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DE60305717T2 - Benzylmorpholinderivate - Google Patents

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DE60305717T2
DE60305717T2 DE60305717T DE60305717T DE60305717T2 DE 60305717 T2 DE60305717 T2 DE 60305717T2 DE 60305717 T DE60305717 T DE 60305717T DE 60305717 T DE60305717 T DE 60305717T DE 60305717 T2 DE60305717 T2 DE 60305717T2
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DE
Germany
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methyl
phenyl
alkyl
mmol
fluorophenyl
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DE60305717T
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Peter ELI LILLY AND COMPANY LIMITED Barry Basingstoke CLARK
T. ELI LILLY AND COMPANY LIMITED Peter Basingstoke GALLAGHER
L. ELI LILLY AND COMPANY LIMITED Helen Basingstoke HAUGHTON
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Eli Lilly and Co
Original Assignee
Eli Lilly and Co
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Publication of DE60305717T2 publication Critical patent/DE60305717T2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D265/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom and one oxygen atom as the only ring hetero atoms
    • C07D265/281,4-Oxazines; Hydrogenated 1,4-oxazines
    • C07D265/301,4-Oxazines; Hydrogenated 1,4-oxazines not condensed with other rings
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P25/00Drugs for disorders of the nervous system
    • A61P25/24Antidepressants

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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft neue Benzylmorpholinverbindungen und ihre Verwendung zur Herstellung eines Arzneimittels, das zur Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin und Norepinephrin geeignet ist.
  • Serotonin war bei der Ätiologie von vielen Erkrankungszuständen verwickelt und ist bei einer mentalen Erkrankung, Depression, Angst, Schizophrenie, Essstörungen, obsessiv kompulsiver Störung (OCD) und Migräne von Bedeutung. Tatsächlich dürften viele der derzeit verwendeten Behandlungen dieser Störungen durch die Modulation der Serotoningrundeinstellung wirken. Während der letzten Dekade wurden mehrere Serotoninrezeptorsubtypen charakterisiert. Dies führte zur Erkenntnis, dass viele Behandlungen über das serotonerge System wirken, wie selektive Serotoninwiederaufnahmeinhibitor (SSRI) Antidepressionsmittel, die die Serotoninübertragung erhöhen, beispielsweise das Hydrochloridsalz von Fluoxetin.
  • Arzneimittel, die ihre Hauptwirkung auf das norepinephrinerge System ausüben, waren für einige Zeit verfügbar, jedoch machte es das Fehlen der Selektivität schwierig, spezifische klinische Effekte zu bestimmen, die durch eine selektive Wirkung auf die Norepinephrinwiederaufnahme hervorgerufen wurden. Eine sich vermehrende Evidenz deutet an, dass das norepinephrinerge System Antrieb und Energie moduliert, während das serotonerge System die Stimmung moduliert. Daher scheint Norepinephrin eine wichtige Rolle bei den Störungen der vegetativen Funktion zu spielen, die mit affektiven, angstbezogenen und kognitiven Störungen assoziiert sind. Atomoxetinhydrochlorid ist ein selektiver Inhibitor von Norepinephrin und ist derzeit zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung (ADHD) in Entwicklung. Reboxetin ist auch ein selektiver Norepinephrinwiederaufnahmeinhibitor und wird zur Behandlung der Depression vermarktet. Die WO 99 15 177 A beschreibt die Verwendung von Reboxetin zur Behandlung von ADHD und die WO 01 01 973 beschreibt die Verwendung von S,S-Reboxetin zur Behandlung von ADHD.
  • Norepinephrin- und Serotoninrezeptoren interagieren bekanntermaßen anatomisch und pharmakologisch. Verbindungen, die nur Serotonin betreffen, zeigen modulatorische Effekte auf Norepinephrin, was in Richtung einer wichtigen Beziehung zwischen den zwei Neurotransmittersystemen deutet.
  • Duloxetin, nämlich (+)-N-Methyl-3-(1-naphthalinyloxy)-2-thiophenpropanaminhydrochlorid, hemmt die Wiederaufnahme sowohl von Norepinephrin als auch Serotonin und ist derzeit in Entwicklung zur Behandlung von Depression und Harninkontinenz. Die Verbindung Duloxetin wird in US 5 023 269 A und US 4 956 388 A beschrieben.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel (I) bereitgestellt
    Figure 00010001
    worin
    R für H steht,
    Ar für eine aromatische Gruppe steht, die aus Phenyl ausgewählt ist, X für eine Phenylgruppe steht, R' für H oder C1-C4 Alkyl steht und R1 jeweils unabhängig für H oder C1-C4 Alkyl steht, und pharmazeutisch annehmbare Salze hiervon.
  • Die aromatische Gruppe Ar kann substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl sein. Beispielsweise kann Ar für unsubstituiertes Phenyl stehen oder vorzugsweise Phenyl, das mit 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten substituiert ist, vorzugsweise mit 1 oder 2, beispielsweise 1 Substituent. Die substituierte Phenylgruppe ist vorzugsweise in der Position 2 substituiert. Geeignete Substituenten umfassen C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl), S(C1-C4 Alkyl), Halogen und Phenyl, optional substituiert mit beispielsweise Halogen, C1-C4 Alkyl oder O(C1-C4 Alkyl).
  • Die Gruppe X kann für substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl stehen. Beispielsweise kann X für Phenyl stehen, das mit 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten substituiert ist, vorzugsweise mit 1 Substituenten. Geeignete Substituenten umfassen C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl) und Halogen.
  • „C1-C4 Alkyl" umfasst, wie es hierin verwendet wird, gerade und verzweigtkettige Alkylgruppen mit 1, 2, 3 oder 4 Kohlenstoffatomen und kann unsubstituiert oder substituiert sein. C1-C2 Alkylgruppen sind bevorzugt. Geeignete Substituenten umfassen Halogen. Daher umfasst der Ausdruck „C1-C4 Alkyl" Halogenalkyl. Ähnliche Ausdrücke, die eine unterschiedliche Anzahl an C-Atomen definieren (beispielsweise „C1-C2 Alkyl") haben eine analoge Bedeutung. Wenn R' für C1-C4 Alkyl steht, ist es vorzugsweise unsubstituiert. Wenn R1 für C1-C4 Alkyl steht, ist es vorzugsweise unsubstituiert.
  • „Halogen" umfasst F, Cl, Br und I und steht vorzugsweise für F oder Cl.
  • Für die obigen Verbindungen der Formel (I) steht R' vorzugsweise für H oder Me. Bevorzugter steht R' für H.
  • Für die Verbindungen der obigen Formel (I) steht R1 jeweils für H oder Me, wobei 0, 1, 2 oder 3 von R1 für Me stehen. Bevorzugter steht nur ein R1 für Me. Am bevorzugtesten stehen alle R1 für H.
  • Für die Verbindungen der obigen Formel (I) ist es bevorzugt, dass R' und alle R1 für H stehen.
  • Besonders bevorzugte Substituenten für die Ar Gruppe umfassen Trifluormethyl und Methoxy.
  • Eine bevorzugte Gruppe an Verbindungen gemäß der vorliegenden Erfindung wird durch die Formel (II) dargestellt:
    Figure 00020001
    worin R2 und R3 jeweils unabhängig aus H, C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl), S(C1-C4 Alkyl), Halogen und Phenyl ausgewählt sind, und
    R4 aus H, C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl) und Halogen ausgewählt ist,
    und pharmazeutisch annehmbare Salze hiervon.
  • R2 steht vorzugsweise für C1-C2 Alkyl, O(C1-C2)Alkyl, S(C1-C2 Alkyl), Cl oder F. R3 steht vorzugsweise für H, Me oder Cl. R4 steht vorzugsweise für H, C1-C2 Alkyl, O(C1-C2 Alkyl), Cl oder F.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind duale Wiederaufnahmeinhibitoren von Serotonin und Norepinephrin. Transporter biogener Amine kontrollieren die Menge an biogenen Aminneurotransmittern im synaptischen Spalt. Die Hemmung der jeweiligen Transporter führt zu einer Ausspülung der Konzentration des Neurotransmitters innerhalb des synaptischen Spalts. Die Verbindungen der Formel (I) und ihre pharmazeutisch annehmbaren Salze weisen vorzugsweise einen Ki Wert von weniger als 100 nM am Norepinephrintransporter und einen Ki von weniger als 100 nM am Serotonintransporter auf, wie dies durch die Scintillationsproximitätstests bestimmt wird, die später beschrieben sind. Bevorzugter weisen die Verbindungen der Formel (I) und ihre pharmazeutisch annehmabren Salze einen Ki Wert von weniger als 50 nM am Norepinephrintransporter auf und einen Ki Wert von weniger als 50 nM am Serotonintransporter. Speziell bevorzugte Verbindungen der Formel (I) und ihre pharmazeutisch annehmbaren Salze weisen einen Ki Wert von weniger als 20 nM am Norepinephrintransporter und einen Ki Wert von weniger als 20 nM am Serotonintransporter auf. Vorzugsweise hemmen die erfindungsgemäßen Verbindungen selektiv die Norepinephrin- und Serotonintransporter relativ zum Dopamintransporter um einen Faktor von mindestens 5 und bevorzugter einen Faktor von mindestens 10. Vorteilhafterweise weisen sie eine verringerte Wechselwirkung (sowohl als Substrat als auch als Inhibitor) für das Leberenzym Cytochrom P450 (CYP2D6) auf. Das bedeutet sie weisen vorzugsweise weniger als 75 % Metabolismus über den CYP2D6 Weg gemäß dem später beschriebenen CYP2D6 Substrattest auf und sie weisen vorzugsweise eine HK50 > 6 μM gemäß dem CYP2D6 Inhibitortest auf, der später beschrieben ist. Sie sind besonders brauchbar zur Behandlung von Störungen, die mit Serotonin- und Norepinephrindysfunktion bei Säugern assoziiert sind, wie ZNS Störungen, einschließlich Depression, persistenter Schmerz und stressbedingte Harninkontinenz.
  • Der Ausdruck „Serotonin- und Norepinephrindysfunktion" bezieht sich, wie er hierin verwendet wird, auf eine Verringerung der Menge an Serotonin- und Neuroepinephrinneurotransmitter innerhalb des synaptischen Spalts unterhalb der, die als normal betrachtet werden würde. Daher bezieht sich der Satz „Störungen, die mit Serotonin- und Norepinephrindysfunktion bei Säugern assoziiert sind" auf Störungen, die mit einer Verringerung der Menge an Serotonin- und Norepinephrinneurotransmitter innerhalb des synaptischen Spalts unterhalb der Menge assoziiert sind, die als normal für einen in Frage kommenden Säuger betrachtet werden würde. Einige Beispiele für Störungen, die mit verringerten Mengen an Serotonin und Norepinephrin im synaptischen Spalt assoziiert sein dürften, sind später beschrieben.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind auch zur Behandlung von Störungen indiziert, die durch eine Erhöhung der Menge an Serotonin- und Norepinephrinneurotransmitter innerhalb des synaptischen Spalts eines Säugers oberhalb der Menge gelindert werden, die für die in Frage kommende Säugerspezies als normal betrachtet werden würde.
  • Der Ausdruck „Behandlung" bezieht sich, wie er hierin verwendet wird, sowohl auf die heilende als auch prophylaktische Behandlung von Störungen, die mit einer Serotonin- und Norepinephrindysfunktion assoziiert sind.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen können durch die Umsetzung einer Verbindung der Formel (III)
    Figure 00040001
    worin R5 für eine Schutzgruppe, beispielsweise Benzyl steht, X, R' und R1 wie oben für die Formel I stehen und Y für eine Abgangsgruppe steht, mit einem Arylthiol hergestellt werden. Beispiele für geeignete Abgangsgruppen umfassen Halogen und Mesylat, aber die Art der Abgangsgruppe ist nicht entscheidend.
  • Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung können auch durch Schutzgruppenabspaltung an einer Verbindung der Formel (IV):
    Figure 00040002
    worin R5 für eine Schutzgruppe, beispielsweise Benzyl steht und Ar, X, R' und R1 wie oben in Formel (I) definiert sind, unter Bildung einer Verbindung der Formel (I) hergestellt werden, optional gefolgt von einer Bildung eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes.
  • Geeignete N-Schutzgruppen sind dem Fachmann bekannt, wie auch ihre Verfahren zu ihrer Entfernung. Eine weitere Information über geeignete Schutzgruppen ist in der gut bekannten Schrift „Protective Groups in Organic Synthesis", Theodora W. Greene und Peter G.M. Wuts, John Wiley & Sons, Inc., New York, 1999, Seiten 494–653 enthalten. Bevorzugte N-Schutzgruppen umfassen Benzyl, Allyl, Carbamate, wie Benzyloxycarbonyl (Cbz) und t-Butyloxycarbonyl (Boc) und Amide.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen können durch herkömmliche organische Chemietechniken aus N-Benzylcyanomorpholin 1 (Route A) oder N-Benzylmorpholin 2 (Route B) hergestellt werden, wie dies im späteren Schema 1 gezeigt ist. Aus Klarheitsgründen wird X als Phenyl gezeigt und R' und R1 sind als H gezeigt. Es ist ersichtlich, dass analoge Verfahren für andere mögliche Bedeutungen für X, R' und R1 angewendet werden können.
  • Figure 00050001
    Schema 1
  • Im Schema 2 wird die Route A detaillierter beschrieben:
  • Figure 00050002
    Schema 2
  • Der Aminoalkohol kann durch Umsetzung von N-Benzylcyanomorpholin mit einem Grignardreagenz, gefolgt von einer Säurehydrolyse unter Bildung des razemischen Phenylketons erhalten werden, das auf einer chiralen HPLC abgetrennt werden kann. (2R)-Phenylketon kann dann mit DIP-Cl unter Bildung des Aminoalkohols in hohem diastereomerem Überschuss reduziert werden. Der Aminoalkohol kann in das Benzylbromid unter Bildung des gewünschten N-substituierten Arylthiomorpholins nach der Verdrängung durch das erforderliche Arylthiol umgewandelt werden. Die Schutzgruppenabspaltung am tertiären Amin ergibt die Endprodukte. Eine Schutzgruppenabspaltung kann durch Umsetzung mit α-Chlorethylchlorformiat erreicht werden, wie dies in den spezifischen Beispielen beschrieben ist. Die Schutzgruppenabspaltung kann auch durch Umsetzung mit Phenylchlorformiat, gefolgt von der Umsetzung des erzeugten Benzylchlorids mit Dimethylamin vor der Isolierung des Phenylcarbamatzwischenprodukts, das dann in Isopropanol in Gegenwart von 30 % NaOH hydrolysiert wird, erreicht werden.
  • Details der Route B sind in Schema 3 gezeigt:
  • Figure 00060001
    Schema 3
  • Die Behandlung von N-Benzylmorpholin mit einer starken Base, wie Lithiumdiisopropylamid bei niedriger Temperatur, gefolgt von der Zugabe von Benzaldehyd ergibt die Aldoladdukte als 2:1 Gemisch der Diastereomerenpaare, die mittels herkömmlicher Chromatographietechniken getrennt werden können. Die Reduktion mit einem Boranreagenz bei erhöhten Temperaturen ergibt die diastereomeren Aminoalkoholpaare.
  • Das Aminoalkoholpaar (2S, 2'S) und (2R, 2'R) kann in das Bromid umgewandelt werden und weiter zu razemischen Arylthiomorpholinen, wie dies in Schema 4 gezeigt ist. Das Aminoalkoholpaar (2R,2'S) und (2S,2'R) kann in das entsprechende Mesylat umgewandelt werden. Die Verdrängung mit dem erforderlichen Thiol, gefolgt von der Entfernung der Stickstoffschutzgruppe führt zu Arylthiolmorpholinen als razemische Gemische der zwei Diastereomere. Die razemischen Arylthiolmorpholine können in enantiomerenreine Produkte mittels einer chiralen HPLC Technologie getrennt werden.
  • Figure 00060002
    Schema 4
  • Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind selektive Inhibitoren der Wiederaufnahme sowohl von Serotonin als auch Norepinephrin und als solche als Pharmazeutika brauchbar. Sie können bei der Behandlung von Störungen indiziert sein, die mit einer Serotonin und Norepinephrindysfunktion bei Säugern assoziiert sind, einschließlich Depression, Essstörungen (einschließlich Bulimie und Anorexia nervosa), entzündlliche Darmerkrankungen, funktionelle Darmstörungen, Dyspepsie, Morbus Crohn, Ileitis, ischämische Darmerkrankung, Colitis ulcerosa, gastroösophagealer Reflux für funktionelle Darm störungen, irritables Darmsyndrom, Obesität, interstitielle Cystitis, Urethralsyndrom, Magenmotilitätsstörungen, Substanzmissbrauch (einschließlich Alkoholismus, Tabakmissbrauch, Symptome, die durch Entzug oder partiellen Entzug des Konsums von Tabak oder Nikotin und Arzneimittelabhängigkeit einschließlich Kokainmissbrauch verursacht werden), Raucherentwöhnung, Schmerz (einschließlich entzündlicher Schmerz, neuropathischer Schmerz, nicht-neuropathischer nicht-entzündlicher Schmerz, persistenter Schmerz, persistenter Schmerz entzündlichen und/oder neuropathischen Ursprungs, Kopfschmerz und Migräne), Harninkontinenz (einschließlich Stressharninkontinenz und Dranginkontinenz), Altersdemenz, senile Demenz, Alzheimer, Gedächtnisverlust, Parkinson, Aufmerksamkeitsdefizitstörung (einschließlich Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung), Angst, soziale Phobie, zerstörende Verhaltensstörungen, Benimmstörungen, impulsive Kontrollstörungen, Borderlinepersönlichkeitsstörung, chronisches Müdigkeitssyndrom, Panikstörungen, obsessiv kompulsive Störung, posttraumatische Stressstörung, Schizophrenie, gastrointestinale Störungen, kardiovaskuläre Störungen, Erbrechen, Schlafstörungen, kognitive Störungen, psychotische Störungen, Hirntrauma, prämenstruelles Syndrom oder spätes Luatealsyndrom, Sexualstörung (einschließlich vorzeitiger Ejakulation und Erektionsschwierigkeit), Autismus, Mutismus und Trichotillomanie. Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind besonders geeignet zur Behandlung von Schmerz.
  • Für klinische Zwecke kann Schmerz in zwei Kategorien eingeteilt werden: Akuter Schmerz und persistenter Schmerz. Akuter Schmerz wird durch eine Schadensstimulierung verursacht, die durch eine Verletzung und/oder Erkrankung der Haut, tiefer somatischer Strukturen oder Eingeweide oder anormaler Funktion von Muskeln oder Eingeweiden hervorgerufen wird, die keine tatsächliche Gewebeschädigung bildet. Andererseits kann persistenter Schmerz als Schmerz definiert werden, der über den normalen Verlauf einer akuten Erkrankung oder einer sinnvollen Zeit für eine Verletzung bis zur Heilung bestehen bleibt oder mit einem chronischen pathologischen Prozess assoziiert ist, der kontinuierlichen Schmerz hervorruft oder in Intervallen für Monate oder Jahre immer wieder auftritt. Falls der Schmerz immer noch gegenwärtig ist, wenn eine Heilung erreicht werden sollte, wird dieser als persistenter Schmerz betrachtet. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung kann persistenter Schmerz chronisch nicht-zurückgehend oder wiederauftretend sein. Der Unterschied in der Definition zwischen akutem und persistentem Schmerz ist nicht nur semantisch, sondern hat eine wichtige klinische Relevanz. Beispielsweise bleibt eine einfache Fraktur des Handgelenks gewöhnlich für 1 Woche bis 10 Tage schmerzhaft. Falls der Schmerz nach dem typischen Behandlungsverlauf bestehen bleibt, ist es wahrscheinlich, dass der Patient eine sympathische Reflexdystrophie entwickelt, ein persistentes Schmerzsyndrom, das eine unmittelbar wirksame Therapie erfordert. Eine frühe und wirksame Intervention verhindert potentiell die unnötige Behinderung und das Leiden und vermeidet die potentielle Entwicklung eines Zustands, der gegenüber einer Therapie refraktär bleibt.
