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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zuführung von
Zigarren. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung
zur Zuführung
von einzelnen Zigarren von einem Trichter zu einem Taschenförderband.
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Bei
bekannten Vorrichtungen zur Zuführung von
Zigarren (siehe GB-A-783 236) sind die Zigarren innerhalb eines
Trichters mit zumindest einem Bodenauslass gestapelt, der mit einem
jeweiligen Abwärtsförderkanal
verbunden ist, und beide, nämlich der
Trichterauslass und der Abwärtsförderkanal,
sind größenmäßig so ausgelegt,
einen aufeinander folgenden Durchlauf von einzelnen Zigarren zu
ermöglichen,
welche quer zur Zufuhrrichtung längs
des Abwärtsförderkanals
ausgerichtet sind. Die Zigarren werden durch den Kanal nach unten
durch Schwerkraft zugeführt,
eine auf der anderen; und ein bewegbares Tor am Boden hält den Zigarrenstapel
innerhalb des Kanals und wird intermittierend geöffnet, um einzelne Zigarren
auf ein Beschickungsband zu fördern.
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In
derartigen Vorrichtungen wird zugelassen, dass die Zigarren im Wesentlichen
eine nach der anderen auf das Beschickungsband herunter fällt, und da
sie zerbrechlich sind, sind sie deshalb einer Beschädigung durch
Aufprall ausgesetzt.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zur
Zuführung
von Zigarren zu schaffen, die zur Aufhebung der vorerwähnten Nachteile
aufgebaut ist, und welche insbesondere eine Zufuhr von einzelnen
Zigarren in die jeweiligen Taschen auf dem Taschenförderband
in einer zu jeder Zeit gesteuerten Art und Weise vorsieht.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist eine Vorrichtung zur Zuführung von Zigarren vorgesehen, wobei
die Vorrichtung ein Ta schenförderband
mit einer Anzahl von Taschen und zur Zufuhr von einzelnen Zigarren
in aufeinander folgender Weise in einer vorgegebenen Richtung und
eine Zuführungseinrichtung
zur Zuführung
der Zigarren nacheinander in die jeweiligen Taschen im Takt mit
den Taschen aufweist; wobei die Zuführungseinrichtung einen Eingabetrichter
und mindestens einen Kanal mit einem Einlass, der mit dem Trichter
kommuniziert, und einen Auslass aufweist, welcher dem Taschenförderband
gegenüber
steht; wobei der Kanal eine Längsachse
aufweist, die sich nach unten auf den Auslass hin erstreckt und
eine Anzahl von Zigarren aufnimmt, welche quer zu der Achse ausgerichtet
sind; wobei die Zuführungseinrichtung
auch mindestens ein bewegbares Übergabeglied
aufweist, welches zwischen dem Auslass und dem Taschenförderband
und zur Zufuhr der Zigarren in aufeinander folgender Weise in die
jeweiligen Taschen angeordnet ist; und wobei die Vorrichtung zur
Zuführung
durch Fördereinrichtungen
gekennzeichnet ist, die sich längs
mindestens eines Abschnitts des Kanals zur Zufuhr von einzelnen
Zigarren in aufeinander folgender Weise zu dem Auslass im Takt mit
dem Übergabeglied
erstrecken.
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Eine
nicht einschränkende
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung wird mittels beispielhafter Darstellung mit
Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben. Hierbei
zeigt:
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1 eine
schematische Seitenansicht, wobei Teile aus Gründen der Übersichtlichkeit entfernt sind,
einer Konditionierungsmaschine für
Zigarren, wobei eine Vorrichtung zur Zuführung von Zigarren in Übereinstimmung
mit der Lehre der vorliegenden Erfindung dargestellt ist;
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2 ein
Detail aus 1 in einem größeren Maßstab.
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Der
Buchstabe U in 1 bezeichnet eine Vorrichtung
zur Zuführung
als Ganzes, welche einen Eingabeabschnitt einer Konditionierungsmaschine
A für Zigarren
bildet und eine Zuführungseinrichtung 1 zur
Zufuhr von Zigarren 2 in aufeinander folgender Weise von
einem Trichter 3, der einen Abschnitt der Zuführungseinrichtung 1 bildet,
zu einem Fördermittel 4,
welches einen Abschnitt von Vorrichtung U bildet, und zur Beförderung
von Zigarren 2 in einer vorgegebenen Vorschubrichtung D
zu einer bekannten Konditionierungsstation aufweist, die nicht dargestellt ist.
