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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein kontinuierliches Allylchloridherstellungsverfahren.
Genauer gesagt betrifft die vorliegende Erfindung ein kontinuierliches
Verfahren, bei dem Allylalkohol und Wasserstoffchlorid unter Bildung
von Allylchlorid umgesetzt werden, einer wichtigen Verbindung, die
als ein Allylverbindungsausgangsmaterial für Epichlorhydrin, Glycerin
und dergleichen, als Ausgangsmaterial für landwirtschaftliche Chemikalien,
wie Herbizide und Pestizide, als Ausgangsmaterial für Arzneimittel,
wie Beruhigungsmittel und Narkosemittel, als Ausgangsmaterial für aromatische
Stoffe, als Bodenverbesserer und dergleichen eingesetzt wird.
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Hintergrund der Erfindung
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Allylchlorid
(im Folgenden manchmal als "AC" abgekürzt) ist
herkömmlich
durch Chlorierung von Propylen hergestellt worden. Dieses Produktionsverfahren
hat jedoch erhebliche Nachteile, wenn es als industrielles Produktionsverfahren
eingesetzt wird, einschließlich:
- 1) eine hohe Reaktionstemperatur und eine hohe
Produktion von verschiedenen Nebenprodukten,
- 2) Carbonisierung von Polymer-Nebenprodukten der Reaktion und
Verklumpen des Reaktors,
- 3) erhebliche Korrosion der Vorrichtungen aufgrund der hohen
Temperatur, bei der Wasserstoffchlorid gehandhabt wird und,
- 4) Produktion von chlorierten organischen Nebenprodukten, die
eine schädliche
Auswirkung auf die Umwelt haben können.
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Es
wurde ein Verfahren für
eine vorteilhaftere industrielle Produktion von Allylchlorid berichtet,
bei dem Allylalkohol (im Folgenden manchmal als "AAL" abgekürzt) und
Wasserstoffchlorid (im Folgenden manchmal als "HCL" abgekürzt) in
An wesenheit von Kupfer(I)-Chlorid unter Synthese von Allylchlorid
umgesetzt werden (Jacques J. Bull. Soc. Chim. Fr., [5] 12, 843 (1945)).
In diesem Verfahren wird jedoch die umgesetzte Lösung in eine organische und
eine Wässrigphase
aufgetrennt, wobei Allylchlorid sowie eine große Menge Diallylether (im Folgenden
manchmal als "DAE") und eine kleine
Menge des nicht umgesetzten Allylalkohols in der organischen Phase
gemischt sind und die Allylchloridausbeute nur etwa 70 Gew.-% war,
was industriell nicht zufriedenstellend ist.
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Der
Anmelder der vorliegenden Erfindung hat in der
japanischen geprüften Patentveröffentlichung
HEI Nr. 6-92329 ein Verfahren zur Produktion von Allylchlorid
vorgeschlagen, bei dem Allylalkohol und Wasserstoffchlorid in Anwesenheit
eines Katalysators umgesetzt werden, und das hergestellte Allylchlorid
wird aus dem Reaktionssystem mit dem fortschreiten der Reaktion
abdestilliert. Dieses Verfahren unterdrückt die Produktion von Diallylether
als Nebenprodukt der Reaktion, um eine hohe Ausbeute von Allylchlorid
zu ergeben.
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Für die wirtschaftliche
industrielle Anwendung dieses Verfahrens wird die Reaktion vorzugsweise
auf kontinuierliche Weise durchgeführt. "Kontinuierlich" bedeutet, dass der Allylalkohol und
Wasserstoffchloridausgangsmaterialien kontinuierlich in das Reaktionssystem
eingespeist werden und das hergestellte Allylchlorid kontinuierlich
aus dem Reaktionssystem abdestilliert wird. Da jedoch das Allylalkoholausgangsmaterial
unter Bedingungen abdestilliert wird, unter denen das Wassernebenprodukt
neben dem Allylchlorid kontinuierlich aus dem Reaktor abdestilliert
wird, ist es schwierig, Wasser aus dem Reaktionssystem zu verdampfen
und abzudestillieren.
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Aus
diesem Grund lehrt die
japanische
geprüfte
Patentveröffentlichung
HEI Nr. 6-92329 , dass die Reaktionslösung abgezogen werden kann
und das überschüssige Wasser
abdestilliert werden kann, bevor es in den Reaktor zurückgeführt wird,
es wird jedoch kein konkretes Verfahren zur Durchführung dieser
Lehre offenbart. Es wird auch erwähnt, dass das destillierte
Allylchlorid Wasserstoffchlorid enthält, und dass dieses deshalb
mit schwach alkalischem Wasser vor der Reinigung des Allylchlorids
gewaschen wird, dieses Verfahren ist jedoch mit dem Problem behaftet,
dass während
des Allylchloridreinigungsverfahrens Salze produziert werden. Ein
weiteres Problem des in der
japanischen
geprüften
Patentveröffentlichung
HEI Nr. 6-92329 beschriebenen Verfahrens ist, das eine
hohe Reaktionstemperatur zu einer größeren Menge des Diallylethernebenprodukts
führt.
