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Die
Erfindung betrifft ein neuartiges Mundstück für die orale Zufuhr von Luft
bei der Behandlung von Schlafstörungen
wie Schlafapnoe mit kontinuierlicher assistierter Überdruckbeatmung
(CPAP).
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Mit
der Einführung
der kontinuierlichen assistierten Überdruckbeatmung (CPAP) gab
es einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung von Schlafapnoe.
Die solchermaßen
eingeführten
Behandlungen umfassen die Zufuhr von Gasen von einer Gasversorgung
oder einem Gebläse
durch eine Leitung und eine Nasenmaske zu einem Patienten, um in
den Luftwegen des Patienten für
einen höheren Innendruck
zu sorgen, um die Muskeln darin zu unterstützen, die Luftwege offen zu
halten. Dieser Luftstrom wird dem Benutzer durch eine Nasenmaske zugeführt, die über der
Nase in Anordnung gebracht und durch ein Geschirr in ihrer Lage
gehalten wird. Diese Konfiguration wurde fast universell übernommen,
aufgrund hinreichender Beobachtungen, dass Menschen während des
Schlafs vorzugsweise zur Nasenatmung neigen. Aus diesem Grund gab
es kaum Entwicklungen anderer möglicher
Methoden für
die Zufuhr eines Druckluftstroms zu einem Benutzer.
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Die
orale Zufuhr wird in dem Dokument
EP 818,213 vorgeschlagen,
das eine Vorrichtung für eine
orale Luftzufuhr bei einer CPAP-Behandlung zeigt. Die Vorrichtung
umfasst ein Mundstück,
das für den
Einsatz in dem Mund zwischen dem Gaumen, dem harten Gaumen und der
Zunge ausgelegt ist und eine Peripherie hat, die zwischen den Zähnen gegriffen
werden kann. Nach Ansicht des Anmelders ist diese Vorrichtung wesentlich
störender
als notwendig und ist (auch wenn sie sich nicht völlig aus
dem Mund löst)
anfällig
für eine
Verlagerung im Entspannungszustand während des Schlafes. Die Vorrichtung
hat den weiteren Nachteil, dass im völlig entspannten Zustand des
Benutzers, wie zum Beispiel im Schlaf, eine Entspannung des Kiefers
und ein anschließendes Öffnen des
Mundes die abdichtende Wirkung des Mundstücks reduzieren und die Wirksamkeit
der CPAP-Behandlung herabsetzen kann.
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Weil
in dem Dokument
EP 818,213 das Mundstück zwischen
den Zähnen.
des Benutzers gegriffen wird, ergibt sich als ein weiterer Nachteil,
dass das Mundstück
kieferorthopädisch
angepasst werden muss, um sicherzustellen, dass das Mundstück an die
Mundform und die Zahnstellung des Benutzers angepasst ist. Diese
individuelle kieferorthopädische Anpassung
ist zeitaufwendig und steht einer effektiven Massenfertigung entgegen.
Das Mundstück
gemäß
EP 818,213 ist demzufolge
teuer, was die Patienten wesentlich daran hindert, das Mundstück anzunehmen.
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Ein ähnliches
Mundstück
zur Zufuhr von Gasen und zur Verwendung bei einem Atemgerät ist in dem
Dokument WO 90/03199 gezeigt. Das Dokument WO 90/03199 beschreibt
eine kieferorthopädische
Vorrichtung, die ausgelegt ist, um zwischen den Kiefern eines Benutzers
gegriffen zu werden, so dass die Zähne des Benutzers in einer
Reihe von oberen und unteren Hohlräumen aufgenommen werden. Ein Basisteil
des Mundstücks
ist derart geformt, dass es an dem harten Gaumen des Benutzers sitzt.
Auch dieses Mundstück
hat wiederum den Nachteil, dass es kieferorthopädisch angepasst werden muss.
Außerdem
ist das Mundstück
wegen seiner erheblichen Dicke und Größe relativ starr im Bereich
des Mundvorhofs. Das Mundstück
wird durch eine äußere Schutzabdeckung,
die an der Außenseite
der Lippen des Benutzers anliegt, in seiner Lage gehalten.
