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DE601556C - Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff - Google Patents

Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff

Info

Publication number
DE601556C
DE601556C DEN25625D DEN0025625D DE601556C DE 601556 C DE601556 C DE 601556C DE N25625 D DEN25625 D DE N25625D DE N0025625 D DEN0025625 D DE N0025625D DE 601556 C DE601556 C DE 601556C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wood
dry
refiner
refining
wet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN25625D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Handelm NV
Original Assignee
Handelm NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Handelm NV filed Critical Handelm NV
Priority to DEN25625D priority Critical patent/DE601556C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE601556C publication Critical patent/DE601556C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff aus Stammholz und Holzabfällen ohne Anwendung eines Schleifverfahrens durch doppelte Raffination und besteht darin, daß das Holz und bzw. oder die Holzabfälle in naturfeuchtem, d. h. in einem für die Trockenraffination erforderlichen feuchten Zustande zerkleinert, sodann in demselben Feuchtigkeitszustande unter Steigerung der Reibungstemperatur bis zur Dampfbildung einer Trockenraffinationunterworfen wird, damit eine Zerlegung in Faserbündel stattfindet, worauf der Stoff; nachdem er etwa auf Holländerkonsistenz verdünnt worden ist, unter Temperatursteigerung durch Reibungswärme naß raffiniert wird.
  • Die Herstellung von Holzstoff durch Zerkleinern von Holz ohne Schleifen sowohl im trockenen als auch im nassen Zustande ist an sich bekannt, auch in der Weise, daß das dem Holz beigefügte Wasser durch Reibungswärme verdampft wird.
  • Das vorliegende Verfahren ist daher als eine Vereinigung an sich bekannter Maßnahmen anzusprechen, durch das der technische Fortschritt erzielt wird, daß man aus Holz und bzw. oder aus Holzabfällen einen Holzstoff erzeugt, der sich als Paketstoff, Rollstoff oder Schabstoff in den Handel bringen oder weiterverarbeiten läßt. Im Gegensatz zu denjenigen Verfahren, bei denen entweder nur trocken bzw. nur naß (u. U. in zwei Stufen) raffiniert und demgemäß im wesentlichen Holzmehl bzw. Faserstoff erzielt wird, bietet das vorliegende Verfahren infolge der Vereinigung an sich bekannter Maßnahmen die Möglichkeit, die Mengen an Holzmehl und Faserstoff im Enderzeugnis bemessen zu können, so daß je nach Erfordernis die Dichte und Geschlossenheit der aus dem Holzstoff hergestellten Erzeugnisse beeinflußt werden kann.
  • Bekanntlich erfolgt das Raffinieren in Mühlen, die aus zwei gegeneinander angedrückten und in entgegengesetztem Sinne umlaufenden Mahlsteinen bestehen. Zwischen diesen Mahlsteinen wird das zu behandelnde Gut hindurchgeführt. Durch diese Behandlung wird der Ausgangsstoff in einer möglichst vollkommenen Weise in Faserform übergeführt, d. h. die Faserbündel werden in ihre einzelnen Fasern zerlegt (fibriliert).
  • Das. Verfahren gemäß der Erfindung wird nun so durchgeführt, daß das Holz in naturfeuchtem Zustande zerschnitten bzw. zerkleinert wird. Unter Holz in naturfeuchtem Zustande ist hierbei solches zu verstehen, das etwa 5o bis 70 v. H. Wasser vom absoluten Trockengewicht des Holzes enthält. Werden Stammholz, Bretter oder Bohlen verwendet, so werden diese in Scheiben zerschnitten. Die Scheiben werden in der Längsrichtung der Fasern zerkleinert, wobei zu kurze Fasern wie etwa totgemahlene Fasern, deren Entstehen unvermeidlich ist, nebst Verunreinigungen entfernt werden. Das so vorbereitete Gut wird nun in demselben Feuchtigkeitszustande gemahlen (im sogenannten Trockenraffineur ), wodurch es in Faserbündel zerlegt wird. Das Vorschalten dieses Trockenraffineurs hat den Zweck, eine möglichst gleiche Größe der Faserbündel zu erzielen.
  • Während der Trockenraffination soll gemäß der Erfindung eine Steigerung der Reibungswärme künstlich erzielt werden. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, daß man die aufeinander wirkenden Reibungsoberflächen des Raffineurs durch Federn oder Gewichte belastet. Durch diese künstliche Steigerung der Reibungswärme wird eine Dampfbildung hervorgerufen, die ein Aufreißen der Faserbündel ermöglicht.
