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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von wenigstens einer Fermentations-Substanz in einem Fermentations-Produkt gemäß den Ansprüchen 1 und
10, ein Verfahren für
das Erhöhen
eines Niveaus von wenigstens einer Aroma-Substanz in einem aus einer
Pflanze abgeleiteten Produkt gemäß den Ansprüchen 2 und
12, ein Verfahren für
das Erhöhen
eines Niveaus von freier Glucose in einem aus einer Pflanze abgeleiteten,
Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterial gemäß den Ansprüchen 4 und
15, ein Verfahren für
das Erhöhen
eines Niveaus von freier Glucose in einer Pflanze gemäß den Ansprüchen 5 und
17, ein Verfahren für
das Herstellen eines Alkohols gemäß den Ansprüchen 6 und 19 sowie ein Verfahren
für das
Herstellen einer Aroma-verströmenden
Pflanze gemäß den Ansprüchen 7 und
21.
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Hierin
verwendete Abkürzungen
schließen
folgende eine: BGL1 – β-Glucosidase
von Aspergillus niger B1; bgl1 – eine
cDNA, die für
diese codiert; 2FGlcF – 2-Deoxy-2-Fluoro-β-Glucosylfluorid;
DNP – 2,4-Dinitrophenol;
DNPGlc – 2,4-Dinitrophenyl-β-D-Glucopyranosid; pNP – p-Nitrophenol;
pNPGlc-p-Nitrophenyl-β-D-Glucopyranosid;
MUGlc-4-Methylumbeliferyl-β-D-Glucopyranosid;
YNB – Hefe-Nitrogen-Base
ohne Aminosäuren;
und X-Glu-S-Bromo-4-Chloro-3-indplyl-β-D-Glucopyranasid.
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β-Glucosidasen
(EC 3.2.1.21; β-D-Glucosid-Glucohydralase)
spielen mehrere wichtige Rollen in der Biologie, einschließlich des
Abbaus von zellullosischer Biomasse durch Pilze und Bakterien, des
Abbaus von Glycolipiden in den Lysosomen von Säugetieren und der Spaltung
von glucosylierten Flavonoiden in Pflanzen. Aus diesem Grund sind
diese Enzyme von großem
wirtschaftlichen Interesse, nicht nur als Bestandteile von Zellufase-abbauenden
Systemen, sondern auch in der Lebensmittelindustrie (2, 3).
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Aspergillus
species sind als nützliche
Quellen von β-Glucosidasen
(4–6)
bekannt und Aspergillus niger ist bei weiten der wirksamste Produzent
von β-Glucosidase
unter den erforschten Mikroorganismen (4). Shoseyov et al. (7) haben
bereits eine β-Glucosidase von Aspergillus
niger B1 (CMI CC 324626) beschrieben, die bei geringen pH-Werten,
sowie bei hohen Ethanolkonzentrationen aktiv ist. Dieses Enzym hydrolisiert
wirksam Glycoside von Aromaverbindungen in bestimmten Produkten
mit niedrigem pH-Wert, wie etwa Wein und Saft der Passionsfrucht, wodurch
deren Aroma verbessert wird (8–12),
und ist insbesondere interessant für die Verwendung in der Lebensmittelindustrie,
da A. niger als ungiftig gilt (3). Zusätzlich wurde gefunden, dass β-Glucosidase
in der enzymatischen Synthese von Glykosiden (13–15) nützlich ist.
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Auch
weitere β-Glucosidasen
von A. niger wurden gereinigt (16–18), jedoch wurden Unterschiede
bezüglich
ihrer Eigenschaften berichtet, einschließlich der Bereiche der Molekülmasse (116–137 kDa),
der isoelektrischen Punkte (pI-Werte von 3,8–4), und der pH-Optima (3,4–4,5). Es
wurden wenigstens zwei β-Glucosidasen
mit verschiedenen Substrateigenschaften in kommerziellen β-Glucosidase-Zubereitungen von
A. niger identifiziert (19). Versuche, diese Unklarheiten durch
Klonierung und Expression eines funktionalen β-Glucasidase-Gens von A. niger
in S. cerevisiae zu beseitigen wurden kürzlich berichtet (20), jedoch
wurde das Protein nicht charakterisiert und die Sequenz nicht veröffentlicht.
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Glykosidasen
wurden basierend auf Ähnlichkeiten
in der Sequenz in Familien eingeteilt, von denen es derzeit etwa
77 verschiedene definierte Familien gibt, die über 2000 verschiedene Enzyme
enthalten (21, siehe auch http://afmb.cnrs-mrs.fr/pedro/CAZY/db.html).
Mit Ausnahme der Glukosylceramidasen (Familie 30) gehören alle
einfachen β-Glucosidasen
entweder zur Familie 1 oder 3. Familie 1 enthält Enzyme aus Bakterien, Pflanzen
und Säugetieren,
einschließlich
der 6-Phospho-Glucosidasen
und der Thioglucosidasen. Des Weiteren weisen die meisten Enzyme
der Familie 1 eine signifikante Galactosidase-Aktivität auf. Familie
3 enthält β-Glucosidasen und
Hexosaminidasen fungalen, bakteriellen und pflanzlichen Ursprungs.
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Enzyme
beider Familie hydrolysieren ihre Substrate mit Nettoretention anomerer
Konfiguration, vermutlich über
einen doppelten Verdrängungsmechanismus
mit zwei Schritten, der zwei wichtige Carbonsäurereste des aktiven Zentrums
beinhaltet (zu dem Mechanismus, siehe 22–24). Im ersten Schritt greift
eine Carbonsäure
(die nukleophile Carbonsäure)
das anomere Zentrum des Substrats an, während die andere (der saure/basische
Katalysator) den glycosidischen Sauerstoff protoniert, wodurch die
Abtrennung des Aglycons unterstützt
wird. Die führt
zur Bildung eines kovalenten α-Glycosyl-Enzym-Zwischenprodukts.
In einem zweiten Schritt wird dieses Zwischenprodukt durch einen
allgemeine basenkatalysierten Angriff von Wasser am anomeren Zentrum
des Glycosyl-Enzyms hydrolysiert, um das β-Glucose-Produkt freizusetzen und freies
Enzym zu regenieren. Sowohl die Bildung als auch die Hydrolyse des
Zwischenprodukts erfolgen über Übergangszustände mit
im Wesentlichen der Eigenschaft eines Oxocarbenium-Ions.
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In
Anbetracht der Tatsache, dass Familie 3 fungale Enzyme mit ähnlicher
Masse enthält,
einschließlich der
von anderen Aspergillus sp., ist es wahrscheinlich dass die β-Glucosidase
von Aspergillus niger zu dieser Familie gehört. Es gibt relativ wenig mechanistische
Daten über
diese Familie: die am besten charakterisierte ist die glycosylierte β-Glucosidase
mit 170 kDA von Aspergillus wentii. Durch das Kennzeichnen des aktiven Zentrums
mit Conduritol B-Epoxid wurde gezeigt, dass dieses Enzym die Hydrolyse
durchführt,
mit einer Nettoretention anomerer Konfiguration. Diese Studie hat
bewiesen, dass der gekennzeichnete Asparaginsäurerest identisch mit dem durch
das langsame Substrat D-Glucal (1, 25) derivatisierte war. Des Weiteren
wurde gezeigt, dass das 2-Deoxyglucasyl-Enzym, das durch Verwendung
von D-Glucal erhalten wurde, kinetisch identisch mit dem war, das
während
der Hydrolyse von PNP-2-Deoxy-β-D-Glucopyranosid
(26) war.
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Eine
weitergehende detaillierte kinetische Analyse des Enzyms wurde von
Legler et al. (27) durchgeführt,
einschließlich
der Messung von Hammett-Beziehungen, kinetischen Isotopeffekten
sowie Studien bezüglich
der Bindung von potenten reversiblen Inhibitoren, wie etwa Glucanolakton
und und Nojirimycin.
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Bei
der praktischen Anwendung der vorliegenden Erfindung wurde das β-Glucosidaseprotein
aus Aspergillus niger isoliert, kloniert, sequenziert und in Hefelwirtszellen
exprimiert sowie seine enzymatische Funktion charakterisiert. Zusätzlich wurden
das Protein sowie das daran gebundene Signalpeptid und optional
ein daran gebundenes Retaining-Peptid des endoplasmatischen Retikulums
in transgenen Pflanzen exprimiert und die der Homogenisierung folgende
Freisetzung von Aroma-Substanzen daraus überwacht. Das von dem isolierten
Gen codierte Ezym weist eine bekannte Nützlichkeit in Pflanzen und/oder
Pflanzenprodukten sowie in biotechnologischen Verfahren auf, einschließlich in
der Lebensmittelindustrie, auf. Mehrere unerwartete Vorteile wurden
entdeckt, einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf, Stabilität
gegenüber
pH-Wert und Temperatur der β-Glucosidase
von Aspergillus niger, Notwendigkeit eines Signalpeptids für das Erhalten
einer katalytischen Aktivität
bei der Expression in Pflanzen. Vorteile für ein endoplasmatisches Retaining-Peptid
oder für einen
Mangel daran bei der Expression in Pflanzen, abhängig von der Anwendung.
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PENTILLA
ET AL. 1984; Cloning of aspergillus niger genes in yeast; Expression
of the gene coding aspergillus β-glucosidase;
MOL. GEN. GENET. 194: 494–499;
offenbar die Möglichkeit
der Klonierung von Genen von Hyphomyzeten durch die Expression in
der Hefe Saccaromyces cerevisiae. Eine Genombank von Aspergillus
niger wurde in E. coli hergestellt, wobei ein Cosmid-Shuttle-Vektor
von Hefe verwendet wurde und über
10.000 verschiedene Cosmidklone einzeln isoliert wurden. Hefetransformanden
mit Aspergillus-DNA wurden auf die Expression der Gene für die sekretierten
fungalen Glycoproteine, die β-Glucosidase
und die Amylo-Glucosidase
und die Expression der fungalen Gene hin untersucht, welche die
Hefemutationen ura3 und leu2 komplementieren. Von den fünf erforschten
Apergillusarten wurde nur von einer, der β-Glucosidase gefunden, dass
sie in Hefe exprimiert wird, und dies auf einem niedrigen Niveau.
Dies lässt
vermuten, dass es wesentliche Unterschiede zwischen den Genen von
Hefe und Hyphomyceten gibt. Iwashita et al 1997, EMBL-Zugangsnummer:
AB003470 bezieht sich auf „The
bg1A gene of Aspergilus kawachii, which encodes both extracellular
and cell wall-bound β-glucosidases". BHAT M K ET AL.
1997: Cellulose, degrading enzymes and their potential industrial
applications; BIOTECHNOLOGY ADVANCES, 15: 583–620; beschreibt die biologische
Umwandlung von Zellulose in lösliche
Zucker und Glucose, die durch eine Zellulase genannte Gruppe von
Enzymen katalysiert wird. Mikroorganismen einschließlich Pilzen,
Bakterien und Aktionmyceten stellen hauptsächlich drei Typen von Zellulasebausteinen – Endo-1,4-β-D-Glucanase;
exo-1,4-β-D-Glucanase
und β-Glucosidase – jeweils
einzeln oder in Form eines Komplexes. In den letzten Jahrzehnten
wurden Zellulasen grundlegend besser verstanden; dennoch muss noch
viel erforscht werden. Das riesige wirtschaftliche Potential der
Zellulasen in einer Vielzahl von Anwendungen bleibt die treibende
Kraft für
die Forschung auf diesem Gebiet. Dieser Rückblick fasst den derzeitigen
Stand des Wissens bezüglich
mikrobieller Zellulasen und ihrer Anwendungen ein. DEKKER R F H
1986, 28: 1438–1442
offenbart die Eigenschaften bezüglich
kinetischer Hemmung und Stabilität
einer Herstellung von kommerzieller β-d-Glucosidase- Zellobiase aus Aspergillus-niger
und ihre Nützlichkeit
in der Hydrolyse von Lignozellulose, Biotechnologie und Bioengineering.
ZHOU S Et AL 1999: Engineering endoglucanase-secreting strains of
ethanologenic Klebsiella Oxytoca P2. JOURNAL OF INDUSTRIAL MICROBIOLOGY & BIOTECHNOLOGY,
22: 600–607
bezieht sich auf rekombinante Klebsiella oxytoca P2, die als ein
Biokatalysator für
die gleichzeitige Verzuckerung und Fermentation (SSF) von Zellulose durch
chromosomales Integrieren von Genen von Zymomonas mobiles (pdc,
adhB), die für
den Ethanol-Weg codieren, dienen. Dieser Stamm enthält die native
Fähigkeit,
Zellobiose zu transportieren und zu metabolisieren, wodurch es nicht
mehr erforderlich ist, während
der SSF β-Glucosidase
zuzuführen.
Um die Nützlichkeit dieses
Biokatalysators zu erhöhen,
wurde nun das celZ-Gen, das für
die primäre
Endoglucanase von Erwinia chrysanthemi codiert, chromosomal integriert.
Dieses Gen wurde in hohen Raten durch das Ersetzen des nativen Promotors
durch einen von der DNA von Z, mobils abgeleiteten Surrogatpromotor
exprimiert. Unter Zusatz von Out-Genen, die für das Proteinsekretionssystem
von E. Chrysanthemi des Typ II codieren wurde mehr als die Hälfte der
aktiven Endoglukanase (EGZ) in die extrazelluläre Umgebung ausgesondert. Die
beiden aktivsten Stämme,
SZ2 (pCPP2006) und SZ6 (pCPP2006) stellten ungefähr 24 000 U L–1 der
Aktivität
der CMCase dar, was 5% der Gesamtmenge an zellulärem Protein ist. Rekombinante
EGZ entpolymerisierte teilweise säuregequollene Zellulose und
ermöglichte
die Herstellung von geringen Mengen Ethanol durch SZ6 (pCPP2006)
ohne den Zusatz von fungaler Zellulose. Jedoch werden zusätzliche
Endoglucanaseaktivitäten erforderlich
sein, um die Entpolymerisierung der Zellulose in kleine lösliche Produkte,
die wirksam zu Ethanol metabolisiert werden, abzuschließen. SHOSEYOV
ET AL 1990; Immobilized endo-β-glucosidase
enriches flavor of wine and passion fruit juice, journal of agricultural
and food chemistry, 38: 1387–1390,
betrifft Endo-β-Glucosidase
von Aspergillus niger, die an Acrylperlen sowie zu Zellulosepartikeln
von Maisstengeln immobilisiert worden waren. Die Wirksamkeit der
Immobilisierung bei einem pH-Wert von 6,5 an den Acrylperlen im
Hinblick auf die Aktivität
lag höher
als an die Zellulose, jedoch nach wie vor niedrig (10%). Jedoch
wurde eine höhere
Immobilisierung an Zellulose (30%) bei einem pH-Wert von 4,5 erreicht.
The thermische Stabilität des
Enzyms wurde durch dessen Immobilisierung in beiden Verfahren verbessert.
Freie und immobilisierte Endo-β-Glucosidasen
wurden verwendet, um Muscat Roy Wein und Saft der Passionsfrucht
(pH-Wert 2,45) zu behandeln. GC-MS-Analyse sowie sensorische Analyse
zeigten eine signifikante Erhöhung
der Geschmacksverbindungen, Monoterpenalkohole an, und Linalooloxide
ds des Benzaldehyds ist ein zyanogenes Glykosid, wie aus der Entwicklung
des Zyanids nach der enzymatischen Behandlung ersichtlich ist. Das
Verfahren für das
Erhöhen
eines Niveaus der wenigstens einen Fermentations-Substanz in einem
Fermentations-Produkt ist in den Ansprüchen 1 und 10 definiert, ein
Verfahren für
das Erhöhen
eines Niveaus von wenigstens einer Aroma-Substanz in einem von einer
Pflanze abgeleiteten Produkt wird in den Ansprüchen 2 und 12 definiert, ein
Verfahren für
das Erhöhens
eines Niveaus von freier Glucose in einem aus einer Pflanze abgeleiteten,
Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterial wird in den
Ansprüchen
4 und 15 definiert, ein Verfahren für das Erhöhen eines Niveaus von freier
Glucose in einer Pflanze wird in den Ansprüchen 5 und 17 definiert, ein
Verfahren für
das Herstellen eines Alkohols wird in den Ansprüchen 6 und 19 definiert, ein
Verfahren für das
Herstellen einer Aroma-verströmenden
Pflanze wird in den Ansprüchen
7 und 21 definiert.
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Gemäß weiteren
Merkmalen in unten bechriebenen bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
ist das Polynukleotid wie in SEQ ID NO: 1, 3 dargelegt oder ein
Abschnitt davon.
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Gemäß weiteren
Merkmalen in den beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen umfasst das Nukleinsäurekanstrukt
ferner wenigstens ein cis-wirksames Kontrollelement für das Regulieren
der Expression des Polynukleotides.
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Gemäß noch weiteren
Merkmalen in den beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen wird die Wirtszelle
aus der Gruppe ausgewählt,
die aus einer prokaryotischen Zelle und einer eukaryotischen Zelle
besteht.
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Gemäß noch weiteren
Merkmalen in den beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen ist die prokaryotische
Zelle E. coli.
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Gemäß noch weiteren
Merkmalen in den beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen ist die eukaryotische
Zelle aus der Gruppe ausgewählt,
die aus einer Hefezelle, einer Pilzzelle, einer Pflanzenzelle und einer
Tierzelle besteht.
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Gemäß noch weiteren
Merkmalen in den beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen ist das Polypeptid
wie in SEQ ID NO: 2 dargelegt oder ein Abschnitt davon mit der katalytischen
Aktivität
der β-Glucosidase.
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Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren des Herstellens
einer rekombinanten B-Glucosidase bereitgestellt, wobei das Verfahren
den Schritt des Einführens
eines Nukleinsäurekonstrukts
in einer exprimierbaren Form in eine Wirtszelle umfasst, wobei das
Nukleinsäurekonstrukt ein
genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid umfasst, das bevorzugt von
Aspergillus niger abgeleitet ist, das für ein Polypeptid mit einer
katalytischen Aktivität
der β-Glucosidase
codiert und bevorzugt ferner im Rahmen (in Frame) ein Signalpeptid
und ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen Retikulums codiert.
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Gemäß weiteren
Merkmalen in bevorzugten Ausführungsformen
der untenstehend beschriebenen Erfindung umfasst das Verfahren ferner
den Schritt des Extrahierens des Polypeptids mit einer katalytischen
Aktivität
der β-Glucosidase.
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Gemäß noch einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren des Herstellens
einer rekombinante Zelle, die beta-Glucosidase überexprimiert, bereitgestellt,
wobei das Verfahren den Schritt des Einführens eines Nukleinsäurekonstrukts
in einer überexprimierbaren
Form in eine Wirtszelle umfasst, wobei das Nukleinsäurekonstrukt
ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid umfasst, das bevorzugt von
Aspergillus niger abgeleitet ist, das für ein Polypeptid mit der katalytischen Aktivität einer β-Glucosidase codiert
und bevorzugt ferner im Rahmen ein Signalpeptid und ein Retaining-Peptid
des endoplasmatischen Reticulums codiert.
