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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft einen Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden,
der zur Herstellung von Maschinenbauteilen verwendet wird, z. B.
der Komponenten von Kraftfahrzeugen, Baumaschinen u. ä., und ein
Verfahren zu seiner Herstellung sowie insbesondere einen Stahlstab
oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter Duktilität, der dadurch
zur schweren Kaltschmiedeverformung geeignet ist, und ein Verfahren
zu seiner Herstellung.
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Hintergrund der Technik
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Kohlenstoffstähle für Maschinenbauteile
und niedriglegierte Stähle
für Maschinenbauteile
werden herkömmlich
als Konstruktionsstähle
zur Herstellung von Maschinenbauteilen verwendet, z. B. der Komponenten von
Kraftfahrzeugen, Baumaschinen u. ä. Die Maschinenbauteile für Kraftfahrzeuge,
z. B. Bolzen, Stangen, Motorkomponenten und Triebstrangkomponenten,
werden bisher aus diesen Stahlmaterialien hauptsächlich durch ein Warmschmiede-
und Zerspanungsverfahren hergestellt. In letzter Zeit wird aber
angesichts solcher Vorteile wie Produktivitätsverbesserung dieses Warmschiede-
und Zerspanungsverfahren durch ein Kaltschmiedeverfahren ersetzt.
In einem Kaltschmiedeverfahren wird ein warmgewalztes Stahlmaterial
gewöhnlich
durch Kaltschmieden umgeformt, nachdem es weichgeglüht und seine
Kaltumformbarkeit gewährleistet wurde.
Hierbei besteht ein Problem darin, daß das Kaltschmieden eine Kaltverfestigung
des Stahlmaterials bewirkt und seine Duktilität senkt, was zu Rißbildung
und kürzerer
Standzeit von Metallgesenken führt.
Die Rißbildung
bei der Kaltschmiedeverformung oder die unzureichende Stahlduktilität bildet
oft das Haupthindernis beim Wechsel von einem Warmschmiedeverfahren zu
einem Kaltschmiedeverfahren, besonders wenn starkes Kaltschmieden
erforderlich ist.
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Beim
Weichglühen
muß zudem
ein Stahlmaterial auf eine hohe Temperatur erwärmt und darauf lange Zeit gehalten
werden, weshalb eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung erforderlich
ist, z. B. ein Wärmeofen, und
außerdem
Energie für
die Erwärmung
verbraucht wird, wodurch das Weichglühen für einen großen Anteil der Herstellungskosten
verantwortlich ist. Angesichts dessen wurden verschiedene Technologien,
z. B. die nachstehend beschriebenen, zur Produktivitätssteigerung,
Energieeinsparung usw. vorgeschlagen.
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Zur
Verkürzung
Weichglühzeit
schlägt
die JP-A-S57-63638 ein Verfahren zum Erhalten eines Stahldrahts
mit ausgezeichneten Kaltschmiedeeigenschaften durch Abkühlen eines
warmgewalzten Stahlmaterials auf 600°C mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit
von mindestens 4°C/s,
um eine abgeschreckte Struktur zu bilden, und anschließendes Weichglühen des
mit Zunder bedeckten Stahlmaterials in einer Inertgasatmosphäre vor.
Um schnelles Weichglühen
zu ermöglichen,
offenbart die JP-A-S60-152627 ein Verfahren, in dem Fertigwalzbedingungen
spezifisch festgelegt sind und ein Stahlmaterial nach dem Walzen
schnell abgekühlt
wird, um eine Struktur zu erhalten, in der feiner Perlit, Bainit
oder Martensit in fein dispergiertem proeutektischem Ferrit gemischt
ist. Die JP-A-S61-264158
schlägt
ein Verfahren zur Senkung der Stahlhärte nach Weichglühen durch
Verbessern der chemischen Zusammensetzung eines Stahls vor, d. h.
durch Erhalten eines kohlenstoffarmen Stahls, in dem der Gehalt
von P auf höchstens
0,005% reduziert ist und die Ausdrücke Mn/S ≥ 1,7 sowie Al/N ≥ 4,0 erfüllt sind.
Die JP-A-S60-114517 schlägt
ein Verfahren vor, in dem gesteuertes Walzen zur Beseitigung eines
Weichglühverfahrens
vor Kaltverformung zum Einsatz kommt.
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All
diese herkömmlichen
Technologien zielen auf eine Verbesserung oder Beseitigung des Weichglühens vor
der Kaltschmiedeverformung ab und bezwecken keine Verbesserung der
unzureichenden Duktilität von
Stahlmaterialien, die das Haupthindernis beim Übergang von einem Warmschmiedeverfahren
zu einem Kaltschmiedeverfahren bei der Herstellung von Ma schinenkomponenten
darstellt, die stark verformt werden müssen.
