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QUERVERWEIS
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Die
vorliegende Anmeldung ist eine Continuation-in-part der früheren Anmeldung
mit der Seriennummer 09/473.518, eingereicht am 28. Dezember 1999
unter dem Titel "A
Monohydric Polyfluorooxetane Polymer and Radiation Curable Coatings
Containing A Monofunctional Polyfluorooxetane Polymer", die hierin durch Verweis
aufgenommen ist.
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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Monohydroxylpolyfluoroxetanoligomere,
-polymere und -copolymere. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner
strahlungs- oder wärmehärtbare Beschichtungen,
die aus funktionalisierten Polyfluoroxetan-Oligomeren und -Polymeren
bestehen.
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STAND DER
TECHNIK
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Herkömmlicherweise
wurden bei strahlungs- oder wärmehärtbaren
Beschichtungen Kombinationen von Siliconölen, Netzmitteln und Polyethylenwachsen
verwendet, um Glätte,
Abriebfestigkeit, geringe Reibung und Kratzfestigkeit bereitzustellen.
Diese Materialien können
jedoch in der Natur großteils
flüchtig
sein und folglich migrieren, was zu Problemen in der Handhabung,
einer Verringerung der Haltbarkeit und möglicherweise Kontraproduktivität führt, wodurch
es zu Verschlechterungen bei anderen Beschichtungseigenschaften, wie
z.B. Glanz, kommt.
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Im
US-Patent 5.411.996 ist die Verwendung von Fluoralkohol in UV-Epoxy-Silicon-Beschichtungsformulierungen
offenbart. Die fluorierten Alkohole wurden verwendet, um den UV-Initiator
(Sulfoniumsalz) löslich zu
machen, damit es zur Polymerisationsreaktion kommt.
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Das
US-Patent 5.081.165 betrifft eine fäulnishemmende Beschichtungszusammensetzung,
die einen Photopolymerisationsinitiator oder einen thermischen Polymerisationsinitiator
und fluorhältiges
(Meth)acrylat umfasst.
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Das
US-Patent 4.833.207 betrifft eine härtbare Zusammensetzung zur
Ausbildung eines Überzugs
für eine
optische Faser mit einem Brechungsindex von etwa 1,43 bis 1,60.
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Im
US-Patent 5.674.951 sind Isocyanat-funktionalisierte Polyoxetanpolymere
mit fluorierten Seitenketten offenbart, die optional mit Polyoxetanen
oder anderen Polyethern kettenverlängert sein, eine blockierte
Isocyanatgruppe aufweisen und zu einem Netzwerk vernetzt sein können. Diese
Beschichtungen waren für
Glasführungen
geeignet.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Ein
Monoalkohol-Initiator wird mit einem Fluoroxetanmonomer umgesetzt,
um ein(e) Monohydroxypolyfluoroxetan-Oligomer-, -Polymer- oder -Copolymer-Zusammensetzung
herzustellen, indem ein kationischer Katalysator und ein optionales
Comonomer verwendet wurden. Wenn der Monoalkohol-Initiator auch
als Lösungsmittel
verwendet wird, das anschließend
ein Coinitiator für
die Fluoroxetanmonomere ist, werden lineare Oligomere, Polymere
und Copolymere mit niedrigem Gehalt an zyklischen Spezies hergestellt.
Die Oligomere, Polymere oder Copolymere können mit verschiedenen Endgruppen
funktionalisiert und anschließend
in einer strahlungshärtbaren
oder wärmehärtbaren
Beschichtungszusammensetzung verwendet werden. Im Allgemeinen kann
das Oligomer oder Polymer oder Copolymer verschiedene reaktive funktionelle
Gruppen, wie z.B. Acrylat, Methacrylat, Allyl, Melamin, Amin, Epoxid,
Silyl, Isocyanat Acetylacetat und dergleichen, funktionalisiert
sein. Die fluorierten Oxetan-Grundeinheiten können eine einzige fluorierte
Seitengruppe pro Grundeinheit oder zwei fluorierte Seitengruppen
pro Grundeinheit aufweisen. Die Beschichtungszusammensetzung umfasst das
funktionalisierte Polyfluoroxetanoligomer, -polymer oder -copolymer,
gegebenenfalls UV-Initiator, Vernetzer und Beschichtungsoligome re,
-polymere oder -copolymere sowie optional andere Additive, wie z.B.
Pigmente, Weichmacher, Rheologiemodifikatoren etc. Die Beschichtungszusammensetzung
kann durch Strahlung oder Wärme
gehärtet
werden.
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Das
funktionalisierte Polyfluoroxetan kann durch verschiedene Verfahren,
wie z.B. direktes Umsetzen der Hydroxylgruppen des Polyfluoroxetans
mit einer Verbindung, die die gewünschte funktionelle Gruppe
enthält,
hergestellt werden. Alternativ dazu, jedoch weniger erwünscht, wird
ein funktionalisiertes Polyfluoroxetan zuerst durch Verwendung einer
Kupplungsverbindung, wie z.B. eines Polyisocyanats oder eines Diepoxys oder
einer Disäure,
und anschließendem
Umsetzen derselben mit einer Verbindung hergestellt, die eine funktionelle
Gruppe enthält,
die ein funktionalisiertes Polyfluoroxetan mit dazwischenliegenden
Urethanbindungen oder Bindungen, die von der Epoxyverbindung oder
der Disäure
herrührwen,
ergibt. Alternativ dazu kann die funktionalisierende Verbindung
mit der Kupplungsverbindung (z.B. Epoxy, Isocyanat oder Säure) umgesetzt und
die resultierende Verbindung anschließend mit dem Polyfluoroxetan
umgesetzt werden.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Allgemein
kann jeder Monoalkohol-Typ verwendet werden, um die Monohydroxypolyfluoroxetan- (MOX-)
Oligomer-, -Polymer- oder -Copolymer-Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung herzustellen. Als geeignete Monoalkohole dienen im Allgemeinen
organische Alkohole mit 1 bis etwa 40, vorzugsweise etwa 1 bis etwa
18, Kohlenstoffatomen; polymere Alkohole; oder Telomeralkohole auf
Tetrafluorethylenbasis. Beispiele für spezifische Typen von einwertigen
organischen Alkoholen umfassen die verschiedenen aliphatischen,
aromatischen etc. Alkohole wie etwa Alkylalkohole, wie z.B. Methylalkohol,
Ethylalkohol, Propylalkohol etc., oder olefinische Alkohole, wie
z.B. Allylalkohol etc., oder alizyklische Alkohole, wie z.B. Cyclohexanol
etc., oder heterozyklische Alkohole, wie z.B. Furfurylalkohol etc.
Verschiede aromatische Alkohole umfassen Benzylalkohol und dergleichen.
Ferner sind halogenierte organische Alkohole und insbesondere Fluoralkohole
mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen erwünscht, wie z.B. Trifluorethanol,
Heptafluorbutanol, Heptadecylfluoroctanol und der gleichen. Besonders
bevorzugte einwertige Alkohole umfassen Benzylalkohol, Trifluorethanol,
Heptafluorbutanol, Pentafluorpropanol, Pentafluorbutanol, Nonafluorhexanol,
verschiedene Perfluoralkylethanole und Allylalkohol.
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Die
polymeren Alkohole sind im Allgemeinen aus Alkylenoxiden mit 2 bis
6 Kohlenstoffatomen, wobei 2 oder 3 Kohlenstoffatome, d.h. Ethylenoxid,
Propylenoxid oder Tetrahydrofuran oder Copolymere davon, bevorzugt
sind. Die Anzahl der Grundeinheiten der mehrwertigen Alkohole kann
im Allgemeinen im Bereich von etwa 2 bis etwa 50, wünschenswerterweise
im Bereich von etwa 3 bis etwa 30 liegen, wobei etwa 5 bis 20 Grundeinheiten
bevorzugt werden.
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Als
weitere Gruppe von Monoalkoholen dienen die verschiedenen Telomer-Fluoralkohole
auf Tetrafluorethylenbasis, wie z.B. jene, die im Handel von Dupont
als Zonyl, von Clarion als Fluowet und von Elf-Atochem als Foralkyl
6HN erhältlich
sind, sowie diesen ähnliche.
Solche Fluoralkohole weisen die allgemeine Formel CF3CF2(CF2CF2)xCH2CH2OH
auf, worin x im Allgemeinen eine ganze Zahl von 1 bis etwa 19, vorzugsweise von
etwa 8 bis etwa 12, ist. Während
bei Raumtemperatur manche der Fluoralkohole kristallin oder fest
sind, liegen bei Temperaturen von etwa 40°C alle in geschmolzener Form
vor.
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Obwohl
ein einwertiger Alkohol zusammen mit einem Lösungsmittel als Initiator verwendet
werden kann, stellt die Verwendung eines einwertigen Alkohols, der
für die
Fluoroxetanmonomere und dergleichen sowohl als Initiator als auch
als Lösungsmittel
dient, eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar. Anders gesagt wird bevorzugt, dass
kein anderes Lösungsmittel
als ein Monoalkohol verwendet wird, der auch als Lösungsmittel
fungieren kann, indem er die nachstehend angeführten Oxetanmonomere löslich macht.
Solche Coinitiator-Lösungsmittel-Alkohole sind dahingehend
erwünscht,
als dass sie lineare niedermolekulare Polyfluoroxetanoligomere,
-polymere, oder -copolymere und insbesondere Dimer-, Trimer- und Tetramer-Oligomere
mit niedrigem Gehalt an zyklischen Spezies erzeugen. Solche Coinitiator-Lösungsmittel umfassen
im Allgemeinen beliebige der oben angeführten Monoalkohole, die die
Oxetanmonomere löslich
machen, wobei bevor zugte Alkohole Trifluorethanol, Benzylalkohol,
Allylalkohol, Heptafluorbutanol, Pentafluorpropanol, Pentafluorbutanol,
Nonafluorhexanol und verschiedene Perfluoralkylethanole umfassen.