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Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von wenigstens einer Fermentations-Substanz in einem Fermentations-Produkt
bereitgestellt, wobei das Verfahren den Schritt des Fermentierens
eines Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterials durch
eine Hefezelle umfasst, welche ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist und für
ein Polypeptid codiert, das die katalytische Aktivität einer β-Glucosidase
aufweist und bevorzugt ferner, im Rahmen, für ein Signalpeptid und ein
Retaining-Peptid eines Endosplasmatischen Retikulums codiert, wodurch
das Niveau der wenigstens einen Fermentations-Substanz in dem Fermentations-Produkt
erhöht
wird.
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Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von wenigstens einer Fermentations-Substanz in einem Fermentations-Produkt
bereitgestellt, wobei das Verfahren den Schritt des Fermentierens
eines von einer Pflanze abgeleiteten, Glucose enthaltenden Ausgangsmaterials
durch eine Hefezelle umfasst, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
wobei die Pflanze ein genomisches, komplementäres oder zusammengesetztes
Polynukleotid überexprimiert,
das bevorzugt von Aspergillus niger abgeleitet ist und für ein Polypeptid
codiert, das die katalytische Aktivität einer β-Glucosidase aufweist und bevorzugt
ferner im Rahmen für
ein Signalpeptid und ein Retaining-Peptid des endosplasmatischen
Retikulums codiert, wodurch das Niveau der wenigstens einen Fermentations-Substanz
in dem Fermentations-Produkt erhöht
wird.
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Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von wenigstens einer Aroma-Substanz in einem von einer Pflanze
abgeleiteten Produkt bereitgestellt, wobei das Verfahren den Schritt
des Inkubierens eines von einer Pflanze abgeleiteten, Glucose enthaltenden
Ausgangsmaterials mit einer Hefezelle umfasst, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist und ferner für ein Polypeptid codiert, das
die katalytische Aktivität
einer β-Glucosidase aufweist
und bevorzugt ferner im Rahmen für
ein Signalpeptid und ein Retaining-Peptid eines endosplasmatischen Retikulums
codiert, wodurch das Niveau der wenigstens einen Aroma-Substanz
in dem von der Pflanze abgeleiteten Produkt erhöht wird.
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Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von wenigstens einer Aroma-Substanz in einem von einer Pflanze
abgeleiteten Produkt bereitgestellt, wobei das Verfahren den Schritt
des Inkubierens eines von einer Pflanze abgeleiteten, Glucose enthaltenden
Ausgangsmaterials mit einer Hefezelle umfasst, wobei die Pflanze
ein Nukleinsäurekanstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist und ferner für ein Polypeptid codiert, das
eine katalytische Aktivität
der β-Glucosidase
aufweist und bevorzugt ferner im Rahmen für ein Signalpeptid und ein
Retaining-Peptid des endosplasmatischen Retikulums codiert, wodurch
das Niveau der wenigstens einen Aroma-Substanz in dem von der Pflanze
abgeleiteten Produkt erhöht
wird.
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Gemäß noch weiteren
Merkmalen in den beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen ist das von der
Pflanze abgeleitete Produkt ein Fermentations-Produkt, wie etwa, jedoch nicht beschränkt auf,
ein alkoholisches Getränk.
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Gemäß noch einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von freier Glucose in einem Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterial
bereitgestellt, wobei das Verfahren den Schritt des Fermentierens
eines Glucose enthaltenden Ausgangsmaterials durch eine Zelle, die
ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist und bevorzugt ferner für ein Polypeptid codiert, das
eine katalytische Aktivität
der β-Glucosidase
aufweist und bevorzugt ferner im Rahmen für ein Signalpeptid und ein
Retaining-Peptid eines endosplasmatischen Retikulums codiert, wodurch
das Niveau der freien Glucose in dem Glucose-enthaltenden Ausgangsmaterial erhöht wird.
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Gemäß noch einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von freier Glucose in einem von einer Pflanze abgeleiteten,
Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterial bereitgestellt,
wobei das Verfahren den Schritt des Fermentierens des von der Pflanze
abgeleiteten, Glucose enthaltenden Ausgangsmaterials durch eine
Zelle, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist und für
ein Polypeptid codiert, das die katalytische Aktivität einer β-Glucosidase
aufweist und bevorzugt ferner im Rahmen für ein Signalpeptid und ein
Retaining-Peptid eines endosplasmatischen Retikulums codiert, wodurch
das Niveau der freien Glucose in der Pflanze erhöht wird.
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Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von freier Glucose in einer Pflanze bereitgestellt, wobei
das Verfahren den Schritt des Überexprimierens
eines Nukleinsäurekonstrukts
in der Pflanze das ein genomisches, komplementäres oder zusammengesetztes
Polynukleotid einschließt,
das bevorzugt von Aspergillus niger abgeleitet ist, das für ein Polypeptid
codiert, das die katalytische Aktivität einer β-Glucosidase aufweist und bevorzugt
ferner im Rahmen für ein
Signalpeptid und ein Retaining-Peptid des endosplasmatischen Retikulums
codiert, wodurch das Niveau der freien Glucose in der Pflanze erhöht wird.
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Gemäß noch einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Herstellen
eines Alkohols bereitgestellt, wobei das Verfahren den Schritt des
Fermentierens eines Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterials
durch eine Zelle, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
umfasst, das ein genomisches, komplementäres oder zusammengesetztes
Polynukleotid einschließt,
das bevorzugt von Aspergillus niger abgeleitet ist, das für ein Polypeptid
mit einer katalytischen Aktivität
der β-Glucosidase
codiert und bevorzugt ferner im Rahmen für ein Signalpeptid und ein
Retaining-Peptid eines endoplasmatischen Reticulums codiert, sowie
das Extrahieren des Alkohols daraus.
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Gemäß noch einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Herstellen
eines Alkohols bereitgestellt, wobei das Verfahren den Schritt des
Fermentierens eines Glucose enthaltenden, aus einer Pflanze abgeleiteten
Ausgangsmaterials der Fermentierung durch eine Zelle umfasst, wobei die
Pflanze ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid enthält, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, das für
ein Polypeptid mit der katalytischen Aktivität einer β-Glucosidase codiert und bevorzugt
ferner im Rahmen ein Signalpeptid und ein Retaining-Peptid eines
endoplasmatischen Retikulums codiert, sowie das Extrahieren des
Alkohols daraus.
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Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Herstellen einer
Aroma-verströmenden
Pflanze bereitgestellt, wobei das Verfahren den Schritt des Überexprimierens
eines Nukleinsäurekonstrukts
in der Pflanze umfasst, das ein genomisches, komplementäres der
zusammengesetztes Polynukleotid einschließt und bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, das für
ein Polypeptid mit der katalytischen Aktivität einer β-Glucosidase codiert und bevorzugt
ferner im Rahmen für
ein Signalpeptid und ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums codiert, wodurch die Aromaverströmung aus der Pflanze erhöht wird.
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Gemäß weiteren
Merkmalen in unten bechriebenen Ausführungsformen der Erfindung
ist wird das Überexprimieren
des Nukleinsäurekonstrukts
in einer Gewebe-spezifischen Art durchgeführt wird.
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Gemäß noch weiteren
Merkmalen in den beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen ist das Überexprimieren
des Nukleinsäurekonstrukts
auf wenigstens ein Gewebe beschränkt
das ausgewählt
ist aus der Gruppe, die aus Blüte,
Frucht, Samen, Wurzel, Stamm, Pollen und Blätter besteht.
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Die
vorliegende Erfindung bekämpft
erfolgreich die Nachteile der derzeit bekannten Konfigurationen durch
das Bereitstellen eines Polypeptids mit der enzymatischen Aktivität der β-Glucosidase,
eines Polynukleotides, das für
das Polypeptid codiert, eines Nukleinsäurekonstrukts, das das Polynukleotid
trägt,
transformierte oder infizierte Zellen, wie etwa Hefezellen und Organismen,
die das Polynukleotid exprimieren sowie verschiedene Verwendungen
des Polypeptids, des Polynukleotids, der Zellen und/oder Organismen,
einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf das Herstellen eines rekombinanten Polypeptids mit der enzymatischen Aktivität der β-Glucosidase, das
Erhöhen
des Niveaus von Aroma-Verbindungen in alkoholischen Getränken sowie
weiteren Fermentationsprodukten von Pflanzenmaterial, das Hydrolysieren
und somit Erhöhen
des Niveaus einer fermentierbaren und/oder freien Glucose, um die
Herstellung eines Fermentations-Produkts zu erhöhen, wie etwa Ehtanol aus Pflanzenmaterial,
das Erhöhen
des aus einer Pflanze oder einem Pflanzeprodukt freigesetzten Aromas
und die Hydrolyse oder Transglycosylierung von Glycosiden.
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Die
Erfindung wird hierin lediglich exemplarisch im Zusammenhang mit
den angehängten
Zeichnungen beschrieben. Es wird nun insbesondere detailliert Bezug
auf die Zeichnungen genommen und hervorgehoben, dass die gezeigten
Details nur exemplarisch gezeigt werden und der Veranschaulichung
der bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung dienen und dazu dienen sollen, die sinnvolste
und am besten verständliche
Beschreibung der Grundlagen und grundlegenden Aspekte der Erfindung
bereitzustellen. In dieser Hinsicht werden strukturelle Details
der Erfindung nur soweit gezeigt, wie dies für ein grundlegendes Verständnis der
Erfindung notwendig ist, wobei die Beschreibung zusammen mit den
Zeichnungen für
den Fachmann ersichtlich macht, wie die Erfindung auf verschieden
Arten in die Praxis umgesetzt werden kann.
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Es
zeigen:
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1a–c zeigen
Plasmidkarten, die als Expressionsvektoren für cDNA von bgl1 verwendet werden. 1a – E. coli
Expressionsvektor, der bgl1 cDNA enthält, eingesetzt in NcoI/BamHI-Stellen
von pET3d. 1b – S. cerevisiae-Expressionsvektor,
der cDNA von bgl1 enthält,
in HindIII/BamHI-Stellen des pYES2-bgl1-Plasmids eingesetzt. 1c – P. pastoris – Expressionsvektor,
der cDNA von bgl1 enthält,
in EcoRII/BamHI-Stellen von pHIL-S1 eingesetzt.
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2a–b
zeigen SDS-PAGE-Analyse von aktiven Proteinproben, die aus Mono-Q-Säulen eluiert
und mit Caomassie-Blau gefärbt
wurden (2a) oder β-Giucosidase-Zymogram (2b)
unter Verwendung von MUGlc als Substrat. Lanes (für 2a und 2b):
1 – elektroeluiertes
Band von BGL1 aus präparativen
PAGE-SDS-Gelstäben; 2,
3, 4, 5-Aceton-Niederschläge
aus der Mono-Q-Trennung von BGL1.
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3 zeigt
SDS-PAGE-Analyse von gereinigter β-Glucosidase
durch Mono-Q und Resource-S. Lanes: 1 – roh (27,5 μg Protein);
2 – aktive
Fraktion nach Mono-Q (7 μg
Protein); und 3 – aktive
Fraktion nach Resource-S (10 μg
Protein).
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4 zeigt
SDS-PAGE-Analyse von durch N-Glycosidase-F deglycosylierter β-Glucosidase: Lanes:
1 – Molekülmassemarker;
2 – native β-Glucosidase;
und 3 – deglycosyliertes
Protein.
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5a zeigt die DNA- und Aminosäuresequenzen von bgl1. Aminosäuresequenzen,
die durch Edman-Abbau bestimmt wurden, sind unterstrichen. DNA-Sequenzen
von Introns sind unterstrichen. Signalpeptid ist kursiv geschrieben.
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5b zeigt die Organisation des Gens bgl1. Exone
(E1-7) werden durch ausgemalte Kästchen
angezeigt, Introns durch durchgezogene Linien, Restriktionsbindungsstellen
und der Stopcodon durch Pfeile.
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6a zeigt eine Western-Blot-Analyse von
rekombinantem, in S. cerevisiae exprimierten BGL1. Lanes: 1 – natives
BGL1 (positive Kontrolle); 2 – Gesamtproteinextrakt
von S. cerevisiae, der rekombinantes BGL1 exprimiert; 3 – Gesamtproteinextrakt
von S. cerevisiae ohne den bgl1-Expressionsvektor (negative Kontrolle).
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6b zeigt eine Western-Blot-Analyse von
rekombinanten, von P, pastoris abgesonderten BGL1. Lanes: 1 – Molekülmassemarker;
2 – Rückstand
des Mediums von P. pastoris das rekombinantes BGL1 exprimiert; 3 – Rückstand
des Mediums von P. pastoris-Wirt ohne den Vektor (negative Kontrolle).
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7 zeigt
Protonen-NMR-Spektren, die den stereochemischen Verlauf von pNPGlc-Hydrolyse
durch β-Glucosidase
von A. niger veranschaulichen. Für
den anomeren Protonenbereich des Substrats zu verschiedenen Zeitpunkten
relativ zu der Hinzufügung
des Enzyms.
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8 zeigt
die Inaktivierung von rekombinanten BGL1 durch 2FglcF. Reines Enzym
wurde bei verschiedenen Konzentrationen des Inaktivators inkubiert
und restliche Enzymaktivität
wurde zu verschiedenen Zeitpunkten bestimmt. Restaktivität wird semilogarithmisch
abhängig
von der Zeit bei angezeigten Konzentrationen des Inaktivators dargestellt.
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9 zeigt
die Reaktivierung von rekombinantem BGL1 2-Deoxy-2-Fluoroglucosyl
durch Linamarin. Die Aktivität
wird gegenüber
der Inkubationszeit in Gegenwart der angezeigten Konzentrationen
von Linamarin aufgetragen.
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10 zeigt die Stabilität von rekombinanter β-Glucosidase
von A, niger bei verschiedenen Temperaturen. Die Aktivität wird berechnet
als Prozent einer rekombinanten Enzymlösung, die bei 4°C aufbewahrt
wird.
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11a–c
zeigen schematische Darstellungen von Expressionskassetten, die
für die
Expression von β-Glucosidase
von A. niger in Tabakpflanzen verwendet werden.
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11a – eine
Kassette, die für
BGL1 ohne ein Signalpeptid codiert (siehe SEQ ID NO: 13 für die Nukleotidsequenz
und SEQ ID NO 14 für
die Aminosäuresequenz;
-
11b – eine
Kassette, die für
ein BGL1, das mit einem Cel1-Signalpeptid für die Absonderung in das Apoplast
verbunden ist (siehe SEQ ID NO: 15 für die Nukleotidsequenz und
SEQ ID NO:16 für
die Aminosäuresequenz)
codiert und
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11c – eine
Kassette für
das Codieren eines BGL1, das mit einem Signalpeptid von Cel1 wie
in 11b verbunden ist und zusätzlich zu
HDEL (SEQ ID NO: 17) ER-Retaining-Peptid
an dem C-terminalen Ende für
die Akkumulation in dem ER (siehe, SEQ ID NO: 18 für die Nukleotidsequenz
und SEQ ID NO: 19 für die
Aminosäuresequenz).
-
12 zeigt Ergebnisse von PCR-Amplifikation von
cDNA von bgl1, welche die Anwesenheit von cDNA von bgl1 in transgenen
Plfanzen anzeigt. CB10 und CB1 – transgene
Pflanzen, die mit bgl1 und Cel1-Signalpeptid ohne HDEL-ER-Retaining-Peptid transformiert
wurden. CBT3, CBT8 und CBT15 – verschiedene transgene
Linien, die mit bgl1, cel1-Signalpeptid und HDEL transformiert wurden.
B1 – eine
transgene Pflanze, die mit bgl1 transformiert wurde. 1 kb – 1 kb DNA-Marker.
WT-Wildtyp von nicht
transgener Pflanze. pETB1 – bgl1
Plasmid-DNA.
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CB13a–b zeigen
Western-Blot-Analysen von transgenen Pflanzen, die BGL1 ohne Signalpeptid
(13a) und BGL1 mit Cel1-Signalpeptid (13b) mit und ohne HDEL-ER-Retaining-Peptid
zeigt. Eine Gluco-gereinigte β-Glucosidase
von A. niger. WT-nicht transgene Kontrollpflanze. B1, B15, B16,
B20, B27, B33 und B34 – verschieden
transgene Zelllinien, die mit bgl1 transformiert wurden. CBT1, CBT3,
CBT7 und CBT8 – verschiedene transgene
Linien, die mit bgl1, Cel1 Signalpeptid und HDEL transformiert wurden.
CB10 und CB12 – transgene Pflanzen,
die mit bgl1 und Cel1-Signalpeptid
ohne HDEL-ER-Retaining-Peptid transformiert wurden.
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14 zeigt eine Gelaktivitätsanalyse von mit MuGlu inkubierten
Extrakten aus transgenen Tabakpflanzen in SDS-PAGE. WT – nicht
transgene Kontrollpflanze. CB10 und CB11 – zwei unabhängige Linien
von transgenen Pflanzen, die mit Cel1-Signalpeptid verbundenes BGL1 exprimieren
(ohne HDEL). CBT3, CBT8 und CBT15 – unabhängige Linien von transgenen
Pflanzen, die mit Cel1-Signalpeptid verbundenes BGL1 am N-terminalen
Ende und HDEL-ER-Retaining-Peptid am C-terminalen Ende exprimieren. B1 und
B34 – transgene
Pflanze, die BGL1 ohne Signalpeptid oder HDEL-ER-Retaining-Peptid
exprimieren, und die positiv für BGL1-Protein bei der Western-Blot-Analyse
waren. An Glu – native β-Glucosidase
aus A. niger als Kontrolle.
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15 zeigt das Niveau von BGL1-Aktivität in verschiedenen
transgenen Pflanzen. WT – nicht
transgene Kontrollpflanze. B1 und B21 – transgene Pflanzen, die BGL1
ohne Signalpeptid oder HDEL-ER-Retaining-Peptid exprimieren und
die positiv für
BGL1-Protein bei der Western-Blot-Analyse waren. CBT8, CBT21, CBT0
und CBT15 – unabhängige Linien
von transgenen Pflanzen, die mit Cel1-Signalpeptid verbundenes BGL1
am N-terminalen Ende und HDEL-ER-Retaining-Peptid am C-terminalen Ende exprimieren.
CB12, CB13, CB14 und CB15 – vier
unabhängige
Linien von transgenen Pflanzen, die mit Cel1-Signalpeptid verbundenes
BGL1 exprimieren (ohne HDEL).
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Die
Grundsätze
und der Ablauf der vorliegenden Erfindung können unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen und begleitenden Beschreibungen besser verstanden werden.
-
Bevor
wenigstens eine Ausführungsform
der Erfindung detailliert beschrieben wird, gilt zu beachten, dass
die Erfindung in ihrer Anwendung nicht auf die Details der in der
folgenden Beschreibung dargelegten Bestandteile oder in den folgenden
Beispielen exemplarisch dargestellten Bestandteile beschränkt ist.
