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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Glaskeramikpulvers. Die pulverisierten Glaskeramiken (Glaskeramikpulver),
die durch das Verfahren der Erfindung erhalten werden, sind insbesondere
als Porzellan zum Aufbau und Verschmelzen zur Beschichtung der Oberfläche eines
Metallrahmens und dadurch zur Herstellung einer Dentalprothese mit
ausgezeichneten ästhetischen
Eigenschaften geeignet.
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TECHNISCHER HINTERGRUND
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Es
ist eine Technik bekannt, bei der ein Porzellanpulver (hier im folgenden
einfach als "Porzellan" bezeichnet), das
eine Glaskeramik umfasst, auf der Oberfläche eines Metallrahmens aufgebaut
und schmelzverbunden wird, um eine Dentalprothese herzustellen,
die ein ähnliches
Aussehen wie ein natürlicher
Zahn hat und hohe mechanische und chemische Haltbarkeit aufweist.
Der Metallrahmen ist hauptsächlich
aus einer Edelmetalllegierung, die einen nahezu konstanten Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufweist (etwa (14,2 ± 0,5) × 10–6/°C).
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Bei
einer solchen Dentalprothese-Herstellung wird ein Beschichtungsverfahren,
das den Aufbau, die Schmelzverbindung und das Kühlen eines Porzellans auf der
Metallrahmenoberfläche
umfasst, mehrere Male wiederholt, um die äußere Gestalt der Dentalprothese
zu bilden. Genauer gesagt, beinhaltet die Herstellung die grundlegenden
Schritte der Bildung von drei Schichten durch sequentiellen Aufbau
und Schmelzverbinden einer Deckschicht, die zur Verdeckung der Metallfarbe
opak ist, und Schmelzverbinden eines Dentinporzellans, das die Grundfarbe
der Zahnprothese bestimmt, und eines Schmelzporzellans, das die
Eigenschaften des Zahnschmelzes wiedergibt. Daneben beinhaltet die
Herstellung den Schritt der Bildung eines Rands, der mit dem natürlichen
Zahn übereinstimmt,
und Einstellungsschritte, wie Farbgebung, Farbtonmodifikation usw. Somit
wird bei der bekannten Technik das Beschichtungsverfahren, das den
Aufbau, das Schmelzverbinden und das Kühlen eines Porzellans auf einem
Metallrahmen umfasst, mindestens dreimal und bis zu etwa zehnmal
wiederholt.
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Daher
ist es erforderlich, dass die Porzellansorten einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufweisen, der sich dem des Materials des Metallrahmens annähert, und
thermische Stabilität
aufweisen, so dass der Wärmeausdehnungskoeffizient
sich während
des wiederholten Beschichtungsverfahrens kaum ändert.
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Leucitkristalle
sind durch die chemische Formel 4SiO2·Al2O3·K2O(=KAlSi2O6) dargestellt. Da Leucitkristalle einen
großen
Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufweisen, weist eine Glaskeramik, die eine bestimmte Menge an Leucitkristallen
enthält,
einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
auf, der nahezu gleich ist mit dem des Materials des Metallrahmens.
Wenn die Leucitkristallphase mit einer Glasmatrixphase koexistiert,
haben die beiden Phasen ferner im ganzen eine gleichmäßig Lichtdurchlässigkeit
(Transparenz), da die Brechungsindices der beiden Phasen nahe beieinander
sind. Daher ermöglicht
die Zugabe eines farbgebenden Bestandteils zu einem Porzellan umfassend
die koexistierende Mischung die gewünschte Farbgebung einer wiederhergestellten
Dentalprothese, um ihr ein sehr ästhetisches
Aussehen ähnlich
dem Aussehen eines natürlichen Zahns
zu verleihen. Aufgrund dieser ausgezeichneten Eigenschaften (Wärmeausdehnungskoeffizient
und Transparenz) von Leucitkristall enthaltenden Glaskeramiken ist
der Einsatz von Leucitkristall enthaltenden Glaskeramiken als Materialien
(Porzellan) zur Beschichtung von Metallrahmen vorgeschlagen worden.
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Zum
Beispiel offenbart US-A-4604366 ein Verfahren zur Herstellung einer
Porzellankeramik umfassend das Mischen eines Matrixglases mit mehreren
Arten von Leucitkristall enthaltenden Glaskeramikfritten mit unterschiedlichen
Gehalten an Leucitkristall und unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten.
Dieses Verfahren erfordert aber aufwendige Verfahren zur Bestimmung
des Verhältnisses
der mindestens drei Arten von Bestandteilen und zum Mischen dieser
Bestandteile, um eine zweckmäßige Kontrolle
des Gehalts an Leucitkristall und des Wärmeausdehnungskoeffizienten
des Porzellan-Endprodukts zu erhalten. Außerdem besteht bei der Dentalprothese,
die durch Brennen des keramischen Porzellans erhalten wird, das
ernste Problem einer nicht gleichmäßigen Leucitkristall-Verteilung.
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US-A-4798536
offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines keramischen Porzellans,
welches das Mischen eines natürlichen
Feldspats, wie Wyoming-Feldspat,
als Ausgangspunkt für
Leucitkristall mit einem eine Glasmatrix bildenden Bestandteil und
das Schmelzen, das langsame Abkühlen
und dann das plötzliche
Abkühlen
der Mischung umfasst. Dieses Verfahren beinhaltet aber aufwendige Verfahren
zur Reinigung des natürlichen
Feldspats und ist im ganzen kompliziert. Außerdem neigen Spurenverunreinigungen,
die aus dem natürlichen
Feldspat stammen, dazu, in dem Porzellan zu verbleiben und die Transparenz
zu verringern, wodurch die Farbe der sich ergebenden Dentalprothese
beeinträchtigt
wird.
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Wenn
ein Porzellan an einen Metallrahmen schmelzverbunden wird, ist im
Hinblick auf die Bearbeitbarkeit eine niedrigere Schmelzbindungstemperatur
zweckmäßig. Die
Leucitkristallphase ist aber in "niedrig
schmelzendem Porzellan",
das bei 750 bis 950°C
erweicht und fluidisiert und mit einer Metalloberfläche schmelzverbunden
wird, instabil. Wenn das Porzellan daher bei 950°C oder darunter gehalten wird,
geht die Leucitkristallphase eine Transformation zu einer anderen
Art von Kristallphase ein oder verschiebt sich zu einem Zustand
der Koexistenz mit einem anderen Typ von Kristallphase. Wenn genauer
gesagt ein Pulver von einer bekannten niedrig schmelzenden, Leucitkristall
enthaltenden Glaskeramik (ein Komposit von Leucitkristallen und
Matrixphase) bei 750 bis 950°C
gebrannt wird, um einen Metallrahmen zu beschichten, beginnen Na-K-Feldspatkristalle
(Na-K-Sanidin vom Hochtemperaturtyp) nach einem gegebenen Zeitraum
auszufallen und dann beginnen die Leuctikristalle sich zu verringern
und schließlich
zu verschwinden, da die enthaltenen Leucitkristalle eine metastabile
Kristallphase darstellen. Die Ausfällung der Na-K-Feldspatkristalle
verringert den Wärmeausdehnungskoeffizienten
und bewirkt eine Eintrübung
der Glaskeramik. Daher verringert sich der Wärmeausdehnungskoeffizient der
Glaskeramik allmählich
während
des wiederholten Beschichtungsverfahrens, das den Aufbau, das Schmelzverbinden
und das Abkühlen
der Glaskeramik auf einem Metallrahmen umfasst. Im Ergebnis weist
die Glaskeramik aufgrund der Spannungsverformung zwischen dem Rahmenmaterial und
der Keramik-Beschichtung Mängel
wie Risse auf, was zu einer geringen Haftung zwischen dem Rahmenmaterial
und der Keramik-Beschichtung führt.
Außerdem
beeinträchtigt
die Trübung
der Glaskeramik die Transparenz der Keramik-Beschichtung.
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In
der obigen Situation ist die Entwicklung eines neuen Porzellans
wünschenswert,
das leicht hergestellt werden kann und keine Beeinträchtigung
in den Eigenschaften (d.h. eine Verringerung des Wärmeausdehnungskoeffizienten oder
eine Eintrübung)
während
eines Verfahrens der Beschichtung eines Metallrahmens erfährt.