Die Verwendung solcher Coinitiator-Lösungsmittel-Monoalkohole führt im Allgemeinen
zur Erzeugung linearer Oligomere mit weniger als etwa 10, wünschenswerterweise
weniger als 8, vorzugsweise weniger als etwa 5 oder 3 oder 2 oder
weniger als etwa 1 Gew.-% an zyklischen Oligomeren, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Oligomere allgemein und auch jeglicher Polymere
oder Copolymere, wenn auch solche gebildet werden. Ebenso ist die
Menge an erzeugten zyklischen Oligomeren wünschenswerterweise gering,
d.h. sie liegt bei denselben Werten, die eben festgelegt wurden,
wenn ein Polymer erzeugt wird, bezogen auf das Gesamtgewicht an
Polymeren und jeglichen gebildeten Oligomeren oder Copolymeren.
Gleichermaßen
ist die Menge an zyklischen Oligomeren, wenn Copolymere erzeugt
werden, bezogen auf das Gesamtgewicht des Copolymers und jeglicher
Oligomere oder Polymere, die gegebenenfalls auch inhärent erzeugt
werden, gering. Oligomere weisen im Allgemeinen einen DP von etwa
2 bis etwa 20 auf, wobei Polymere im Allgemeinen einen höheren DP
aufweisen.
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Obwohl
vorzugsweise keine Lösungsmittel
zur Herstellung von Oligomeren, Polymeren oder Copolymeren mit niedrigem
Gehalt an zyklischen Oligomeren verwendet werden, ist klar, dass
geringe Mengen an Nichtinitiatorlösungsmitteln, wie z.B. allgemein
weniger als 25 oder 15, vorzugsweise weniger als 10, 5 oder 3, oder
0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der geringen Menge an verwendetem
Nichtinitiatorlösungsmittel
und des Monoalkohols, verwendet werden können.
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Das
zur Bildung des Polyfluoroxetans verwendete Oxetanmonomer weist
folgende Struktur auf:
worin
R, Rf und n wie nachstehend dargelegt sind.
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Die
obigen Oxetanmonomere können
auf die in den US-Patenten 5.650.483, 5.668.251 und 5.663.289 dargelegte
Weise hergestellt werden, die unter Berücksichtigung ihrer sämtlichen
Aspekte hierin vollständig durch
Verweis aufgenommen sind.
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Herstellung von Mono-
und Bis(fluoroxetan)monomeren
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Obwohl
sich nachstehende Beispiele auf die Herstellung spezifischer FOX-
(Fluoroxetan-) Monomere (d.h. Mono-3-FOX, Mono-7-FOX und Bis(6-FOX))
beziehen, können
andere Mono- oder Bis-FOX-Monomere auf sehr ähnliche Weise hergestellt werden.
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Beispiel M1
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Herstellung des 3-FOX-Monomers
3-(2,2,2-Trifluorethoxymethyl)-3-methyloxetan
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Die
Synthese des 3-FOX-Oxetanmonomers erfolgt folgendermaßen:
Eins
Dispersion von 50 Gew.-% (2,8 g, 58,3 mmol) Natriumhydrid in Mineralöl wurde
zweimal mit Hexan gewaschen und in 35 ml Dimethylformamid suspendiert.
Anschließend
wurden 5,2 g (52 mmol) Trifluorethanol zugesetzt und das Gemisch
45 Minuten lang gerührt.
Eine Lösung
von 10,0 g (39 mmol) 3-Hydroxymethyl-3-methyloxetan-p-toluolsulfonat
in 15 ml Dimethylformamid wurde zugesetzt und das Gemisch 20 Stunden lang
auf 75 bis 85°C
erhitzt, wonach die 1H-NMR-Analyse einer
aliquoten Probe ergab, dass das Ausgangssulfonat verbraucht war.
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Das
Gemisch wurde in 100 ml Eiswasser gegossen und mit 2 Volumina Methylenchlorid
extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden zweimal
mit Wasser, zweimal mit 2 gew.-%iger wässriger Salzsäure und
Kochsalzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft, um 6,5 g 3-(2,2,2-Trifluorethoxymethyl)-3-methyloxetan
als Öl
zu ergeben, das weniger als 1 Gew.-% Dimethylformamid enthielt.
Die Ausbeute dieses Produkts betrug 90%. Das Öl wurde bei 30°C/0,2 mmHg
destilliert, wobei 4,3 g analysenreines 3-FOX erhalten wurden, was
einer 60%igen Ausbeute entspricht. Die Analysen des Produkts waren
wie folgt:
IR (KBr) 2960–2880,
1360–1080,
990, 840 cm–1; 1H NMR δ 1.33
(s, 3H), 3.65 (s, 2H), 3.86 (q, J = 8.8 Hz, 2H), 4.35 (d, J = 5.6
Hz, 2H), 4.51 (d, J = 5.6 Hz, 2H); 13C NMR δ 20.72, 39.74,
68.38 (q, J = 40 Hz), 77.63, 79.41, 124 (q, J = 272 Hz). Die für C7H11F3O2 berechnete Elementaranalyse lautete: C
= 45,65; H = 6,02; F = 30,95. Die gefundene experimentelle Analyse
ergab: C = 45,28; H = 5,83; F = 30,59.
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Beispiel M2
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Herstellung von 7-FOX
unter Anwendung des PTC-Verfahrens: 3-(2,2,3,3,4,4,4-Heptafluorbutoxymethyl)-3-methyloxetan
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Ein
2-Liter-Dreihalsrundkolben mit Rückflusskühler, mechanischem
Rührer,
Digitalthermometer und Tropftrichter wurde mit 3-Brommethyl-3-methyloxetan
(351,5 g, 2,13 mol), Heptafluorbutan-1-ol (426,7 g, 2,13 mol), Tetrabutylammoniumbromid
(34,4 g) und Wasser (85 ml) befüllt.
Das Gemisch wurde gerührt
und auf 75°C
erhitzt. Als nächstes
wurde eine Lösung
von Kaliumhydroxid (158 g, 87%ige Reinheit, 2,45 mol) in Wasser
(200 ml) zugesetzt und das Gemisch bei 80 bis 85°C 4 Stunden lang heftig gerührt. Der
Verlauf der Reaktion wurde mittels GLC beobachtet, und wenn die
GLC-Analyse ergab, dass die Ausgangsmaterialien aufgebraucht waren,
wurde die Heizung entfernt und das Gemisch auf Raumtemperatur abgekühlt. Das
Reaktionsgemisch wurde mit Wasser verdünnt und die organische Phase
abgetrennt und mit Wasser gewaschen, getrocknet und filtriert, was
566 g (94%) des rohen Produkts ergab. Das rohe Produkt wurde in
einen Destillierkolben, der mit einer 6-Zoll-Säule
versehen war, übergeführt und
wie folgt destilliert:
Fraktion Nr. 1, die zwischen 20°C und 23°C bei 10
mmHg siedete, stellte sich als Gemisch aus Heptafluorbutanol und
anderen niedrig siedenden Verunreinigungen heraus und wurde verworfen;
Fraktion
Nr. 2, die zwischen 23°C
und 75°C
bei 1 mmHg siedete, stellte sich als Gemisch aus Heptafluorbutanol
und 7-FOX heraus und wurde ebenfalls verworfen; und
Fraktion
Nr. 3, die bei 75°C
bei 1 mmHg siedete, war 7-FOX mit > 99%iger
Reinheit, was eine Gesamtausbeute von 80,2% ergab.
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NMR-
und GLC-Daten zeigten, dass nach diesem Verfahren hergestelltes
7-FOX mit jenem 7-FOX identisch war, das unter Anwendung des Natriumhydrid/DMF-Verfahrens
hergestellt wurde.
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Die
Beispiele M3 und M4 beziehen sich auf die Herstellung und Eigenschaften
von 3,3-Bis(2,2,2-trifluorethoxymethyl)oxetan (B6-Fox) unter Anwendung
zweier unterschiedlicher Verfahren.
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Beispiel M3 (Verfahren
A)
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Natriumhydrid
(50%ige Dispersion in Mineralöl,
18,4 g, 0,383 mol) wurde mit Hexan gewaschen (2×) und in DMF (200 ml) suspendiert.
Anschließend
wurde Trifluorethanol (38,3 g, 0,383 mol) 45 Minuten lang zugetropft,
wobei sich Wasserstoffgas entwickelte. Das Gemisch wurde 30 Minuten
lang gerührt
und eine Lösung von
3,3-Bis(hydroxymethyl)oxetan-di-p-toluolsuifonat (30,0 g, 0,073
mol) in DMF (50 ml) zugesetzt. Das Gemisch wurde 64 Stunden lang
auf 75°C
erhitzt, wonach eine 1H-MNR-Analyse einer aliquoten
Probe ergab, dass das Ausgangssulfonat verbraucht war. Das Gemisch
wurde in Wasser gegossen und mit Methylenchlorid (2×) extrahiert.