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Offenbarung
der Erfindung
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Angesichts
dessen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Stahlstab
oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter Duktilität nach Weichglühen, der
bei der Herstellung von Maschinenbauteilen aus einem warmgewalzten
Stahlstab oder -draht durch Weichglühen und Kaltschmieden das herkömmliche Rißbildungsproblem
eines Stahlmaterials im Verlauf von Kaltschmiedeverformung beseitigen
kann, und ein Verfahren zu seiner Herstellung bereitzustellen.
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Als
Ergebnis von Untersuchungen zur Kaltumformbarkeit eines Stahlstabs
oder -drahts zum Kaltschmieden wurde im Rahmen der Erfindung festgestellt,
daß es
möglich
war, einen Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter
Duktilität
nach Weichglühen
zu erhalten, indem nur die Oberflächenschicht eines Stahlstabs
oder -drahts mit einer spezifischen chemischen Zusammensetzung gehärtet und
eine weiche Struktur in seinem Mittelabschnitt gebildet wurde.
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Der
Kern der Erfindung, die auf der Grundlage dieser Feststellung zustande
kam, umfaßt
folgendes:
- (1) Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden
mit ausgezeichneter Duktilität
nach Weichglühen,
gekennzeichnet dadurch, daß er
einen Stahl umfaßt,
der massebezogen enthält:
0,1
bis 0,6% C,
0,01 bis 0,5% Si,
0,2 bis 1,7% Mn,
0,001
bis 0,15% S,
0,015 bis 0,05% Al und
0,003 bis 0,025% N
und
dessen Gehalte von P und O auf höchstens
0,035% bzw. höchstens
0,003% gesteuert sind, wobei der Rest aus Fe und unvermeidlichen
Verunreinigungen besteht; wobei die prozentuale Ferritfläche in der
metallografischen Struktur des Abschnitts von der Oberfläche bis
zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius des Stahlstabs oder -drahts
höchstens
10% beträgt
und der Rest der Struktur im wesentlichen aus Martensit, Bainit
und/oder Perlit besteht; und wobei die mittlere Härte des Abschnitts
von der Tiefe vom 0,5-fachen des Radius bis zur Mitte um mindestens
HV 20 geringer als die der Oberflächenschicht (des Abschnitts
von der Oberfläche
bis zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius) ist.
- (2) Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter
Duktilität
nach Weichglühen
nach Punkt (1), dadurch gekennzeichnet, daß er zu Lasten von Eisen massebezogen
ferner aufweist: höchstens
3,5% Ni, höchstens
2% Cr und/oder höchstens
1% Mo.
- (3) Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter
Duktilität
nach Weichglühen
nach Punkt (1) oder (2), dadurch gekennzeichnet, daß er zu
Lasten von Eisen massebezogen ferner aufweist: 0,005 bis 0,1% Nb
und/oder 0,03 bis 0,3% V.
- (4) Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter
Duktilität
nach Weichglühen
nach einem der Punkte (1) bis (3), dadurch gekennzeichnet, daß er zu
Lasten von Eisen massebezogen ferner aufweist: höchstens 0,02% Te, höchstens
0,02% Ca, höchstens
0,01% Zr, höchstens
0,035% Mg, höchstens
0,1% Y und/oder höchstens
0,15% Seltenerdmetalle.
- (5) Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter
Duktilität
nach Weichglühen
nach einem der Punkte (1) bis (4), dadurch gekennzeichnet, daß die Austenit-Korngrößennummer
nach Japanischer Industrienorm (JIS) im Abschnitt von der Oberfläche bis
zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius mindestens 8 beträgt.
- (6) Verfahren zur Herstellung eines Stahlstabs oder -drahts
zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter Duktilität nach Weichglühen, gekennzeichnet
durch die folgenden Schritte: Fertigwalzen eines Stahlmaterials mit
einer in einem der Punkte (1) bis (5) festgelegten chemischen Zusammensetzung
unter Steuern der Oberflächentemperatur
auf 700 bis 1000°C
am Ausgang des letzten Fertigwalzgerüsts während des Warmwalzens und anschließendes Unterziehen
des gewalzten Materials mindestens einem Verfahrenszyklus aus "schnellem Abkühlen des
warmgewalzten Materials auf eine Oberflächentemperatur von höchstens 600°C und anschließendem Erholenlassen
durch seine Eigenwärme,
so daß die
Oberflächentemperatur 200
bis 700°C wird", oder zwei- oder
mehrfaches Wiederholen des Verfahrenszyklus; und dadurch erfolgendes
Bewirken, daß die
prozentuale Ferritfläche
in der Struktur des Abschnitts des Stahlstabs oder -drahts von der
Oberfläche
bis zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius des Stahlstabs oder -drahts
höchstens
10% beträgt
und der Rest der Struktur im wesentlichen Martensit, Bainit und/oder
Perlit aufweist, und ferner Bilden der Struktur, in der die mittlere
Härte des
Abschnitts von der Tiefe vom 0,5-fachen
des Radius bis zur Mitte um mindestens HV 20 geringer als die der
Oberflächenschicht
(des Abschnitts von der Oberfläche
bis zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius) ist.
