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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Untersuchung einer
Substanz (zum Beispiel endokrin wirkende Substanzen [endocrine disrupting
chemicals] die auch als "Umwelthormon" [environmental hormone]
bezeichnet werden), die mit einem Hormonrezeptorprotein interagiert.
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Stand der
Technik
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In
der letzten Zeit wurde intensiv untersucht, wie umweltchemische
Substanzen auf das endokrine System in einem Organismus wirken.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Studien ist besonders das Thema der
endokrin wirkenden Substanzen. Endokrin wirkende Substanzen, auch
als „Umwelthormon" bekannt, werden
als exogene chemische Substanz, oder als eine Mischung daraus, definiert,
die die Wirkung des endokrinen Systems beeinflussen, wobei sie auf
die Individuen, deren Nachkommen oder eine Population (Unterpopulation) eine
negative Wirkung haben. Das Wirkprinzip der endokrin wirkenden Substanzen
wird wie folgt erkannt. Werden die endokrin wirkenden Substanzen
an einen Hormonrezeptor gebunden, der in einem lebenden Körper vorhanden
ist, hindert das ein natürliches
Hormon daran, an den Hormonrezeptor zu binden, oder es wird unpassenderweise
ein falsches Hormonsignal emittiert, das in vivo nachteilige Wirkung
haben kann. Unlängst wurde
herausgefunden, dass endokrin wirkende Substanzen sogar in niedrigen
Konzentrationen, in denen die endokrin wirkenden Substanzen nicht
durch herkömmliche
Toxizitätstests
unter Verwendung von Tieren ermittelt werden können, die endokrinen Systeme
stören können. Es
ist jedoch immer noch nicht bekannt, ob die schädliche Wirkung durch eine einzelne
endokrin wirkende Substanz durch die Aussetzung über einen langen Zeitraum,
oder durch eine multiple Kombination einer großen Vielzahl an endokrin wirkenden
Substanzen erzeugt wird. Daher konnte die Wirkungsweise der endokrin
wirkenden Substanzen bisher noch nicht erklärt werden.
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Bezüglich der
Gründe,
weshalb die Wirkungsweise bisher noch nicht herausgefunden wurde,
werden die folgenden Tatsachen genannt: Eine herkömmliche
Toxizitätsuntersuchung
(die auf die Detektierung einer letalen Toxizität und einem chronischen Schaden
der Organe abzielt) unter Verwendung von Tieren verwendet als Indikator
die Schädigung
und letale Toxizität,
die durch die Verabreichung einer einzelnen endokrin wirkenden Substanz
hervorgerufen wird. Aus diesem Grund ist es unmöglich, die Substanz, die das
endokrine System usw. in geringen Konzentrationen beeinflusst, zu
detektieren. Unter diesen Umständen
werden nun nach und nach international, vor allem in der OECD, Richtlinien
für einen
Screening-Test für
endokrin wirkende Substanzen entworfen. Jedoch wurden diese Richtlinien
bisher noch nicht vollständig
festgesetzt.
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Es
ist bekannt, dass die chemischen Substanzen, die eine endokrine
Wirkung aufweisen, meist eine ähnliche
Funktion wie Östrogen
(ein weibliches Hormon) haben. Aus diesem Grund wurden die meisten
Verfahren zur Detektierung der endokrin wirkenden Substanzen mit
dem Ziel entwickelt, die östrogenartige
Aktivität
der chemischen Substanzen zu detektieren. Es wird angenommen, dass
diese chemischen Substanzen ihre endokrine Wirkung ausüben, indem
sie sich an Östrogenrezeptoren
binden.
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Typische
Verfahren zur Detektierung von endokrin wirkenden Substanzen, die
eine östrogenartige
Aktivität
aufweisen, sind wie folgt:
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1) Rezeptor-Bindungs-Assay
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Bei
diesem Verfahren wird die endokrine Wirkung detektiert, indem eine
zu testende chemische Substanz (im Nachfolgenden „Testsubstanz" bezeichnet) und
ein radioisotop markiertes β-Estradiol
(ein Östrogen) gleichzeitig
zu gereinigten Östrogenrezeptoren
hinzugefügt
werden und ihre unterschiedliche Rezeptor-Bindungs-Fähigkeit bestimmt wird.
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Die
Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, dass keine Zellen benötigt werden
und dass die endokrine Wirkung einer Testsubstanz innerhalb von
24 Stunden geprüft
werden kann. Zudem weist dieses Verfahren eine ausgezeichnete Empfindlichkeit
auf. Nachteilig an diesem Verfahren ist jedoch die Tatsache, dass
die Verwendung von Radioisotop notwendig ist. Ein weiterer Nachteil
liegt darin, dass das Verfahren nur auf die Bindungsfähigkeit
der Testsubstanz an den Rezeptor gerichtet ist, so dass nicht bewertet
werden kann, ob die Substanz wirklich die physiologische Aktivität in vivo
induzieren kann. Aus diesem Grund kann mit diesem Verfahren nicht
bestimmt werden, dass die physiologische Aktivität aus der agonistischen Aktivität oder aus
der antagonistischen Aktivität
resultiert. Zur Überwindung
des Problems mit der Verwendung eines Radioisotops wurde bei dem
Detektierungsverfahren in letzter Zeit ein Fluoreszenz-markiertes Östrogen
(β-Estradiol)
verwendet. Jedoch ist es nun nicht möglich zu bestimmen, dass die
physiologischen Aktivitätsergebnisse
entweder aus agonistischen Aktivität oder der antagonistischen Aktivität resultiert,
und dieses Problem bleibt weiter ungelöst. Zur Entwicklung eines pharmakologischen
Mittels, das das synthetische Hormon verwendet, ist die Bewertung
der spezifischen physiologischen Aktivität einer Testsubstanz in vivo
zur Bewertung der pharmakologischen Wirksamkeit einer chemischen
Substanz, wie zum Beispiel eines synthetischen Hormons, wichtig. Aus
diesem Grund besteht großer
Bedarf an der Entwicklung eines Assays, der in der Lage ist, zu
bewerten, ob die physiologische Aktivität der Testsubstanz das Resultat
der agonistischen Aktivität
oder der antagonistischen Aktivität ist.
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2) Reporter-Gen-Assay
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Bei
diesem Verfahren wird kultivierten Zellen, in die ein Reportergen
mit einem Östrogen-responsiven Element
transfiziert wurde, eine Testsubstanz hinzugefügt.
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Danach
wird die durch die Testsubstanz induzierte endokrine Wirkung detektiert,
indem die Menge an dem Endprodukt, das durch die endokrine Wirkung
erzeugt wurde, d.h. das Produkt des Reportergens, quantitativ bestimmt
wird.
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Mit
diesem Verfahren dauert es mehrere Tage, bis die endokrine Wirkung
einer Testsubstanz bestimmt werden kann. Dieser Zeitraum ist länger als
derjenige bei dem Rezeptor-Bindungs-Assay 1). Was die Zellen anbelangt,
werden kultivierte Hefezellen oder kultivierte menschliche Zellen
verwendet. Als Reportergen kann im Allgemeinen β-Galactosidase oder ähnliches
verwendet werden. Bei diesem Verfahren wird desweiteren ein spezifisches
Reagens (z.B. ein Leuchtsubstrat wenn das Reportergen β-Galactosidase
ist) zur Quantifizierung des Produktes des Reportergens benötigt. Zudem
verwendet dieses Verfahren als Detektionsindikator die Gegenwart oder
Abwesenheit des Produktes des Reportergens, das als Ergebnis der
endokrinen Wirkung erzeugt wird. Aus diesem Grund ist es möglich, die
agonistische Aktivität
unter den beiden physiologischen Aktivitäten (d.h. der agonistischen
und der antagonistischen Aktivität)
der Testsubstanz in vivo zu bestimmen. Es ist jedoch schwierig,
die Aktivität
des Antagonisten zu bewerten.
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Insbesondere
wenn Hefezellen verwendet werden, kann dieser Assay wegen der Bakterienzellen leicht
durchgeführt
werden. Die Hefezellen haben jedoch eine Zellwand, die die Permeabilität der Testsubstanz in
die Zelle verringert. Dies kann dazu führen, dass die Detektionsempfindlichkeit
wesentlich verringert sein kann. Dies ist ein großer Nachteil.
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3) Proliferationsbeschleunigungstest
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Bei
diesem Verfahren wird kultivierten Zellen, die einen Östrogenrezeptor
exprimieren, eine Testsubstanz hinzugefügt, und es wird detektiert,
ob die Proliferation der Zellen beschleunigt wird, oder nicht.
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Mit
diesem Verfahren dauert es etwa eine Woche, bis die endokrine Wirkung
einer Testsubstanz bestimmt werden kann. Dieser Detektionszeitraum
ist länger
als derjenige bei dem Reporter-Gen-Assay 2). Bei diesem Verfahren
wird die Proliferation der Zellen beobachtet, nachdem kultivierten
Zellen, die einen Östrogenrezeptor,
wie zum Beispiel MCF-7 oder ISHIKAWA exprimieren, eine Testsubstanz
hinzugefügt
worden ist. Das Beobachtungsergebnis wird mit dem Ergebnis einer
Kontrollgruppe, der β-Estradiol
hinzugefügt
wird, verglichen. Ob die Testsubstanz die endokrine Wirkung aufweist,
wird durch das Ausmaß,
in dem die Proliferation der Zellen in Gegenwart der Testsubstanz
beschleunigt ist, bestimmt. Dieses Verfahren ist dahingehend einfach,
dass, anders als bei den Verfahren 1) und 2), kein spezifisches
Reagens benötigt
wird. Jedoch wird bei diesem Verfahren eine beträchtliche Menge an Zellen benötigt, im
Vergleich zu dem Reporter-Gen-Assay 2). Zur Herstellung der Zellen
müssen
Zeit und Mühe
aufgewendet werden. Bei diesem Verfahren, wie auch bei dem Reporter-Gen-Assay 2), ist
es schwierig, die antagonistische Aktivität unter den physiologischen
Aktivitäten
(d.h. Aktivitäten
des Agonisten und Antagonisten) der chemischen Substanz in vivo
zu bewerten. Weist die Testsubstanz eine Proliferationsaktivität auf, (z.B.
ist die Testsubstanz ein Wachstumsfaktor, ein karzerogener Promotor,
und ähnliches),
kann leicht ein falsch positives Ergebnis (positives Ergebnis anzeigend)
resultieren.
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4) Test am Tierindividuum
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Die
Testsysteme von 1) bis 3) weisen die Nachteile auf, dass Pharmakokinetika
(Absorption, Distribution, Metabolismus, Exkretion) nicht reproduzierbar
sind. Andererseits kann bei der Untersuchung eines Tierindividuums
eine interne Umgebung (eine Umgebung in einem lebenden Körper) besser
reproduziert werden. Die Untersuchung eines Tierindividuums umfasst
einen Uterus-Proliferations-Assay
und einen Hershberger-Assay, wobei Nagetiere und Amphibien verwendet
werden. Bei jedem dieser Assays gibt es jedoch die folgenden Probleme:
Die Detektion kann bis zu mehreren Wochen dauern. Zur Aufzucht der
Tiere wird eine besondere Ausrüstung
benötigt
und es fallen hohe Kosten an. Die Untersuchung des Tierindividuums
führt zur Opferung
von Tieren. Desweiteren variiert das funktionelle Molekül, das mit
einer Testsubstanz interagiert je nach der Art des Tieres. Aus diesem
Grund ist es manchmal schwierig, die erhaltenen Ergebnisse auf den Menschen
zu extrapolieren.
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Unter
diesen Umständen
entstand das Bedürfnis,
ein hochempfindliches und spezifisches Detektionsverfahren für endokrin
wirkende Substanzen zu entwickeln, wobei die obenstehend genannten
Probleme, die mit den Testverfahren 1) bis 4) in Verbindung stehen,
gelöst
werden. Dennoch wurde bisher noch kein zufrieden stellendes Verfahren
erhalten.
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Die
WO-A-00/26366 offenbart auf Zellen basierende Assays zur Detektion
eines Analyts. Diese Assays basieren auf der Verwendung von Zellen,
die ein Fusionsprotein, das durch die Fusion eines Oberflächenzellen-Östrogenrezeptors mit einem
fluoreszierenden Protein erhalten wird, exprimieren. Die Gegenwart
eines Liganden eines Rezeptors wird in der Probe durch eine Veränderung
der Fluoreszenz detektiert. S. Nelson et al. (1999) Endovrinol.
140, 950–957,
T. Awaji et al (1998) Mol. Endocrinol. 12, 1099–1111, und T. Drmota et al. (1998)
J. Biol. Chem. 273, 24000–24008
offenbaren die Verwendung von Fusionsproteinen, die durch Fusion eines
Hormonrezeptorproteins mit einem fluoreszierenden Protein zur Überwachung
der Ligandenbindung und Internalisierung in lebenden Zellen erhalten
wurden. R. N. Day (1998) Mol. Endocrinol. 12, 1410–1418 offenbart
ein Verfahren zur Visualisierung von Pit-1 Transkriptionsfaktorinteraktionen
in lebenden Zellen basierend auf Messungen des Fluoreszenzresonanzenergietransfers
nach dem Binden von Pit-1, das mit einem grün fluoreszierenden Protein
verschmolzen ist, an einen Östrogenrezeptor,
der mit einem blau fluoreszierenden Protein verschmolzen ist.
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Das
Verfahren zur Detektierung von endokrin wirkenden Substanzen muss
alle der folgenden Anforderungen erfüllen: eine sehr kleinen Menge
an Substanzen muss detektiert werden können; beim menschlichen Körper muss
die Wirkungsweise analog sein; und im Hinblick auf die Ausrüstung, Kosten,
Zeitumfang für den
Test, usw., muss das Verfahren einfach sein.
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Der Östrogenrezeptor
ist ein Protein, das zu einer nukleären Hormonrezeptor-Überfamilie
gehört.
In anderen Worten heißt
das, dass der Östrogenrezeptor
ein Ligandinduzierbarer transkriptionaler regulatorischer Faktor
ist, der die Expression eines Targetgens durch die Bindung eines
Liganden wie zum Beispiel eines Östrogenhormons
steuert.
