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Die
Erfindung betrifft neue Benzylmorpholinverbindungen und ihre Verwendung
zur Herstellung eines Arzneimittels, das zur Hemmung der Wiederaufnahme
von Serotonin und Norepinephrin geeignet ist.
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Serotonin
war bei der Ätiologie
von vielen Erkrankungszuständen
verwickelt und ist bei einer mentalen Erkrankung, Depression, Angst,
Schizophrenie, Essstörungen,
obsessiv kompulsiver Störung
(OCD) und Migräne
von Bedeutung. Tatsächlich
dürften
viele der derzeit verwendeten Behandlungen dieser Störungen durch
die Modulation der Serotoningrundeinstellung wirken. Während der
letzten Dekade wurden mehrere Serotoninrezeptorsubtypen charakterisiert.
Dies führte
zur Erkenntnis, dass viele Behandlungen über das serotonerge System
wirken, wie selektive Serotoninwiederaufnahmeinhibitor (SSRI) Antidepressionsmittel,
die die Serotoninübertragung
erhöhen,
beispielsweise das Hydrochloridsalz von Fluoxetin.
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Arzneimittel,
die ihre Hauptwirkung auf das norepinephrinerge System ausüben, waren
für einige
Zeit verfügbar,
jedoch machte es das Fehlen der Selektivität schwierig, spezifische klinische
Effekte zu bestimmen, die durch eine selektive Wirkung auf die Norepinephrinwiederaufnahme
hervorgerufen wurden. Eine sich vermehrende Evidenz deutet an, dass
das norepinephrinerge System Antrieb und Energie moduliert, während das
serotonerge System die Stimmung moduliert. Daher scheint Norepinephrin
eine wichtige Rolle bei den Störungen
der vegetativen Funktion zu spielen, die mit affektiven, angstbezogenen
und kognitiven Störungen
assoziiert sind. Atomoxetinhydrochlorid ist ein selektiver Inhibitor
von Norepinephrin und ist derzeit zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung (ADHD)
in Entwicklung. Reboxetin ist auch ein selektiver Norepinephrinwiederaufnahmeinhibitor
und wird zur Behandlung der Depression vermarktet. Die WO 99 15
177 A beschreibt die Verwendung von Reboxetin zur Behandlung von
ADHD und die WO 01 01 973 beschreibt die Verwendung von S,S-Reboxetin
zur Behandlung von ADHD.
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Norepinephrin-
und Serotoninrezeptoren interagieren bekanntermaßen anatomisch und pharmakologisch.
Verbindungen, die nur Serotonin betreffen, zeigen modulatorische
Effekte auf Norepinephrin, was in Richtung einer wichtigen Beziehung
zwischen den zwei Neurotransmittersystemen deutet.
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Duloxetin,
nämlich
(+)-N-Methyl-3-(1-naphthalinyloxy)-2-thiophenpropanaminhydrochlorid,
hemmt die Wiederaufnahme sowohl von Norepinephrin als auch Serotonin
und ist derzeit in Entwicklung zur Behandlung von Depression und
Harninkontinenz. Die Verbindung Duloxetin wird in
US 5 023 269 A und
US 4 956 388 A beschrieben.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Verbindung der Formel (I) bereitgestellt
worin
R für H steht,
Ar
für eine
aromatische Gruppe steht, die aus Phenyl ausgewählt ist, X für eine Phenylgruppe
steht, R' für H oder
C
1-C
4 Alkyl steht
und R
1 jeweils unabhängig für H oder C
1-C
4 Alkyl steht, und pharmazeutisch annehmbare
Salze hiervon.
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Die
aromatische Gruppe Ar kann substituiertes oder unsubstituiertes
Phenyl sein. Beispielsweise kann Ar für unsubstituiertes Phenyl stehen
oder vorzugsweise Phenyl, das mit 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten
substituiert ist, vorzugsweise mit 1 oder 2, beispielsweise 1 Substituent.
Die substituierte Phenylgruppe ist vorzugsweise in der Position
2 substituiert. Geeignete Substituenten umfassen C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl), S(C1-C4 Alkyl), Halogen und Phenyl, optional substituiert
mit beispielsweise Halogen, C1-C4 Alkyl
oder O(C1-C4 Alkyl).
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Die
Gruppe X kann für
substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl stehen. Beispielsweise
kann X für Phenyl
stehen, das mit 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten substituiert ist,
vorzugsweise mit 1 Substituenten. Geeignete Substituenten umfassen
C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl) und Halogen.
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„C1-C4 Alkyl" umfasst, wie es
hierin verwendet wird, gerade und verzweigtkettige Alkylgruppen
mit 1, 2, 3 oder 4 Kohlenstoffatomen und kann unsubstituiert oder
substituiert sein. C1-C2 Alkylgruppen
sind bevorzugt. Geeignete Substituenten umfassen Halogen. Daher
umfasst der Ausdruck „C1-C4 Alkyl" Halogenalkyl. Ähnliche
Ausdrücke,
die eine unterschiedliche Anzahl an C-Atomen definieren (beispielsweise „C1-C2 Alkyl") haben eine analoge
Bedeutung. Wenn R' für C1-C4 Alkyl steht,
ist es vorzugsweise unsubstituiert. Wenn R1 für C1-C4 Alkyl steht,
ist es vorzugsweise unsubstituiert.
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„Halogen" umfasst F, Cl, Br
und I und steht vorzugsweise für
F oder Cl.
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Für die obigen
Verbindungen der Formel (I) steht R' vorzugsweise für H oder Me. Bevorzugter steht
R' für H.
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Für die Verbindungen
der obigen Formel (I) steht R1 jeweils für H oder
Me, wobei 0, 1, 2 oder 3 von R1 für Me stehen.
Bevorzugter steht nur ein R1 für Me. Am
bevorzugtesten stehen alle R1 für H.
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Für die Verbindungen
der obigen Formel (I) ist es bevorzugt, dass R' und alle R1 für H stehen.
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Besonders
bevorzugte Substituenten für
die Ar Gruppe umfassen Trifluormethyl und Methoxy.
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Eine
bevorzugte Gruppe an Verbindungen gemäß der vorliegenden Erfindung
wird durch die Formel (II) dargestellt:
worin R
2 und
R
3 jeweils unabhängig aus H, C
1-C
4 Alkyl, O(C
1-C
4 Alkyl), S(C
1-C
4 Alkyl), Halogen und Phenyl ausgewählt sind,
und
R
4 aus H, C
1-C
4 Alkyl, O(C
1-C
4 Alkyl) und Halogen ausgewählt ist,
und
pharmazeutisch annehmbare Salze hiervon.
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R2 steht vorzugsweise für C1-C2 Alkyl, O(C1-C2)Alkyl, S(C1-C2 Alkyl), Cl oder F. R3 steht
vorzugsweise für
H, Me oder Cl. R4 steht vorzugsweise für H, C1-C2 Alkyl, O(C1-C2 Alkyl), Cl oder
F.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
sind duale Wiederaufnahmeinhibitoren von Serotonin und Norepinephrin.
Transporter biogener Amine kontrollieren die Menge an biogenen Aminneurotransmittern
im synaptischen Spalt. Die Hemmung der jeweiligen Transporter führt zu einer
Ausspülung
der Konzentration des Neurotransmitters innerhalb des synaptischen
Spalts. Die Verbindungen der Formel (I) und ihre pharmazeutisch
annehmbaren Salze weisen vorzugsweise einen Ki Wert
von weniger als 100 nM am Norepinephrintransporter und einen Ki von weniger als 100 nM am Serotonintransporter
auf, wie dies durch die Scintillationsproximitätstests bestimmt wird, die
später
beschrieben sind. Bevorzugter weisen die Verbindungen der Formel
(I) und ihre pharmazeutisch annehmabren Salze einen Ki Wert
von weniger als 50 nM am Norepinephrintransporter auf und einen
Ki Wert von weniger als 50 nM am Serotonintransporter.
Speziell bevorzugte Verbindungen der Formel (I) und ihre pharmazeutisch
annehmbaren Salze weisen einen Ki Wert von
weniger als 20 nM am Norepinephrintransporter und einen Ki Wert von weniger als 20 nM am Serotonintransporter
auf. Vorzugsweise hemmen die erfindungsgemäßen Verbindungen selektiv die
Norepinephrin- und Serotonintransporter relativ zum Dopamintransporter
um einen Faktor von mindestens 5 und bevorzugter einen Faktor von
mindestens 10. Vorteilhafterweise weisen sie eine verringerte Wechselwirkung
(sowohl als Substrat als auch als Inhibitor) für das Leberenzym Cytochrom
P450 (CYP2D6) auf. Das bedeutet sie weisen vorzugsweise weniger
als 75 % Metabolismus über
den CYP2D6 Weg gemäß dem später beschriebenen
CYP2D6 Substrattest auf und sie weisen vorzugsweise eine HK50 > 6 μM gemäß dem CYP2D6
Inhibitortest auf, der später
beschrieben ist. Sie sind besonders brauchbar zur Behandlung von
Störungen,
die mit Serotonin- und Norepinephrindysfunktion bei Säugern assoziiert
sind, wie ZNS Störungen,
einschließlich
Depression, persistenter Schmerz und stressbedingte Harninkontinenz.
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Der
Ausdruck „Serotonin-
und Norepinephrindysfunktion" bezieht
sich, wie er hierin verwendet wird, auf eine Verringerung der Menge
an Serotonin- und Neuroepinephrinneurotransmitter innerhalb des
synaptischen Spalts unterhalb der, die als normal betrachtet werden
würde.
Daher bezieht sich der Satz „Störungen, die
mit Serotonin- und Norepinephrindysfunktion bei Säugern assoziiert
sind" auf Störungen,
die mit einer Verringerung der Menge an Serotonin- und Norepinephrinneurotransmitter
innerhalb des synaptischen Spalts unterhalb der Menge assoziiert
sind, die als normal für
einen in Frage kommenden Säuger
betrachtet werden würde.
Einige Beispiele für
Störungen,
die mit verringerten Mengen an Serotonin und Norepinephrin im synaptischen
Spalt assoziiert sein dürften,
sind später
beschrieben.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
sind auch zur Behandlung von Störungen
indiziert, die durch eine Erhöhung
der Menge an Serotonin- und Norepinephrinneurotransmitter innerhalb
des synaptischen Spalts eines Säugers
oberhalb der Menge gelindert werden, die für die in Frage kommende Säugerspezies
als normal betrachtet werden würde.
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Der
Ausdruck „Behandlung" bezieht sich, wie
er hierin verwendet wird, sowohl auf die heilende als auch prophylaktische
Behandlung von Störungen,
die mit einer Serotonin- und Norepinephrindysfunktion assoziiert
sind.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
durch die Umsetzung einer Verbindung der Formel (III)
worin R
5 für eine Schutzgruppe,
beispielsweise Benzyl steht, X, R' und R
1 wie
oben für
die Formel I stehen und Y für
eine Abgangsgruppe steht, mit einem Arylthiol hergestellt werden.
Beispiele für
geeignete Abgangsgruppen umfassen Halogen und Mesylat, aber die
Art der Abgangsgruppe ist nicht entscheidend.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können auch durch Schutzgruppenabspaltung
an einer Verbindung der Formel (IV):
worin R
5 für eine Schutzgruppe,
beispielsweise Benzyl steht und Ar, X, R' und R
1 wie
oben in Formel (I) definiert sind, unter Bildung einer Verbindung
der Formel (I) hergestellt werden, optional gefolgt von einer Bildung
eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes.
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Geeignete
N-Schutzgruppen sind dem Fachmann bekannt, wie auch ihre Verfahren
zu ihrer Entfernung. Eine weitere Information über geeignete Schutzgruppen
ist in der gut bekannten Schrift „Protective Groups in Organic
Synthesis", Theodora
W. Greene und Peter G.M. Wuts, John Wiley & Sons, Inc., New York, 1999, Seiten
494–653
enthalten. Bevorzugte N-Schutzgruppen umfassen Benzyl, Allyl, Carbamate,
wie Benzyloxycarbonyl (Cbz) und t-Butyloxycarbonyl (Boc) und Amide.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
durch herkömmliche
organische Chemietechniken aus N-Benzylcyanomorpholin 1 (Route A)
oder N-Benzylmorpholin 2 (Route B) hergestellt werden, wie dies
im späteren
Schema 1 gezeigt ist. Aus Klarheitsgründen wird X als Phenyl gezeigt
und R' und R1 sind als H gezeigt. Es ist ersichtlich,
dass analoge Verfahren für
andere mögliche
Bedeutungen für
X, R' und R1 angewendet werden können.
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Im
Schema 2 wird die Route A detaillierter beschrieben:
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Der
Aminoalkohol kann durch Umsetzung von N-Benzylcyanomorpholin mit
einem Grignardreagenz, gefolgt von einer Säurehydrolyse unter Bildung
des razemischen Phenylketons erhalten werden, das auf einer chiralen
HPLC abgetrennt werden kann. (2R)-Phenylketon kann dann mit DIP-Cl
unter Bildung des Aminoalkohols in hohem diastereomerem Überschuss
reduziert werden. Der Aminoalkohol kann in das Benzylbromid unter
Bildung des gewünschten
N-substituierten Arylthiomorpholins nach der Verdrängung durch
das erforderliche Arylthiol umgewandelt werden. Die Schutzgruppenabspaltung
am tertiären
Amin ergibt die Endprodukte. Eine Schutzgruppenabspaltung kann durch
Umsetzung mit α-Chlorethylchlorformiat
erreicht werden, wie dies in den spezifischen Beispielen beschrieben
ist. Die Schutzgruppenabspaltung kann auch durch Umsetzung mit Phenylchlorformiat,
gefolgt von der Umsetzung des erzeugten Benzylchlorids mit Dimethylamin
vor der Isolierung des Phenylcarbamatzwischenprodukts, das dann
in Isopropanol in Gegenwart von 30 % NaOH hydrolysiert wird, erreicht
werden.
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Details
der Route B sind in Schema 3 gezeigt:
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Die
Behandlung von N-Benzylmorpholin mit einer starken Base, wie Lithiumdiisopropylamid
bei niedriger Temperatur, gefolgt von der Zugabe von Benzaldehyd
ergibt die Aldoladdukte als 2:1 Gemisch der Diastereomerenpaare,
die mittels herkömmlicher
Chromatographietechniken getrennt werden können. Die Reduktion mit einem
Boranreagenz bei erhöhten
Temperaturen ergibt die diastereomeren Aminoalkoholpaare.
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Das
Aminoalkoholpaar (2S, 2'S)
und (2R, 2'R) kann
in das Bromid umgewandelt werden und weiter zu razemischen Arylthiomorpholinen,
wie dies in Schema 4 gezeigt ist. Das Aminoalkoholpaar (2R,2'S) und (2S,2'R) kann in das entsprechende
Mesylat umgewandelt werden. Die Verdrängung mit dem erforderlichen Thiol,
gefolgt von der Entfernung der Stickstoffschutzgruppe führt zu Arylthiolmorpholinen
als razemische Gemische der zwei Diastereomere. Die razemischen
Arylthiolmorpholine können
in enantiomerenreine Produkte mittels einer chiralen HPLC Technologie
getrennt werden.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind selektive Inhibitoren
der Wiederaufnahme sowohl von Serotonin als auch Norepinephrin und
als solche als Pharmazeutika brauchbar. Sie können bei der Behandlung von
Störungen
indiziert sein, die mit einer Serotonin und Norepinephrindysfunktion
bei Säugern
assoziiert sind, einschließlich
Depression, Essstörungen
(einschließlich
Bulimie und Anorexia nervosa), entzündlliche Darmerkrankungen,
funktionelle Darmstörungen,
Dyspepsie, Morbus Crohn, Ileitis, ischämische Darmerkrankung, Colitis
ulcerosa, gastroösophagealer
Reflux für
funktionelle Darm störungen,
irritables Darmsyndrom, Obesität,
interstitielle Cystitis, Urethralsyndrom, Magenmotilitätsstörungen,
Substanzmissbrauch (einschließlich
Alkoholismus, Tabakmissbrauch, Symptome, die durch Entzug oder partiellen
Entzug des Konsums von Tabak oder Nikotin und Arzneimittelabhängigkeit
einschließlich
Kokainmissbrauch verursacht werden), Raucherentwöhnung, Schmerz (einschließlich entzündlicher
Schmerz, neuropathischer Schmerz, nicht-neuropathischer nicht-entzündlicher
Schmerz, persistenter Schmerz, persistenter Schmerz entzündlichen
und/oder neuropathischen Ursprungs, Kopfschmerz und Migräne), Harninkontinenz
(einschließlich Stressharninkontinenz
und Dranginkontinenz), Altersdemenz, senile Demenz, Alzheimer, Gedächtnisverlust, Parkinson,
Aufmerksamkeitsdefizitstörung
(einschließlich
Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung), Angst, soziale Phobie,
zerstörende
Verhaltensstörungen,
Benimmstörungen,
impulsive Kontrollstörungen, Borderlinepersönlichkeitsstörung, chronisches
Müdigkeitssyndrom,
Panikstörungen,
obsessiv kompulsive Störung,
posttraumatische Stressstörung,
Schizophrenie, gastrointestinale Störungen, kardiovaskuläre Störungen,
Erbrechen, Schlafstörungen,
kognitive Störungen,
psychotische Störungen,
Hirntrauma, prämenstruelles Syndrom
oder spätes
Luatealsyndrom, Sexualstörung
(einschließlich
vorzeitiger Ejakulation und Erektionsschwierigkeit), Autismus, Mutismus
und Trichotillomanie. Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind besonders
geeignet zur Behandlung von Schmerz.
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Für klinische
Zwecke kann Schmerz in zwei Kategorien eingeteilt werden: Akuter
Schmerz und persistenter Schmerz. Akuter Schmerz wird durch eine
Schadensstimulierung verursacht, die durch eine Verletzung und/oder
Erkrankung der Haut, tiefer somatischer Strukturen oder Eingeweide
oder anormaler Funktion von Muskeln oder Eingeweiden hervorgerufen
wird, die keine tatsächliche
Gewebeschädigung
bildet. Andererseits kann persistenter Schmerz als Schmerz definiert
werden, der über
den normalen Verlauf einer akuten Erkrankung oder einer sinnvollen
Zeit für
eine Verletzung bis zur Heilung bestehen bleibt oder mit einem chronischen pathologischen
Prozess assoziiert ist, der kontinuierlichen Schmerz hervorruft
oder in Intervallen für
Monate oder Jahre immer wieder auftritt. Falls der Schmerz immer
noch gegenwärtig
ist, wenn eine Heilung erreicht werden sollte, wird dieser als persistenter
Schmerz betrachtet. Für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung kann persistenter Schmerz
chronisch nicht-zurückgehend
oder wiederauftretend sein. Der Unterschied in der Definition zwischen
akutem und persistentem Schmerz ist nicht nur semantisch, sondern
hat eine wichtige klinische Relevanz. Beispielsweise bleibt eine
einfache Fraktur des Handgelenks gewöhnlich für 1 Woche bis 10 Tage schmerzhaft.
Falls der Schmerz nach dem typischen Behandlungsverlauf bestehen
bleibt, ist es wahrscheinlich, dass der Patient eine sympathische
Reflexdystrophie entwickelt, ein persistentes Schmerzsyndrom, das
eine unmittelbar wirksame Therapie erfordert. Eine frühe und wirksame
Intervention verhindert potentiell die unnötige Behinderung und das Leiden
und vermeidet die potentielle Entwicklung eines Zustands, der gegenüber einer
Therapie refraktär
bleibt.