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Offenbarung der Erfindung
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Es
ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur
Produktion von Allylchlorid bereitzustellen, bei dem Allylalkohol
und Wasserstoffchlorid in der Anwesenheit eines Katalysators umgesetzt werden
und das erhaltene Allylchlorid aus dem Reaktionssystem abdestilliert
wird, wobei dieses Verfahren sowohl die Herstellung von Diallylether
als Nebenprodukt unterdrückt
als auch Allylchlorid kontinuierlich produziert.
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Als
Ergebnis eingehender Forschungen mit dem Ziel, die vorstehend genannte
Aufgabe zu lösen,
haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung die Erfindung durch
die Entdeckung gemacht, dass in einem kontinuierlichen Verfahren
zur Produktion von Allylchlorid, bei dem Allylalkohol und Wasserstoffchlorid
in Anwesenheit eines Katalysators umgesetzt werden und das erhaltene
Allylchlorid aus dem Reaktionssystem abdestilliert wird, die Produktion
des Diallylethernebenprodukts dadurch unterdrückt werden kann, dass das Molkonzentrationsverhältnis von
HCL im Bezug auf Allylalkohol in der Reaktionslösung ([AAL]1/2/[HCL])
gesenkt wird.
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Mit
anderen Worten betrifft die vorliegende Erfindung die vorliegenden
Punkte [1] bis [7].
- [1] Ein kontinuierliches
Allylchloridherstellungsverfahren, wobei Allylalkohol und Wasserstoffchlorid
in Anwesenheit eines Katalysators umgesetzt werden und das erhaltene
Allylchlorid aus dem Reaktionssystem destilliert wird, wobei das
Allylchlorid-Herstellungsverfahren das Durchführen der Reaktion in einem
Bereich von 80 bis 120°C
und das kontinuierliche Zuführen
des Allylalkohols und des Wasserstoffchlorids umfasst, so dass das
Molkonzentrationsverhältnis
des Allylalkohols zu Wasserstoffchlorid in der Reaktionslösung nicht
höher als
0,2, ausgedrückt
als [Allylalkohol]1/2/[Wasserstoffchlorid],
ist.
- [2] Das Verfahren nach dem vorstehenden Punkt [1], wobei die
organische Phase, welches das destillierte Allylchlorid enthält, von
der wässerigen
Phase abgetrennt wird und die organische Phase nach der Extraktion
unter Verwendung von Wasser abdestilliert wird.
- [3] Das Verfahren nach einem der vorstehenden Punkte [1] oder
[2], wobei mindestens ein Teil der von der organischen Phase abgetrennten
wässerigen
Phase und/oder ein wässeriger
Extrakt der organischen Phase in den Reaktor zurückgeführt wird.
- [4] Das Verfahren nach einem der vorstehenden Punkte [1] bis
[3], welches außerdem
die folgenden drei Stufen umfasst:
(1) eine Stufe, bei der
die Reaktionslösung
aus dem Reaktor entfernt wird;
(2) eine Stufe, bei der das
Wasser aus der in Stufe (1) erhaltenen Reaktionslösung abdestilliert
und abgetrennt wird;
(3) eine Stufe, bei der die in Stufe (2)
erhaltene verbleibende Lösung,
die Chlorwasserstoffsäure
und Katalysator enthält,
in den Reaktor zurückgeführt wird.
- [5] Das Verfahren nach vorstehendem Punkt [4], wobei während der
Destillation und der Abtrennung des Wassers in Stufe (2) die Fraktion
mit einem niedrigeren Siedepunkt als Wasser gewonnen wird und mindestens
ein Teil dieser Fraktion in den Reaktor und/oder die Allylchloridreinigungsstufe
zurückgeführt wird.
- [6] Das Verfahren nach einem der vorstehenden Punkte [1] bis
[5], wobei der Katalysator mindestes ein Katalysator ist, der aus
der aus Chloriden von Übergangsmetallen,
Magnesium, Aluminium und Zinn bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
- [7] Das Verfahren nach einem der vorstehenden Punkte [1] bis
[6], wobei die Reaktion zwischen dem Allylalkohol und Wasserstoffchlorid
unter Druck durchgeführt
wird.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen dem Allylalkohol- und Wasserstoffchlorid-Molkonzentrationsverhältnis [AAL]1/2/[HCL] in dem Reaktionssystem und dem
Diallylether- und
Allylchloridmolverhältnis [DAE]/[AC],
produziert durch eine bei 85°C
durchgeführte
Reaktion, zeigt.
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Beste Ausführungsform der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wird im Folgenden eingehender beschrieben.
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Das
für die
vorliegende Erfindung eingesetzte Allylalkoholausgangsmaterial kann
entweder eine wasserfreie oder eine wässrige Lösung sein, und sie wird vorzugsweise
als 70 Gew.-%-ige
wässrige
Lösung
eingesetzt, die eine azeotrope Zusammensetzung von Wasser und Allylalkohol
ist, da dies die kostengünstigste verfügbare Form
ist.
