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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumträgers, der
als Träger
für lithografische
Druckplatten verwendet wird.
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Die
Erfindung betrifft darüber
hinaus ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumträgers, wobei
das Verfahren eine Oberflächenaufrauung
des als Träger
für lithografische
Druckplatten verwendeten Aluminiumträgers beinhaltet. Die Erfindung
betrifft insbesondere ein Verfahren, das für die Oberflächenaufrauung
einer solchen Aluminiumplatte geeignet ist, die für die Entstehung
abrupter mattenartiger Falten, so genannter Maserungen (streaks),
die von der unterschiedlichen Orientierung der Kristallkörner herrühren, oder
für die
Entstehung von Kornbehandlungsungleichmäßigkeiten, so genannten Flächengüteungleichmäßigkeiten
(plane quality unevenness), die bei einer herkömmlichen chemischen Ätzbehandlung
ohne Weiteres auftreten können,
anfällig
ist.
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Schließlich betrifft
die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung eines
Aluminiumträgers
für lithografische
Druckplatten, mit dessen Hilfe man eine einheitliche Oberflächenaufrauung
einer solchen Aluminiumplatte erhalten kann, die Unreinheiten und
schlechte Körnungseigenschaften aufweist.
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Aus
der Druckschrift
EP 645 260 ist
ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumträgers bekannt, bei dem ein erster
Schritt der Aufrauung einer Aluminiumplatte ausgeführt wird,
an den sich ein Ätzschritt
anschließt,
bei dem die Oberfläche
um 0,01 bis 20 g/m
2 abgeätzt wird.
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Aus
der Druckschrift
US 4,872,946 ist
ein Verfahren zur Herstellung von Trägern bekannt, bei dem ein Metallbogen
beziehungsweise eine Metallbahn chemisch behandelt werden, während eine
Induktionserwärmung
in einer Behandlungslösung
erfolgt.
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Aus
der Druckschrift
EP 874 068 sind
mehrere erwärmte
Lösungen
für verschiedene
Schritte zur Behandlung eines Aluminiumträgers bekannt.
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Die
Verfahren aus dem Stand der Technik offenbaren einen eigenen Behandlungsschritt,
der zwischen der Oberflächenaufrauungsbehandlung
und der Behandlung durch Abätzen
von 0,01 bis 5 g/m2 ausgeführt wird.
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Die
Oberflächenaufrauung
eines Aluminiumträgers
für lithografische
Druckplatten wird üblicherweise
mittels eines Wechselstromätzverfahrens durchgeführt, bei
dem ein üblicher
sinusförmiger Wechselstrom
oder ein Strom mit einer speziellen alternierenden Wellenform, so
beispielsweise einer rechteckigen Wellenform, verwendet wird. Unter
Verwendung einer geeigneten Elektrode, so beispielsweise aus Graphit
als Gegenelektrode, wird die Oberflächenaufrauung der Aluminiumplatte üblicherweise
während
eines einzigen Behandlungsschrittes vorgenommen. Gleichwohl ist
die Tiefe der auf diese Weise erhaltenen Vertiefungen im Allgemeinen
gering, weshalb der hergestellte Aluminiumträger eine kurze Presslebensdauer
aufweist. Aus diesem Grunde wurden verschiedene Verfahren vorgeschlagen, durch
die eine Aluminiumplatte hergestellt wird, die eine gekörnte und
für Druckplatten
geeignete Oberfläche
aufweist, in der Vertiefungen mit einer Tiefe, die größer als
der Durchmesser derselben ist, gleichmäßig und dicht verteilt sind.
Zu den bekannten Beispielen für
diese Verfahren zählen
ein Oberflächenaufrauungsverfahren
unter Verwendung einer speziellen elektrolytischen Wellenform der
Energie (siehe die Druckschrift JP-A-53-67507, wobei die Buchstabenfolge „JP-A" bedeutet, dass es
sich um eine „ungeprüfte veröffentliche
japanische Patentanmeldung" handelt),
eines speziellen Verhältnisses
zwischen der Menge der Elektrizität zur Anodenzeit und der Menge
der Elektrizität
zur Kathodenzeit bei der elektrolytischen Oberflächenaufrauung unter Verwendung
von Wechselstrom (siehe die Druckschrift JP-A-54-65607), einer speziellen
Wellenform der Energie (siehe die Durchschrift JP-A-56-25381) sowie einer
speziellen Einstellung auf die Menge des Stromes, der durch eine
Einheitsfläche
hindurchfließt (siehe
die Druckschrift JP-A-56-29699).
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Dem
steht mit Blick auf das Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumträgers gegenüber, dass ein
Aluminiumträger
als Träger
für lithografische Druckplatten
auf folgende Weise hergestellt wird. Ein geschmolzener und gehaltener
Aluminiumbarren wird zu einer Bramme (mit einer Dicke zwischen 400 und
600 mm, einer Breite zwischen 1000 und 2000 mm und einer Länge zwischen
2000 und 6000 mm) gegossen. Die Bramme wird einem Oberflächenbeschneidungsschritt
unterworfen, bei dem ein Teil der Struktur der Verunreinigungen
an der Oberfläche
der Bramme unter Verwendung einer Oberflächenbeschneidungsvorrichtung
um zwischen 3 und 10 mm abgeschnitten wird, woraufhin ein Einweichungsbehandlungsschritt
vorgenommen wird, bei dem die Bramme bei einer Temperatur zwischen
480 und 540 °C
für 6 bis
12 Stunden in einer Einweichungsvertiefung gehalten wird, wodurch
Spannungen im Inneren der Bramme abgebaut werden, und deren Struktur einheitlich
gemacht wird. Anschließend
wird die Bramme bei einer Temperatur von 480 bis 540 °C auf eine
Dicke von zwischen 5 bis 40 mm heißgewalzt, woraufhin sie bei
Raumtemperatur auf eine vorbestimmte Dicke kaltgewalzt wird. Um
eine darüber
hinaus gehende gleichmäßige Struktur
zu erhalten, wird die Bramme vergütet, wodurch die Walzstruktur homogenisiert
wird. Die auf diese Weise behandelte Bramme wird anschließend einem
Kaltwalzen auf eine vorbestimmte Dicke und einer Korrektur unterzogen,
um eine Platte mit guter Flachheit zu erhalten.
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Vom
Standpunkt des Energiesparens und der effektiven Verwendung von
Ressourcen aus ist es notwendig, als Aluminiumträger für lithografische Druckplatten
allgemein verfügbare
Aluminiumplatten oder solche Aluminiumplatten zu verwenden, die
unter Weglassung der Zwischenvergütungsbehandlung oder der Einweichungsbehandlung
beim Herstellungsprozess der Aluminiumplatte hergestellt wurden.
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Wird
gleichwohl ein Aluminiumträger
für lithografische
Druckplatten unter Verwendung der vorstehend genannten Aluminiumplatte
hergestellt, so entsteht eine Maserung oder Behandlungsungleichmäßigkeit,
die auch Flächengüteungleichmäßigkeit genannt
wird. Dies rührt
mutmaßlich
daher, dass die Aluminiumlöserate
in Abhängigkeit
von der Kristallorientierung bei einem Fortschreiten der chemischen Lösereaktion
variiert, oder dass die Reaktion des Aluminiums in Abhängigkeit
von der Kristallorientierung bei einem Fortschreiten der elektrochemischen
Vertiefungsreaktion variiert.
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Mit
anderen Worten, es werden Ungleichmäßigkeiten aufgrund des Unterschiedes
der Löseraten in
einer chemischen Lösereaktion
oder Variationen bei der Vertiefungsreaktion (beispielsweise mit
Blick auf die Anzahl der Vertiefungen oder mit Blick auf Unterschiede
hinsichtlich der Größe) in Abhängigkeit von
der Kristallorientierung als Maserungen oder Flächengüteungleichmäßigkeiten sichtbar.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Aluminiumträgers
für lithografische
Druckplatten, bei dem keine sich in Maserungen oder Flächengüteungleichmäßigkeiten
niederschlagenden Fehlformen entstehen. Die Erfindung betrifft darüber hinaus
ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumträgers für lithografische Druckplatten,
deren Oberflächengestalt
verbessert ist.
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Im
Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung durchgeführte intensive
Untersuchungen hatten zum Ergebnis, dass bei einer Aluminiumplatte, die
einer elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung
derart unterzogen wurde, dass ein Zustand eintrat, in dem sich an
der Oberfläche
hauptsächlich
Aluminiumhydroxid enthaltende Schüppchen bilden, und die einer
Wärmebehandlung
unterzogen wurde, das Auftreten von Maserungen bei der nachfolgenden Ätzbehandlung
seltener erfolgt.
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Darüber hinaus
hat man im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung herausgefunden, dass
sich bei einer Oberflächenvoraufrauung
einer Aluminiumplatte in einer wässrigen
Salzsäurelösung vor
einer elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung
in einer wässrigen
Salpetersäurelösung gleichmäßige Wabenvertiefungen
bilden. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung hat man zudem
herausgefunden, dass bei Durchführung einer
elektrochemischen Oberflächenbehandlung
in einer wässrigen
Salzsäurelösung nach
einer elektrochemischen Oberflächenbehandlung
in einer wässrigen
Salpetersäurelösung ein
Aluminiumträger
für lithografische
Druckplatten mit hervorragenden Druckeigenschaften hergestellt werden
kann. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung hat man zudem
herausgefunden, dass ungeachtet der Verwendung einer Hilfsanode
bei der elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung
unter Verwendung eines Wechselstromes zum Zwecke der Verhinderung
einer Auflösung
der Hauptelektrode bei Verwendung einer wässrigen neutralen Salzlösung als elektrolytische
Lösung
in demjenigen Teil, in dem die Hilfsanode wirkt, ein Lösen der
Aluminiumplatte vor sich geht, und die Behandlungsschritte im Vergleich zu
herkömmlichen
Systemen, bei denen chemisch geätzt
wird, weniger werden.
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Zudem
hat man im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung herausgefunden,
dass für denjenigen
Fall, dass eine Aluminiumplatte einer Oberflächenaufrauungsvorbehandlung
mit einer Elektrizitätsmenge
von zwischen 1 bis 300 C/dm2 unter Verwendung
eines Wechselstromes mit einer Frequenz zwischen 50 bis 500 Hz unterzogen
wird, und die Aluminiumplatte anschließend einer elektrochemischen
Oberflächenbehandlung
unterzogen wird, Maserungen bei der nachfolgenden Ätzbehandlung sehr
viel seltener auftreten.
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Weiterhin
hat man im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung herausgefunden,
dass für
denjenigen Fall, dass die Aluminiumplatte einer Oberflächenaufrauungsvorbehandlung
mit einer Elektrizitätsmenge
zwischen 1 und 300 C/dm2 unter Verwendung
eines Wechselstromes mit einer Frequenz zwischen 50 bis 500 Hz,
einer anschließenden Nachbeizbehandlung
und schließlich
noch einer elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung unterzogen
wird, Maserungen bei der nachfolgenden Ätzbehandlung sehr viel seltener
auftreten. Ferner hat man im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
herausgefunden, dass bei einem Verfahren, bei dem ein Aluminiumträger einer
elektrochemischen Oberflächenaufrauungsvorbehandlung in
einer wässrigen
hauptsächlich
Salzsäure
enthaltenden Lösung
und einer anschließenden
Nachbehandlung in einer sauren wässrigen
Lösung
unterzogen wird, die Nachbeizbehandlung für denjenigen Fall, dass sie
während
der Behandlung der Aluminiumplatte durch eine kathodische Elektrolyse
unter Verwendung einer Hilfselektrodenzelle einer Vorrichtung zur
elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung
vorgenommen wird, sehr wirkungsvoll durchgeführt werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung wurde auf Grundlage der vorgenannten Erkenntnisse
gemacht.
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1 ist
eine schematische Darstellung, die ein Beispiel für eine elektrolytische
Vorrichtung zur Verwendung bei einer erfindungsgemäßen elektrochemischen
Oberflächenaufrauung
zeigt.
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2 ist
ein Wellenformdiagramm, das ein Beispiel für eine trapezförmige Wechselstromwellenform
zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen elektrochemischen Oberflächenaufrauung
zeigt.
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3 ist
eine schematische Ansicht, die ein Beispiel für eine Vorrichtung zur Verwendung
bei einer erfindungsgemäßen Polierbehandlung
zeigt.
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4 ist
eine schematische Ansicht, die ein Beispiel für eine elektrolytische Vorrichtung
zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen elektrochemischen Oberflächenaufrauung
zeigt.
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5 ist
eine schematische Ansicht, die ein Beispiel für eine Vorrichtung zur Verwendung
bei einer erfindungsgemäßen elektrolytischen
Oxidationsbehandlung zeigt.
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6 ist
eine schematische Ansicht, die ein weiteres Beispiel für eine Vorrichtung
zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen elektrolytischen Oxidationsbehandlung
zeigt.
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Die
Aluminiumplatte, die bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird,
kann eine reine Aluminiumplatte, eine Platte aus einer Legierung
hauptsächlich
aus Aluminium und Spuren von Fremdelementen oder auch eine Kunststoffschicht
sein, die mit Aluminium laminiert oder bedampft ist. Die in Spuren vorhandenen
Fremdelemente können
diejenigen sein, die aus dem Periodensystem der Elemente bekannt
sind, wobei deren Gehalt in dem Träger zwischen 0,001 und 1,5
Gew.-% liegt. Repräsentative Beispiele
für Fremdelemente,
die in Aluminiumlegierungen enthalten sind, umfassen Silizium, Eisen,
Nickel, Mangan, Kupfer, Magnesium, Chrom, Zink, Wismut, Titan und
Vanadium. Es können
gemeinhin bekannte Elemente, die im „Aluminum Handbook, vierte
Ausgabe, Keikinzoku Kyokai (1990) beschrieben sind, eingesetzt werden,
so beispielsweise Materialien und Legierungen nach JIS A 1050, JIS
A 3103, JIS A 3005, JIS A 1100 und JIS A 3004, wobei durch Zugabe
von 5 Gew.-% oder weniger Magnesium zu diesem Materialien deren
Zugfestigkeit erhöht
wird. Die vorliegende Erfindung ist besonders für die Oberflächenaufrauung
einer Aluminiumplatte geeignet, bei der Fehlformen auftreten, die
von der Orientierung der Kristallkörner herrühren.