Die Erfindung ist geeignet für
weitere Ausführungsformen
oder dafür,
auf verschiedene Arten ausgeführt
oder durchgeführt
zu werden. Es gilt auch zu beachten, dass die hier verwendeten Fachbegriffe
und die Terminologie dem Zweck der Beschreibung dienen und nicht
als einschränkend
betrachtet werden.
-
Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine isolierte Nukleinsäure bereitgestellt,
die ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid umfasst, das für ein Polypeptid
mit der katalytischen Aktivität
einer β-Glucosidase codiert.
Bevorzugt wird das Polynukleotid von Aspergillus niger abgeleitet,
jedoch sind auch andere Quellen anwendbar. Dies schließt alle
isolierten Polynukleotide ein, die für Polypeptide mit der katalytischen
Aktivität
von β-Glucusidase codieren.
Derartige Polynukleotide und Polypeptide, die durch ihre GenBank
Accession Numbers gekennzeichnet werden, sind in der unten stehenden
Tabelle 1 aufgelistet und können
sämtlich
im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
-
Tabelle
1 Zugangsnummern
von cDNA und ihrer codierten β-Glucosidasen
(EC3.2.1.21)
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-
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Der
Begriff „isoliert" wie er in der Beschreibung
und in dem folgenden Teil mit den Ansprüche verwendet wird, bezieht
sich auf eine biologischen Verbindung (wie etwa eine Nukleinsäure oder
ein Protein oder eine Organelle) die im Wesentlichen von anderen
biologischen Bestandteilen abgetrennt oder von diesen gereinigt wurde
in der Zelle des Organismus in dem der Bestandteil in der Natur
vorkommt, d. h. weitere chromosomale und extrachromosomale DNA und
RNA, Proteine und Qrganellen. Nukleinsäuren und Proteine, die „isoliert" wurden, schließen Nukleinsäuren und
Proteine ein, die mit normalen Reinigungsverfahren gereinigt wurden. Der
Begriff bezieht sich auch auf Nukleinsäuren und Proteine, die durch
rekombinante Expression in Wirtszellen sowie chemisch synthethisierten
Nukleinsäuren
hergestellt wurden.
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Die
Begriffe "Polynukleotid" und „Polynukleotidsequenz" wie hierin und in
dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet, können austauschbar
verwendet werden und beziehen sich auf eine Nukleotidsequenz, die
DNA oder RNA die zum Beispiel genomischen oder synthetischen Ursprungs
sein kann, die als Einzelstrang oder als Doppelstrang vorliegen
kann und die den Sense- oder den Antisensestrang darstellen kann.
In ähnlicher
Weise werden die Begriffe „Polypeptid" und „Polypeptidsequenz" austauschbar verwendet und
beziehen sich auf eine Aminosäuresequenz
mit beliebiger Länge.
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Der
Ausdruck „komplementäre Polynukleotidsequenz" wie in der Beschreibung
und in dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet, schließt Sequenzen
ein, die ursprünglich
aus der reversen Transkription von Messenger-RNA unter Verwendung
von reverser Transkriptase oder jeder beliebigen RNA-abhängigen DNA-Polymerase
stammen. Derartige Sequenzen können
anschließend
in vivo oder in vitro unter Verwendung einer DNA-abhängigen DNA-Polymerase
verstärkt
werden.
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Der
Ausdruck „genomische
Polynukleotidsequenz" wie
in der Beschreibung und in dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet
schließt
Sequenzen ein, die ursprünglich
von einem Chromosom abgeleitet wurden und stellen einen zusammenhängenden
Abschnitt eines Chromosoms dar.
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Der
Ausdruck „zusammengesetzte
Polynukleotidsequenz" wie
in der Beschreibung und in dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet,
schließt
Sequenzen ein, die wenigstens teilweise komplementär und wenigstens
teilweise genomisch sind. Eine zusammengesetzte Sequenz kann mehrere
exonale Sequenzen einschließen,
die für
das Polypeptid mit der katalytischen Aktivität der β-Glucosidase codieren sollen,
sowie mehrere intronische Sequenzen, die dazwischen angeordnet sind.
Die intronischen Sequenzen können aus
jeder beliebigen Quelle stammen, einschließlich anderer Gene und schließen typischerweise
konservierte Splicing- Signalsequenzen
ein. Derartige intronische Sequenzen können ferner cis-wirksame, Expressions-regulierende
Elemente einschließen,
wie untenstehend beschrieben.
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Der
Ausdruck "mit einer
katalytischen Aktivität
der β-Glucosidase" wie in der Beschreibung
und in dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet bezieht sich
auf eine Polypeptidsequenz, ein Protein oder Fragmente davon, die
geeignet sind, als Katalysatoren für eine chemische Reaktion zu
dienen, welche die Hydrolyse von O-glycosidischen Bindung von Glucosiden
beinhaltet; wobei das Ergebnis die Freisetzung von einem oder mehr β-D-Glucoserest(en)
oder ein Aglycon zusätzlich
zu dem β-D-Glucoserest
sein kann. Insbesondere wird die Hydrolyse durch Retaining-Enzym
durchgeführt,
während
die β-Konfiguration
des anomeren Zentrums der Kohlenwasserstoffs beibehalten wird. β-Glucoside
haben eine breite spezifische Wirksamkeit, somit hydrolysieren einige
Beispiel auch eines aller mehr aus den folgenden: β-D-Galactoside,
a-L-Arabinoside, β-D-Xyloside,
und β-D-Fucoside.
-
Der
Begriff „Katalysator" wie hier verwendet
bezieht sich auf eine Substanz, die eine chemische Reaktion beschleunigt,
dabei aber nicht verbraucht oder dauerhaft verändert wird.
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Der
Begriff „Glucosid" wie hier verwendet
bezieht sich auf eine Verbindung aus wenigstens zwei Momomeren,
von denen wenigstens eines eine Glucose ist, die eine Glycosidbindung
einschließt.
Beispiele für Glucoside
schließen
folgendes ein, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein: Zuckergerüste (Backbones)
mit Glucose, wie etwa Diglucose-Zellobiose, und das Glucosepolymer,
nämlich
Zellulose.
-
Gemäß den bevorzugten
Ausführungsformen
codiert das Polynukleotid gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung für ein Polypeptid wie in SEQ
ID NO: 2 dargelegt oder einen Abschnitt davon, der die katalytische
Aktivität
einer β-Glucosidase beibehält.
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Alternativ
oder zusätzlich
ist das Polynukleotid gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung so wie in SEQ ID NO: 1, 3 dargelegt
oder ein Abschnitt davon, der Abschnitt codiert für ein Polypeptid,
das die katalytische Aktivität
einer β-Gluosidase beibehält.
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In
einem umfassenderen Aspekt codieren die Polynukleotide gemäß der vorliegenden
Erfindung für ein
Polypeptid das wenigstens zu 75%, wenigstens zu 80%, wenigstens
zu 85%, wenigstens zu 90%, wenigstens zu 95% oder mehr, das heißt, 95%–100% homolog
zu SEQ ID NO:2 wie unter Verwendung der BestFit-Software des Wisconsin-Analysepakets
mit dem Algorithmus von Smith und Waterman bestimmt, ist, wobei die
Strafpunkte für
das Erzeugen eines Gap 8 (gap creation penalty) betragen und die
Strafpunkte für
das Verlängern
eines Gap 2 (gap extension penalty) beträgt.
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Gemäß den bevorzugten
Ausführungsformen
codieren die Polynukleotide gemäß dem weiter
gefassten Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Polypeptid wie in
SEQ ID NOs: 1 oder 3 dargelegt oder einen Abschnitt davon, der die
Aktivität
beibehält.
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Alternativ
oder zusätzlich
können
die Polynukleotide gemäß diesem
weiter gefassten Aspekt der vorliegenden Erfindung mit SEQ ID NOs
1 oder 3 hybridisiert werden.
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Die
Hybridisierung von langen Nukleinsäuren (z. B. über 200
bp Länge)
erfolgt gemäß den bevorzugten
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung durch stringente oder moderate Hybridisierung,
wobei die stringente Hybridisierung durch eine Hybridisationslösung durchgeführt wird,
die 10% Dextransulfat, 1 M NaCl, 1% SDS und 5 × 106 cpm 32p markierten Tester enthält, bei
65°C, mit
einer abschließenden
Waschlösung
von 0,2 × SSC
und 0,1% SDS und abschließender
Wäsche
bei 65°C;
während
eine moderate Hybridisierung mit einer Hybridisationslösung durchgeführt wird,
die 10% Dextransulfat, 1 M NaCl, 1% SDS und 5 × 106 cpm 32p markierten Tester enthält, bei
65°C, mit
einer abschließenden
Waschlösung
von 1 × SSC
und 0,1% SDS und abschließender
Wäsche
bei 50°C.
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Weiterhin
sind alternativ oder zusätzlich
die Polynukleotide gemäß diesem
weiter gefassten Aspekt der vorliegenden Erfindung bevorzugt wenigstens
zu 70%, wenigstens zu 75%, wenigstens zu 80%, wenigstens zu 85%,
wenigstens zu 90%, wenigstens zu 95% oder mehr, das heißt, 95%–100%, identisch
mit SEQ ID NOs: 1 oder 3, wie unter Verwendung der BestFit-Software
des Wisconsin-Sequenzanalyse-Pakets
unter Verwendung des Algorithmus von Smith und Waterman bestimmt
wurde, wobei das Gap-Gewicht 50 entspricht, das Längengewicht
3 entspricht, die mittlere Übereinstimmung
10 entspricht und die mittlere Inkongruenz (mismatch) –9 entspricht.
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Somit
umfasst dieser weiter gefasste Aspekt der vorliegenden Erfindung
(i) Polynukleotide, wie in SEQ ID Nos: 1 oder 3 dargelegt; (ii)
Fragmente davon; (iii) damit hybridisierbare Sequenzen; (iv) dazu
homologe Sequenzen; (v) Sequenzen, die für ähnliche Polypeptide mit unterschiedlicher
Codon-Verwendung codieren; (vi) veränderte Sequenzen, die durch
Mutationen charakterisiert sind, wie etwa Deletion, Insertion oder
Substitution von einem oder mehr entweder natürlich vorkommenden oder synthetischen,
zufällig
oder gezielt eingeführten
Nukleotiden.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Nukleinsäurekonstrukt
bereitgestellt, das die hier beschriebene isolierte Nukleinsäure umfasst.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Nukleinsäurekonstrukt
gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung ferner wenigstens ein cis-wirksames Kontrollelement
(regulatorisches Element) für
das Regulieren der Expression der isolierten Nukleinsäure. Derartige
cis-wirksame regulatorische Elemente schließen zum Beispiel Promotoren
ein, von denen bekannt ist, dass sie Sequenzelemente sind, die für die Transkription
benötigt
werden, da sie dazu dienen DNA-abhängige RNA-Polymerase zu binden,
die stromabwärts
liegende Sequenzen davon transkribiert. Weitere Details bezüglich verschiedener
Regulationselemente werden untenstehend beschrieben.
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Die
hier beschriebene isolierte Nukleinsäure ein grundlegendes Element
der Erfindung ist, ist jedoch modular und kann für verschiedene Zwecke verwendet
werden. Der in Verbindung mit dieser Erfindung verwendete Promotor
der Wahl ist von zweitrangiger Bedeutung und umfasst jeden beliebigen
geeigneten Promotor. Dem Fachmann ist ersichtlich, dass es dennoch
notwendig ist, sicherzustellen, dass die Stelle(n) für den Beginn
der Transkription sich stromaufwärts
an einem offenen Leserahmen befinden. In einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst der gewählte Promotor ein Element,
das in den jeweiligen Wirtszellen von Interesse aktiv ist. Diese
Elemente können
aus transkriptionalen Regulatoren ausgewählt werden, die die Transkription
von Genen aktivieren, die grundlegend für das Überleben dieser Zellen unter Stress
oder Hunger sind, einschließlich
der Hitzeschockproteine.
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Ein
Konstrukt gemäß der vorliegenden
Erfindung schließt
bevorzugt ferner einen geeigneten auswählbaren Marker ein. In einer
bevorzugteren Ausführungsform
gemäß der vorliegenden
Erfindung schließt
das Konstrukt ferner einen Reptikationsanfang ein. in einer weiteren
besonders bevorzugten Ausführungsform
gemäß der vorliegenden
Erfindung ist das Konstrukt ein Shuttlevektor, der sich sowohl in
E. coli verbreiten kann (wobei das Konstrukt) einen geeigneten auswählbaren
Marker und Replikationsanfang umfasst) und kompatibel für die Verbreitung
in Zellen oder die Integration in dem Genom eines Organismus der
Wahl, wie etwa einer Pflanze, sein kann. Das Konstrukt gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann zum Beispiel ein Plasmid,
ein Bacmid, ein Phagemid, ein Cosmid, eine Phage, ein Virus oder
ein künstliches
Chromosom sein.
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Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein rekombinantes Protein,
das ein Polypeptid mit der katalytischen Aktivität einer β-Glucasidase umfasst, bereitgestellt.
Das Polypeptid wird bevorzugt von einem Aspergillus niger abgeleitet
und schließt
bevorzugt ein Signalpeptid und optional ein Retaining-Peptid des
endoplasmatischen Retikulums ein.
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Gemäß bevorzugten
Ausführungsformen
ist das Polynukleotid gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wie in SEQ ID NO:2 dargelegt oder
ein Abschnitt davon, der eine katalytische Aktivität der β-Glucosidase
enthält.
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SEQ
ID NO:2 of β-Glucosidase
von A. niger ist ähnlich
der Aminosäuresequenz
der β-Glucosidase
von A. kawachii. Jedoch ist letztere relativ instabil im Gegensatz
zu ersterer, das in großen
Temperaturbereichen und bei pH-Behandlung in hohem Maße stabil
ist, und weist somit bestimmte Nachteile, wodurch es nicht für das Ziel
der vorliegenden Erfindung nicht möglich oder weniger vorteilhaft
wird, wie weiter unten noch detaillierter beschrieben wird.
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Kürzlich haben
Iwashita und Mitarbeiter die Sequenz einer β-Glucosidase (GenBank/EMBL AB003470),
die aus einem Stamm von Aspergillus kawachii erhalten wurde, veröffentlicht:
IF04308. Vergleich zwischen den Sequenzen von β-Glucosidase von Aspergillus kawachii
und β-Glucosidase
von A. niger zeigte 98%ige Homologie zwischen den beiden.
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Enzyme
der beiden Aspergillus sp. enthalten sieben Cysteinreste und eine
identische Anzahl von Glycosylierungsstellen, unterscheiden sich
jedoch in ihrem Glycosylierungsgrad (35).
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Die
physikalischen und kinetischen Eigenschaften von drei β-Glucosidasen
von Aspergillus kawachii wurden beschrieben (35) und es wurde gezeigt,
dass die drei Produkte desselben Gens sind, die sich voneinander
nur in ihrem Glycosylierungsgrad unterscheiden. Die beiden gereinigten β-Glucosidasen
von A. kawachii wurden vollständig
inaktiviert, sogar bei mittleren pH-Werten und Temperaturen. In
einer genauen Unterscheidung wurde während des Untersuchens der
Stabilität
der rekombinanten β-Glucosidase
von A. niger gemäß der vorliegenden
Erfindung unter Bedingungen, die identisch mit den von Iwashita
et al. und wie untenstehend in dem Beispielteil beschrieben sind,
wurde festgestellt, dass das Enzym in hohem Maße stabil ist und einen Großteil der
enzymatischen Aktivität
enthält,
auch noch nach einer Stunde Inkubation bei 60°C (68% Aktivität, wie durch
die Prozent der Aktivität
eines Enzyms bei 4°C
definiert).
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Somit
zeigt unerwartet trotz der Ähnlichkeit
zwischen den β-Glucosidasen
von A. kawachii und A. niger das Enzym von A. niger signifikant
höhere
Stabilität
gegenüber
Wärme und
pH-Werten.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Wirtszelle
bereitgestellt, die ein Nukleinsäurekonstrukt
wie hierin beschrieben umfasst. Der Begriff „Wirtszelle" bezieht sich auf
einen Empfänger
einer heterologen Nukleinsäure,
wobei die Wirtszelle entweder eine prokaryotische Zelle, wie etwa
E. coli oder eine eukaryotische Zelle wie etwa eine Hefezelle, eine
Hyphomyzetenzelle, eine Pflanzenzelle oder eine Tierzelle sein kann.
Beispiele für
eine Hefezelle schließen
schließen
Picha sp. wie etwa P. pastoris, und Saccharomyces sp. wie etwa S.
cervisiae. ein, sind jedoch nicht auf diese beschränkt.
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Der
Begriff "heterolog" wie hier und in
dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet, bezieht sich
bei Verwendung im Zusammenhang mit einer Nukleinsäuresequenz
oder einem in einer Pflanze gefundenen Protein, von Pflanzen abgeleitete
Pflanzenzellen oder Gewebe oder alternativ in einer eukaryotischen
Zelle, wie etwa Hefezelle oder einer prokaryotischen Zelle wie etwa
Bakterien, auf Nukleinsäure-
oder Aminosäuresequenzen,
die typischerweise nicht natürlich
in der Pflanze, dem aus der Pflanze abgeleiteten Gewebe oder den
Pflanzenzellen vorkommen, oder alternativ auf die eukaryotische
Zelle, wie etwa Hefezelle oder die prokaryotische Zelle, wie etwa
eine Bakterienzelle. Austauschbar werden Nukleinsäure- oder
Aminosäuresequenzen,
die üblicherweise
nicht natürlich
in der Pflanze, dem von der Pflanze abgeleiteten Gewebe oder den
Pflanzenzellen oder alternativ, nicht natürlich in der eukaryotischen
Zelle, wie etwa einer Hefezelle oder der prokaryotischen Zelle,
wie etwa Bakterien, vorkommen, jeweils als „rekombinante Nukleinsäure" und „rekombinantes
Protein" bezeichnet.
Somit ist eine rekombinante Nukleinsäure eine Nukleinsäure, die
nicht natürlicherweise
vorkommt oder weist eine Sequenz auf, die durch eine künstliche
Kombination von zwei in anderer Weise getrennten Segmentsequenzen
hergestellt wurde. Diese künstliche
Kombination wird oft durch chemische Synthese durchgeführt oder üblicher,
durch die künstliche
Manipulierung von isolierten Segmenten von Nukleinsäuren, z.
B. durch Methoden der Gentechnik.
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Der
Begriff "eukaryotische
Zelle" wie in der
Beschreibung und in dem folgenden Abschnitt über die Ansprüche verwendet,
bezieht sich auf eine Zelle, die ein Diploid-Genom in wenigstens einem Abschnitt
ihres Lebenszyklus enthält,
mit membrangebundenem Nukleus mit Chromosomen aus DNA, mit Zellteilung,
die eine Art von Mitose beinhalten, in der Spindeln involviert sind.
Der eukaryotische Zelltyp kennzeichnet das Reich der Protoctista,
Fungi, Plantae und Animalia.