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Das
Wasserstoffchlorid kann auch in wasserfreier Form oder in wässriger
Form ohne Probleme eingesetzt werden, und es wird vorzugsweise als
35 Gew.-%-ige wässrige
Lösung
im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit eingesetzt.
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Der
für die
Reaktion eingesetzte Katalysator ist vorzugsweise eine Verbindung,
die mindestens ein Element enthält,
das aus der aus Übergangsmetallen,
Mg, Al und Sn bestehenden Gruppe ausgewählt ist. Hier bedeutet ein Übergangsmaterial
ein Element mit einer Atomzahl von 21 bis 30 oder einer Atomzahl
von 39 bis 48.
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Als
repräsentative
Verbindungen können
Kupfer(I)-Chlorid, Kupfer(II)-Chlorid, Palladiumchlorid, Kobaltchlorid,
Titantetrachlorid, Vanadiumtrichlorid, Nickelchlorid, Eisen(III)-Chlorid, Aluminiumchlorid,
Magnesiumchlorid, Zinntetrachlorid und dergleichen genannt werden.
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Metalloxide
und Hydroxide, die diesen Metallchloriden entsprechen, wirken ebenfalls
als Chloride in Anwesenheit von Wasserstoffchlorid und können als
Katalysatoren anstelle dieser Metallchloride in der vorliegenden
Erfindung eingesetzt werden.
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Unter
diesen sind Kupfer(II)-Chlorid, Kupfer(I)-Chlorid und Palladiumchlorid
im Hinblick auf die Reaktionsausbeute bevorzugt, es gibt jedoch
keine Beschränkung
auf diese. Der Katalysator wird in einer wässrigen Wasserstoffchloridlösung oder
in Wasser aufgelöst
und in das Reaktionssystem eingespeist.
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Wasser
ist ein Nebenprodukt bei der Produktion von Allylchlorid durch diese
Reaktion. Wasser ist ebenfalls enthalten, wenn die Ausgangsmaterialien
für die
Reaktion in der Form einer wässrigen
Lösung
eingesetzt werden. Für
die kontinuierliche Produktion von Allylchlorid ist es deshalb erforderlich,
dieses überschüssige Wasser
abzuziehen. Wenn jedoch die Reaktionslösung direkt abgezogen wird,
werden auch nicht umgesetztes Wasserstoffchlorid und der Katalysator
zusammen mit dem abziehenden Wasser abgezogen. Für eine wirtschaftliche Reaktion
ist es deshalb erforderlich, das in der abgezogenen Reaktionslösung enthaltene überschüssige Wasser
zu entfernen und das nicht umgesetzte Wasserstoffchlorid und den
Katalysator für die
Wiederverwendung in das Reaktionssystem zurückzuführen.
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Das überschüssige Wasser
kann üblicherweise
durch Destillation abgetrennt und entfernt werden. Die organischen
Komponenten, wie Allylchlorid und Allylalkohol, können ebenfalls
als Komponenten mit niedrigem Siedepunkt zusammen mit dem überschüssigen Wasser
abgetrennt werden, und zumindest ein Teil dieser organischen Komponenten
kann in den Reaktor und/oder die Allylchloridreinigungsstufe zurückgeführt werden.
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Das
Wasserstoffchlorid und der Katalysator können als Komponenten mit hohem
Siedepunkt gewonnen und wieder verwendet werden, um das Wasserstoffchlorid
jedoch als Komponente mit hohem Siedepunkt wiederzugewinnen, ist
Wasserstoffchlorid auf etwa 20 Gew.-% (unter Atmosphärendruck:
101,3 kPa) beschränkt,
was die maximale azeotrope Zusammensetzung als wässrige Lösung mit Wasser ist (HCL/(HCL
+ H2O)). Deshalb muss das Verhältnis zwischen
dem Wasser und Wasserstoffchlorid in der Reaktionslösung, die aus
dem Reaktor abgezogen wird, so sein, dass das Wasserstoffchlorid
mit dem Wasser minus dem Wassernebenprodukt der Reaktion und dem
Wasser, das aus dem Ausgangsmaterial stammt, nicht höher als
20 Gew.-%, ausgedrückt
als HCL/(HCL + H2O), sein. Anders ausgedrückt führt dies,
wenn eine große
Menge Wasser von 80% oder höher,
ausschließlich
Katalysator, in das Reaktionssystem zurückgeführt wird, zu einer deutlichen
Verringerung der Konzentration der Reaktionsausgangsmaterialien,
und die niedrige Konzentration der Ausgangsmaterialien führt zu einer
niedrigeren Reaktionsrate zu Allylchlorid.
