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ERFINDUNGSGEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Bildqualitätleistungsmessung von Radiographiesystemen.
Die Erfindung betrifft insbesondere ein Phantom zum Bewerten der
Kontrastantwort eines Radiographiesystems.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Die
Bildqualitätskontrolle
von analogen und digitalen radiographischen Bildgebungssystemen
wird in den meisten Fällen
vorgenommen, indem Röntgenbilder
analysiert werden, die hergestellt werden, indem spezifische Testobjekte,
auch als Phantome bezeichnet, unter vordefinierten Belichtungsbedingungen
belichtet werden.
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Diese
Phantome können
mehrere spezifische Testobjekte umfassen, um die Verifikation von
kritischen Charakteristiken eines Systems zu ermöglichen.
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Das
signalabhängige
Rauschen, der Dynamikbereich und die entsprechende Kontrastauflösung sind Charakteristiken
des Systems, die die Bildqualität
einstellen.
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Eine
einzelne Belichtung eines im optischen Weg zwischen der Strahlungsquelle
und dem Strahlungsdetektor positionierten Testphantoms reicht aus,
um eine Messung dieser Charakteristiken zu ermöglichen.
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Ein
Kontrastobjekt absorbiert Teil der Strahlung, der es ausgesetzt
wird, und erzeugt gemäß den Grundlagen
der Projektionsradiographie und ihrer halbtransparenten Natur ein
Restbild des Phantoms auf dem Detektor.
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Durch
Bestimmen der Dicke des strahlungsdämpfenden Objekts wird an jedem
Punkt das Ausmaß der Dämpfung der
Strahlung kontrolliert.
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Indirekt
wird auch die lokale Strahlungsintensität in dem Schattenbild, das
auf dem Detektor erzeugt wird, kontrolliert.
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Bekannte
Ausführungsformen
von Kontrastphantomen umfassen längliche
(eindimensionale) keilartige Testobjekte, deren Dicke entweder kontinuierlich
oder stufenförmig
von einem kleinsten zu einem größten Wert
variiert.
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Ein
Beispiel für
ein derartiges Phantom ist das Phantom, das unter dem von der Firma
PEHAMED vermarkteten Warenzeichen DIGRAD bezeichnet ist. Dieses
Phantom, das zur Qualitätskontrolle
in der digitalen Radiographie verwendet wird, umfaßt einen
länglichen
stufenartigen Kupferkontrastkeil.
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Das
EUROPHANTOM MAMMO (Warenzeichen) der Firma PEHAMED, das für die Qualitätskontrolle auf
dem Gebiet der Mammographie verwendet wird, umfaßt ein Stufenkeilphantom aus
Aluminium.
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Es
existieren weitere Ausführungsformen,
bei denen die verschiedenen Teile des Kontrastphantoms über den
Bereich des Kontrastphantoms hinweg verteilt sind (zweidimensional).
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Ein
Beispiel für
eine derartige Ausführungsform
wird in den Proceedings of SPIE, Band 4320 (2001), S. 308-315, beschrieben.
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Das
beschriebene Kontrastphantom besteht aus einer Kupferbasisplatte,
zu dem an bestimmten Stellen Kupfertablets hinzugefügt sind
und in die an anderen Stellen Ausschnitte vorgesehen sind, so daß verschiedene
Dickewerte und ein Referenzwert erzeugt werden.
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Auf
diese Weise können
verschiedene Stellen auf der Oberfläche des radiographischen Detektionssystems
zu zueinander sehr unterschiedlichen Belichtungspegeln mit Hilfe
einer einzelnen Belichtung des Kontrastphantoms ausgesetzt werden.
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Die
gemessenen Signale und das von verschiedenen Zonen der Analyse in
dem detektierten Bild herrührende
Rauschen werden miteinander verglichen. Abweichungen relativ zu
Referenzwerten werden zum Zweck der periodischen Kontrolle der Bildeigenqualität des ganzen
radiographischen Systems von der Strahlungsquelle bis zur Bilddetektion
ausgewertet.
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Bestrahlung
stammt daher, daß mit
Hilfe eines Hochspannungsgenerators kurz eine einstellbare Hochspannung
zwischen der Kathode und dem Anodenmaterial (dem Ziel) einer Röntgenstrahlröhre angelegt wird.
