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Die
vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet der elektrischen
Isolierung. Insbesondere hat sie flüssige Zusammensetzungen für die Herstellung
von Lacken, deren Herstellungsverfahren, die aus diesen Zusammensetzungen
erhaltenen wärmegehärteten Lacke
sowie ein Verfahren zur Herstellung solcher Lacke und deren Verwendung
zur elektrischen Isolierung zum Gegenstand.
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Der
Stand der Technik schlägt
verschiedene Lösungen
von Lacken vor, die verwendbar sind auf dem Gebiet der elektrischen
Isolierung. Es ist zum Beispiel bekannt, Lacke zu verwenden, die
erhalten sind aus ungesättigten
Polyestern, die Styrol, Vinyltoluol oder ein anderes reaktives Verdünnungsmittel
enthalten, das dem Polyester eine geringe Viskosität, eine
große
Reaktivität
bei Hitze sowie eine gute Stabilität bei Umgebungstemperatur verleiht.
Solche Lacke zeigen sicher hervorragende elektrische Isoliereigenschaften,
einschließlich
bei Temperaturen von 200°C
für die
Leistungsfähigsten,
aber die Polymerisation bei Hitze, die notwendig ist zur Bildung
des Lacks, zieht die Emission von flüchtigen organischen Verbindungen
mit sich, was Gewichtsverluste in der Größenordnung von 15 bis 25% herbeiführt, was
einen Hauptnachteil darstellt. Es ist daher vorgeschlagen worden,
Verdünnungsmittel
mit hohem Klarpunkt zu verwenden wie Diallylphtalat, was es erlaubt,
die Emission von flüchtigen
organischen Verbindungen (VOC) zu vermindern, um Gewichtsverluste in
der Größenordnung
von 8 bis 10% zu erreichen. Diese Lösungen bleiben hingegen unzureichend,
um die Emissionen in die Atmosphäre
zu vermindern, um den immer strengeren Umweltnormen zu entsprechen.
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Um
zu versuchen, diesen Anforderungen zu entsprechen, schlägt die unter
der Nummer
WO 97/25362 veröffentlichte
Patentanmeldung vor, gegebenenfalls gesättigte Polyesterharze, gegebenenfalls
in Form eines Gemisches zu verwenden, wobei diese Harze frei von
reaktiven Monomeren sind. Die aus solchen Harzen erhaltenen Lacke
weisen hingegen verminderte mechanische und adhäsive Leistungsfähigkeiten
auf, was deren Anwendungen begrenzt. Die Verwendung solcher Harze
zieht zum Beispiel eine beträchtliche
Schrumpfung bei der Polymerisation mit sich, was beträchtlich
die mechanischen Eigenschaften beeinflußt und Risse nach sich zieht,
die den elektrischen Isoliereigenschaften schaden können.
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Der
Stand der Technik schlägt
auch vor, Isolierharze auf Epoxidbasis zu verwenden, was es ermöglicht,
die Anforderungen, die mit der Umwelt verbunden sind, zu respektieren,
sofern der Einsatz von Verdünnungsmitteln
mit niedrigem Klarpunkt nicht notwendig ist. Die mechanischen Eigenschaften
solcher Lacke sind bekannt als überlegen
zu jenen der Polyester, aber die Epoxidharze weisen den Nachteil
auf, schwach reaktiv bei Hitze zu sein. Die Zugabe von Beschleunigern
ist notwendig, um diese Reaktivität zu verbessern und so die
Polymerisationszeit zu vermindern, aber zieht zusätzlich häufig eine
Verminderung der Stabilität
bei Umgebungstemperatur mit sich.
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Um
zu versuchen, die Vorteile zu erhalten, die einerseits verbunden
sind mit den Harzen vom Polyestertyp und andererseits mit den Harzen
vom Epoxidtyp, ist vorgeschlagen worden, diese Harztypen in Form eines
Gemisches oder von "Elends" oder, wie es die
unter der Nummer
WO 99/10405 veröffentlichte
Patentanmeldung vorschlägt,
in Form von Copolymeren zu verwenden. Die Patentanmeldung
WO 99/10405 beschreibt die
Verwendung eines Polyesters, der reich an Säurerestfunktionen ist, um diese
Säurefunktionen
mit den Epoxidfunktionen eines Epoxidharzes reagieren zu lassen,
um ein Copolymer auszubilden. Da die Viskositäten der eingesetzten Harze
noch zu hoch sind, verwenden alle Beispiele der vorliegenden Patentanmeldung
reaktive Verdünnungsmittel
wie Vinyltoluol, die erneut zu große atmosphärische Emissionen mit sich
bringen.
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In
diesem Zusammenhang gibt es daher ein Bedürfnis für flüssige Verbindungen, die zur
Herstellung von Lacken verwendbar sind, wobei diese Lacke gute mechanische
Eigenschaften und Adhäsionseigenschaften
sowie elektrische Isoliereigenschaften aufweisen müssen.
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Diese
Zusammensetzung muß gleichfalls
hinsichtlich Reaktivität
und Polymerisationszeit befriedigende Polymerisationseigenschaften
sowie eine gute Stabilität
bei Umgebungstemperatur aufweisen.
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Eine
andere Aufgabe, auf deren Lösung
die vorliegende Erfindung abzielt, ist es, eine Zusammensetzung
für Isolierlacke
vorzuschlagen, bei der die Polymerisation bei Hitze eine geringe
Emission von VOC mit sich bringt.
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Die
vorliegende Erfindung hat daher eine flüssige Zusammensetzung für die Lackherstellung
zum Gegenstand, umfassend:
- – ein durch Dicyclopentadien-Gruppen
modifiziertes Polyesterharz, sowie
- – ein
Epoxidharz und einen an das Epoxidharz angepaßten Härter.