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Dieses
Problem kann dadurch gelöst
werden, dass die Reaktion bei 80 bis 120°C vorzugsweise durchgeführt wird,
und der Allylalkohol und HCL in den Reaktor eingespeist wird, so
dass das Molkonzentrationsverhältnis
von Allylalkohol und Wasserstoffchlorid [AAL]1/2/[HCL]
in dem Reaktor erfindungsgemäß nicht
höher ist als
0,2, wodurch es ermöglicht
wird, die Nebenproduktion von Diallylether zu unterdrücken und
Allylchlorid in hoher Ausbeute zu erhalten. Die Reaktion kann üblicherweise
bei Atmosphärendruck
durchgeführt
werden, und sie kann auch unter Druck bei einer Reaktionstemperatur
von bis zu 120°C
durchgeführt
werden. Wenn die Reaktionstemperatur niedriger als 80°C ist, neigt
die reduzierte Reaktionsrate dazu, die Reaktionsdauer (Verweildauer)
zu verlängern,
was im Hinblick auf die Produktivität nicht wünschenswert ist. Sie ist nicht
höher als
120°C, da
dies zu einer thermischen Zersetzung des Allylalkohols und des Allylchlorids
führt.
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Das
Molverhältnis
des Allylalkohols und des Wasserstoffchlorids, die eingespeist werden,
muss nur die Bedingung erfüllen,
dass das Molkonzentrationsverhältnis
von Allylalkohol und Wasserstoffchlorid [AAL]1/2/[HCL]
in dem Reaktor nicht höher
als 0,2 ist, wobei die Reaktionstemperatur und die Reaktionsdauer (Verweildauer)
kombiniert werden. Das Molverhältnis
AAL:HCL ist vorzugsweise 1:1,5 bis 1:5 und stärker bevorzugt 1:2 bis 1:3.
Wenn das eingespeiste Molverhältnis
von Wasserstoffchlorid im Bezug auf Allylalkohol geringer als 1:1,5
ist, neigt der Diallylether zu einer Konzentrationserhöhung, und
wenn das Verhältnis
niedriger als 1,5 ist, wird die Reaktionsrate verbessert, das eingespeiste
Volumen der Wasserstoffchloridlösung
wird jedoch auf ein unpraktisches Niveau erhöht. Die Allylalkoholkonzentration
in der Reaktionslösung
kann beispielsweise durch eine absolute Eichkurve unter Einsatz
von Hochleistungsflüssigchromatographie
bestimmt werden. Die Analyse kann z. B. unter Einsatz einer Verteilungsadsorptionssäule auf
Polymerbasis und einer wäss rigen
Lösung
von Acetonitril:Wasser = 55:45 (Volumenverhältnis) als Elutionsmittel durchgeführt werden. Die
Säulentemperatur
kann 50°C
sein, die Elutionsmittelfließgeschwindigkeit
0,8 mm/min und der Detektor kann ein Differenzialrefraktometer sein.
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Allylchlorid
und Wasser sind als azeotrope Zusammensetzung vorhanden, wobei der
azeotrope Punkt 43°C
bei Atmospährendruck
ist. Eine azeotrope Zusammensetzung ist auch für das Allylalkoholausgangsmaterial
und den Diallylether und den Wassernebenprodukten vorhanden, wobei
der azeotrope Punkt 78°C
ist. Deshalb wird erfindungsgemäß der nicht
umgesetzte Allylalkohol und das Diallylethernebenprodukt mit dem Allylchlorid
abdestilliert. Um dies zu verhindern, kann eine Destillationssäule oder
ein Teilkondensator auf dem Reaktor angebracht werden. Dies erlaubt,
dass das hergestellte Allylchlorid bei einer Dampftemperatur von vorzugsweise
35 bis 85°C
und stärker
bevorzugt bei 43 bis 78°C
abdestilliert wird, und dass der nicht umgesetzte Allylalkohol und
das Diallylethernebenprodukt in den Reaktor zurückgeführt werden.
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Die
aus dem Reaktor abgezogene Reaktionslösung enthält den Katalysator, Wasserstoffchlorid,
Allylalkohol, Allylchlorid, Diallylether, Wasser und dergleichen.
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Es
ist notwendig, dass Wasser aus dem Gemisch abzutrennen. Die Abtrennung
kann im Allgemeinen durch Destillation bewirkt werden und die Destillationsbodenflüssigkeit
kann wiedergewonnen und wiederverwendet werden. Das abgetrennte überschüssige Wasser
enthält
Allylalkohol, Allylchlorid und Diallylether, und es wird deshalb
weiter destilliert, und diese Komponente werden wiedergewonnen,
bei Bedarf unter Einsatz einer Reinigungsbehandlung, und aus dem
System entfernt.
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Die
Wasserstoffchloridkonzentration im Bezug auf das Wasser ist zu diesem
Zeitpunkt bei einem Maximum von 20,2 Gew.-%, welches die azeotrope
Zusammensetzung mit Wasser bei At mosphärendruck ist. Wenn der Metallchloridkatalysator
Hydrationswasser enthält,
trägt dieses
Wasser nicht zur Azeotropie mit Wasserstoffchlorid bei, und deshalb
wird Wasserstoffchlorid mit einem Verdünnungsgrad gewonnen, der anhand
des durch das Metallchlorid gehaltenen Wassers ermittelt wird. Die
Konzentration des in das Reaktionssystem eingeführten Wasserstoffchlorids und
dessen Molverhältnis
im Bezug auf den Allylalkohol muss unter Berücksichtigung dessen festgelegt
werden.