  • Akuter und chronischer Schmerz unterscheidet sich in der Ätiologie, den Mechanismen, der Pathophysiologie, der Symptomatologie, der Diagnose, der Therapie und den physiologischen Reaktionen. Im Gegensatz zur vorrübergehenden Art des akuten Schmerzes wird ein persistenter Schmerz durch chronische pathologische Prozesse in somatischen Strukturen oder Eingeweiden, durch eine verlängerte und manchmal permanente Dysfunktion des peripheren oder zentralen Nervensystems oder beidem verursacht. Persistenter Schmerz kann auch manchmal psychologischen Mechanismen und/oder Umweltfaktoren zugeordnet werden.
  • Die derzeitigen Therapien für persistenten Schmerz umfassen Opiate, Barbiturat-ähnliche Arzneimittel, wie Thiopental-Natrium und Operationsverfahren, wie Neurektomie, Rhizotomie, Cordotomie und Cordektomie.
  • Die hierin angegebenen Hinweise auf Schmerz sollen sich auf persistenten Schmerz beziehen.
  • Die vorliegende Erfindung liefert pharmazeutische Zusammensetzungen, die eine Verbindung der Formel I oder Formel II oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsmittel oder Träger enthalten.
  • Ferner liefert die vorliegende Erfindung eine Verbindung der Formel I oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon zur Verwendung als Pharmazeutikum und eine Verbindung der Formel I oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon zur Verwendung als selektiver Inhibitor der Wiederaufnahme von sowohl Serotonin als auch Norepinephrin. Vorzugsweise tritt eine solche selektive Hemmung innerhalb von Säugerzellen (einschließlich Säugerzellmembranpräparationen) auf, speziell jenen, die im zentralen und/oder peripheren Nervensystem gefunden werden. Bevorzugter tritt eine solche selektive Hemmung innerhalb der Zellen des zentralen Nervensystems eines Säugers, speziell eines Menschen auf, der dessen bedarf.
  • Die vorliegende Erfindung liefert auch die Verwendung einer Verbindung der Formel I oder Formel II oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon zur Herstellung eines Arzneimittels zur selektiven Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin und Norepinephrin, die Verwendung einer Verbindung der Formel I oder Formel II oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung von Störungen, die mit Serotonin und Norepinephrindysfunktion bei Säugern assoziiert sind, die Verwendung einer Verbindung der Formel I oder Formel II oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung einer Störung, die ausgewählt ist aus Depression, OCD, Angst, Gedächtnisverlust, Harninkontinenz, Verhaltensstörungen, ADHD, Obesität, Alkoholismus, Raucherentwöhnung und Schmerz und die Verwendung einer Verbindung der Formel I oder Formel II oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung einer Störung, die ausgewählt ist aus Depression, stressbedingter Harninkontinenz und persistentem Schmerz. Die vorliegende Erfindung liefert ferner eine Verbindung der Formel I oder Formel II zur Behandlung von Störungen, die mit Serotonin und Norepinephrindysfunktion bei Säugern assoziiert sind, beispielsweise einer Störung, die ausgewählt ist aus Depression, OCD, Angst, Gedächtnisverlust, Harninkontinenz, Benimmstörungen, ADHD, Obesität, Alkoholismus, Raucherentwöhnung und Schmerz, speziell Depression, stressbedingter Harninkontinenz und persistentem Schmerz.
  • Die vorliegende Erfindung umfasst die pharmazeutisch annehmbaren Salze der Verbindungen der Formel I und Formel II. Geeignete Salze umfassen Säureadditionssalze, einschließlich Salze, die mit anorganischen Säuren, beispielsweise Chlorwasserstoff-, Bromwasserstoff-, Salpeter-, Schwefel- oder Phosphorsäuren oder mit organischen Säuren, wie organischen Carbonsäuren oder organischen Sulfonsäuren gebildet werden, beispielsweise Acetoxybenzoesäure, Citronensäure, Glycolsäure, o-L-Mandelsäure, D,L-Mandelsäure, D-Mandelsäure, Maleinsäure, meso-Weinsäuremonohydrat, Hydroxymaleinsäure, Fumarsäure, Lactobionsäure, Äpfelsäure, Methansulfonsäure, Napsylsäure, Naphthalindisulfonsäure, Naphthalinsäure, Oxalsäure, Palmitinsäure, Phenylessigsäure, Propionsäure, Pyridylhydroxy bernsteinsäure, Salicylsäure, Stearinsäure, Bernsteinsäure, Sulfanilsäure, Weinsäure, 2-Hydroxyethansulfonsäure, Toluol-p-sulfonsäure und Xinafonsäure.
  • Zusätzlich zu den pharmazeutisch annehmbaren Salzen sind andere Salze in der Erfindung enthaften. Sie können als Zwischenprodukte zur Reinigung der Verbindungen oder zur Herstellung von anderen, beispielsweise pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalzen verwendet werden oder sind zur Identifizierung, Charakterisierung oder Reinigung brauchbar.
  • Es ist ersichtlich, dass die Verbindungen der Formel I und Formel II ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome besitzen und dass die vorliegende Erfindung sich spezifisch auf individuelle Stereoisomere richtet. Die bestimmte Stereochemie der vorliegenden Verbindungen ist für das pharmakologische Profil der Verbindungen essentiell. In der vorliegenden Beschreibung umfasst, wenn eine Strukturformel die Stereochemie an einem oder mehreren chiralen Zentren nicht spezifiziert, diese alle möglichen Stereoisomere und alle möglichen Stereoisomerengemische (einschließlich unter anderem razemische Gemische), die aus der Stereoisomerie an jeweils einem oder mehreren chiralen Zentren resultieren können.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen können als Arzneimittel in der Human- oder Tiermedizin verwendet werden. Die Verbindungen können durch verschiedene Wege verabreicht werden, beispielsweise durch orale oder rektale Wege, topisch oder parenteral, beispielsweise durch Injektion und werden gewöhnlich in Form einer pharmazeutischen Zusammensetzung verwendet.
  • Solche Zusammensetzungen können durch in der pharmazeutischen Technik gut bekannte Verfahren hergestellt werden und umfassen normalerweise zumindest einen Wirkstoff zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsmittel, Hilfsstoff oder Träger. Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen wird der Wirkstoff gewöhnlich mit einem Träger gemischt oder mit einem Träger verdünnt und/oder in einem Träger eingeschlossen, der beispielsweise in Form einer Kapsel, eines Sachets, eines Papiers oder eines anderen Behälters vorliegen kann. Wenn der Träger als Verdünnungsmittel dient, kann dies ein festes, halbfestes oder flüssiges Material sein, das als Vehikel, Hilfsstoff oder Medium für den Wirkstoff dient. Daher kann die Zusammensetzung in Form von Tabletten, Longetten, Sachets, Cachets, Elixieren, Suspensionen, Lösungen, Sirupen, Aerosolen (als Feststoff oder in einem flüssigen Medium), Salben, die beispielsweise bis zu 10 Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthalten, Weich- und Hartgelatinekapseln, Zäpfchen, Injektionslösungen und Suspensionen und steril verpackten Pulvern vorliegen.
  • Einige Beispiele für geeignete Träger sind Lactose, Glucose, Pflanzenöle, Benzylalkohole, Alkylenglycole, Polyethylenglycole, Glycerintriacetat, Gelatine, Kohlenhydrate, wie Stärke und Rohvaseline, Saccharose, Sorbit, Mannit, Stärkearten, Akaziengummi, Calciumphosphat, Alginate, Traganth, Gelatine, Sirup, Methylcellulose, Methyl- und Propylhydroxybenzoate, Talkum, Magnesiumstearat und Mineralöl. Die Verbindungen der Formel (I) können auch lyophilisiert werden und die erhaltenen Lyophilisate können beispielsweise zur Herstellung von Injektionspräparationen verwendet werden. Die angegebenen Präparationen können sterilisiert werden und/oder Zusatzstoffe enthalten, wie Gleitmittel, Konservierungsmittel, Stabilisatoren und/oder Netzmittel, Emulgatoren, Salz zur Beeinflussung des osmotischen Drucks, Puffersubstanzen, Farbstoffe, Geschmacksstoffe und/oder einen oder mehrere Wirkstoffe, beispielsweise ein oder mehrere Vitamine. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können so formuliert werden, dass sie eine schnelle, anhaltende oder verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs nach der Verabreichung an den Patienten durch die Verwendung von in der Technik bekannten Verfahren bereitstellen.
  • Die Zusammensetzungen werden vorzugsweise in einer Einheitsdosierungsform formuliert, wobei jede Dosierung etwa 5 bis etwa 500 mg, gewöhnlicher etwa 25 bis etwa 300 mg des Wirkstoffs enthält. Der Ausdruck "Einheitsdosierungsform" bezieht sich auf physikalisch getrennte Einheiten, die als einmalige Dosen für den Menschen und andere Säuger geeignet sind, wobei jede Einheit eine vorbestimmte Menge an Wirkstoff, die zur Bildung des gewünschten therapeutischen Effekts berechnet ist, zusammen mit einem geeigneten pharmazeutischen Träger enthält.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Verbindungen der vorliegenden Erfindung und die Verfahren zu ihrer Synthese.
  • Stereochemische Umwandlungen
  • Die absolute Stereochemie der erfindungsgemäßen Verbindungen kann durch Röntgenkristallographie für die folgende (2S, 2'S) Verbindung bestimmt werden
    Figure 00100001
  • Die Röntgenkristallographiedaten für die obige Verbindung sind in den Tabellen 1–6 hierin angegeben.
  • Alle Beispiele hierin werden als einzelne Isomere entweder durch die Verwendung des chiral reinen Ausgangsmaterials oder von chiralen Trennverfahren, wie HPLC, erhalten.
  • Beispiel 1 (2R)-2-((R)-[4-Methoxyphenyl]{2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid i) (+/–)-[4-Methoxyphenyl][(4-benzylmorpholin-2-yl]methanon
    Figure 00100002
  • Zu gerührten Magnesiumspänen (5,4 g, 0,22 mol) in trockenem THF (20 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff wird ausreichend 1,2-Dibromethan (ca 0,3 ml) zur Erzeugung der Exothermie gegeben. Eine Lösung aus 4-Bromanisol (13,90 g, 74,25 mmol) in trockenem THF (25 ml) wird tropfenweise so zugegeben, dass ein milder Rückfluss aufrechterhalten wird. Nach der Zugabe kann sie auf unter 30°C kühlen und wird dann über einen Zeitraum von 5 min zu einer gerührten Lösung aus 4-Benzyl-2-cyanomorpholin (5,0 g, 24,75 mmol) in trockenem THF (50 ml) gegeben, die auf –20°C unter Stickstoff gekühlt ist. Nach der Zugabe wird bei Raumtemperatur für 30 min gerührt und dann auf 0°C gekühlt und 5 M HCl (25 ml) wird tropfenweise zugegeben. Nach 5 min Rühren, wird die Lösung durch Zugabe von 2 M NaOH basisch gemacht und die entstehende Suspension wird durch Celite filtriert. Die wässrige Phase wird abgetrennt und mit Diethylether (2x) gewaschen. Die vereinigten organischen Phasen werden über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem gelben Öl eingedampft. Das Öl wird durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan mit einem Gradienten von 25/75 bis 70/30 unter Bildung des gewünschten Produkts als gelbes Öl (5,46 g) gereinigt.
  • ii) (R)-[4-Methoxyphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[4-Methoxyphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
    Figure 00110001
  • Zu einer gerührten Lösung aus (+/–)-[4-Methoxyphenyl][4-benzylmorpholin-2-yl]methanon (5,40 g, 17,36 mmol) in Methanol (60 ml) bei 5°C wird Natriumborhydrid (1,31 g, 34,75 mmol) portionsweise gegeben. Das Gemisch wird bei Raumtemperatur für 1,5 h gerührt, auf 10°C gekühlt und es wird Wasser zum Abstoppen der Reaktion zugegeben. Es wird im Vakuum konzentriert, mit Wasser verdünnt und mit Ethylacetat (2x) extrahiert. Die Extrakte werden mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft. Das rohe Gemisch der Diastereomere wird gereinigt und durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Diethylether/Toluol (3/2) unter Bildung des Titeldiastereomers als farbloses Öl (2,14 g) getrennt.
  • iii) (2R)-2-((R)-[4-Methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[4-Methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
    Figure 00110002
  • Ein Gemisch aus (R)-[4-Methoxyphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-y]methanol und (S)-[4-Methoxyphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol (118 mg, 0,376 mmol), 2,2'-Dimethoxydiphenyldisulfid (210 mg, 0,75 mmol) und Tributylphosphin (152 mg, 1,50 mmol) in trockenem THF (2 ml) wird am Rückfluss unter Stickstoff über Nacht erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt und zu einem Öl eingedampft. Das rohe Öl wird durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Heptan/Ethylacetat (4/1 dann 3/2) unter Bildung des Produkts als farbloses Öl (95 mg) gereinigt.
  • iv) (2R)-2-((R)-[4-Methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00120001
  • (2S)-2-((S)-[4-Methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin-(2R)-2-((R)-[4-methoxyphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (618 mg, 1,42 mmol) wird mit fester geträgerter Hunigs Base (2,40 g, 8,52 mmol) und α-Chlorethylchlorformiat (2,0 g, 14,21 mmol) in Dichlormethan (12 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff für 4 h gerührt. Dann wird filtriert und im Vakuum konzentriert, das Öl wird in Methanol gelöst und bei 60°C für 1,5 h erhitzt. Es wird auf Raumtemperatur gekühlt und durch SCX Säulenchromatographie unter Elution mit Ammoniak/Methanol (ca 3 M) unter Bildung eines farblosen Öls gereinigt. Das gewünschte Diastereomer wird auf einer Chiralcel-OJ Säule unter Elution mit Heptan/Ethanol/Dimethylethylamin (20/80/0,2) 8,98 min getrennt. Das gewünschte Produkt wird dann nach einer Chiralchromatographie auf einer Chiralpak-OD Säule unter Elution mit Heptan/Isopropanol (70/30): 17,41 min erhalten (60 % de). Es wird dann in das HCl Salz umgewandelt.
    NMR (DMSO) 9,39 (2H, br.s), 7,3-7,1 (4H, m), 6,94-6,72 (4H, m), 4,6-4,5 (1H, m), 4,12-3,92 (2H, m), 3,85-3,62 (7H, m), 3,46-3,32 (1H, m), 3,20-3,08 (1H, m), 3,04-2,89 (2H, m).
    LCMS: m/z 346 [M+H]+ bei Rt 4,24 min.
  • Beispiel 2 (2R)-2-((R)-(2-Fluorphenyl)-{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid i) (2R)-2-[(R)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on, (2S)-2-[(S)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on, (2R)-2-[(S)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(R)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
    Figure 00120002
  • Zu einer gerührten Lösung aus (+/–)-4-Benzylmorpholin-3-on (10,0 g, 0,052 mol) und 2-Fluorbenzaldehyd (7,74 g, 0,062 mol) in trockenem THF (80 ml) die unter Stickstoff bei –78°C gekühlt ist, wird tropfenweise eine Lösung aus Lithiumdiisopropylamid in Heptan/THF/Ethylbenzol (2 M, 31,2 ml) gegeben. Nach der Zugabe wird bei –78°C für 0,5 h gerührt und dann kann sie auf 0°C erwärmen, ehe sie mit wässrigem gesättigtem Ammoniumchlorid gestoppt wird. Dann wird im Vakuum konzentriert und mit Dichlormethan (2x) extrahiert. Die Extrakte werden über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft. Es wird auf einem Kissen aus Blitzsilica unter Elution mit Heptan/Ethylacetat (100/0, 80/20, 60/40 und 50/50) unter Bildung eines 1:1 Gemisches der Diastereomere als farbloses Öl (12,05 g) eluiert.
  • ii) (R)-[2-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[2-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
    Figure 00130001
  • Zu einer gerührten Lösung aus (2R)-2-[(R)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on, (2S)-2-[(S)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on, (2R)-2-[(S)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(R)-(2-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on (12,0 g, 0,038 mol) in trockenem THF (80 ml) unter Stickstoff bei Raumtemperatur wird eine Lösung aus Boran in THF (1 M, 150 ml) gegeben. Die Lösung wird bei 60°C für ca 4 h und dann bei Raumtemperatur über Nacht erhitzt. Die Lösung wird auf 0°C gekühlt und es wird tropfenweise Methanol (68 ml) gefolgt von 1 N HCl (68 ml) zugegeben. Das entstehende Gemisch wird bei 60°C für 1 h erhitzt, abgekühlt und im Vakuum konzentriert. Der Niederschlag wird durch Filtration entfernt und das Filtrat wird mit wässrigem Natriumcarbonat basisch gemacht. Es wird mit Diethylether (3x) extrahiert, die Extrakte werden mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft. Das rohe Öl wird gereinigt und durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Heptan/Ethylacetat (40/60 bis 25/75) unter Bildung des Produkts als farbloses Öl (0,713 g) partiell getrennt.
  • iii) (R)-[2-Fluorphenyl)-[(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-[2-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
    Figure 00130002
  • Zu einer gerührten Lösung aus (R)-[2-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[2-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol (465 mg, 1,54 mmol) in trockenem Dichlormethan (10 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff werden Triethylamin (202 mg, 2,0 mmol) und Me thansulfonylchlorid (177 mg, 1,54 mmol) gegeben. Nach 15 h wird sie zu einem Öl konzentriert und durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan (1/1) unter Bildung des Produktmesylats als farbloses Öl (445 mg) gereinigt.
  • iv) (2R)-2-((R)-[2-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[2-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio]methyl)-4-benzylmorpholin
    Figure 00140001
  • Zu einer gerührten Suspension aus (R)-[2-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-[2-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat (445 mg, 1,17 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (0,97 g, 7,02 mmol) in trockenem entgastem DMF (8 ml) unter Stickstoff bei Raumtemperatur wird 2-Methoxybenzolthiol (0,82 g, 5,87 mmol) gegeben. Nach dem Rühren bei Raumtemperatur für 18 h wird mit Wasser verdünnt und mit Diethylether (2x) extrahiert. Die Extrakte werden mit 2 N NaOH, Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft.
  • Nach der Reinigung durch Blitzchromatographie (Eluent: Heptan/Ethylacetat 80/20 [V/V] wird das Titelprodukt als farbloses Öl (357 mg) erhalten. MG 423,55. C25H26FNO2S
    1H NMR (CDCl3) 6,65-7,5 (13H, m), 4,9 (1H, d, 7 Hz), 3,9-4,05 (2H, m), 3,8 (3H, s), 3,6 (1H, dt, 8 Hz und 1 Hz), 3,45 (1H, d, 13,1 Hz), 3,15 (1H, d, 13,1 Hz), 2,60 (2H, t, 8 Hz), 2,05-2,2 (2H, m). FIA: m/z 424 [M+H]+.