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Die
Systeme aus Polyesterharz und Epoxidharz dieser Zusammensetzung
sind kompatibel und mischbar derart, daß später nach Polymerisation zwei
interpenetrierende Netzwerke von wärmehärtbaren Polymeren erzeugt werden
können.
Darüber
hinaus ist diese Zusammensetzung frei von Styrol, Vinyltoluol und
Diallylphtalat.
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Die
Zusammensetzung gemäß der Erfindung
erlaubt es, nach Polymerisation bei Hitze einen Lack zu erhalten,
der die Eigenschaften des Polyesterharzes und die Eigenschaften
des Epoxidharzes kombiniert. Die Zusammensetzung gemäß der Erfindung
ist daher eine viskose Flüssigkeit,
die, einmal erhitzt, sich schnell verflüssigt, um bei einer hohen Temperatur
zu polymerisieren und zwei interpenetrierende Netzwerke von Polymeren
zu erzeugen, deren Polymerketten sich physisch während der Polymerisation jedes
der beiden Polymere durchdringen. Die Gelifizierung und die Polymerisation
der beiden Netzwerke finden gleichzeitig statt. Da die beiden Harzsysteme
kompatibel und mischbar sind, das heißt, daß deren hauptsächliche
funktionellen Gruppen leicht gemischt werden können und daß deren Gelifizierungsgeschwindigkeit
und vorteilhaft Polymerisationsgeschwindigkeit vergleichbar sind,
ergibt die Zusammensetzung gemäß der Erfindung
nach Gelifizierung/Polymerisation ein relativ homogenes Polymernetzwerk,
wobei sich Epoxidpolymer und Polyesterpolymer gegenseitig durchdringen.
Man beobachtet daher kein Ausschwitzungsphänomen oder Trennungsphänomen der
beiden Polymernetzwerktypen.
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Im übrigen zeigt
die Zusammensetzung durch die Abwesenheit von Styrol und Vinyltoluol
den Vorteil, bei ihrer Gelifizierung/Polymerisation eine sehr geringe
Menge von VOC freizusetzen, vorteilhaft weniger als 2,5 Gewichtsprozent
im Verhältnis
zum Anfangsgewicht der Zusammensetzung.
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Die
vorliegende Erfindung hat auch ein Verfahren zur Herstellung einer
oben genannten Zusammensetzung zum Gegenstand, das die folgenden
Schritte umfaßt:
- a) Herstellen eines Polyesterharz-Systems,
das ein durch Dicyclopentadien-Gruppen
modifiziertes Polyesterharz umfaßt, durch Maleinsäureanydridhydrolyse,
an die sich eine erste Veresterung eines Teils der erhaltenen Säurefunktionen
mit einem Dicyclopentadienderivat, dann eine zweite Veresterung
der verbleibenden Säurefunktionen
mit einem Polyol anschließt,
und
- b) Mischen des Polyesterharz-Systems mit einem Epoxidharz und
einem an das Epoxidharz angepaßten Härter.
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Der
Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft auch wärmehärtende Lacke,
bestehend aus einem ersten polymeren Netzwerk aus Polyester, das
mit Dicyclopentadien-Gruppen modifiziert und mit einem zweiten polymeren
Netzwerk aus Epoxiden interpenetriert ist, wobei der Lack eine einzige
Glasübergangstemperatur
aufweist, sowie die wärmehärtbaren
Lacke, die geeignet sind, durch Polymerisation einer oben genannten
Flüssigzusammensetzung
erhalten zu werden.
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Die
vorliegende Erfindung hat auch ein Verfahren zur Herstellung eines
oben genannten Lackes zum Gegenstand, das die folgenden Schritte
umfaßt:
Gelierung einer oben genannten Zusammensetzung und Polymerisation
der auf diese Weise nach der Gelierung erhaltenen Präpolymere.
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Schließlich betrifft
die Erfindung auch die Verwendung einer Zusammensetzung oder eines
Lacks gemäß der Erfindung
für die
elektrische Isolierung von Elektroteilen wie Drähten, Wicklungen, Motoren,
Wechselstromgeneratoren, Transformatoren, Statoren oder Rotoren.
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Die
flüssige
Zusammensetzung gemäß der Erfindung
enthält
vor allem ein mit Dicyclopentadiengruppen modifiziertes Polyesterharz.
Dieses Polyesterharz ist eine sehr viskose Base, erhalten unter
Reagierenlassen von Maleinsäureanhydrid
und Dicyclopentadien zu einem ersten Zeitpunkt und dann Ausführen einer Veresterungsreaktion
durch Zugabe eines linearen Diols, bis eine sehr niedrige Säurezahl
erhalten wird.
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Der
erste Schritt, der darin besteht, das Maleinsäureanhydrid zu hydrolysieren,
und der Veresterungsschritt mit Cyclopentadien werden im allgemeinen
bei einer Temperatur nahe 100°C,
vorzugsweise unter oder gleich 130°C durchgeführt. Der nachfolgende Schritt
besteht darin, die überschüssigen Säurefunktionen
durch Polyolgruppen zu esterifizieren und wird bei einer höheren Temperatur
durchgeführt,
vorzugsweise über
150°C und
bevorzugt in der Größenordnung
von 200°C.
Diese beiden Schritte werden durch das Schema 1 hiernach veranschaulicht,
in welchem R eine geeignete Alkylgruppe ist.