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Der
Begriff „prokaryotische
Zelle" wie in der
Beschreibung und in dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet,
bezieht sich auf verschiedene Bakterien und blaugrüne Algen,
die durch die Tatsache gekennzeichnet sind, dass kein Zellkern,
keine mitotischen Fähigkeiten
und komplexe Organellen vorliegen, welche das übergeordnete Reich der Eukaryoten
kennzeichnen. Beispiele für
prokaryotische Zellen gemäß der vorliegenden
Erfindung, jedoch nicht auf diese beschränkt, sind Bakterien, wie etwa
E. coli.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Organismus bereitgestellt,
der ein Nukleinsäurekonstrukt
wie hier beschrieben, bereitstellt, wie etwa, jedoch nicht darauf
beschränkt,
eine Pflanze. Ein derartiger Organismus kann transformiert oder
viral infiziert sein.
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Wie
hier verwendet bezieht sich der Ausdruck "transformiert" und seine Ableitungen wie etwa Transformation,
transformierend und transformieren, auf den Prozess des Einführens heterologer
Nukleinsäuresequenzen
in eine Zelle oder einen Organismus, wobei die Nukleinsäuresequenzen
an die Nachkommen weitergegeben werden können. Der Begriff heißt dann
zum Beispiel „genetisch
verändert", „transgen" und „transfiziert" und kann hier verwendet
werden, um die vorliegende Erfindung weitergehend zu beschreiben
und/oder zu beanspruchen. Der Begriff bezieht sich sowohl auf die
Einführung
einer heterologen Nukleinsäuresequenz in
das Genom eines Organismus und/oder in das Genom einer Nukleinsäure enthaltenden
Organelle davon, wie etwa in ein Genom eines Chloroplasten oder
Mitochondriums.
-
Der
Begriff „virusinfiziert" wie hier verwendet
schließt
Infizierung durch ein Virus, das eine heterologe Nukleinsäuresequenz
enthält,
ein. Eine derartige Infizierung führt üblicherweise zu einer vorübergehenden
Expression der Nukleinsäuresequenz,
wobei die Nukleinsäuresequenz üblicherweise
nicht in ein Genom intergriert ist und deshalb nicht an die Nachkommen
weiterverbreitet werden kann, außer wenn auch eine Infizierung
der Nachkommen erfolgt ist.
-
Es
gibt verschiedene Verfahren für
das Einbringen von Fremdgenen sowohl in monokotyle als auch dicotyle
Pflanzen (Potrykus, I., Annu. Rev. Plant. Physiol., Plant. Mol.
Biol. (1991) 42: 205–225;
Shimamoto et al., Nature (1989) 338: 274–276). Die grundlegenden Verfahren,
wie stabile Integration von exogener DNA in genomische DNA von Pflanzen
integriert wird, schließen
zwei Hauptansätze
ein:
- (i) Agrobacterium-vermittelter Gentransfer:
Klee et al. (1987) Annu. Rev. Plant Physiol. 38: 467–486; Klee and
Rogers in Cell Culture and Somatic Cell Genetics of Plants, Bd.
6, Molecular Biology of Plant Nuclear Genes, eds. Schell, J., und
Vasil, L. K., Academic Publishers, San Diego, Calif. (1989) S. 2–25; Gatenby,
in Plant Biotechnology, eds. Kung, S. und Arntzen, C. J., Butterworth
Publishers, Boston, Mass. (1989) S. 93–112.
- (ii) direkte DNA-Aufnahme: Paszkowski et al., in Cell Culture
and Somatic Cel1 Genetics of Plants, Bd. 6, Molecular Biology of
Plant Nuclear Genes eds. Schell, J., und Vasil, L. K., Academic
Publishers, San Diego, Calif. (1989) S. 52–68; einschließlich Verfahren
für die
direkte Aufnahme von DNA in Protoplasten, Toriyama, K. et al. (1988)
Bio/Technology 6: 1072–1074.
durch kurzen Stromschlag an Pflanzenzellen induzierte DNA-Aufnahme:
Zhang et al, Plant Cell Rep. (1988) 7 379–384. Fromm et al. Nature (1986)
319: 791–793. DNA-Injizierung
in Pflanzenzellen oder Gewebe durch Partikelbeschuss, Klein et al.
Bio/Technology (1988) 6: 559–563;
McCabe et al. Bio/Technology (1988) 6: 923–926; Sanford, Physiol. Plant.
(1990) 79: 206–209; durch
die Verwendung von Micropipettensystemen: Neuhaus et al., Theor.
Appl. Genet. (1987) 75: 30–36; Neuhaus
and Spangenberg, Physiol. Plant. (1990) 79: 213–217; oder durch die direkte
Inkubation von DNA mit keimendem Blütenstaub, DeWet et al. in Experimental
Manipulation of Ovule Tissue, eds. Chapman, G. P. und Mantell, S.
H. und Daniels, W. Longman, London, (1985) S. 197–209; und
Ohta, Proc. Natl. Acad. Sci. USA (1986) 83: 715–719.
-
Das
Agrobacterium-System schließt
die Verwendung von Plasmidvektoren ein, die definierte DNA-Segmente
enthalten, die in die DNA des Pflanzengenoms integriert werden.
Verfahren der Inokulation des Pflanzengewebes unterscheiden sich
je nach Pflanzenspezies und dem Delivery-System von Agrobacterium.
Ein weltverbreiteter Ansatz ist das Leaf-Disc-Verfahren, das mit
jedem beliebigen Gewebeimplantat durchgeführt werden kann, das eine gute
Quelle für
die Initiierung der Differenzierung von Pflanzen bereitstellt. Horsch
et al. in Plant Molecular Biology Manual A5, Kluwer Academic Publishers,
Dordrecht (1988) S. 1–9.
Ein zusätzlicher
Ansatz verwendet das Delivery-System des Agrobacterium in Kombination
mit Vakuumfiltration. Das Agrobacterium-System ist besonders nützlich bei
der Erzeugung von transgenen dicotylen Pflanzen.
-
Es
gibt verschiedene Verfahren des direkten DNA-Transfers in Pflanzenzellen.
Bei der Elektroporation werden die Protoplasten kurz einem starken
elektrischen Feld ausgesetzt. Bei der Mikroinjektion wird die DNA direkt
mechanisch in die Zellen unter Verwendung von sehr kleinen Mikropipetten
injiziert. Bei dem Beschuss mit Mikropartikeln wird die DNA auf
Mikroprojektile wie etwa Magnesiumsulfatkristalle aller Wolframpartikel
absorbiert, und die Mikroprojektile werden physikalisch in Zellen
oder Pflanzengewebe hinein beschleunigt.
-
Folgende
Verbreitung der Transformationspflanze wird durchgeführt. Die
am häufigsten
eingesetzte Verbreitungsart für
Pflanzen ist die Verbreitung durch Samen. Regeneration durch Verbreitung
hat jedoch den Nachteil, dass aufgrund von Heterozygotie der Bestand
nicht uniform ist, da die Samen von Pflanzen mit den genetischen
Variationen gemäß den Mendelschen
Regeln erzeugt werden. Grundsätzlich
ist jeder Samen genetisch verschieden, und es werden sich aus ihm
spezifische Pflanzen entwickeln. Aus diesem Grund ist bevorzugt,
dass die transformierte Pflanze derart hergestellt werden kann,
dass die regenerierte Plfanze identisches Aussehen und identische
Eigenschaften wie die transgene Pflanze der Elterngeneration hat.
Aus diesem Grund wird bevorzugt, dass die transformierte Pflanze
durch Mikropropagation regeneriert wird, wodurch eine schnelle,
konsistente Reproduktion der transformierten Pflanzen bereitgestellt
wird.
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Mikropropagation
ist ein Prozess des Züchtens
einer neuen Generation von Pflanzen aus einem einzelnen Gewebestück, das
aus einer ausgewählten
Pflanze der Elterngeneration oder der Sorte herausgeschnitten wurde.
Dieser Prozess ermöglicht
die Massenreproduktion von Pflanzen mit dem bevorzugten Gewebe,
welches das Protein exprimiert. Die Pflanzen der neuen Generation,
die hergestellt werden, sind genetisch mit der ursprünglichen
Pflanze identisch und weisen alle Eigenschaften derselben auf. Die
Mikropropagation ermöglicht
die Massenproduktion von Qualitätspflanzenmaterial
in einem kurzen Zeitraum und bietet eine schnelle Vervielfältigung
von ausgewählten
Sorten bei gleichzeitiger Bewahrung der Eigenschaften der ursprünglichen
transgenen oder transformierten Pflanze. Die Vorteile des Klonierens
von Pflanzen sind die Geschwindigkeit der Pflanzenvervielfältigung
und die Qualität
und Uniformität
der hergestellten Pflanzen.
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Mikropropagation
ist ein Verfahren mit mehreren Schritten, das eine Änderung
des Kulturmediums oder der Wachstumsbedingungen von einem Schritt
zum nächsten
erforderlich macht. Somit beinhaltet das Mikropropagationsverfahren
vier grundlegende Schritte: Schritt eins, initiales Kultivieren
von Gewebe; Schritt zwei, Vervielfältigung von Gewebekultur; Schritt
drei, Differenzierung und Pflanzenbildung; und Schritt vier, Anbau
im Gewächshaus
und Heranwachsen. In Schritt eins, dem initialen Kultivieren von
Gewebe, wird die Gewebekultur eingerichtet und als frei von Verunreinigungen
zertifiziert. In Schritt zwei wird die initiale Gewebekultur vervielfältigt, bis
eine ausreichende Zahl von Gewebeproben hergestellt wurde, um die
Zielvorgaben der Produktion zu erfüllen. In Schritt drei werden
die in Schritt zwei gezüchteteten
Gewebeproben geteilt und wachsen zu einzelnen Pflänzchen heran.
In Schritt vier werden die transformierten Pflänzchen in ein Gewächshaus gebracht, um
heranzuwachsen, wobei die Pflanzen schrittweise dem Licht ausgesetzt
werden, so dass sie in der natürlichen
Umgebung wachsen können.
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Sequenzen,
die geeignet sind für
das Ermöglichen
der Integration der heterologen Sequenz in das Pflanzengenom werden
empfohlen. Diese können
Transposon-Sequenzen
und ähnliches
für die
homologe Rekombination sowie Ti-Sequenzen einschließen, die
das zufällige
Einfügen
einer heterologen Expressionskassette in ein Pflanzengenom ermöglichen.
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Geeignete
Prokaryoten-Marker, die ausgewählt
werden können
schließen
Resistenz gegenüber
Antibiotika wie etwa Ampicillin oder Tetrazyklin ein. Weitere DNA-Sequenzen, die für zusätzliche
Funktionen codieren, können
auch in dem Vektor vorliegen, wie im Stand der Technik bekannt.
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Die
Konstrukte der vorliegenden Erfindung schließen eine Expressionskassette
für die
Expression des Proteins von Interesse ein. Normalerweise gibt es
nur eine Expressionskassette, auch wenn zwei oder mehr möglich sind.
Die rekombinante Expressionskassette enthält zusätzlich zu der heterologen Sequenz
eines oder mehr der folgenden Sequenzelemente, eine Promotor-Region,
untranslatierte 5'-Sequenzen von Pflanzen,
die regulatorische Elemente einschließen, einen Startcodon, abhängig davon,
ob das Strukturgen einen solchen aufweist oder nicht, und eine Transkriptions-
und Translations-Terminationssequenz. Eindeutige Bindungsstellen
für Restriktionsenzyme
an den 5'- und 3'-Enden der Kassette
ermöglichen
eine einfache Einfügung
in einen vorher vorhandenen Vektor.
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Der
Begriff "regulatorisches
Element" wie hierin
verwendet bezieht sich auf eine Nukleotidsequenz, die üblicherweise
innerhalb einer Expressionskassette eingeschlossen ist und die an
der Regulation (d. h., bei der Erhöhung oder Verminderung) der
Expression einer codierenden Sequenz davon beteiligt ist. Diese
Regulierung kann entweder in dem Schritt der Transkription oder
der Translation durchgeführt
werden. Beispiele für regulatorische
Elemente schließen
Enhancer, Suppressoren oder Transkriptionsterminatoren ein, sind
jedoch nicht auf diese beschränkt.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Promotor" auf eine Nukleotidsequenz, welche die
Genexpression in den Zellen leiten kann. Ein derartiger Promotor
kann von einer Pflanze, einem Pflanzenvirus oder von jedem beliebigen
weiteren Organismus einschließlich
Bakterien und Tieren abgeleitet sein.
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Ein
Pflanzen-Promotor kann ein konstitutiver Promotor sein, wie etwa,
jedoch nicht beschränkt
auf die folgenden: CaMV35S- und CaMV19S-Promotor, FMV34S-Promotor, Sugarcane-Bacilliform-Badnavirus-Promotor,
CsVMV-Promotor, Arabidopsis ACT2/ACT8 Actin-Promotor, Arabidopsis
ubiquitin UBQ1 Promotor, Barley-Leaf-Thionin BTH6 Promotor, and
Rice-Actin-Promotor.
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Der
Promotor kann alternativ ein Gewebe-spezifischer Promotor sein.
Beispiele für
Planzengewebe-spezifische Promotoren schließen ein, ohne darauf beschränkt zu sein:
Bean Phaseolin Storage Protein Promoter, DLEC-Promotor, PNSβ-Promoter,
Zein-Stprotein-Promotor, Conglutin-Gamma-Promotor von Sojabohne,
AT2S1-Gen-Promotor,
ACT11-Actin Promotor von Arabidopsis, napA Promotor von Brassica
napus, Potato Patatin Gen-Promotor und der Tob-Promotor.
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Der
Promotor kann auch ein Promotor sein, der in einem spezifischen
Entwicklungsstadium eines Lebenszyklus der Pflanze aktiv ist, zum
Beispiel ein Promotor, der in der späten Embryogenese aktiv ist,
wie etwa: Der LEA-Promotor, der Endosperm-spezifische Expressionspromotor
(der Samenspeicher Prolamin aus Reis wird in Tabaksamen in dem Entwicklungsstadium
ungefähr
20 Tage nach der Blüte
exprimiert), oder der das FbL2A-Gen steuernde Promotor während des
Stadiums der Synthese der Faserwand.
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Im
Falle eines Gewebe-spezifischen Promotors wird sichergestellt, dass
das heterologe Protein nur in dem gewünschten Gewebe exprimiert wird,
zum Beispiel nur in der Blüte,
der Frucht, der Wurzel, dem Samen, etc.
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Sowohl
die Gewebe-spezifischen als auch die nicht-spezifischen Promotoren
können
konstitutiv sein, d. h. können
kontinuierliche Expression des heterologen Proteins verursachen.
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Der
Promotor kann auch ein induzierbarer Promotor sein, d. h. ein Promotor,
der in Anwesenheit eines induzierenden Agens aktiviert wird und
nur durch diese Aktivierung die Expression des heterologen Proteins verursacht.
Ein induzierendes Agens kann zum Beispiel Licht, Chemikalien, Austrocknung,
hoher Salzgehalt, osmotischer Schock, oxidierende Bedingungen oder
bei Pathogenität
und schließen
folgendes ein, ohne darauf beschränkt zu sein: den lichtinduzierbaren
Promotor, der von dem rbcS-Gen der Bohne abgeleitet ist, der Promotor
von dem alfalfa rbcS-Gen der Luzerne, die Promotoren DRE, MYC und
MYB, die bei Trockenheit aktiv sind, die Promotoren INT, INPS, prxEa,
Ha hsp17.7G4 und RD21, die bei hohem Salzgehalt und osmotischem
Stress aktiv sind, die Promotoren hsr303J und str246C, die bei pathogenemStress
aktiv sind, das Kupfer-kontrollierbare Genexpressionssystem und
das steroid-induzierbare Gensystem.
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Alternativ
kann ein induzierendes Agens ein endogenes Agens sein, das normalerweise
nur in bestimmten Geweben der Pflanze vorliegt oder nur zu bestimmten
Zeitpunkten des Lebenszyklus der Pflanze hergestellt wird, wie etwa
Ethylen oder Steroide. Unter Verwendung eines derartigen endogenen
Gewebe-spezifischen
induzierenden Agens ist es möglich,
die Expression von derartigen induzierbaren Promotoren nur in diesen
spezifischen Geweben zu steuern. Unter Verwendung eines induzierenden
Agens, das während
einer spezifischen Periode des Lebenszyklus hergestellt wurde, ist
es möglich,
die Expression von einem induzierbaren Promotor bis zu der spezifischen
Phase in dem Lebenszyklus, in dem das induzierende Agens hergestellt
wurde, zu steuern.
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Von
Bakterien und Hefe abgeleitete Promotoren sind im Stand der Technik
bekannt.
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Viren
sind eine einzigartige Klasse von infektiösen Agentien, deren kennzeichnende
Merkmale ihre einfache Organisationsform und ihr Replikationsmechanismus
sind. Ein vollständiger
viraler Partikel oder Virion kann hauptsächlich betrachtet werden als
ein Block von genetischem Material (entweder DNA oder RNA), der
geeignet zur autonomen Replikation ist und der von einer Proteinhülle und
manchmal von einer zusätzlichen
membranartigen Hülle
umgeben ist, wie etwa im Falle von α-Virusen. Die Hülle schützt den
Virus gegenüber
der Umgebung und dient als Vehikel für die Übertragung von einer Wirtszelle
in eine andere.
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Viren,
die nützlich
für die
Transformation von Pflanzenwirtszellen sind schließen CaV,
TMV und BV ein. Transformation von Pflanzen unter Verwendung von
Pflanzenviren wird in U.S. Pat. Nr. 4,855,237 (BGV), EP-A 67,553
(TMV), in der veröffentlichten
japanischen Anmeldung Nr. 63–14693
(TMV), EPA 194,809 (BV), EPA 278,667 (BV) und Gluzman, Y. et al.,
Communications in Molecular Biology: Viral Vectors, Cold Spring
Harbor Laboratory, New York, S. 172–189 ff. (1988). Pseudoviruspartikel
für die
Verwendung für
die Expression von Fremd-DNA in vielen Wirtszellen, einschließlich Pflanzen,
werden in WO 87/06261 beschrieben.
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Konstruktion
von Planzen-RNA-Viren für
die Einführung
und Expression von nicht-viralen
Fremdgenen in Pflanzen wird durch die obigen Quellen sowie von Dawson,
W. O. et al., Virology (1989) 172: 285–292; Takamatsu et al. EMBO
J. (1987) 6: 307–311;
French et al. Science (1986) 231: 1294–1297; und Takamatsu et al.
FEBS Letters (1990) 269: 73–76
gezeigt.
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Wenn
das Virus ein DNA-Virus ist, dann kann die Konstruktion an dem Virus
selbst vorgenommen werden. Alternativ kann das Virus zuerst in ein
bakterielles Plasmid geklont werden, um das Konstruieren des erwünschten
viralen Vektors mit der Fremd-DNA zu erleichtern. Das Virus kann
dann aus dem Plasmid ausgeschnitten werden. Wenn das Virus ein DNA-Virus
ist, kann eine bakterielle Replikationsstartstelle an die virale DNA
angehängt
werden, die dann durch die Bakterien repliziert wird. Transkription
und Translation dieser DNA stellen das Hüllenprotein her, das die virale
DNA enkapsidiert. Wenn das Virus ein RNA-Virus ist, dann wird das
Virus im Allgemeinen als eine cDNA geklont und in ein Plasmid eingesetzt.