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Akuter
und chronischer Schmerz unterscheidet sich in der Ätiologie,
den Mechanismen, der Pathophysiologie, der Symptomatologie, der
Diagnose, der Therapie und den physiologischen Reaktionen. Im Gegensatz
zur vorrübergehenden
Art des akuten Schmerzes wird ein persistenter Schmerz durch chronische
pathologische Prozesse in somatischen Strukturen oder Eingeweiden,
durch eine verlängerte
und manchmal permanente Dysfunktion des peripheren oder zentralen
Nervensystems oder beidem verursacht. Persistenter Schmerz kann
auch manchmal psychologischen Mechanismen und/oder Umweltfaktoren
zugeordnet werden.
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Die
derzeitigen Therapien für
persistenten Schmerz umfassen Opiate, Barbiturat-ähnliche
Arzneimittel, wie Thiopental-Natrium und Operationsverfahren, wie
Neurektomie, Rhizotomie, Cordotomie und Cordektomie.
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Die
hierin angegebenen Hinweise auf Schmerz sollen sich auf persistenten
Schmerz beziehen.
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Die
vorliegende Erfindung liefert pharmazeutische Zusammensetzungen,
die eine Verbindung der Formel I oder Formel II oder ein pharmazeutisch
annehmbares Salz hiervon zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren
Verdünnungsmittel
oder Träger
enthalten.
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Ferner
liefert die vorliegende Erfindung eine Verbindung der Formel I oder
ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon zur Verwendung als Pharmazeutikum
und eine Verbindung der Formel I oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz hiervon zur Verwendung als selektiver Inhibitor der Wiederaufnahme
von sowohl Serotonin als auch Norepinephrin. Vorzugsweise tritt
eine solche selektive Hemmung innerhalb von Säugerzellen (einschließlich Säugerzellmembranpräparationen)
auf, speziell jenen, die im zentralen und/oder peripheren Nervensystem
gefunden werden. Bevorzugter tritt eine solche selektive Hemmung
innerhalb der Zellen des zentralen Nervensystems eines Säugers, speziell
eines Menschen auf, der dessen bedarf.
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Die
vorliegende Erfindung liefert auch die Verwendung einer Verbindung
der Formel I oder Formel II oder eines pharmazeutisch annehmbaren
Salzes hiervon zur Herstellung eines Arzneimittels zur selektiven Hemmung
der Wiederaufnahme von Serotonin und Norepinephrin, die Verwendung
einer Verbindung der Formel I oder Formel II oder eines pharmazeutisch
annehmbaren Salzes hiervon zur Herstellung eines Arzneimittels zur
Behandlung von Störungen,
die mit Serotonin und Norepinephrindysfunktion bei Säugern assoziiert sind,
die Verwendung einer Verbindung der Formel I oder Formel II oder
eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon zur Herstellung
eines Arzneimittels zur Behandlung einer Störung, die ausgewählt ist
aus Depression, OCD, Angst, Gedächtnisverlust,
Harninkontinenz, Verhaltensstörungen,
ADHD, Obesität,
Alkoholismus, Raucherentwöhnung
und Schmerz und die Verwendung einer Verbindung der Formel I oder
Formel II oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon zur
Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung einer Störung, die
ausgewählt
ist aus Depression, stressbedingter Harninkontinenz und persistentem Schmerz.
Die vorliegende Erfindung liefert ferner eine Verbindung der Formel
I oder Formel II zur Behandlung von Störungen, die mit Serotonin und
Norepinephrindysfunktion bei Säugern
assoziiert sind, beispielsweise einer Störung, die ausgewählt ist
aus Depression, OCD, Angst, Gedächtnisverlust,
Harninkontinenz, Benimmstörungen,
ADHD, Obesität,
Alkoholismus, Raucherentwöhnung
und Schmerz, speziell Depression, stressbedingter Harninkontinenz
und persistentem Schmerz.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst die pharmazeutisch annehmbaren Salze
der Verbindungen der Formel I und Formel II. Geeignete Salze umfassen
Säureadditionssalze,
einschließlich
Salze, die mit anorganischen Säuren,
beispielsweise Chlorwasserstoff-, Bromwasserstoff-, Salpeter-, Schwefel-
oder Phosphorsäuren
oder mit organischen Säuren,
wie organischen Carbonsäuren
oder organischen Sulfonsäuren
gebildet werden, beispielsweise Acetoxybenzoesäure, Citronensäure, Glycolsäure, o-L-Mandelsäure, D,L-Mandelsäure, D-Mandelsäure, Maleinsäure, meso-Weinsäuremonohydrat,
Hydroxymaleinsäure,
Fumarsäure,
Lactobionsäure, Äpfelsäure, Methansulfonsäure, Napsylsäure, Naphthalindisulfonsäure, Naphthalinsäure, Oxalsäure, Palmitinsäure, Phenylessigsäure, Propionsäure, Pyridylhydroxy bernsteinsäure, Salicylsäure, Stearinsäure, Bernsteinsäure, Sulfanilsäure, Weinsäure, 2-Hydroxyethansulfonsäure, Toluol-p-sulfonsäure und
Xinafonsäure.
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Zusätzlich zu
den pharmazeutisch annehmbaren Salzen sind andere Salze in der Erfindung
enthaften. Sie können
als Zwischenprodukte zur Reinigung der Verbindungen oder zur Herstellung
von anderen, beispielsweise pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalzen
verwendet werden oder sind zur Identifizierung, Charakterisierung
oder Reinigung brauchbar.
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Es
ist ersichtlich, dass die Verbindungen der Formel I und Formel II
ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome besitzen und dass
die vorliegende Erfindung sich spezifisch auf individuelle Stereoisomere richtet.
Die bestimmte Stereochemie der vorliegenden Verbindungen ist für das pharmakologische
Profil der Verbindungen essentiell. In der vorliegenden Beschreibung
umfasst, wenn eine Strukturformel die Stereochemie an einem oder
mehreren chiralen Zentren nicht spezifiziert, diese alle möglichen
Stereoisomere und alle möglichen
Stereoisomerengemische (einschließlich unter anderem razemische
Gemische), die aus der Stereoisomerie an jeweils einem oder mehreren
chiralen Zentren resultieren können.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
als Arzneimittel in der Human- oder Tiermedizin verwendet werden.
Die Verbindungen können
durch verschiedene Wege verabreicht werden, beispielsweise durch
orale oder rektale Wege, topisch oder parenteral, beispielsweise
durch Injektion und werden gewöhnlich in
Form einer pharmazeutischen Zusammensetzung verwendet.
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Solche
Zusammensetzungen können
durch in der pharmazeutischen Technik gut bekannte Verfahren hergestellt
werden und umfassen normalerweise zumindest einen Wirkstoff zusammen
mit einem pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsmittel, Hilfsstoff oder
Träger.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen wird
der Wirkstoff gewöhnlich
mit einem Träger
gemischt oder mit einem Träger
verdünnt und/oder
in einem Träger
eingeschlossen, der beispielsweise in Form einer Kapsel, eines Sachets,
eines Papiers oder eines anderen Behälters vorliegen kann. Wenn
der Träger
als Verdünnungsmittel
dient, kann dies ein festes, halbfestes oder flüssiges Material sein, das als
Vehikel, Hilfsstoff oder Medium für den Wirkstoff dient. Daher
kann die Zusammensetzung in Form von Tabletten, Longetten, Sachets,
Cachets, Elixieren, Suspensionen, Lösungen, Sirupen, Aerosolen
(als Feststoff oder in einem flüssigen
Medium), Salben, die beispielsweise bis zu 10 Gewichtsprozent des
Wirkstoffs enthalten, Weich- und Hartgelatinekapseln, Zäpfchen, Injektionslösungen und
Suspensionen und steril verpackten Pulvern vorliegen.
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Einige
Beispiele für
geeignete Träger
sind Lactose, Glucose, Pflanzenöle,
Benzylalkohole, Alkylenglycole, Polyethylenglycole, Glycerintriacetat,
Gelatine, Kohlenhydrate, wie Stärke
und Rohvaseline, Saccharose, Sorbit, Mannit, Stärkearten, Akaziengummi, Calciumphosphat,
Alginate, Traganth, Gelatine, Sirup, Methylcellulose, Methyl- und
Propylhydroxybenzoate, Talkum, Magnesiumstearat und Mineralöl. Die Verbindungen
der Formel (I) können
auch lyophilisiert werden und die erhaltenen Lyophilisate können beispielsweise
zur Herstellung von Injektionspräparationen
verwendet werden. Die angegebenen Präparationen können sterilisiert
werden und/oder Zusatzstoffe enthalten, wie Gleitmittel, Konservierungsmittel,
Stabilisatoren und/oder Netzmittel, Emulgatoren, Salz zur Beeinflussung
des osmotischen Drucks, Puffersubstanzen, Farbstoffe, Geschmacksstoffe
und/oder einen oder mehrere Wirkstoffe, beispielsweise ein oder
mehrere Vitamine. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können so
formuliert werden, dass sie eine schnelle, anhaltende oder verzögerte Freisetzung
des Wirkstoffs nach der Verabreichung an den Patienten durch die
Verwendung von in der Technik bekannten Verfahren bereitstellen.
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Die
Zusammensetzungen werden vorzugsweise in einer Einheitsdosierungsform
formuliert, wobei jede Dosierung etwa 5 bis etwa 500 mg, gewöhnlicher
etwa 25 bis etwa 300 mg des Wirkstoffs enthält. Der Ausdruck "Einheitsdosierungsform" bezieht sich auf
physikalisch getrennte Einheiten, die als einmalige Dosen für den Menschen
und andere Säuger
geeignet sind, wobei jede Einheit eine vorbestimmte Menge an Wirkstoff,
die zur Bildung des gewünschten
therapeutischen Effekts berechnet ist, zusammen mit einem geeigneten pharmazeutischen
Träger
enthält.
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Die
folgenden Beispiele erläutern
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung und die Verfahren zu ihrer
Synthese.
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Stereochemische Umwandlungen
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Die
absolute Stereochemie der erfindungsgemäßen Verbindungen kann durch
Röntgenkristallographie
für die
folgende (2S, 2'S)
Verbindung bestimmt werden
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Die
Röntgenkristallographiedaten
für die
obige Verbindung sind in den Tabellen 1–6 hierin angegeben.
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Alle
Beispiele hierin werden als einzelne Isomere entweder durch die
Verwendung des chiral reinen Ausgangsmaterials oder von chiralen
Trennverfahren, wie HPLC, erhalten.
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Beispiel
1 (2R)-2-((R)-[4-Methoxyphenyl]{2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid i)
(+/–)-[4-Methoxyphenyl][(4-benzylmorpholin-2-yl]methanon
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Zu
gerührten
Magnesiumspänen
(5,4 g, 0,22 mol) in trockenem THF (20 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff
wird ausreichend 1,2-Dibromethan (ca 0,3 ml) zur Erzeugung der Exothermie
gegeben. Eine Lösung aus
4-Bromanisol (13,90 g, 74,25 mmol) in trockenem THF (25 ml) wird
tropfenweise so zugegeben, dass ein milder Rückfluss aufrechterhalten wird.
Nach der Zugabe kann sie auf unter 30°C kühlen und wird dann über einen
Zeitraum von 5 min zu einer gerührten
Lösung
aus 4-Benzyl-2-cyanomorpholin
(5,0 g, 24,75 mmol) in trockenem THF (50 ml) gegeben, die auf –20°C unter Stickstoff gekühlt ist.
Nach der Zugabe wird bei Raumtemperatur für 30 min gerührt und
dann auf 0°C
gekühlt
und 5 M HCl (25 ml) wird tropfenweise zugegeben. Nach 5 min Rühren, wird
die Lösung
durch Zugabe von 2 M NaOH basisch gemacht und die entstehende Suspension
wird durch Celite filtriert. Die wässrige Phase wird abgetrennt
und mit Diethylether (2x) gewaschen. Die vereinigten organischen
Phasen werden über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem gelben Öl eingedampft.
Das Öl
wird durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan
mit einem Gradienten von 25/75 bis 70/30 unter Bildung des gewünschten
Produkts als gelbes Öl
(5,46 g) gereinigt.
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ii)
(R)-[4-Methoxyphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[4-Methoxyphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
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Zu
einer gerührten
Lösung
aus (+/–)-[4-Methoxyphenyl][4-benzylmorpholin-2-yl]methanon
(5,40 g, 17,36 mmol) in Methanol (60 ml) bei 5°C wird Natriumborhydrid (1,31
g, 34,75 mmol) portionsweise gegeben. Das Gemisch wird bei Raumtemperatur
für 1,5
h gerührt,
auf 10°C
gekühlt
und es wird Wasser zum Abstoppen der Reaktion zugegeben. Es wird
im Vakuum konzentriert, mit Wasser verdünnt und mit Ethylacetat (2x)
extrahiert. Die Extrakte werden mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft. Das rohe Gemisch
der Diastereomere wird gereinigt und durch Blitzchromatographie
auf Silica unter Elution mit Diethylether/Toluol (3/2) unter Bildung
des Titeldiastereomers als farbloses Öl (2,14 g) getrennt.
-
iii)
(2R)-2-((R)-[4-Methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[4-Methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
-
Ein
Gemisch aus (R)-[4-Methoxyphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-y]methanol
und (S)-[4-Methoxyphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
(118 mg, 0,376 mmol), 2,2'-Dimethoxydiphenyldisulfid
(210 mg, 0,75 mmol) und Tributylphosphin (152 mg, 1,50 mmol) in
trockenem THF (2 ml) wird am Rückfluss
unter Stickstoff über
Nacht erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt und
zu einem Öl
eingedampft. Das rohe Öl
wird durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Heptan/Ethylacetat
(4/1 dann 3/2) unter Bildung des Produkts als farbloses Öl (95 mg)
gereinigt.
-
iv)
(2R)-2-((R)-[4-Methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
-
(2S)-2-((S)-[4-Methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin-(2R)-2-((R)-[4-methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(618 mg, 1,42 mmol) wird mit fester geträgerter Hunigs Base (2,40 g,
8,52 mmol) und α-Chlorethylchlorformiat
(2,0 g, 14,21 mmol) in Dichlormethan (12 ml) bei Raumtemperatur
unter Stickstoff für
4 h gerührt.
Dann wird filtriert und im Vakuum konzentriert, das Öl wird in
Methanol gelöst
und bei 60°C
für 1,5
h erhitzt. Es wird auf Raumtemperatur gekühlt und durch SCX Säulenchromatographie
unter Elution mit Ammoniak/Methanol (ca 3 M) unter Bildung eines
farblosen Öls
gereinigt. Das gewünschte
Diastereomer wird auf einer Chiralcel-OJ Säule unter Elution mit Heptan/Ethanol/Dimethylethylamin
(20/80/0,2) 8,98 min getrennt. Das gewünschte Produkt wird dann nach
einer Chiralchromatographie auf einer Chiralpak-OD Säule unter
Elution mit Heptan/Isopropanol (70/30): 17,41 min erhalten (60 %
de). Es wird dann in das HCl Salz umgewandelt.
NMR (DMSO) 9,39
(2H, br.s), 7,3-7,1 (4H, m), 6,94-6,72 (4H, m), 4,6-4,5 (1H, m),
4,12-3,92 (2H, m), 3,85-3,62 (7H, m), 3,46-3,32 (1H, m), 3,20-3,08
(1H, m), 3,04-2,89 (2H, m).
LCMS: m/z 346 [M+H]+ bei
Rt 4,24 min.
-
Beispiel
2 (2R)-2-((R)-(2-Fluorphenyl)-{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid i)
(2R)-2-[(R)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on,
(2S)-2-[(S)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on,
(2R)-2-[(S)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(R)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus (+/–)-4-Benzylmorpholin-3-on
(10,0 g, 0,052 mol) und 2-Fluorbenzaldehyd (7,74 g, 0,062 mol) in
trockenem THF (80 ml) die unter Stickstoff bei –78°C gekühlt ist, wird tropfenweise eine
Lösung
aus Lithiumdiisopropylamid in Heptan/THF/Ethylbenzol (2 M, 31,2
ml) gegeben. Nach der Zugabe wird bei –78°C für 0,5 h gerührt und dann kann sie auf 0°C erwärmen, ehe
sie mit wässrigem
gesättigtem
Ammoniumchlorid gestoppt wird. Dann wird im Vakuum konzentriert
und mit Dichlormethan (2x) extrahiert. Die Extrakte werden über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft. Es wird auf
einem Kissen aus Blitzsilica unter Elution mit Heptan/Ethylacetat
(100/0, 80/20, 60/40 und 50/50) unter Bildung eines 1:1 Gemisches
der Diastereomere als farbloses Öl
(12,05 g) eluiert.
-
ii)
(R)-[2-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[2-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus (2R)-2-[(R)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on, (2S)-2-[(S)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on,
(2R)-2-[(S)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(R)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on (12,0
g, 0,038 mol) in trockenem THF (80 ml) unter Stickstoff bei Raumtemperatur
wird eine Lösung
aus Boran in THF (1 M, 150 ml) gegeben. Die Lösung wird bei 60°C für ca 4 h
und dann bei Raumtemperatur über
Nacht erhitzt. Die Lösung
wird auf 0°C
gekühlt
und es wird tropfenweise Methanol (68 ml) gefolgt von 1 N HCl (68
ml) zugegeben. Das entstehende Gemisch wird bei 60°C für 1 h erhitzt,
abgekühlt
und im Vakuum konzentriert. Der Niederschlag wird durch Filtration
entfernt und das Filtrat wird mit wässrigem Natriumcarbonat basisch
gemacht. Es wird mit Diethylether (3x) extrahiert, die Extrakte
werden mit Wasser und Kochsalzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft.
Das rohe Öl
wird gereinigt und durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution
mit Heptan/Ethylacetat (40/60 bis 25/75) unter Bildung des Produkts
als farbloses Öl
(0,713 g) partiell getrennt.
-
iii)
(R)-[2-Fluorphenyl)-[(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
und (S)-[2-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus (R)-[2-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[2-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
(465 mg, 1,54 mmol) in trockenem Dichlormethan (10 ml) bei Raumtemperatur
unter Stickstoff werden Triethylamin (202 mg, 2,0 mmol) und Me thansulfonylchlorid
(177 mg, 1,54 mmol) gegeben. Nach 15 h wird sie zu einem Öl konzentriert
und durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan
(1/1) unter Bildung des Produktmesylats als farbloses Öl (445 mg)
gereinigt.
-
iv)
(2R)-2-((R)-[2-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[2-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio]methyl)-4-benzylmorpholin
-
Zu
einer gerührten
Suspension aus (R)-[2-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
und (S)-[2-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
(445 mg, 1,17 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (0,97 g, 7,02
mmol) in trockenem entgastem DMF (8 ml) unter Stickstoff bei Raumtemperatur
wird 2-Methoxybenzolthiol (0,82 g, 5,87 mmol) gegeben. Nach dem
Rühren
bei Raumtemperatur für
18 h wird mit Wasser verdünnt
und mit Diethylether (2x) extrahiert. Die Extrakte werden mit 2
N NaOH, Wasser und Kochsalzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft.
-
Nach
der Reinigung durch Blitzchromatographie (Eluent: Heptan/Ethylacetat
80/20 [V/V] wird das Titelprodukt als farbloses Öl (357 mg) erhalten. MG 423,55.