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Die
Allylchlorid enthaltende Lösung,
die aus dem Reaktionssystem abdestilliert wird, wird hauptsächlich als
azeotropes Gemisch von Allylchlorid und Wasser erhalten, und sie
enthält
etwa 1 Gew.-% des Reaktionsnebenprodukts Diallylether und jeweils
etwa 2 Gew.-% nicht umgesetzten Allylalkohol und Wasserstoffchlorid.
Da die Lösung
auch in eine wässrige
Phase und eine organische Phase aufgetrennt wird, können geeignete
Mittel, beispielsweise ein Phasenauftrennungsbehälter, eingesetzt werden, um
die organische Phase von der wässrigen
Phase abzutrennen. Die abgetrennte wässrige Phase enthält Allylchlorid,
Allylalkohol und Wasserstoffchlorid und kann deshalb direkt in den
Reaktor eingespeist werden und/oder nach dem Mischen mit der abgezogenen
Reaktionslösung
und Abtrennen des Wassers gewonnen werden, um die Wiederverwendung dieser
Verbindungen zu ermöglichen.
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Das
Wasserstoffchlorid in der abgetrennten organischen Phase wird vorzugsweise
entfernt, da es die Korrosion der Ausrüstung verursacht. Ein allgemeines
Verfahren zum Entfernen von Wasserstoffchlorid ist die Neutralisierung
mit einer wässrigen
alkalischen Lösung,
die Verwendung eines solchen Verfahrens ist jedoch nicht bevorzugt,
weil die neutralisierte organische Phase Chlorsalze enthält, wobei
das Ausfallen dieser Chloride ein Verklumpen der Destillationssäule, die
für die
Reinigung des Allylchlorids eingesetzt wird, verursachen kann.
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Nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist es möglich,
das Wasserstoffchlorid in der organischen Phase durch Extraktion
der organischen Phase mit Wasser ohne Produktion von Salzen zu entfernen,
wodurch das Problem der Salzausfällung
gelöst
wird. Die Extraktion kann durch ein Verfahren durchgeführt werden,
bei dem ein Rührbehälter und
ein Phasenauftrennungsbehälter
in kontinuierlicher mehrstufiger Weise kombiniert werden, oder durch
ein Verfahren, bei dem eine Extraktionssäule, worin Wasser von dem oberen
Ende und die organische Phase von dem unteren Ende eingespeist werden,
wobei beliebige Arten von Extraktionsverfahren eingesetzt werden
können.
Das Gewichtsverhältnis
der organischen Phase und des Wassers, die für die Extraktion eingesetzt
werden, ist vorzugsweise 1/100 bis 1/2 (Gew.-verhältnis) und
stärker
bevorzugt 1/50 bis 1/10 (Gew.-verhältnis), ausgedrückt als
Verhältnis
von Wasser zu der organischen Phase. Die organische Phase enthält nach
der Extraktion Allylalkohol und Allylchlorid zusätzlich zu Wasserstoffchlorid,
und deshalb kann sie nach der Extraktion mit der abgezogenen Reaktionslösung und
dem abgetrennten Wasser vor dem Zurückführen in den Reaktor gemischt
werden. Wenn das Verhältnis
von Wasser zu der organischen Phase geringer als 1/100 ist, kann
der Anteil des entfernten Wasserstoffchlorids verringert werden,
und wenn das Verhältnis über 1/2
ist, wird die für
die Extraktion eingesetzte Menge des Wassers übermäßig hoch, was nicht wünschenswert
ist, da dies eine übermäßige Ausrüstung für die Wiedergewinnung
des Wasserstoffchlorids, des Allylalkohols und des Allylchlorids
aus der extrahierten wässrigen
Phase nach der Extraktion erfordert. Nach dem Entfernen des Wasserstoffchlorids
kann die organische Phase destilliert und gereinigt werden, wobei
ein hochreines Allylchloridprodukt erhalten wird. Der Allylalkohol,
der Diallylether und das Nebenprodukt Allylchlorid, die durch Destillation
entfernt werden, können
in den Reaktor zurückgeführt und
wiederverwendet werden.
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Die
vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand der Beispiele und
Vergleichsbeispiele eingehender beschrieben, wobei die vorliegende
Erfindung in keiner Weise darauf beschränkt ist.
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Beispiel 1
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Eine
Kupfer(II)-Chlorid enthaltende wässrige
Wasserstoffchloridlösung
und eine wässrige
70%-ige Alkylalkohollösung
wurden kontinuierlich in einem Kolben (500 ml), der mit einem Rührer und
einer Destillationssäure
ausgestattet war, eingespeist, und die Reaktionslösung wurde
mit einer Pumpe kontinuierlich abgezogen, um ein konstantes Flüssigkeitsniveau
der Reaktionslösung
in dem Kolben aufrechtzuerhalten. Die Destillationssäule hatte
einen Innendurchmesser von 20 mmφ und
5 φ × 10 mm
keramische Raschigringe, die bis 40 ml gefüllt waren.