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US-A-5944884
offenbart eine Porzellanzusammensetzung für Zahnrestaurationen umfassend
eine Leucitkristallitphase und eine Glasmatrixphase, wobei die Leucitkristallie
einen Durchmesser von nicht mehr als etwa 10 Mikron aufweisen. Die
Porzellanzusammensetzung hat bevorzugt eine Garbrandtemperatur von etwa
750 bis 1.050°C
und einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von etwa 12 bis 17,5 × 10–6/°C.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Leucitkristalle
enthaltenden Glaskeramikpulvers, das leicht hergestellt werden kann.
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Ein
anderes Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Leucitkristalle
enthaltenden Glaskeramikpulvers, dessen Leucitkristallgehalt bei
Erwärmung
sich nicht wesentlich ändert
und das einen stabilen Wärmeausdehnungskoeffizienten
und eine ausgezeichnete Transparenz zeigt, und eines Porzellans
umfassend dieses Glaskeramikpulver.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Leucitkristalle
enthaltenden Glaskeramikporzellans, in dem die Leucitkristalle,
sobald sie ausgefällt
sind, sich im Gehalt während
des Verfahrens der Beschichtung eines Metallrahmens nicht wesentlich
verringern.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Porzellans,
in dem Kristalle von anderen Typen als Leucitkristalle (z.B. Na-K-Feldspatkristalle)
während
des Verfahrens der Beschichtung eines Metallrahmens im wesentlichen
nicht ausfallen, mit anderen Worten, die Bereitstellung eines Leucitkristalle
enthaltenden Glaskeramikporzellans, in dem die Ausfällung von
Kristallen von anderen Arten als Leucitkristallen (z.B. Na-K-Feldspatkristallen)
ausreichend lange, nachdem die Ausfällung von Leucitkristallen
den Sättigungspunkt
erreicht, beginnt.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Leucitkristalle
enthaltenden Glaskeramikporzellans, das während des Verfahrens der Beschichtung
eines Metallrahmens mit dem Porzellan keine Trübung und keine Verringerung
des Wärmeausdehnungskoeffizienten
zeigt.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Dentalprothese,
die durch Aufbau und Schmelzverbinden des Leucitkristalle enthaltenden
Glaskeramikporzellans auf der Oberfläche eines Metallrahmens erhältlich ist.
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Die
obigen Ziele der Erfindung können
durch Mischen eines glasartigen Materials und von Leucitkristallen
(Impfkristallen), die vorher synthetisiert wurden, und dann Wärmebehandeln
der sich ergebenden Mischung unter bestimmten Bedingungen erreicht
werden.
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Insbesondere
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines
Leucitkristalle enthaltenden Glaskeramikpulvers bereit, das umfasst
die Schritte:
des Mischens von
- (1) einem
glasartigen Material umfassend 53 bis 65 Gew.-% SiO2,
13 bis 23 Gew.-% Al2O3,
9 bis 20 Gew.-% K2O und 6 bis 12 Gew.-%
Na2O und
- (2) synthetischen Leucit-Impfkristallen umfassend 53 bis 64
Gew.-% SiO2, 19 bis 27 Gew.-% Al2O3 und 17 bis 25
Gew.-% K2O;
und des Wärmebehandelns
der Mischung bei 750 bis 950°C
für 1 bis
5 Stunden.
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Das
glasartige Material (1) zur Verwendung in der Erfindung umfasst
SiO2, Al2O3, K2O und Na2O als wesentliche Komponenten. Na2O ist eine Komponente, die den Erweichungspunkt
des glasartigen Materials (1) erniedrigt.
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Das
glasartige Material (1) kann optionale Komponenten enthalten, welche
die Ausfällung
von Leucitkristallen nicht verhindern oder die Transparenz der Glaskeramik
nicht inhibieren, wie F und farblose Oxide von Li, Mg, Ca, Sr, B,
P, Ti, Zr usw. Spezielle Beispiele für optionale Komponenten beinhalten
Li2O (2 Gew.-% oder weniger), MgO (3 Gew.-%
oder weniger), CaO (3 Gew.-% oder weniger), SrO (2 Gew.-% oder weniger),
B2O3 (3 Gew.-% oder
weniger), P2O5 (2
Gew.-% oder weniger), TiO2 (3 Gew.-% oder
weniger), ZrO2 (1 Gew.-% oder weniger) und
F (2 Gew.-% oder weniger). Es ist bevorzugt, dass der Gesamtanteil
dieses einen oder dieser mehreren optionalen Komponenten in diesem
glasartigen Material (1) 6 Gew.-% oder weniger beträgt.
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Der
begleitende Einsatz der optionalen Komponenten bewerkstelligt die
folgenden Effekte. Oxide von Li, Mg, Ca, Sr, B, P, Ti oder dgl.
sind wirksam zur Verringerung des Schmelzpunkts der Glaskeramik.
Oxide von Mg, Ca, Sr, B, Ti oder dgl. verbessern die Wasserbeständigkeit
und Säurebeständigkeit
der Glaskeramik. Oxide von Mg, Ca, Sr, Ti, Zr oder dgl. verbessern
die Alkalibeständigkeit
der Glaskeramik.
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Wenn
in dieser Beschreibung und in den beigefügten Ansprüchen ein Ausdruck, wie z.B. "umfassend 2 Gew.-%
oder weniger" verwendet
wird, um einen Oxidgehalt anzugeben, beinhaltet er den Fall, bei
dem kein Oxid enthalten ist.
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Das
glasartige Material (1) umfasst bevorzugter etwa 61 bis 65 Gew.-%
SiO2, etwa 12 bis 20 Gew.-% Al2O3, etwa 10 bis 15 Gew.-% K2O,
etwa 6 bis 10 Gew.-% Na2O, 0,3 Gew.-% oder
weniger Li2O, 1,0 Gew.-% oder weniger MgO,
2 Gew.-% oder weniger CaO, etwa 0,3 bis 1,5 Gew.-% B2O3, 1 Gew.-% oder weniger SrO, 2 Gew.-% oder
weniger TiO2, 0,5 Gew.-% oder weniger ZrO2, 0,5 Gew.-% oder weniger P2O5 und 1,5 Gew.-% oder weniger F. In dem glasartigen
Material mit der obigen Zusammensetzung ist der Gesamtanteil der
optionalen Komponenten bevorzugt 6 Gew.-% oder weniger.
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Das
glasartige Material (1) kann durch ein bekanntes Schmelzverfahren
hergestellt werden, z.B. durch Schmelzen einer Ausgangsmischung
umfassend vorbestimmte Anteile der Komponenten, wie Oxide, Hydroxide,
Carbonate oder dgl., bei etwa 1.550 bis 1.750°C für etwa 2 bis 5 h, bevorzugt
1.600 bis 1.700°C
für etwa 3
bis 4 h. Die Ausgangsmischung kann in einem üblichen Tiegel, wie einem Tiegel
mit hohem Aluminiumoxidgehalt, einem Platintiegel, einem Rh enthaltenden
Platintiegel, einem Zr enthaltenden Platintiegel oder dgl., geschmolzen
werden. Darunter sind ein Rh enthaltender Platintiegel und ein Zr
enthaltender Platintiegel bevorzugter.
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Bei
der Herstellung der Glaskeramik wird das glasartige Material (1)
bevorzugt in Pulverform verwendet. Ein Pulver des glasartigen Materials
(1) kann z.B. auf folgende Weise hergestellt werden: ein geschmolzenes
Glas, das durch das obige Schmelzverfahren erhalten wird, wird in
Wasser gegossen oder ein Tiegel, der das geschmolzene Glas enthält, wird
in Wasser gegeben, um das geschmolzene Glas plötzlich abzukühlen und
grob zu zerkleinern. Der glasartige Anteil wird dann getrennt, gesammelt,
getrocknet und auf eine vorbestimmte Größe pulverisiert (eine Teilchengrößenverteilung
von gewöhnlich
etwa 75 μm
oder weniger (200 mesh oder weniger), bevorzugter eine mittlere
Teilchengröße von etwa
30 bis 60 μm),
wobei eine Walzenmühle,
eine Kugelmühle,
eine Strahlmühle
oder eine entsprechende Pulverisiervorrichtung verwendet wird, gegebenenfalls
mit anschließendem
Sieben.