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Eine
Abhandlung von E. Veres mit dem Titel "Clinical trial of an oral vestibular
shield for the control of snoring" (Klinische Erprobung einer Mundvorhof-Schutzabdeckung für die Kontrolle
des Schnarchens) (Journal of the Dental Association of South Africa,
Januar 1993) beschreibt die Verwendung einer Schutzabdeckung, die
in dem Mundvorhof gehalten werden soll, um den Mund dicht zu verschließen und die
Nasenatmung zu fördern,
die herkömmlich
für vorteilhafter
als die Mundatmung gehalten wurde. Tatsächlich aber sind befeuchtete
CPAP-Behandlungen, die oral erfolgen, von größerem Nutzen als die durch
die Nase erfolgenden Behandlungen, da ein Nebenaustritt durch Nasenkanäle während der
oralen Zufuhr wesentlich geringer ist als ein Austritt über den
Mund während
der Zufuhr durch die Nase. Die in diesem Papier abgebildete Schutzabdeckung
ist aus einem flexiblen Ethylenvinyl gebildet. Die Schutzabdeckung
wird individuell zugeschnitten und durch eine Erwärmung auf
eine formbare Temperatur individuell angepasst und durch eine Druckanwendung verformt.
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Andere
mögliche
Gestaltungsformen eines Mundstücks
sind am Beispiel der Verwendung bei unabhängigen Unterwasser-Atemgeräten gezeigt, wie
dies beispielsweise in dem US-Patent Nr. 4,862,909 dargestellt ist.
Dieses Mundstück
ist eine Art Mundschutz und wird zwischen den Zähnen festgeklemmt. Ein Flansch
erstreckt sich sowohl vor als auch hinter den Zähnen.
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Das
Dokument
US 3,139,088 beschreibt
einen oralen Inhalator und ein Mundstück mit einem Plattenpaar zum
dichten Verschließen
der Lippen. Die Platten gelangen bei Einstellung entlang des Mundstücks zur
Anlage an den Lippen eines Patienten.
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Das
Dokument
US 3,882,860 beschreibt eine
Reanimationsvorrichtung mit zwei Flanschen. Einer der Flansche wird
zwischen die Zähne
und Lippen des Patienten gelegt und der andere verschiebbar angeordnet,
so dass er mittels einer Klemm- oder Feststellvorrichtung an die
Lippen des Patienten gedrückt
und dort fixiert wird.
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Mundstücke nach
dem Stand der Technik sind für
CPAP-Behandlungen nicht gut geeignet, da sie für ein bewusstes Greifen durch
den Benutzer ausgelegt sind und da festgestellt wurde, dass sie sich
in einem völlig
entspannten Zustand des Benutzers, wie zum Beispiel im Schlaf, unbeabsichtigt
lösen.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Probleme und zeigt verschiedene
weitere Vorteile, die sich aus der nachstehenden Beschreibung im
Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen ergeben.
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Übersicht
der Erfindung
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, für ein Mundstück für die orale
Zufuhr von Gasen zu sorgen, das ein Stück Weg in Richtung der Überwindung
der vorgenannten Nachteile geht oder das der Öffentlichkeit zumindest eine
sinnvolle Wahl bietet.
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Die
vorliegende Erfindung besteht in einem Mundstück wie in Anspruch 1 angegeben.
