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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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GEBIET DER ERFINDUNG:
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Neigungssteuervorrichtung
zur Steuerung der Neigung der Gabelbäume eines Gabelhubwagens, und
betrifft insbesondere eine Durchflussmengensteuerung eines hydraulischen
Steuerventils zur Steuerung des Betriebs eines Neigungszylinders. Eine
derartige Neigungssteuervorrichtung ist aus der DE-A-198 57 022
bekannt.
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BESCHREIBUNG
DES STANDES DER TECHNIK
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Bei
einem üblichen
Gabelhubwagen ist eine Neigungszylindervorrichtung vorgesehen, die
eine Vorwärtsneigungswinkel-Steuerfunktion
zur Begrenzung des Vorwärtsneigungswinkels
der Gabelbäume in
Abhängigkeit
von der Hubhöhe
und/oder Last umfasst, wenn die Gabelbäume vorwärts geneigt werden, und eine
Rückwärtsneigungsgeschwindigkeitssteuerung
zur Verlangsamung der Rückwärtsneigungsgeschwindigkeit
der Gabelbäume
umfasst, wenn die Gabelbäume
rückwärts unter
einer hohen Hubhöhe
und einem hoch belasteten Zustand geneigt werden.
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Diese
Steuerungen können
erreicht werden, indem man an einem eine stangenseitige Ölkammer eines
Neigungszylinders zum Neigen des Gabelbaums mit einem Neigungssteuerventil
zum Betrieb des Neigungszylinders verbindenden Kanal ein Steuerventil
vorsieht, das die Durchflussmenge des Hydrauliköls regeln kann und einen Neigungszylinder an
einer bestimmten Position innerhalb seines Hubbereichs anhält.
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Eine
Neigungssteuervorrichtung mit einem oben beschriebenen Steuerventil
ist zum Beispiel in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 10-330096 vorgesehen.
Bei dem in der nicht geprüften
Patentveröffentlichung
beschriebenen Neigungssteuerventil ist an dem obigen Kanal ein proportionales
elektro-magnetisches Durchflussmengensteuerventil vorgesehen, wobei
das proportionale elektro-magnetische Durchflussmengensteuerventil
einen Durchflussmengensteuerabschnitt und einen Solenoidabschnitt
zur Erzeugung eines Steuerdrucks umfasst, wobei der Steuerdruck
auf den Durchflussmengensteuerabschnitt wirkt und mit einer an dem
Solenoidabschnitt erzeugten elektro-magnetischen Kraft gesteuert
wird (die dem durch die Wicklung fließenden Strom proportional ist),
und wobei die Verstellung (Öffnung)
eines Ventilkörpers
des Durchflussmengensteuerabschnitts durch den Ausgleich zwischen dem
Steuerdruck und einer Federkraft bestimmt wird, wodurch man eine
zum Strom proportionale Durchflussmenge erhält.
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Mit
einem proportionalen elektro-magnetischen Steuerventil, wie es bei
der oben genannten Neigungssteuervorrichtung verwendet wird, besteht jedoch
ein Nach teil darin, dass es sehr kompliziert aufgebaut und teuer
ist. Weiter kann bei dem proportionalen elektro-magnetischen Steuerventil die Öffnung kontinuierlich
verändert
werden, um dadurch eine feine Steuerung zu erhalten, wobei jedoch
eine große
Neigung zum Fressen besteht.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung wurde in Anbetracht des obigen Problems gemacht und es
ist Aufgabe der Erfindung, eine Neigungssteuervorrichtung zur Vereinfachung
der Konstruktion einer Neigungssteuervorrichtung und zur Verminderung
von deren Kosten zu schaffen, wobei sichergestellt ist, dass die übliche Vorwärtsneigungswinkel-Steuerfunktion der
Gabelbäume
und die Rückwärtsneigungsgeschwindigkeits-Steuerfunktion
beibehalten werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Neigungssteuervorrichtung für einen Gabelhubwagen, bei
