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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Traversiervorrichtungseinheit
gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zum Traversieren eines Fadens, der auf eine Auflaufspule
gewickelt wird.
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Hintergrund
der Erfindung
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Bei
einer bekannten Traversiervorrichtungseinheit der eingangs genannten
Art wird ein Faden traversiert, während er zwischen einem oberen
und einem unteren Satz Rotoren, die sich in entgegengesetzten Richtungen
drehen, transferiert wird.
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Es
ist jedoch bei dieser Traversiervorrichtungseinheit nicht ohne weiteres
möglich,
einen Mechanismus zum Verändern
einer Position, an der der Traversiervorgang umkehrt wird, d.h.
einer Position, an der der Faden zwischen den Rotorsätzen transferiert
wird, unterzubringen, so dass es schwierig ist, eine rechte und
linke Traversier-Umkehrposition bzw. einen Traversierbereich beliebig
zu ändern,
um Auflaufspulen in beliebiger Form herzustellen.
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Es
wurde vorgeschlagen, einen Fadenführer zum Führen eines Fadens mit einem
Linearmotor zu verbinden, um diesen zum beliebigen Verändern der rechten
und linken Traversier-Umkehrpositionen hin- und herzubewegen. In
diesem Fall benötigt
jedoch der Linearmotor einen Motorhub entsprechend dem Traversierbereich,
wodurch sich eine Zunahme der Größe der gesamten
Vorrichtung umfassend den Linearmotor ergibt.
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Das
Dokument WO 00/37346 (Stand der Technik nach Artikel 54(3) EPC)
offenbart eine Fadentraversiervorrichtungseinheit mit einem Armteil,
das schwenkbar von einer Welle getragen wird. Das Armteil wird von
einem elektrischen Spulenmotor angetrieben, der aus zwei stationären Magneten, die
einen Luftspalt dazwischen bilden, und einer elektrischen Spule,
die sich durch diesen Luftspalt erstreckt, besteht. Insbesondere
weisen die beiden Magnete N- und
S-Pole an einer Oberfläche
davon auf.
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Das
Dokument WO 00/24663 (Stand der Technik nach Artikel 54(3) EPC)
beschreibt eine Traversiervorrichtungseinheit mit einem schwenkbaren Armteil,
das schwenkbar von einer Welle getragen wird. Das Armteil wird von
einem elektrischen Spulenmotor angetrieben. Der Spulenmotor besteht
aus einer elektrischen Spule, die an einer oberen Fläche des
Armteils befestigt ist, und zwei feststehenden Permanentmagneten.
Die Permanentmagnete sind an Positionen angeordnet, die die Endpositionen
des Schwenkbereichs festlegen. In Betrieb wird die elektrische Spule
zusammen mit dem Armteil aufgrund elektromagnetischer Kräfte zwischen
den feststehenden Permanentmagneten geschwenkt.
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Das
Dokument US-A-5 523 911 offenbart eine Traversiervorrichtungseinheit
für einen
Magnetplattenantrieb, umfassend ein Schwenkarmteil, das schwenkbar
an einer Welle gelagert ist. Das Armteil wird von einem elektrischen
Spulenmotor angetrieben, der ein bewegliches Teil und einen Stator
aufweist. Der Stator besteht aus einem oder mehreren stationären Permanentmagneten,
während
das Schwenkarmteil aus einer Spule besteht, die an einem Ende des
Schwenkarmteils befestigt ist und den Permanentmagneten umgibt.
Die Permanentmagnete weisen jeweils N- und S-Pole auf, die sich
an einer Oberfläche
davon befinden.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Traversiervorrichtungseinheit
der zuvor genannten Art zu schaffen, die trotz eines weniger komplizierten
Aufbaus einen verbesserten Wirkungsgrad hat und in der Lage ist,
eine Umkehrbewegung bei hoher Geschwindigkeit des traversierenden
Armteils auszuführen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Fadentraversiervorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 vorgeschlagen, wobei die in dem Oberbegriff angegebenen
Merkmale aus der US-A-5 523 911 bekannt sind.