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Die
Kupfer(II)-Chlorid enthaltende wässrige
Wasserstoffchloridlösung,
die 15,1 Gew.-% Kupfer(II)-Chlorid, 20,4 Gew.-% Wasserstoffchlorid
und 74,5 Gew.-% Wasser enthielt, wurde bei 18,5 g/min eingespeist,
und es wurde eine wässrige
70 Gew.-%-ige Allylalkohollösung bei
3,54 g/min eingespeist. Die in den Reaktor eingespeiste Flüssigkeitsmenge
war insgesamt 22,04 g/min und enthielt 11,2 Gew.-% AAL, 17,1 Gew.-%
Wasserstoffchlorid, 2,7 Gew.-% Kupfer(II)-Chlorid bei einem Verhältnis Allylalkohol:Wasserstoffchlorid =
1:2,4 (Molverhältnis)
und einem Verhältnis
Allylalkohol:Kupfer(II)-Chlorid = 1:0,5 (Molverhältnis). Das Ölbad wurde
auf eine Reaktionstemperatur von 95°C erhitzt. Die Abzugsrate wurde
mit einer Pumpe eingestellt, um ein Reaktionslösungsvolumen von 330 ml, bezogen
auf das Flüssigkeitsniveau,
aufrechtzuerhalten. Die Verweildauer war etwa 23 Minuten. Das Abdestillieren
und das Abziehen der Reaktionslösung
wurde 3 Stunden fortgesetzt, und nach Bestätigung der Destillationsgastemperatur
und der Reaktionslösungszusammensetzung
und der Ermittlung, dass das System stabil war, wurden die Daten
1 Stunde aufgenommen. Die Destillationsfraktion war 192 g/Stunde,
und die Abzugsrate der Reaktionslösung war 1130 g/Stunde.
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Die
Destillationsfraktion enthielt 97,7 Gew.-% einer organischen Phase
und 2,3 Gew.-% einer wässrigen
Phase. Die organische Phase enthielt 98,0 Gew.-% Allylchlorid mit
0,98 Gew.-% Allylalkohol, 0,56 Gew.-% Diallylether und 0,10% Wasserstoffchlorid.
Die abgezogene Reaktionslösung
enthielt 0,15 Gew.-% Allylchlorid, 0,39 Gew.-% Allylalkohol, 0,006
Gew.-% Diallylether und 14,6 Gew.-% Wasserstoffchlorid.
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Das
Allylchlorid wurde bei 3,09 g/min in einer Ausbeute von AC, bezogen
auf das eingespeiste AAL, von 94,7% (Mole hergestelltes AC/Mole
eingespeistes AAL) hergestellt, wobei die AC-Selektivität 98,9%
war (Mole hergestelltes AC/Mole umgesetztes AAL). Diallylether wurde
bei 0,019 g/min hergestellt, und die Ausbeute von DAE im Bezug auf
das eingespeiste AAL war 0,9% (Mole hergestelltes DAE × 2/Mole
eingespeistes AAL). Das Molkonzentrationsverhältnis von Allylalkohol und
Wasserstoffchlorid [AAL]1/2/[HCL] in der
abgezogenen Reaktionslösung
war 0,057, und das Molverhältnis
von DAE zu AC [DAE]/[AC], hergestellt durch die Reaktion, war 0,0047.
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Beispiel 2
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Es
wurde dieselbe Reaktionsvorrichtung wie in Beispiel 1 für dieselbe
Reaktion eingesetzt, wobei Kupfer(II)-Chlorid als Katalysator eingesetzt
wurde. Die Fließgeschwindigkeit
der in den Reaktor eingespeisten Gesamtflüssigkeit, die Zusammensetzung
von Wasserstoffchlorid, Kupfer(II)-Chlorid und Allylalkohol, das
Molverhältnis
von eingespeistem AAL zu HCL, das Molverhältnis von AAL zu CuCl2, die Reaktionstemperatur und die Reaktionsdauer
(Verweildauer) waren wie in Tabelle 1 gezeigt. Tabellen 2 und 3
zeigen die Fließgeschwindigkeit
der Reaktionsdestillationsfraktion, den Anteil der organischen Phase
in der Destillationsfraktion, die Zusammensetzung der organische
Phase, die Abzugsrate der Reaktionslösung und die Reaktionslösungszusammensetzung.
Tabelle 4 zeigt auch die Reaktionsergebnisse, d. h. die Ausbeute
von AC im Bezug auf eingespeistes AAL (Mole hergestelltes AC/Mole
eingespeistes AAL), die AC-Selektivität (Mole hergestelltes AC/Mole
umgesetztes AAL), die DAE-Ausbeute im Bezug auf das eingespeiste
AAL (Mole hergestelltes DAE × 2/Mole
eingespeistes AAL), das Molkonzentrationsverhältnis von AAL und HCL [AAL]1/2/[HCL] in der abgezogenen Reaktionslösung und
das Molverhältnis
von DAE zu AC [DAE]/[AC], hergestellt durch die Reaktion.