Das Plasmid wird dann verwendet, um sämtliche Konstruktionen herzustellen.
Das RNA-Virus wird dann durch das Transkribieren der viralen Sequenz
des Plasmids und die Translation der viralen Gene hergestellt, um
das Hüllenproteine
oder die Hüllenproteine
herzustellen, das/die die virale DNA enkapsidieren.
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Konstruktion
von Pflanzen-RNA-Viren für
das Einführen
und die Expression von nicht-viralen Fremdgenen in Pflanzen wird
durch die obigen Quellen sowie in US-Pat. Nr. 5,316,931 gezeigt.
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In
einer Ausführungsform
wird eine virale Nukleinsäure
einer Pflanze bereitgestellt, in der die codierende Sequenz des
nativen Hüllenproteins
aus einer viralen Nukleinsäure,
einer codierenden Sequenz eines nicht-nativen Hüllenproteins einer Pflanze
und einem Nicht-Promotor entfernt wurde, vorzugsweise wurde der subgnenomische
Promotor der codierenden Sequenz des nicht-nativen Hüllenproteins,
die geeignet ist zur Expression in dem Pflanzenwirt ist, der die
virale Nukleinsäure
der rekombinanten Pflanze verpackt und eine systemische Infizierung des
Wirts durch die virale Nukleinsäure
der rekombinanten Pflanze sicherstellt eingesetzt Alternativ kann
das Gen des Hüllenproteins
durch Einsetzen der nicht-nativen
Nukleinsäuresequenz
inaktiviert werden, wodurch ein Protein hergestellt wird. Die virale
Nukleinsäure
der rekombinanten Pflanze kann einen oder mehr zusätzliche
nicht-native subgenomische Promotoren enthalten. Jeder nicht-native
subgenomische Promoter ist geeignet, benachbarte Gene oder Nukleinsäuresequenzen
in dem Pflanzenwirt zu transkribieren oder zu exprimieren und ungeeignet
zur Rekombination miteinander und mit nativen subgenomischen Promotoren.
Nicht-native (Fremd-)Nukleinsäuresequenzen
können
neben dem viralen subgenomischen Promotor der rekombinanten Pflanze
oder den nativen oder nicht-nativen viralen subgenomischen Promotor
einer Pflanze eingesetzt werden, falls mehr als eine Nukleinsäuresequenz
eingeschlossen ist. Die nicht-nativen Nukleinsäuresequenzen werden in der
Wirtspflanze gesteuert von dem subgenomischen Promotor transkribiert
oder exprimiert, um die erwünschten
Produkte herzustellen.
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In
einer zweiten Ausführungsform
wird eine virale Nukleinsäure
der rekombinanten Pflanze wie in der ersten Ausführungsform bereitgestellt,
außer
dass die Codierungssequenz des nativen Hüllproteins neben einem der
subgenomischen Promotoren der nicht-nativen Hüllproteine anstatt einer Codierungssequenz
eines nicht-nativen Hüllproteins
angeordnet ist.
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In
einer dritten Ausführungsform
wird eine virale Nukleinsäure
einer rekombinanten Pflanze bereitgestellt, in der das Gen für das native
Hüllprotein
neben seinem subgenomischen Promotor angeordnet ist und einer oder
mehr nicht-native subgenomische Promotoren wurden in die virale
Nukleinsäure
eingesetzt. Die eingesetzten, nicht-nativen subgenomischen Promotoren
sind geeignet für
das transkribieren oder Exprimieren von benachbarten Genen in einem
Pflanzenwirt und sind ungeeignet, miteinander und mit nativen subgenomischen
Promotoren zu rekombinieren. Nicht-native Nukleinsäuresequenzen
können
neben den nicht-nativen subgenomischen viralen Promotoren der Pflanze
eingesetzt werden, so dass diese Sequenzen in dem Pflanzenwirt gesteuert
von dem subgenomischen Promotor transkribiert oder exprimiert werden,
um das gewünschte
Produkt herzustellen.
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In
einer vierten Ausführungsform
wird eine virale Nukleinsäure
einer rekombinanten Pflanze wie in der dritten Ausführungsform
bereitgestellt, außer
dass die codierende Sequenz des nativen Hüllenproteins durch eine codierende
Sequenz eines nicht-nativen
Hüllenproteins
ersetzt wird.
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Die
viralen Vektoren werden von den von der viralen Nukleinsäure der
rekombinanten Pflanze codierten Hüllenproteinen enkapsidiert,
um den rekombinanten Pflanzenvirus herzustellen. Die virale Nukleinsäure der
rekombinanten Pflanze oder das Virus der rekombinanten Pflanze werden
verwendet, um geeignete Wirtspflanzen zu infizieren. Die virale
Nukleinsäure
der rekombinanten Pflanze ist geeignet für die Replikation in dem Wirt,
zur systemischen Verbreitung in dem Wirt und zur Transkription oder
Expression von einem oder mehreren Fremdgen(en) in dem Wirt, um
das erwünschte
Protein herzustellen.
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In
vielen Fällen
ist erwünscht,
die Expression eines rekombinanten Proteins gezielt durchzuführen. Dies
kann innerhalb einer Zellorganelle oder außerhalb der Zelle sein.
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Dies
kann erreicht werden, wie im Stand der Technik bekannt, durch geeignete
Signalpeptide, die mit dem Ziel-Polypeptid bevorzugt am N-terminalen
Ende verbunden werden.
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Somit
bezieht sich der Begriff "Signalpeptid" wie hier und in
dem folgenden Abschnitt mit den Patentansprüchen verwendet, auf eine Abfolge
von Aminosäuren,
die wirksam ist für
das gezielte Einführen
eines in einer Zelle exprimierten Proteins an eine Ziel-Stelle.
Verschieden, im Stand der Technik bekannte, Signalpeptide, sind
wirksam für
die Sekretion eines Proteins aus Bakterien-, Hefe-, Pflanzen- und
Tierzellen.
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Es
gilt zu beachten, dass in dieser Hinsicht die Signalpeptide die
Aufgabe der Translokation des hergestellten Proteins in der Membran
des endoplasmatischen Retikulums erfüllen. In ähnlicher Weise stoppen Transmembran-Segmente
die Translokation und stellen eine Verankerung des Proteins an der
Plasma-Membran bereit, siehe, Johnson et al. The Plant Cell (1990)
2: 525–532;
Sauer et al. EMBO J. (1990) 9: 3045–3050; Mueckler et al. Science
(1985) 229: 941–945.
Mitochondriale, nukleare, chloroplastische oder vakuloare Signale
führen
das exprimierte Protein korrekt in die entsprechende Organelle durch
den sekretorischen Weg, siehe Von Heijne, Eur. J. Biochem. (1983)
133: 17–21;
Yon Heijne, J. Mol. Biol. (1986) 189 239–242; Iturriaga et al. The
Plant Cell (1989) 1: 381–390;
McKnight of al., Nucl. Acid Res. (1990) 18: 4939–4943; Matsuoka und Nakamura,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA (1991) 88: 834–838. Ein kürzlich veröffentliches Buch von Cunnigham und
Porter (Recombinant proteins from plants, Eds. C. Cunningham and
A. J. R. Porter, 1998 Humana Press Totowa, N. J.) beschreibt Verfahren
für die
Herstellung von rekombinanten Proteinen in Pflanzen und Verfahren für das gezielte
Einführen
der Proteine in verschiedene Kompartimente in der Pflanzenzelle.
Insbesondere beschreiben zwei Kapitel darin (14 und 15) verschiedene
Verfahren, um Sequenzen gezielt einzuführen, was zu einer Akkumulierung
von rekombinanten Proteinen in Kompartimenten wie etwa ER, Vakuole,
Plastid, Nukleus und Zytoplasma führt. Das Buch von Cunningham
und Porter ist durch die Bezugnahme darauf hier inkorporiert. Derzeit
ist die bevorzugte Stelle für
die Akkumulierung des Fusionsproteins gemäß der vorliegenden Erfindung
das ER unter Verwendung eines Signalpeptids wie etwa Cel1 oder das
Reis-Amylase-Signalpeptid am N-terminalen Ende und ein ER-Retaininging-Peptid
(HDEL, SEQ ID NO: 17; or KDEL, SEQ ID NO: 24) am C-terminalen Ende.
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Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Herstellen einer
rekombinanten β-Glucosidase
bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung wird durchgeführt
durch das Einführen
eines Nukleinsäurekonstrukts
in einer exprimierbaren oder überexprimierbaren
Form in eine Wirtszelle. Das Nukleinsäurekonstrukt schließt ein genomisches,
komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid ein, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist und ein Polypeptid mit der katalytischen Aktivität einer β-Glucosidase
codiert. Das Polynukleotid schließt bevorzugt ferner ein Signalpeptid
ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Noch bevorzugter schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung ist.
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Der
Begriff "Einführen" wie hier verwendet
bezieht sich sowohl auf das Transformieren als auch das virale Infizieren,
so wie diese Begriffe oben definiert sind. Die Begriffe „exprimierbare
Form" und „überexprimierbare
Form" beziehen sich
auf eine rekombinante Form, welche die erforderlichen regulatorischen
Elemente einschließt,
um die Expression oder Überexpression
eines codierenden Bereichs zu erreichen, wie oben detailliert ausgeführt.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
dieses Aspekts der vorliegenden Erfindung wird das Polypeptid mit
der katalytischen Aktivität
der β-Glucosidase
aus der exprimierenden Wirtszelle extrahiert, nachdem eine ausreichende
Expression festgestellt wurde.
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Somit
stellen Wirtszellen, die das Polypeptid gemäß der vorliegenden Erfindung
exprimieren, eine sofortige, einfache und unbegrenzte Quelle des
Polypeptids bereit.
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Jede
beliebige Anzahl von bekannten flüssigen oder festen Kulturmedien
kann für
das geeignete Kultivieren von Wirtszellen der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, auch wenn das Wachstum auf flüssigem Medium bevorzugt wird,
da die Sekretion des Polypeptids in das Medium zu einer Vereinfachung
der Gewinnung des Polypeptids führt.
Wie oben näher
beschrieben, kann eine derartige Sekretion durch die Inkorporation
eines geeigneten Signalpeptids erfolgen. Die β-Glucosidase kann aus Zubereitungen
von Wirtszellen isoliert oder abgetrennt oder gereinigt werden,
unter Verwendung von im Stand der Technik bekannten Techniken, wie
etwa, Zentrifugationsfiltration, Chromatographie, Elektrophorese
und Dialyse, jedoch nicht auf diese beschränkt. Weitere Konzentrierung
und/oder Reinigung der β-Glucosidase kann
erfolgen durch die Verwendung herkömmlicher Techniken, einschließlich, jedoch
nicht beschränkt
auf, Ultrafiltration, ferner Dialyse, Ionaustauschchromatographie,
HPLC, Größen-Ausschlusschromatographie,
Zellobiose-Sepharose-Affinitätschromatographie
und Elektrophorese, wie etwa Polyacrylamid-Gel-Elektrophorese (PAGE).
Unter Verwendung dieser Techniken kann β-Glucosidase in reiner oder
in im Wesentlichen reiner Form gewonnen werden.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenen Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines Niveaus
von wenigstens einer Fermentations-Substanz in einem Fermentationsprodukt
bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung erfolgt durch das Fermentieren eines Glucose enthaltenden
Ausgangsmaterials für
die Fermentation durch eine Wirtshefezelle, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, und das ein Polypeptid mit der katalytischen
Aktivität
der β-Glucasidase codiert,
wodurch das Niveau von wenigstens einer Fermentations-Substanz in dem Fermentations-Produkt
erhöht
wird. Das Polynukleotid schließt
bevorzugt ferner ein Signalpeptid ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Noch bevorzugter schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung ist.
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Gemäß einem
alternativen Aspekt der vorliegenen Erfindung wird ein Verfahren
für das
Erhöhen
eines Niveaus von wenigstens einer Fermentations-Substanz in einem
Fermentations-Produkt bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt durch das Fermentieren
eines von einer Pflanze abgeleiten, Glucose enthaltenden Ausgangsmaterials
für die
Fermentation durch eine Hefezelle, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, und das ein Polypeptid mit der katalytischen
Aktivität
der β-Glucosidase
codiert, wodurch das Niveau von wenigstens einer Fermentations-Substanz
in dem Fermentations-Produkt erhöht
wird. Das Polynukleotid schließt
bevorzugt ferner ein Signalpeptid ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Nach bevorzugter schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das in Übereinstimmung
mit dem Polypeptid ist.
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Der
Begriff "Fermentation" wie in der Beschreibung
und in dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet, bezieht sich
auf eine chemische Veränderung,
die in einer komplexen organischen Verbindung durch Wirkung eines
Enzyms induziert wird, wodurch die Substanz in einfachere Verbindungen
gespalten wird. Insbesondere schließt der Begriff „Fermentation" die anaerobe Dissimilation
von Substraten unter Freisetzung von Energie und reduzierten Verbindungen
ein; die Endprodukte davon sind organische Säuren, Alkohole, wie etwa Ethanol,
Isopropanol, Butanol, etc. und CO2. Derartige
Produkte werden üblicherweise
sekretiert und jedes davon wird hier als „Fermentations-Substanz" bezeichnet, d. h.,
jedes bekannte Produkt einer Fermentation von entweder mikrobieller
Fermentation oder Hefefermentation.
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Der
Begriff "Fermentations-Produkt" wie in der Beschreibung
und in dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet, bezieht sich
auf das resultierende Material eines Fermentations-Verfahrens. Beispiele schließen ein,
ohne auf diese beschränkt
zu sein, Alkohol-enthaltendes Fermentationsmedium und alkoholische
Getränke,
wie etwa, jedoch nicht auf diese beschränkt, Frucht-basierte, Alkohol-enthaltende
Getränke, Weine
und Biere.
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Die β-Glucosidase
ist wirksam für
das Hydrolysieren einer Vielzahl von Zellulose-enthaltenden Materialien in Glucose,
wenn sie zum Beispiel mit einer β-Glucanase
verwendet wird. Die durch die enzymatische Hydrolyse der Zellulose
und weiterer Glucose enthaltenden Saccharide hergestellte Glucose
kann gewonnen und gelagert werden, oder sie kann anschließend unter
Verwendung von herkömmlichen
Techniken zu Ethanol fermentiert werden. Viele Verfahren für die Fermentation
von aus Zellulose erzeugter Glucose sind bekannt und geeignet für eine Verwendung
hierbei. Zusammengefasst wird das die Glucose aus der enzymatischen Reaktion
enthaltende Hydrolysat mit einem geeigneten Mikroorganismus in Kontakt
gebracht, unter Bedingungen, die wirksam für die Fermentation der Glucose
zu Ethanol sind. Diese Fermentation kann getrennt von der enyzmatischen
Hydrolyse der Zellulose erfolgen oder nach dieser erfolgen (sequenzielle
Verarbeitung), oder die Hydrolyse und die Fermentation können gleichzeitig
erfolgen und in demselben Gefäß durchgeführt werden
(gleichzeitige Verarbeitung). Details der verschiedenen Fermentationstechniken,
Bedingungen und geeigneten Mikroorganismen sind zum Beispiel von
Wyman (1994, Bioresource Technol., 50: 3–16) oder Olsson und Hahn-Hagerdal (1996, Enzyme
Microbial Technol., 18: 312–331),
beschrieben, wobei der Inhalt dieser Quellen durch die Bezugnahme
auf dieselben hier inkorporiert ist. Nachdem die Fermentation abgeschlossen
ist, kann der Alkohol durch Extraktion gewonnen werden und gegebenenfalls
gereinigt werden, z. B. durch Destillation.
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Somit
wird gemäß noch einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren für das Herstellen
eines Alkohols bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung erfolgt durch das Fermentieren eines Glucose enthaltenden
Fermentation-Ausgangsmaterials durch eine Zelle, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, und das ein Polypeptid mit einer katalytischen
Aktivität
der β- Glucosidase codiert,
und durch das Extrahieren des Alkohols daraus. Das Polynukleotid
schließt
bevorzugt ferner ein Signalpeptid ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Noch bevorzugter codiert das Polynukleotid ferner für ein Retaining-Peptid
des endoplasmatischen Retikulums ein, das in Übereinstimmung mit dem Polypeptid
ist.
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Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Herstellen eines
Alkohols bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung erfolgt durch das Fermentieren eines aus einer Pflanze
abgeleiten, Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterials
durch eine Zelle, wobei die Zeile ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, und das ein Polypeptid mit einer katalytischen
Aktivität
der β-Glucosidase
codiert und das Extrahieren des Alkohols daraus. Das Polynukleotid
codiert bevorzugt ferner für
ein Signalpeptid, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung ist. Noch bevorzugter
schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das in Übereinstimmung
mit dem Polypeptid ist.
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Pflanzen
enthalten Aroma- und Geschmacksverbindungen glycosidischer Art,
die in ihnen enthaltene Aroma-Eigenschaft kann durch abbauende Enzyme
freigesetzt werden, wodurch eine nicht-flüchtige Aromaverbindung in ihre
flüchtige
Form umgewandelt wird. So wirken zum Beispiel α-L-Arabinofuranosidasen bei
der Freisetzung von Aromaverbindungen aus Substraten wie etwa Säften oder
Weinen mit, wie in Gunata et al. (European Patent Application No.
332. 281, 1989; and "purification
and some properties of an α-L-arabinofuranosidase
from A. niger action on grape monoterpenyl arabinofuranosylglucosides.
J. Agric. Food Chem. 38: 772–776,
1990) beschrieben. Diese Freisetzung wird zum Beispiel in einem
Verfahren mit zwei Schritten erreicht, wobei der erste Schritt die
Verwendung einer α-L-Arabinofuranosidase
umfasst, um die Freisetzung von Arabinoseresten aus Monoterpenyl-α-L-Arabinofuranosyl-Glucosiden,
die zum Beispiel in Frucht- oder Gemüsesäften enthalten sind, über die
Spaltung der (1→6)-Bindung
zwischen einer terminalen Arabinofuranosyleinheit und der zentralen
Glucose eines Monterpeny-α-L-Arabinofuranosylglucosids
zu katalysieren. Die α-L-Arabinofuranosidase
liegt bevorzugt in einer gereinigten Form vor, um den unerwünschten
Abbau von anderen Inhaltsstoffen des Saftes zu verhindern, der dessen
Endqualität
gefährden
könnte.
In dem zweiten Schritt wird β-Glucosidase
benötigt,
um das freie Terpenol aus dem resultierenden dearabinosylierten
Monoterpenyl-Glucosid zu gewinnen. Gegebenenfalls können beide
Reaktionsschritte in demselben Reaktionsgefäß durchgeführt werden, ohne dass das Zwischenprodukt
isoliert werden muss (Gunata et al. (1989), supra). Somit ist beta-Glucosidase
ein wichtiger Teilnehmer, wenn die Freisetzung dieser Aroma-Verbindungen
für das
Verbessern des Geschmacks des Saftes oder Weins gewünscht wird.