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Die
Traversiervorrichtungseinheit umfasst ein Schwenkarmteil mit einem
Fadenführer,
einen Schwingspulenmotor, der mit dem Schwenkarmteil verbunden ist
und innerhalb eines vorbestimmten Bereichs in Normal- und Rückwärtsrichtung
bewegbar ist, und eine Steuereinrichtung zum Steuern des Antriebs
in Normal- und Rückwärtsrichtung
des Schwingspulenmotors, wobei die Steuereinrichtung einen Bereich
festlegt, in welchem das Schwenkarmteil hin- und hergeschwenkt wird.
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Bei
diesem Aufbau wird ein Fadentraversierbereich durch den Schwenkbereich
des Schwenkarmteils bestimmt, der wiederum durch die Steuereinrichtung
zum Steuern des Motors festgelegt wird. Somit kann durch das Ändern des
Schwenkbereichs des Schwenkarmteils eine Traversierbreite schrittweise
verringert werden, d.h. eine Position, an der der Traversiervorgang
umgekehrt wird, kann nach und nach in Richtung nach innen verschoben
werden, um in einfacher Weise einen Faden auf eine Konusspule zu
wickeln, oder die Traversierbreite periodisch oder nichtperiodisch
verringert werden, d.h. die Traversier-Umkehrposition kann periodisch
oder nichtperiodisch zur Durchführung
einer Traversierhubsteuerung („creeping") in Richtung nach
innen verschoben werden, um eine Sattelbildung zu verhindern.
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Der
Antrieb in Normal- und Rückwärtsrichtung
des Schwingspulenmotors innerhalb eines bestimmten Bereichs wird
durch eine Steuergröße, wie z.B.
ein Dreiecksignal, in einer solchen Weise gesteuert, dass die Antriebsvorgänge zwischen
Normal- und Rückwärtsrichtung
bei Spitzenwerten oder Tiefstwerten der Steuergröße gewechselt werden, wodurch
ein Abbremsen bei hoher Geschwindigkeit bevor und ein Beschleunigen
nachdem das Schwenkarmteil umgekehrt ist, möglich ist. Darüber hinaus werden
die Umkehrbewegungen bei hoher Geschwindigkeit dadurch erreicht,
dass ein längliches, leichtes
Schwenkarmteil an einer Welle des Schwingspulenmotors befestigt
wird, während
ein kleiner, leichter Fadenführer
an der Spitze des Schwenkarmteils befestigt wird.
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Alternativ
betrifft die vorliegende Erfindung eine Traversiervorrichtungseinheit
umfassend ein Schwenkarmteil mit einem Fadenführer, einen Motor, der mit
dem Schwenkarmteil verbunden ist und in Normal- und Rückwärtsrichtung
innerhalb eines vorbestimmten Bereichs angetrieben wird, und eine Steuereinrichtung
zum Steuern des Antriebs des Motors in Normal- und Rückwärtsrichtung,
wobei mehrere Schwenkarmteile in einer Traversierrichtung angeordnet
sind, um den Faden zwischen benachbarten Schwenkarmteilen zu transferieren.
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Bei
diesem Aufbau ist der Traversierbereich in zwei oder mehrere Bereiche
unterteilt, so dass die Schwenkbereiche der zwei oder mehreren kurzen Schwenkarmteile
miteinander kombiniert werden können,
um einen breiten Traversierbereich zu erhalten. Die kurzen Schwenkarmteile
dienen zur Verringerung der Trägheit,
während
gleichzeitig die Umkehrgeschwindigkeit zunimmt.
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Alternativ
betrifft die vorliegende Erfindung eine Traversiervorrichtungseinheit,
welche die Schwenkbewegung der mehreren Schwenkarmteile einzeln
steuern kann.
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Bei
diesem Aufbau können
durch das Verändern
der Antriebszeiten und/oder der Antriebsbereiche für die mehreren
Schwenkarmteile die Positionen, an denen der Faden zwischen den
Schwenkarmteilen transferiert wird, verstellt werden, um ein gerades
Aufwickeln an diesen Transferierpositionen zu unterdrücken.
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Alternativ
betrifft die vorliegende Erfindung eine Traversiervorrichtungseinheit
mit einer Erfassungseinrichtung zum Erfassen eines Antriebsbereichs
in Normal- und Rückwärtsrichtung
des Motors über
den gesamten Bereich.
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Bei
diesem Aufbau kann die Erfassungseinrichtung zur Rückkopplungssteuerung
verwendet werden, um die Traversier-Umkehrpositionen genau zu steuern.