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Als Östrogenrezeptor
war bisher nur ein Östrogenrezeptor α (ERα), der aus
595 Aminosäuren
besteht, bekannt. 1996 wurde jedoch eine Unterart des Östrogenrezeptors
gefunden, die aus 530 Aminosäuren
bestand und die mit ER- α eine hohe
Homologie aufweist, und an Östrogen
als Ligand binden kann. Dieser wird als Östrogenrezeptor β (ER β) bezeichnet.
Das Gen von ER β wurde
isoliert.
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Beide
Arten von Östrogenrezeptoren
weisen analoge Strukturen auf. Die Struktur besteht aus vier funktionellen
Domänen:
eine A/B-Region (Aktivierungsfunktion-1: AF-1) an der N-Terminus-Seite;
eine E/F-Region (Aktivierungsfunktion-2: AF-2) an der C-Terminus-Seite, wobei
beide eine Fähigkeit
zur transkriptionellen Aktivierung haben; und eine C-Region (DNA-bindende
Domäne:
DBD) mit zwei Zink-Finger-Motiven und einer Fähigkeit zur Bindung von DNA;
und einer D-Region
mit einem Signal (NLS) zur Verwendung bei der Übertragung eines Östrogenrezeptors
selbst in einen Nukleus. Die Hauptregion für den Hormonrezeptor, nämlich eine Ligand-Bindungs-Region,
liegt in der E/F-Region.
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Der Östrogenrezeptor α (im Nachfolgenden
als "ER α" bezeichnet) und
der Östrogenrezeptor β (im Nachfolgenden
als "ER β" bezeichnet) unterscheiden
sich in ihren DNA-Bindungsregionen
in nur drei Aminosäuren,
und weisen damit eine hohe Homologie auf. Demgegenüber weisen
sie in den Ligand-Bindungs-Bereichen eine nur 59%ige Homologie auf.
Diese Tatsache legt nahe, dass die zwei Arten von Östrogenrezeptoren
jeweils unabhängig
unterschiedliche Liganden erkennen.
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Ferner
wird berichtet, dass ER α und
ER β in
verschiedenen Geweben exprimiert werden. Es wird zudem berichtet,
dass ihr Exprimierungszeitraum unterschiedlich ist, selbst wenn
sie im selben Gewebe exprimiert werden. Auf diesen Erkenntnissen
basierend wird angenommen, dass ER α und ER β für unterschiedliche biologische
Funktionen verantwortlich sind.
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In
einem Bericht (J-Å Gustafsson,
Estrogen receptor β – a new
dimension in estrogen mechanism of action. J. Endocrinology 163,
379–383
(1999) vor kurzer Zeit wurde ein interessantes Ergebnis beschrieben, das
zeigte, dass ER β im
Hoden oder im Eierstock (der von endokrin wirkenden Substanzen beeinflussbar
ist) hoch exprimiert vorliegt. Im Hoden ist ER β insbesondere in einem Spermatogonium
und einem Spermatocyten exprimiert. Diese Erkenntnis legt nahe,
dass ER β in
der Spermatogenese eine wichtige Rolle spielt. Insbesondere wird
vorausgesetzt, dass eine Verminderung der Anzahl an Spermien sowie
eine Spermien-Dysfunktion aufgrund von endokrin wirkenden Substanzen
Phänomene
sein können,
die eher durch ER β als
durch ER α verursacht
werden.
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Wie
obenstehend erwähnt
ist es denkbar, dass viele endokrin wirkende Substanzen neben ER α auch über ER β eine wesentliche
Funktion haben können.
Unter diesen Umständen
wurde die Entwicklung eines Systems zur effizienten Detektierung
einer Substanz, die auf ER β abzielt,
gewünscht.
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Andererseits
wird als kultivierte Zellen in dem Detektierungssystem der obenstehend
genannten endokrin wirkenden Substanzen im Allgemeinen ein MCF-7
Stamm verwendet. Leider exprimieren die MCF-7 Zellen ER α mit einer
hohen Geschwindigkeit. Aus diesem Grund kann gegenwärtig keine
Substanz detektiert werden, die insbesondere an ER β bindet.
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Desweiteren
wird im Bereich des „Drug
Designs" auf die
Verbindung, die auf einen Östrogenrezeptor zielt
(targets) gescreent. Zu diesem Zeitpunkt kann auf die Verbindung,
die gewebespezifisch wirkt, gescreent werden, wenn eine Verbindung,
die auf ER α zielt,
unabhängig
von einer Verbindung, die auf ER β zielt,
gescreent wird. Dies führt
zur Entwicklung eines Hormonarzneimittels, das geringe Nebenwirkungen
aufweist. Daher ist es sehr nützlich,
eine Substanz effizient zu detektieren, die ER β als Ziel hat.
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Daher
ist es Ziel der vorliegenden Erfindung, die obenstehend beschriebenen
Probleme zu lösen
und die Substanz zu testen, die mit einem Hormonrezeptorprotein
interagiert. Um diese Aufgaben zu lösen, zielt die vorliegende
Erfindung auf die Erstellung eines einfachen Bewertungssystems ab,
das zu einem lebenden Körper
analog ist und in der Lage ist, das Verhalten einer sehr kleinen
Menge an Molekülen
zu detektieren.
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Offenbarung
der Erfindung
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Ein
Verfahren zur Untersuchung einer erfindungsgemäßen Substanz, die mit einem
Hormonrezeptor interagiert, ist durch die Merkmale der anhängenden
Ansprüche
gekennzeichnet.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnung
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1 ist
eine schematische Ansicht, die ein Fusionsgen-tragendes Expressionsplasmid
zeigt.
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2 ist
eine mikroskopische Aufnahme, die eine kultivierte Zelllinie zeigt,
in die GERb3-9-1 Plasmid eingeschleust wurde.
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3 ist
eine Darstellung eines Verfahrens zur Detektierung von östrogenartigen
endokrin wirkenden Substanzen.
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4A und 4B sind
Graphen, die die Merkmale der Anregungswellenlänge, beziehungsweise der Lumineszenzwellenläge, der
fluoreszierenden Proteine zeigen.
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5 ist
eine schematische Abbildung, die Mittel zum Screenen der Zellen,
die zur Detektion durch FCS geeignet sind, zeigt.
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6 ist
eine Darstellung, die die Ergebnisse der FCS Messungen, bei denen
die Menge an Fluoreszenz verändert
wurde, zeigt.
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7 ist
ein Graph, der eine Autokorrelationsfunktion zeigt, wenn die Zellen,
die geeignete Fluoreszenzintensität aufweisen, gemessen werden.
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8 ist
eine schematische Ansicht des Inneren einer Zelle während der
FCS-Messung.
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9 ist
eine Abbildung, die einen Teil der Nukleotidsequenz eines Fusionsgens
zeigt.
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10 ist
ein Graph, der die durch Durchflusscytrometrie analysierten Ergebnisse
zeigt.
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11 ist
eine Darstellung, die die durchschnittliche Fluoreszenzintensität bei einzelnen
Klonen einer Zelle, in die ein GFP-Gen eingeschleust wurde, zeigt.
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12 ist
eine Darstellung, die die durchschnittliche Fluoreszenzintensität von einzelnen
Klonen einer Zelle, in die ein YFP-Gen eingeschleust wurde, zeigt.
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13 ist
eine Darstellung, die die durchschnittliche Fluoreszenzintensität von einzelnen
Klonen einer Zelle, in die ein CFP-Gen eingeschleust wurde, zeigt.
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14 ist
ein Graph, der die Ergebnisse zeigt, die durch FCS-Messung unmittelbar
nach (0 Minuten) und 45 Minuten nach dem Hinzufügen von 17 β-Estradiol zeigt.
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Bestes Verfahren
zur Durchführung
der Erfindung
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Bei
dem Verfahren zur erfindungsgemäßen Untersuchung
von endokrin wirkenden Substanzen in einer lebenden Zelle wird ein
Rezeptor mit einer Markersubstanz markiert, und ein Ligand sowie
eine Testsubstanz werden nicht markiert.
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Als
Hormonrezeptor kann bei der vorliegenden Erfindung ein beliebiger
Hormonrezeptor verwendet werden, solange er eine Änderung
des Zustands durch Binden seines natürlichen Liganden verursacht,
was zu einer Veränderung
hinsichtlich der detektierbaren Charakteristika des optischen Signals
führt,
das von der Markersubstanz emittiert wird. Der Hormonrezeptor kann
ein Rezeptor, der an einer Zellmembran positioniert ist, ein Rezeptor,
der in einer Zelle vorliegt, oder ein intranukleärer Rezeptor sein. Bevorzugt
ist von diesen der Rezeptor, der innerhalb einer Zelle vorliegt,
und besonders bevorzugt ist der intranukleäre Rezeptor. Beispiele für bevorzugte
Hormonrezeptoren sind Rezeptoren, die zu einer nukleären Hormonrezeptor-Superfamilie
gehören,
z.B. ein Östrogenrezeptor,
ein Progesteronrezeptor, ein Thyroidhormonrezeptor und ein Glucocorticoidrezeptor.
Das besonders bevorzugte Rezeptorprotein ist ein Estrogenrezeptorprotein,
das herkömmlicherweise
zum Detektieren von endokrin wirkenden Substanzen verwendet wird.
Von den Östrogenrezeptoren
ist ein humaner Östrogenrezeptor β (hierin "hER β" bezeichnet) am meisten
bevorzugt. Dies liegt darin, dass es erwünscht ist, eine Substanz zu
detektieren, die via hER β eine
endokrine Wirkung hervorruft, wie in dem Absatz über den Stand der Technik erläutert wurde.
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In
der vorliegenden Erfindung kann eine beliebige Substanz als Markersubstanz
zur Markierung des Hormonrezeptorproteins verwendet werden, solange
sie ein detektierbares optisches Signal emittiert. Es können entweder
eine lumineszierende Substanz oder eine fluoreszierende Substanz
verwendet werden. Zur Untersuchung einer Veränderung des Zustandes des intrazellulären Hormonrezeptorproteins
während
eine Zelle am Leben erhalten wird, ist eine bevorzugte Markersubstanz
eine, die für
die Zelle nicht toxisch ist und in Abwesenheit eines Substrats Licht
emittiert. Es ist: insbesondere ein fluoreszierendes Protein bevorzugt.
Beispiele für
die fluoreszierenden Proteine umfassen GFP (grün fluoreszierendes Protein),
CFP (cyan fluoreszierendes Protein), YFP (gelb fluoreszierendes
Protein) and RFP (rot fluoreszierendes Protein). Diese fluoreszierenden
Proteine sind mit einem Hormonrezeptorprotein verschmolzen und das
resultierende Fusionsprotein kann durch eine allgemein bekannte
rekombinante Gentechnik werden, wie später beschrieben werden wird.
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Bei
der vorliegenden Erfindung umfassen Veränderungen des Zustandes des
Hormonrezeptorproteins zum Beispiel eine Veränderung des apparenten Molekulargewichtes
des Hormonrezeptors. So wird zum Beispiel die Veränderung
des apparenten Molekulargewichtes durch Dimerisation des Hormonrezeptorproteins/Testsubstanz-Komplexes
induziert. Diese Veränderung
des Zustandes kann nicht nur eine Veränderung eines einzelnen Zustandes,
sondern auch eine Veränderung
einer Mehrzahl von Zuständen
umfassen. Jede dieser Zustandsänderungen
stellt einen Signal-Transduktions-Pfad
zur Expression der physiologischen Aktivität eines Hormons dar.
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Eine
Veränderung
eines detektierbaren Merkmals des optischen Signals, das von der
Markersubstanz emittiert wird, kann eine Wellenlängenveränderung des zu detektierenden
optischen Signals umfassen, eine Veränderung bei der intrazellulären Verteilung
(Lokalisation) des zu detektierenden optischen Signals, und eine
Veränderung
der durch eine Fluoreszenzkorrelationsspektroskopie (im Nachfolgenden „FCS" bezeichnet) zu detektierenden
Fluoreszensintensität.
Jedoch muss das Mittel zur Erfassung der Veränderung eines detektierbaren
Merkmals des optischen Signals nicht auf diese beschränkt sein.
Auf jeden Fall muss die Veränderung
des detektierbaren Merkmals des optischen Signals einer Veränderung
des Zustands zugeschrieben werden, die durch die Bindung des natürlichen
Liganden an den Hormonrezeptor verursacht wird.
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Es
ist zu beachten, dass FCS ein Verfahren zur exakten Messung mikroskopischer
Bewegungen von einzelnen Targetmolekülen ist. Insbesondere wird
FCS durch Messung der Fluktuationsbewegung des Targetmoleküls, das
mit Fluoreszenz in einem Medium markiert ist, und nachfolgendem
Analysieren der Messungsergebnisse durch eine Autokorrelationsfunktion
(Literaturhinweis: D. Magde und E. Elson, "Fluorescence correlation spectroscopy
II. An experimental realization",
Biopolymers 13(1) 29–61)
durchgeführt.
Das in der vorliegenden Erfindung angewendete FCS-Prinzip wird wie
folgt beschrieben: Bei FCS wird ein fluoreszierendes Signal, das
in einer Probe von einem Mikrosichtfeld emittiert wird, durch eine
Mikroskopie mengenmäßig bestimmt.
Da sich die Targetmoleküle,
die mit Fluoreszenz markiert sind, in einem Medium bewegen, variiert
der mengenmäßige Wert
der Fluoreszenzintensität
je nach dem wie häufig
die Targetmoleküle
in das Mikrosichtfeld kommen und wie lang die Targetmoleküle in dem
Mikrofeld verbleiben. Genauer gesagt verlangsamt sich die Bewegung
der Targetmoleküle
und die apparente Anzahl an Molekülen nimmt ab, wenn sich das
apparente Molekulargewicht aufgrund der Dimerisation erhöht. Daraus
folgt, dass die Häufigkeit
der Targetmoleküle,
die ins Mikrosichtfeld kommen, sinkt, mit dem Ergebnis, dass sich
die detektierte Fluoreszenzintensität verändert. Aus diesem Grund kann
die Veränderung
des apparenten Molekulargewichtes des Targetmoleküls überwacht werden,
indem die Veränderung
der Fluoreszenzintensität
gemessen wird.
