auxiliary axis system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5878952A (en) * 1995-05-08 1999-03-09 Powell; Thomas M. Modular robot auxiliary axis system

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