  • Nach dieser Behandlung wird das Gut auf dem Wege zum Naßraffineur in breiartigen Zustand übergeführt. Es muß daher eine bemessene Menge Wasser zugeführt werden, um im Naßraffineur eine erneute Temperaturerhöhung durch Reibungswärme vornehmen zu können.
  • Deutlichkeitshalber wird darauf hingewiesen, daß unter dem Ausdruck Raffinieren in der Holzschleifindustrie das Feinschleifen jener Fasern und Faserbündel zu verstehen ist, die durch die vorhergehende Verarbeitung mit dem Diefibreur nicht genügend verschliffen worden sind. Dieses Raffinieren erfolgt unter Zusatz kleinerer oder größerer Mengen Wassers und kann deshalb als Naßraffination bezeichnet werden.
  • Soweit dagegen das Holz in einem für die Trockenraffination erforderlichen feuchten Zustande im Raffineur, also ohne Zugabe von Wasser, verarbeitet wird, ist die Bezeichnung Trockenraffination am Platze.
  • Um die nötige Temperatursteigerung erzielen zu können, ist es erforderlich, daß das der Trockenraffination unterworfene Erzeugnis durch Zusatz von Wasser in den breiförmigen Zustand (sogenannte Holländerkonsistenz) übergeführt wird.
  • Das Gut, das dem zweiten Raffinationsvorgang, nämlich der Naßraffination, ausgesetzt gewesen ist und den N aßraffineur daher in dickflüssigem Zustand verläßt, wird darauf in starker Verdünnung in die Sortiermaschine geleitet. Die nicht vollständig in den faserförmigen Zustand übergeführten Faserbündel und Holzstückchen, die unter der Bezeichnung Sauerkraut bekannt sind, werden abgeschieden, zum Teil eingedickt und nach dem Dickstoffbehälter zurückgeführt, in dem sie mit den aus dem Trockenraffineur kommenden Stoffmengen wiederum auf Holländerkonsistenz vermengt und neuerdings zu dem Naßraffineur geleitet werden.
  • Das aus der Sortiermaschine kommende, durch Fasern verunreinigte Wasser wird zum Teil wiederum zum Regeln der Konsistenz des im Naßraffineur zu verarbeitenden Gutes benutzt; dies Regeln kann z. B. im Dickstoffbehälter erfolgen.
  • Der aus der Sortiermaschine kommende Holzschliff wird dann zu der üblichen Entwässerungsmaschine, z. B. einer Einzylindereindickmaschine, und von dort zu einer Preßvorrichtung geleitet. Der in dieser Weise hergestellte, 50 bis 55 v. H. Feuchtigkeit enthaltende Stoff wird je nach Wunsch gebleicht oder ungebleicht in Paket-, Roll- oder Schabstoff übergeführt, worauf der Holzschliff in den Handel gebracht werden kann.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist eine zum Durchführen des Verfahrens dienende Maschinenanlage schematisch in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
  • i bezeichnet die zum Zerkleinern des Stammholzes dienende Hack= oder Schneidemaschine, durch die das Holz in der in der Zellstoffindustrie bekannten Weise in Scheiben geschnitten wird. Von hier werden die Holzscheiben und sonstigen Holzstücke zu Maschinen 2 übergeführt (wie z. B. Schleudermaschinen, Desintegratoren usw.), die das in Scheiben -zerschnittene Gut weiterzerkleinern.
  • Aus der Zerkleinerungsmaschine 2, gelangt das Holzmaterial zu der Sichtmaschine 3, wo totgeschlagenes Gut, Sägemehl, Sand und sonstige Abfälle und Verunreinigungen abgeschieden und entfernt-werden.
  • Hiermit ist die erste Arbeitsstufe beendet. Das Gut wird nun der zweiten Bearbeitungsstufe unterworfen. Zu diesem Zwecke wird das in der Sichtmaschine befindliche gereinigte Gut zu dem Trockenraffineur 6 übergeleitet, wo unter Einwirkung künstlich erzeugter Reibungswärme die Holzmasse durch Zerfasern in der Längsrichtung der Faser in grobe Faserbündel umgesetzt wird.
  • Gelangt ein Holzmaterial zur Verarbeitung, das sich schon in einem zu trockenen Zustand befindet, dann wird es, um ihm die erforderliche Feuchtigkeit wieder zu erteilen, zunächst aus der Sichtmaschine in den Raum 5 gefördert, wo es mit aus dem Wasserbehälter q. kommendem Wasser vermischt wird.
  • Die Holzmasse wird sodann aus dem Behälter 5 zu dem Trockenraffineur 6 gebracht. Hiermit ist die zweiteArbeitsstufebeendet. Zum Bearbeiten der dritten Stufe wird die in dem Trockenraffineur 6 in Faserbündel umgesetzte Holzmasse zu der Grobstoffbütte7 geleitet, wo die Masse auf die zum Verarbeiten im Naßraffineur erforderliche Konsistenz gebracht wird.
  • Von hier wird diese auf Könsistenz gebrachte Holzmasse mittels geeigneter Förderanlagen 8 (Pumpen u. dgl.) dem Naßraffineur g zugeführt, wo sie ebenfalls unter Erzeugung künstlicher Reibungswärme, soweit dies praktisch erreichbar ist, zerfasert und in Holzschliff übergeführt wird.
