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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Kommunikationssysteme im Allgemeinen
und ein, auf einem Zeitmultiplex/Zeitduplex-TDMA/TDD-(Time Division Multiple
Access/Time Division Duplex)-System beruhendes Verfahren zur Verwaltung
eines Übertragungsmittels,
das einer Mehrzahl von Stationen in einem drahtlosen lokalen Netzwerk
(WLAN) mit einem Zugangspunkt gemeinsam ist.
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2. Stand der Technik
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Im
OSI-(Open System Interconnect)-Modell der ISO (Internationale Organisation
für Normung) werden
die Daten in Paketen zwischen Schichten ausgetauscht. Jedes in einer
bestimmten Schicht empfangene Paket ist mit einer für diese
Schicht spezifischen Reihe von Verschlüsselungsparametern verschlüsselt. Diese
Parameter sollten durch Netzwerkverwaltungsmittel gegeben sein.
Das OSI-Modell definiert eine Sicherungsschicht, die dafür zuständig ist,
die physischen Ressourcen zwischen einer Mehrzahl von Stationen
aufzuteilen. Sie besteht aus zwei Unterschichten, nämlich der
Logical Link-(LL)-Unterschicht und der Medium Access Control-(MAC)-Unterschicht. In
einem Zeitmultiplexsystem steuert die MAC-Unterschicht den einer
bestimmten Station zum Senden zugewiesenen Zeitraum sowie die Verschlüsselungsparameter
der Bitübertragungsschicht,
um eine bessere Leistung für
die auf dieser Station laufenden Anwendungen bereitzustellen. Die
MAC-Unterschicht bearbeitet eine Reihe von MAC-Signalisierungsnachrichten,
um einer Mehrzahl von Stationen die Teilnahme zu ermöglichen,
um die physische Ressource zu teilen, wobei diese Reihe von Nachrichten
von dem jeweils verwendeten MAC-Protokoll abhängt.
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Die
MAC-Protokolle sind geeignet, entweder ein dezentrales Zuweisungssystem,
wie z. B. Carrier Sense Multiple Access/Collision Detection (CSMA/CD),
zu verwalten, das ein Konkurrenzzugriffsystem darstellt, oder ein
zentrales Zuweisungssystem, wie beispielsweise TDMA.
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Eine
CSMA/CA-fähige
Station hört
zuerst das Medium ab und sendet nur dann Pakete, wenn das Medium
unbesetzt ist. Wenn das Medium besetzt ist, versucht das Medium
nach einer zufälligen
Rückzugszeit
erneut einen Zugriff. Um die Übertragung des
Paktes sicherzustellen, wartet die Station für jedes gesendete übertragene
Paket auf eine Bestätigung
des Empfängers.
Daraus folgt, dass das CSMA/CA-System Bereitschaftszeit und zufällige Rückzugsintervalle
einführt,
während
derer das Medium unbenutzt bleibt, was auch dann zu einer Verschwendung
von Übertragungsressourcen
führt,
wenn keine Kollision vorliegt. Zudem steigt die sich daraus ergebende
Konkurrenz exponentiell mit der Anzahl der Stationen im Netzwerk.
Außerdem
bietet CSMA/CA keine Garantie hinsichtlich der Übertragungsverzögerung oder
den Dienstgütebedingungen,
da mit diesem Zugriffsystem kein System zur Reservierung von Bandbreite
möglich
ist. Darüber
hinaus müssen
die Stationen das Medium ständig
abhören,
da sie jederzeit eine Nachricht erhalten können. Tatsächlich entschlüsseln sie
alle empfangenen Nachrichten, um die für eine andere Station vorgesehenen
Nachrichten herauszufiltern. Diese Besonderheit führt dazu,
dass manche Funktionen nur schwer umgesetzt werden können, z.
B. die Energiesparfunktion, die im Zusammenhang von batteriebetriebenen
drahtlosen Stationen wünschenswert
sein kann.
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Im
Gegensatz dazu wird in einer MAC-Schicht, die auf einer zentralen
Zuweisung von Netzwerkübertragungsressourcen,
wie z. B. einem Zeitmultiplex/Zeitduplex-TDMA/TDD-Zugriffsystem, beruht, die
Ressource in Zeitabschnitte unterteilt, die jeweils einer bestimmten
Station zugewiesen werden, wobei die Zuweisung durch eine geeignete Netzwerkeinheit
ausgeführt
wird. Diese Art des Zugriffsystems ermöglicht die Durchsetzung einiger Dienstgütebedingungen,
wie etwa ein Mindestdurchsatz oder eine Maximalverzögerung,
und die Aktivierung erweiterter Energiesparfunktionen.
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In
einem solchen zentralen Zugriffsystem ist es jedoch schwierig, eine
schnelle Reaktionsfähigkeit zwischen
dem Zeitpunkt, an dem eine Station Übertragungsressour cen anfordert,
und dem Zeitpunkt, zu dem der Station die Übertragungsressource tatsächlich zugewiesen
wird, zu erreichen. Der Grund dafür ist die Komplexität des für die Erzielung
eines zentralen Zuweisungssystems benötigten MAC-Protokolls, das
einen wichtigen Signalisierungs-Overhead einführt. Diese Art von Zugriffsystem
ist besser für
zellulare Netzwerkarchitekturen geeignet, in denen die zentrale
Zuweisungseinheit auch eine Netzübergangsfunktion
zu einem externen Netz umfasst. Die Referenz
US 2002/0141355 beschreibt ein
solches zentrales Zugriffsystem in einem Netzwerk, das auf einer
klassischen Funktelefonnetzwerkarchitektur beruht, in dem die tragbaren
Vorrichtungen nicht direkt miteinander, sondern nur durch Basisstationen kommunizieren.
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Dieses
Zugriffsystem ist für
die Verwaltung von Direktübertragung
zwischen Stationen nicht wirklich geeignet.
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Die
Referenz
WO/063806 beschreibt
ein Verfahren zur Verwaltung eines Übertragungsmittels, das einer
Reihe von Vorrichtungen in einem Netzwerk gemeinsam ist. Ein Zuordner
ist für
die Zuweisung eines Zeitintervalls zu einer bestimmten Vorrichtung
im Netzwerk zuständig.
Dieses System kann vorteilhaft für
Direktübertragung
zwischen Stationen des Netzwerks eingesetzt werden.
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Ein
weiteres Beispiel wird in der
US 2002/141355 offenbart.