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Der
Anteil der in der Aluminiumlegierung enthaltenen Fremdelemente ist
derart, dass Silizium mit zwischen 0,03 und 1,0 Gew.-%, Eisen mit
zwischen 0,05 und 1,0 Gew.-%, Kupfer mit zwischen 0,001 und 0,2
Gew.-%, Titan mit zwischen 0,01 und 0,1 Gew.-%, Mangan mit zwischen
0 und 1,5 Gew.-%, Magnesium mit zwischen 0,0 und 0,3 Gew.-% und
Zink mit zwischen 0 und 0,1 Gew.-% vorhanden ist. Besonders bevorzugt
ist, wenn Silizium mit zwischen 0,05 und 0,15 Gew.-%, Eisen mit
zwischen 0,1 und 0,3 Gew.-%, Kupfer mit zwischen 0,1 und 0,2 Gew.-%,
Titan mit zwischen 0,02 und 0,03 Gew.-%, Mangan mit zwischen 0,01
und 0,03 Gew.-%, Magnesium mit zwischen 0,01 und 0,03 Gew.-% und
Zink mit zwischen 0,01 und 0,02 Gew.-% vorhanden ist.
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Ist
das in Spuren enthaltene Element in größeren Mengen vorhanden, so
ist die Bildung gleichmäßiger Wabenvertiefungen
bei der elektrochemischen Oberflächenaufrauung
in einer sauren wässrigen
Lösung
problematisch. Ist der Siliziumanteil größer, so ist für denjenigen
Fall, dass die Anodisierungsbehandlung nach der Oberflächenaufrauungsbehandlung
vorgenommen wird, die gebildete anodische Oxidationsbeschichtung
defektiv, wobei der defektive Teil schlechte Wasserhalteeigenschaften
aufweist, und wobei eine Verschmutzung des Papiers beim Druck leicht
auftreten kann. Ist der Kupferanteil größer, so nehmen diejenigen Bereiche,
in denen sich keine Wabenvertiefungen bilden, zu, und das Erscheinungsbild
verschlechtert sich. Ist der Siliziumanteil größer, so liegt die anodische
Oxidationsbeschichtung vorzugsweise in einer Menge zwischen 3 und 10
g/m2 vor, wobei die Bestimmung dieser Werte mittels
eines gravimetrischen Verfahrens erfolgt.
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Die
vorstehend genannte Aluminiumplatte kann durch ein kontinuierliches
Gusswalzverfahren hergestellt werden, was im Gegensatz zum herkömmlichen
Gleichstromgussverfahren steht. Das kontinuierliche Gusswalzen kann
im Einzelnen mittels eines Doppelwalzenverfahrens, eines Bandgussverfahrens
oder eines Blockgussverfahrens erfolgen. Die Aluminiumplatte zur
Verwendung bei der vorliegenden Erfindung weist eine Dicke von ungefähr 0,1 bis
0,6 mm auf.
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Die
Aluminiumplatte, die für
behandlungsbedingte Ungleichmäßigkeiten
bei der basischen Ätzung
aufgrund einer Schwankung der Löserate
des Aluminiums bedingt durch den Unterschied bei der Orientierung
der Kristallkörner
anfällig
ist, ist vorzugsweise eine Aluminiumplatte, die unter Weglassung
einer Zwischenvergütung,
einer Einweichung oder sowohl einer Zwischenvergütung wie auch einer Einweichung
beim Verfahren der Herstellung mittels eines Gleichstromgussverfahrens
hergestellt worden ist, oder es handelt sich um eine Aluminiumplatte,
die unter Weglassung der Zwischenvergütung beim Herstellungsverfahren
des kontinuierlichen Gießens
hergestellt worden ist.
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Die
Wendung „Aluminiumplatte,
die für
behandlungsbedingte Ungleichmäßigkeiten
bei der basischen Ätzung
aufgrund einer Schwankung der Löserate
des Aluminiums bedingt durch den Unterschied bei der Orientierung
der Kristallkörner
anfällig ist" bezeichnet im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung eine Aluminiumplatte, bei der lineare Behandlungsungleichmäßigkeiten
(so genannte Maserungen) oder Behandlungsungleichmäßigkeiten (so
genannte Flächengüteungleichmäßigkeiten) ohne
Weiteres nach der basischen Ätzbehandlung auftreten
können.
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Das
erfindungsgemäße Oberflächenaufrauungsverfahren
eignet sich für
eine gleichmäßige Oberflächenaufrauung
beispielsweise einer Aluminiumlegierungsplatte, die für den Fall,
dass die Aluminiumplatte geschwabbelt wird, damit sie einen spiegelartigen
Oberflächenabschluss
erhält,
in einer wässrigen Ätznatronlösung alkalisch
geätzt
wird, um 15 g/m2 der Aluminiumplatte zu
lösen,
woraufhin ein Nachbeizen in einer sauren wässrigen Lösung sowie eine Beobachtung
der Oberfläche
hiervon mittels AMF vorgenommen werden, wobei sich aus letzterem
ergibt, dass die Rauheit, die vom Unterschied in der Ätzrate herrührt, zwischen
0,01 und 0,5 μm,
vorzugsweise zwischen 0,02 und 0,2 μm, liegt.
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Wird
die Oberfläche
einer Aluminiumplatte, die geschwabbelt und mittels Flusssäure geätzt wurde,
beobachtet, so weisen die Kristallkörner in Walzrichtung eine Breite
von ungefähr
0,01 bis 10 mm und eine Länge
von 0,5 bis 300 mm auf. Die Breite der Kristallkörner in Walzrichtung liegt
vorzugsweise bei 5 mm oder weniger, besonders bevorzugt bei 3 mm oder
weniger.
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Die
Vorrichtung zur Verwendung bei der elektrochemischen Oberflächenaufrauung
unter Verwendung eines Gleichstromes oder eines Wechselstromes oder
bei der Elektropolierbehandlung oder der elektrolytischen Behandlung
gemäß der vorliegenden
Erfindung kann eine beliebige bekannte Vorrichtung sein, die bei
der kontinuierlichen Oberflächenbehandlung
einer Metallbahn üblich
ist.
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Die
Aluminiumplatte, deren Oberfläche
mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
aufgeraut wird, wird vorzugsweise einer Anodisierungsbehandlung
unterzogen, um so die Abriebbeständigkeit
an der Oberfläche
der Aluminiumplatte zu vergrößern. Nach
der Anodisierungsbehandlung erfolgt eine Versiegelungsbehandlung
in siedendem Wasser oder Dampf.
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Nach
der Anodisierungsbehandlung oder nach der Anodisierungsbehandlung
und der Hydrophilisierungsbehandlung wird eine fotoempfindliche Schicht
beziehungsweise werden eine Zwischenschicht und eine fotoempfindliche
Schicht aufgebracht und getrocknet, wodurch eine PS-Platte mit hervorragenden
Druckeigenschaften entsteht. Auf die fotoempfindliche Schicht kann
eine Mattierungsschicht aufgebracht werden, um ein gutes Anhaften an
dem Lithofilm beim Vakuumdruck zu ermöglichen. Um ein Lösen des
Aluminiums bei der Entwicklung zu verhindern, kann eine rückwärtige Schicht
auf die Hinterseite aufgebracht werden. Die vorliegende Erfindung
kann bei der Herstellung nicht nur einer einseitig behandelten PS-Platte,
sondern auch einer doppelseitig behandelten PS-Platte zum Einsatz kommen.
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Darüber hinaus
kann die vorliegende Erfindung nicht nur bei der Oberflächenaufrauung
einer Aluminiumplatte für
lithografische Druckplatten, sondern bei allen Arten von Aluminiumplatten
zum Einsatz kommen.
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Nachbeizbehandlung
durch kathodische Elektrolyse einer Aluminiumplatte
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Nach
Beendigung der elektrochemischen Oberflächenaufrauungsvorbehandlung
in einer wässrigen
Salzsäurelösung wird
der Schüppchenanteil,
der hauptsächlich
durch die elektrochemische Oberflächenaufrauung entstehendes
Aluminiumhydroxid enthält,
entfernt, sodass die nachfolgende elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung gleichmäßig in einer
sauren wässrigen
Lösung durchgeführt werden
kann.
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Es
wird nunmehr vorzugsweise eine Nachbeizbehandlung durchgeführt, während eine
Behandlung der Aluminiumplatte mittels kathodischer Elektrolyse
erfolgt. Wird die Nachbeizbehandlung bei gleichzeitiger Behandlung
der Aluminiumplatte mittels kathodischer Elektrolyse vorgenommen,
so wird Wasserstoffgas erzeugt, was einen Aufrühreffekt bewirkt, oder der
Strom erzeugt Wärme
an der Grenzfläche
des Aluminiums, wodurch der hauptsächlich Aluminiumhydroxid enthaltende
Schüppchenanteil leicht
abgelöst
werden kann, damit er abfällt.
Für die Nachbeizbehandlung
der Aluminiumplatte mittels kathodischer Elektrolyse kann eine eigenständige elektrolytische
Vorrichtung verwendet werden, wobei die kathodische Elektrolyse
vorzugsweise unter Verwendung einer Hilfsanodenzelle einer bekannten
Vorrichtung zur elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung vorgenommen
wird (siehe 4).
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Diese
Vorrichtung wird nachstehend unter Bezugnahme auf 4 beschrieben.
In eine Anodenzelle, die mit einer Hilfsanode ausgestattet ist, läuft eine
elektrolytische Lösung
aus einem Umlauftank ein, der nicht mit der elektrolytischen Hauptzelle identisch
ist. Während
des Wirkens der kathodischen Elektrolyse auf die Aluminiumplatte
unter Verwendung der Hilfsanodenzelle wird die Nachbeizbehandlung
durchgeführt.
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Für die Hilfsanode
können
Blei, Iridiumoxid, Platin und Ferrit verwendet werden.
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Die
in der Hilfsanodenzelle umlaufende Lösung unterscheidet sich vorzugsweise
bezüglich
eines oder mehrerer Kriterien von der wässrigen Lösung, die in der elektrolytischen
Hauptzelle umläuft, und
die zur Durchführung
der elektrochemischen Oberflächenaufrauung
verwendet wird, und zwar bezüglich
der Temperatur oder der Zusammensetzung der Lösung. Mit Blick auf die Art
der Lösung
gilt, dass vorzugsweise eine wässrige
Lösung
aus einer Säure, einer
Base oder einem neutralen Salz verwendet werden kann. Gleichwohl
gilt mit Blick auf die gleichbleibende Güte während des Verfahrens, dass
vorzugsweise eine saure wässrige
Lösung
zum Einsatz kommt soll. Mit Blick auf die saure wässrige Lösung gilt,
dass eine Lösung
aus Salzsäure,
Schwefelsäure,
Salpetersäure,
Phosphorsäure,
Chromsäure
oder einem Gemisch aus zwei oder mehreren der genannten Säuren verwendet
werden kann. Die Temperatur der Flüssigkeit liegt zwischen 25
und 90 °C,
während die
Konzentration zwischen 0,1 und 40 Gew.-% liegt. Die Temperatur der
Flüssigkeit
liegt vorzugsweise zwischen 35 und 80 °C. In dieser Lösung können Aluminiumionen
in einer Menge zwischen 0 und 10 g/l, vorzugsweise zwischen 0,5
und 8 g/l, gelöst
sein. Das in der Aluminiumplatte in Spuren enthaltene Element kann
selbstredend in der Lösung
gelöst
werden, obwohl es nur in geringer Menge vorliegt.
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Unter
den vorgenannten sauren wässrigen Lösungen wird
eine Lösung
aus Salzsäure,
Schwefelsäure
und Salpetersäure
vorgezogen.
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In
demjenigen Fall, in dem die Nachbeizbehandlung während einer Behandlung der
Aluminiumplatte mittels kathodischer Elektrolyse unter Verwendung
von Salzsäure
vorgenommen wird, weist die verwendete wässrige Lösung eine Salzsäurekonzentration
zwischen 1 und 100 g/l, vorzugsweise zwischen 5 und 75 g/l, auf.
Mit Blick auf die der Aluminiumplatte gegenüberliegende Anode gilt, dass
vorzugsweise Iridiumoxid oder Ferrit verwendet werden.
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Für denjenigen
Fall, dass die Nachbeizbehandlung während einer Behandlung der
Aluminiumplatte mittels kathodischer Elektrolyse unter Verwendung
von Schwefelsäure
vorgenommen wird, weist die verwendete wässrige Lösung eine Schwefelsäurekonzentration
zwischen 80 und 400 g/l, vorzugsweise zwischen 100 und 350 g/l,
auf. Für
die der Aluminiumplatte gegenüberliegende
Anode gilt, dass vorzugsweise Blei, Iridiumoxid, Platin oder Ferrit
verwendet werden.
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Für denjenigen
Fall, dass die Nachbeizbehandlung während einer Behandlung der
Aluminiumplatte mittels kathodischer Elektrolyse unter Verwendung
von Salpetersäure
vorgenommen wird, weist die verwendete wässrige Lösung eine Salpetersäurekonzentration
zwischen 5 und 400 g/l, vorzugsweise zwischen 10 und 350 g/l auf.
Mit Blick auf die der Aluminiumplatte gegenüberliegende Anode gilt, dass vorzugsweise
Ferrit oder Platin verwendet werden.
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Bei
der Durchführung
der Nachbeizbehandlung bei gleichzeitiger Behandlung der Aluminiumplatte
mittels kathodischer Elektrolyse wird ein kontinuierlicher oder
gepulster Gleichstrom verwendet. Die Stromdichte liegt mit Blick
auf den Maximalwert des Stromes vorzugsweise bei 1 bis 100 A/dm2. Die Elektrolysezeit liegt vorzugsweise
zwischen 0,1 und 60 Sekunden, wobei für den Fall einer kontinuierlichen
Behandlung diese Zeit in Abhängigkeit
von der verwendeten Vorrichtung vorzugsweise zwischen 0,5 und 10
Sekunden liegt.
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Für denjenigen
Fall, dass der Schüppchenanteil
durch die Nachbeizbehandlung bei gleichzeitiger Durchführung der
kathodischen Elektrolyse nicht vollständig entfernt werden kann,
kann hilfsweise ein bekanntes chemisches Nachbeizverfahren in einer wässrigen
sauren oder basischen Lösung
zum Einsatz kommen.