Darüber
hinaus können,
wenn der Faden zwischen den mehreren Schwenkarmteilen transferiert
wird, die Fadentransferierpositionen z.B. durch das Steuern der
Schwenkbewegung eines aufnahmeseitigen Schwenkarmteils abhängig von
der Position einer lieferseitigen Schwenkposition genau gesteuert
werden.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine schematische Darstellung des Aufbaus einer Traversiervorrichtungseinheit
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 ist
ein Blockschaltbild eines Steuerungsabschnitts;
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3 ist
eine Kennlinie, die die von dem Steuerungsabschnitt abgegebene Steuerspannung zeigt;
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4 ist
eine schematische Darstellung des Aufbaus einer Traversiervorrichtung,
in der ein weiteres Beispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt
ist;
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5 ist
eine Kennlinie, die die von dem Steuerungsabschnitt für jeden
Arm abgegebene Steuerspannung zeigt; und
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6 ist
eine teilweise Darstellung des Aufbaus einer Traversiervorrichtungseinheit,
die ein weiteres Beispiel der vorliegenden Erfindung zeigt.
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Genaue Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen
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Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben.
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In 1 umfasst
eine Traversiervorrichtungseinheit 1 ein Schwenkarmteil 11,
einen Schwingspulenmotor 12, einen Steuerungsabschnitt 13 und
einen Erfassungsabschnitt 14. Die Traversiervorrichtungseinheit 1 umfasst
kein mechanisches Teil, wie beispielsweise eine Dämpfungseinrichtung, das
eine Position festlegt, an welcher die Schwenkbewegung des Armteils 11 umgekehrt
wird, und ein Traversierbereich L wird durch die Schwenkbewegung
des Armteils 11, das mit dem Schwingspulenmotor 12 verbunden
ist, festlegt. Ein Faden Y, der durch die Traversiervorrichtungseinheit 1 traversiert wird,
wird auf eine Auflaufspule 3 gewickelt, die mit einer sich
drehenden Friktionsrolle 2 in Kontakt steht.
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Ein
Fadenführer 21 zum
Führen
des Fadens Y ist an einer Spitze des Schwenkarmteils 11 befestigt.
Das Schwenkarmteil 11 ist mit der anderen Seite oder mit
seinem mittleren Abschnitt mit einer Welle 22 so verbunden,
dass es um die Welle 22 schwenkbar ist. Das Schwenkarmteil 11 ist
mit seinem anderen Ende mit dem Schwingspulenmotor 12 verbunden.
Das Schwenkarmteil 11 bildet ein Schwenkteil, das den Fadenführer hat
und mit dem Schwingspulenmotor 12 derart verbunden ist,
dass es in Normal- und Rückwärtsrichtung
innerhalb eines vorbestimmten Bereichs angetrieben werden kann.
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Der
Schwingspulenmotor (Schwenkmotor) 12, der an dem anderen
Ende des Schwenkarmteils 11 vorgesehen ist und in Normal-
und Rückwärtsrichtung
innerhalb eines vorbestimmten Bereichs angetrieben wird, umfasst
einen Stator 23 aufweisend einen Permanentmagneten, der
in Form eines Fächers geformt
ist, der sich um die Welle 22 erstreckt, und ein bewegliches
Teil 24, das so angeordnet ist, dass es den Stator 23 umgibt,
und das eine fächerförmige Luftkernspule
umfasst. Die Beziehung zwischen dem Stator 23 und dem beweglichen
Teil 24 ist ähnlich derjenigen
zwischen einem Magneten und einer Spule, und das bewegliche Teil 24 wird
um die Welle 22 mittels einer Antriebskraft in Schwenkbewegung
versetzt, die aufgrund der Wechselwirkungen zwischen einem Strom,
der durch die Spule fließt,
und den Magnetfeldern, die den Strom durchkreuzen, ausgeübt wird.