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Das
Fördermittel 4 weist
ein Band 5, welches um zwei Rollen 6 (von denen
nur eine gezeigt ist, und von denen nur eine normalerweise angetrieben
ist) mit jeweiligen Drehachsen 7 (es ist nur eine dargestellt)
senkrecht zur Ebene der 1 herum geführt ist; und eine Anzahl von
Blöcken 8 auf,
die in gleichen Abständen
längs der
Außenfläche des
Bands 5 angeordnet sind, und wobei jeder eine Nut besitzt,
die sich parallel zu den Achsen 7 erstreckt und eine jeweilige Tasche 9 zur
Aufnahme einer jeweiligen Zigarre 2 aufweist, die mit ihrer
Längsachse
parallel zu den Achsen 7 und quer zur Richtung D ausgerichtet
ist.
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Die
Zuführungseinrichtung 1 ist
dazu ausgelegt, Zigarren 2 selektiv längs einer Anzahl von im Wesentlichen
vertikalen Zuführpfaden
P (in dem gezeigten Beispiel sind vier Pfade P vorhanden, aber die
Anzahl kann in einem Bereich von Eins bis zu irgendeiner Zahl n
liegen); und jeder Pfad P ist durch einen Abwärtsförderkanal 10 mit einer
im Wesentlichen vertikalen Längsachse 11 gebildet,
die quer zu der Richtung D und den Achsen 7 verläuft. Insbesondere,
wenn wie in dem Beispiel dargestellt Kanäle 10 in einer Anzahl
n von größer als
Eins vorhanden sind, ist der Abstand zwischen den Achsen der Kanäle 10 gleich
einer Länge
des Bands 5 des Fördermittels 4, das
n + 1 Blöcke 8 (korrespondierend
zu n + 1 Taschen 9) überspannt.
Jeder Kanal 10 besitzt einen oberen Einlass 12,
der mit einer jeweiligen Bodenöffnung
im Trichter 3 übereinstimmt,
und einen Bodenauslass 13, der einem oberen Förderabschnitt 14 von Fördermittel 4 gegenüber steht.
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Für jeden
Kanal 10 weist Zuführungseinrichtung 1 ein Übergabeglied 15 auf,
das zwischen einem jeweiligen Auslass 13 und Abschnitt 14 und
zur Überführung von
Zigarren 2 in aufeinander folgender Weise vom jeweiligen
Kanal 10 zu jeweiligen Taschen 9 auf dem Fördermittel 4 angeordnet
ist.
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Jedes Übergabeglied 15 ist
ein rotierendes Übergabeglied,
welches quer zum Fördermittel 4 angeordnet
ist, im Wesentlichen U-förmig
ist und eine Welle 16 aufweist, die über dem oberen Abschnitt 14 des
Fördermittels 4 angeordnet
und zur Rotation (in 1 gegen den Uhrzeigersinn) um
eine jeweilige Achse parallel zu den Achsen 7 angetrieben
ist. Jedes Übergabeglied 15 weist
auch zwei parallele, sich gegenüber
stehende Fortsätze 17 auf
(nur einer dargestellt), die radial von gegenüber liegenden Enden der jeweiligen
Welle 16 hervorstehen und an gegenüber liegenden Seiten des oberen
Abschnitts 14 angeordnet sind. Das freie Ende eines jeden
Fortsatzes 17 weist eine Nut auf, welche zusammen mit der
Nut des anderen Fortsatzes 17 fluchtet und mit ihr einen Sitz 18 zur
Aufnahme einer jeweiligen Zigarre 2 bildet. Die Länge der
Fortsätze 17 ist
so ausgelegt, dass, wenn die Fortsätze 17 in jedem Paar
von Fortsätzen 17 senkrecht
zu dem oberen Abschnitt 14 des Fördermittels 4 positioniert
sind, der jeweilige Sitz 18 so angeordnet ist, dass er
mit einer Tasche 9, dem er gegenüber steht, einen bewegbaren,
im Wesentlichen zylindrischen Sitz (1) zur Aufnahme
einer jeweiligen Zigarre 2 ohne Übermaß bzw. Störung bildet.
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Die Übergabeglieder 15 und
das Fördermittel 4 sind
so miteinander synchronisiert (in nicht gezeigter bekannter Weise),
dass es jedem Übergabeglied 15 ermöglicht ist,
eine jeweilige Zigarre 2 in eine jeweilige Tasche 9 und
im Takt mit einer jeweiligen Tasche 9 zuzuführen.
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Sobald
die Zigarren 2 in die jeweiligen Taschen 9 überführt worden
sind, werden sie in den Taschen 9 durch Führungsplatten 19 gehalten,
die einen Abschnitt der Zuführungseinrichtung 1 bilden und
in Richtung D über
dem Fördermittel 4 ausgerichtet
sind und dem oberen Abschnitt 14 des Fördermittels 4 gegenüber stehen.