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Elektrochemische Oberflächenvoraufrauung
in einer hauptsächlich
Salzsäure
enthaltenden wässrigen
Lösung
mit einer Elektrizitätsmenge
zwischen 1 und 300 C/dm2 unter Verwendung
von Wechselstrom
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Die
bei der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommende und hauptsächlich Salzsäure enthaltende
Lösung
kann in herkömmlichen
elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlungen
unter Verwendung von Gleichstrom oder Wechselstrom verwendet werden.
Die wässrige
Lösung
kann durch in einer Menge von 1 g/l bis hin zur Sättigung
erfolgende Zugabe einer Salzsäure-
oder Salpetersäureverbindung
mit Nitrationen, so beispielsweise Aluminiumnitrat, Natriumnitrat
und Ammoniumnitrat, oder mit Hydrochloridionen, so beispielsweise
Aluminiumchlorid, Natriumchlorid and Ammoniumchlorid, zwischen 1
und 100 g/l einer wässrigen
Salzsäurelösung oder
einer Kombination hieraus hergestellt werden. In einer wässrigen
Lösung,
die hauptsächlich
Salzsäure
enthält,
kann ein Metall, das in der Aluminiumlegierung enthalten ist, so
beispielsweise Eisen, Kupfer, Mangan, Nickel, Titan, Magnesium und
Siliziumdioxid, gelöst
sein. Darüber
hinaus kann hypochlorige Säure
zugesetzt werden.
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Zum
Zwecke einer vorab erfolgenden Bildung einer feinen Ungleichmäßigkeit
in einer hauptsächlich
aus Salzsäure
bestehenden wässrigen
Lösung
unter Verwendung von Wechselstrom erfolgt die Herstellung der wässrigen
Lösung
vorzugsweise dadurch, dass ein Aluminiumsalz einer wässrigen
Lösung
bei einer Temperatur der Flüssigkeit
zwischen 15 und 45 °C
mit einem Anteil der Salzsäure
zwischen 5 und 15 g/l zugesetzt wird, wodurch sich eine Aluminiumionenkonzentration
zwischen 3 und 50 g/l ergibt.
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Was
die der hauptsächlich
Salzsäure
enthaltenden wässrigen
Lösung
zugegebenen Substanzen angeht, so können die Vorrichtung, die Stromquelle, die
Stromdichte, die Strömungsrate
und die Temperatur genauso sein, wie dies bei bekannten elektrochemischen
Oberflächenaufrauungsbehandlungen der
Fall ist. Eine wässrige
Lösung,
die hauptsächlich Salpetersäure oder
Salzsäure
enthält,
wird bevorzugt. Die Stromquelle zur Verwendung bei der elektrochemischen
Oberflächenaufrauungsbehandlung kann
eine Wechselstrom- oder auch eine Gleichstromquelle sein, wobei
eine Wechselstromquelle vorgezogen wird.
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Bei
der elektrochemischen Oberflächenaufrauung
in einer hauptsächlich
Salzsäure
enthaltenden wässrigen
Lösung
liegt die Menge der Elektrizität,
die sich bei der Anodenreaktion der Aluminiumplatte niederschlägt, in einem
Bereich zwischen 1 und 300 C/dm2, vorzugsweise
zwischen 5 und 150 C/dm2 und ganz besonders
bevorzugt zwischen 10 und 100 C/dm2.
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Nach
Ausbilden der feinen Ungleichmäßigkeit
durch die elektrochemische Oberflächenaufrauung entsteht ein
Schüppchen-
oder Oxidfilm, weshalb mit Blick auf die Durchführung einer nachfolgenden gleichmäßigen elektrochemischen
Oberflächenaufrauung
eine leichte Ätzbehandlung
zum Zwecke des Lösens
von 0,01 bis 5 g/m2, besonders bevorzugt von
0,01 bis 1,5 g/m2 der Aluminiumplatte vorzugsweise
in einer wässrigen
sauren oder basischen Lösung
ausgeführt
wird.
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Die
elektrochemische Oberflächenaufrauung mit
einer Elektrizitätsmenge
zwischen 1 und 300 C/dm2 in einer hauptsächlich Salzsäure enthaltenden wässrigen
Lösung
unter Verwendung von Wechselstrom wird vorzugsweise derart vorgenommen,
dass kein nicht geätzter
Abschnitt entsteht, und gleichmäßige Vertiefungen über die
gesamte Oberfläche
derart ausgebildet sind, dass sogar für den Fall des Vorhandenseins
eines nicht geätzten
Abschnittes die nicht geätzten
Abschnitte gleichmäßig verteilt
sind.
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Bei
der vorab erfolgenden Oberflächenaufrauung
hat der Wechselstrom vorzugsweise eine Frequenz zwischen 50 und
500 Hz, besonders bevorzugt zwischen 50 und 250 Hz und ganz besonders bevorzugt
zwischen 100 und 250 Hz.
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Durch
Verwendung eines Wechselstromes mit einer Frequenz, die höher als
die übliche
Frequenz ist, ist die entstehende Aluminiumplatte für lithografische
Druckplatten weiß und
weist daher hervorragende Eigenschaften mit Blick auf die Untersuchung
der Platte auf.
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Elektropolierbehandlung
in einer wässrigen
basischen Lösung
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Die
elektrochemische Polierbehandlung in einer wässrigen basischen Lösung ist
eine Behandlung, die unter Verwendung einer wässrigen Lösung eines rein basischen Materials,
so beispielsweise Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumkarbonat und
Natriumphosphat, oder einer wässrigen
Lösung eines
Gemisches aus diesen Materialien, eines Gemisches des basischen
Materials mit Zinkhydroxid oder Aluminiumhydroxid oder eines Gemisches
des basischen Materials mit einem Salz, so beispielsweise Natriumchlorid
oder Kaliumchlorid, ausgeführt wird,
wobei das Aluminium als Anode verwendet und mit einer elektrolytischen
Lösung
elektrolysiert wird, die eine derartige Zusammensetzung, Temperatur und
Konzentration aufweist, dass man ein elektrisch oxidierbares Material
erhält.
Um stabil einen gleichmäßigen Oxidfilm
herstellen zu können,
können Wasserstoffperoxid
oder ein Phosphat in einer Konzentration von 1 Gew.-% oder weniger
zugesetzt werden. Es kann bei der Elektropolierbehandlung eine beliebige
bekannte wässrige
Lösung
verwendet werden. Bevorzugt wird gleichwohl eine wässrige Lösung, die
hauptsächlich
Natriumhydroxid enthält.
Besonders bevorzugt ist eine wässrige
Lösung,
die Natriumhydroxid mit 2 bis 30 Gew.-% enthält. Ganz besonders bevorzugt
ist eine wässrige
Lösung,
die Natriumhydroxid mit 3 bis 20 Gew.-% enthält. Die Temperatur der Flüssigkeit
liegt zwischen 10 und 90 °C (vorzugsweise
zwischen 35 und 60 °C),
wobei die Stromdichte zwischen 1 und 200 A/m2 (vorzugsweise zwischen
20 und 80 A/m2) liegt, und die Elektrolysezeit
zwischen 1 und 180 Sekunden ist. Der verwendete Strom kann ein Gleichstrom,
ein gepulster Gleichstrom oder ein Wechselstrom sein, wobei jedoch
ein kontinuierlicher Gleichstrom vorgezogen wird. Die Elektrolysebehandlungsvorrichtung,
wie sie in diesem Fall zum Einsatz kommt, kann ein beliebiges für Elektrolysebehandlungen
bekanntes Gerät sein,
so beispielsweise eine Zelle vom Flachtyp oder eine Zelle vom Radialtyp.
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Nach
Beendigung der Elektropolierbehandlung erfolgen vorzugsweise ein
Auspressen der Lösung
durch ein Presswalzenpaar und ein Waschen mit Wasser durch Besprühen, damit
die Bearbeitungslösung
nicht mit in den nächsten
Schritt überführt wird.
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Es
wird darüber
hinaus bevorzugt, wenn vor oder nach oder sowohl vor und nach der
Elektropolierbehandlung ein chemisches Ätzen zum Lösen von 0,01 bis 3 g/im2 der Aluminiumplatte in einer wässrigen
saueren oder basischen Lösung
durchgeführt wird.
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Elektropolierbehandlung
in einer sauren wässrigen Lösung
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Bei
der vorliegenden Erfindung wird zum Zwecke der Elektropolierbehandlung
einer Aluminiumplatte in einer sauren wässrigen Lösung eine für das Elektropolieren bekannte
beliebige Lösung
verwendet. Vorgezogen wird jedoch eine wässrige Lösung, die hauptsächlich Schwefelsäure oder
Phosphorsäure
enthält.
Besonders bevorzugt ist eine wässrige
Lösung,
die zwischen 20 und 90 Gew.-% (vorzugsweise zwischen 40 und 80 Gew.-%) Schwefelsäure oder
Phosphorsäure
enthält.
Die Temperatur der Flüssigkeit
liegt zwischen 10 und 90 °C
(vorzugsweise zwischen 50 und 80 °C),
wobei die Stromdichte zwischen 1 und 200 A/dm2 (vorzugsweise
zwischen 5 und 80 A/dm2) liegt, und die
Elektrolysezeit zwischen 1 und 180 Sekunden ist. Dieser wässrigen
Lösung
können
Schwefelsäure,
Phosphorsäure, Chromsäure, Wasserstoffperoxid,
Zitronensäure, Borsäure, Flusssäure, Phtalsäureanhydrid
oder dergleichen in einer Menge zwischen 1 und 50 Gew.-% zugesetzt
werden. Darüber
hinaus kann die wässrige Lösung neben
dem Aluminium auch zwischen 0 und 10 Gew.-% Legierungskomponenten
enthalten, die in der Aluminiumlegierung enthalten sind. Die Konzentration
der Sulphationen oder der Phosphationen sowie die Konzentration
der Aluminiumionen werden jeweils vorzugsweise in einem Bereich
gewählt,
bei dem auch bei gewöhnlichen
Temperaturen keine Kristallisierung erfolgt.
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Der
verwendete Strom kann ein Gleichstrom, ein gepulster Gleichstrom
oder ein Wechselstrom sein, wobei jedoch ein kontinuierlicher Gleichstrom bevorzugt
wird. Die verwendete Elektrolysebehandlungsvorrichtung kann eine
beliebige im Zusammenhang mit Elektrolysebehandlungen bekannte Vorrichtung
sein, so beispielsweise eine Zelle vom Flachtyp oder eine Zelle
vom Radialtyp. Nach Beendigung der Elektropolierbehandlung erfolgen
vorzugsweise ein Auspressen der Lösung durch ein Presswalzenpaar sowie
ein Waschen mit Wasser mittels Besprühen, damit die Behandlungslösung nicht
mit in den nächsten
Schritt überführt wird.
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Es
wird bevorzugt, wenn vor oder nach oder sowohl vor wie auch nach
der Elektropolierbehandlung ein chemisches Ätzen zum Lösen von 0,01 bis 3 g/m2 der Aluminiumplatte in einer wässrigen
sauren oder basischen Lösung
erfolgt.
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Elektrolysebehandlung
in einer wässrigen
neutralen Salzlösung
unter Verwendung einer Aluminiumplatte als Anode oder Kathode
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Die
wässrige
neutrale Salzlösung
zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung ist eine wässrige Lösung eines
Salzes, das in den beiden Druckschriften JP-A-52-26904 und JP-A-59-11295 beschrieben
ist. Das Salz enthält
Alkalimetallhalogenide oder Alkalimetall-Salpetersäure-Salze.
Unter diesen sind Natriumchlorid und Natriumnitrat bevorzugt, wobei
Natriumnitrat besonders bevorzugt ist. Der pH-Wert liegt zwischen
5 und 9, vorzugsweise zwischen 6 und 8. Der pH-Wert in der Umgebung
der Aluminiumplatte oder der Elektrodengrenzschicht liegt vorzugsweise
zwischen 5 und 9.
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Die
Konzentration liegt vorzugsweise zwischen 1 und 50%. Mit Blick auf
die der Aluminiumplatte gegenüberliegende
Elektrode zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen Elektrolyse werden Kohlenstoff
oder rostfreier Stahl für
die Kathode und Platin, Iridiumoxid für die Anode verwendet. Der
Gleichstrom für
die Elektrolyse unter Verwendung der Aluminiumplatte als Kathode
oder als Anode weist vorzugsweise eine Stromdichte von zwischen
1 und 200 A/dm2 auf, wobei die Elektrolysezeit
vorzugsweise zwischen 0,1 und 90 Sekunden und die Temperatur der
Flüssigkeit
vorzugsweise zwischen 35 und 75 °C liegt.
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Bei
der wässrigen
Salzlösung
mit dem besonders bevorzugten pH-Wert zwischen 6 und 8 fällt das
gelöste
Aluminiumion in Form von Aluminiumhydroxid oder Aluminiumoxidhydrat
aus. Letztere Substanzen können
jedoch kontinuierlich aus der wässrigen
neutralen Salzlösung
mittels Filtrierung oder Zentrifugierung entfernt werden.
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Für den Fall
der Durchführung
einer Behandlung zum Lösen
der Aluminiumplatte bei gleichzeitiger Elektrolysebehandlung in
einer wässrigen
neutralen Salzlösung
unter Verwendung der Aluminiumplatte als Kathode kann vorzugsweise
eine Hilfsanodenzelle (siehe 1) zur Verwendung
bei der elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung unter
Verwendung von Wechselstrom zum Einsatz kommen.
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Chemische Ätzbehandlung
in einer wässrigen
sauren oder basischen Lösung
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Die
wässrige
basische Lösung
weist vorzugsweise eine Konzentration zwischen 1 und 30 Gew.-% auf
und kann neben dem Aluminium zwischen 0 und 10 Gew.-% Aluminiumbestandteile
enthalten, die in der Aluminiumlegierung enthalten sind. Die wässrige basi sche
Lösung
ist vorzugsweise eine wässrige
Lösung,
die hauptsächlich Ätznatron
enthält.
Die Behandlung wird vorzugsweise für eine Zeit von 1 bis 120 Sekunden
bei einer Temperatur der Flüssigkeit
zwischen 30 und 95 °C
durchgeführt.