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Die
verwendeten Polyole sind vorteilhaft lineare Diole, wie Polyetherdiole
wie Methylglycol oder Polypropylenglycol oder auch Diole mit einer
gesättigten
Alkankette wie Butandiol, Hexandiol, Methylpropandiol oder auch
Neopropylenglycol.
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Um
die Polymerisation durch späteres
Erhitzen zu erlauben, werden Katalysatoren des Polyesterharzes,
auch freie Radikalstarter genannt, vorteilhaft dem Polyesterharz
zugegeben. Man kann zum Beispiel Peroxide verwenden, oder auch Azo-bis-
oder Pinacol-Verbindungen. Als Peroxid wird man Di(tert.-Butylcyclohexyl)-Peroxidicarbonat,
tert.-Butylperoctoat, tert.-Butylperbenzoat, tert.-Peroxyisononanoat,
Dicumylperoxid oder Benzyolperoxid nennen können, als Benzopinacol wird
man den Starter BK, verkauft von der Gesellschaft BAYER nennen können und
als Azo-bis-Beispiel,
die Produkte, die verkauft werden von der Gesellschaft DUPONT DE
NEMOURS unter den Bezeichnungen VAZO V88 oder V67.
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Die
Flüssigzusammensetzung
gemäß der Erfindung
wird daher vorteilhaft ein ungesättigtes
Polyesterharz enthalten, das modifiziert ist mit Dicyclopentadiengruppen,
in Kombination mit einem freien Radikalstarter, der vorzugsweise
ein Peroxid sein wird.
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Die
Zusammensetzung gemäß der Erfindung
enthält
schließlich
ein Epoxid, in Verbindung mit einem angepaßten Härtermittel.
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Als
Epoxidharz wird man jedes Epoxidharz verwenden können, wie insbesondere beschrieben
in "Handbook of
Epoxy resins" von
LEE & NEVILLE
1982. Vorzugsweise werden Epoxidharze, deren Viskosität 15 Pa·s bei
25°C nicht überschreitet,
und insbesondere bifunktionelle Harze eingesetzt werden. Vorteilhaft
wird man aliphatische oder cycloaliphatische Epoxidharze verwenden
oder vorzugsweise Bis-Phenole A mit niedrigem Molekulargewicht,
Bis-Phenole F und deren Gemisch mit Bis-Phenolen A.
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Es
ist auch möglich,
ein flüssigeres
Epoxid zu verwenden, wie 1,6-Hexandiol-Diglycidylether in Kombination mit einem
anderen viskoseren Harz, um eine Viskosität unterhalb oder gleich 15
Pa·s
bei 25°C
zu erhalten.
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Insbesondere
werden die folgenden Epoxidharze verwendet werden können:
- – Epoxidharze,
die vertrieben werden von SHELL unter den Bezeichnungen EPON® 815,
827, 828 und 862,
- – Epoxidharze,
die vertrieben werden von DOW Chem unter den Bezeichnungen DER® 330,
331, 332, 358, 732 und 736,
- – Epoxidharz,
vertrieben von BAKELITS unter der Bezeichnung RUTAPOX® 166,
- – Epoxidharz,
vertrieben von EMS unter der Bezeichnung GRINOLIT® RV1812, und
das Epoxidharz, vertrieben von VANTICO unter der Bezeichnung ARALDITE® CY179.
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Das
Epoxidharz wird verwendet in Kombination mit einem Härter, der
dem Harz angepaßt
ist. Die Säureanhydride
sind insbesondere bevorzugt: Diese Härter erlauben eine Polymerisation
bei Hitze, aber verändern
nicht die Stabilität
des Epoxy-/Säureanhydridausgangsgemisches,
das sich für
mehrere Wochen bei Umgebungstemperatur hält. Insbesondere wird man die
Anhydride von flüssigen
Säuren
einer Viskosität
derart bevorzugen, daß sie
erlauben, eine Viskosität
bei 25°C
für ein
Epoxid-/Säureanhydridgemisch
zu erhalten, die unterhalb oder gleich 1200 mPa·s ist, und insbesondere die
Säureanhydride,
die vertrieben werden von der Gesellschaft LONZA, wie Methylhexahydrophtalsäureanhydrid
(MHHPA), Hexahydrophtalsäureanhydrid
(HHPA), Methyltetrahydrophtalsäureanhydrid
(MTHPA), Methylnadicanhydrid (MNA) oder Dodecenylsuccinsäureanhydrid
(DDSA).
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Im übrigen kann
das System von Epoxidharzen auch Epoxidbeschleuniger enthalten,
damit das System von Epoxidharzen eine Aufbewahrungsdauer von mehreren
Wochen bei Raumtemperatur hat, wobei es eine bei 100°C mögliche Polymerisationsreaktion
hat. Komplexe aus Boraminen oder Metallsalzen oder auch Salzen von
quaternärem
Ammonium werden verwendet werden können. Als Beispiel kann man
die Borkomplexe nennen, vertrieben von der Gesellschaft VANTICO
unter der Bezeichnung DY9577 oder von der Gesellschaft ANCHOR Chem
unter der Bezeichnung Anchor 1115 oder auch die Ammoniumsalze, vertrieben
von der Gesellschaft BETEC unter der Bezeichnung BTMAC oder auch
die Metallsalze vom Typ Eisenacetylacetonat, vertrieben von der
Gesellschaft HULS oder auch die Zink-Octa-Soligene, vertrieben von der Gesellschaft BORCHERS.
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Die
Zusammensetzung gemäß der Erfindung
ist gekennzeichnet durch die Tatsache, daß das System von Polyesterharzen
und das System von Epoxidharzen vergleichbare Gelzeiten aufweisen,
um beim Temperaturanstieg synchronisierte Polymerisationen zu erhalten
und so eine Interpenetration von jedem der beiden erhaltenen Polymernetzwerke.
