-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine kosmetische Zusammensetzung,
die ein klebriges Wachs enthält.
Die Zusammensetzung kann insbesondere zum Schminken oder zur Pflege
von Keratinsubstanzen verwendet werden, beispielsweise zum Schminken
oder zur Pflege der Haut, der Nägel,
der Wimpern, der Augenbrauen und der Haare. Die Erfindung bezieht
sich auch auf ein kosmetisches Verfahren zur Pflege oder zum Schminken
von Keratinsubstanzen.
-
Die
Zusammensetzung kann als Produkt zum Überziehen von Keratinfasern,
wie Wimpern, Haaren und Augenbrauen, oder als Eyeliner, Lidschatten,
Wangenrouge, Make-up, Produkt für
die Lippen oder Produkt zum Schminken des Körpers (semipermanente Tätowierung)
vorliegen. Die Erfindung bezieht sich genauer auf eine Zusammensetzung
zur Pflege oder zum Schminken von Keratinfasern, besonders auf eine
Zusammensetzung zur Pflege oder zum Schminken der Wimpern oder Mascara.
-
Die
Zusammensetzung zum Überziehen
von Keratinfasern kann eine Zusammensetzung zum Schminken sein,
eine Zusammensetzung, die auf eine Schminke aufgetragen wird, die
auch als Topcoat bezeichnet wird, oder eine Zusammensetzung zur
Behandlung (oder zur Pflege) der Wimpern, der Augenbrauen oder der
Haare, die Basecoat genannt wird.
-
Mascara
wird gewöhnlich
in zwei verschiedenen Formulierungstypen hergestellt: wässerige
Mascaras, so genannte Creme-Mascaras, in Form von Wachs-in-Wasser-Emulsionen;
wasserfreie Mascaras oder Mascaras mit einem geringen Wassergehalt,
so genannte Waterproof-Mascaras in Form von Dispersionen von Wachsen
in organischen Lösungsmitteln.
-
Es
ist bekannt, verschiedene Wachse zur Formulierung von Mascaras zu
verwenden, wie die Wachse, die in der Druckschrift WO-A-91/12793 beschrieben
sind, beispielsweise Bienenwachs, Candelillawachs, Carnaubawachs
oder auch Polyethylenwachs.
-
Wenn
Mascaras jedoch bestimmte Wachse in einer hohen Menge (über 20 Gew.-%
des Gesamtgewichts der Mascara), wie Carnaubawachs, Reiskleiewachs
oder Polyethylenwachs, enthalten, sieht die auf den Wimpern abgeschiedene
Schminke körnig
aus, so dass die Schminke also nicht glatt und nicht homogen ist
und durch diese Mängel
unästhetisch
wird.
-
Um
eine Mascara mit guten Fülleeigenschaften
zu bilden, d.h. die Wimpern dicht zu schminken, ist es möglich, in
die Mascara ein oder mehrere Wachse in einem Gesamtgehalt über 25 Gew.-%
des Gesamtgewichts der Mascara einzubringen. Wenn jedoch herkömmliche
Wachse wie Bienenwachs, Candelillawachs oder Carnaubawachs in hohen
Mengen verwendet werden, wird die Mascarazusammensetzung sehr dickflüssig oder
sogar zu kompakt und kann nicht mehr mit gewöhnlich verwendeten Mascarabürstchen
in einfacher Weise auf die Wimpern aufgebracht werden. Die zu dickflüssige Mascara
wird auf den Wimpern in Form von Klümpchen abgeschieden und die
auf diese Weise erhaltene Schminke sieht nicht mehr wie gewünscht glatt aus;
die Schminke ist nicht homogen und sieht unästhetisch aus.
-
Ferner
führen
bestimmte Wachse wie Orangenwachs, Lanolinwachs, die in Mengenanteilen über 25 Gew.-%
verwendet werden, zu Zusammensetzungen, die nicht ausreichend stabil
sind, insbesondere nach zweiwöchiger
Lagerung bei Umgebungstemperatur (25°C). Die Zusammensetzung dickt
ein (große
Viskositätserhöhung) oder
zeigt Phasentrennung, die mit bloßem Auge sichtbar ist. Die
Zusammensetzung ist dann nicht mehr für das Aufbringen auf Keratinsubstanzen
geeignet.
-
Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Zusammensetzung
zum Schminken oder zur Pflege von Keratinfasern anzugeben, die einen
hohen Wachsgehalt hat und mit der eine homogene und glatte Abscheidung
auf Keratinsubstanzen erhalten werden kann.
-
Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine kosmetische
Zusammensetzung anzugeben, die auf Keratinsubstanzen leicht aufzubringen
ist und mit der die Keratinsubstanzen schnell geschminkt werden
können,
wobei sie einen hohen Wachsgehalt aufweisen sollen.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine kosmetische Zusammensetzung
herzustellen, die einen hohen Wachsgehalt hat und die insbesondere
nach einer 24-stündigen
Lagerung bei 25°C
oder sogar einer 15-tägigen
Lagerung bei 25°C
stabil ist.
-
Die
Erfinder haben festgestellt, dass eine solche Zusammensetzung hergestellt
werden kann, indem ein spezielles Wachs verwendet wird, das Klebeeigenschaften
besitzt (hohe Klebrigkeit). Mit diesem Wachs kann eine kosmetische
Zusammensetzung hergestellt werden, die sich leicht auf die Keratinsubstanzen
auftragen lässt,
die an den Keratinsubstanzen gut haftet und mit der ein schnelles
Auftragen der Schminke möglich
ist und die zur Bildung einer glatten und homogenen Schminke führt, die
nicht körnig
aussieht.
-
Ferner
kann das klebrige Wachs in die Zusammensetzung in einer Menge eingebracht
werden, die bis zu 60 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, betragen kann, ohne dass die Zusammensetzung eindickt:
Die Zusammensetzung ist stabil (Stabilität insbesondere nach 24 Stunden
bei 25°C), behält eine
cremige Konsistenz und lässt
sich leicht auf die Keratinsubstanzen aufbringen.
-
Die
Erfindung hat genauer eine Zusammensetzung zum Schminken oder zur
Pflege von Keratinsubstanzen zum Gegenstand, die in einem kosmetisch
akzeptablen Medium, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
mindestens 27 Gew.-% eines ersten Wachses mit einer Klebrigkeit
von 0,7 N·s
oder darüber
und einer Härte
von 3,5 MPa oder darunter enthält.
-
Die
Erfindung bezieht sich auch auf ein nichttherapeutisches kosmetisches
Verfahren zum Schminken oder zur Pflege von Keratinsubstanzen und
insbesondere der Haut, der Nägel,
der Haare, der Wimpern und der Augenbrauen, das das Aufbringen einer
oben definierten Zusammensetzung auf die Keratinsubstanzen umfasst.
-
Die
Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung einer oben definierten
Zusammensetzung, um die Keratinsubstanzen homogen und/oder glatt
und/oder schnell zu schminken.
-
Die
Erfindung bezieht sich auch auf die Verwendung eines Wachses mit
einer Klebrigkeit von 0,7 N·s oder
darüber
und einer Härte
von 3,5 MPa oder darunter in einer kosmetischen Zusammensetzung,
um Keratinsubstanzen schnell und/oder homogen und/oder glatt zu
schminken und/oder eine stabile kosmetische Zusammensetzung herzustellen,
wobei das Wachs in einer Menge von mindestens 27 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten ist.
-
Für einige
kosmetische Anwendungen kann es vorteilhaft sein, wenn die Klebrigkeit
des klebrigen Wachses abgeschwächt
werden kann und gleichzeitig die vorteilhaften Eigenschaften bezüglich der
glatten und homogenen Abscheidung erhalten bleiben. Im speziellen
Fall von Formulierungen vom Mascara-Typ wünschen manche Anwenderinnen,
dass jede Wimper einzeln umhüllt
ist, was in Gegenwart eines klebrigen Wachses nicht immer optimal
zu verwirklichen ist.
-
Die
Erfinder haben überraschend
festgestellt, dass es möglich
ist, dieser zusätzlichen
Anforderung zu genügen,
indem das klebrige Wachs mit mindestens einer Verbindung kombiniert
wird, die unter einem Ester von Dextrin und einer oder mehreren
Fettsäuren
und/oder einem Füllstoff
ausgewählt
ist, der eine spezifische BET-Oberfläche von
100 m2/g oder darüber aufweist.
-
Die
Erfindung bezieht sich daher auch auf die Verwendung von mindestens
einer Verbindung, die unter einem Ester von Dextrin und einer oder
mehrerer Fettsäuren
und/oder einem Füllstoff,
der eine spezifische BET-Oberfläche
von mindestens 100 m2/g aufweist, ausgewählt ist,
in einer kosmetischen Zusammensetzung, die, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, mindestens 27 Gew.-% mindestens eines Wachses
mit einer Klebrigkeit von 0,7 N·s oder darüber und
einer Härte
von 3,5 MPa oder darunter enthält,
um Keratinsubstanzen homogen und/oder glatt zu schminken und insbesondere
auf den Keratinfasern eine Schminke zu bilden, die Fülle verleiht
und die Wimpern trennt, und/oder eine stabile kosmetische Zusammensetzung herzustellen.
-
Unter
einem kosmetisch akzeptablen Medium wird ein kosmetisches Medium
verstanden, das mit den Keratinsubstanzen, beispielsweise der Haut,
einschließlich
der Lippen, den Nägeln,
den Haaren, den Wimpern und den Augenbrauen, verträglich ist.
-
Klebriges
Wachs
-
Das
erste Wachs, das auch als klebriges Wachs bezeichnet wird und das
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
enthalten ist, besitzt eine Klebrigkeit von 0,7 N·s oder
darüber
und insbesondere 0,7 bis 30 N·s,
vorzugsweise mindestens 1 N·s,
insbesondere im Bereich von 1 bis 20 N·s, bevorzugt mindestens 2 N·s, insbesondere
2 bis 10 N·s
und noch besser im Bereich von 2 bis 5 N·s.
-
Das
klebrige Wachs hat eine Härte
von 3,5 MPa oder darunter, insbesondere im Bereich von 0,01 bis 3,5
MPa, vorzugsweise 0,05 bis 3 MPa und noch bevorzugter 0,1 bis 2,5
MPa.