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Beispiele
für die
Säure,
die mit Blick auf die sauere wässrige
Lösung
verwendet werden können, sind
unter anderem Phosphorsäure,
Salpetersäure, Schwefelsäure, Chromsäure, Salzsäure und
ein Säuregemisch,
das zwei oder mehr der genannten Säuren enthält. Die saure wässrige Lösung weist
vorzugsweise eine Konzentration zwischen 0,5 und 65 Gew.-% auf und
kann neben dem Aluminium zwischen 0 und 10 Gew.-% Legierungskomponenten enthalten,
die in der Aluminiumlegierung enthalten sind. Die Behandlung wird
vorzugsweise für
eine Zeit von 1 bis 120 Sekunden bei einer Temperatur der Flüssigkeit
zwischen 30 und 95 °C
für ein
bis 120 s vorgenommen. Die saure wässrige Lösung ist vorzugsweise eine
wässrige
Schwefelsäurelösung. Die Schwefelsäurekonzentration
und die Aluminiumionenkonzentration wird jeweils vorzugsweise aus
einem Bereich gewählt,
bei dem bei gewöhnlichen Temperaturen
keine Kristallisierung erfolgt.
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Nach
Beendigung der Ätzbehandlung
erfolgen vorzugsweise ein Auspressen der Lösung mittels eines Presswalzenpaares
und ein Waschen mit Wasser durch Besprühen, damit die Behandlungslösung nicht
mit in den nächsten
Schritt überführt wird.
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Nachbeizbehandlung
in einer sauren wässrigen
Lösung
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In
demjenigen Fall, in dem ein chemisches Ätzen unter Verwendung einer
wässrigen
basischen Lösung
vorgenommen wird, wobei eine elektrolytische Behandlung in einer
wässrigen
neutralen Salzlösung
unter Verwendung der Aluminiumplatte als Kathode vorgenommen wird,
oder wobei eine Elektropolierbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
vorgenommen wird, entstehen Schüppchen auf
der Aluminiumoberfläche.
In diesem Fall wird eine Nachbeizbehandlung unter Verwendung von Phosphorsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Chromsäure, Salzsäure oder
eines Gemisches aus zwei oder mehr der genannten Säuren vorgenommen.
Die saure wässrige
Lösung
weist vorzugsweise eine Kombination zwischen 0,5 und 60 Gew.-% auf. Darüber hinaus
können
in der sauren wässrigen
Lösung
zwischen 0 und 5 Gew.-% Legierungskomponenten enthalten sein, die
neben dem Aluminium in der Aluminiumlegierung enthalten sind. Die
Temperatur der Flüssigkeit
liegt zwischen der gewöhnlichen Temperatur
und 95 °C,
wobei die Behandlungszeit zwischen 1 und 120 Sekunden liegt. Nach
Beendigung der Nachbeizbehandlung erfolgen vorzugsweise ein Auspressen
der Säure
mittels eines Presswalzenpaares sowie ein Waschen mit Wasser durch
Besprühen,
damit die Behandlungslösung
nicht mit in den nächsten
Schritt überführt wird.
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Mechanische
Oberflächenaufrauungsbehandlung
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Bei
der vorliegenden Erfindung erfolgt die mechanische Oberflächenaufrauungsbehandlung vorzugsweise
unter Verwendung einer rotierenden Nylonbürstenwalze mit einer Borstengröße zwischen 0,2
und 1,61 mm, während
eine Aufschlämmungslösung auf
die Oberfläche
der Aluminiumplatte aufgebracht wird. Das Schleifmittel kann ein
beliebiges bekanntes Material sein, wobei jedoch Quarzsand, Quarz,
Aluminiumhydroxid oder ein Gemisch hieraus bevorzugt werden. Dies
wird detailliert in den Druckschriften JP-A-6-135175 und JP-B-50-40047 beschrieben
(Die Buchstabenfolge „JP-B" bezeichnet in diesem
Zusammenhang eine „geprüfte japanische Patentanmeldung"). Die Aufschlämmungslösung weist
vorzugsweise eine spezifische Gravität zwischen 1,05 und 1,3 auf.
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Selbstverständlich können auch
ein Verfahren des Aufsprühens
einer Aufschlämmungslösung, ein
Verfahren unter Verwendung einer Drahtbürste oder ein Verfahren des Übertragens
der unebenen Oberflächenform
einer Presswalze auf die Aluminiumplatte verwendet werden. Weitere
Verfahren sind in den Druckschriften JP-A-55-074898, JP-A-61-162351 und JP-A-63-104889
beschrieben.
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Wässrige hauptsächlich Salpetersäure enthaltende Lösung
-
Die
erfindungsgemäße hauptsächlich Salpetersäure enthaltende
wässrige
Lösung
kann eine solche sein, die üblicherweise
bei elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlungen
unter Verwendung von Gleichstrom oder Wechselstrom zum Einsatz kommt.
Die wässrige
Lösung
kann durch in einer Menge von 1 g/l bis hin zur Sättigung
erfolgende Zugabe einer Salzsäure-
oder Salpetersäureverbindung mit
Nitrationen, so beispielsweise Aluminiumnitrat, Natriumnitrat und
Ammoniumnitrat, oder mit Hydrochloridionen, so beispielsweise Aluminiumchlorid, Natriumchlorid
and Ammoniumchlorid, zwischen 1 und 400 g/l einer wässrigen
Salpetersäurelösung oder
einer Kombination hieraus hergestellt werden. Bei einer wässrigen
Lösung,
die hauptsächlich
Salpetersäure
enthält,
kann ein in der Aluminiumlegierung enthaltenes Metall, so beispielsweise
Eisen, Kupfer, Mangan, Nickel, Titan, Magnesium und Siliziumdioxid,
gelöst
sein. Eine Lösung,
die man durch Zugabe von Aluminiumchlorid oder Aluminiumnitrat in
eine wässrige
Lösung
aus 5 bis 20 g/l Salpetersäure
erhält,
um eine Aluminiumionenkonzentration von 3 bis 50 g/l zu erhalten,
wird vorgezogen. Die Temperatur liegt vorzugsweise zwischen 10 und
95 °C, besonders
bevorzugt zwischen 40 und 80 °C.
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Elektrochemische
Oberflächenaufrauung
unter Verwendung von Wechselstrom
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Die
saure wässrige
Lösung
zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung kann eine Lösung sein,
die üblicherweise
bei elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlungen
unter Verwendung von Gleichstrom oder Wechselstrom verwendet wird. Die
saure wässrige
Lösung
wird vorzugsweise unter den vorgenannten wässrigen Lösungen ausgewählt, die
hauptsächlich
Salpetersäure
oder Salzsäure
enthalten.
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Die
Wellenform des Wechselstromes, der bei der elektrochemischen Oberflächenaufrauung
zum Einsatz kommen kann, umfasst unter anderem die Sinuswellenform,
die Rechteckwellenform, die Trapezwellenform und die Dreieckswellenform.
Unter diesen werden die Rechteckwellenform und die Trapezwellenform
besonders bevorzugt, wobei die Trapezwellenform ganz besonders bevorzugt
ist. Die Frequenz liegt vorzugsweise zwischen 1 und 500 Hz.
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Für den Fall
der Trapezwellenform liegt die Zeit tp, die für das Ansteigen des Stromes
vom Wert 0 zum Maximum notwendig ist, vorzugsweise zwischen 0,1
und 10 Millisekunden, besonders bevorzugt zwischen 0,3 und 2 Millisekunden.
Liegt tp unter 0,1, so ist eine große Spannung beim Ansteigen
der Stromwellenform notwendig, was mutmaßlich von einem Effekt mit
Blick auf die Impedanz an der Stromquellenschaltung herrührt, wodurch
die Kosten für die
Geräte
nach oben getrieben werden, wohingegen für denjenigen Fall, in dem tp
den Wert 10 Millisekunden übersteigt,
die Behandlung ohne Weiteres durch die Wirkung der in Spuren enthaltenen
Bestandteile in der elektrolytischen Lösung eintritt, wodurch eine gleichmäßige Oberflächenaufrauung
nicht mehr ohne Weiteres erhalten werden kann.
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Die
Parameter während
eines Zyklus des Wechselstromes, der bei der elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung
zum Einsatz kommt, sind vorzugsweise derart gewählt, dass das Verhältnis (tc/ta)
der Anodenreaktionszeit (ta) der Aluminiumplatte zur Kathodenreaktionszeit
(tc) zwischen 1 und 20 liegt, wobei das Verhältnis (Qc/Qa) der Elektrizitätsmenge
(Qc) bei einer in der Anodenzeit befindlichen Aluminiumplatte zu
der Elektrizitätsmenge
(Qa) während
der Kathodenzeit zwischen 0,3 und 20 liegt, wobei die Anodenreaktionszeit
(ta) zwischen 5 und 1000 Millisekunden liegt. Der Quotient tc/ta liegt
vorzugsweise zwischen 2,5 und 15, und der Quotient Qc/Qa liegt vorzugsweise
zwischen 2,5 und 15.
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Die
Stromdichte liegt in Abhängigkeit
vom Maximalwert der trapezförmigen
Welle vorzugsweise bei 10 bis 200 A/dm2,
und zwar sowohl mit Blick auf die Anodenzyklusseite (Ia) wie auch
mit Blick auf die Kathodenzyklusseite (Ic) des Stromes. Der Quotient Ic/Ia
liegt vorzugsweise zwischen 0,3 und 20.
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Nach
Beendigung der elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlung liegt
die Gesamtmenge der Elektrizität,
die sich in der Anodenreaktion der Aluminiumplatte niederschlägt, vorzugsweise
zwischen 1 und 1000 C/dm2.
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Mit
Blick auf die elektrolytische Zelle, die bei der elektrochemischen
Oberflächenaufrauung
unter Verwendung von Wechselstrom entsprechend der vorliegenden
Erfindung zum Einsatz kommt, können beliebige
bei der Oberflächenbehandlung üblicherweise
eingesetzte elektrolytische Zellen verwendet werden, so beispielsweise
Zellen vom Vertikaltyp, Zellen vom Flachtyp und Zellen vom Radialtyp. Gleichwohl
wird eine elektrolytische Zelle vom Radialtyp bevorzugt, wie sie
beispielsweise in der Druckschrift JP-A-5-195300 verwendet wird.
Die elektrolytische Lösung,
die durch die elektrolytische Zelle hindurchtritt, kann parallel
zur Laufrichtung der Aluminiumbahn oder auch gegen diese strömen. Es
ist zudem möglich,
zwei oder mehrere elektrolytische Zellen zu verwenden.
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Mit
Blick auf die elektrochemische Oberflächenaufrauung unter Verwendung
von Wechselstrom kann eine Vorrichtung gemäß 1 verwendet werden.
Werden zwei oder mehr elektrolytische Zellen verwendet, so können die
Elektrolyseparameter zwischen diesen gleich oder verschieden sein.
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Eine
Aluminiumplatte W ist um eine Radialtrommelwalze 52 gewickelt,
die derart angeordnet ist, dass sie in einer elektrolytischen Hauptzelle 50 versenkt
ist, und während
des Transportes durch die Hauptelektroden 53a und 53b,
die mit einer Wechselstromquelle 51 verbunden sind, elektrolysiert
wird.
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Eine
elektrolytische Lösung 55 wird
von einer Zufuhröffnung 54 für die elektrolytische
Lösung über einen
Weg 57 für
die elektrolytische Lösung
zwischen der Radialtrommelwalze 52 und den Hauptelektroden 53a und 53b durch
den Spalt 56 zugeführt. Die
Aluminiumplatte W, die in der elektrolytischen Hauptzelle 50 behandelt
wird, wird nachfol gend in einer Hilfsanodenzelle 60 elektrolysiert.
In der Hilfsanodenzelle 60 ist eine Hilfsanode 58 derart
angeordnet, dass sie der Aluminiumplatte W gegenüberliegt, wobei die elektrolytische
Lösung 55 derart
zugeführt wird,
dass sie durch den Raum zwischen der Hilfsanode 58 und
der Aluminiumplatte W strömt.
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Elektrochemische
Oberflächenaufrauungsbehandlung
unter Verwendung von Gleichstrom
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Die
elektrochemische Oberflächenbehandlung
unter Verwendung von Gleichstrom ist entsprechend der vorliegenden
Erfindung ein Verfahren des Fließenlassens eines Gleichstromes
zwischen einer Aluminiumplatte und einer der gegenüberliegenden Elektroden,
um eine elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
vorzunehmen. Die elektrolytische Lösung kann eine Lösung sein,
die üblicherweise
bei elektrochemischen Oberflächenaufrauungsbehandlungen
unter Verwendung von Gleichstrom oder Wechselstrom zum Einsatz kommt,
wobei jedoch eine wässrige
Lösung,
die hauptsächlich
Salpetersäure
oder Salzsäure
enthält,
oder eine wässrige neutrale
Salzlösung
bevorzugt werden.
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Die
Temperatur liegt vorzugsweise zwischen 10 und 80 °C. Die Behandlungsvorrichtung
zur Verwendung bei der elektrochemischen Oberflächenaufrauung unter Verwendung
von Gleichstrom kann eine beliebige bekannte gleichstrombasierte
Vorrichtung sein, wobei jedoch eine Vorrichtung, bei der ein oder mehrere
Paare von Anoden und Kathoden abwechselnd angeordnet sind, was beispielsweise
in der Druckschrift JP-A-1-141095 beschrieben wird, vorzugsweise
zum Einsatz kommt. Beispiele für
bekannte Vorrichtungen sind in den Druckschriften JP-A-6-328876,
JP-A-8-67078, JP-A-61-19115 und JP-A-57-44760 beschrieben. Die elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
kann zudem durch Fließenlassen
von Gleichstrom zwischen einer leitenden Walze, die mit der Aluminiumplatte
in Kontakt steht, und einer gegenüberliegenden Kathode erfolgen,
wobei die Aluminiumplatte als Anode dient. Nach Beendigung der Elektrolyse
erfolgen vorzugsweise ein Auspressen der Lösung mittels eines Presswalzenpaares
und ein Waschen mit Wasser durch Besprühen, damit die Behandlungslösung nicht
mit in den nächsten
Schritt überführt wird.