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Da
die molekulare Fluktuation in dem Mikrofeld durch FCS detektiert
werden kann, ist die FCS-Analyse für eine spezifische Detektion
der intermolekularen Interaktion mit einer hohen Empfindlichkeit
verwendbar. Die FCS-Analyse
wird wie folgt durchgeführt:
Zuerst wird die Brownsche Bewegung von fluoreszierenden Molekülen, die
in einer Lösung
vorliegen, durch ein konfokales Lasermikroskop in einem Mikrofeld
detektiert. Danach wird die Diffusionszeit auf der Basis der Schwankung
der Fluoreszenzintensität
analysiert.
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Basierend
auf der Diffusionszeit wird eine physikalische Menge, wie zum Beispiel
Anzahl und Größe der Moleküle, bestimmt.
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Zur
Messung der Bewegung der intrazellulären organischen Moleküle durch
FCS, müssen
die organischen Targetmoleküle
mit einer Markersubstanz markiert werden, die Fluoreszenz ausstrahlt,
wobei die Funktion der Zellen unverändert beibehalten wird. Beispiele
der herkömmlichen
Markersubstanzen, die Fluoreszenz ausstrahlen, umfassen FITC, Rhodamin,
Cy3 (erhältlich
von Amarsham Pharmacia), Cy5 (erhältlich von Amarsham Pharmacia),
und PI (Propidiumiodid). Jedoch sind die meisten dieser Markersubstanzen
cytotoxisch. Aufgrund der cytotoxischen Wirkung war es bisher schwierig,
die Bewegung der intrazellulären
organischen Moleküle
durch FCS zu messen.
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Über biologische
Anwendungen von FCS wird in den Dokumenten (Cell Mol. Biol. 44(5),
857–879 (1998);
Biochemistry, 37, 12971–12978
(1998)) berichtet. Jedoch hat niemand die Erfindung offenbart, die
sich darauf konzentriert, dass auf eine Substanz, die mit dem Hormonrezeptor
interagiert (z.B. endokrin wirkende Substanzen), gescreent wird,
indem FCS an einem intrazellulären
Hormonrezeptor, der zur Analysierung des Hormonrezeptors mit Fluoreszenz
markiert ist, angewendet wird.
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In
der vorliegenden Erfindung betreffen die vorbestimmten Bedingungen
diejenigen, bei denen ein natürlicher
Ligand an den Hormonrezeptor binden und eine Veränderung des Zustands wie obenstehend
beschrieben bewirken kann. Die vorbestimmten Bedingungen können entweder
in der kultivierten Zelle oder in der Lösung, die in einer Testkammer
enthalten ist, vorliegen. Wird die kultivierte Zelle als Testsystem
verwendet, können
humane kultivierte Zellen wie zum Beispiel MCF-7 und HeLa, sowie
nicht-humane Säugetierzellen einschließlich CHO-Zellen
von einem chinesischen Hamster verwendet werden.
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In
der vorliegenden Erfindung betrifft die Testsubstanz eine beliebige
chemische Substanz außer
einem natürlichen
Liganden für
den Hormonrezeptor. Aus diesem Grund kann eine beliebige Substanz
verwendet werden, bei der eine endokrine Wirkung vermutet wird.
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Bei
der vorliegenden Erfindung werden die vorbestimmten Bedingungen
beibehalten, nachdem die Testsubstanz hinzugefügt wurde, wobei die Testsubstanz
an den Hormonrezeptor gebunden wird, wenn die Testsubstanz ein endokrin
wirkender Faktor ist, der auf den Hormonrezeptor reagiert. Als Ergebnis
kann dieselbe Reihe an biochemischen Reaktionen stattfinden, wie
diejenige, die durch Binden des natürlichen Liganden an den Rezeptor
verursacht wird. Zu diesem Zeitpunkt verändert sich der Zustand des
Rezeptors und dabei verändert
sich auch das optische Signal, das von der Markersubstanz emittiert
wird. Aus diesem Grund kann man durch Detektieren der Veränderung
des optischen Signals feststellen, ob die Testsubstanz den endokrin
wirkenden Substanzen entspricht. Tritt keine Veränderung des optischen Signals
vor und nach dem Hinzufügen
der Testsubstanz auf, interagiert die Testsubstanz nicht mit dem
Hormonrezeptor, was zeigt, dass die Testsubstanz keiner endokrin
auf den Hormonrezeptor wirkenden Substanz entspricht.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird der Hormonrezeptor, der mit Fluoreszenz
markiert ist, dazu gebracht, dass er in einer Zelle exprimiert,
um einen Mechanismus zu bilden, der einem lebenden Körper entspricht.
In dieser Beziehung unterscheidet sich die vorliegende Erfindung
sehr von dem herkömmlichen
Fall, bei dem der Ligand markiert wird.
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Die
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung sieht insbesondere wie folgt aus: 1)
Ein rekombinantes Gen wird hergestellt, indem ein Gen, das das Hormonrezeptorprotein,
das in einem lebenden Körper
vorliegt, kodiert, mit einem Gen, das eine Markersubstanz, die in
der Lage ist, ein optisches Signal zu emittieren, kodiert, zu kombinieren.
Dafür wird
ein Expressionsvektor (im Nachfolgenden Expressionsplasmid bezeichnet),
der das rekombinante Gen (d.h. das Fusionsgen) enthält, konstruiert.
Danach 2) wird der Expressionsvektor, der das Fusionsgen, enthält, in eine
kultivierte Zelle eingebracht, so dass das Fusionsprotein, das den
Hormonrezeptor und die Markersubstanz, die ein optisches Signal
emittiert, umfasst, in der Zelle exprimiert werden kann. Danach,
3) wird die Testsubstanz der Zelle hinzugefügt, die das Fusionsprotein
exprimiert, das den Hormonrezeptor und die Markersubstanz umfasst.
Die intrazelluläre
Signaltransduktion über
das Fusionsprotein wird durch das Hinzufügen der Testsubstanz induziert.
Die Signalumwandlung wird durch das Messen des optischen Signals über einen
vorbestimmten Zeitraum detektiert, indem mittels FCS oder einem Fluoreszenzmikroskop
ein innerer Bereich der Zelle fokussiert wird. So ist es möglich, die
Interaktion zwischen der Testsubstanz und dem Rezeptormolekül zu detektieren.
Auf dieser Basis wird die Testsubstanz hinsichtlich der endokrin
wirkenden Aktivität
bewertet. Der Ausdruck "ein
innerer Bereich der Zelle" kann
sich auf den gesamten Bereich innerhalb der Zelle oder auf einen
Teil des intrazellulären
Bereiches beziehen. Als Teil des intrazellulären Bereiches kann ein beliebiger
intrazellulärer
Bereich verwendet werden. Wird die Messung durch FCS durchgeführt, folgt
daraus, dass ein bestimmter Bereich innerhalb der Zelle gemessen
wird.
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Im
Folgenden werden der Reihe nach nähere Angaben zu den obenstehend
genannten 1) bis 3) gemacht.
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1) Herstellung des Fusionsgens
und Konstruktion des Expressionsplasmids.
-
Wie
voranstehend erwähnt,
ist das Gen, das ein Hormonrezeptorprotein kodiert, das in der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, nicht beschränkt, solange es als detektierbare
Veränderung,
ein optisches Signal, das emittiert wird, wenn ein natürlicher
Ligand an das Rezeptorprotein bindet, im Vergleich zu dem optischen
Signal, das vor der Bindung des Liganden von dem Rezeptorprotein
emittiert wird, nachgewiesen werden kann. Desweiteren wird das hER β-Gen am meisten
bevorzugt verwendet, wie obenstehend erwähnt, da es erwünscht war,
eine Substanz zu detektieren, die über einen humanen Östrogenrezeptor β (im Nachfolgenden
als "hER β" bezeichnet) eine
endokrine Wirkung hervorruft. Jedoch ist das Gen, das das Hormonrezeptorprotein
kodiert, in der vorliegenden Erfindung nicht auf das hER β-Gen beschränkt.
-
Als
Gen, das das Hormonrezeptorprotein kodiert, kann in der vorliegenden
Erfindung ein beliebiges Gen verwendet werden, so lange es mindestens
einen kodierenden Bereich enthält,
der einen Code für
die Aminosäuresequenz
des Hormonrezeptorproteins umfasst, in anderen Worten, eine Gensequenz
vom Startcodon bis zum Stoppcodon. Insbesondere kann das Gen eine
beliebige Länge
einer Sequenz upstream des Startcodons und eine Sequenz downstream
des Stoppcodons aufweisen, so lange es die Expression des Hormonrezeptorproteins
nicht negativ beeinflusst.
-
So
reicht es zum Beispiel aus, dass das humane Östrogenrezeptor-β Gen (Sequenz
der cDNA wird durch Sequenz-ID Nr. 1 dargestellt) die Nukleotidsequenz
des Codierungsbereiches von der 99. bis zur 1688. Position umfassen
kann. Das Fusionsgen, das tatsächlich
in der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde, hat die Sequenz
der 53. bis 1735. Position des hER β-Gens, wie nachfolgend in den
Beispielen gezeigt. Die Länge der
Sequenz des hER β-Gens
im Fusionsgen variiert je nach den Klonierungsbedingungen des hER β-Gens und
den Herstellungsbedinungen des Fusionsgens. Aus diesem Grund sollte
die Länge
der Sequenz des hER β-Gens
nicht auf diejenige der unten aufgeführten Beispiele beschränkt sein.
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Das
Gen, das die Markersubstanz kodiert, die mit dem Hormonrezeptorgen
verschmilzt, ist nicht besonders eingeschränkt, so lange es ein Gen einer
Substanz ist, die in der Lage ist, ein detektierbares optisches Signal
zu emittieren. Als Gen, das die Markersubstanz kodiert, kann ein
Gen verwendet werden, das entweder eine lumineszierende Substanz
oder eine Substanz, die Fluoreszenz emittiert, kodiert. Zudem kann
das Gen, das eine Markersubstanz kodiert, eine beliebige Sequenzlänge aufweisen,
so lange das Gen den kodierenden Bereich der Markersubstanz aufweist
und die Markersubstanz exprimieren kann.
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Als
Gen für
die Markersubstanz ist ein Gen des fluoreszierenden Proteins bevorzugt.
Beispiele für
das Gen, das das fluoreszierende Protein kodiert, umfassen die Gene
von GFP (grün
fluoreszierendes Protein), CFP (cyan fluoreszierendes Protein) und
YFP (gelb fluoreszierendes Protein). Diese Fluoreszenzproteingene sind
in der Form in der sie in Expressionsvektoren eingebracht werden
können
im Handel erhältlich.
Im Hinblick auf die Herstellung und die Expression des Fusionsgens
ist es wünschenswert,
die im Handel erhältlichen Gene
der fluoreszierenden Proteine zu verwenden.
-
Das
Gen, einen Hormonrezeptor kodiert, wird mit dem Gen, das eine Markersubstanz
kodiert, wie folgt verschmolzen: Zunächst wird ein gewünschter
Hormonrezeptor durch Klonen isoliert. Danach wird ein auf diese
Weise hergestellter Hormonrezeptor an das Gen für die Markersubstanz ligiert,
das vorher in einen Expressionsvektor eingebracht worden war.
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Für die Ligation
umfasst die Sequenz des Bindungsabschnittes des Markersubstanzgens
und des Rezeptorgens eine Sequenz mit einer beliebigen Multiklonierungsstelle.
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Die
Sequenz der Multiklonierungsstelle ist nicht besonders eingeschränkt, so
lange sie die Spaltung mit Restriktionsenzymen und die Ligation
mit Ligase ermöglicht.
Ferner ist sie nicht beschränkt,
solange sie eine Länge
aufweist, mit der sie die Expression des Fusionsproteins nicht nachteilig
beeinflusst.
-
Geeigneterweise
wird ein im Handel erhältlicher
Expressionsvektor verwendet, bei dem das Gen für die Markersubstanz bereits
eingebracht wurde. 1 zeigt ein Beispiel des obenstehend
genannten Expressionsvektors pEGFP-C1. Dieser Expressionsvektor
weist ein Gen auf, das grün
fluoreszierendes Protein als Gen für die Markersubstanz kodiert
(in der Figur EGFP) und zudem die Multiklonierungsstelle (in der
Figur MCS) downstream des EGFP-Gens umfasst. Das Fusionsgen mit
dem EGFP-Gen kann hergestellt werden, indem ein beliebiges Gen in
die MCS eingebracht wird. Ferner kann das Fusionsgen mit hoher Frequenz
in eine kultivierte Säugetierzelle
exprimiert werden, wobei es durch den Promoter reguliert wird (in
der Figur CMV IE), der upstream davon angesiedelt ist. Der Vektor
umfasst ein Arzneimittel-resistentes Markergen (Kanr/Neor), das zum Screenen der Zelle, die den Vektor
in sich enthält,
verwendet werden kann. Desweiteren dient die Multiklonierungsstelle,
die in dem Expressionsvektor vorliegt, als Verbindung, wenn das
Markersubstanzgen, das vorher in den Expressionsvektor eingebracht
wurde, mit dem Rezeptorgen ligiert wird.
-
Wie
obenstehend beschrieben ist es durch die Verwendung eines gewünschten
Expressionsvektors, der das Gen für die Markersubstanz enthält, möglich, das
Fusionsgen herzustellen und das Expressionsplasmid zu konstruieren.
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2) Transfektion einer
Zelle mit dem Expressionsplasmid und Expression des Fusionsproteins.
-
Eine
Zelle wird mit dem Expressionsplasmid, das das obenstehend konstruierte
Fusionsgen enthält, transfiziert.