der Öl
in einem Tank entweder in eine stangenseitige Ölkammer oder eine bodenseitige Ölkammer
eines Neigungszylinders unter Verwendung einer Hydraulikpumpe zum
Neigen der Gabelbäume des
Gabelhubwagens strömt,
geschaffen, umfassend
ein Neigungssteuerventil für den Betrieb
des Neigungszylinders;
ein vorgesteuertes Durchflussmengensteuerventil, das
mit der Hydraulikpumpe über
das Neigungssteuerventil verbunden ist und zwischen einer voll geöffneten
Stel lung und einer halb geöffneten
Stellung, die in der Öffnung
voneinander in Abhängigkeit
eines Hinzufügens/Aufhebens
eines Steuerdrucks unterschiedlich sind, umschaltbar ist,
ein
vorgesteuertes Logikventil, das zwischen der stangenseitigen Ölkammer
des Neigungszylinders und dem Durchflussmengensteuerventil angeordnet ist,
und eine Strömung
des Hydrauliköls
in die stangenseitige Ölkammer
erlaubt, und zum Öffnen/Schließen relativ
zum Ausströmen
des Hydrauliköls
aus der stangenseitigen Ölkammer
in Abhängigkeit
vom Hinzufügen/Aufheben
des Steuerdrucks betrieben wird, und
ein elektro-magnetisches
Umschaltventil zum Steuern des Hinzufügens/Aufhebens des Steuerdrucks zu
dem Durchflussmengensteuerventil und des Logikventils.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird beim Neigen der Gabelbäume, wenn das elektro-magnetische
Umschaltventil zur Vorsteuerung zum Umschalten betrieben wird, der
Steuerdruck relativ dem Durchflussmengensteuerventil hinzugefügt oder
aufgehoben, wodurch das Durchflussmengensteuerventil in seine vollständig geöffnete Stellung
oder halb geöffnete
Stellung umgeschaltet wird. Dieses Umschalten des Durchflussmengensteuerventils
führt zur
Steuerung der Hydraulikölmenge
für die
stangenseitige Ölkammer
des Neigungszylinders in zwei Wegen; groß und klein, wodurch die Betriebsgeschwindigkeit
des Neigungszylinders zwischen zwei Geschwindigkeiten umgeschaltet
wird; hoch und niedrig.
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Beim
Betrieb der Gabelbäume
beim Rückwärtsneigen
wird das elektro-magnetische Umschaltventil betrieben, um in Abhängigkeit
von entsprechend erfassten Signalen, die den Rückwärtsneigungsbetrieb, die hohe
Hubhöhe
und die hohe Last darstellen, umzuschalten, und das Durchflussmengensteuerventil
wird dann von der voll geöffneten Stellung
zur halb geöffneten
Stellung umgeschaltet, wodurch es möglich ist, die Rückwärtsneigungsgeschwindigkeit
der Gabelbäume
zu steuern.
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Beim
Betrieb der Gabelbäume
beim Vorwärtsneigen
wird, wenn das elektro-magnetische Umschaltventil zum Umschalten
betrieben wird, das vorgesteuerte Umschaltventil zu einer Stellung
geändert,
bei der der Vorsteuerdruck hinzugefügt wird, oder zu einer anderen
Stellung, bei der der Steuerdruck relativ zu einem Tellerventil
zum Öffnen
oder Schließen
aufgehoben wird, und dieses Umschalten der Stellungen des Umschaltventils
führt zu
einem Öffnen
oder Schließen
des Tellerventils. D.h., das Hydrauliköl in der stangenseitigen Ölkammer
kann entweder durch den Betrieb des elektro-magnetischen Umschaltventils
zum Umschalten herausfließen
oder nicht, wodurch der Neigungszylinder betrieben wird oder angehalten
wird.
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Bei
der Vorwärtsneigung
der Gabelbäume kann
somit der Vorwärtsneigungswinkel
durch Schalten des elektro-magnetischen
Umschaltventils zu einer Position zum Anhalten des Betriebs des
Neigungszylinders in Abhängigkeit
der Erfassung von Signalen, die den Vorwärtsneigungsbetrieb, die hohe Hubhöhe und die
hohe Last darstellen, und zusätzlich
in Abhängigkeit
eines Signals, das den Neigungswinkel der Gabelbäume bei einem bestimmten Wert
darstellt, gesteuert werden.
