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Die
vorliegende Erfindung betrifft Sulfataseinhibitoren und Verfahren
zu deren Herstellung und deren Verwendung. Diese Verfahren umfassen
die Verwendung dieser Verbindungen bei therapeutischen und prophylaktischen
Behandlungen von Estrogen-abhängigen
Erkrankungen.
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Die
Estrogenpegel in Brusttumoren von Frauen nach der Menopause liegen
mindestens zehnmal höher
als die Estrogenpegel im Plasma. Der Grund für die hohen Estrogenpegel in
diesen Tumoren liegt in der in situ-Bildung von Estrogen, möglicherweise
durch die Umwandlung von Estronsulfat zu Estron durch das Enzym
Estronsulfatase. Inhibitoren der Estronsulfatase stellen daher mögliche Wirkstoffe
zur Behandlung von Estrogen-abhängigen
Brustkrebsarten dar. Die meisten Estronsulfatase-Inhibitoren haben
eine steroide Beschaffenheit. Obwohl angenommen wird, dass Estron-3-O-sulfamat
(EMATE) der stärkste
Inhibtor der Estronsulfatase ist, zeigen kürzlich erhaltene Ergebnisse,
dass diese Verbindung ein starkes Estrogen ist. Diese Verbindung
ist daher bei der Behandlung von Estrogen-abhängigen Erkrankungen nicht von
Nutzen.
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Reed
und Mitarbeiter haben über
die Sulfataseinhibitor-Wirkungen von Estron-3-O-methylthiophosphonat, Estron-3-O-alkyl-
und -arylsulfonaten, Estron-3-O-phosphonaten und -thiophosphonaten
und Estronsulfamaten berichtet: Duncan et al., „Inhibition of Estrone Sulfatase
Activity by Estrone-3-methylthiophosphonate", Cancer Res. 53: 298–303 (1993);
Howarth et al., „Phosphonates
and Thiophosphonates as Sulfate Surrogates: Synthesis of Estrone-3-methylthiophosphonate,
a Potent Inhibitor of Estrone Sulfatase", Bioorg. Med. Chem. Lett. 3: 313–318 (1993);
Howarth et al., „Estrone
Sulfamates: Potent Inhibitors of Estrone Sulfatase with Therapeutic
Potential", J. Med.
Chem. 37: 219–221
(1994); und Purohit et al., „In
vivo Inhibition of Oestrone Sulphatase and Dehydroepiandrosterone
Sulphatase by Oestrone-3-O-sulphamate", Int. J. Cancer,
63: 106–111
(1995).
-
Li
und Mitarbeiter haben über
die Synthese und die Sulfataseinhibitor-Wirkungen von Sulfonat und
seinen Analoga, Methylensulfonaten und Phosphaten, die den Estronkern
enthalten, berichtet: Li et al., „Synthesis and Biochemical
Studies of Estrone Sulfatase Inhibitors", Steroids, 58: 106–111 (1993); Dibbelt et al., „Inhibition
of Human Placental Sterylsulfatase by Synthetic Analogs of Estrone
Sulfate", J. Steroid
Biochem. Molec. Biol., 50 (5/6): 261–266 (1994); und Li et al., „Estrone
Sulfate Analogs as Estrone Sulfatase Inhibitors", Steroids 60: 299–306 (1995). Über Estron-3-aminoderivate
wird in Selcer et al., „Inhibition
of Placental Estrone Sulfatase Activity and MCF-7 Breast Cancer
Cell Proliferation by Estrone-3-amino Derivatives", J. Steroid Biochem.
Molec. Biol., 59 (1): 83-–1
(1996) berichtet.
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Das
U.S.-Patent Nr. 5,567,831 betrifft die Verwendung von nicht-steroiden
Sulfataseinhibitor-Verbindungen
bei der Behandlung von Estrogen-abhängigen Erkrankungen.
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Das
U.S.-Patent Nr. 5,571,933 betrifft Derivate von Estra-1,3,5(10)trien-17-on-3-amino-Verbindungen und
Verfahren zur Verwendung dieser Verbindungen bei der Behandlung
von Estrogen-abhängigen
Erkrankungen.
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Die
U.S.-Patente Nr. 5,556,847 und 5,763,492 betreffen steroide bzw.
nicht-steroide Sulfataseinhibitoren und Verfahren zur Verwendung
dieser Inhibitoren zum Erzielen einer Gedächtnisverbesserung. Die Verwendung
dieser Inhibitoren bei der Behandlung von Estrogen-abhängigen Erkrankungen
wird nicht offenbart.
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Die
U.S.-Patente Nr. 5,616,574 und 5,604,215 offenbaren steroide Sulfataseinhibitoren
und Verfahren zu deren Verwendung. Im Gegensatz zu den Verbindungen
der vorliegenden Erfindung sind die offenbarten Verbindungen starke
Estrogene, die zu Estrogen metabolisieren.
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Das
U.S.-Patent Nr: 5,763,432 offenbart steroide Inhibitoren der Estronsulfatase;
das Patent scheint die Verbindungen der vorliegenden Erfindung oder
Verbindungen, bei denen der Substituent an der Position C17 eines
Steroidkerns mit einer Lipiddoppelschicht wechselwirkt, nicht zu
offenbaren.
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„Steroids:
Structure, Function and Regulation", US, Elsevier Science Publishers, New
York, NY, Band 63, Nr. 7-7, 8. Juli 1998, Seiten 425–432, offenbart
die Entwicklung von starken nicht-estrogen Estronsulfatase-Inhibitoren.
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US-A-5,556,847
offenbart Verfahren zum Bewirken einer Gedächtnisverbesserung, die durch
steroide Sulfataseinhibitoren vermittelt wird.
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WO
97/14712 A offenbart Sulfamatderivate von 1,3,5(10)-Estratrien-Derivaten.
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WO
98/32763 offenbart steroide Inhibitoren der Estronsulfatase.
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Es
bleibt ein Bedarf an starken Sulfataseinhibitoren, die metabolisch
stabil sind, selektiver sind und keine Estrogenwirkung aufweisen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Verbindung der Formel
bereitgestellt,
wobei R
1 und R
2 unabhängig ausgewählt sind
aus einem Wasserstoffatom und einem Niederalkylrest mit einem bis
sechs Kohlenstoffatomen;
R
3 ausgewählt ist
aus den Gruppen:
R
4 und
R
5 unabhängig
ausgewählt
sind aus einem Wasserstoffatom, gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten mit
einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen und gerad- oder verzweigtkettigen
Alkoxyresten mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen, wobei jedoch,
wenn einer der Reste R
4 oder R
5 ein
Wasserstoffatom ist, der andere kein geradkettiger Alkylrest mit
vier bis vierzehn Kohlenstoffatomen ist;
R
7 ausgewählt ist
aus
einem Wasserstoffatom und
gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten mit einem bis vierzehn
Kohlenstoffatomen, und R
12 und R
13 unabhängig
ausgewählt
sind aus einem Wasserstoffatom, Alkylresten mit einem bis vierzehn
Kohlenstoffatomen und Alkoxyresten mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen,
wobei jedoch, wenn R
7 ist und einer der Reste R
12 oder R
13 ein Wasserstoffatom
ist, der andere kein geradkettiger Alkylrest mit vier bis vierzehn
Kohlenstoffatomen ist;
m gleich 0 bis 2 ist; und
X und
Y beide Kohlenstoffatome sind und die Bindung zwischen X und Y entweder
einfach oder doppelt ist, mit der Ausnahme dass, wenn R
3 ist, die Bindung zwischen
X und Y einfach ist;
mit der Maßgabe, dass die Verbindung
nicht
ist.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden in den anhängenden Ansprüchen dargelegt.
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Zusammenfassung der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung erfüllt
den vorstehend beschriebenen Bedarf durch Bereitstellen von nicht-estrogenen
Verbindungen, die als steroide Sulfataseinhibitoren von Nutzen sind.
Diese Verbindungen umfassen allgemein ein substituiertes Steroid-Ringsystem
mit 4 verbundenen Ringen; bei den Verbindungen der vorliegenden
Offenbarung wird diese Struktur von der Formel 1 allgemein dargestellt:
wobei X und Y beide Kohlenstoffatome
sind und die Bindung zwischen X und Y entweder einfach oder doppelt ist,
wie nachstehend ausführlicher
beschrieben wird. Die Verbindungen der vorliegenden Offenbarung
können allgemein
als Sulfataseinhibitoren beschrieben werden und erhalten dieses
Inhibitorvermögen
durch das Vorhandensein einer
-
-
Das
Stickstoffatom dieser Gruppe kann mit einem oder mehreren Wasserstoffatomen,
einem oder mehreren Niederalkylresten mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen
oder Kombinationen davon weiter substituiert sein. Die vorliegenden
Verbindungen umfassen daher eine Sulfamatgruppe oder eine 6-gliedrige
cyclische Sulfamatgruppe, die an den „A"-Ring des Steroidkerns gebunden ist,
wodurch eine Verbindung mit 5 verbundenen Ringen entsteht. Insbesondere
kann die Gruppe an den „A"-Ring des Steroidkerns
gebunden sein, wobei dieser Fall durch einen Sulfamatester des Steroids
dargestellt wird. Bei einer anderen Ausführungsform können die
Atome „N", „S" und ein durch eine
Einfachbindung an das S-Atom gebundenes Atom „0" zusammen mit einem an das N-Atom gebundenes
Kohlenstoffatom einen fünften
Ring bilden, der dem „A"-Ring des Steroidkerns
benachbart ist. Die Bindung zwischen dem N-Atom und dem Kohlenstoffatom
kann eine Doppelbindung sein, wobei in diesem Fall ein Oxathiazindioxid
dargestellt wird, oder sie kann eine Einfachbindung sein, wobei in
diesem Fall ein Dihydrooxathiazindioxid-Ring dargestellt wird.