  • v) (2R)-2-((R)-(2-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00140002
  • Die Reaktion des Gemisches aus (2R)-2-((R)-[2-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[2-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (430 mg, 1,02 mmol) gefolgt von dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren ergibt ein farbloses Öl (340 mg, 90 % Ausbeute) aus dem das zuerst eluierende Enantiomer nach einer Chiralchromatographie auf einer Chiralcel-OD Säule unter Elution mit Heptan/Ethanol/Dimethylethylamin (40/60/0,2) erhalten wird. Rt 10,41 min. LC Reinheit = 98,6 (UV256nm). MG 333,43. C18H20FNOS. FIA: m/z 334 [M+H]+.
  • Dieses wird in das Hydrochloridsalz umgewandelt.
    1H NMR (CDCl3) freie Base: 7,2-7,3 (1H, m), 6,85-7,2 (8H, m), 4,85 (1H, d, 8 Hz), 3,95-4,15 (2H, m), 3,85-3,9 (3H, m), 3,7 (1H, dt, 1 Hz und 7 Hz), 2,6-3,0 (4H, m).
  • Beispiel 3
  • (2R)-2-((R)-[2,5-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
  • i) (2R)-2-((R)-[2,5-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)-4-benzylmorpholin
  • Die Umsetzung erfolgt mittels (2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (150 mg, 0,43 mmol) (siehe Beispiel 8(v) Verfahren 2), 2,5-Dichlorbenzolthiol (233 mg, 1,30 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (71 mg, 0,52 mmol) gemäß Beispiel 2 (iv). Das Reaktionsgemisch wird direkt durch SCX Chromatographie unter Elution mit Ammoniak/Methanol (ca 3 M) unter Bildung des Produkts als Öl (175 mg) gereinigt.
  • ii) (2R)-2-((R)-[2,5-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00150001
  • Die Debenzylierung von (2R)-2-((R)-[2,5-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)-4-benzylmorpholin (174 mg, 0,39 mmol) mit Polymer geträgerter Hunig's Base (0,20 g, 0,78 mmol) und α-Chlorethylchlorformiat (111 mg, 0,78 mmol) gemäß dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren ergibt nach einer SCX Chromatographie das Produkt als Öl (136 mg).
    NMR (CDCl3) 7,31-7,14 (7H, m), 7,00 (1H, d), 4,41 (1H, d), 4,06-3,98 (1H, m), 3,90-3,82 (1H, m), 3,7-3,6 (1H, m), 2,94-2,76 (2H, m), 2,65 (2H, d). m/z [M+H] 354/6/8.
  • Die Kristallisation als HCl Salz erfolgt aus Ethanol und Diethylether.
  • Beispiel 4
  • (2R)-2-((R)-(2,6-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
  • i) (2R)-2-((R)-[2,6-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)-4-benzylmorpholin
  • Die Umsetzung erfolgt mit (2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (200 mg, 0,58 mmol) (siehe Beispiel 8 (iv)), 2,6-Dichlorbenzolthiol (130 mg, 0,70 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (97 mg, 0,70 mmol) gemäß Beispiel 2 (iv). Das Reaktionsgemisch wird direkt durch SCX Chromatographie unter Elution mit Ammoniak/Methanol (ca 3 M) unter Bildung des Produkts als Öl (230 mg) gereinigt.
  • ii) (2R)-2-((R)-[2,6-Dichforphenyl][phenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00160001
  • Es wird (2R)-2-((R)-[2,6-Dichlorphenyl][phenylthio]methyl)-4-benzylmorpholin (230 mg, 0,52 mmol) mit fester geträgerter Hunig's Base (270 mg, 1,04 mmol) und α-Chlorethylchlorformiat (152 mg, 1,04 mmol) in Dichlormethan (4 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff für 3 h gerührt. Dann wird filtriert und im Vakuum konzentriert, als Öl in Methanol gelöst und bei Raumtemperatur für 1 h gerührt. Eine Eindampfung ergibt einen farblosen Feststoff.
    NMR (MeOH) 7,32-7,12 (8H, m), 4,62 (1H, d), 4,31-4,22 (1H, m), 4,16-4,06 (1H, m), 3,91-3,80 (1H, m), 3,2-2,9 (4H, m).
  • Beispiel 5 (2R)-2-((R)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid i) (2R)-2-[(S)-4-Methylphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(R)-(4-Methylphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on
    Figure 00160002
  • Zu einer gerührten Lösung aus (+/–)-4-Benzylmorpholin-3-on (4,06 g, 21,3 mmol) in wasserfreiem THF (25 ml) unter Stickstoff bei –80°C wird Lithiumdiisopropylamidlösung (2,0 M, 19,5 ml) in Heptan/THF/Ethylbenzol tropfenweise gegeben, während die Reaktionstemperatur unter –65°C gehalten wird. Die entstehende Lösung wird für weitere 30 Minuten bei –78°C gerührt, ehe sie langsam über etwa 45 Minuten zu einer Lösung aus 4-Methylbenzaldehyd (3,07 g, 25,51 mmol) in wasserfreiem THF (15 ml) unter Stickstoff bei –78°C gegeben wird, während die Reaktionstemperatur unter –75°C gehalten wird. Die entstehende gelbe Lösung wird bei –78°C für 0,5 Stunden gerührt, ehe sie sich auf Raumtemperatur erwärmen kann. Das Reaktionsgemisch wird vorsichtig durch die Zugabe von gesättigter Ammoniumchloridlösung (50 ml) gestoppt und das THF wird im Vakuum aus dem Gemisch verdampft. Die entstehende trübe wässrige Lösung wird mit Dichlormethan extrahiert und die organischen Extrakte werden vereinigt, mit Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und das Dichlormethan wird im Vakuum zu einem dicken roten Öl (9,35 g) eingedampft. Nach der Reinigung durch Blitzchromatographie (Eluent: Ethylacetat/Hexan 30170 bis 70/30 Gradient [V/V]) wird das erhaltene farblose Öl mit Hexan gefolgt von heißem Cyclohexan unter Bildung des Produkts als farbloser Feststoff (2,46 g) nach nachfolgendem Dekantieren des Überstand und Trocknen, erhalten.
  • ii) (S)-[4-Methylphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (R)-[4-Methyfphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol
    Figure 00170001
  • Das Produkt wird aus (2R)-2-[(S)-(4-Methylphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(R)-(4-Methylphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on (2,50 g, 8,04 mmol) gemäß dem in Beispiel 2 (ii) beschriebenen Verfahren hergestellt. Das Öl wird durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan Gradient 30/70 bis 70/30 unter Bildung des gewünschten Produkts als Öl (1,16 g) gereinigt.
  • iii) (2R)-2-[(S)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-[(R)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin
    Figure 00170002
  • Zu einer gerührten Lösung aus (S)-[4-Methylphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (R)-[4-Methylphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol (1,16 g, 3,91 mmol) und Triphenylphosphin (1,54 g, 5,87 mmol) in trockenem Dichlormethan wird tropfenweise eine Lösung aus Tetrabromkohlenstoff (1,95 g, 5,87 mmol) in Dichlormethan über einen Zeitraum von 10 min gegeben. Weiteres Triphenylphosphin (0,5 Äquivalente) und Tetrabromkohlenstoff (0,5 Äquivalente) werden nach 0,5 h zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird nach 2 h mit gesättigtem wässrigem Natriumbicarbonat gestoppt. Dann wird es mit Dichlormethan extrahiert, die Extrakte werden über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem roten Öl eingedampft. Man behandelt das Öl mit Diethylether, filtriert und dampft zu einem gelben öligen Feststoff ein. Das Öl wird durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan 20/80 unter Bildung des Produkts als Öl (0,61 g) gereinigt.
  • iv) (2R)-2-((R)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
    Figure 00180001
  • Die Umsetzung erfolgt mit (2R)-2-[(S)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-[(R)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (340 mg, 0,94 mmol), 2-Methoxybenzolthiol (161 mg, 1,13 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (160 mg, 1,13 mmol) gemäß dem in Beispiel 2 (iv) beschriebenen Verfahren. Das rohe Öl wird durch Blitzchromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat/Heptan 20180 unter Bildung des Produkts als Öl (0,21 g) gereinigt.
  • v) (2R)-2-((R)-(4-Methylphenyl){([2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00180002
  • Die Debenzylierung von (2R)-2-((R)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[4-Methylphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (210 mg, 0,50 mmol) gefolgt von dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren, aber bei Raumtemperatur ergibt ein farbloses Öl (180 mg) aus dem das zuerst eluierende Enantiomer nach einer Chiralchromatographie auf einer Chiralcel-OD Säule erhalten wird, Elutionsmittel Heptan/Isopropanol/Dimethylethylamin (20/80/0,2). Rt 9,70. Das Öl wird in Dichlormethan gelöst und HCl/Diethylether wird zugegeben um die Titelverbindung als Hydrochloridsalz (36 mg) zu erhalten.
    NMR (DMSO) 9,20 (2H, br.s), 7,24-7,08 (6H, m), 6,92 (1H, d), 6,89 (1H, t), 4,60 (1H, d), 4,09-3,97 (2H, m), 3,80 (3H, s), 3,78-3,66 (1H, m), 3,20-3,13 (1H, m), 3,04-2,90 (3H, m), 2,24 (3H, s).
  • Beispiel 6 (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-chlorphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid i) (R)-[Phenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-[Phenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat
    Figure 00190001
  • Zu einer gerührten Lösung aus (R)-[Phenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[Phenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol (2,0 g, 7,06 mmol) in trockenem Dichlormethan (24 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff werden Triethylamin (0,78 g, 7,77 mmol) und Methansulfonylchlorid (0,89 g, 7,77 mmol) gegeben. Nach dem Rühren über Nacht bei Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch mit Diethylether verdünnt und filtriert. Das Filtrat wird unter Bildung eines orangen Öls (2,5 g) zur Trockne eingedampft.
  • ii) (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
    Figure 00190002
  • Zu einer gerührten Suspension aus (R)-[Phenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-[Phenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat (790 mg, 2,19 mmol) und wasserfreiem Kaliumcarbonat (1,50 g, 10,95 mmol) in trockenem entgastem DMF (3 ml) unter Stickstoff bei Raumtemperatur wird 2-Chlorbenzolthiol (1,58 g, 10,95 mmol) gegeben. Nach dem Rühren bei Raumtemperatur für 18 h wird mit Wasser verdünnt und mit Dichlormethan (2x) extrahiert. Die Extrakte werden mit 2 N NaOH, Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft. Nach der Reinigung durch Blitzchromatographie (Eluent: Heptan/Ethylacetat 100/0 bis 70/30 [V/V] wird das Produkt als farbloses Öl (0,26 g) erhalten.
  • iii) (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-chlorphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00200001
  • Die Debenzylierung von (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (250 mg, 0,61 mmol) gefolgt von dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren aber bei Raumtemperatur ergibt ein farbloses Öl (190 mg) aus dem das zuerst eluierende Enantiomer nach einer Chiralchromatographie auf einer ChiralPak-AD Säule mit dem Elutionsmittel Heptan/Ethanol/Dimethylethylamin (85/15/0,2) erhalten wird. Rt 7,55 min.
    NMR (DMSO) 9,34 (2H, br.s), 7,31-7,00 (9H, m), 4,68 (1H, d), 4,09-3,90 (1H, m), 3,98-3,87 (1H, m), 3,69-3,58 (1H, m), 3,10-3,01 (1H, m), 2,90-2,79 (3H, m). Die Umwandlung erfolgt in das Titelprodukthydrochloridsalz.
  • Beispiel 7 (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-methylphenylthio]morpholinhydrochlorid i) (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-methylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-methylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
    Figure 00200002
  • Das Produkt wird als Öl (0,22 g) aus (R)-[Phenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-(Phenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat (0,49 g, 1,46 mmol), 2-Methylbenzolthiol (0,22 g, 1,75 mmol) und Kaliumcarbonat (0,24 g, 1,75 mmol) gemäß dem in Beispiel 6 (ii) beschriebenen Verfahren hergestellt.
  • ii) (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-methylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00210001
  • Die Debenzylierung von (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-methylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-methylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (219 mg, 0,54 mmol) gemäß dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren aber bei Raumtemperatur ergibt ein farbloses Öl (180 mg) aus dem das zuerst eluierende Enantiomer nach einer Chiralchromatographie auf einer ChiralPak-OJ Säule unter Elution mit Heptan/Ethanol/Dimethylethylamin (40/60/0,2) erhalten wird. Rt 8,86 min. Dieses wird in das Titelprodukthydrochloridsalz umgewandelt und aus Isopropanol/Methanol kristallisiert.
    NMR (CDCl3) 10,06 (2H, br.s), 7,20-6,93 (9H, m), 4,35-4,27 (1H, m), 4,10-3,93 (3H, m), 3,22-3,11 (2H, m), 3,03-2,86 (2H, m), 2,28 (3H, s).
  • Beispiel 8 (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00210002
  • Verfahren 1 (i) 4-Benzylmorpholin-3-on
    Figure 00210003
  • Eine Lösung aus N-Benzyl-N-(2-hydroxyethyl)chloracetamid (1,0 Äquivalente, 627,7 g, 2,759 mol) in tert-Butanol (0,9 l) wird unter Stickstoff während dem Erwärmen auf 25–30°C gerührt Eine 1,0 M Lösung aus Kalium-tert-butoxid in tert-Butanol (1,05 Äquivalente, 2,897 l, 2,897 mol) wird über 2 Stunden zugegeben, während die Reaktionstemperatur zwischen 30 und 32°C gehalten wird. Das Reaktionsge misch wird bei 27–28°C für 90 Minuten gerührt. Nachdem die TLC anzeigt, dass die Reaktion vollständig ist, wird Eiswasser (6 l) zugegeben und die entstehende trübe Lösung wird mit EtOAc (1 × 3 l, 2 × 1,5 l) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden mit Kochsalzlösung (2 × 3 l) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum unter Bildung eines hellbraunen Öls (441 g, 84 % Ausbeute) eingedampft, die im nächsten Schritt ohne weitere Reinigung verwendet wird. MG 191,23.
    C11H13NO2 Rf 0,52 (80 % EtOAc, 20 % Hexan).
    1H NMR (CDCl3) 7,40-7,29 (5H, m), 4,67 (2H, s), 4,28 (2H, s), 3,87 (2H, t, 5,4 Hz), 3,31 (2H, t, 5,4 Hz). LCMS: m/z 192 [M+H]+ bei Rt 1,00 min (einzelner Hauptpeak).
  • (ii) (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyll)methyl]morpholin-3-on, (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-hydroxy(phenyl)methyl)morpholin-3-on und (2R)-4-Benzyl-2-[(R)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on, (2S)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on
    Figure 00220001
  • Zu einer gerührten Lösung aus 4-Benzylmorpholin-3-on (5,02 g, 26 mmol) in wasserfreiem THF (25 ml) unter Stickstoff bei –78°C wird eine 2 M Lösung aus LDA in Heptan/THF/Ethylbenzol (1,5 Äquivalente, 39 mmol, 19,5 ml) über etwa 20 Minuten gegeben, während die Reaktionstemperatur unter –75°C gehalten wird. Die entstehende braune Lösung wird für weitere 30 Minuten bei –78°C gerührt, ehe sie langsam über etwa 30 Minuten zu einer Lösung aus Benzaldehyd (1,2 Äquivalente, 3,34 g, 31 mmol) in wasserfreiem THF (15 ml) unter Stickstoff bei –78°C gegeben wird, wobei die Reaktionstemperatur erneut unter –75°C gehalten wird. Die entstehende gelbe Lösung wird bei –78°C für 1 Stunde gerührt, ehe sie sich langsam über 1 Stunde auf Raumtemperatur erwärmen kann. Das Reaktionsgemisch wird vorsichtig durch die Zugabe von gesättigter Ammoniumchloridlösung (50 ml) gestoppt und das THF wird im Vakuum aus dem Gemisch verdampft. Die entstehende trübe wässrige Lösung wird mit DCM (3 × 50 ml) extrahiert und die organischen Extrakte werden vereinigt, mit Kochsalzlösung (50 ml) gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und das DCM wird im Vakuum unter Bildung eines dicken braunen Öls (9,2 g) eingedampft, das während dem Stehen teilweise kristallisiert. Das Gemisch aus diastereoisomeren Alkoholen wird gereinigt und durch Blitzsäulenchromatographie mittels Gradientenelution (aus 10 % EtOAc, 90 % DCM bis 20 % EtOAc, 80 % DCM) unter Bildung von (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-hydroxy(phenylmethyl]morpholin-3-on als hellrote Kristalle (2,461 g, 31 % Ausbeute) getrennt. MG 297,36.
    C18H19NO3. Rf 0,40 (50 % EtOAc, 50 % Hexan)
    1H NMR (CDCl3): 7,41-7,36 (2H, m), 7,31-7,16 (6H, m), 6,91-6,86 (2H, m), 5,14 (1H, d, J = 3,5 Hz), 4,71 (1H, d, 14,5 Hz), 4,48 (1H, d, J = 3,5 Hz, 4,25 (1H, d, 14,5 Hz), 4,20 (1H, br.s), 3,89 (1H, ddd, 11,7 Hz, 2,5 Hz, 2,0 Hz), 3,67 (1H, dt, 11,2 Hz, 3,4 Hz), 3,16 (1H, dt, 12,0 Hz, 4,0 Hz), 2,86 (1H, br.d, 12,0 Hz). LCMS: m/z 298 ([M+H]+ bei Rt 1,24 min (einzelner Hauptpeak).
  • Diese Reaktion wird in Ansätzen von 200 mg bis 5 g (Ausbeutebereich von 20–40 %) ausgeführt. Das (2R)-4-Benzyl-2-[{R)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on und das (2S)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-ondiastereoisomer werden als brauner Feststoff (1,42 g) isoliert, der mit N-Benzylmorpholin-3-on kontaminiert ist. Die Behandlung mit EtOAc ergibt die reine Verbindung als weissen Feststoff (0,484 g, 6 % Ausbeute). MG 297,36.
    C18H19NO3 Rf 0,23 (50 % EtOAc, 50 % Hexan)
    1H NMR (CDCl3) 7,61-7,55 (2H, m), 7,50-7,36 (6H, m), 7,31-7,25 (2H, m), 5,21 (1H, d, 2,3 Hz), 5,09 (1H, d, J = 7,7 Hz, 2,3 Hz), 4,73 (2H, s, s Hz), 4,37 (1H, d, J = 7,7 Hz), 4,01 (1H, ddd, 12,0 Hz, 2,6 Hz, 1,9 Hz), 3,77 (1H, dt, 11,0 Hz, 3,5 Hz), 3,50 (1H, dt, 12,0 Hz, 4,0 Hz), 3,16 (1H, br.d, 12,0 Hz). LCMS: m/z 298 ([M+H]+ bei Rt 1,24 min (einzelner Hauptpeak).