-
Unter
einem "Wachs" ist im Sinne der
vorliegenden Erfindung eine lipophile, bei Umgebungstemperatur (25°C) und Atmosphärendruck
(760 mm Hg, d. h. 105 Pa) feste Fettsubstanz
mit reversiblem Übergang fest/flüssig zu
verstehen, die eine Schmelztemperatur über 30°C und besser über 55°C besitzt,
wobei die Schmelztemperatur bis zu 200°C und insbesondere bis zu 120°C betragen
kann. Wenn das Wachs auf seine Schmelztemperatur erwärmt wird,
kann es mit Ölen
mischbar gemacht werden und es können
mikroskopisch homogene Gemische gebildet werden, wobei jedoch das
Wachs in den Ölen
des Gemisches wieder auskristallisiert, wenn die Temperatur des
Gemisches auf Raumtemperatur gesenkt wird.
-
Die
Werte für
die Schmelzpunkte entsprechen erfindungsgemäß dem Schmelzpeak, der mittels
Differential-Thermoanalyse, beispielsweise mit dem Kalorimeter,
das unter der Bezeichnung DSC 30 von METLER erhältlich ist, bei einem Temperaturanstieg
von 5 oder 10°C
pro Minute ermittelt wird.
-
Die
Klebrigkeit des ersten Wachses wird bei 20°C mit einem Texturmessgerät gemessen,
das unter der Bezeichnung TA-TX2i von der Firma RHEO erhältlich ist
und das mit einem beweglichen Teil aus einem Acrylpolymer in Form
eines Kegels, der einen Winkel von 45° bildet, ausgestattet ist, wobei
der Verlauf der Kraft (Kompressionskraft oder Zugkraft) (F) in Abhängigkeit
von der Zeit gemäß der folgenden
Vorgehensweise ermittelt wird:
Das bewegliche Teil verschiebt
sich mit einer Geschwindigkeit von 0,5 mm/s und dringt dann bis
zu einer Eindringtiefe von 2 mm in das Wachs ein. Wenn das bewegliche
Teil bis zu einer Tiefe von 2 mm in das Wachs eingedrungen ist,
wird das bewegliche Teil 1 Sekunde gehalten (entsprechend der Relaxationszeit)
und anschließend
mit einer Geschwindigkeit von 0,5 mm/s zurückgezogen. Während der
Relaxationszeit nimmt die Kraft (Kompressionskraft) stark ab, bis
sie null wird, die Kraft (Zugkraft) wird dann beim Zurückziehen
des beweglichen Teils negativ, um schließlich wieder auf 0 zu steigen.
Die Klebrigkeit entspricht dem Integral der Kurve der Kraft in Abhängigkeit
der Zeit für
den Teil der Kurve, der den negativen Werten der Kraft (Zugkraft)
entspricht. Der Wert für
die Klebrigkeit wird in N·s
ausgedrückt.
-
Zur
Durchführung
der Messung der Klebrigkeit des Wachses wird das Wachs bei einer
Temperatur entsprechend dem Schmelzpunkt des Wachses + 10°C geschmolzen.
Das geschmolzene Wachs wird in einen Behälter von 25 mm Durchmesser
und 20 mm Tiefe gegossen. Das Wachs wird während 24 Stunden bei Umgebungstemperatur
(25°C) so
wieder kristallisiert, dass die Oberfläche des Wachses plan und glatt
ist, worauf das Wachs mindestens 1 Stunde bei 20°C aufbewahrt wird, bevor die
Messung der Klebrigkeit erfolgt.
-
Die
Härte des
ersten Wachses wird durch Messung der Kompressionskraft ermittelt,
die bei 20°C
mit einem Texturometer gemessen wird, das unter der Bezeichnung
TA-XT2i von der Firma RHEO verkauft wird, und mit einem Edelstahlzylinder
mit einem Durchmesser von 2 mm ausgestattet ist, der sich mit einer
Geschwindigkeit von 0,1 mm pro Sekunde verschiebt und in das Wachs
bis zu einer Ein dringtiefe von 0,3 mm eindringt. Für die Messung
der Härte
wird das Wachs bei einer Temperatur geschmolzen, die dem Schmelzpunkt
des Wachses + 20°C
entspricht. Das geschmolzene Wachs wird in einen Behälter von
30 mm Durchmesser und 20 mm Tiefe gegossen. Das Wachs wird bei Umgebungstemperatur
(25°C) während einer
Zeitspanne von 24 Stunden rekristallisiert, wobei das Wachs dann
während
mindestens 1 Stunde bei 20°C
aufbewahrt wird, bevor die Härte
gemessen wird. Der Wert der Härte
ist die maximal gemessene Kompressionskraft, dividiert durch die
Oberfläche
des Zylinders des Texturmeters in Kontakt mit dem Wachs.
-
Als
klebriges Wachs kann ein C
20-40-Alkyl(hydroxystearoxy)stearat
(die Alkylgruppe enthält
20 bis 40 Kohlenstoffatome) verwendet werden, insbesondere ein C
20-40-Alkyl-12-(12'-hydroxystearoyloxy)stearat der Formel
(I):
worin
n eine ganze Zahl von 18 bis 38 bedeutet, oder ein Gemisch von Verbindungen
der Formel (I).
-
Die
Erfindung bezieht sich auch auf eine Zusammensetzung zum Schminken
oder zur Pflege von Keratinsubstanzen, die in einem kosmetisch akzeptablen
Medium ein C20-40-Alkyl(hydroxystearoyloxy)stearat (insbesondere
ein C20-40-Alkyl-12-(12'-hydroxystearoyloxy)stearat) besonders
der oben beschriebenen Formel (I) enthält.
-
Ein
solches erstes Wachs ist insbesondere unter den Bezeichnungen "KESTER WAX K 82 P" und "KESTER WAX K 80 P" von der Firma KOSTER
KEUNEN im Handel erhältlich.
-
Das
erste Wachs kann gegebenenfalls als wässerige Wachsmikrodispersion
vorliegen.
-
Unter
einer wässerigen
Wachsmikrodispersion ist eine wässerige
Dispersion von Wachspartikeln zu verstehen, bei der die Größe der Wachspartikel
bei etwa 1 μm
oder darunter liegt.
-
Wachsmikrodispersionen
sind stabile Dispersionen von kolloidalen Wachspartikeln; sie wurden
insbesondere in "Microemulsions
Theory and Practice",
L.M. Prince Ed., Academic Press (1977), Seiten 21–32 beschrieben.
-
Die
Wachsmikrodispersionen können
insbesondere durch Schmelzen des Wachses in Gegenwart eines grenzflächenaktiven
Stoffes und gegebenenfalls eines Teils des Wassers und anschließende allmähliche Zugabe
von heißem
Wasser unter Rühren
hergestellt werden. Man beobachtet zwischendurch die Bildung einer
Emulsion vom Wasser-in-Öl-Typ, wobei
danach eine Phaseninversion auftritt, wodurch schließlich eine
Mikroemulsion vom Öl-in-Wasser-Typ
erhalten wird. Beim Abkühlen
bildet sich eine stabile Mikrodispersion von kolloidalen festen
Wachspartikeln.
-
Die
Wachsmikrodispersion kann auch durch Rühren des Gemisches aus Wachs,
grenzflächenaktivem Stoff
und Wasser mit Rühreinrich tungen
hergestellt werden, wie Ultraschall, einem Hochdruck-Homogenisator, Turbinenrührern.
-
Die
Partikel der Wachsmikrodispersion haben vorzugsweise mittlere Abmessungen
unter 1 μm
(insbesondere im Bereich von 0,02 bis 0,99 μm), vorzugsweise unter 0,5 μm (insbesondere
im Bereich von 0,06 bis 0,5 μm.
-
Die
Partikel bestehen im Wesentlichen aus einem Wachs oder einem Gemisch
von Wachsen. Sie können
jedoch einen kleineren Anteil an öligen und/oder pastösen Zusatzstoffen
auf Fettbasis, einen grenzflächenaktiven
Stoff und/oder einen üblichen
fettlöslichen
Zusatzstoff/Wirkstoff enthalten.
-
Das
erste Wachs oder klebrige Wachs kann in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
in einer Menge von 0,5 bis 60 Gew.-%, insbesondere 1 bis 50 Gew.-%,
besonders 10 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
enthalten sein. Das klebrige Wachs liegt in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
insbesondere in einer Menge über
27 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, beispielsweise
im Bereich von 27 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise über 28 Gew.-%, beispielsweise
28 bis 50 Gew.-%, und besonders bevorzugt über 30 Gew.-%, beispielsweise
30 bis 40 Gew.-% vor.
-
Zweites Wachs
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
enthält
vorteilhaft ein zweites Wachs, das auch als hartes Wachs bezeichnet
wird und das eine Härte
von 6 MPa oder darüber
und insbesondere im Bereich von 6 bis 30 MPa, vorzugsweise von 7
MPa oder darüber,
insbesondere 7 bis 25 MPa, besser 8 MPa oder darüber, insbesondere 8 bis 25
MPa und noch besser 9 MPa oder darüber, beispielsweise 9 bis 20
MPa, aufweist.
-
Die
Härte des
harten Wachses wird gemäß der oben
für das
erste Wachs beschriebenen Vorgehensweise gemessen.
-
Als
hartes Wachs können
Carnaubawachs, Candelillawachs, Polyethylenwachse, hydriertes Jojobawachs,
Sumachwachs, Ceresin, Octacosanylstearat, Tetracontanylstearat,
Schellackwachs, Behenylfumarat, Di-(1,1,1-trimethylolpropan)-tetrastearat,
das unter der Bezeichnung "HEST
2T-4S" von der Firma
HETERENE erhältlich
ist, Di-(1,1,1-trimethylolpropan)-tetrabehenat,
das unter der Bezeichnung "HEST
2T-4B" von der Firma
HETERENE verkauft wird, Ozokerite, wie das unter der Bezeichnung "OZOKERITE WAX SP
1020 P" von der
Firma STRAHL & PITSCH
erhältliche
Produkt, und das durch Hydrierung von mit Stearylalkohol verestertem
Olivenöl
erhältliche
Wachs, das unter der Bezeichnung PHYTOWAX Olive 18 L 57 von der
Firma SOPHIM angeboten wird, verwendet werden.
-
Das
zweite Wachs kann in Form einer wässerigen Mikrodispersion von
Wachspartikeln vorliegen, wie sie für das erste Wachs beschrieben
wurde.
-
Das
zweite harte Wachs kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einer
Menge von 0,1 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
vorzugsweise 1 bis 20 Gew.-% und noch bevorzugter 2 bis 10 Gew.-%
enthalten sein.