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
die Erhöhung
der Flexibilität
eines solchen Zugriffsystems vor.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Angesichts
des voranstehend Genannten besteht Bedarf an einem TDMA/TDD-MAC-Protokoll, das
durch Bereitstellung einer schnelleren Reaktionsfähigkeit Übertragungsverzögerung gewährleistet,
während
es gleichzeitig den Signalisierungs-Overhead verringert, insbesondere für Direktübertragung
zwischen Stationen.
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In
einem ersten Aspekt schlägt
die Erfindung ein Verfahren zur Verwaltung von einem Übertragungsmittel
vor, das einer Menge von drahtlosen Netzwerkvorrichtungen, die eine
Mehrzahl von Stationen und eine Funkressourcenverwaltungs-RRM-(Radio Ressource
Management)-Einheit umfassen, gemeinsam ist, wobei das Verfahren
auf einem Zeitteilungsplan beruht, der von der Funkressourcenverwaltungseinheit
(RRM) ausgeführt
wird, und folgende Schritte umfasst:
- – Bereitstellen
einer Reihe von Rahmenzeitintervallen FTIs (Frame Time Intervals),
- – Unterteilen
jedes Rahmenzeitintervalls in eine bestimmte Anzahl n von Zeitintervallen
TI (Time Intervals) von denen jedes eine entsprechende Dauer (D)
aufweist, wobei n eine bestimmte ganze Zahl ist, und
- – Reservieren
des Besitzes von zumindest einem Zeitintervall für eine Gruppe von Zeitintervallbesitzervorrichtungen
(TOG) (group of TI owner devices), die aus der Menge von Vorrichtungen
ausgewählt
werden, wobei die TOG eine bestimmte Anzahl k von Übertragungsvorrichtungen
umfasst, die während
des Zeitintervalls über
das Übertragungsmittel übertragen
dürfen,
und ein bestimmte Anzahl m von Empfangsvorrichtungen, die während des
Zeitintervalls das Übertragungsmittel
abhören,
wobei m und k jeden streng positiven ganzzahligen Wert annehmen
können,
wobei ein Medium Access Control-(MAC-)Paket eines MAC-Protokolls
während
des für
die Zeitintervallbesitzergruppe reservierten Zeitintervalls übertragen
wird, wobei das MAC-Paket eine variable Länge aufweist und umfasst: sowohl
einen oder mehrere Datenblöcke
als auch zumindest ein Signalisierungsinformationselement, das Informationen
umfasst, die zumindest eine Empfangsstation für jeden der Datenblöcke anzeigen.
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In
einem zweiten Aspekt schlägt
die Erfindung ein Verfahren zur Verwaltung von einem Übertragungsmittel
vor, das einer Menge von drahtlosen Netzwerkvorrichtungen, die eine
Mehrzahl von Stationen und eine Funkressourcenverwaltungseinheit umfassen,
gemeinsam ist, das auf einem Zeitteilungsplan beruht, der von der
Funkressourcenverwaltungseinheit (RRM) ausgeführt wird, wobei die Reihe von
Vorrichtungen zumindest eine Untermenge von Vorrichtungen umfasst,
die eine Lokale Funkressourcenverwaltungs-L-RRM-(Local RRM)-Einheit
umfassen, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- – Bereitstellen
einer Reihe von Rahmenzeitintervallen,
- – Unterteilen
jedes Rahmenzeitintervalls in eine bestimmte Anzahl n von Zeitintervallen
von denen jedes eine entsprechende Dauer (D) aufweist, wobei n eine
bestimmte ganze Zahl ist,
- – Reservieren
zumindest eines Zeitintervalls nur für die lokale Funkressourcenverwaltungseinheit
- – Unterteilen
des Zeitintervalls der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit
in q lokale Zeitintervalle, von denen jedes eine entsprechende Dauer
hat, wobei q eine bestimmte ganze Zahl ist, und
- – Reservieren
des Besitzes von zumindest einem lokalen Zeitintervall für eine Gruppe
von Lokalzeitintervallbesitzervorrichtungen, die aus der Untermenge
von Vorrichtungen ausgewählt
sind, wobei die Lokalzeitintervallbesitzergruppen eine bestimmte
Anzahl r von Übertragungsvorrichtungen umfasst,
die während
des lokalen Zeitintervalls über
das Übertragungsmittel übertragen
dürfen, und
eine bestimmte Anzahl s von Empfangsvorrichtungen, die während des
lokalen Zeitintervalls das Übertragungsmittel
abhören,
wobei r und s streng positive ganze Zahlen sind.
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Es
ist wichtig, zu beachten, dass in der folgenden Beschreibung ein
bestimmter Zeitraum für eine
Gruppe von Vorrichtungen reserviert werden kann, d. h. wenn alle
Vorrichtungen während
des Zeitraums empfangen und senden können, und genauer kann ein
bestimmter Zeitraum einer bestimmten Vorrichtung in der Gruppe von
Vorrichtungen zugewiesen werden, d. h. wenn die bestimmte Vorrichtung
während
des Zeitraums senden kann.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der
folgenden Beschreibung klarer. Diese erfolgt lediglich zum Zweck der
Erläuterung
und ist in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen zu lesen.
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1 zeigt
die Struktur der beiden nachfolgenden Rahmenzeitintervalle, die
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung für
einige Stationen reservierte Zeitintervalle enthalten,
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2 ist
eine Ansicht eines beispielhaften Stapels von Protokollschichten,
in dem die Übertragungsressource
gemäß einem
Ausführungsbeispiel der
Erfindung verwaltet wird,
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3 zeigt
ein beispielhaftes MAC-Protokollformat, das gemäß dem MAC-Protokoll der Erfindung verwendet wird,
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4 zeigt
die erfindungsgemäße Verwendung
des gemeinsam genutzten Mediums,
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5 ähnelt 4 wobei
manche Felder mit weiteren Details versehen sind,
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6 zeigt
eine beispielhafte Anwendung der Erfindung, in dem die MAC-Unterschicht mehrere Bildübertragungsschichten
(PHY levels) verwaltet.
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BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
Erfindung ist in jedem drahtlosen lokalen Netzwerk einsetzbar, das
eine Reihe drahtloser Netzwerkvorrichtungen umfasst, die eine Mehrzahl
von Stationen umfassen. Dieses Netzwerk umfasst ferner eine Funkressourcenverwaltungseinheit.