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In
der Erfindung können
die synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) zur Verwendung als Impfkristalle synthetische
Leucitkristalle mit einer theoretischen Zusammensetzung, ein Leucit-Mischkristall
mit darin gelöstem
SiO2, synthetische Leucitkristalle, in denen
ein Teil (5% oder weniger) von K durch Rb substituiert ist, oder eine
Mischung von mindestens 2 dieser Arten von Leucitkristallen sein.
Wenn die synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) in einer Mischungsform
verwendet werden, ist das Mischverhältnis jeder Komponente nicht
beschränkt.
Bevorzugt werden synthetische Leucitkristalle mit einer theoretischen
Zusammensetzung als Impfkristalle verwendet.
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Die
synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) zur Verwendung in der Erfindung
umfassen SiO2, Al2O3 und K2O als wesentliche
Komponenten. Die synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) können eine
oder mehrere optionale Komponenten enthalten, die weder den Leucitkristallgehalt
auf 80 Gew.-% oder weniger reduzieren noch die Transparenz verringern.
Solche optionalen Komponenten beinhalten F und Oxide von Li, Na,
Mg, Ca, Sr, B, P, Ti, Zr usw. Diese optionalen Komponenten verringern
die Kristallinität
in den Impfkristallen und können daher
nicht in großen
Anteilen verwendet werden, aber sie fördern die Diffusion der wesentlichen
Komponenten und erreichen einen geringeren Schmelzpunkt der wesentlichen
Komponenten beim Schmelzen. Ein bevorzugter Gesamtgehalt der optionalen
Komponente(n) in dem synthetischen Leucit-Impfkristall (2) beträgt 3 Gew.-%
oder weniger.
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Die
synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) umfassen bevorzugter etwa
53 bis 56 Gew.-% SiO2, etwa 22 bis 25 Gew.-%
Al2O3 und etwa 20
bis 25 Gew.-% K2O.
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Die
synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) sind nicht beschränkt, können aber
durch übliche
Schmelzverfahren hergestellt werden, die ähnlich zu dem Verfahren zur
Herstellung des glasartigen Materials (1) sind. Zum Beispiel wird
eine Ausgangsmischung, die vorbestimmte Anteile von Oxiden, Hydroxiden,
Carbonaten oder dgl. umfasst, bei 1.700°C oder höher (bevorzugter etwa 1.750°C) für mindestens
2 h (bevorzugter etwa 3 h) geschmolzen, langsam auf etwa 1.300°C mit einer
Kühlgeschwindigkeit
von etwa 100°C/h
oder langsamer (bevorzugter etwa 50°C/h) zur vollständigen Kristallisierung
abgekühlt
und dann auf Raumtemperatur (etwa 15 bis 25°C) abgekühlt, wodurch sich synthetische
Leucitkristalle ergeben. Die Bildung von synthetischen Leucitkristallen
kann ohne weiteres durch Pulver-Röntgenbeugungsanalyse des Produkts
bestätigt
werden. Bei dem vorstehenden langsamen Kühlprozess ist es bevorzugt,
dass bei einer Zwischenstufe der langsamen Abkühlung die Schmelze z.B. bei
1.400 bis 1.500°C
für etwa
2 bis 3 h gehalten wird. Die Ausgangsmischung kann in einem üblichen
Tiegel geschmolzen werden, wie einem Tiegel mit hohem Aluminiumoxidgehalt,
einem Platintiegel, einem Rh enthaltenden Platintiegel, einem Zr
enthaltenden Platintiegel oder dgl.
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Alternativ
können
die synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) hergestellt werden, indem
die obige Ausgangsmischung in einen Tiegel gegeben wird und die
Mischung bei einer Temperatur von nicht weniger als 1.400°C für einen
gegebenen Zeitraum zum Brennen gehalten wird. Je höher die
Brenntemperatur in diesem Fall ist, desto kürzer ist die erforderliche
Zeit für
die Synthese. Wenn die Brenntemperatur z.B. etwa 1.600°C beträgt, wird
die Mischung etwa 5 h gehalten, um Impfkristalle mit einer Kristallinität von etwa
95% zu erhalten. Wenn im Gegensatz dazu die Brenntemperatur etwa
1.400°C
beträgt,
ist es erforderlich, dass die Mischung für etwa 3 bis 6 Tage gehalten
wird, um Impfkristalle mit dem gleichen Grad an Kristallinität wie vorstehend
zu erhalten.
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Bei
der Herstellung der Glaskeramik werden die synthetischen Leucit-Impfkristalle
(2) ebenfalls bevorzugt in pulverisierter Form eingesetzt. Ein Pulver
von synthetischen Leucit-Impfkristallen (2) kann z.B. folgendermaßen erhalten
werden: Der Tiegel, der die synthetischen Leucitkristalle von hoher
Temperatur hergestellt in obiger Weise enthält, wird in Wasser gegeben,
um rasch abzukühlen
und die Kristalle grob zu zerkleinern, und die Kristalle werden
getrennt, gesammelt, getrocknet und dann auf eine vorbestimmte Größe pulverisiert (gewöhnlich eine
Teilchengrößenverteilung
von etwa 75 μm
oder kleiner (200 mesh oder kleiner), bevorzugter eine mittlere
Teilchengröße von etwa
30 bis 60 μm),
wobei eine Pulverisiervorrichtung, wie eine Walzenmühle, eine
Kugelmühle,
eine Strahlmühle
oder dgl., gegebenenfalls mit anschließendem Sieben, verwendet wird.
Es ist zu bemerken, dass die synthetischen Leucit-Impfkristalle
(2) jede Größe aufweisen
können
und nicht auf die obigen Größen beschränkt sind,
sofern sie als Impfkristalle wirken. Der Einsatz von Leucitkristallen
in Form von feinem Pulver mit einer mittleren Teilchengröße von etwa
3,5 μm erreicht
z.B. gewünschte
Effekte.
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Bei
der Herstellung der Glaskeramik der Erfindung wird eine Ausgangsmischung
verwendet, die pro 100 Gew.-Teilen eines Pulvers des glasartigen
Materials (1) 0,5 bis 3 Gew.-Teile eines Pulvers der Leucit-Impfkristalle
(2) mit einer hohen Reinheit synthetisiert in obiger Weise umfasst.
Der Einsatz einer übermäßigen Menge
der Leucit-Impfkristalle (2) führt
zur Trübung
der Glaskeramik und ist daher unzweckmäßig.
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Der
Anteil der synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) zum glasartigen
Material (1) ist bevorzugter 1 bis 2 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teilen
des glasartigen Materials (1). Wenn die Bestandteile in diesen Anteilen
verwendet werden, kann eine Glaskeramik erhalten werden, die weiter
verbesserte Eigenschaften aufweist.
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Die
Glaskeramik der Erfindung kann durch Wärmebehandeln der obigen Mischung
gewöhnlich
bei etwa 750 bis 950°C
für 1 bis
5 h, bevorzugter bei etwa 800 bis 900°C für etwa 3 bis 5 h, hergestellt
werden.
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Wenn
die Glaskeramik der Erfindung z.B. als Porzellan verwendet wird,
wird die Glaskeramik durch ein herkömmliches Pulverisierverfahren
oder durch Sieben des Pulvers zu einem Pulver mit einer regulierten Teilchengröße überführt. Das
Pulver zur Verwendung als Porzellan ist nicht beschränkt, weist
aber gewöhnlich eine
Teilchengröße von 100 μm oder weniger
auf. Das Pulver hat bevorzugter eine mittlerer Teilchengröße von 5
bis 50 μm
und enthält
1% oder weniger feine Teilchen mit einer Teilchengröße von 1 μm oder weniger.