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Die
vorliegende Offenbarung betrifft auch Verfahren zum Synthetisieren
der darin offenbarten steroiden Sulfataseinhibitoren.
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Außerdem betrifft
die vorliegende Offenbarung Verfahren zur Verwendung dieser Verbindungen
als Sulfataseinhibitoren. Diese Verfahren umfassen allgemein das
Einverleiben von einer oder mehreren der Verbindungen in einen geeigneten
pharmazeutischen Träger
und das Verabreichen einer therapeutisch oder prophylaktisch wirksamen
Menge der Verbindung an einen Patienten.
-
Eine
Ausführungsform
dieser Offenbarung ist das Bereitstellen von Verbindungen zum Hemmen
des im Körper
hergestellten Steroidsulfataseenzyms.
-
Eine
weitere Ausführungsform
der Offenbarung ist das Bereitstellen von Estronsulfataseinhibitor-Verbindungen,
die eine Antitumorwirkung oder eine mit Antiestrogen- und Aromataseinhibitoren
synergistische Wirkung aufweisen.
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Eine
weitere Ausführungsform
der vorliegenden Offenbarung ist das Bereitstellen von Estronsulfataseinhibitor-Verbindungen,
die eine Wirkung gegen Estrogen-abgängige Erkrankungen aufweisen.
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Eine
weitere Ausführungsform
der Offenbarung ist das Bereitstellen von Verfahren zur therapeutischen
oder prophylaktischen Behandlung eines Patienten mit den Sulfataseinhibitor-Verbindungen der
vorliegenden Offenbarung.
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Eine
weitere Ausführungsform
dieser Offenbarung ist das Bereitstellen von Derivaten von Sulfataseinhibitor-Verbindungen,
die nicht zu estrogenen Verbindungen metabolisiert werden.
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Diese
und weitere Ausführungsformen
der Erfindung werden dem Fachmann durch die nachstehende Beschreibung
und die anhängenden
Ansprüche
weiter verständlich
werden.
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Kurze Beschreibung
der Abbildungen
-
1 zeigt die Reaktionskette der Estronsulfatsase
allgemein.
-
2 zeigt
die Art und Weise, in der ein durch „R3" dargestellter C17-Substituent
mit einer Lipiddoppelschicht wechselwirkt.
-
3 zeigt
ein Schema zur Herstellung einer Verbindung der Klasse 1 gemäß den Verfahren
von Beispiel 1.
-
4 zeigt
ein Schema zur Herstellung von Verbindungen der Klasse 2 gemäß den Verfahren
von Beispiel 2.
-
5 zeigt
ein Schema zur Herstellung von Verbindungen der Klasse 2 gemäß den Verfahren
von Beispiel 2.
-
6 zeigt
ein Schema zur Herstellung von Verbindungen der Klasse 2 gemäß den Verfahren
von Beispiel 2.
-
7 zeigt
ein Schema zur Herstellung einer Verbindung der Klasse 3 gemäß den Verfahren
von Beispiel 3.
-
8 zeigt
ein Schema zur Herstellung einer Verbindung der Klasse 4.
-
9 zeigt
ein Reaktionsschema zur Herstellung einer Verbindung der Klasse
10 gemäß den Verfahren
von Beispiel 5.
-
10 zeigt
ein Reaktionsschema zur Herstellung einer Verbindung der Klasse
12.
-
11 zeigt
ein Schema zur Herstellung von Verbindungen der Klasse 2 gemäß den Verfahren
von Beispiel 4.
-
12 zeigt
ein Schema zur Herstellung einer Verbindung der Klasse 6 gemäß den Verfahren
von Beispiel 6.
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Ausführliche Beschreibung
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Patient" auf Mitglieder des Tierreichs, einschließlich, aber nicht
beschränkt
auf, Menschen.
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Die
vorliegende Offenbarung betrifft Verbindungen der Formel 2,
wobei
R
1 und R
2 unabhängig ausgewählt sind
aus einem Wasserstoffatom und einem Niederalkylrest mit einem bis
sechs Kohlenstoffatomen;
R
3 ausgewählt ist
aus den Gruppen:
R
4 und R
5 unabhängig ausgewählt sind
aus einem Wasserstoffatom, gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten mit
einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen und gerad- oder verzweigtkettigen
Alkoxyresten mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen;
R
6 ausgewählt
ist aus einem Wasserstoffatom und gerad- oder verzweigtkettigen
Alkylresten mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen;
R
7 ausgewählt
ist aus
-OR
14,
einem Wasserstoffatom und gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten
mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen, R
12 und
R
13 unabhängig ausgewählt sind aus einem Wasserstoffatom,
gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten mit einem bis vierzehn
Kohlenstoffatomen und gerad- oder verzweigtkettigen Alkoxyresten mit
einem bis sechs Kohlenstoffatomen, und R
14 ausgewählt ist
aus einem Wasserstoffatom und gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten
mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen;
R
8 ausgewählt ist
aus einem Wasserstoffatom und gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten
mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen;
R
9 ausgewählt ist
aus gerad- oder verzweigtkettigen Alkanoylresten mit einem bis fünfzehn Kohlenstoffatomen, gerad-
oder verzweigtkettigen Alkylresten mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen,
CO(CH
2)
mCH
3 und COR
10;
R
10 ein gerad- oder verzweigtkettiger Alkylrest
mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen ist, wobei jedoch der Alkylrest
nicht verzweigtkettig ist, wenn der Alkylrest ein C
1-
oder C
2-Alkylrest
ist;
m gleich 0 bis 2 ist;
R
11 ein
verzweigtkettiger Alkylrest mit drei bis vierzehn Kohlenstoffatomen
ist; und
X und Y beide Kohlenstoffatome sind und die Bindung
zwischen X und Y entweder einfach oder doppelt ist, mit der Ausnahme
dass, wenn R
3 ist, die Bindung zwischen
X und Y einfach ist.
-
Wie
der Fachmann sieht, handelt es sich bei diesen Verbindungen um Estrone,
insbesondere 1,3,5(10)-Triene. Geeignete Steroid-Ringsysteme umfassen
folgende substituierte Estrone:
2-OH-Estron
2-Methoxyestron
4-OH-Estron
6-alpha-OH-Estron
7-alpha-OH-Estron
7-alpha-Alkylamidoestron
16-alpha-OH-Estron
16-beta-OH-Estron.
-
Die
vorliegende Offenbarung betrifft ferner Verbindungen der Formel
(3),
wobei
R
3 ausgewählt ist aus:
R
4 und R
5 unabhängig ausgewählt sind
aus einem Wasserstoffatom, gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten mit
einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen und gerad- oder verzweigtkettigen
Alkoxyresten mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen;
R
6 ausgewählt
ist aus einem Wasserstoffatom und gerad- oder verzweigtkettigen
Alkylresten mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen;
R
7 ausgewählt
ist aus
-OR
14,
einem Wasserstoffatom und gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten
mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen, R
12 und
R
13 unabhängig ausgewählt sind aus einem Wasserstoffatom,
gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten mit einem bis vierzehn
Kohlenstoffatomen und gerad- oder verzweigtkettigen Alkoxyresten mit
einem bis sechs Kohlenstoffatomen, und R
14 ausgewählt ist
aus einem Wasserstoffatom und gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten
mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen;
R
8 ausgewählt ist
aus einem Wasserstoffatom und gerad- oder verzweigtkettigen Alkylresten
mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen;
R
9 ausgewählt ist
aus gerad- oder verzweigtkettigen Alkanoylresten mit einem bis fünfzehn Kohlenstoffatomen, gerad-
oder verzweigtkettigen Alkylresten mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen,
CO(CH
2)
mCH
3 und COR
10;
R
10 ein gerad- oder verzweigtkettiger Alkylrest
mit einem bis vierzehn Kohlenstoffatomen ist, wobei jedoch der Alkylrest
nicht verzweigtkettig ist, wenn der Alkylrest ein C
1-
oder C
2-Alkylrest
ist;
m gleich 0 bis 2 ist;
R
11 ein
verzweigtkettiger Alkylrest mit drei bis vierzehn Kohlenstoffatomen
ist;
X und Y beide Kohlenstoffatome sind und die Bindung zwischen
X und Y entweder einfach oder doppelt ist, mit der Ausnahme dass,
wenn R
3 ist, die Bindung zwischen
X und Y einfach ist; und
K ein Stickstoffatom ist und L ein
Kohlenstoffatom ist, und die Bindung zwischen K und L entweder einfach
oder doppelt ist.
-
Bei
den Verbindungen der Formeln 2 und 3 stellen „X", „Y" und „L" jeweils Kohlenstoffatome
dar, während „K" ein Stickstoffatom
darstellt; die Bindung, die X und Y bzw. K und L verbindet, kann
allgemein eine Einfachbindung oder eine Doppelbindung sein. Wenn
die Bindung eine Einfachbindung ist, weisen X und K ein daran gebundenes
Wasserstoffatom auf, und Y und L weisen zwei daran gebundene Wasserstoffatome
auf.