C25H26FNO2S
1H NMR (CDCl3) 6,65-7,5 (13H, m), 4,9 (1H, d, 7 Hz),
3,9-4,05 (2H, m), 3,8 (3H, s), 3,6 (1H, dt, 8 Hz und 1 Hz), 3,45
(1H, d, 13,1 Hz), 3,15 (1H, d, 13,1 Hz), 2,60 (2H, t, 8 Hz), 2,05-2,2
(2H, m). FIA: m/z 424 [M+H]+.
-
v)
(2R)-2-((R)-(2-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
-
Die
Reaktion des Gemisches aus (2R)-2-((R)-[2-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und
(2S)-2-((S)-[2-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(430 mg, 1,02 mmol) gefolgt von dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen
Verfahren ergibt ein farbloses Öl
(340 mg, 90 % Ausbeute) aus dem das zuerst eluierende Enantiomer
nach einer Chiralchromatographie auf einer Chiralcel-OD Säule unter
Elution mit Heptan/Ethanol/Dimethylethylamin (40/60/0,2) erhalten
wird. Rt 10,41 min. LC Reinheit = 98,6 (UV256nm).
MG 333,43. C18H20FNOS.
FIA: m/z 334 [M+H]+.
-
Dieses
wird in das Hydrochloridsalz umgewandelt.
1H
NMR (CDCl3) freie Base: 7,2-7,3 (1H, m),
6,85-7,2 (8H, m), 4,85 (1H, d, 8 Hz), 3,95-4,15 (2H, m), 3,85-3,9 (3H,
m), 3,7 (1H, dt, 1 Hz und 7 Hz), 2,6-3,0 (4H, m).
-
Beispiel 3
-
(2R)-2-((R)-[2,5-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
-
i) (2R)-2-((R)-[2,5-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)-4-benzylmorpholin
-
Die
Umsetzung erfolgt mittels (2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
(150 mg, 0,43 mmol) (siehe Beispiel 8(v) Verfahren 2), 2,5-Dichlorbenzolthiol
(233 mg, 1,30 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (71 mg, 0,52
mmol) gemäß Beispiel
2 (iv). Das Reaktionsgemisch wird direkt durch SCX Chromatographie
unter Elution mit Ammoniak/Methanol (ca 3 M) unter Bildung des Produkts
als Öl
(175 mg) gereinigt.
-
ii)
(2R)-2-((R)-[2,5-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
-
Die
Debenzylierung von (2R)-2-((R)-[2,5-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)-4-benzylmorpholin
(174 mg, 0,39 mmol) mit Polymer geträgerter Hunig's Base (0,20 g, 0,78
mmol) und α-Chlorethylchlorformiat
(111 mg, 0,78 mmol) gemäß dem in
Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren ergibt nach einer SCX Chromatographie
das Produkt als Öl
(136 mg).
NMR (CDCl3) 7,31-7,14 (7H,
m), 7,00 (1H, d), 4,41 (1H, d), 4,06-3,98 (1H, m), 3,90-3,82 (1H,
m), 3,7-3,6 (1H, m), 2,94-2,76 (2H, m), 2,65 (2H, d). m/z [M+H]
354/6/8.
-
Die
Kristallisation als HCl Salz erfolgt aus Ethanol und Diethylether.
-
Beispiel 4
-
(2R)-2-((R)-(2,6-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
-
i) (2R)-2-((R)-[2,6-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)-4-benzylmorpholin
-
Die
Umsetzung erfolgt mit (2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
(200 mg, 0,58 mmol) (siehe Beispiel 8 (iv)), 2,6-Dichlorbenzolthiol
(130 mg, 0,70 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (97 mg, 0,70
mmol) gemäß Beispiel
2 (iv). Das Reaktionsgemisch wird direkt durch SCX Chromatographie
unter Elution mit Ammoniak/Methanol (ca 3 M) unter Bildung des Produkts
als Öl
(230 mg) gereinigt.
-
ii)
(2R)-2-((R)-[2,6-Dichforphenyl][phenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
-
Es
wird (2R)-2-((R)-[2,6-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)-4-benzylmorpholin
(230 mg, 0,52 mmol) mit fester geträgerter Hunig's Base (270 mg, 1,04
mmol) und α-Chlorethylchlorformiat
(152 mg, 1,04 mmol) in Dichlormethan (4 ml) bei Raumtemperatur unter
Stickstoff für
3 h gerührt.
Dann wird filtriert und im Vakuum konzentriert, als Öl in Methanol
gelöst
und bei Raumtemperatur für
1 h gerührt.
Eine Eindampfung ergibt einen farblosen Feststoff.
NMR (MeOH)
7,32-7,12 (8H, m), 4,62 (1H, d), 4,31-4,22 (1H, m), 4,16-4,06 (1H,
m), 3,91-3,80 (1H, m), 3,2-2,9 (4H, m).
-
Beispiel
5 (2R)-2-((R)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid i)
(2R)-2-[(S)-4-Methylphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(R)-(4-Methylphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus (+/–)-4-Benzylmorpholin-3-on
(4,06 g, 21,3 mmol) in wasserfreiem THF (25 ml) unter Stickstoff
bei –80°C wird Lithiumdiisopropylamidlösung (2,0
M, 19,5 ml) in Heptan/THF/Ethylbenzol tropfenweise gegeben, während die
Reaktionstemperatur unter –65°C gehalten
wird. Die entstehende Lösung
wird für
weitere 30 Minuten bei –78°C gerührt, ehe
sie langsam über
etwa 45 Minuten zu einer Lösung aus
4-Methylbenzaldehyd (3,07 g, 25,51 mmol) in wasserfreiem THF (15
ml) unter Stickstoff bei –78°C gegeben
wird, während
die Reaktionstemperatur unter –75°C gehalten
wird. Die entstehende gelbe Lösung
wird bei –78°C für 0,5 Stunden
gerührt,
ehe sie sich auf Raumtemperatur erwärmen kann. Das Reaktionsgemisch
wird vorsichtig durch die Zugabe von gesättigter Ammoniumchloridlösung (50
ml) gestoppt und das THF wird im Vakuum aus dem Gemisch verdampft.
Die entstehende trübe
wässrige
Lösung
wird mit Dichlormethan extrahiert und die organischen Extrakte werden
vereinigt, mit Kochsalzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und das Dichlormethan wird
im Vakuum zu einem dicken roten Öl
(9,35 g) eingedampft. Nach der Reinigung durch Blitzchromatographie (Eluent:
Ethylacetat/Hexan 30170 bis 70/30 Gradient [V/V]) wird das erhaltene
farblose Öl
mit Hexan gefolgt von heißem
Cyclohexan unter Bildung des Produkts als farbloser Feststoff (2,46
g) nach nachfolgendem Dekantieren des Überstand und Trocknen, erhalten.
-
ii)
(S)-[4-Methylphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (R)-[4-Methyfphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
-
Das
Produkt wird aus (2R)-2-[(S)-(4-Methylphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(R)-(4-Methylphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
(2,50 g, 8,04 mmol) gemäß dem in
Beispiel 2 (ii) beschriebenen Verfahren hergestellt. Das Öl wird durch
Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan
Gradient 30/70 bis 70/30 unter Bildung des gewünschten Produkts als Öl (1,16
g) gereinigt.
-
iii)
(2R)-2-[(S)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-[(R)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus (S)-[4-Methylphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (R)-[4-Methylphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
(1,16 g, 3,91 mmol) und Triphenylphosphin (1,54 g, 5,87 mmol) in
trockenem Dichlormethan wird tropfenweise eine Lösung aus Tetrabromkohlenstoff
(1,95 g, 5,87 mmol) in Dichlormethan über einen Zeitraum von 10 min
gegeben. Weiteres Triphenylphosphin (0,5 Äquivalente) und Tetrabromkohlenstoff
(0,5 Äquivalente)
werden nach 0,5 h zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird nach 2 h
mit gesättigtem
wässrigem
Natriumbicarbonat gestoppt. Dann wird es mit Dichlormethan extrahiert,
die Extrakte werden über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem roten Öl eingedampft.
Man behandelt das Öl
mit Diethylether, filtriert und dampft zu einem gelben öligen Feststoff
ein. Das Öl
wird durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan
20/80 unter Bildung des Produkts als Öl (0,61 g) gereinigt.
-
iv)
(2R)-2-((R)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
-
Die
Umsetzung erfolgt mit (2R)-2-[(S)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-[(R)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
(340 mg, 0,94 mmol), 2-Methoxybenzolthiol (161 mg, 1,13 mmol) und
wasserfreiem Kaliumcarbonat (160 mg, 1,13 mmol) gemäß dem in
Beispiel 2 (iv) beschriebenen Verfahren. Das rohe Öl wird durch
Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan 20180
unter Bildung des Produkts als Öl
(0,21 g) gereinigt.
-
v)
(2R)-2-((R)-(4-Methylphenyl){([2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
-
Die
Debenzylierung von (2R)-2-((R)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(210 mg, 0,50 mmol) gefolgt von dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen
Verfahren, aber bei Raumtemperatur ergibt ein farbloses Öl (180 mg)
aus dem das zuerst eluierende Enantiomer nach einer Chiralchromatographie
auf einer Chiralcel-OD Säule
erhalten wird, Elutionsmittel Heptan/Isopropanol/Dimethylethylamin
(20/80/0,2). Rt 9,70. Das Öl
wird in Dichlormethan gelöst
und HCl/Diethylether wird zugegeben um die Titelverbindung als Hydrochloridsalz
(36 mg) zu erhalten.
NMR (DMSO) 9,20 (2H, br.s), 7,24-7,08
(6H, m), 6,92 (1H, d), 6,89 (1H, t), 4,60 (1H, d), 4,09-3,97 (2H,
m), 3,80 (3H, s), 3,78-3,66 (1H, m), 3,20-3,13 (1H, m), 3,04-2,90
(3H, m), 2,24 (3H, s).
-
Beispiel
6 (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-chlorphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid i)
(R)-[Phenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und
(S)-[Phenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus (R)-[Phenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[Phenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
(2,0 g, 7,06 mmol) in trockenem Dichlormethan (24 ml) bei Raumtemperatur
unter Stickstoff werden Triethylamin (0,78 g, 7,77 mmol) und Methansulfonylchlorid
(0,89 g, 7,77 mmol) gegeben. Nach dem Rühren über Nacht bei Raumtemperatur
wird das Reaktionsgemisch mit Diethylether verdünnt und filtriert. Das Filtrat
wird unter Bildung eines orangen Öls (2,5 g) zur Trockne eingedampft.
-
ii)
(2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
-
Zu
einer gerührten
Suspension aus (R)-[Phenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und
(S)-[Phenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat (790
mg, 2,19 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (1,50 g, 10,95 mmol)
in trockenem entgastem DMF (3 ml) unter Stickstoff bei Raumtemperatur wird
2-Chlorbenzolthiol (1,58 g, 10,95 mmol) gegeben. Nach dem Rühren bei
Raumtemperatur für
18 h wird mit Wasser verdünnt
und mit Dichlormethan (2x) extrahiert. Die Extrakte werden mit 2
N NaOH, Wasser und Kochsalzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft.
Nach der Reinigung durch Blitzchromatographie (Eluent: Heptan/Ethylacetat
100/0 bis 70/30 [V/V] wird das Produkt als farbloses Öl (0,26
g) erhalten.
-
iii)
(2R)-2-((R)-[Phenyl][2-chlorphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
-
Die
Debenzylierung von (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(250 mg, 0,61 mmol) gefolgt von dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen
Verfahren aber bei Raumtemperatur ergibt ein farbloses Öl (190 mg)
aus dem das zuerst eluierende Enantiomer nach einer Chiralchromatographie
auf einer ChiralPak-AD Säule
mit dem Elutionsmittel Heptan/Ethanol/Dimethylethylamin (85/15/0,2)
erhalten wird. Rt 7,55 min.
NMR (DMSO) 9,34 (2H, br.s), 7,31-7,00
(9H, m), 4,68 (1H, d), 4,09-3,90 (1H, m), 3,98-3,87 (1H, m), 3,69-3,58 (1H, m), 3,10-3,01
(1H, m), 2,90-2,79 (3H, m). Die Umwandlung erfolgt in das Titelprodukthydrochloridsalz.
-
Beispiel
7 (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-methylphenylthio]morpholinhydrochlorid i)
(2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-methylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-methylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
-
Das
Produkt wird als Öl
(0,22 g) aus (R)-[Phenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und
(S)-(Phenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat (0,49
g, 1,46 mmol), 2-Methylbenzolthiol (0,22 g, 1,75 mmol) und Kaliumcarbonat
(0,24 g, 1,75 mmol) gemäß dem in
Beispiel 6 (ii) beschriebenen Verfahren hergestellt.
-
ii)
(2R)-2-((R)-[Phenyl][2-methylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
-
Die
Debenzylierung von (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-methylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-methylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(219 mg, 0,54 mmol) gemäß dem in
Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren aber bei Raumtemperatur
ergibt ein farbloses Öl
(180 mg) aus dem das zuerst eluierende Enantiomer nach einer Chiralchromatographie
auf einer ChiralPak-OJ Säule
unter Elution mit Heptan/Ethanol/Dimethylethylamin (40/60/0,2) erhalten
wird. Rt 8,86 min. Dieses wird in das Titelprodukthydrochloridsalz
umgewandelt und aus Isopropanol/Methanol kristallisiert.
NMR
(CDCl3) 10,06 (2H, br.s), 7,20-6,93 (9H,
m), 4,35-4,27 (1H, m), 4,10-3,93 (3H, m), 3,22-3,11 (2H, m), 3,03-2,86
(2H, m), 2,28 (3H, s).
-
Beispiel
8 (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
-
Verfahren
1 (i)
4-Benzylmorpholin-3-on
-
Eine
Lösung
aus N-Benzyl-N-(2-hydroxyethyl)chloracetamid (1,0 Äquivalente,
627,7 g, 2,759 mol) in tert-Butanol (0,9 l) wird unter Stickstoff
während
dem Erwärmen
auf 25–30°C gerührt Eine
1,0 M Lösung
aus Kalium-tert-butoxid in tert-Butanol (1,05 Äquivalente, 2,897 l, 2,897
mol) wird über
2 Stunden zugegeben, während
die Reaktionstemperatur zwischen 30 und 32°C gehalten wird. Das Reaktionsge misch
wird bei 27–28°C für 90 Minuten
gerührt.
Nachdem die TLC anzeigt, dass die Reaktion vollständig ist,
wird Eiswasser (6 l) zugegeben und die entstehende trübe Lösung wird
mit EtOAc (1 × 3
l, 2 × 1,5
l) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden mit Kochsalzlösung (2 × 3 l) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum unter Bildung
eines hellbraunen Öls
(441 g, 84 % Ausbeute) eingedampft, die im nächsten Schritt ohne weitere
Reinigung verwendet wird. MG 191,23.
C11H13NO2 Rf 0,52 (80
% EtOAc, 20 % Hexan).
1H NMR (CDCl3) 7,40-7,29 (5H, m), 4,67 (2H, s), 4,28
(2H, s), 3,87 (2H, t, 5,4 Hz), 3,31 (2H, t, 5,4 Hz). LCMS: m/z 192
[M+H]+ bei Rt 1,00 min (einzelner Hauptpeak).
-
(ii)
(2R)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyll)methyl]morpholin-3-on, (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-hydroxy(phenyl)methyl)morpholin-3-on
und (2R)-4-Benzyl-2-[(R)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on, (2S)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus 4-Benzylmorpholin-3-on (5,02 g, 26 mmol) in wasserfreiem THF
(25 ml) unter Stickstoff bei –78°C wird eine
2 M Lösung
aus LDA in Heptan/THF/Ethylbenzol (1,5 Äquivalente, 39 mmol, 19,5 ml) über etwa
20 Minuten gegeben, während
die Reaktionstemperatur unter –75°C gehalten
wird. Die entstehende braune Lösung
wird für
weitere 30 Minuten bei –78°C gerührt, ehe
sie langsam über
etwa 30 Minuten zu einer Lösung
aus Benzaldehyd (1,2 Äquivalente,
3,34 g, 31 mmol) in wasserfreiem THF (15 ml) unter Stickstoff bei –78°C gegeben
wird, wobei die Reaktionstemperatur erneut unter –75°C gehalten
wird. Die entstehende gelbe Lösung
wird bei –78°C für 1 Stunde
gerührt,
ehe sie sich langsam über
1 Stunde auf Raumtemperatur erwärmen
kann. Das Reaktionsgemisch wird vorsichtig durch die Zugabe von
gesättigter
Ammoniumchloridlösung
(50 ml) gestoppt und das THF wird im Vakuum aus dem Gemisch verdampft.
Die entstehende trübe
wässrige
Lösung
wird mit DCM (3 × 50
ml) extrahiert und die organischen Extrakte werden vereinigt, mit Kochsalzlösung (50
ml) gewaschen, über
Na2SO4 getrocknet
und das DCM wird im Vakuum unter Bildung eines dicken braunen Öls (9,2
g) eingedampft, das während
dem Stehen teilweise kristallisiert. Das Gemisch aus diastereoisomeren
Alkoholen wird gereinigt und durch Blitzsäulenchromatographie mittels
Gradientenelution (aus 10 % EtOAc, 90 % DCM bis 20 % EtOAc, 80 %
DCM) unter Bildung von (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on
und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-hydroxy(phenylmethyl]morpholin-3-on als
hellrote Kristalle (2,461 g, 31 % Ausbeute) getrennt. MG 297,36.
C18H19NO3.
Rf 0,40 (50 % EtOAc, 50 % Hexan)
1H
NMR (CDCl3): 7,41-7,36 (2H, m), 7,31-7,16
(6H, m), 6,91-6,86 (2H, m), 5,14 (1H, d, J = 3,5 Hz), 4,71 (1H, d,
14,5 Hz), 4,48 (1H, d, J = 3,5 Hz, 4,25 (1H, d, 14,5 Hz), 4,20 (1H,
br.s), 3,89 (1H, ddd, 11,7 Hz, 2,5 Hz, 2,0 Hz), 3,67 (1H, dt, 11,2
Hz, 3,4 Hz), 3,16 (1H, dt, 12,0 Hz, 4,0 Hz), 2,86 (1H, br.d, 12,0
Hz). LCMS: m/z 298 ([M+H]+ bei Rt 1,24 min
(einzelner Hauptpeak).
-
Diese
Reaktion wird in Ansätzen
von 200 mg bis 5 g (Ausbeutebereich von 20–40 %) ausgeführt. Das (2R)-4-Benzyl-2-[{R)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on
und das (2S)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-ondiastereoisomer
werden als brauner Feststoff (1,42 g) isoliert, der mit N-Benzylmorpholin-3-on
kontaminiert ist. Die Behandlung mit EtOAc ergibt die reine Verbindung
als weissen Feststoff (0,484 g, 6 % Ausbeute). MG 297,36.
C18H19NO3 Rf
0,23 (50 % EtOAc, 50 % Hexan)
1H NMR
(CDCl3) 7,61-7,55 (2H, m), 7,50-7,36 (6H,
m), 7,31-7,25 (2H, m), 5,21 (1H, d, 2,3 Hz), 5,09 (1H, d, J = 7,7
Hz, 2,3 Hz), 4,73 (2H, s, s Hz), 4,37 (1H, d, J = 7,7 Hz), 4,01
(1H, ddd, 12,0 Hz, 2,6 Hz, 1,9 Hz), 3,77 (1H, dt, 11,0 Hz, 3,5 Hz),
3,50 (1H, dt, 12,0 Hz, 4,0 Hz), 3,16 (1H, br.d, 12,0 Hz). LCMS:
m/z 298 ([M+H]+ bei Rt 1,24 min (einzelner Hauptpeak).