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Wenn
das glasartige Material (1) allein (ohne die synthetischen Leucit-Impfkristalle)
wärmebehandelt wird,
ergeben sich folgende Ergebnisse: Selbst wenn das glasartige Material
(1) allein wärmebehandelt
wird, bilden sich Leucitkristalle und wachsen langsam. Dies liegt
wahrscheinlich daran, weil die Ränder
des pulverisierten glasartigen Materials oder Spurenmengen von hochschmelzenden
anorganischen Verunreinigungen (feine Teilchen von Al2O3, SiO2 oder dgl.
eingemischt während
der Pulverisierung) als Kristallkeime dienen. Wenn das Leucitkristall-Wachstum aber von
solchen spontan gebildeten Kristallkeimen abhängt, ist ein langer Zeitraum
erforderlich, damit die Leucitkristalle in der Glasphase wachsen
und den Sättigungspunkt
erreichen. Wenn die Leucitkristalle den Sättigungspunkt erreichen, wird
eine Glaskeramik mit einem gewünschten
Wärmeausdehnungskoeffizienten
gebildet. Zu diesem Zeitpunkt haben aber andere Arten von Kristallen,
wie Na-K-Feldspatkristallen (stabile Phasen) begonnen, auszufallen.
Daher ist es unmöglich,
die Verringerung des Wärmeausdehnungskoeffizienten
(d.h. die Trübung)
der Glaskeramik in wirksamer Weise zu verhindern.
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Die
Ausgangsmischung zur Verwendung in der Erfindung enthält andererseits
eine bestimmte Menge der synthetischen Leucit-Impfkristalle (2),
so dass in der Glasphase unter Erwärmung Leucitkristalle rasch wachsen
und den Sättigungspunkt
in einer kurzen Zeit erreichen. Wenn die sich ergebende Glaskeramik
als Porzellan verwendet wird, gibt es dementsprechend einen ausreichend
langen Zeitraum, bevor andere Arten von Kristallen, wie Na-K-Feldspatkristallen,
beginnen, auszufallen. Selbst wenn die Glaskeramik als Porzellan unter
Hochtemperaturbedingungen verwendet wird, bleiben die Leucitkristalle
im Ergebnis stabil und die Trübung
aufgrund der Ausfällung
von anderen Arten von Kristallen (Feldspaten) wird wirkungsvoll
gehemmt.
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Ein übermäßiger Anteil
der synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) in der in der Erfindung
verwendeten Ausgangsmischung verursacht die folgenden Schwierigkeiten:
Wenn die Pulvermischung des glasartigen Materials (1) und der Leucitkristalle
(2) für
die Sinterkristallisation wärmebehandelt
wird, sind das Pulver des glasartigen Materials (1) und das Impfkristall
(2)-Pulver nicht vollständig
miteinander schmelzverbunden und hinterlassen kleine Hohlräume, was
zur Trübung
führt.
Wenn das Glaskeramik-Porzellanpulver auf einem Metallrahmen schmelzverbunden
wird, ist es überdies
schwierig, das Porzellan zu entgasen, was zur Bildung von feinen
Rissen im schmelzverbundenen Gegenstand führt, was nicht praktisch ist.
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Die
Leucitkristalle in der Glaskeramik, die durch das Verfahren gemäß der Erfindung
erhalten wird, weisen eine Teilchengröße von bis zu etwa 75 μm (200 mesh)
auf. Es ist daher ersichtlich, dass Leucitkristalle, die von den
Impfkristallen (2) stammen, ihre ursprüngliche Teilchengröße beibehalten.
Leucitkristalle, die unter Verwendung der Impfkristalle (2) als
ursprünglicher
Kristallisationspunkt gewachsen sind, haben andererseits eine mittlere
Teilchengröße von etwa
5 μm oder
weniger, hauptsächlich
weil (a) sie von einer Reihe von Stücken von ursprünglichen
Kristallpunkten wachsen und (b) das Kristallwachstum langsam ist,
weil die Wärmebehandlung
zum Kristallwachstum bei einer niedrigen Temperatur von 750 bis
950°C durchgeführt wird.
Dementsprechend gibt es einen Zustand, der eine Zugspannung zwischen
der Leucitkristallphase (Wärmeausdehnungskoeffizient α = etwa 22 × 10–6/°C) und der
Matrixglasphase (α =
etwa 9 × 10–6/°C) in der
durch Kristallisationsbehandlung erhaltenen Glaskeramik aufgrund
des Unterschieds zwischen den Wärmeausdehnungskoeffizienten
der beiden Phasen erzeugt. Wenn diese Glaskeramik pulverisiert wird,
werden Anteile mit größerer Zugspannung,
d.h. Anteile, in denen die Teilchengröße von Leucitkristallen größer ist,
selektiv zerkleinert. Selbst wenn das Glaskeramik-Porzellanpulver
eine Teilchengröße von bis
zu etwa 75 μm
(200 mesh) aufweist, werden im Ergebnis Leucitkristallteilchen mit
einer großen
Teilchengröße, die
von den Impfkristallen (2) stammen, in beträchtlicher Weise verringert.
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Die
durch die Erfindung erhaltene Glaskeramik enthält Leucitkristalle und weist
einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von (12 bis 17,5) × 10–6/°C bei 50
bis 500°C
auf. Die Glaskeramik der Erfindung weist die Charakteristik auf,
dass die Glaskeramik selbst bei Wärmebehandlung unter rigiden
Bedingungen (bei 850°C für 3 h oder
bei 750°C
für 10
h) im wesentlichen keine Verringerung des Leucitkristallgehalts
und keine Ausfällung
von anderen Arten von Kristallen, wie Na-K-Feldspatkristallen, zeigt.
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Bei
den Leucitkristallen in der durch das Verfahren der Erfindung erhaltenen
Glaskeramik kann es sich um Leucitkristalle mit einer theoretischen
Zusammensetzung, Leucit-Mischkristalle mit einer darin gelösten SiO2-Komponente, Leucitkristalle, in denen ein
Teil (2% oder weniger) von K durch Rb ersetzt ist, oder eine Mischung
enthaltend mindestens zwei dieser Arten von Kristallen handeln.
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In
der durch die Erfindung erhaltenen Glaskeramik sind Leucitkristalle
in einer Menge, die gleich oder nahe an dem Sättigungspunkt bei der Kristallwachstumstemperatur
während
der Herstellung der Glaskeramik ist, als metastabile Kristallphase
mit einer mittleren Teilchengröße von 10 μm oder kleiner
(bevorzugter 5 μm oder
kleiner) gleichmäßig verteilt.
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Der
Leucitkristallgehalt in der Glaskeramik gemäß der Erfindung beträgt etwa
15 bis 43 Gew.-%, obwohl er von den Anteilen des glasartigen Materials
(1) und den synthetischen Leucit-Impfkristallen (2), den Wärmebehandlungsbedingungen
bei der Herstellung der Glaskeramik und anderen Faktoren abhängt.
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Wenn
ein Pulver oder ein Pulver mit regulierter Teilchengröße der Glaskeramik
gemäß der Erfindung als
Porzellan verwendet wird, können
alle bekannten Additive, wie Trübungsmittel,
farbgebende Pigmente, Leuchtstoffe oder dgl., nach Bedarf zugegeben
werden, sofern sie nicht die Wirkungen der Erfindung hemmen.
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Geeignete
Trübungsmittel
beinhalten z.B. TiO2, Rutil oder Anatas,
SnO2, ZrSiO4, CeO2 und stabilisiertes ZrO2 (Stabilisator
= Y2O3, CaO, MgO
oder dgl.).
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Beispiele
für farbgebende
Pigmente beinhalten Fe2O3-Pigmente,
Fe2O3-Cr2O3-Pigmente, Fe2O3-CoO-Cr2O3-Pigmente, PrO2-Pigmente, V2O5-Pigmente, CeO-Pigmente, MnO2-Pigmente
und SnO2-Cr2O3-Pigmente.
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Beispiele
für Leuchtmittel
beinhalten mit Ce dotiertes Y2O3.
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Die
bestimmte Additive enthaltende Porzellanmischung wird in üblicher
Weise unter Verwendung von Wasser, Modellierflüssigkeit (z.B. wässriger
PVA-Lösung)
geknetet und dann auf einen Metallrahmen aufgebracht oder aufgebaut.
Zur Verbesserung der Bearbeitbarkeit kann ein bekanntes Pasten bildendes
Knetmittel (wie Polyethylenglycoldimethylether, Polyethylenglycol
mit einem bestimmten Polymerisationsgrad oder dgl.) zugegeben werden,
damit die Porzellanmischung zu einer Paste wird.