Bevorzugt wird eine humane kultivierte Zelle für die Transfektion verwendet,
um die endokrine Wirkung im Menschen zu bewerten. Als Beispiel für eine humane
kultivierte Zelle kann ein Zellstamm aus einem humanen Brustkrebsgewebe
genannt werden. Die Transfektion kann in Übereinstimmung mit einem bekannten
Verfahren, wie zum Beispiel einem Lipofectionsverfahren, einem Calciumphosphat-Verfahren
oder einem Elektorporationsverfahren durchgeführt werden. Das Elektroporationsverfahren
(untenstehend in den Beispielen beschrieben) wird jedoch bevorzugt
verwendet, da eine Plasmid-DNA auf einen effiziente Weise eingeführt werden
kann.
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Danach
wird unter den so transfizierten Zellen auf wirkstoffresistente
transfizierte Zellen gescreent. Auf diese Weise kann eine stabile
transfizierte Zelllinie etabliert werden. In der vorliegenden Erfindung
ist es, wie obenstehend erwähnt,
bevorzugt, dass das Expressionsplasmid, das das arzneimittelunempfindliche
Markergen enthält,
zum Screenen der transfizierten Zellen verwendet wird.
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Die
obenstehend genannten transfizierten Zellen exprimieren des Fusionsgen
unter Kontrolle des Promoters im Expressionsplasmid. Das exprimierte
Fusionsprotein kann ein optisches Signal emittieren, während die
Funktion des Hormonrezeptors beibehalten wird. So lange das Protein
die obenstehend genannten Bedingungen erfüllt, kann eine einzelne oder
wenige Aminosäuren
von der Aminosäurensequenz
des Proteins gelöscht
werden, ein einzelnes oder ein paar Aminosäuren des Proteins können verschoben
werden, oder eine einzelne oder ein paar Aminosäuren können der Aminosäuresequenz
des Proteins hinzugefügt
werden.
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3) Detektion der endokrin
wirkenden Aktivität
einer Testsubstanz, die durch einen Hormonrezeptor vermittelt wird.
-
Wird
eine Testsubstanz einer Zelle, die das Fusionsprotein aus dem Hormonrezeptor
und der Markersubstanz exprimiert, oder dem gereinigten Fusionsprotein
hinzugefügt,
kann die Zustandsänderung
des Hormonrezeptorproteins anschließend induziert werden. Die
Zustandsänderung
wird durch FCS oder ein optisches Mikroskop detektiert. Auf diese
Weise kann die endokrine Wirkung der Testsubstanz bewertet werden.
-
Im
Folgenden erläutern
wir eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, d.h. einen bevorzugter Fall, bei dem
die endokrine Wirkung der Testsubstanz durch das Hinzufügen der
Testsubstanz in die Zelle, die das Fusionsprotein des Östrogenrezeptors
und die Markersubstanz exprimiert, oder durch Hinzufügen zum
gereinigten Fusionsprotein, bewertet wird.
-
Zunächst werden
der Östrogenrezeptor
an sich und dessen Wirkungsweise erläutert.
-
Wie
obenstehend erwähnt,
ist der Östrogenrezeptor
ein Protein, das zu einer intranukleären Hormonrezeptor-Überfamilie gehört, auch
als Ligand-induzierbarer transkriptionaler regulatorischer Faktor
bekannt, der für
die Expression eines Targetgens durch die Bindung eines Liganden
wie zum Beispiel eines Östrogens verantwortlich
ist.
-
Das Östrogenrezeptorprotein
bewegt sich nach dessen Erzeugung im Cytoplasma schnell in den Nukleus
und legt sich für
gewöhnlich örtlich auf
den Nukleus fest. Auch die Lokalisierung des Östrogenrezeptorproteins in
einem Nukleus wird in der vorliegenden Erfindung gezeigt, wie in 2 zu
sehen.
-
Die
beiden Rezeptoren bilden das Dimer, wenn ein Ligand (z.B. Östrogen)
durch die Zellmembran passiert, in eine Zelle kommt und sich an
den Östrogenrezeptor
bindet. Das Dimer erkennt eine bestimme Nukleotidsequenz der internukleären DNA
(Sequenz für
das Östrogen-responsive
Element: ERE), und bildet dabei einen Komplex aus Rezeptor/DNA.
Der Rezeptor/DNA Komplex wird durch einen Koaktivator, der in dem
Nukleus vorhanden ist, aktiviert, wobei die Transkription eines
Gens, das downstream der ERE liegt, beschleunigt wird.
-
In
Anbetracht der Wirkungsweise des oben genannten Östrogenrezeptors hatten wir
die Idee, dass östrogenartige
endokrin wirkende Substanzen in den folgenden drei Schritten detektiert
werden können,
wie in 3 gezeigt.
- (1) Schritt I: Östrogenartige
endokrin wirkende Substanzen werden an den Östrogenrezeptor (im Nachfolgenden "ER" bezeichnet) gebunden,
wobei ein ER Dimer gebildet wird.
- (2) Schritt II: Das ER Dimer bindet an eine östrogenresponsive Elementsequenz,
(im Nachfolgenden "ERE" bezeichnet) auf
der chromosomalen DNA.
- (3) Schritt III: Der Komplex aus ER Dimer und dem ERE (d.h.
ER/ERE Komplex) wird aktiviert, so, dass das Gen, das downstream
des ERE positioniert ist, exprimiert wird.
-
Auf
der Basis der obenstehend genannten Idee wurde das Verfahren zur
Detektierung von endokrin wirkenden Substanzen entwickelt, wie es
untenstehend beschrieben ist.
-
8 zeigt
eine schematische Ansicht, bei der die intrazelluläre Signaltransduktion
des Hormonrezeptormoleküls
durch FCS detektiert wird. Insbesondere zeigt "A" in 8,
dass sich als ein Ergebnis der Dimerisation das Molekulargewicht
erhöht
und sich die Anzahl an Molekülen
verringert, und dass diese Erscheinungen als eine Veränderung
der Autokorrelationsfunktion durch FCS detektiert werden. "B" in 8 zeigt,
dass sich durch Bindung der Moleküle an den DNA-spezifischen
Bereich die Anzahl an Molekülen
verringert und dass diese Erscheinung als eine Veränderung
der Autokorrelationsfunktion durch FCS detektiert wird.
-
(1) Detektion in Schritt
I, bei der ER dimerisiert wird.
-
(In
diesem Fall wird FCS zur Detektion verwendet).
-
Gemäß einem
Verfahren zur Herstellung des obenstehend genannten Fusionsproteins
wird ein Fusionsgen, das ein ER-Gen und ein grün fluoreszierendes Protein
(GFP) umfasst, hergestellt, und in eine Zelle eingebracht, wobei
die Expression des ER/GFP-Fusionsproteins in die Zelle gestattet
wird.
-
Bindet
ER einen Liganden (östrogenartige
endokrin wirkende Substanzen) und bildet dabei ein ER-Dimer, kann
die Bildung des Dimers durch FCS als eine Veränderung des Molekulargewichts
und eine Veränderung
der Anzahl an Molekühlen
des ER/GFP fluoreszierenden Fusionsproteins detektiert werden (siehe 8, A
(Dimerisation).
-
Ferner
kann bei der FCS-Detektion, das in eine Zelle exprimierte ER/GFP
Fusionsprotein aus der Zelle extrahiert, gereinigt und verwendet
werden.
-
(In
diesem Fall wird die Veränderung
der Wellenlänge
der Fluoreszenz durch ein Fluoreszensmikroskop detektiert)
-
Es
ist bekannt, dass ER zwei Unterarten, ER α und ER β, hat. Es werden Dimere gebildet,
wie zum Beispiel αα, αβ, und ββ.
-
Die
Fusionsgene werden durch die Verbindung von ER α mit ER β-Genen zu Genen, die fluoreszierende
Proteine CFP bzw. YFP kodieren, hergestellt. Dabei werden ER α/CFP, bzw.
ER α/YEP
Fusionsproteine erzeugt. Das hierin verwendete CFP ist ein cyan
fluoreszierendes Protein (maximale Anregungswellenlänge: 433,
453 nm/Wellenlänge
mit maximaler Fluoreszenzemission 475, 501 nm). Das hierin verwendete
YFP ist ein gelb fluoreszierendes Protein (maximale Anregungswellenlänge: 513
nm/Wellenlänge
mit maximaler Fluoreszenz 527 nm). Die Merkmale der Anregungswellenlängen und
der Fluoreszenzemissions-Wellenlängen der
fluoreszierenden Proteine CFP und YFP sind in den 4A und 4B dargestellt.
-
Das
ERα/CFP
Fusionsprotein emittiert eine Fluoreszenz von 501 nm durch Ausstrahlung
von Licht mit einer Wellenlänge
von 453 nm, wohingegen ein ERβ/YEP
Protein nicht durch die Strahlung von Licht mit einer Wellenlänge um die
453 nm angeregt wird. Dementsprechend wird von ERβ/YEP keine
Fluoreszenz emittiert. Ist kein Ligand vorhanden, liegt aus diesem
Grund jedes der Fusionsproteine unabhängig voneinander vor, so dass
nur das ERα/CFP
durch Ausstrahlung von Licht im Bereich von 453 nm, bei dem blaue
Fluoreszenz emittiert wird, angeregt wird.
-
Andererseits,
wenn das Dimer von ERα/CFP
und ERβ/YEP
in Gegenwart eines Liganden gebildet wird, wird zunächst eine
Fluoreszenz von 501 nm von dem ERα/CFP
Fusionsprotein durch Bestrahlung mit Licht einer Wellenlänge von
453 nm emittiert. Die auf diese Weise emittierte Fluoreszenz regt
dann das ERβ/YEP
Fusionsprotein an, das aufgrund der Dimerbildung in unmittelbarer
Umgebung zu dem ERα/CFP
Fusionsprotein vorliegt. Als ein Ergebnis wird eine gelbe Fluoreszenz
von etwa 527 nm von dem ERβ/YEP
Fusionsprotein emittiert. Aus diesem Grund kann die Anwesenheit
und Abwesenheit des Dimers von ER α und ER β überwacht werden, indem kontrolliert
wird, ob eine Fluoreszenz im Bereich von 527 nm durch die Ausstrahlung
von Licht im Bereich von 453 nm erhalten wird. Die Dimerisation
von ER α und
ER β kann
aufgrund einer Wellenlängenänderung
der emittierten Fluoreszenz detektiert werden.
-
Wenn
einzelne ERα-Rezeptoren
mit CFP und YFP markiert werden, ist es alternativ auch möglich, ein αα-Dimer zu
detektieren. Wenn einzelne ERβ-Rezeptoren
mit CFP bzw. YFP markiert werden, ist es entsprechend auch möglich, ein ββ-Dimer zu
detektieren.
-
(2) Detektion in Schritt
II, in der das ER-Dimer an die östrogen-responsive
Elementsequenz (ERE) bindet
-
(Detektionssystem in einer
Zelle)
-
Das
Fusionsgen, das das ER-Gen und das GFP-Gen umfasst, wird hergestellt
und in eine Zelle eingebracht, wobei die Expression des ER/GFP-Fusionsproteins
in die Zelle gestattet wird.
-
ER
bindet einen Liganden (östrogenartige
endokrin wirkende Substanzen), wobei danach ein Dimer gebildet wird,
und das Dimer ferner an die ERE-Sequenz der chromosomalen DNA in
einem Nukleus bindet. Dieses Phänomen
kann durch FCS auf der Basis einer Veränderung in der Anzahl der fluoreszierenden
Moleküle
des ER/GFP-Fusionsprotein
detektiert werden, insbesondere auf der Basis einer Verringerung
der Anzahl der fluoreszierenden Moleküle des ER/GFP-Fusionsproteins,
das in dem Nukleus suspendiert ist (siehe 8, B (Bindung
an einen bestimmten Bereich der DNA).
-
Alternativ
kann diese Erscheinung auch anhand der Veränderung in der intrazellulären Verteilung
des optischen Signals, das von den fluoreszierenden Molekülen emittiert
wird, detektiert werden. Insbesondere kann der Zustand des Bindens
des intranukleären
ER/GFP fluoreszierenden Fusionsproteins an die ERE-Sequenz der chromosomalen
DNA mittels eines Fluoreszenzmikroskops detektiert werden, indem
mit dem Zustand verglichen wird, in dem das fluoreszierende Protein
nicht an die ERE-Sequenz
bindet (der Zustand, in dem das Fluoreszenzprotein in den Nukleus
gleitet) basierend auf der Differenz in der intranukleären Verteilung
der Fluoreszenz.
-
Ferner
kann bei der Verwendung von FCS zur Detektion, das in eine Zelle
exprimierte ER/GFP Fusionsprotein aus der Zelle extrahiert, gereinigt
und verwendet werden, wie untenstehend beschrieben.
-
(Zellfreies Detektionssystem)
-
Das
Fusionsgen, das das ER-Gen und das GFP-Gen umfasst, wird hergestellt
und dann wird das ER/GFP-Fusionsprotein in großer Menge hergestellt und gereinigt.
Andererseits werden 15 Mer Oligonukleotide, ERE, synthetisiert.
Beide Präparate
werden zusammen in einer Lösung
suspendiert, wobei ein ER/ERE-System ohne die Verwendung von Zellen
konstruiert wird. Wird dem ER/ERE-System eine Testsubstanz hinzugefügt, bindet
das ER einen Liganden, der ein Dimer bildet, das ferner an ERE bindet.
Die Erscheinung kann durch FCS detektiert werden, auf der Basis
der strukturellen Veränderung
und der Veränderung
des Molekulargewichtes des fluoreszierenden Moleküls des ER/GFP-Fusionsproteins.
-
(3) Detektion in der Schritt
III, bei der ein Targetgen transkribiert und translatiert wird.
