DE622636C - Verfahren zur Entgiftung von Tabakrauch - Google Patents
Verfahren zur Entgiftung von TabakrauchInfo
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- DE622636C DE622636C DEI45215D DEI0045215D DE622636C DE 622636 C DE622636 C DE 622636C DE I45215 D DEI45215 D DE I45215D DE I0045215 D DEI0045215 D DE I0045215D DE 622636 C DE622636 C DE 622636C
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24D—CIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES FOR CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
- A24D3/00—Tobacco smoke filters, e.g. filter-tips, filtering inserts; Filters specially adapted for simulated smoking devices; Mouthpieces for cigars or cigarettes
- A24D3/06—Use of materials for tobacco smoke filters
- A24D3/16—Use of materials for tobacco smoke filters of inorganic materials
- A24D3/166—Silicic acid or silicates
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- Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
Description
- Verfahren zur Entgiftung von Tabakrauch Es ist bekannt, zum Kühlen und Entgiften des Tabakrauches Adsorptionsmittel, wie Kieselgur, aktive Kieselsäure, Bimsstein, Fließpapier, mit Eisenchloridlösungen getränkten Zellstoff oder Baumwolle usw., zu verwenden. Diese Stoffe besitzen jedoch alle eine zu geringe entgiftende Wirksamkeit. Man hat weiterhin vorgeschlagen, Tabakrauch dadurch zu entgiften, daß man ihn mit poröser Kohle, insbesondere aktiver Kohle, in Berührung bringt, wodurch eine weitgehende Entgiftung erreicht werden soll. Ein Nachteil der porösen Kohle besteht aber darin, daß sie nicht nur ,die Gifte, z. B. .das Nicotn; entfernt, sondern auch die das Aroma gebenden Stoffe, so daß der Rauch einen schalen Geschmack annimmt.
- Es wurde nun gefunden, .daß man eine weitgehende Entgiftung des Tabakrauches ohne Schädigung der Aromastoffe erreichen kann, wenn man ihn mit ganz oder zum Teil entwässerten Metallhydraten, vorzugsweise entwässertem porösem Tonerdehydrat, in Berührung bringt. Auch völlig oder- teilweise entwässerte Hydrate des Eisens, Chroms oder Zinns sind benutzbar. Die Metallhydrate können. gelartigeBeschaffenheit besitzen; ihre Anwendung erfolgt in an sich bekannter Weise, z. B. als Einlage in das Mundstück von Zigaretten oder Pfeifen.
- Zwecks Verwendung der Metallhydrate -als Einlage in Pfeifen ist es zweckmäßig, die Hydrate in körniger Form in eine zylindrische Blechhülse mit perforiertem Boden und perforiertem abnehmbarem. Deckel zu füllen und diese Hülse im Rohr oder im Mundstück der Pfeife unterzubringen. Man kann auch aus den Metallhydraten einen grobporigen bzw. von Kanälen durchzogenen Formkörper, z. B. einen Zylinder oder eine Filterplatte, herstellen und diesen im Pfeifenrohr oder -köpf unterbringen. Es kann auch eine Pfeife benutzt werden, die im Kopf oder Rohr außerdem noch eine Filterplatte oder einen Filterstab oder ein Filterrohr aus keramischem Material u. dgl. oder Filterpapier zwecks vorhergehender Entfernung von Teerbestandteilen eingelagert enthält, wobei zweckmäßig der Stab oder das Rohr aus porösem Material an ,der Mantelfläche gasundurchlässig gemacht wird. Auch Gemische aus mehreren Metallhydraten unter sich sind verwendbar. Bei Verwendung der Metallhydrate in Zigarren und Zigaretten kann man die Hydrate .schon bei der Herstellung der Zigarren usw. am Mundende einrollen oder sie im Mundstück derZigarette un erbringen. Ebenso kann man sie auch als nlage in Zigarrenspitzen oder Zigarettenröl rchen benutzen. Auch hierbei kann man- die Metallhydrate als lose Körper oder als zylindrische, konische oder plattenförmige grobporige Formkörper verwenden, die man z. B. in der Weise herstellt, daß man Rotschlamm zusammen mit Zement oder einem anderen Bindemittel mitHilfe von Saponin oder anderen Schaummitteln oder mit Hilfe gaserzeugender Stoffe, z. B. Ammoniumcarbonat, in einen Schaum überführt, diesen durch Erhitzen verfestigt und durch-mechanische Behandlung die gewünschte Form gibt oder zuerst formt `und :dann erhitzt. Beispiel Käufliches Tonerdehydratpulver, das eisenhaltig sein kann, wird zwecks Peptisation mii etwas Salpetersäure und-Wasser längere Zeii in einer Kugelmühle gemahlen, wobei die Wassermenge derart gewählt wird, daß nach Beendigung des Mahlprbzesses eine gerade noch fließende Paste entsteht, die auf Blechen bei etwa ioo° getrocknet wird. Die Paste wird sodann auf geeignete Korngröße, etwa o,5 bis i bzw. 1 bis 2 mm, gebracht und dann längere Zeit bis auf etwa 55o° erhitzt, wobei dieSalpetersäure sich verflüchtigt. Das poröse Produkt enthält etwa g1 °/Q Aluminiumoxyd und 90/, Wasser. Es wird in der üblichen Weise zur Entgiftung von Tabakrauch verwendet.