Die vereinigten organischen Extrakte wurden mit Kochsalzlösung, 2%iger
wässriger
Salzsäure und
Wasser gewaschen, getrocknet (MgSO4) und
eingedampft, was 17,5 g (100%) 3,3-Bis(2,2,2-trifluorethoxymethyl)oxetan
als Öl
ergab, das DMF (< 1%)
enthielt. Das Öl
wurde mittels Kugelrohrdestillation bei 42 bis 48°C (0,1 mm)
gereinigt, wodurch 15,6 g (79%) analysenreines B6-FOX als farbloses Öl erhalten
wurden:
IR (KBr) 2960–2880,
1360–1080,
995, 840 cm–1; 1H NMR δ 3.87
(s, 4H), 3.87 (q, J = 8.8 Hz, 4H), 4,46 (s, 4H); 13C
NMR δ 43.69,
68.62 (q, J = 35 Hz), 73.15, 75.59, 123.57 (q, J = 275 Hz); 19F NMR δ 74.6
(s). Anal. ber. für C9H12F6O3; C, 38.31; H, 4.29; F, 40.40. Gef.: C,
38.30; H, 4.30; F, 40.19.
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Beispiel M4 (Verfahren
B)
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Ein
2-Liter-Rundkolben mit mechanischem Rührer, Kühler und Thermometer wurde
mit 3,3-Bis(brommethyl)oxetan (300 g, 1,2 mol), Trifluorethanol
(284 g, 2,8 mol), Tetrabutylammoniumbromid (39,9 g, 0,12 mol) und
Wasser (265 ml) befüllt.
Das Gemisch wurde auf 85°C
erhitzt, und 50%ige wässrige
Kaliumhydroxidlösung (672
g, 5,1 mol) wurde mittels Tropftrichter über einen Zeitraum von 3 Stunden
zugesetzt. Der Verlauf der Reaktion wurde mittels GLC beobachtet,
und als mehr als 99% des 3,3-Bis(brommethyl)oxetans verbraucht waren,
wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur abgekühlt und
mit Wasser (500 ml) verdünnt.
Die organische Phase wurde abgetrennt und mit 2%iger wässriger
Kaliumhydroxidlösung
(500 ml) und Wasser (500 ml) gewaschen. Das Rohprodukt wurde anschließend unter
reduziertem Druck destilliert (Kp = 103°C bei 5 mmHg), was 278 g (80%, über 99%
rein (GLC)) 3,3-Bis(2,2,2-trifluorethoxymethyl)oxetan als farbloses Öl ergab.
Die Spektralanalyse ergab, dass das nach diesem Verfahren hergestellte
Produkt mit dem durch Verfahren A hergestellten B6-FOX identisch
war.
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Die
von den obigen Oxetanmonomeren stammenden Grundeinheiten IA und
IB weisen die Formel
auf, worin
die n jeweils gleich oder unterschiedlich und unabhängig voneinander
eine ganze Zahl von 1 bis etwa 5 oder 6, vorzugsweise von 1 bis
etwa 3, sind, R Wasserstoff oder Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
Methyl oder Ethyl, ist und die Rf jeweils gleich oder unterschiedlich
und unabhängig
voneinander in jeder der Grundeinheiten ein lineares oder verzweigtes
fluoriertes Alkyl mit 1 bis etwa 20, wünschenswerterweise 1 bis etwa
15, vorzugsweise 1 bis etwa 8, Kohlenstoffatomen sind, wobei ein
Minimum von 25, 50, 75, 85 oder 95% der Nichtkohlenstoffatome im
Alkyl Fluoratome und die restlichen Nichtkohlenstoffatome gegebenenfalls
H, I, Cl oder Br sind; oder die Rf jeweils gleich oder unterschiedlich
ein perfluorierter Polyether mit 4 bis 60 Kohlenstoffatomen sind.
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Allgemein
kann jeder beliebige geeignete kationische Katalysator verwendet
werden, um die Fluoroxetanmonomere zu polymerisieren, wie z.B. verschiedene
Lewis-Säuren
und Komplexe davon. Beispiele für solche
Lewis-Säure-Katalysatoren
umfassen Sn(IV)Cl4, Antimonpentafluorid,
Phosphorpentafluorid und dergleichen, wobei ein Komplex aus Bortrifluorid
und Tetrahydrofuran bevorzugt wird.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein hierin oben beschriebener Monoalkohol
sowohl als Initiator als auch als Lösungsmittel verwendet, was
bedeutet, dass kein Lösungsmittel
oder eine sehr geringe Menge eines Lösungsmittels, wie z.B. Dichlorethan,
verwendet wird. Das bevorzugte Verfahren ergibt ein Polyfluoroxetanoligomer,
wie z.B. ein Homooligomer mit einem DP von etwa 2 bis etwa 20, wünschenswerterweise
von etwa 2 bis etwa 10, vorzugsweise von etwa 2 bis etwa 4, mit
sehr geringem Gehalt an zyklischen Oligomeren, wie oben angemerkt
wurde. Solche niedermolekulare Oligomere, beispielsweise Dimere
oder Trimere, werden dahingehend bevorzugt, dass, wenn sie in eine
Beschichtungsformulierung eingemischt oder damit umgesetzt werden,
sie dazu neigen, rascher an die Oberfläche der Mischung oder Beschichtung
zu migrieren und für
eine niedrigere Oberflächenspannung
zu sorgen, was im Vergleich mit Polyfluoroxetanen mit einem höheren Polymerisationsgrad
zu einem niedrigeren Reibungskoeffizienten führt. Obwohl dies nicht bevorzugt
wird, können
Polyfluoroxetanpolymere oder -copolymere auch so hergestellt werden,
dass sie einen DP von bis zu etwa 50, 100 oder 150 aufweisen.
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Alternativ
dazu, wenn auch nicht vorzugsweise, kann die Polymerisation des
Fluoroxetanmonomers in Gegenwart eines Lewis-Katalysators sowie
auch eines Nichtinitiators oder Lösungsmittels durchgeführt werden.
Beispiele für
geeignete Nichtinitiator- oder Nicht-Monoalkohol-Lösungsmittel
umfassen Trifluortoluol, Dichlorethan, Dimethylformamid sowie Dichlormethan.
Die Menge an Alkoholinitiator und Katalysator für entweder die obige bevorzugte
oder nicht bevorzugte Ausführungsform
variiert allgemein je nach gewünschtem
Molekulargewicht des Polymers umgekehrt proportional. Dies bedeutet,
dass die Polymerisation durch jeden Alkohol und jedes Katalysatormolekül im Allgemeinen
auf quantitativer Basis für
eine vorgegebene Menge Fluoroxetanmonomer initiiert wird, folglich
das Molekulargewicht des Polyfluoroxetan-Oligomers- oder -Polymers oder -Copolymers
durch die Menge des verwendeten Alkohols bestimmt wird. Wenn dieses
Verfahren eingesetzt wird, beträgt
der Polymerisationsgrad (DP) auch etwa 2 bis etwa 20, wünschenswerterweise
etwa 2 bis etwa 10, vorzugsweise etwa 2 bis etwa 4, wobei der Polymerisationsgrad
auch bis zu 50, bis zu etwa 100 oder sogar bis zu etwa 150 betragen
kann.
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Die
Reaktionsgeschwindigkeit zur Bildung des Polyfluoroxetanoligomers,
-polymers oder -copolymers unter Verwendung eines Monoalkohols und
eines Lewis-Säure-Katalysators variiert
mit der Temperatur. Folglich beträgt die Reaktionszeit im Allgemeinen
2 bis 40 Stunden und wünschenswerterweise
etwa 4 bis etwa 24 Stunden. Die Polymerisationstemperatur beträgt im Allgemeinen
etwa 0 bis zu etwa 100°C
und wünschenswerterweise
etwa 18 bis etwa 50°C.
Niedrigere Reaktionstemperaturen führen zu sehr langsamen Reaktionsgeschwindigkeiten,
während
höhere
Reaktionstemperaturen im Allgemeinen zur Bildung von zyklischen
Strukturen führen,
die 3 bis 4 Oxetaneinheiten enthalten. Wie bereits angemerkt ist
der Umsatz von Monomer zu Polymer im Wesentlichen quantitativ. Die
hergestellten Monohydroxypolyfluoroxetanoligomere, -polymere oder
-copolymere werden mit Wasser gewaschen, um einen neutralen pH zu
erhalten, und das Wasser wird durch Dekantieren entfernt. Anschließend können beliebige
geeignete Trocknungsmittel, wie z.B. Calciumchlorid, Phosphorpentoxid,
Calciumcarbonat, Magnesiumsulfat oder Molekularsiebe, verwendet
werden, um die Oligomere oder Polymere zu trocknen.
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Die
monofunktionellen Polyfluoroxetanoligomere oder -polymere weisen
die Formel
auf, worin "n", R, Rf und DP wie hierin oben beschrieben
sind und R
1 die organische Gruppe des reaktiven Monoalkohols
ist. Dies bedeutet, dass R
1, wie oben bemerkt,
von einem Alkohol, wie z.B. einem organischen Alkohol mit 1 bis
etwa 40 und vorzugsweise 1 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen oder einem
polymeren Alkohol etc., stammt. Wenn mehr als ein Typ von Monoalkohol
verwendet wird, um die Polyfluoroxetanoligomere oder -polymere herzustellen,
unterscheiden sich die R
1 eines oder mehrerer
unterschiedlicher Polymere, Copolymere oder Oligomere natürlich.
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Die
monofunktionellen Polyoxetanoligomere oder -polymere können auf
eine Reihe von Arten, wie z.B. als Oberflächenmodifikatoren in Beschichtungen,
in Polymermischungen und Legierungen in interpenetrierenden Polymernetzwerken
sowie in Block- und Pfropf-Copolymeren, verwendet werden.