Bei dem vorliegenden Schwenkspulenmotor 12 weist eine Permanentmagnetoberfläche des
Stators 23, die dem beweglichen Teil 24 gegenüberliegt,
N- oder S-Pole auf, die in einer Bewegungsrichtung des beweglichen
Teils benachbart zueinander angeordnet sind, wobei im Vergleich
dazu bei den anderen Linearmotoren N- und S-Pole abwechselnd in
der Bewegungsrichtung angeordnet sind. Daher muss, wenn das bewegliche
Teil 24 in einer Richtung angetrieben wird, die Richtung
eines Stromes, der durch die Spule in dem beweglichen Teil 24 fließt, nicht
geändert
werden. Das bewegliche Teil 24, das in Normal- und Rückwärtsrichtung
innerhalb eines Bereiches angetrieben wird, in welchem sich der
Stator 23 befindet, wird über eine flexible Energiezufuhrleitung mit
Energie versorgt. Der Stator 23 kann eine Spule sein, während das
bewegliche Teil 24 ein Permanentmagnet sein kann.
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Der
Antriebsbereich des beweglichen Teils 24 in Normal- und
Rückwärtsrichtung
wird durch eine Spannung bestimmt, die der Spule zugeführt wird. Folglich
kann zum Ändern
der Umkehrpositionen an den Traversierenden ein Spitzenwert (Amplitude)
einer Dreiecksspannung, die der Spule zugeführt wird, verändert werden.
Die der Spule zugeführte
Energie ist nicht auf die Dreiecksspannungen begrenzt.
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Wenn
das bewegliche Teil 24 unter Verwendung der Luftkernspule
aufgebaut ist, kann dessen Gewicht verringert werden, um zu ermöglichen,
dass das Schwenkarmteil 11 bei hoher Geschwindigkeit umgekehrt
werden kann. Darüber
hinaus kann, da der Stator 23 in Form eines Fächers gebildet
ist, der sich über
den Antriebsbereich des beweglichen Teils 24 in Normal-
und Rückwärtsrichtung
erstreckt, und das bewegliche Teil 24 so dimensioniert
werden kann, dass es sich entlang des Stators 23 bewegt, das
Gewicht des beweglichen Teils 24 und somit dessen Trägheit im
Vergleich zu Motoren, die sich um 360 Grad drehen, verringert werden.
Folglich kann das Schwenkarmteil 11 bei hoher Geschwindigkeit umgekehrt
werden, wenn dessen Richtung verändert wird.
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Der
Steuerungsabschnitt 13 (Steuereinrichtung) umfasst eine
Servofunktion und gibt ein Steuersignal an den Schwingspulenmotor 12 ab,
um die von dem Schwingspulenmotor 12 durchgeführten Schwenkbewegungen
zu steuern. Der Steuerungsabschnitt 13 ist für jeden
Schwingspulenmotor 12 vorgesehen. Vorzugsweise ist der
Erfassungsabschnitt 14 (Erfassungseinrichtung) beispielsweise
ein Drehimpulsgeber, der die Schwenkbewegung der Welle 22 über den
gesamten Bereich erfassen kann. Der Steuerungsabschnitt 13 verwendet
eine Rückkopplungssteuerung
auf der Grundlage eines Ausgangssignals des Erfassungsabschnitts 14,
um beliebig eine Position und einen Zeitpunkt zu steuern, an der
bzw. bei dem eine Schwenkbewegung durch den Schwingspulenmotor 12 ausgeführt wird.
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2 zeigt
ein spezielles Beispiel des Steuerungsabschnitts 13 mit
einer analogen Servofunktion. Bei diesem Beispiel umfasst der Erfassungsabschnitt 14 ein
Magnetwiderstandselement, das einen Widerstandswert in Abhängigkeit
der Position des beweglichen Teils 24 ändert. Bei der in 2 gezeigten
Rückkopplungsschaltung
wird eine Spannung entsprechend einer Differenz zwischen einem Ausgangsspannungswert
des Magnetwiderstandselements (Erfassungsabschnitt 14)
und einem Steuerspannungswert des Schwingspulenmotors 12 über einen
Vergleicher 26 abgegeben und der Spule (bewegliches Teil 24)
des Schwingspulenmotors 12 zugeführt, die eine vorbestimmte
Antriebssteuerung in Normal- und Rückwärtsrichtung entsprechend der Steuergröße ausführt. D.h.,
dass ein Strom entsprechend der Differenz zwischen dem Ausgangsspannungswert
des Erfassungsabschnitts 14 und dem Steuerspannungswert
durch die Spule des Schwingspulenmotors 12 fließt. Wenn
der Ausgangsspannungswert des Erfassungsabschnitts 14 gleich dem
Steuerspannungswert ist, wird das Ausgangssignal des Vergleichers 26 null,
so dass kein Strom durch den Schwingspulenmotor 12 fließt. Ein
weiteres Beispiel des Steuerungsabschnitts 13 kann eine digitale
Servofunktion haben. Zudem ist die vorliegende Erfindung nicht auf
die Rückkopplungssteuerung
begrenzt, sondern es kann auch eine offene Steuerung verwendet werden,
bei der eine Feder für die
Schwenkwelle zur Steuerung deren Position vorgesehen ist, wobei
das Gleichgewicht durch eine Druckkraft der Feder aufrechterhalten
wird.
