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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die Herstellung von Reinigungsvorrichtungen für Flüssigkeiten
gemäß dem Oberbegriff
des beigefügten
Anspruchs 1.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls eine Reinigungsvorrichtung
für Flüssigkeiten,
die mittels besagtem Verfahren hergestellt wird, gemäß dem Oberbegriff
des beigefügten
Anspruchs 3.
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Stand der Technik
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Eine
Vielzahl an Flüssigkeitsfiltern
ist bislang bekannt gewesen zum Filtrieren von Flüssigkeiten, die
für verschiedene
Zwecke verwendet werden. Wenn beispielsweise Schmieröl für innere
Verbrennungsmotoren filtriert wird, wird das Öl zwischen einem Ölreservoir
und den Schmierungspunkten zirkuliert, wobei das Öl veranlasst
wird, durch einen Ölfilter
während
der Zirkulation zu gelangen. Der Filter ist typischerweise in einer
so genannten Abzweigungs- oder Bypassleitung platziert, um so eine
Fraktion des Öls
während
jeder Zirkulationspassage zu reinigen. Bislang ist jedoch lediglich
ein begrenzter Reinigungsgrad erreicht worden, was bewirkt, dass
das Öl sukzessive
altert und sich in Bezug auf seine Eigenschaften verschlechtert.
Somit ist es bislang erforderlich gewesen, das Öl nach einer bestimmten begrenzten
Zeit auszutauschen.
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Die
sorgfältige
Handhabung von gebrauchtem Öl
ist ein sehr wesentliches Umweltproblem, nicht zuletzt weltweit
betrachtet, und daher würde
ein verbesserter Reinigungsgrad in einem großen Gewinn in Bezug auf die
Umwelt sowie die Wirtschaftlichkeit resultieren. Durch Verlängern der
Lebensdauer bestimmter Flüssigkeitsarten,
wie Ölen,
die in einem großen
Ausmaß aus
der Natur extrahiert werden, würden
die natürlichen
Ressourcen der Erde wesentlich verlängert werden.
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SU-A-1 340 796 offenbart
einen Flüssigkeitsfilter
mit einem konischen Gehäuse
umfassend ein zusammendrückbares
zylindrisches Filterelement. Das Filterelement wird axial durch
die Flüssigkeit
geführt
und umfasst einen Gradienten, welcher durch die Kompression an dem
unteren Ende desselben erhalten wird, so dass das Filterelement
den gleichen Durchmesser wie die Reinigungskammer annimmt.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Verfahren und
eine Reinigungsvorrichtung für
Flüssigkeiten
bereitzustellen, durch welche die Lebensdauer der Flüssigkeit
beträchtlich
verlängert werden
kann, was in einem großen
Gewinn in Bezug auf die Umwelt sowie die Wirtschaftlichkeit resultiert.
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Die
Aufgabe wird mittels einem Verfahren und einer Reinigungsvorrichtung
für Flüssigkeiten gemäß der Erfindung
erreicht, deren Eigenschaften in den beigefügten Ansprüchen 1 bzw. 3 definiert sind.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird nun mittels einiger Ausführungsbeispiele beschrieben,
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen, in denen:
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1 eine
Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Reinigungsgehäuses in
einer ersten Ausführungsform
zeigt, ohne den Reinigungseinsatz und zeitweilig mit einem offenen
Ende,
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2 eine
teilweise geschnittene Aufsicht des Reinigungsgehäuses ist,
betrachtet vom offenen Ende,
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3 eine
teilweise geschnittene Seitenansicht eines Reinigungseinsatzes in
einem ersten Zustand ist, platziert außerhalb des Reinigungsgehäuses,
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4 den
Reinigungseinsatz zeigt, betrachtet von einem Ende in seinem Zustand
außerhalb
des Gehäuses,
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5 eine
deutlich vergrößerte, teilweise aufgebrochene
Detailansicht eines Bereichs des Reinigungseinsatzes gemäß der Erfindung
ist,
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6 eine
perspektivische Explosionsansicht der Reinigungsvorrichtung für Flüssigkeiten
gemäß 1 und 2 ist,
die das Verfahren gemäß der Erfindung
veranschaulicht, wohingegen
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7 eine
korrespondierende Explosionsansicht ist, jedoch vervollständigt, um
eine vollständige
Reinigungsvorrichtung für
Flüssigkeiten
gemäß der Erfindung
zu bilden,
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8 eine
teilweise geschnittene perspektivische Ansicht der Reinigungsvorrichtung
für Flüssigkeiten
ist, wobei der Reinigungseinsatz in einer Endposition ist, wobei
die oberen Endkopfabdeckungen jedoch aus Klarheitsgründen entfernt
sind,
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9 ein
teilweiser Längsquerschnitt
durch die Reinigungsvorrichtung für Flüssigkeiten in einer zweiten
Ausführungsform
ist,
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10 ein
entsprechender Schnitt durch die Reinigungsvorrichtung für Flüssigkeiten
in einer dritten Ausführungsform
ist, und
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11 ein
Längsquerschnitt
in rechtem Winkel zum Querschnitt von 10 ist.