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Die
Fluoroxetanmonomere können
auch mit einer Reihe von Comonomeren mit Epoxy- (Oxiran-) Funktionalität copolymerisiert
werden, wie z.B. Epichlorhydrin, Propylenoxid, Ethylenoxid, Butylglycidylether und
Perfluoroctylpropylenoxid sowie alkylsubstituierte Oxirane mit 1
bis etwa 15 oder etwa 7 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen oder Gemischen
davon; Monomeren mit einer 4-gliedrigen zyklischen Ethergruppe,
wie z.B. Trimethylenoxid, 3,3-Bis(chlormethyl)oxetan, 3,3-Bis(brommethyl)oxetan
und 3,3-Brommethyl(methyl)oxetan; Monomeren mit einer 5-gliedrigen
zyklischen Ethergruppe, wie z.B. Tetrahydrofuran, Tetrahydropyran
und 2-Methyltetrahydrofuran und dergleichen. Weitere geeignete Monomere
umfassen 1,4-Dioxan, 1,3-Dioxan und 1,3-Dioxalan sowie Trioxan und
Caprolacton. Die Copolymerisationsreaktion wird im Allgemeinen unter
den gleichen Bedingungen wie die Polymerisation der hierin oben
dargelegten Fluoroxetanmonomere durchgeführt. Die Menge des Comonomers
beträgt
etwa 0,1 bis etwa 99 Gew.-%, wünschenswerterweise
etwa 1,5 bis etwa 50 Gew.-%, vorzugsweise etwa 2 bis etwa 10 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht des einen oder der mehreren Comonomere
und der Fluoroxetanmonomere.
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Eine
Verwendung der Polyfluoroxetanoligomere, -polymere und -copolymere
mit einer Hydroxylgruppe ist die Funktionalisierung derselben mit
verschiedenen funktionellen Endgruppen zur weiteren Verwendung. Solche
funktionelle Endgruppen umfassen Acrylat, Methacrylat, Allyl, Melamin,
Amin, Aceteylacetat, Epoxid, Silyl, Isocyanat oder Derivate davon
und dergleichen. Solche Endgruppen können von einer Reihe von Verbindungen
herrühren,
die auf dem Gebiet der Erfindung und in der Literatur bekannt sind,
wie etwa in Principles of Polymerization von George Odian, 3. Aufl.,
herausgegeben von John Wiley & Sons,
Inc., New York, New York (1991) und Encyclopedia of Chemical Technology
von Kirk-Othmer, 4. Aufl., Bd. 1 bis 25, herausgegeben von John
Wiley & Sons,
New York, New York (1993) dargelegt ist, die hierein vollständig durch
Verweis aufgenommen sind. Acrylatendgruppen können beispielsweise von verschiedenen
Acryloylhalogeniden, wie z.B. Acryloylchlorid, stammen, Methacrylatendgruppen
können
von verschiedenen Methacryloylhalogeniden, wie z.B. Methacryloylchlorid,
oder von Hydroxylalkylacrylaten oder Methacrylaten stammen, Allylendgruppen
können
von verschiedenen Allylverbindungen, wie z.B. Allylchlorid, stammen,
Melaminendgruppen können
von verschiedenen melaminhältigen
Verbindungen oder Derivaten davon, wie z.B. Cymel 303, stammen,
Aminendgruppen können
von der Hydrolyse verschiedener funktioneller Isocyanatendgruppen
oder von verschiedenen Alkylendiaminen, wie z.B. Hexamethylendiamin,
stammen. Epoxidendgruppen können
von verschiedenen Epoxy bildenden oder epoxyhältigen Verbindungen, wie z.B.
Epichlorhydrin, stammen, Silylendgruppen können von verschiedenen silylhältigen Verbindungen,
wie z.B. Chlortrimethylsilan, stammen, und Isocyanatendgruppen können von
verschiedenen Diisocyanatverbindungen, wie z.B. Isophorondiisocyanat,
stammen.
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Im
weiteren Verlauf soll die Bezeichnung "funktionalisierte" Polyfluoroxetanoligomere, -polymere
oder -copolymere die oben angeführten
Endgruppen umfassen. Die Menge der verwendeten funktionalisierenden Verbindungen
beträgt
etwa 1,0 bis etwa 1,2 oder 1,3, vorzugsweise etwa 1,0 bis etwa 1,05,
Mol, bezogen auf das Hydroxyäquivalentgewicht
des Polyfluoroxetans. Reaktionsbedingungen, Verfahren und dergleichen,
einschließlich
der Verwendung von Katalysatoren und dergleichen, sind in der Literatur
und auf dem Gebiet der Erfindung allgemein bekannt, wie in Principles
of Polymerization von George Odian, 3. Aufl., herausgegeben von
John Wiley & Sons,
Inc., New York, New York (1991) und Encyclopedia of Chemical Technology
von Kirk-Othmer, 4. Aufl., Bd. 1 bis 25, herausgegeben von John
Wiley & Sons,
New York, New York (1993) dargelegt ist, die hierein vollständig durch
Verweis aufgenommen sind. Die Reaktionstemperaturen sind im Allgemeinen
Umgebungstemperatur oder liegen darüber, d.h. sie betragen etwa
10 bis etwa 120°C.
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Ein
bevorzugter Weg oder ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung des
funktionalisierten Polyfluoroxetanoligomers, -polymers oder -copolymers
ist einfach die direkte Umsetzung (d.h. der direkte Weg) der funktionalisierenden
Verbindung mit dem Polyfluoroxetan gemäß den oben dargelegten Reaktionsbedingungen und
Verfahren.
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Optional,
jedoch weniger erwünscht,
können
die verschiedenen funktionalisierten Polyfluoroxetane durch Umsetzung
des Polyfluoroxetans mit einem Kupplungsmittel oder einer Kupplungsverbindung
hergestellt werden. Anschließend
wird eine funktionelle Verbindung zugesetzt, wodurch die Kupplungsverbindung als
Verbindungslinker dient. Beispiele für geeignete Kupplungsverbindungen
umfassen verschiedene Diisocyanate, Diepoxys, Disäuren und
dergleichen. Wenn eine Kupplungsverbindung verwendet wird, ist es
wünschenswert,
die Reaktanten nacheinander zuzusetzen, damit nahezu vollständige Funktionalisierung
des Polyfluoroxetans erzielt werden kann. Folglich wird zuerst ein
Isocyanat- oder Epoxy-funktionalisiertes Polyfluoroxetan gebildet
und anschließend
mit einer Verbindung umgesetzt, die eine funktionalisierte Endgruppe
bildet, wie z.B. einem Hydroxylalkylacrylat (beispielsweise Hydroxyethylacrylat),
um ein funktionalisiertes Polyfluoroxetan auszubilden. Auf ähnliche
Weise können
andere Verbindungen, wie z.B. solche, die hierin oben angeführt sind,
verwendet werden, um die oben dargelegte funktionelle Endgruppe,
wie z.B. Methacrylat, Allyl, Melamin, Amin, Acetylacetat, Silyl
oder Derivate davon und dergleichen, auszubilden. Alternativ dazu
kann die Verbindung, welche die funktionelle Endgruppe bildet, mit
der Kupplungsverbindung umgesetzt werden, um selbige zu funktionalisieren,
und die gebildete Verbindung mit dem Polyfluoroxetan umgesetzt werden.
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Die
Di- oder Polyisocyanat-Kupplungsverbindung kann im Allgemeinen jede
beliebige Verbindung der Formel R-(NCO)y sein,
worin y eine ganze Zahl ist, die 2 entspricht oder darüber liegt,
und R eine aliphatische Gruppe mit 4 bis 100 Kohlenstoffatomen,
eine aromatische Gruppe mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Kombination
aus Alkyl- und aromatischen Gruppen oder alkylsubstituierten aromatischen
oder aromatischen substituiertem Alkyl mit 7 bis 30 Kohlenstoffatomen
oder Oligomeren davon ist. Diese Isocyanatverbindungen sind auf
dem Gebiet der Erfindung allgemein bekannt. 4',4-Methylendiphenylisocyanat (MDI) sowie
polymeres MDI, das eher eine Flüssigkeit
als ein kristalliner Feststoff ist, Toluoldiisocyanat, 1,6-Hexandiisocyanat,
Isophorondiisocyanat (vorzugsweise), Trimethylhexandiisocyanat etc.
stellen bevorzugte Vertreter dar.
-
In ähnlicher
Weise können
die Epoxyverbindungen allgemein die Formel
aufweisen, worin y zumindest
2 ist und Z eine zwei- oder mehrwertige Gruppe mit 2 bis 100 Kohlenstoffatomen, häufig 1 oder
mehr Sauerstoffatomen und manchmal andere Heteroatomen neben Sauerstoff
und Wasserstoff ist. Es ist wünschenswert,
dass das Molekulargewicht der Epoxyverbindung niedrig gehalten wird,
da Materialien mit höherem
Molekulargewicht die Viskosität
erhöhen.
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Geeignete
Disäuren,
die als Kupplungsverbindung verwendet werden können, umfassen Dicarbonsäuren mit
einer Gesamtzahl von 4 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen, wie z.B. Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure und
dergleichen.
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Die
Reaktion zwischen Hydroxygruppe des Polyfluoroxetanoligomers, -polymers
oder -copolymers mit einer Hydroxylgruppe und der Kupplungsverbindung,
wie z.B. der Isocyanat- oder Epoxygruppe, kann durch verschiedene
chemische Analyseverfahren verfolgt werden, um die Reaktionsbedingungen
zu optimieren. Wünschenswerterweise
liegen zumindest etwa 1,01 mol einer Diisocyanatverbindung oder
einer Diepoxyverbindung oder einer Disäureverbindung pro mol der Hydroxylgruppen
enthaltenden Polyfluoroxetanverbindung vor. Dies beschleunigt die
Endverkappung des Polyfluoroxetans mit einer Hydroxylgruppe, und
es kommt zu keiner Kettenverlängerung.