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Wenn
das Glaskeramikpulver gemäß der Erfindung
als Porzellan für
die Dentalprothesenherstellung verwendet wird, kann das Pulver mit
dem gleichen Verfahren wie bei bekanntem Porzellan verwendet werden. Zum
Beispiel wird ein Beschichtungsverfahren, das aus dem Aufbau, dem
Schmelzverbinden und dem Kühlen des
Porzellans auf der Oberfläche
eines Metallrahmens besteht, mehrere Male wiederholt, um die äußere Gestalt
der Dentalprothese zu bilden. Die Glaskeramik gemäß der Erfindung
geht im wesentlichen keine Änderung
im Leucitkristallgehalt ein, wenn sie gebrannt wird, und weist daher
einen im wesentlichen konstanten Wärmeausdehnungskoeffizienten
auf, selbst nachdem die Glaskeramik 10 Zyklen unterworfen wird,
die jeweils aus (i) Vakuumbrennen gemäß Definition in JIS T 6515
(spezielles Verfahren des Herstellers) und (ii) Platzieren der Glaskeramik
in einem Ofen bei einer vorbestimmten Temperatur (z.B. 600°C), Evakuieren
des Ofens, dann Anheben der Temperatur im Ofen auf 900°C mit einer
Rate von 60°C/min
und Herausnehmen der Glaskeramik und Abkühlen lassen in der Atmosphäre (Gesamtbrenndauer
= etwa 1 h) bestehen. Außerdem
ist der in obiger Weise erhaltene gebrannte Körper sehr transparent, da die
Ausfällung
von verschiedenen Arten von Kristallen, wie Na-K-Feldspatkristallen,
gehemmt wird. Daher ist die gemäß der Erfindung
erhaltene Glaskeramik als Porzellan zur Verwendung auf einem Dentalmetallrahmen
außerordentlich
geeignet.
-
Der
Metallrahmen ist bevorzugt aus einer bekannten Edelmetalllegierung.
Beispiele für
Edelmetalllegierungen beinhalten Goldarten von hoher Karatzahl,
Goldarten von mittlerer Karatzahl, Gold-Silber-Palladium-Legierungen,
Gold-Palladium-Legierungen
und Silber-Palladium-Legierungen.
-
Bei
dem Aufbau und dem Schmelzverbinden eines Pulvers der Glaskeramik
der Erfindung auf dem Metallrahmen wird ein Deckschicht-Porzellan
verwendet, um die Metallfarbe zu verdecken. Als Deckschicht-Porzellan
werden bevorzugt ein Glaskeramikpulver enthaltend ein Trübungsmittel
(alias "opakes Porzellan") oder eine Knetpaste
davon (alias "opake
Paste") verwendet.
Als Deckschick-Porzellan, das zur Imitierung von natürlichen
Zähnen
gebildet wird (alias "Dentin" oder "Schmelz"), wird bevorzugt
ein Glaskeramikpulver enthaltend ein farbgebendes Pigment (das gegebenenfalls
eine geringe Menge an Trübungsmittel
enthalten kann) verwendet.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist
eine graphische Darstellung, welche die Beziehung zwischen der Wärmebehandlungsdauer zur
Kristallisation und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten
in den gebrannten Körpern
der in Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1 erhaltenen Glaskeramikpulver
zeigt.
-
2 ist
eine graphische Darstellung, welche die Beziehung zwischen der Wärmebehandlungsdauer zur
Kristallisation und der integrierten Intensität der Röntgenbeugungslinie in den gebrannten
Körpern
der beiden obigen Arten an Glaskeramikpulvern zeigt.
-
BESTE ART
ZUR DURCHFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
-
Die
folgenden Beispiele werden zur Erläuterung der Merkmale der vorliegenden
Erfindung in weiteren Einzelheiten bereitgestellt.
-
Tabelle
1 zeigt die Zusammensetzungen (Gew.-%) des glasartigen Materials
(1) und der synthetischen Leucit-Impfkristalle (2) mit hoher Reinheit,
die in den folgenden Beispielen und Vergleichsbeispielen verwendet werden.
-
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BEISPIEL 1
-
Die
glasartige Materialprobe G1 (99 Gew.-Teile) und die Leucit-Impfkristall-Probe L1 (1 Gew.-Teil),
die in Tabelle 1 gezeigt sind, wurden gleichmäßig miteinander vermischt,
für einen
gegebenen Zeitraum im Bereich von 1 h bis 24 h zur Kristallisation
bei 850°C
wärmebehandelt,
gekühlt
und pulverisiert, um Glaskeramikpulver gemäß der vorliegenden Erfindung
zu erhalten.
-
Die
erhaltenen Glaskeramikpulver hatten einen Leucitkristallgehalt im
Bereich von 0 bis 20,5 Gew.-% und die Leucitkristalle hatten eine
mittlere Teilchengröße von 5 μm oder kleiner.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 1
-
Glaskeramikpulver
wurden durch das Verfahren von Beispiel 1 hergestellt, außer dass
die Leucit-Impfkristalle nicht eingesetzt wurden. Insbesondere wurden
100 Gew.-Teile der glasartigen Materialprobe G1 bei 850°C über einen
gegebenen Zeitraum im Bereich von 1 bis 24 h wärmebehandelt, gekühlt und
pulverisiert, um Glaskeramik-Vergleichspulver zu erhalten.
-
Die
erhaltenen Glaskeramikpulver hatten einen Leucitkristallgehalt im
Bereich von 0 bis 18 Gew.-% und die Leucitkristalle hatten eine
mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger.
-
TESTBEISPIEL 1
-
Die
in Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1 erhaltenen Glaskeramikpulver
wurden in einer biaxialen Presse geformt. Die Formkörper (6
mm × 6
mm × 25
mm) wurden in einen Vakuumofen bei 600°C gestellt und dann wurde der
Druck im Ofen auf etwa 6,7 kPa reduziert. Im Anschluss daran wurden
die Formkörper
auf 900°C
mit einer Rate von 60°C/min
erwärmt
und bei der gleichen Temperatur 1 min gebrannt. Der Druck im Ofen
wurde auf Atmosphärendruck
angehoben und die gebrannten Körper
wurden auf etwa 600°C
im Ofen gekühlt
und man ließ dann
außerhalb
des Ofens abkühlen.
In der folgenden Tabelle 2 bedeutet "nach viermal erneutem Brennen" "nach viermaligem Unterwerfen eines im
Vakuum gebrannten Körpers,
der durch Verfolgen des obigen Brennschemas erhalten wird, einem ähnlichen
Brennschema (ohne die Verringerung des Drucks)". Wie hier im folgenden verwendet bedeutet
der Ausdruck "viermal
erneut gebrannter Körper" einen Körper, der
durch viermaliges Brennen eines im Vakuum gebrannten Körpers erhalten
wird.
-
Die
Wärmeausdehnungskoeffizienten
(der Durchschnitt der Werte, die bei Temperaturen von 50 bis 500°C erhalten
werden) der erhaltenen im Vakuum gebrannten Körper und der viermal erneut
gebrannten Körper
wurden unter Verwendung eines Wärmedilatometers
gemessen.
-
1 ist
eine graphische Darstellung, welche die Beziehung zwischen der Kristallisationswärme-Behandlungszeit
(h) jeder Glaskeramik und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten
(× 10–6/°C) jeden
gebrannten Körpers,
in im Vakuum gebrannten Körpern,
die unter Verwendung der in Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1 erhaltenen
Glaskeramikpulver als Ausgangsmaterialien hergestellt werden, und
in den viermal erneut gebrannten Körpern darstellt. Wie vorstehend
ausgeführt
betrug die Temperatur zur Kristallisationswärmebehandlung 850°C.
-
1 zeigt,
dass in den im Vakuum gebrannten Körpern der Glaskeramikpulver,
die in Beispiel 1 erhalten wurden (Kurve 1), der Wärmeausdehnungskoeffizient
in 2 h der Wärmebehandlung
bei 850°C
nahezu das Maximum erreichte (13,3 × 10–6/°C) und den
gleichen Wert bis zu dem Punkt beibehielt, bei dem die Wärmebehandlungszeit
8 h betrug. Wenn die Wärmebehandlung
auf 12 h gesteigert wurde, verringerte sich der Wärmeausdehnungskoeffizient
plötzlich
auf einen Wert, der kleiner war als der Wärmeausdehnungskoeffizient des
glasartigen Körpers
vor der Kristallisationswärmebehandlung
(9,3 × 10–6/°C).