  • Dieser im Naßraffineur 9 erzeugte Holzschliff wird dann unter Zusatz geeigneter Wassermengen in den Sortierer io geleitet, wo der fertige Holzschliff von dem noch vorhandenen Grobstoff getrennt wird.
  • Der fertige Holzschliff gelangt zu der Entwässerungsmaschine i i, während das grobstoffhaltige Wasser in die Bütte 7 zurückgeführt und zum Mischen von aus dem Trockenraffineur 6 kommenden Holzmassen verwendet wird.
  • Als Entwässerungsmaschinen können für den vorhin angegebenen Zweck Einzylinder-Rundsieb-Pappenrnaschinen oder andere geeignete Vorrichtungen verwendet werden.
  • In der Entwässerungsmaschine i i wird der fertige Holzschliff eingedickt, teilweise entwässert und in Schichten (Holzschliffbögen) übergeführt. Das Gut kann erforderlichenfalls auch in bekannter Weise z. B. unter Verwendung des Natrium-Bisulfid-Verfahrens gebleicht werden.
  • In derselben Weise kann man, wie bekannt, in diesen Maschinen das Gut iri Rollen- oder Schabstoff formen.
  • Das so erzeugte Gut kann durch Pressen, Zentrifugen und ähnliche Maschinen noch weiter entwässert und in Paketform gebracht werden. Eine solche Presse, die entweder an die Entwässerungsmaschine i i angeschlossen oder von dieser unabhängig sein kann, ist in der Zeichnung mit 12 bezeichnet.
  • Nachdem das Gut die Presse 12 verlassen hat, ist es versandfähig und weist einen Feuchtigkeitsgehalt von 5o bis 55 v. H. Wasser auf.
  • Das Verfahren kann auch in der Weise abgeändert werden, daß man das aus dem Sortierer io kommende fertige Gut unmittelbar auf Holländerkonsistenz eindickt und dem Holländer zuführt, wo es zu Papier verarbeitet wird.
  • In diesem Falle entfällt die Verarbeitung in der Entwässerungsmaschine i i und in der Presse 12.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff durch doppelte Raffination, dadurch gekennzeichnet, daß das Holz und bzw. oder die Holzabfälle in naturfeuchtem, d. h. in einem für die Trockenraffination erforderlichen feuchten Zustande (etwa 50 bis 70 v. H. Wassergehalt) zerkleinert, sodann in demselben Feuchtigkeitszustande unter Steigerung der Reibungstemperatur bis zar Dampfbildung einer Trockenraffination unterworfen wird, damit ein Zerlegen in Faserbündel stattfindet, worauf der Stoff, nachdem er etwa auf Holländerkonsistenz verdünnt worden ist, unter Temperatursteigerung durch Reibungswärme naß raffiniert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Verarbeiten von ausgetrocknetem Holz dieses vor dem Verarbeiten im Trockenraffineur wieder auf den für die Tröckenraffination erforderlichen Feuchtigkeitsgrad zurückgebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung des aus dem Sortierer (io) kommenden und in die Bütte (7) zurückgeführten grobstoffhaltigen Abwassers zum Regeln der Konsistenz der aus dem Trockenraffineur (6) kommenden und im Naßraffineur (9) zu verarbeitenden Holzmasse.
DEN25625D 1926-03-06 1926-03-06 Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff Expired DE601556C (de)

Priority Applications (1)

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DEN25625D DE601556C (de) 1926-03-06 1926-03-06 Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff

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DEN25625D DE601556C (de) 1926-03-06 1926-03-06 Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff

Publications (1)

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DE601556C true DE601556C (de) 1934-08-17

Family

ID=7343515

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DEN25625D Expired DE601556C (de) 1926-03-06 1926-03-06 Verfahren zum Erzeugen von Holzstoff

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DE (1) DE601556C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746618C (de) * 1939-03-22 1944-08-25 Zerkleinerungs Maschinen Ingen Verfahren zum Aufbereiten von Abfaellen, Spaenen, Schnitzeln, insbesondere aus Holz, zur Faserstoffherstellung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746618C (de) * 1939-03-22 1944-08-25 Zerkleinerungs Maschinen Ingen Verfahren zum Aufbereiten von Abfaellen, Spaenen, Schnitzeln, insbesondere aus Holz, zur Faserstoffherstellung

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