Bei Überführung von
einem jeweiligen Kanal 10 in eine jeweilige Tasche 9 wird
jede Zigarre 2 von einem jeweiligen Übergabeglied 15 längs eines
kreisförmigen
Führungskanals 20 zugeführt, welcher
mit Auslass 13 eines jeweiligen Kanals 10 kommuniziert
und durch einen jeweiligen Schlitz festgelegt ist, der durch ein
Ende einer jeweiligen Platte 19 zur Führung und gleichzeitig zum
Halt von Zigarre 2 innerhalb des relativen Sitzes 18 gebildet
ist.
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Jeder
Kanal 10 und jeweilige Einlass 12 sind zur Ermöglichung
des Durchgangs von nur einer Zigarre 2 zu einer Zeit gestaltet.
Insbesondere weist jeder Kanal 10 einen ersten und einen
zweiten Abschnitt 21 und 22 auf, welche in Reihe
vom jeweiligen Einlass 12 an und miteinander längs der
jeweiligen Achse 11 ausgerichtet angeordnet sind. Der Abschnitt 21 ist
auf einer Seite durch eine vertikale Seitenfläche 23 einer festen
Ummantelung eines Motors 24, der einen Teil der Zuführungseinrichtung 1 bildet, und
auf der gegenüber
liegenden Seite aus einer Platte 25 gebildet, die ebenfalls
ein Teil der Zuführungseinrichtung 1 ist,
und welche von einem fest angebrachten Rahmen 26 über den
Zwischenbau einer Größeneinstellvorrichtung 27 getragen
ist, die zur Einstellung und somit zur Anpassung der Weite des Kanals 10 an
den Durchmesser von zu verarbeiten den Zigarren 2 ausgelegt
ist. In der beispielhaften gezeigten Ausführungsform weist die Größeneinstellvorrichtung 27 zwei
Linearstellantriebe 28, die zwischen Rahmen 26 und
Platte 25 eingebaut sind und sich parallel zur Richtung
D erstrecken, und fest angebrachte Führungen (nicht dargestellt)
parallel zur Richtung D auf, die in verschiebbarer Weise in Eingriff
mit Platte 25 stehen.
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Der
Abschnitt 22 ist auf einer Seite von Platte 25 gebildet,
welche sich im Wesentlichen über
die gesamte Länge
von Kanal 10 erstreckt, und auf der anderen Seite durch
einen, aber normalerweise durch mindestens zwei Schraubenförderer 29 (nur
einer ist gezeigt) gebildet. Die Schraubenförderer 29 bilden einen
Teil bzw. Abschnitt von Zuführungseinrichtung 1,
sind nebeneinander in einer Richtung parallel zu den Achsen 7 angeordnet,
werden von Motor 24 zur Rotation um jeweilige Achsen 30 (nur
eine ist dargestellt) parallel zur Achse 11 und zur Platte 25 angetrieben,
und sind in dem gleichen Abstand von Platte 25 angeordnet.
Jeder Schraubenförderer 29 ist aus
einem zylindrischen Kern 31, der koaxial mit der jeweiligen
Achse 30 ist, und aus einer Nut 32 gebildet, welche
sich um den Kern 31 in einer Spirale mit variabler Steigung
herum windet, wobei die Steigung zum Auslass 13 des jeweiligen
Kanals 10 hin von einem anfänglichen Wert, der im Wesentlichen
gleich der Breite der Nut 32 ist, auf einen Wert anwächst, der
größer ist
als die Breite der Nut 32. Die Nut 32 weist einen
kreisförmigen
Querschnitt mit einem Durchmesser auf, der ungefähr gleich aber nicht kleiner
ist als der Durchmesser der verarbeiteten Zigarren 2, und
jede Windung von Nut 32 bildet zusammen mit Platte 25 einen
bewegbaren Sitz 33 zur Aufnahme und Beförderung einer jeweiligen Zigarre 2 zum Auslass 13 des
jeweiligen Kanals 10 gemäß einer vorgegebenen Bewegungsregel,
dergestalt, dass die Zigarren 2 längs Abschnitt 22 des
jeweiligen Kanals 10 von einander beabstandet und nacheinander
dem jeweiligen Übergabeglied 15 und
im Takt mit diesem zugeführt
werden.