  • (iii) (S)-[(2S)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol und (R)-[(2R)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol
    Figure 00230001
  • Zu einer Lösung aus (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on und (2S)-4-Benzyl-2-((R)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on (326 mg, 1,1 mmol) in wasserfreiem THF (5 ml) unter Stickstoff bei Raumtemperatur wird langsam eine 1 M Lösung aus Boran in THF (4 Äquivalente, 4,4 ml, 4,4 mmol) gegeben. Die Lösung wird bei 60°C für 2 Stunden gerührt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird trockenes Methanol (2 ml) langsam zum Abstoppen von überschüssigem Boranreagenz zugegeben. Wässrige 1 M Chlorwasserstoffsäurelösung (2 ml) wird zugegeben und das Reaktionsgemisch wird für 1 Stunde auf 60°C erhitzt. Die organischen Lösemittel werden im Vakuum verdampft und die konzentrierte Lösung wird auf 1 M wässrige Kaliumcarbonatlösung (10 ml) gegossen und mit Diethylether (2 × 20 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden mit Kochsalzlösung (20 ml) und Wasser (20 ml) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum konzentriert. Das entstehende Öl wird durch Blitzsäulenchromatographie (90 % Hexan, 9 % EtOAc, 1 % NEt3) unter Bildung eines viskosen Öls (189 mg, 60 % Ausbeute) gereinigt. MG 283,37.
    C18H21NO2 Rf 0,42 (90 % EtOAc, 10 % Hexan).
    1H NMR (CDCl3) 7,45-7,32 (10H, m), 4,67 (1H, d, 7,3 Hz), 4,03 (1H, dt, 11,4 Hz, 2,7 Hz), 3,86-3,73 (2H, m), 3,64 (1H, d, 13,2 Hz), 3,39 (1H, d, 13,2 Hz), 3,30 (1H, br.s), 2,68 (1H, d, 12,7 Hz), 2,56 (1H, d, 10,9 Hz), 2,28-2,15 (2H, m). LCMS: m/z 284 [M+H]+ bei Rt 0,95 min (einzelner Hauptpeak).
  • Diese Reaktion wird in Ansätzen von 50 mg bis 1,5 g (Ausbeutebereich = 50 bis 84 %) ausgeführt.
  • (iv) (R)-[(2S)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol und (S)-[(2R)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol
    Figure 00240001
  • Mittels des in Beispiel 8 (iii) beschriebenen Verfahrens, ausgehend von (2R)-4-Benzyl-2-[(R)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on und (2S)-4-Benzyl-2-[(S)-hydroxy(phenyl)methyl]morpholin-3-on (135 mg, 0,51 mmol) ergibt die Reaktion und nachfolgende Reinigung ein viskoses Öl (98 mg, 68 % Ausbeute). MG 283,37.
    C18H21NO2 Rf 0,52 (100 EtOAc).
    1H NMR (CDCl3) 7,28-7,17 (10H, m), 4,80 (1H, d, 4,0 Hz), 3,88 (1H, dt, 11,4 Hz, 3,0 Hz), 3,72 (1H, m), 3,68-3,61 (1H, m), 3,50 (1H, d, 13 Hz), 3,25 (1H, d, 13 Hz), 2,52 (2H, br.t, 12,0 Hz), 2,17 (1H, t, 11 Hz), 2,08 (1H, td, 11 Hz, 3,0 Hz), OH nicht beobachtet. LCMS: m/z 284 [M+H]+ bei Rt 0,98 min (einzelner Hauptpeak).
  • Diese Reaktion wird in Ansätzen von 100 bis 400 mg (Ausbeutebereich = 60 bis 93 %) ausgeführt.
  • (v) (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholin
    Figure 00240002
  • Zu einer Lösung aus (S)-[(2S)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol und (R)-[(2R)-4-Benzylmorpholinyl](phenyl)methanol (10,27 g, 36,29 mmol) in wasserfreiem Dichlormethan (150 ml) unter Stickstoff bei Raumtemperatur wird frisch umkristallisiertes Triphenylphosphin (1,4 Äquivalente, 13,310 g, 50,80 mmol) gefolgt von Tetrabromkohlenstoff (1,4 Äquivalente, 16,849 g, 50,80 mmol) als Lösung in wasserfreiem Dichlormethan (50 ml) gegeben. Nach 15 Minuten wird das Reaktionsgemisch mit Dichlormethan (100 ml) verdünnt und mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonatlösung (150 ml) und Kochsalzlösung (150 ml) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum unter Bildung eines orangen Öls (42,0 g) konzentriert. Zu dem orangen Öl wird Diethylether (200 ml) gegeben und die entstehende Suspension wird für 30 Minuten ultrabeschallt. Das Lösemittel wird dekantiert und das Verfahren wird mit einer weiteren Portion Diethylether (200 ml) wiederholt. Die vereinigten Etherextrakte werden im Vakuum unter Bildung eines orangen Feststoffs (22,0 g) konzentriert, der durch Blitzsäulenchromatographie (10 EtOAc, 89,5 % Hexan, 0,5 % Triethylamin) unter Bildung eines weissen Feststoffs (7,20 g, 58 %) gereinigt wird.
  • Alternative Aufarbeitung: Das Reaktionsgemisch wird auf ein Silicafiltrationskissen (160 g) gegossen, das mittels Absaugen mit Dichlormethan (14 × 250 ml) gewaschen wird. Ein Strippen des Filtrats im Vakuum ergibt das rohe Produkt (16,0 g, 131 % nicht korrigiert). Dieses wird durch Blitzsäulenchromatographie (5 EtOAc : 94,5 % Hexan : 0,5 % Triethylamin bis 10 % EtOAc : 89,5 % Hexan : 0,5 % Triethylamin) unter Bildung eines weissen Feststoffs (6,05 g, 50 % Ausbeute) gereinigt. MG 346,27.
    C18H20BrNO Rf 0,76 (70 % EtOAc, 30 % Hexan)
    1H NMR (CDCl3) 7,39-7,14 (10H, m), 4,83 (1H, d, 7,4 Hz), 4,01 (1H, br.t, 8,3 Hz), 3,73 (1H, br.d, 11,1 Hz), 3,60-3,48 (2H, m), 3,39 (1H, d, 12 Hz), 3,20 (1H, d, 11,4 Hz), 2,50 (1H, d, 10,4 Hz), 2,07 (2H, t, 10,9 Hz). LCMS: m/z 348/346 [M+H]+ bei Rt 1,20 min (einzelner Hauptpeak).
  • Diese Reaktion wird in Ansätzen von 100 bis 400 mg (Ausbeutebereich = 60–93 %) ausgeführt.
  • Eine Probe des razemischen (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholins und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholins (6,02 g) wird durch präparative Chiralchromatographie (Chiralcel-AD 1 kg Säule, Ethanol : Dimethylethylamin 100:0,3) unter Bildung des zuerst eluierenden Enantiomers Rt 23,4 min als nicht ganz weisser Feststoff (2,89 g) aus (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin und des zweiten eluierenden Enantiomers Rt 28,9 min als nicht ganz weisser Feststoff (2,89 g) aus (2S)-4-Benzyl-2-((R)-brom(phenyl)methyl]morpholin (2,21 g) hergestellt.
  • vi) (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-trifluormethylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-trifluormethylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
    Figure 00250001
  • Zu einer gerührten Lösung aus 2-Trifluormethylthiophenol (2,469 g, 13,86 mmol) und (2R)-2-[(S)-Brom(4-methylphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-[(R)-Brom(4-methylphenyl)methyl)-4-benzylmorpholin (4,0 g, 11,55 mmol) in wasserfreiem DMF (60 ml) bei Raumtemperatur wird unter Stickstoff Cäsiumcarbonat (4,14 g, 12,71 g) gegeben. Das Reaktionsgemisch wird für 1 Stunde auf 95°C erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt, mit Ethylacetat verdünnt und dann nacheinander mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem braunen Öl eingedampft. Das Öl wird durch Blitzchromatographie (Eluent: Hexan/Ethylacetat Gradient 100 bis 90/10 [V/V]) unter Bildung eines gelben Öls (4,83 g, 94 % Ausbeute) gereinigt. MG 444.
    C25H24F3NOS
    1H NMR (CDCl3): 7,60 (1H, dd, 7,2 Hz, 1,4 Hz), 7,17-7,39 (13H, m), 4,50 (1H, d, 7,2 Hz), 3,97-4,12 (2H, m), 3,73 (1H, dt, 9,7 Hz, 2,3 Hz), 3,59 (1H, d, 12,6 Hz), 3,37 (1H, d, 12,6 Hz), 2,57-2,68 (2H, m), 2,18-2,38 (2H, m). LCMS (2,5 Minutenverfahren): m/z 445 [M+H]+ bei Rf 1,50 min.
  • vii) (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00260001
  • Die Titelverbindung wird aus (2R)-2-((R)-[Phenyl]-{[2-trifluormethylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[Phenyl]-{[2-trifluormethylphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (5,25 g, 11,84 mmol), fester geträgerter Hunig's Base (Argonaut, 3,56 mmol/g, 6,64 g, 23,67 mmol, 2 Äquivalente) und α-Chlorethylchlorformiat (3,83 ml, 35,51 mmol, 3 Äquivalente) in wasserfreiem Dichlormethan (75 ml) bei 40°C gemäß dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren hergestellt. Nach der Eindampfung der Methanollösung wird ein hellbrauner Feststoff (5,60 g) erhalten, der aus Isopropanol unter Bildung des Hydrochloridsalzes als feine weisse Nadeln erhalten wird. Das Hydrochloridsalz wird in Ethylacetat suspendiert und mit einer wässrigen Lösung aus Natriumhydroxid (50 ml einer 1 M Lösung) gewaschen. Die organische Phase wird mit Kochsalzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum unter Bildlung des freien Amins als farbloses Öl (3,10 g, 74 % Ausbeute) konzentriert. MG 353,41.
    C18H18F3NOS
    1H NMR (CDCl3): 7,46 (1H, d, 7,7 Hz), 7,24 (1H, d, 7,3 Hz), 7,05-7,2 (7H, m), 4,28 (1H, d, 7,7 Hz), 3,92 (1H, d, 11,4 Hz), 3,80 (1H, q, 7,0 Hz), 3,58 (1H, dt, 1,82 Hz, 11,4 Hz), 2,69-2,87 (2H, m), 2,59 (2H, d, 6,0 Hz), 2,13-1,90 (1 H, br.s). LCMS (10 Minutenverfahren): m/z 354 [M+H]+ bei Rt 5,26.
  • Eine Probe der razemischen freien Base (1,384 g) wird durch präparative Chiralchromatographie (Chiralpak-OJ, Heptan : Isopropanol : Dimethylethylamin 70:30:0,2) unter Bildung des zuerst eluierenden Enantiomers Rt 9,5 min (0,57 g) als Öl abgetrennt. Es wird in Diethylether (20 ml) rückgelöst und mit Chlorwasserstoff in Ether (2 M, 0,8 ml) unter Bildung eines weissen Feststoffs (566 mg, Smp. 240–241°C) des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid behandelt.
  • Das zweite eluierende Enantiomer Rt 15,8 min wird als Öl (0,55 g) erhalten und ähnlich in das Hydrochloridsalz (2S)-2-((S)-(Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid (556 mg, Smp. 244–245°C) umgewandelt. Eine Probe (20 mg) wird aus Isopropanol (2 ml) kristallisiert, wobei das Lösemittel langsam über mehrere Wochen eindampft. Die Kristalle werden durch Röntgenkristallographie analysiert, um die absolute Stereochemie als (S,S) für das zweite eluierende Enantiomer zu bestätigen, wobei die Daten in den Tabellen 1–6 hierin aufgelistet sind.
  • Verfahren 2
  • (i) 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril
  • Ein Einliterreaktor mit mechanischem Rührer, der durch ein Eisbad gekühlt ist, wird mit N-Benzylethanolamin (172,2 g, 1,14 mol) beladen. 2-Chloracrylonitril (100 g, 1,14 mol) wird tropfenweise über einen Zeitraum von 2 Minuten zugegeben. Die Temperatur wird zwischen 23°C und 29°C mittels eines Eisbads gehalten, das weiterhin durch ein Wasserbad bei 15°C ersetzt wird. Nach dem Rühren bei Raumtemperatur über Nacht wird das Gemisch in THF gelöst und in einen 2 l Reaktor überführt, der auf –5°C durch ein Eis/NaCl Bad gekühlt ist. Das Gesamtvolumen von THF entspricht 1,35 l. Kalium-tert-butoxid (148 g, 1,1 Äquivalente) wird portionsweise über 1 Stunde zugegeben, während die Temperatur bei 0 ± 2°C gehalten wird. Nach 1 Stunde Rühren bei 0°C wird das Gemisch durch gesättigtes NaHCO3 (500 ml) gestoppt. Die wässrige Phase wird mit Diethylether extrahiert. Die organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und zur Trockne eingedampft. Nach der Percolation von 250 g trockenem Rückstand auf 1 kg SiO2 (Eluent: Ethylacetat/n-Heptan Gradient 5/95 bis 80/100 [V/V] wird 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril als klares Öl (149,8 g, 65 %) erhalten.
  • (ii) (2S)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)phenylmethanon und (2R)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)phenylmethanon
    Figure 00270001
  • Ein Doppelwandreaktor mit 3 l wird mit 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril (135,05 g, 1 Äquivalent) und trockenem Diethylether (1,4 l) beladen. Alternativ dazu kann Toluol an Stelle von Diethylether verwendet werden. Wenn Tj = 0°C und Tm = 1°C (Tj = Temperatur des Mantels, Tm = Temperatur der Masse) beträgt, wird Phenylmagnesiumchlorid (2 M gelöst in THF, 360 ml, 1,08 Äquivalente) tropfenweise über 1 Stunde zugegeben. Die Tm steigt auf 4°C und geht zurück auf 2°C am Ende der Zugabe. Die Tm wird progressiv auf 17,5°C innerhalb von 45 Minuten erhöht und das Gemisch wird bei dieser Temperatur für weitere 45 Minuten gerührt. Der Reaktor wird auf Tm = 2°C und Tj = 0°C (75 Minuten) gekühlt und Chlorwasserstoffsäure (700 ml einer 5 N Lösung) wird in zwei Portionen zugegeben. Die Tm steigt auf 33°C an. Nach einigen Minuten kristallisiert das Hydrochlorid des Ketons. Wenn Tm = Tj = Raumtemperatur wird die triphasische Suspension filtriert. Die organische Phase der Mutterlaugen, die Verunreinigungen enthält, wird eliminiert. Der Filtrationskuchen wird dann mit Methylenchlorid (700 ml) gewaschen. Diese Flüssigkeit wird in den Reaktor mit der sauren Wasserphase gegeben. Behandlung des Chlorwasserstoffsäuresalzes: Nach dem Trocknen unter Vakuum werden 164,4 g des Hydrochlorids, das mit MgCl2 kontaminiert ist, in einem biphasischen Gemisch an Wasser/Methylenchlorid (500 ml/800 ml) suspendiert. Die Suspension wird mit wässrigem Natriumhydroxid (75 ml einer 30 % Lösung) unter Eisbadkühlung basisch gemacht. Mg(OH)2 fällt aus und die wässrige Phase wird mit Methylenchlorid extrahiert. Die organischen Phasen werden auf einem Bett aus Celite 512 nach der Zugabe von einigem Celite zu den Phasen selbst filtriert. Die filtrierte organische Phase wird über MgSO4 getrocknet und zur Trockne eingedampft. Das Keton kristallisiert sofort während dem Stehen (132,4 g, 70 %). Behandlung der Mutterlauge: Die vereinigten organischen Phasen werden mit wässrigem Natriumhydroxid (750 ml einer 2 N Lösung) gewaschen. Celite 512 (160 g) wird zu der Suspension gegeben, die dann durch ein Bett aus Celite filtriert wird. Die wässrige Phase wird abgetrennt und mit Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und unter Bildung von 35,8 g des Produkts zur Trockne eingedampft, das mit nicht umgesetztem Nitril angereichert ist. Diese Fraktion kann weiter durch Percolation auf SiO2 gereinigt werden. (2S)-(4-Benyzlmorpholin-2-yl)phenylmethanon und (2R)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)phenylmethanon werden mittels präparativer Chiralchromatographie getrennt. Alternativ dazu werden die zwei Enantiomere durch fraktionierte Kristallisation aus Acetonitril mittels 0,55 bis 1 Äquivalent an Dibenzoylweinsäure zur Herstellung der diastereoisomeren Salze der Titelverbindung getrennt. Die Kristalle können durch Filtration gesammelt werden und werden mit 30 % NaOH unter Bildung der optisch angereicherten Titelverbindung neutralisiert.
  • Die Titelverbindung kann auch mittels der folgenden Eintopfsynthese hergestellt werden. Ein 1600 l fassender GL Reaktor unter N2 wird nacheinander mit 2-Chloracrylonitril (33,2 kg, 379 mol) und Toluol (114 l) bei 21°C befüllt. Dann wird n-Benzylethanolamin (57 kg, 377 mol) zugegeben und das Reaktionsgemisch wird bei Raumtemperatur für etwa 17 h nachgerührt. Dann wird das Gemisch mit Toluol (336 l) verdünnt, auf –12,4°C gekühlt und Kalium-t-butoxid (42,3 kg, 377 mol) wird portionsweise (10) zugegeben, wobei –13,7°C ≤ TMasse ≤ –2,8°C aufrechterhalten wird. Das Gemisch wird bei etwa 0°C für 2,5 h nachgerührt, durch die Zugabe von ultrareinem Wasser (142,5 l) gestoppt, wobei 2,1°C ≤ TMasse ≤ 8,7°C aufrechterhalten wird. Die wässrige Phase (176 kg) wird nach 35 Minuten Nachrühren abgetrennt, wobei das Gemisch 15°C erreichen kann und die Toluolphase wird mit ultrareinem Wasser (142,5 l) gewaschen und die wässrige Phase (162 kg) wird abgetrennt. Die organische Phase wird dann unter verringertem Druck (150 mbar) konzentriert, wobei TMasse ≤ 60°C aufrechterhalten wird, um 162 kg Toluol zu destillieren. Die Filtrate werden dann mit Toluol (114 l) filtriert und mit SiO2 (Merck Silicagel 60, 0,063–0,1 mm, 74,1 kg) unter Rühren bei Raumtemperatur für 1,25 h behandelt. SiO2 wird filtriert und mit Toluol (2 × 114 l) gewaschen. Dann werden die Filtrate unter verringertem Druck (150 mbar) konzentriert, wobei TMasse ≤ 60°C aufrechterhalten wird, um 351,8 kg Toluol zu destillieren (KF: 0,01 % G/G H2O).
  • Die Lösung aus 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril (169,2 kg) wird mit Toluol (157 l) verdünnt und auf 0°C gekühlt und Phenylmagnesiumchlorid (25 Gewichtsprozentlösung in THF, 213 kg, 389 mol, 1,36 Moläquivalente) wird langsam zu dem Reaktionsgemisch gegeben (über 3,5 h), während die Temperatur bei –3°C ≤ TMasse ≤ 7°C gehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird für 2 Stunden bei TMasse ~0°C nachgerührt. Dann wird das Abstoppen durch die Zugabe von Essigsäure (8,55 l, TMasse = 5→17,2°C) erreicht, es wird für 10 Minuten nachgerührt und auf 5°C abgekühlt, ehe ein Essigsäure 1 Wassergemisch (229 l, 33/67 V/V zugegeben wird. Während dem Abstoppen wird die Zugabe derartig ausgeführt, dass TMasse nicht über 20°C (typische TMasse = 4,6°C bis 10,4°C) beträgt. Das Gemisch wird über Nacht bei RT nachgerührt und die wässrige Phase (285,8 kg) wird extrahiert.