-
(iii)
(S)-[(2S)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol und (R)-[(2R)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol
-
Zu
einer Lösung
aus (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on und
(2S)-4-Benzyl-2-((R)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on
(326 mg, 1,1 mmol) in wasserfreiem THF (5 ml) unter Stickstoff bei
Raumtemperatur wird langsam eine 1 M Lösung aus Boran in THF (4 Äquivalente,
4,4 ml, 4,4 mmol) gegeben. Die Lösung
wird bei 60°C
für 2 Stunden
gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wird trockenes Methanol (2 ml) langsam zum Abstoppen
von überschüssigem Boranreagenz
zugegeben. Wässrige
1 M Chlorwasserstoffsäurelösung (2
ml) wird zugegeben und das Reaktionsgemisch wird für 1 Stunde
auf 60°C erhitzt.
Die organischen Lösemittel
werden im Vakuum verdampft und die konzentrierte Lösung wird
auf 1 M wässrige
Kaliumcarbonatlösung
(10 ml) gegossen und mit Diethylether (2 × 20 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen
Phasen werden mit Kochsalzlösung
(20 ml) und Wasser (20 ml) gewaschen, über MgSO4 getrocknet
und im Vakuum konzentriert. Das entstehende Öl wird durch Blitzsäulenchromatographie
(90 % Hexan, 9 % EtOAc, 1 % NEt3) unter
Bildung eines viskosen Öls
(189 mg, 60 % Ausbeute) gereinigt. MG 283,37.
C18H21NO2 Rf 0,42 (90
% EtOAc, 10 % Hexan).
1H NMR (CDCl3) 7,45-7,32 (10H, m), 4,67 (1H, d, 7,3 Hz),
4,03 (1H, dt, 11,4 Hz, 2,7 Hz), 3,86-3,73 (2H, m), 3,64 (1H, d,
13,2 Hz), 3,39 (1H, d, 13,2 Hz), 3,30 (1H, br.s), 2,68 (1H, d, 12,7
Hz), 2,56 (1H, d, 10,9 Hz), 2,28-2,15 (2H, m). LCMS: m/z 284 [M+H]+
bei Rt 0,95 min (einzelner Hauptpeak).
-
Diese
Reaktion wird in Ansätzen
von 50 mg bis 1,5 g (Ausbeutebereich = 50 bis 84 %) ausgeführt.
-
(iv)
(R)-[(2S)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol und (S)-[(2R)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol
-
Mittels
des in Beispiel 8 (iii) beschriebenen Verfahrens, ausgehend von
(2R)-4-Benzyl-2-[(R)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on
und (2S)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on (135
mg, 0,51 mmol) ergibt die Reaktion und nachfolgende Reinigung ein
viskoses Öl
(98 mg, 68 % Ausbeute). MG 283,37.
C18H21NO2 Rf 0,52 (100
EtOAc).
1H NMR (CDCl3)
7,28-7,17 (10H, m), 4,80 (1H, d, 4,0 Hz), 3,88 (1H, dt, 11,4 Hz,
3,0 Hz), 3,72 (1H, m), 3,68-3,61 (1H, m), 3,50 (1H, d, 13 Hz), 3,25
(1H, d, 13 Hz), 2,52 (2H, br.t, 12,0 Hz), 2,17 (1H, t, 11 Hz), 2,08
(1H, td, 11 Hz, 3,0 Hz), OH nicht beobachtet. LCMS: m/z 284 [M+H]+
bei Rt 0,98 min (einzelner Hauptpeak).
-
Diese
Reaktion wird in Ansätzen
von 100 bis 400 mg (Ausbeutebereich = 60 bis 93 %) ausgeführt.
-
(v)
(2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholin
-
Zu
einer Lösung
aus (S)-[(2S)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol und (R)-[(2R)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol
(10,27 g, 36,29 mmol) in wasserfreiem Dichlormethan (150 ml) unter
Stickstoff bei Raumtemperatur wird frisch umkristallisiertes Triphenylphosphin
(1,4 Äquivalente,
13,310 g, 50,80 mmol) gefolgt von Tetrabromkohlenstoff (1,4 Äquivalente,
16,849 g, 50,80 mmol) als Lösung
in wasserfreiem Dichlormethan (50 ml) gegeben. Nach 15 Minuten wird
das Reaktionsgemisch mit Dichlormethan (100 ml) verdünnt und
mit gesättigter
wässriger
Natriumhydrogencarbonatlösung
(150 ml) und Kochsalzlösung
(150 ml) gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und im Vakuum unter Bildung
eines orangen Öls
(42,0 g) konzentriert. Zu dem orangen Öl wird Diethylether (200 ml)
gegeben und die entstehende Suspension wird für 30 Minuten ultrabeschallt.
Das Lösemittel
wird dekantiert und das Verfahren wird mit einer weiteren Portion
Diethylether (200 ml) wiederholt. Die vereinigten Etherextrakte
werden im Vakuum unter Bildung eines orangen Feststoffs (22,0 g) konzentriert,
der durch Blitzsäulenchromatographie
(10 EtOAc, 89,5 % Hexan, 0,5 % Triethylamin) unter Bildung eines
weissen Feststoffs (7,20 g, 58 %) gereinigt wird.
-
Alternative
Aufarbeitung: Das Reaktionsgemisch wird auf ein Silicafiltrationskissen
(160 g) gegossen, das mittels Absaugen mit Dichlormethan (14 × 250 ml)
gewaschen wird. Ein Strippen des Filtrats im Vakuum ergibt das rohe
Produkt (16,0 g, 131 % nicht korrigiert). Dieses wird durch Blitzsäulenchromatographie
(5 EtOAc : 94,5 % Hexan : 0,5 % Triethylamin bis 10 % EtOAc : 89,5
% Hexan : 0,5 % Triethylamin) unter Bildung eines weissen Feststoffs
(6,05 g, 50 % Ausbeute) gereinigt. MG 346,27.
C18H20BrNO Rf 0,76 (70 % EtOAc, 30 % Hexan)
1H NMR (CDCl3) 7,39-7,14
(10H, m), 4,83 (1H, d, 7,4 Hz), 4,01 (1H, br.t, 8,3 Hz), 3,73 (1H,
br.d, 11,1 Hz), 3,60-3,48 (2H, m), 3,39 (1H, d, 12 Hz), 3,20 (1H,
d, 11,4 Hz), 2,50 (1H, d, 10,4 Hz), 2,07 (2H, t, 10,9 Hz). LCMS: m/z
348/346 [M+H]+ bei Rt 1,20 min (einzelner Hauptpeak).
-
Diese
Reaktion wird in Ansätzen
von 100 bis 400 mg (Ausbeutebereich = 60–93 %) ausgeführt.
-
Eine
Probe des razemischen (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholins
und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholins
(6,02 g) wird durch präparative
Chiralchromatographie (Chiralcel-AD 1 kg Säule, Ethanol : Dimethylethylamin
100:0,3) unter Bildung des zuerst eluierenden Enantiomers Rt 23,4
min als nicht ganz weisser Feststoff (2,89 g) aus (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin
und des zweiten eluierenden Enantiomers Rt 28,9 min als nicht ganz
weisser Feststoff (2,89 g) aus (2S)-4-Benzyl-2-((R)-brom(phenyl)methyl]morpholin
(2,21 g) hergestellt.
-
vi)
(2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-trifluormethylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-trifluormethylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus 2-Trifluormethylthiophenol (2,469 g, 13,86 mmol) und (2R)-2-[(S)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-[(R)-Brom(4-methylphenyl)methyl)-4-benzylmorpholin (4,0
g, 11,55 mmol) in wasserfreiem DMF (60 ml) bei Raumtemperatur wird
unter Stickstoff Cäsiumcarbonat
(4,14 g, 12,71 g) gegeben. Das Reaktionsgemisch wird für 1 Stunde
auf 95°C
erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt, mit
Ethylacetat verdünnt
und dann nacheinander mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und zu einem braunen Öl eingedampft. Das Öl wird durch
Blitzchromatographie (Eluent: Hexan/Ethylacetat Gradient 100 bis 90/10
[V/V]) unter Bildung eines gelben Öls (4,83 g, 94 % Ausbeute)
gereinigt. MG 444.
C25H24F3NOS
1H NMR
(CDCl3): 7,60 (1H, dd, 7,2 Hz, 1,4 Hz),
7,17-7,39 (13H, m), 4,50 (1H, d, 7,2 Hz), 3,97-4,12 (2H, m), 3,73
(1H, dt, 9,7 Hz, 2,3 Hz), 3,59 (1H, d, 12,6 Hz), 3,37 (1H, d, 12,6
Hz), 2,57-2,68 (2H, m), 2,18-2,38
(2H, m). LCMS (2,5 Minutenverfahren): m/z 445 [M+H]+ bei Rf 1,50
min.
-
vii)
(2R)-2-((R)-[Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
-
Die
Titelverbindung wird aus (2R)-2-((R)-[Phenyl]-{[2-trifluormethylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[Phenyl]-{[2-trifluormethylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(5,25 g, 11,84 mmol), fester geträgerter Hunig's Base (Argonaut,
3,56 mmol/g, 6,64 g, 23,67 mmol, 2 Äquivalente) und α-Chlorethylchlorformiat
(3,83 ml, 35,51 mmol, 3 Äquivalente)
in wasserfreiem Dichlormethan (75 ml) bei 40°C gemäß dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen
Verfahren hergestellt. Nach der Eindampfung der Methanollösung wird
ein hellbrauner Feststoff (5,60 g) erhalten, der aus Isopropanol
unter Bildung des Hydrochloridsalzes als feine weisse Nadeln erhalten
wird. Das Hydrochloridsalz wird in Ethylacetat suspendiert und mit
einer wässrigen
Lösung aus
Natriumhydroxid (50 ml einer 1 M Lösung) gewaschen. Die organische
Phase wird mit Kochsalzlösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und im Vakuum unter Bildlung
des freien Amins als farbloses Öl
(3,10 g, 74 % Ausbeute) konzentriert. MG 353,41.
C18H18F3NOS
1H NMR (CDCl3): 7,46
(1H, d, 7,7 Hz), 7,24 (1H, d, 7,3 Hz), 7,05-7,2 (7H, m), 4,28 (1H,
d, 7,7 Hz), 3,92 (1H, d, 11,4 Hz), 3,80 (1H, q, 7,0 Hz), 3,58 (1H,
dt, 1,82 Hz, 11,4 Hz), 2,69-2,87 (2H, m), 2,59 (2H, d, 6,0 Hz),
2,13-1,90 (1 H, br.s). LCMS (10 Minutenverfahren): m/z 354 [M+H]+
bei Rt 5,26.
-
Eine
Probe der razemischen freien Base (1,384 g) wird durch präparative
Chiralchromatographie (Chiralpak-OJ, Heptan : Isopropanol : Dimethylethylamin
70:30:0,2) unter Bildung des zuerst eluierenden Enantiomers Rt 9,5
min (0,57 g) als Öl
abgetrennt. Es wird in Diethylether (20 ml) rückgelöst und mit Chlorwasserstoff in
Ether (2 M, 0,8 ml) unter Bildung eines weissen Feststoffs (566
mg, Smp. 240–241°C) des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
behandelt.
-
Das
zweite eluierende Enantiomer Rt 15,8 min wird als Öl (0,55
g) erhalten und ähnlich
in das Hydrochloridsalz (2S)-2-((S)-(Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
(556 mg, Smp. 244–245°C) umgewandelt.
Eine Probe (20 mg) wird aus Isopropanol (2 ml) kristallisiert, wobei
das Lösemittel langsam über mehrere
Wochen eindampft. Die Kristalle werden durch Röntgenkristallographie analysiert,
um die absolute Stereochemie als (S,S) für das zweite eluierende Enantiomer
zu bestätigen,
wobei die Daten in den Tabellen 1–6 hierin aufgelistet sind.
-
Verfahren 2
-
(i) 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril
-
Ein
Einliterreaktor mit mechanischem Rührer, der durch ein Eisbad
gekühlt
ist, wird mit N-Benzylethanolamin (172,2 g, 1,14 mol) beladen. 2-Chloracrylonitril
(100 g, 1,14 mol) wird tropfenweise über einen Zeitraum von 2 Minuten
zugegeben. Die Temperatur wird zwischen 23°C und 29°C mittels eines Eisbads gehalten, das
weiterhin durch ein Wasserbad bei 15°C ersetzt wird. Nach dem Rühren bei
Raumtemperatur über
Nacht wird das Gemisch in THF gelöst und in einen 2 l Reaktor überführt, der
auf –5°C durch ein
Eis/NaCl Bad gekühlt ist.
Das Gesamtvolumen von THF entspricht 1,35 l. Kalium-tert-butoxid (148 g, 1,1 Äquivalente)
wird portionsweise über
1 Stunde zugegeben, während
die Temperatur bei 0 ± 2°C gehalten
wird. Nach 1 Stunde Rühren bei
0°C wird
das Gemisch durch gesättigtes
NaHCO3 (500 ml) gestoppt. Die wässrige Phase
wird mit Diethylether extrahiert. Die organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und zur Trockne eingedampft.
Nach der Percolation von 250 g trockenem Rückstand auf 1 kg SiO2 (Eluent: Ethylacetat/n-Heptan Gradient
5/95 bis 80/100 [V/V] wird 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril
als klares Öl
(149,8 g, 65 %) erhalten.
-
(ii)
(2S)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)phenylmethanon und (2R)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)phenylmethanon
-
Ein
Doppelwandreaktor mit 3 l wird mit 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril
(135,05 g, 1 Äquivalent)
und trockenem Diethylether (1,4 l) beladen. Alternativ dazu kann
Toluol an Stelle von Diethylether verwendet werden. Wenn Tj = 0°C und Tm
= 1°C (Tj
= Temperatur des Mantels, Tm = Temperatur der Masse) beträgt, wird Phenylmagnesiumchlorid
(2 M gelöst
in THF, 360 ml, 1,08 Äquivalente)
tropfenweise über
1 Stunde zugegeben. Die Tm steigt auf 4°C und geht zurück auf 2°C am Ende
der Zugabe. Die Tm wird progressiv auf 17,5°C innerhalb von 45 Minuten erhöht und das
Gemisch wird bei dieser Temperatur für weitere 45 Minuten gerührt. Der
Reaktor wird auf Tm = 2°C
und Tj = 0°C
(75 Minuten) gekühlt
und Chlorwasserstoffsäure
(700 ml einer 5 N Lösung)
wird in zwei Portionen zugegeben. Die Tm steigt auf 33°C an. Nach
einigen Minuten kristallisiert das Hydrochlorid des Ketons. Wenn
Tm = Tj = Raumtemperatur wird die triphasische Suspension filtriert.
Die organische Phase der Mutterlaugen, die Verunreinigungen enthält, wird
eliminiert. Der Filtrationskuchen wird dann mit Methylenchlorid
(700 ml) gewaschen. Diese Flüssigkeit
wird in den Reaktor mit der sauren Wasserphase gegeben. Behandlung
des Chlorwasserstoffsäuresalzes:
Nach dem Trocknen unter Vakuum werden 164,4 g des Hydrochlorids,
das mit MgCl2 kontaminiert ist, in einem
biphasischen Gemisch an Wasser/Methylenchlorid (500 ml/800 ml) suspendiert.
Die Suspension wird mit wässrigem
Natriumhydroxid (75 ml einer 30 % Lösung) unter Eisbadkühlung basisch
gemacht. Mg(OH)2 fällt aus und die wässrige Phase
wird mit Methylenchlorid extrahiert. Die organischen Phasen werden
auf einem Bett aus Celite 512 nach der Zugabe von einigem Celite
zu den Phasen selbst filtriert. Die filtrierte organische Phase
wird über
MgSO4 getrocknet und zur Trockne eingedampft.
Das Keton kristallisiert sofort während dem Stehen (132,4 g,
70 %). Behandlung der Mutterlauge: Die vereinigten organischen Phasen
werden mit wässrigem
Natriumhydroxid (750 ml einer 2 N Lösung) gewaschen. Celite 512
(160 g) wird zu der Suspension gegeben, die dann durch ein Bett
aus Celite filtriert wird. Die wässrige
Phase wird abgetrennt und mit Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen werden über
MgSO4 getrocknet und unter Bildung von 35,8
g des Produkts zur Trockne eingedampft, das mit nicht umgesetztem
Nitril angereichert ist. Diese Fraktion kann weiter durch Percolation
auf SiO2 gereinigt werden. (2S)-(4-Benyzlmorpholin-2-yl)phenylmethanon
und (2R)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)phenylmethanon
werden mittels präparativer
Chiralchromatographie getrennt. Alternativ dazu werden die zwei
Enantiomere durch fraktionierte Kristallisation aus Acetonitril
mittels 0,55 bis 1 Äquivalent
an Dibenzoylweinsäure zur
Herstellung der diastereoisomeren Salze der Titelverbindung getrennt.
Die Kristalle können
durch Filtration gesammelt werden und werden mit 30 % NaOH unter
Bildung der optisch angereicherten Titelverbindung neutralisiert.
-
Die
Titelverbindung kann auch mittels der folgenden Eintopfsynthese
hergestellt werden. Ein 1600 l fassender GL Reaktor unter N2 wird nacheinander mit 2-Chloracrylonitril
(33,2 kg, 379 mol) und Toluol (114 l) bei 21°C befüllt. Dann wird n-Benzylethanolamin
(57 kg, 377 mol) zugegeben und das Reaktionsgemisch wird bei Raumtemperatur
für etwa
17 h nachgerührt.
Dann wird das Gemisch mit Toluol (336 l) verdünnt, auf –12,4°C gekühlt und Kalium-t-butoxid (42,3
kg, 377 mol) wird portionsweise (10) zugegeben, wobei –13,7°C ≤ TMasse ≤ –2,8°C aufrechterhalten
wird. Das Gemisch wird bei etwa 0°C
für 2,5
h nachgerührt,
durch die Zugabe von ultrareinem Wasser (142,5 l) gestoppt, wobei
2,1°C ≤ TMasse ≤ 8,7°C aufrechterhalten
wird. Die wässrige Phase
(176 kg) wird nach 35 Minuten Nachrühren abgetrennt, wobei das
Gemisch 15°C
erreichen kann und die Toluolphase wird mit ultrareinem Wasser (142,5
l) gewaschen und die wässrige
Phase (162 kg) wird abgetrennt. Die organische Phase wird dann unter
verringertem Druck (150 mbar) konzentriert, wobei TMasse ≤ 60°C aufrechterhalten
wird, um 162 kg Toluol zu destillieren. Die Filtrate werden dann
mit Toluol (114 l) filtriert und mit SiO2 (Merck
Silicagel 60, 0,063–0,1
mm, 74,1 kg) unter Rühren
bei Raumtemperatur für
1,25 h behandelt. SiO2 wird filtriert und
mit Toluol (2 × 114
l) gewaschen. Dann werden die Filtrate unter verringertem Druck
(150 mbar) konzentriert, wobei TMasse ≤ 60°C aufrechterhalten
wird, um 351,8 kg Toluol zu destillieren (KF: 0,01 % G/G H2O).