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Bevorzugte Ausführungsform
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Wie
aus den 1 und 2 entnommen werden
kann, umfasst die Reinigungsvorrichtung für Flüssigkeiten gemäß der Erfindung
ein Reinigungsgehäuse,
das eine Reinigungskammer 2 definiert. Genauer besteht
das Reinigungsgehäuse
aus einer umschließenden
Gehäusewand 3,
die aus einem starren, formstabilen, das heißt nicht leicht zu deformierenden
Material hergestellt ist, wie Metall, starrem Kunststoff, starrer
Pappe oder ähnlichem,
welches flüssigkeitsresistent
und impermeabel ist. Das Reinigungsgehäuse zeigt, an seinem unteren
Ende, einen Endwandbereich 4, wohingegen das Gehäuse in seinem
anfänglichem
Zustand offen ist, das heißt
eine Öffnung 5 am
gegenüberliegenden
oder oberen Ende aufweist. Die Öffnung 5 weist
bevorzugt die gleiche Größe wie die
Querschnittsabmessung der Reinigungskammer am offenen Ende auf,
oder genauer fällt
nicht unter diese Querschnittsabmessung. Im Endzustand der Reinigungsvorrichtung
für Flüssigkeiten
sind Kopfabdeckungen zum Versiegeln des offenen Endes vorgesehen,
welche unten beschrieben werden.
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Bevorzugt
ist das Reinigungsgehäuse 1, oder
wenigstens die Reinigungskammer 2, rotationssymmetrisch
um eine geometrische Längsachse 6, im
veranschaulichten Beispiel kreisförmig, das heißt zeigt
einen kreisförmigen
Querschnitt, wie er in 2 gezeigt ist. Aus Veranschaulichungsgründen ist
sowohl in 1 als auch 2 ein
Abschnitt weggeschnitten.
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Gemäß der Erfindung
weist das Reinigungsgehäuse 1,
und genauer seine Reinigungskammer 2, eine laterale Abmessung
einer Größe auf,
in dem veranschaulichten Beispiel einen Durchmesser d1, an
einem Ende der Reinigungskammer, das heißt an dem Endwandbereich 4,
welche kleiner ist als die laterale Abmessung, in dem veranschaulichten
Beispiel der Durchmesser D, an dem anderen Ende der Reinigungskammer,
das heißt
an der Öffnung 5.
Hierdurch verengt sich die Reinigungskammer 2 etwas in Richtung
auf ihr unteres Ende, d. h. ihre Form wird etwas konisch, das heißt die innere
Oberfläche 7 der Gehäusewand 3 ist
konisch, was dem Reinigungsgehäuse,
oder wenigstens der Reinigungskammer, die Form eines Kegelstumpfs
gibt, in dem veranschaulichten Beispiel auf den Kopf gestellt, das
heißt
folgend einer bevorzugten linearen Generatix. Mit anderen Worten
verjüngt
sich die Reinigungskammer 2 kontinuierlich von ihrem offenen
zu ihrem geschlossenen Ende.