-
Somit
sind zahlreiche Estrone Gegenstand der vorliegenden Offenbarung.
Zum Zweck einer einfachen Bezugnahme werden diese Verbindungen,
die allgemein eine der vorstehend angegebenen Formeln 2 oder 3 aufweisen,
hier in Abhängigkeit
von dem Substituenten „R3" wie
in der nachstehenden Tabelle 1 angegeben als Verbindungen der Klasse
1 bis Klasse 12 bezeichnet: Klasse 1 bis Klasse 6 bezeichnen Verbindungen
der Formel 2, während
Klasse 7 bis Klasse 12 Verbindungen der Formel 3 bezeichnen.
-
-
Vorzugsweise
sind sowohl R
1 als auch R
2 Wasserstoffatome.
Weitere bevorzugte Verbindungen umfassen Verbindungen der Klassen
1 und 7, wobei m gleich 2 ist; Verbindungen der Klassen 2 und 8,
wobei sowohl R
4 als auch R
5 CH
3 sind; Verbindungen der Klassen 2 und 8,
wobei R
4 ein Wasserstoffatom ist und R
5 ein gerad- oder verzweigtkettiger Alkylrest
mit einem bis acht Kohlenstoffatomen oder ein gerad- oder verzweigtkettiger
Alkoxyrest mit einem bis drei Kohlenstoffatomen ist; Verbindungen
der Klassen 2 und 8, wobei R
4 ein gerad-
oder verzweigtkettiger Alkylrest mit einem bis fünf Kohlenstoffatomen ist und
R
5 ein gerad- oder verzweigtkettiger Alkylrest
mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen ist; Verbindungen der Klassen
3 und 9, wobei R
6 ein gerad- oder verzweigtkettiger
Alkylrest mit einem bis acht Kohlenstoffatomen ist, insbesondere
CH
2CH
3; Verbindungen
der Klassen 4 und 10, wobei R
7 ein gerad-
oder verzweigtkettiger Alkylrest mit einem bis acht Kohlenstoffatomen
ist, insbesondere ein geradkettiger Alkylrest mit drei Kohlenstoffatomen
(Propyl); Verbindungen der Klassen 4 und 10, wobei R
7 ist, R
12 und
R
13 beide ein Wasserstoffatom, Methyl, Propyl
oder Isopropyl sind; oder R
12 Ethyl ist
und R
13 Isopropyl ist; Verbindungen der
Klassen 5 und 11, wobei R
11 ein gerad- oder
verzweigtkettiger Alkylrest mit drei bis acht Kohlenstoffatomen
ist, insbesondere ein verzweigtkettiger Alkylrest mit drei Kohlenstoffatomen
(Isopropyl); Verbindungen der Klassen 6 und 12, wobei R
8 ein
Wasserstoffatom oder ein gerad- oder verzweigtkettiger Alkylrest
mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen ist und R
9 ein
gerad- oder verzweigtkettiger Alkylrest mit zwei bis acht Kohlenstoffatomen
oder ein gerad- oder verzweigtkettiger Alkanoylrest mit einem bis
acht Kohlenstoffatomen ist; und Verbindungen der Klassen 6 und 12,
wobei R
8 ein Wasserstoffatom ist und R
9 ein gerad- oder verzweigtkettiger Alkanoylrest
mit vier Kohlenstoffatomen ist.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Offenbarung sind als Sulfataseinhibitoren
von Nutzen. Diese Verbindungen umfassen allgemein einen substituierten
Steroidkern. Der Substituent ist an der Position C17 des Kerns an
den Steroidkern gebunden. Dies wird in den Formeln 2 und 3 als der
Rest „R3" dargestellt.
Wegen der einzigartigen Substituenten an der Position C17 des Steroidkerns
der vorliegenden Erfindung ist das Steroidmolekül, das nach der Inaktivierung
des Enzyms freigesetzt wird, nicht estrogen. Die Verbindungen der
vorliegenden Erfindung wirken als auf das aktive Zentrum gerichtete
irreversible Inhibitoren der Estronsulfatase. Die Sulfamatgruppe
erkennt und bindet die Steroidsulfatase oder die Estronsulfatase
in der Reaktionskette der Estronsulfatase, wodurch die Umwandlung
von Estronsulfat zu Estron verhindert wird. Die Reaktionskette der Estronsulfatase
ist in 1 gezeigt.
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Außerdem stellen
die einzigartigen Substituenten an der Position C17 des Steroidkerns
eine verstärkte
Sulfatasehemmung im Vergleich zu Verbindungen ohne diese Substituenten
bereit. Da es sich bei der Estronsulfatase um ein membrangebundenes
Enzym handelt, stellen die hier beschriebenen Substituenten an der Position
C17 eine hydrophobe Wechselwirkung zwischen dem Substituenten und
den Lipiddoppelschichten von verschiedenen Membranen des Patienten
bereit. Diese Wechselwirkung bewirkt eine Zunahme der Bindungsaffinität des Inhibitors
an das Enzym. Wie in 2 dargestellt ist, wechselwirkt
der Substituent an C17 (R3) mit den beiden
Schichten (14 und 16) der Lipiddoppelschicht einer
Membran. Hydrophobe Wechselwirkung hält den Substituenten innerhalb
der Doppelschicht. Diese zusätzliche
Bindungsstelle führt
zu einer stärkeren
Sulfatase-hemmenden Wirkung.
-
Die
vorliegende Offenbarung betrifft ferner die Synthese der vorstehend
beschriebenen Verbindungen. In den 3 bis 12 sind
verschiedene Reaktionsschemen dargestellt.
-
3 umreißt die Synthese
einer Verbindung der Formel 2, wobei R
1 und
R
2 beide ein Wasserstoffatom darstellen
und R
3 darstellt, wobei m gleich
2 ist. Dabei handelt es sich um eine Verbindung der Klasse 1. Die
4,
5 und
6 zeigen
die Synthese von Verbindungen der Klasse 2. Die speziellen Verbindungen,
die in
4 synthetisiert werden, werden von Formel 2 allgemein
dargestellt, wobei R
1 und R
2 beide
ein Wasserstoffatom darstellen, R
3 darstellt und R
4 ein
Wasserstoffatom, Methyl, Ethyl, Propyl oder Isopropyl darstellt,
und R
5 eine beliebige der Gruppen „R
5",
die den Verbindungen 11a bis 11s in den
4,
5 und
6 entsprechen,
darstellt.
-
7 zeigt
ein Verfahren zum Synthetisieren einer Verbindung der Klasse 3,
die von der vorstehenden Formel 2 allgemein dargestellt wird, wobei
R
3 darstellt. Das in
7 gezeigte
spezielle Beispiel der Verbindung der Klasse 3 wird von Formel 2
dargestellt, wobei R
1 und R
2 beide
ein Wasserstoffatom darstellen und R
6 einen
geradkettigen Alkylrest mit 3 Kohlenstoffatomen darstellt.
8 zeigt
die Synthese einer Verbindung der Klasse 4, die von der vorstehenden
Formel 2 allgemein dargestellt wird, wobei R
3 darstellt. Das in
8 gezeigte
spezielle Beispiel der Verbindung der Klasse 4 wird von Formel 2
dargestellt, wobei R
1 und R
2 beide
ein Wasserstoffatom darstellen und R
7 einen
geradkettigen Alkylrest mit 3 Kohlenstoffatomen darstellt. Dem Fachmann
ist es selbstverständlich,
dass die Figuren spezielle Ausführungsformen
der verschiedenen Verbindungen, die von Formel 2 allgemein dargestellt
werden, zeigen; andere Verbindungen der Formel 2 mit anderen Resten „R" oder anderen Werten
von „m" können gemäß den in
den Figuren allgemein umrissenen Schemen und unter Durchführung der
notwendigen Substitutionen vom Fachmann leicht hergestellt werden.
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Die
9 und
10 zeigen
Syntheseschemen zur Herstellung von Verbindungen der Klasse 10 und der
Klasse 12. Insbesondere zeigt
9 die Synthese
einer Verbindung der Klasse 10, die von der Formel 3 dargestellt
wird, wobei R
3 darstellt, R
7 darstellt, R
12 ein
Wasserstoffatom darstellt und R
13 einen
geradkettigen Alkylrest mit 3 Kohlenstoffatomen (Propyl) darstellt.
10 zeigt
die Synthese von Verbindungen der Klasse 12, die von der vorstehenden
Formel 3 dargestellt werden, wobei R
3 darstellt, R
8 ein
Wasserstoffatom darstellt und R
9 einen geradkettigen
Alkanoylrest mit 3 Kohlenstoffatomen darstellt. Auch hier können gemäß den in
den
9 und
10 gezeigten allgemeinen Syntheseschemen Verbindungen,
die von der vorstehenden Formel 3 allgemein dargestellt werden,
mit einer Vielzahl von Substituenten unter Verwendung der benötigten Verbindungen
hergestellt werden, um den gewünschten
Sulfataseinhibitor zu erhalten.
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11 zeigt
ein Syntheseschema zur Herstellung von Verbindungen der Klasse 2.
Die in
11 synthetisierten speziellen
Verbindungen werden von Formel 2 allgemein dargestellt, wobei R
1 und R
2 beide ein Wasserstoffatom
darstellen, R
3 darstellt, R
4 ein
Wasserstoffatom oder Methyl darstellt, und R
5 eine
der Gruppen „R
5" darstellt,
die den Verbindungen 29d, 29e, 29f, 29g, 29h und 29m in
11 entsprechen.