  • Die Toluolphase wird auf 0°C gekühlt und eine 5 N NaOH wässrige Lösung (420,1 kg) wird langsam zugegeben, während die Temperatur bei –2,4°C ≤ TMasse ≤ 11°C gehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird für 1 h nachgerührt und die wässrige Phase (494,8 kg) wird extrahiert. Die Toluolphase wird unter verringertem Druck (50 mbar) konzentriert, wobei TMasse ≤ 60°C aufrechterhalten wird, um 356,2 kg Toluol zu destillieren und Isopropanol (180,4 kg) wird zugegeben. Das Toluol wird unter verringertem Druck (100 mbar) entfernt, wobei TMasse ≤ 60°C aufrechterhalten wird, um 186,4 kg Toluol zu destillieren und Isopropanol (135 kg) wird wieder zu dem Gemisch gegeben. Ein letzte Destillation von Toluol wird unter verringertem Druck (50 mbar) durch geführt, währen TMasse ≤ 60°C um 131 kg Toluol zu destillieren und Isopropanol (49,4 kg) wird schließlich zu dem Gemisch gegeben und die Lösung wird bei RT bis zur Kristallisation gerührt (17 Minuten).
  • Ultrareines Wasser wird zugegeben (125,4 l) und das Gemisch wird über Nacht bei RT gerührt und auf etwa 0°C für 1 Stunde gekühlt. Der Niederschlag wird filtriert und mit einer gekühlten Wasser/Isopropanol 50/50 V/V Lösung (76,6 kg) gewaschen. Der nasse Niederschlag wird unter Vakuum bei Tj = 35°C für 96 Stunden getrocknet, um die Titelverbindung als nicht ganz weisses Pulver mit 59 % Gesamtausbeute zu erhalten. Die Titelverbindung kann durch das wie oben beschriebene fraktionierte Kristallisationsverfahren getrennt werden.
  • (iii) (R)-Phenyl[(2R)-4-(phenylmethyl)morpholin-2-yl]methanol
    Figure 00290001
  • Zu einer gerührten Lösung aus (+)-DIP Chlorid (49,6 g, 155 mol) in trockenem THF (150 ml) unter Stickstoff wird (2R)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)phenylmethanon (16,54 g, 58,89 mmol) in einer Portion gegeben. Das Reaktionsgemisch wird bei Raumtemperatur für 18 Stunden gerührt. Das Gemisch wird im Vakuum eingedampft und das rohe Öl wird in Methanol aufgenommen und auf 250 g SCX-2-Ionenaustauschharz absorbiert. Nach der Elution der Boranrückstände mit Methanol wird das Produkt mit 2 M Ammoniak in Methanol eluiert. Die Entfernung des Lösemittels im Vakuum ergibt das Produkt als gelbes Öl (11,23 g, 67 %). MG 283,37.
    C18H21NO2
    1H NMR (CDCl3) 7,32-7,45 (10H, m), 4,67 (1H, d, 7,3 Hz), 4,03 (1H, dt, 11,4 Hz, 2,7 Hz), 3,86-3,73 (2H, m), 3,64 (1H, d, 13,2 Hz), 3,39 (1H, d, 13,2 Hz), 3,30 (1H, br.s), 2,68 (1H, d, 12,7 Hz), 2,56 (1H, d, 10,9 Hz), 2,28-2,15 (2H, m). LCMS: m/z 284 [M+H]+ bei Rt 0,95 min.
  • (v) (2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
    Figure 00290002
  • Zu einer Lösung aus (R)-Phenyl-[(2R)-4-(phenylmethyl)morpholin-2-yl]methanol (11,2 g, 39,58 mmol) in wasserfreiem Chloroform (400ml) unter Stickstoff wird PPh3Br2 (33,41 g, 79,15 mmol) gegeben. Das Reaktionsgemisch wird bei 60°C über Nacht erhitzt. Das Gemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt und dann mit gesättigter wässriger Natriumcarbonatlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum konzentriert. Der entstehende Rückstand wird durch Blitzchromatographie auf Silica (Eluent: Ethylacetat : Isohexan 1:4) unter Bildung eines blassgelben Öls gereinigt. Eine Behandlung mit Isohexan ergibt (2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin als farblosen Feststoff (8,54 g, 62 %) MG 346,27.
    C18H20BrNO
    1H NMR (CDCl3): 7,14-7,39 (10H, m), 4,83 (1H, d, 7,4 Hz), 4,01 (1H, br.t, 8,3 Hz), 3,73 (1H, br.d, 11,1 Hz), 3,60-3,48 (2H, m), 3,39 (1H, d, 12 Hz), 3,20 (1H, d, 11,4 Hz), 2,50 (1H, d, 10,4 Hz), 2,07 (2H, t, 10,9 Hz). LCMS: (6 min Verfahren) m/z 346 [M]+ bei 2,51 min.
  • (vi) (2R)-2-[(S)-Brom(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin kann dann in das Titelprodukt (2R)-2-((R)-[Phenyl][2-trifluormethylphenylthio]methyl)morpholinhydrochlorid mittels des obigen Verfahrens in Beispiel 8 Verfahren 1(v) und (vi) umgewandelt werden.
  • Beispiel 9 (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholin i) (2S)-2-[(S)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin und (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
    Figure 00300001
  • Die Verbindung (2S)-2-[(S)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin und (2R)-2-[(R)-[(2)-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin wird aus 2-Ethylthiophenol (160 mg, 1,16 mmol) und (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholin (200 mg, 0,58 mmol) gemäß einer Modifikation des in Beispiel 8 (vi) beschriebenen Verfahrens erhalten, worin das Reaktionsgemisch für 2 Stunden auf 95°C erhitzt wird. Nach der Reinigung durch Blitzsäulenchromatographie (Eluent: Ethylacetat/Hexan 9/1 [V/V] wird das Produkt als weisser Feststoff (152 mg, 65 % Ausbeute) erhalten. MG 403,59.
    C26H29NOS
    1H NMR (CDCl3): 6,96-7,40 (14H, m), 4,22 (1H, d, 7,2 Hz), 3,96-4,01 (2H, m), 3,72 (1H, td, 11,1 Hz, 2,2 Hz), 3,52 (1H, d, 13,1 Hz), 3,32 (1H, d, 13,1 Hz), 2,68 (2H, q, 7,7 Hz), 2,59 (2H, br.d, 11,7 Hz), 2,06-2,21 (2H, m), 1,12 (3H, t, 7,2 Hz). LCMS (2,5 Minutenverfahren) m/z 404 ([M+H]+ bei Rt 1,49 min.
  • ii) (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
    Figure 00310001
  • Die Umsetzung von (2S)-2-[(S)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin und (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin gemäß dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren ergibt ein viskoses gelbes Öl (213,3 mg, 86 % Ausbeute) aus dem das Titelprodukt nach einer Chiraltrennung auf einer Chiral OD semipräparativen Säule erhalten wird. LC Reinheit = 100 % (UV 254 nm)/100 % (ELS) MG 313,47.
    C19H23NOS
    1H NMR (CDCl3) 7,17 (1H, d, 7,6 Hz), 7,12-7,05 (5H, m), 7,01 (2H, d, 3,8 Hz), 6,87-6,93 (1H, m), 4,07 (1H, d, 8,1 Hz), 3,92-3,97 (1H, m), 3,74-3,80 (1H, m), 3,59 (1H, td, 11,4 Hz, 3,0 Hz), 2,80 (1H, td, 12,4 Hz, 3,3 Hz), 2,71 (1H, br.d, 12,1 Hz), 2,63-2,54 (4H, m), 1,64 (1H, br.s), 1,04 (3H, t, 7,6 Hz). LCMS (10 Minutenverfahren): m/z 314 [M+H]+ bei Rt 5,92 min. (2R)-2-[(R)-[(2-Ethylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholin wird in das Hydrochloridsalz umgewandelt. MG 349,93.
    C19H23NOS × HCl
    1H NMR (CDCl3): 10,10 (2H, br.s), 7,13-7,28 (8H, m), 7,02-7,08 (1H, m), 4,36 (1H, br.s), 4,01-4,17 (3H, br.m), 3,16-3,31 (2H, br.m), 2,92-3,09 (2H, br.m), 2,71 (2H, q, 7,7 Hz), 1,15 (3H, t, 7,2 Hz).
  • Beispiel 10 (2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid i) (2S)-2-[(S)-{[(2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin und (2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin
    Figure 00310002
  • Die Verbindungen (2S)-2-[(S)-{[2-Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin und (2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio](phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin werden aus 2-Methoxythiophenol (74 μl, 0,574 mmol) und (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholin (181 mg, 0,522 mmol) gemäß dem in Beispiel 8 (vi) beschriebenen Verfahren erhalten, wobei die Reaktion für 2,5 h auf 95°C erhitzt wird. Nach der Reinigung durch Blitzsäulenchromatographie (Eluent: Ethylacetat/Hexan Gradient 15/85 bis 25/75 [V/V]) wird das Produkt als viskoses Öl (175 mg, 83 % Ausbeute) erhalten. MG 405,56.
    C25H27NO2S
    1H NMR (CDCl3) 7,01-7,26 (12H, m), 6,58-6,63 (2H, m), 4,39 (1H, d, 7,2 Hz), 3,86-3,91 (2H, m), 3,71 (3H, s), 3,56-3,62 (1H, m), 3,42 (1H, d, 10,8 Hz), 3,21 (1H, d, 10,8 Hz), 2,46-2,52 (2H, m), 2,01-2,11 (2H, m). LCMS (10 Minutenverfahren): m/z 406 [M+H]+ bei Rt 6,09 min.
  • ii) (2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
    Figure 00320001
  • Die Umsetzung von (2S)-2-[(S)-{[2-Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin und (2R)-2-[(R)-{[2-(Methyloxy)phenyl]thio}(phenyl)methyl]-4-(phenylmethyl)morpholin (100 mg, 0,25 mmol) gemäß dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren, ergibt ein viskoses gelbes Öl (60 mg, 77 %), woraus das Produkt nach einer Chiraltrennung auf einer Chiralcel OJ semipräparativen Säule erhalten wird. LC Reinheit = 100 %. MG 315,44.
    C18H21NO2S
    1H NMR (CDCl3) 7,14-7,34 (7H, m), 6,74-6,84 (2H, m), 4,50 (1H, d, 8,2 Hz), 4,10 (1H, d, 10,9 Hz), 3,85-4,00 (4H, m), 3,74 (1H, dt, 1,4 Hz, 11,3 Hz), 2,82-3,02 (2H, m), 2,66-3,02 (3H, m). LCMS (10 Minutenverfahren) m/z 316 [M+H]+ bei Rt 4,87 min.
  • Dies wird in das Hydrochloridsalz umgewandelt.
  • Beispiel 11 (2R)-2-[(R)-{[2-(Methylthio)phenyl]thio}(phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid i) (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-methylthiophenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-methylthiophenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin
    Figure 00320002
  • Zu einer Lösung aus (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin und (2S)-4-Benzyl-2-[(R)-brom(phenyl)methyl]morpholin (4,0 g, 11,55 mmol) und 2-Methylsulfenylthiophenol (1,2 Äquivalente, 2,17 g, 13,86 mmol) in wasserfreiem DMF (35 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff wird Cäsiumcar bonat (1,18 Äquivalente, 14,04 g, 13,63 mmol) gegeben. Das Gemisch wird bei 50°C für 1,5 Stunden erhitzt, kann auf Raumtemperatur abkühlen, wird in Methanol aufgenommen und mit SCX-2 (100 g) behandelt. Das SCX-2 wird mit Methanol gewaschen. Das Produkt wird als weisser Feststoff (4,92 g) nach einer SCX Chromatographie (Eluent: Ammoniak/Methanol 1/1 [V/V]) erhalten und die Lösemittel werden im Vakuum entfernt. Eine Reinigung durch Blitzsäulenchromatographie (Eluent: Ethylacetat/Isohexan Gradient 10/90 bis 30/70 [V/V] ergibt einen weissen Feststoff (4,04 g, 86 %). MG 421,63.
    C27H25NOS2
    1H NMR (CDCl3) 7,03-7,15 (6H, m), 6,93-6,99 (2H, m), 6,74 (1H, td, 7,3 Hz, 1,5 Hz), 4,31 (1H, d, 7,8 Hz), 3,95 (1H, br.s, 12,1 Hz), 3,83 (1H, td, 8,1 Hz, 3,8 Hz), 3,59 (1H, td, 11,1 Hz, 2,8 Hz), 2,82 (1H, td, 12,1 Hz, 3,3 Hz), 2,61-2,75 (3H, m), 2,35 (3H, s), 1,73 (1H, br.s). LCMS (6 Minutenverfahren): m/z 422 [M+H]+ bei Rt 3,36 min.
  • ii) (2R)-2-[(R)-{[2-(Methylthio)phenyl]thio}(phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
    Figure 00330001
  • Zu einer Suspension aus Polymer geträgerter Hunigs Base (5,02 g) und (2R)-2-((R)-[Phenyl]{[2-methylthiophenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[Phenyl]{[2-methylthiophenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (4,02 g, 9,49 mmol) in trockenem Dichlormethan (70 ml) wird α-Chlorethylchlorformiat (2,93 ml, 28,6 mmol, 3 Äquivalente) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben. Das Gemisch wird bei 40°C für 1,5 Stunden erhitzt und kann dann bei Raumtemperatur über Nacht rühren. Das Reaktionsgemisch wird filtriert und im Vakuum unter Bildung einer blaßorangen Flüssigkeit konzentriert. Diese wird in Methanol (70 ml) aufgenommen und bei 40°C für 2 Stunden erhitzt. Ein weisser Feststoff fällt aus der Lösung aus, die durch SCX Chromatographie (Eluent; Ammoniak/Methanol 1/1 [V/V]) gereinigt wird. Nach dem Eindampfen im Vakuum wird das Produkt als blassgelbes Öl (3,13 g, 99 %) erhalten. MG 331,50.
    C18H21NOS2.
    1H NMR (CDCl3) 7,03-7,15 (6H, m), 6,93-6,99 (2H, m), 6,74 (1H, td, 7,3 Hz, 1,5 Hz), 4,31 (1H, d, 7,8 Hz), 3,95 (1H, br.d, 12,1 Hz), 3,83 (1H, td, 8,1 Hz, 3,8 Hz), 3,59 (1H, td, 11,1 Hz, 2,8 Hz), 2,82 (1H, td, 12,1 Hz, 3,3 Hz), 2,61-2,75 (3H, m), 2,35 (3H, s), 1,73 (1H, br.s). Nach der Abtrennung durch Chrialchromatographie wird das Öl in das Hydrochloridsalz umgewandelt, worin das blassgelbe Öl in Isopropanol (~200 ml) aufgenommen und filtriert wird. Die Zugabe von Chlorwasserstoff (19 ml einer 1 M Lösung in Diethylether, 19 mmol) ergibt einen weissen Niederschlag, wozu weiterer Diethylether (~50 ml) gegeben wird. Der Feststoff wird durch Filtration isoliert und mit Diethylether unter Bildung des Hydrochloridsalzes des Titelprodukts als weisser Feststoff (3,03 g) gewaschen. MG 367,96.
    C18H22ClNOS2
    1H NMR (CDCl3): 9,94 (2H, br.s), 7,06-7,18 (6H, m), 6,94-7,03 (2H, m), 6,78 (1H, t, 6,8 Hz), 4,24-4,32 (1H, m), 4,20 (1H, d, 5,8 Hz), 3,89-4,06 (2H, m), 3,18 (2H, br.t, 11,9 Hz), 2,99 (2H, br.s), 2,37 (3H, s). LCMS (10 Minutenverfahren) m/z 332 [M-Cl]+ bei Rt 5,07 min.
  • Beispiel 12 (2R)-2-((R)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00340001
  • Eine Lösung aus Lithiumdiisopropylamid (2 M in Heptan, 18,2 ml) wird tropfenweise über 20 min zu einer gerührten Lösung aus 4-Benzylmorpholin-3-on (5,0 g, 26 mmol) und 4-Chlorbenzaldehyd (4,41 g, 31,4 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (60 ml), die auf –70°C unter einer Stickstoffatmosphäre gekühlt ist, gegeben. Nach 1 h bei –70°C wird das Reaktionsgemisch mit wässrigem Ammoniumchlorid (100 ml) gestoppt und mit Ethylacetat (100 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit 2 M wässriger Chlorwasserstoffsäure (100 ml) und Kochsalzlösung (100 ml) gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach der Filtration wird die Lösung eingedampft und das zurückbleibende Öl wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat. Hexan 70:30 dann Ethylacetat unter Bildung des Diastereomers 1 (2R)-2-[(S)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(R)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on als Feststoff (2,64 g) gefolgt von dem Diastereomer 2 (2R)-2-[(R)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(S)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on als Öl (1,46 g) gereinigt. Das Diastereoisomer 1 wird aus Ethylacetat (25 ml) n-Hexan (100 ml) unter Bildung von weissen Nadeln (2,47 g, 29 %) umkristallisiert.
  • Figure 00350001
  • Eine Lösung aus Boran in Tetrahydrofuran (1 M, 29 ml) wird tropfenweise zu einer gerührten Lösung des Diastereomers 1 (2R)-2-[(S)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-((R)-(4-Chlorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on (2,40 g, 7,24 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (30 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben und verursacht ein Aufbrausen. Die Lösung wird für 2 h auf 60°C erhitzt, kann auf Raumtemperatur abkühlen und das überschüssige Boran wird durch zusätzliches Methanol (14 ml) langsam gestoppt. Wässrige Chlorwasserstoffsäure (1 M, 14 ml) wird zugegeben, für 1 h auf 60°C erhitzt und dann zu einem weissen Feststoff eingedampft. Es werden gesättigtes wässriges Natriumcarbonat (590 ml) und Diethylether (50 ml) zum Lösen des Feststoffs zugegeben und es wird mit Diethylether (2 × 50 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (2,38 g) eingedampft. Das Öl wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Diethylether : Hexan 75:25 unter Bildung von (R)-[4-Chlorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)[4-Chlorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol als farbloses Öl (2,08 g) gereinigt.
  • Figure 00350002
  • Eine Lösung aus Tetrabromkohlenstoff (2,82 g, 8,5 mmol) in Dichlormethan (3 ml) wird tropfenweise über 10 min zu einer gerührten Lösung aus (R)-[4-Chlorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[4-Chlorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol (1,80 g, 5,67 mmol) und Triphenylphosphin (2,23 g, 8,5 mmol) in Dichlormethan (40 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben. Nach 30 min wird die Reaktionslösung mit gesättigtem wässrigem Natriumbicarbonat (50 ml) gewaschen. Die Dichlormethanphase wird getrocknet, filtriert und zu einer roten Flüssigkeit (8,5 g) eingedampft. Bei der Behandlung mit Diethylether (20 ml) kristallisiert Triphenylphosphinoxid, das dann durch Filtration entfernt wird. Das Filtrat wird zu einem gelben Öl eingedampft und durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat : Hexan 20:80 unter Bildung eines farblosen Öls an (2R)-2-[(S)-Brom(4-chlorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-[(R)-Brom-(4-chlorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (1,17 g) gereinigt, das zu einem pinkfarbenen Feststoff während dem Stehen kristallisiert.