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Der
Durchmesserunterschied kann von Anwendung zu Anwendung variieren
und ist ebenfalls abhängig
von der Höhe
der Reinigungskammer und der Größenordnung
der Durchmesser, jedoch könnte ein
typisches Intervall von einigen Millimeter bis zu einigen Zentimetern
sein.
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Das
Reinigungsgehäuse 1 zeigt,
an seinem Endbereich 4, eine geschlossene untere Endwand 8 mit
einem Abflussloch 9, welches mittels eines Abflussstopfens 10,
siehe 6, verschlossen ist. Der Stopfen weist bevorzugt
einen Gewindebereich zum Einschrauben desselben in das Abflussloch
auf. Auf der Innenseite der Endwand in der Reinigungskammer 2 ist
ein unteres Element 11 angeordnet, beispielsweise ein lösbares Element,
das auf der Innenseite des Endbereichs 4 ruht. Das untere
Element 11 ist wie ein Rad geformt, mit einem umfänglichen Ringbereich 12 und
einer Vielzahl von Radialspeichen 13. Der Ringbereich 12 und
die Speichen 13 definieren aufrecht stehende Kanten, wobei
der Ringbereich einen Durchmesser aufweist, der so ausgewählt ist,
um eine Aussparung 14 zu der inneren Wandoberfläche 7 der
Reinigungskammer zu definieren. Diese Aussparung 14 wird
durch die Speichen 13 mit Bereichen gehalten, die sich
hinter den Ring 12 erstrecken und radiale Abstandselemente 15 für das untere
Element definieren. Die Speichen 13 zeigen eine geringere
Höhe als
der Ringbereich 12, welcher ferner verjüngt ist oder nach oben ausgerichtet ist,
um so einen messer-ähnlich
geformten, umfänglichen
oberen Rand 12a zum Eindringen in den Reinigungseinsatz
zu erzeugen, was im weiteren Detail unten zu beschreiben ist. Die
Speichen 13 sind stumpfer als der obere Rand des Ringbereichs,
um einen Träger
für die
untere Endoberfläche
des Reinigungseinsatzes zu definieren. Die Speichen 13 formen
axiale Abstandsrippen zum Halten des Reinigungseinsatzes in einem
Abstand von dem Boden des Reinigungsgehäuses. Das untere Element 11 zeigt
eine Nabe 22 in der Form einer Röhre, die sich nach oben durch
das gesamte Reinigungsgehäuse erstreckt.
Die Röhre 22 ist
angeordnet, um mit dem Reinigungsgehäuse koaxial zu sein, das heißt symmetrisch
in Bezug auf die geometrische Längsachse 6.
Die Röhre
weist eine Öffnung 16 am
Boden auf, damit das gereinigte Fluid eintreten kann, was weiter unten
zu beschreiben ist.
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Die
Reinigungsvorrichtung für
Flüssigkeiten umfasst
gemäß der Erfindung
einen Reinigungseinsatz 30, der separat in 3, 4 und 5 gezeigt
ist. Der Reinigungseinsatz ist aus einem flüssigkeitspermeablen Reinigungsmaterial
gemacht, das fungiert, um es Flüssigkeit
zu erlauben, axial, das heißt
parallel mit der Längsachse 18 des
Reinigungseinsatzes, zu strömen.