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Das
erfindungsgemäße Mundstück umfasst:
eine
Mundvorhof-Schutzabdeckung mit einer Innenfläche und einer Außenfläche, wobei
die Mundvorhof-Schutzabdeckung eine vorgegebene Höhe hat, die
bei Positionierung der Schutzabdeckung in dem Mundvorhof eines Benutzers
Zähne und
Zahnfleisch des Benutzers überlappt;
Gasdurchlassmittel,
die sich von der Außenfläche der
Mundvorhof-Schutzabdeckung zur Innenfläche der Mundvorhof-Schutzabdeckung
erstrecken, um die Gase durch das Mundstück hindurch passieren zu lassen;
und
extraorale Abdichtungsmittel, die von dem Gasdurchlass
und der Mundvorhof-Schutzabdeckung
einem/einer zugeordnet sind, wobei das extraorale Abdichtungsmittel
in eine von zwei Konfigurationen gebogen werden kann, wobei ein
erster Zustand ist, dass das Mundstück in den Mund eines Benutzers eingesetzt
ist und dabei das extraorale Abdichtungsmittel im wesentlichen nicht
an dem Gesicht eines Benutzers anliegt, und wobei ein zweiter Zustand
ist, dass bei korrekter Positionierung des Mundstücks in dem
Mund eines Benutzers das extraorale Abdichtungsmittel im wesentlichen
an dem Gesicht eines Benutzers anliegt und an das Gesicht gedrückt wird.
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Der
Fachmann, an den sich die Erfindung richtet, wird erkennen, dass
zahlreiche konstruktive Änderungen
und weitgehend voneinander abweichende Ausführungsformen und Anwendungen
der Erfindung möglich
sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, der in den anliegenden
Ansprüchen
angegeben ist. Die vorliegenden Offenbarungen und Beschreibungen
sind rein illustrativ und sind in keiner Weise im Sinne einer Einschränkung zu
verstehen.
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Die
Erfindung besteht in dem Vorgenannten und zielt auch auf Konstruktionen,
für die
nachstehend Beispiele angegeben werden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Eine
bevorzugte Form der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
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1 eine
Seitenansicht eines Systems, das von einem Patienten benutzt werden
kann;
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2 eine
perspektivische Ansicht eines Mundstücks gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung von oben;
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3 eine
perspektivische Ansicht des Mundstücks von 2 von einer
Seite und in einer Richtung von innen;
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4 einen
Querschnitt des Mundstücks von 2;
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5 eine
Querschnittsdarstellung des Mundstücks von 2 und eines
Benutzers mit dem Mundstück
an Ort und Stelle, zur Veran schaulichung der Lage und der Positionierung
des Mundstücks
in Relation zu den wesentlichen Merkmalen der Anatomie des Benutzers;
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6 eine
perspektivische Ansicht des Mundstücks mit dem sich in seiner
Lage befindenden äußeren Flügel;
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7 eine
perspektivische Ansicht des nach hinten gebogenen äußeren Flügels;
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8 eine
abgeschnittene Ansicht der vorliegenden Erfindung mit dem äußeren Flügel im Benutzungszustand;
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9 eine
perspektivische Ansicht des äußeren Flügels, der
Ventilationsöffnungen
und eine Feuchtigkeitssperre aufweist; und
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10 ein
Blockdiagramm eines Atemsystems gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung.
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Detailbeschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
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Während die
Erfindung verschiedene Ausführungsformen
erlaubt, sind in der Beschreibung und in den Zeichnungen bestimmte
Ausführungsformen
im Detail erläutert,
wobei die vorliegende Offenbarung lediglich beispielhaft für das Prinzip
der Erfindung ist und nicht im Sinne einer Einschränkung der Erfindung
auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen zu verstehen ist.
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Die
vorliegende Offenbarung beschreibt ein System für die orale Zufuhr von Gasen,
die unter einen höheren
Druck als den Umgebungsdruck gesetzt sind, zu einem Benutzer, wobei
das System speziell für
den Einsatz zur oralen Zufuhr von Luft bei der Behandlung von Schlafstörungen wie
Schlafapnoe mit kontinuierlicher assistierter Überdruckbeatmung (CPAP) geeignet
ist. Wie in 1 gezeigt ist, umfasst das System
ein Mundstück,
das durch eine Verbindung 40 an einen Atmungskreislauf 41 angeschlossen
ist.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist in den 2 bis 5 dargestellt.