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12 zeigt
ein Syntheseschema zur Herstellung von Verbindungen der Klasse 6.
Die in
12 synthetisierte spezielle
Verbindung wird von Formel 2 allgemein dargestellt, wobei R
1 und R
2 beide ein
Wasserstoffatom darstellen, R
3 darstellt, R
8 ein
Wasserstoffatom darstellt und R
9 eine Butyrylgruppe
darstellt.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner Verfahren zur Verwendung der
vorstehend beschriebenen Verbindungen zur therapeutischen und/oder
prophylaktischen Behandlung eines Patienten gegen eine Estrogen-abhängige Erkrankung.
Solche Erkrankungen umfassen, sind aber nicht beschränkt auf
Brustkrebs, Vaginalkrebs, Endometriumkrebs, Ovarialkrebs und Endometriose.
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Die
Verfahren der vorliegenden Offenbarung umfassen folgende Schritte:
a) Einverleiben von einer oder mehreren der Verbindungen der vorliegenden
Erfindung in einen geeigneten pharmazeutischen Träger; und
b) Verabreichen von entweder einer therapeutisch wirksamen Dosis
oder einer prophylaktisch wirksamen Dosis der in den Träger einverleibten
Verbindungen an einen Patienten.
-
Der
Begriff „geeigneter
pharmazeutischer Träger" bezeichnet jeden
Träger
zum Verabreichen von Verbindungen an einen Patienten, der im Stand
der Technik der Pharmazie bekannt ist. Es kann jeder geeignete pharmazeutische
Träger
verwendet werden, sofern keine Verträglichkeitsprobleme entstehen.
Ein bevorzugter pharmazeutischer Träger ist physiologische Kochsalzlösung (0,9%
Natriumchlorid), 95% Dextrose in Wasser.
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Das
Verabreichen einer wirksamen Dosis oder einer wirksamen Menge des
Sulfataseinhibitors an einen Patienten kann durch parenterale Injektion,
wie z. B. intravenös,
intrathekal, intramuskulär
oder intraarteriell, durchgeführt
werden. Die Verbindungen können
auch oral oder transdermal verabreicht werden, oder durch ein beliebiges
anderes dem Fachmann bekanntes Verfahren. Die orale Verabreichung
ist bevorzugt.
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Wie
hier verwendet, bezeichnen die Begriffe „wirksame Menge" und „wirksame
Dosis" die Menge
von einer oder mehreren der hier offenbarten Verbindungen, die benötigt wird,
um zumindest ein gewisses Maß an Enzymhemmung
in dem Patienten zu erzielen. Üblicherweise
wird dies eine Menge sein, die ausreicht, um ein gewünschtes
Ergebnis oder eine gewünschte
Behandlung bei einem Patienten zu bewirken, wie z. B. das Verringern
einer Tumorgröße oder
das Absenken der Estrogenkonzentration. Der Begriff „therapeutisch
wirksame Menge" bezeichnet
die Menge von einer oder mehreren der Verbindungen der vorliegenden
Erfindung, die benötigt
wird, um einen Patienten therapeutisch zu behandeln. Eine solche
Behandlung ist bei Patienten mit einer Estrogen-abhängigen Erkrankung
angemessen. Ähnlich
bezeichnet der Begriff „prophylaktisch
wirksame Menge" die
Menge von einer oder mehreren der Verbindungen der vorliegenden
Erfindung, die benötigt
wird, um einen Patienten prophylaktisch zu behandeln. Eine solche
Behandlung ist bei Patienten angemessen, die beispielsweise einen
chirurgischen Eingriff zum Entfernen von krebsartigen Geweben erfahren;
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung würden verabreicht werden, um
das Wachstum aller erscheinenden neuen Tumorzellen zu hemmen. Selbstverständlich gibt
es eine Überlappung
zwischen der „therapeutischen" und der „prophylaktischen" Behandlung.
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Dem
Fachmann ist es selbstverständlich,
dass die Dosierung der verabreichten Verbindung, der Verabreichungsweg
und die Dauer der Therapie des behandelten Individuums abhängen wird,
wobei Faktoren wie die bestimmte Estrogen-abhängige Erkrankung, die behandelt
wird, das Körpergewicht
des Patienten, andere Therapien, die zur Behandlung des Patienten
eingesetzt werden, und der Zustand, die klinische Antwort und die
Toleranz des Patienten berücksichtigt
werden. Die Dosierung, der Verabreichungsweg und die Dauer der Therapie
können
von einem Fachmann nach der Auswertung von diesen und ähnlichen
Faktoren bestimmt werden. Bei einem typischen Patienten wird es
sich um eine Frau nach der Menopause oder eine Frau vor der Menopause,
die eine Ovarektomie erfahren hat, handeln. Obwohl die Dosierung
und der Verabreichungsweg von Patient zu Patient variieren werden,
wird eine typische Dosis im Bereich zwischen 0,005 mg und 2 mg der vorliegenden
Verbindungen pro kg Körpergewicht
betragen, wobei sie täglich
verabreicht werden wird.
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Beispiele
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Die
folgenden Beispiele sollen die Erfindung veranschaulichen und dürfen nicht
als die Erfindung auf irgendeine Weise beschränkend aufgefasst werden.
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Für alle Beispiele
wurden die Chemikalien und das Silicagel von Aldrich Chemical Company
(Milwaukee, WI) erworben. Die Chemikalien wurden durch Dünnschichtchromatographie
und NMR bezüglich
ihrer Reinheit geprüft.
Die Biochemikalien, das Estron und das Estronsulfat wurden von Sigma
Chemical Company (St. Louis, MO) erworben. Das [6,7-3H]-Estronsulfat
wurde von Dupont Company erworben. Die Schmelzpunkte wurden mit
einem Thomas Hoover-Kapillarschmelzpunktgerät bestimmt
und wurden nicht korrigiert. Die Protonen-NMR-Spektren wurden mit
einem Bruker WH-300 (300 MHz) Spektrophotometer erhalten. Die Elementaranalysen
wurden von Atlantic Microlab Inc. (Norcross, GA) durchgeführt. Radioaktive
Proben wurden mit Packard Tri-Carb 4530 und Beckman LS-6500 Flüssigkeitsszintillationszählern analysiert.
Bei dem flüssigen
Szintillationsgemisch handelte es sich um Ecolume (ICN, Costa Mesa,
CA) und Packard Utima Gold.
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Beispiel 1
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Herstellung von Verbindungen
der Klasse 1
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Die
Referenzzahlen entsprechen denen, die in 3 gezeigt
sind.
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Synthese von 3-Benzyloxyestron
(Verbindung 2)
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Zu
einer Lösung
von Estron (Verbindung 1), umfassend 5 g (22 mmol) Verbindung 1
in Aceton (150 ml), wurden K2CO3 (4,56
g, 33 mmol) und Benzylbromid (3,9 ml, 33 mmol) zugesetzt. Die Lösung wurde
2 Tage refluxiert, anschließend
wurde die Lösung
zur Trockne eingedampft und mit Ethylacetat extrahiert. Die Ethylacetat-Schicht
wurde getrocknet (Na2SO4)
und die Lösung zur
Trockne eingedampft, um einen gelblichen Feststoff zu ergeben. Überschüssiges Benzylbromid
in dem Feststoff wurde mit Petrolether ausgewaschen, um einen weißen Feststoff
(Verbindung 2) zu ergeben. Der Feststoff wurde im nächsten Schritt
ohne weitere Reinigung verwendet (etwa 81% Ausbeute).
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Synthese von 3-Benzyloxy-17-(trifluormethansulfonyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen
(Verbindung 3)
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Zu
einer Lösung
von Verbindung 2, umfassend 4,8 g (13 mmol) Verbindung 2 in CH2Cl2 (70 ml) wurde 2,6-Di-tert-butyl-4-methylpyridin
(3 g, 14 mmol) und Trifluormethansulfonsäureanhydrid (6 g, 27 mmol)
bei 0°C zugesetzt.
Das Gemisch wurde 5 h bei Raumtemperatur gerührt, anschließend wurde
das Gemisch filtriert und das Filtrat mit einer 10%-igen Natriumbicarbonatlösung gewaschen.
Die Lösung
wurde getrocknet (Na2SO4), filtriert,
eingedampft und chromatographiert (Petrolether/Ethylacetat, 2:1),
um einen gelblichen Feststoff (5,2 g, 84,5%) (Verbindung 3) zu ergeben.
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Synthese von 3-Benzyloxy-17-(N-propylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen
(Verbindung 4)
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Ein
Gemisch der Triflatverbindung 3 (1,4 g, 3,02 mmol), Palladium(II)acetat
(60 mg, 0,26 mmol), 1,3-Bis(diphenylphosphino)propan (DPPP) (110
mg, 0,26 mmol), Triethylamin (2 ml) und n-Propylamin (7 ml) in Dimethylformamid
(DMF, 20 ml) wurde 5,5 h bei 70°C
erwärmt,
wobei es mit Kohlenmonoxid durchperlt wurde. Anschließend wurde
das Reaktionsgemisch mit Ethylacetat verdünnt und mit 10%-iger wässriger
Salzsäure
(HCl), 10%-igem wässrigen
Natriumbicarbonat (NaHCO3) und Kochsalzlösung gewaschen.