  • Figure 00360001
  • Cäsiumcarbonat (667 mg, 2,05 mmol) wird zu einer gerührten Lösung aus (2R)-2-[(S)-Brom(4-chlorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-[(R)-Brom(4-chlorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (651 mg, 1,71 mmol) und 2-Methoxybenzolthiol (287 mg, 2,05 mmol) in trockenem Dimethylformamid (3 ml) gegeben. Die Suspension wird für 1 h auf 90°C erhitzt. Das gekühlte Reaktionsgemisch wird mit Eiswasser und 2 M wässrigem Natriumhydroxid (1 ml) verdünnt und mit Diethylether (15 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem gelben Öl (0,89 g) eingedampft. Das rohe Produkt wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat Heptan 1:4 unter Bildung von (2R)-2-[(R)-(4-Chlorphenyl)]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-((S)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl]-4-benzylmorpholin als blassgelbes Öl (619 mg, 82 %) gereinigt.
  • Figure 00360002
  • α-Chlorethylchlorformiat (0,3 ml 2,78 mmol) wird zu der leicht gerührten Suspension aus Polystyrol geträgertem Diisopropylethylamin (Argonaut, 390 mg, 1,39 mmol) und 2-(R)-2-((R)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-((S)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (610 mg, 1,39 mmol) in Dichlormethan (8 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben. Nach 3 h wird die Suspension filtriert und das Filtrat wird eingedampft. Der Rückstand wird in Methanol (10 ml) gelöst und für 1 h auf 60°C erhitzt. Die Lösung wird eingedampft und der feste Rückstand wird aus Isopropanol (5 ml), Diethylether (10 ml) unter Bildung eines weissen Feststoffs (441 mg, 82 %) kristallisiert. Das razemische Hydrochloridsalz wird in die freie Base durch Rühren in Dichlormethan (20 ml) und wässrigem Natriumhydroxid (1 M, 20 ml) umgewandelt. Die Dichlormethanphase wird abgetrennt, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (403 mg) eingedampft. Ein präparative Chiralchromatographie (Chiralcel-OD, Heptan : Ethanol : Dimethylethylamin 50:50:0,2) wird zur Isolierung des zuerst eluierenden Enantiomers Rt 9,3 min als Öl verwendet. Dieses wird in Diethylether rückgelöst und mit Chlorwasserstoff in Ether unter Bildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[4-Chlorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid als Feststoff (159 mg, 36 %, Smp. 238–241°C) behandelt.
    NMR (DMSO) 9,31 (2H, br.s), 7,32 (4H, dd), 7,07-7,20 (2H, m), 6,91 (1H, d), 6,76 (1H, t), 4,67 (1H, d), 4,0-4,1 (2H, br.d), 3,78 (3H, s), 3,72 (1H, t), 3,15 (1H, d), 2,95-3,1 (3H, m). LCMS: m/z 350 [M+H]+ bei Rt 3,8 min.
  • Beispiel 13 (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00370001
  • Eine Lösung aus Lithiumdiisopropylamid (2 M in Heptan, 16,9 ml) wird tropfenweise über 15 min zu einer gerührten Lösung aus 4-Benzylmorpholin-3-on (5,0 g, 26 mmol) und 3-Fluorbenzaldehyd (3,55 g, 28,6 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (60 ml), das auf –70°C unter Stickstoffatmosphäre gekühlt ist, gegeben. Nach 1 h bei –70°C wird das Reaktionsgemisch mit wässrigem Ammoniumchlorid (100 ml) gestoppt und mit Ethylacetat (100 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit 2 M wässriger Chlorwasserstoffsäure (2 × 50 ml) und Kochsalzlösung (100 ml) gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach der Filtration wird die Lösung eingedampft und das restliche Öl wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat : Hexan 70:30 dann Ethylacetat unter Bildung des Diasteromers 1 (2R)-2-[(S)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(R)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on als Feststoff (3,8 g) gefolgt von dem Diasteromer 2 (2R)-2-[(R)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(S)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on als Öl (2,13 g) gereinigt. Das Diastereomer 1 wird aus Ethylacetat (25 ml) und n-Hexan (100 ml) unter Bildung von weissen Nadeln (2,62 g, 32 %) umkristallisiert.
  • Figure 00370002
  • Eine Lösung aus Boran in Tetrahydrofuran (1 M, 30,7 ml) wird tropfenweise zu einer gerührten Lösung aus dem Diastereomer 1 (2R)-2-[(S)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(R)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on (2,42 g, 7,68 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (30 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff unter Aufbrausen gegeben. Die Lösung wird für 2 h auf 60°C erhitzt, kann dann auf Raumtemperatur abkühlen und überschüssiges Boran wird durch die langsame Zugabe von Methanol (15 ml) gestoppt. Wässrige Chlorwasserstoffsäure (1 M, 15 ml) wird zugegeben, für 1 h auf 60°C erhitzt und dann zu einem weissen Feststoff eingedampft. Es werden gesättigtes wässriges Natriumcarbonat (50 ml) und Diethylether (50 ml) zum Lösen des Feststoffs zugegeben und es wird mit Diethylether (2 × 50 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (2,38 g) eingedampft. Das Öl wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Diethylether : Hexan 75:25 unter Bildung von (R)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol als farbloses Öl (2,23 g) gereinigt.
  • Figure 00380001
  • Eine Lösung aus Tetrabromkohlenstoff (3,3 g, 9,96 mmol) in Dichlormethan (4 ml) wird tropfenweise über 5 min zu einer gerührten Lösung aus (R)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol (2,0 g, 6,64 mmol) und Triphenylphosphin (2,61 g, 9,96 mmol) in Dichlormethan (40 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben. Nach 30 min wird die Reaktionslösung mit gesättigtem wässrigem Natriumbicarbonat (50 ml) gewaschen. Die Dichlormethanphase wird getrocknet, filtriert und zu einer roten Flüssigkeit (8,5 g) eingedampft. Eine Behandlung mit Diethylether (40 ml) kristallisiert das Triphenylphosphinoxid, das dann durch Filtration entfernt wird. Das Filtrat wird zu einem gelben Öl eingedampft und durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat : Hexan 20:80 unter Bildung eines farblosen Öls an (2R)-2-[(S)-Brom(3-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-[(R)-Brom(3-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (0,811 g, 34 %) gereinigt.
  • Figure 00380002
  • Cäsiumcarbonat (546 g, 1,68 mmol) wird zu einer gerührten Lösung aus (2R)-2-[(S)-Brom(3-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und (2S)-2-[(R)-Brom(3-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (510 mg, 1,4 mmol) und 2-Methoxybenzolthiol (235 mg, 1,68 mmol) in trockenem Dimethylformamid (3 ml) gegeben. Die Suspension wird bei Raumtemperatur für 4 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit Eiswasser und 2 M wässrigem Natriumhydroxid (1 ml) verdünnt und mit Diethylether (15 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem gelben Öl (627 mg) eingedampft. Das rohe Produkt wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat Heptan 20:80 unter Bildung von 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin als blassgelbes Öl (466 mg, 79 %) gereinigt.
  • Figure 00390001
  • α-Chlorethylchlorformiat (0,235 ml, 2,17 mmol) wird zu einer leicht gerührten Suspension aus Polystyrol geträgertem Diisopropylethylamin (Argonaut, 306 mg, 1,09 mmol) und 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (460 mg, 1,09 mmol) in Dichlormethan (6 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben. Nach 16 h wird die Suspension filtriert und das Filtrat wird eingedampft. Der Rückstand wird in Methanol (6 ml) gelöst und für 1 h auf 60°C erhitzt. Die Lösung wird verdampft und der feste Rückstand wird auf Isopropanol (15 ml) und n-Hexan unter Bildung eines weissen Feststoffs (371 mg, 92 %) kristallisiert. Das razemische Hydrochloridsalz wird in die freie Base durch Rühren in Dichlormethan (20 ml) und wässrigem Natriumhydroxid (0,5 M, 20 ml) umgewandelt. Die Dichlomethanphase wird abgetrennt, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (341 mg) eingedampft. Eine präparative Chiralchromatographie (Chiralcel-OD, Heptan : Ethanol : Dimethylethylamin 50:50:0,2) wird zur Isolierung des zuerst eluierenden Enantiomers Rt 9,2 min als Öl verwendet. Dieses wird in Diethylether rückgelöst und mit Chlorwasserstoff in Ether unter Bildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid als Feststoff 8138 mg, 34 %, Smp. 233–234°C) behandelt.
    NMR (DMSO) 9,26 (2H, br.s), 7,31 (1H, q) 7,10-7,20 (4H, m), 7,05 (1H, t), 6,92 (1H, d), 6,78 (1H, t), 4,66 (1H, d), 4,0-4,15 (2H, m) 3,77 (3H, s), 3,72 (1H, t), 3,19 (1H, d), 2,92-3,1 (3H, m). LCMS: m/z 334 [M+H]+ bei Rt 3,5 min.
  • Beispiel 14 (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00400001
  • Verfahren 1
    Figure 00400002
  • Eine Lösung aus Boran in Tetrahydrofuran (1 M, 25,2 ml) wird tropfenweise zu einer gerührten Lösung des Diastereomers 2 von Beispiel 13(i) (2R)-2-[(R)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und (2S)-2-[(S)-(3-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on (2,0 g, 6,3 mmol) in getrocknetem Tetrahydrofuran (25 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben, wobei sich ein Aufbrausen entwickelt. Die Lösung wird für 1,5 h auf 60°C erhitzt, kann auf Raumtemperatur abkühlen und überschüssiges Boran wird durch die Zugabe von Methanol (10 ml) langsam gestoppt. Wässrige Chlorwasserstoffsäure (1 M, 13 ml) wird zugegeben, für 1 h auf 60°C erhitzt und dann zu einem weissen Feststoff eingedampft. Gesättigtes wässriges Natriumcarbonat (50 ml) und Diethylether (50 ml) werden zugegeben, um den Feststoff zu lösen und es wird mit Diethylether (2 × 50 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl (2,01 g) eingedampft. Das Öl wird in Isopropanol (20 ml) gelöst und Chlorwasserstoff in Ether (2M, 3 ml) wird zugegeben, um das Salz (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanolhydrochlorid und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanolhydrochlorid als weissen Feststoff (1,66 g, 78 %) zu kristallisieren.
  • Figure 00400003
  • Methansulfonylchlorid (1,01 g, 8,9 mmol) wird tropfenweise über 5 min zu einer gerührten Lösung aus (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanolhydrochlorid und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanolhydrochlorid (1,50 g, 4,44 mmol) und Triethylamin (1,79 g, 17,8 mmol) in trockenem Dichlormethan (30 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoffatmosphäre gegeben. Nach 1 h wird Wasser (30 ml) zugegeben, kräftig gerührt und dann wird die Dichlormethanphase abgetrennt. Die Lösung wird über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem farblosen Öl eingedampft. Das Öl wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Diethylether : Hexan 3:1 unter Bildung von (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat als farbloses Öl (1,51 g, 90 %) gereinigt.
  • Figure 00410001
  • Wasserfreies Kaliumcarbonat (276 mg, 2 mmol) wird zu einer gerührten Lösung aus (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat (682 mg, 1,8 mmol) und 2-Ethoxybenzolthiol (308 mg, 2 mmol) in trockenem Dimethylformamid (13 ml) bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre gegeben. Nach 3 Tagen wird Wasser (25 ml) zugegeben und das Gemisch wird mit Diethylether (25 ml) extrahiert. Die Extrakte werden mit Kochsalzlösung (20 ml) gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem gelben Öl (0,89 g) eingedampft. Das Produkt wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Acetat : Heptan 20:80 unter Bildung von 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl)thio}methyl)-4-benzylmorpholin als farbloses Öl (493 mg, 63 %) gereinigt.
  • Figure 00410002
  • Die Debenzylierung von 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (480 mg, 1,1 mmol) mittels des in Beispiel 13(v) beschriebenen Verfahrens ergibt das razemische Hydrochlorid (360 mg, 85 %). Nach der Umwandlung in die freie Base wird eine präparative Chiralchromatographie (Chiralcel-OD, Heptan : Ethanol : Dimethylethylamin 80:20:0,2) zur Isolierung des zuerst eluierenden Enantio mers Rt 14,9 min als Öl verwendet. Dieses wird in Diethylether rückgelöst und mit Chlorwasserstoff in Ether unter Bildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid als Feststoff (144 mg, 34 %, Smp. 211–215°C) behandelt.
    NMR (DMSO) 9,30 (2H, br.s), 7,31 (1H, q), 7,11-7,20 (4H, m), 7,05 (1H, t), 6,91 (1H, d), 6,79 (1H, t), 4,64 (1H, d), 3,97-4,15 (4H, m), 3,72 (1H, t), 3,19 (1H, d), 2,92-3,1 (3H, m), 1,37 (3H, t). LCMS: m/z 348 [M+H]+ bei Rt 4,1 min.
  • Verfahren 2
    Figure 00420001
  • Eine Lösung aus 3-Fluorphenylmagnesiumbromid (0,5 M, 50 ml, 25 mmol) wird tropfenweise zu einer gerührten Lösung aus 4-Benzylmorpholin-2-carbonitril (4,59 g, 22,7 mmol) in Diethylether (50 ml) bei 0°C unter Stickstoff gegeben. Nach 45 min bei 0°C kann sich das Gemisch für 30 min auf Raumtemperatur erwärmen und wird dann wieder abgekühlt und durch die Zugabe von wässriger Chlorwasserstoffsäure (5 M, 40 ml) gestoppt – Vorsicht exotherm. Nach 30 min bei Raumtemperatur wird das saure Gemisch mit Natriumhydroxid (5 M, 60 ml) basisch gemacht und mit Ethylacetat (3 × 150 ml) extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, filtriert und im Vakuum unter Bildung von (+/–)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)-(3-fluorphenyl)methanon (6,9 g) als gelbes Öl konzentriert.
  • Figure 00420002
  • Bortrifluoridetherat (27,6 g, 194 mmol) gefolgt von Trifluoressigsäure (40 ml) wird zu einer gerührten Lösung aus (+/–)-(4-Benzylmorpholin-2-yl)-(3-fluorphenyl)methanon (23,28 g, 77 mmol) und Triphenylsilan (81,1 g, 311 mmol) in Dichlormethan (1000 ml) bei 0°C unter Stickstoff gegeben. Nach 16 h bei Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und durch die Zugabe von wässrigem Natriumbicarbonat basisch gemacht. Die organische Phase wird abgetrennt, getrocknet und im Vakuum konzentriert. Das übrige orange Öl wird mittels SCX-2 Harz zur Absorbtion des Aminprodukts gereinigt. Eine Elution mit methanolischem Ammoniak (2 M) und Konzentration im Vakuum ergibt ein Öl (30 g) das durch Chromatographie auf Silica (Toluol : Diethylether 60:40) unter Bildung von (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol als Öl (19,7 g, 84 %) gereinigt wird.
  • Figure 00430001
  • Eine Umwandlung von (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol (19,7 g) mittels des in Beispiel 14(ii) beschriebenen Verfahrens 1 ergibt (R)-(3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-[3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat (24,7 g) gefolgt von Verfahren 1 in Beispiel 14(iii) unter Bildung von 2(R)-2-((R-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (22,5 g). Dieses wird durch Verfahren 1 in Beispiel 14(iv) unter Bildung von (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)morpholin und (2S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methylmorpholin (15,2 g) gefolgt von einer präparativen Chiralchromatographie zur Abtrennung des zuerst eluierenden Enantiomers (7,7 g) und dann zur Salzbildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-ethoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid (4,38 g) als weisser kristalliner Feststoff debenzyliert.
  • Beispiel 15 (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00430002
  • Wasserfreies Kaliumcarbonat (377 mg, 2,73 mmol) wird zu einer gerührten Lösung aus (R)-[3-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat und (S)-(3-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methylmethansulfonat (740 mg, 1,8 mmol) und 2-Chlorbenzolthiol (393 mg, 2,73 mmol) in trockenem Dimethylformamid (10 ml) bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre gegeben. Nach 44 h wird mit Methanol (15 ml) verdünnt und der anorganische Feststoff wird filtriert. Das Filtrat wird direkt auf SCX-2 Säulen (3 × 10 g) gegeben, mit Methanol gewaschen und das basische Produkt wird mit methanolischem Ammoniak (2 M) unter Bildung eines gelben Öls (707 mg) nach dem Eindampfen eluiert. Das Produkt wird weiter durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Ethylacetat : Heptan 20:80 unter Bildung von 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin als farbloses Öl (653 mg, 78 %) gereinigt.
  • Figure 00440001
  • α-Chlorethylchlorformiat (0,33 ml, 3,06 mmol) wird zu einer leicht gerührten Suspension aus Polystyrol geträgertem Diisopropylethylamin (Argonaut, 429 mg, 1,53 mmol) und 2(R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-((S)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)-4-benzylmorpholin (429 mg, 1,53 mmol) in Dichlormethan (10 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff gegeben. Nach 2 h wird die Suspension filtriert und das Filtrat wird eingedampft. Der Rückstand wird in Methanol (10 ml) gelöst und für 1 h auf 60°C erhitzt. Die Lösung wird zu dem Hydrochloridsalz eingedampft, in Methanol rückgelöst und zu der freien Base mittels SCX-2 Säule (10 g) unter Elution mit Methanol und dann methanolischem Ammoniak (2 M) unter Bildung eines farblosen Öls (501 mg, 97 %) umgewandelt. Eine präparative Chiralchromatographie (Chiralcel-OJ, Heptan : Isopropanol Dimethylethylamin 90:10:0,2) wird zur Isolierung des zuerst eluierenden Enantiomers Rt 19,2 min als Öl verwendet. Dieses wird in Diethylether rückgelöst und mit Chlorwasserstoff in Ether unter Bildung des Titelprodukts (2R)-2-((R)-[3-Fluorphenyl]{[2-chlorphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid als Feststoff (231 mg, 40 %, Smp. 183–187°C) behandelt.
    NMR (DMSO) 9,38 (2H, br.s), 7,15-7,47 (7H, m), 7,09 (1H, t), 4,85 (1H, d), 4,12-4,20 (1H, m), 4,08 (1H, d), 3,77 (1H, t), 3,20 (1H, d), 2,95-3,10 (3H, m). LCMS: m/z 338/340 [M+H]+ bei Rt 3,9 min.
  • Beispiel 16 (2R)-2-[(R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
    Figure 00450001
  • Zu einer Lösung aus (2R)-4-Benzyl-2-[(S)-brom(phenyl)methyl]morpholin (200 mg, 0,6 mmol) und 2-Chlor-6-methylthiophenol (0,167 ml, 6 Äquivalente) in wasserfreiem DMF (5 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff wird Kaliumcarbonat (100 mg, 0,7 mmol, 1,2 Äquivalente) gegeben. Das Reaktionsgemisch wird bei Raumtemperatur für 5 Stunden gerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit Methanol verdünnt und direkt auf eine SCX-2 Säule zur Reinigung unter Bildung von (2R)-2-[(R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenyl)methyl]morpholin gegossen, ehe es im nächsten Schritt direkt verwendet wird.
  • ii) (2R)-2-((R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholinhydrochlorid
    Figure 00450002
  • Zu einer Suspension aus Polymer geträgerter Hunig's Base (182 mg, 3 Äquivalente) und (2R)-2-[(R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]-4-(phenyl)methyl]morpholin (254 mg, 0,6 mmol) in trockenem DCM (5 ml) wird α-Chlorethylchlorformiat (0,187 ml, 1,7 mmol, 3 Äquivalente) bei Raumtemperatur und unter Stickstoff gegeben. Das Gemisch kann bei Raumtemperatur über Nacht rühren. Das Reaktionsgemisch wird in Methanol (5 ml) aufgenommen und bei Raumtemperatur über Nacht gerührt. Das Reaktionsgemisch wird dann mit SCX-2 (10 g) behandelt. Nach der Elution mit Methanol gefolgt von der Elution mit 7 N NH3/Methanol wird (2R)-2-[(R)-(2-Chlor-6-methylphenyl)thio](phenyl)methyl]morpholin als Öl (163 mg, 82 % Ausbeute) erhalten. MG 333.