Des Weiteren stellt beim Wein die Steuerung der Freisetzung von
Aromaverbindungen Weine mit einem konsistenteren Geschmack bereit,
wodurch die unerwünschten
Auswirkungen von „Jahren
mit schlechter Weinernte" („poor vintage
years") reduziert
oder eliminiert werden. Zusätzliche
Informationen sind enthalten in: "Cloning and expression of DNA molecules
encoding arabinan degrading enzyme of fungal origin", U.S. Pat. Nr. 5,863,783;
Y. Gueguen, of al. "A
Very Efficient β-Glucosidase
Gatalyst for the Hydrolysis of Flavor Precursors of Wines and Fruit
Juices", J. Agric.
Food Chem. 44: 2336–2340,
1996, die hier durch die Bezugnahme inkorporiert sind.
-
Somit
wird gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von wenigstens einer Aroma-Substanz in einem von einer Pflanze
abgeleiteten Produkt, wie etwa einem alkoholischen Getränk, jedoch
nicht auf dieses beschränkt,
bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung erfolgt durch das Inkubieren eines Glucose enthaltenden
Pflanzen-Ausgangsmaterials mit einer Hefezelle, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, und das ein Polypeptid mit der katalytischen
Aktivität
der β-Glucosidase
codiert, wodurch das Niveau der wenigstens einen Aroma-Substanz
in dem von der Pflanze abgeleiteten Produkt erhöht wird. Das Polynukleotid
schließt
bevorzugt ferner ein Signalpeptid ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Noch bevorzugter schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das in Übereinstimmung
mit dem Polypeptid ist.
-
Bei
der Umsetzung der vorliegenden Erfindung in die Praxis wurde entdeckt,
dass das Expressionskonstrukt ein Signalpeptid enthalten sollte,
um die Aktivität
einer β-Glucosidase in einer
transgenen Pflanze zu erhalten. Zusätzlich wurde gefunden, dass
das Beibehalten des Enzyms in dem endoplasmatischen Retikulum zu
einer höheren
Freisetzung von Aroma-Verbindungen nach der Homogenisierung und
Inkubation führt.
Es wird angenommen, dass die Kompartimentierung des Enzyms in zum
Beispiel dem ER verhindert, dass es mit dessen Substraten reagiert,
die hauptsächlich
außerhalb
der Zellen sind, so dass eine derartige Wechselwirkung nach der
Homogenisierung eingeschränkt
werden. In der Tat führte
das gezielte Führen
des Enzyms zu dem Apoplasten zu einer erhöhten Aroma-Freisetzung in vivo.
Somit kann in Abhängigkeit
von der jeweiligen Anwendung gewählt
werden, ob in dem Konstrukt ein Retaining-Peptid des endosplasmatischen
Retikulums eingeschlossen werden soll oder nicht.
-
Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von wenigstens einer Aroma-Substanz in einem von einer Pflanze
abgeleiteten Produkt, wie etwa in einem alkoholischen Getränk, jedoch
nicht auf dieses beschränkt,
bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung erfolgt durch das Inkubieren eines Glucose enthaltenden
Pflanzen-Ausgangsmaterials mit einer Hefezelle, wobei die Pflanze
ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, und das für
ein Polypeptid mit der katalytischen Aktivität der β-Glucosidase codiert, wodurch das Niveau
der wenigstens einen Aroma-Substanz in dem von der Pflanze abgeleiteten
Produkt erhöht
wird. Das Polynukleotid schließt
bevorzugt ferner ein Signalpeptid ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Noch bevorzugter schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung ist.
-
Der
Begriff „Glucose
enthaltendes Ausgangsmaterial" wie
hier in der Beschreibung und in dem folgenden Abschnitt mit den
Ansprüchen
verwendet, bezieht sich auf jede beliebige Energiequelle, in Form
von Glucose-enthaltenden Verbindungen, die verschieden von freier
Glucose sind, einschließlich,
jedoch nicht beschränkt
auf, zerkleinertes, gemahlenes, in Würfel geschnittenes oder extrahiertes
Pflanzenmaterial, Pflanzen oder Teile davon, wie etwa Früchte, Beispiele
dafür sind
tropische Früchte
und Trauben.
-
Gemäß einem
zusätzlichen
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Herstellen einer
Aroma-verströmenden
Pflanze bereitgestellt. Der Begriff „Aroma-verströmende Pflanze" wie hier in der Beschreibung
und in dem folgenden Abschnitt verwendet bezieht sich im Wesentlichen
auf jeden Teil einer Pflanze, in dem flüchtige Verbindungen durch die
katalytische Aktivität
des Polypeptids der β-Glucosidase der vorliegenden
Erfindung erzeugt werden, wobei die Freisetzung der flüchtigen
Verbindungen daraus von dem olfaktorischen System eines Organismus,
wie etwa eines Menschen, wahrgenommen wird.
-
Das
Verfahren gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt durch das Überexprimieren eines
Nukleinsäurekonstrukts
in der Pflanze, einschließlich
eines genomischen, komplementären
oder zusammengesetzten Polynukleotids, das von Aspergillus niger
abgeleitet ist, das ein Polypeptid mit der katalytischen Aktivität der β-Glucosidase
codiert, wodurch die Aroma-verströmung aus der Pflanze erhöht wird.
Eine derartige Überexprimierung
erfolgt bevorzugt in einer Gewebe-spezifischen Art und Weise durch,
zum Beispiel, das Verwenden eines Gewebe-spezifischen Promotors,
wie hierin oben beschrieben, um dadurch ein heterologes Protein
in einem ausgewählten
Abschnitt der Pflanze zu überexprimieren.
Das Gewebe, in dem eine derartige Überexprimierung erfolgt, wird
je nach Verfügbarkeit
von Glucose-enthaltenden,
nicht-flüchtigen
Aroma-Substraten darin ausgewählt.
Somit verursacht eine derartige Überexprimierung
die Freisetzung eines flüchtigen und
Aroma-verströmenden Bestandteils
des Substrats. Somit ist gemäß bevorzugten
Ausführungsformen
das Überexprimieren
des Nukleinsäurekonstrukts
beschränkt
auf wenigstens ein Gewebe, das ausgewählt ist aus der Gruppe, die
aus Blüten,
Frucht, Samen, Wurzel, Stamm, Pollen und Blättern besteht.
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Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von freier Glucose in einem Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterial
bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung erfolgt durch das Fermentieren des Glucose enthaltenden
Ausgangsmaterials für
die Fermentation durch eine Zelle, die ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, und das ein Polypeptid mit der katalytischen
Aktivität
der β-Glucosidase codiert,
wodurch das Niveau der freien Glucose in dem Glucose enthaltenden
Fermentations-Ausgangsmaterial erhöht wird. Das Polynukleotid
schließt
bevorzugt ferner ein Signalpeptid ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Noch bevorzugter schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung ist.
-
Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von freier Glucose in einem von einer Pflanze abgeleiteten,
Glucose enthaltenden Fermentations-Ausgangsmaterial bereitgestellt.
Das Verfahren gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt durch das Fermentieren
des von der Pflanze abgeleiteten, Glucose enthaltenden Fermentation-Ausgangsmaterials
für die
durch eine Zelle, wobei die Pflanze ein Nukleinsäurekonstrukt überexprimiert,
das ein genomisches, komplementäres
oder zusammengesetztes Polynukleotid einschließt, das bevorzugt von Aspergillus
niger abgeleitet ist, und das ein Polypeptid mit der katalytischen
Aktivität
der β-Glucosidase codiert,
wodurch das Niveau der freien Glucose in der Pflanze erhöht wird.
Das Polynukleotid schließt
bevorzugt ferner ein Signalpeptid ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Noch bevorzugter schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung ist.
-
Der
Ausdruck „freie
Glukose" wie hier
in der Beschreibung und in dem folgenden Abschnitt mit den Ansprüchen verwendet,
bezieht sich auf Glukose-Reste in Form eines Monosaccarids, dessen
Niveaus durch die katalytische Aktivität der β-Glucosidase erhöht werden.
-
Der
Begriff „Glucose
enthaltendes Ausgangsmaterial für
die Fermentation" wie
hier in der Beschreibung und in dem folgenden Abschnitt mit den
Patentansprüchen
verwendet, bezieht sich auf jede beliebige Energiequelle, in Form
von Glucose-enthaltenden
Verbindungen, die verschieden von freier Glucose sind, einschließlich, jedoch
nicht beschränkt
auf, zerkleinertse, gemahlenes, in Würfel geschnittenes oder extrahiertes Pflanzenmaterial,
Pflanzen oder Teile davon, die in industriellen Fermentations-Verfahren
verwendet werden.
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Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Erhöhen eines
Niveaus von extrazellulärer
oder intrazellulärer
freier Glucose in einer Pflanze bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt durch das Überexprimieren
eines Nukleinsäurekonstrukts
in der Pflanze, das ein genomisches, komplementäres oder zusammengesetztes
Polynukleotid einschließt,
das bevorzugt von Aspergilllus niger abgeleitet ist, und das ein
Polypeptid mit der katalytischen Aktivität der β-Glucosidase codiert, wodurch
das Niveau der freien Glucose in der Pflanze erhöht wird. Dadurch können süßere Früchte hergestellt
werden. Das Polynukleotid schließt bevorzugt ferner ein Signalpeptid
ein, das mit dem Polypeptid in Übereinstimmung
ist. Noch bevorzugter schließt
das Polynukleotid ferner ein Retaining-Peptid des endoplasmatischen
Retikulums ein, das in Übereinstimmung
mit dem Polypeptid ist.
-
Glycosidasen,
einschließlich β-Glucosidase,
katalysieren Reaktionen, welche die Hydrolyse von O-glycosidischen
Bindungen von Glycosiden beinhalten, und synthetisieren Oligosaccaride
wenn die Reaktion in umgekehrter als der normalen Richtung durchgeführt wird,
ein Ergebnis, das zum Beispiel durch auf bestimmte Stellen gerichtete
Mutagenese und Km-Umkehrung (Km reversal) erreicht wird. Wie in
dem obigen Abschnitt über
den technischen Hintergrund beschriben, schließt der Mechanismus der Hydrolyse-Reaktion von
Glycosiden zwei katalytische Schritte ein, von denen der zweite
einen basenkatalysierten H2O-Angriff einschließt, der
zu einer Regeneration des Enzyms führt, sowie zur Freisetzung
eines Saccharid-Rests. Somit kann zusätzlich die Synthese des Oligosaccarids
erreicht werden durch das Hinzufügen
eines zweiten Saccarids zu der Reaktionsmischung, das mit dem H2O-Molekül konkurriert,
und an seiner Stelle mit dem ersten Saccarid in einer als Transglycosylierungs-Reaktion
bekannten Reaktion reagiert. Somit haben diese Enzyme das Potential,
die Herstellung von vielen verschiedenen Produkten unter Verwendung
kostengünstiger
Substrate zu katalysieren, da Glycosidasen allgemein verfügbar und
einfach im Umgang sind. Für
weitere Details, siehe U.S. Pat. Nr. 5,716,812, das hier durch die
Bezugnahme inkorporiert ist.
-
Somit
wird gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren für das Synthetisieren
von Oligosaccariden bereitgestellt. Das Verfahren gemäß diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt durch das Mischen eines
Polypeptids mit einer katalytischen Aktivität der β-Glucosidase mit ersten und
zweiten Saccharid-Molekülen,
um dadurch die ersten und zweiten Saccharid-Moleküle zu einem Oligosaccharid
zu verbinden.
-
Zusätzliche
Gegenstände,
Vorteile und neuartige Merkmale der vorliegenden Erfindung werden
dem Durchschnittsfachmann durch die Betrachtung der folgenden Beispiele
ersichtlich, die nicht als einschränkend verstanden werden sollen.
Zusätzlich
wird die experimentelle Umsetzung durch verschiedene Ausführungsformen
und Aspekte der vorliegenden Erfindung wie oben beschrieben und
wie in dem untenstehenden Abschnitt mit den Ansprüchen beansprucht,
in den folgenden Beispielen beschrieben.
-
BEISPIELE
-
Es
wird nun Bezug genommen auf die folgenden Beispiele, die zusammen
mit den obigen Beschreibungen die Erfindung in einer nicht-einschränkenden
Art und Weiss veranschaulichen.
-
Im
Allgemeinen schließen
die hierin verwendete Nomenklatur und die in der vorliegenden Erfindung verwendeten
Laborverfahren molekulare, biochemische, mikrobiologische und rekombinante
DNA-Techniken ein. Derartige Techniken sind in der Literatur genau
beschrieben. Siehe, zum Beispiel "Molecular Cloning: A laboratory Manual" Sambrook et al.,
(1989); "Current
Protocols in Molecular Biology" Bände 1–111 Ausubel,
R. M., ed. (1994); Ausubel et al., "Current Protocols in Molecular Biology", John Wiley and
Sons, Baltimore, Maryland (1989); Perbal, "A Practical Guide to Molecular Cloning", John Wiley & Sons, New York
(1988); Watson et al.,"Recombinant
DNA", Scientific
American Books, New York; Birren et al. (eds) "Genome Analysis: A Laboratory Manual
Series", Bd. 1–4, Cold
Spring Harbor Laboratory Press, New York (1998); Methoden wie dargelegt
in U.S. Pat. Nr. 4,666,828; 4,683,202; 4,801,531; 5,192,659 und
5,272,057; "Cell
Biology: A Laboratory Handbook",
Bände 1–111 Cellis,
J. E., ed. (1994); "Current
Protocols in" Volumes
I–III
Coligan J. E., ed. (1994); Stites et al. (eds), "Basic and Clinical Immunology" (achte Auflage),
Appleton & Lange,
Norwalk, CT (1994); Mishell und Shiigi (eds), "Selected Methods in Cellular Immunology", W. H. Freeman und
Co., New York (1980); verfügbare
Immunoassays werden ausführlich
beschrieben in der wissenschaftlichen und Patentliteratur, siehe
zum Beispiel, U.S. Pat. Nr. 3,791,932; 3,839,153; 3,850,752; 3,850,578;
3,853,987; 3,867,517; 3,879,262; 3,901,654; 3,935,074; 3,984,533;
3,996,345; 4,034,074; 4,098,876; 4,879,219; 5,011,771 und 5,281,521; "Oligonucleotide Synthesis" Gait, M. J., ed.
(1984); "Nucleic
Acid Hybridization" Hames,
B. D., und Higgins S. J., eds. (1985); "Transcription and Translation" Hames, B. D., und
Higgins S. J., eds. (1984); "Animal Cell
Culture" Freshney,
R. i., ed. (1986); "Immobilized
Cells and Enzymes" IRL
Press, (1986); "A
Practical Guide to Molecular Cloning" Perbal, B., (1984) und "Methods in Enzymology" Bd. 1–317, Academic
Press; "PCR Protocols:
A Guide To Methods And Application", Academic Press, San Diego, CA (1990);
Marshak et al., "Strategies
for Protein Purification and Characterization-A Laboratory Course
Manual" CSHL Press
(1996); die alle hier durch die Bezugnahme inkorporiert sind als
wären sie
hier vollständig
beschrieben. Weitere allgemeine Quellen werden in diesem Dokument
bereitgestellt. Die darin beschriebenen Verfahren sind in der Technik bekannt
und werden für
das leichtere Verständnis
des Lesers bereitgestellt. Sämtliche
darin enthaltene Informationen sind hierin durch Bezugnahme inkorporiert.
-
MATERIALIEN
UND EXPERIMENTELLE VERFAHREN
-
Reinigung von β-Glucosidase
von A. niger:
-
Eine
Rohzubereitung von β-Glucosidase
von A. niger B1 (CMI CC 324626) wurde bei Shaligal Ltd. (Tel-Aviv,
Israel) erworben. Eine Probe (10 ml) des rohen Enzyms (140 Einheiten/ml)
wurde zunächst
durch eine 50 kDA Ausschlussmembran (cut-off membrane) von Amicon
(Amicon Corp., Danvers, MA) gefiltert, mit 20 mM Zitratpuffer mit
pH = 5. Die Proteine wurden dann auf einer FPLC mit einer Mono-Q
RH 5/5-Säule (Amersham
Pharmacia Biotech AB, Uppsala, Schweden) getrennt und mit demselben
Puffer ausgeglichen. Das Enzym wurde mit einem linearen Gradient
von 0 bis 350 mM NaCl eluiert. Aktive Fraktionen (siehe unten, Enzym-Assays)
wurden überwacht
und vereinigt (zwischen 80–110
mM NaCl). Das teilweise gereinigte Enzyme wurde gegen 20 mM Zitratpuffer
pH = 3,5 dialysiert, angelegt an eine Resource-S Säule, ausgeglichen
mit demselben Puffer und mit einem Gradient von 0–1 M NaCl
eluiert. Das gereinigte Enzyme (eluiert bei 155 mM NaCl) wurde durch
Ultrafiltration konzentriert (50 kDa Ausschlussmembran, Amicon).
-
Enzym-Assays:
-
B-Glucosidase-Enzymaktivität wurde
unter Verwendung eines Plattenassays wie folgt überwacht: 4-Methylumbelliferyl-β-D-glucopyranosid
(MuGlc, Sigma Chemical Inc. St. Louis, Missouri) mit einer Endkonzentration
von 0,5 mM wurde in PC-Puffer (50 mM Phosphat, 12 mM Zitronensäure, pH
= 3,4) bei 45°C
gelöst. Die
Lösung
wurde mit 3% Agar in Wasser vermischt, vorher gekocht und dann auf
45°C gekühlt. Die
resultierende Lösung
(20 ml) wurde in eine Petrischale gegossen und nach der Verfestigung
wurden 10 μl
Enzymproben tropfenförmig
aufgetragen. Die Platte wurde bei 50°C eine Stunde lang inkubiert
und dann mit langwelligem UV-Licht beleuchtet. Eine intensive Fluoreszenz
zeigte die Aktivität
der β-Glucosidase
an.
-
Nachweis
von β-Glucosidase
in Polyacrylamidgelen wurde durchgeführt durch das Auswaschen des SDS-Polyacrylamidgels
mit 1:1 Isopropanol:PC-Puffer, um das SDS zu entfernen und das Enzym
zu renaturieren. Das Gel wurde einmal in PC-Puffer gewaschen und in einer dünnen Schicht
einer Lösung
von 0,5 mM MUGIT inkubiert. Nach der Inkubation bei 50 °C während einer
Stunde wurde das aktive Proteinband durch UV-Licht sichtbar gemacht.
-
Quantitative
Assays wurden unter Verwendung von pNPGlc als Substrat gemäß Shoseyov
(7) durchgeführt.
-
Bestimmung der thermischen
Beständigkeit
von β-Glucosidase
von A. niger:
-
Rekombinantes
Enzym (40 μg/ml)
wurde in 20 mM Zitratphosphatpuffer gelöst, pH = 5. Jede geprüfte Probe
(8 μl) wurde
mit 15 μl
Mineralöl
bdeckt. Die Aktivität
wurde durch den Standard-pNPGic-Assay (7) bestimmt.