- Mit gutem Erfolg kann man auch auf 400 bis 6oo° erhitzten amerikanischen - Bauxit (Trihydrat) als Entgiftungsmittel verwenden.
- Die überlegenheit der ganz oder teilweise entwässerten Metallhydrate als Entgiftungsinittelgegenüber den bekannten Adsorbentien zeigt nicht nur die subjektive Prüfung durch den Raucher, sondern diese ergibt sich auch aus objektiven Versuchen. Die besondere Wirksamkeit sei an Hand nachstehenderVergleichsversuche gezeigt, bei :denen als bekanntes Adsorptionsmittel engporiges Kieselgel, das als. wirksames Adsorbens bekannt ist, benutzt wurde.
- Der Rauch einer brennenden Zigarette' würde mittels einer Wasserstrahlpumpe durch ein Glasröhrchen und darauf durch eine mit destilliertem Wasser gefüllte Waschflasche gesaugt, wobei die Strömungsgeschwindigkeit -in allen Fällen gleich groß war. Das Glasröhrchen war bei dem blinden Versuch leer, bei den anderen Versuchen- enthielt es je 5 ccm Adsorbens '(Hydrat bzw. Kieselsäuregel). Die in der Waschflasche erhaltene, je nach der Wirksamkeit des Adsorbens mehr oder weniger gefärbte bzw. stärker oder schwächer riechende Flüssigkeit wurde darauf mit dem Stalagometer untersucht. Die hierbei ermittelte Tropfenzahl stellt ein Maß für die entgiftende Wirkung,des Adsorbens dar. Die relative Wirksamkeit des jeweils verwendeten Adsorbens wurde aus der Formel errechnet, wobei bedeuten Tbi -gemessene Tropfenzahl -beim Blindversuch, T" - gemessene Tropfenzahl bei Verwendung des Adsorbens, T", -gemessene Tropfenzahl von destilliertem Wasser. Es wurde folgendes Ergebnis festgestellt:
In .gleicher Weise werden folgendeHydrate untersucht: z. Amerikanischer Bauxit (Trihydrat), der durch kurzes Erhitzen auf 400° auf einen Wassergehalt von 17,7°/o entwässert war (Versuch i). 2. Amerikanischer Bauxit (Trihydrat) durch 2stündiges Erhitzen auf 4oo° auf einen Wassergehalt von 3,0'Q entwässert (Versuch 2). 3. Poröse Tonerde, hergestellt gemäß den Angaben des obigen Beispiels mit der Maßgabe, daß sie statt direkt auf 55o° zunächst nur auf 300° erhitzt wurde, worauf sie gründlich gewaschen und sodann auf 55o° erhitzt wurde, bis der Wassergehalt nur mehr 2 Q/, betrug, das Wasser also praktisch vollständig ausgetrieben war (Versuch 3). 4.. Weitporiges Tonerdegel, das nach dem Verfahren des Patents 561713 hergestellt war und dessen Wassergehalt io,go°/Q betrug (Versuch 4). 5. Poröses Eisenoxyd, das in folgender Weise erhalten wurde: 5o°/" Wasser enthaltender Rotschlamm wunde auf einen Wassergehalt von :250/0 entwässert, sodann brikettiert, gekörnt und gesiebt: Die Körner von i bis @2 mm Korngröße wurden gewaschen, bei 12o° getrocknet und bis auf einen Wassergehalt von 21/" also praktisch vollständig entwässert (Versuch 5). 6. Wie bei 5, mit der Maßgabe, daß die Körner nur bis auf einen Wassergehalt von 1o °/Q entwässert waren (Versuch 6).relative Wirksamkeit: Engporiges Kieselgel . . . . . . . . . 17 Tonerde gemäß dem vorgenann- ten Beispiel . . . . . . . . . . . . . . . 49 - Die angegebenen Wassergehalte beziehen sich auf die betr. Oxyde.
- Für die relative Wirksamkeit wurden folgende Werte erhalten:
Versuch i , . . . .. . . . . . . . . . . 30 - 2 ............... 50 - 3 ...............6o 4 ... . ........... ..........65 - 5 ..... -.......... 50 - 6 ............... 51.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: ' Verfahren zur Entgiftung von Tabak rauch mittels poröser Stoffe, .dadurch gekennzeichnet, daß man hierzu ganz oder zum Teil entwässerte Metallhydrate, insbesondere entwässertes Tonerdehydrat, verwendet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI45215D DE622636C (de) | 1932-09-03 | 1932-09-03 | Verfahren zur Entgiftung von Tabakrauch |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI45215D DE622636C (de) | 1932-09-03 | 1932-09-03 | Verfahren zur Entgiftung von Tabakrauch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE622636C true DE622636C (de) | 1935-12-03 |
Family
ID=7191477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI45215D Expired DE622636C (de) | 1932-09-03 | 1932-09-03 | Verfahren zur Entgiftung von Tabakrauch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE622636C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003070367A1 (en) * | 2002-01-29 | 2003-08-28 | Blaskovics, Tamás | Method for production of a pseudoboehmite adsorbing agent, the adsorbent product and its application |
-
1932
- 1932-09-03 DE DEI45215D patent/DE622636C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003070367A1 (en) * | 2002-01-29 | 2003-08-28 | Blaskovics, Tamás | Method for production of a pseudoboehmite adsorbing agent, the adsorbent product and its application |
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