Die Funkressourcenverwaltungseinheit kann in einer der Vorrichtungen
im Netzwerk eingebaut sein oder an einer anderen beliebigen Stelle
im Netzwerk verteilt sein. Zum leichteren Verständnis ist die Funkressourcenverwaltungseinheit
in der folgenden Beschreibung in einer bestimmten Station eingebaut.
Die Mehrzahl von Stationen, die geeignet und befugt sind, Signalisierungen
oder Datenpakete auszutauschen, wird als das Netzwerk bezeichnet.
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In
einem Ausführungsbeispiel
wird die Erfindung auf eine MAC-Unterschicht in den Schichten des
OSI-Modells angewandt. Anders ausgedrückt wird nun ein erfindungsgemäßes MAC-Protokoll
beschrieben.
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Das
hier beschriebene MAC-Protokoll beruht auf einem zentralen Zuweisungssystem
der Übertragungsressource
und genauer auf einem TDMA/TDD-Zugriffsystem, und stützt sich
auf eine Zeitunterteilung in Zeitabschnitte mit fester Größe, die
im Folgen den Rahmenzeitintervalle genannt werden. Die folgende Beschreibung
offenbart eine Struktur und eine Verwendung dieser Rahmenzeitintervalle
in einem bestimmten Netzwerk, das durch die Funkressourcenverwaltungseinheit
gemäß einen
Ausführungsbeispiel
der Erfindung verwaltet wird.
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Die
Funkressourcenverwaltungseinheit ist dafür zuständig, die Übertragungsressource für die Stationen
zu reservieren. Um dieses Ziel zu erreichen, unterteilt die Funkressourcenverwaltungseinheit
jedes Rahmenzeitintervall in bestimmte n Zeitintervalle von variabler
Dauer (D) und gekennzeichnet Zeitintervall(i), für i = 0 bis n – 1. Die
Anzahlen n und die Dauer (D)(i) werden durch die Funkressourcenverwaltungseinheit
pro Rahmenzeitintervall bestimmt. Die Zeitintervalle werden chronologisch
angeordnet, wobei Zeitintervall(0) das erste Zeitintervall in einem
bestimmten Rahmenzeitintervall ist und Zeitintervall(n – 1) das
letzte. Die Rahmenstruktur 11 in 1 stellt
dieses Zeitteilungssystem dar, wobei Rahmenzeitintervall(0) 12 und
Rahmenzeitintervall(1) beide in 4 Zeitintervalle unterteilt sind.
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Die
Funkressourcenverwaltungseinheit reserviert den Besitz jedes Zeitintervalls
jedes Rahmenzeitintervalls für
eine aus dem Netzwerk ausgewählte
Gruppe von Zeitintervall(i)-Besitzervorrichtungen TOG(i) (group
of TI owner device). Eine bestimmte Zeitintervallbesitzergruppe
umfasst eine bestimmte Anzahl k von Übertragungsvorrichtungen, die
während
des Zeitintervalls(i) übertragen
dürfen, und
eine bestimmte Anzahl m von Empfangsstationen, die während des
Zeitintervalls(i) das Medium abhören
dürfen.
In einer bevorzugten Ausführungsform
bestimmt die Funkressourcenverwaltungseinheit dynamisch pro Rahmenzeitintervall
die Werte von n und D(i) sowie die Anzahl m und k von Zeitintervallbesitzergruppen,
wobei der Übertragungsbedarf
aller Stationen des Netzwerks berücksichtigt werden, die durch
eine Reihe von MAC-Signalisierungsnachrichten empfangen werden.
Letztere werden hier nicht beschrieben.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden die vorab definierten Werte n und, für i = 0 bis n – 1, D(i),
Zeitintervallbesitzergruppe(i) mit der jeweiligen Kennung für die m
Empfangsstationen und die k Übertragungsstationen
in einem speziellen Zeitintervall jedes Rahmenzeitintervalls angekündigt. Dieses spezielle
Zeitintervall ist vorzugs weise Zeitintervall(0) mit einer variablen
Länge,
die von den vorab definierten Werten abhängt. Zeitintervall(0) wird
von allen Stationen im Netzwerk verzeichnet, d. h. ihre jeweilige
Zeitintervallbesitzergruppe(0) umfasst alle Stationen des Netzwerks.
Zeitintervall(0) wird der Funkressourcenverwaltungseinheit am Anfang
jedes Rahmenzeitintervalls zugewiesen und muss von allen Stationen
entschlüsselt
werden. Dies führt
dazu, dass jede Station des Netzwerks die Struktur jedes Rahmenzeitintervalls
kennt und zwar zu einem Zeitpunkt, der dem Anfang des Rahmenzeitintervalls
entspricht. Insbesondere ist jede Station dank der Information der
Zeitintervallbesitzergruppen in der Lage, für jedes Rahmenzeitintervall
zu bestimmen, wenn es ihm erlaubt sein wird, zu senden, und wenn
es Nachrichten empfangen soll. Anders ausgedrückt, vermeiden die Zeitintervallbesitzergruppen,
dass alle Stationen das Medium während
des gesamten Rahmenzeitintervalls abhören müssen, wenn sie nicht senden.
Nur die Stationen, für
die Nachrichten innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls vorgesehen sind,
müssen
das Medium abhören,
wogegen andere Stationen des Netzwerks sich während dieses Zeitintervalls
in den Schlafmodus versetzen können.
Daher kann der Stromverbrauch pro Zeitintervall gesenkt werden.
Dieses besondere Zeitintervall wird von der Funkressourcenverwaltungseinheit
verwendet, um nur Signalisierungsinformationen zu übertragen,
daher wird Zeitintervall(0) als ein Signalisierungszeitintervall
STI (Signalling TI) bezeichnet.