-
Wenn
die Klebrigkeit eingestellt werden soll, ist es, wie oben dargelegt
wurde, vorteilhaft, das klebrige Wachs (erstes Wachs) mit einer
Verbindung zu kombinieren, die unter einem Ester von Dextrin und
einer oder mehreren Fettsäuren
und/oder einem Füllstoff
ausgewählt
ist, der eine spezifische BET-Oberfläche von mindestens 100 m2/g aufweist.
-
Füllstoff
mit spezifischer Oberfläche
-
Der
Füllstoff
kann eine spezifische Oberfläche
von 100 m2 oder darüber und insbesondere im Bereich von
100 bis 5.000 m2/g, besonders 150 bis 1.000
m2/g und sogar 200 bis 800 m2/g
aufweisen.
-
Unter
einem "Füllstoff' sind Partikel beliebiger
Form zu verstehen, die in dem Medium der Zusammensetzung unabhängig von
der Temperatur, bei der die Zusammensetzung hergestellt wird, unlöslich sind.
-
Unter
einem "Füllstoff
mit spezifischer Oberfläche" wird ein Füllstoff
verstanden, der eine nach der BET-Methode gemessene spezifische
Oberfläche
von 100 m2/g oder darüber aufweist.
-
Die "spezifische BET-Oberfläche" wird gemäß der BET-Methode
(BRUNAUER – EMMET – TELLER) ermittelt,
die in "The journal
of the American Chemical Society, Bd. 60, Seite 309, Februar 1938,
beschrieben wurde und der internationalen Norm ISO 5794/1 (Anhang
D) entspricht. Die spezifische BET-Oberfläche entspricht der spezifischen
Gesamtoberfläche
(somit einschließlich
der Mikroporen) des Füllstoffs.
-
Der
Mengenanteil des Füllstoffs
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
wird gewöhnlich
so eingestellt, dass die Klebrigkeit des kombinierten Wachses auf
den gewünschten
Wert eingestellt wird. Die erfindungsgemäßen Füllstoffe sind besonders für die Herstellung
von kosmetischen Zusammensetzungen, die mindestens 10 %, insbesondere
20 % und besonders mindestens 25 % und besser 27 Gew.-% mindestens eines
klebrigen Wachses enthalten, besonders vorteilhaft.
-
Dieser
Füllstoff
kann zur Erläuterung
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in einer Menge von 0,1 bis 25 %, insbesondere 0,5 bis 20 % und besonders
1 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
enthalten sein.
-
Das
klebrige Wachs und der Füllstoff
mit spezifischer Oberfläche
liegen vorteilhaft in einer solchen Menge vor, dass das Gewichtsverhältnis des
klebrigen Wachses, bezogen auf den Füllstoff mit spezifischer Oberfläche, im
Bereich von 350 bis 0,1, insbesondere 100 bis 0,5, besonders 50
bis 0,8 und besser 30 bis 1 liegt.
-
Die
Partikel, die den Füllstoff
mit spezifischer Oberfläche
bilden, können
eine mittlere Größe von 0,01 bis
100 μm,
insbesondere 0,1 bis 50 μm
und besonders 1 bis 20 μm
aufweisen. Unter der "mittleren
Größe" wird die Abmessung
verstanden, die durch die statistische granulometrische Verteilung
bei der Hälfte
der Population gegeben ist, und als D50 bezeichnet wird.
-
Der
erfindungsgemäße Füllstoff
mit spezifischer Oberfläche
kann insbesondere unter den organischen Füllstoffen, anorganischen Füllstoffen
und/oder deren Gemischen ausgewählt
werden.
-
Der
organische Füllstoff
kann unter den polyolefinischen Wachsen, wie Polyethylenwachsen
und besonders den Wachsen, die unter der Bezeichnung "Performalen 2000®" von der Firma New
Phase Technology angeboten werden, oder unter den polymeren Füllstoffen
ausgewählt
werden, wie Polymethylmethacrylat (PMMA), beispielsweise Jurymer
MB1® von
der Firma Nihon Junyaku oder Polytetrafluorethylen (PTFE). Als repräsentative
anorganische Füllstoffe
sind insbesondere die Kieselsäuren,
Silicate, Aluminiumoxide, Aluminiumsilicate und besonders die unter
der Bezeichnung "Sunsil
130®" von der Firma Sunjin
Chemical erhältlichen
Produkte, oder "Silicabeads
SB150®" von der Firma Miyoshi
zu nennen, wobei diese Aufzählung
nicht einschränkend
zu verstehen ist.
-
Die
Partikel, die den Füllstoff
mit spezifischer Oberfläche
bilden, können
in unterschiedlichen Formen vorliegen. Die Partikel können insbesondere
kugelförmig,
lamellar und besonders sphärisch,
hohl oder gefüllt sein.
Die hohlen Füllstoffe
haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen.
-
In
dem speziellen Fall eines anorganischen Füllstoffs sind besonders Siliciumdioxid-Mikrohohlkugeln geeignet,
und besonders "Sunsphere
H-51" von Asahi
Glass mit einer spezifischen Oberfläche von 770 m2/g und "Sunsil 130" von Sunjin Chemical
mit einer spezifischen Oberfläche
von 200–260
m2/g.
-
Nach
einer speziellen Ausführungsform
der Erfindung enthält
die Zusammensetzung mindestens ein klebriges Wachs und mindestens
einen Füllstoff
mit einer spezifischen Oberfläche
von 100 m2/g oder darüber, wie hohles und sphärisches
Siliciumdioxid, Siliciumdioxid-Mikrohohlkugeln
und/oder Polyethylenwachs.
-
Ester von
Dextrin und einer oder mehreren Fettsäuren
-
Der
Ester von Dextrin und einer oder mehreren Fettsäuren, der in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
mit dem klebrigen Wachs kombiniert werden kann, ist insbesondere
ein Mono- oder Polyester von Dextrin und mindestens einer Fettsäure und
entspricht insbesondere der Formel (II):
worin bedeuten:
– n ist
eine ganze Zahl von 3 bis 200, insbesondere 20 bis 150 und besonders
25 bis 50,
– die
Gruppen R
1, R
2 und
R
3, die gleich oder verschieden sind, sind
unter Wasserstoff oder einer Acylgruppe (R-CO-) ausgewählt, worin
die Gruppe R eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder
ungesättigte
Kohlenwasserstoffgruppe ist, die 6 bis 50, besser 7 bis 29, insbesondere
7 bis 21, besonders 11 bis 19, insbesondere 13 bis 17 oder sogar
15 Kohlenstoffatome aufweist, mit der Maßgabe, dass mindestens eine
der Gruppen R
1, R
2 oder
R
3 von Wasserstoff verschieden ist.
-
Die
Gruppen R1, R2 und
R3 können
insbesondere Wasserstoff oder eine Acylgruppe (R-CO) bedeuten, worin
R eine oben definierte Kohlenwasserstoffgruppe ist, mit der Maßgabe, dass
mindestens zwei der Gruppen R1, R2 oder R3 identisch
und von Wasserstoff verschieden sind.
-
Alle
Gruppen R1, R2 und
R3 können
Acylgruppen (R-CO) bedeuten, die gleich oder voneinander verschieden
und insbesondere gleich sind.
-
Der
Wert von n liegt vorteilhaft insbesondere im Bereich von 25 bis
50 und beträgt
in der allgemeinen Formel (II) des erfindungsgemäßen Esters insbesondere 38.
-
Insbesondere
wenn die Gruppen R1, R2 und/oder
R3, die gleich oder verschieden sind, eine
Acylgruppe (R-CO) bedeuten, kann diese unter den Gruppen Caprylyl,
Caproyl, Lauroyl, Myristyl, Palmityl, Stearyl, Eicosanyl, Docosanoyl,
Isovaleryl, 2-Ethylbutyryl, Ethylmethylacetyl, Isoheptanyl, 2-Ethylhexanyl,
Isononanyl, Isodecanyl, Isotridecanyl, Isomyristyl, Isopalmityl,
Isostearyl, Isohexanyl, Decenyl, Dodecenyl, Tetradecenyl, Myristyl,
Hexadecenoyl, Palmitoleyl, Oleyl, Elaidyl, Eicosenyl, Sorbyl, Linoleyl,
Linolenyl, Punicyl, Arachidonyl, Stearoyl und deren Gemischen ausgewählt werden.
-
Als
Ester von Dextrin und einer oder mehrerer Fettsäuren wird vorzugsweise zumindest
ein Dextrinpalmitat verwendet. Dieses kann alleine oder im Gemisch
mit anderen Estern verwendet werden.
-
Der
Dextrinfettsäureester
hat vorteilhaft einen Substitutionsgrad von 2,5 oder darunter auf
der Basis einer Glucoseeinheit, insbesondere im Bereich von 1,5
bis 2,5 und vorzugsweise 2 bis 2,5. Die gewichtsmittlere Molmasse
des Dextrinesters kann insbesondere im Bereich von 10.000 bis 150.000,
besonders 12.000 bis 100.000 und sogar 15.000 bis 80.000 liegen.
-
Die
Dextrinester und besonders die Dextrinpalmitate sind unter der Bezeichnung
RHEOPEARL TL oder RHEOPEARL KL von der Firma Chiba Flour im Handel
erhältlich.
-
Der
Dextrinester kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einer
Menge von 0,1 bis 20 % und insbesondere 0,5 bis 15 Gew.-%, besonders
1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
enthalten sein.
-
Das
klebrige Wachs und der Dextrinester sind vorteilhaft in einer solchen
Menge enthalten, dass das Gewichtsverhältnis des klebrigen Wachses
und des Dextrinesters im Bereich von 350 bis 0,1, insbesondere 100
bis 0,5, besonders 50 bis 1 oder sogar 15 bis 2 liegt.
-
Physiolgisch akzeptables
Medium
-
Das
physiologisch akzeptable Medium der Zusammensetzung kann ein flüchtiges
Lösungsmittel
enthalten, das insbesondere unter Wasser, organischen flüchtigen
Lösungsmitteln
und den oben definierten flüchtigen Ölen und
deren Gemischen ausgewählt
ist.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ein wässeriges
Medium enthalten, das eine wässerige
Phase darstellt und die kontinuierliche Phase der Zusammensetzung
bilden kann.
-
Die
wässerige
Phase kann im Wesentlichen aus Wasser bestehen; sie kann auch ein
Gemisch von Wasser und einem mit Wasser löslichen Lösungsmittel (Mischbarkeit mit
Wasser bei 25°C über 50 Gew.-%) enthalten,
beispielsweise niedere Monoalkohole mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen,
wie Ethanol, Isopropanol, Glycole mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen,
beispielsweise Propylenglycol, Ethylenglycol, 1,3-Butylenglycol, Dipropylenglycol,
C3-4-Ketone und C2-4-Aldehyde.