-
Die
Lösung
aus 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril (169,2 kg) wird mit Toluol (157
l) verdünnt
und auf 0°C gekühlt und
Phenylmagnesiumchlorid (25 Gewichtsprozentlösung in THF, 213 kg, 389 mol,
1,36 Moläquivalente)
wird langsam zu dem Reaktionsgemisch gegeben (über 3,5 h), während die
Temperatur bei –3°C ≤ TMasse ≤ 7°C
gehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird für 2 Stunden bei TMasse ~0°C nachgerührt. Dann
wird das Abstoppen durch die Zugabe von Essigsäure (8,55 l, TMasse =
5→17,2°C) erreicht,
es wird für
10 Minuten nachgerührt
und auf 5°C
abgekühlt,
ehe ein Essigsäure
1 Wassergemisch (229 l, 33/67 V/V zugegeben wird. Während dem
Abstoppen wird die Zugabe derartig ausgeführt, dass TMasse nicht über 20°C (typische
TMasse = 4,6°C bis 10,4°C) beträgt. Das Gemisch wird über Nacht
bei RT nachgerührt
und die wässrige
Phase (285,8 kg) wird extrahiert.
-
Die
Toluolphase wird auf 0°C
gekühlt
und eine 5 N NaOH wässrige
Lösung
(420,1 kg) wird langsam zugegeben, während die Temperatur bei –2,4°C ≤ TMasse ≤ 11°C gehalten
wird. Das Reaktionsgemisch wird für 1 h nachgerührt und
die wässrige
Phase (494,8 kg) wird extrahiert. Die Toluolphase wird unter verringertem Druck
(50 mbar) konzentriert, wobei TMasse ≤ 60°C aufrechterhalten
wird, um 356,2 kg Toluol zu destillieren und Isopropanol (180,4
kg) wird zugegeben. Das Toluol wird unter verringertem Druck (100
mbar) entfernt, wobei TMasse ≤ 60°C aufrechterhalten
wird, um 186,4 kg Toluol zu destillieren und Isopropanol (135 kg)
wird wieder zu dem Gemisch gegeben. Ein letzte Destillation von
Toluol wird unter verringertem Druck (50 mbar) durch geführt, währen TMasse ≤ 60°C um 131
kg Toluol zu destillieren und Isopropanol (49,4 kg) wird schließlich zu
dem Gemisch gegeben und die Lösung
wird bei RT bis zur Kristallisation gerührt (17 Minuten).
-
Ultrareines
Wasser wird zugegeben (125,4 l) und das Gemisch wird über Nacht
bei RT gerührt
und auf etwa 0°C
für 1 Stunde
gekühlt.
Der Niederschlag wird filtriert und mit einer gekühlten Wasser/Isopropanol 50/50
V/V Lösung
(76,6 kg) gewaschen. Der nasse Niederschlag wird unter Vakuum bei
Tj = 35°C
für 96
Stunden getrocknet, um die Titelverbindung als nicht ganz weisses
Pulver mit 59 % Gesamtausbeute zu erhalten. Die Titelverbindung
kann durch das wie oben beschriebene fraktionierte Kristallisationsverfahren
getrennt werden.
-
(iii)
(R)-Phenyl[(2R)-4-(phenylmethyl)morpholin-2-yl]methanol
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus (+)-DIP Chlorid (49,6 g, 155 mol) in trockenem THF (150 ml)
unter Stickstoff wird (2R)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)phenylmethanon
(16,54 g, 58,89 mmol) in einer Portion gegeben. Das Reaktionsgemisch
wird bei Raumtemperatur für
18 Stunden gerührt.
Das Gemisch wird im Vakuum eingedampft und das rohe Öl wird in
Methanol aufgenommen und auf 250 g SCX-2-Ionenaustauschharz absorbiert. Nach
der Elution der Boranrückstände mit
Methanol wird das Produkt mit 2 M Ammoniak in Methanol eluiert.
Die Entfernung des Lösemittels
im Vakuum ergibt das Produkt als gelbes Öl (11,23 g, 67 %). MG 283,37.
C18H21NO2
1H NMR (CDCl3) 7,32-7,45
(10H, m), 4,67 (1H, d, 7,3 Hz), 4,03 (1H, dt, 11,4 Hz, 2,7 Hz),
3,86-3,73 (2H, m), 3,64 (1H, d, 13,2 Hz), 3,39 (1H, d, 13,2 Hz),
3,30 (1H, br.s), 2,68 (1H, d, 12,7 Hz), 2,56 (1H, d, 10,9 Hz), 2,28-2,15
(2H, m). LCMS: m/z 284 [M+H]+ bei Rt 0,95 min.
-
(v)
(2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
-
Zu
einer Lösung
aus (R)-Phenyl-[(2R)-4-(phenylmethyl)morpholin-2-yl]methanol (11,2
g, 39,58 mmol) in wasserfreiem Chloroform (400ml) unter Stickstoff
wird PPh3Br2 (33,41
g, 79,15 mmol) gegeben. Das Reaktionsgemisch wird bei 60°C über Nacht
erhitzt. Das Gemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt und dann mit gesättigter
wässriger
Natriumcarbonatlösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und im Vakuum konzentriert.
Der entstehende Rückstand
wird durch Blitzchromatographie auf Silica (Eluent: Ethylacetat
: Isohexan 1:4) unter Bildung eines blassgelben Öls gereinigt. Eine Behandlung
mit Isohexan ergibt (2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
als farblosen Feststoff (8,54 g, 62 %) MG 346,27.
C18H20BrNO
1H NMR (CDCl3): 7,14-7,39
(10H, m), 4,83 (1H, d, 7,4 Hz), 4,01 (1H, br.t, 8,3 Hz), 3,73 (1H,
br.d, 11,1 Hz), 3,60-3,48 (2H, m), 3,39 (1H, d, 12 Hz), 3,20 (1H,
d, 11,4 Hz), 2,50 (1H, d, 10,4 Hz), 2,07 (2H, t, 10,9 Hz). LCMS: (6
min Verfahren) m/z 346 [M]+ bei 2,51 min.
-
(vi)
(2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin kann dann
in das Titelprodukt (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
mittels des obigen Verfahrens in Beispiel 8 Verfahren 1(v) und (vi)
umgewandelt werden.
-
Beispiel
9 (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholin i)
(2S)-2-[(S)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
und (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
-
Die
Verbindung (2S)-2-[(S)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
und (2R)-2-[(R)-[(2)-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
wird aus 2-Ethylthiophenol (160 mg, 1,16 mmol) und (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin
und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholin
(200 mg, 0,58 mmol) gemäß einer
Modifikation des in Beispiel 8 (vi) beschriebenen Verfahrens erhalten,
worin das Reaktionsgemisch für
2 Stunden auf 95°C
erhitzt wird. Nach der Reinigung durch Blitzsäulenchromatographie (Eluent:
Ethylacetat/Hexan 9/1 [V/V] wird das Produkt als weisser Feststoff
(152 mg, 65 % Ausbeute) erhalten. MG 403,59.
C26H29NOS
1H NMR
(CDCl3): 6,96-7,40 (14H, m), 4,22 (1H, d,
7,2 Hz), 3,96-4,01 (2H, m), 3,72 (1H, td, 11,1 Hz, 2,2 Hz), 3,52
(1H, d, 13,1 Hz), 3,32 (1H, d, 13,1 Hz), 2,68 (2H, q, 7,7 Hz), 2,59
(2H, br.d, 11,7 Hz), 2,06-2,21 (2H, m), 1,12 (3H, t, 7,2 Hz). LCMS
(2,5 Minutenverfahren) m/z 404 ([M+H]+ bei Rt 1,49 min.
-
ii)
(2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
-
Die
Umsetzung von (2S)-2-[(S)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
und (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
gemäß dem in
Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren ergibt ein viskoses gelbes Öl (213,3
mg, 86 % Ausbeute) aus dem das Titelprodukt nach einer Chiraltrennung
auf einer Chiral OD semipräparativen
Säule erhalten
wird. LC Reinheit = 100 % (UV 254 nm)/100 % (ELS) MG 313,47.
C19H23NOS
1H NMR (CDCl3) 7,17
(1H, d, 7,6 Hz), 7,12-7,05 (5H, m), 7,01 (2H, d, 3,8 Hz), 6,87-6,93
(1H, m), 4,07 (1H, d, 8,1 Hz), 3,92-3,97 (1H, m), 3,74-3,80 (1H,
m), 3,59 (1H, td, 11,4 Hz, 3,0 Hz), 2,80 (1H, td, 12,4 Hz, 3,3 Hz), 2,71
(1H, br.d, 12,1 Hz), 2,63-2,54 (4H, m), 1,64 (1H, br.s), 1,04 (3H,
t, 7,6 Hz). LCMS (10 Minutenverfahren): m/z 314 [M+H]+ bei Rt 5,92
min. (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholin wird
in das Hydrochloridsalz umgewandelt. MG 349,93.
C19H23NOS × HCl
1H NMR (CDCl3): 10,10
(2H, br.s), 7,13-7,28 (8H, m), 7,02-7,08 (1H, m), 4,36 (1H, br.s),
4,01-4,17 (3H, br.m), 3,16-3,31 (2H, br.m), 2,92-3,09 (2H, br.m),
2,71 (2H, q, 7,7 Hz), 1,15 (3H, t, 7,2 Hz).
-
Beispiel
10 (2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid i)
(2S)-2-[(S)-{[(2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
und (2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
-
Die
Verbindungen (2S)-2-[(S)-{[2-Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin und
(2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
werden aus 2-Methoxythiophenol
(74 μl,
0,574 mmol) und (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin
und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholin (181 mg, 0,522
mmol) gemäß dem in
Beispiel 8 (vi) beschriebenen Verfahren erhalten, wobei die Reaktion
für 2,5
h auf 95°C
erhitzt wird. Nach der Reinigung durch Blitzsäulenchromatographie (Eluent:
Ethylacetat/Hexan Gradient 15/85 bis 25/75 [V/V]) wird das Produkt
als viskoses Öl (175
mg, 83 % Ausbeute) erhalten. MG 405,56.
C25H27NO2S
1H NMR (CDCl3) 7,01-7,26
(12H, m), 6,58-6,63 (2H, m), 4,39 (1H, d, 7,2 Hz), 3,86-3,91 (2H,
m), 3,71 (3H, s), 3,56-3,62 (1H, m), 3,42 (1H, d, 10,8 Hz), 3,21
(1H, d, 10,8 Hz), 2,46-2,52 (2H, m), 2,01-2,11 (2H, m). LCMS (10
Minutenverfahren): m/z 406 [M+H]+ bei Rt 6,09 min.
-
ii)
(2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
-
Die
Umsetzung von (2S)-2-[(S)-{[2-Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin und
(2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
(100 mg, 0,25 mmol) gemäß dem in
Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren, ergibt ein viskoses gelbes Öl (60 mg,
77 %), woraus das Produkt nach einer Chiraltrennung auf einer Chiralcel
OJ semipräparativen
Säule erhalten
wird. LC Reinheit = 100 %. MG 315,44.
C18H21NO2S
1H NMR (CDCl3) 7,14-7,34
(7H, m), 6,74-6,84 (2H, m), 4,50 (1H, d, 8,2 Hz), 4,10 (1H, d, 10,9
Hz), 3,85-4,00 (4H,
m), 3,74 (1H, dt, 1,4 Hz, 11,3 Hz), 2,82-3,02 (2H, m), 2,66-3,02
(3H, m). LCMS (10 Minutenverfahren) m/z 316 [M+H]+ bei
Rt 4,87 min.
-
Dies
wird in das Hydrochloridsalz umgewandelt.
-
Beispiel
11 (2R)-2-[(R)-{[2-(Methylthio)phenyl]thio}(phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid i)
(2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-methylthiophenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-methylthiophenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
-
Zu
einer Lösung
aus (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholin
(4,0 g, 11,55 mmol) und 2-Methylsulfenylthiophenol (1,2 Äquivalente, 2,17
g, 13,86 mmol) in wasserfreiem DMF (35 ml) bei Raumtemperatur unter
Stickstoff wird Cäsiumcar bonat (1,18 Äquivalente,
14,04 g, 13,63 mmol) gegeben. Das Gemisch wird bei 50°C für 1,5 Stunden
erhitzt, kann auf Raumtemperatur abkühlen, wird in Methanol aufgenommen
und mit SCX-2 (100 g) behandelt. Das SCX-2 wird mit Methanol gewaschen.
Das Produkt wird als weisser Feststoff (4,92 g) nach einer SCX Chromatographie
(Eluent: Ammoniak/Methanol 1/1 [V/V]) erhalten und die Lösemittel
werden im Vakuum entfernt. Eine Reinigung durch Blitzsäulenchromatographie
(Eluent: Ethylacetat/Isohexan Gradient 10/90 bis 30/70 [V/V] ergibt einen
weissen Feststoff (4,04 g, 86 %). MG 421,63.
C27H25NOS2
1H NMR (CDCl3) 7,03-7,15
(6H, m), 6,93-6,99 (2H, m), 6,74 (1H, td, 7,3 Hz, 1,5 Hz), 4,31
(1H, d, 7,8 Hz), 3,95 (1H, br.s, 12,1 Hz), 3,83 (1H, td, 8,1 Hz,
3,8 Hz), 3,59 (1H, td, 11,1 Hz, 2,8 Hz), 2,82 (1H, td, 12,1 Hz,
3,3 Hz), 2,61-2,75 (3H, m), 2,35 (3H, s), 1,73 (1H, br.s). LCMS
(6 Minutenverfahren): m/z 422 [M+H]+ bei
Rt 3,36 min.
-
ii)
(2R)-2-[(R)-{[2-(Methylthio)phenyl]thio}(phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
-
Zu
einer Suspension aus Polymer geträgerter Hunigs Base (5,02 g)
und (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-methylthiophenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-methylthiophenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(4,02 g, 9,49 mmol) in trockenem Dichlormethan (70 ml) wird α-Chlorethylchlorformiat (2,93
ml, 28,6 mmol, 3 Äquivalente)
bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben. Das Gemisch wird bei
40°C für 1,5 Stunden
erhitzt und kann dann bei Raumtemperatur über Nacht rühren. Das Reaktionsgemisch
wird filtriert und im Vakuum unter Bildung einer blaßorangen
Flüssigkeit
konzentriert. Diese wird in Methanol (70 ml) aufgenommen und bei
40°C für 2 Stunden
erhitzt. Ein weisser Feststoff fällt
aus der Lösung
aus, die durch SCX Chromatographie (Eluent; Ammoniak/Methanol 1/1
[V/V]) gereinigt wird. Nach dem Eindampfen im Vakuum wird das Produkt
als blassgelbes Öl
(3,13 g, 99 %) erhalten. MG 331,50.
C18H21NOS2.
1H NMR (CDCl3) 7,03-7,15
(6H, m), 6,93-6,99 (2H, m), 6,74 (1H, td, 7,3 Hz, 1,5 Hz), 4,31
(1H, d, 7,8 Hz), 3,95 (1H, br.d, 12,1 Hz), 3,83 (1H, td, 8,1 Hz,
3,8 Hz), 3,59 (1H, td, 11,1 Hz, 2,8 Hz), 2,82 (1H, td, 12,1 Hz,
3,3 Hz), 2,61-2,75 (3H, m), 2,35 (3H, s), 1,73 (1H, br.s). Nach
der Abtrennung durch Chrialchromatographie wird das Öl in das
Hydrochloridsalz umgewandelt, worin das blassgelbe Öl in Isopropanol
(~200 ml) aufgenommen und filtriert wird. Die Zugabe von Chlorwasserstoff
(19 ml einer 1 M Lösung
in Diethylether, 19 mmol) ergibt einen weissen Niederschlag, wozu
weiterer Diethylether (~50 ml) gegeben wird. Der Feststoff wird
durch Filtration isoliert und mit Diethylether unter Bildung des
Hydrochloridsalzes des Titelprodukts als weisser Feststoff (3,03 g)
gewaschen. MG 367,96.
C18H22ClNOS2
1H NMR (CDCl3): 9,94 (2H, br.s), 7,06-7,18 (6H, m), 6,94-7,03
(2H, m), 6,78 (1H, t, 6,8 Hz), 4,24-4,32 (1H, m), 4,20 (1H, d, 5,8
Hz), 3,89-4,06 (2H, m), 3,18 (2H, br.t, 11,9 Hz), 2,99 (2H, br.s),
2,37 (3H, s). LCMS (10 Minutenverfahren) m/z 332 [M-Cl]+ bei
Rt 5,07 min.
-
Beispiel
12 (2R)-2-((R)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
-
Eine
Lösung
aus Lithiumdiisopropylamid (2 M in Heptan, 18,2 ml) wird tropfenweise über 20 min
zu einer gerührten
Lösung
aus 4-Benzylmorpholin-3-on (5,0 g, 26 mmol) und 4-Chlorbenzaldehyd
(4,41 g, 31,4 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (60 ml), die auf –70°C unter einer
Stickstoffatmosphäre
gekühlt
ist, gegeben. Nach 1 h bei –70°C wird das
Reaktionsgemisch mit wässrigem
Ammoniumchlorid (100 ml) gestoppt und mit Ethylacetat (100 ml) extrahiert.
Die Extrakte werden mit 2 M wässriger
Chlorwasserstoffsäure
(100 ml) und Kochsalzlösung
(100 ml) gewaschen und über
Natriumsulfat getrocknet. Nach der Filtration wird die Lösung eingedampft
und das zurückbleibende Öl wird durch
Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat. Hexan
70:30 dann Ethylacetat unter Bildung des Diastereomers 1 (2R)-2-[(S)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(R)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
als Feststoff (2,64 g) gefolgt von dem Diastereomer 2 (2R)-2-[(R)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(S)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
als Öl
(1,46 g) gereinigt. Das Diastereoisomer 1 wird aus Ethylacetat (25
ml) n-Hexan (100 ml) unter Bildung von weissen Nadeln (2,47 g, 29
%) umkristallisiert.
-
-
Eine
Lösung
aus Boran in Tetrahydrofuran (1 M, 29 ml) wird tropfenweise zu einer
gerührten
Lösung des
Diastereomers 1 (2R)-2-[(S)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-((R)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
(2,40 g, 7,24 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (30 ml) bei Raumtemperatur
unter Stickstoff gegeben und verursacht ein Aufbrausen. Die Lösung wird
für 2 h
auf 60°C
erhitzt, kann auf Raumtemperatur abkühlen und das überschüssige Boran
wird durch zusätzliches
Methanol (14 ml) langsam gestoppt. Wässrige Chlorwasserstoffsäure (1 M,
14 ml) wird zugegeben, für
1 h auf 60°C
erhitzt und dann zu einem weissen Feststoff eingedampft. Es werden
gesättigtes
wässriges Natriumcarbonat
(590 ml) und Diethylether (50 ml) zum Lösen des Feststoffs zugegeben
und es wird mit Diethylether (2 × 50 ml) extrahiert. Die Extrakte
werden mit Kochsalzlösung
gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (2,38
g) eingedampft. Das Öl
wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Diethylether
: Hexan 75:25 unter Bildung von (R)-[4-Chlorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
und (S)[4-Chlorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol als farbloses Öl (2,08
g) gereinigt.
-
-
Eine
Lösung
aus Tetrabromkohlenstoff (2,82 g, 8,5 mmol) in Dichlormethan (3
ml) wird tropfenweise über
10 min zu einer gerührten
Lösung
aus (R)-[4-Chlorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[4-Chlorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
(1,80 g, 5,67 mmol) und Triphenylphosphin (2,23 g, 8,5 mmol) in
Dichlormethan (40 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben.