-
Deglycosylierung von β-Glucosidase
von A. niger durch N-Glycosidase-F:
-
Eine
Reaktionsmischung von N-Glycosidase-F (Boehringer Mannheim, Mannheim,
Deutschland), enthaltend 0,125 μg
reine β-Glucosidase
(vorher durch Kochen während
3 Minuten in 1% SDS und 5% P-Mercaptoethanol denaturiert), 0,2 Einheiten
der N-Glycosidase-F, Natriumphosphatpuffer (50 mM, pH = 7,5), EDTA
(25 mM), 1% Triton X-100 und 0,02% Natriumazid, mit einem Gesamtvolumen
von 12,5 μl,
wurde 4 Stunden lang bei 37°C
inkubiert. Die Reaktion wurde Hinzufügen von PAGE-Probenapplikationspuffer
beendet, es folgte Kochen während
3 Minuten.
-
Proteolyse und N-terminale
Sequenzen von β-Glucosidase
von A. niger B1:
-
Teilweise
enzymatische Proteolyse mit Protease von Staphylococcus aureus V8
wurde durchgeführt wie
von Cleveland (28) beschrieben. Zusammengefasst wurde FPLC-gereinigte β-Glucosidase
(5 μg) durch Acetonfällung konzentriert.
Das Protein wurde auf einer 10%igen präparativen SDS-PAGE getrennt.
Das Gel wurde mit Coamassieblau gefärbt, entfärbt und mit kaltem Wasser gewaschen
und das β-Glucosidase-Proteinband
wurde ausgeschnitten. Die resultierende Gelscheibe wurde auf einen
zweiten SDS-PAGE-Gel angelegt (15% Acrylamid) und es wurde Protease
V8 aus Staphylococcus aurous darüber
gelegt. Verdau wurde innerhalb des gestapelten Gels durch das Ausschalten
des Stroms während
30 min durchgeführt.
Als der blaue Bromophenolfarbstoff sich dem Boden des gestapelten
Gels näherte
wurde der Strom wieder eingeschaltet. Die elektrophoresierten Spaltungsprodukte
wurden an PVDF-Membranen einem Elektroblot unterzogen. Das native
Protein wurde parallel an PVDF übertragen.
Die N-terminate Sequenz des nativen Proteins und zwei aus der Vielzahl
der Spaltungsprodukte wurden durch Abbau nach Edman unter Verwendung
eines Gasphasenprotein-Sequenzierers (Applied Biosystems model 475A
microsequencer) analysiert.
-
Klonieren von cDNA von
bgl1 und genomischem Gen:
-
Vollständige RNA-Isolierung:
RNA wurde vollständig
aus Aspergillus niger B1 wie folgt isoliert: A. niger B1 wurde in
Flüssigkultur
gezüchtet,
das aus Mineralmedium (NH4)2SO4 × 3H2O (0,5 g/l), KH2PO4 (0,2 g/l), MgSO4 (0,2
g/l), CaCl2 × H2O
(0,1 g/l), FeSO4 × 6H2O
(0,001 g/l), ZnSO4 × 7H2O
(0,001 g/l), und 2 mM Zitronensäure,
bei pH = 3,5 mit 1% w/v Kleie als Kohlenstoffquelle bestand. Das
Medium wurde autoclaviert, gekühlt
und mit A. niger B1 inokuliert (106 Sporen/ml). Nasenkolben wurden
mit konstantem Schütteln
(200 U/min) bei 37°C
verwendet. Die Aktivität
der β-Glucosidase
wurde überwacht,
indem 5 μl
Wachstumsmedium auf 1%ige Agarplatten, die 0,5 mM MUGlc enthielten,
wie oben beschrieben, gegeben wurden. Die Aktivität wurde
nach 15-stündiger
Inkubation nachgewiesen. Das Myzel wurde nach einer Wachstumsdauer
von 24 Stunden geernet und das Medium wurde durch Filtern durch
GFA-Glass-Mikrofasern (Whatman Inter. Ltd., Maidstone, England)
entfernt. Das Myzel wurde dann mit flüssigem Stickstoff gefroren
und mit Mörser
und Pistill zu feinem Pulver gemahlen. Die Gesamt-RNA wurde aus
diesem Pulver durch das Guanidin-Thiocyantat (TriReagentTM) Verfahren (Molecular Research Center,
Inc.) hergestellt.
-
reverse
RNA-Transkriptionsreaktion: cDNA wurde durch das reverse Transkribieren
der Gesamt-RNA (10 μg)
unter Verwendung des Stragene-RT-PCR-Kits (Stratagene, La Jolla, CA) erhalten.
Die Reaktionsmischung (50 μl)
bestand zusätzlich
aus: Oligo-dT18 (1 μg),
RNase-Block-Ribonuklease-Hemmer (20 Einheiten), 1 × Puffer
(50 mM Tris-HCl, pH = 8,3, 75 mM KC1, 10 mM DTT, 3 mM MgCl2), dNTPs (jeweils 500 μM) und reverser Transkriptase
(300 Einheiten). Die Gesamt-RNA wurde zunächst bei 70°C denaturiert, auf Raumtemperatur
abgekühlt
(für das
Annealing der Primer) und zu der Reaktionsmischung hinzugegeben.
Die Reaktionsmischung wurde eine Stunde lang bei 37°C inkubiert,
es folgte Erwärmen
(95°C, 5
Minuten) und bei –70°C bis zur
weiteren Verwendung gelagert.
-
DNA-Amplifizierung:
Degenerierte Primer für
die DNA-Ampflifikationsreaktion durch PCR-Verfahren wurden nach
der V8-Proteolyse synthetisiert, basierend auf einem Teil der N-terminaien
Aminosäuresequenz und
einer internen Sequenz, wie durch den Abbau nach Edman bestimmt
(untenstehend; experimentelle Ergebnisse). Die Teilsequenz der von
N-terminalen abgeleiteteten Aminosäuresequenz der β-Glucosidase war Ser-Pro-Pro-Tyr-Tyr-Pro
(SEQ ID NO: 4), und brachte den folgenden Primer ein: 5'-(C/G)(A/C/G/T)CC(A/C/G/T)CC(A/C/G/T)TA(C/T)TA(C/T)CC-3' (SEQ ID NO: 5).
Die Teilsequenz der Aminosäuresequenz
des internen Spaltungsprodukts E2 war Gln-Pro-Ile-Leu-Pro-Ala-Gly-Gly (SEQ ID
NO: 6) und brachte den folgenden Primer ein: 5'-TCCIGC(T/G/C/A)GG(TG/C/A)A(G/A)(T/G/A)AT(T/G/C/A)GG(TIC)TG-3' (SEQ ID NO: 7).
-
Die
Reaktionsmischung für
die DNA-Amplifikation (25 μl)
enthielt: Reaktionsprodukt der reversen Transkriptase (1 μl), 10 × PCR-Puffer
(2,5 μl,
Promega Corp., Madison, WI), dNTPs (jeweils 250 μM), MgCl2 (2,0
mM), degenerierte Primer (jeweils 250 pmol), DNA-Polymerase (3 Einheiten,
Stratagene, La Jolla, CA) und mit Mineralöl überlegt (25 μl). Die Reaktion
wurde in einem automatischen Heizblock (Programmable thermal controller-MJ
Research, Inc.) durchgeführt.
Die Bedingungen des PCR-Zyklus
waren Denaturierung während
30 Sekunden bei 94°C,
Annealing während
60 Sekunden bei 50°C
und 150 Sekunden Verlängerung
bei 72°C,
36 mal wiederholt.
-
Das
resultierende amplifizierte Produkt wurde auf einem 1,2% (w/v) Agarose/TBE-Gel
elektrophoresiert, was zu einem 2,2 kb cDNA-Gen-Fragment führte, welches
weiter unter Verwendung des Gel Extraction Kit (QIAGEN, Hilden,
Deutschland) isoliert wurde und direkt in die einzelne 3'-T-PCR-Insertionsstelle
des pGEM-T-Klonierungsvektors
(Promega Corp., Madison, WI) hinein kloniert wurde.
-
Sondenherstellung:
Die 2,2 kb partielle cDNA wurde mit PstI verdaut, um eine 1,2 kb
DNA-Fragmentsonde herzustellen. Eine Probe (25 ng) wurde mit [32P]dCTP unter Verwendung des Random Sequence
Nanonucleotid-Rediprime DNA-Labeling System (Amersham Pharmacia
Biotech AB, Buckinghamshire, England) markiert.
-
Herstellung
der genomischen DNA-Plasmid-Bibliothek: Eine genomische Bibliothek
von A, niger B1 wurde in dem pYEAUra3 Hefe/E. coli Shuttle-Vektor
(Clontech Lab. Inc. Palo Alto, CA) erstellt. A. niger B1 wurde in
flüssigem
Kulturmedium wie oben beschrieben gezüchtet, das Myzel wurde nach
48 Stunden Wachstum geerntet, in flüssigem Stickstoff gefroren
und gemahlen. Das gemahlene Myzel wurde verwendet, um genomische
DNA mittels des CTAB-Verfahrens von Murray und Thompson (29) herzustellen.
Die Bibliothek wurde mit Hilfe von teilweise abgebauter genomischer
Sau3A-DNA erstellt und in die BamHI-Stelle des pYEUra3-Hefeshuttle-Vektors
(Clontech Lab. Inc. Palo Alto, CA) hineinkloniert. pYEAUra3-Shuttlevektor
von Hefe/E. coli wurde mit BamHI abgebaut und mit CIP dephosphoryliert,
um eine Selbst-Ligation zu verhindern. Die teilweise abgebaute genomische
DNA wurde mit T4-Ligase in den Shuttlevektor hineinkloniert und
verwendet, um elektrokompetente TOP 10-Zellen von E. coli zu transformieren,
die dann auf LG-Agar enthaltendes Ampicillin (50 μg/ml) gegeben
wurden. Insgesamt wurden 4 × 104 Kolonien auf LB-Agar-Platten gezüchtet, auf Hybond-N-Membranen
getrofft (Amersham Pharmacia Biotech AB, Buckinghamshire, England)
und unter Verwendung der obigen 1,2 kb Sonde untersucht. Positive
Klone wurden in pUC 18 subkloniert und sequenziert (Biological Services,
The Weizmann Institute of Science, Rehovot, Israel).
-
Expression von bgl1 in
E. coli:
-
Zwei
spezifische Primer wurden je nach 5' und 3'-Sequenzen ausgebildet, entsprechend
dem N-terminalen und dem C-terminalen Bereich des reifen Proteins:
Sense-Primer: 5'-'(SEQ ID NO: 8). Antisense-Primer: 5'-AAAGGATCCTTAGTGAACAGTAGGCAGAGACGC-3' (SEQ ID NO: 9).
Die isolierte cDNA wurde mit NcoI und BamHI verdaut und in einen
pET3d-Expressionsvektor hinein kloniert (1A, Novagen
Inc., Madison, WI) Positive E. coli BL21 (DE3) pLysS-Kolonien, welche
die cDNA von bgl1 enthielten, wurden durch Enzymrestriktion und
Sequenzanalyse bestätigt.
Rekombinantes BGL1 wurde gemäß dem Protokoll
des Herstellers exprimiert.
-
Expresion von cDNA von
bgl1 in Saccharomyces cerevisiae und Pichia pastoris:
-
Der
pYES2-Vektor (Invitrogen Inc., San Diego, CA) wurde verwendet, um
das bgl1-cDNA-Gen
erfolgreich in das HindIII/BamHI von pYES2-bgl1-Plasmid (1b)
hineinzuklonieren, und um Saccharomyces cerevisiae unter Verwendung
des Lithium-Acetat-Verfahrens (30) zu transformieren. Das BGL1 wurde
durch das Induzieren des Gal1-Promotors gemäß dem Protokoll des Herstellers
exprimiert. Stamm INVSc2 (MATa, his3-D200, ura3-167) von Saccharomyces
cerevisiae wurde als Wirt verwendet. Stamm GS115 (his4 Mutante) von
Pichia pastoris wurde als Wirt für
Shuttle- und Expressionsvektorplasmid pHIL-SI (Invitrogen Inc.,
San Diego, CA) verwendet. Die bgl1-cDNA wurde in die EcoRS/BamHI-Stellen
von pHIL-SI hineinkloniert, was den pHIL-SI-bgl1-Expressions- und
Sekretionsvektor (1c) ergab. Expression in P.
pastoris wurde gemäß dem Protokoll
des Herstellers durchgeführt.
Screening von β-Glucosidase
exprimierenden Klonen wurde durch top-Agar, enthaltend, 50 mg X-Glc, 30 ml
Methanol und 1% Agar pro Liter ermöglicht. Blaufärbung zeigte
eine Kolonie an, die aktive β-Glucosidase
produzierte.
-
Western-Biot-Analyse:
-
Antikörper wurden
aus Kaninchenserum 36 Tage nach einer zweiten Injektion von 100 μg gereinigtem Protein
und Hilfsstoff (AniLab Biological Services, Tal-Sachar, Israel)
hergestellt. Der hochmolekulare Ladder (high molecular weight ladder)
war von Sigma Chemical Inc. St. Louis, Missouri. Die Bedingungen
des Western Blot waren wie in Quelle 35 beschrieben.
-
Bestimmung des stereochemischen
Verlaufs der Hydrolyse:
-
Das
Verfahren war grundsätzlich
wie von Wong et al. (31) beschrieben. PNPGlc (10 μmols) wurde
in 0,5 ml von 25 mM Azetatpuffer pH = 3,5 in D2O
in einem NMR- Rohr
gelöst. β-Glucosidase
wund lyophilisiert und erneut in 100 μl D2O
(35 Einheiten/ml) gelöst.
Das 1H-NMR-Spektrum des Substrats wurde aufgezeichnet, Enzym hinzugegeben
(10 μl)
und die Spektren bei 25°C
wurden in bestimmten Zeitabständen
mit einem Bruker AMX400 aufgezeichnet.
-
Inaktivierungs- und Reaktivierungsstudien:
-
Reines β-Glucosidase-Enzym
von A, niger (0,47 mg/ml) wurde in Anwesenheit von verschiedenen Konzentrationen
von 2-Deoxy-2-fluoro-β-glucosyl-Fluorid
(2FGlcF, 0,5–6
mM) in 30 mM Zitratpuffer pH = 4,8 bei 50°C inkubiert. Restliche Enzymaktivität wurde
zu verschiedenen Zeitpunkten durch Hinzufügen eines Aliquots 10 μl) der Inaktivierungsmischung,
zu einer Zitratpuffer enthaltenden Lösung (30 mM, pH = 4,8), BSA
(8 μg) und
2,4-Dinitrophenyl β-D-Glucopyranosid
(DNPGlc, 0,625 mM, 830 μl)
bestimmt. Freisetzung von DNP wurde spektrophotometrisch durch das
Messen des Absorptionsvermögens
bei 400 nm eine Minute nach dem Hinzufügen des Substrats bestimmt.
-
Reaktivierungsraten
wurden wie folgt bestimmt: reine β-Glucosidase
von A. niger (0,34 mg/ml) wurde mit 2FGlcF (5 mM) 15 min lang preinkubiert,
wonach der Überschuss
des Inaktivators durch Zentrifugalkonzentratoren mit einem Ausschluss
von 20 kDA molekularer Nennmasse (Sartorius Inc., Goettingen, Deutschland)
diafilitriert wurde. Proben des gereinigten, inaktivierten Enzmys
wurde in Gegenwart von Linamarin (0–16 mM) in Zitratpuffer (30
mM, pH = 4,8) bei 50°C
während
0, 10, 20 und 30 Minuten inkubiert, und die Aktivität jeder
Probe wurde unter Verwendung von p-Nitrophenyl-β-Glucopyranosid (pNPGlc) als
Substrat bestimmt.
-
Expression von cDNA von
bgl1 in Tabakpflanzen:
-
genetische Konstrukte:
-
cDNA
von Bgl1 wurde in pETBI (37) kloniert. pJD330 und pBINPlus (38)
wurden jeweils als ein Zwischenprodukt und als binärer Vektor
verwendet. Cel1 Signalsequenz sowie 35S-plus Ω-Fragment wurden aus pB21 gewonnen,
modifiziertes pBluescript SK (39). Nicotiana tabacum cv. Samson
wurde als eine Modellpflanze für
die Gentransformation verwendet. Drei Genkonstrukte wurden verwendet
(11a–c):
(i) bgl1 ohne Signalpeptid, das der zytplasmatischen Expression
diente (11a, Plasmid pJDB1); (ii) bgl1
einschließlich
eines cel1 Signalpeptids am N-terminalen Ende für die Sekretion in den Apoplasten
(11b, Plasmid pJDCB1); und (iii) bgl1 einschließlich des
cel1 Signalpeptids und dem KDEL (SEQ ID NO: 24) ER-Retaining-Peptid
am C-terminalen Ende für
die Akkumulierung in dem ER (11c,
Plasmid pJDCBIT).
-
Zu
diesem Zweck wurd bgl1 cDNA (2,5 kb) aus pETBI (37) mit NcoI und
BamHI freigesetzt und in pJD330 zwischen dem 35S-Promotor-Q-Fragment
und dem nos-Terminator
eingesetzt, wodurch das gus-Gen eliminiert wird, was zu dem Plasmid
pJDBI führt.
Retaining-Signall-Tetrapepüd
HDEL (SEQ ID NO: 17) des Endoplasmatischen Retikulums wurde synthetisiert
und mit bgl1 am C-terminalen Ende in pJDB1 durch eine Fidelity-PCR-Reaktion
(fidelity PCR reaction) mit dem folgenden Primerpaar verbunden:
Vorwärtsprimer (23-mer),
beginnend bei Nukleotid 1248 von bgl1 cDNA 5'-(1248)-CAGTGACCGTGGATGCGACAATG-(1270')-3' (SEQ ID NO: 20);
Rückwärtsprimer
(40mer), beginned bei Nukleotid 2506 von cDNa von bgl1, die auch
für das
HDEL-Peptid (SEQ ID NO: 17) 5'-(2506)-AGAGACGGATGACAAGTACTACTTGAAATTGGGCCCAAAA-3' (SEQ ID RIO: 21)
codiert. Für
pJDCBIT (35S Ω +
CelI + bglI + HDEL) wurde das 35S Ω Fragment von pJDBI durch ein
von pB21 mit BamHI und XbaI verdautes 35S Ω + cel1 Fragment ersetzt. Für pJDCBI
(35S Ω +
Cel1 + bgl1) wurde das 35S Ω und
cel1 sowie einen Teil von bgl1 enthaltendem Fragment aus pJDCBIT
mit HindIII und NruI ausgeschnitten und mit dem Vektor von pJDB1
verbunden, der mit demselben Paar von Restriktionsenzymen verdaut
wurde. Die Nukleotidsequenz aller genetischen Konstrukte wurde durch
DNA-Sequenzieren bestätigt.
-
Genkassetten
in den Zwischenvektoren von pJDB1, pJDCB1 und pJDCBIT wurden weiter
mit HindIII und EcoRI isoliert und in mehrere Klonierungsstellen
des binären
Vektors pBINPlus eingesetzt. Disarmed Agrobacterium LB4404 wurde
mit bgl1 Genkassetten enthaltendem pBINPlus transformiert.