-
Das
ER/GFP-Fusionsgen wird in eine Zelle transfiziert. Ferner wird ein
Reportergen, das ein Gen ist, das in der Lage ist, eine optische
Markersubstanz zu exprimieren, in die Zelle eingeschleust. Auf diese
Weise wird ein Assaysystem konstruiert, bei dem das Gen, das die
optische Markersubstanz kodiert, transkribiert wird, wenn ER einen
Liganden bindet. In anderen Worten, das Assaysystem wird gebaut,
indem das Reportergen, das eine östrogen-responsive
Elementsequenz in seinem die Expression steuernden Bereich aufweist und
in der Lage ist, die optische Markersubstanz zu exprimieren, in
die kultivierten Zellen transfiziert wird. Wird eine Testsubstanz
hinzugefügt,
wird die Menge des Produktes des Reportergens, d.h. die Fluoreszenzmenge der
optischen Markersubstanz, durch FCS detektiert, oder durch ein Fluoreszenzmikroskop,
einen Microplate Reader oder ähnliches.
Auf diese Weise kann eine endokrin wirkende Substanz detektiert
werden.
-
Zudem
kann außer
GFP als fluoreszierendes Protein, das in dem obenstehend genannten
Detektionssystem verwendet werden soll, ein weiteres fluoreszierendes
Protein verwendet werden, wie zum Beispiel CFP und YEP. Gleichermaßen kann
als fluoreszierendes Protein, das als Produkt des Reportergens verwendet wird,
ein beliebiges fluoreszierendes Protein verwendet werden. Ferner
kann außer
einem Östrogenrezeptor auch
ein anderer Hormonrezeptor, wie zum Beispiel ein Glucocorticoidrezeptor,
als Rezeptormolekül
verwendet werden.
-
Wie
obenstehend beschrieben, wurde versucht, die zeitabhängige intrazelluläre Bewegung
des Hormonrezeptormoleküls
zu detektieren, und dabei versuchten die Erfinder der vorliegenden
Erfindung das intrazelluläre
Hormonrezeptormolekül
zu markieren, und dabei die Zellen am Leben zu erhalten. Um dieses
Ziel zu erreichen, verwendeten die Erfinder der vorliegenden Erfindung
ein Mittel zur Expression des Fusionsgens, das ein Fluoreszenzsubstanzgen
und ein Hormonrezeptorgen, wie oben beschrieben, umfasst.
-
Andererseits
wurde die FCS-Analyse exklusiv zur Detektierung der Fluktuation
der fluoreszierenden Moleküle
in einem zellfreien Lösungssystem
verwendet. Das zellfreie Lösungssystem,
das hierin verwendet wird, betrifft nicht ein intrazelluläres System,
das ein Fluoreszenz-markiertes intrazelluläres biologisches Molekül exprimiert,
sondern es betrifft ein Lösungssystem,
in dem Fluoreszenz-markierte Moleküle suspendiert sind. In Fall
eines zellfreien Lösungssystems
war es relativ leicht, die Anzahl an fluoreszierenden Molekülen vor
der FCS-Messung anzupassen. Bei der FCS-Messung muss die Konzentration der fluoreszierenden
Moleküle
in einer Probe in den beschränkten
Bereich fallen, in dem eine ordnungsgemäße Messung durchgeführt werden
kann. Ist die Konzentration in der Probe geringer oder höher als
der Bereich, kann keine ordnungsgemäße Messung durchgeführt werden.
Daher ist es notwendig, den Vorgang der Anpassung der Anzahl an
fluoreszierenden Molekülen
durchzuführen.
-
Jedoch
ist es in dieser Erfindung schwierig, die Konzentration (die exprimierte
Menge) der Fluoreszenz-markierten
biologischen Moleküle
in der Zelle zu steuern, die erhalten wird, indem ein Fusionsgen
eines Targetgens mit einem fluoreszierenden Proteingen hergestellt
wird, und das Fusionsgen in die Zelle transfiziert wird. Tatsächlich ist
es sehr schwierig, jedes Mal, wenn die Zellen, die die fluoreszierenden
Moleküle
exprimieren, durch Einbringen von deren Genen hergestellt werden,
in einer Zelle eine optimale intrazelluläre Konzentration an fluoreszierenden
Molekülen
zur FCS-Messung zu reproduzieren. Daher ist es wichtig, eine Zelllinie zu
etablieren, bei der die Fluoreszenz-markierten biologischen Moleküle stabil
bei einer geeigneten Konzentration für die FCS-Messung exprimiert
sind, nicht nur, um die Verwendung von Zellen, die für die FCS-Messung nicht geeignet
sind zu umgehen, sondern auch, um Daten mit einer guten Reproduzierbarkeit
in der Analyse der physiologischen Funktion zu erhalten. Ferner
ist die Bildung eines experimentellen Systems unter Verwendung einer
etablierten Zelllinie, die für
die FCS-Messung geeignet ist, hinsichtlich der Errichtung eines
Bewertungssystems für
biologische Funktion sehr wichtig.
-
Auf
das oben genannte Problem stießen
wir im Zuge der Entwicklung der vorliegenden Erfindung und wir führten Untersuchungen
durch, um eine uniforme Zelllinie für die FCS-Messung hinsichtlich
der Detektierung einer Substanz, die mit einem Hormonrezeptor interagiert,
geeignet zu machen. Durch die Verwendung dieser etablierten Zelllinie
zielten wir auf die Errichtung eines Bewertungssystems ab, das analog
zum lebenden Köper
funktioniert und das den Test an einem tierischen Lebewesen ersetzen
kann. Daher wurden als eine weitere bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die untenstehend beschriebenen Mittel
A-D verwendet. 5 zeigt ein schematisches Flussdiagramm,
das ein Mittel zum Screenen eines Zellklons, der zur FCS-Messung
geeignet ist, darstellt.
-
A. Screenen eines wirkstoffresistenten
Zellklons.
-
Wird
das Fusionsgen, das ein Hormonrezeptorgen und ein Gen für die Markersubstanz
umfasst, transient exprimiert, kann es nicht als ein sicheres Experimentsystem
verwendet werden. Daher wird ein Genvektor derart entworfen, dass
das Fusionsgen ein wirkstoffresistentes Gen wie zum Beispiel ein
antibiotikaresistentes Gen (Geneticin, Neomycin, Kanamycin und ähnliches)
aufweist. Durch die Konstruktion eines solchen Genvektors wird es
möglich,
einen Zellklon zu screenen, der eine fluoreszierende Markierung
des intrazellulären
biologischen Moleküls
konstitutiv exprimiert.
-
B. Screenen der Zellen,
die für
FCS-Messung geeignet sind
-
In
der vorliegenden Erfindung bedeutet die Zelle, die zur FCS-Messung
geeignet ist, eine Zelle, bei der die Intensität des detektierbaren optischen
Signals durch FCS detektiert werden kann, und bei der der markierte
Hormonrezeptor darin dessen physiologische Funktion beibehält und es
wird ein Bewertungssystem, das analog zu einem lebenden Körper funktioniert,
konstruiert.
-
B-1. Screenen von geeigneten
Zellen auf der Basis der Intensität eines optischen Signals,
das von einer Zelle emittiert wird.
-
Wie
oben beschrieben wird ein Hormonrezeptorprotein mit einer fluoreszierenden
Substanz markiert, die in der Lage ist, ein Signal zu emittieren,
und dann in Zellen eingebracht. Danach wird von den Zellen eine Zelle,
die ein optisches Signal mit der am meisten geeigneten Intensität emittiert,
gescreent.
-
Bei
der FCS-Messung beträgt
ein konfokaler Bereich 1 Femto-Liter. Liegt die Anzahl der fluoreszierenden
Moleküle,
die in dem Bereich vorhanden sind, nicht im Bereich von 0,1 bis
100, ist es unmöglich,
die molekulare Fluktuation entsprechend zu messen. Da die Konzentration
von 10–7 bis
10–9 M
als Konzentration an fluoreszierenden Molekülen am meisten geeignet ist,
ist es notwendig, die Zellen zu screenen, bei denen die Fluoreszenzmenge
an fluoreszierenden Molekülen
optimal exprimiert ist.
-
Zur
Messung der Rezeptormoleküle,
die durch FCS mit Fluoreszenz markiert sind, muss die Konzentration
der Rezeptormoleküle
in einer Zelle in einem messbaren Molekülkonzentrationsbereich liegen.
Ist die Konzentration höher
oder geringer als dieser Bereich, kann die Messung nicht durchgeführt werden.
Dies wird in 6 erläutert. 6 zeigt
in sequentieller Reihenfolge von oben nach unten: Den Fall, bei
dem die Anzahl an fluoreszierenden Molekülen geringer ist als die erforderliche
Konzentration an fluoreszierenden Molekülen für die FCS-Messung; den Fall,
bei dem die Anzahl an fluoreszierenden Molekülen innerhalb des angemessenen Bereiches
liegt und mittelmäßig ist;
bzw. den Fall, bei dem die Anzahl an fluoreszierenden Molekülen größer als
der angemessene Bereich ist. In beiden Fällen, wenn die Anzahl an fluoreszierenden
Molekülen
geringer oder größer als
der angemessene Bereich ist, ist es unmöglich, die Autokorrelationsfunktion,
die die Bewegung eines Targetmoleküls zeigt, entsprechend einzustellen.
Andererseits ist es möglich,
die Autokorrelationsfunktion, die die Bewegung eines Targetmoleküls zeigt,
entsprechend einzustellen, wenn die Anzahl an fluoreszierenden Molekülen im angemessenen
Bereich liegt. Dies ist in 7 gezeigt.
-
Daher
ist es für
das Screenen der Zelle, die ein optisches Signal, das für die FCS-Messung
geeignet ist, emittiert, notwenig, die Fluoreszenz qualitativ und
quantitativ zu bestimmen. Im Folgenden werden denkbare Analyseverfahren
für Fluoreszenz
dargestellt.
-
(a)
Im Allgemeinen wird ein Fluoreszenzmikroskop verwendet, da mit ihm
die Zellen während
der Kultivierung beobachtet werden können. Jedoch kann die Fluoreszenzintensität dadurch
nicht quantifiziert werden. (b) Durchflusscytometrie ist ausgezeichnet
geeignet, da die Fluoreszenzmenge von jeder Zelle und eine mittlere
Fluoreszenzmenge der Zellen hinsichtlich einer Vielzahl von Zellen
quantifiziert werden kann, und daher kann die Fluoreszenzintensität der Zellklone
verglichen werden. Bei der Durchflusscytometrie kann die Fluoreszenz
der Zellen gemessen werden, während
die Zellen dabei am Leben bleiben. Die Durchflusscytometrie hat
jedoch dahingehend einen Nachteil, dass für die Suspendierung der Zellen
Zeit benötigt
wird und ein Aufwand entsteht. (c) Ebenso ist ein Fluoreszenz-Plattenreader
ausgezeichnet geeignet, da eine mittlere Fluoreszenzmenge der Zellen
bei einer Vielzahl von Zellen quantifiziert werden kann, und daher
die Fluoreszenzintensität
der Zellklone verglichen werden kann. Ferner ist es möglich, zahlreiche
Zellklone gleichzeitig zu messen, wenn die Zellen auf der Fluoreszenzplatte
kultiviert werden können.
-
In
der vorliegenden Erfindung wird von den obenstehend erwähnten Analyseverfahren
die Durchflusscytometrie (flow cytometry, FCM) verwendet. Mit der
Durchflusscytometrie wird die Fluoreszenzintensität pro Zelle
für jeden
Klon quantifiziert. Auf diese Weise wird die Fluoreszenzintensität pro Zelle
vor der FCS-Messung quantitativ bestimmt und dieser Intensitätswert wird
mit einem Ergebnis der Analyse durch die PCS-Messung kontrolliert.
Auf der Basis dieser Kontrolle ist es möglich, die Zellen, die eine
optimale Anzahl an fluoreszierenden Molekülen aufweisen, zu screenen.
Durch die Verwendung dieses Verfahrens fanden die Erfinder der vorliegenden
Erfindung heraus, dass die Fluoreszenzintensität pro zur FCS-Messung geeigneten
Zelle, bestimmt durch FCM, 0,2–240,
bevorzugt 0,2–60
beträgt,
vorausgesetzt, dass der Wert einer negativen Kontrolle (Zelle ohne
eingeschleustes Gen) 0,1 beträgt.
-
Ferner
ist das Verfahren zur Quantifizierung der Fluoreszenz pro Zelle
nicht auf FCM beschränkt.
Es können
auch andere Verfahren, wie zum Beispiel ein Laser-Scanning-Cytometer
(LCS) vom Nicht-Durchflusstyp verwendet werden. Es ist bevorzugt,
dass die Fluoreszenzintensität
geeigneterweise je nach der Messvorrichtung, der Art des Fluoreszenzreagens,
den Messbedingungen, der Messumgebung, und ähnlichem definiert wird. So
kann zum Beispiel die Fluoreszenzintensität durch das Verhältnis der
Fluoreszenzintensität,
die auf dem Wert der Autofluoreszenz in einem Bereich (z.B. einer
Zelle), in den kein Fusionsgen eingebracht wurde, bestimmt werden.
Zellen, die zur FCS-Messung geeignet sind, sind Zellen, deren Fluoreszenzintensitätsverhältnis im
Bereich von 1–1200
liegen kann, bevorzugt im Bereich von 1–300.
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B-2. Screenen von geeigneten
Zellen auf der Basis einer Bestätigung
der physiologischen Funktion eines Fluoreszenz-markierten Hormonrezeptors.
-
Es
ist notwendig, zu bestätigen,
dass das Molekül,
das durch das Gen, das in eine Zelle eingebracht wurde, exprimiert
wurde, deren physiologische Funktion aufweist. Um dies zu erreichen,
ist es bevorzugt, durch ein geeignetes Verfahren aus der großen Anzahl
an Zellklonen die Zellklone zu bestätigen und screenen, die die
physiologische Funktion aufweisen.
-
Bei
der vorliegenden Erfindung bezieht sich die physiologische Funktion
des Hormonrezeptors sowohl auf die Funktion als Protein, das in
der Lage ist, ein optisches Signal zu emittieren, als auch auf die
Funktion als Hormonrezeptor.
-
Zunächst kann
die Funktion als fluoreszierendes Protein dadurch bestätigt werden,
dass die Emission von Fluoreszenz mit einem Fluoreszenzmikroskop
qualitativ beobachtet und bestätigt
wird.