Nach 30 min wird die Reaktionslösung
mit gesättigtem
wässrigem
Natriumbicarbonat (50 ml) gewaschen. Die Dichlormethanphase wird
getrocknet, filtriert und zu einer roten Flüssigkeit (8,5 g) eingedampft.
Bei der Behandlung mit Diethylether (20 ml) kristallisiert Triphenylphosphinoxid,
das dann durch Filtration entfernt wird. Das Filtrat wird zu einem gelben Öl eingedampft
und durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat
: Hexan 20:80 unter Bildung eines farblosen Öls an (2R)-2-[(S)-Brom(4-chlorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-[(R)-Brom-(4-chlorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (1,17 g) gereinigt,
das zu einem pinkfarbenen Feststoff während dem Stehen kristallisiert.
-
-
Cäsiumcarbonat
(667 mg, 2,05 mmol) wird zu einer gerührten Lösung aus (2R)-2-[(S)-Brom(4-chlorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-[(R)-Brom(4-chlorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (651
mg, 1,71 mmol) und 2-Methoxybenzolthiol (287 mg, 2,05 mmol) in trockenem
Dimethylformamid (3 ml) gegeben. Die Suspension wird für 1 h auf
90°C erhitzt.
Das gekühlte
Reaktionsgemisch wird mit Eiswasser und 2 M wässrigem Natriumhydroxid (1
ml) verdünnt
und mit Diethylether (15 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen,
getrocknet, filtriert und zu einem gelben Öl (0,89 g) eingedampft. Das
rohe Produkt wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution
mit Ethylacetat Heptan 1:4 unter Bildung von (2R)-2-[(R)-(4-Chlorphenyl)]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl]-4-benzylmorpholin und
(2S)-2-((S)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl]-4-benzylmorpholin
als blassgelbes Öl
(619 mg, 82 %) gereinigt.
-
-
α-Chlorethylchlorformiat
(0,3 ml 2,78 mmol) wird zu der leicht gerührten Suspension aus Polystyrol
geträgertem
Diisopropylethylamin (Argonaut, 390 mg, 1,39 mmol) und 2-(R)-2-((R)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-((S)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(610 mg, 1,39 mmol) in Dichlormethan (8 ml) bei Raumtemperatur unter
Stickstoff gegeben. Nach 3 h wird die Suspension filtriert und das
Filtrat wird eingedampft. Der Rückstand
wird in Methanol (10 ml) gelöst und
für 1 h
auf 60°C
erhitzt. Die Lösung
wird eingedampft und der feste Rückstand
wird aus Isopropanol (5 ml), Diethylether (10 ml) unter Bildung
eines weissen Feststoffs (441 mg, 82 %) kristallisiert. Das razemische Hydrochloridsalz
wird in die freie Base durch Rühren
in Dichlormethan (20 ml) und wässrigem
Natriumhydroxid (1 M, 20 ml) umgewandelt. Die Dichlormethanphase
wird abgetrennt, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (403 mg)
eingedampft. Ein präparative
Chiralchromatographie (Chiralcel-OD, Heptan : Ethanol : Dimethylethylamin
50:50:0,2) wird zur Isolierung des zuerst eluierenden Enantiomers
Rt 9,3 min als Öl
verwendet. Dieses wird in Diethylether rückgelöst und mit Chlorwasserstoff
in Ether unter Bildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
als Feststoff (159 mg, 36 %, Smp. 238–241°C) behandelt.
NMR (DMSO)
9,31 (2H, br.s), 7,32 (4H, dd), 7,07-7,20 (2H, m), 6,91 (1H, d),
6,76 (1H, t), 4,67 (1H, d), 4,0-4,1 (2H, br.d), 3,78 (3H, s), 3,72
(1H, t), 3,15 (1H, d), 2,95-3,1 (3H, m). LCMS: m/z 350 [M+H]+ bei Rt 3,8 min.
-
Beispiel
13 (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
-
Eine
Lösung
aus Lithiumdiisopropylamid (2 M in Heptan, 16,9 ml) wird tropfenweise über 15 min
zu einer gerührten
Lösung
aus 4-Benzylmorpholin-3-on (5,0 g, 26 mmol) und 3-Fluorbenzaldehyd
(3,55 g, 28,6 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (60 ml), das auf –70°C unter Stickstoffatmosphäre gekühlt ist,
gegeben. Nach 1 h bei –70°C wird das
Reaktionsgemisch mit wässrigem
Ammoniumchlorid (100 ml) gestoppt und mit Ethylacetat (100 ml) extrahiert.
Die Extrakte werden mit 2 M wässriger
Chlorwasserstoffsäure
(2 × 50
ml) und Kochsalzlösung
(100 ml) gewaschen und über
Natriumsulfat getrocknet. Nach der Filtration wird die Lösung eingedampft
und das restliche Öl
wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat
: Hexan 70:30 dann Ethylacetat unter Bildung des Diasteromers 1
(2R)-2-[(S)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(R)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
als Feststoff (3,8 g) gefolgt von dem Diasteromer 2 (2R)-2-[(R)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(S)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
als Öl
(2,13 g) gereinigt. Das Diastereomer 1 wird aus Ethylacetat (25
ml) und n-Hexan (100 ml) unter Bildung von weissen Nadeln (2,62
g, 32 %) umkristallisiert.
-
-
Eine
Lösung
aus Boran in Tetrahydrofuran (1 M, 30,7 ml) wird tropfenweise zu
einer gerührten
Lösung aus
dem Diastereomer 1 (2R)-2-[(S)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und (2S)-2-[(R)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
(2,42 g, 7,68 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (30 ml) bei Raumtemperatur
unter Stickstoff unter Aufbrausen gegeben. Die Lösung wird für 2 h auf 60°C erhitzt,
kann dann auf Raumtemperatur abkühlen
und überschüssiges Boran
wird durch die langsame Zugabe von Methanol (15 ml) gestoppt. Wässrige Chlorwasserstoffsäure (1 M,
15 ml) wird zugegeben, für
1 h auf 60°C
erhitzt und dann zu einem weissen Feststoff eingedampft. Es werden
gesättigtes
wässriges
Natriumcarbonat (50 ml) und Diethylether (50 ml) zum Lösen des
Feststoffs zugegeben und es wird mit Diethylether (2 × 50 ml)
extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet,
filtriert und zu einem farblosen Öl (2,38 g) eingedampft. Das Öl wird durch
Chromatographie auf Silica unter Elution mit Diethylether : Hexan
75:25 unter Bildung von (R)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und
(S)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol als farbloses Öl (2,23
g) gereinigt.
-
-
Eine
Lösung
aus Tetrabromkohlenstoff (3,3 g, 9,96 mmol) in Dichlormethan (4
ml) wird tropfenweise über
5 min zu einer gerührten
Lösung
aus (R)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
(2,0 g, 6,64 mmol) und Triphenylphosphin (2,61 g, 9,96 mmol) in
Dichlormethan (40 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben.
Nach 30 min wird die Reaktionslösung
mit gesättigtem
wässrigem
Natriumbicarbonat (50 ml) gewaschen. Die Dichlormethanphase wird
getrocknet, filtriert und zu einer roten Flüssigkeit (8,5 g) eingedampft.
Eine Behandlung mit Diethylether (40 ml) kristallisiert das Triphenylphosphinoxid,
das dann durch Filtration entfernt wird. Das Filtrat wird zu einem
gelben Öl
eingedampft und durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit
Ethylacetat : Hexan 20:80 unter Bildung eines farblosen Öls an (2R)-2-[(S)-Brom(3-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-[(R)-Brom(3-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (0,811
g, 34 %) gereinigt.
-
-
Cäsiumcarbonat
(546 g, 1,68 mmol) wird zu einer gerührten Lösung aus (2R)-2-[(S)-Brom(3-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
und (2S)-2-[(R)-Brom(3-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (510
mg, 1,4 mmol) und 2-Methoxybenzolthiol (235 mg, 1,68 mmol) in trockenem
Dimethylformamid (3 ml) gegeben. Die Suspension wird bei Raumtemperatur
für 4 h
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit Eiswasser und 2 M wässrigem
Natriumhydroxid (1 ml) verdünnt
und mit Diethylether (15 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen,
getrocknet, filtriert und zu einem gelben Öl (627 mg) eingedampft. Das
rohe Produkt wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution
mit Ethylacetat Heptan 20:80 unter Bildung von 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
als blassgelbes Öl
(466 mg, 79 %) gereinigt.
-
-
α-Chlorethylchlorformiat
(0,235 ml, 2,17 mmol) wird zu einer leicht gerührten Suspension aus Polystyrol
geträgertem
Diisopropylethylamin (Argonaut, 306 mg, 1,09 mmol) und 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(460 mg, 1,09 mmol) in Dichlormethan (6 ml) bei Raumtemperatur unter
Stickstoff gegeben. Nach 16 h wird die Suspension filtriert und
das Filtrat wird eingedampft. Der Rückstand wird in Methanol (6
ml) gelöst
und für
1 h auf 60°C
erhitzt. Die Lösung
wird verdampft und der feste Rückstand
wird auf Isopropanol (15 ml) und n-Hexan unter Bildung eines weissen
Feststoffs (371 mg, 92 %) kristallisiert. Das razemische Hydrochloridsalz
wird in die freie Base durch Rühren
in Dichlormethan (20 ml) und wässrigem
Natriumhydroxid (0,5 M, 20 ml) umgewandelt. Die Dichlomethanphase
wird abgetrennt, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (341 mg)
eingedampft. Eine präparative
Chiralchromatographie (Chiralcel-OD, Heptan : Ethanol : Dimethylethylamin
50:50:0,2) wird zur Isolierung des zuerst eluierenden Enantiomers
Rt 9,2 min als Öl
verwendet. Dieses wird in Diethylether rückgelöst und mit Chlorwasserstoff
in Ether unter Bildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
als Feststoff 8138 mg, 34 %, Smp. 233–234°C) behandelt.
NMR (DMSO)
9,26 (2H, br.s), 7,31 (1H, q) 7,10-7,20 (4H, m), 7,05 (1H, t), 6,92
(1H, d), 6,78 (1H, t), 4,66 (1H, d), 4,0-4,15 (2H, m) 3,77 (3H,
s), 3,72 (1H, t), 3,19 (1H, d), 2,92-3,1 (3H, m). LCMS: m/z 334
[M+H]+ bei Rt 3,5 min.
-
Beispiel
14 (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
-
-
Eine
Lösung
aus Boran in Tetrahydrofuran (1 M, 25,2 ml) wird tropfenweise zu
einer gerührten
Lösung des
Diastereomers 2 von Beispiel 13(i) (2R)-2-[(R)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und
(2S)-2-[(S)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
(2,0 g, 6,3 mmol) in getrocknetem Tetrahydrofuran (25 ml) bei Raumtemperatur
unter Stickstoff gegeben, wobei sich ein Aufbrausen entwickelt. Die
Lösung
wird für
1,5 h auf 60°C
erhitzt, kann auf Raumtemperatur abkühlen und überschüssiges Boran wird durch die
Zugabe von Methanol (10 ml) langsam gestoppt. Wässrige Chlorwasserstoffsäure (1 M,
13 ml) wird zugegeben, für
1 h auf 60°C
erhitzt und dann zu einem weissen Feststoff eingedampft. Gesättigtes
wässriges Natriumcarbonat
(50 ml) und Diethylether (50 ml) werden zugegeben, um den Feststoff
zu lösen
und es wird mit Diethylether (2 × 50 ml) extrahiert. Die Extrakte
werden mit Kochsalzlösung
gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (2,01
g) eingedampft. Das Öl
wird in Isopropanol (20 ml) gelöst
und Chlorwasserstoff in Ether (2M, 3 ml) wird zugegeben, um das
Salz (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanolhydrochlorid
und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanolhydrochlorid
als weissen Feststoff (1,66 g, 78 %) zu kristallisieren.
-
-
Methansulfonylchlorid
(1,01 g, 8,9 mmol) wird tropfenweise über 5 min zu einer gerührten Lösung aus (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanolhydrochlorid
und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanolhydrochlorid
(1,50 g, 4,44 mmol) und Triethylamin (1,79 g, 17,8 mmol) in trockenem Dichlormethan
(30 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoffatmosphäre gegeben.
Nach 1 h wird Wasser (30 ml) zugegeben, kräftig gerührt und dann wird die Dichlormethanphase
abgetrennt. Die Lösung
wird über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl eingedampft.
Das Öl
wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Diethylether
: Hexan 3:1 unter Bildung von (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
als farbloses Öl
(1,51 g, 90 %) gereinigt.
-
-
Wasserfreies
Kaliumcarbonat (276 mg, 2 mmol) wird zu einer gerührten Lösung aus
(R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
(682 mg, 1,8 mmol) und 2-Ethoxybenzolthiol (308 mg, 2 mmol) in trockenem
Dimethylformamid (13 ml) bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre gegeben.
Nach 3 Tagen wird Wasser (25 ml) zugegeben und das Gemisch wird
mit Diethylether (25 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung (20
ml) gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem gelben Öl (0,89
g) eingedampft. Das Produkt wird durch Chromatographie auf Silica
unter Elution mit Acetat : Heptan 20:80 unter Bildung von 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl)thio}methyl)-4-benzylmorpholin
als farbloses Öl
(493 mg, 63 %) gereinigt.
-
-
Die
Debenzylierung von 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und
2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(480 mg, 1,1 mmol) mittels des in Beispiel 13(v) beschriebenen Verfahrens
ergibt das razemische Hydrochlorid (360 mg, 85 %). Nach der Umwandlung
in die freie Base wird eine präparative
Chiralchromatographie (Chiralcel-OD, Heptan : Ethanol : Dimethylethylamin
80:20:0,2) zur Isolierung des zuerst eluierenden Enantio mers Rt
14,9 min als Öl
verwendet. Dieses wird in Diethylether rückgelöst und mit Chlorwasserstoff
in Ether unter Bildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
als Feststoff (144 mg, 34 %, Smp. 211–215°C) behandelt.
NMR (DMSO)
9,30 (2H, br.s), 7,31 (1H, q), 7,11-7,20 (4H, m), 7,05 (1H, t),
6,91 (1H, d), 6,79 (1H, t), 4,64 (1H, d), 3,97-4,15 (4H, m), 3,72
(1H, t), 3,19 (1H, d), 2,92-3,1 (3H, m), 1,37 (3H, t). LCMS: m/z
348 [M+H]+ bei Rt 4,1 min.
-
-
Eine
Lösung
aus 3-Fluorphenylmagnesiumbromid (0,5 M, 50 ml, 25 mmol) wird tropfenweise
zu einer gerührten
Lösung
aus 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril (4,59 g, 22,7 mmol) in Diethylether
(50 ml) bei 0°C
unter Stickstoff gegeben. Nach 45 min bei 0°C kann sich das Gemisch für 30 min
auf Raumtemperatur erwärmen und
wird dann wieder abgekühlt
und durch die Zugabe von wässriger
Chlorwasserstoffsäure
(5 M, 40 ml) gestoppt – Vorsicht
exotherm. Nach 30 min bei Raumtemperatur wird das saure Gemisch
mit Natriumhydroxid (5 M, 60 ml) basisch gemacht und mit Ethylacetat
(3 × 150
ml) extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen,
getrocknet, filtriert und im Vakuum unter Bildung von (+/–)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)-(3-fluorphenyl)methanon
(6,9 g) als gelbes Öl
konzentriert.
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-
Bortrifluoridetherat
(27,6 g, 194 mmol) gefolgt von Trifluoressigsäure (40 ml) wird zu einer gerührten Lösung aus
(+/–)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)-(3-fluorphenyl)methanon
(23,28 g, 77 mmol) und Triphenylsilan (81,1 g, 311 mmol) in Dichlormethan
(1000 ml) bei 0°C
unter Stickstoff gegeben. Nach 16 h bei Raumtemperatur wird das
Reaktionsgemisch abgekühlt
und durch die Zugabe von wässrigem
Natriumbicarbonat basisch gemacht. Die organische Phase wird abgetrennt,
getrocknet und im Vakuum konzentriert. Das übrige orange Öl wird mittels
SCX-2 Harz zur Absorbtion des Aminprodukts gereinigt. Eine Elution
mit methanolischem Ammoniak (2 M) und Konzentration im Vakuum ergibt
ein Öl
(30 g) das durch Chromatographie auf Silica (Toluol : Diethylether
60:40) unter Bildung von (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol als Öl (19,7
g, 84 %) gereinigt wird.
-
-
Eine
Umwandlung von (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
(19,7 g) mittels des in Beispiel 14(ii) beschriebenen Verfahrens 1
ergibt (R)-(3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
(24,7 g) gefolgt von Verfahren 1 in Beispiel 14(iii) unter Bildung
von 2(R)-2-((R-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(22,5 g). Dieses wird durch Verfahren 1 in Beispiel 14(iv) unter
Bildung von (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)morpholin
und (2S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methylmorpholin
(15,2 g) gefolgt von einer präparativen
Chiralchromatographie zur Abtrennung des zuerst eluierenden Enantiomers
(7,7 g) und dann zur Salzbildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
(4,38 g) als weisser kristalliner Feststoff debenzyliert.
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Beispiel
15 (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
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Wasserfreies
Kaliumcarbonat (377 mg, 2,73 mmol) wird zu einer gerührten Lösung aus
(R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
und (S)-(3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
(740 mg, 1,8 mmol) und 2-Chlorbenzolthiol (393 mg, 2,73 mmol) in
trockenem Dimethylformamid (10 ml) bei Raumtemperatur unter einer
Stickstoffatmosphäre
gegeben. Nach 44 h wird mit Methanol (15 ml) verdünnt und
der anorganische Feststoff wird filtriert. Das Filtrat wird direkt
auf SCX-2 Säulen (3 × 10 g)
gegeben, mit Methanol gewaschen und das basische Produkt wird mit
methanolischem Ammoniak (2 M) unter Bildung eines gelben Öls (707
mg) nach dem Eindampfen eluiert. Das Produkt wird weiter durch Chromatographie
auf Silica unter Elution mit Ethylacetat : Heptan 20:80 unter Bildung
von 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
als farbloses Öl
(653 mg, 78 %) gereinigt.
-
-
α-Chlorethylchlorformiat
(0,33 ml, 3,06 mmol) wird zu einer leicht gerührten Suspension aus Polystyrol geträgertem Diisopropylethylamin
(Argonaut, 429 mg, 1,53 mmol) und 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
(429 mg, 1,53 mmol) in Dichlormethan (10 ml) bei Raumtemperatur
unter Stickstoff gegeben. Nach 2 h wird die Suspension filtriert
und das Filtrat wird eingedampft. Der Rückstand wird in Methanol (10
ml) gelöst und
für 1 h
auf 60°C
erhitzt. Die Lösung
wird zu dem Hydrochloridsalz eingedampft, in Methanol rückgelöst und zu
der freien Base mittels SCX-2 Säule
(10 g) unter Elution mit Methanol und dann methanolischem Ammoniak
(2 M) unter Bildung eines farblosen Öls (501 mg, 97 %) umgewandelt.
Eine präparative
Chiralchromatographie (Chiralcel-OJ, Heptan : Isopropanol Dimethylethylamin
90:10:0,2) wird zur Isolierung des zuerst eluierenden Enantiomers
Rt 19,2 min als Öl
verwendet. Dieses wird in Diethylether rückgelöst und mit Chlorwasserstoff
in Ether unter Bildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
als Feststoff (231 mg, 40 %, Smp. 183–187°C) behandelt.