Anders gesagt wird eine Isocyanatgruppe des Diisocyanats, Diepoxy
oder Disäure mit
der OH-Gruppe des Polyoxetans umgesetzt, während die andere, verbliebene
Gruppe eine freie Endgruppe ist, die im Anschluss daran umgesetzt
werden kann. Folglich enthält
die Kupplungsverbindung im Allgemeinen eine umgesetzte Isocyanat-,
Epoxy- oder Säuregruppe
und eine nicht umgesetzte Gruppe. In den meisten Ausführungsformen
ist eine Kettenverlängerung
nicht erwünscht,
da die daraus resultierenden Polymere mit höherem Molekulargewicht die
Beschichtungsviskosität
erhöhen
und die Anzahl der lasttragenden Ketten gegebenenfalls verringern,
was die physikalischen Eigenschaften verschlechtern kann. Andere
Reaktionsbedingungen können
optimiert werden, um Kettenverlängerungen
weiter einzuschränken.
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Das
Polyfluoroxetanoligomer, -polymer oder -copolymer stellt bei Aufnahme
in eine Beschichtung über die
funktionalisierte Gruppe, z.B. Acrylat, Amin etc., verbesserte Verschleißbeständigkeit,
Kratzfestigkeit, Fleckenbeständigkeit,
Egalisierung, verbesserten Rutsch und einen niedrigeren Reibungskoeffizienten
bereit. Es gibt allgemein verbesserte Oberflächeneigenschaften in Bezug
auf eine Beschichtung ohne das Additiv. Ohne an eine Erklärung gebunden
zu sein, wird davon ausgegangen, dass das Polyfluoroxetan bei Mischung
mit den anderen Komponenten und vor oder während des Härtungsverfahrens in größtmöglichem
Ausmaß an
die Grenzflächen
zwischen der Beschichtung und dem Substrat und der Grenzfläche zwischen
der Beschichtung und der Atmosphäre
migriert, wodurch erhöhte
Benetzbarkeit an der festen Grenzfläche bereitgestellt wird, die Haftung
verbessert wird und die Oberflächenspannung
an der Atmosphärengrenzfläche verringert
wird, was die Egalisierung verbessert, verbesserte Oberflächen (Glanz/Erscheinungsbild)
an der Atmosphärengrenzfläche und verbesserte
Verschleiß-
und Fleckenbeständigkeit
an der Atmosphärengrenzfläche bereitstellt.
Die Oligomere, Polymere, Copolymere etc. können auch verwendet werden,
um Formteile und dicke Zusammensetzungen zu bilden.
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Beschichtungszusammensetzungen
umfassen verschiedene Polymere, Copolymere oder Harze oder Monomere
oder Comonomere, die solche Polymere oder Copolymere bilden, wie
z.B. Vinylesterharze, Polymere aromatischer Vinylmonomere mit insgesamt
8 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie z.B. Styrol, α-Methylstyrol, Vinyltoluol und
dergleichen; ethylenisch ungesättigte
Monomere, die im Allgemeinen frei von Säuregruppen sind, mit 4 bis
30 Kohlenstoffatomen, einschließlich
Alkylacrylate oder Alkylmethacrylate, worin die Alkylgruppe 1 bis
20 oder 27 Kohlenstoffatome aufweist, wie z.B. Methyl(meth)acrylat,
Ethyl(meth)acrylat, Propyl(meth)acrylat; Acerylsäure etc.; verschiedene Polyester,
die aus Diolen mit insgesamt 2 bis etwa 6 oder 8 Kohlenstoffatomen
und verschiedenen Dicarbonsäuren,
ungeachtet dessen, ob diese aliphatisch, aromatisch oder Kombinationen
davon sind, mit insgesamt 4 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen, wie z.B.
Malonsäure,
Bernsteinsäure,
Glutarsäure,
Adipinsäure,
Pimelinsäure,
Maleinsäure,
Fumarsäure,
Phthalsäure,
Isophthalsäure, Terephthalsäure und
dergleichen, bestehen; (Cyclo)alkylester von Maleinsäure, Fumarsäure und
Itaconsäure, beispielsweise
Dimethylmaleat, Diethylmaleat, Diethylfumarat, Dipropylmaleat, Dibutylmaleat
und Dibutylfumarat; Ethergruppen enthaltende (Meth)acrylate, beispielsweise
2-Methoxyethyl(meth)acrylat, 2-Ethoxyethyl(meth)acrylat und 3-Methoxypropyl(meth)acrylat;
Hydroxyalkyl(meth)acrylate mit insgesamt etwa 4 oder etwa 7 bis
etwa 20 oder 30 Kohlenstoffatomen, beispielsweise 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat
und 2-Hydroxypropyl(meth)acrylat; Hydroxypolypropylenglykol(meth)acrylate
und dergleichen; N-Vinylpyrrolidon; verschiedene konjugierte Diene
mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie z.B. Butadien, Isopren und dergleichen;
verschiedene Urethanacrylate, die unter Verwendung obigen eines
oder mehrerer Acrylate hergestellt werden, beispielsweise ein Hydroxylalkylacrylat
mit herkömmlichen
Poly- oder Diisocyanaten, wie hierin oben dargelegt, und verschiedene
Epoxyacrylate, die aus einem oder mehreren der obigen Acrylate hergestellt
ist, beispielsweise ein Hydroxyalkylacrylat mit den verschiedenen
Epoxys, wie hierin oben dargelegt, oder verschiedene Polyesteracrylate
aus einem oder mehreren der obigen Acrylate mit einem oder mehreren
vorgeformten Polyestern oder aus einem oder mehreren polyesterbildenden
Monomeren. In obiger Liste bedeutet die Verwendung von "(Meth)" immer, dass das
Vorliegen einer Methylgruppe in der Verbindung optional ist. Die
Monomere werden im Allgemeinen in jeder gewünschten Menge verwendet und
bezogen auf eine Reihe von Überlegungen
einschließlich
Flüchtigkeit,
relative Gesundheitsschäden
durch Ausgesetztsein, deren Reaktivitätsverhältnisse bei der Copolymerisation
mit den Polymeren und Oligomeren mit Acrylatendgruppen etc. ausgewählt.
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Die
obigen Beschichtungen können
von Monomeren oder Comonomeren oder Polymeren oder Copolymeren,
d.h. Mischungen, oder solchen Monomeren oder Comonomeren etc bestehen,
die mit den verschiedenen funktionalisierten Polyfluoroxetanoligomeren,
-polymeren oder -copolymeren über
die hierin oben dargelegten funktionalisierten Endgruppen umgesetzt
werden. Vorzugsweise wird das funktionalisierte Polyoxetan mit Monomeren
oder Comonomeren (beispielsweise in situ) umgesetzt, um das Beschichtungspolymer oder
-copolymer oder Harz daraus auszubilden. Reaktionsbedingungen, Verfahren
und dergleichen hängen von
den Typen der Monomere oder Comonomere oder bereits gebildeten Polymere
oder Copolymere ab, was auf dem Gebiet der Erfindung als auch in
der Literatur, wie in Principles of Polymerization von George Odian, 3.
Aufl., herausgegeben von John Wiley & Sons, Inc., New York, New York (1991)
und Encyclopedia of Chemical Technology von Kirk-Othmer, 4. Aufl.,
Bd. 1 bis 25, herausgegeben von John Wiley & Sons, New York, New York (1993)
dargelegt, bekannt ist, die hierein vollständig durch Verweis aufgenommen
sind.
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Die
erfindungsgemäße Beschichtungszusammensetzung,
die gehärtet
oder ungehärtet
sein kann, kann eine Mischung umfassen, jedoch vorzugsweise das
Reaktionsprodukt des funktionalisierten Polyfluoroxetanoligomers,
-polymers oder -copolymers; das eine oder die mehreren Beschichtungsmonomere
oder -comonomere, die das Harz, Polymer oder Copolymer daraus bilden;
oder das bereits gebildete eine oder die gebildeten mehreren Polymere
oder Copolymere; gegebenenfalls einen UV-Initiator, Vernetzer und
dergleichen. Gegebenenfalls kann die Beschichtung Additive, wie
z.B. Pigmente, Weichmacher, Rheologiemodifikatoren etc. enthalten.
Obwohl das funktionalisierte Polyfluoroxetanoligomer, -polymer oder
-copolymer in der Beschichtungszusammensetzung in beliebiger Konzentration
eingesetzt werden kann, ist es im Allgemeinen in einer Menge von
etwa 0,05 bis etwa 0,1 oder etwa 1 oder 3 bis etwa 10, 20 oder 30
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Beschichtungszusammensetzung,
wirksam.
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Laminate
sind einfach herzustellen, indem die Beschichtung auf ein Substrat
aufgebracht wird, das eine oder mehrere Substratschichten enthält. Die
Substrate für
die härtbare
Beschichtung umfassen thermoplastische oder wärmehärtbare Kunststoffe, Papier,
Metalle, Gewebe, wie z.B. Polyester, Nylon oder Polyolefin, gewebte
und nicht gewebte Stoffe, Celluloseerzeugnisse, die kein Papier
sind etc. Bevorzugte Kunststoffsubstrate umfassen Polyvinylchlorid,
Polyolefine und Polyolefin-Copolymere sowie Mischungen von Polyolefinpolymeren
und Copolymeren, Polyester, Polycarbonate und dergleichen (oberflächenbehandelt
oder unbehandelt). Die Kunststoffe können zu Möbeln, Kammern, Bodenbelägen, Bauprodukten
etc. ausgebildet werden. Bevorzugte Celluloseerzeugnisse umfassen
Holzprodukte, wie z.B. Möbel,
Kästen,
Holzböden,
Papier und dergleichen. Die Beschichtung eignet sich als Schutzüberzug für jegliche
der obigen Substrate.