- (7) Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter
Duktilität,
dadurch gekennzeichnet, daß er
ein Stahlstab oder -draht nach einem der Punkte (1) bis (5) ist,
der weichgeglüht
wurde; der weichgeglühte
Strukturgrad nach JIS G 3539 im Abschnitt von der Oberfläche bis
zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius höchstens Nr. 2 ist; und der
weichgeglühte
Strukturgrad im Abschnitt von der Tiefe vom 0,5-fachen des Radius
bis zur Mitte höchstens
Nr. 3 ist.
- (8) Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter
Duktilität
nach Punkt (7), dadurch gekennzeichnet, daß die Ferrit-Korngrößennummer
nach JIS im Abschnitt von der Oberfläche bis zur Tiefe vom 0,15-fachen
des Radius mindestens 8 beträgt.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
ein Diagramm der Beziehung zwischen der Position (mm) in einem Schnitt
eines erfindungsgemäßen Stahlstabs
mit 36 mm Durchmesser zum Kaltschmieden und der Härte (HV)
an der Position.
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2(a) ist eine Mikroaufnahme (400-fach vergrößert) der
Oberfläche
eines Stahlstabs und 2(b) ist
eine Mikroaufnahme (400-fach vergrößert) seines Mittelabschnitts.
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3(a) ist eine Mikroaufnahme (400-fach vergrößert) der
Oberfläche
eines Stahlstabs, der durch Weichglühen des Stahlstabs von 1 erhalten
wurde, und 3(b) ist eine Mikroaufnahme
(400-fach vergrößert) seines
Mittelabschnitts.
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4 ist
eine schematische Darstellung eines Beispiels für eine Walzlinie, die für die Erfindung
zum Einsatz kommt.
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5(a) ist eine Darstellung von CCT-Kurven zur Erläuterung
der Strukturen in der Oberflächenschicht
und im Mittelabschnitt eines Stahlstabs oder -drahts, und 5(b) ist eine Schnittansicht der Struktur eines
Stahlstabs oder -drahts nach Abkühlung
und Erholung.
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Bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung
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Im
folgenden wird die Erfindung näher
erläutert.
Zunächst
werden die Gründe
dargelegt, weshalb die notwendige chemische Stahlzusammensetzung
zum Erreichen der Struktur und der mechanischen Eigenschaften, z.
B. Härte
und Duktilität
eines Stahlstabs oder -drahts zum Kaltschmieden, festgelegt ist,
auf die die Erfindung abzielt.
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C:
C ist ein unabdingbares Element zur Erhöhung der Stahlfestigkeit, die
von Maschinenbauteilen gefordert wird. Bei einem C-Gehalt unter
0,1% ist die Festigkeit eines Endprodukts unzureichend, aber bei
einem C-Gehalt über
0,6% ist die Duktilität
eines Fertigprodukts beeinträchtigt.
Daher ist der C-Gehalt auf 0,1 bis 0,6% begrenzt.
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Si:
Si wird als Desoxidationsmittel und auch zur Erhöhung der Festigkeit eines Endprodukts
durch Mischkristallhärtung
zugegeben. Ein Si-Gehalt unter 0,01% reicht nicht aus, diese Wirkungen
zu erhalten. Wird es aber mit über
0,5% zugegeben, erhöhen
sich diese Wirkungen nicht mehr, sondern die Duktilität ist beeinträchtigt.
Aus diesem Grund ist der Si-Gehalt
mit 0,01 bis 0,5% festgelegt. Allerdings ist bevorzugt, die Obergrenze
für den
Si-Gehalt mit höchstens
0,35% oder stärker
bevorzugt höchstens
0,2% festzulegen.
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Mn:
Mn ist ein wirksames Element zur Erhöhung der Festigkeit eines Endprodukts
durch Verstärkung der
Härtbarkeit.
Bei einem Mn-Gehalt unter 0,2% erhält man keine ausreichende Wirkung,
und bei seiner Zugabe mit über
1,7% sättigt
sich nicht nur die Wirkung, sondern auch die Duktilität ist beeinträchtigt.
Daher ist der Mn-Gehalt auf 0,2 bis 1,7% begrenzt.
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S:
S ist eine unvermeidliche Komponente in Stahl und liegt darin in
Form von MnS vor. In der Erfindung ist sein Gehalt mit 0,001 bis
0,15% festgelegt, da S wirksam die Zerspanbarkeit erhöht und eine
Kristallstruktur verfeinert.