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Schließlich weist
die Zuführungseinrichtung 1 für jeden
Kanal 10 einen Taktgeber 34 auf, der seinerseits
einen Hebel 35 besitzt, welcher parallel zu dem jeweiligen
Kanal 10 und außerhalb
von diesem angeordnet ist, wobei er an dem oberen Ende an der jeweiligen
Platte 25 zur Schwenkung um eine Achse 36 parallel
zu den Achsen 7 gelenkig befestigt ist und an seinem unteren
Ende einen im Wesentlichen horizontalen Zahn 37 aufweist,
der sich quer zum Hebel 35 erstreckt, an der Oberseite
durch eine geneigte Fläche 38,
die mit Hebel 35 einen stumpfen Winkel bildet, gebildet
ist und durch nach unten gerichteten, auf Fläche 38 aufgebrachten
Druck, zwischen einer stabilen Gleichgewichts- und Ruhestellung,
in welcher Zahn 37 in den jeweiligen Kanal 10 an
der Verbindungsstelle zwischen Abschnitt 21 und 22 und
der Oberseite des Schraubenförderers 29 eindringt,
und einer Arbeitsstellung bewegbar ist, in welcher Zahn 37 außerhalb
des jeweiligen Kanals 10 angeordnet ist.
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In
tatsächlichem
Gebrauch strömen
die Zigarren 2 aus dem Trichter 3 durch den jeweiligen
Einlass 12 in jeden Kanal 10, fallen in dem Kanal 10 durch
Schwerkraft nach unten und werden zur gleichen Zeit im ersten Abschnitt 21 des
Kanals 10 zur Bildung einer Säule 39 von Zigarren 2,
die so angeordnet sind, dass sie sich gegenseitig seitlich kontaktieren,
längs des
gesamten Abschnitts 21 von Kanal 10 festgehalten.
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Die
Säule 39 wird
durch den kombinierten Festhalte- und Stützvorgang der oberen Enden
des betreffenden Schraubenförderers 29 und
der oberen Flächen 38 des
betreffenden Zahns 37 in der normalen Ruhestellung gebildet.
Insbesondere innerhalb jedes Kanals 10 überlagern die Schraubenförderer 29 zum
Teil den Kanal 10 ein (im Wesentlichen bis zu einer Tiefe,
die gleich der Tiefe von jeweiligen Nuten 32 ist), um die
Säule 39 innerhalb des
Abschnitts 21 zeitweilig anzuhalten und zu stützen, und
ein jeweiliger Zahn 37 wirkt mit den Schraubenförderern 29 zusammen,
um die führende
Zigarre 2 in Säule 39 (mit Bezug
auf die Bewegungsrichtung von Säule 39) – hiernach
mit Zigarre 2a bezeichnet – daran zu hindern, dass sie
sich leicht um ihre eigene Achse dreht und so innerhalb des Einlasses
von Abschnitt 22 verkantet bzw. stecken bleibt und in eine
Position gerät, in
welcher sie von den Schraubenförderern 29 beschädigt werden
kann.
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Jede
Zigarre 2a wird von den Schraubenförderern 29 mitgezogen
und zum Auslass 13 des Kanals hin längs des zweiten Abschnitts 22 von
Kanal 10 befördert.
Eine Mitnahme der Zigarre 2a durch den Schraubenförderer 29 und
der von dem Schraubenförderer 29 auf
die Zigarre 2a ausgeübte
Schub erzeugen auf den geneigten oberen Fläche 38 des Haltezahns 37 eine
Kraft, welche wegen der Neigung von Fläche 38 in eine erste,
vertikal nach unten gerichtete Komponente und in eine zweite Komponente aufgeteilt
werden kann, die in Richtung D gerichtet und in der Lage ist, den
Taktgeber 34 aus der Ruhe- in die Arbeitsstellung zu stellen.
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Die
Zigarren 2 werden deshalb nacheinander durch den betreffenden
Schraubenförderer 29, und
ohne ein Beschädigungsrisiko,
abgezogen, welcher die Zigarren in aufeinander folgender Weise, und
mit der vorgegebenen Bewegungsregel längs des zweiten Abschnitts 22 von
Kanal 10 dem Auslass 13 des Kanals 10 zuführt. Da
sie längs
des Abschnitts 22 gefördert
werden, sind die Zigarren 2 innerhalb jeweiliger Sitze 33 umfasst
und werden stufenweise längs
des Pfades P durch die stufenweise Veränderung in der Steigung des
Schraubenförderers 29 auf
einen vorgegebenen Abstand voneinander entfernt.
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Am
Auslass 13 eines jeden Kanals 10 werden die längs des Kanals 10 zugeführten Zigarren 2 nacheinander
durch die Schraubenförderer 29 zu
jeweiligen Übergabegliedern 15 und
im Takt mit diesen zugeführt,
und werden durch das Übergabeglied 15 längs Kanal 20 in
jeweilige Taschen 9 auf dem Fördermittel 4 und in
Takt mit diesem befördert.