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Wie
oben beschrieben, arbeitet die vorliegende Erfindung entsprechend
jener üblichen
Vorrichtung durch eine Kombination der EIN/AUS-Stellung des Durchflussmengensteuerventils
des Umschaltventils und des elektro-magnetischen Schaltventils, wodurch
die Kosten erniedrigt und die Konstruktion vereinfacht werden, und
da weiter die entsprechenden Ventile durch einen einfachen EIN/AUS-Betrieb
betrieben werden, ist das Risiko einer Fehlfunktion geringer, wodurch
die Zuverlässigkeit
erhöht
werden kann.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann ein Gabelhubwagen mit der Neigungssteuervorrichtung mit
den obigen besonderen Merkmalen geschaffen werden.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Hydraulikschaltkreisdiagramm zur Darstellung der Konstruktion
der Neigungssteuervorrichtung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 ist
eine Schnittansicht zur Darstellung eines in der Neigungssteuervorrichtung
von 1 verwendeten Ölsteuerventils;
und
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3 ist
eine Schnittansicht zur Darstellung eines in der Neigungssteuervorrichtung
von 1 verwendeten Tellerventils.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Wie
in den Zeichnungen dargestellt, umfasst ein Ölsteuerventil 11 einen
manuellen Neigungsventilkörper 12 zum
Betrieb eines Neigungszylinders 2 zum Neigen der Gabelbäume 1 eines
Gabelhubwagens. Der Neigungsventilkörper 12 weist drei
Schaltstellungen auf und wird normalerweise bei einer neutralen
Stellung, wie in der Zeichnung dargestellt, gehalten, und ein Zuführkanal 16 für das von
einer Hydraulikpumpe 13 zugeführte Hydrauliköl ist so
ausgebildet, dass das Hydrauliköl
zu einem Tank 14 durch einen Rückführkanal 16 zurückgeführt wird.
Weiter ist der Neigungsventilkörper 12 mit
einer stangenseitigen Ölkammer 2a und
einer bodenseitigen Ölkammer 2b des
Neigungszylinders 2 über
Kanäle 17 bzw. 18 verbunden.
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An
dem stangenseitigen Kanal 17 ist ein vorgesteuertes Durchflussmengensteuerventil 21 vorgesehen,
das zwei Schaltstellungen aufweist, und zwischen einer voll geöffneten
Stellung und einer halb geöffneten
Stellung schaltbar ist.
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Das
Durchflussmengensteuerventil 21 umfasst einen Ventilkörper 22 mit
einem großen
und einem kleinen Kanal, die unterschiedliche Durchflussmengenquerschnittsflächen aufweisen,
die einen voll geöffneten
Kanal 22a und einen halb geöffneten Kanal 22b darstellen.
Der Ventilkörper 22 wird
normalerweise in der halb geöffneten
Stellung mittels einer Feder 22c gehalten, in der der halb
geöffnete
Kanal 22b mit dem stangenseitigen Kanal 17 in
Verbindung steht. Wenn ein Steuerdruck auf eine Steuerkammer 22d durch
einen ersten mit dem Zuführkanal 15 verbundenen
Steuerkanal 23 aufgebracht wird, wird der Ventilkörper 22 in
die voll geöffnete
Stellung geschaltet, in der der voll geöffnete Kanal 22a mit
dem stangenseitigen Kanal 17 in Verbindung steht.
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Ein
elektro-magnetisches Schaltventil 24 ist an dem ersten
Steuerkanal 23 vorgesehen. Dieses elektro-magnetische Schaltventil 24 ist
normalerweise geöffnet
und so aufgebaut, dass, wenn es geschlossen ist, das elektro-magnetische
Schaltventil 24 durch eine Feder 24b an einer
Stelle gehalten wird, in der der Ventilkörper 24a eine Verbindung
zwischen dem Steuerkanal 23 und der Hydraulikpumpe 13 herstellt,
während,
wenn ein Solenoid 24c erregt ist (EIN geschaltet ist),
das elektromagnetische Schaltventil 24 zu einer Stellung
geschaltet wird, bei der Ventilkörper 24a eine
Verbindung zwischen dem Steuerkanal 23 und dem Tank 14 herstellt.
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An
dem stangenseitigen Kanal 17 ist zwischen dem Durchflussmengensteuerventil 21 und dem
Neigungszylinder 2 ein Logikventil 31 vorgesehen.
Dieses Logikventil 31 erlaubt eine Strömung des Hydrauliköls in die
stangenseitige Ölkammer 2a und umfasst
ein Tellerventil 32, das zum Öffnen und/oder Schließen durch
einen Steuerdruck gesteuert wird, wenn das Hydrauliköl herausströmt und umfasst
ein Umschaltventil 39 zur Steuerung der Wirkung des Steuerdrucks.