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Die
beiden Polymerisationsmechanismen der beiden Netzwerke sind sehr
unterschiedlich und verbieten daher die Bildung eines Copolymers.
Die Polymerisation des ungesättigten
Polyesters geschieht daher nicht durch Radikalpolyaddition und wird
daher durch einen freien Radikalstarter erleichtert, der die Rolle
eines Katalysators spielt. Die Polymerisation des Epoxids an sich
erfordert die Gegenwart eines geeigneten Härters, zum Beispiel vom Säureanhydridtyp
und geschieht durch Polykondensation, das heißt Veresterung des Säureanhydrids
durch Epoxid. Die Gegenwart von Beschleunigerreagenzien erlaubt
es, die Gel-/Polymerisationszeiten einzustellen und Simultanität zu erhalten.
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Der
Fachmann wird daher gleichfalls verschiedene Verbindungen sowie
deren Starter wählen,
um gleichzeitig für
das System aus Polyesterharz und das System aus Epoxidharz Gelzeiten
zu erhalten, vorzugsweise zwischen 5 und 20 Minuten bei 150°C und weiter
bevorzugt 10 Minuten bei 130°C.
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Das
Gemisch der beiden Systeme von Polyester- und Epoxidharzen wird
im allgemeinen realisiert bei einer Temperatur nahe 50°C und man
erhält
daher eine flüssige
Zusammensetzung gemäß der Erfindung,
die kompatible Präpolymere
enthält,
die anschließend
gleichzeitig bei Temperaturen über
100°C unter
Verschlingung von deren Polymerketten polymerisiert werden können.
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Die
Zusammensetzung gemäß der Erfindung
zeigt eine Viskosität
unterhalb oder gleich 170 mPa·s
bei 100°C,
vorzugsweise kleiner oder gleich 130 mPa·s bei 100°C.
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Die
Zusammensetzung gemäß der Erfindung
enthält
vorzugsweise ein System von Epoxidharzen im Verhältnis von höchstens 35%, vorzugsweise 10
bis 30 Gewichtsprozent der Zusammensetzung. Das Härtungsmittel,
das dem Epoxidharz angepaßt
ist, ist vorteilhaft ein Säureanhydrid
und insbesondere ein Säureanhydrid,
derart, daß das
Epoxid-/Säureanhydridharzgemisch
eine Epprecht-Viskosität
kleiner oder gleich 1200 mPa·s
bei 25°C
aufweist.
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Man
wird insbesondere in vorteilhafter Weise ein Epoxidharzsystem verwenden,
das ein Molverhältnis von
0,50 bis 1,20, vorzugsweise von 0,80 bis 1,20, vorzugsweise von
0,90 bis 0,98 von Säureanhydridhärtungsmittel/Epoxidharz
hat, und 0,1 bis 5 Gewichtsprozent geeignetes Beschleunigungsmittel.
Vorteilhaft wird man ein Gemisch von 50 bis 60 Gewichtsprozent eines
Gemisches von Bis-Phenol A und Bis-Phenol F, von 40 bis 45 Gewichtsprozent
eines Methylnadicanhydrids und 1,5 bis 2,5 Gewichtsprozent eines
Bortrichloridaminkomplexes verwenden.
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Man
wird vorteilhaft ebenfalls ein Polyesterharzsystem verwenden, erhalten
aus 1 mol Dicyclopentadien für
0,8 bis 2 mol Maleinsäureanhydrid,
0,3 bis 1,5 mol Diol und 1 bis 10 Gewichtsprozent eines geeigneten freien
Radikalstarters. Vorteilhaft wird das Polyesterharzsystem erhalten
aus 25 bis 40 Gewichtsprozent Dicyclopentadien, 25 bis 35% Maleinsäureanhydrid,
20 bis 30 Gewichtsprozent 1,6-Hexandiol und 2 bis 7% tert.-Butylperoxybenzoat.
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In
dem Fall, daß es
wünschenswert
ist, später
eine Polymerisation des Polyesters auf radikalischem Wege zu haben,
die per UV gestartet wird, wird im übrigen die Zusammensetzung
gemäß der Erfindung
einen Fotostarter enthalten können,
wie zum Beispiel Fotostarter, die verkauft werden von der Gesellschaft
CIBA unter den Bezeichnungen IRGACURE® 184,
819 oder 907 und von der Gesellschaft BASF unter der Bezeichnung LUCIRIN® TPO.
Diese Fotostarter werden in Kombination mit Verdünnungsmitteln verwendet werden
können, die
einen Klarpunkt (ISO-Norm 2719) oberhalb oder gleich 90°C aufweisen
wie Acrylate und insbesondere die Produkte, die verkauft werden:
- – durch
die Gesellschaft COGNIS unter den Bezeichnungen: Photomer® 8149,
4171F, 4818F, 8127,
- – durch
die Gesellschaft CRAY VALLEY unter den Bezeichnungen SR 489, SR
531, 506,
- – und
durch die Gesellschaft UCB unter den Bezeichnungen ebecryl® 111,
CL 1039.
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Die
Acrylate haben es als Funktion, zusätzliche Unsättigungen zuzuführen und
so die Radikalpolymerisation des ungesättigten Polyesterharzes zu
erleichtern.