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Ein
anderes besonderes Zeitintervall kann als ein Konkurrenzzeitintervall
(CTI – Contention
TI) verwendet werden. Anders ausgedrückt kann unter Verwendung einer
Reihe von einem oder mehreren Konkurrenzzeitintervallen ein unterteiltes ALOHA-Zugriffsystem umgesetzt
werden. In einer bevorzugten Ausführungsform haben alle Konkurrenzzeitintervall
dieselbe Dauer, die durch die Verwaltung des Netzwerks definiert
werden sollte, und eine bestimmte Zeitintervallbesitzergruppe, die
alle Stationen des Netzwerks als Übertragungsstationen und die
Funkressourcenverwaltungseinheit als vorzugsweise die einzige Empfangsstation
definiert. Anders ausgedrückt
dürfen
alle Stationen alle Konkurrenzzeitintervalle verwenden, um mit der
Funkressourcenverwaltungseinheit zu kommunizieren. Dieses Konkurrenzzeitintervall
wird vorteilhaft dazu verwendet, um, beruhend auf der Menge von
MAC-Signalisierungsnachrichten,
zwischen einer Station und der Funkressourcenverwaltungseinheit
anfänglichen Nachrichtenaustausch
zu ermöglichen,
um der Funkres sourcenverwaltungseinheit zu ermöglichen, dieser Station in
einem oder mehreren der nächsten Rahmenzeitintervalle Übertragungsressource
zuzuweisen. Es kann auch von Stationen verwendet werden, wenn ihnen
kein Zeitintervall zugewiesen worden ist. Es kann jedoch Konkurrenz
auftreten, wenn mehrere Stationen versuchen, auf dasselbe Konkurrenzzeitintervall
zuzugreifen, was zu Fehler im Empfänger führt, den die Funkressourcenverwaltungseinheit
darstellt. Folglich wird vorzugsweise durch die Funkressourcenverwaltungseinheit
im nächsten Rahmenzeitintervall
eine Bestätigung
jedes Konkurrenzzeitintervalls zurückgeschickt und im Fall eines Übertragungsfehlers
wird die Rückübertragung
durch die Übertragungsstation
nach Ablauf eines zufälligen Zeitraums
ausgeführt,
dies gemäß dem ALOHA-Zugriffsystem. Das
Konkurrenzzeitintervall kann nur verwendet werden, um Signalisierungsnachrichten zu
senden. Alle Konkurrenzzeitintervalle in einem bestimmten Rahmenzeitintervall
werden in einem Konkurrenzzeitintervallblock zusammengefasst, um
den Signalisierungs-Overhead zu verringern.
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Mit
Ausnahme der beiden speziellen, oben beschriebenen Zeitintervalle,
nämlich
Signalisierungszeitintervall und Konkurrenzzeitintervall, wird jedes
so genannte normale Zeitintervall für eine Gruppe von Stationen
reserviert, wird jedoch nur einer Station zugewiesen. Anders ausgedrückt darf
in einer bevorzugten Ausführungsform
während
eines normalen Zeitintervalls nur eine Station übertragen.
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1 stellt
die Zeitintervalle für
zwei aufeinander folgende Rahmenzeitintervalle mit ihrem jeweiligen
Zeitintervallbesitzergruppen dar. In dem gezeigten Beispiel umfasst
das Netzwerk drei Stationen, die als STA #1, STA #2 und STA #3 bezeichnet
werden. Nun wird das erste Rahmenzeitintervall detailliert beschrieben,
die Beschreibung des zweiten Rahmenzeitintervalls kann dann leicht
abgeleitet werden. Das erste Rahmenzeitintervall (0) umfasst 4 Zeitintervalle (n
= 4). Gemäß Zeitintervallbesitzergruppe(0)
ist Signalisierungszeitintervall für alle Stationen reserviert. Die
Funkressourcenverwaltungseinheit ist die einzige Übertragungsstation.
Stationen STA #1, STA #2 und STA #3 sind Empfangsstationen. Gemäß Zeitintervallbesitzergruppe(1)
ist Zeitintervall(1) für
die Funkressourcenverwaltungseinheit und Station #1 reserviert,
wobei die Funkressourcenverwaltungseinheit die Übertragungsstation und STA
#1 die Empfangsstation ist. Gemäß Zeitintervallbesitzergruppe(2)
ist Zeitintervall(2) für
Station #2 als Übertragungsstation
und für
die Funkressourcenverwaltungseinheit und Station #2 als Empfangsstationen reserviert.
Gemäß Zeitintervallbesitzergruppe(3)
ist Zeitintervall(3) für
Station #1 als Übertragungsstation und
für die
Funkressourcenverwaltungseinheit als Empfangsstation reserviert.
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Wie
oben beschrieben, werden Merkmale jedes Zeitintervalls(i), seine
Position innerhalb des Rahmenzeitintervalls, zu dem es gehört, und
seine Dauer D(i) dynamisch durch die Funkressourceneinheit bestimmt.
Es ist zu beachten, dass die Dauer D(i) eines bestimmten Zeitintervalls(i)
der Zeit entspricht, die erforderlich ist, um ein Bitübertragungs-PHY-Paket über das
Medium zu senden. Folglich hängt
die Berechnung von D(i) eines Zeitintervalls(i) erstens von der
Größe des MAC-Pakets
in Bits und zweitens vom Bitübertragungsverkapselungssystem
ab, das weiter von den Bitübertragungsverschlüsselungsparametern
abhängt
und einen durch die Bitübertragungsschicht
eingefügten
Overhead ergibt. Eine Umrechnungsfunktion stellt die Dauer D(i)
in der Bitübertragungsschicht
des Zeitintervalls als eine Funktion einer Anzahl von Bits bereit,
die der Größe des im
Bitübertragungspaket
eingekapselten MAC-Pakets entspricht. Die Funkressourcenverwaltungseinheit verwendet
diese Umrechnungsfunktion durch den Bitübertragungsdienstzugangspunkt. 2 stellt
die Entsprechung zwischen der Dauer D(i) des Zeitintervalls und
der Größe eines
MAC-Pakets dar, das vor der Übertragung über das
Medium von der Bitübertragungsschicht
eingekapselt wurde.
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In
einem bestimmten normalen Zeitintervall wird ein MAC-Paket durch
die Übertragungsstation der
entsprechenden Zeitintervallbesitzergruppe gesendet und steht zum
Empfang durch alle anderen Stationen der entsprechenden Zeitintervallbesitzergruppe
bereit. Auf der Seite der Empfangsstationen entschlüsselt die
Bitübertragungsschicht
während des
gesamten Zeitintervalls Daten.
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Das
MAC-Paket kann unterschiedliche Teile umfassen, die mit jeweils
unterschiedlichen Parametern in der MAC-Schicht bzw. der Bitübertragungsschicht
entschlüsselt
und gesendet werden können. Es
ist ein vorgegebener Parametersatz bestimmt und implizit allen Stationen
bekannt, so dass vom Empfänger
keine zusätzliche
Signalisierung benötigt
wird, um die Daten zu entschlüsselt.