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Die
Beschichtung kann, je nach Biegevermögen des Substrats, modifiziert
werden, um biegsam oder steif zu sein. Die Polarität der Beschichtung
kann eingestellt werden, indem die Polarität des Acrylats oder Methacrylats
oder Allyls, der terminierten Komponenten oder des Monomers verändert werden,
um sie mit dem Substrat verträglich
zu machen. Die Beschichtung kann biegsamer gemacht werden, indem
weniger Vernetzer eingesetzt oder ein Comonomer gewählt wird,
das ein Polymer mit niedrigerer Glastemperatur ergibt. Das Grundgerüst des polyfuktionellen
Vernetzerpolymers kann auch gewählt
werden, um eine weichere Beschichtung mit niedrigerem Biegemodul
zu ergeben.
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Für die Beschichtungszusammensetzung
stehen verschiedene Härtungsmöglichkeiten
zur Verfügung. Zur
Härtung
der Beschichtungen kann auch Elektronenstrahlbelichtung verwendet
werden. Wenn Ultraviolett- (UV-) aktivierte Photoinitiatoren mit Radikalen
vorliegen, kann das UV-Licht die Härtung aktivieren. Wenn UV-Härtung angewandt
wird, können
die funktionalisierten Endgruppen jede beliebige der oben dargelegten Vertreter
sein, wie z.B. Acrylat, Methacrylat, Allyl oder Epoxid etc. Kombinationen
von zwei Härtern
vom Einkomponententyp können
verwendet werden. Die Menge und Typen der Härter sind auf dem Gebiet der
Erfindung und in der Literatur bezüglich Bestrahlung und UV-Härter allgemein
bekannt, wie z.B. jene, die hierin nachstehend angeführt sind.
Die Menge des Härters
ist ausschlaggebend dafür,
dass zumindest 50, 75 oder 90 oder sogar 100 Gew.-% der polymerisierbaren
Komponenten der Beschichtung in nicht extrahierbares Gel übergeführt werden.
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Die
Polymerisationsbedingungen zur Bildung der Beschichtungszusammensetzung
umfassen im Allgemeinen das Erhitzen des funktionalisierten Polyfluoroxetanoligomers,
-polymers oder -copolymers mit einem oder mehreren bereits gebildeten
Polymeren oder Copolymeren oder vorzugsweise mit einem oder mehreren
Monomeren sowie Umsetzen derselben bei erhöhter Temperatur, wünschenswerterweise
in Gegenwart eines Initiators oder Katalysators, sowie In-situ-Ausbilden
eines Beschichtungspolymers, wie z.B. Polyacrylat etc., welches
das Polyfluoroxetanoligomer, -polymer oder -copolymer darin enthält.
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Vernetzer,
die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, umfassen verschiedene
polyfunktionelle Oligomere und Polymere (die kein monofunktionalisiertes
Polyfluoroxetan sind), die bei der Bestrahlung härtbarer Beschichtungen verwendet
werden. Sie zeichnen sich durch die Gegenwart einer oder mehrerer
ungesättigter
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen aus, welche mit den Comonomeren
copolymerisieren können.
Diese Komponenten werden in wirksamen Mengen zugesetzt, um die physikalischen
Eigenschaften der Beschichtungen, wie z.B. Vernetzungsdichte, zu
verändern,
was sich auf den Modul und die Festigkeit auswirkt. Diese Reaktanten
tragen stark zur Lösungsmittelbeständigkeit
der gehärteten
Beschichtungen bei, da die von ihnen bereitgestellten Vernetzungen
das Quellen in herkömmlichen
Lösungsmitteln
verhindern. Beispiele für
solche Vernetzer umfassen Ebecryl 810; TRPGDA, Tripropylenglykoldiacrylat;
und TMPTA, Trimethylolpropantriacrylat. Vernetzer umfassen auch
oligomere, mehrfach ungesättigte
Verbindungen, die nicht nur als Vernet zer dienen, sondern auch zur
Gesamtleistung der UV-härtbaren
Beschichtung beitragen. Solche Beschichtungszusammensetzungen umfassen
acrylierte oder methacrylierte oder allylfunktionalisierte Polyester, wie
z.B. Ebecryl 81, einem acryliertem Polyester; acrylierte oder methacrylierte
oder allylisch funktionalisierte Urethanacryle, wie beispielsweise
Ebecryl 4883, ein acryliertes aliphatisches Urethan; acrylierte
oder methacrylierte oder allylfunktionalisierte Urethanpolyester;
acrylierte oder methacrylierte oder allylfunktionalisiertes Epoxy;
oder acrylierte oder methacrylierte oder allylfunktionalisierte
Epoxypolyester.
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Ultraviolettlicht-
(UV-) aktivierte Härter
können
in der Beschichtung in einer wirksamen Menge verwendet werden, um
die Polymerisation der Comonomere und das Vernetzen durch das polyfunktionelle
Oligomer und polymere Vernetzer zu bewirken. Diese Härter können jegliche
chemische Verbindung sein, die bei Ausgesetztsein gegenüber ultravioletter
Strahlung Radikale bilden kann. UV-aktivierte Härter sind in den US-Patenten
5.411.996, 4.882.201 und 4.279.717, die hierin durch Verweis aufgenommen
sind, dargelegt. Andere UV-aktivierte Härte, wie z.B. Cyracure UVR-6110
und Cyracure UVI-6974, die in den Beispielen verwendet werden, sind
im Handel erhältlich
und auf dem Gebiet der Erfindung bekannt. Thermische Aktivatoren
umfassen verschiedene Peroxide, wie z.B. Benzoylperoxid, t-Butylperoxypivalat,
2,4-Dichlorbenzoylperoxid, Decanoylperoxid, Propionylperoxid, Hydroxyheptylperoxid,
Cyclohexanonperoxid, 2,5-Dimethylhexyl-2,5-di(peroxybenzoat), t-Butylperbenzoat,
Dicumylperoxid, 2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)hexin-3, 2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)hexan,
3,5-Dimethyl-2,5-di(benzoylperoxy)hexan, Di-t-butylperoxid, p-Menthanhydroperoxid,
Cumolhydroperoxid, 2,5-Dimethyl-2,5-di(hydroxperoxy)hexan, t-Butylhydroperoxid,
Lauroylperoxid, t-Amylperbenzoat oder Gemische davon. Bevorzugte
organische Peroxide umfassen Benzoylperoxid und t-Butylperbenzoat.
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Andere
Komponenten der Beschichtung umfassen Füllstoffe, wie z.B. TiO2 und Zinkoxid, sowie andere Pigmente und
Färbemittel;
Metallpigmente, wie z.B. Aluminiumplättchen; Antiglanzmittel, wie
z.B. Kieselhydrogel und organische Silica; Farbstoffe; Weichmacher,
wie z.B. Esteröle,
Triglyceride, Kohlenwasserstofföle; Calciumcarbonat;
Ton; Talk; Wachse; Fließmodifikatoren,
wie z.B. Rheologiemodifikatoren, Scher entzähungsmittel; Beschleuniger
oder Coinitiatoren, wie z.B. Amine, sowie Netzmittel und Oberflächenmodifikatoren
für Füllstoffe.
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Die
vorliegende Erfindung wird durch nachstehende Beispiele näher veranschaulicht,
die dazu dienen, die Erfindung darzustellen, ohne dass selbige dabei
eingeschränkt
wird. Die Beispiele 1 bis 3 beziehen sich auf die Herstellung von
Polyfluoroxetancopolymeren mit einer Hydroxylgruppe unter Verwendung
eines Monoalkoholinitiators und einer anderen Verbindung als Lösungsmittel.
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Experimenteller
Teil
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Beispiel 1
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Herstellung
von Polyfluoroxetan mit einer Hydroxylgruppe unter Verwendung von
Benzylalkohol als Initiator und Dichlormethan als Lösungsmittel
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In
diesem Verfahren wurden ausschließlich Reaktionsgefäße und Kühler aus
Glas verwendet. Sämtliche
Glaswaren und Chemikalien wurden vor der Verwendung getrocknet.
Ein 10-Liter-Rundkolben mit Kühler, Tropftrichter
und Gummiseptum wurde mit 1.763,4 g Dichlormethanlösungsmittel
befüllt.
Der Katalysator, Bortrifluorid-Tetrahydrofuran (67,15 g) und der
Initiator Benzylalkohol (129,7 g, monofunktioneller Alkohol) wurden
zum Reaktionskolben zugesetzt. 3-FOX (3.314,7 g) wurden in einen
Tropftrichter gefüllt.
3-FOX-Monomer kann auf jene Weise hergestellt werden, wie sie in
den US-Patenten 5.650.483, 5.668.250, 5.668.251 oder 5.663.289 dargelegt
ist. Etwa ein Drittel des Gemischs wurde zum Rundkolben zugesetzt
und ca. 15 bis 30 Minuten lang rühren
gelassen, bis die Reaktion initiiert wurde. Die Temperatur wurde
bei einer Temperatur von etwa 20 bis 23°C gehalten. Das restliche Monomergemisch
wurde über
4 Stunden zugetropft. Das Reaktionsgemisch wurde 4 Stunden lang
rühren
gelassen, bis der Umsatz, mittels 1H-NMR
gemessen, 97 bis 99,8% erreichte. Das Reaktionsgemisch wurde mit
Wasser bis zu neutralem pH gewaschen, das Wasser dekantiert und das
Produkt über
Magnesiumsulfat getrocknet. Das Gewicht der gebildeten zyklischen
Oligomere betrug, bezogen auf das Gesamtgewicht des Copolymers,
etwa 15 Gew.-%.