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Beispiel 3
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Ein
Glasautoklav (500 ml), der mit einem Rührer und einer Destillationssäule beschickt
war, welche eine druckbeständige
Glasröhre,
die mit 40 ml 5φ × 10 mm
keramischen Raschigringen gefüllt
war, wurde für die
Reaktion unter Druck eingesetzt. Das Gas, das zum Abziehen der Destillationssäule eingesetzt
wurde, auf eine Reaktionstemperatur von 120°C reguliert. Die Reaktionsbedingungen
und die Reaktionsergebnisse sind in den Tabellen 1 bis 4 gezeigt.
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Beispiele 4 bis 6, Vergleichsbeispiele
1 bis 4
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Eine
Reaktion wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 unter den in
Tabelle 1 gezeigten Reaktionsbedingungen durchgeführt. Die
Ergebnisse sind in den Tabellen 2 bis 4 gezeigt. Tabelle 1
| | Einspeisungsrate
g/min | AAL Gew.-% | HCL Gew.-% | CuCl2 Gew.-% | HCL/AAL
Mol/Mol | CuCl2/AAL
Mol/Mol | Reaktionstemperatur °C | Verweildauer Min |
| Beispiel 1 | 22,04 | 11,2% | 17,1% | 12,7% | 2,4 | 0,5 | 95 | 23 |
| Beispiel 2 | 14,64 | 11,2% | 17,2% | 12,7% | 2,5 | 0,5 | 100 | 22 |
| Beispiel 3 | 21,85 | 11,2% | 17,3% | 12,7% | 2,5 | 0,5 | 120 | 23 |
| Beispiel 4 | 35,13 | 13,3% | 16,8% | 15,5% | 2,0 | 0,5 | 85 | 11 |
| Beispiel 5 | 23,62 | 11,0% | 17,7% | 12,7% | 2,6 | 0,5 | 85 | 15 |
| Beispiel 6 | 35,63 | 10,6% | 17,3% | 12,8% | 2,6 | 0,5 | 95 | 11 |
| Vergl.-beispiel 1 | 35,12 | 19,4% | 6,4% | 23,3% | 0,5 | 0,5 | 85 | 10 |
| Vergl.-beispiel 2 | 34,74 | 16,6% | 10,3% | 19,2% | 1,0 | 0,5 | 85 | 11 |
| Vergl.-beispiel 3 | 34,98 | 9,5% | 14,8% | 10,9% | 2,5 | 0,5 | 85 | 11 |
| Vergl.-beispiel 4 | 30,00 | 10,3% | 16,6% | 12,0% | 2,6 | 0,5 | 75 | 16 |
Tabelle 2
| | Reaktionsdestillationsfraktionsfließgeschwindigkeit g/min | Zusammensetzung
der organischen Schicht |
| Organische Schicht Gew.-% | AC
Gew.-% | AAL
Gew.-% | DAE
Gew.-% |
| Beispiel
1 | 3,19 | 97,7% | 98,0% | 0,98% | 0,56% |
| Beispiel
2 | 2,12 | 97,8% | 98,1% | 1,1% | 0,33% |
| Beispiel
3 | 3,15 | 98,0% | 98,3% | 1,2% | 0,18% |
| Beispiel
4 | 5,21 | 96,9% | 92,7% | 4,9% | 1,6% |
| Beispiel
5 | 3,01 | 97,3% | 97,2% | 1,5% | 0,80% |
| Beispiel
6 | 4,72 | 95,3% | 93,7% | 4,3% | 1,2% |
| Vergl.-beispiel 1 | 2,07 | 96,6% | 86,4% | 2,7% | 10,2% |
| Vergl.-beispiel 2 | 3,98 | 96,0% | 86,6% | 6,2% | 6,1% |
| Vergl.-beispiel 3 | 2,68 | 97,0% | 96,0% | 1,7% | 2,1% |
| Vergl.-beispiel 4 | 2,27 | 96,9% | 97,2% | 1,4% | 1,1% |
Tabelle 3
| | Zusammensetzung
der abgezogenen Reaktionslösung |
| | Abzugsfließrate g/min | AC
Gew.-% | AAL
Gew.-% | DAE
Gew.-% | HCL
Gew.-% |
| Beispiel
1 | 18,8 | 0,15% | 0,39% | 0,006% | 14,6% |
| Beispiel
2 | 12,5 | 0,17% | 0,26% | 0,005% | 14,0% |
| Beispiel
3 | 18,6 | 0,10% | 0,22% | 0,002% | 13,9% |
| Beispiel
4 | 29,9 | 1,01% | 1,81% | 0,02% | 11,9% |
| Beispiel
5 | 20,6 | 0,87% | 0,99% | 0,03% | 14,7% |
| Beispiel
6 | 30,9 | 0,50% | 0,62% | 0,02% | 15,6% |
| Vergl.-beispiel 1 | 33,1 | 0,66% | 15,6% | 0,18% | 3,81% |
| Vergl.-beispiel 2 | 30,8 | 0,80% | 8,35% | 0,08% | 6,0% |
| Vergl.-beispiel 3 | 32,3 | 0,63% | 3,57% | 0,03% | 11,9% |
| Vergl.-beispiel 4 | 27,7 | 0,90% | 4,20% | 0,08% | 13,6% |
Tabelle 4
| | AC-Ausbeute % | AC-Selektivität % | DAE-Ausbeute
% | AAL1/2/HCL
(Mol/l)1/2/(Mol/l) | DAE/AC
Mol/Mol |
| Beispiel
1 | 94,7% | 98,9% | 0,9% | 0,057 | 0,0047 |
| Beispiel
2 | 95,2% | 98,5% | 0,5% | 0,048 | 0,0028 |
| Beispiel