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Da
aber S für
die Kaltumformung schädlich
ist, ist bevorzugt, seinen Gehalt auf höchstens 0,015% oder stärker bevorzugt
höchstens
0,01% zu begrenzen, wenn keine Zerspanbarkeit erforderlich ist.
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Al:
Al ist als Desoxidationsmittel wirksam. Wirksam ist es ferner zur
Verfeinerung von Kristallkörnern durch
Binden von gelöstem
N im Stahl als AlN. Bei einem übermäßigen Al-Gehalt bildet sich
aber eine übermäßige Menge
von Al2O3, was zu
einer Zunahme innerer Fehler und der Beeinträchtigung der Kaltumformbarkeit
führt.
Daher ist der Al-Gehalt in der Erfindung auf den Bereich von 0,015
bis 0,05% begrenzt.
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N:
N reagiert mit Al oder Nb zu AlN oder NbN (NbCN), verfeinert Kristallkörner und
verbessert die Stahlduktilität,
weshalb sein Gehalt mit 0,003 bis 0,025% festgelegt ist.
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P:
P ist eine Komponente, die zwangsläufig zum Stahl gehört und Korngrenzensegregation
sowie Mittensegregation verursacht, was die Duktilität beeinträchtigt.
Daher ist erwünscht,
den Gehalt von P auf höchstens
0,035% oder vorzugsweise höchstens
0,02% zu begrenzen.
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O:
O ist ebenfalls eine Komponente, die zwangsläufig zu Stahl gehört und die
Kaltumformbarkeit durch Reagieren mit Al zu Al2O3 beeinträchtigt.
Daher ist erwünscht,
seinen Gehalt so zu steuern, daß er
höchstens 0,003%
oder vorzugsweise höchstens
0,002% beträgt.
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Zuvor
wurde die chemische Grundzusammensetzung eines Stahls erläutert, auf
den die Erfindung Anwendung findet. Ferner kann in der Erfindung
ein Stahl Ni, Cr und/oder Mo enthalten. Diese Elemente werden zur
Festigkeitserhöhung
eines Endprodukts durch die Verstärkung der Härtbarkeit und ähnliche
Effekte zugegeben. Freilich bewirkt eine Zugabe jedes dieser Elemente
in großer
Menge, daß sich
Bainit und Martensit bis zum Mittelabschnitt eines warmgewalzten
Stahlstabs oder -drahts bilden, was die Stahlhärte erhöht und auch aus wirtschaftlicher
Sicht nicht erwünscht
ist. Die Gehalte dieser Elemente sind daher auf höchstens
3,5% für Ni,
höchstens
2% für
Cr und höchstens
1% für
Mo begrenzt.
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Weiterhin
können
in der Erfindung zur Steuerung der Kristallkorngröße Nb und/oder
V einem Stahl zugegeben werden.
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Liegt
aber der Gehalt von Nb unter 0,005% oder der von V unter 0,03%,
erhält
man keine greifbare Wirkung. Übersteigen
andererseits ihre Gehalte 0,1 bzw. 0,3%, sättigt sich der Effekt, und
die Duktilität
ist beeinträchtigt.
Folglich sind ihre Gehalte mit 0,005 bis 0,1% für Nb und 0,03 bis 0,3% für V festgelegt.
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Zusätzlich kann
in der Erfindung zur Steuerung der Form von MnS, Rißverhinderung
und Duktilitätserhöhung ein
Stahl die folgenden Elemente aufweisen: höchstens 0,02% Te, höchstens
0,02% Ca, höchstens 0,01%
Zr, höchstens
0,035% Mg, höchstens
0,15% Seltenerdmetalle und/oder höchstens 0,1% Y. Diese Elemente
bilden jeweilige Oxide, und die Oxide wirken nicht nur als Kerne
für die
Bildung von MnS, sondern bilden MnS auch zu (Mn, Ca)S, (Mn, Mg)S
usw. um. Dies macht die Sulfide beim Warmwalzen leicht streckbar,
wodurch sich körniges
MnS in feinen Körnern
dispergiert, was die Duktilität
sowie das kritische Stauchverhältnis bei
der Kaltschmiedeverformung erhöht.
Werden andererseits Te über
0,02%, Ca über
0,02%, Zr über
0,01%, Mg über
0,035%, Y über
0,1% oder Seltenerdmetalle über
0,15% zugegeben, sättigen
sich die o. g. Wirkungen, es bilden sich unvorteilhaft CaO, MgO
und andere grobe Oxide sowie die Cluster dieser Oxide, und harte Verbindungen
wie ZrN u. ä.,
scheiden aus, was die Duktilität
beeinträchtigt.
Aus diesem Grund sind die Gehalte dieser Elemente so festgelegt,
daß sie
höchstens
0,02% für
Te, höchstens
0,02% für
Ca, höchstens
0,01% für Zr,
höchstens
0,035% für
Mg, höchstens
0,1% für
Y und höchstens
0,15% für
Seltenerdmetalle betragen. Zu beachten ist, daß die Seltenerdmetalle, die
in der Erfindung beschrieben sind, Elemente mit Ordnungszahlen von
57 bis 71 bezeichnen.