Die dadurch entstehende Strahlung – der ein radiographisches
Detektionssystem ausgesetzt wird – ist polychromatisch und somit
von einer heterogenen Art.
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Dieses
Bündel
von Photonen besteht aus einem großen Bereich von Komponenten
unterschiedlicher Wellenlängen
und entsprechender Energieniveaus.
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Für jedes
Anwendungsgebiet, beispielsweise Mammographie, allgemeine medizinische
Diagnostik, zerstörungsfreie
Materialprüfung,
Radiotherapie und andere sind eine Reihe von anwendungsabhängigen Spektren
hinsichtlich Anodenmaterial, Pegel der angelegten Hochspannung,
Materialtyp und Dicke intrinsischer und externer Filter von Strahlung,
die nahe bei der Strahlungsquelle plaziert werden, definiert worden. Diese
Spektren werden auch als «Strahlungsqualitäten» bezeichnet.
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Die
durch ein bestrahltes Objekt verursachte Dämpfung der Strahlung wird hauptsächlich durch
Absorption von Strahlung je nach der örtlichen Dicke des bestrahlten
Materials, dem Typ des Materials, aus dem das Objekt besteht, und
dem Spektrum der einfallenden Strahlung verursacht.
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Bei
identischen Dicken absorbiert ein aus Aluminium hergestelltes Objekt
weniger Strahlung als ein aus Kupfer hergestelltes Objekt.
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Der
Röntgenstrahlenmassendämpfungskoeffizient,
der für
die absorbierenden Eigenschaften des verwendeten Materials charakteristisch
ist, nimmt mit steigender Atomzahl zu.
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Im
allgemeinen nimmt dieser Absorptionskoeffizient mit zunehmendem
Photonenenergieniveau zu.
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Wenn
das Energieniveau der einfallenden Photonen zunimmt, nimmt die Dämpfung der
Strahlung durch das Objekt ab und die Transmission des Objekts nimmt
zu.
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Dies
bedeutet, daß Strahlung
geringerer Energie relativ stärker
gedämpft
wird als Strahlung höherer Energie.
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Im
Vergleich zu der einfallenden Strahlung wird nicht nur die Intensität der Reststrahlung,
die von der Durchdringung durch das Objekt herrührt, gedämpft, sondern auch das Spektrum
der Reststrahlung wird infolge der ungleichmäßigen Dämpfung von nieder- und hochenergetischen
Photonen geändert.
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Der
relative Beitrag von weichen niederenergetischen Komponenten der
Strahlung hat relativ zu dem Beitrag von härteren hochenergetischen Verbindungen
von Strahlung abgenommen.
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Diese
Störung
der Energiebilanz, als der Strahlungshärtungseffekt bekannt, wird
expliziter, wenn die Dicke des Objekts zunimmt und wenn die einfallende
Strahlung ein breiteres Spektrum aufweist.
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Das
radiographische System, für
die die Bildqualität
bewertet werden soll, umfaßt
einen strahlungsintegrierenden Detektor. Dieser Detektor kann die
Menge einfallender Strahlung lokal messen und diese Menge in ein
Strahlungsbild konvertieren.
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Ein
derartiger Detektor ist beispielsweise eine Kombination aus Röntgenfilm
und einem Verstärkungsschirm
oder einem Speicherleuchtstoff und einem Halbleiterstrahlungsdetektor.
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Diese
Detektoren integrieren nicht nur die einfallende Strahlung über die
Zeit, sondern integrieren auch die verschiedenen Energiepegel, die
in der einfallenden Strahlung (Reststrahlung) vorliegen.
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Je
nach der verwendeten Detektorart kann die Spektralempfindlichkeit
für einfallende
Strahlung variieren.
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Materialien
wie etwa Kupfer und Aluminium weisen einen Massendämpfungskoeffizienten
auf, der ein kontinuierliches, stark abnehmendes Verhalten bei zunehmender
Photonenenergie für
das ganze Spektrum von in den medizinischen Diagnosespektren verwendeten
Energien zeigt.
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Wenn
ein Konstrastphantom mit einer im wesentlichen variierenden Dicke
aus diesen Materialien oder aus Materialien mit einem ähnlichen
Verhalten hergestellt wird, um einen großen Bereich an Reststrahlungsintensitäten am Detektor
zu erhalten, kann es zu Problemen hinsichtlich der Spektralempfindlichkeit
des Kontrastobjekts sowie hinsichtlich der Einsetzbarkeit dieses
Kontrastobjekts für
einen großen
Bereich von Strahlungsqualitäten
kommen.