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3 ist
eine Kennlinie betreffend ein Beispiel eines Steuergrößen-Ausgangssignals des Steuerungsabschnitts 13 in 2.
Die Steuergröße wird
in Form einer Dreiecksspannung abgegeben. Die Höhe des Dreiecksignals bestimmt
den Antriebsbereich des Schwingspulenmotors 12 in Normal-
und Rückwärtsrichtung,
und die Periode des Dreiecksignals legt eine Geschwindigkeit fest,
mit der der Schwingspulenmotor 12 in Normal- und Rückwärtsrichtung
bewegt wird. Dadurch ist es möglich,
die Schwenkbewegungen des mit dem Schwingspulenmotor 12 verbundenen
Armes 11 zu steuern. Eine Stromgröße ist im Bereich eines Scheitelwertes
der Steuergröße (d.h.
nahe einer Position, an der das Schwenkarmteil 11 umgekehrt
wird) besonders hoch. Diese große
Veränderung
des Stromes bewirkt ein Abbremsen vor einem Umkehren sowie die Beschleunigung
nach einem Umkehren, so dass das Schwenkarmteil 11 bei
einer hohen Geschwindigkeit umgekehrt werden kann, ohne eine energieabsorbierende
Einrichtung zu verwenden, mit der das Schwenkarmteil 11 kollidiert.
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Im
Folgenden wird die Arbeitsweise der Traversiervorrichtungseinheit,
die wie zuvor beschrieben aufgebaut ist, anhand der 1 beschrieben.
Bei dem dargestellten Beispiel wird eine Konusspule hergestellt.
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Der
Steuerungsabschnitt 13 gibt ein Dreiecksignal mit einer
bestimmten Höhe
und einer bestimmten Periode ab, um den Schwingspulenmotor 12 in Normal-
und Rückwärtsrichtung
anzutreiben, so dass der Faden Y innerhalb des vorbestimmten Traversierbereichs
L traversiert wird, wobei der Faden Y von dem Fadenführer 21,
der an der Spitze des Schwenkarmteils 11 angeordnet ist,
geführt
wird. Der Steuerungsabschnitt 13 steuert derart, dass die Höhe des Dreiecksignals
in 3 in Abhängigkeit der
verstrichenen Zeit oder einer gemessenen Fadenlänge nach und nach abnimmt.
Folglich verschmälert
sich der Traversierbereich L schrittweise, um eine Konusspule, wie
in 1 gezeigt, in einfacher Weise zu bilden. Des Weiteren
kann eine Traversierhubsteuerung durch das periodische oder nichtperiodische Überlagern
eines unteren Dreiecksignals, wie durch die strichpunktierte Linie
in 3 gezeigt, durchgeführt werden, um die Sattelbildung an
den Umkehrbereichen entsprechend den gegenüberliegenden Enden des Traversierbereichs
zu verhindern, so dass eine Auflaufspule erhalten wird, die eine
Fadenschicht mit einer geraden Fläche hat.
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Da
der Schwingspulenmotor 12 so aufgebaut ist, dass er das
Schwenkarmteil 11, einem sich um die Welle 12 erstreckenden
Fächer
folgend, in Normal- und Rückwärtsrichtung
antreibt, ist der Antriebsbereich in Normal- und Rückwärtsrichtung
begrenzt, so dass die Größe und die
Trägheit
des Motors verringert werden kann.
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Des
Weiteren sind keine mechanischen Teile, wie beispielsweise eine
Dämpfungsvorrichtung, an
den Umkehrbereichen des Schwenkbereichs vorgesehen, so dass der
Schwenkbereich, d.h. der Traversierbereich des Schwenkarmteils 11 beliebig
eingestellt werden kann, um in einfacher Weise eine Konusspule zu
bilden, während
gleichzeitig eine Traversierhubsteuerung durchgeführt wird,
um die Sattelbildung zu verhindern.