-
Dann
kann die Funktion als Hormonrezeptor bestätigt werden, indem die Lokalisierung
der Fluoreszenz in einem Nukleus durch ein Phasen-Kontrast-Fluoreszenzmikroskop
beobachtet wird, da bekannt ist, dass sich der Hormonrezeptor aus
einem physiologischen Gesichtspunkt in einem Nukleus befindet. Dabei wird
auch bestätigt,
dass das Gen, das den Hormonrezeptor kodiert, ein nukleäres Lokalisierungssignal
aufweist. Alternativ kann die Funktion als Hormonrezeptor durch
die Verwendung von Immunoassay (Durchflusscytometrie, Western-Blotting-Analyse) bestätigt werden,
wobei ein Antikörper
zum Hormonrezeptor verwendet wird.
-
C. Entfernern einer Substanz,
die die FCS-Messung hemmt.
-
Ist
ein pH-Indikator (Phenolrot) in einem Kulturmedium für die Zellen,
die ein mit einem Marker markiertes Protein exprimieren, enthalten,
weist in der vorliegenden Erfindung der pH-Indikator eine Hormonaktivität auf und
emittiert zudem Fluoreszenz. Das Ergebnis ist, dass die FCS-Messung
durch die unspezifisch emittierende Fluoreszenz des pH-Indikators
gehemmt wird. Desweiteren hat Kohlendioxidgas eine physiologische
pH-puffernde Wirkung auf das Zellkulturmedium. Jedoch kann das Kohlendioxidgas
nicht während
der FCS-Messung zugeführt
werden, so dass sich der pH des Kulturmediums in den alkalischen
Bereich verschiebt, was auf lebende Zellen eine toxische Wirkung
hat.
-
Zur
Lösung
der oben genannten Probleme ist es bevorzugt, dass als Kulturmedium
zur FCS-Messung ein Kulturmedium verwendet wird, das aus einer stabilen
Zusammensetzung, die keinen pH-Indikator (Phenolrot) aufweist und
eine neutral puffernde Wirkung hat, besteht. Da die herkömmlichen
Bedingungen für
Zellkulturen (CO2 5%, 37°C) während der FCS-Messung nicht
angewandt werden können,
ist es insbesondere bevorzugt, ein Kulturmedium zu verwenden, dessen
phyiologischer pH durch die Pufferwirkung, die nicht von CO2 abhängt,
gesteuert werden kann. Beispiele für solch ein Kulturmedium umfassen
Leibovitz-l5-Medium, 10–20 mM
HEPES (N-2-Hydroxyethylpiperazin-N'-2-ethansulfonsäure), usw.
-
D. Vorbehandlung einer
Testsubstanz mit einem Extrakt aus einem lebenden Körper, das
eine wirstoffmetabolisierende Aktivität hat.
-
Nachdem
die zu untersuchende chemische Substanz (im Folgenden „Testsubstanz" bezeichnet) tatsächlich in
einen lebenden Körper
wie zum Beispiel einen menschlichen Körper eingebracht wurde, kann
sie durch die folgenden beiden Mechanismen auf den lebenden Körper wirken.
Bei einem Mechanismus wirkt die Testsubstanz ohne chemische Strukturänderung
direkt auf den lebenden Körper.
Bei dem anderen Mechanismus wird die Testsubstanz durch das Enzymsystem
im lebenden Körper
metabolisiert und der resultierende Metabolit wirkt auf den lebenden
Körper.
In der Tat tritt eine chemische Substanz, die eine endokrine Wirkung hat
und in einen menschlichen Körper
gelangt, zuerst in die Leber ein. Aus diesem Grund kann in Erwägung gezogen
werden, dass der enzymatische Metabolit der Testsubstanz solch eine
endokrin wirkende Wirkung aufweist. Im Folgenden erläutern wir
ein Verfahren zur Detektierung der endokrinen Wirkung solch eines
enzymatischen Metabolits außerhalb
des lebenden Körpers.
-
Eine
Testsubstanz mit unmittelbar vor oder gleichzeitig mit dem Hinzufügen einer
Testsubstanz zu einem Testsystem mit einem Extrakt aus einem lebenden
Körper
(z.B. Leber S9 Fraktion) in Kontakt gebracht. Dabei wird nach der
chemischen Modifizierung der Struktur der Testsubstanz durch Metabolismus
die endokrine Wirkung auf die oben dargestellte Weise detektiert.
Parallel zu der Detektion kann auch die Untersuchung der Kontrolle
durchgeführt
werden, bei der die Testsubstanz direkt dem Testsystem für die endokrine
Wirkung hinzugefügt
wird, ohne mit dem Extrakt von dem lebenden Körper, das eine arzneimittelmetabolische
Wirkung hat, behandelt zu werden.
-
Somit
ist es möglich,
sowohl die direkte Wirkung der Testsubstanz an sich (ohne chemische
Modifizierung) auf den lebenden Körper, als auch die Wirkung
des Stoffwechselproduktes der Testsubstanz (metabolisiert durch
das Enzymsystem und chemisch modifiziert) auf den lebenden Körper zu
untersuchen. Dementsprechend kann auch bewertet werden, ob der Metabolit
der Testsubstanz die endokrine Wirkung aufweist, obwohl die endokrine
Wirkung des Metabolits nicht durch die herkömmlichen Verfahren detektiert
werden kann, bei denen eine Testsubstanz direkt dem Testsystem hinzugefügt wird.
Dabei kann die endokrine Wirkung einer chemischen Substanz genauer
bewertet werden.
-
Beispiele
-
Im
Folgenden werden die Beispiele der vorliegenden Erfindung erläutert.
-
[Klonierung eines humanen Östrogen-Rezeptor-β-Gens (hER β)]
-
Die
folgenden Primer wurden zur Klonierung des humanen Östrogen-Rezeptor-β-Gens (hER β) auf der
Basis der Nukleotidsequenz des hER β-Gens konzipiert.
Primer
1: 5'-GT GCCTC TTCTT
GCAAG GTGTT-3' (Sequenz-ID
Nr. 2)
Primer 2: 5'-TCAGC
TTGTG ACCTC TGTGG-3' (Segzenz-ID
Nr. 3)
-
PCR
wurde unter den folgenden Bedingungen durchgeführt, wobei die Primer und eine
cDNA Bibliothek eines humanen Testis (Clontech) als Templat verwendet
wurden. Insbesondere wurde PCR unter Verwendung der humanen Testis
CDNA-Bibliothek (etwa 400 ng) als Templat und in einer PCR-Umsetzunglösung (50 μL), enthaltend
die Primer (jeweils 4 μM),
0,2 mM dNTPs (dATP, dCTP, dGTP, und dTTP, jeweils 0,2 mM), 40 mM
Tricine-KOH, 15 mM KOAC, 3,5 mM Mg(OAc)2,
3,75 μg/mL
BSA, 0,005 Tween-20, 0,005% Nonidet-P40 und Advantage 2 Polymerase
Mix (Clontech #8430-1)(5 μL)
durchgeführt.
-
Die
PCR wurde wie folgt durchgeführt:
Nachdem ein anfänglicher
Denaturierungsschritt 4 Minuten lang bei 95°C, 7 Zyklen 1 Minute bei 95°C, 1 Minute
bei 62°C,
und 2,5 Minuten bei 72°C
durchgeführt
wurde, wurden anschließend
25 Arbeitgänge
1 Minute bei 95°C,
1 Minute bei 58°C,
und 2,5 Minuten bei 72°C
durchgeführt.
Nachdem eine abschließende
Reaktion 10 Minuten bei 72°C
durchgeführt
worden war, wurde das Reaktionsprodukt bei 4°C gelagert.
-
Eine
Teilmenge (5 μL)
des PCR-Produktes wurde einer Elektrophorese mit 1%-igem Agarosegel
unterzogen. Nachdem bestätigt
war, dass die Molekulargröße des Produktes
fast genauso groß ist
wie diejenige eines Targetproduktes, ER β, wurde die Klonierung des PCR-Produktes
unter Verwendung eines TA-Klonierungskits (Clontech #K1901-1) durchgeführt. Genauer
gesagt wurde das PCR-Produkt (2 μL),
das innerhalb von 24 Stunden nach der PCR erhalten wurde, 12 Stunden
lang oder länger
bei 14°C
in einer Umsetzungslösung
(10 μL)
inkubiert, die 6 mM Tris-HCL, 6 mM MgCl2,
5 mM NaCl, 0,1 mg/mL BSA, 7 mM β-Mercaptoethanol,
0,1 mM ATP, 2 mM Dithiothreitol, 1 mM Spermidin, 50 ng eines pT-Adv
Vektors, and 4,0 Weiss-Einheiten von
T4 DNA-Ligase enthält.
-
Danach
wurde TOP10F' E.
coli (Clontech #K1901-1) transfiziert, wobei eine Ligationsreaktionslösung (2 μL) nach dem
Protokoll, das dem Kit beilag, verwendet wurde.
-
Ein
Plasmid wurde mit einem NucleoBond Plasmid Kit (Clontech #K3001-1)
aus der resultierenden Transfektanten isoliert und einer Nukleotidsequenzierung
unterzogen. Die Nukleotidsequenzierung wurde durch eine PE Biosystems
377XL Vorrichtung gemäß eines
Dye Terminator Cycle Sequencing-Verfahrens durchgeführt.
-
Das
Ergebnis der Sequenzierung war, dass eine Insert-DNA-Sequenz des erhaltenen
Klons gleich war wie diejenige von 53–1735 bp des humanen Östrogenrezeptor β-Gens.
-
Diese
Sequenz umfasst die gesamte Länge
der Sequenz vom Startcodon bis zum Stoppcodon, die der kodierende
Bereich des humanen Östrogenrezeptor-β-Proteins
ist.
-
[Herstellung eines Fusionsgens
und Konstruktion des Expressionsplasmids]
-
Das
auf diese Weise isolierte hER β-Gen
wurde in einen pEGFP-C1 Vektor (GenBank Accession Nr. U55763) subkloniert,
wobei ein Fusionsgen hergestellt wurde, das das hER β-Gen und
ein GFP (grün
fluoreszierendes Protein)-Gen, das von der Qualle Aequorea victoria
stammt, hergestellt wurde, und ein Plasmidvektor zur Expression
in kultivierte Säugetierzellen
konstruiert wurde. Die schematische Darstellung eines pEGFP-C1 Vektors
ist in 1 zu sehen.
-
Das
Plasmid hER β/pT-Adv
(etwa 20 μg),
das wie obensehend beschrieben hergestellt wurde, wurde mit zwei
Arten von Restriktionsenzymen, HindIII und BamHi, verdaut. Danach
wurde die Gesamtmenge der Umsetzungsmischung einer Elektrophorese
unterzogen, wobei 1,0% Agarosegel mit niedrigem Schmelzpunkt verwendet
wurde. Nachdem das Gel mit Ethidiumbromid gefärbt wurde, wurde die Bande,
die dem ER β Genfragment
von etwa 1,7 kb entspricht, aus dem Gel ausgeschnitten, während die
Größe des DNA-Fragmentes auf
einem UV-Transilluminator visuell beobachtet wurde. Aus dem herausgeschnittenen
Gel wurde das ER β-Fragment
gereinigt, wozu das Concert Rapid Gel Extraction System (GIBCO BRL
11456-019) verwendet wurde.
-
Auf ähnliche
Weise wurde ein pEGFP-C1-Vektor (etwa 20 μg) mit zwei Arten von Restriktionsenzymen,
HindIII und BamHi, verdaut, um den Vektor zu linearisieren. Nachdem
die Gesamtmenge der Umsetzungsmischung einer Elektrophorese unter
Verwendung von 1,0% Agarosegel mit niederem Schmelzpunkt unterzogen
wurde, wurde ein Bandenabschnitt, der dem linearen pEGFP-C1-Fragment
von etwa 4,7 kb entspricht, herausgespalten. Aus dem herausgespaltenen
Gel wurde ein pEGFP-C1 Vektor gereinigt, wozu das Concert Rapid
Gel Extraction System (GIBCO BRL 11456-019) verwendet wurde.
-
Eine
DNA-Lösung
(etwa 10 μL),
die das Vektorfragment (0,03 pmol) umfasst, und das hER β-Fragment (0,1
pmol), das wie obenstehend genannt gereinigt wurde, wurden mit der
gleichen Menge an Lösung
I von TAKARA DNA Ligation System Ver. 2 (TAKARA #6022) gemischt.
Die Mischung wurde 12 Stunden lang bei 16°C inkubiert, wobei die Ligation
durchgeführt
wurde.
-
E.
coli DH5 α (TAKARA
#9057) wurde mit der so erhaltenen resultierenden Umsetzungsmischung
(10 μL)
transformiert. Ein Plasmid wurde von den Transformanten, die durch
ein NucleoBond Plasmid Kit (Clontech #K3001-1) erhalten wurden,
isoliert und einer Nukleotidsequenzierung unterzogen. Die Nukleotidsequenzierung
wurde durch eine PE Biosystems 377XL-Vorrichtung gemäß eines
Dye Terminator Cycle Sequencing-Verfahrens durchgeführt.
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Ein
Teil der Nukleotidsequenz des Fusionsgens ist in 9 gezeigt. 9 zeigt,
dass das Gen, das das grüne
fluoreszierende Protein (EGFP in der Figur) kodiert, die Multiklonierungsstelle,
und das hER β-Gen (hER β in der Figur)
sequentiell in der Richtung von 5 bis 3' angeordnet sind. Die Sequenz (GT GCC
TCT TCT TGC AAG GTG TT), die in der Figur unterstrichen ist, gibt
den Abschnitt einer Primersequenz an, die bei der Klonierung des
hER β-Gens
verwendet wird. Die Sequenz (AA GCT T), die in der Figur mit einer
Wellenlinie unterstrichen ist, gibt eine Restriktionsstelle von
HindIII an. Die ATG Stelle, die in der Figur von einem rechteckigen
Rahmen umschlossen ist, gibt ein Transkriptions-Startcodon des hER β-Gens an.