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Hierbei
wird der Zr-Gehalt in Stahl durch Emissionsspektrometrie mit induktiv
gekoppeltem Plasma (ICP) ähnlich
wie bei der Bestimmung des Nb-Gehalts in Stahl bestimmt, nachdem
eine Probe auf die in Anhang 3 von JIS G 1237-1997 festgelegte Weise
behandelt wurde. Die Menge jeder in der Messung der Beispiele der
Erfindung verwendeten Probe betrug 2 g für jede Stahlgüte, und
eine Kalibrierkurve für
die ICP war so eingestellt, daß sie
zur Messung einer sehr kleinen Zr-Menge ge eignet war. Das heißt, Lösungen mit
unterschiedlichen Zr-Konzentrationen wurden durch Verdünnen einer
Zr-Standardlösung
so hergestellt, daß die Zr-Konzentrationen
von 1 bis 200 ppm variierten, und die Kalibrierkurve wurde durch
Messung der Zr-Mengen in den verdünnten Lösungen bestimmt. Zu beachten
ist, daß die üblichen
Verfahren im Zusammenhang mit der ICP auf JIS K 0116-1995 (General
Rules for Emission Spectrometry) und JIS Z 8002-1991 (General Rules for
Tolerances of Tests and Analyses) beruhen.
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Als
nächstes
wird die Struktur eines erfindungsgemäßen Stahlstabs oder -drahts
nachfolgend erläutert.
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Im
Rahmen der Erfindung untersuchte man Verfahren zur Erhöhung der
Duktilität
eines Stahlstabs oder -drahts zum Kaltschmieden und erkannte, daß der Schlüssel zur
Duktilitätserhöhung eines
weichgeglühten
Stahlmaterials darin lag, die weichgeglühte Struktur homogen und fein
zu machen, und daß es
dazu wirksam war, den prozentualen Ferritanteil in der Struktur
nach Warmwalzen auf höchstens
einen festgelegten Wert einzudämmen
und den Rest zu einer Mischstruktur auszubilden, die feinen Martensit,
Bainit und/oder Perlit aufweist. Daraus folgt, daß die Duktilität eines
Stahlstabs oder -drahts steigt, wenn er nach Warmwalzen schnell
abgekühlt
und dann weichgeglüht
wird. Wird er aber so schnell abgekühlt, daß die Struktur über seinen gesamten
Schnitt härtet,
treten leicht Abschreckrisse auf, wozu kommt, daß die Stahlhärte auch
nach dem Weichglühen
nicht sinkt und der Kaltverformungswiderstand steigt, was die Standzeit
von Kaltschmiedegesenken verkürzt.
Im Rahmen der Erfindung wurde festgestellt, daß es zur Lösung der o. g. Probleme wirksam
war, den in der Oberflächenschicht
eines Stahlstabs oder -drahts durch schnelles Abkühlen der
Oberflächenschicht nach
Fertigwarmwalzen und anschließendes
Erholenlassen gebildeten Martensit durch dessen Eigenwärme zu tempern
und dadurch die Oberflächenschicht
vor Weichglühen
zu erweichen, und ferner den Innenabschnitt so auszubilden, daß er sich
aus einer weichen Struktur zusammensetzt, indem die geringe Abkühlungsgeschwindigkeit
genutzt wird; und daß als
Ergebnis dessen ein Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit
ausgezeichneter Dukti lität
nach Weichglühen
und mit einem geringen Kaltverformungswiderstand erhalten werden konnte.
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1 ist
ein Diagramm der Beziehung zwischen der Position (mm, 0 in der Mitte)
in einem Schnitt eines erfindungsgemäßen Stahlstabs mit 36 mm Durchmesser
zum Kaltschmieden und der Härte
(HV) an der Position.
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Gemäß 1 beträgt die mittlere
Härte an
der Oberfläche
HV 280 bis 330 und die in der Mitte etwa HV 200, und die Härte nimmt
zur Mitte allmählich
ab.
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Gemäß der Mikroaufnahme
(400-fach vergrößert) der
Oberfläche
des Stahlstabs in 2(a) und der der Mitte in 2(b) umfaßt
die Struktur an der Oberfläche
hauptsächlich
getempertes Martensit und die in der Mitte hauptsächlich Ferrit
und Perlit.
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Bezüglich der
Struktur nach dem Weichglühen,
um den Stahlstab von 1 1 h auf 735°C und dann 2
h auf 680°C
zu halten, geht aus der Mikroaufnahme (400-fach vergrößert) der
Oberfläche
des Stahlstabs in 3(a) und der der Mitte in 3(b) hervor, daß eine homogene Struktur mit
einem guten Weichglühgrad
an der Oberfläche
erhalten wird. Die Härte
nach dem Weichglühen
beträgt
etwa HV 135 und ist von der Oberfläche bis zur Mitte etwa gleich.