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Die
Zusammensetzung gemäß der Erfindung
kann im übrigen
verschiedene gewöhnlich
auf dem Gebiet der Lacke und Farben verwendete Zusätze enthalten,
wie Stabilisierungsmittel, von denen die bekanntesten die Familie
der Quinone oder andere freie Radikalfänger oder Antioxidationsmittel
sind, wie Hydroquinon, Benzoquinon, 2-Methylhydroquinon, Methyl-tert.-Butylhydroquinon,
Paramethoxyphenol-3,5-Di-tert.-Butylhydroxyanisol
oder Phenothiazin. Andere Zusätze
wie Färbemittel,
Verdünner, wie
Färbemittel,
Verdünner,
Befeuchtungsmittel, Antischaummittel, Trocknungsmittel, Kratzschutzmittel,
Tenside, Weichmacher oder Haftmittel werden zum Beispiel zugesetzt
werden können.
Es wird dem Fachmann klar sein, den geeigneten Zusatz in Abhängigkeit
der gewünschten
Wirkung zu wählen.
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Die
vorliegende Erfindung hat auch den wärmehärtenden Lack zum Gegenstand,
der geeignet ist, durch Polymerisation einer Flüssigkeit gemäß der Erfindung
erhalten zu werden. Ein solcher wärmehärtender Lack besteht aus einem
ersten Polyesterpolymernetzwerk, modifiziert mit Dicyclopentadiengruppen
und interpenetriert mit einem zweiten Epoxidpolymernetzwerk, wobei
der Lack eine einheitliche Glasübergangstemperatur
aufweist, vorzugsweise zwischen 30 und 110°C. Dieser Lack wird zum Beispiel
hergestellt durch Gelifizierung einer Zusammensetzung gemäß der Erfindung,
gefolgt von einer Polymerisation bei Wärme, vorteilhaft bei einer
Temperatur über
100°C des
so erhaltenen Gels. Die Polymerisation kann durch UV realisiert
werden.
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Für die Gelifizierungsstufe
und für
den Polymerisationsschritt werden weniger als 2,5% organische Verbindungen
freigesetzt, was einen beträchtlichen
Vorteil im Verhältnis
zu Lösungen
des Standes der Technik zeigt. Die Flüssigzusammensetzung gemäß der Erfindung
ist daher frei von Styrol, Vinyltoluol und Diallylphtalat. Die Abwesenheit
von Monomer und reaktivem Verdünnungsmittel
des ungesättigten
Polyesters mit einem Klarpunkt unter 80°C erlaubt es, die Freisetzung
von VOC bei den Schritten zur Gelifizierung und Polymerisation beträchtlich
zu vermindern.
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Bei
der Polymerisation sind im übrigen
die Volumenschrumpfungen quasi inexistent und es werden keine Risse
beobachtet.
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Der
Lack gemäß der Erfindung
weist daher hervorragende mechanische (Weichheit und Haftung), chemische
(Wasserbeständigkeit)
und elektrische (Isolation) Eigenschaften auf.
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Die
Zusammensetzung gemäß der Erfindung
sowie die erhaltenen Lacke können
verwendet werden zur elektrischen Isolierung von Drähten, Wicklungen,
Motoren, Wechselstomgeneratoren, Transformatoren, Statoren oder
Rotoren.
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Die
Techniken zum Überzug
der elektrischen Bestandteile werden in Abhängigkeit der Größe der Komponenten
angepaßt
werden.
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Die
nachfolgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung, aber haben
keinesfalls begrenzenden Charakter. Die Gesamtheit der in der vorliegenden
Patentanmeldung angegebenen Viskositäten sind Epprecht-Viskositäten, gemessen
mit einem Kegel-Platten-Viskosimeter
der Gesellschaft Epprecht. Die Gehalte an VOC werden erhalten aus
15 g Zusammensetzung gemäß der Erfindung,
angeordnet in einer Schale von 55 mm Durchmesser und werden einem
Heizen von einer Stunde bei 120°C
gefolgt von 5 Stunden bei 150°C
unterzogen. Sie werden ausgedrückt
in % Gewichtsverlust, erhalten nach dem Gelifizierungs-/Polymerisationszyklus.
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BEISPIEL 1
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A) VERFAHREN ZUR SYNTHESE DES UNGESÄTTIGTEN
POLYESTERHARZES OHNE MONOMER
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| Ausgangsmaterialien | Masseprozent |
| Maleinsäureanhydrid | 30,70 |
| entmineralisiertes
Wasser | 5,91 |
| Dicyclopentadien | 33,10 |
| aus
Zinn abgeleiteter Katalysator | 0,01 |
| 1,6-Hexandiol | 25,47 |
| Hydroquinon | 0,05 |
| tert.-Butylperoxybenzoat | 4,76 |
Cyclohexan wird als Azeotrop mit Wasser verwendet.
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1. Schritt:
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i) HYDROLYSE DES MALEINSÄUREANHYDRIDS
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Das
Maleinsäureanhydrid
wird in einen Reaktor geladen und geheizt, um eine Temperatur von
100°C zu
erzielen. Wenn die Temperatur 50°C
erreicht, wird der Reaktor unter eine Stickstoffatmosphäre und unter Rühren gesetzt.
Gegen 60°C
werden das geschmolzene Maleinsäureanhydrid
und das Gemisch durchsichtig. Wenn die Temperatur 100°C erreicht,
wird das Wasser langsam eingeführt.
Wenn sich Wärme
entwickelt, wird die Temperatur zwischen 100 und 120°C gehalten.
Wenn die Zugabe von Wasser beendet ist, wird das Gemisch bei 120°C für 15 Minuten
gehalten, damit die Hydrolyse vollständig ist.
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ii) ZUGABE DES DICYCLOPENTADIENS
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Das
Dicyclopentadien wird langsam zugegeben. Es ist entscheidend, daß die Temperatur
des Reaktors 130°C
für diesen
Schritt nicht überschreitet.