Die organische Schicht wurde mit Natriumsulfat (Na2SO4) getrocknet und konzentriert, anschließend wurde
der Rückstand durch
Silicagel-Chromatographie gereinigt und mit Petrolether/Ethylacetat
(EtOAc) (4:1) eluiert, um das reine α,β-ungesättigte Amid (Verbindung 4)
(1,04 g, 80%) zu ergeben. Schmelzpunkt 136–138°C; 1H-NMR
(300 MHz, CDCl3) δ 0,92 (t, 3H, CH2CH3), 0,99 (s, 3H, CH3),
3,22–3,29
(q, 2H, NHCH2), 5,0 (s, 2H, CH2Ph),
5,63 (brs, 1H, NH), 6,30 (brs, 1H, 16-CH), 6,70 (d, 1H, ArH), 6,74–6,78 (dd,
1H, ArH), 7,17 (d, 1H, ArH), 7,29–7,42 (m, 5H, CH2Ph).
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Synthese von 3-Hydroxy-17-(N-propylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen
(Verbindung 5)
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Verbindung
4 (0,9 g, 2,09 mmol) wurde in Chloroform (30 ml) gelöst, anschließend wurde
dem Reaktionsgemisch Trimethylsilyliodid (TMS-I, 0,9 ml, 6,28 mmol)
in einer Portion bei Raumtemperatur zugesetzt und die Lösung 3 h
bei Raumtemperatur gerührt.
Der Lösung
wurde Methanol (15 ml) zugesetzt, um die Umsetzung zu löschen, anschließend wurde
das Methanol unter verringertem Druck abgedampft. Die verbleibende Chloroformlösung wurde
mit einer 10%-igen
Natriumthiosulfatlösung
gewaschen, um das Iodid zu neutralisieren, anschließend wurde
die Lösung
mit Natriumsulfat (Na2SO4)
getrocknet. Die Lösung
wurde eingedampft und chromatographiert, wobei eine Gradientenelution
von reinem CH2Cl2 bis
10% Ethylacetat in CH2Cl2 verwendet
wurde, um 605 mg der Verbindung 5 (85,1% Ausbeute) zu ergeben. Schmelzpunkt
168,5–169°C; 1H-NMR (300 MHz, CDCl3) δ 0,92 (t,
3H, CH2CH3), 0,99
(s, 3H, CH3), 3,23–3,29 (q, 2H, NHCH2),
4,66 (s, 1H, OH), 5,64 (brs, 1H, NH), 6,30 (brs, 1H, 16-CH), 6,55
(d, 1H, ArH), 6,59–6,63
(dd, 1H, ArH), 7,12 (d, 1H, ArH).
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Synthese von Verbindung
6
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Einer
Lösung
umfassend 400 mg (0,93 mmol) Verbindung 5 und 2,6-Di-tert-butyl-4-methylpyridin (DBMP)
(0,6 g, 2,79 mmol) in CH2Cl2 (30
ml) wurde Sulfamoylchlorid (1 g, 8,6 mmol) bei 0°C portionsweise unter Rühren zugesetzt.
Die Lösung
wurde 3,5 h bei Raumtemperatur gerührt. Die Lösung wurde bis zum Neutralwerden
mit Wasser gewaschen, über
Na2SO4 getrocknet
und unter vermindertem Druck eingedampft. Der so erhaltene Feststoff
wurde durch Chromatographie gereinigt (CH2Cl2/Petrolether/Ethylacetat, 2:2:1), um 404 mg
der Verbindung 6 (82,7%) zu ergeben. Schmelzpunkt 185,3–186°C; 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 0,83 (t,
3H, CH2CH3), 0,91
(s, 3H, CH3), 3,04 (t, 2H, NHCH2),
6,34, (brs, 1H, 16-CH), 6,98 (d, 1H, ArH), 6,99–7,02 (dd, 1H, ArH), 7,32 (d,
1H, ArH), 7,74 (brs, 1H, NHCH2), 7,89 (s,
2H, NH2). Analyse berechnet für C22H30N2O4S: C, 63,13; H, 7,22; N, 6,69. Gefunden:
C, 63,36; H, 7,24; N, 6,63.
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Synthese von 17β-(N-Propylcarbamoyl)estra-1,3,5(10)-trien-3-ylsulfamat
(7)
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Eine
Lösung
umfassend 108 mg Verbindung 6 in 7 ml Ethanol wurde 5 h über 15 mg
Palladium (10 Gew.-% auf Aktivkohle, 50% Feuchtanteil) unter einer
Wasserstoffatmosphäre
gerührt.
Der Katalysator wurde durch Filtration mit Kieselger entfernt, anschließend wurde
das Filtrat konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Chromatographie auf Silicagel gereinigt (Hexan/EtOAc,
1:1), um die reine Verbindung 7 (87 mg, 80%) zu ergeben. 1H-NMR (270 MHz, DMSO-d6) δ 0,59 (s,
3H, CH3), 0,84 (t, 3H, J = 7,3 Hz, CH2CH3), 2,90 (dt,
2H, J = 5,8, 7,3 Hz, NHCH2), 3,07–3,20 (m,
1H, 17-CH), 6,95 (d, 1H, J = 2,6 Hz, ArH), 7,00 (dd, 1H, J = 2,6,
8,6 Hz, ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,46 (brt, 1H, J =
5,8 Hz, NHCH2), 7,83 (brs, 2H, NH2).
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Beispiel 2
-
Herstellung von Verbindungen
der Klasse 2
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Die
Referenzzahlen entsprechen denen, die in den 4, 5 und 6 gezeigt
sind.
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Synthese von 17-(N-Butylcarbamoyl)-3-(methoxy)estra-1,3,5(10),16-tetraen
(9a)
-
Oxalylchlorid,
0,84 ml, wurde einer Lösung
mit 750 mg Verbindung 8 (beschrieben in Tetrahedron Letters, 26,
1109–1112,
1985) in 25 ml wasserfreiem CH2Cl2 bei 0°C
zugesetzt. Die Lösung
wurde 5 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach dem Entfernen des
Lösungsmittels
und des Oxalylchlorids wurden dem Reaktionsgemisch 20 ml wasserfreies
Tetrahydrofuran (THF) zugesetzt. Die aus 4 ml bestehende Lösung wurde einer
Lösung,
umfassend 0,19 ml Butylamin in 2 ml THF bei 0°C, zugesetzt, anschließend wurde
die Lösung 2
Stunden gerührt.
Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels
wurden 5 ml Wasser zugesetzt. Das so erhaltene Präzipitat
wurde filtriert und mit 3 ml Isopropylether pulverisiert, um Verbindung
9a zu ergeben (124 mg, 70%).
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Synthese von 17-(N-Butylcarbamoyl)-3-(hydroxy)estra-1,3,5(10),16-tetraen
(10a)
-
Zu
einer Lösung
umfassend 119 mg Verbindung 9a in 2 ml wasserfreiem CH2Cl2 wurden 0,64 ml BBr3 (1
M Lösung
in CH2Cl2) bei –15°C unter einer
Stickstoffatmosphäre
zugesetzt. Die Reaktionslösung
wurde 1,3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und dann durch Zusetzen
von Methanol und Wasser bei 0°C
gelöscht. Die
organische Schicht wurde abgetrennt und die wässrige Schicht mit Chloroform
(CHCl3) extrahiert. Die kombinierte organische
Schicht wurde mit Na2SO4 getrocknet
und in vacuo konzentriert. Der Rückstand
wurde mit 2,5 ml EtOAc und 2,5 ml Hexan pulverisiert, um Verbindung
10a zu ergeben (89 mg, 78%).
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Synthese von 17-(N-Butylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11a)
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Natriumhydrid
(20 mg) wurde einer Lösung
mit 73 mg Verbindung 10a in 2 ml wasserfreiem DMF bei 0°C zugesetzt.
Die Lösung
wurde 25 Minuten gerührt,
dann wurden 126 mg Chlorsulfonamid in einer Portion zugesetzt. Die
Lösung
wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurden
dem Reaktionsgemisch Eis und eine gesättigte Natriumbicarbonatlösung zugesetzt.