-
Auch
bei den viermal erneut gebrannten Körpern der in Beispiel 1 erhaltenen
Glaskeramikpulver (Kurve 2) änderte sich der Wärmeausdehnungskoeffizient
leicht, als die Wärmebehandlungszeit
von 2 auf 8 h erhöht
wurde.
-
Aus
den Ergebnissen, die bei den im Vakuum gebrannten Körpern der
Glaskeramikpulver, die durch Kristallisationswärmebehandlung bei 850°C hergestellt
wurden, und den viermal erneut gebrannten Körpern davon erhalten wurden,
ist ersichtlich, dass der Leucitkristallgehalt (der entsprechende
Wärmeausdehnungskoeffizient)
im Porzellan nach der Erfindung beim obigen Brennschema (welches
das gleiche ist wie das tatsächliche
Brennschema für
Porzellan) sich im wesentlichen nicht ändert.
-
Im
Gegensatz dazu war in den im Vakuum gebrannten Körpern der in Vergleichsbeispiel
1 erhaltenen Glaskeramikpulver (Kurve 3) der Anstieg im
Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufgrund der Wärmebehandlung
gering und der Wärme ausdehnungskoeffizient
steigerte sich nur auf 12,3 × 10–6/°C in 8 h
Wärmebehandlung.
Außerdem
wiesen die im Vakuum gebrannten Körper an diesem Punkt eine leichte
Trübung
auf und waren durchscheinend als der Wärmeausdehnungskoeffizient 12,7 × 10–6/°C erreichte.
-
Ferner änderte sich
in den viermal erneut gebrannten Körpern, die unter Verwendung
der Glaskeramikpulver von Vergleichsbeispiel 1 erhalten wurden (Kurve 4)
der Wärmeausdehnungskoeffizient
stark.
-
Aus
den obigen Ergebnissen ist ersichtlich, dass in einer Glaskeramik,
die durch Zugabe eines Leucitkristall-Pulvers als Impfkristalle
zu einem glasartigen Material und Wärmebehandeln der Mischung zur
Kristallisation unter bestimmten Bedingungen erhalten wird, der
Wärmeausdehnungskoeffizient
auf einen gewünschten
Wert in einem kurzen Zeitraum ansteigt und bei dem gewünschten
hohen Wert über
einen langen Zeitraum verbleibt. Im Ergebnis gibt es einen langen
Zeitraum, bevor Trübung
oder Lichtundurchlässigkeit
auftritt.
-
2 ist
eine graphische Darstellung, welche die Beziehung zwischen der Wärmebehandlungszeit
(h) und der integrierten Intensität (a.u.) der Röntgenbeugungslinie
der gebrannten Glaskeramikkörper
im Fall des Vakuumbrennens der in Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel
1 erhaltenen Glaskeramikpulver durch Verfolgen des gleichen Brennschemas
wie vorstehend beschrieben zeigt.
-
In 2 stellt
die Kurve 5 die Intensität der Röntgenbeugungslinie (d211) von Leucit in den gebrannten Körpern der
in Vergleichsbeispiel 1 hergestellten Glaskeramikpulver dar; stellt
Kurve 6 die Intensität
der Röntgenbeugungslinie
(d211) von Leucit in den gebrannten Körpern der
in Beispiel 1 hergestellten Glaskeramikpulver dar; stellt Kurve 7 die
Intensität
der Röntgenbeugungslinie
(d130) von Na-K-Sanidin-Kristallen vom Hochtemperaturtyp in
gebrannten Körpern
der in Vergleichsbeispiel 1 hergestellten Glaskeramikpulver dar;
und stellt Kurve 8 die Intensität der Röntgenbeugungslinie (d130) von Na-K-Sanidin-Kristallen vom Hochtemperaturtyp
in gebrannten Körpern
der in Beispiel 1 hergestellten Glaskeramikpulver dar.
-
Die 1 und 2 zeigen
das Folgende.
-
Der
Anstieg im Wärmeausdehnungskoeffizienten,
der in 1 gezeigt wird, entspricht dem Anstieg im Leucitkristallgehalt
im Glas. Wenn keine Impfkristalle vorhanden sind (2;
Kurve 5), beginnen genau gesagt die Leucitkristalle nach einer
Induktionsdauer von etwa 1 h auszufallen. Wenn andererseits die
Impfkristalle zugegeben werden (2; Kurve 6),
beginnen Leucitkristalle unmittelbar ohne Induktionsperiode mit
der Ausfällung
und die Ausfällung
der Kristalle erreicht den Sättigungspunkt
in einem kurzen Zeitraum (etwa 2 h) der Wärmebehandlung (in der entsprechenden
Kurve 1 in 1 erreicht der Wärmeausdehnungskoeffizient
nahezu das Maximum).
-
Wie
ferner aus dem Graphen in 2 ersichtlich
(siehe Kurve 7 zu Vergleichsbeispiel 1 und Kurve 8 zu
Beispiel 1) beginnen Na-K-Sanidin-Kristalle vom Hochtemperaturtyp
nach einer Induktionsperiode von etwa 8 h mit der Ausfällung und
dementsprechend ergibt sich eine merkliche Trübung und Lichtundurchlässigkeit
in der kristallisierten Glaskeramik (siehe Kurve 5 zu Vergleichsbeispiel
1 und Kurve 6 zu Beispiel 1). In ähnlicher Weise ist verständlich,
dass in Kurve 1 in 1 die durch
Langzeit-Kristallisationswärmebehandlung
erhaltenen Glaskeramiken einen geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten
als das Glas ohne Wärmebehandlung (9,3 × 10–6/°C) aufgrund
der geringen Wärmeausdehnungseigenschaften
der ausgefallenen Na-K-Sanidin-Kristalle vom Hochtemperaturtyp aufweisen.
-
Die
obigen Tatsachen ergeben das Folgende:
- (a)
Na-K-Sanidin-Kristalle vom Hochtemperaturtyp, die gewöhnlich eine
Trübung
in einer Glaskeramik des obigen Typs bewirken, verhalten sich als
eine scheinbar stabile Kristallphase unter den in Testbeispiel 1
eingesetzten Wärmebehandlungsbedingungen.
- (b) Im Gegensatz dazu fallen Leucitkristalle, die für die Beibehaltung
der Transparenz der Glaskeramiken wirksam sind, zuerst aus, stellen
aber eine metastabile Kristallphase dar.
- (c) Dementsprechend ist die Zugabe von Leucit-Impfkristallen
zu dem glasartigen Material wesentlich, um die Ausfällung von
Leucitkristallen (metastabile Kristallphase) zu fördern, wodurch
die Transparenz der Glaskeramik beibehalten wird, die einer Wärmebehandlung über einen
langen Zeitraum ausgesetzt ist, und der Wärmeausdehnungskoeffizient stabilisiert
wird.
- (d) Es ist ersichtlich, dass, wenn die Leucitkristalle enthaltende
Glaskeramik, die durch das Verfahren der Erfindung erhalten wird,
als Porzellan verwendet wird, die Keramikbeschichtung, die in einer
Reihe von Herstellungs schritten für eine Dentalprothese gebildet
wird, welche die Aufbringung/den Aufbau, das Schmelzen und das Kühlen auf
einem Metallrahmen umfassen, im wesentlichen frei von Trübung und
einer Verringerung der Transparenz ist.
-
BEISPIEL 2
-
Die
glasartige Materialprobe G2 (99 Gew.-Teile) und die Leucitkristallprobe
L1 (1 Gew.-Teil), die in Tabelle 1 gezeigt sind, wurden gleichmäßig miteinander
vermischt, zur Kristallisation bei 850°C für 4 h wärmebehandelt, gekühlt und
pulverisiert, um ein Glaskeramikpulver nach der Erfindung zu erhalten.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver hatte einen Leucitkristallgehalt von
18 Gew.-% und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
-
BEISPIEL 3
-
Ein
Glaskeramikpulver nach der Erfindung wurde durch das Verfahren von
Beispiel 2 hergestellt, außer
dass die Kristallisationswärmebehandlung
bei 850°C
für 3 h
durchgeführt
wurde.