Ist die Zugabe von Cyclopentadien beendet, wird die Temperatur bei
120°C für 2 Stunden
gehalten.
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2. Schritt: VERESTERUNGSREAKTION
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1,6-Hexandiol,
der Katalysator und eine ausreichende Menge Cyclohexan, die es erlaubt,
die Destillationskolonne zu füllen
und einen Rücklauf
auf dem Gefäß erlaubt,
werden zugegeben.
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Wenn
die Beladung beendet ist, wird das folgende Temperaturprogramm angewandt:
- – Temperaturanstieg
von 120 auf 160°C
in 1 Stunde,
- – Stufe
bei 160°C
für 1 Stunde,
- – Temperaturanstieg
von 160 auf 200°C
in einer Stunde,
- – Stufe
bei 200°C
für 1 Stunde.
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Wenn
man eine Viskosität
erreicht, die zwischen 130 und 170 mPa·s ist, wird das Heizen angehalten und
das Gemisch wird schnell abgekühlt.
Die Viskosität
wird bei 100°C
gemessen mit einem Kegel-Platten-Viskosimeter der Gesellschaft Epprecht.
Wenn die Temperatur des Reaktors 160°C erreicht, wird Hydroquinon zugegeben.
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Wenn
die Temperatur etwa 40°C
erreicht, wird schließlich
tert.-Butylperoxybenzoat zugegeben. Eigenschaften des erhaltenen Flüssiqharzes
(Flüssigkeit
A):
| Epprecht-Viskosität (mPa·s) | 100°C 125°C 150°C | 135
60 40 |
| Gelzeit
20g (min:sek.) | 120°C 130°C 150°C | 30:29
11:49 3:30 |
| VOC-Gehalt
(%) | | 2,1 |
| Exothermie
(J/g) | DSC | 207 |
| Aufbewahrung
100g (Tage) | 50°C | > 100 |
Eigenschaften auf polymerisiertem Lack
für 1 Stunde
bei 120°C
und dann für
5 Stunden bei 150°C
(Feststoff A):
| Aussehen
polymerisierte Probe | Oberflächenschrumpfung | Glatt
und nicht klebend |
| Tg
(°C) Probe
nach Anstieg auf 200°C | DSC | 66 |
| Agglomeriervermögen (daN)
(gemäß IEC-Norm
1033) | T
Umgebung 100°C
150°C 180°C | 35
23 16 9 |
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B) FORMULIERUNG DES EPDXIDSYSTEMS
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| Ausgangsmaterialien |
Masseprozent |
| Flüssiges Epoxidharz,
erhalten aus Bis-Phenol A/Bis-Phenol
F Bakelit RUTAPDX 166 |
54,47 |
| Methylnadicanhydrid |
43,57 |
| Bortrichloridaminkomplex |
1,96 |
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Das
Epoxidharz und Methylnadicanhydrid werden gemischt bis zum Erhalt
einer klaren Mischung. Der Bortrichloridaminkomplex wird anschließend zugegeben
und die Gesamtheit wird gemischt. Eigenschaften auf dem erhaltenen flüssigen Harz
(Flüssigkeit
Z):
| Epprecht-Viskosität (mPa·s) | 100°C | 20 |
| Gelzeit
20g (min:sek.) | 120°C 130°C 150°C | 11:28
6:01 2:41 |
| VOC-Gehalt
(%) | | 1,1 |
| Exothermie
(J/g) | DSC | 173 |
| Aufbewahrung
100g (Tage) | 50°C | 8 |
Eigenschaften auf Harz, das polymerisiert
ist für
1 Stunde bei 120°C
und dann für
5 Stunden bei 150°C
(Feststoff Z):
| Aussehen
polymerisierte Probe | Oberflächenschrumpfung | Glatt
und nicht klebend |
| Tg
(°C) Probe | DSC | 143 |
| Agglomeriervermögen (daN) | T.
Umgebung 100°C
150°C 180°C | 47
44 33 21 |
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C) HERSTELLUNG DES INTERPENETRIERENDEN
POLYMERNETZWERKES (RPI)
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Wenn
man mischt 70 Teile Polyesterharz (Flüssigkeit A) und
30 Teile
Epoxidsystem (Flüssigkeit
Z)
erhält
man ein Harz, dessen Merkmale die folgenden sind: Eigenschaften auf dem flüssigen Harz
(Flüssigkeit
A
70 Z
30):
| Epprecht-Viskosität (mPa·s) | 100°C 125°C 150°C | 90
40 25 |
| Gelzeit
20g (min:sek.) | 120°C 130°C 150°C | 33:51
11:40 3:52 |
| VOC-Gehalt
(%) | | 1,5 |
| Exothermie
(J/g) | DSC | 137 |
| Aufbewahrung
100g (Tage) | 50°C | 29 |
Eigenschaften auf Harz, das polymerisiert
ist für
1 Stunde bei 120°C
und dann für
5 Stunden bei 150°C
(Feststoff A
70 Z
30):
| Aussehen
polymerisierte Probe | Oberflächenschrumpfung | Glatt
und nicht klebend |
| Tg
(°C) Probe | DSC | 88 |
| Agglomeriervermögen (daN) | T
Umgebung 100°C
150°C 180°C | 39
16 7 5 |
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BEISPIEL 2: VARIATION DER ZUSAMMENSETZUNG