Gemäß der Erfindung
zeigt der Reinigungseinsatz eine laterale Querschnittsabmessung,
die die laterale Querschnittsabmessung der Reinigungskammer an einem
ihrer Enden übertrifft,
in dem veranschaulichten Beispiel dem unteren Ende. Wenn der Reinigungseinsatz
einen Querschnitt aufweist, der der Form nach gleich zu demjenigen
der Reinigungskammer ist, ist der Querschnitt kreisförmig, das
heißt
zeigt einen kreisförmigen
Umfang 19, der Durchmesser d2 des
Reinigungseinsatzes ist größer als
der Durchmesser d1 der Reinigungskammer
an ihrem unteren Ende. Bevorzugt ist der Reinigungseinsatz in seinem
Anfangszustand, das heißt
außerhalb
des Reinigungsgehäuses,
zylindrisch, das heißt
zeigt die gleiche laterale Abmessung oder den gleichen Durchmesser
am oberen Ende wie am unteren Ende des Reinigungseinsatzes. Der
Reinigungseinsatz ist ferner hergestellt aus einem zusammendrückbaren
Material, bevorzugt röhrenförmigen Fasern,
wie Zellulosefasern, in der Form eines Papieres, das um einen Kern 20,
hergestellt aus einem starren Material, zum Beispiel Pappe, gewinkelt
ist, Der Kern ist bevorzugt wie eine Röhre mit einer inneren Aushöhlung 21 ausgelegt, wobei
der Durchmesser derselben größer ist
als der äußere Durchmesser
der zentralen Röhre 22 des Reinigungsgehäuses.
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5 veranschaulicht
einen teilweise aufgebrochenen Schnitt, veranschaulichend in einer
vereinfachten Art und Weise die gewickelten Schichten des Reinigungseinsatzes.
Das Zellulosepapier wird daher aus einem kontinuierlichen Papiergewebe
gebildet, wobei seine Hauptfaserrichtung lateral platziert ist, über die
Längsrichtung
des Gewebes. Das Aufwickeln wird durchgeführt mit einem hochgestreckten
Gewebe, so dass die Papierschichten eng gewickelt sind, ohne irgendeinen
Freiraum zwischen den Schichten.
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Die
Nabe 22, oder die zentrale Röhre des Reinigungsgehäuses, ist
fest in dem unteren Element 11 angeordnet und erstreckt
sich mit ihrem oberen Ende einen gewissen Abstand über die
Gehäusewand 3 des
Reinigungsgehäuses,
siehe 6. Das Reinigungsgehäuse umfasst, neben einem unteren Element 11,
ein oberes Element 24, das ein Kompressionselement und
ein Verteilungselement für
die zu reinigende Flüssigkeit,
beispielsweise Öl,
bildet. Das Kompressionselement 24 zeigt eine zentrale Bohrung 25,
was es dem Kompressionselement 24 ermöglicht, auf die zentrale Röhre aufgesetzt
zu werden. Das Kompressionselement zeigt ferner eine Anzahl von
Verteilungskanälen 26,
einschließend
radiale Durchkanäle
zur Verteilung der Flüssigkeit,
die beabsichtigt ist, um unter Druck zu der Oberseite des Kompressionselements 24 geliefert
zu werden. Hier wird, wie in 7 gezeigt
ist, eine verschließende obere
Endabdeckung 27 vorgesehen, die sowohl eine Zulaufleitung 28 für die Flüssigkeit
und eine Ablaufleitung 29 für die gereinigte Flüssigkeit
integriert. Die Zulaufleitung kommuniziert mit der oberen Seite des
Kompressionselements außerhalb
der zentralen Röhre 22,
während
die Ablaufleitung mit der inneren Aushöhlung der zentralen Röhre kommuniziert,
welche wiederum mit der Fläche
unterhalb des Reinigungseinsatzes kommuniziert.
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Gemäß der Erfindung
wird die vollständige Reinigungsvorrichtung
für Flüssigkeiten
erreicht durch Insertieren des Reinigungseinsatzes 30,
wie es am besten in 6 gezeigt ist, von oberhalb
durch die obere Öffnung 5 des
Reinigungsgehäuses 1.
Der Durchmesser d2 des Reinigungseinsatzes
ist kleiner als der Durchmesser D am oberen Ende der Reinigungskammer,
was es ermöglicht,
dass der Reinigungseinsatz insertiert wird, ohne Widerstand, einen gewissen
Weg in das Reinigungsgehäuse.
Der Hohlkern 20 des Reinigungseinsatzes wird hierbei auf
der zentralen Röhre 22 verrutscht.