Der bei der elektrochemischen Oberflächenaufrauung verwendete Gleichstrom
ist vorzugsweise ein Gleichstrom mit einem Ripple-Verhältnis von
20% oder weniger. Die Stromdichte liegt vorzugsweise zwischen 10
und 200 A/dm2, wobei die Menge der Elektrizität bei Verweilen
der Aluminiumplatte in der Anodenzeit vorzugsweise zwischen 1 und
1000 C/dm2 liegt. Die Anode kann aus beliebigen
bekann ten Elektroden zur Sauerstofferzeugung ausgewählt werden,
so beispielsweise Ferrit, Iridiumoxid, Platin sowie Platin, das
auf ein Ventilmetall (beispielsweise Titan, Niob, Zirkon) aufplattiert
oder aufgeschichtet ist. Die Kathode kann unter Elektroden gewählt werden,
die als Kathoden von Kraftstoffzellen dienen, so beispielsweise Elektroden
aus Kohlenstoff, Platin, Titan, Niob, Zirkon und rostfreiem Stahl.
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Wärmebehandlung
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Bei
der vorliegenden Erfindung bezeichnet die Wärmebehandlung das Erwärmen der
Aluminiumplatte auf eine Temperatur zwischen 70 und 700 °C, wodurch
säure-
oder baseunlösliche
Substanzen an der Oberfläche
des Aluminiums gebildet werden. Die unlöslichen Substanzen, die erzeugt
werden, dienen als Widerstand beim Ätzen in einer wässrigen Säure oder
einer basischen Lösung,
wodurch eine feine Ungleichmäßigkeit
entsteht, sodass die deutliche Sichtbarkeit der Maserungen verschwindet.
Die Erwärmungszeit
liegt vorzugsweise zwischen 0,01 Sekunden und 120 Minuten. Die Temperatur
der Aluminiumplatte liegt an Luft vorzugsweise zwischen 200 und
600 °C.
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Zu
den Beispielen für
Verfahren zur Herstellung unlöslicher
Substanzen zählen:
- (1) ein Verfahren zum Erwärmen einer Aluminiumplatte
mit darauf befindlichen Schüppchenanteilen,
die hauptsächlich
Aluminiumhydroxid enthalten, das durch die elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
entsteht, an Luft oder einem Edelgas zur Erzeugung unlöslicher
Substanzen;
- (2) ein Verfahren zum Erwärmen
einer Aluminiumplatte mit darauf befindlichen Schüppchenanteilen,
die Aluminiumhydroxid enthalten, das durch die elektrochemische
Oberflächenaufrauungsbehandlung
entsteht, in reinem Wasser zur Erzeugung unlöslicher Substanzen; und
- (3) ein Verfahren zum Erwärmen
einer Aluminiumplatte, die frei von Schüppchenanteilen ist, die hauptsächlich Aluminiumhydroxid
enthalten, das durch die elektrochemische Oberflächenbehandlung entstanden ist,
in reinem Wasser zur Erzeugung unlöslicher Substanzen.
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Zu
den Beispielen für
die Erwärmungsverfahren
zählen:
- (1) ein Verfahren zum Einblasen eines erwärmtem Gases;
- (2) ein Verfahren zum Erwärmen
einer Aluminiumbahn durch Wickeln derselben um eine erwärmte Führungswalze;
- (3) ein Verfahren des Induktionserwärmens des Aluminiums;
- (4) ein Verfahren zum Erwärmen
in siedendem Wasser; und
- (5) ein Verfahren, bei dem die vorgenannten Punkte (1) bis (4)
kombiniert werden.
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Darüber hinaus
können
auch andere Erwärmungsverfahren
verwendet werden.
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Polierbehandlung
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Bei
der vorliegenden Erfindung ist die Polierbehandlung eine mechanische,
elektrische, chemische oder thermische Polierbehandlung.
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Zu
den mechanischen Polierbehandlungen zählen das Strahlsprühen abrasiver
Körner,
das Strahlsprühen
von Wasser, das Strahlsprühen
magnetischer abrasiver Körner,
das magnetische Polieren, das Bandschleifen, das Bürsten und
das Flüssigkeitshonen.
Zu den elektrischen Polierverfahren zählt das Ultraschallpolieren.
Zu den thermischen Polierverfahren zählt das Polieren durch Plasma
und durch Einwirken einer Entladung oder eines Lasers. In der Industrie
wird das mechanische Polieren bevorzugt, wobei die Aluminiumoberfläche vorzugsweise
unter Verwendung einer Nylonbürste
oder eines Rades oder einer Walze aus Gummi, Stoff, nichtgewebtem Stoff,
Nylonstoff, Schwamm, Filz, Leder oder Poliervlies poliert wird.
Die mechanische Polierbehandlung wird vorzugsweise eher in einem
Nasssystem als in einem Trockensystem ausgeführt, da in diesem Fall eine
das äußere Erscheinungsbild
beeinträchtigende Schrammenbildung
seltener auftritt. Das mechanische Nasspolieren erfolgt vorzugsweise,
während mit
Wasser oder einer Lösung,
die Aluminium ätzen kann,
oder in Wasser oder einer Lösung,
die Aluminium ätzen
kann, besprüht
wird. Unabhängig
davon, ob nass oder trocken poliert wird, wird die Polierbehandlung
vorzugsweise unter Verwendung eines Schleifmittels ausgeführt, da
hierdurch die Oberfläche
unter Aufwendung nur sehr geringer Energien abgerundet werden kann.
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Nach
der Polierbehandlung erfolgen zum Zwecke des Entfernens abgeschnittener
Teilchen oder von Schleifmittel vorzugsweise eine Waschbehandlung
mit Wasser oder eine chemische Ätzbehandlung
zum Lösen
von 0,01 bis 1 g/m2 der Aluminiumplatte
in einer wässrigen
Säure oder
einer basischen Lösung.
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Werden
zwischen 0,01 und 30 g/m2, vorzugsweise
zwischen 0,1 und 3 g/m2 der Aluminiumplatte
unter Verwendung einer wässrigen
Säure oder einer
basischen Lösung
vor dem mechanischen Polieren gelöst, so ist die Oberfläche der
Aluminiumplatte weicher, wodurch das mechanische Polieren vereinfacht
wird.
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Man
geht davon aus, dass durch das mechanische Polieren der Aluminiumplatte
Vorsprünge
an dem Aluminiumträger
nach der Oberflächenaufrauungsbehandlung
herausgeschnitten werden, was zu dem Ergebnis führt, dass beim Drucken das
Ansaugen von Farbe kaum auftritt, weshalb der bedruckte Gegenstand
in den meisten Fällen
fleckenfrei ist, oder dass bei einer Strahllösung der Schwamm nicht ohne
Weiteres verhakt wird.
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Gegen
die Aluminiumplatte kann bei der mechanischen Polierung horizontal
mittels einer Nylonbürste,
eines Schwammes, eines Gummis, eines nichtgewebten Stoffes oder
eines Lederstückes
gerieben werden. Das Walzmaterial kann rotiert werden. Für den Fall
des Präparierens
eines Quarzmaterials und des Drehens desselben ist die Drehrate vorzugsweise
bei der Aluminiumplatte und dem äußeren Umfang
der Walze verschieden. Das mechanische Polieren erfolgt vorzugsweise
unter Verwendung eines Schleifmittels, dessen durchschnittliche Teilchengröße zwischen
0,001 und 0,1 μm
als Polierhilfe liegt. Es können
zudem Glas- oder Zirkonoxidkügelchen
mit einem Durchschnittsdurchmesser zwischen 0,1 und 5 mm als Hilfe
verwendet werden. Das Schleifmittel weist vorzugsweise eine runde
Form mit leicht angeschrägten
Ecken auf. Der Poliereffekt kann entweder in einem Trockensystem
oder in einem Nasssystem erzielt werden, wobei jedoch ein Nasssystem
bevorzugt wird, da hier die Bildung von Schrammen seltener ist.
In einem Nasssystem zeigt die Flüssigkeit
eine Schmierwirkung sowie eine Wirkung hinsichtlich der Entfernung
von Schnittteilchen, weshalb Schrammen seltener auftreten. Eine
für diesen
Zweck geeignete Flüssigkeit
ist vorzugsweise Wasser, was daher rührt, das Wasser unschädlich ist, wobei
jedoch auch eine wässrige
sauere oder basische Lösung,
die zwischen 0 und 10 Gew.-% Aluminiumionen enthält und eine Konzentration zwischen 0,01
und 30 Gew.-% aufweist, verwendet werden kann. Spezifische Beispiele
für die
wässrige
sauere oder alkalische Lösung
sind unter anderem eine wässrige
Lösung
aus Ätznatron,
Schwefelsäure
oder Phosphorsäure.
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Für den Fall
der Verwendung einer Flüssigkeit,
die ein Schleifmittel enthält,
wird eine wässrige Lösung mit
einer Konzentration zwischen 0,1 und 50 Gew.-% vorgezogen. Das Schleifmittel
ist vorzugsweise Aluminiumoxid, Siliziumoxid oder Aluminiumhydroxid.
Das nasse mechanische Polieren erfolgt bei einer Temperatur der
Flüssigkeit
zwischen –30 und
90 °C und
einem Druck zwischen 0,001 und 100 kg/cm2 mit
einem Unterschied hinsichtlich der Drehrate zwischen der Aluminiumplatte
zwischen 0,001 und 100 m/sec. Mit Blick auf die Drehrichtung der
für das
Polieren verwendeten Walzen gilt, dass eine Walze, die sich in Vorwärtsrichtung
dreht, und eine Walze, die sich in Gegenrichtung hinsichtlich der
Bewegungsrichtung der Aluminiumplatte dreht, in dieser Kombination
bevorzugt werden. Insbesondere wird eine alternierende Anordnung
aus einem bis drei Paaren von Walzen bevorzugt, die sich in Vorwärtsrichtung
drehen, und einer Walze, die sich in Gegenrichtung dreht. Die Umdrehungszahl
liegt vorzugsweise zwischen 150 und 300 UpM, wobei der Durchmesser
der für
das Polieren verwendeten Walzen vorzugsweise zwischen 300 und 600
mm liegt.
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Es
kann auch eine Mehrzahl von Rädern, Walzen
oder Abschnitten in Kombination zum Polieren verwendet werden.
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Für den Fall
der Vornahme der Polierbehandlung durch mit Wasser oder einer Flüssigkeit aus
einer Säure
oder einer Base erfolgendes Sprühen
auf die Oberfläche
der Aluminiumplatte während des
Polierens oder durch Vertiefungsbildung an der Aluminiumplatte in
der Flüssigkeit
weist die Flüssigkeit
vorzugsweise eine Viskosität
von 1 bis 200 cP, besonders bevorzugt zwischen 1,5 und 50 cP auf.
Ist die Viskosität
der Flüssigkeit
größer, so
bildet sich leicht ein Flüssigkeitsfilm
an der Aluminiumoberfläche,
was ein Verschrammen der Aluminiumoberfläche nahezu vollständig verhindert.
Zur Steigerung der Viskosität
wird ein Verdickungsmittel zugesetzt. Das Verdickungsmittel ist
vorzugsweise eine Polymerverbindung. Die Viskosität kann durch
Zugabe von 0,01 bis 60 Gew.-% Polyethylenglykol oder durch Zugabe
von 0,01 bis 5 Gew.-% eines polymeren Koagulanzmittels zur Verwendung
bei der Wasserbehandlung oder Abwasserbehandlung gesteigert werden.
Zu den polymeren Koagulanzmitteln zählen nichtionische, anionische
oder polyacrylartige säurebasierte
Koagulanzmittel. Beispiele für
im Handel erhältliche
Koagulanzmittel sind unter anderem PN-161, PN-162, PN-133, PN-171,
PA-328, PA-371, PA-322,
PA-331, PA-349, PA-372, PA-318, PA-362, PA-363, PA-364, PA-365,
PA-374, PA-375,
PA-376, PA-377, PA-378, PA-379, PA-312, LC-541 und LC-551 von der
Firma Kurita Kogyo K. K.
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Anodisierungsbehandlung
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Die
Anodisierungsbehandlung wird vorgenommen, um die Abriebbeständigkeit
an der Oberfläche
der Aluminiumplatte zu vergrößern. Das
bei der Anodisierungsbehandlung der Aluminiumplatte verwendete Elektrolyt
ist ein beliebiges Elektrolyt, solange es einen porenhaltigen Oxidfilm
ausbildet. Im Allgemeinen werden Schwefelsäure, Phosphorsäu re, Salzsäure, Chromsäure oder
ein Gemisch hieraus verwendet. Die Konzentration des Elektrolytes
kann in Abhängigkeit
von der Art des Elektrolytes geeignet gewählt werden. Die Parameter der
Anodisierungsbehandlung variieren in Abhängigkeit von dem verwendeten
Elektrolyt und können
vorab nicht eindeutig bestimmt werden. Gleichwohl sind geeignete
Parameter im Allgemeinen derart, dass die Konzentration des Elektrolytes
zwischen 1 und 80 Gew.-%, die Temperatur der Flüssigkeit zwischen 5 und 70 °C, die Stromdichte
zwischen 1 und 60 A/dm2, die Spannung zwischen
1 und 100 V und die Elektrolysezeit zwischen 10 und 300 Sekunden
liegt.
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Üblicherweise
wird ein schwefelsäurebasiertes
Verfahren unter Verwendung von Gleichstrom eingesetzt, wobei jedoch
auch Wechselstrom zum Einsatz kommen kann.
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Die
Menge der anodischen Oxidationsbeschichtung liegt geeigneterweise
zwischen 1 und 10 g/m2, vorzugsweise zwischen
1 und 5 g/m2. Ist die Menge der anodischen
Oxidationsbeschichtung geringer als ein 1 g/m2,
so ist die Dauerhaftigkeit des Druckes nicht ausreichend, wobei
nicht bildhaltige Flächen
der lithografischen Druckplatte verschrammungsanfällig sind,
und wobei gleichzeitig das Anhaften der Farbe an den verschrammten
Abschnitten, die so genannte Schrammenverschmutzung, sehr häufig auftritt,
wohingegen für
den Fall, in dem die Menge der anodischen Oxidationsbeschichtung zunimmt,
der Oxidfilm zu einer Konzentration in einem anderen Teil des Aluminiums
neigt. Der Unterschied bezüglich
der Menge der anodischen Oxidationsbeschichtung zwischen dem Kantenteil
und dem Mittelteil der Aluminiumplatte liegt vorzugsweise bei 1
g/m2 oder weniger.