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Obwohl
ein Stahlstab nach Weichglühen
einer Stauchprüfung
unter schwerer Verformung mit einer wahren Dehnung über 1 unterzogen
wurde, entwickelte er keine Kaltschmiederisse, und sein Kaltverformungswiderstand
blieb auf einem geringen Wert, der kein Problem bei der Kaltschmiedeverformung
verursachte.
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Auf
der Grundlage dieses Ergebnisses wurden im Rahmen der Erfindung
weitere Prüfungen
und Untersuchungen der Struktur der Oberflächenschicht und der Beziehung
zwischen der Härte
der Oberflächenschicht
und der des Mittelabschnitts durchgeführt, die keine Rißbildung
bei Kaltschmiedeverformung verursacht.
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Als
Ergebnis wurde im Rahmen der Erfindung festgestellt, daß auch wenn
sich die Oberflächenschicht aus
einer getemperten Martensitstruktur zusammensetzte (einer Struktur,
in der Ferrit in einer Phase vorliegt, die im wesentlichen Marten sit,
Bainit und/oder Perlit umfaßt),
das Auftreten der Kaltschmiederisse nur verhindert werden konnte,
wenn die prozentuale Ferritfläche
höchstens
10% im Abschnitt eines Stahlstabs oder -drahts von der Oberfläche bis
zur Tiefe vom 0,15-fachen
seines Durchmessers oder vorzugsweise höchstens 5% im Fall von schwerer
Kaltschmiedeverformung betrug; daß es zur Gewährleistung
der Duktilität
beim Kaltschmieden und zur Verhinderung von Rißbildung und steigendem Verformungswiderstand
notwendig war, eine feine und homogene Struktur mit einem höheren prozentualen
Anteil von getempertem Martensit in der Oberflächenschicht im Stadium nach
Warmwalzen des Stahlstabs oder -drahts auszubilden; und daß es dazu
notwendig war, eine Härtedifferenz
zwischen der Oberflächenschicht
und dem Mittelabschnitt im Stadium nach Warmwalzen des Stahlstabs
oder -drahts zu erzeugen, und die notwendige Bedingung zum Erreichen
dessen darin bestand, die mittlere Härte (HV) des Abschnitts von
der Tiefe vom 0,5-fachen des Radius des Stahlstabs oder -drahts
bis zu seiner Mitte um mindestens HV 20 oder vorzugsweise um mindestens
HV 50 bei schwerer Kaltschmiedeverformung geringer als die mittlere
Härte (HV)
des Abschnitts von der Oberfläche
bis zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius zu machen.
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Wurde
dann der zuvor beschriebene Stahlstab oder -draht weichgeglüht, erhielt
man einen Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden mit ausgezeichneter
Duktilität,
in dem der durch JIS G 3539 definierte weichgeglühte Strukturgrad im Abschnitt
des Stahlstabs oder -drahts von der Oberfläche bis zur Tiefe vom 0,15-fachen
seines Radius höchstens
Nr. 2 entsprach. Nachgewiesen wurde, daß der so erhaltene weichgeglühte Stahlstab
oder -draht auch dann keine Kaltschmiederisse entwickelte, wenn
er einer Stauchprüfung
unter schwerer Verformung mit einer wahren Dehnung über 1 unterzogen
wurde.
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Zu
beachten ist, daß die
herkömmlich
bekannten Verfahren zum Weichglühen
für das
Weichglühen der
Erfindung verwendet werden können.
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Um
eine Korngröße der Kristalle
in der Oberflächenschicht
zu erhalten, die zur Erhöhung
der Duktilität beiträgt, reicht
es im Stadium vor dem Weichglühen
aus, die Au stenit-Kristallkorngrößennummer
nach JIS G 0551 mindestens 8 im Abschnitt des Stahlstabs oder -drahts
von der Oberfläche
bis zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius werden zu lassen. Hierbei
ist bevorzugt, die Nummer mindestens 9 werden zu lassen, wenn bessere
Eigenschaften erforderlich sind, oder mindestens 10, wenn noch höhere Eigenschaften
gefordert sind. Danach reicht es im Stadium nach dem Weichglühen aus,
die Ferrit-Kristallkorngrößennummer
nach JIS G 3545 mindestens 8 im Abschnitt des Stahlstabs oder -drahts
von der Oberfläche
bis zur Tiefe vom 0,15-fachen des Radius werden zu lassen, und es
ist bevorzugt, die Nummer mindestens 9 werden zu lassen, wenn bessere
Eigenschaften erforderlich sind, oder mindestens 10, wenn noch höhere Eigenschaften
gefordert sind.