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Ein
bestimmtes Zeitintervall wird von den Stationen gemäß den folgenden
Regeln verwendet:
- – Signalisierung und/oder Datenstrom
sind für
in der jeweiligen Zeitintervallbesitzergruppe umfasste Empfangsstationen
vorgesehen,
- – wenn
das bestimmte Zeitintervall ein Konkurrenzzeitintervall ist, umfasst
es nur Signalisierungsinformationen,
- – wenn
das bestimmte Zeitintervall ein Signalisierungszeitintervall ist,
ist es der Funkressourcenverwaltungseinheit zugewiesen und umfasst
nur Signalisierungsinformationen, nämlich eine Beschreibung des
jeweiligen Rahmenzeitintervalls.
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Bei
einem normalen Zeitintervall darf die jeweilige Übertragungsstation entweder
Signalisierungspakete und/oder Datenpakete senden und genauer darf
die Übertragungsstation
pro Zeitintervall den Anteil von Signalisierung und Daten in einem
bestimmten Zeitintervall dynamisch anpassen. Ein solches System
verbessert die Reaktionsfähigkeit
der MAC-Schicht während
es die MAC-Signalisierung verringert, die allgemein durch ein zentrales
Zugriffsystem hervorgerufen wird. Es ist zu beachten, dass mehrere
Signalisierungs- und/oder Datenpakete in einem einzigen MAC-Paket
zusammengefasst sind, selbst wenn diese Pakete für verschiedene, von der entsprechenden
Zeitintervallbesitzergruppe umfasste Stationen vorgesehen sind.
Daraus folgt, dass all diese Stationen dieses einzelne MAC-Paket
empfangen, da die Bitübertragungsschicht
sie gleichzeitig an sie alle sendet.
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Nachdem
das Zeitteilungssystem oben beschrieben wurde, stellen die folgenden
Abschnitte detailliert ein beispielhaftes MAC-Protokoll dar, das auf
einem neuen MAC-Paketformat
beruht, das die Optimierung der Verwendung der oben definierten Rahmenzeitintervalle
und Zeitintervalle ermöglicht.
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3 stellt
das allgemeine Format eines MAC-Pakets gemäß dem hier berücksichtigten
Beispiel dar. Das MAC-Paket umfasst einen kurzen Header-Teil 31 und
einen Signalisierungsteil 32 von variabler Länge. Beide
Teil sind durch einen CRC-Code 33 geschützt und dem Signalisierungsteil
angefügt. Der
Header-Teil enthält
eine Datenfeld 35, das die Länge des Signalisierungsteils 32 anzeigt.
Außerdem
kann das MAC-Paket einen Datenteil 34 von variabler Länge umfassen.
Datenteil 34 enthält
einen oder mehrere Datenblöcke 37,
von denen jeder für eine
bestimmte, zu der Zeitintervallbesitzergruppe gehörende Empfangsstation
vorgesehen ist.
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Der
Signalisierungsteil 32 umfasst ein oder mehrere Signalisierungsinformationselemente
(SIE) 36. In einem in einem Signalisierungszeitintervall übertragenen
MAC-Paket sind die
ersten n – 1
SIEs Zeitintervall-Descriptor-SIEs (TID-SIE). Sie enthalten, wie
oben erklärt,
die Beschreibung der nachfolgenden n – 1, im Rahmenzeitintervall
umfassten Zeitintervalle. Jedes Zeitintervall-Descriptor-SIE umfasst
die folgende Information:
- – Kennung der Übertragungsstation,
- – Position
des Zeitintervalls innerhalb des Rahmenzeitintervalls,
- – D(i),
und
- – Liste
der Kennungen der Empfangsstationen.
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Die
folgenden SIEs können
ein Konkurrenzzeitintervallblock-Descriptor-SIE im jeweiligen Rahmenzeitintervall
und ein Konkurrenzzeitintervallblock-Bestätigungs-SIE sein, das der Bestätigung in Bezug
auf den im vorhergehenden Rahmenzeitintervall umfassten Konkurrenzzeitintervallblock
entspricht. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Konkurrenzzeitintervallblockbestätigung eine Bitmap,
die eine Statusinformation über
die in den Konkurrenzzeitintervallen des vorhergehenden Rahmenzeitintervalls
gesendeten MAC-Pakete enthält. Wenn
beispielsweise ein MAC-Paket
im Konkurrenzzeitintervall mit Stellung i im Konkurrenzzeitintervallblock
ordnungsgemäß empfangen
wurde, wird das Bit mit Stellung i in der Bitmap der Konkurrenzzeitintervallblockbestätigung auf
eins gesetzt. Wenn das MAC-Paket im Konkurrenzzeitintervall nicht
ordnungsgemäß empfangen
wurde oder wenn kein MAC-Paket während
des Konkurrenzzeitintervalls übertragen
wurde, wird das Bit in Stellung i zurückgestellt. Beim Empfang der
Konkurrenzzeitintervallblockbestätigung
prüft die
Station das Bit, das dem Konkurrenzzeitintervall entspricht, das
sie in dem vorhergehenden Rahmenzeitintervall verwendet hat, um
zu bestimmen, ob das in diesem be stimmten Konkurrenzzeitintervall
gesendete MAC-Paket ordnungsgemäß empfangen
wurde. Falls nicht, kann die Station unter Verwendung eines späteren Konkurrenzzeitintervalls
gemäß dem unterteilten ALOHA-Zugriffsystem
eine neue Übertragung
des MAC-Pakets versuchen. Die Konkurrenzzeitintervallblock-Descriptor-SIE
umfasst die Anzahl von Konkurrenzzeitintervallen in dem Konkurrenzzeitintervallblock
und die Position des letzteren. Wie oben erklärt wurde, wird ein Konkurrenzzeitintervall
nicht verwendet, um einen Datenteil zu senden. Daher enthält ein während eines
Konkurrenzzeitintervalls gesendetes MAC-Paket keinen Datenteil 34.
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Was
ein MAC-Paket betrifft, das einen Datenteil 34 enthält, ist
die erste SIE eine Datenteil-Descriptor-SIE, die eine Beschreibung
aller Datenblöcke
des Datenteils umfasst. Die Datenteil-Descriptor-SIE ermöglicht einer
bestimmten Station zu bestimmen, ob einer oder mehrere der Datenblöcke im Datenteil
für sie
selbst vorgesehen sind, und falls dies der Fall ist, ihre Position
im MAC-Paket zu bestimmten. Datenteil-Descriptor-SIE umfasst ein Feld pro
beschriebenem Datenblock. Jedes Feld umfasst die folgende Information:
- – Liste
der Kennungen der Empfangsstationen,
- – Menge
der für
den Datenblock verwendeten Ressource (Größe)
- – Satz
von Bitübertragungsparametern,
die für
die Verschlüsselung
des Datenblocks verwendet wurden,
- – Satz
von MAC-Parametern, die für
die Verschlüsselung
des Datenblocks verwendet wurden.