Irgendwo zwischen den oberen und unteren Enden der Reinigungskammer
berührt
die Umhüllungsoberfläche des
Reinigungseinsatzes 30 das Innere 7 der Reinigungskammerwand,
das heißt
an der Höhe,
wo der Durchmesser der Reinigungskammer dem Durchmesser d2 des Reinigungseinsatzes entspricht, das
heißt
an 2/3 der Höhe
des Reinigungsgehäuses
oder vielleicht bei ½ der
Höhe. Dann
tritt ein Widerstand auf, woraufhin der Reinigungseinsatz in das
Reinigungsgehäuse entweder
manuell oder mittels einer Drückvorrichtung,
die in der Lage ist, eine Drückkraft
in der axialen Richtung zu beaufschlagen, hinuntergeschoben werden
muss, das heißt
in die Richtung der geometrischen Achse 6, in Richtung
auf das untere Element 11 des Reinigungsgehäuses. Durch
die Kompressibilität
des Reinigungseinsatzes wird der letztere fortschreitend in der
radialen Richtung über
wenigstens einen Bereich der Höhe
des Reinigungseinsatzes kompressiert, da die Gehäusewand 3 des Reinigungsgehäuses formbeständig ist.
Der Reinigungseinsatz ist so dimensioniert, dass er gegen das untere
Element 11 in einer solchen Weise hinunter gedrückt werden
kann, dass die untere, im Wesentlichen planare Endoberfläche 31 des
Reinigungseinsatzes gegen den oberen Rand 12a des Ringbereichs 12 gedrückt wird,
welcher, aufgrund seiner messer-ähnlichen
Form, etwas in den Reinigungseinsatz eindringen kann, was es der
Endoberfläche 31 erlaubt,
an der Trägerfläche der
Speichen 13 anzustoßen.
In einer letzten Stufe wird die Drückkraft durch Gleiten des Kompressionselements 24 auf
der zentralen Röhre 22 erhalten.
Besagte zentrale Röhre zeigt
einen Gewindebereich am oberen Ende, der sich über das Kompressionselement
erstreckt, was es einer Schraubenmutter 32 erlaubt, aufgeschraubt zu
werden, welche, durch Anziehen mittels eines Werkzeugs, die Endkompression
erreicht und den Reinigungseinsatz in seiner Endposition bewahrt, wie
es in 8 gezeigt ist. Der Reinigungseinsatz wird hierdurch
eine Aussparung zum oberen Rand 33 des Reinigungsgehäuses belassen,
um Raum für das
Kompressionselement 24 bereitzustellen, welches jedoch
nicht in 8 gezeigt ist. Der Aufbau der Reinigungsvorrichtung
für Flüssigkeiten
wird beendet durch Anfügen
der oberen Endabdeckung 27, um somit abdichtend gegen den
oberen Rand 33 des Reinigungsgehäuses zu stoßen. Die obere Endabdeckung 27 zeigt
bevorzugt Montageflansche 34 zum Anfügen der Reinigungsvorrichtung
für Flüssigkeiten an
beispielsweise eine stationäre
Wand an der fraglichen Installation. Zulauf- und Ablaufleitungen
werden schließlich
an den Einlass- bzw. Ablauföffnungen
(28, 29) angebunden, welche hierdurch am gleichen Ende
des Gehäuses
angeordnet werden.