-
Beispiel 2
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Herstellung von Polyfluoroxetan
mit einer Hydroxylgruppe unter Verwendung von Trifluorethanol als
Initiator und Dichlormethan als Lösungsmittel
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Dichlormethanlösungsmittel
(26,6 g) wurde in einen trockenen Kolben unter Stickstoffspülung eingefüllt. BF3-THF-Katalysatoren (7,57 g) wurden langsam
in den Kolben eingespritzt und das Gemisch gerührt. Trifluorethanol (Initiator)
(13,6 g) wurde unter Rühren
langsam in das Reaktionsgefäß eingespritzt.
Die Gemischtemperatur wurde anschließend auf 35°C gebracht und etwa 30 Minuten
lang reagieren gelassen. Fünfzig
Gramm (50 g) 3-FOX-Monomer wurden sodann langsam unter gutem Rühren zum
Reaktionsgefäß zugesetzt
und die Gemischtemperatur beobachtet. Eine Probe zur Bestimmung
des Monomerumsatzes mittels 1H-NMR-Spektroskopie
wurde kurz nach Beobachtung einer Reaktionsexotherme entnommen.
Die Monomerzugabe erfolgte mit einer Geschwindigkeit, die ausreichte,
um die Reaktionstemperatur zwischen 38 und 40°C zu halten. Nach Beendigung
der Monomerzugabe wurde die Reaktionstemperatur etwa 2 Stunden lang
in oben angeführtem
Bereich gehalten, bis quantitativer Umsatz (> 99,5 Mol-%) des Monomers erzielt war.
-
Der
Polyether wurde durch Verdünnen
des Gemischs auf insgesamt 1 ml Dichlormethan pro g 3-FOX-Monomer
isoliert. Die Reaktionsgefäßinhalte
wurden anschließend
in einen Scheidetrichter mit geeigneter Größe übergeführt und die Lösung mit
0,43 ml Wasser pro g 3-FOX gequencht und heftig geschüttelt. Nach
erfolgter Phasentrennung wurde die wässrige Phase entfernt, auf
ihren pH getestet und verworfen. Wasser (0,85 ml/g 3-FOX) wurde
erneut zum Trichter zugesetzt und zusammen mit der organischen Phase
heftig geschüttelt.
Die Phasen wurden sich trennen gelassen, die wässrige Phase erneut auf ihren
pH getestet und verworfen.
-
Das
Verfahren wurde wiederholt, bis der pH der wässrigen Phase zumindest 5 betrug.
Die organische Phase wurde anschließend Rotationsverdampfung unterzogen,
bis das Dichlormethan, mittels NMR gemessen, vollständig verschwunden
war. Charakterisierung mittels Protonen-NMR-Spektroskopie zeigte,
dass das Polyol einen mittleren Polymerisationsgrad (DP) von 7,6
und einen Tetrahydrofuran- (THF-) Ge halt von 14,3 Mol-% aufwies.
Das Gewicht der gebildeten zyklischen Oligomere betrug, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Copolymers, etwa 15 Gew.-%.
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Beispiel 3
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Herstellung
von Polyfluoroxetan mit einer Hydroxylgruppe unter Verwendung von
Allylalkohol als Initiator und Dichlormethan als Lösungsmittel
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Dichlormethanlösungsmittel
(26,6 g) wurde in einen trockenen Kolben unter Stickstoffspülung eingefüllt. BF3-THF (2,53 g) wurde anschließend langsam
in den Kolben eingespritzt und das Gemisch gerührt. Allylalkohol (Initiator)
(2,62 g) wurde unter Rühren
langsam in das Reaktionsgefäß eingespritzt.
Die Gemischtemperatur wurde anschließend auf 35°C gebracht und etwa 30 Minuten
lang reagieren gelassen. Fünfzig Gramm
(50 g) 3-FOX-Monomer wurden sodann langsam unter gutem Rühren zum
Reaktionsgefäß zugesetzt und
die Gemischtemperatur beobachtet. Eine Probe zur Bestimmung des
Monomerumsatzes mittels 1H-NMR-Spektroskopie
wurde kurz nach Beobachtung einer Reaktionsexotherme entnommen.
Die Monomerzugabe erfolgte mit einer Geschwindigkeit, die ausreichte,
um die Reaktionstemperatur zwischen 38 und 40°C zu halten. Nach Beendigung
der Monomerzugabe wurde die Reaktionstemperatur etwa 2 Stunden lang
in oben angeführtem
Bereich gehalten, bis quantitativer Umsatz (> 99,5 Mol-%) des Monomers erzielt war.
-
Der
Polyether wurde durch Verdünnen
des Gemischs auf insgesamt 1 ml Dichlormethan pro g 3-FOX-Monomer
isoliert. Der Reaktionsgefäßinhalt
wurde anschließend
in einen Scheidetrichter mit geeigneter Größe übergeführt und die Lösung mit
0,43 ml Wasser pro g 3-FOX gequencht und heftig geschüttelt. Nach erfolgter
Phasentrennung wurde die wässrige
Phase entfernt, auf ihren pH getestet und verworfen. Wasser (0,85
ml/g 3-FOX) wurde erneut zum Trichter zugesetzt und zusammen mit
der organischen Phase heftig geschüttelt. Die Phasen wurden sich
trennen gelassen, die wässrige
Phase erneut auf ihren pH getestet und verworfen. Das Verfahren
wurde wiederholt, bis der pH der wässrigen Phase zumindest 5 betrug.
Die organische Phase wurde anschließend Rotationsverdampfung unterzogen
bis das Dichlor methan, mittels NMR gemessen, vollständig verschwunden
war. Charakterisierung mittels Protonen-NMR-Spektroskopie zeigte,
dass das Polyol einen mittleren Polymerisationsgrad (DP) von 8,3
und einen Tetrahydrofuran- (THF-) Gehalt von 4,5 Mol-% aufwies.
Das Gewicht der gebildeten zyklischen Oligomere betrug, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Copolymers, etwa 15 Gew.-%.
-
Die
Beispiele 4, 5 sowie 6 und 7 beziehen sich auf die Herstellung von
Polyfluoroxetancopolymeren mit einer Hydroxylgruppe unter Verwendung
des gleichen Monoalkoholinitiators als Coinitiator-Lösungsmittel, womit
es zu keiner Verwendung eines Nicht-Monoalkohol-Lösungsmittels
kam.
-
Beispiel
4 Synthese
von niedermolekularem 3-FOX-Oligomer unter Verwendung von CF
3CH
2OH als Coinitiator-Lösungsmittel
-
Unter
Verwendung von CF3CH2OH
als Initiator und Lösungsmittel
können
sehr niedermolekulare, lineare Oligomere in hoher Ausbeute ohne
Bildung nennenswerter Mengen an zyklischen Oligomeren gebildet werden.
Dies bedeutet, dass die Menge der gebildeten zyklischen Oligomere,
bezogen auf das insgesamt gebildete Polyfluoroxetan, weniger als
1 Gew.-% betrug.
-
Polymerisationsverfahren:
-
- 1. Ofentrocknen der Reaktionsgefäße. Unter
N2-Spülung
abkühlen.
- 2. Der Wassergehalt von FOX-Monomer, Initiator und Lösungsmittelgemisch
muss weniger als 500 ppm betragen. Verwendung der Karl-Fisher-Analyse
zur Bestimmung. Trocknung mittels 4A-Molekularsieben ist ebenfalls möglich.
- 3. Herstellung des Initiator/Katalysator-Komplexes im trockenen
Kolben mit Kühler
unter 30-minütiger
Stickstoffspülung
bei Raumtemperatur.
- 4. Herstellung der Monomer/Lösungsmittel-Lösung in
einem weiteren Kolben oder WM-Gefäß.
- 5. Durchspülen
der Mikropumpe mit geeignetem Lösungsmittel
und Einstellen der Pumprate. Eingestellte Rate * 1,8 = Abgaberate.
- 6. Erhitzen des Katalysator/Initiator-Systems auf 40°C.
- 7. Starten der Pumpe. Schnellstmögliche Zufuhr der Monomerlösung; Halten
der Temperatur unter 54°C.
- 8. Rührenlassen
der Polymerlösung über Nacht
bei 40°C.
-
Aufarbeitung: (Reinigung)
-
- 1. Überführen der
Polymerlösung
bei Bedarf in einen größeren Mantelkolben.
- 2. Verdünnen
der Polymerlösung
mit 100 ml Methylenchlorid. Polymer ist mitunter zu gut wasserlöslich, um ohne
ein starkes organisches Lösungsmittel
aufgearbeitet zu werden.
- 3. Erhitzen des Kolbens auf 35°C. Das Erhitzen unterstützt die
Phasentrennung.
- 4. Waschen der Polymerlösung
und Neutralisieren von BF3 mit 100 ml 2,5%igem
NaHCO3.
- 5. 30-minütiges
Rühren
und 15-minütiges
Absetzenlassen.
- 6. Überführen in
einen Scheidetrichter oder Abpumpen der Wasserphase.
- 7. Erneutes Waschen der Polymerlösung mit Wasser (40°C) bis zur
Neutralität.
- 8. 20-minütiges
Trocknen der Polymerlösung über Na2SO4.
- 9. Vakuumfiltrieren und Spülen
mit Methylenchlorid.
- 10. Rotationsverdampfen des Methylenchlorids bei 35°C und anschließendes Erhitzen
auf 70°C,
um Trifluorethanol zu entfernen.
-
- Scheinbarer DP = 3,6 (FOX) mittels Endgruppenanalyse; tatsächlich ein
Gemisch aus linearem Dimer, Trimer, Tetramer; geringe Menge an Zyklen;
13,8 Mol-% THF, theoretisch = 14,6 Mol-%
-
-
-
Wie
aus den Beispielen 4 bis 7 hervorgeht, war die Menge an gebildeten
zyklischen Oligomeren bei Verwendung eines Monoalkohols sowohl als
Initiator als auch als Lösungsmittel
ohne jegliches anderes Lösungsmittel
vernachlässigbar;
sie betrug im Allgemeinen weniger als 1 Gew.-%, während bei
Verwendung eines anderen Lösungsmittels,
wie in den Beispielen 1 bis 3 dargelegt, die Menge an zyklischen
Oligomeren etwa 15 Gew.-% betrug.