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Erstens
hängen
gegenseitige Verhältnisse
der unterschiedlichen detektierten Reststrahlungssignale zu dem
Referenzsignal, das der ungedämpften
Strahlung entspricht, stark von dem Spektrum der Strahlung ab, das
beim Belichten des Kontrastphantoms verwendet wird.
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Dies
wird durch die Tatsache verursacht, daß eine Wahl einer anderen Energiequalität zu der
Verwendung eines höheren
oder niedrigeren Energiespektrums der Strahlung führt.
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Da
der Absorptionskoeffizient des eingesetzten Kontrastobjekts für den ausgewählten Energiepegel stark
empfindlich ist, treten große
Differenzen bei den detektierten Signalverhältnissen für unterschiedliche Dickestufen
des Keils auf, wenn stark abweichende Energiequalitäten verwendet
werden.
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Beispielsweise
weist ein Stufenkeil aus Kupfer mit einer Dicke von 3,9 mm das folgende
Verhalten für verschiedene
medizinische Spektren auf, die in der allgemeinen diagnostischen
Radiographie verwendet werden:
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Da
ein kleinstes detektiertes Signalverhältnis zwischen dem ungedämpften Bestrahlungsspektrum und
dem am stärksten
gedämpften
Restspektrum erforderlich ist, um eine sinnvolle Bildqualitätskontrolle
zu erhalten, ist die Verwendung eines Kupferkeils auf die Anwendung
in einem sehr begrenzten Spektralbereich beschränkt.
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Zusätzlich können ein
Komponentenstreubereich und früher
Verschleiß der
Röntgenröhre, eine
geringfügig
fehlerhafte Einstellung der Röhrenspannung
oder die Tatsache, daß die
Welligkeit der Generatorspannung zu hoch ist, zur Folge haben, daß ein großer Bereich
der erwarteten Toleranzspielräume
an den Nennsignalverhältnissen
bereits verbraucht ist, ohne daß es
bei der Leistung des Detektionssystems selbst irgendein Problem
gibt.
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Für ein aus
Kupfer hergestelltes Kontrastphantom beträgt die Empfindlichkeit des
unter einer Absorptionsstufe mit einer Dicke von 3,9 mm für eine irrtümlich eingestellte
Röhrenspannung
von +/– 1
kV detektierten Signals:
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Aus
der europäischen
Patentanmeldung 0 338 233 ist ein Kontrastphantom bekannt, das Filter
umfaßt,
die mindestens ein Element umfassen mit einer Atomzahl ausgewählt unter
den folgenden Atomzahlen: 42, 45-51, 53, 55, 56, 64, 68, 73, 74,
78-80, 82.
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Aus
WO-A-9 412 855 ist ein Kontrastphantom gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 bekannt.
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KURZE DARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Die
oben erwähnten
Aufgaben werden durch ein Kontrastphantom realisiert, wie es in
Anspruch 1 dargelegt ist.
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Spezifische
Ausführungsformen
sind in den abhängigen
Ansprüchen
dargelegt.
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Das
Kontrastphantom gemäß der vorliegenden
Erfindung umfaßt
ein Absorbermedium mit einer plötzlichen
K-Kante-Absorptionsänderung
des Massendämpfungskoeffizienten
für mindestens
ein Photonenenergieniveau zwischen der mittleren und größten Energie
des untersten Energiespektrums, dem es ausgesetzt ist.
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Der
K-Kante-Charakter des Absorbermaterials ergibt sich aus der Anwesenheit
mindestens eines Elements ausgewählt
aus der Gruppe von Element mit einer Atomzahl im Bereich von 39
bis 46 und von 65 bis 79.
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Das
Kontrastphantom weist eine variierende Dicke auf.
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Bei
einer Ausführungsform
umfaßt
das absorbierende Medium mehrere chemische Elemente, die jeweils
eine K-Kante-Absorption über
einem anderen Energieniveau zeigen. Diese Elemente werden kombiniert, um
eine gewünschte
Antwort auf Strahlungsspektren zu erzielen, denen sie ausgesetzt
werden, indem Schichten gestapelt werden, die jeweils mindestens
eines der Elemente enthalten, oder indem die Elemente in ein Verbundmaterial
eingemischt werden.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Bewerten des charakteristischen belichtungsbezogenen Signals
und der Rauschantwort und des Dynamikbereichs eines Strahlungsbildaufzeichnungs-
und -detektionssystems, wie in den Ansprüchen dargelegt.