-
Die
wässerige
Phase (Wasser und gegebenenfalls das mit Wasser mischbare organische
Lösungsmittel)
kann in einer Menge von 1 bis 95 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorzugsweise 3 bis 80 Gew.-% und besonders
bevorzugt 5 bis 60 Gew.-% enthalten sein.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ein Öl
oder ein organisches Lösungsmittel
enthalten, das insbesondere eine Fettphase und besonders eine kontinuierliche
Fettphase bilden kann. Die Zusammensetzung kann eine wasserfreie
Zusammensetzung sein.
-
Unter
einem "Öl oder flüchtigen
organischen Lösungmittel" sind im Sinne der
vorliegenden Erfindung alle mit Wasser nicht mischbaren Medien zu
verstehen, die in Kontakt mit der Haut oder den Keratinfasern bei Raumtemperatur
und Atmosphärendruck
während
mindestens einer Stunde verdampfen können. Das oder die organische(n)
flüchtige(n)
Lösungsmittel
und die erfindungsgemäßen flüch tigen Öle sind
organische Lösungsmittel
und flüchtige
kosmetische Öle,
die bei Umgebungstemperatur flüssig
sind und bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck einen von null verschiedenen
Dampfdruck von 0,13 bis 40.000 Pa (10–3 bis
300 mm Hg), insbesondere 1,3 Pa bis 13.000 Pa (0,01 bis 100 mm Hg)
und insbesondere 1,3 bis 1.300 Pa (0,01 bis 10 mm Hg) aufweisen.
Unter einem "nichtflüchtigen Öl" wird ein Öl verstanden,
das bei Umgebungstemperatur und Atmosphärendruck während mehrerer Stunden auf
der Haut oder der Keratinfasern bleibt und insbesondere einen Dampfdruck
unter 10–3 mm
Hg (0,13 Pa) aufweist.
-
Die Öle können Kohlenwasserstofföle, Siliconöle oder
deren Gemische sein.
-
Unter
einem "Kohlenwasserstofföl" wird ein Öl verstanden,
das hauptsächlich
Wasserstoffatome und Kohlenstoffatome und gegebenenfalls Sauerstoffatome,
Stickstoffatome, Schwefelatome oder Phosphoratome enthält. Die
flüchtigen
Kohlenwasserstofföle
können
unter den Kohlenwasserstoffölen
mit 8 bis 16 Kohlenstoffatomen und insbesondere verzweigten C8-16-Alkanen, wie Isoalkanen mit 8 bis 16
Kohlenstoffatomen, die aus Erdöl
stammen (die auch Isoparaffine bezeichnet werden), beispielsweise
Isododecan (das auch als 2,2,4,4,6-Pentamethylheptan bezeichnet
wird), Isodecan, Isohexadecan, und beispielsweise Ölen, die
unter den Handelsbezeichnungen "Isopars" oder Permethyls
im Handel erhältlich
sind, verzweigten C8-16-Estern, Isohexylneopentanoat
und deren Gemischen ausgewählt
werden. Weitere flüchtige
Kohlenwasserstofföle,
wie Erdöldestillate,
insbesondere die unter der Bezeichnung Shell Solt von der Firma
SHELL erhältlichen
Produkte, können
ebenfalls verwendet werden. Das flüchtige Lösungsmittel ist vorzugsweise
unter den flüchtigen Kohlenwasserstoffölen mit
8 bis 16 Kohlenstoffatomen und deren Gemischen ausgewählt.
-
Von
den flüchtigen Ölen können die
flüchtigen
Silicone verwendet werden, beispielsweise geradkettige oder cyclische
flüchtige
Siliconöle,
insbesondere solche mit einer Viskosität ≤ 6 Centistoke (6·10–6 m2/s), die insbesondere 2 bis 10 Siliciumatome
aufweisen, wobei diese Silicone gegebenenfalls Alkyl- oder Alkoxygruppen
mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen enthalten. Als erfindungsgemäß verwendbares
flüchtiges
Siliconöl
können insbesondere
Octomethylcyclotetrasiloxan, Decamethylcyclopentasiloxan, Dodecamethylcyclohexasiloxan, Heptamethylhexyltrisiloxan,
Heptamethyloctyltrisiloxan, Hexamethyldisiloxan, Octamethyltrisiloxan,
Decamethyltetrasiloxan, Dodecamethylpentasiloxan und deren Gemische
angegeben werden.
-
Das
flüchtige Öl kann in
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in einer Menge von 0,1 bis 98 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, und vorzugsweise 1 bis 65 Gew.-% enthalten
sein.
-
Die
Zusammensetzung kann auch mindestens ein nichtflüchtiges Öl enthalten, das insbesondere
unter den nichtflüchtigen
Kohlenwasserstoffölen
und/oder Siliconölen
ausgewählt
ist.
-
Von
den nichtflüchtigen
Kohlenwasserstoffölen
kommen in Betracht:
- – Kohlenwasserstofföle pflanzlicher
Herkunft, wie Triglyceride, die aus Estern von Fettsäuren und
Glycerin bestehen, bei denen die Fettsäuren Kettenlängen von
4 bis 24 Kohlenstoffatomen aufwei sen können, wobei diese geradkettig
oder verzweigt, gesättigt
oder ungesättigt,
vorliegen können;
bei diesen Ölen
handelt es sich insbesondere um Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Traubenkernöl, Sesamöl, Maisöl, Aprikosenkernöl, Ricinusöl, Sheabutter,
Avocadoöl,
Olivenöl,
Sojaöl,
Süßmandelöl, Palmöl, Rapsöl, Baumwollsamenöl, Haselnussöl, Macadamiaöl, Jojobaöl, Lucerneöl, Mohnöl, Kürbiskernöl (aus Potimarron),
Sesamöl,
Kürbiskernöl, Rapsöl, Cassisöl, Nachtkerzenöl, Hirseöl, Gerstenöl, Quinoaöl, Roggenöl, Distelöl, Kukuinussöl, Passionsblumenöl, Wildrosenöl; oder
auch Triglyceride von Capryl/Caprinsäure, beispielsweise die von
der Firma Stearineries Dubois erhältlichen Produkte oder die
Produkte, die unter den Bezeichnungen Miglyol 810, 812 und 818 von
der Firma Dynamit Nobel im Handel erhältlich sind;
- – synthetische
Ether mit 10 bis 40 Kohlenstoffatomen;
- – geradkettige
oder verzweigte Kohlenwasserstoffe mineralischer oder synthetischer
Herkunft, wie Vaseline, Polydecene, hydriertes Polyisobuten, beispielsweise
Parleam, Squalan und deren Gemische;
- – synthetische
Ester, beispielsweise die der Formel R1COOR2, worin R1 den Rest
einer geradkettigen oder verzweigten Fettsäure mit 1 bis 40 Kohlenstoffatomen
und R2 eine Kohlenwasserstoffkette und insbesondere
eine verzweigte Kohlenwasserstoffkette mit 1 bis 40 Kohlenstoffatomen
bedeutet, mit der Maßgabe, dass
R5 + R6 ≥ 10 sind,
wie beispielsweise Purcellinöl
(Cetostearyloctanoat), Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Benzoat
von C12-15-Alkoholen, Hexyllaurat, Diisopropyladipat,
Isononylnonanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, Isostearylisostearat, Octanoate,
Decanoate oder Ricinoleate von Alkoholen oder Polyalkoholen, beispielsweise
Isostearyllactat, Diisostearylmalat; und Pentaerythritester;
- – bei
Umgebungstemperatur flüssige
Fettalkohole mit verzweigter und/oder ungesättigter Kohlenstoffkette mit
12 bis 26 Kohlenstoffatomen, beispielsweise Octyldodecanol, Isostearylalkohol,
Oleylalkohol, 2-Hexyldecanol, 2-Butylactanol, 2-Undecylpentadecanol;
- – höhere Fettsäuren, wie Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure; und
deren Gemische.
-
Die
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendbaren nichtflüchtigen
Siliconöle
können nichtflüchtige Polydimethylsiloxane
(PDMS), Polydimethylsiloxane, die Alkyl- oder Alkoxygruppen als
Seitenketten und/oder am Ende der Siliconkette enthalten, wobei
die Gruppen jeweils 2 bis 24 Kohlenstoffatome aufweisen, phenylierte
Silicone, wie Phenyltrimethicone, Phenyldimethicone, Phenyltrimethylsiloxydiphenylsiloxane,
Diphenyldimethicone, Diphenylmethyldiphenyltrisiloxane und 2-Phenylethyltrimethylsiloxysilicate
sein.
-
Die
nichtflüchtigen Öle können in
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in einer Menge von 0 bis 50 % (insbesondere 0,1 bis 50 %), vorzugsweise
0 bis 40 Gew.-% (insbesondere 0,1 bis 40 %), bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, und besser 0 bis 30 Gew.-% (insbesondere 0,1
bis 30 %) enthalten sein.
-
Die
Erfindung kann außerdem
ein zusätzliches
Wachs enthalten, das sich von dem ersten klebrigen Wachs und dem
zweiten harten Wachs unterscheiden, die oben beschrieben wurden.
Das zusätzliche
Wachs kann beispielsweise unter Bienenwachs, Paraffinwachsen, hydriertem
Ricinusöl
und Siliconwachsen ausgewählt
werden.
-
Das
zusätzliche
Wachs kann in Form einer Wachsmikrodispersion vorliegen, wie sie
weiter oben für das
erste Wachs und das zweite Wachs beschrieben worden ist.
-
Das
zusätzliche
Wachs kann in der Zusammensetzung in einer Menge von 0,1 bis 50
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorzugsweise
0,5 bis 30 Gew.-% und besser 1 bis 20 Gew.-% enthalten sein.