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Die
zu reinigende Flüssigkeit
besteht aus Öl, zum
Beispiel pflanzlichen Ölen,
jedoch hauptsächlich Mineralölen, wie
Steinöl
oder synthetischen Ölen. Das Öl kann ein
Treibstoff für
einen internen Verbrennungsmotor sein, wie Dieselöl, oder
Schmieröl
für einen
Verbrennungsmotor, zum Schmieren von Lager, etc. Die Flüssigkeit
wird unter Druck in den Zulauf 28 geführt und durch das Verteilungselement 24 verteilt, um
die Flüssigkeit über der
oberen Endfläche 35 des Reinigungseinsatzes
zu verteilen. Die Flüssigkeit wird
unter Druck fließen,
zum Beispiel etwa 1 bar, hauptsächlich
in der axialen Richtung, durch den Reinigungseinsatz, und kann nicht
zwischen dem Einsatz und der Gehäusewand
des Reinigungsgehäuses
strömen,
da der Reinigungseinsatz angeordnet worden ist, um im Allgemeinen
die Reinigungskammer zu füllen
und die Gehäusewandinnenfläche 7 zu berühren. Dieser
Zustand wird bevorzugt ebenfalls am oberen Ende der Reinigungskammer
gesichert, dadurch, dass der Einsatz einer axialen Kompressionskraft
unterzogen wird, wodurch, am oberen Ende, eine bestimmte radiale
Expansion des Reinigungsmaterials in der nach außen gerichteten Richtung in Richtung
auf die Gehäusewand
ebenfalls auftreten wird. Jedoch ist ein Abstand zur Gehäusewand
am oberen Ende nicht wichtig. Der messer-ähnlich geformte umfängliche
obere Rand des messer-ähnlichen
Bereichs, der in das untere Ende des Reinigungseinsatzes eindringt,
wird gewährleisten,
dass das gesamte Öl
durch den Einsatz gelangt und gereinigt werden muss. Die Flüssigkeit
wird während
ihres Durchgangs durch den Reinigungseinsatz gereinigt, durch Absorption
unerwünschter
Bestandteile. Unlösliche
Teilchen sowie einige gelöste
Komponenten der Flüssigkeit
werden in dem Reinigungsmaterial absorbiert werden. Bevorzugt wird
ein Reinigungsmaterial ausgewählt,
das Zellulosefasern des röhrenförmigen Typs
enthält,
die sich im Allgemeinen in der axialen Richtung erstrecken. Durch
die radiale Kompression des Reinigungseinsatzes, sich allmählich erhöhend in
Richtung auf das untere Ende, welches in dem Reinigungseinsatz das
Ablaufende definiert, findet eine allmählich zunehmende Kompaktierung des
Reinigungsmaterials in der Abwärtsrichtung statt,
genauer eine Kompaktierung der röhrenförmigen Fasern.
Dies wird einen erhöhten
Reinigungsgrad erzeugen, so dass sogar Oxidationsprodukte in dem Öl ebenso wie
Wasser in dem Reinigungsmaterial verbleiben. Durch Kapillareffekte
innerhalb der röhrenförmigen Fasern
wird Wasser in dem Reinigungseinsatz gehalten, wohingegen Öl hindurchfließen wird.
Im Gegensatz dazu können
Additive in dem Öl
hindurchgelangen, was die günstigen
Eigenschaften des Öls
bewahrt, wohingegen Kontaminierungs- und Alterungsprodukte in der
Reinigungsvorrichtung eingefangen werden. Durch die fortgeführte Kompaktierung
des Reinigungsmaterials in der Flussrichtung der Flüssigkeit
ist eine maximale Verteilung und eine kontinuierliche Zunahme des
Reinigungseffekts möglich.
Dies liefert eine maximale Reinigungsfunktion. Tests haben gezeigt,
dass Teilchen bis zu einer Größe von 0,1 μm in der
Reinigungsvorrichtung gemäß der Erfindung
gesammelt werden. Somit kann die Reinigungsvorrichtung alle Teilchen
in dem Öl trennen
und sammeln, die eine Reibung verursachen und dadurch die Oxidationsgeschwindigkeit
der Öle erhöhen, das
heißt
die Alterung.
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9 veranschaulicht
ein alternatives Ausführungsbeispiel,
wo die entsprechenden Elemente mit dem Zusatz der Zahl 100 bezeichnet
werden. Das untere Element 111 ist in diesem Beispiel so
aufgeteilt, dass der umfängliche
Ringbereich 112 von dem Rest des unteren Elements getrennt
ist. Hier ist der Ringbereich 112 fest an der unteren Endwand 104 (integral
mit dieser) des Reinigungsgehäuses 101 angefügt. Stattdessen
ist der Rest des unteren Elements bevorzugt eine getrennte Einheit 136 von
dem Reinigungsgehäuse,
ruhend auf dem Endwandbereich 104. Die separate Einheit 136 ist
in diesem Beispiel mit einem zweiten, ringförmigen Bereich 137 vervollständigt, zusammen
mit den Speichen 113 definierend Abstandselemente zum Stützen des
Reinigungseinsatzes 130.