-
[Transfektion eines kultivierten
humanen Zellstammes mit einem Expressionsplasmid]
-
Ein
kultivierter Zellstamm MDA-MB-231, der eine kultivierte Zelllinie
aus Krebsgewebe eines Säugers ist,
wurde mit dem Fusionsgenexpressionsplasmid GERb3-9-1 transfiziert,
das wie obenstehend beschrieben gebildet wurde. Der kultivierte
Zellstamm MDA-MB-231, der von menschlichem Krebsgewebe abstammt,
wurde von ATCC erworben und in einem L-15-Medium, das 10% FBS (Fetal
Bovine serum) enthält
bei 37°C
in einem befeuchteten Brutschrank kultiviert. Die MDA-MB-231-Zellen
wurden zu ihrer Dispergierung mit Trypsin behandelt, und dann wurden
ein Tag vor der Transfektion etwa 2 × 105 der
MDA-MB-231-Zellen
auf einer 60 mm Petrischale aufgebracht. Das Plasmid GERb3-9-1 wurde
am folgenden Tag mittels Lipofectin (GIBCO #10964-013) in die Zellen
eingeschleust.
-
Die
DNA-Lösung,
die das Plasmid GERb3-9-1 (2 μg)
enthält,
wurde mit 250 μL
serumfreiem L-15-Medium verdünnt.
Dieser Lösung
wurde ein Plus-Reagens (8 μL)
hinzugefügt
und 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wurde
eine Lösung,
die ein Lipofectamin-Reagens enthält (12 μL) mit dem serumfreien L-15
Medium (250 μL)
verdünnt,
der Lösungsmischung
aus DNA/Plus-Reagens hinzugefügt,
und weitere 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen. Während dieser
Zeit wurde die Kulturlösung
von der Petrischale, auf der am vorangehenden Tag die Zellen aufgebracht
worden waren, entfernt, und 2 mL des serumfreien L-15-Mediums wurden
anstatt der Kulturlösung
hinzugefügt.
Nach 15 Minuten wurden 2,5 mL der vorher hergestellten Lösungsmischung
aus DNA/Plus-Reagens/Lipofectamin
der Petrischale hinzugefügt,
deren Kulturlösung
vorher mit dem serumfreien L-15-Medium (2 mL) ersetzt worden war.
Die Petrischale wurde 3 Stunden lang bei 37°C in einem befeuchteten Brutschrank
inkubiert. Nach 3 Stunden wurde die Kulturlösung mit 5 mL einem üblichen
L-15-Medium, das 10% FBS enthält,
ersetzt, und weitere 24 Stunden, oder länger, inkubiert. Auf diese
Art wurde der kultivierte MDA-MB-231 Zellstamm mit dem Plasmid GERb3-9-1
transfiziert.
-
[Errichtung einer stabilen
transfizierten kultivierten Zelllinie und Expression des Fusionsproteins
in der Zelllinie]
-
Die
auf diese Weise transfizierte kultivierte Zelle wurde durch die
Behandlung mit Trypsin dispergiert, verdünnt und auf einer neuen Petrischale
aufgebracht. Am folgenden Tag wurde ein G418 Antibiotikum hinzugefügt, wodurch
eine Endkonzentration von 600 μg/mL
zur Selektion von Transfektanten erhalten wurde.
-
Danach
wurde die Inkubation fortgesetzt, während eine Kulturlösung (selektive
Kulturlösung,
L-15-Medium enthaltend 10% FBS und 600 μg/mL an G418) alle 3 bis 4 Tage
ersetzt wurde. Auf diese Waise wurde mit G418 ein stabiler Transfektant
gescreent. Etwa zwei Wochen später
wurde ein stabiler Zellklon mit einer G418-Resistenz isoliert. Auf
diese Art wurde eine stabile transfizierte kultivierte Zelllinie
mit dem Plasmid GERb3-9-1 etabliert. Es war schwierig, den Zellklon
zu erhalten, der das Fusionsprotein eines Östrogenrezeptors und GFP darin
stabil exprimiert. Dies liegt daran, dass die Zelle, die das Fusionsprotein
zu einem relativ hohen Niveau exprimierte, einige Tage nach der
Transfektion abstarb. In der vorliegenden Erfindung wurde die Transfektion
viele Male durchgeführt
und eine große
Menge an Zellen wurde dem Screenen unterzogen. Als Ergebnis war
es möglich,
eine Zelllinie (Klon) zu erhalten, die das Fusionsprotein stabil
exprimiert.
-
2 zeigt
eine lichtmikroskopische Aufnahme, erhalten durch ein Fluoreszenzmikroskop,
einer transfizierten kultivierten Zelllinie, die auf diese Weise
etabliert wurde. Es wurde beobachtet, dass das GFP/hER β Fusionsprotein,
das durch das Plasmid GERb3-9-1 kodiert wurde, in eine Zelle exprimiert
wurde und in dem Nukleus der Zelle lokalisiert wurde.
-
[Markierung des intrazellulären Östrogenrezeptormoleküls mit einem
Fluoreszenzantikörper]
-
Ansäen von Zellen
-
- 1. Kultivierte menschliche Säuger-Krebszellen
MCF-7 in einer logarithmischen Wachstumsphase wurden mit Trypsin
+ EDTA (0,25% Trypsin-EDTA: GIBCO CAT #25200-056) freigesetzt und
(5 Minuten lang bei 300 × g)
zweimal mit einem D-PBS (Phosphatpuffer) gewaschen (5 Minuten lang
bei 300 × g
zentrifugiert).
- 2. Die Zellen wurden auf 10 Teströhrchen für jeden Antikörper verteilt,
um eine Konzentration von etwa 5 × 105 Zellen
pro Röhrchen
zu erhalten, dabei wurden 50 μL
D-PBS als Verdünnungslösung verwendet.
-
Hypotone Zellbehandlung
-
Als
hypotone Lösung
für Zellen
wurde ein IntraPrep Permeabilisierungs-Reagens, für 50 Tests,
(IMMUNOTECH (COULTER), CAT #2388) verwendet.
- 3.
Intraprep Reagens 1 (100 μL)
wurde in die Teströhrchen
hinzugefügt
und mit einem Vortex gut gemischt.
- 4. Die Mischung wurde 15 Minuten lang bei Raumtemperatur (18–25°C) inkubiert.
- 5. D-PBS (4 ml) wurde der Mischung hinzugefügt und die resultierende Mischung
wurde bei 300 × g
5 Minuten lang bei Raumtemperatur zentrifugiert. Der Überstand
wurde durch Ansaugen entfernt.
- 6. Die Zellen wurden durch Klopfen gelöst. Danach wurde Intraprep
Reagens 2 (100 μL)
hinzugefügt
und die Mischung wurde leicht ohne der Verwendung eines Vortex gemischt.
- 7. Die Mischung wurde 15 Minuten lang bei Raumtemperatur inkubiert.
- 8. Die resultierende Mischung wurde 1 bis 2 Sekunden lang mit
den Fingern geklopft (Vortex wurde nicht verwendet).
-
Hinzufügen eines
Primärantikörpers
-
Als
Anti-ERα-Antikörper wurde
ein monoklonaler Anti-Östrogenrezeptor-Antikörper (Maus)(Affinity
Bioreagents Inc., CAT #MA1-310) verwendet, und als Anti-ERβ-Antikörper wurde
ein polyklonaler Anti-Östrogenrezeptorantikörper (Kaninchen)(Affinity
Bioreagents Inc., CAT #PA1 1-313) verwendet.
- 9.
Der Anti-ER α-Antikörper oder
der Anti-ER β-Antikörper wurde
mit einer Verdünnungslösung D-PBS
bis zu 200-fach verdünnt.
Die resultierende Lösung
(50 μL)
wurde einem vorher bestimmten Teströhrchen hinzugefügt und leicht
gemischt.
- 10. Die resultierende Mischung wurde 15 Minuten lang bei Raumtemperatur
an einem dunklen Ort inkubiert.
- 11. D-PBS (4 ml) wurde der resultierenden Mischung hinzugefügt und die
resultierende Mischung wurde bei 300 × g 5 Minuten lang bei Raumtemperatur
zentrifugiert. Der Überstand
wurde durch Ansaugen entfernt. Dieser Waschvorgang wurde insgesamt
zwei Mal auf die oben beschriebene Art und Weise durchgeführt.
-
Hinzufügen eines
Sekundärantikörpers
-
0,5
mL molekularer Proben, CAT #A-11029, Alexa 488/Ziege Anti-Maus IgG
(H + L) wurden als Fluoreszenz-markierte Anti-Maus-Antikörper verwendet,
0,5 mL molekularer Proben CAT #A-11037, Alexa 594/Ziege Anti-Kaninchen
IgG wurde als fluoreszenzmarkierter Anti-Kaninchen-Antikörper verwendet.
- 12. Der fluoreszenzmarkierte Anti-Maus-Antikörper (Alexa
488) und der fluoreszenzmarkierte Anti-Kaninchen-Antikörper (Alexa 594) wurden mit
einer Verdünnungslösung D-PBS
bis zu 100-fach bzw. 200-fach verdünnt. Die so verdünnten Lösungen wurden
den vorher bestimmten Teströhrchen
in einer Menge von 50 μL
hinzugefügt
und sachte vermischt.
- 13. Der Waschvorgang mit D-PBS wurde drei Mal durchgeführt.
- 14. Die so erhaltenen Zellen wurden in 500 μL D-PBS, das 0,5% Formaldehyd
enthält,
suspendiert und durch einen Durchflusscytometer analysiert.
-
Durch
das oben genannte Verfahren wurde ein intrazellulärer Östrogenrezeptor
mit Fluoreszenz markiert. Die Analyse durch Durchflusscytometrie
zeigt, dass die menschliche Säuger-Krebszelle
MCF-7 den Östrogenrezeptor α (ER α) exprimiert.
Das Analyseergebnis ist in 10 dargestellt.
Die menschliche Säuger-Krebszelle MCF-7
hat den Östrogenrezeptor β (ER β) nicht exprimiert.
Andererseits exprimierten Zellen, die von menschlichem Säuger-Krebs-Gewebe,
MDA-MB-231, stammen, weder ER β noch
ER β.
-
[Vergleich zwischen der
Fluoreszenzintensität
und Daten der FCS-Messung, hinsichtlich der Zelle, bei der nur ein
Gen für
ein darin eingebrachtes Fluoreszenzprotein kodiert]
-
MCF-7
Zellen wurden in 60 mm Petrischalen bei etwa 80%igem Zusammenfluss
ausgestreut. Die MCF-7-Zellen wurden mit den Expressionsvektoren
pEGFP-c1, pEYFP-c1, pECFP-c1 (1–10 μg für jeden),
die ein fluoreszierendes Proteincodierendes Gen, in Übereinstimmtung
mit einem Lipofektionsverfahren durch CLONfection (CLONTECH) enthalten,
transfiziert. Geneticin (600–800 μg/ml) wurde
einem Wachstumsmedium für
MCF-7 Zellen (MEM + 10% fötales
Rinderserum + nichtessentielle Aminosäure + 1 mM Natriumpyruvat) hinzugefügt. Auf
diese Weise wurde ein selektives Medium hergestellt.
-
Die
Zellen, die wie oben beschrieben erhalten wurden, wurden 2 bis 3
Wochen in einem CO2-Brutschrank inkubiert,
während
das Medium alle 3 bis 4 Tage durch ein frisches Medium ersetzt wurde.
Als Ergebnis wurde ein selektierter Klon erhalten.
-
Die
Zellklone wurden durch ein Fluoreszenzmikroskop beobachtet, wobei
ein optimaler Fluoreszenzfilter verwendet wurde. Bei den Zellen,
die die fluoreszierenden Proteine GFP und YFP exprimieren, wurde
die Emission der Fluoreszenz beobachtet, wohingegen kein wesentliches
von dem fluoreszierenden Protein CFP emittiertes Fluoreszenzsignal
detektiert wurde.
-
Ferner
wurde die Fluoreszenzintensität
der erhaltenen Zellklone durch Durchflusscytometrie (BECKMAN-COULTER,
XL) verglichen, wobei die Filter PF1 und PF2 verwendet wurden.
-
Im
Folgenden werden die Analyseverfahren durch Durchflusscytometrie
erläutert.
- 1. MCF-7 Zellklone, in die nur ein fluoreszierendes-Protein-kodierendes
Gen transfiziert ist, werden einzeln kultiviert, und Zellen von
etwa 106 werden mit Trypsin + EDTA freigesetzt
und zwei Mal mit D-PBS gewaschen.
- 2. Die resultierenden Zellen werden nur für die Durchflusscytometrie
in ein Röhrchen
eingebracht und einer Durchflusscytometrie unterzogen.
- 3. Unter Verwendung der Zellklone wird das Gating der Größe und Dichte
der Zelle durchgeführt.
- 4. Wenn notwendig, wird die Fluoreszenz entsprechend korrigiert,
um die Fluoreszenzintensität
der resultierenden Zellpopulation optimal zu gestalten.
-
Die
Messergebnisse der Fluoreszenzinstensität sind in den 11 bis 13 dargestellt.
-
Von
diesen werden bei den Zellklonen GFP-5 und YFP-3, die unterschiedliche
Fluoreszenzintensitäten
aufweisen, die FCS-Messergebnisse verglichen. Die FCS-Messung wird
durch von Zeiss hergestellten FCS (ConfoCor®) durchgeführt (Lichtquelle:
Ar-Laser, Objektivlinse: 40-Fach, Konfokalbereich: 0,25 μm (Radius) × 1,7 μm (Höhe)). Die
Fluoreszenzintensität
von GFP-5 ist hoch (durchschnittliche Fluoreszenzintensität: 353,5
MnX), und übersteigt
eine geeignete Konzentration an fluoreszierenden Molekülen. YFP-3
weist eine geeignete Konzentration an fluoreszierenden Molekülen auf
(mittlere Fluoreszenzintensität:
170,5 MnX), so dass die Fluoreszenz durch FCS gemessen werden kann.
Die Autokorrelationsfunktion von YFP-3 ist in 7 gezeigt.