-
Der
Mengenanteil an Wachsen insgesamt (erstes Wachs und/oder zweites
Wachs und/oder zusätzliches
Wachs) in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann im Bereich von 5 bis 70 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorzugsweise 10 bis 60 % und besser 15 bis
50 Gew.-% liegen.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann mindestens eine bei Umgebungstemperatur pastöse Fettsubstanz
enthalten. Unter einer "pastösen Fettsubstanz" werden im Sinne
der Erfindung Fettsubstanzen mit einem Schmelzpunkt von 20 bis 55°C, vorzugsweise
25 bis 45°C
und/oder einer Viskosität
von 0,1 bis 40 Pa·s
(1 bis 400 Poise) bei 40°C
und vorzugsweise 0,5 bis 25 Pa·s
verstanden, wobei die Viskosität
mit einer Vorrichtung Contraves TV oder Rheomat 80 gemessen wird,
die mit einem beweglichen Teil ausgestattet ist, das sich bei 60
Hz dreht. Der Fachmann kann auf der Basis seiner allgemeinen Kenntnisse
das mobile Teil zur Bestimmung der Viskosität unter den mobilen Teilen
MS-r3 und MS-r4 so auswählen,
dass die getestete pastöse
Verbindung gemessen werden kann.
-
Die
Fettsubstanzen sind vorzugsweise Kohlenwasserstoffe, gegebenenfalls
vom polymeren Typ; sie können
auch unter den Siliconverbindungen ausgewählt werden; sie können ferner
als Gemisch von Kohlenwasserstoffverbindungen und/oder Siliconverbindungen
vorliegen. Im Falle eines Gemisches von verschiedenen pastösen Fettsubstanzen
werden vorzugsweise in einem überwiegenden
Anteil pastöse
Kohlenwasserstoffverbindungen (die Kohlenstoffatome und Wasserstoffatome
und gegebenenfalls Estergruppen enthalten) verwendet.
-
Von
den pastösen
Verbindungen, die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verwendet
werden können,
können
die Lanoline und Lanolinderivate, beispielsweise acetylierte Lanoline
oder propoxylierte Lanoline oder Isopropyllanolat mit einer Viskosität von 18
bis 21 Pa·s
und vorzugsweise 19 bis 20,5 Pa·s und/oder einen Schmelzpunkt
von 30 bis 55°C
und deren Gemische angegeben werden. Es können auch Ester von Fettsäuren oder
Fettalkoholen verwendet werden, insbesondere solche mit 20 bis 65
Kohlenstoffatomen (Schmelzpunkt in der Größenordnung von 20 bis 35°C und/oder
Viskosität
von 0,1 bis 40 Pa·s
bei 40°C), beispielsweise
Triisostearylcitrat oder Cetylcitrat; Arachidylpropionat; Polyvinyllaurat;
Cholesterinester, beispielsweise Triglyceride pflanzlicher Herkunft,
wie hydrierte pflanzliche Öle,
viskose Polyester, beispielsweise Poly(12-hydroxystearinsäure) und deren Gemische verwendet
werden.
-
Es
können
auch siliconierte pastöse
Fettsubstanzen angegeben werden, wie Polydimethylsiloxane (PDMS)
mit Seitenketten vom Alkyl- oder
Alkoxytyp, die 8 bis 24 Kohlenstoffatome enthalten und einen Schmelzpunkt
von 20–55°C aufweisen,
beispielsweise Stearyldi methicone, insbesondere solche, die von
der Firma Dow Corning unter der Handelsbezeichnung DC2503 und DC25514
erhältlich
sind, und deren Gemische.
-
Die
pastöse
Fettsubstanz kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einer
Menge von 0,01 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, vorzugsweise 0,5 bis 45 Gew.-% und besser 2 bis
30 Gew.-%, enthalten sein.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann emulierende Tenside enthalten, die insbesondere in einer Menge
von 2 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
und besser 5 bis 15 % vorliegen. Diese grenzflächenaktiven Stoffe können unter
den anionischen oder nichtionischen Tensiden ausgewählt werden.
Es kann auf die Druckschrift "Encyclopedia
of Chemical Technology, KIRK-OTHMER", Band 22, S. 333–432, 3. Ausgabe, 1979, WILEY,
für die
Definitionen der Eigenschaften und Funktionen (emulgierend) der
grenzflächenaktiven
Stoffe verwiesen werden, insbesondere auf die Seiten 347–377 dieser
Referenz für
die anionischen und nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffe.
-
Die
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
bevorzugt verwendeten grenzflächenaktiven
Stoffe sind unter den folgenden Verbindungen ausgewählt:
- – von
den nichtionischen grenzflächenaktiven
Stoffen: Fettsäuren,
Fettalkohole, polyethoxylierte oder mehrfach mit Glycerin veretherte
Fettalkohole, beispielsweise Stearylalkohol oder Cetylstearylalkohol,
die polyethoxyliert sind, Saccharosefettsäu reester, Alkylglucoseester,
insbesondere polyethoxylierte C1-6-Alkylglucoseester
und deren Gemische;
- – von
den anionischen grenzflächenaktiven
Stoffen: C16-30-Fettsäuren, die mit Aminen, Ammoniak
oder Alkalisalzen neutralisiert sind, und deren Gemischen.
-
Vorzugsweise
werden grenzflächenaktive
Stoffe verwendet, mit denen Öl-in-Wasser-Emulsionen
oder Wachs-in-Wasser-Emulsionen erhalten werden können.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann mindestens ein filmbildendes Polymer enthalten.
-
Das
filmbildende Polymer kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einem
Trockensubstanzgehalt von 0,1 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorzugsweise 0,5 bis 40 Gew.-% und besser 1
bis 30 Gew.-% enthalten sein.
-
In
der vorliegenden Anmeldung werden unter einem "filmbildenden Polymer" Polymere verstanden, die
für sich
alleine oder in Gegenwart eines Hilfsmittels für die Filmbildung einen kontinuierlichen
und haftenden Film auf einem Träger
und insbesondere Keratinsubstanzen bilden können.
-
Von
den filmbildenden Polymeren, die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendbar sind, können
die synthetischen Polymere vom radikalischen Typ oder Polykondensattyp,
Polymere natürlicher Herkunft
und deren Gemische genannt werden.
-
Unter
radikalischen filmbildenden Polymeren sind Polymere zu verstehen,
die durch Polymerisation von Monomeren mit ungesättigter Bindung und insbesondere
ethylenisch ungesättigter
Bindung erhalten werden, wobei jedes Monomer zur Homopolymerisation
befähigt
ist (im Gegensatz zu Polykondensaten).
-
Die
filmbildenden Polymere vom radikalischen Typ können insbesondere Vinylpolymere
oder Vinylcopolymere und besonders Acrylpolymere sein.
-
Die
filmbildenden Vinylpolymere können
bei der Polymerisation von Monomeren mit ethylenischer Doppelbindung,
die mindestens eine Säuregruppe
enthalten, und/oder Estern dieser Säuremonomere und/oder Amiden
dieser Säuremonomere
gebildet werden.
-
Als
Monomer mit Säuregruppe
können α,β-ethylenisch
ungesättigte
Carbonsäuren
verwendet werden, wie Acrylsäure,
Methacrylsäure,
Crotonsäure,
Maleinsäure
und Itaconsäure.
Vorzugsweise verwendet man (Meth)acrylsäure und Crotonsäure und
besonders bevorzugt (Meth)acrylsäure.
-
Die
Ester von Säuremonomeren
sind vorteilhaft unter (Meth)acrylsäureestern (die auch als (Meth)acrylate
bezeichnet werden), insbesondere Alkyl(meth)acrylaten, besonders
C1-30-Alkyl(meth)acrylaten und
vorzugsweise C1-20-Alkyl(meth)acrylaten,
Aryl(meth)acrylaten, insbesondere C6-10-Allyl(meth)acrylaten, Hydroxyalkyl(meth)acrylaten
und besonders C2-6-Hydroxyalkyl(meth)-acrylaten ausgewählt.
-
Von
den Alkyl(meth)acrylaten sind Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat,
Butylmethacrylat, Isobutylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat,
Laurylmethacrylat und Cyclohexylmethacrylat zu nennen.
-
Von
den Hydroxyalkyl(meth)acrylaten kommen Hydroxyethylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat,
Hydroxyethylmethacrylat, 2-Hydroxypropylmethacrylat in Betracht.
-
Von
den Aryl(meth)acrylaten sind Benzylacrylat und Phenylacrylat zu
nennen.
-
Besonders
bevorzugte (Meth)acrylsäureester
sind die Alkyl-(meth)acrylate.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die Alkylgruppe der Ester fluoriert oder perfluoriert
sein, d. h. ein Teil der Wasserstoffatome der Alkylgruppe oder alle
Wasserstoffgruppe der Alkylgruppe sind durch Fluoratome ersetzt.
-
Von
den Amiden der Säuremonomere
können
beispielsweise die (Meth)acrylamide und insbesondere N-Alkyl(meth)acrylamide
und besonders Verbindungen mit C2-12-Alkylgruppe
angegeben werden. Von den N-Alkyl(meth)acrylamiden können N-Ethylacrylamid,
N-t-Butylamid, N-t-Octylacrylamid
und N-Undecylacrylamid genannt werden.
-
Die
filmbildenden Vinylpolymere können
auch bei der Homopolymerisation oder Copolymerisation von Monomeren
gebildet werden, die unter den Vinylestern und Styrolmonomeren ausgewählt sind.
Diese Monomere können
insbesondere mit Säuremonomeren
und/oder de ren Estern und/oder deren Amiden polymerisiert werden,
wie sie oben angegeben wurden.
-
Von
den Vinylestern können
beispielsweise Vinylacetat, Vinylneodecanoat, Vinylpivalat, Vinylbenzoat und
Vinyl-t-butylbenzoat angegeben werden.
-
Von
den Styrolmonomeren können
Styrol und α-Methylstyrol
genannt werden.
-
Von
den filmbildenden Polykondensaten sind die Polyurethane, Polyester,
Polyesteramide, Polyamide, Epoxyesterharze und Polyharnstoffe zu
nennen.
-
Die
Polyurethane können
unter den anionischen, kationischen, nichtionischen oder amphoteren
Polyurethanen, Polyurethanacrylverbindungen, Polyurethan-polyvinylpyrrolidonen,
Polyesterpolyurethanen, Polyether-polyurethanen, Polyharnstoffen,
Polyharnstoff-polyurethanen und deren Gemischen ausgewählt werden.
-
Die
Polyester können
in bekannter Weise durch Polykondensation von Dicarbonsäuren mit
Polyolen und insbesondere Diolen hergestellt werden.
-
Die
Dicarbonsäure
kann aliphatisch, alicyclisch oder aromatisch sein. Es kommen beispielsweise
die folgenden Säuren
in Betracht: Oxalsäure,
Malonsäure,
Dimethylmalonsäure,
Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, 2,2-Dimethylglutarsäure, Azelainsäure, Suberinsäure, Sebacinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Itaconsäure, Phthalsäure, Dodecandisäure, 1,3-Cyclohexandicarbonsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, 2,5-Norbornandicarbonsäure, Diglycolsäure, Thio dipropionsäure, 2,5-Naphthalindicarbonsäure und
2,6-Naphthalindicarbonsäure.