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9 zeigt
ebenfalls, dass der messer-ähnliche
obere Rand 112a des fixierten Ringbereichs 112 in
den Reinigungseinsatz 130 von seiner Bodenseite 131 eindringt,
während
der Reinigungseinsatz durch die Abstandselemente 137 gestützt wird.
Hierdurch wird das „Ablaufende" des Reinigungseinsatzes,
d. h. seine Bodenseite 131, umfänglich gegen jegliche nicht
gereinigte Flüssigkeit,
die an der Gehäusewand des
Reinigungsgehäuses
strömt,
abgedichtet, während
gleichzeitig ein Raum 138 für das Herausströmen und
den Fluß gereinigter
Flüssigkeit
radial nach innen, in Richtung auf die Ablaufleitung 122 zur
axialen Abgabe erzeugt wird. Von dem Raum 138 kann die
Flüssigkeit
in das Innere der Röhre 122 über eine oder
mehrere Öffnungen 116 gelangen.
Aus 9 kann ebenfalls entnommen werden, dass der Reinigungseinsatz 130 eng
an der Wand der Reinigungskammer 102 wenigstens an seinem
unteren Ende anliegt und es ihm ermöglicht wird, am oberen Ende
der Reinigungskammer, einen Abstand zu der Wand zu definieren, ohne
Verschlechterung der Reinigungsfunktion.
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Aus 9 kann
ebenfalls entnommen werden, dass der Bodenstopfen 110 in
diesem Beispiel zwei Schraubbereiche aufweist, einen kürzeren Schraubbereich 139,
der normalerweise in das Bodenloch 109 eingeschraubt wird
und mit einer Länge, die
kürzer
ist oder gleich ist zur Tiefe desselben. Der anderen Schraubbereich 140,
der kein längeres
Gewinde als der erste Schraubbereich aufweisen muß, weist
eine Gesamtlänge
auf, die die Tiefe des Loches übertrifft.
Ferner weist die getrennte Einheit 136 des unteren Elements 111 eine
Schulter oder eine Kontaktfläche 141,
die sich radial in das Loch 109 erstreckt.
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Mit
der Ausführungsform
nach 9 können die
folgenden Maßnahmen
durchgeführt
werden, wenn ein Reinigungseinsatz ersetzt wird. Zunächst wird,
wie im ersten Beispiel, das Reinigungsgehäuse 101 aus der oberen
Endabdeckung 127 entfernt, woraufhin die Schraubenmutter
abgeschraubt und das Kompressionselement 24 entfernt wird.
Der untere Abflußstopfen
wird dann abgeschraubt, umgedreht und wiederum aufgeschraubt, nun
mit dem längeren Bereich 140 in
dem Loch 109. Wenn der Stopfen so aufgeschraubt worden
ist, dass das Ende 142 des Bereichs mit der Schulter 141 zusammenstößt, wird die
getrennte Einheit 136 des unteren Elements 111 axial
nach oben geschoben und wird den Reinigungseinsatz 130 etwa
aus dem Reinigungsgehäuse herausschieben.
Hierdurch kann der gesamte Filter umgekehrt gehalten werden, was
ein leichtes Entfernen des Reinigungseinsatzes erlaubt.
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10 und 11 zeigen
eine alternative Ausführungsform,
wo die zentrale Röhre 222 sich nach
unten durch die zentrale Öffnung
des unteren Elements 211 erstreckt. In diesem Falle wird
der Bodenstopfen 210 in Gewinde in der zentralen Röhre geschraubt.
Ein Hubelement 250, in dem veranschaulichten Beispiel ein
Stift, der sich seitlich durch die zentrale Röhre erstreckt, ist axial in
Bezug auf die zentrale Röhre
verschiebbar. Genauer erstreckt sich der Stift durch zwei gegenüberliegend
angeordnete längliche
Schlitze 251, die sich axial in der zentralen Röhre 222 erstrecken.