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Das
Verfahren umfaßt
die folgenden Schritte:
- – Belichten eines Kontrastphantoms
wie in Anspruch 1 beschrieben mit einer Strahlungsmenge, die von
einer Strahlungsquelle unter vordefinierten Belichtungsbedingungen
emittiert wird, wodurch ein Strahlungsbild des Kontrastphantoms
erzeugt wird,
- – Aufzeichnen
des Strahlungsbilds,
- – Detektieren
des aufgezeichneten Strahlungsbilds und Erzeugen einer digitalen
Bilddarstellung entsprechend dem detektierten Strahlungsbild,
- – Auswerten
der digitalen Bilddarstellung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Lösung für die Einschränkungen
bei dem Einsatz herkömmlicher Kontrastkeile
aufgrund ihrer Spektralempfindlichkeit bereit.
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Die
Erfindung sieht zudem vor, daß das
gleiche Phantom mit einem großen
Kontrastbereich für
die Bildqualitätskontrolle
von voneinander sehr verschiedenen Strahlungsspektren angewendet
werden kann, wie sie innerhalb eines großen Bereichs von Anwendungen
verwendet werden.
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Die
Analyse der systemspezifischen charakteristischen Belichtungsantwort
des detektierten Bildsignals ist ebenfalls ein wichtiger Punkt hinsichtlich
der Kontrolle der allgemeinen Bildqualität eines radiographischen Detektionssystems.
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Wegen
der Spektralempfindlichkeit des Detektors ist es wichtig, daß diese
Bildqualitätskontrolle
unter identischen Spektralbelichtungsbedingungen durchgeführt wird.
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Die
charakteristische Belichtungsantwortkontrolle basiert auf einer
Reihe von Bildern, die mit stark unterschiedlichen Belichtungspegeln
gemacht wurden, wodurch aufgrund der Variabilität der Strahlungsquelle zwischen
Aufnahmen eine zusätzliche
Belichtungsüberwachung
erforderlich ist.
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Das
beschriebene Kontrastphantom sorgt dafür, daß die spektrale Verformung
der Restspektren, wie weiter oben bezüglich der Phantome nach dem
Stand der Technik beschrieben wird, größtenteils eliminiert wird.
Folglich ähneln
diese Restspektren viel mehr dem ungedämpften Referenzstrahlungsspektrum,
was die Verwendung dieses Phantoms für die Analyse der Belichtungsantwort
rechtfertigt.
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Diese
Ausweitung der Funktionalitäten
vereinfacht größtenteils
die zeitraubende und komplexe herkömmliche Prozedur, weil zusätzliche
Belichtungen unter verschiedenen Belichtungsbedingungen mit zusätzlicher
Belichtungsüberwachung
nicht länger
erforderlich sind.
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Wie
weiter oben beschrieben nimmt das Verhalten des Röntgenstrahlenmassendämpfungskoeffizienten
vieler Materialien, die als Strahlungsabsorber in herkömmlichen
Kontrastphantomen nach dem Stand der Technik verwendet werden, mit
zunehmendem Energieniveau für
alle bereitgestellten Photonenenergien monoton ab.
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Dieses
spezifische energieabhängige
Absorptionsverhalten führt
zu Strahlhärtung
oder Spektralverformung des Restspektrums in Richtung höherer Energieniveaus.
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Der
Beitrag von hochenergetischen Strahlungskomponenten nimmt auf Kosten
einer Verringerung von Komponenten niedrigerer Energie zu.
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Die
mittlere Photonenenergie und die assoziierte Halbwertsschicht der
Reststrahlung nehmen beide mit der Materialdicke zu.
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Für einen
3,9 mm dicken Kupferabsorber werden diese Werte in der folgenden
Tabelle für
die Spektren RQA5 und RQA9 dargestellt:
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Der
Massendämpfungskoeffizient
nimmt nicht immer über
den ganzen Bereich hinweg ab.
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Aufgrund
des photoelektrischen Effekts an der K-Kante kommt es zu einer erheblichen
Erhöhung
der Absorption für
Strahlungsenergien über
dem K-Kante-Punkt, der für
das verwendete Absorberelement spezifisch ist.