Die Dicarbonsäuren
können
einzeln oder als Kombination von mindestens zwei Dicarbonsäuremonomeren
verwendet werden. Von diesen Monomeren werden bevorzugt Phthalsäure, Isophthalsäure und
Terephthalsäure
gewählt.
-
Das
Diol kann unter den aliphatischen, alicyclischen und aromatischen
Diolen ausgewählt
werden. Vorzugsweise verwendet man ein Diol, das ausgewählt ist
unter: Ethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, 1,3-Propandiol,
Cyclohexandimethanol, 4-Butandiol.
Als weitere Polyole können
Glycerin, Pentaerythrit, Sorbit und Trimethylolpropan verwendet
werden.
-
Die
Polyesteramide können
analog zu den Polyestern durch Polykondensation von Disäuren mit
Diaminen oder Aminoalkoholen hergestellt werden. Als Diamin kann
man Ethylendiamin, Hexamethylendiamin, meta- oder para-Phenylendiamin
verwenden. Als Aminoalkohol kann Monoethanolamin verwendet werden.
-
Der
Polyester kann ferner mindestens ein Monomer enthalten, das mindestens
eine Gruppe -SO3M trägt, wobei M ein Wasserstoffatom,
ein Ammoniumion NH4 + oder
ein Metallion bedeutet, beispielsweise ein Ion Na+,
Li+, K+, Mg2+, Ca2+, Cu2+, Fe2+, Fe3+. Es kann insbesondere ein bifunktionelles
aromatisches Monomer verwendet werden, das eine solche Gruppe -SO3M trägt.
-
Der
aromatische Kern des aromatischen bifunktionellen Monomers mit mindestens
einer Gruppe -SO3M, wie sie oben beschrieben
wurde, kann beispielsweise unter Benzol, Naphthalin, Anthracen, Diphenyl, Oxydiphenyl,
Sulfonyldiphenyl, Methylendiphenyl ausgewählt werden. Es können beispielsweise
aromatische bifunktionelle Monomere genannt werden, die ferner eine
Gruppe -SO3M aufweisen: Sulfoisophthalsäure, Sulfoterephthalsäure, Sulfophthalsäure und
4-Sulfonaphthalin-2,7-dicarbonsäure.
-
Vorzugsweise
werden Copolymere auf Isophthalat/Sulfoisophthalatbasis verwendet,
besonders Copolymere, die durch Kondensation von Diethylenglycol,
Cyclohexandimethanol, Isophthalsäure
und Sulfoisophthalsäure
hergestellt werden.
-
Die
Polymere natürlicher
Herkunft, die gegebenenfalls modifiziert sind, können unter Schellack, Sandarak,
Dammarharzen, Elemi, Kopalen, Cellulosepolymeren und deren Gemischen
ausgewählt
werden.
-
Nach
einer ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann das filmbildende Polymer ein wasserlösliches Polymer sein und in
einer wässerigen
Phase der Zusammensetzung enthalten sein; das Polymer ist somit
in der wässerigen
Phase der Zusammensetzung löslich.
Beispiele für
wasserlösliche
filmbildende Polymere sind:
- – Proteine,
wie Proteine pflanzlicher Herkunft, beispielsweise Proteine aus
Weizen und Soja; Proteine tierischer Herkunft, wie Keratine, beispielsweise
Keratinhydrolysate und Sulfokeratine;
- – Cellulosepolymere,
wie Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Methylcellulose,
Ethylhydroxyethylcellulose, Carboxymethylcellulose, sowie die quaternisierten
Cellulosederivate;
- – Acrylpolymere
oder Acrylcopolymere, wie Polyacrylate oder Polymethacrylate;
- – Vinylpolymere,
wie Polyvinylpyrrolidone, Copolymere von Methylvinylether und Maleinsäureanhydrid,
das Copolymer von Vinylacetat und Crotonsäure; Copolymere von Vinylpyrrolidon
und Vinylacetat; Copolymere von Vinylpyrrolidon und Caprolactam;
Polyvinylalkohol;
- – Polymere
natürlicher
Herkunft, die gegebenenfalls modifiziert sind, beispielsweise:
• Gummi Arabicum,
Guargummi, Xanthanderivate, Karaya-Gummi;
• Alginate und Carrageenane;
• Glyosaminoglycane,
Hyaluronsäure
und ihre Derivate;
• Schellack,
Sandarak, Dammarharze, Elemi, Kopale;
• Desoxyribonucleinsäure;
• Mucopolysaccharide,
wie Chondroitinsulfat; und deren Gemische.
-
Nach
einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann das filmbildende Polymer ein Polymer sein, das in einer flüssigen Fettphase
solubilisiert ist, die Öle
oder organische Lösungsmittel
umfasst, wie die oben beschriebenen (das filmbildende Polymer wird
dann als fettlösliches
Polymer bezeichnet). Unter einer "flüssigen
Fettphase" wird
im Sinne der Erfindung eine bei Umgebungstemperatur (25°C) und Atmosphärendruck
(760 mm Hg, d. h. 105 Pa) flüssige Verbindung
verstanden, die aus einer oder mehreren bei Umgebungstemperatur
flüssigen
Fettsubstanzen zusammengesetzt ist, die auch als Öle bezeichnet
werden und im Allgemeinen miteinander verträglich sind.
-
Die
flüssige
Fettphase umfasst vorzugsweise ein flüchtiges Öl, gegebenenfalls im Gemisch
mit einem nichtflüchtigen Öl, wobei
die Öle
unter den oben genannten Ölen
ausgewählt
werden können.
-
Als
Beispiel für
ein fettlösliches
Polymer können
die Copolymere von Vinylester (wobei die Vinylgruppe direkt an das
Sauerstoffatom der Estergruppe gebunden ist und der Vinylester eine
gesättigte,
geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe aufweist, die
an das Carbonyl der Estergruppe gebunden ist) und mindestens einem
weiteren Monomer, das ein Vinylester (von dem bereits vorliegenden
Vinylester verschieden), ein α-Olefin
(mit 8 bis 28 Kohlenstoffatomen), ein Alkylvinylether (dessen Alkylgruppe
2 bis 18 Kohlenstoffatome enthält)
oder ein Allyl- oder Methallylester sein kann (mit gesättigter,
geradkettiger oder verzweigter Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis
19 Kohlenstoffatomen, die an die Carbonylgruppe des Esters gebunden ist).
-
Diese
Copolymere können
mit Vernetzungsmitteln vernetzt sein, die entweder vom Vinyltyp
oder vom Allyl- oder Methallyltyp sein können, wie Tetraallyloxyethan,
Divinylbenzol, Divinyloctandioat, Divinyldodecandioat und Divinyloctadecandioat.
-
Als
Beispiele für
solche Copolymere können
angegeben werden: Vinylacetat/Allylstearat, Vinylacetat/Vinyllaurat,
Vinylacetat/Vinylstearat, Vinylacetat/Octadecen, Vinylacetat/Octadecylvinylether,
Vinylpropionat/Allyllaurat, Vinylpropionat/Vinyllaurat, Vinylstearat/1-Octadecen, Vinylacetat/1-Dodecen,
Vinylstearat/Ethylvinylether, Vinylpropionat/Cetylvinylether, Vinylstearat/Allylacetat,
Vinyl-2,2-dimethyloctanoat/Vinyllaurat,
Allyl-2,2- dimethylpentanoat/Vinyllaurat,
Vinyldimethylpropionat/Vinylstearat, Allyldimethylpropionat/Vinylstearat,
Vinylpropionat/Vinylstearat, vernetzt mit 0,2 % Divinylbenzol, Vinyldimethylpropionat/Vinyllaurat, vernetzt
mit 0,2 % Divinylbenzol, Vinylacetat/Octadecylvinylether, vernetzt
mit 0,2 % Tetraallyloxyethan, Vinylacetat/Allylstearat, vernetzt
mit 0,2 % Divinylbenzol, Vinylacetat/1-Octadecen, vernetzt mit 0,2
% Divinylbenzol und Allylpropioat/Allylstearat, vernetzt mit 0,2
% Divinylbenzol.
-
Von
den fettlöslichen
filmbildenden Polymeren können
insbesondere die fettlöslichen
Copolymere und besonders solche Copolymere angegeben werden, die
bei der Copolymerisation von Vinylestern mit 9 bis 22 Kohlenstoffatomen
oder Alkylacrylaten oder Alkylmethacrylaten gebildet werden, wobei
die Alkylgruppen 10 bis 20 Kohlenstoffatome aufweisen.
-
Solche
fettlöslichen
Copolymere können
unter den Copolymeren Polyvinylstearat, Polyvinylstearat, vernetzt
mit Divinylbenzol, Diallylether oder Diallylphthalat, Polystearyl(meth)acrylat,
Polyvinyllaurat, Polylauryl(meth)acrylat ausgewählt werden, wobei die Poly(meth)-acrylate mit Ethylenglycoldimethacrylat
oder Tetraethylenglycol vernetzt sein können. Die oben definierten
fettlöslichen
Copolymere sind bekannt und insbesondere in der Anmeldung FR-A-2232303
beschrieben worden; sie können
eine gewichtsmittlere Molmasse von 2.000 bis 500.000 und vorzugsweise
4.000 bis 200.000 besitzen.
-
Die
erfindungsgemäß verwendbaren
fettlöslichen
filmbildenden Polymere können
auch Polyalkylene und besonders Copolymere von C2-20-Alkenen
sein, wie Polybuten, Alkylcellulose mit einer geradkettigen oder verzweigten,
gesättigten
oder ungesättigten
C1-8-Alkylgruppe,
wie Ethylcellulose und Propylcellulose, Copolymere von Vinylpyrrolidon
(VP) und insbesondere Copolymere von Vinylpyrrolidon und einem C2-40-Alken und besser einem C3-20-Alken.
Als Beispiel für
erfindungsgemäß verwendbare
VP-Copolymere können
das Copolymer VP/Vinylacetat, VP/Ethylmethacrylat, butyliertes Polyvinylpyrrolidon
(PVP), VP/Ethylmethacrylat/Methacrylsäure, VP/Eicosen, VP/Hexadecen,
VP/Triaconten, VP/Styrol, VP/Acryl-säure/Laurylmethacrylat
angegeben werden.