Das so erhaltene Präzipitat
wurde filtriert und mit Wasser gewaschen. Der Rückstand wurde durch Chromatographie
auf Silicagel gereinigt (CHCl3/Methanol,
50:1), um Verbindung 11a (85 mg, 96%) zu ergeben. FAB-MS m/z 433
(M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,88 (t, 3H, J = 7,5 Hz, CH2CH3), 0,91 (s, 3H,
CH3), 3,08 (dt, 2H, J = 5,6, 6,6 Hz, NHCH2), 6,34 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (s, 1H, ArH),
7,01 (dd, 1H, J = 2,6, 8,6 Hz, ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH),
7,71 (t, 1H, J = 5,6 Hz, NHCH2), 7,88 (s,
2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-Pentylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11b)
-
Verbindung
11b wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 477 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,87 (t, 3H, J = 6,7 Hz, CH2CH3), 0,91 (s, 3H,
CH3), 3,07 (dt, 2H, J = 5,8, 6,6 Hz, NHCH2), 6,34 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (s, 1H, ArH), 7,01
(dd, 1H, J = 2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,71
(t, 1H, J = 5,8 Hz, NHCH2), 7,88 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-Hexylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11c)
-
Verbindung
11c wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 461 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,86 (t, 3H, CH2CH3), 0,91 (s, 3H, CH3),
3,07 (dt, 2H, NHCH2), 6,34 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (s, 1H,
ArH), 7,01 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH),
7,71 (brt, 1H, NHCH2), 7,88 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-Isobutylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11d)
-
Verbindung
11d wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 433 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,85 (d, 6H, J = 6,9 Hz, CH(CH3)2), 0,92 (s, 3H,
CH3), 1,73 (m, 1H, CH(CH3)2), 2,78–3,00
(m, 2H, NHCH2), 6,36 (s, 1H, 16-CH), 6,97
(d, 1H, J = 2,3 Hz, ArH), 7,01 (dd, 1H, J = 2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,33
(d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,74 (t, 1H, J = 6,3 Hz, NHCH2),
7,88 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-tert-Butylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11e)
-
Verbindung
11 e wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 433 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,92 (s, 3H, CH3), 1,29
(s, 9H, C(CH3)3),
6,30 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (d, 1H, J = 2,3 Hz, ArH), 7,01 (m, 1H,
ArH), 7,03 (s, 1H, NHC(CH3)3),
7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,89 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-Methylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11f)
-
Verbindung
11 f wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 391 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,91 (s, 3H, CH3), 2,62
(d, 3H, J = 4,6 Hz, NHCH3), 6,35 (s, 1H,
16-CH), 6,97 (s, 1H, ArH), 7,02 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,33 (d, 1H,
J = 8,6 Hz, ArH), 7,69 (d, 1H, J = 4,6 Hz, NHCH3),
7,88 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-Ethylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11g)
-
Verbindung
11g wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 405 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,91 (s, 3H, CH3), 1,03
(t, 3H, J = 7,1 Hz, CH2CH3),
3,12 (m, 2H, CH2CH3),
6,36 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (d, 1H, J = 2,3 Hz, ArH), 7,01 (dd, 1H,
J = 2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,75 (t, 1H,
J = 5,7 Hz, NHCH2), 7,89 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-Isopropylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11h)
-
Verbindung
11h wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 419 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,91 (s, 3H, CH3), 1,072
(d, 3H, J = 5,6 Hz, CH(CH3)2),
1,074 (d, 3H, J = 6,6 Hz, CH(CH3)2), 3,93 (m, 1H, CH(CH3)2), 6,36 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (s, 1H, ArH),
7,01 (d, 1H, J = 8,6 Hz; ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,52
(m, 1H, NHCH), 7,88 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-sec-Butylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11i)
-
Verbindung
11i wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 433 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,82 (t, 3H, J = 7,5 Hz, CH2CH3), 0,92 (s, 3H,
CH3), 1,04 (d, 3H, J = 6,6 Hz, CHCH3), 3,75 (m, 1H, CHCH3),
6,34 (s, 1H, 16-CH), 6,98 (s, 1H, ArH), 7,02 (d, 1H, J = 8,6 Hz,
ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,44 (m, 1H, NHCH), 7,89 (s,
2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-tert-Amylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11j)
-
Verbindung
11j wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 447 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,76 (t, 3H, J = 7,4 Hz, CH2CH3), 0,92 (s, 3H,
CH3), 1,22 (s, 3H, C(CH3)2), 1,23 (s, 3H, C(CH3)2), 6,29 (s, 1H, 16-CH), 6,85 (m, 1H, NH), 6,98
(s, 1H, ArH), 7,02 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6
Hz, ArH), 7,87 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N-Isoamylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11k)
-
Verbindung
11k wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
FAB-MS m/z 447 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,88 (d, 6H, J = 6,6 Hz, CH(CH3)2), 0,91 (s, 3H,
CH3), 3,10 (m, 2H, NHCH2),
6,33 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (s, 1H, ArH), 7,01 (d, 1H, J = 8,6 Hz,
ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,69 (t, 1H, J = 5,6 Hz, NHCH2), 7,88 (s, 2H, NH2).
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Synthese von 17-(N,N-Diethylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11l)
-
Verbindung
11l wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
TOF-MS m/z 433 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,99 (s, 3H, CH3),
1,05 (t, 6H, J = 6,9 Hz, CH2CH3),
3,20–3,48
(m, 4H, CH2CH3),
5,76–5,82
(m, 1H, 16-CH), 6,96 (d, 1H, J = 2,3 Hz, ArH), 7,01 (dd, 1H, J =
2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,31 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,84 (brs, 2H,
NH2).
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Synthese von 17-(N-Methyl-N-propylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11m)
-
Verbindung
11m wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Sulfamat 11a beschrieben aus Verbindung 8 hergestellt.
TOF-MS m/z 433 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,81 (t, 3H, J = 7,6 Hz, CH2CH3), 0,99 (s, 3H,
CH3), 2,74–3,04 (m, 3H, NCH3),
3,20–3,40
(m, 2H, NCH2), 5,81 (brs, 1H, 16-CH), 6,96
(d, 1H, J = 2,3 Hz, ArH), 7,00 (dd, 1H, J = 2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,31
(d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,84 (brs; 2H, NH2).
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Synthese von 17-(N-Ethoxycarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11n)
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Verbindung
11n wurde gemäß den in 4 gezeigten
vier Schritten aus Verbindung 8a hergestellt, die gemäß einem
bekannten Verfahren (beispielsweise Tetrahedron Letters 26, 1109–1112, 1985)
aus Estronacetat hergestellt wurde. TOF-MS m/z 421 (M + H)+; 1H-NMR (270 MHz,
DMSO-d6) δ 0,92
(s, 3H, CH3), 1,15 (t, 3H, J = 6,9 Hz, CH2CH3), 3,82 (q, 2H,
J = 7,2 Hz, CH2CH3),
6,29 (s, 1H, 16-CH), 6,98 (s, 1H, ArH), 7,02 (d, 1H, J = 8,6 Hz,
ArH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,88 (brs, 2H, NH2),
10,93 (s, 1H, CONH).
-
Synthese von 17-Carbamoylestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11o)
-
Verbindung
11o wurde auf eine ähnliche
Weise wie 11a hergestellt, mit der Ausnahme, dass TMS-I anstelle
von BBr3 verwendet wurde. Verbindung 11o
wurde aus Verbindung 12 hergestellt. EI-MS m/z 376 M+; 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 0,88 (s,
3H, CH3), 6,44 (brs, 1H, 16-CH), 6,74 (brs,
2H, CONH2), 6,97 (s, 1H, ArH), 7,01 (d,
1H, J = 9 Hz, ArH), 7,32 (d, 1H, J = 9 Hz, ArH), 7,89 (s, 2H, SO2NH2).
-
Synthese von 17-(N,N-Dimethylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(11p)
-
Verbindung
11p wurde auf eine ähnliche
Weise wie 11a hergestellt, mit der Ausnahme, dass TMS-I anstelle
von BBr3 verwendet wurde. Verbindung 11p
wurde aus Verbindung 12 hergestellt. EI-MS m/z 404 M+; 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 0,98 (s,
3H, CH3), 2,93 (brs, 6H, N(CH3)2), 5,86 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (s, 1H, ArH),
7,02 (d, 1H, J = 9 Hz, ArH), 7,31 (d, 1H, J = 9 Hz, ArH), 7,89 (s,
2H, SO2NH2).
-
Synthese von 17-(N-Methyl-N-methoxycarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(Verbindung 11t)
-
Verbindung
11t wurde auf eine ähnliche
Weise wie 11a hergestellt, mit der Ausnahme, dass TMS-I anstelle
von BBr3 verwendet wurde. Verbindung 11t
wurde aus Verbindung 12 hergestellt. 1H-NMR
(250 MHz, DMSO-d6) δ 0,80 (s, 3H, CH3),
2,98 (s, 3H, NCH3), 3,40 (s, 3H, OCH3), 6,10 (s, 1H, 16-CH), 6,95 (s, 1H, ArH), 7,15
(dd, 1H, J = 8,4 Hz, ArH), 7,30 (d, 1H, J = 8,4 Hz, ArH), 7,95 (s,
2H, NH2).
-
Synthese von 17-(N,N-Di-n-propylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(Verbindung 11q)
-
Verbindung
16q wurde durch Carbonylinsertion-Amidierung aus Verbindung 15 erhalten;
Verbindung 11q wurde auf eine ähnliche
Weise wie 11a hergestellt, mit der Ausnahme, dass TMS-I anstelle
von BBr3 verwendet wurde. EI-MS m/z 460
M+; 1H-NMR (250
MHz, DMSO-d6) δ 0,90 (t, 6H, CH2CH3), 1,09 (s, 3H, CH3), 3,30–3,45 (m,
4H, NCH2), 5,85 (s, 1H, 16-CH), 6,97 (s,
1H, ArH), 7,02 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,36 (d, 1H, J = 8,6 Hz,
ArH), 7,95 (s, 2H, SO2NH2).
-
Synthese von 17-(N,N-Diisopropylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(Verbindung 11r)
-
Verbindung
16r wurde durch Carbonylinsertion-Amidierung aus Verbindung 15 erhalten;
Verbindung 11r wurde auf eine ähnliche
Weise wie 11a hergestellt, mit der Ausnahme, dass TMS-I anstelle
von BBr3 verwendet wurde. EI-MS m/z 460
M+; 1H-NMR (250
MHz, DMSO-d6) δ 0,90 (s, 3H, CH3),
1,30 (brs, 12H, CH(CH3)2),
3,90 (m, 2H, CH(CH3)2),
5,45 (s, 1H, 16-CH), 6,75 (s, 1H, ArH), 6,85 (d, 1H, J = 8,6 Hz,
ArH), 7,10 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,70 (s, 2H, SO2NH2).