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D.h.,
das Tellerventil 32 umfasst einen Teller 33 zum Öffnen und
Schließen
des Durchflusskanals, und in einer geöffneten Ventilrichtung wirkt
das herausströmen de Öl auf eine
abgestufte Druckaufnahmefläche 33a am äußeren Umfang
des Tellers 33 durch eine Blende 35, während in
einer Ventilschließrichtung
eine Federkraft einer Feder 38 auf den Teller 33 wirkt,
und der Steuerdruck von dem herausströmenden Öl wirkt auf eine Steuerkammer 34 durch
einen Steuerkanal 36 (siehe 3). Durch
das an dem Steuerkanal 36 vorgesehene Umschaltventil 39 wird der
Steuerkanal 36 mit einem mit dem Tank 14 in Verbindung
stehenden Entspannungskanal 37 verbunden oder davon getrennt.
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Das
Umschaltventil 39 weist einen Ventilkörper 39b auf, der
normalerweise mittels einer Feder 39a an einer Stellung
gehalten wird, an der der Steuerkanal 36 von dem Entspannungskanal 37 getrennt ist,
und gleichzeitig mit dem stangenseitigen Kanal 17 in Verbindung
steht, und der Ventilkörper 39b wird zu
einer Stellung geschaltet, bei der der Steuerkanal 36 mit
dem Entspannungskanal 37 in Verbindung steht, wenn der
Steuerdruck auf eine Steuerkammer 39c durch einen zweiten
Steuerkanal 40 aufgebracht wird, der von dem ersten Steuerkanal 23 abzweigt.
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Die
Neigungssteuervorrichtung gemäß der Erfindung
ist, wie oben beschrieben, aufgebaut und im Folgenden soll hier
ihre Arbeitsweise und Wirkung beschrieben werden.
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Wenn
die Hydraulikpumpe 13 von einem Motor (nicht dargestellt)
angetrieben wird, wobei das Neigungssteuerventil 12 in
einer neutralen Stellung gehalten wird, wird Hydrauliköl unter
Druck von dem Tank 14 in den Zuführkanal geführt, und das so zugeführte Hydrauliköl kehrt
dann zum Tank 14 durch den Rückführkanal 16 zurück.
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Wenn
in einem derartigen Zustand das Neigungssteuerventil rückwärts geneigt
wird, strömt
das Hydrauliköl
von der Hydraulikpumpe 13 zur stangenseitigen Ölkammer 2a in
den Neigungszylinder 2 durch das Durchflussmengensteuerventil 21 und
das längs
des stangenseitigen Kanals 17 angeordnete Tellerventil 32,
und das Hydrauliköl
in der bodenseitigen Ölkammer 2b wird
zu dem Tank durch den bodenseitigen Kanal 18 zurückgeführt. Hierdurch
arbeitet der Neigungszylinder 2 in einer Kontraktionsrichtung,
wodurch die Gabelbäume 1 rückwärts geneigt werden.
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Hierbei
befindet sich der Solenoid 24c des elektro-magnetischen Schaltventils 20 in
einem AUS-Zustand, da der erste Steuerkanal 23 mit der Hydraulikpumpe 13 in
Verbindung steht, der Steuerdruck der Steuerkammer 22d des
Durchflussmengensteuerventils 21 hinzugefügt wird,
und der Ventilkörper 22 des
Durchflussmengensteuerventils 21 in die voll geöffnete Stellung
geschaltet ist. In diesem Fall wird somit der Neigungszylinder 22 bei
normaler Geschwindigkeit nach hinten geneigt.
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Wenn
andererseits der Solenoid 24c des elektro-magnetischen Schaltventils 24 sich
in einem EIN-Zustand
befindet, ist der erste Steuerkanal 23 mit dem Tank 14 verbunden,
und da der Steuerdruck in der Steuerkammer 22d des Durchflussmengensteuerventils 21 aufgehoben
ist, wird der Ventilkörper 22 des
Durchflussmengensteuerventils 21 in die halb geöffnete Stellung
geschaltet. In diesem Fall wird der Neigungszylinder 2 mit
einer niedrigeren Geschwindigkeit als der normalen Geschwindigkeit
nach hinten geneigt.