NMR (DMSO)
9,38 (2H, br.s), 7,15-7,47 (7H, m), 7,09 (1H, t), 4,85 (1H, d),
4,12-4,20 (1H, m), 4,08 (1H, d), 3,77 (1H, t), 3,20 (1H, d), 2,95-3,10
(3H, m). LCMS: m/z 338/340 [M+H]+ bei Rt
3,9 min.
-
Beispiel
16 (2R)-2-[(R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
-
Zu
einer Lösung
aus (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin (200 mg, 0,6
mmol) und 2-Chlor-6-methylthiophenol (0,167 ml, 6 Äquivalente)
in wasserfreiem DMF (5 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff wird
Kaliumcarbonat (100 mg, 0,7 mmol, 1,2 Äquivalente) gegeben. Das Reaktionsgemisch
wird bei Raumtemperatur für
5 Stunden gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit Methanol verdünnt und direkt auf eine SCX-2
Säule zur
Reinigung unter Bildung von (2R)-2-[(R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenyl)methyl]morpholin
gegossen, ehe es im nächsten
Schritt direkt verwendet wird.
-
ii)
(2R)-2-((R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
-
Zu
einer Suspension aus Polymer geträgerter Hunig's Base (182 mg, 3 Äquivalente)
und (2R)-2-[(R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenyl)methyl]morpholin
(254 mg, 0,6 mmol) in trockenem DCM (5 ml) wird α-Chlorethylchlorformiat (0,187
ml, 1,7 mmol, 3 Äquivalente)
bei Raumtemperatur und unter Stickstoff gegeben. Das Gemisch kann
bei Raumtemperatur über
Nacht rühren.
Das Reaktionsgemisch wird in Methanol (5 ml) aufgenommen und bei
Raumtemperatur über
Nacht gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird dann mit SCX-2 (10 g) behandelt. Nach
der Elution mit Methanol gefolgt von der Elution mit 7 N NH3/Methanol wird (2R)-2-[(R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholin
als Öl
(163 mg, 82 % Ausbeute) erhalten. MG 333.
C18H20ClNOS
1H NMR
(DMSO): 8,80 (1H, br s), 7,30 (1H, m), 7,20 (7H, m), 4,40 (1H, d,
8,2 Hz), 4,20 (1H, m), 4,00 (1H, m), 3,80 (1H, m), 3,15 (1H, m),
2,90 (2H, m), 2,20 (3H, s), 1,20 (1H, m). LCMS (10 Minutenverfahren):
m/z 334 [M+H]+ bei Rt 5,1 min. HPLC Reinheit
= 100 % (UV215nm/100 % (ELS). Die freie
Base wird in das Titelprodukt HLC Salz umgewandelt.
-
Beispiel
17 (2R)-2-((R)-[4-Fluorphenyl]{2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
-
Gemäß dem in
Beispiel 5(i) beschriebenen Verfahren wird 4-Benzylmorpholin-3-on
(4,06 g) zu 2-(R)-2-[(S)-(4-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
und 2-(S)-2-[(R)-(4-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
umgewandelt. Dann wird aus Hexan – Ethylacetat unter Bildung
eines farblosen Feststoffs (2,04 g) kristallisiert.
-
-
2-(R)-2-[(S)-(4-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl)-4-benzylmorpholin-3-on
und 2-(S)-2-[(R)-(4-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
(2,0 g) werden zu (R)-[4-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
und (S)-[4-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol gefolgt
von dem in Beispiel 2(ii) beschriebenen Verfahren unter Bildung
eines farblosen Öls
(1,88 g) umgewandelt.
-
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus (R)-[4-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[4-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
(1,64 g, 5,54 mmol) und Triphenylphosphin (2,32 g, 8,86 mmol) in
wasserfreiem Chloroform (40 ml) wird fester Tetrabromkohlenstoff
(2,76 g, 8,31 mmol) in einem Ansatz gegeben. Die Lösung wird
am Rückfluss
unter Stickstoff für
3 h erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und mit Kochsalzlösung gewaschen,
getrocknet, filtriert und zu einem roten Öl eingedampft. Das Öl wird durch
Chromatographie auf Silica unter Elution mit Hexan : Ethylacetat
41:9 unter Bildung von 2(R)-2-[(S)-Brom(4-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-[(R)-Brom(4-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
als farbloses Öl
(0,49 g) gereinigt.
-
-
Zu
einer gerührten
Suspension aus 2(R)-2-[(S)-Brom(4-fluorphenyl)methyol]-4-benzylmorpholin
und 2(S)-2-[(R)-Brom(4-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (0,6
g, 1,65 mmol) und Cäsiumcarbonat
(0,59 g, 1,81 mmol) in trockenem DMF (5 ml) wird 2-Methoxybenzolthiol
(0,25 g, 1,81 mmol) gegeben. Die Suspension wird bei 90°C unter Stickstoff
für 3 h
erhitzt. Das gekühlte
Reaktionsgemisch wird mit Wasser verdünnt und mit Diethylether extrahiert.
Die Extrakte werden mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet,
filtriert und zu einem Öl
eingedampft. Das rohe Öl
wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Hexan : Ethylacetat
4:1 dann 3:2 unter Bildung von (2R)-2-((R))-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin
und (2S)-2-((S)-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin
als farbloses Öl
(0,22 g) gereinigt.
-
-
Die
Umsetzung des Gemisches von (2R)-2-((R)-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin
und (2S)-2-((S)-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin
(430 mg, 1,02 mmol) gefolgt von dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen
Verfahren, ergibt ein farbloses Öl
(340 mg, 90 Ausbeute) aus dem zuerst eluierenden Enantiomer (2R)-2-((R)-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin
nach einer Chiralchromatographie auf einer Chiralcel-OD Säule unter
Elution mit Heptan/Isopropanol/Dimethylethylamin (50/50/0,2). Rt
10,58 min. Dieses wird in das Hydrochloridsalz umgewandelt.
1H NMR (CD3OD): 7,01-7,20
(4H, m), 6,70-6,80 (3H, m), 6,60 (1H, t), 4,37 (1H, d), 3,82-3,90
(1H, m), 3,70-3,79 (4H, m), 3,49-3,60 (1H, m), 2,70-2,78 (2H, m),
2,60-2,70 (2H, m).
-
Das
pharmakologische Profil der vorliegenden Verbindungen kann wie folgt
gezeigt werden. Bei allen beispielhaft dargestellten Verbindungen
wurde festgestellt, dass sie einen Ki Wert von weniger als 100 nM
am Serotonintransporter und einen Ki Wert von weniger als 100 nM
am Norepinephrintransporter zeigen, wie dies durch die später beschriebenen
Scintillationsproximitätstests
bestimmt wird. Ferner wurde mittels der im folgenden beschriebenen
Scintillationsproximitätstests
festgestellt, dass alle beispielhaft dargestellten Verbindungen
selektiv die Serotonin- und Norepinephrintransporter relativ zum
Dopamintransporter um einen Faktor von mindestens 5 hemmen.
-
Herstellung von stabilen
Zelllinien, die die humanen Dopamin-, Norepinephrin- und Serotonintransporter
exprimieren
-
Es
werden molekulare Standardklonierungstechniken verwendet, um stabile
Zelllinien zu erzeugen, die die humanen Dopamin-, Norepinephrin-
und Serotonintansporter exprimieren. Es wird die Polymerasekettenreaktion
(PCR) verwendet, um jede der drei Vollängen cDNAs aus einer geeigneten
cDNA Bank zu isolieren und amplifizieren. Die Primer für die PC
R werden mittels der im folgenden veröffentlichten Sequenzdaten entworfen:
Humaner
Dopamintransporter: GenBank M95167. Referenz: D.J. Vandenbergh,
A.M. Persico und G.R. Uhl. A human dopamine transporter cDNA predicts
reduced glycosylation, displays a novel repetitive element and provides
racially-dimorphic Taql RFLPs. Molecular Brain Research (1992),
Volume 15, Seiten 161–166.
-
Humaner
Norepinephrintransporter: GenBank M65105. Referenz: T. Pacholczyl,
R.D. Blackely und S.G. Amara, Expression cloning of a cocaine- and
antidepressant-sensitive human noradrenaline transporter. Nature
(1991) band 350, Seiten 350–354.
-
Humaner
Serotonintransporter: Gen Bank L05568. Referenz: S. Ramamoorthy,
A.L. Bauman, K.R. Moore, H. Han, T. Yang-Feng, A.S. Chang, V. Ganapathy
und R.D. Blakely. Antidepressant- and cocaine-sensitive humane serotonin
transporter: Molecular cloning, expression and chromosomal localization.
Proceedings of the National Acadamy of Sciences of the USA (1993),
Band 90, Seiten 2542–2546.
-
Die
PCR Produkte werden in einen Säugerzellexpressionsvektor
(beispielsweise pcDNA3.1 (Invitrogen)) mittels Standardligationstechniken
kloniert. Die Konstrukte werden dann verwendet, um HEK293 Zellen mittels
eines im Handel erhältliuchen
Lipofectionsreagenzes (Lipofectamin® – Invitrogen)
gemäß dem Protokoll des
Herstellers stabil zu transfizieren.
-
Scintillitionsproximitätstests
zur Bestimmung der Affinität
von Testliganden an den Norepinephrin- und Serotonintransportern
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
sind Norepinephrin- und Serotoninwiederaufnahmeinhibitoren und besitzen
eine ausgezeichnete Aktivität
beispielsweise in einem Scintallationsproximitätstest (beispielsweise J. Gobel,
D.L. Saussy und A. Goetz, J. Pharmacol. Toxicolo. (1999), 42, 237–244). Daher
wird die 3H-Nisoxetinbindung an Norepinephrinwiederaufnahmestellen
in einer Zelllinie, die mit einem humanen Norepinephrintransporterbindeprotein
transfiziert ist und ähnlich
die 3H-Citaloprambindung an die Serotoninwiederaufnahmestellen
in einer Zelllinie, die mit einen humanem Serotonintransporterbindeprotein
transfiziert ist, zur Bestimmung der Affinität von Liganden jeweils an den
Norepinephrin- und Serotonintransportern verwendet.
-
Norepinephrinbindungstest
-
Membranpräparation:
-
Zellpasten
aus einem Großansatz
an HEK-293 Zellen, die klonierte humane Norepinephrintransporter exprimieren,
werden in 4 Volumina an 50 mM Tris-HCl homogenisiert, worin 300
mM NaCl und 5 mM KCl, pH 7,4 enthalten sind. Das Homogenat wird
zweimal zentrifugiert (40 000 × g,
10 Minuten, 4°C)
mit einer Pelletresuspendierung in 4 Volumina Tris-HCl Puffer, der
die obigen Reagenzien enthält,
nach der ersten Zentrifugation und 8 Volumina nach der zweiten Zentrifugation.
Das suspendierte Homogenat wird zentrifugiert (100 × g, 10
Minuten, 4°C)
und der Überstand
wird gewonnen und erneut zentrifugiert (40 000 × g, 20 Minuten, 4°C). Das Pellet
wird in Tris-HCl Puffer resuspendiert, der die obigen Reagenzien
zusammen mit 10 % G/V Saccharose und 0,1 mM Phenylmethylsulfonylfluorid
(PMSF) enthält.
Die Membranpräparation
wird in Aliquots (1 ml) bei –80°C gelagert,
bis sie benötigt
werden. Die Proteinkonzentration der Membranpräparation wird mittels eines
Bicichoninsäureproteintestreagenzkits
(BCA) bestimmt (erhältlich
von Pierce).
-
[3H]-Nisoxetinbindungstest:
-
Jede
Vertiefung einer Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen wird so ausgestattet,
dass sie folgendes enthält:
50 μl 2nM [N-Methyl-3H]-Nisoxetinhydrochlorid (70–87 Ci/mmol
von NEN Life Science Products)
75 μl Testpuffer (50 mM Tris-HCl
pH 7,4, der 300 mM NaCl und 5 mM KCl enthält)
25 μl Testverbindung,
Testpuffer (Gesamtbindung) oder 10 μM Desipramin HCl (unspezifische
Bindung)
50 μl
Weizenkeimagglutinin-beschichtete Poly (Vinyltoluol) (WGA PVT) SPA
Kügelchen
(Amersham Biosciences RPNQ0001) (10 mg/ml)
50 μl Membran
(0,2 mg Protein pro ml)
-
Die
Mikrotiterplatten werden bei Raumtemperatur für 10 Stunden inkubiert, bevor
sie in einem Trilux Scitillationszähler ausgelesen werden. Die
Ergebnisse werden mittels eines automatischen Kurvenanpassungsprogramms
(Multicalc, Packard, Milton Keynes, UK) unter Bildung der Ki Werte
für jede
der Testverbindungen analysiert.
-
Serotoninbindungstest
-
Die
Fähigkeit
einer Testverbindung zur Kompetition mit [3H]-Citalopram
um die Bindungsstellen an Membranen, die den klonierten humanen
Serotonintransporter enthalten, wurde als Maß der Fähigkeit der Testverbindung
zur Blockierung der Serotoninaufnahme über den spezifischen Transporter
verwendet (S. Ramamoorthy, E. Giovanetti, Y. Qian, R. Blakely (1998),
J. Biol. Chem. 273, 2458).
-
Membranpräparation:
-
Die
Membranpräparation
ist im wesentlichen zu der ähnlich,
die für
die Membranen oben beschrieben wurde, die den Norepinephrintransporter
enthalten. Die Membranpräparation
wird in Aliquots (1 ml) bei –70°C gelagert,
bis sie benötigt
wird. Die Proteinkonzentration der Membranpräparation wird mittels eines
BCA Proteintestreagenzkits bestimmt.
-
[3H]-Citaloprambindungstest
-
Jede
Vertiefung einer Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen wird so ausgestattet,
dass sie folgendes enthält:
50 μl 2nM [3H]-Citalopram (60–86 Ci/mmol), Amersham Biosciences)
75 μl Testpuffer
(50 mM Tris-HCl pH 7,4, worin 150 mM NaCl und 5 mM KCl enthalten
sind)
25 μl
Verdünnte
Verbindung, Testpuffer (Gesamtbindung) oder 100 μM Fluoxetin (unspezifische Bindung)
50 μl WGA PVT
SPA Kügelchen
(40 mg/ml)
50 μl
Membranpräparation
(0,4 mg Protein pro ml)
-
Die
Mikrotiterplatten werden bei Raumtemperatur für 10 Stunden vor der Auslesung
in einem Trilux Scintillationszähler
inkubiert. Die Ergebnisse werden mittels eines automatischen Kurvenanpassungsprogramms
analysiert (Multicalc, Packard, Milton Keynes, UK), um Ki Werte
(nM) für
jede der unbekannten Verbindungen bereitzustellen.
-
Dopaminbindungstest
-
Die
Fähigkeit
einer Testverbindung, mit [3H]-WIN35,428
um die Bindungsstellen auf humanen Zellmembranen zu konkurrieren,
die den klonierten humanen Dopamintransporter enthalten, wird als
Maß der
Fähigkeit
einer solchen Testverbindung verwendet, die Dopaminaufnahme über den
spezifischen Transporter zu blockieren (Ramamoorthy et al 1998,
siehe obige Literaturstelle).
-
Membranpräparation
-
Sie
ist im wesentlichen dieselbe, wie für Membranen, die den wie oben
beschriebenen humanen Serotonintransporter enthalten.
-
[3H]-WIN35,428
Bindungstest:
-
Jede
Vertiefung einer Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen wird so ausgestattet,
dass sie folgendes enthält:
50 μl 4 nM [3H]-WIN35,428 (84–87 Ci/mmol von NEN Life Science
Products)
75 μl
Testpuffer (50 mM Tris-HCl pH 7,4, worin 150 mM NaCl und 5 mM KCl
enthalten sind)
25 μl
Verdünnte
Verbindung, Testpuffer (Gesamtbindung) oder 100 μM Nomifensin (unspezifische
Bindung)
50 μl
WGA PVT SPA Kügelchen
(10 mg/ml)
50 μl
Membranpräparation
(0,2 mg Protein pro ml)
-
Die
Mikrotiterplatten werden bei Raumtemperatur für 120 Minuten inkubiert, bevor
sie in einem Trilux Scintillationszähler ausgelesen werden. Die
Ergebnisse werden mittels eines automatischen Kurvenanpassungsprogramm
(Multicalc, Packard, Milton Keynes, UK) unter Bildung von Ki Werten
für jede
der unbekannten Verbindungen analysiert.
-
Formalinpfotentest
-
Der
analgetische Effekt der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung
von persistentem, nociceptivem Schmerz wird mittels des gut bekannten "Formalintests" gezeigt. Der Formalintest
ist ein Modell der persistenten nociceptiven Aktivierung, die durch
eine Gewebeverletzung induziert wird, welche zu einer zentralen
Sensibilisierung führen
kann. (M. Shibata, T. Ohkubo, H. Takahashi und R. Inoki, "Modified formalin
test: Characteristic biphasic pain response", Pain (1989), 38: 347–352 und
A. Tjolsen, O.G. Berge, S. Hunskaar, J.H. Rosland und K. Hole, "The formalin test:
an evaluation of the method",
Pain (1992) 51: 5–17.)
Die Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen
auf das durch Formalin induzierte Pfotenleckverhalten in der Ratte
wird als Index der persistenten, nociceptiven Aktivierung untersucht.
In diesem Test verursacht die Injektion von Formalin unter die Haut
der dorsal-lateralen Oberfläche
der Hinterpfote der Ratten eine unmittelbare und intensive Erhöhung der
spontanen Aktivität
der afferenten C-Fasern. Diese Aktivierung ruft ein distinkt quantifizierbares
Verhalten hervor, das Schmerz anzeigt, wie das Lecken der injizierten
Pfote. Die Verhaltensreaktion auf Formalin ist biphasisch mit einer
frühen
Phase, die kurzlebig ist, gefolgt von einer ausgedehnten tonischen Reaktion
oder späten
Phase einer persistenten nociceptiven Aktivierung. Die Mechanismen,
die die Reaktion in der späten
Phase verursachen, wie die zentrale Sensibilisierung von Schmerz-übertragenden
Neuronen, dürften
derzeit zu verschiedenen Typen an persistenten Schmerzarten beitragen.
-
Männliche
Sprague-Dawley Ratten (200–250
g, Charles River, Portage, MI) werden bei einer konstanten Temperatur
und Licht (12 Stunden Licht/12 Stunden Dunkelheit) für 4 bis
7 Tage vor den Untersuchungen gehalten. Die Tiere haben zu allen
Zeiten freien Zugang zu Futter und Wasser bis zum Tag des Experiments.
-
Der
Formalintest wird in angefertigten Plexiglas® Kästen 25 × 25 × 20 cm
(Länge × Breite × Höhe) ausgeführt. Ein
Spiegel, der an der Rückwand
des Kastens angebracht ist, erlaubt die ungehinderte Beobachtung der
mit Formalin injizierten Pfote. Die Ratten werden einzeln in den
Kästen
zumindest 1 Stunde vor dem Experiment akklimatisiert. Die Tests
werden zwischen 8:00 und 14:00 h ausgeführt und die Testtemperatur
des Raums beträgt
21–23°C. Die Testverbindung
wird 30 bis 60 Minuten vor der Formalininjektion verabreicht. Formalin
(50 μl einer
5 % Lösung
in Kochsalzlösung)
wird subkutan in die dorsal-laterale Oberfläche der rechten Hinterpfote
mit einer 27 Gauge Nadel injiziert. Die Beobachtung beginnt unmittelbar
nach der Formalininjektion. Der durch Formalin induzierte Schmerz
wird durch die Aufzeichnung der Anzahl der Leckereignisse an der mit
Formalin injizierten Pfote in einem Intervall von 5 Minuten und
der Anzahl an Sekunden, die jedes Leckereignis dauert, quantifiziert.