In dieser Ausführungsform
umfasst das Mundstück 50 eine
Mundvorhof-Schutzabdeckung 2, die in der Vorderansicht
ein allgemein flaches und allgemein rechteckförmiges Element mit einem gekrümmten Profil
ist, das die Wölbung
des Kiefers eines Benutzers und wiederum die Wölbung des labialen Vorhofbereichs
widerspiegelt. Ein Gasdurchlass erstreckt sich im wesentlichen in
der gleichen Weise wie bei früheren
Ausführungsformen
durch die Mundvorhof-Schutzabdeckung von einem Einlass 51 zu
einem Auslass 52. In der bevorzugten Ausführungsform
wird der Einlass 51 durch einen abgeflachten ovalen Verbinder 53 gebildet.
Der Auslass 52 hat eine sich sogar noch weiter seitlich
erstreckende abgeflachte ovale Form 54. Die wesentlichen
Unterschiede zwischen dem Mundstück 50 und
den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen bestehen an der
Innenfläche
der Mundvorhof-Schutzabdeckung. Als das am meisten herausragende
Merkmal umfasst das Mundstück 50 einen
Zungen-Niederhalter 55, der sich von der Innenfläche der
Mundvorhof-Schutzabdeckung 2 erstreckt.
Die Funktionsweise des Zungen-Niederhalters wird an späterer Stelle mit
Bezugnahme auf 5 beschrieben. Der Zungen-Niederhalter umfasst
einen vertikalen Versteifungsflansch 56, der sich zentral
an seiner Oberfläche
befindet und sich von dem Gasauslass 52 erstreckt. Im Einsatz
strömen
Gase problemlos um den Versteifungsflansch 56, der den
Gasauslass 52 wirksam gabelförmig teilt. Der Zungen-Niederhalter 55 umfasst
ferner ein Paar von sich vertikal erstreckenden Abstandshaltern 57,
die im Einsatz an dem Gaumen des Benutzers zur Anlage kommen können und sicherstellen,
dass die Zunge den Luftweg nicht völlig blockiert. In dem Mundstück 50 wird
die Dichtungswirkung der Mundvorhof-Schutzabdeckung gegenüber den
Lippen des Benutzers verbessert, indem Anlagebereiche für die Zähne vorgesehen
sind, die gegenüber
dem hochgezogenen Bereich 20 der früheren Ausfüh rungsformen mit einer bedeutend
größeren Dicke
ausgebildet sind. Insbesondere sind ein Anlagebereich 58 für die oberen
Zähne und
ein Anlagebereich 59 für
die unteren Zähne
vorgesehen, wobei der Anlagebereich 59 für die unteren
Zähne von der
Innenfläche
der Mundvorhof-Schutzabdeckung 2 weiter vorsteht als der
Anlagebereich 58 für
die oberen Zähne.
Dieser Unterschied dient zum Ausgleich des typischen Überbisses
der meisten Benutzer. Die Anlagebereiche 58 und 59 müssen nicht
breiter sein als der Gasauslass 52.
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In
der Oberkante der Mundvorhof-Schutzabdeckung 2 ist mittig
eine Kerbe 60 vorgesehen, um das obere Lippenbändchen aufzunehmen.
Für den Komfort
des Benutzers ist um die Kante der Mundvorhof-Schutzabdeckung 2 ein
leichter Wulst 61 vorgesehen, während die Mundvorhof-Schutzabdeckung 2 im
Hinblick auf eine zusätzliche
Biegsamkeit ansonsten sehr dünn
ist.
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Insbesondere
bezugnehmend auf 4, ist das Mundstück 50 in
seiner bevorzugten Form vorzugsweise gebildet durch Überformen
eines Teils 70 aus weichem und nachgiebigen Material über einen Teil 67 aus
steiferem Material. Diese Teile können allgemein bezeichnet werden
als der Schutzabdeckungsteil und der den Durchlass bildende Einsatz. Der
den Durchlass bildende Einsatz umfasst vorzugsweise ein Flanschpaar
aus einem oberen und einem unteren vertikalen Flansch 63 und 64 für den vollständigen Eingriff/Kontakt
mit dem nachgiebigen Material. Der den Durchlass bildende Einsatz 67 umfasst
den sich vertikal erstreckenden Versteifungsflansch 56 des
Zungen-Niederhalters 55, zusammen mit einem gekrümmten planaren
Bereich 7i, der das Rückgrat
des Zungen-Niederhalters 55 bildet. Die sich vertikal erstreckenden
Abstandshalter 57 bestehen aus dem weichen und nachgiebigen
Material und sind Teil der Überformung 70,
wie auch die Anlagebereiche 58 und 59 für die oberen
und unteren Zähne.