    C18H20ClNOS
    1H NMR (DMSO): 8,80 (1H, br s), 7,30 (1H, m), 7,20 (7H, m), 4,40 (1H, d, 8,2 Hz), 4,20 (1H, m), 4,00 (1H, m), 3,80 (1H, m), 3,15 (1H, m), 2,90 (2H, m), 2,20 (3H, s), 1,20 (1H, m). LCMS (10 Minutenverfahren): m/z 334 [M+H]+ bei Rt 5,1 min. HPLC Reinheit = 100 % (UV215nm/100 % (ELS). Die freie Base wird in das Titelprodukt HLC Salz umgewandelt.
  • Beispiel 17 (2R)-2-((R)-[4-Fluorphenyl]{2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholinhydrochlorid
    Figure 00460001
  • Gemäß dem in Beispiel 5(i) beschriebenen Verfahren wird 4-Benzylmorpholin-3-on (4,06 g) zu 2-(R)-2-[(S)-(4-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on und 2-(S)-2-[(R)-(4-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on umgewandelt. Dann wird aus Hexan – Ethylacetat unter Bildung eines farblosen Feststoffs (2,04 g) kristallisiert.
  • Figure 00460002
  • 2-(R)-2-[(S)-(4-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl)-4-benzylmorpholin-3-on und 2-(S)-2-[(R)-(4-Fluorphenyl)(hydroxy)methyl]-4-benzylmorpholin-3-on (2,0 g) werden zu (R)-[4-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[4-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol gefolgt von dem in Beispiel 2(ii) beschriebenen Verfahren unter Bildung eines farblosen Öls (1,88 g) umgewandelt.
  • Figure 00470001
  • Zu einer gerührten Lösung aus (R)-[4-Fluorphenyl][(2R)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol und (S)-[4-Fluorphenyl][(2S)-4-benzylmorpholin-2-yl]methanol (1,64 g, 5,54 mmol) und Triphenylphosphin (2,32 g, 8,86 mmol) in wasserfreiem Chloroform (40 ml) wird fester Tetrabromkohlenstoff (2,76 g, 8,31 mmol) in einem Ansatz gegeben. Die Lösung wird am Rückfluss unter Stickstoff für 3 h erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem roten Öl eingedampft. Das Öl wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Hexan : Ethylacetat 41:9 unter Bildung von 2(R)-2-[(S)-Brom(4-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-[(R)-Brom(4-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin als farbloses Öl (0,49 g) gereinigt.
  • Figure 00470002
  • Zu einer gerührten Suspension aus 2(R)-2-[(S)-Brom(4-fluorphenyl)methyol]-4-benzylmorpholin und 2(S)-2-[(R)-Brom(4-fluorphenyl)methyl]-4-benzylmorpholin (0,6 g, 1,65 mmol) und Cäsiumcarbonat (0,59 g, 1,81 mmol) in trockenem DMF (5 ml) wird 2-Methoxybenzolthiol (0,25 g, 1,81 mmol) gegeben. Die Suspension wird bei 90°C unter Stickstoff für 3 h erhitzt. Das gekühlte Reaktionsgemisch wird mit Wasser verdünnt und mit Diethylether extrahiert. Die Extrakte werden mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, filtriert und zu einem Öl eingedampft. Das rohe Öl wird durch Chromatographie auf Silica unter Elution mit Hexan : Ethylacetat 4:1 dann 3:2 unter Bildung von (2R)-2-((R))-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin und (2S)-2-((S)-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin als farbloses Öl (0,22 g) gereinigt.
  • Figure 00480001
  • Die Umsetzung des Gemisches von (2R)-2-((R)-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin und (2S)-2-((S)-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin (430 mg, 1,02 mmol) gefolgt von dem in Beispiel 1 (iv) beschriebenen Verfahren, ergibt ein farbloses Öl (340 mg, 90 Ausbeute) aus dem zuerst eluierenden Enantiomer (2R)-2-((R)-(4-Fluorphenyl){[2-methoxyphenyl]thio}methyl)morpholin nach einer Chiralchromatographie auf einer Chiralcel-OD Säule unter Elution mit Heptan/Isopropanol/Dimethylethylamin (50/50/0,2). Rt 10,58 min. Dieses wird in das Hydrochloridsalz umgewandelt.
    1H NMR (CD3OD): 7,01-7,20 (4H, m), 6,70-6,80 (3H, m), 6,60 (1H, t), 4,37 (1H, d), 3,82-3,90 (1H, m), 3,70-3,79 (4H, m), 3,49-3,60 (1H, m), 2,70-2,78 (2H, m), 2,60-2,70 (2H, m).
  • Das pharmakologische Profil der vorliegenden Verbindungen kann wie folgt gezeigt werden. Bei allen beispielhaft dargestellten Verbindungen wurde festgestellt, dass sie einen Ki Wert von weniger als 100 nM am Serotonintransporter und einen Ki Wert von weniger als 100 nM am Norepinephrintransporter zeigen, wie dies durch die später beschriebenen Scintillationsproximitätstests bestimmt wird. Ferner wurde mittels der im folgenden beschriebenen Scintillationsproximitätstests festgestellt, dass alle beispielhaft dargestellten Verbindungen selektiv die Serotonin- und Norepinephrintransporter relativ zum Dopamintransporter um einen Faktor von mindestens 5 hemmen.
  • Herstellung von stabilen Zelllinien, die die humanen Dopamin-, Norepinephrin- und Serotonintransporter exprimieren
  • Es werden molekulare Standardklonierungstechniken verwendet, um stabile Zelllinien zu erzeugen, die die humanen Dopamin-, Norepinephrin- und Serotonintansporter exprimieren. Es wird die Polymerasekettenreaktion (PCR) verwendet, um jede der drei Vollängen cDNAs aus einer geeigneten cDNA Bank zu isolieren und amplifizieren. Die Primer für die PC R werden mittels der im folgenden veröffentlichten Sequenzdaten entworfen:
    Humaner Dopamintransporter: GenBank M95167. Referenz: D.J. Vandenbergh, A.M. Persico und G.R. Uhl. A human dopamine transporter cDNA predicts reduced glycosylation, displays a novel repetitive element and provides racially-dimorphic Taql RFLPs. Molecular Brain Research (1992), Volume 15, Seiten 161–166.
  • Humaner Norepinephrintransporter: GenBank M65105. Referenz: T. Pacholczyl, R.D. Blackely und S.G. Amara, Expression cloning of a cocaine- and antidepressant-sensitive human noradrenaline transporter. Nature (1991) band 350, Seiten 350–354.
  • Humaner Serotonintransporter: Gen Bank L05568. Referenz: S. Ramamoorthy, A.L. Bauman, K.R. Moore, H. Han, T. Yang-Feng, A.S. Chang, V. Ganapathy und R.D. Blakely. Antidepressant- and cocaine-sensitive humane serotonin transporter: Molecular cloning, expression and chromosomal localization. Proceedings of the National Acadamy of Sciences of the USA (1993), Band 90, Seiten 2542–2546.
  • Die PCR Produkte werden in einen Säugerzellexpressionsvektor (beispielsweise pcDNA3.1 (Invitrogen)) mittels Standardligationstechniken kloniert. Die Konstrukte werden dann verwendet, um HEK293 Zellen mittels eines im Handel erhältliuchen Lipofectionsreagenzes (Lipofectamin® – Invitrogen) gemäß dem Protokoll des Herstellers stabil zu transfizieren.
  • Scintillitionsproximitätstests zur Bestimmung der Affinität von Testliganden an den Norepinephrin- und Serotonintransportern
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Norepinephrin- und Serotoninwiederaufnahmeinhibitoren und besitzen eine ausgezeichnete Aktivität beispielsweise in einem Scintallationsproximitätstest (beispielsweise J. Gobel, D.L. Saussy und A. Goetz, J. Pharmacol. Toxicolo. (1999), 42, 237–244). Daher wird die 3H-Nisoxetinbindung an Norepinephrinwiederaufnahmestellen in einer Zelllinie, die mit einem humanen Norepinephrintransporterbindeprotein transfiziert ist und ähnlich die 3H-Citaloprambindung an die Serotoninwiederaufnahmestellen in einer Zelllinie, die mit einen humanem Serotonintransporterbindeprotein transfiziert ist, zur Bestimmung der Affinität von Liganden jeweils an den Norepinephrin- und Serotonintransportern verwendet.
  • Norepinephrinbindungstest
  • Membranpräparation:
  • Zellpasten aus einem Großansatz an HEK-293 Zellen, die klonierte humane Norepinephrintransporter exprimieren, werden in 4 Volumina an 50 mM Tris-HCl homogenisiert, worin 300 mM NaCl und 5 mM KCl, pH 7,4 enthalten sind. Das Homogenat wird zweimal zentrifugiert (40 000 × g, 10 Minuten, 4°C) mit einer Pelletresuspendierung in 4 Volumina Tris-HCl Puffer, der die obigen Reagenzien enthält, nach der ersten Zentrifugation und 8 Volumina nach der zweiten Zentrifugation. Das suspendierte Homogenat wird zentrifugiert (100 × g, 10 Minuten, 4°C) und der Überstand wird gewonnen und erneut zentrifugiert (40 000 × g, 20 Minuten, 4°C). Das Pellet wird in Tris-HCl Puffer resuspendiert, der die obigen Reagenzien zusammen mit 10 % G/V Saccharose und 0,1 mM Phenylmethylsulfonylfluorid (PMSF) enthält. Die Membranpräparation wird in Aliquots (1 ml) bei –80°C gelagert, bis sie benötigt werden. Die Proteinkonzentration der Membranpräparation wird mittels eines Bicichoninsäureproteintestreagenzkits (BCA) bestimmt (erhältlich von Pierce).
  • [3H]-Nisoxetinbindungstest:
  • Jede Vertiefung einer Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen wird so ausgestattet, dass sie folgendes enthält:
    50 μl 2nM [N-Methyl-3H]-Nisoxetinhydrochlorid (70–87 Ci/mmol von NEN Life Science Products)
    75 μl Testpuffer (50 mM Tris-HCl pH 7,4, der 300 mM NaCl und 5 mM KCl enthält)
    25 μl Testverbindung, Testpuffer (Gesamtbindung) oder 10 μM Desipramin HCl (unspezifische Bindung)
    50 μl Weizenkeimagglutinin-beschichtete Poly (Vinyltoluol) (WGA PVT) SPA Kügelchen (Amersham Biosciences RPNQ0001) (10 mg/ml)
    50 μl Membran (0,2 mg Protein pro ml)
  • Die Mikrotiterplatten werden bei Raumtemperatur für 10 Stunden inkubiert, bevor sie in einem Trilux Scitillationszähler ausgelesen werden. Die Ergebnisse werden mittels eines automatischen Kurvenanpassungsprogramms (Multicalc, Packard, Milton Keynes, UK) unter Bildung der Ki Werte für jede der Testverbindungen analysiert.
  • Serotoninbindungstest
  • Die Fähigkeit einer Testverbindung zur Kompetition mit [3H]-Citalopram um die Bindungsstellen an Membranen, die den klonierten humanen Serotonintransporter enthalten, wurde als Maß der Fähigkeit der Testverbindung zur Blockierung der Serotoninaufnahme über den spezifischen Transporter verwendet (S. Ramamoorthy, E. Giovanetti, Y. Qian, R. Blakely (1998), J. Biol. Chem. 273, 2458).
  • Membranpräparation:
  • Die Membranpräparation ist im wesentlichen zu der ähnlich, die für die Membranen oben beschrieben wurde, die den Norepinephrintransporter enthalten. Die Membranpräparation wird in Aliquots (1 ml) bei –70°C gelagert, bis sie benötigt wird. Die Proteinkonzentration der Membranpräparation wird mittels eines BCA Proteintestreagenzkits bestimmt.
  • [3H]-Citaloprambindungstest
  • Jede Vertiefung einer Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen wird so ausgestattet, dass sie folgendes enthält:
    50 μl 2nM [3H]-Citalopram (60–86 Ci/mmol), Amersham Biosciences)
    75 μl Testpuffer (50 mM Tris-HCl pH 7,4, worin 150 mM NaCl und 5 mM KCl enthalten sind)
    25 μl Verdünnte Verbindung, Testpuffer (Gesamtbindung) oder 100 μM Fluoxetin (unspezifische Bindung)
    50 μl WGA PVT SPA Kügelchen (40 mg/ml)
    50 μl Membranpräparation (0,4 mg Protein pro ml)
  • Die Mikrotiterplatten werden bei Raumtemperatur für 10 Stunden vor der Auslesung in einem Trilux Scintillationszähler inkubiert. Die Ergebnisse werden mittels eines automatischen Kurvenanpassungsprogramms analysiert (Multicalc, Packard, Milton Keynes, UK), um Ki Werte (nM) für jede der unbekannten Verbindungen bereitzustellen.
  • Dopaminbindungstest
  • Die Fähigkeit einer Testverbindung, mit [3H]-WIN35,428 um die Bindungsstellen auf humanen Zellmembranen zu konkurrieren, die den klonierten humanen Dopamintransporter enthalten, wird als Maß der Fähigkeit einer solchen Testverbindung verwendet, die Dopaminaufnahme über den spezifischen Transporter zu blockieren (Ramamoorthy et al 1998, siehe obige Literaturstelle).
  • Membranpräparation
  • Sie ist im wesentlichen dieselbe, wie für Membranen, die den wie oben beschriebenen humanen Serotonintransporter enthalten.
  • [3H]-WIN35,428 Bindungstest:
  • Jede Vertiefung einer Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen wird so ausgestattet, dass sie folgendes enthält:
    50 μl 4 nM [3H]-WIN35,428 (84–87 Ci/mmol von NEN Life Science Products)
    75 μl Testpuffer (50 mM Tris-HCl pH 7,4, worin 150 mM NaCl und 5 mM KCl enthalten sind)
    25 μl Verdünnte Verbindung, Testpuffer (Gesamtbindung) oder 100 μM Nomifensin (unspezifische Bindung)
    50 μl WGA PVT SPA Kügelchen (10 mg/ml)
    50 μl Membranpräparation (0,2 mg Protein pro ml)
  • Die Mikrotiterplatten werden bei Raumtemperatur für 120 Minuten inkubiert, bevor sie in einem Trilux Scintillationszähler ausgelesen werden. Die Ergebnisse werden mittels eines automatischen Kurvenanpassungsprogramm (Multicalc, Packard, Milton Keynes, UK) unter Bildung von Ki Werten für jede der unbekannten Verbindungen analysiert.
  • Formalinpfotentest
  • Der analgetische Effekt der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung von persistentem, nociceptivem Schmerz wird mittels des gut bekannten "Formalintests" gezeigt. Der Formalintest ist ein Modell der persistenten nociceptiven Aktivierung, die durch eine Gewebeverletzung induziert wird, welche zu einer zentralen Sensibilisierung führen kann. (M. Shibata, T. Ohkubo, H. Takahashi und R. Inoki, "Modified formalin test: Characteristic biphasic pain response", Pain (1989), 38: 347–352 und A. Tjolsen, O.G. Berge, S. Hunskaar, J.H. Rosland und K. Hole, "The formalin test: an evaluation of the method", Pain (1992) 51: 5–17.) Die Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen auf das durch Formalin induzierte Pfotenleckverhalten in der Ratte wird als Index der persistenten, nociceptiven Aktivierung untersucht. In diesem Test verursacht die Injektion von Formalin unter die Haut der dorsal-lateralen Oberfläche der Hinterpfote der Ratten eine unmittelbare und intensive Erhöhung der spontanen Aktivität der afferenten C-Fasern. Diese Aktivierung ruft ein distinkt quantifizierbares Verhalten hervor, das Schmerz anzeigt, wie das Lecken der injizierten Pfote. Die Verhaltensreaktion auf Formalin ist biphasisch mit einer frühen Phase, die kurzlebig ist, gefolgt von einer ausgedehnten tonischen Reaktion oder späten Phase einer persistenten nociceptiven Aktivierung. Die Mechanismen, die die Reaktion in der späten Phase verursachen, wie die zentrale Sensibilisierung von Schmerz-übertragenden Neuronen, dürften derzeit zu verschiedenen Typen an persistenten Schmerzarten beitragen.
  • Männliche Sprague-Dawley Ratten (200–250 g, Charles River, Portage, MI) werden bei einer konstanten Temperatur und Licht (12 Stunden Licht/12 Stunden Dunkelheit) für 4 bis 7 Tage vor den Untersuchungen gehalten. Die Tiere haben zu allen Zeiten freien Zugang zu Futter und Wasser bis zum Tag des Experiments.
  • Der Formalintest wird in angefertigten Plexiglas® Kästen 25 × 25 × 20 cm (Länge × Breite × Höhe) ausgeführt. Ein Spiegel, der an der Rückwand des Kastens angebracht ist, erlaubt die ungehinderte Beobachtung der mit Formalin injizierten Pfote. Die Ratten werden einzeln in den Kästen zumindest 1 Stunde vor dem Experiment akklimatisiert. Die Tests werden zwischen 8:00 und 14:00 h ausgeführt und die Testtemperatur des Raums beträgt 21–23°C. Die Testverbindung wird 30 bis 60 Minuten vor der Formalininjektion verabreicht. Formalin (50 μl einer 5 % Lösung in Kochsalzlösung) wird subkutan in die dorsal-laterale Oberfläche der rechten Hinterpfote mit einer 27 Gauge Nadel injiziert. Die Beobachtung beginnt unmittelbar nach der Formalininjektion. Der durch Formalin induzierte Schmerz wird durch die Aufzeichnung der Anzahl der Leckereignisse an der mit Formalin injizierten Pfote in einem Intervall von 5 Minuten und der Anzahl an Sekunden, die jedes Leckereignis dauert, quantifiziert. Diese Aufzeichnungen werden 50 Minuten nach der Formalininjektion ausgeführt. Die Bewertung des Formalintests wird gemäß Coderre et al., 1993b und Abbott et al., 1995 ausgeführt (T.J. Coderre, M.E. Fundytus, J.E. McKenna, S. Dalal und R. Melzack, "The formalin test: a validation of the weighted-scores method of the behavioral pain rating", Pain (1993b), 54: 43–50 und F.V. Abbott, K.B.J. Franklin und R.F. Westbrook, "The formalin test: scoring properties of the first and second phases of the pain response in rats", Pain (1995) 60: 91–102). Die Summe der Zeit, die in Sekunden zum Lecken in der Zeit von 0 bis 5 Minuten verwendet wird, wird als frühe Phase betrachtet, während die späte Phase als Summe der Sekunden genommen wird, die für das Lecken von 15 bis 40 Minuten verwendet wird.