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Beispiel
8 ist ein Vergleich, bei dem ein funktionalisiertes Polyfluoroxetan
aus einem Diolinitiator hergestellt wurde.
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Beispiel 8 (Vergleich)
Polyfoxdiurethanacrylat
-
Ein
3-Liter-Vierhalsrundkolben mit mechanischem Rührer, Kühler und Thermometer wurde
unter Stickstoff getrocknet und mit Poly-3-FOX-Diol befüllt, das
auf eine in den US-Patenten 5.650.483, 5.668.250, 5.668.251 und
5.663.289 dargelegte Weise in Beispiel 1 hergestellt wurde (405
g, 0,29 Äqu.).
Dazu wurden bei Raumtemperatur Isophorondiisocyanat (69 g, 0,61 Äqu.) und
Dibutylzinndilaurat (0,2 g) zugesetzt. Dabei wurde eine schwache
Exotherme beobachtet, die zu einem Temperaturanstieg von 26 auf
30°C führte. Das resultierende
Gemisch wurde bei Umgebungstemperatur 1 Stunde lang gerührt und
anschließend
1 Stunde lang auf 65°C
erhitzt. Das Gemisch wurde anschließend auf 30°C abgekühlt und 30 Minuten lang 2-Hydroxyethylacrylat
(37,4 g, 0,32 Äqu.)
zugesetzt. Das Gemisch wurde bei Umgebungstemperatur 16 Stunden
lang gerührt,
wonach IR-Analyse die Gegenwart einer starken NCO-Valenzschwingungsbande
bei 2.270 cm–1 zeigte.
Dazu wurde Dibutylzinndilaurat-Katalysator (0,3 g) zugesetzt und
das Gemisch 3 Stunden lang auf 60°C erhitzt
und anschließend
16 Stunden lang auf Umgebungstemperatur. Eine 50-g-Probe des Acrylatmaterials wurde
entnommen. Dazu wurde ein Hemmer (4-Methoxyphenol, 0,47 g) zugesetzt,
und das Gemisch wurde heftig gerührt,
um den Hemmer zu dispergieren. Das resultierende Gemisch, ein farbloses,
viskoses Öl,
wurde übergeführt, um
den Hemmer zu dispergieren. Das resultierende Gemisch, ein farbloses,
viskoses Öl,
wurde in einen Kunststoffballon übergeführt und
für den
weiteren Gebrauch darin aufbewahrt. Insgesamt 505 g des Copolymers
wurden isoliert, was eine Ausbeute von 98,7% darstellt.
-
Beispiel
9 bezieht sich auf ein funktionalisiertes Monopolyfluoroxetan, das
aus einem erfindungsgemäßen Monoalkohol
hergestellt wurde.
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Beispiel 9
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Herstellung
von Poly-FOX-Monourethanacrylat
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In
einen sauberen, trockenen 500-ml-Reaktionskessel wurden 13,61 g
Isophorondiisocyanat zugesetzt. Das Reaktionsgefäß wurde auf 65°C erhitzt,
und 192,1 g Poly-3-FOX-Monool (MOX) aus Beispiel 1 sowie 0,10 g
Dibutylzinndilaurat wurden innerhalb von 90 Minuten zugetropft.
Die Reaktion wurde (etwa 4 Stunden lang) rühren gelassen, bis eine Isocyanatzahl
von 0,31 mmol/g erreicht war. Das Reaktionsgemisch wurde auf 50°C abgekühlt. Das
resultierende Produkt ist ein mit monofunktionellem Isocyanat verkapptes
Poly-3-FOX.
-
Das
mit monofunktionellem Isocyanat verkappte Poly-3-FOX-Reaktionsgemisch
wurde bei 50°C
gehalten; zum Reaktionsgemisch wurden 7,51 g Hydroxyethylacrylat
und 0,08 g Dibutylzinndilaurat zugetropft. Die Reaktion wurde gerührt und
zusätzliches
Hydroxyethylacrylat nach Bedarf zugesetzt, bis der IR-Peak bei 2.300
cm–1 des
nichtumgesetzten Isocyanats des mit monofunktionellem Isocyanat
verkappten Poly-3-FOX verschwunden
war. Zum Endgemisch wurden als Hemmer 0,20 g 4-Methoxyphenol zugesetzt.
-
Herstellung von Beschichtungsformulierungen:
-
Die
Comonomere und acrylierten Harze (z.B. Ebecryl 81, Ebecryl 4883,
TRPGDA, TMPTA und N-Vinylpyrrolidon) wurden in ein Reaktionsgefäß eingewogen
und 30 Minuten lang bei 50°C
vermischt. Das Reaktionsgefäß wurde
unter Rühren
auf Raumtemperatur (ca. 25°C)
abgekühlt.
Zum Reaktionsgefäßinhalt
wurden das acry lierte Poly-FOX-Präpolymer entweder aus Beispiel
8 oder 9 in den in den Tabellen 2 und 3 angegebenen Mengen, der
Photoinitiator und die restlichen Bestandteile der Formulierung
aus Tabelle 1 zugesetzt und das System bis zu vollständiger Vermischung
(etwa 30 Minuten lang) gerührt.
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Beschichtungsformulierungen
wurden mittels Tiefdruckzylinder oder Walzdrähten in einer nominellen Dicke
von 1 bis 2 Mil auf Substrate aufgebracht. Die beschichteten Substrate
wurden mit bei einer Geschwindigkeit von etwa 20 Fuß/min auf
einer Fördervorrichtung
durch die Härtungskammer
geführt.
Eine Quecksilberdampflampe strahlte im UV-C-Bereich, mittels EIT-Powerpuck
gemessen, in einer Dosis von 0,045 J/cm2 und
einer Intensität
von 0,055 W/cm2.
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TABELLE
1 Beschichtungsformulierung
-
Zur
Basisformulierung wurde entweder monofunktionelles oder difunktionelles
Poly-3-FOX-Acrylat entweder
aus Beispiel 8 oder 9 zugesetzt. Die Komponenten der UV-härtbaren Beschichtung wurden
eingemischt und 5 Minuten lang vermischt. Die Harze wurden unterhalb
von 45°C
vorgeheizt und anschließend
auf laminiertes Papier aufgebracht.
-
Abriebfestigkeit
-
Die
Abriebfestigkeit der Beschichtungen wurde unter Verwendung einer
Taber-Einheit (Modell 503) mit neuen CS-17-Rädern unter einer Last von 1.000
g gemäß ASTM-D-4060-95-Vorschrift
bestimmt. Der Taber-Abriebtest erfolgte anhand von 12 Mil dicken,
gehärteten
Proben, die unter Verwendung eines 20 Mil dicken Filmziehgeräts vom Typ "Bird Applicator" hergestellt wurden.
Es wurde auf ein von The Leneta Company hergestelltes 12'' × 8'' großes Laminatpapier aufgezogen.
Dies wurde unter Verwendung einer Lampe mit 200 W/cm gehärtet. Die
gehärteten
Filme wurden vor dem Testen 24 Stunden lang altern gelassen.
-
Die
Filme wurden aufgeschnitten und anschließend unter Verwendung eines
einseitigen Klebebands zusammengesetzt. Eine Analysenwaage wurde
verwendet, um das Probengewicht aufzuzeichnen. Schleifpapier wurde
verwendet, um die Räder
vor jedem Test (15 Zyklen) zu reinigen. Nach dem Abriebtest wurden
die abgeriebenen Partikel mittels eines weichen Pinsels behutsam
von der Probenoberfläche
entfernt. Die Proben wurde anschließend neu ausgewogen. Die erzielte
Taber-Verschleißzahl
ist die Differenz zwischen dem Anfangsgewicht und dem Endgewicht
in Gramm. Die Standardabweichung der Verschleißwerte betrug +/–0,004 g.
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TABELLE
2 Taber-Abriebtest-Daten
-
REIBUNGSKOEFFIZIENT
-
Verfahren: modifiziertes
ASTM D1894-90
-
- (1) Montieren eines langen Streifens aus dem
Probefilm mit doppelseitigem Klebeband an beiden Enden eines feststehenden
Tisches straff auf dem Tisch, und zwar im Laufweg eines Schlittens.
Es kann entweder die beschichtete oder die unbeschichtete Seite
nach oben weisen, je nachdem, ob der Reibungskoeffizient (COF) zweier
beschichteter Oberflächen
oder einer beschichteten Oberfläche
gewünscht
wird.
- (2) Montieren eines Stücks
des Probenfilms (2,5'' × 2,5'')
mit einem Stück
doppelseitigem Klebeband beliebiger Größe, sofern es kleiner als der
Schlitten ist.
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TABELLE
3 Reibungskoeffizient
von Poly-3-FOX-UV-Acrylat-Beschichtungen auf Glasplatten (ASTM D-1894)
-
Wie
aus den Tabellen 2 und 3 hervorgeht, weisen die funktionalisierten
Monoolpolyfluoroxetan-Monomere der vorliegenden Erfindung Eigenschaften
auf, die jenen von Polyfluoroxetanmonomeren, die aus einem Diolinitiator
hergestellt sind, zumindest entsprechen oder besser als diese sind.
-
Obwohl
die beste Art der Durchführung
und die bevorzugte Ausführungsform
gemäß dem US-Patentgesetz
dargelegt worden sind, ist der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung
nicht darauf, sondern vielmehr durch den Schutzumfang der beigefügten Ansprüche beschränkt.