-
Das
filmbildende Polymer kann in der Zusammensetzung in Form von Partikeln,
dispergiert in einer wässerigen
Phase oder einer nichtwässerigen
Lösungsmittelphase
vorliegen, die auch als Latex oder Pseudolatex bekannt ist. Verfahren
zur Herstellung solcher Dispersionen sind dem Fachmann bekannt.
-
Als
wässerige
Dispersion des filmbildenden Polymers können die Acryldispersionen,
die unter den Bezeichnungen "Neocryl
XK-90®", "Neocryl A-1070®", "Neocryl A-1090®", "Neocryl BT-62®", "Neocryl A-1079®" und Neocryl A-523® von
der Firma AVECIA-NEORESINS, "Dow
Latex 432®" von der Firma DOW
CHEMICAL, "Daitosol
5000 AD®" von der Firma DAITO
KASEY KOGYO im Handel angeboten werden; oder wässerige Polyurethandispersionen,
die unter den Bezeichnungen "Neorez
R-981®" und "Neorez R-974®" von der Firma AVECIA-NEORESINS, "Avalure UR-405®", "Avalure UR-410®", "Avalure UR-425®", "Avalure UR-450®", "Sancure 875®", "Sancure 861®", "Sancure 878®" und "Sancure 2060®" von der Firma GOODRICH, "Impranil 85® von
der Firma BAYER, "Aquamere
H-1511®" von der Firma HYDROMER;
die Sulfopolyester, die unter der Marke "Eastman AQ®" von der Firma EASTMAN
CHEMICAL PRODUCTS erhältlich
sind, Vinyldispersionen, wie "Mexomère PAM" und auch Acryldispersionen
in Isododecan, vorzugsweise "Mexomère PAP" von der Firma CHIMEX,
angegeben werden.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann einen Weichmacher enthalten, der die Bildung eines Films mit
dem filmbildenden Polymer begünstigt.
Ein solcher Weichmacher kann unter allen Verbindungen ausgewählt werden,
von denen der Fachmann weiß,
dass sie die gewünschte
Funktion erfüllen
können.
-
Zusatzstoffe
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch ein Farbmittel enthalten, wie pulverförmige Farbmittel, fettlösliche Farbstoffe
und wasserlösliche
Farbstoffe. Das Farbmittel kann in einer Menge von 0,01 bis 30 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten sein.
-
Die
pulverförmigen
Farbmittel können
unter den Pigmenten und Perlglanzpigmenten ausgewählt werden.
-
Die
Pigmente können
weiß oder
farbig, anorganisch und/oder organisch, umhüllt oder nicht umhüllt sein.
Von den anorganischen Pigmenten können Titandioxid, das gegebenenfalls
an der Oberfläche
behandelt ist, die Oxide von Zirconium, Zink oder Cer sowie die
Oxide von Eisen oder Chrom, Manganviolett, Ultramarinblau, Chrom hydrat
und Eisenblau angegeben werden. Von den organischen Pigmenten sind
Ruß, die
Pigmente vom Typ D&C
und die Lacke auf der Basis von Cochenille-Karmin, Barium, Strontium,
Calcium und Aluminium zu nennen.
-
Die
Perlglanzpigmente können
unter den weißen
Perlglanzpigmenten, wie mit Titan oder Bismutoxidchlorid überzogenen
Glimmerpigmenten und farbigen Perlglanzpigmenten ausgewählt sein,
wie Titanglimmerpigmenten mit Eisenoxiden, Titanglimmerpigmenten
insbesondere mit Eisenblau oder Chromoxid, Titanglimmerpigmenten
mit einem organischen Pigment vom vorgenannten Typ sowie den Perlglanzpigmenten
auf der Basis von Bismutoxidchlorid.
-
Fettlösliche Farbstoffe
sind beispielsweise Sudanrot, D&C
Red 17, D&C Green
6, β-Carotin,
Sojaöl, Sudanbraun,
D&C Yellow 11,
D&C Violet 2,
D&C Orange 5,
Chinolingelb und Orlean. Die wasserlöslichen Farbstoffe sind beispielsweise
Rote-Beete-Saft, Methylenblau, das Dinatriumsalz von Ponceau, das
Dinatriumsalz von Alizaringrün,
Chinolingelb, das Trinatriumsalz von Amaranth, das Dinatriumsalz
von Tartrazin, das Mononatriumsalz von Rhodamin, das Dinatriumsalz
von Fuchsin, Xanthophyll.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ferner beliebige Zusatzstoffe enthalten, die gewöhnlich in
der Kosmetik verwendet werden, beispielsweise Antioxidantien, Füllstoffe,
Konservierungsmittel, Parfums, Neutralisationsmittel, Verdickungsmittel,
Vitamine, Weichmacher und deren Gemische.
-
Nach
einer speziellen Ausführungsform
der Erfindung enthält
die Zusammensetzung keine UV-Filter (organische Filter oder anorganische
Filter; Filter, die UV-Strahlung absorbieren oder reflektieren).
-
Der
Fachmann wird natürlich
die gegebenenfalls vorliegenden Zusatzstoffe und/oder deren Mengenanteile
so auswählen,
dass die vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
durch den beabsichtigten Zusatz nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann nach bekannten Verfahren hergestellt werden, die gewöhnlich in
der Kosmetik durchgeführt
werden.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
ist vorzugsweise eine Zusammensetzung zum Überziehen von Keratinfasern
und besonders eine Mascara, die in einem Produkt zum Aufbringen
konfektioniert ist, das einen Behälter und ein ablösbares Mittel
zum Schließen
und vorzugsweise dichtem Verschließen des Behälters umfasst.
-
Die
Applikationseinheit kann außerdem
ein Applikationselement zum Aufbringen der Schminkzusammensetzung
auf die Keratinfasern und insbesondere die Wimpern enthalten, wobei
das Applikationselement die Entnahme der Zusammensetzung und das
Aufbringen der entnommenen Zusammensetzung auf die Wimpern ermöglicht.
Diese Applikationselement ist vorzugsweise fest mit den Mitteln
zum dichten Verschließen
der Einheit verbunden.
-
Die
Applikationseinheit kann ein Organ zum Abstreifen (oder Abstreifer)
des Applikationselements enthalten, wobei das Organ zum Abstreifen
fest mit dem Behälter
verbunden sein kann.
-
Das
Applikationselement kann vorzugsweise ein dem Fachmann wohl bekanntes
Mascarabürstchen sein.
Eine solche Bürste
weist insbesondere Haare auf, die radial um eine gedrehte Seele
angeordnet sind, insbesondere eine Metallseele. Die Bürste kann
in unterschiedlicher Weise geformt sein und Einschnitte aufweisen.
Mascarabürstchen
sind beispielsweise in den Druckschriften FR-A-2607373, EP-A-611170, EP-A-811336,
EP-A-811337 und EP-A-842620 beschrieben worden.
-
In
der 1, auf die sich im Folgenden bezogen wird, ist
eine bevorzugte Ausführungsform
einer Konfektionierungs- und Applikationseinheit 1 dargestellt,
die eine Mascarazusammensetzung gemäß der Erfindung enthält.
-
Die
Konfektionierungs- und Applikationseinheit 1 umfasst einen
Behälter 2,
auf dem sich ein Hals mit einem Gewinde 3 befindet, dessen
freier Rand eine Öffnung 4 begrenzt.
In der Öffnung 4 ist
ein Abstreiforgan 5 montiert. Die Einheit 1 umfasst
auch eine Applikationsvorrichtung 10, die einen fest mit
einem Stiel 13 verbundenen Stopfen 11 umfasst,
dessen eines Ende einen Applikator 12 trägt, der
im Allgemeinen in Form einer Anordnung von Fasern konfiguriert ist,
die zwischen zwei Armen eines verdrillten Eisendrahts gehalten werden.
Die innere Oberfläche
des Stopfens 11 ist mit einem Gewinde versehen, das mit
dem Gewinde des Halses 3 zusammenwirken kann. Wenn der
Applikator 12 und der Stiel 13 im Inne ren des
Behälters 2 angebracht
sind, rastet das Gewinde des Stopfens 11 so in das Gewinde
des Halses 3 ein, dass der Stopfen die Öffnung 4 des Behälters dicht
verschließt.
-
Alternativ
kann der Applikator aus einem Kamm bestehen, der im Allgemeinen
eine Vielzahl von Zähnen
aufweist, die durch Formen eines Trägers aus einem thermoplastischen
Material gebildet werden. Der Applikator kann auch aus einem Kamm
in Kombination mit einer Bürste
bestehen.
-
Die
Erfindung wird detaillierter anhand der folgenden Beispiele erläutert.
-
Beispiele 1 bis 6:
-
Es
werden eine erfindungsgemäße wasserfreie
Mascara (Beispiel 1) und 5 Mascaras, die nicht zur Erfindung gehören (Beispiel
2 bis 6) mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt, wobei 6
verschiedene Wachse eingesetzt werden:
| – Wachs | 27
g |
| – Bentonit | 5,3
g |
| – Propylencarbonat | 1,7
g |
| – Vinylacetat/Allylstearat-Copolymer
(65/35) (Mexomère
PQ von CHIMEX) | 2,2
g |
| – Polyvinyllaurat
(Mexomère
PP von CHIMEX) | 0,7
g |
| – Kieselsäure | 0,8
g |
| – Pigmente | 3,6
g |
| – Konservierungsmittel
qs | |
| – Isododecan
ad | 100
g |
-
Für jede Zusammensetzung
wird die Viskosität
und der Konsistenzindex bestimmt und man beurteilt die Stabilität bei 25°C.
-
Die
Messung der Viskosität
erfolgt bei 25°C
mit einem Viskosimeter RHEOMAT RM 180, das mit einem beweglichen
Teil Nr. 4 ausgestattet ist, wobei die Messung nach 10-minütiger Drehung
des beweglichen Teils (Zeitspanne, nach der eine Stabilisierung
der Viskosität
und der Drehgeschwindigkeit des beweglichen Teils zu verzeichnen
ist) bei einer Scherung von 200 s–1 durchgeführt wird.
-
Die
Messung des Konsistenzindex erfolgt mit einem Texturometer TA-TX2i
von der Firma RHEO, das mit einer zylindrischen Edelstahlsonde von
12 mm Durchmesser ausgestattet ist.