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In 5 ist
die Verwendung des Mundstücks gemäß den 2 bis 4 dargestellt.
Mit dem vorliegenden Mundstück 50 werden
die Ober- und die Unter lippe 5, 6 durch die Anlagewirkung
der Anlagebereiche 75, 76 jeweils an den oberen
und unteren Zähnen 7, 8 noch
weiter aufgespreizt, wodurch zwischen den Lippen 5, 6 und
jeweils dem oberen und unteren Bereich der Mundvorhof-Schutzabdeckung 2 eine
Abdichtung mit höherem
Druck erfolgt. Eine Unterfläche 77 des
Zungen-Niederhalters 55 trifft notwendigenfalls auf die
Oberfläche 72 der
Zunge 25 auf und hält
die Zunge im unteren Bereich des Mundes zurück. Dadurch wird ein freier
Gasauslass 52 von dem Gasdurchlass durch die Mundvorhof-Schutzabdeckung
sichergestellt. Die sich vertikal erstreckenden Abstandshalter 57 legen
sich, wenn sie durch einen von der Zunge ausgeübten Druck dazu veranlasst
werden, an den Gaumen des Benutzers und halten den Luftdurchlass
frei. Ein unbewusstes Blockieren des oralen Durchgangs durch den
schlafenden Patienten und die Rückkehr
zur Nasenatmung werden dadurch gestoppt.
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Es
wird nunmehr erneut auf 1 Bezug genommen. Es wurde festgestellt,
dass ein zusätzlicher Faktor
bei der Wirksamkeit eines jeden Mundstücks, einschließlich des
Mundstücks 1,
die Art und Weise ist, in der das Mundstück an den Atmungskreis/Atmungsschlauch 41 angeschlossen
ist. Das Gewicht des Atmungsschlauchs 41 und jede versuchte
Bewegung entweder des Atmungsschlauchs 41 oder des Mundstücks 1 relativ
zu dem jeweils anderen ist einer der wesentlichsten Einflussfaktoren,
die dazu neigen, ein Mundstück 1 aus
seiner Lage in dem Mund eines Benutzers zu lösen. Es muss erwähnt werden,
dass das Mundstück 1 in
seiner Position verbleiben und während
der gesamten Schlafzeit, in der bei dem Patienten kein Muskeltonus
vorhanden ist, für
die Aufrechterhaltung eines dichten Verschlusses sorgen muss.
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Die
erfindungsgemäß zwischen
dem Atmungskreis/Atmungsschlauch 41 und dem Mundstück 1 vorgesehene
Verbindung 40 entkoppelt das Mundstück 1 von dem Atmungsschlauch 41.
Infolgedessen ist die Verbindung 40 wirksam bei der Reduzierung
der Kräfte,
die durch den Atmungsschlauch 41 auf das Mundstück 1 ausgeübt werden,
wenn sich der Benutzer während
des Schlafes herum be wegt. In der bevorzugten Schlafposition verläuft der
Atmungsschlauch 41 über
der Brust 43 des Benutzers und kann an der Schlafbekleidung
des Benutzers befestigt werden. Vorzugsweise wird der Atmungsschlauch 41 auf
die Brust des Benutzers gelegt, um das Mundstück 1 von dem Gewicht
des Atmungsschlauchs 41 zu entlasten.
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Für den Anschluss
zwischen dem Gasauslass 14, der in Rückenlage des Patienten bzw.
der Patientin vertikal ist, und dem allgemein horizontalen Atmungsschlauch 41 ist
in die Verbindung 40 ein L-förmiges Kniestück 45 integriert.
Das Kniestück 45 kann
in das Mundstück 1 integriert
sein, wobei jedoch bevorzugt wird, dass das Mundstück 1 für eine leichtere
Reinigung kleine Abmessungen behält.