-
Synthese von 17-(N-Ethyl-N-isopropylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(Verbindung 11s)
-
Verbindung
16s wurde durch Carbonylinsertion-Amidierung aus Verbindung 15 erhalten; Verbindung 11s
wurde auf eine ähnliche
Weise wie 11a hergestellt, mit der Ausnahme, dass TMS-I anstelle
von BBr3 verwendet wurde. EI-MS m/z 446
M+; 1H-NMR (250
MHz, DMSO-d6) δ 1,20 (s, 3H, CH3),
3,40 (m, 2H, CH2CH3), 4,45
(brs, 1H, CH(CH3)2),
5,90 (s, 1H, 16-CH), 7,15 (s, 1H, ArH), 7,30 (d, 1H, J = 8,6 Hz,
ArH), 7,50 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 8,05 (s, 2H, SO2NH2).
-
Beispiel 3
-
Herstellung von Verbindungen
der Klasse 3
-
Die
Referenzzahlen entsprechen denen, die in 7 gezeigt
sind.
-
Synthese von 3-Benzyloxy-17-(propylcarboxyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen
(Verbindung 18)
-
Ein
Gemisch der Triflatverbindung (Verbindung 15) (1,1 g, 2,37 mmol),
Palladium(II)acetat (45 mg, 0,20 mmol), 1,3-Bis(diphenylphosphino)propan
(DPPP) (66 mg, 0,16 mmol) und n-Propanol
(8 ml) in Dimethylformamid (DMF, 10 ml) wurde 5,5 h bei 60°C erwärmt, wobei
es mit Kohlenmonoxid durchperlt wurde. Anschließend wurde das Reaktionsgemisch
mit Ethylacetat verdünnt
und mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wurde mit Natriumsulfat
(Na2SO4) getrocknet
und konzentriert, anschließend
wurde der Rückstand durch
Silicagel-Chromatographie gereinigt und mit Methylenchlorid (CH2Cl2) eluiert, um
den reinen α,β-ungesättigten
Ester (Verbindung 18) (875 mg, 89,1%) zu ergeben. Schmelzpunkt 84–85°C; 1H-NMR 300 MHz, CDCl3) δ 0,97 (s,
3H, CH3), 1,00 (t, 3H, J = 7,5 Hz, CH3), 4,13 (t, 2H, J = 6,6 Hz, OCH2),
5,05 (s, 2H, CH2Ph), 6,7–7,4 (m, 9H, 16-H und ArH).
-
Synthese von 3-Hydroxy-17-(propylcarboxyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen
(Verbindung 19)
-
Verbindung
18 (780 mg, 1,81 mmol) wurde in CH2Cl2 (16 ml) gelöst, anschließend wurde
dem Reaktionsgemisch Trimethylsilyliodid (TMS-I, 0,9 ml, 6,28 mmol)
in einer Portion bei Raumtemperatur zugesetzt und die Lösung 15
min bei Raumtemperatur gerührt.
Anschließend
wurde der Lösung
Wasser zugesetzt und das Gemisch 30 min gerührt. Das Gemisch wurde mit
CH2Cl2 extrahiert,
die organische Schicht wurde abgetrennt und mit einer 10%-igen Natriumthiosulfatlösung gewaschen,
um das Iodid zu neutralisieren, anschließend wurde die Lösung mit
Natriumsulfat (Na2SO4)
getrocknet. Die Lösung
wurde eingedampft und der Rückstand
durch Silicagel-Chromatographie gereinigt und mit Methylenchlorid
(CH2Cl2)/Ethylacetat
(EtOAc) (4:1) eluiert, um Verbindung 19 (590 mg, 95,7%) zu ergeben.
Schmelzpunkt 139,7–140,7°C.
-
Synthese von 17-(n-Propylcarboxyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen
(Verbindung 20a) (Vergleichsbeispiel)
-
Einer
Lösung
von Verbindung 19, umfassend 250 mg (0,73 mmol) Verbindung 19 und
2,6-Ditert-butyl-4-methylpyridin (DBMP) (0,6 g, 3,23 mmol) in CH2Cl2 (30 ml) wurde
Sulfamoylchlorid (1 g, 8,6 mmol) bei 0°C portionsweise unter Rühren zugesetzt.
Die Lösung
wurde 3,5 h bei Raumtemperatur gerührt. Die Lösung wurde bis zum Neutralwerden
mit Wasser gewaschen, über
Na2SO4 getrocknet
und unter vermindertem Druck eingedampft. Der so erhaltene Feststoff
wurde durch Chromatographie gereinigt (CH2Cl2/EtOAc, 4:1), um 293 mg der Verbindung 20
(95%) zu ergeben. Schmelzpunkt 113,9–115,2°C; 1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6) δ 0,89 (s, 3H, CH3),
0,92 (t, 3H, J = 7,5 Hz, CH3), 4,04 (t,
2H, J = 6,3 Hz, OCH2), 6,78, (brs, 1H, 16-CH),
6,98 (d, 1H, J = 1,8 Hz, ArH), 7,02 (dd, 1H, J = 1,8, 8,4 Hz, ArH),
7,33 (d, 1H, J = 8,4 Hz, ArH), 7,91 (s, 2H, NH2).
Analyse berechnet für
C22H29NO5S: C, 62,98; H, 6,97; N, 3,34. Gefunden:
C, 62,86; H, 6,90; N, 3,32.
-
Synthese von 17-(Ethylcarboxyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(Verbindung 20b) (Vergleichsbeispiel)
-
Verbindung
20b wurde auf eine ähnliche
Weise wie Verbindung 20a synthetisiert. 1H-NMR
(250 MHz, DMSO-d6) δ 0,95 (s, 3H, 18-CH3),
1,20 (t, 3H, J = 7,2 Hz, CH3), 4,10 (q,
2H, J = 7,2 Hz, CH2), 3,70 (s, 3H, CH3), 6,70 (s, 1H, 16-CH), 6,92 (s, 1H, ArH),
6,98 (dd, 1H, J = 8,4 Hz, ArH), 7,30 (d, 1H, J = 8,4 Hz, ArH), 7,82
(s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17-(Methylcarboxyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylsulfamat
(Verbindung 20c) (Vergleichsbeispiel)
-
Verbindung
20c wurde auf eine ähnliche
Weise wie Verbindung 20a synthetisiert. 1H-NMR
(250 MHz, DMSO-d6) δ 0,92 (s, 3H, CH3),
3,70 (s, 3H, CH3), 6,80 (s, 1H, 16-CH),
6,98 (s, 1H, ArH), 7,0 (dd, 1H, J = 1,8, 8,4 Hz, ArH), 7,35 (d,
1H, J = 8,4 Hz, ArH), 7,90 (s, 2H, NH2).
-
Beispiel 4
-
Herstellung von Verbindungen
der Klasse 2
-
Die
Referenzzahlen entsprechen denen, die in 11 gezeigt
sind.
-
Synthese von 17β-(N-Isobutylcarbamoyl)estra-1,3,5(10)-trien-3-ylsulfamat
(Verbindung 29d)
-
Verbindung
29d wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Verbindung 7 beschrieben aus Verbindung 11d hergestellt.
TOF-MS m/z 435 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,60 (s, 3H, CH3), 0,84
(d, 6H, J = 6,9 Hz, CH(CH3)2),
2,60–3,16
(m, 2H, NHCH2), 6,95 (d, 1H, J = 2,3 Hz,
ArH), 7,00 (dd, 1H, J = 2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,34 (d, 1H, J = 8,6
Hz, ArH), 7,49 (brt, 1H, J = 5,6 Hz, NHCH2),
7,84 (brs, 2H, NH2).
-
Synthese von 17β-(N-tert-Butylcarbamoyl)estra-1,3,5(10)-trien-3-ylsulfamat
(Verbindung 29e)
-
Verbindung
29e wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Verbindung 7 beschrieben aus Verbindung 11e hergestellt.
FAB-MS m/z 435 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,59 (s, 3H, CH3), 1,26
(s, 9H, C(CH3)3),
6,89 (s, 1H, NH), 6,96 (d, 1H, J = 2,3 Hz, ArH), 7,01 (dd, 1H, J
= 2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,34 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,87 (s, 2H,
NH2).
-
Synthese von 17β-(N-Methylcarbamoyl)estra-1,3,5(10)-trien-3-ylsulfamat
(Verbindung 29f)
-
Verbindung
29f wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Verbindung 7 beschrieben aus Verbindung 11f hergestellt.
FAB-MS m/z 393 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,60 (s, 3H, CH3), 2,59
(d, 3H, J = 3,6 Hz, NHCH3), 6,96 (d, 1H,
J = 2,3 Hz, ArH), 7,01 (dd, 1H, J = 2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,34 (d,
1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,29 (m, 1H, NHCH3),
7,87 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17β-(N-Ethylcarbamoyl)estra-1,3,5(10)-trien-3-ylsulfamat
(Verbindung 29g)
-
Verbindung
29g wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Verbindung 7 beschrieben aus Verbindung 11 g hergestellt.
FAB-MS m/z 407 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,60 (s, 3H, CH3), 1,01
(t, 3H, J = 7,3 Hz, CH2CH3),
3,02 (m, 1H, CH2CH3),
3,16 (m, 1H, CH2CH3),
6,96 (d, 1H, J = 2,0 Hz, ArH), 7,01 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,34
(d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,47 (t, 1H, J = 5,6 Hz; NHCH2),
7,87 (s, 2H, NH2).