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In
einem Fall, in dem das Neigungssteuerventil 12 zu einer
Neigung nach vorne geschaltet wird, wird das Hydrauliköl von der
Hydraulikpumpe 13 der bodenseitigen Ölkammer 2b des Neigungszylinders
durch den bodenseitigen Kanal 18 zugeführt. Das Hydrauliköl wirkt
auf eine abgestufte Druckaufnahmefläche 33a des Tellers 30 durch
die Blende 35, während
das Hydrauliköl
in der stangenseitigen Ölkammer 2a als
Steuerdruck der Steuerkammer 34 des Tellerventils 32 durch
den Steuerkanal 36 hinzugefügt wird.
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Hierbei
befindet sich der Solenoid 24c des elektro-magnetischen Schaltventils 24 in
dem AUS-Zustand, der Steuerdruck wird der Steuerkammer 39c des
Umschaltventils 39 durch den zweiten Steuerkanal 40 hinzugefügt, und
das Umschaltventil 39 wird dann zu einer geöffneten
Stellung geschaltet, und da der Steuerkanal 36 des Tellerventils 32 dann mit
dem Tank 14 durch den Entspannungskanal 37 in Verbindung
steht, wird der Teller 33 durch die auf die abgestufte
Druckaufnahmefläche 33a wirkende
Kraft geöffnet.
Auf diese Weise strömt
Hydrauliköl
in der stangenseitigen Ölkammer 2a über das
Tellerventil 32, das Durchflussmengensteuerventil 21 und
das Neigungssteuerventil 12 in den Tank 14, und
der Neigungszylinder 2 arbeitet in seiner Expansionsrichtung,
wodurch die Gabelbäume 1 nach
vorne geneigt werden. Da das Durchflussmengensteuerventil 21 bereits
in die voll geöffnete
Stellung geschaltet wurde, wird daher hierbei die Vorwärtsneigungsgeschwindigkeit
der Gabelbäume 1 durch
die in einem Rückführkanal
des Nei gungssteuerventils 12 vorgesehene Drossel 12a geregelt.
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Wenn
andererseits der Solenoid 24c des elektro-magnetischen Schaltventils 24 sich
in dem EIN-Zustand befindet, wird, da der zweite Steuerkanal 40 mit
dem Tank 14 in Verbindung steht, sodass der Steuerdruck
in der Steuerkammer 39c des Umschaltventils 39 aufgehoben
ist, das Umschaltventil 39 in eine geschlossene Stellung
geschaltet. Hierdurch wird der Steuerkanal 36 vom Entspannungskanal 37 getrennt,
und der Steuerdruck wird der Steuerkammer 34 des Tellerventils 32 hinzugefügt. Da die auf
das Tellerventil 32 aufgebrachten Drücke sowohl von der Ventilöffnungsrichtung
als auch von der Ventilschließrichtung
aufgebracht werden, wird das Ventil 32 in bezug auf die
darauf wirkenden Drücke
ausgeglichen und somit wird der Teller 32 durch die Federkraft
der Feder 38 geschlossen.
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Wenn
somit das elektro-magnetische Schaltventil 24 eingeschaltet
ist, ist das Logikventil 31 geschlossen, sodass kein Hydrauliköl aus der
stangenseitigen Ölkammer 2a herausströmt, wodurch
die Vorwärtsneigungsbewegung
der Gabelbäume 1 verhindert
wird.
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Wie
oben beschrieben, kann erfindungsgemäß durch das Ein- oder Ausschalten
des elektro-magnetischen Schaltventils 24 oder das Schalten zu
der Stellung, in dem der Steuerdruck hinzugefügt wird oder zu der Stellung,
in der der Steuerdruck aufgehoben wird, wenn die Gabelbäume nach
hinten geneigt werden, die Neigungsgeschwindigkeit nach hinten der
Gabelbäume
in zwei Schritten verändert
werden; hoch und niedrig, und wenn die Gabelbäume nach vorne geneigt werden,
kann dagegen das Schalten zwischen dem Zustand, in dem die Gabelbäume nach
vorwärts
geneigt werden und dem (Halte-) Zustand, in dem die Gabelbäume nicht
nach vorwärts
geneigt werden können,
bewirkt werden.
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Wenn
entsprechend die Gabelbäume
nach hinten geneigt werden, kann die Geschwindigkeitssteuerung für die Neigung
nach hinten der Gabelbäume 1 bewirkt
werden, indem die Neigungsgeschwindigkeit nach hinten unter dem
hohen Hubzustand und dem hoch belasteten Zustand niedriger als unter
dem Normalzustand bewirkt wird, indem die Steuerung so eingestellt
wird, dass das elektromagnetische Schaltventil 24 in Abhängigkeit
der Erfassungssignale für die
Rückwärtsneigung
des Gabelbaums, der Hochhubhöhe
und dem Schwerlastzustand, in dem ein Gabelhubwagen 3 beladen
ist, geschaltet wird.