-
Das
Glaskeramikpulver hatte einen Leucitkristallgehalt von 17,5 Gew.-%
und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder kleiner
auf.
-
BEISPIEL 4
-
Ein
Glaskeramikpulver nach der Erfindung wurde durch Verfolgen des Verfahrens
von Beispiel 2 hergestellt, außer
dass 98 Gew.-Teile der glasartigen Materialprobe G2 und 2 Gew.-Teile
Leucitkristallprobe L1 verwendet wurden.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver hatte einen Leucitkristallgehalt von
18,5 Gew.-% und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder kleiner
auf.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 2
-
Ein
Glaskeramikpulver wurde durch Verfolgen des Verfahrens von Beispiel
2 hergestellt, außer
dass nur die glasartige Materialprobe G2 (100 Gew.-Teile) eingesetzt
wurde.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver hatte einen Leucitkristallgehalt von
1,5 Gew.-% und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder kleiner
auf.
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VERGLEICHSBEISPIEL 3
-
Ein
Glaskeramikpulver wurde durch Verfolgen des Verfahrens von Vergleichsbeispiel
2 hergestellt, außer
die Kristallisationswärmebehandlung
bei 850°C
für 8 h
durchgeführt
wurde.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver wies einen Leucitkristallgehalt von
10,5 Gew.-% auf und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
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VERGLEICHSBEISPIEL 4
-
Ein
Glaskeramikpulver wurde durch Verfolgen des Verfahrens von Vergleichsbeispiel
2 hergestellt, außer
dass die Kristallisationswärmebehandlung
bei 850°C
für 12
h durchgeführt
wurde.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver wies einen Leucitkristallgehalt von
17,5 Gew.-% und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
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BEISPIEL 5
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Die
glasartige Materialprobe G6 (99 Gew.-Teile) und die Leucitkristallprobe
L1 (1 Gew.-Teil), die in Tabelle 1 gezeigt wurden, wurden gleichmäßig miteinander
vermischt, bei 850°C
4 h zur Kristallisation wärmebehandelt,
gekühlt
und pulverisiert, um ein Glaskeramikpulver nach der Erfindung zu
erhalten.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver wies einen Leucitkristallgehalt von
35 Gew.-% auf und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
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VERGLEICHSBEISPIEL 5
-
Ein
Glaskeramikpulver wurde durch Verfolgen des Verfahrens von Beispiel
5 hergestellt, außer
dass nur die glasartige Materialprobe G6 (100 Gew.-Teile) verwendet
wurde.
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Das
erhaltene Glaskeramikpulver wies einen Leucitkristallgehalt von
4 Gew.-% auf die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
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BEISPIEL 6
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Die
glasartige Materialprobe G3 (99 Gew.-Teile) und die Leucitkristallprobe
L1 (1 Gew.-Teil), die in Tabelle 1 gezeigt sind, wurden gleichmäßig miteinander vermischt,
bei 850°C
für 2 h
zur Kristallisation wärmebehandelt,
gekühlt
und pulverisiert, um ein Glaskeramikpulver nach der Erfindung zu
erhalten.
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Das
erhaltene Glaskeramikpulver wies einen Leucitkristallgehalt von
13 Gew.-% auf und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
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BEISPIEL 7
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Die
glasartige Materialprobe G4 (99 Gew.-Teile) und die Leucitkristallprobe
L1 (1 Gew.-Teil), die in Tabelle 1 gezeigt sind, wurden gleichmäßig miteinander
vermischt, bei 850°C
für 2 h
zur Kristallisation wärmebehandelt,
gekühlt
und pulverisiert, um ein Glaskeramikpulver nach der Erfindung zu
erhalten.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver wies einen Leucitkristallgehalt von
22,5 Gew.-% auf und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
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BEISPIEL 8
-
Ein
Glaskeramikpulver nach der Erfindung wurde durch Verfolgen des Verfahrens
von Beispiel 7 hergestellt, außer
dass die Leucitkristallprobe L2, die in Tabelle 1 gezeigt ist, anstelle
der Leucitkristallprobe L1 verwendet wurde.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver wies einen Leucitkristallgehalt von
23,5 Gew.-% auf und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
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BEISPIEL 9
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Die
glasartige Materialprobe G5 (99 Gew.-Teile) und die Leucitkristallprobe
L1 (1 Gew.-Teil), die in Tabelle 1 gezeigt sind, wurden gleichmäßig miteinander
gemischt, bei 850°C
für 4 h
zur Kristallisation wärmebehandelt,
gekühlt
und pulverisiert, um ein Glaskeramikpulver nach der Erfindung zu
erhalten.
-
Das
erhaltene Glaskeramikpulver wies einen Leucitkristallgehalt von
21,5 Gew.-% auf und die Leucitkristalle wiesen eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
auf.
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TESTBEISPIEL 2
-
Alle
Glaskeramikpulver mit einer Teilchengröße von bis zu 75 μm (gehen
durch 200 mesh hindurch), die in den Beispielen 2 bis 9 und den
Vergleichsbeispielen 2 bis 5 erhalten wurden, wurden auf die gleiche Weise
wie in Testbeispiel 1 geformt und in im Vakuum gebrannte Körper und
in viermal erneut gebrannte Körper
durch Verfolgen der Brandschemata, die ähnlich wie die in Testbeispiel
1 eingesetzten waren, überführt. Dann
wurden die Wärmeausdehnungskoeffizienten
dieser gebrannten und erneut gebrannten Körper gemessen und das Aussehen
der viermal erneut gebrannten Körper
wurde durch das bloße
Auge betrachtet.
-
Tabelle
2 gibt diese Ergebnisse wieder.
-
-
Tabelle
2 zeigt, dass die im Vakuum gebrannten Körper der in Beispielen 2 bis
7 erhaltenen Glaskeramikpulver den gewünschten Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufwiesen und dass die viermal erneut gebrannten Körper dieser
Glaskeramikpulver ein transparentes Aussehen aufwiesen und im wesentlichen
den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten
wie die entsprechenden im Vakuum gebrannten Körper aufwiesen.
-
Im
Gegensatz dazu wiesen die im Vakuum gebrannten Körper und die viermal erneut
gebrannten Körper
des in Vergleichsbeispiel 2 erhaltenen Glaskeramikpulvers keinen
gewünschten
Wärmeausdehnungskoeffizienten
auf.
-
Wie
bei den Glaskeramikpulvern, die in Vergleichsbeispiel 3 erhalten
wurden, hatte sein viermal erneut gebrannter Körper den gewünschten
hohen Wärmeausdehnungskoeffizienten,
er war aber aufgrund seines opaken Aussehens für den praktischen Einsatz ungeeignet.
-
Der
im Vakuum gebrannte Körper
des in Vergleichsbeispiel 4 erhaltenen Glaskeramikpulvers hatte
den gewünschten
Wärmeausdehnungskoeffizienten,
aber der viermal erneut gebrannte Körper des Glaskeramikpulvers
wies kein transparentes Aussehen auf und war so für den praktischen
Einsatz ungeeignet.
-
Der
im Vakuum gebrannte Körper
des in Vergleichsbeispiel 5 erhaltenen Glaskeramikpulvers besaß keinen
gewünschten
Wärmeausdehnungskoeffizienten.
-
TESTBEISPIEL 3
-
Geprüft wurden
die mechanischen und chemischen Eigenschaften (hier im folgenden
beschrieben) eines transluzenten Porzellans (Probe 1, α = 13,8 × 10–6/°C), das durch
Zugabe von farbgebendem Mittel (= Trübungsmittel, Pigmenten und
Leuchtmitteln in einer Gesamtmenge von etwa 0,3 Gew.-% des Glaskeramikpulvergewichts)
zum in Beispiel 9 erhaltenen Glaskeramikpulver hergestellt wurde,
und von vier Arten von handelsüblichen
transluzenten Porzellansorten A bis D als Vergleichsproben.
-
Die
transluzenten Porzellane, die als Proben eingesetzt wurden, wiesen
die folgenden kristallographischen Eigenschaften auf.
Probe
1: Ein Porzellan, das durch Zugabe einer geringen Menge (etwa 0,3
Gew.-%) von farbgebendem Mittel zum in Beispiel 9 erhaltenen Glaskeramikpulver
erhalten wurde (Leucitkristallgehalt: 21,5 Gew.-%).