Das Kniestück 45 ist
rechtwinklig geformt und sorgt für
einen positiven Druck auf das Mundstück 1, um das Mundstück 1 in
dem Mund des Benutzers zu halten. Das Kniestück 45 kann ein Drehgelenk
aufweisen und kann von dem Gasauslass 14 abgenommen werden.
Die Verbindung 40 umfasst ferner ein extrem flexibles Verbindungsrohr 46,
das zwischen dem Kniestück 45 und
dem Atmungsschlauch 41 vorgesehen ist. Das Verbindungsrohr 46 ist
aus den genannten Gründen
vorzugsweise durch ein Drehgelenk 48 mit dem Atmungsschlauch 41 verbunden.
Trotz seiner Flexibilität
ist der Atmungsschlauch 41 vorzugsweise ausreichend steif,
damit er über
eine verhältnismäßig lange
Strecke unversehrt bleibt, während
das Verbindungsrohr 46 mit nur einer kurzen Länge von
beispielsweise 10 Zentimeter lediglich den Bereich zwischen dem
Mund und der Brust des Benutzers überspannen muss und deshalb
nicht für
lange Strecken geeignet ausgebildet sein muss. Infolge der kurzen Länge des
Verbindungsrohres 46. Aufgrund seiner kurzen Länge muss
das Verbindungsrohr 46 kein bedeutendes Isoliervermögen oder
eine bedeutende Erwärmbarkeit
aufweisen. Das Verbindungsrohr 46 kann aus einer dünnen Kunststoffmembrane
geformt sein, die über
schraubenförmigen
oder doppelschraubenförmigen
oder gewellten Halterippen gehalten ist. In einem solchen Fall wird
das Verbindungsrohr 46 durch diese Art des Haltens seitlich
flexibel und widerstandsfähig
gegen eine Torsion. Das Drehgelenk 45 des Kniestücks erlaubt eine
Bewegung des Verbindungsrohres 46 relativ zu dem Mundstück 1.
Das Drehgelenk 48 erlaubt eine Bewegung des Verbindungsrohres 46 relativ
zu dem Atmungsschlauch 41. Es versteht sich, dass eines
oder beide Drehgelenke 45, 48 entfallen könnten, dass aber
die bevorzugte Ausführungsform
das Drehgelenk 48 aufweist.
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In 6 ist
die vorliegende Erfindung mit einem extraoralen Abdichtungsflügel 100 dargestellt. Der
Flügel 100 ist
in seiner natürlichen
Vorspannung konisch, wobei sein breites offenes Ende konform mit den
Gesichtskonturen rund um die Mundaußenseite des Benutzers geformt
ist. Das schmale Ende schließt
sich an einen zylindrischen Abschnitt an, der so gestaltet ist,
das er sich über
die Einlassöffnung 104 des
Mundstücks 102 schiebt.
Während
dies eine Art der Anbringung des Flügels 100 ist, kann
letzterer auch als integraler Teil des Mundstücks 102 gebildet sein.
Der Flügel 100 muss
aus einem flexiblen Material hergestellt sein, so dass Materialien
wie Silikongummi zur Formung des Flügels verwendet werden können.
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Der äußere Flügel 100 ist
in 7 in einer nach hinten umgebogenen Position dargestellt.
Es versteht sich, dass der äußere Flügel 100,
wenn das Mundstück 102 in
den Mund eines Benutzers eingesetzt wird, sich in dieser nach hinten
umgebogenen Position befinden soll, um das Einsetzen zu erleichtern.
Vor dem Einsetzen wird der Flügel
nach hinten umgebogen, indem lediglich Druck auf seine Peripherie 106 ausgeübt wird,
bis er in die nach hinten umgebogene Position schnellt, die er ohne
Unterstützung
beibehält.