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Sind
die Kristallkorngrößennummern
nicht größer als
die zuvor festgelegten Nummern, wird keine ausreichende Duktilität erreicht.
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Als
nächstes
wird ein erfindungsgemäßes Verfahren
zur Herstellung des Stahlstabs oder -drahts zum Kaltschmieden im
folgenden erläutert.
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4 ist
eine schematische Darstellung eines Beispiels für eine in der Erfindung verwendete
Walzlinie.
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Gemäß 4 wird
ein Stahl mit einer chemischen Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis
5 in einem Nachwärmofen 1 erwärmt und
durch eine Warmwalzstraße 2 so
fertiggewalzt, daß die
Oberflächentemperatur
des Stabstahls oder -drahts am Ausgang vom letzten Fertigwalzgerüst auf 700
bis 1000°C
gesteuert ist. Die Temperatur am Ausgang des letzten Fertigwalzgerüsts wird
mit einem Pyrometer 3 gemessen. Danach wird der fertiggewalzte
Stahlstab oder -draht 4 durch Aufbringen von Wasser auf
die Oberfläche
in Kühlbetten 5 schnell
abgekühlt
(vorzugsweise mit einer mittleren Abkühlungsgeschwindigkeit von z.
B. mindestens 30°C/s),
um eine Oberflächentemperatur
von höchstens
600°C, vorzugsweise
höchstens
500°C, stärker bevorzugt
höchstens
400°C zu
haben, so daß die
Struktur der Oberflächenschicht
hauptsächlich
Martensit aufweist. Nach Durchlaufen der Kühlbetten erholt sich die Oberflächenschicht
des Stahlstabs oder -drahts durch die Eigenwärme seines Mittelabschnitts
auf eine Oberflächen temperatur
von 200 bis 700°C
(gemessen mit einem Pyrometer 6), so daß die Struktur der Oberflächenschicht
hauptsächlich
getempertes Martensit aufweist.
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In
der Erfindung wird der o. g. schnelle Abkühlungs- und Erholungsvorgang
mindestens einmal oder mehrmals durchgeführt. Damit erhöht sich
die Duktilität
eines Stahls merklich.
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Der
Grund, weshalb die Oberflächentemperatur
des Stahlstabs oder -drahts auf 700 bis 1000°C gesteuert wird, besteht darin,
daß Kristallkörner durch
Walzen mit niedriger Temperatur verfeinert werden können und
dadurch die Struktur nach dem schnellen Abkühlen verfeinert werden kann:
Beträgt
die Oberflächentemperatur
höchstens
1000°C,
wird die Austenit-Korngrößennummer
in der Oberflächenschicht 8;
beträgt
sie höchstens
950°C, wird
die Nummer 9; und beträgt
sie höchstens
860°C, wird
die Nummer 10. Liegt aber die Oberflächentemperatur unter 700°C, wird es
schwierig, die Ferritmenge in der Struktur der Oberflächenschicht zu
reduzieren, weshalb die Oberflächentemperatur
mindestens 700°C
betragen muß.
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Zu
beachten ist, daß ein
Verfahren und eine Vorrichtung für
eine solche direkte Oberflächenabschreckung
(DSQ) gemäß der Offenbarung
in der JP-A-S62-13523 und H1-25918 bekannt sind, wenngleich die
Aufgabe, auf die sie Anwendung finden, von der der Erfindung abweicht.
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5 ist eine Darstellung von CCT-Kurven
zur Erläuterung
der Struktur der Oberflächenschicht
und des Mittelabschnitts eines Stahlstabs oder -drahts.
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Wird
ein mit einer geringen Temperatur fertiggewalzter Stahlstab oder
-draht schnell abgekühlt
und dann erholen gelassen, umfaßt
darstellungsgemäß die Struktur
der Oberflächenschicht 7,
die mit einer hohen Abkühlungsgeschwindigkeit
abgekühlt
wird, hauptsächlich
getempertes Martensit, während
die des Mittelabschnitts 8, der mit einer geringeren Abkühlungsgeschwindigkeit
als die Oberflächenschicht
abgekühlt
wird, Ferrit und Perlit aufweist.
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Der
Grund, weshalb ein Stahlstab oder -draht auf eine Oberflächentemperatur
von höchstens
600°C schnell
abgekühlt
und dann durch die Eigenwärme
auf eine Oberflächentemperatur von
200 bis 700°C
erholen gelassen wird, besteht darin, daß dies bewirkt, daß die Oberflächenschicht
aus einer Struktur besteht, die sich hauptsächlich aus getempertem Martensit
zusammensetzt und eine reduzierte Härte hat.
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Beispiele
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Im
folgenden werden Beispiele für
die Erfindung erläutert.