Diese Aufzeichnungen werden 50 Minuten nach der Formalininjektion
ausgeführt. Die
Bewertung des Formalintests wird gemäß Coderre et al., 1993b und
Abbott et al., 1995 ausgeführt
(T.J. Coderre, M.E. Fundytus, J.E. McKenna, S. Dalal und R. Melzack, "The formalin test:
a validation of the weighted-scores method of the behavioral pain
rating", Pain (1993b),
54: 43–50
und F.V. Abbott, K.B.J. Franklin und R.F. Westbrook, "The formalin test:
scoring properties of the first and second phases of the pain response
in rats", Pain (1995)
60: 91–102).
Die Summe der Zeit, die in Sekunden zum Lecken in der Zeit von 0
bis 5 Minuten verwendet wird, wird als frühe Phase betrachtet, während die
späte Phase
als Summe der Sekunden genommen wird, die für das Lecken von 15 bis 40
Minuten verwendet wird.
-
In vitro Bestimmung der
Wechselwirkung von Verbindungen mit CYP2D6 in humanen Lebermikrosomen
-
Das
Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6) ist ein Säugerenzym, das gewöhnlich mit
dem Metabolismus von etwa 30 % der pharmazeutischen Verbindungen
assoziiert ist. Darüberhinaus
zeigt das Enzym einen genetischen Polymorphismus mit einer konsequenten
Präsenz
einer Population an schwachen und normalen Metabolisierern. Es ist
eine geringe Beteiligung von CYP2D6 beim Metabolismus der Verbindungen
erwünscht
(das heißt
die Verbindung ist ein schlechtes Substrat für CYP2D6), um die Variabilität von Subjekt
zu Subjekt bei der Pharmakokinetik der Verbindung zu verringern.
Ebenfalls sind Verbindungen mit einem geringen Inhibitorpotential
für CYP2D6
erwünscht,
um Arzneimittel-Arzneimittel-Wechselwirkungen
mit co-verabreichten Arzneimitteln zu vermeiden, die Substrate für CYP2D6
sind. Die Verbindungen können
sowohl als Substrate als auch als Inhibitoren dieses Enzyms durch
die folgenden Tests getestet werden.
-
CYP2D6 Substrattest
-
Prinzip:
-
Der
Test bestimmt das Ausmaß der
Beteiligung des CYP2D6 Enzyms beim gesamten oxidativen Metabolismus
einer Verbindung in Mikrosomen. Bevorzugte Verbindungen der vorliegenden
Erfindung zeigen weniger als 75 % Gesamtmetabolismus über den
CYP2D6 Weg.
-
Für den in
vitro Test wird das Ausmaß des
oxidativen Metabolismus in Humanlebermikrosomen (HLM) nach einer
Inkubation für
30 Minuten in Abwesenheit und Anwesenheit von Chinidin, einem spezifischen
chemischen Inhibitor von CYP2D6 bestimmt. Der Unterschied im Ausmaß des Metabolismus
und Abwesenheit und Anwesenheit des Inhibitors zeigt die Beteiligung
von CYP2D6 im Metabolismus der Verbindung.
-
Materialien und Methoden:
-
Humane
Lebermikrosome (Gemisch aus 20 unterschiedlichen Donoren, gemischtes
Geschlecht) werden von Human Biologics (Scottsdale, AZ, USA) erhalten.
Chinidin und β-NADPN
(β-Nicotinamidadenindinukleotidphosphat,
reduzierte Form, Tetranatriumsalz) werden von Sigma (St. Louis,
MO, USA) bezogen. Alle anderen Reagenzien und Lösemittel haben analytische
Reinheit. Eine Stammlösung
der neuen chemischen Einheit (NCE) wird in einem Gemisch aus Acetonitril/Wasser
hergestellt, um eine Endkonzentration von Acetonitril in der Inkubation
unter 0,5 % zu erreichen.
-
Das
Mikrosomeninkubationsgemisch (Gesamtvolumen 0,1 ml) enthält die NCE
(4 μM), β-NADPN (1 mM),
Mikrosomenproteine (0,5 mg/ml) und Chinidin (0 oder 2 μM) in 100
mM Natriumphosphatpuffer pH 7,4. Das Gemisch wird für 30 Minuten
bei 37°C
in einem Schüttelwasserbad
inkubiert. Die Reaktion wird durch die Zugabe von Acetonitril (75 μl) beendet.
Die Proben werden gevortext und die denaturierten Proteine werden durch
Zentrifugation entfernt. Die Menge an NCE im Überstand wird durch Flüssigchromatographie/Massenspektrometrie
(LC/MS) nach der Zugabe eines internen Standards analysiert. Es
wird auch eine Probe zu Beginn der Inkubation (t = 0) entnommen
und ähnlich
analysiert.
-
Die
Analyse der NCE wird durch Flüssigchromatographie/Massenspektrometrie
ausgeführt.
10 μl der verdünnten Proben
(20-fach Verdünnung
in der mobilen Phase) werden auf eine Spherisorb CN Säule, 5 μm und 2,1
mm × 100
mm (Waters Corp. Milford, MA, USA) injiziert. Die mobile Phase,
die aus einem Gemisch aus Lösemittel
A/Lösemittel
B 30/70 (V/V) besteht wird durch die Säule bei einer Flussrate von
0,2 ml/Minute gepumpt (Alliance 2795, Waters Corp. Milford, MA,
USA). Das Lösemittel
A und das Lösemittel
B sind ein Gemisch aus Ammoniumformiat 5 × 10–3 M
pH 4,5/Methanol in den Anteilen 95/5 (V/V) und 10/90 (V/V) jeweils für das Lösemittel
A und das Lösemittel
B. Die NCE und der interne Standard werden durch Verfolgen ihres molekularen
Ions mittels eines Massenspektrometers ZMD oder ZQ (Waters-Micromass
Corp., Manchester, UK) quantifiziert, die in einer positiven Elektronensprayionisation
ausgeführt
werden.
-
Das
Ausmaß der
CYP2D6 Beteiligung (% an CYP2D6 Beteiligung) wird im Vergleich mit
dem Ausmaß des
Metabolismus in Abwesenheit und Anwesenheit von Chinidin in der
Inkubation berechnet.
-
Das
Ausmaß des
Metabolismus ohne Inhibitor (%) wird folgendermaßen berechnet:
worin
die NCE Reaktion im Bereich der NCE dividiert durch die Fläche des
internen Standards im LC/MS Analysechromatogramm ist, wobei Zeit
0 und Zeit 30 der Inkubationszeit 0 Minuten und 30 Minuten entspricht.
-
Die
prozentuale Beteiligung von CYP2D6 wird folgendermaßen berechnet:
-
CYP2D6 Inhibitortest
-
Prinzip:
-
Der
CYP2D6 Inhibitortest evaluiert das Potential für eine Verbindung, CYP2D6 zu
hemmen. Dies wird durch die Messung der Hemmung der Bufuralol-1'-hydroxylaseaktivität durch
die Verbindung im Vergleich zu einer Kontrolle ausgeführt. Die
1'-Hydroxylierung
von Bufuralol ist eine metabolische Reaktion, die für CYP2D6 spezifisch
ist. Bevorzugte Verbindungen der vorliegenden Erfindung zeigen eine
HK50, die höher als 6 μM für die CYP2D6 Aktivität ist, wobei
die HK50 die Konzentration der Verbindung
ist, die eine Hemmung um 50 % der CYP2D6 Aktivität ergibt.
-
Materialien und Methoden:
-
Humane
Lebermikrosome (Gemisch aus 20 unterschiedlichen Donoren, gemischten
Geschlechts) werden von Human Biologics (Scottsdale, AZ) bezogen. β-NADPH wird
von Sigma (St. Louis, MO) bezogen. Bufuralol wird von Ultrafine
(Manchester, UK) bezogen. Alle anderen Reagenzien und Lösemittel
sind analytischer Reinheit.
-
Das
mikrosomale Inkubationsgemisch (Gesamtvolumen 0,1 ml) enthält 10 μM Bufurolol, β-NADPH (2 mM), mikrosomale
Proteine (0,5 mg/ml) und die neue chemische Einheit (NCE) (0, 5
und 25 μM)
in 100 mM Natriumphosphatpuffer pH 7,4. Das Gemisch wird in einem
Schüttelwasserbad
bei 37°C
für 5 Minuten
inkubiert. Die Umsetzung wird durch die Zugabe von Methanol (75 μl) beendet.
Die Proben werden gevortext und die denaturierten Proteine werden
durch Zentrifugation entfernt. Der Überstand wird durch Flüssigchromatographie
analysiert, die an einen Fluoreszenzdetektor angeschlossen ist.
Die Bildung des 1'-Hydroxybufuralols wird
in Kontrollproben (0 μM
NCE) und in den Proben verfolgt, die in Gegenwart von NCE inkubiert
werden. Die Stammlösung
von NCE wird in einem Gemisch aus Acetonitril/Wasser hergestellt,
um eine Endkonzentration von Acetonitril in der Inkubation unter
1,0 % zu erreichen.
-
Die
Bestimmung von 1'-Hydroxybufuralol
in den Proben wird durch Flüssigchromatographie
mit einer fluorimetrischen Detektion ausgeführt, wie dies im folgenden
beschrieben ist. 25 μl
Proben werden auf einer Chromolith Performance RP-18e Säule (100
mm × 4,6
mm) (Merck KGAa, Darmstadt, Deutschland) injiziert. Die mobile Phase,
die aus einem Gemisch aus Lösemittel
A und Lösemittel
B besteht, deren Proportionen gemäß dem folgenden linearen Gradienten
verändert
werden, wird durch die Säule
mit einer Flussrate von 1 ml/min gepumpt:
-
Lösemittel
A und Lösemittel
B bestehen aus einem Gemisch aus 0,02 M Kaliumdihydrogenphosphatpuffer
pH 3/Methanol in den Anteilen 90/10 (V/V) für Lösemittel A und 10/90 (V/V)
für Lösemittel
B. Die Laufzeit beträgt
7,5 Minuten. Die Bildung von 1'-Hydroxybufuralol
wird durch eine fluorimetrische Detektion mit einer Extinktion bei λ 252 nm und
einer Emission bei λ 302
nm verfolgt.
-
Die
HK50 der NCE für CYP2D6 wird durch Messen
der prozentualen Hemmung der Bildung von 1'-Hydroxybufuralol in Gegenwart der NCE
im Vergleich zu den Kontrollproben (keine NCE) bei einer bekannten Konzentration
der NCE berechnet.
-
Die
prozentuale Hemmung der Bildung des 1'-Hydroxybufuralols wird folgendermaßen berechnet:
-
Die
HK
50 wird aus der prozentualen Hemmung der
Bildung von 1'-Hydroxybufuralol
wie folgt berechnet (unter Annahme einer kompetitiven Hemmung):
-
Die
HK
50 Abschätzung wird als valide angenommen,
falls die Hemmung zwischen 20 % und 80 liegt (G.C. Moody, S.J. Griffin,
A.N. Mather, D.F. McGinnity, R.J. Riley, 1999, Fully automated analysis
of activities catalysed by the major human liver cytochrome P450
(CYP) enzymes: assessment of human CYP inhibiton potential. Xenobiotica,
29 (1): 53–75). Röntgenkristallographiedaten Tabelle
1: Kristalldaten und Strukturaufklärung für 2003xf.
Röntgenkristallographische
Daten Tabelle
2: Atomkoordinaten (× 10
4) und äquivalente
isotrope Verdrängungsparameter
(A
2 × 10
3) für
2003xf U(eq)
wird als ein Drittel der Spur des orthogonalisierten Uij Tensors
definiert
Röntgenkristallographiedaten Tabelle
3: Bindungslängen
[A] und Winkel [Grad] für
2003xf
| S(8)-C(9) | 1.767(5) |
| S(8)-C(7) | 1.828(5) |
| O(1)-C(2) | 1.424(5) |
| O(1)-C(6) | 1.440(5) |
| C(7)-C(15) | 1.495(6) |
| C(7)-C(6) | 1.528(6) |
| F(3)-C(21) | 1.318(6) |
| N(4)-C(5) | 1.481(5) |
| N(4)-C(3) | 1.484(6) |
| C(5)-C(6) | 1.507(6) |
| F(2)-C(21) | 1.337(6) |
| C(20)-C(19) | 1.385(7) |
| C(20)-C(15) | 1.383(6) |
| F(1)-C(21) | 1.343(6) |
| C(15)-C(16) | 1.395(6) |
| C(16)-C(17) | 1.382(7) |
| C(10)-C(9) | 1.354(6) |
| C(10)-C(11) | 1.374(7) |
| C(10)-C(21) | 1.520(8) |
| C(13)-C(12) | 1.334(6) |
| C(13)-C(14) | 1.358(7) |
| C(9)-C(14) | 1.397(7) |
| C(3)-C(2) | 1.500(6) |
| C(12)-C(11) | 1.421(7) |
| C(18)-C(19) | 1.351(7) |
| C(18)-C(17) | 1.360(7) |
| C(9)-S(8)-C(7) | 100.6(2) |
| C(2)-O(1)-C(6) | 110.4(4) |
| C(15)-C(7)-C(6) | 112.3(4) |
| C(15)-C(7)-S(8) | 109.4(3) |
| C(6)-C(7)-S(8) | 111.5(3) |
| C(5)-N(4)-C(3) | 112.0(4) |
| N(4)-C(5)-C(6) | 11.2(4) |
| C(19)-C(20)-C(15) | 121.2(5) |
| C(20)-C(15)-C(16) | 117.1(5) |
| C(20)-C(15)-C(7) | 121.1(5) |
| C(16)-C(15)-C(7) | 121.8(5) |
| O(1)-C(6)-C(5) | 109.7(4) |
| O(1)-C(6)-C(7) | 107.9(4) |
| C(5)-C(6)-C(7) | 111.1(4) |
| C(17)-C(16)-C(15) | 121.2(5) |
| C(9)-C(10)-C(11) | 122.9(5) |
| C(9)-C(10)-C(21) | 121.0(5) |
| C(11)-C(10)-C(21) | 116.0(5) |
| C(12)-C(13)-C(14) | 120.3(6) |
| C(10)-C(9)-C(14) | 116.4(5) |
| C(10)-C(9)-S(8) | 125.2(4) |
| C(14)-C(9)-S(8) | 118.4(4) |
| N(4)-C(3)-C(2) | 109.0(4) |
| C(13)-C(12)-C(11) | 119.7(5) |
| O(1)-C(2)-C(3) | 111.1(4) |
| F(3)-C(21)-F(1) | 107.1(5) |
| F(3)-C(21)-F(2) | 105.6(5) |
| F(1)-C(21)-F(2) | 105.4(5) |
| F(3)-C(21)-C(10) | 113.2(5) |
| F(1)-C(21)-C(10) | 133.6(5) |
| F(2)-C(21)-C(10) | 111.4(5) |
| C(19)-C(18)-C(17) | 120.6(5) |
| C(18)-C(17)-C(16) | 119.8(5) |
| C(18)-C(19)-C(20) | 120.2(5) |
| C(10)-C(11)-C(12) | 118.1(5) |
| C(13)-C(14)-C(9) | 122.5(5) |
-
Es
werden Symmetrietransformationen verwendet, um äquivalente Atome zu generieren: Röntgenkristallographiedaten Tabelle
4: Anisotrope Verdrängungsparameter
(A
2 × 10
3) für
2003xf. Der
anisotrope Verdrängungsfaktorexponent
nimmt die folgende Form an: –2
pi
2[h
2 a*
2 U11 + .......+ 2h k a* b* U12]
Röntgenkristallographiedaten Tabelle
5: Wasserstoffkoordinaten (× 10
4 und isotrope Verdrängungsparameter (A
2 × 10
3) für
2003xf
Röntgenkristallographiedaten Tabelle
6: Torsionswinkel [Grad] für
2003xf
| C(9)-S(8)-C(7)-C(15) | 115.5(4) |
| C(9)-S(8)-C(7)-C(6) | –119.7(4) |
| C(3)-N(4)-C(5)-C(6) | 52.2(6) |
| C(19)-C(20)-C(15)-C(16) | –0.4(7) |
| C(19)-C(20)-C(15)-C(7) | 177.8(4) |
| C(6)-C(7)-C(15)-C(20) | 126.4(5) |
| S(8)-C(7)-C(15)-C(20) | –109.2(4) |
| C(6)-C(7)-C(15)-C(16) | –55.5(6) |
| S(8)-C(7)-C(15)-C(16) | 68.9(5) |
| C(2)-O(1)-C(6)-C(5) | 60.7(5) |
| C(2)-O(1)-C(6)-C(7) | –178.1(4) |
| N(4)-C(5)-C(6)-O(1) | –55.1(5) |
| N(4)-C(5)-C(6)-C(7) | –174.3(4) |
| C(15)-C(7)-C(6)-O(1) | –175.0(4) |
| S(8)-C(7)-C(6)-O(1) | 61.9(4) |
| C(15)-C(7)-C(6)-C(5) | –54.7(5) |
| S(8)-C(7)-C(6)-C(5) | –177.8(3) |
| C(20)-C(15)-C(16)-C(17) | 0.7(7) |
| C(7)-C(15)-C(16)-C(17) | –177.4(5) |
| C(11)-C(10)-C(9)-C(14) | 2.6(8) |
| C(21)-C(10)-C(9)-C(14) | –176.4(5) |
| C(11)-C(10)-C(9)-S(8) | –178.8(4) |
| C(21)-C(10)-C(9)-S(8) | 2.2(7) |
| C(7)-S(8)-C(9)-C(10) | –114.6(5) |
| C(7)-S(8)-C(9)-C(14) | 64.0(5) |
| C(5)-N(4)-C(3)-C(2) | –52.6(6) |
| C(14)-C(13)-C(12)-C(11) | –1.9(8) |
| C(6)-O(1)-C(2)-C(3) | –63.3(5) |
| N(4)-C(3)-C(2)-O(1) | 58.2(5) |
| C(9)-C(10)-C(21)-F(3) | –173.8(5) |
| C(11)-C(10)-C(21)-F(3) | 7.1(7) |
| C(9)-C(10)-C(21)-F(1) | –51.3(7) |
| C(11)-C(10)-C(21)-F(1) | 129.6(5) |
| C(9)-C(10)-C(21)-F(2) | 67.4(7) |
| C(11)-C(10)-C(21)-F(2) | –111.6(5) |
| C(19)-C(18)-C(17)-C(16) | 0.5(8) |
| C(15)-C(16)-C(17)-C(18) | –0.7(8) |
| C(17)-C(18)-C(19)-C(20) | –0.2(8) |
| C(15)-C(20)-C(19)-C(18) | 0.1(8) |
| C(9)-C(10)-C(11)-C(12) | –2.7(8) |
| C(21)-C(10)-C(11)-C(12) | 176.3(5) |
| C(13)-C(12)-C(11)-C(10) | 2.3(8) |
| C(12)-C(13)-C(14)-C(9) | 1.9(8) |
| C(10)-C(9)-C(14)-C(13) | –2.1(8) |
| S(8)-C(9)-C(14)-C(13) | 179.2(4) |
-
Symmetrietransformationen,
die zur Erzeugung äquivalenter
Atome verwendet werden.