-
Die
Anodisierung in einer wässrigen
Schwefelsäurelösung wird
im Detail in den Druckschriften JP-A-54-128453 und JP-A-48-45303
beschrieben. Die Schwefelsäurekonzentration
liegt vorzugsweise zwischen 10 und 300 g/l, während die Konzentration der
Aluminiumionen vorzugsweise zwischen 1 und 25 g/l liegt. Die Aluminiumkonzentration
wird vorzugsweise dadurch auf 2 bis 10 g/l eingestellt, dass Aluminiumsulfat
einer wässrigen
Schwefelsäurelösung von
50 bis 200 g/l zugesetzt wird. Die Temperatur der Flüssigkeit
liegt vorzugsweise zwischen 30 und 60 °C. Für den Fall, dass ein gleichstrombasiertes
Verfahren verwendet wird, liegt die Stromdichte zwischen 1 und 60
A/dm2, vorzugsweise zwischen 5 und 40 A/dm2. Für
den Fall, dass eine kontinuierliche Anodisierung eines Aluminiumbogens
erfolgt, wird bevorzugt, die Anodisierungsbehandlung bei einer niedrigeren
Stromdichte von etwa 5 bis 10 A/dm2 zu beginnen,
und so eine Konzentration des Stromes, was zu einem so genannten
Brennen der Aluminiumplatten führt,
zu verhin dern, um in einer späteren Phase
zur allmählichen
Steigerung der Stromdichte auf zwischen 30 und 50 A/dm2 oder
zur Festlegung des Stromes jenseits dieses Wertes zu gelangen. Die Stromdichte
wird vorzugsweise in 5 bis 15 Stufen allmählich gesteigert. In jeder
Stufe ist eine eigenständige
Energieversorgungseinheit vorgesehen, wobei die Stromdichte über den
Strom für
diese Energieversorgungseinheit gesteuert wird. Die Energieversorgung
wird vorzugsweise durch ein Flüssigkeitsversorgungssystem
vorgenommen, bei dem keine leitende Walze zum Einsatz kommt. 5 und 6 sind
jeweils eine schematische Darstellung, die den Anodisierungsvorgang
zeigt. Zur Minimierung des Energieverlustes werden die Konzentration
der Flüssigkeit
und die Temperatur einer Zelle, einer so genannten Energieversorgungszelle, üblicherweise derart
gewählt,
dass sie höher
als die entsprechenden Werte in der Anodisierungsbehandlungszelle sind.
Für die
Elektrode in der Energieversorgungszelle wird Iridiumoxid oder Blei
verwendet, wohingegen für
die Elektrode in der Anodisierungsbehandlungszelle Aluminium verwendet
wird.
-
5 zeigt
ein Beispiel für
eine Vorrichtung zur Durchführung
einer Anodisierungsbehandlung, wie sie bei der vorliegenden Erfindung
zum Einsatz kommt. Bei diesem Beispiel sind Energieversorgungszellen
derart vorgesehen, dass sie eine Anodisierungsbehandlungszelle zur
Bildung einer anodischen Oxidationsbeschichtung schichtartig überlagern. 6 zeigt
ein weiteres Beispiel einer ähnlichen
Vorrichtung, wobei ein Leistungszufuhrtank mit Blick auf die Bewegungsrichtung
der Aluminiumplatte stromaufwärts
und eine Anodisierungsbehandlungszelle stromabwärts angeordnet ist.
-
Bei
diesen Vorrichtungen ist eine Anode in der Energieversorgungszelle
vorgesehen, wobei die Aluminiumplatte einer kathodischen Reaktion
unterzogen wird. Entsprechend wird eine anodische Oxidationsbeschichtung
auf der Oberfläche
der Aluminiumplatte ausgebildet. Der Abstand zwischen der Aluminiumplatte
und der Kathode liegt vorzugsweise zwischen 50 und 200 mm. Für die Kathode
wird Aluminium verwendet. Für
die Kathoden, von denen jede mit einer Gleichstromquelle verbunden
ist, werden großflächige Elektroden
verwendet, um das Austreten entstandenen Wasserstoffgases zu erleichtern, wobei
die Kathode vorzugsweise senkrecht zur Bewegungsrichtung des Aluminiumbogens
in verschiedene Teile unterteilt ist.
-
Zwischen
der Energieversorgungszelle und der Anodisierungsbehandlungszelle
ist eine Zelle, die Zwischenzelle genannt wird, angeordnet, die
ein Verbleiben der elektrolytischen Lösung verhindert. Durch Einbau
dieser Zwischenzelle kann verhindert werden, dass der Strom den
Weg von der Anode zur Kathode überbrückt, ohne
durch die Aluminiumplatte zu laufen. In der Zwischenzelle sind vorzugsweise Presswalzenpaare
vorgesehen, um die Lösung
auszupressen und den Überbrückungsstrom
weitestgehend zu verringern. In dem Energieversorgungstank wird
die elektrolytische Lösung
derart eingestellt, dass sie eine höhere Temperatur oder eine höhere Konzentration
aufweist, als dies in der Anodisierungsbehandlungszelle der Fall
ist, um den Spannungsverlust zu verringern. Die Zusammensetzung der
Temperatur der elektrolytischen Lösung in der Anodisierungsbehandlungszelle
ist unter Berücksichtigung
der Effizienz bei der Bildung der anodischen Oxidationsbeschichtung,
der Form der Mikroporen auf der anodischen Oxidationsbeschichtung,
der Härte
der anodischen Oxidationsbeschichtung, der Spannung, der Kosten
der elektrolytischen Lösung und
dergleichen mehr festgelegt. In die Energieversorgungszelle oder
die Anodisierungsversorgungszelle wird die elektrolytische Lösung durch
Sprühstrahlen
derselben aus einer Flüssigkeitszufuhrdüse heraus
abgegeben. Die Flüssigkeitszufuhrdüse ist derart
ausgestaltet, dass sie einen Spalt aufweist, wodurch der Flüssigkeitsstrahl,
der ausgestoßen wird,
in Kreuzrichtung konstant beruhigt wird, um so eine konstante Verteilung
der elektrolytischen Lösung
zu erhalten und eine örtliche
Konzentration des Stromes auf der Aluminiumplatte in der Anodisierungsbehandlungszelle
zu verhindern. In der Anodisierungsbehandlungszelle ist an der gegenüberliegenden
Seite der Elektrode eine Abschirmplatte mit einer Intervention der
Aluminiumplatte vorgesehen, um zu verhindern, dass der Strom an
die gegenüberliegende
Seite der Oberfläche
fließt,
wo sich eine anodische Oxidationsbeschichtung bilden soll. Der Abstand
zwischen der Aluminiumplatte und der Abschirmplatte liegt vorzugsweise
zwischen 5 und 30 mm. Eine Vielzahl von Gleichstromquellen wird
vorzugsweise durch gemeinsame Verbindung von deren Pluspolen verwendet.
Hierdurch kann die Stromverteilung in der Anodisierungsbehandlungszelle
gesteuert werden.
-
In
der wässrigen
Schwefelsäurelösung kann selbstverständlich eine
geringe Menge der in Spuren enthaltenen Elemente, die in der Aluminiumplatte enthalten
sind, gelöst
sein.
-
Während der
Anodisierungsbehandlung löst sich
das Aluminium in der wässrigen
Schwefelsäurelösung auf,
weshalb die Schwefelsäurekonzentration
und die Konzentration der Aluminiumionen gesteuert werden muss,
um den ganzen Vorgang zu steuern. Wird die Konzentration der Aluminiumionen auf
einem niedrigen Niveau gewählt,
so muss die wässrige
Schwefelsäurelösung, die
für die
Anodisierung verwendet wird, sehr häufig erneuert werden, was den
Abwasseranfall steigert, und wodurch Probleme nicht nur bezüglich der
Rentabilität,
sondern auch mit Blick auf die Umwelt auftreten. Dem steht gegenüber, dass
für den
Fall, dass die Konzentration der Aluminiumionen auf einem hohen
Niveau gewählt
wird, eine hohe Spannung für
die Elektrolyse von Nöten
ist, was die Kosten für
die elektrische Energie steigert, und damit ebenfalls zur Unrentabilität führen kann.
-
Die
Schwefelsäurekonzentration,
die Konzentration der Aluminiumionen und die Temperatur der Flüssigkeit
bei der Anodisierung lauten vorzugsweise wie folgt.
-
Fall 1
-
- Schwefelsäurekonzentration:
zwischen 100 und 200 g/l (vorzugsweise zwischen 130 und 180 g/l);
- Konzentration der Aluminiumionen: zwischen 2 und 10 g/l (vorzugsweise
zwischen 3 und 7 g/l);
- Temperatur der Flüssigkeit:
zwischen 30 und 40 °C (vorzugsweise
zwischen 33 und 38 °C)
-
Fall 2
-
- Schwefelsäurekonzentration:
zwischen 50 und 125 g/l (vorzugsweise zwischen 80 und 120 g/l);
- Konzentration der Aluminiumionen: zwischen 2 und 10 g/l (vorzugsweise
zwischen 3 und 7 g/l);
- Temperatur der Flüssigkeit:
zwischen 40 und 70 °C (vorzugsweise
zwischen 50 und 60 °C)
-
Nach
der Anodisierungsbehandlung wird die Oberfläche der Aluminiumplatte gegebenenfalls
einer Hydrophilisierungsbehandlung unterzogen. Beispiele für die Hydrophilisierungsbehandlung,
die bei der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommen kann, sind
unter anderem ein alkalimetallsilikatbasiertes (beispielsweise eine
wässrige
Natriumsilikatlösung)
Verfahren, wie es in den US-Patenten
US 2,714,066 ,
US 3,181,461 ,
US 3,280,734 und
US 3,902,734 beschrieben ist. Bei
diesem Verfahren wird der Träger
in eine wässrige
Lösung
aus Natriumsilikat eingetaucht oder elektrolysiert. Die Si-Menge, die
mittels einer Fluoreszenzröntgenvorrichtung
gemessen wird, liegt vorzugsweise zwischen 0,1 und 100 mg/m
2, besonders bevorzugt zwischen 1 und 50 mg/m
2. Darüber
hinaus kann ein Verfahren zur Behandlung der Aluminiumplatte mit
Kaliumfluorzirkonat, wie es in der Druckschrift JP-B-36-22063 offenbart
ist, oder mit Polyvinylphosphonsäure,
wie es in den US-Patenten
US
3,276,868 ,
US 4,153,
461 und
US 4,689,272 beschrieben
ist, zum Einsatz kommen.
-
Darüber hinaus
wird die Aluminiumplatte nach der Körnung und der Anodisierungsbehandlung zudem
vorzugsweise einer Versiegelungsbehandlung unterzogen. Die Versiegelung
erfolgt durch Eintauchen der Aluminiumplatte in heißes Wasser
oder in eine heiße
wässrige
Lösung,
die ein anorganisches oder organisches Salz enthält, oder durch Verwenden eines
Dampfbades oder dergleichen.
-
Beispiele
-
Die
vorliegende Erfindung wird nachstehend detailliert unter Bezugnahme
auf Beispiele beschrieben.
-
Beispiel 1
-
Eine
Aluminiumplatte nach JIS A 1050 mit einer Dicke von 0,24 mm und
einer Breite von 1,030 mm wurde unter Weglassung der Zwischenvergütung und
der Erweichung in einem Gleichstromgussverfahren hergestellt, um
einen Zustand zu erzeugen, in dem eine Maserung oder eine Flächengüteungleichmäßigkeit
beim chemischen Ätzen
in einer wässrigen
sauren oder basischen Lösung
häufig
ist, woraufhin die Aluminiumplatte kontinuierlich folgendermaßen behandelt
wurde.
-
(1) Mechanische Oberflächenaufrauungsbehandlung
-
Die
Oberfläche
der Aluminiumplatte wurde mechanisch mittels einer Drehwalzennylonbürste aufgeraut,
während
eine Suspension aus Quarzsand in Wasser mit einer spezifischen Gravität von 1,2
als abrasive Aufschlämmungslösung auf
die Oberfläche der
Aluminiumplatte aufgebracht wurde. Die Nylonbürste bestand aus 6·10-Nylon
und hatte eine Borstenlänge
von 50 mm und einen Borstendurchmesser von 0,295 mm. Die Nylonbürste wurde
durch dichtes Einbringen von Borsten in Löcher hergestellt, die in einen
aus rostfreiem Stahl bestehenden Zylinder mit einem Durchmesser
von 300 mm eingestanzt waren. Es wurden drei Drehbürsten verwendet.
An dem unteren Abschnitt jeder Bürste
waren zwei Haltewalzen (mit einem Durchmesser von 200 mm) in einem
Abstand von 300 mm vorgesehen. Die Bürstenwalzen wurden eingedrückt, bis
die Belastung des An triebsmotors zum Antrieb der Bürsten einen
Wert von 4,5 kW in Abhängigkeit
von der Last erreichte, bevor die Bürstenwalzen auf die Aluminiumplatte
aufgedrückt wurden.
Die Bürsten
wurden in derselben Richtung wie die Bewegungsrichtung der Aluminiumplatte
bewegt. Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser gewaschen. Die Bewegungsrate
der Aluminiumplatte lag bei 50 m/min.
-
(2) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 70 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 27 Gew.-% NaOH und 6,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um 10 g/m2 der Aluminiumplatte
zu lösen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(3) Nachbeizbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
indem sie für
10 Sekunden bei 35 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 1 Gew.-% Salzsäure enthielt. Anschließend wurde
die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(4) Elektrochemische Oberflächenaufrauungsvorbehandlung
in einer wässrigen
Salzsäurelösung
-
Unter
Verwendung des Wechselstromes von 2 sowie
unter Verwendung einer Einheit der in 1 gezeigten
Vorrichtung wurde kontinuierlich eine elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
durchgeführt.
Die hierzu verwendete elektrolytische Lösung war eine wässrige 1
Gew.-%-ige Salzsäurelösung (die
5 Gew.-% Aluminiumionen enthielt), wobei die Temperatur der Flüssigkeit
bei 25 °C lag.
Die Wellenform der Energie aus der Wechselstromquelle entsprach
trapezförmigen
Rechteckwellen mit einer für
das Ansteigen des Stromwertes von 0 auf den Maximalwert notwendigen
Zeit tp von 1 Millisekunde, einem Betriebsverhältnis von 1 : 1 und einer Frequenz
von 60 Hz. Dar über
hinaus wurde eine Kohlenstoffelektrode für die Gegenelektrode und Ferrit
für die
Hilfsanode verwendet.