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Die
MAC- und Bitübertragungsverschlüsselung
kann pro Datenblock angepasst werden.
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Die
Merkmale des Datenblocks werden durch die Übertragungsstation bestimmt
und in der Datenteil-Descriptor-SIE des Signalisierungsteils gesendet,
der dem jeweiligen Datenteil vorangeht.
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Natürlich können manche
Funktionen der Sicherungsschicht andere, durch eine besondere Art von
Kennung gekennzeichnete SIEs erzeugen, die für alle in der Zeitintervallbesitzergruppe
umfassten Stationen vorgesehen sein können.
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Jede
Empfangsstation einer bestimmten Zeitintervallbesitzergruppe entschlüsselt den
Signalisierungsteil des empfangenen MAC-Pakets und führt ein
CRC-Prüfverfahren
durch. Wenn die CRC-Prüfung
fehlschlägt,
wird das gesamte MAC-Paket
verworfen. Wenn die CRC-Prüfung
erfolgreich ist, werden SIEs gemäß ihrer
Typenkennung gedeutet.
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Der
Inhalt der Datenblöcke
wird in der vorliegenden Beschreibung nicht beschrieben.
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4 stellt
ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dar, bei dem ein Rahmenzeitintervall in 4 Zeitintervalle
unterteilt wird: Signalisierungszeitintervall, Zeitintervall(1),
Zeitintervall(2) und einen Konkurrenzzeitintervallblock.
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Ein
Signalisierungszeitintervall umfasst, wie oben beschrieben, die
Beschreibung des jeweiligen Rahmenzeitintervalls. Das erste Zeitintervall-Descriptor-SIE 41 beschreibt
ein Zeitintervall(1) mit seiner jeweiligen Zeitintervallbesitzergruppe(1),
die die Station #1 als die Sendestation und die Funkressourcenverwaltungseinheit
als die Empfangsstation umfasst. Das zweite Zeitintervall-Descriptor-SIE 42 entspricht
der Beschreibung von Zeitintervall(2) und enthält Zeitintervallbesitzergruppe(2)
mit Station #2 als Übertragungsstation
und der Funkressourcenverwaltungseinheit und Station #1 als Empfangsstationen. Das
Signalisierungszeitintervall umfasst ferner ein Konkurrenzzeitintervallblock-Descriptor-SIE 43,
das die Beschreibung des Konkurrenzzeitintervallblocks umfasst und
das Konkurrenzzeitintervallblock-Bestätigungs-SIE 44, das
der Bestätigung
des Konkurrenzzeitintervallblocks des vorhergehenden Rahmenzeitintervalls
entspricht.
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Zudem
zeigt 4 das von der Station #1 an die Funkressourcenverwaltungseinheit
gesendete MAC-Paket. Dieses MAC-Paket enthält ein Datenteil-Descriptor-SIE 45,
gefolgt von einem CRC-Code 46, wobei dieses Datenteil-Descriptor-SIE
den Datenblock #1 47 mit den jeweiligen Empfangsstationen beschreibt.
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Zeitintervall(2)
ist der Übertragungsstation #2
zugewiesen, die es verwendet, um einen Datenblock #1 48 an
die Funkressourcenverwaltungseinheit und einen Datenblock #2 49 an
Station #1 zu senden. Das erste SIE des MAC-Pakets ist, wie oben erklärt, ein
Datenteil-Descriptor-SIE, das Datenblöcke #1 und #2 beschreibt. Station
#2 verwendet Zeitintervall(2) auch, um zusätzliche Signalisierungsnachrichten-SIE
#2 und SIE #3 zu senden. Hier wird Zeitintervall(2) vorteilhaft
durch Senden von Signalisierung und Daten an zwei verschiedene Stationen im
selben MAC-Paket während
desselben Zeitintervalls verwendet.
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Der
Konkurrenzzeitintervallblock, der von allen Stationen im Netzwerk
verwendet werden könnte, wird
hier nur von Station #3 verwendet, um SIE #3 zu senden. SIE #3 wird
natürlich,
wie alle während
eines Konkurrenzzeitintervalls gesendeten Pakete, an die Funkressourcenverwaltungseinheit
gesendet.
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Nun
wurde voranstehend ein MAC-Protokoll beschrieben, das an das Zeitteilungssystem
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angepasst ist. Der nächste Abschnitt offenbart eine
Protokollerweiterung desselben, das wieder auf der Anwendung der
Idee der Erfindung beruht, mit einem Zeitintervall zusätzlich zu
einem Rahmenzeitintervall. Tatsächlich
kann die Rahmenzeitintervallstruktur rekursiv innerhalb eines Zeitintervalls
wiederholt werden, um die Flexibilität weiter zu verbessern. Zur
Erleichterung des Verständnisses
führt der
folgende Abschnitt diese Protokollerweiterung detailliert aus.
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Diese
Protokollerweiterung setzt voraus, dass das Netzwerk zumindest eine
Station mit einer lokalen Funkressourcenverwaltungs-L-RRM-(Local RMM-)Einheit
umfasst. In diesem Fall weist die Funkressourcenverwaltungseinheit
der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit ein normales Zeitintervall
zu, wobei die entsprechende Zeitintervallbesitzergruppe nur die
lokale Funkressourcenverwaltungseinheit umfasst. Daraus folgt, dass
die Funkressourcenverwaltungseinheit die Funkressourcenverwaltung
an die lokale Funkressourcenverwaltungseinheit dezentralisiert.
Diese lokale Funkressourcenverwaltungseinheit unterteilt das Zeitintervall
in mehrere lokale Zeitintervalle (local Tls), die als lokales Zeitintervall(i)
bezeichnet werden. Die lokale Funk ressourcenverwaltungseinheit verwaltet
ein so genanntes lokales Netzwerk von Stationen und kann lokales
Zeitintervall(i) für
Stationen dieses lokalen Netzwerks dynamisch gemäß ihren Bedürfnissen reservieren. Am Anfang
ihres zugewiesenen Zeitintervalls sendet sie ein lokales Zeitintervall(0).