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In 8 ist
der Flügel 100 bei
Benutzung mit dem Mundstück 102 in
dem Mund 107 eines Benutzers 110 gezeigt. Sobald
er korrekt in dem Mund 106 positioniert ist, kann der äußere Flügel 100 in
seine funktionsbereite Position gebracht werden, indem auf seine äußere Peripherie 106 Druck
ausgeübt
wird, bis der Flügel
zurückschnellt,
um sich an die Außenseite
des Mundes 108 zu drücken.
Wegen der relativen Position der Mundvorhof-Schutzabdeckung 112 und
des äußeren Flügels 100 kann
der äußere Flügel 100 seine
natürliche
Vorspannung nicht vollständig erreichen
und übt
daher eine Druckkraft auf die Außenseite des Mundes 108 aus.
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Es
versteht sich, dass nicht nur für
einen im wesentlichen luftdichten Abschluss gesorgt wird, sondern
durch die zusätzliche
Anordnung des Flügels
auch für
eine ausreichende Druckkraft auf den Mund, um das Mundstück und die
Leitung ohne notwendige Gurte in ihrer Lage zu halten. Die Verabreichung
einer CPAP-Therapie kann daher auf eine wesentlich weniger störende Weise
als bei traditionellen Methoden erfolgen.
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Ein
weitere zusätzliche
Verbesserung ist in 9 dargestellt, in der der äußere Flügel 300 perspektivisch
gezeigt ist. Auf beiden Seiten der Gasöffnung 304 sind Ventilationsöffnungen 302, 303 vorgesehen,
die von einem Steg 306 umgeben sind, der als Feuchtigkeitssperre
wirkt. Die Öffnungen 302, 303 sind
derart vorgesehen, dass aus dem Mund austretende überschüssige Feuchtigkeit
zu den Öffnungen
wandert, wo sie verdunsten kann. Kleine Luftöffnungen in der Leitung können verwendet
werden, um kleine Mengen an Druckgas auf die Öffnungen zu lenken, um die
Verdunstung zu unterstützen.
Der Steg 306 ist vorhanden, um sicherzustellen, dass keine
Feuchtigkeit in den Abdichtungsbereich 308 gelangt, da
dies die Dichtungseigenschaften des Flügels beeinträchtigen
würde.
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Ein
typischer Kreislauf für
befeuchtete Atmung, bei dem die vorliegende Erfindung Anwendung
finden könnte,
ist schematisch in 10 dargestellt und umfasst einen
Respirator 230, einen Befeuchter 231 und die damit
verbundenen Atemleitungen 233 und 234. Es ist
ein Patient in Behandlung dargestellt, wobei sich die vorliegende
Erfindung in dem Mund des Patienten 236 befindet.
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Aus
der vorstehenden Beschreibung ist erkennbar, dass die vorliegende
Erfindung für
ein preiswertes und gleichzeitig wirksames Mundstück 1 für die orale Anwendung
einer CPAP-Behandlung sorgt. Anders als andere Vorrichtungen erfordert
das erfindungsgemäß verwendete
Mundstück 1 keine
kieferorthopädische
Anpassung, da sich das Mundstück nicht
auf eine genaue Ausrichtung mit den Zähnen oder dem Gaumen des Benutzers
verlässt,
damit es seine Lage in dem Mund des Benutzers einnehmen und beibehalten
kann, sondern in dem Mundvorhof zwischen den Zähnen und den Lippen und den
Zähnen
und den Backen liegt, wobei die laterale und vertikale Erstreckung
der Mundvorhof-Schutzabdeckung 2 erfordert,
dass die Lippen des Benutzers aktiv manipuliert werden, damit die
Mundvorhof-Schutzabdeckung 2 entfernt werden kann. Ferner
reduziert die verbesserte Verbindung 40 zu dem Atmungskreis/Atmungsschlauch 41 diejenigen
Kräfte,
die zur Ausübung
einer Zugkraft auf das Mundstück 1 tendieren.
Durch die zusätzliche
Anordnung des extraoralen Flügels 100 werden
das Mundstück und
die damit verbundenen Leitungen ohne notwendige äußere Gurte sicher in ihrer
Lage gehalten, und es wird eine wirksame Abdichtung rund um den
Mund des Benutzers geschaffen.