-
Die
Stromdichte in Abhängigkeit
vom Strommaximalwert lag bei 50 A/dm2, wobei
die Elektrizitätsmenge
in Abhängigkeit
von der gesamten Elektrizitätsmenge
für den
Fall, dass die Aluminiumplatte in der Anodenzeit befindlich war,
bei 50 C/dm2 lag. Der Strom, der von der
Stromquelle her floss, wurde in die Hilfsanode um 5% geteilt.
-
Anschließend wurde
die Aluminiumplatte durch Besprühen
mit Wasser abgewaschen.
-
(5) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 40 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 27 Gew.-% NaOH und 6,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um ein Lösen
von 0,3 g/m2 der Aluminiumplatte zu erreichen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(6) Nachbeizbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
indem sie für
14 Sekunden bei 25 °C
in eine wässrige
1 Gew.-%-ige Salzsäurelösung (enthaltend
0,5 Gew.-% Aluminiumionen und 0,007 Gew.-% Ammoniumionen) eingebracht
wurde. Anschließend
wurde die Platte mit Wasser abgewaschen.
-
(7) Elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
in einer wässrigen
Salpetersäurelösung
-
Unter
Verwendung des Wechselstromes von 2 sowie
unter Verwendung zweier Einheiten der in 1 gezeigten
Vorrichtung wurde kontinuierlich eine elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
durchgeführt.
Die hierzu verwendete elektrolytische Lösung war eine wässrige 1
Gew.-%-ige Salpetersäurelösung (die
0,5 Gew.-% Aluminiumionen und 0,007 Gew.-% Ammoniumionen enthielt), wobei
die Temperatur der Flüssigkeit
bei 50 °C
lag. Die Wellenform der Energie aus der Wechselstromquelle entsprach
trapezförmigen
Rechteckwellen mit einer für
das Ansteigen des Stromwertes von 0 auf den Maximalwert notwendigen
Zeit tp von 1 Millisekunde, einem Betriebsverhältnis von 1 : 1 und einer Frequenz
von 60 Hz. Darüber
hinaus wurde eine Kohlenstoffelektrode für die Gegenelektrode und Ferrit
für die
Hilfsanode verwendet.
-
Die
Stromdichte in Abhängigkeit
vom Strommaximalwert lag bei 50 A/dm2, wobei
die Elektrizitätsmenge
in Abhängigkeit
von der gesamten Elektrizitätsmenge
für den
Fall, dass die Aluminiumplatte in der Anodenzeit befindlich war,
bei 210 C/dm2 lag. Der Strom, der von der
Stromquelle her floss, wurde in die Hilfsanode um 5% geteilt. Anschließend wurde die
Aluminiumplatte durch Besprühen
mit Wasser abgewaschen.
-
(8) Wärmebehandlung
-
Die
Aluminiumplatte mit den darauf befindlichen Schüppchen, die hauptsächlich Aluminiumhydroxid
enthalten, das während
des Schrittes der elektrochemischen Oberflächenaufrauung in einer wässrigen
Lösung
entstanden ist, die hauptsächlich
Salpetersäure
enthält,
wurde an Luft bei einer Temperatur von 200 °C für 90 Minuten (Beispiel 1-1),
für 30
Minuten (Beispiel 1-2) und für
1 Minute (Beispiel 1-3) wärmebehandelt.
Die Aluminiumplatte wurde zudem an Luft bei einer Temperatur von
100 °C für 90 Minuten
(Beispiel 1-4) und an Luft bei einer Temperatur von 300 °C für 1 Minute
(Beispiel 1-5) wärmebehandelt.
-
(9) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 45 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 26 Gew.-% NaOH und 6,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um 1 g/m2 der Aluminiumplatte
zu lösen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(10) Nachbeizbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
in dem sie bei 60 °C
in eine wässrige Lösung eingetaucht
wurde, die 25 Gew.-% Schwefelsäure
enthielt. Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(11) Anodisierungsbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
in einer wässrigen
Lösung
mit einer Schwefelsäurekonzentration
von 100 g/l (enthaltend 7 g/l Aluminiumionen) bei einer Temperatur
der Flüssigkeit
von 55 °C unter
Verwendung einer Gleichspannung bei einer Stromdichte von 2 A/dm2 anodisiert, um eine Menge der anodischen
Oxidationsbeschichtung von 2,4 g/m2 zu erhalten.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte durch Besprühen mit Wasser abgewaschen.
-
Die
Oberfläche
der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatte war anschließend frei
von Maserungen, die von der Orientierung der Kristallkörner und
der Erzeugung von Flächengüteungleichmäßigkeiten
herrühren
hätten
können.
-
Bei
der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatte wurden eine Zwischenschicht
und eine fotoempfindliche Schicht aufgebracht und getrocknet, um
eine positive PS-Platte mit einer Trockendicke von 2,0 g/m2 zu erhalten. Unter Verwendung der PS-Platten
wurde ein Druckvorgang ausgeführt,
der zum Ergebnis hatte, dass gute Druckergebnisse nachgewiesen werden
konnten.
-
Beispiel 2
-
Zum
Zwecke der Hydrophilisierung wurde das Substrat nach der Anodisierungsbehandlung
gemäß (11) von
Beispiel 1 für
17 Sekunden bei 70 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht, die 2,5 Gew.-% Natriumsilikat enthielt. Anschließend wurde
das Substrat durch Besprühen
mit Wasser gewaschen und sodann getrocknet. Nach jeder Behandlung
und nach jedem Abwaschen mit Wasser wurde die Lösung mittels Presswalzen ausgepresst.
-
Auf
jede der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatten wurden eine
Zwischenschicht und eine fotoempfindliche Schicht aufgebracht und
getrocknet, um so eine PS-Platte
herzustellen. Unter Verwendung jeder PS-Platte wurde ein Druckvorgang
vorgenommen, mit dem Ergebnis, dass die Druckplatte hohe Qualität aufwies.
-
Beispiel 3
-
Die
Oberflächenaufrauungsbehandlung
wurde gründlich
und auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer dass
bei der Wärmebehandlung gemäß (8) von
Beispiel 1 eine Induktionserwärmung vorgenommen
wurde. Die Zeit der Induktionserwärmung betrug 0,1 Sekunde. Man
geht davon aus, dass die Temperatur der Aluminiumplatte bis auf
500 °C stieg.
Die Oberfläche
der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatte war frei von Maserungen,
die von der Orientierung der Kristallkörner und der Erzeugung von
Flächengüteungleichmäßigkeiten
herrühren
hätten
können.
-
Beispiel 4
-
Die
Aluminiumplatte wurde gründlich
und auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 behandelt, außer dass
anstelle der chemischen Ätzbehandlung
in einer wässrigen
basischen Lösung
gemäß (9) von
Beispiel 1 eine Elektropolierbehandlung bei 35 °C in einer wässrigen Lösung vorgenommen wurde, die
9 Gew.-% Ätznatron
und 0,5 Gew.-% Aluminiumionen enthielt, wobei die Stromdichte bei
20 A/dm2 lag, und die Aluminiumplatte als
Anode zum Lösen
von 1 g/m2 der Aluminiumplatte zum Einsatz
kam. Auf jede der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatten wurden
eine Zwischenschicht und eine negative fotoempfindliche Schicht
aufgetragen, woraufhin eine Trocknung erfolgte, um eine PS-Platte
herzustellen. Unter Verwendung jeder dieser PS-Platten wurde ein Druckvorgang
ausgeführt,
mit dem Ergebnis, dass eine hohe Qualität der Druckplatte nachgewiesen werden
konnte.
-
Beispiel 5
-
Eine
Aluminiumplatte nach JIS A 1050 mit einer Dicke von 0,24 mm und
einer Breite von 1,030 mm wurde unter Weglassung der Zwischenvergütung und
der Erweichung in einem Gleichstromgussverfahren hergestellt, um
einen Zustand zu erzeugen, in dem eine Maserung oder eine Flächengüteungleichmäßigkeit
beim chemischen Ätzen
in einer wässrigen
sauren oder basischen Lösung
häufig
ist, woraufhin die Aluminiumplatte kontinuierlich folgendermaßen behandelt
wurde.
-
(1) Mechanische Oberflächenaufrauungsbehandlung
-
Die
Oberfläche
der Aluminiumplatte wurde mechanisch mittels einer Drehwalzennylonbürste aufgeraut,
während
eine Suspension aus Quarzsand in Wasser mit einer spezifischen Gravität von 1,12
als abrasive Aufschlämmungslösung auf
die Oberfläche der
Aluminiumplatte aufgebracht wurde. Die Nylonbürste bestand aus 6·10-Nylon
und hatte eine Borstenlänge
von 50 mm und einen Borstendurchmesser von 0,295 mm. Die Nylonbürste wurde
durch dichtes Einbringen von Borsten in Löcher hergestellt, die in einen
aus rostfreiem Stahl bestehenden Zylinder mit einem Durchmesser
von 300 mm eingestanzt waren. Es wurden drei Drehbürsten verwendet.
An dem unteren Abschnitt jeder Bürste
waren zwei Haltewalzen (mit einem Durchmesser von 200 mm) in einem
Abstand von 300 mm vorgesehen. Die Bürstenwalzen wurden eingedrückt, bis
die Belastung des Antriebsmotors zum Antrieb der Bürsten einen
Wert von 4,5 kW in Abhängigkeit
von der Last erreichte, bevor die Bürstenwalzen auf die Aluminiumplatte
aufgedrückt wurden.
Die Bürsten
wurden in derselben Richtung wie die Bewegungsrichtung der Aluminiumplatte
bewegt. Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen. Die Bewegungsrate
der Aluminiumplatte lag bei 50 m/min.
-
(2) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 70 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 27 Gew.-% NaOH und 6,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um 6 g/m2 der Aluminiumplatte
zu lösen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(3) Nachbeizbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
indem sie für
5 Sekunden bei 35 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 1 Gew.-% Salpetersäure enthielt. Anschließend wurde die
Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(4) Elektrochemische Oberflächenaufrauungsvorbehandlung
in einer wässrigen
Salpetersäurelösung
-
Unter
Verwendung des Wechselstromes von 2 sowie
unter Verwendung zweier Einheiten der in 1 gezeigten
Vorrichtung wurde kontinuierlich eine elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
durchgeführt.
Die hierzu verwendete elektrolytische Lösung war eine wässrige 1
Gew.-%-ige Salpetersäurelösung (die
0,5 Gew.-% Aluminiumionen und 0,007 Gew.-% Ammoniumionen enthielt), wobei
die Temperatur der Flüssigkeit
bei 50 °C
lag. Die Wellenform der Energie aus der Wechselstromquelle entsprach
trapezförmigen
Rechteckwellen mit einer für
das Ansteigen des Stromwertes von 0 auf den Maximalwert notwendigen
Zeit tp von 1 Millisekunde, einem Betriebsverhältnis von 1 : 1 und einer Frequenz
von 60 Hz. Darüber
hinaus wurde eine Kohlenstoffelektrode für die Gegenelektrode und Ferrit
für die
Hilfsanode verwendet.
-
Die
Stromdichte in Abhängigkeit
vom Strommaximalwert lag bei 50 A/dm2, wobei
die Elektrizitätsmenge
in Abhängigkeit
von der gesamten Elektrizitätsmenge
für den
Fall, dass die Aluminiumplatte in der Anodenzeit befindlich war,
bei 210 C/dm2 lag. Der Strom, der von der
Stromquelle her floss, wurde in die Hilfsanode um 5% geteilt. Anschließend wurde die
Aluminiumplatte durch Besprühen
mit Wasser abgewaschen.
-
(5) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 40 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 27 Gew.-% NaOH und 6,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um ein Lösen
von 0,5 g/m2 der Aluminiumplatte zu erreichen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(6) Nachbeizbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
indem sie für
5 Sekunden bei 35 °C
in eine wässrige
1 Gew.-%-ige Salzsäurelösung eingebracht
wurde. Anschließend
wurde die Platte mit Wasser abgewaschen.
-
(7) Elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
in einer wässrigen
Salzsäurelösung
-
Unter
Verwendung des Wechselstromes von 2 sowie
unter Verwendung einer Einheit der in 1 gezeigten
Vorrichtung wurde kontinuierlich eine elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
durchgeführt.
Die hierzu verwendete elektrolytische Lösung war eine wässrige 1
Gew.-%-ige Salzsäurelösung (die
0,5 Gew.-% Aluminiumionen), wobei die Temperatur der Flüssigkeit
bei 35 °C
lag. Die Wellenform der Energie aus der Wechselstromquelle entsprach
trapezförmigen
Rechteckwellen mit einer für
das Ansteigen des Stromwertes von 0 auf den Maximalwert notwendigen
Zeit tp von 1 Millisekunde, einem Betriebsverhältnis von 1 : 1 und einer Frequenz
von 60 Hz. Darüber
hinaus wurde eine Kohlenstoffelektrode für die Gegenelektrode und Ferrit
für die
Hilfsanode verwendet.
-
Die
Stromdichte in Abhängigkeit
vom Strommaximalwert lag bei 50 A/dm2, wobei
die Elektrizitätsmenge
in Abhängigkeit
von der gesamten Elektrizitätsmenge
für den
Fall, dass die Aluminiumplatte in der Anodenzeit befindlich war,
bei 75 C/dm2 lag. Der Strom, der von der
Stromquelle her floss, wurde in die Hilfsanode um 5% geteilt.
-
Anschließend wurde
die Aluminiumplatte durch Besprühen
mit Wasser abgewaschen.
-
(8) Wärmebehandlung
-
Die
Aluminiumplatte mit den darauf befindlichen Schüppchen, die hauptsächlich Aluminiumhydroxid
enthalten, das während
des Schrittes der elektrochemischen Oberflächenaufrauung in einer wässrigen
Lösung
entstanden ist, die hauptsächlich
Salzsäure
enthält,
wurde an Luft bei einer Temperatur von 200 °C für 90 Minuten wärmebehandelt.