Lokales Zeitintervall(0) umfasst die Beschreibung der nachfolgenden,
im selben Zeitintervall der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit
umfassten lokalen Zeitintervalle, die für Lokalzeitintervallbesitzergruppen
(Local TOG – L-TOG)
reserviert sind, und wird als Signalisierungslokalzeitintervall
(SL-TI – Signalling
L-TI) bezeichnet. Das Format und der Inhalt von Signalisierungslokalzeitintervall ähneln dem
Format und dem Inhalt von Signalisierungszeitintervall, mit der
Ausnahme, dass das Signalisierungslokalzeitintervall im Gegensatz
zum Signalisierungszeitintervall im Rahmenzeitintervall einen Datenteil
enthalten kann. Die von einer Lokalzeitintervallbesitzergruppe umfassten
Stationen verwenden das Signalisierungslokalzeitintervall auf dieselbe
Weise, wie die von der Zeitintervallbesitzergruppe umfassten Stationen
das Zeitintervall verwenden.
-
In
dieser Protokollerweiterung, ist das für die lokale Funkressourcenverwaltungseinheit
reservierte Zeitintervall, das als Zeitintervall der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit
bezeichnet wird, besonders in dem Sinne, das es verwendet werden
kann, um mehrere MAC-Pakete zu übertragen.
Genauer enthält
das Zeitintervall zumindest Signalisierungslokalzeitintervall und
ein MAC-Paket pro reserviertem lokalem Zeitintervall. Alle vom lokalen
Netzwerk, das von der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit verwaltet
wird, umfassten Stationen entschlüsseln Signalisierungszeitintervall,
um ein für
ihre lokale Funkressourcenverwaltungseinheit reserviertes Zeitintervall
zu identifizieren. Die einem solchen Zeitintervall entsprechende
Zeitintervallbesitzergruppe umfasst nur die lokale Funkressourcenverwaltungseinheit.
Dann entschlüsseln
diese Stationen das von der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit
gesendete Signalisierungslokalzeitintervall, um die Position der
jeweiligen lokalen Zeitintervalle zu bestimmen. Abhängig von
den Lokalzeitintervallbesitzergruppen dürfen die Stationen MAC-Pakete
(Signalisierungs- oder Datenpakete) senden oder sie hören das
Medium ab, um MAC-Pakete zu empfangen, die von anderen Stationen
des von der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit gesteuerten
lokalen Netzwerks gesendet werden.
-
Während eines
lokalen Zeitintervalls gesendete MAC-Pakete weisen dasselbe Format
auf wie während
eines Zeitintervalls gesendete und in 3 dargestellte
MAC-Pakete. Der
Signalisierungsteil 32 umfasst ein oder mehrere SIEs auf
dieselbe Weise, wie in dem oben beschriebenen Verfahren. Daher werden
die lokalen Zeitintervalle im Lokalzeitintervall-Descriptor-SIE
beschrieben, das in dem Signalisierungslokalzeitintervall des Zeitintervalls
der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit enthalten ist.
-
Da
ein Rahmenzeitintervall ein oder mehrere Konkurrenzzeitintervalle
umfassen kann, die in einem Konkurrenzzeitintervallblock zusammengefasst sein
können,
kann ein Zeitintervall der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit
ein oder mehrere Konkurrenzlokalzeitintervalle umfassen, die in
einem Konkurrenzlokalzeitintervallblock zusammengefasst sein können, der
durch ein Konkurrenzlokalzeitintervallblock-Descriptor-SIE beschrieben
werden, das in dem Signalisierungslokalzeitintervall des entsprechenden
Zeitintervalls der lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit umfasst
ist. Das Signalisierungslokalzeitintervall kann auch ein Konkurrenzlokalzeitintervallblock-Bestätigungs-SIE
(Local-CBA-SIE – L-CBA-SIE)
umfassen.
-
5 stellt
diese Protokollerweiterung dar. Signalisierungszeitintervall des
bestimmten Rahmenzeitintervalls beschreibt zwei Zeitintervalle,
von denen das erste, Zeitintervall(1), für Station STA #1 reserviert
ist und das zweite, Zeitintervall(2), für Station STA #2 reserviert
ist. Station STA #1 sendet während
des Zeitintervalls(1) ein MAC-Paket, das einen Datenblock umfasst.
Station STA #2 verwendet das Zeitintervall(2) als ein Zeitintervall 54 der
lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit. Dieses Zeitintervall der
lokalen Funkressourcenverwaltungseinheit umfasst Signalisierungslokalzeitintervall 51,
lokales Zeitintervall(1) 52 und lokales Zeitintervall(2) 53.
Signalisierungslokalzeitintervall 51 umfasst zwei lokale Zeitintervall-Descriptor-SIEs,
die der Beschreibung von lokalem Zeitintervall(1) 52 und
lokalem Zeitintervall(2) 53 entsprechen, wobei lokales
Zeitintervall(1) 52 für
die Station STA #16 und lokales Zeitintervall(2) für Station
STA #17 reserviert ist. Signalisierungslokalzeitintervall 51 umfasst
ferner einen Datenteil mit seinem entsprechenden Datenteil-Descriptor-SIE. Die
Station STA #16 verwendet das lokale Zeitintervall(1) 52,
um ein MAC-Datenpaket an die Station STA #17 zu übertragen. Die Station STA
#17 verwendet das lokale Zeitin tervall(2) 53, um ein MAC-Datenpaket
an die Station STA #2 (d. h. die lokale Funkressourcenverwaltungseinheit)
zu übertragen.
-
Dieses
Erweiterungsprotokoll stellt durch Dezentralisierung eines Teils
des Zuweisungsverfahrens an eine oder mehrere lokale Funkressourcenverwaltungseinheiten
mehr Flexibilität
bereit. Diese Lösung
kann nützlich
sein, um zusätzliche
Dienste in ein modulares Netzwerk zu integrieren und dabei gleichzeitig
die ursprüngliche
Architektur zu erhalten. Die lokale Funkressourcenverwaltungseinheit
kann auf die Verarbeitung von Datenströmen spezialisiert sein, die
von einer bestimmten Anwendung erzeugt werden. Die Zuweisung sollte
aus folgenden Gründen
dezentralisiert sein:
- – eine Station ist eine Anwendungsvermittlungsstelle
und die Ressourcenzuweisung wird von dieser Vermittlungsstelle aus
effizienter durchgeführt als
von der Funkressourcenverwaltungseinheit aus.