-
Synthese von 17β-(N-Isopropylcarbamoyl)estra-1,3,5(10)-trin-3-ylsulfamat
(Verbindung 29h)
-
Verbindung
29h wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Verbindung 7 beschrieben aus Verbindung 11h hergestellt.
TOF-MS m/z 421 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,58 (s, 3H, CH3), 1,00–1,10 (m,
6H, CH(CH3)2), 3,38–3,50 (m,
1H, CH(CH3)2), 6,95
(d, 1H, J = 2,3 Hz, ArH), 7,00 (dd, 1H, J = 2,3, 8,6 Hz, ArH), 7,27
(d, 1H, J = 7,9 Hz, NHCH), 7,33 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,85 (brs,
2H, NH2).
-
Synthese von 17β-(N-Methyl-N-propylcarbamoyl)estra-1,3,5(10)-trien-3-ylsulfamat
(Verbindung 29m)
-
Verbindung
29m wurde auf eine ähnliche
Weise wie für
die Synthese von Verbindung 7 beschrieben aus Verbindung 11m hergestellt.
TOF-MS m/z 435 (M + H)+; 1H-NMR
(270 MHz, DMSO-d6) δ 0,60–0,68 (m, 3H, CH3),
0,76–0,88
(m, 3H, CH2CH3),
2,70–3,70
(m, 5H, N(CH3)CH2),
6,95 (d, 1H, J = 2,6 Hz, ArH), 7,00 (dd, 1H, J = 2,6, 8,6 Hz, ArH),
7,32 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,83 (brs, 2H, NH2).
-
Beispiel 5
-
Herstellung von Verbindungen
der Klasse 10
-
Die
Referenzzahlen entsprechen denen, die in 9 gezeigt
sind.
-
Synthese von 17-(N-n-Propylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-[3,2,e]-1'2'3'-oxathiazin-2,2'-diozid (Verbindung
22) (Vergleichsbeispiel)
-
Einer
Lösung
von Verbindung 21 (0,37 g, 1,0 mmol) in DMF (10 ml) wurde Natriumhydrid
(0,115 g, 5 mmol) bei 0°C
zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 20 Minuten gerührt, anschließend wurde
Chlorsulfonamid (0,73 g, 5 mmol) zugesetzt. Die Lösung wurde
weitere 6 h gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde in eine eiskalte gesättigte NH4Cl-Lösung gegossen
und dann mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde abgetrennt,
mit Wasser und Kochsalzlösung
gewaschen und anschließend
getrocknet (Na2SO4).
Das Lösungsmittel
wurde unter verringertem Druck abgedampft und der Rückstand
durch Silicagel-Chromatographie (CH2Cl2/EtOAc, 15:1) gereinigt. FAB-MS m/z 428
(M + H)+; NMR (250 MHz, DMSO-d6) δ 0,65 (t,
3H, CH2CH3), 0,70
(s, 3H, CH3), 6,15 (s, 1H, 16-CH), 7,01
(s, 1H, ArH), 7,55 (m, 1H, NH), 7,70 (s, 1H, ArH), 8,90 (brs, 1H, -CH=N-).
-
Synthese von 17-(N-n-Propylcarbamoyl)estra-1,3,5(10),16-tetraen-[3,2,e]-3'4'-dihydro-1'2'3'-oxathiazin-2,2'-dioxid (Verbindung 23) (Vergleichsbeispiel)
-
Einer
Lösung
von Verbindung 22 (0,428 g, 1 mmol) in Methanol (4 ml) wurde NaBH4 (0,037 g, 0,96 mmol) bei 0°C zugesetzt.
Die Umsetzung wurde 1 h bei 0°C
gerührt,
anschließend
wurde das Gemisch in gesättigtes
NH4Cl gegossen und mit EtOAc extrahiert.
Die organische Schicht wurde abgetrennt, mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen
und getrocknet (Na2SO4),
anschließend
wurde das Lösungsmittel
unter verringertem Druck abgedampft. Der Rückstand wurde durch Silicagel-Chromatographie
(EtOAc/Petrolether, 1:1) gereinigt. FAB-MS m/z 430 (M + H)+; 1H-NMR (250 MHz,
DMSO-d6) δ 0,65
(t, 3H, CH2CH3),
0,75 (s, 3H, CH3), 4,30 (s, 2H, CH2NHSO2), 6,20 (s,
1H, 16-CH), 6,55 (s, 1H, ArH), 7,05 (s, 1H, ArH), 7,60 (m, 1H, Amid-NH), 8,25 (m, 1H,
CH2NHSO2).
-
Beispiel 6
-
Herstellung von Verbindungen
der Klasse 6
-
Die
Referenzzahlen entsprechen denen, die in 12 gezeigt
sind.
-
Synthese von 17β-(Butyrylamino)estra-1,3,5(10)-trien-3-ylsulfamat
(Verbindung 30) (Vergleichsbeispiel)
-
Verbindung
30 wurde aus Verbindung 24 in drei Schritten (Amidierung, Schutzgruppenentfernung
und Sulfamoylierung) gemäß dem von
Li et al., Steroids, 63: 425–32
(1998) berichteten Verfahren hergestellt. FAB-MS m/z 421 (M + H)+; 1H-NMR (270 MHz,
DMSO-d6) δ 0,65
(s, 3H, CH3), 0,86 (t, 3H, J = 7,6 Hz, CH2CH3), 2,07 (m, 2H,
COCH2), 3,81 (m, 1H, 17-CH), 6,96 (d, 1H,
J = 2,3 Hz, ArH), 7,00 (d, 1H, J = 8,6 Hz, ArH), 7,32 (d, 1H, J
= 8,6 Hz, ArH), 7,48 (m, 1H, J = 8,9 Hz, NHCO), 7,87 (s, 2H, NH2).
-
Beispiel 7
-
Die
gemäß den Verfahren
der vorstehenden Beispiele hergestellten Verbindungen wurden bezüglich der
biologischen Aktivität
als Hemmer der Sulfataseaktivität
unter Verwendung eines in vitro-Umwandlungs-Testverfahrens geprüft. Die
geprüften
speziellen Verbindungen sind in der nachstehenden Tabelle 2 gezeigt.
Wie dem Fachmann bekannt ist, steht dieser Test auf der Grundlage
der Hemmung der Umwandlung von 3H-Estronsulfat
zu 3H-Estron durch das Enzym Estronsulfatase.
Das Endvolumen des Enzymtests betrug 0,15 ml [6.7-3H]-Estronsulfat
(Endkonzentration 3,3 mmol/l; 300.000 dpm/Röhrchen); ein Inhibitor mit
verschiedenen Konzentrationen in DMSO und rekombinante menschliche
Estronsulfatase (33 ng/Röhrchen)
in Phosphat-gepufferter Kochsalzlösung, umfassend 0,25 M Sucrose
und 0,04 M Nicotinamid bei einem pH-Wert von 7, wurden einem 1,5
ml-Mikroröhrchen
zugegeben. Die menschliche Estronsulfatase war teilweise gereinigt und
stammte aus Ovarzellen des chinesischen Hamsters (CHO), in die menschliche
Estronsulfatase-cDNA transfektiert worden war. Der Test begann mit
dem Zusetzen des Substrats Estronsulfat. Nach 60 Minuten Inkubation
bei 37°C
wurde 0,5 ml Toluol zugesetzt, um den Test zu löschen. Gleichzeitig wurden
Kontrollproben ohne Inhibitor inkubiert. Leerproben wurden durch
Inkubieren ohne Estronsulfatase erhalten. Die gelöschten Proben
wurden 30 Sekunden gewirbelt und anschließend zentrifugiert (5 Minuten
bei 9.000 Upm). Aus jeder gelöschten
Probe wurden 250 Mikroliter Toluol gewonnen, um die Menge des gebildeten
Produkts zu bestimmen. Die Produktbildung in Proben, die einen Inhibitor
enthielten, wurde mit jener von Kontrollproben (ohne Inhibitor),
die gleichzeitig gelaufen waren, verglichen. Das Ergebnis wurde
als prozentuelle Hemmung bezogen auf eine Kontrollprobe ausgedrückt, dargestellt
als
-
-
Jede
Verbindung wurde über
einen Bereich von Konzentrationen (0,025 bis 2,5 nM) geprüft, um die Dosisantwort
zu bestimmen und IC
50-Werte zu berechnen.
Jede Konzentration wurde in drei getrennten Experimenten mehrfachbestimmt.
Beide Verbindungen zeigten eine durch den in vitro-Umwandlungstest
bestimmte dosisabhängige
Hemmung der Estronsulfatase. Die IC
50-Werte, welche die
Konzentration darstellen, die bei diesem Test zu einer 50%-igen
Hemmung der Estronsulfataseaktivität führen, sind in Tabelle 2 gezeigt.
Die IC
50-Werte wurden durch lineare Regressionsanalyse
des Prozentwerts von Kontrolle gegen Konzentration (log10) bestimmt;
die so erhaltene Gleichung wurde anschließend verwendet, um die Konzentration
zu bestimmen, die zu einer 50%-igen Hemmung führt. Tabelle
2
-
Beispiel 8
-
Die
Verbindungen 7, 29d, 29h und 29m wurden auf die für Beispiel
6 beschriebene Weise geprüft.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.
-