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Darüber hinaus
ist das Gewicht des Schwenkarmteils 11 und des Fadenführers 21,
der an deren Spitze angeordnet ist, verringert, so dass das Schwenkarmteil 11 bei
hoher Geschwindigkeit umgekehrt werden kann.
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Da
jedoch ein längeres
Schwenkarmteil 11 keine Umkehrbewegungen bei hoher Geschwindigkeit
zulässt,
wird die zuvor beschriebene Traversiervorrichtungseinheit mit dem
einen Schwenkarmteil 11 vorzugsweise bei einem Doppelzwirnmaschine oder
dergleichen eingesetzt. Der Typ, bei dem ein einziges Schwenkarmteil 11 vorgesehen
ist, kann darüber
hinaus bei einer Spulmaschine mit einem schmalen Traversierbereich
eingesetzt werden.
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4 zeigt
eine schematische Darstellung des Aufbaus einer weiteren Traversiervorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung. Es sind z.B. vier Schwenkarmteile nebeneinander in einer
Traversierrichtung (d.h. einer axialen Richtung einer Auflaufspule)
angeordnet, um ein Traversieren mit hoher Geschwindigkeit durchzuführen. Eine
Beschreibung desjenigen Teils des Aufbaus dieser Traversiervorrichtung,
den auch die Traversiervorrichtungseinheit (des einarmigen Typs)
hat, wird an den entsprechenden Stellen weggelassen.
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Die
Traversiervorrichtung 30 umfasst Traversiervorrichtungseinheiten 31 und 32,
um den Faden in Rechts- oder Linksrichtung der Traversiervorrichtung
zu traversieren, und mittlere Traversiervorrichtungseinheiten 33 und 34,
um den Faden zu transferieren. Jede der Traversiervorrichtungseinheiten 31 bis 34 weist
ein Schwenkarmteil 35, einen Schwingspulenmotor (einen
Schwenkmotor) 36, einen Steuerungsabschnitt 37 und
einen Erfassungsabschnitt 38 auf. Darüber hinaus steuert ein Haupt-Steuerungsabschnitt 39 die
Steuerungsabschnitte 37, und jeder Steuerungsabschnitt 37 steuert
eine Position, an der das Schwenkarmteil 35 geschwenkt
wird, auf Grundlage einer Anweisung des Haupt-Steuerungsabschnitts 39. Die
Steuerungsabschnitte 37 und der Haupt-Steuerungsabschnitt 39 bilden
eine Steuerungseinrichtung. Die Traversiervorrichtung kann zwei
oder mehrere Traversiervorrichtungseinheiten umfassen, wie z.B.
nur die rechte und die linke Traversiervorrichtungseinheit und eine
mittlere Traversiervorrichtungseinheit.
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Da
in 4 vier Traversiervorrichtungseinheiten vorgesehen
sind, wird der Faden von der rechten zur linken Traversiervorrichtungseinheit
oder von der linken zur rechten Traversiervorrichtungseinheit an
einer Stelle P1 zwischen den Traversiervorrichtungseinheiten 31 und 33,
einer Stelle P2 zwischen den Traversiervorrichtungseinheiten 33 und 34,
und einer Stelle P3 zwischen den Traversiervorrichtungseinheiten 34 und 32 transferiert.
Das Schwenkarmteil 35 transferiert den Faden während der
Schwenkbewegung an den Fadentransferierstellen P1, P2 und P3. D.h.,
dass der zufuhrseitige Arm 35 die Schwenkbewegung unterbricht,
nachdem der Faden transferiert wurde, und der empfangseitige Arm
den Faden erhält,
nachdem die Schwenkbewegung in Gang gesetzt wurde. Folglich wird
der Faden von dem Schwenkarmteil 35 auf das nachfolgende
Schwenkarmteil 35 übertragen,
so dass der Faden an den Stellen P1, P2 und P3 bei hoher Geschwindigkeit transferiert
werden kann. Entsprechende Führungsplatten
sind an den Fadentransferierstellen P1, P2 und P3 vorgesehen, um
den Faden von einem Fadenführer
zu dem nächsten
zu transferieren, wobei jedoch dessen Darstellung weggelassen wurde.