Im Hinblick auf die Zellklone, die keine Fluoreszenz abgeben, ist
die Autokorrelationsfunktion nicht günstig festgelegt.
-
Im
Fall von GFP-5, das eine hohe Fluoreszenzintensität aufweist, übersteigt
die Anzahl an fluoreszierenden Molekülen in einem Messungsbereich
den Grenzwert von 100. Aus diesem Grund wurde ermittelt, dass die
FCS-Messung nicht durchgeführt
werden kann. Andererseits wird die FCS-Messung dadurch durchgeführt, dass
die Konzentration von Rohdamin 123 in einer Lösung bei 0,1–1000 nmol/L
durchgeführt
wird. Verglichen mit den Ergebnissen der FCS-Messung unter Verwendung
von Rohdamin 123 wird angenommen, dass die Konzentration an fluoreszierenden
Molekülen
GFP-5 etwa 700 nM oder mehr beträgt.
Daher beträgt
die geeignetste Konzentration an intrazellulären fluroeszenz-markierten
Molekülen
für die
FCS-Messung 0,1–700 nmol/L.
Dieser Wert zeigt, dass als Wert für die Fluoreszenzintensität pro Zelle,
die durch Durchflusscytometrie gemessen wird, ein Bereich von 0,2–240, bevorzugt
von 0,2–60
als am Geeignetsten für
die FCS-Messung ist, vorausgesetzt, dass die Intensität bei einer
negativen Kontrolle (eine Zelle, in die kein Gen transfiziert wurde) auf
0,1 festgelegt ist. Aus diesem Grund kann für die FCS-Messung der Zellklon
ausgesucht werden, dessen Fluoreszenzintensität in den obenstehend genannten
Bereich fällt.
Das Verfahren zur Quantifizierung der Fluoreszenz pro Zelle ist
nicht auf FCM beschränkt.
Es können
auch andere Verfahren, wie zum Beispiel ein Laser-Scanning-Cytometer
(LCS) vom Nicht-Durchflusstyp
verwendet werden. Es ist bevorzugt, dass die Fluoreszenzintensität geeigneterweise
je nach der Messvorrichtung, der Art des Fluoreszenzreagens, den
Messbedingungen, der Messumgebung, und ähnlichem definiert wird. So
kann zum Beispiel die Fluoreszenzintensität durch das Fluoreszenzintensitätsverhältnis ausgedrückt werden,
das auf der Basis des Wertes der Autofluoreszenz in einem Bereich
(zum Beispiel einer Zelle), in den kein Fusionsgen eingebracht wurde,
bestimmt wird. Wird das Fluoreszenzintensitätsverhältnis verwendet, sind Zellen,
die zur FCS-Messung geeignet sind, Zellen, deren Verhältnis an
Fluoreszenzintensität
im Bereich von 1–1200
liegt, bevorzugt im Bereich von 1–300.
-
Wie
obenstehend beschrieben, ist es möglich, die Fluoreszenzintensität durch
die Verwendung einer Durchflusscytometrie zu quantifizieren. Auf
diese Weise kann die Fluoreszenzintensität jedes Zellklons zahlenmäßig ausgedrückt werden.
Aus diesem Grund wurde ein Verfahren zum Screenen eines Zellklons,
der bei der FCS-Analyse verwendet werden kann und der eine optimale
Dichte an fluroeszierenden Molekülen
aufweist, begründet.
-
[Detektion der Dimerisation
des Fusionsproteins mit nachfolgender Ligandenbindung]
-
Die
Dimerisation des GEP/hER β Fusionsproteins,
die durch die Binden von 17 β Estradiol
verursacht wird, wurde durch die Verwendung des kultivierten Zellklons
#1 detektiert, der das GFP/hER β Fusionsgen, das
vorher etabliert wurde, exprimiert. Der kultivierte Zellklon #1
der das GFP/hER β Fusionsgen
exprimiert, wurde in einer Lab-Tek-Kammer (Nunc #136439) mit 8 Wells
ausgestreut und in einem befeuchteten Brutschrank über Nacht
bei 37°C
inkubiert. Danach wurde die Kulturlösung entfernt, die Zellen wurden
mit PBS gewaschen und die Kulturlösung wurde dann mit einem serumfreien
und phenolrotfreiem L-15-Medium
ersetzt. 17 β-Estradiol
wurden hinzugefügt,
um eine Endkonzentration von 10–7M
zu erhalten. Danach wurden zu vorbestimmten Intervallen von 2 Stunden
das intranukleäre
Verhalten des GFP/hER β-Fusionsproteins
durch ein von Zeiss hergestelltes FCS (ConfoCor®) gemessen.
-
14 zeigt
die Daten der FCS-Messung unmittelbar nach (0 Minuten) und 45 Minuten
nach dem Hinzufügen
von 17 β-Estradiol. Wie aus
den Messergebnissen offensichtlich ist, erhöht sich die Diffusionszeit
des GFP/hER β-Fusionsproteins nach
45 Minuten nach dem Hinzufügen
von 17 β-Estradiol.
Es wurde bestimmt, dass solche Messergebnisse mit der Dimerisation
des GFP/hER β-Fusionsprotein gefolgt
von der Bindung von 17 β-Estradiol
im Zusammenhang standen. Eine solche Reaktion wurde in der Kontrollzelle,
die nur GFP exprimiert, nicht beobachtet.
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Wie
obenstehend beschreiben war es durch die vorliegende Erfindung zum
ersten Mal möglich,
das Dimerisationsstadium von Östrogenrezeptormolekülen zu detektieren.
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Wirkung der
Erfindung
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Wie
voranstehend beschrieben, wurde durch die vorliegende Erfindung
zum ersten Mal ein neues Assaysystem zur Prüfung einer Substanz, die mit
einem Hormonrezeptor interagiert durch die Verwendung der Zelle,
die das Fluoreszenz/Rezeptor-Fusionsprotein in sich exprimiert,
errichtet.
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Zur
Konstruktion des erfindungsgemäßen Assaysystems
wird ein neuartiges Fusionsgen hergestellt, ein neuartiges Fusionsgen,
das ein Gen, das das Hormonrezeptorprotein kodiert und ein Gen,
das eine Markersubstanz kodiert, die in der Lage sind, ein optisches
Signal zu emittieren, umfasst, und es wird ein rekombinanter Vektor,
der das Fusionsgen enthält,
konstruiert. Danach wird eine transfizierte Zelle gebildet, indem
der rekombinante Vektor eingeschleust wurde. Durch dieses Verfahren
ist es möglich,
das Fusionsprotein der Hormonrezeptor/Markersubstanz in der transfizierten
Zelle zu exprimieren. Als Ergebnis ist es möglich, das Hormonrezeptorprotein,
das in der Lage ist, ein optisches Signal in einer lebenden Zelle
zu emittieren, zu exprimieren.
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Wird
der Zelle, die das Hormonrezeptorprotein exprimiert, das in der
Lage ist, ein optisches Signal zu emittieren, eine Testsubstanz
hinzugefügt,
ist es möglich,
das Verhalten der Hormonrezeptormoleküle (d.h. Signaltransduktion)
durch die Verwendung des optischen Signal zu verfolgen. Auf diese
Weise kann die endokrine Wirkung der Testsubstanz in einer lebenden
Zelle bewertet werden.
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Wenn
das Fusionsprotein des Hormonrezeptor/Fluoreszenzproteins in einer
Zelle wie oben beschrieben konstruiert wird, ist es möglich, das
Binden der Testsubstanz an den Hormonrezeptor direkt zu analysieren,
während
die physiologische Funktion des Rezeptors aufrecht erhalten wird.
Desweiteren kann das zeitabhängige
Verhalten des Hormonrezeptors in einer lebenden Zelle detektiert
werden. Daher ist dieses Bewertungssystem vorteilhaft, da es analog
zu dem System eines lebenden Körpers
abläuft.
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Zudem
ist die Verwendung der Zelle, die das Fusionsprotein exprimiert
in den folgenden Punkten vorteilhaft: Erstens wird nur eine geringe
Anzahl an Zellen benötigt,
und eine einzelne Zelle ist zur Messung ausreichend.
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Ferner
ist es möglich,
zu beobachten, dass sich die intrazelluläre Lokalisierung eines Targetproteins durch
externe Stimulierung verändert.
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Andererseits
ist es auch möglich,
die endokrine Wirkung einer Testsubstanz durch das Hinzufügen der Testsubstanz
zu dem gereinigten Fusionsprotein zu bewerten.
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Die
Verwendung des gereinigten Fusionsproteins hat den Vorteil, dass
ein System zur Detektierung ohne verunreinigende Substanzen, wie
sie in der Zelle vorliegen, etabliert werden kann. Die Konsequenz
ist, dass die Messung mit einem verringerten Geräuschpegel durchgeführt werden
kann. Das gereinigte Fusionsprotein kann durch Einfrieren über einen
langen Zeitraum gelagert werden. Es wird keine Arbeit und keine
Zeit für
die Aufrechterhaltung der Zelle durch Subkultur benötigt. Ferner
ist es leicht, die Konzentration des Targetproteins, die Umsetzungstemperatur
und ähnliches
zu steuern, so dass die Bedingungen für das Experiment leicht optimiert
werden können.
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Im
Laufe der Entwicklung der vorliegenden Erfindung wurde ein System,
das einen lebenden Körper imitiert,
entwickelt, indem das Fusionsprotein des Hormonrezeptor/Fluoreszenzproteins
in eine lebende Zelle exprimiert wurde. Das Ergebnis ist, dass es
notwendig wurde, die Zellen zu screenen, die eine Expressionsmenge
an Fluoreszenz aufweisen, die zur FCS-Messung geeignet ist. Daher
wurde die Expressionsmenge des Fluoreszenzproteins durch Durchflusscytometrie
quantifiziert und dabei wurde die Fluoreszenzintensität der Zelle,
die eine Expressionsmenge an Fluoreszenz, die zur FCS-Messung geeignet
ist, zahlenmäßig ausgedrückt. Auf
diese Weise wurde ein einfaches Verfahren zum Screenen einer Zelle
erschaffen. Dieses Verfahren führte
zur Errichtung eines stabilen experimentellen Systems, bei dem es
möglich
ist, das Verhalten der fluoreszierenden Rezeptormoleküle in einer
lebenden Zelle mit einer guten Reproduzierbarkeit und mit einer hohen
Sensibilität
zu detektieren. Durch die Errichtung des stabilen experimentellen
Systems wurde es desweiteren möglich,
die Dimerisation des Hormonrezeptors in einer lebenden Zelle zu
detektieren, obwohl dies nicht durch ein herkömmliches Verfahren erreicht
werden konnte.
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Desweiteren
können
mit dem erfindungsgemäßen Assaysystem
verschiedene Wirkungen erzielt werden, wie untenstehend erläutert:
Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist es möglich,
an einem frühen
Stadium (bei Schritt I der 3) der intrazellulären Signaltransduktion
mit dem Fluoreszenz/Rezeptorfusionsprotein, das durch eine chemische Substanz
induziert wird, zu detektieren. Daher ist es möglich, die endokrine Wirkung
der chemischen Substanz ein paar Stunden früher als bei herkömmlichen
Verfahren zu detektieren.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist es möglich,
zu wissen bis zu welcher Schritt (Schritte I bis III der 3)
der intrazellulären
Signaltransduktion eine chemische Substanz über das Rezeptorprotein induziert.
Auf dieser Basis ist es möglich,
zu bewerten, ob die Testsubstanz als Agonist oder Antagonist wirkt.
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Da
das Fusionsprotein, das ein fluoreszierendes Protein (z.B. GFP)
und ein Rezeptorprotein umfasst, durch genetische Veränderung
hergestellt wird, und das Verhalten des resultierenden fluoreszierenden
Proteins als Detektionsindikator verwendet wird, ist es möglich die
einzelnen Schritte der intrazellulären Signaltransduktion zu detektieren,
ohne ein bestimmtes Reagens wie es in einem herkömmlichen Verfahren verwendet wird,
hinzuzufügen.
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Die
einzelnen Schritte der intrazellulären Signaltransduktion können im
Grunde unter Verwendung einer einzelnen Zelle detektiert werden.
Aus diesem Grund wird keine so große Anzahl an Zellen wie im
Stand der Technik benötigt.
Es ist zudem auch möglich,
die Änderung
des Verhaltens eines einzigen Moleküls des Fluoreszenz/Rezeptor-Fusionsproteins
zu detektieren, indem FCS zur Detektion der intrazellulären Signaltransduktion
verwendet wird. Das Ergebnis ist, dass die endokrine Wirkung einer
chemischen Substanz, die in einer extrem geringen Menge vorhanden
ist, mit einer hohen Empfindlichkeit detektiert werden kann.
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Da
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren,
bei dem FCS-Messung
verwendet wird, nur eine geringe Menge einer Probe benötigt wird,
kann es an einer Vorrichtung zum High Through Put (HTP)-Verfahren
angewendet werden, das unter hoher Geschwindigkeit durchgeführt wird
und die Messung einer kleinen Probenmenge ermöglicht.
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Ferner
kann durch die Detektierung einer Substanz, die in der Lage ist,
an einen Östrogenrezeptor
zu binden, indem das erfindungsgemäße Verfahren verwendet wird,
außer
den endokrin wirkenden Substanzen ein natürlich vorkommendes weibliches
Hormon, das in einem lebenden Körper
vorhanden ist (in Blut, Urin) detektiert werden. Das Verfahren der
vorliegenden Erfindung ist auf Östrogen
sehr empfindlich, so dass es einen Östrogenspiegel detektieren
kann, der abhängig
von dem Menstruationszyklus schwanken und während der Zeit des Eisprungs
einen hohen Östrogenspiegel
aufweist. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit kann das erfindungsgemäße Verfahren
zur Schwangerschaftsdiagnose verwendet werden.
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Industrielle
Anwendbarkeit
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Wie
obenstehend erläutert
ist die vorliegende Erfindung zur Untersuchung einer Substanz wirksam, die
mit einem Hormonrezeptor interagiert, wie zum Beispiel eine endokrin
wirkende Substanz.
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