DES RPI
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Die
folgenden Beispiele entsprechen einem Harz ähnlich dem Harz des Beispiels
1, aber wie folgt katalysiert:
2% tert.-Butylperoxybenzoat
1%
Katalysator auf Basis von Benzopinacol
2% 1,1-Bis(tert.-Butylperoxy)-3,3,5-Trimethylcyclohexan
(75% in Aliphaten)
2% Bortrichloridaminkomplex
-
Das
Epoxidsystem Z bleibt daher unverändert, wohingegen sich das
Polyestersystem B durch die Natur der verwendeten Beschleuniger
unterscheidet. Eigenschaften des erhaltenen flüssigen Harzes
(flüssiges
B
XZ
Y genannt)
| Epprecht-Viskosität (mPa·s) | 100°C 125°C 150°C | B90Z10 110 50 35 | B80Z20 90 40 30 | B70Z30 70 30 20 |
| Gelzeit
20g (min:sek.) | 120°C 130°C 150°C | 19:41
8:19 3:20 | 25:51
10:39 3:51 | 30:30
11:20 4:01 |
| VOC-Gehalt
(%) | | 2,4 | 2,2 | 1,8 |
| Exothermie
(J/g) | DSC | 115 | 95 | 114 |
| Aufbewahrung 100g
(Tage) | 50°C | > 100 | 57 | 29 |
Eigenschaften auf Harzen, die polymerisiert
sind für
1 Stunde bei 120°C
und dann für
5 Stunden bei 150°C (Feststoff
B
XZ
Y):
| | | B90Z10 | B80Z20 | B70Z30 |
| Aussehen
polymerisierte Probe | Oberfläche | Glatt
und nicht klebend | Glatt
und nicht klebend | Glatt
und nicht klebend |
| Tg
(°C) Probe | DSC | 36 | 44 | 51 |
-
Beispiel 3: Anderes Verfahren zur Herstellung
des RPI
-
Die
Mengen und Ausgangsmaterialien, die eingesetzt sind, sind identisch
zu jenen des Beispiels 1. Dieses Beispiel unterscheidet sich von
Beispiel 1, da man am Polyestersyntheseende die geeignete Epoxidformulierung
zugibt.
-
Die
Gewichtszusammensetzung ist:
| Ausgangsmaterialien | Masseprozent |
| Maleinsäureanhydrid | 24,560 |
| entmineralisiertes
Wasser | 4,728 |
| Dicyclopentadien | 26,480 |
| aus
Zinn abgeleiteter Katalysator | 0,008 |
| 1,6-Hexandiol | 20,376 |
| Hydroquinon | 0,040 |
| tert.-Butylperoxybenzoat | 3,808 |
| Bis-Phenol-A/F-Epoxid | 10,896 |
| Methylnadicanhydrid | 8,712 |
| Boraminkomplex | 0,392 |
-
1. Schritt:
-
i) HYDROLYSE DES MALEINSÄUREANHYDRIDS
-
Das
Maleinsäureanhydrid
wird in einen Reaktor geladen und geheizt, um eine Temperatur von
100°C zu
erzielen. Wenn die Temperatur 50°C
erreicht, wird der Reaktor unter eine Stickstoffatmosphäre und unter Rühren gesetzt.
Gegen 60°C
werden das geschmolzene Maleinsäureanhydrid
und das Gemisch durchsichtig. Wenn die Temperatur 100°C erreicht,
wird das Wasser langsam eingeführt.
Wenn sich Wärme
entwickelt, wird die Temperatur zwischen 100 und 120°C gehalten.
Wenn die Zugabe von Wasser beendet ist, wird das Gemisch bei 120°C für 15 Minuten
gehalten, damit die Hydrolyse vollständig ist.
-
ii) ZUGABE DES DICYCLOPENTADIENS
-
Das
Dicyclopentadien wird langsam zugegeben. Es ist entscheidend, daß die Temperatur
des Reaktors 130°C
für diesen
Schritt nicht überschreitet.
Ist die Zugabe von Cyclopentadien beendet, wird die Temperatur bei
120°C für 2 Stunden
gehalten.
-
2. Schritt: VERESTERUNGSREAKTION
-
1,6-Hexandiol,
der Katalysator und eine ausreichende Menge Cyclohexan, die es erlaubt,
die Destillationskolonne zu füllen
und einen Rücklauf
auf dem Gefäß erlaubt,
werden zugegeben.
-
Wenn
die Beladung beendet ist, wird das folgende Temperaturprogramm angewandt:
- – Temperaturanstieg
von 120 auf 160°C
in 1 Stunde,
- – Stufe
bei 160°C
für 1 Stunde,
- – Temperaturanstieg
von 160 auf 200°C
in einer Stunde,
- – Stufe
bei 200°C
für 1 Stunde.
-
Wenn
die gewünschte
Viskosität
erhalten wird, wird das Heizen angehalten und das Gemisch wird schnell
abgekühlt.
-
Wenn
die Temperatur des Reaktors 160°C
erreicht, wird Hydroquinon zugegeben.
-
3. Schritt:
-
Bei
80°C wird
Methylnadicanhydrid zugegeben. Wenn die Temperatur etwa 70°C erreicht,
wird das Epoxidharz zugegeben. Wenn die Temperatur etwa 50°C erreicht,
wird der Bortrichloridaminkomplex zugegeben und dann, wenn die Temperatur
etwa 40°C
erreicht, wird tert.-Butylperoxybenzoat zugegeben.
-
BEISPIEL 4: EINFLUß DER NATUR DES EPDXIDSYSTEMS
VERSCHIEDENE MÖGLICHE
EPDXIDSYSTEME FÜR
DIE FORMULIERUNG DES RPI
-
Zahlreiche
Epoxidharze sowie mehrere Anhydridhärter können verwendet werden, um eine
unterschiedliche Formulierung zu erhalten.