-
Man
füllt einen
zylindrischen Behälter
(Durchmesser 35 mm und Tiefe 15 mm) mit der zu testenden Mascarazusammensetzung
und nimmt die Oberfläche
des in dem Behälter
enthaltenen Produkts ab, um eine plane Oberfläche des Produkts zu erzeugen.
Die zylindrische Sonde des Texturmessgeräts verschiebt sich mit einer
Geschwindigkeit von 10 mm·s–1;
sie dringt in die Mascara, die in dem zylindrischen Behälter enthalten
ist, bis zu einer Tief von 0,2 mm ein. Man misst die von der Mascara
auf die Sonde ausgeübte
Kraft, wobei die Kraft dem Konsistenzindex der Mascara, ausgedrückt in Pa,
entspricht.
-
Die
Stabilität
wird durch visuelle Beurteilung der Zusammensetzung nach zweiwöchiger Aufbewahrung
bei 25°C
beurteilt.
-
Die
Messung der Klebrigkeit und der Härte des Wachses erfolgt nach
der oben in der Beschreibung angegebenen Messmethode.
-
Man
erhält
die folgenden Ergebnisse:
- (1)
von der Firma Koster Keunen im Handel
- (2) EMERY 1695 von der Firma COGNIS
-
Man
stellt fest, dass die erfindungsgemäße Zusammensetzung 1 stabil
ist und die kleinste Viskosität und
die geringste Konsistenz aufweist. Die Zusammensetzungen 2 und 3
sind zwar stabil, haben jedoch eine größere Viskosität und Konsistenz
als die Zusammensetzung 1. Die Zusammensetzung 4 ist zu dickflüssig und daher
nicht dazu geeignet, mit Hilfe einer Mascarabürste auf die Wimpern aufgetragen
zu werden.
-
Die
Zusammensetzungen 5 und 6 sind nicht stabil: Sie weisen nach zweiwöchiger Aufbewahrung
bei 25°C
2 Phasen auf.
-
Beispiel 7:
-
Es
wird eine Mascara als Wasser-in-Wachs-Emulsion mit der folgenden
Zusammensetzung hergestellt:
| – klebriges
Wachs (Kester Wax K 82 P von der Firma Koster Keunen) | 28
g |
| – 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol | 0,5
g |
| – Triethanolamin | 2,4
g |
| – Stearinsäure | 5,8
g |
| – wasserlösliche nichtionische
Polymere | 4,3
g |
| – Natriumpolymethacrylat
(Darvan 7 von der Firma VANDERBILT) | 0,25
g WS |
| – mit Epichlorhydrin
vernetzte, mit Trimethylamin quaternisierte Hydroxyethylcellulose
(JR 400 von der Firma UNION CARBIDE) | 0,1
g |
| – Pigmente | 5,4
g |
| – Konservierungsmittel
qs | |
| – Wasser
ad | 100
g |
-
Die
Mascara ist nach 24 Stunden bei Raumtemperatur stabil. Sie lässt sich
leicht aufbringen und haftet auf den Wimpern gut. Die Mascara bildet
eine glatte und homogene Schminke und lässt die Wimpern dicker erscheinen.
-
Beispiel 8:
-
Es
wird eine wasserfreie Mascara mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt:
| – klebriges
Wachs (Kester Wax K 82 P von der Firma Koster Keunen) | 30
g |
| – Bentonit | 5,3
g |
| – Propylencarbonat | 1,7
g |
| – Vinylacetat/Allylstearat-Copolymer
(65/35) (Mexomère
PQ von der Firma CHIMEX) | 2,2
g |
| – Polyvinyllaurat
(Mexomère
PP von CHIMEX) | 0,7
g |
| – Stearat
des 12-Hydroxystearinsäureoligomers (SOLSPERSE
21000 von AVECIA) | 0,1
g |
| – Talk | 0,8
g |
| – Pigmente | 4,2
g |
| – Konservierungsmittel
qs | |
| – Isododecan
ad | 100
g |
-
Diese
wasserfeste Mascara haftet auf den Wimpern gut. Auf den Wimpern
wird eine glatte und homogene Schminke gebildet, die die Wimpern
gut trennt.
-
Beispiel 9:
-
Es
wird eine wasserfreie Mascara mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt:
| – klebriges
Wachs (Kester Wax K 82 P von der Firma Koster Keunen) | 35
g |
| – Bentonit | 5,3
g |
| – Propylencarbonat | 1,7
g |
| – Vinylacetat/Allylstearat-Copolymer
(65/35) (Mexomère
PQ von der Firma CHIMEX) | 2,2
g |
| – Polyvinyllaurat
(Mexomère
PP von CHIMEX) | 0,7
g |
| – Stearat
des 12-Hydroxystearinsäureoligomers (SOLSPERSE
21000 von AVECIA) | 0,1
g |
| – Talk | 0,8
g |
| – Pigmente | 4,2
g |
| – Konservierungsmittel
qs | |
| – Isododecan
ad | 100
g |
-
Die
wasserfeste Mascara haftet gut auf den Wimpern. Auf den Wimpern
wird eine glatte und homogene Schminke gebildet, die die Wimpern
füllig
erscheinen lässt.
-
Beispiel 10:
-
Es
wird eine Mascara als Wasser-in-Wachs-Emulsion mit der folgenden
Zusammensetzung hergestellt:
| – klebriges
Wachs (Kester Wax K 82 P von der Firma Koster Keunen) | 27
g |
| – Carnaubawachs | 3
g |
| – 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol | 0,5
g |
| – Triethanolamin | 2,4
g |
| – Stearinsäure | 5,8
g |
| – nichtionische
wasserlösliche
Polymere | 4,3
g |
| – Natriumpolymethacrylat
(Darvan 7 von der Firma VANDERBILT) | 0,25
g WS |
| – mit Epichlorhydrin
vernetzte, mit Trimethylamin quaternisierte Hydroxyethylcellulose
(JR 400 von der Firma UNION CARBIDE) | 0,1
g |
| – Pigmente | 5,4
g |
| – Konservierungsmittel
qs | |
| – Wasser
ad | 100
g |
-
Die
Mascara ist nach 24 Stunden bei Raumtemperatur stabil. Sie lässt sich
leicht aufbringen und haftet auf den Wimpern gut. Die Mascara bildet
eine glatte und homogene Schminke und lässt die Wimpern dicker erscheinen.
-
Beispiele 11 bis 13
-
Es
werden die folgenden wasserfreien Mascaras hergestellt:
| – klebriges
Wachs (Kester Wax K 82 P von der Firma Koster Keunen) | 27
g |
| – Bentonit | 2,66
g |
| – Propylencarbonat | 1,7
g |
| – Vinylacetat/Allylstearat-Copolymer
(65/35) (Mexomère
PQ von CHIMEX) | 2,2
g |
| – Polyvinyllaurat
(Mexomère
PP® von
CHIMEX) | 0,7
g |
| – Stearat
des 12-Hydroxystearinsäureoligomers (SOLSPERSE
21000® von
AVECIA) | 0,1
g |
| – Füllstoff
mit spezifischer Oberfläche | 15
g |
| – Pigmente | 4,2
g |
| – Konservierungsmittel | qs |
| – Isododecan | ad
100 g |
-
Ausgehend
von dieser Formulierung werden drei unterschiedliche Mascaras gemäß der Erfindung hergestellt,
in die jeweils ein spezieller Füllstoff
eingearbeitet wird.
-
Die
Art der drei gewählten
Füllstoffe,
ihre speziellen Eigenschaften und ihre jeweiligen Mengen sind in der
Tabelle 1 angegeben.
-
Die
Kieselsäure
Sunsil 130® ist
von Sunjin Chemical im Handel. Das Polymethylmethacrylat Jurymer MB1® wird
von Nihon Junyakuet angeboten, die Kieselsäure Sunsphere H-51® ist
von Asahi Glass im Handel.
-
Die
Klebrigkeit wird folgendermaßen
beurteilt:
Es wird eine Probe geschminkt, die aus steifen Haaren
(60 Haare von 15 mm Länge)
besteht, indem das Produkt mit einer Bürste in 30 aufeinanderfolgenden
Durchgängen
aufgebracht wird. Nach einstündigem
Trocknen werden die geschminkten Haare mit dem Finger über eine
Hin- und Rückbewegung
gerieben. Die Klebrigkeit wird qualitativ nach dem Grad der verklebten
Haare von 1 (überhaupt
nicht verklebt) bis 3 (sehr verklebt) beurteilt. Die drei so erhaltenen
wasserfesten Mascaras haften auf den Wimpern gut. Die Wimpern sind
glatt und homogen geschminkt und gut getrennt.
-
Beispiel 14
-
Es
wird eine wasserfeste wasserfreie Mascara mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt:
| – klebriges
Wachs (Kester Wax K 82 P von der Firma Koster Keunen) | 32
g |
| – Dextrinpalmitat
(Rheopearl KL® von
Chiba Flour) | 5,3
g |
| – Vinylacetat/Allylstearat-Copolymer
(65/35) (Mexomère
PQ von CHIMEX) | 2,2
g |
| – Polyvinyllaurat
(Mexomère
PP® von
CHIMEX) | 0,75
g |
| – Stearat
des 12-Hydroxystearinsäureoligomers (SOLSPERSE
21000® von
AVECIA) | 0,1
g |
| – Kieselsäure | 10
g |
| – Talk | 0,84
g |
| – Pigmente | 4,6
g |
| – Konservierungsmittel
qs | |
| – Isododecan
ad | 100
g |
-
Die
Mascara lässt
sich auf die Wimpern leicht aufbringen und die Wimpern können dicht
und nichtklebrig geschminkt werden: Die Wimpern sind gut getrennt.
-
Beispiel 15
-
Es
wird eine Mascara als Wachs-Wasser-Emulsion mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt:
| – klebriges
Wachs (Kester Wax K 82 P von der Firma Koster Keunen) | 27
g |
| – Candelillawachs | 5
g |
| – Dextrinpalmitat
(Rheopearl KL® von
Chiba Flour) | 6
g |
| – Stearinsäure | 5,8
g |
| – 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol | 0,5
g |
| – Triethanolamin | 2,4
g |
| – Hydroxyethylcellulose | 0,9
g |
| – Kieselsäure | 5
g |
| – Pigmente | 5,5
g |
| – Konservierungsmittel
qs | |
| – Wasser
ad | 100
g |
-
Die
Mascara lässt
sich auf die Wimpern einfach auftragen, es kann eine homogene Abscheidung
gebildet werden, die die Wimpern füllig aussehen lässt und
voneinander trennt.
-