Probe 2:
(Handelsübliches
Porzellan A): Ein Porzellan mit einem Leucitkristallgehalt von 20,2
Gew.-%, das eine geringe Menge von farbgebendem Mittel und eine
geringe Menge von Cristobalit als andere Kristallart enthält.
Probe
3: (Handelsübliches
Porzellan B): Ein Porzellan mit einem Leucitkristallgehalt von 18,3
Gew.-%, das eine geringe Menge an farbgebendem Mittel und eine geringe
Menge von Na-K-Sanidin vom Hochtemperaturtyp als andere Kristallart
enthält.
Probe
4: (Handelsübliches
Porzellan C): Ein Porzellan mit einem Leucitkristallgehalt von 18,9
Gew.-%, das eine geringe Menge von farbgebendem Mittel und eine geringe
Menge von Na-K-Sanidin vom Hochtemperaturtyp als andere Kristallart
enthält.
Probe
5: (Handelsübliches
Porzellan D): Ein Porzellan mit einem Leucitkristallgehalt von 7,4
Gew.-%, das eine geringe Menge an farbgebendem Mittel enthält.
-
Vickers-Härte
-
Prüfstücke wurden
aus den Proben 1 bis 5 auf die gleiche Weise wie im Wärmeausdehnungstest
in Testbeispiel 2 hergestellt. Die Prüfstücke wurden hochglanzpoliert
und die Vicker-Härte
Hv wurde gemessen (Last = 2,9 N, Belastungszeit = 15 Sekunden).
Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle 3 angegeben.
-
Das
aus Probe 1 gemäß der Erfindung
hergestellte Prüfstück hatte
eine Sinterschicht mit einer Vickers-Härte Hv von 485, die nahe zu
der von natürlichem
Zahnschmelz (etwa Hv 400) ist. Daher wird angenommen, dass, wenn
eine Dentalprothese, die unter Verwendung des Porzellans nach der
Erfindung hergestellt wird, in einem oralen Hohlraum verwendet wird,
sie weniger Abrieb beim natürlichen
Zahn verursacht.
-
Auch
die Sinterschicht des aus Beispiel 4 hergestellten Prüfstücks wies
eine Vickers-Härte
relativ nahe an der von natürlichem
Zahn auf.
-
Andererseites
wiesen die Sinterschichten der Prüfstücke, die aus den handelsüblichen
Proben 2, 3 und 5 hergestellt wurden, eine Vickers-Härte Hv von
500 oder mehr auf. Daher ist es wahrscheinlich, dass Dentalprothesen,
die unter Verwendung dieser Porzellansorten hergestellt werden,
bei Einsatz in einem oralen Hohlraum natürlichen Zahn abreiben.
-
Biegefestigkeit
-
Unter
Verwendung von Probe 1 nach der Erfindung und von handelsüblichen
Proben 2 bis 5 wurde der in JIS T 6516 definierte Dreipunkt-Biegetest
durchgeführt.
Tabelle 3 zeigt die Ergebnisse.
-
Die
Probe 1 gemäß der Erfindung
wies eine Biegefestigkeit von 125 MPa auf, welche die höchste in Tabelle
3 darstellt. Somit wird eine Dentalprothese, die unter Verwendung
des Porzellans nach der Erfindung hergestellt wird, bei Verwendung
in einem Hohlraum in der Regel durch Okklusionsdruck nicht geschädigt.
-
Im
Gegensatz dazu wiesen die handelsüblichen Proben 2, 3 und 5 geringe
Biegefestigkeiten auf. Wenn Dentalprothesen, die unter Verwendung
dieser Porzellansorten hergestellt werden, in dem oralen Hohlraum
verwendet werden, ist es daher wahrscheinlich, dass sie brechen.
-
Bei
dem Porzellan nach der Erfindung besitzen die enthaltenen Leucitkristallteilchen
eine mittlere Teilchengröße von 5 μm oder weniger
und sind gleichmäßig im Porzellan
verteilt. Im Ergebnis besitzt das Porzellan gemäß der Erfindung keine Konzentrierung
der Bindungsspannung und weist eine hohe Biegefestigkeit auf.
-
-
Löslichkeitstest
-
Die
Proben 1 bis 5 wurden Löslichkeitstests
in einer 4% wässrigen
Essigsäurelösung gemäß JIS T 6516
unterworfen.
-
Alle
Teststücke,
die aus den Beispielen 1 bis 5 hergestellt waren, wiesen 50% oder
weniger der akzeptablen Löslichkeit
auf, die in JIS T 6516 definiert ist (0,05 Gew.-%).
-
GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
-
In
der vorliegenden Erfindung werden im vorhinein synthetisierte Leucit-Impfkristalle als
Ausgangsmaterial verwendet, so dass eine Leucitkristalle enthaltende
Glaskeramik mit ausgezeichneter Hochtemperaturstabilität ohne weiteres
hergestellt werden kann.
-
In
der durch die Erfindung erhaltenen Glaskeramik beginnt die Ausfällung von
verschiedenen Arten von Kristallen, wie Na-K-Feldspatkristallen,
lange nachdem die Ausfällung
der Leucitkristalle den Sättigungspunkt
erreicht. Daher ist die Glaskeramik der Erfindung während einer
Schmelzverbindung an einen Metallrahmen im wesentlichen frei von Änderungen
im Leucitkristallgehalt und frei von der Ausfällung von anderen Arten von
Kristallen, wie Na-K-Feldspatkristallen, und weist daher im wesentlichen
keine Eintrübung
auf.
-
Außerdem kann
der Wärmeausdehnungskoeffizient
der durch die Erfindung erhaltenen Glaskeramik dem des Materials
des einzusetzenden Metallrahmens angepasst werden.
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Wenn
die durch die Erfindung erhaltene Glaskeramik als Porzellan für Metall-Keramik-Dental-Restauration
eingesetzt wird, verringert sich der Wärmeausdehnungskoeffizient der
Glaskeramik daher nicht wesentlich und sie wird während der
Schmelzverbindung an ein Metallrahmenmaterial im wesentlichen nicht
getrübt.
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Die
durch die Erfindung erhaltene Glaskeramik ist hochtransparent und
weist die ausgezeichnete Eigenschaft auf, dass sie frei gefärbt werden
kann, was zur Wiedergabe der Farbe von natürlichen Zähnen notwendig ist.
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Da
die durch die Erfindung erhaltene Glaskeramik mindestens 50 Gew.-%
Glasphase enthält,
besitzt die Glaskeramik ausgezeichnete Sintereigenschaften und kann
während
des Brands im Vakuum ohne weiteres entgast werden. Ferner weist
die Glaskeramik eine ausgezeichnete Benetzbarkeit auf Metallrahmen
und eine hohe Haftfestigkeit auf Rahmenmaterialien auf.
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Die
durch die Erfindung erhaltene Glaskeramik ist auch im Hinblick auf
verschiedene mechanische Eigenschaften (Biegefestigkeit, Vickers-Härte usw.)
und chemische Stabilität
usw. ausgezeichnet.
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Wenn
außerdem
ein großer
Anteil an Trübungsmitteln,
an organischen farbgebenden Pigmenten, Leuchtmitteln oder dgl. zu
einem Pulver oder einem Pulver von regulierter Teilchengröße der durch
die Erfindung erhaltenen Glaskeramik zugegeben wird, kann die sich
ergebende Mischung in hohem Maße
durch Erwärmen
erweicht und fluidisiert werden. Dies ist so, weil die Glaskeramik
einen großen
Anteil an Glasphase enthält.
Aufgrund dieser ausgezeichneten Eigenschaft der Erweichung und Fluidisierung
kann die Menge an zuzugebenden farbgebenden Pigmentpulvern in einem
großen
Umfang eingestellt werden, um ein Porzellan zur wirksamen Verdeckung
der Farbe eines Metallrahmens (opakes Porzellan) oder zur wirksamen
Reproduktion der Farbe des natürlichen
Zahns (Dentin – Dentinporzellan,
Zahnschmelz – Zahnschmelzporzellan,
Randbildung – Randporzellan
und Restauration und Glasur – Glasurporzellan)
bereitzustellen.