Die Führungsplatten
sind z.B. derart geformt, um den Faden sofort von dem zufuhrseitigen
Fadenführer
aufnehmen und an den empfangseitigen Fadenführer transferieren zu können.
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Die
vorliegende Erfindung beschränkt
sich nicht auf das Schwenkarmteil 35, das den Faden während der
Schwenkbewegung transferiert, sondern der zufuhrseitige Arm kann
an der Transferierposition anhalten, während der empfangseitige Arm die
Schwenkbewegung an dieser Transferierposition beginnt, so dass der
Faden über
den gesamten Schwenkbereich der mehreren Arme bewegt wird.
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5 zeigt
Zeitsteuerungsdiagramme einer Steuerspannung, die von jedem Steuerungsabschnitt 37 infolge
einer Anweisung des Haupt-Steuerungsabschnittes 39 in 4 erzeugt
werden.
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Bei
dem dargestellten Beispiel befindet sich bei einer Referenzspannung
(Nullspannung) jedes Schwenkarmteil 35 auf der linken Seite.
In Reaktion auf eine Spannungszunahme schwenkt das Schwenkarmteil 35 der
linken Traversiervorrichtungseinheit 31 von einer Umkehrposition
T1 nach rechts und transferiert an der Stelle P2 den Faden an das Schwenkarmteil 35 der
mittleren Traversiervorrichtungseinheit 34. Das Schwenkarmteil 35 der
mittleren Traversiervorrichtungseinheit 34 schwenkt nach rechts
und transferiert an der Stelle P3 den Faden an das Schwenkarmteil 35 der
rechten Traversiervorrichtungseinheit 32. In ähnlicher
Weise bewegt sich in Antwort auf eine Spannungszunahme das Schwenkarmteil 35 der
rechten Traversiervorrichtungseinheit 32 zu einer Umkehrposition
T2. Anschließend
wird in Antwort auf einen Spannungsabfall in jeder Traversiervorrichtungseinheit
der Faden von der Umkehrposition T2 an die Umkehrposition T1 transferiert.
Durch das Wiederholen des obigen Vorgangs kann der Faden Y innerhalb
des Traversierbereichs traversiert werden.
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Somit
wird, da der Traversierbereich L in 1 unterteilt
ist, wie z.B. durch vier, der Schwenkbereich des Schwenkarmteils 35 jeder
der Traversiervorrichtungseinheiten 31 bis 34 verkleinert,
so dass das Schwenkarmteil 35 verkürzt werden kann. Wenn das Schwenkarmteil 35 verkürzt wird,
ist das Trägheitsmoment,
das während
der Schwenkbewegung ausgeübt
wird, verringert, so dass die Größe der gesamten
Traversiervorrichtung verringert werden kann, um die Umkehrbewegungen
bei hoher Geschwindigkeit durchführen
zu können.
Die Länge
des Schwenkarmteils 35 jeder rechten und linken Traversiervorrichtungseinheit 31 bzw. 32 (diese
Länge entspricht
der Entfernung von der Schwenkwelle zum Fadenführer) kann darüber hinaus
unter derjenigen einer jeden der mittleren Traversiervorrichtungseinheiten 33 und 34 verringert
werden, um die Umkehrbewegungen bei hoher Geschwindigkeit durchführen zu
können.
Dadurch wird in zuverlässiger
Weise die Sattelbildung verhindert, die an den rechten und linken
Enden auftritt. Des Weiteren kann der Verlauf einer Spannungszunahme
oder -abnahme an jeder der Traversiervorrichtungseinheiten 31 bis 34 einzeln verändert werden,
um die Fadentransferierstellen P1, P2 und P3 in der Traversierrichtung
(d.h. der Axialrichtung der Auflaufspule) zu verstellen, so dass
ein gerades Aufwickeln an diesen Stellen P1, P2 und P3 verhindert
wird.
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6 ist
eine teilweise Darstellung des Aufbaus einer weiteren Traversiervorrichtung.
Zwei Traversiervorrichtungseinheiten 40 und 41 sind übereinander
(in Richtung der Schwenkwelle) in rechten und linken Abschnitten
angeordnet, in denen der Traversiervorgang umgekehrt wird, so dass
der Faden zwischen einem oberen Schwenkarmteil 42 und einem unteren
Schwenkarmteil 43, die einander überlappen, transferiert wird.