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Auf
dem Niveau der K-Kante enthält
das einfallende Röntgenstrahlenphoton
ausreichende Energie zum Erregen eines Elektrons auf der K-Umlaufbahn
um den Atomkern herum auf eine Weise, daß es sich zu der L-Umlaufbahn
bewegt. Bei Kollision verschwindet das Photon vollständig und
das Atom wird ionisiert.
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Für Aluminium
und Kupfer, die beide eine niedrige Atomzahl aufweisen, sind diese
Energieniveaus an der K-Kante:
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Diese
K-Kante-Energien liegen weit unter dem vorgefilterten Energiebereich
zwischen 30 keV und 120 keV, in dem die Strahlungsqualitäten RQA5
und RQA9 für
die medizinische allgemeine diagnostische Radiographie liegen.
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Jenseits
des Energieniveaus an der K-Kante setzt der Massendämpfungskoeffizient
sein monoton abnehmendes Verhalten mit zunehmenden Energieniveaus
fort.
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Analog
treten abrupte Anstiege des Massendämpfungskoeffizienten auch bei
elementspezifischen Energieniveaus an der L-Kante für Materialien
mit einer Atomzahl über
14 und bei elementspezifischen Energieniveaus an der M-Kante für Materialien
mit einer Atomzahl über
33 auf.
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Je
nach dem angestrebten Strahlungsqualitätsbereich, für den ein
Kontrastphänomen
entwickelt werden soll, kann diese materialspezifische plötzliche
Erhöhung
der Absorption aufgrund der K-Kante dazu verwendet werden, um der
spektralen Verzerrung entgegenzuwirken, die von einer Strahlverhärtung des
Restspektrums aufgrund des Erhöhens
der Dicke des Absorbers oder der Röntgenstrahlenröhrenspannung
herrührt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Absorbermaterialtyp so gewählt, daß für das Strahlungsspektrum mit
der niedrigsten Energie innerhalb eines gegebenen Strahlungsqualitätsbereichs
dieses Material eine K-Kante-Energie aufweist, die zwischen dem
Energieniveau, das der mittleren Photonenenergie entspricht, und
der Höchste-Energieniveau-keV-Spitze
des nicht gedämpften
Strahlungsspektrums liegt.
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Eine
derartige Auswahl ergibt, daß zunehmende
Materialdicke oder Röntgenstrahlenröhrenspannung zur
Folge hat, daß ein
zunehmender Anteil der höheren
Photonenenergie aus dem Restspektrum entfernt wird.
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Dieser
Effekt kompensiert die Zunahme der mittleren Photonenenergie und
der Halbwertsschichtdicke, so daß bei einer entsprechenden
Auswahl des Absorbermaterials die Energiebilanz des Restspektrums wiederhergestellt
wird.
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Spektrale
Variabilität
oder Fluktuationen der Strahlungsquelle auf dem Gebiet, die auf
die höherenergetischen
Komponenten in dem verfügbaren
Spektrum einen stärkeren
Einfluß haben,
wirken sich folglich viel weniger auf die detektierten Signalverhältnisse
aus. Dies impliziert eine erhöhte
spektrale Immunität
des K-Kante-ausgeglichenen
Kontrastphantoms gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Folglich
verbessert sich die Stabilität
der detektierten Signalverhältnisse
als Funktion des eingestellten Strahlungsspektrums innerhalb eines
großen
Spektralbereichs, wodurch die Anwendbarkeit des K-Kante-ausgeglichenen
Kontrastphantoms für
einen großen
Bereich von Strahlungsqualitäten
zunimmt.
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Wenn
zur Herstellung eines Kontrastphantoms nur ein einzelner Materialtyp
gewählt
wird, dann liefert Hafnium mit einer Atomzahl von 72 und M-, L-
und K-Energien bei 2,6, 11,3 und 65,4 keV die höchste spektrale Stabilität für die allgemeinen
radiographischen Strahlungsqualitäten RQA5 bis RQA9.
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Das
ungedämpfte
RQA5-Spektrum mit der niedrigsten Energie weist eine mittlere Photonenenergie bei
54,1 keV und eine maximale Photonenenergie bei 74 keV auf, so daß die K-Kante
von Hafnium bei 65,4 keV etwa in der Mitte von beiden liegt.