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Wenn
andererseits die Gabelbäume
nach vorwärts
geneigt werden, kann die Vorwärtsneigungswinkelsteuerung
der Gabelbäume 1 unter
der Hochhub- und Schwerlastbedingung durch Einstellen der Steuerung
so bewirkt werden, dass das elektro-magnetische Schaltventil 24 in
Abhängigkeit
von den Erfassungssignalen der Gabelbaumvorwärtsneigung, dem Hochhub- und
Schwerlastzustand, in dem eine Gabel 3 beladen ist, und
zusätzlich
in Abhängigkeit
eines Erfassungssignals für
die Anzeige, dass der Neigungswinkel des Gabelbaums den bestimmten
Wert erreicht hat, geschaltet werden.
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In
dem Fall, in dem beispielsweise die Vorwärtsneigung des Gabelbaums mit
einer horizontalen Gabel durchgeführt wird, wird weiter ein Zuführschalter
eingeschal tet, der an dem Boden eines Neigungsbetriebshebels vorgesehen
ist, wodurch eine automatische horizontale Zuführsteuerung der Gabel ebenfalls
bewirkt wird, indem in geeigneter Weise mit einem Fühler erfasst
wird, dass die Gabel 3 die horizontale Stellung erreicht
hat, und indem das elektro-magnetische Schaltventil 24 so
eingestellt wird, dass das Ventil in Abhängigkeit davon geschaltet wird,
was mittels des Fühlers
erfasst wurde.
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Gemäß der erfindungsgemäßen Ausführungsform
kann man entsprechende Funktionen wie bei der bekannten Vorrichtung
durch eine Kombination des Durchflussmengensteuerventils 21,
des Umschaltventils 39 und des elektro-magnetischen Schaltventils 24 erreichen,
die alle von der EIN/AUS-Bauart sind, wodurch man die Kosten erniedrigt
und die Konstruktion in bezug zu dem proportionalen elektro-magnetischen
Durchflussmengensteuerventil vereinfacht.
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Da
die entsprechenden Ventile für
den einfachen EIN/AUS-Betrieb ausgelegt sind, besteht kaum eine
Neigung zum Fressen (ein Phänomen,
bei dem der Ventilkörper
an in dem Öl
vorhandenen Fremdstoffen haftet), wodurch weniger Fehler auftreten
und es möglich
ist, die Zuverlässigkeit
zu erhöhen.
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Es
wurde hier entsprechend der Erfindung beschrieben, dass es möglich ist,
eine Neigungssteuerungsvorrichtung für einen Gabelhubwagen zu schaffen,
mit der die Konstruktion vereinfacht und die Kosten vermindert werden,
wobei die Vorwärtsneigungswinkel-Steuerfunktion
und die Rückwärtsneigungsgeschwindigkeit-Steuer funktion
für die
Gabelbäume
sichergestellt werden, die jenen der bekannten Technik entsprechen.
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Eine
Neigungssteuervorrichtung für
einen Gabelhubwagen umfasst ein Neigungssteuerventil zur Bedienung
des Neigungszylinders, ein vorgesteuertes Durchflusssteuerventil,
dass mit der Hydraulikpumpe über
das Neigungssteuerventil verbunden ist, und zwischen einer voll
geöffneten
und einer halb geöffneten
Stellung geschaltet werden kann, die sich öffnungsmäßig voneinander unterscheiden,
und zwar in Abhängigkeit
des Hinzufügens/Aufhebens
eines Steuerdrucks, ein vorgesteuertes Logikventil, das zwischen
der stangenseitigen Ölkammer
des Neigungszylinders und dem Durchflussmengensteuerventil angeordnet
ist, und eine Hydraulikölströmung in
die stangenseitige Ölkammer
erlaubt, und zum Öffnen/Schließen relativ
zu dem aus der stangenseitigen Ölkammer
ausströmenden Öl in Abhängigkeit
von dem Hinzufügen/Aufheben
des Steuerdrucks geeignet ist, und ein elektro-magnetisches Schaltventil
zur Steuerung des Hinzufügens/Aufhebens
des Steuerdrucks für
das Durchflussmengensteuerventil und das Logikventil.