  • In vitro Bestimmung der Wechselwirkung von Verbindungen mit CYP2D6 in humanen Lebermikrosomen
  • Das Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6) ist ein Säugerenzym, das gewöhnlich mit dem Metabolismus von etwa 30 % der pharmazeutischen Verbindungen assoziiert ist. Darüberhinaus zeigt das Enzym einen genetischen Polymorphismus mit einer konsequenten Präsenz einer Population an schwachen und normalen Metabolisierern. Es ist eine geringe Beteiligung von CYP2D6 beim Metabolismus der Verbindungen erwünscht (das heißt die Verbindung ist ein schlechtes Substrat für CYP2D6), um die Variabilität von Subjekt zu Subjekt bei der Pharmakokinetik der Verbindung zu verringern. Ebenfalls sind Verbindungen mit einem geringen Inhibitorpotential für CYP2D6 erwünscht, um Arzneimittel-Arzneimittel-Wechselwirkungen mit co-verabreichten Arzneimitteln zu vermeiden, die Substrate für CYP2D6 sind. Die Verbindungen können sowohl als Substrate als auch als Inhibitoren dieses Enzyms durch die folgenden Tests getestet werden.
  • CYP2D6 Substrattest
  • Prinzip:
  • Der Test bestimmt das Ausmaß der Beteiligung des CYP2D6 Enzyms beim gesamten oxidativen Metabolismus einer Verbindung in Mikrosomen. Bevorzugte Verbindungen der vorliegenden Erfindung zeigen weniger als 75 % Gesamtmetabolismus über den CYP2D6 Weg.
  • Für den in vitro Test wird das Ausmaß des oxidativen Metabolismus in Humanlebermikrosomen (HLM) nach einer Inkubation für 30 Minuten in Abwesenheit und Anwesenheit von Chinidin, einem spezifischen chemischen Inhibitor von CYP2D6 bestimmt. Der Unterschied im Ausmaß des Metabolismus und Abwesenheit und Anwesenheit des Inhibitors zeigt die Beteiligung von CYP2D6 im Metabolismus der Verbindung.
  • Materialien und Methoden:
  • Humane Lebermikrosome (Gemisch aus 20 unterschiedlichen Donoren, gemischtes Geschlecht) werden von Human Biologics (Scottsdale, AZ, USA) erhalten. Chinidin und β-NADPN (β-Nicotinamidadenindinukleotidphosphat, reduzierte Form, Tetranatriumsalz) werden von Sigma (St. Louis, MO, USA) bezogen. Alle anderen Reagenzien und Lösemittel haben analytische Reinheit. Eine Stammlösung der neuen chemischen Einheit (NCE) wird in einem Gemisch aus Acetonitril/Wasser hergestellt, um eine Endkonzentration von Acetonitril in der Inkubation unter 0,5 % zu erreichen.
  • Das Mikrosomeninkubationsgemisch (Gesamtvolumen 0,1 ml) enthält die NCE (4 μM), β-NADPN (1 mM), Mikrosomenproteine (0,5 mg/ml) und Chinidin (0 oder 2 μM) in 100 mM Natriumphosphatpuffer pH 7,4. Das Gemisch wird für 30 Minuten bei 37°C in einem Schüttelwasserbad inkubiert. Die Reaktion wird durch die Zugabe von Acetonitril (75 μl) beendet. Die Proben werden gevortext und die denaturierten Proteine werden durch Zentrifugation entfernt. Die Menge an NCE im Überstand wird durch Flüssigchromatographie/Massenspektrometrie (LC/MS) nach der Zugabe eines internen Standards analysiert. Es wird auch eine Probe zu Beginn der Inkubation (t = 0) entnommen und ähnlich analysiert.
  • Die Analyse der NCE wird durch Flüssigchromatographie/Massenspektrometrie ausgeführt. 10 μl der verdünnten Proben (20-fach Verdünnung in der mobilen Phase) werden auf eine Spherisorb CN Säule, 5 μm und 2,1 mm × 100 mm (Waters Corp. Milford, MA, USA) injiziert. Die mobile Phase, die aus einem Gemisch aus Lösemittel A/Lösemittel B 30/70 (V/V) besteht wird durch die Säule bei einer Flussrate von 0,2 ml/Minute gepumpt (Alliance 2795, Waters Corp. Milford, MA, USA). Das Lösemittel A und das Lösemittel B sind ein Gemisch aus Ammoniumformiat 5 × 10–3 M pH 4,5/Methanol in den Anteilen 95/5 (V/V) und 10/90 (V/V) jeweils für das Lösemittel A und das Lösemittel B. Die NCE und der interne Standard werden durch Verfolgen ihres molekularen Ions mittels eines Massenspektrometers ZMD oder ZQ (Waters-Micromass Corp., Manchester, UK) quantifiziert, die in einer positiven Elektronensprayionisation ausgeführt werden.
  • Das Ausmaß der CYP2D6 Beteiligung (% an CYP2D6 Beteiligung) wird im Vergleich mit dem Ausmaß des Metabolismus in Abwesenheit und Anwesenheit von Chinidin in der Inkubation berechnet.
  • Das Ausmaß des Metabolismus ohne Inhibitor (%) wird folgendermaßen berechnet:
    Figure 00530001
    worin die NCE Reaktion im Bereich der NCE dividiert durch die Fläche des internen Standards im LC/MS Analysechromatogramm ist, wobei Zeit 0 und Zeit 30 der Inkubationszeit 0 Minuten und 30 Minuten entspricht.
  • Die prozentuale Beteiligung von CYP2D6 wird folgendermaßen berechnet:
    Figure 00540001
  • CYP2D6 Inhibitortest
  • Prinzip:
  • Der CYP2D6 Inhibitortest evaluiert das Potential für eine Verbindung, CYP2D6 zu hemmen. Dies wird durch die Messung der Hemmung der Bufuralol-1'-hydroxylaseaktivität durch die Verbindung im Vergleich zu einer Kontrolle ausgeführt. Die 1'-Hydroxylierung von Bufuralol ist eine metabolische Reaktion, die für CYP2D6 spezifisch ist. Bevorzugte Verbindungen der vorliegenden Erfindung zeigen eine HK50, die höher als 6 μM für die CYP2D6 Aktivität ist, wobei die HK50 die Konzentration der Verbindung ist, die eine Hemmung um 50 % der CYP2D6 Aktivität ergibt.
  • Materialien und Methoden:
  • Humane Lebermikrosome (Gemisch aus 20 unterschiedlichen Donoren, gemischten Geschlechts) werden von Human Biologics (Scottsdale, AZ) bezogen. β-NADPH wird von Sigma (St. Louis, MO) bezogen. Bufuralol wird von Ultrafine (Manchester, UK) bezogen. Alle anderen Reagenzien und Lösemittel sind analytischer Reinheit.
  • Das mikrosomale Inkubationsgemisch (Gesamtvolumen 0,1 ml) enthält 10 μM Bufurolol, β-NADPH (2 mM), mikrosomale Proteine (0,5 mg/ml) und die neue chemische Einheit (NCE) (0, 5 und 25 μM) in 100 mM Natriumphosphatpuffer pH 7,4. Das Gemisch wird in einem Schüttelwasserbad bei 37°C für 5 Minuten inkubiert. Die Umsetzung wird durch die Zugabe von Methanol (75 μl) beendet. Die Proben werden gevortext und die denaturierten Proteine werden durch Zentrifugation entfernt. Der Überstand wird durch Flüssigchromatographie analysiert, die an einen Fluoreszenzdetektor angeschlossen ist. Die Bildung des 1'-Hydroxybufuralols wird in Kontrollproben (0 μM NCE) und in den Proben verfolgt, die in Gegenwart von NCE inkubiert werden. Die Stammlösung von NCE wird in einem Gemisch aus Acetonitril/Wasser hergestellt, um eine Endkonzentration von Acetonitril in der Inkubation unter 1,0 % zu erreichen.
  • Die Bestimmung von 1'-Hydroxybufuralol in den Proben wird durch Flüssigchromatographie mit einer fluorimetrischen Detektion ausgeführt, wie dies im folgenden beschrieben ist. 25 μl Proben werden auf einer Chromolith Performance RP-18e Säule (100 mm × 4,6 mm) (Merck KGAa, Darmstadt, Deutschland) injiziert. Die mobile Phase, die aus einem Gemisch aus Lösemittel A und Lösemittel B besteht, deren Proportionen gemäß dem folgenden linearen Gradienten verändert werden, wird durch die Säule mit einer Flussrate von 1 ml/min gepumpt:
    Figure 00550001
  • Lösemittel A und Lösemittel B bestehen aus einem Gemisch aus 0,02 M Kaliumdihydrogenphosphatpuffer pH 3/Methanol in den Anteilen 90/10 (V/V) für Lösemittel A und 10/90 (V/V) für Lösemittel B. Die Laufzeit beträgt 7,5 Minuten. Die Bildung von 1'-Hydroxybufuralol wird durch eine fluorimetrische Detektion mit einer Extinktion bei λ 252 nm und einer Emission bei λ 302 nm verfolgt.
  • Die HK50 der NCE für CYP2D6 wird durch Messen der prozentualen Hemmung der Bildung von 1'-Hydroxybufuralol in Gegenwart der NCE im Vergleich zu den Kontrollproben (keine NCE) bei einer bekannten Konzentration der NCE berechnet.
  • Die prozentuale Hemmung der Bildung des 1'-Hydroxybufuralols wird folgendermaßen berechnet:
    Figure 00550002
  • Die HK50 wird aus der prozentualen Hemmung der Bildung von 1'-Hydroxybufuralol wie folgt berechnet (unter Annahme einer kompetitiven Hemmung):
    Figure 00550003
  • Die HK50 Abschätzung wird als valide angenommen, falls die Hemmung zwischen 20 % und 80 liegt (G.C. Moody, S.J. Griffin, A.N. Mather, D.F. McGinnity, R.J. Riley, 1999, Fully automated analysis of activities catalysed by the major human liver cytochrome P450 (CYP) enzymes: assessment of human CYP inhibiton potential. Xenobiotica, 29 (1): 53–75). Röntgenkristallographiedaten Tabelle 1: Kristalldaten und Strukturaufklärung für 2003xf.
    Figure 00560001
    Röntgenkristallographische Daten Tabelle 2: Atomkoordinaten (× 104) und äquivalente isotrope Verdrängungsparameter (A2 × 103) für 2003xf U(eq) wird als ein Drittel der Spur des orthogonalisierten Uij Tensors definiert
    Figure 00570001
    Röntgenkristallographiedaten Tabelle 3: Bindungslängen [A] und Winkel [Grad] für 2003xf
    S(8)-C(9) 1.767(5)
    S(8)-C(7) 1.828(5)
    O(1)-C(2) 1.424(5)
    O(1)-C(6) 1.440(5)
    C(7)-C(15) 1.495(6)
    C(7)-C(6) 1.528(6)
    F(3)-C(21) 1.318(6)
    N(4)-C(5) 1.481(5)
    N(4)-C(3) 1.484(6)
    C(5)-C(6) 1.507(6)
    F(2)-C(21) 1.337(6)
    C(20)-C(19) 1.385(7)
    C(20)-C(15) 1.383(6)
    F(1)-C(21) 1.343(6)
    C(15)-C(16) 1.395(6)
    C(16)-C(17) 1.382(7)
    C(10)-C(9) 1.354(6)
    C(10)-C(11) 1.374(7)
    C(10)-C(21) 1.520(8)
    C(13)-C(12) 1.334(6)
    C(13)-C(14) 1.358(7)
    C(9)-C(14) 1.397(7)
    C(3)-C(2) 1.500(6)
    C(12)-C(11) 1.421(7)
    C(18)-C(19) 1.351(7)
    C(18)-C(17) 1.360(7)
    C(9)-S(8)-C(7) 100.6(2)
    C(2)-O(1)-C(6) 110.4(4)
    C(15)-C(7)-C(6) 112.3(4)
    C(15)-C(7)-S(8) 109.4(3)
    C(6)-C(7)-S(8) 111.5(3)
    C(5)-N(4)-C(3) 112.0(4)
    N(4)-C(5)-C(6) 11.2(4)
    C(19)-C(20)-C(15) 121.2(5)
    C(20)-C(15)-C(16) 117.1(5)
    C(20)-C(15)-C(7) 121.1(5)
    C(16)-C(15)-C(7) 121.8(5)
    O(1)-C(6)-C(5) 109.7(4)
    O(1)-C(6)-C(7) 107.9(4)
    C(5)-C(6)-C(7) 111.1(4)
    C(17)-C(16)-C(15) 121.2(5)
    C(9)-C(10)-C(11) 122.9(5)
    C(9)-C(10)-C(21) 121.0(5)
    C(11)-C(10)-C(21) 116.0(5)
    C(12)-C(13)-C(14) 120.3(6)
    C(10)-C(9)-C(14) 116.4(5)
    C(10)-C(9)-S(8) 125.2(4)
    C(14)-C(9)-S(8) 118.4(4)
    N(4)-C(3)-C(2) 109.0(4)
    C(13)-C(12)-C(11) 119.7(5)
    O(1)-C(2)-C(3) 111.1(4)
    F(3)-C(21)-F(1) 107.1(5)
    F(3)-C(21)-F(2) 105.6(5)
    F(1)-C(21)-F(2) 105.4(5)
    F(3)-C(21)-C(10) 113.2(5)
    F(1)-C(21)-C(10) 133.6(5)
    F(2)-C(21)-C(10) 111.4(5)
    C(19)-C(18)-C(17) 120.6(5)
    C(18)-C(17)-C(16) 119.8(5)
    C(18)-C(19)-C(20) 120.2(5)
    C(10)-C(11)-C(12) 118.1(5)
    C(13)-C(14)-C(9) 122.5(5)
  • Es werden Symmetrietransformationen verwendet, um äquivalente Atome zu generieren: Röntgenkristallographiedaten Tabelle 4: Anisotrope Verdrängungsparameter (A2 × 103) für 2003xf. Der anisotrope Verdrängungsfaktorexponent nimmt die folgende Form an: –2 pi2[h2 a*2 U11 + .......+ 2h k a* b* U12]
    Figure 00600001
    Röntgenkristallographiedaten Tabelle 5: Wasserstoffkoordinaten (× 104 und isotrope Verdrängungsparameter (A2 × 103) für 2003xf
    Figure 00610001
    Röntgenkristallographiedaten Tabelle 6: Torsionswinkel [Grad] für 2003xf
    C(9)-S(8)-C(7)-C(15) 115.5(4)
    C(9)-S(8)-C(7)-C(6) –119.7(4)
    C(3)-N(4)-C(5)-C(6) 52.2(6)
    C(19)-C(20)-C(15)-C(16) –0.4(7)
    C(19)-C(20)-C(15)-C(7) 177.8(4)
    C(6)-C(7)-C(15)-C(20) 126.4(5)
    S(8)-C(7)-C(15)-C(20) –109.2(4)
    C(6)-C(7)-C(15)-C(16) –55.5(6)
    S(8)-C(7)-C(15)-C(16) 68.9(5)
    C(2)-O(1)-C(6)-C(5) 60.7(5)
    C(2)-O(1)-C(6)-C(7) –178.1(4)
    N(4)-C(5)-C(6)-O(1) –55.1(5)
    N(4)-C(5)-C(6)-C(7) –174.3(4)
    C(15)-C(7)-C(6)-O(1) –175.0(4)
    S(8)-C(7)-C(6)-O(1) 61.9(4)
    C(15)-C(7)-C(6)-C(5) –54.7(5)
    S(8)-C(7)-C(6)-C(5) –177.8(3)
    C(20)-C(15)-C(16)-C(17) 0.7(7)
    C(7)-C(15)-C(16)-C(17) –177.4(5)
    C(11)-C(10)-C(9)-C(14) 2.6(8)
    C(21)-C(10)-C(9)-C(14) –176.4(5)
    C(11)-C(10)-C(9)-S(8) –178.8(4)
    C(21)-C(10)-C(9)-S(8) 2.2(7)
    C(7)-S(8)-C(9)-C(10) –114.6(5)
    C(7)-S(8)-C(9)-C(14) 64.0(5)
    C(5)-N(4)-C(3)-C(2) –52.6(6)
    C(14)-C(13)-C(12)-C(11) –1.9(8)
    C(6)-O(1)-C(2)-C(3) –63.3(5)
    N(4)-C(3)-C(2)-O(1) 58.2(5)
    C(9)-C(10)-C(21)-F(3) –173.8(5)
    C(11)-C(10)-C(21)-F(3) 7.1(7)
    C(9)-C(10)-C(21)-F(1) –51.3(7)
    C(11)-C(10)-C(21)-F(1) 129.6(5)
    C(9)-C(10)-C(21)-F(2) 67.4(7)
    C(11)-C(10)-C(21)-F(2) –111.6(5)
    C(19)-C(18)-C(17)-C(16) 0.5(8)
    C(15)-C(16)-C(17)-C(18) –0.7(8)
    C(17)-C(18)-C(19)-C(20) –0.2(8)
    C(15)-C(20)-C(19)-C(18) 0.1(8)
    C(9)-C(10)-C(11)-C(12) –2.7(8)
    C(21)-C(10)-C(11)-C(12) 176.3(5)
    C(13)-C(12)-C(11)-C(10) 2.3(8)
    C(12)-C(13)-C(14)-C(9) 1.9(8)
    C(10)-C(9)-C(14)-C(13) –2.1(8)
    S(8)-C(9)-C(14)-C(13) 179.2(4)
  • Symmetrietransformationen, die zur Erzeugung äquivalenter Atome verwendet werden.

Claims (8)

  1. Verbindung der Formel (I)
    Figure 00640001
    worin R für H steht, Ar für eine aromatische Gruppe steht, die aus unsubstituiertem Phenyl oder Phenyl ausgewählt ist, das mit 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten substituiert ist, die ausgewählt sind aus C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl), S(C1-C4 Alkyl), Halogen und Phenyl, das wahlweise mit Halogen, C1-C4 Alkyl oder O(C1-C4 Alkyl) substituiert ist X für unsubstituiertes Phenyl oder Phenyl steht, das mit 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten substituiert ist, die aus C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl) und Halogen ausgewählt sind, R' für H oder C1-C4 Alkyl steht, R1 jeweils unabhängig für H oder C1-C4 Alkyl steht, worin jede oben erwähnte C1-C4 Alkylgruppe wahlweise mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert ist, oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon.
  2. Verbindung nach Anspruch 1, die durch die Formel II dargestellt ist
    Figure 00640002
    worin R2 und R3 jeweils unabhängig aus H, C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl), S(C1-C4 Alkyl), Halogen und Phenyl ausgewählt sind, und R4 aus H, C1-C4 Alkyl, O(C1-C4 Alkyl) und Halogen ausgewählt ist, worin jede der oben erwähnten C1-C4 Alkylgruppen optional mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert ist, oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon.
  3. Verbindung nach Anspruch 2, worin R2 aus C1-C2 Alkyl, O(C1-C2 Alkyl), S(C1-C2 Alkyl), Cl und F ausgewählt ist, worin jede oben erwähnte C1-C2 Alkylgruppe wahlweise mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert ist.
  4. Verbindung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, worin R3 aus H, Me und Cl ausgewählt ist.
  5. Verbindung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, worin R4 aus H, C1-C2 Alkyl, O(C1-C2 Alkyl), Cl und F ausgewählt ist, worin jede oben erwähnte C1-C2 Alkylgruppe optional mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert ist.
  6. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Verwendung als Pharmazeutikum.
  7. Verwendung einer Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung einer Störung, die aus Depression, OCD, Angst, Gedächtnisverlust, Harninkontinenz, Verhaltensstörungen, ADHD, Obesität, Alkoholismus, Raucherentwöhnung und Schmerz ausgewählt ist.
  8. Zusammensetzung, die eine Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsmittel, Hilfsstoff oder Träger umfasst.
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