3 | 94,7% | 97,8% | 0,3% | 0,045 | 0,0015 |
| Beispiel
4 | 80,7% | 97,0% | 2,1% | 0,15 | 0,013 |
| Beispiel
5 | 88,8% | 98,2% | 1,3% | 0,090 | 0,0074 |
| Beispiel
6 | 87,5% | 97,3% | 1,8% | 0,067 | 0,010 |
| Vergl.-beispiel 1 | 21,6% | 91,9% | 4,6% | 1,38 | 0,106 |
| Vergl.-beispiel 2 | 46,7% | 90,9% | 5,2% | 0,64 | 0,056 |
| Vergl.-beispiel 3 | 61,5% | 96,0% | 2,3% | 0,21 | 0,019 |
| Vergl.-beispiel 4 | 58,8% | 96,2% | 1,8% | 0,20 | 0,015 |
-
Beispiel 7
-
Es
wurde eine kontinuierliche Extraktion mit Wasser unter Einsatz der
in Beispiel 1 erhaltenen organischen Phase durchgeführt. Die
eingesetzte kontinuierliche Extraktionsvorrichtung war eine Glasröhre mit
einem Innendurchmesser von 40 ml, ausgestattet mit einer Flüssigkeitszuführdüse und einer Überflussdüse am oberen
Ende, einer Flüssigkeitszuführdüse am unteren
Ende und einer Flüssigkeitsabzugsdüse am Boden, und
gefüllt
bis zu einer Füllhöhe von 500
mm mit 5 φ × 10 mm
keramischen Raschigringen. Gereinigtes Wasser wurde von dem oberen
Ende bei 60 g/Stunde eingespeist, während eine organische Phase,
die 0,1 Gew.-% Wasserstoffchlorid enthielt, von dem unteren Ende
bei 1200 g/Stunde eingespeist wurde, und die organische Phase und
die wässrige
Phase wurden abgezogen bis die Grenzschicht zwischen der organischen
Phase und der wässrigen
Phase 50% der Füllhöhe erreicht
hatte. Nach der kontinuierlichen Extraktion in diesem Zustand während 3
Stunden wurden die organische Phase und die wässrige Phase gewonnen, und
die Wasserstoffchloridkonzentration wurde gemessen. Die Wasserstoffchloridkonzentration
der organischen Phase war unter 50 ppm, und die Wasserstoffchloridkonzentration
der wässrigen
Phase war 1,9 Gew.-%.
-
Beispiel 8
-
Dieselbe
Reaktionsvorrichtung wie in Beispiel 1 wurde für die Reaktion eingesetzt,
wobei die abgezogene Reaktionslösung
in eine Säule
zur Wiedergewinnung von organischen Materialien eingespeist wurde, das
organische Material von oben gewonnen wurde, und es in den Reaktor
zurückgeführt wurde,
die Säulenbodenlösung in
eine Wasserstoffchlorid/Katalysator-Gewinnungssäule eingespeist wurde, das
Wasser von oben abgetrennt wurde und die Chlorwasserstoffsäure und
der Katalysator von dem Säulenboden
gewonnen und in den Reaktor zurückgeführt wurde.
-
Die
Reaktionsbedingungen waren folgende:
Reaktionstemperatur: 100°C, Verweildauer
im Reaktor: 20 Min,
Katalysator: Kupfer(II)-Chlorid,
Allylalkohol:Wasserstoffchlorid
= 1:3,0 (Molverhältnis),
und
Allylalkohol:Katalysator = 1:0,5 (Molverhältnis).
Die Säule
zur Wiedergewinnung von organischen Materialien wurde unter Atmosphärendruck
betrieben, und die Lösung
am oberen Ende der Säule
wurde bei einer Säulenkopftemperatur
von 94 bis 95°C
abgezogen. Die Säule
zur Wiedergewinnung von Chlorwasserstoffsäure/Katalysator wurde ebenfalls
unter Atmosphärendruck
betrieben, und die Lösung
am Kopf der Säule
wurde bei einer Säulenkopftemperatur
von 108 bis 112°C
abgezogen. Als Ergebnis wurde eine Ausbeute von aus dem Reaktor
abdestilliertem Allylchlorid von 96,4 erhalten. Die Konzentration
des Wasserstoffchlorids, das von der Säule zur Gewinnung von Chlorwasserstoffsäure/Katalysator
in den Reaktor zurückgeführt wurde,
war 18,2 bezogen auf das Wasser.
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Industrielle Anwendbarkeit
-
Durch
das erfindungsgemäße Verfahren
ist es möglich,
Allylchlorid bei einer höheren
Ausbeute und auf eine wirtschaftlichere und vorteilhaftere Weise
als durch herkömmliche
Verfahren zu erhalten.