-
(9) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 45 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 26 Gew.-% NaOH und 6,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um 0,3 g/m2 der Aluminiumplatte
zu lösen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(10) Nachbeizbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
in dem sie bei 60 °C
für 5 Sekunden
in eine wässrige
25 Gew.-%-ige Schwefelsäurelösung (enthaltend
0,5 Gew.-% Aluminiumionen) eingetaucht wurde. Anschließend wurde
die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
-
(11) Anodisierungsbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
in einer wässrigen
Lösung
mit einer Schwefelsäurekonzentration
von 100 g/l (enthaltend 7 g/l Aluminiumionen) bei einer Temperatur
der Flüssigkeit
von 50 °C unter
Verwendung einer Gleichspannung bei einer Stromdichte von 2 A/dm2 anodisiert, um eine Menge der anodischen
Oxidationsbeschichtung von 1,8 g/m2 zu erhalten.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte durch Besprühen mit Wasser abgewaschen.
-
Die
Oberfläche
der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatte war anschließend frei
von Maserungen, die von der Orientierung der Kristallkörner und
der Erzeugung von Flächengüteungleichmäßigkeiten
herrühren
hätten
können.
-
Bei
der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatte wurden eine Zwischenschicht
und eine fotoempfindliche Schicht aufgebracht und getrocknet, um
eine positive PS-Platte mit einer Trockendicke von 2,0 g/m2 zu erhalten. Unter Verwendung der PS-Platte
wurde ein Druckvorgang ausgeführt,
der zum Ergebnis hatte, dass gute Druckergebnisse nachgewiesen werden
konnten.
-
Beispiel 6
-
Zum
Zwecke der Hydrophilisierung wurde das Substrat nach der Anodisierungsbehandlung
gemäß Beispiel
5 für 14
Sekunden bei 70 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht, die 2,5 Gew.-% Natriumsilikat enthielt. Anschließend wurde
das Substrat durch Besprühen
mit Wasser gewaschen und sodann getrocknet. Nach jeder Behandlung
und nach jedem Abwaschen mit Wasser wurde die Lösung mittels Presswalzen ausgepresst.
Auf jede der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatten wurden
eine Zwischenschicht und eine negative fotoempfindliche Schicht
aufgebracht und getrocknet, um so eine PS-Platte herzustellen. Unter Verwendung
jeder PS-Platte wurde ein Druckvorgang vorgenommen, mit dem Ergebnis,
dass die Druckplatte hohe Qualität aufwies.
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Beispiel 7
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Eine
Aluminiumplatte nach JIS A 1050 mit einer Dicke von 0,24 mm und
einer Breite von 1,030 mm wurde unter Weglassung der Zwischenvergütung und
der Erweichung in einem Gleichstromgussverfahren hergestellt, um
einen Zustand zu erzeugen, in dem eine Maserung oder eine Flächengüteungleichmäßigkeit
beim chemischen Ätzen
in einer wässrigen
sauren oder basischen Lösung
häufig
ist, woraufhin die Aluminiumplatte kontinuierlich folgendermaßen behandelt
wurde.
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(1) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 70 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 27 Gew.-% NaOH und 6,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um 6 g/m2 der Aluminiumplatte
zu lösen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
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(2) Nachbeizbehandlung
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Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
indem sie für
5 Sekunden bei 35 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 1 Gew.-% Salzsäure enthielt. Anschließend wurde
die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
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(3) Elektrochemische Oberflächenaufrauungsvorbehandlung
in einer wässrigen
Salzsäurelösung
-
Unter
Verwendung des Wechselstromes von 2 sowie
unter Verwendung einer Einheit der in 1 gezeigten
Vorrichtung wurde kontinuierlich eine elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
durchgeführt.
Die hierzu verwendete elektrolytische Lösung war eine wässrige 1
Gew.-%-ige Salzsäurelösung (die
0,5 Gew.-% Aluminiumionen enthielt), wobei die Temperatur der Flüssigkeit
bei 35 °C
lag. Die Wellenform der Energie aus der Wechselstromquelle entsprach
trapezförmigen
Rechteckwellen mit einer für
das Ansteigen des Stromwertes von 0 auf den Maximalwert notwendigen
Zeit tp von 0,5 Millisekunde, einem Betriebsverhältnis von 1 : 1 und einer Frequenz
von 60 Hz. Darüber
hinaus wurde eine Kohlenstoffelektrode für die Gegenelektrode und Ferrit
für die
Hilfsanode verwendet.
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Die
Stromdichte in Abhängigkeit
vom Strommaximalwert lag bei 50 A/dm2, wobei
die Elektrizitätsmenge
in Abhängigkeit
von der gesamten Elektrizitätsmenge
für den
Fall, dass die Aluminiumplatte in der Anodenzeit befindlich war,
bei 50 C/dm2 lag. Der Strom, der von der
Stromquelle her floss, wurde in die Hilfsanode um 5% geteilt.
-
Anschließend wurde
die Aluminiumplatte durch Besprühen
mit Wasser abgewaschen.
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(4) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 40 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 27 Gew.-% NaOH und 6,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um ein Lösen
von 0,3 g/m2 der Aluminiumplatte zu erreichen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
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(5) Nachbeizbehandlung
-
Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
indem sie für
5 Sekunden bei 35 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 1 Gew.-% Salpetersäure enthielt. Anschließend wurde die
Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
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(6) Elektrochemische Oberflächenaufrauungsvorbehandlung
in einer wässrigen
Salpetersäurelösung
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Unter
Verwendung des Wechselstromes von 2 sowie
unter Verwendung zweier Einheiten der in 1 gezeigten
Vorrichtung wurde kontinuierlich eine elektrochemische Oberflächenaufrauungsbehandlung
durchgeführt.
Die hierzu verwendete elektrolytische Lösung war eine wässrige 1
Gew.-%-ige Salpetersäurelösung (die
0,5 Gew.-% Aluminiumionen und 0,007 Gew.-% Ammoniumionen enthielt), wobei
die Temperatur der Flüssigkeit
bei 70 °C
lag. Die Wellenform der Energie aus der Wechselstromquelle entsprach
trapezförmigen
Rechteckwellen mit einer für
das Ansteigen des Stromwertes von 0 auf den Maximalwert notwendigen
Zeit tp von 0,8 Millisekunde, einem Betriebsverhältnis von 1 : 1 und einer Frequenz
von 60 Hz. Darüber
hinaus wurde eine Kohlenstoffelektrode für die Gegenelektrode und Ferrit
für die
Hilfsanode verwendet.
-
Die
Stromdichte in Abhängigkeit
vom Strommaximalwert lag bei 50 A/dm2, wobei
die Elektrizitätsmenge
in Abhängigkeit
von der gesamten Elektrizitätsmenge
für den
Fall, dass die Aluminiumplatte in der Anodenzeit befindlich war,
bei 230 C/dm2 lag. Der Strom, der von der
Stromquelle her floss, wurde in die Hilfsanode um 5% geteilt. Anschließend wurde die
Aluminiumplatte durch Besprühen
mit Wasser abgewaschen.
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(7) Wärmebehandlung
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Die
Aluminiumplatte mit den darauf befindlichen Schüppchen, die hauptsächlich Aluminiumhydroxid
enthalten, das während
des Schrittes der elektrochemischen Oberflächenaufrauung in einer wässrigen
Lösung
entstanden ist, die hauptsächlich
Salzsäure
enthält,
wurde an Luft bei einer Temperatur von 200 °C für 90 Minuten wärmebehandelt.
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(8) Ätzbehandlung in einer wässrigen
basischen Lösung
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Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
geätzt,
indem sie bei 40 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht wurde, die 5 Gew.-% NaOH und 0,5 Gew.-% Aluminiumionen
enthielt, um ein Lösen
von 0,1 g/m2 der Aluminiumplatte zu erreichen.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
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(9) Nachbeizbehandlung
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Die
Aluminiumplatte wurde anschließend nachgebeizt,
indem sie für
5 Sekunden bei 60 °C
in eine wässrige
25 Gew.-%-ige Schwefelsäurelösung (enthaltend
0,5 Gew.-% Aluminiumionen) eingetaucht wurde. Anschließend wurde
die Aluminiumplatte mit Wasser abgewaschen.
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(10) Anodisierungsbehandlung
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Die
Aluminiumplatte wurde anschließend
in einer wässrigen
Lösung
mit einer Schwefelsäurekonzentration
von 170 g/l (enthaltend 3 g/l Aluminiumionen) bei einer Temperatur
der Flüssigkeit
von 35 °C unter
Verwendung einer Gleichspannung bei einer Stromdichte von 2 A/dm2 anodisiert, um eine Menge der anodischen
Oxidationsbeschichtung von 2,4 g/m2 zu erhalten.
Anschließend
wurde die Aluminiumplatte durch Besprühen mit Wasser abgewaschen.
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Die
Oberfläche
der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatte war anschließend frei
von Maserungen, die von der Orientierung der Kristallkörner und
der Erzeugung von Flächengüteungleichmäßigkeiten
herrühren
hätten
können.
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Bei
der auf diese Weise behandelten Aluminiumplatte wurden eine Zwischenschicht
und eine fotoempfindliche Schicht aufgebracht und getrocknet, um
eine positive PS-Platte mit einer Trockendicke von 2,0 g/m2 zu erhalten. Man hat bei Verwendung dieser
Druckplatte gute Druckergebnisse nachgewiesen.
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Beispiel 8
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Zum
Zwecke der Hydrophilisierung wurde das Substrat nach der Anodisierungsbehandlung
gemäß Beispiel
7 für 14
Sekunden bei 70 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht, die 2,5 Gew.-% Natriumsilikat enthielt. Anschließend wurde
das Substrat durch Besprühen
mit Wasser gewaschen und sodann getrocknet. Nach jeder Behandlung
und nach jedem Abwaschen mit Wasser wurde die Lösung mittels Presswalzen ausgepresst.
Auf die auf diese Weise behandelte Aluminiumplatte wurden eine Zwischenschicht
und eine negative fotoempfindliche Schicht aufgebracht und getrocknet,
um so eine PS-Platte herzustellen. Unter Verwendung jeder PS-Platte
wurde ein Druckvorgang vorgenommen, mit dem Ergebnis, dass die Druckplatte
hohe Qualität aufwies.
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Beispiel 9
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Die
Oberflächenaufrauungsbehandlung
wurde gründlich
und auf dieselbe Weise wie in Beispiel 7 durchgeführt, außer dass
vor der chemischen Ätzbehandlung
gemäß (1) von
Beispiel 7 eine Schwabbelbehandlung vorgenommen wurde. Die Oberfläche der
auf diese Weise behandelten Aluminiumplatte war frei von Maserungen,
die von der Orientierung der Kristallkörner und der Erzeugung von
Flächengüteungleichmäßigkeiten
herrühren
hätten
können.
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Auf
die auf diese Weise behandelte Aluminiumplatte wurden eine Zwischenschicht
und eine fotoempfindliche Schicht aufgebracht und getrocknet, um so
eine PS-Platte mit einer Trockendichte von 2,0 g/m2 herzustellen.
Diese PS-Platte wies gute Druckeigenschaften auf.
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Beispiel 10
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Zum
Zwecke der Hydrophilisierung wurde das Substrat nach der Anodisierungsbehandlung
gemäß Beispiel
9 für 14
Sekunden bei 70 °C
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht, die 2,5 Gew.-% Natriumsilikat enthielt. Anschließend wurde
das Substrat durch Besprühen
mit Wasser gewaschen und sodann getrocknet. Nach jeder Behandlung
und nach jedem Abwaschen mit Wasser wurde die Lösung mittels Presswalzen ausgepresst.
Auf die auf diese Weise behandelte Aluminiumplatte wurden eine Zwischenschicht
und eine negative fotoempfindliche Schicht aufgebracht und getrocknet,
um so eine PS-Platte herzustellen. Unter Verwendung jeder PS-Platte
wurde ein Druckvorgang vorgenommen, mit dem Ergebnis, dass die Druckplatte
hohe Qualität aufwies.
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Beispiel 11
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Die
Oberflächenaufrauungsbehandlung
wurde gründlich
und auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer dass
vor der chemischen Ätzbehandlung
gemäß (11) eine
Polierbehandlung vorgenommen und die Menge der anodischen Oxidationsbeschichtung
auf 1,2 g/m2 (Beispiel 1) geändert wurde.
Für die
Polierbehandlung wurde die Vorrichtung gemäß 3 verwendet.
Die Polierbehandlung wurde unter Verwendung von vier Walzen durchgeführt, von
denen jede aus einem nichtgewebten Nylonstoff mit geschlossener
Textur bestand, einen Durchmesser von 300 mm aufwies und mit einer
Drehzahl von 200 UpM gedreht wurde.
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Die
Walzen aus nichtgewebtem Stoff und die Aluminiumplatte wurde in
Wasser versenkt, woraufhin die Viskosität durch Zugabe eines polymeren
Koagulanzmittels auf 17 cP eingestellt wurde. Um das Anhaften von
Staub zu vermeiden, wurde die Lösung vor
Verwendung gefiltert.
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Die
erhaltene lithografische Druckplatte wurde in eine Andruckpresse
eingesetzt. Sobald ein Bediener Feuchtwasser mit einem Schwamm aufbrachte,
trat keine Verhakung des Schwammes auf, weshalb sich die Druckplatte
als qualitativ hochwertige Druckplatte erwies, bei der sich nicht
ohne Weiteres Schwammfitzelchen lösten. Darüber hinaus entstanden weder
Maserungen noch Flächengüteungleichmäßigkeiten,
weshalb die Oberfläche
der Druckplatte keine Ungleichmäßigkeiten
aufwies und für
eine Plattenuntersuchung sehr geeignet war.
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Beispiel 12
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Nach
der Anodisierungsbehandlung von Beispiel 1 wurde das Substrat hydrophilisiert,
indem es bei 70 °C
für 5 Sekunden
in eine wässrige
0,2 %-ige Polyvinylsulfonsäurelösung eingetaucht
wurde. Auf die auf diese Weise behandelte Aluminiumplatte wurde
eine fotoempfindliche Schicht aufgebracht. Es entstand eine Druckplatte,
die qualitativ hochwertig war.
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Vergleichsbeispiel 1
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Die
Oberflächenaufrauungsbehandlung
wurde gründlich
und auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer dass
die Wärmebehandlung
gemäß Beispiel
1 nicht durchgeführt
wurde. Im Vergleich zu Beispiel 1 befanden sich auf dieser Druckplatte
viele Maserungen, die von der Orientierung der Kristallkörner herrührten.