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Die
in Tabelle 1 aufgeführten
Stähle
wurden unter den in Tabelle 2 aufgeführten Bedingungen zu Stahlstäben und
-drähten
warmgewalzt. Der Durchmesser der Walzprodukte lag im Bereich von
36 bis 55 mm. Anschließend
wurden die Stahlstäbe
und -drähte
weichgeglüht
und dann einer Härtungsbehandlung
durch Abschrecken und Tempern bzw. Vergüten unterzogen. Die Strukturen
und Eigenschaften der Stahlstäbe
und -drähte
wurden in den Stadien kurz nach Walzen, nach Weichglühen bzw.
nach Vergüten
untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabellen 3 und 4 dargestellt.
Der "Abschnitt eines
Stahlstabs oder -drahts von der Oberfläche bis zur Tiefe vom 0,15-fachen
des Radius", der
in den Ansprüchen
der Erfindung erwähnt
ist, ist in den Tabellen 3 und 4 einfach als "Oberflächenschicht" (z. B. Härte der Oberflächenschicht)
aufgeführt.
Ebenso ist der "Abschnitt
eines Stahlstabs oder -drahts von der Tiefe von 0,5-fachen des Radius
bis zur Mitte",
der in den Ansprüchen
der Erfindung erwähnt
ist, in den Tabellen einfach als "Mittelabschnitt" aufgeführt (z. B. Härte des Mittelabschnitts).
Der Verformungswiderstand jedes der Stahlstäbe und -drähte wurde gemessen, indem ein säulenförmiges Prüfstück mit dem
gleichen Durchmesser wie das Walzprodukt und einer Höhe vom 1,5-fachen des
Durchmessers einer Stauchprüfung
unterzogen wurde. Ein kritisches Stauchverhältnis wurde gemessen, indem
jedes der säulenförmigen Prüfstücke mit
der o. g. Abmessung und mit jeweils einer Kerbe mit 0,8 mm Tiefe
und 0,15 mm Kerbenspitzenradius an der Oberfläche der Stauchprüfung unterzogen
wurde. Die Prüfstücke zur
Zugprüfung
wurden aus den Positionen in Entsprechung zu den Oberflächenschichten
der Walzprodukte ausgeschnitten, und die Zugfestigkeit und Einschnürung, die
ein Indikator für
die Duktilität
ist, der Oberflächenschichten
wurden durch Zugprüfung
gemessen.
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Die
Walzprodukte jedes Stahls erfuhren Normalvergütung (NV), Induktionsvergütung (IV)
und Aufkohlungsvergütung
(AV). Das Induktionsvergüten
erfolgte mit einer Frequenz von 30 kHz. Das Aufkohlungsvergüten erfolgte
unter der Bedingung eines Kohlenstoffpotentials von 0,8% und 950°C × 8 h.
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Wie
aus den Tabellen 3 und 4 hervorgeht, haben die erfindungsgemäßen Proben
ein erheblich besseres kritisches Stauchverhältnis und eine erheblich bessere
Einschnürung,
was Indikatoren für
die Stahlduktilität sind,
als die Vergleichsproben mit den gleichen Kohlenstoffgehalten, und
ihr Verformungswiderstand und die Härte nach dem Vergüten sind
zufriedenstellend.
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Als
nächstes
wurden die in Tabelle 5 aufgeführten
Stähle
unter den Walzbedingungen gemäß Tabelle 2
zu Stahlstäben
und -drähten
mit 36 bis 50 mm Durchmesser gewalzt, weichgeglüht und dann durch Vergüten auf
die gleiche Weise wie zuvor gehärtet.
Tabelle 6 zeigt die Untersuchungsergebnisse ihrer Strukturen und Materialeigenschaften.
Vergleicht man die Proben von Tabelle 6 mit den Vergleichsproben
von Tabelle 4, sind die erfindungsgemäßen Proben im kritischen Stauchverhältnis und
in der Einschnürung,
die Indikatoren für
die Stahlduktilität
sind, viel besser als die Vergleichsproben mit den gleichen Kohlenstoffgehalten,
und ihr Verformungswiderstand und die Härte nach dem Vergüten sind
zufriedenstellend.
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Gewerbliche
Anwendbarkeit
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Ein
erfindungsgemäßer Stahlstab
oder -draht zum Kaltschmieden ist ein Stahlstab oder -draht zum Kaltschmieden
mit ausgezeichneter Duktilität
nach Weichglühen,
der verhindern kann, daß das
Stahlmaterial beim Kaltschmieden reißt, wobei diese Rißbildung
beim Kaltschmieden nach Weichglühen
herkömmlich
problematisch war. Da die Erfindung somit die Herstellung geschmiedeter
Maschinenkomponenten, die starker Umformung bedürfen, durch Kaltschmieden ermöglicht,
sorgt sie für
erhebliche Vorteile bei wesentlicher Produktivitätssteigerung und Energieeinsparung.