-
Transformation von Tabakpflanzen:
-
Die
jungen Blätter
von in vitro gezüchteten
Pflänzchen
wurden ausgeschnitten und in 0,5 cm2 große Stücke geschnitten
und dann für
5 Minuten in einer über
Nacht gezüchtete
Kultur von Agrobacierium getaucht. Nach dem Blotten mit sterilem
Whatman-Filterpapier wurden die infizierten Blätter 2 Tage lang zusammen mit Agrobacterium
auf MS-Medium plus 2,0 mg/L Zeatin und 0,1 mg/L IAA sowie 0,35%
(w/v) Phytagel gezüchtet und
dann auf dasselbe Medium, jedoch mit 300 mg/L Kanamycin und 300
mg/L Carbenicillin, übertragen.
Regenerate wurden dann auf das Wurzelmedium übertragen, das nur MS-Salze,
Vitamine und dieselben Antibiotika enthielt.
-
Verwurzelte
Pflanzen wurden nach dem PCR-Screening in das Gewächshaus
gebracht.
-
Sreening für transgene
Pflanzen:
-
DNA
und Pflanzenprotein wurden gemäß Nagy et
al. (40) extrahiert. PCR-Überprüfung der
Insertion des Gens in das Pflanzengenom erfolgt mit dem folgenden
Paar von Primern, die das DNA-Fragment von Position 1248 bis zum
Ende von bgl1 abdecken. 5'-CAGTGACCGTGGATGCGACAATG-3' (SEQ ID NO: 22)
und 5'-AAAGGATCCTTAGTGAACAGTAGGCAGAGACGC-3' (SEQ ID NO: 23).
-
Identifizieren von transgenen
Pflanzen, die BGL1-Protein und Aktivität exprimieren:
-
Western-Blot
(40) und Färben
der Aktivität
mit Gel durch SDS-PAGE (37) wurden verwendet, um die erfolgreichen
transgenen Linien anzuzeigen, unter Verwendung des gereinigten BGL1-Proteins
von A. niger als positive Kontrolle und einer nicht-transgenen Pflanze
als negative Kontrolle.
-
SPMI-GC/MS-Analyse:
Die Wirkung von bgl1 auf die Entwicklung und Zusammensetzung von
Geschmacksvergindungen wurde untersucht. Frische Blätter von
transgenen Pflanzen und Wildtyp-Kontrollpflanzen wurden ausgeschnitten
und in flüssigem
Stickstoff gemahlen. Eiskalter Extraktionspuffer enthaltend 10 mM
EDTA, 4 mM DTT in 50 mM Phosphatpuffer, pH 4,3, wurde in einem Verhältnis von
1:3 w/w hinzugefügt. Die
Mischung wurde dann 0,5 Stunde geschüttelt. 0,75 ml Überstand
von jeder der zentrifugierten Mischungen wurde in ein Glasfläschchen
gegeben. Sämtliche
Vorgänge
wurden bei 4°C
durchgeführt.
Nach 9 Stunden Inkubation bei 37°C,
wurden die flüchtigen
Anteile in dem Gläschen
nach Clark et al. (41) unter Verwendung eines Saturn Varian 3800
SPMI-GC-MS-Geräts,
ausgestattet mit einer DB-5 Kapillarsäule, analysiert. Die Temperatur
der splitlosen Injektionen betrug 250°C und die Übertragungslinie wurde bei
280°C gehalten.
Helium wurde als Trägergas
verwendet. Der Ofen wurde wie folgt programmiert: 1 Minute bei 40°C mit stufenweisem Erhitzen
auf 250°C
bei einer Rate von 5°C/Minute.
-
VERSUCHSERGEBNISSE
-
Reinigung von Wildtyp β-Glucosidase
von A. niger:
-
Ein
Enzympräparat
von β-Glucosidase
von A. niger wurde durch Mono-Q FPLC gereinigt. Aktive Proteinproben,
die aus der Mono-Q-Säule
eluiert wurden, wurden auf einem 10% SDS-PAGE-Gel getrennt, mit Caomassieblaugefärbt und
in Gegenwart von MUGlc inkubiert, um die Aktivität des Enzyms zu zeigen. In
diesem Stadium der Reinigung konnte ein deutliches Band mit einer
offensichtlichen Molekularmasse von ungefähr 160 kDa und der Aktivität von β-Glucosidase
erkannt werden (2b, Lanes 1–5: 1 – elektroeluiertes Band
von BGL1 aus präparativen
PAGE-SDS-Gelstäben;
2-5-Aceton-Niederschläge
der Trennung von BGL1 mit Mono-Q). Jedoch wurde gezeigt, dass die
sichtbare Masse des denaturierten Enzyms (10 Minuten lang in Anwesenheit
von β-Mercaptoethanol)
120 kDa auf 10%igem SDS-PAGE (2a)
beträgt.
Das als BGL1 bezeichnete Enzym wurde weiter bis zur Homogenität auf einer
Resource-S-Säule
(3) gereinigt. Deglycosylierung von β-Glucosidase
von A. niger erfolgte durch N-Glycosidase-F. Wie in 4 gezeigt,
zeigte die SDS-PAGE-Analyse an, dass ungefähr 20 kDa der β-Glucosidase
von A. niger auf N-verbundene Kohlenhydrate zurückzuführen sind.
-
Proteolyse und N-terminale
Sequenzen von BGL1:
-
Teilweise
enzymatische Proteolyse mit Protease V8 aus Staphylococcus aureus
von gereingtem BGL1 wurde durchgeführt. Das unverdaute Protein
und die Spaltungsprodukte wurden durch SDS-PAGE getrennt, gefolgt
von Elektroblotten auf PVDF-Membranen und Bestimmung der N-terminalen
Sequenz des nativen Proteins und zwei Spaltungsprodukten. Erhaltene
Aminosäuresequenzen
waren wie folgt:
N-terminales natives Protein: Asp-Glu-Leu-Ala-Tyr-Ser-Pro-Pro-Tyr-Tyr-Pro-Ser-Pro-Trp-Ala-Asn-Gly-Gln-Gly-Asp
(SEQ ID NO: 10). Der unterstrichene Abschnitt stellt SEQ ID NO:
4 dar.
Internes Spaltungsprodukt – E1 Polypeptid: Val-Leu-Lys-His-Lys-Asn-Gly-Val-Phe-Thr-Ala-Thr-Asp-Asn-Trp-Ala-Ile-Asp-Gln-Ile-Glu-Ala-Leu-Ala-Lys (SEQ
ID NO: 11).
Internes Spaltungsprodukt – E2 Polypeptid: Gly-Ala-Thr-Asp-Gly-Ser-Ala-Gln-Pro-Ile- Leu-Pro-Ala-Gly-Gly-Gly-Pro-Gly-Gly-Asn-Pro
(SEQ ID NO: 12). Der unterstrichene Abschnitt stellt SEQ ID NO:
6 dar.
-
FastA-Analyse
(32) zeigte an, dass die N-terminale Sequenz sowie die internen
Sequenzen eine Ähnlichkeit
mit Sequenzen von β-Glucosidase
aus der Hefe Saccharomycopsis fihuligera, die zu der Familie 3 der Glycosyl-Hydrolasen
gehört,
aufweisen.
-
Isolierung und Charakterisierung
von cDNA von bglI und genomischer DNA:
-
Um
das β-Glucosidasegen
von A. niger zu klonieren, wurden degenerierte Primer gemäß der Sequenz der
Verdaufragmente des Polypeptids ausgestaltet. Diese Olignukleotide
wurden verwendet, um ein cDNA-Fragment des β-Glucosidasegens durch RT-PCR
zu amplifizieren. Eine 1,2 kB Sonde wurde aus dem resultierenden
2,2 kb-Amplifizierungsproduki ausgeschnitten und wurde verwendet,
um eine genomische Bibliothek zu screenen, die in pYEUra3 Hefe/E.
coli Shuttle-Vektor errichtet wurde. Positive Klone wurden erfolgreich
subkloniert und sequenziert, was zu einer vollen Länge einer
genomischen Sequenz bgl1 führt
(SEQ ID NO: 3, 5a). Amplifikationsprimer wurden
dann gemäß der genomischen
DNA-Sequenz erzeugt, entsprechend dem N- und C-terminaien Ende des
reifen Proteins. RT-PCR wurde danach verwendet, um die gesamte Länge der
cDNA-Sequenz der β-Glucosidase (SEQ
ID NO: 1, 5a, GenBank Accession Nr. AJ132386)
zu ampflifizieren. Die cDNA-Sequenz passte perfekt zu der DNA-Sequnez
der kombinierten Exone. Es wurde gefunden, dass der offene Leserahmen
ein Polypeptid mit einer vorhergesagten Molekülmasse von 92 kDA codiert.
Die Gene schließen
7, von 6 Introns unterbrochene, Exons ein (5b).
Analyse der DNA-Sequenz stromaufwärts von
der Sequenz, die das reife Protein codiert, zeigte eine vermeintliche
Leadersequenz, die von einem 82 bp-Intron unterbrochen wurde.
-
Herstellung von rBGL1
in E. coli:
-
Rekombinantes
BGL1 wurde in E. coli überexprimiert.
Keine offensichtliche β-Glucosidaseaktivität konnte
in den E. coli-Extrakten nachgewiesen werden, jedoch zeigte die
SDS-PAGE-Analyse ein relativ intensives Proteinband, das in der
erwarteteten Molekülmasse
exprimiert wurde. Western-Blot-Analyse unter Verwendung von polyklonalen,
anti-nativen Kaninchen BGL1-Antikörpern (AniLab Biological Services,
Tal-Sachar, Israel) identifizierte das 90 kDA-Proteinband (nicht
gezeigt) als positiv. Weitere Analyse zeigte, dass das Protein in
Inklusionskörpern
akkumuliert war. Mehrere Refolding-Experimente wurden durchgeführt, jedoch
scheiterten diese Versuche, ein aktives Protein aus E. coli herzustellen
(nicht gezeigt).
-
Expression von rekombinanten
BGL1 in S. cerevisiae und P. pastoris:
-
Rekombinantes
BGL1 wurde erfolgreich sowohl in S. cerevisiae und P. pastoris exprimiert.
In S. cerevisiae wurde ein relativ niedriges Expressionsniveau gefunden.
Das rekombinante Protein wurde durch eine Western-Blot-Analyse nachgewiesen
(6a). Der Gesamtproteinextrakt von
S. cerevisiae, das cDNA von bgl1 exprimierte, hatte eine Aktivität von β-Glucosidase
von 1,9 Einheiten/mg Protein. in der nur mit Vektor unter denselben
Assay-Bedingungen transformierten Kontroll-S. cerevisiae wurde keine β-Glucosidaseaktivität entdeckt.
Jedoch konnte kein der rekombinanten BGL1 entsprechendes Proteinband
durch Coomassie-Blaufärbung
nachgewisen werden. Mit bgl1 transformiertes P. pastoris sekretierte
relativ hohe Niveaus von rekombinantem BGL1 in das Medium (ungefähr 0,5 g/l),
was ein fast reines Protein in dem Kulturüberstand zu sein schien (6b). Dieses rekombinante Enzym war in
hohem Maße
aktiv (124 Einheiten/mg Protein) und brachte ahne weitere Reinigung
eine spezifische Aktivität ähnlich der
des reinen nativen Enzyms ein.
-
IH-NMR-Bestimmung des
stereochemischen Ergebnisses:
-
1H-NMR-Spektren
einer Reaktionsmischung enthaltend pNPGlc und BGL1 zeigten, dass
das β-Anomer
von Glucose zuerst gebildet wurde (H-1 = 4,95 ppm), mit verschobenem
Auftreten des A-Anomers (H-1 5,59 ppm), die Folge einer Mutarotation
(7). BGL1 ist aus diesem Grund tatsächlich eine
Retaining-Glycosidase,
wie für
weitere Familienmitglieder beobachtet wurde (33, 34).
-
Inaktivierung und Reaktivierung
von β-Glucosidase
von A. niger:
-
Enzym
wurde in Gegenwart von verschiedener Konzentration von 2FGlcF inkubiert
und die restliche Enzymaktivität
wurde zu verschiedenen Zeitpunkten überwacht.
-
Enzymaktivität sank in
einer zeitabhängigen
Art und Weise, gemäß Pseudo-Kinetik
erster Ordnung, welche die Bestimmung von Pseude-Ratenkonstanten
erster Ordnung ermöglichte:
Ki = 4,5 min–1 und
Kl = 35,4 mM, für die Inaktivierung bei jeder
Inaktivator-Konzentration (0; 0,5; 1; 2; 4, und 6 mM, 8).
-
Raten
der Reaktivierung von 2-Deoxy-2-Fluoroglucosyl-BGL1 wurden in Gegenwart
von verschiedenen Konzentrationen von Linamarin durch das Überwachen
des Wiederanstiegs der Aktivität
nach 0, 10, 20 und 30 Minuten (9) bestimmt.
Das Wiederansteigen der Aktivität
folgte einem Prozess erster Ordnung bei jeder Linamarin-Konzentration.
-
Thermische Beständigkeit
von β-Glucosidase
von A. niger:
-
Thermische
Stabilität
des rekombinanten Enzyms wurde bei verschiedenen Temperaturen evaluiert, dargestellt
als Prozent der Enzymaktivität
relativ zu einer bei 4°C
aufbewahrten Enzymlösung.
Die erhaltenen Ergebnisse werden in Tabelle 2 zusammengefasst und
in 10 veranschaulicht. Das gereinigte Enzym zeigt hohe
thermische Beständigkeit,
da der Großteil
(über 50%)
der Aktivität
bei einer Temperatur im Bereich von 4–60°C liegt. Tabelle 2
-
-
Expression
von BGL1 in Tabakpflanzen: Agrobacterium-vermittelte Leaf-Disc-Transformation führte zu transgenen
Tabakpflanzen wie durch PCR (12)
für die
Anwesenheit des Transgens, Western-Blotting (13a–b) für die Anwesenheit des
Proteins, und Aktivitätsassays
(14 und 15)
für die
Anwesenheit von Proteinaktivität
bewiesen. Untenstehende Tabelle 3 fasst die Ergebnisse zusammen.
-
-
Von
den 29 PCR-positiven Regeneraten, die mit BGL1 cDNA transformiert
wurden, das kein Signalpeptid codierte, konnten nur 4 in dem BGL1-Protein über Western-Blotting nachgewiesen
werden, jedoch war keine BGL1-Aktivität in einem von ihnen messbar.
Es wurde gefunden. dass das BGL1 in seiner Molekülmasse im Vergleich zur β-Glucosidase
des Wildtyps von A. niger kleiner ist, sowie zu einem verarbeiteten
rekombinanten BGL1, das ein Signalpeptid enthält. Seine offensichtliche Größe von ungefähr 95 kDa
ist sehr nahe an 92 kDA, was der berechneten Molekülmasse der β-Glucosidasse des
unglycosyslierten A. niger entspricht. Dieses Ergebnis fällt mit
der Tatsache zusammen, dass ein Protein mit keinem Signalpeptid
aus den Ribosomen freigesetzt werden und in dem Zytoplasten (42)
unglycosyliert bleiben, weil Proteinglycosylierung im Lumen des
endoplasmatischen Reticulums (43) erfolgt.
-
Von
den 9 positiven PCR-Regeneraten die mit einer cDNA transformiert
wurden, die für
das BGL1 und das Cel1 Signalpeptid und zusätzlich für das HDEL-ER-Retaining Peptid
codiert, exprimierten alle Pflanzen nachweisbare Mengen von BGL1-Protein
und -Aktivität.
-
Von
den 23 positiven PCR-Regeneraten die mit einer cDNA transformiert
wurden, die für
das BGL1 und das Cel1 Singalpeptid, jedoch nicht für das HDEL-ER-Retaining-Peptid codiert, exprimierten
alle Pflanzen nachweisbare Mengen von BGL1-Protein und -Aktivität.
-
Die Wirkung von BGL1 auf
die Entwicklung des Geschmacksverbindung von die Zusammensetzung
in transgenen Tabakpflanzen:
-
Extrakte
von transgenen Pflanzen (CB14 und CBT21 die ähnliche BGL1-Aktivität enthalten,
siehe
15) wurden während 9
Stunden bei 37°C
inkubiert und Geschmacksverbindungen wurden durch SPMI-GC/MS analysiert.
Die unten in Tabelle 4 zusammengefassten Beispiele zeigen dass mit
der Ausnahme von Oleylalkohol die Konzentration von verschiedenen
Geschmackskomponenten in transgenen Pflanzen, die aktives BGL1 exprimieren
im Vergleich zur Kontrolle erhöht
wird. Des Weiteren scheint es, dass die Kompartimentierung von BGL1
in dem ER (oder für
diesen Zweck jede weitere subzelluläre Organelle) anstatt der Sekretion
in den Apoplasten zu einer erhöhten
Freisetzung von Geschmackverbindungen führt. Es scheint, dass dies
von der Tatsache herrührt,
dass viele Geschmacksverbindungen sich in dem Apoplasten befinden,
und somit Sekretion von BGL1 in den Apoplasten in vivo Freisetzung
von Geschmacksverbindungen verursacht, während die Kompartimentierung
von BGL1 nur in dem Falle der Zerstörung und der Dekompartimentalisierung
von Zellen zur Freisetzung von Geschmacksverbindungen führt. Tabelle
4
- CB14 – transgene
Pflanze, die Cel1 Signalpeptid enthält + BGL1; CBT21 – transgene
Pflanze, die Cel1 Signalpeptid + BGL1 + HDEL-ER-Retaining-Peptid
enthält.
a–"-" bedeutet keine signifikante Differenz
in der Konzentration im Vergleich zum Wildtyp. c-"––„ bedeutet eine signifante
Abnahme verglichen mit dem Wildtyp. d-"++" bedeutet signifikante
Zunahme mit einem entsprechenden Kennzeichen „+". ? – unbekannte Verbindung.
-
Obwohl
die Erfindung in Verbindung mit bestimmten Ausführungsformen davon beschrieben
wurde, ist ersichtlich, dass viele Alternativen, Modifikationen
und Variationen dem Fachmann ersichtlich sind. Dementsprechend wird
beabsichtigt, alle Alternativen, Modifikationen und Variationen,
die unter das Wesen und den breiten Schutzumfang der angehängten Ansprüche fallen,
zu umfassen. Sämtliche
Veröffentlichungen, Patente,
Patentanmeldungen und durch GenBank-Accession Number gekennzeichnete
Sequenzen, die in dieser Beschreibung erwähnt sind, sind hier durch die
Bezugnahme darauf in ihrer Gesamtheit inkorporiert, in demselben
Maße als
wenn jede einzelne Veröffentlichung,
Patent, Patentanmeldung oder Sequenz insbesondere oder einzeln hier
durch die Bezugnahme inkorporiert wäre. Zusätzlich soll ein Zitat oder
Identifikation einer Quelle in dieser Anmeldung nicht aufgefasst
werden als Eingeständnis,
dass eine derartige Referenz als Stand der Technik der vorliegenden
Erfindung vorliegt.
-
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