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Der
Einsatz eines 1,03 mm dicken Hafnium-Kontrastphantoms zeigt die
folgenden Ergebnisse:
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Die
Stabilität
der detektierten Signalverhältnisse
variiert innerhalb des Spektralbereichs RQA5 bis RQA9 zwischen +8%
und –12%.
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Es
ist klar, daß dieses
Ergebnis viel besser ist als die Kontraststabilität eines
Kupfer-Kontrastphantoms mit einer Dicke von 3,9 mm, das den gleichen
Kontrast für
RQA5 liefert, durch das aber die Kontraststabilität größtenteils
für höherenergetische
Spektren abnimmt, so daß lediglich
4% des Anfangkontrasts bei RQA9 übrigbleiben.
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Das
Restspektrum des Hafnium-Kontrastobjekts weist eine mittlere Photonenenergie
und eine Halbwertsschicht auf, die mit den entsprechenden Werten
des ungedämpften
Spektrums besser übereinstimmen.
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Die
gemessenen Differenzen sind eindeutig viel kleiner als jene, die
für ein
Kupfer-Phantom mit einer Dicke von 3,9 mm gemessen werden, wodurch
die mittlere Verschiebung der mittleren Photonenenergie etwa +14
keV und die mittlere Verschiebung der Halbwertsschicht etwa +3,1
mm Aluminium beträgt.
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Wenn
aus der folgenden Liste ein anderes Absorbermaterial gewählt wird,
um das Kontrastphantom herzustellen, kann ein kleinerer Stabilitätszuwachs
für Spektren
zwischen RQA5 und RQA9 erzielt werden:
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Wenn
ein K-Kante-stabilisiertes Kontrastphantom, das aus einem einzelnen
Materialtyp besteht, der sich auf die Mammographie-Photonenenergien
anwenden läßt, die
zwischen 8 keV und 35 keV liegen, angestrebt wird, wird eine Materialwahl
aus der folgenden Liste für
die spektrale Stabilität
von Vorteil sein:
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Indem
das Kontrastphantom aus zwei oder mehr Materialien unterschiedlicher
Typen hergestellt wird, die ausgewählt sind aus den in den obigen
Tabellen aufgezählten
Materialien, ist es möglich,
die spektrale Stabilität
der detektierten Signalverhältnisse
weiter zu verbessern, so daß die
Anwendbarkeit des Kontrastkeils zum Messen der charakteristischen
belichtungsbezogenen Signalantwort noch mehr gerechtfertigt ist.
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Mittlere
bis hohe Konzentrationen einer oder mehrerer der oben aufgezählten K-Kante-Materialien können in
Kombination mit anderen Materialien in Form einer homogenen Legierung
verwendet werden, oder diese verschiedenen Materialien können als
gestapelte Materialfolien zu einem spektral stabilisierten Kontrastphantom
verbunden werden.
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Ein
Kontrastphantom gemäß der vorliegenden
Erfindung kann eine Absorberdicke aufweisen, die kontinuierlich
von einer Position zu einer anderen variiert.
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Alternativ
kann die Absorberdicke stufenmäßig von
einer Position zu einer anderen variieren.
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Die
Absorberdicke kann sich entlang einer gegebenen Richtung oder alternativ
in zwei Richtungen ändern.
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Die
Variation bei der Dicke kann erzielt werden, indem Absorberschichten
mit unterschiedlichen Größen gestapelt
werden.
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Alternativ
kann eine Absorberdickenvariation erzeugt werden, indem ein monolithischer
Block geformt wird.
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Ein
Kontrastphantom kann aus mehreren Feldern aus dem gleichen Absorbermedium
und mit konstanter Dicke hergestellt werden, wobei die Felder räumlich verteilt
sind.
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Ein
stark absorbierendes Abschirmmaterial kann um den Absorber herum
und bevorzugt hinter (oder vor) dem Absorber angeordnet sein, um
die Signalreflexkomponente zu reduzieren, die sich aus ungedämpfter Strahlung
ergibt, die neben dem Absorbermaterial des Kontrastphantoms auf
dem Detektor auftrifft.
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Ein
stark absorbierendes Abschirmmaterial kann auch zwischen und bevorzugt
hinter (oder vor) den benachbarten Stufen angeordnet sein, um die
Nebensprechkomponente zu reduzieren, die sich aus den verschiedenen
Niveaus gestreuter Strahlung ergibt, die von den umgebenden Stufen
emittiert werden.