Der Stift 250 ist länger
als der äußere Durchmesser
der zentralen Röhre
und erstreckt sich daher unter den unteren Rand 252 des röhrenförmigen Kerns 220 des
Reinigungseinsatzes 230, der eine Hülle um die zentrale Röhre bildet.
Vorteilhafterweise weist der Stift an seinen Enden einen größeren Durchmesser
als die Breite der Schlitze auf, außer an einem Ende der Spitze.
Durch dieses Design wird der Stift verriegelt und kann während normaler
Bewegungen nicht herausfallen. Der Bodenstopfen 210 kann
von der gleichen Umkehrart wie in 9 sein und
ist in 10 mit seinem kürzeren Schraubbereich 239 eingeschraubt
in das Bodenloch 209 gezeigt. Das Hubelement 250 ist
dann in einem unteren, nicht aktiven Modus, wodurch die Reinigungsvorrichtung
in einem aktiven Zustand, d. h. einem Betriebsmodus ist. Wenn der
längere
Bereich 240 in die zentrale Röhre insertiert ist, ist die
Endoberfläche 242 des
Stopfens in der Lage, den Stift 250 nach oben zu schieben,
wodurch der Reinigungseinsatz 230 aus dem Bodenelement 211 und
weg von dem Messer-ähnlichen
Bereich 212, siehe 11, gehoben
wird. Aufgrund der konischen Form der Reinigungskammer 202 und
des Reinigungseinsatzes 230 wird der Einsatz aus seinem
zusammengedrückten
Zustand freigegeben und kann leicht aus dem Reinigungsgehäuse 201 nach
der anfänglichen
Hubbewegung herausgehoben werden. Wie in den anderen Ausführungsformen
ist anfänglich
das gegenüberliegende
Ende des Reinigungsgehäuses,
d. h. die obere Endabdeckung entfernt worden. Die Schlitze 251 können vorteilhaft
ebenfalls als Flußpassagen fungieren,
was es der Flüssigkeit
erlaubt, in das Innere der zentralen Röhre und dann heraus durch den Ablauf
zu fließen.
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Die
Erfindung ist oben als ein Verfahren und eine Vorrichtung für die Reinigung
von Flüssigkeiten beschrieben
worden, sogar wenn eine Methode verwendet wird, die an die Kategorie
einer Filtration oder Trennung von Substanzen und/oder Wasser von
einem nichtwässrigen
Fluid, wie Öl,
erinnert und als in diese Kategorie fallend betrachtet werden kann.
Da jedoch eine herkömmliche
Filtration, insbesondere von Ölen,
in einem verhältnismäßig geringen
Reinigungsgrad resultiert, ist der Begriff Filtration vermieden
worden, um den hohen Grad der Reinigung gemäß der Erfindung zu betonen.
Man könnte
ebenfalls den Begriff Kollektor verwenden, d. h. einen Kontaminierungskollektor,
oder über
eine kontinuierliche Bewahrung der Flüssigkeit reden, d. h. Maßnahmen zum
Erhalten der beabsichtigten Eigenschaften einer Flüssigkeit
während
ihrer maximalen Lebensdauer, anstelle des Austausches der Flüssigkeit
zu wiederholten Austauschintervallen.
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Dank
der Erfindung kann eine Ölbewahrung durch
eine solche hochgradige Reinigung erzielt werden, dass eine Flüssigkeit
in einem System ohne Zeitbegrenzung wieder verwendet und zirkuliert
werden kann. Dies bedeutet, dass die Anzahl an Ölwechseln in einem Automotor
praktisch um 90–95%
reduziert werden kann, was somit enorme Vorteile in Bezug auf die
Umwelt und die Wirtschaftlichkeit bringt. Die Reinigungsvorrichtung
kann im Prinzip in einer zufälligen
Richtung, z. B. liegend, d. h. mit einer horizontalen Längsachse,
geneigt oder umgedreht, eingesetzt werden.