-
Einige
mögliche
Gemische werden in der folgenden Tabelle gruppiert:
| | W | X | Y | Z |
| Epoxid-harz, erzeugt aus | Bis-Phenol
A DER 332 | Aliphat
CY 179 | Aliphat
CY 179 | Bis-Phenol
A und Bis-Phenol
F Rutapox 166 |
| Anhydridhärter | Methyltetrahydrophtalsäureanhydrid | Methylnadicanhydrid | Dodecenylsuccinsäureanhydrid | Methylnadicanhydrid |
| Massegehalt | 100/89 | 100/194 | 100/100 | 100/80 |
-
Die
folgenden Beispiele entsprechen Harzen, die formuliert sind mit
verschiedenen Epoxidsystemen (X, Y, Z) mit derselben Polyesterbase
(C).
-
Sie
werden hingegen alle wie folgt katalysiert:
3% tert.-Butylperoxybenzoat
3%
Bortrichloridaminkomplex
| | | C70X30 | C70Y30 | C70Z30 |
| Epprecht-Viskosität (mPa·s) | 100°C | 130 | 170 | 110 |
| | 125°C | 60 | 70 | 50 |
| | 150°C | 30 | 40 | 30 |
| Gelzeit
20g (min:sek.) | 120°C | 29:12 | 23:02 | 29:11 |
| | 150°C | 3:59 | 3:29 | 4:31 |
| VOC-Gehalt
(%) | | 1,2 | 0,6 | 1,3 |
-
BEISPIEL 5: EINFLUß DER NATUR DES DIOLS AUF DEN
POLYESTER
-
| Polyester |
D |
E |
F |
| verwendetes
Diol |
Triethylenglycol |
1,4-Butandiol |
Monoethylenglycol |
-
Die
folgende Tabelle zeigt einige Ergebnisse, die verschiedene Polyesterbasen
betreffen (synthetisiert mit Hilfe verschiedener Diole), alle katalysiert
mit 5% tert.-Butylperoxybenzoat. Eigenschaften auf flüssigem Harz:
| | | Flüssigkeit
D | Flüssigkeit
E | Flüssigkeit
F |
| Säurezahl
(mg KOH/g) | | 19 | 23 | 20 |
| Epprecht-Viskosität (mPa·s) | 100°C 125°C 150°C | 130
60 30 | 250
100 50 | 400
130 60 |
| Gelzeit
20g (min:sec) | 120°C
150°C | 27:31 3:09 | 22:10 3:40 | 14:00 3:10 |
| |
| VOC-Gehalt
(%) | | 2,6 | 1,0 | 0,3 |
| Aufbewahrung 100g
(Tage) | 50°C | > 100 | 70 | 15 |
Eigenschaften auf Lack, der polymerisiert
ist für
1 Stunde bei 120°C
und dann für
5 Stunden bei 150°C:
| | | Feststoff
D | Feststoff
E | Feststoff
F |
| Aussehen
Probe | Oberfläche | glatt
und nicht klebend | glatt
und nicht klebend | glatt
und nicht klebend |
-
BEISPIEL 6: ANDERE BEISPIELE VON RPI
-
Die
folgenden Beispiele entsprechen den Harzen, formuliert mit verschiedenen
Polyesterbasen (E, F), aber mit dem gleichen Epoxidsystem (Z).
-
Sie
sind hingegen alle wie folgt katalysiert:
5% tert.-Butylperoxybenzoat
3%
Bortrichloridaminkomplex Eigenschaften auf dem erhaltenen flüssigen Harz:
| | | E80Z20 | F80Z20 |
| Epprecht-Viskosität (mPa·s) | 100°C 125°C 150°C | 130
55 35 | 160
60 40 |
| Gelzeit
20 g (min:sek.) | 120°C 150°C | 24:50
3:31 | 16:00
3:08 |
| VOC-Gehalt
(%) | | 1,4 | 1,0 |
| Aufbewahrung
100g (Tage) | 50°C | 29 | 20 |
Eigenschaften auf Lack, der polymerisiert
ist für
1 Stunde bei 120°C
und dann 5 Stunden bei 150°C:
| | | E80Z20 | E80Z20 |
| Kuchenaussehen | Oberfläche | glatt
und nicht klebend | glatt
und nicht klebend |
-
BEISPIEL 7: VERSCHIEDENE MÖGLICHE KATALYSEN
FÜR DEN
RPI
-
Die
Herstellungsart des Beispiels 3 ist eingesetzt worden, um das RPI
G80V20 zu erhalten,
bei dem:
- – G
erhalten wird aus Hexandiol und 5% tert.-Butylperoxybenzoat
- – V
auf Basis von Bis-Phenolen A und F und MNA mit 2% Komplex ist.
-
Aus
dieser Version G80V20 kann
man erhalten:
- – eine reaktivere Reaktion
(G80V20 bis), indem
4% 1,1-Di(tert.-Butylperoxy)-3,3,5-Trimethylcyclohexan
zugegeben wird
- – eine
sehr reaktive Version (G80V20 ter)
unter Zugeben von 0,01% Cobaltoctoat
- – eine
UV-Version unter Zugeben eines Gemisches von Verbindungen auf Basis
von Benzophenon und Phosphinoxid (G80V20 uv).
| | | G80 V20 | G80 V20 bis | G80 V20 ter | G80 V20 uv |
| Gelzeit
20g (min) | 110°C 120°C | 32 | 55
19 | 20
11 | 37
17 |
| Exothermie (J/g) | DSC | 142 | 160 | 100 | 107 |
| Aufbewahrung 100g
(Tage) | 50°C | 59 | 65 | 30 | 29 |