In diesem Fall kann im Bedarfsfall eine (nicht in der Zeichnung
gezeigte) Führungsplatte
vorgesehen sein, um den Faden sicher von dem oberen Schwenkarmteil 42 an
das untere Schwenkarmteil 43 zu transferieren.
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In 6 transferieren
das obere Schwenkarmteil 42, das sich nach links bewegt,
um den Faden Y zu transferieren, und das untere Schwenkarmteil 43,
das leer ist und sich nach rechts bewegt, um ebenfalls den Faden
Y zu transferieren, den Faden dazwischen an der Umkehrposition T1,
an der sie einander überlappen.
Da das untere Schwenkarmteil 43 die Umkehrposition T1 erreicht,
während
es beschleunigt wird, können
Umkehrbewegungen bei hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden,
um die Sattelbildung an den rechten und linken Enden noch zuverlässiger zu
verhindern.
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Wie
zuvor beschrieben, wird gemäß der vorliegenden
Erfindung der Fadentraversierbereich durch den Schwenkbereich des
Schwenkteils bestimmt, der wiederum durch die Steuereinrichtung zur
Steuerung des Schwingspulenmotors festgelegt wird. Folglich kann
durch das Ändern
des Schwenkbereichs des Schwenkarmteils der Traversierbereich schrittweise
verschmälert
werden, um den Faden in einfacher Weise zu einer Konusspule zu wickeln, oder
der Traversierbereich periodisch oder nichtperiodisch verändert werden,
um eine Traversierhubsteuerung zur Verhinderung der Sattelbildung
auszuführen.
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Darüber hinaus
wird durch den einfachen mechanischen Aufbau umfassend das Schwenkarmteil
und den Schwingspulenmotor, der in Normal- und Rückwärtsrichtung angetrieben wird,
durch die vorliegende Erfindung die Erfordernis einer Antriebsübertragungseinrichtung,
wie beispielsweise ein Endlosband, beseitigt, so dass hierdurch
die Lebensdauer verlängert
wird, während
die Größe der gesamten Traversiervorrichtung
verringert werden kann.
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Der
Schwingspulenmotor, der einer kleinen Trägheitskraft ausgesetzt ist
und zwischen einem Antrieb in Normal- und Rückwärtsrichtung bei hoher Geschwindigkeit
umgeschalten werden kann, dient weiterhin zur Erreichung von Umkehrbewegungen
bei hoher Geschwindigkeit, um eine präzise Herstellung von Auflaufspulen
in einer vorbestimmten Form, wie z.B. eine Konusspule, zu ermöglichen,
während
die Sattelbildung verhindert wird.
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Alternativ
ist gemäß der vorliegenden
Erfindung der Traversierbereich in zwei oder mehrere unterteilt,
so dass die Schwenkbereiche der zwei oder mehreren kurzen Schwenkarmteile
kombiniert werden kann, um einen breiten Traversierbereich zu erhalten.
Die kurzen Schwenkarmteile dienen zur Verringerung des Trägheitsmoments,
während
die Umkehrgeschwindigkeit erhöht
wird, so dass Auflaufspulen in präziser Form hergesellt werden
können,
während
die Sattelbildung verhindert wird. Darüber hinaus kann die Anzahl
der Schwenkarmteile erhöht werden,
um einen breiten Traversierbereich zu schaffen.
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Alternativ
können
gemäß der vorliegenden Erfindung
durch das Ändern
der Antriebszeiten und/oder der Antriebsbereiche für die mehreren Schwenkarmteile
die Positionen, an denen der Faden zwischen den Schwenkarmteilen
transferiert wird, verstellt werden, um ein gerades Aufwickeln an diesen
Transferierpositionen zu unterdrücken.
Folglich werden trotz der mehreren Schwenkarmteile Auflaufspulen
in geeigneter Wicklungsform erhalten.
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Alternativ
kann gemäß der vorliegenden
Erfindung die Erfassungseinrichtung zur Rückkopplungssteuerung verwendet
werden, um die Traversier-Umkehrpositionen präzise steuern zu können. Darüber hinaus
können,
wenn der Faden zwischen den mehreren Schwenkarmteilen transferiert
wird, die Fadentransferierpositionen präzise gesteuert werden. Folglich
werden Auflaufspulen erhalten, die eine geeignete Wicklungsform
haben, und der Faden kann zuverlässig
transferiert werden, um Wickelfehler zu vermeiden.