- – manche
Stationen sind aus physikalischen Gründen nicht geeignet, um Pakete
an die Funkressourcenverwaltungseinheit zu senden,
- – eine
Gruppe von Stationen setzt eine andere Bitübertragungsschicht ein, als
die der Funkressourcenverwaltungseinheit und benötigt für ihre Kommunikation ein reserviertes
Zeitintervall, da sie dasselbe Funkfrequenzband verwendet.
-
6 stellt
dar, wie die Protokollerweiterung an eine Bitübertragungsschicht angepasst
werden kann, die Übertragungsressource
auf mehreren simultanen Kanälen
bereitstellt. In diesem Fall verwaltet die Funkressourcenverwaltungseinheit
von allen Kanälen
bereitstellte Ressource und teilt sie unter allen Stationen auf.
Es wird vorausgesetzt, dass die Rahmenzeitintervalle aller Kanäle synchronisiert
sind und dass die Funkressourcenverwaltungseinheit am Anfang jedes
Rahmenzeitintervalls auf jedem Kanal ein Signalisierungszeitintervall
sendet. Auf einem bestimmten Kanal gesendetes Signalisierungszeitintervall
beschreibt die nur diesem Kanal zugewiesenen Zeitintervalle. Das
Format des Signalisierungszeitintervalls und die Verwendung der
Zeitintervalle in jedem Kanal durch die Station bleiben ähnlich wie
im Basisprotokoll.
-
Für jede Station
ist eine Untermenge von Kanälen
definiert. In einer bevorzugten Ausführungsform wird diese Untermenge
von Kanälen
durch Informationen definiert, die während eines Anfangsverfahrens
ausgetauscht werden, das über
einen voreingestellten Kanal zwischen den Stationen und der Funkressourcenverwaltungseinheit
ausgeführt
wird. 6 zeigt ein Beispiel in dem:
- – die Kanaluntermenge
von Station STA #1 den Kanal #0, den Kanal #1 und den Kanal #n umfasst,
- – die
Kanaluntermenge von Station STA #2 den Kanal #0 umfasst,
- – die
Kanaluntermenge von Station STA #3 den Kanal #0 umfasst,
- – die
Kanaluntermenge von Station STA #4 den Kanal #1 und #n umfasst,
- – die
Kanaluntermenge von Station STA #5 den Kanal #n umfasst.
-
Die
Funkressourcenverwaltungseinheit führt die Ressourcenzuweisung
für eine
bestimmte Station auf allen Kanälen
jeder Untermenge aus. Folglich sind die Stationen gezwungen, gleichzeitig
Signalisierungszeitintervall auf jedem Kanal ihrer entsprechenden
Untermenge zu entschlüsseln.
Gemäß ihren
jeweiligen Fähigkeiten
kann eine bestimmte Station gleichzeitig in mehreren Zeitintervallbesitzergruppen
umfasst sein, die zu Zeitintervallen gehören, die auf verschiedenen
Kanälen
zugewiesenen sind, wie in 6 gezeigt.
-
In
dem Beispiel gemäß 6 gilt
für das
gegebene Rahmenzeitintervall:
- – Kanal
#0 ist für
Stationen STA #1, STA #2 und STA #3 reserviert. Der Signalisierungszeitintervall definiert
3 Zeitintervalle und eine Konkurrenzzeitintervallblockbestätigung.
Das erste Zeitintervall weist eine Zeitintervallbesitzergruppe(1)
mit Station STA #1 als die Übertragungsstation
und der Funkressourcenverwaltungseinheit als die Empfangsstation
auf, das zweite hat eine Zeitintervallbesitzergruppe(2) mit Station
STA #2 als die Übertragungsstation
und der Funkressourcenverwaltungseinheit und Station STA #1 als
Empfangsstation. Das dritte Zeitintervall ist ein Konkurrenzzeitintervallblock.
Zeitintervall(1) wird von Station STA #1 verwendet, um einen Datenblock
an die Funkressourcenverwaltungseinheit zu senden. Zeitintervall(2)
wird von Station STA #2 verwendet, um einen ersten Datenblock #1
an die Funkressourcenverwal tungseinheit und einen zweiten Datenblock
an Station STA #2 zu senden. Hier ist unbedingt zu beachten, dass
die Datenblöcke
#1 und #2, wie bereits beschrieben, im selben MAC-Paket gesendet
werden, das auf der Bitübertragungsschicht
zeitgleich gesendet wird. Der Konkurrenzzeitintervallblock enthält nur zwei Konkurrenzzeitintervalle,
von denen nur eines von Station STA #3 verwendet wird,
- – Kanal
#1 ist für
Station STA #1 und Station STA #4 reserviert. Signalisierungszeitintervall
beschreibt Zeitintervall(1), das eine Zeitintervallbesitzergruppe(1)
aufweist, die Station STA #4 als die Übertragungsstation und die
Funkressourcenverwaltungseinheit und Station STA #1 als Empfangsstation
umfasst. Zeitintervall(1) wird von Station STA #1 verwendet, um
einen Datenblock an die Funkressourcenverwaltungseinheit und einen weiteren
Datenblock an Station STA #1 zu senden, wobei diese Datenblöcke im selben MAC-Paket
enthalten sind,
- – Kanal
#n ist für
die Stationen STA #1, STA #4 und STA #5 reserviert. Signalisierungszeitintervall beschreibt
Zeitintervall(1), das eine Zeitintervallbesitzergruppe(1) aufweist,
die Station STA #4 als die Übertragungsstation
und Station STA #1 und die Funkressourcenverwaltungseinheit als
die Empfangsstationen umfasst. Station #4 verwendet Zeitintervall(1),
um einen Datenblock an Station STA #1 zu senden. Zeitintervall(2)
wird mit Zeitintervallbesitzergruppe(2) beschrieben, die Station
#5 als die Übertragungsstation
umfasst. Es wird von Station #5 verwendet, um drei SIEs an die Funkressourcenverwaltungseinheit
zu senden.
-
Aus
dem vorangehenden wird deutlich, dass, obwohl zur Erläuterung
spezielle erfindungsgemäße Ausführungsformen
beschrieben wurden, viele Modifikationen vorgenommen werden können, ohne
den Geltungsbereich der Erfindung zu verlassen. Folglich ist die
Erfindung nur durch die beigefügten
Ansprüche
begrenzt.