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TECHNISCHER BEREICH
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Systeme zur Spurverfolgung
und insbesondere Spurverfolgungssysteme mit Verzögerung.
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STAND DER TECHNIK
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In
vielen Anwendungen steuert ein Operateur aus der Ferne einen Bildsensor über eine
Kommunikationsverbindung. Typische durch einen Operateur gesteuerte
Anwendungen sind Verkehrsüberwachung,
Grenzüberwachung,
Such- und Rettungsoperationen, geodätische Untersuchungen, polizeiliche Überwachung
usw. Operateure benötigen
unter Umständen
zusätzlich
Messungen an dem Objekt in der Ferne, beispielsweise Messungen der
Bewegungsparameter und dergleichen.
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Es
wird jetzt auf 1 Bezug genommen, die ein Überwachungs/Spurverfolgungssystem 10 darstellt,
das dem Stand der Technik entspricht, umfassend eine ferne Sensoreinheit
zur Bilderfassung 20 und ein Steuerzentrum 22,
die über
eine Kommunikationsverbindung 25 miteinander verbunden
sind.
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Die
Sensoreinheit 20 umfasst eine Sensorkommunikationseinheit 28,
eine Spurverfolgungseinrichtung 30, einen Bildsensor 32 und
eine Richtungssteuerungseinheit 34. Die Verfahren, nach
denen diese Elemente funktionieren, sind in der Fachwelt bekannt.
Die Sensoreinheit 20 lokalisiert ein gesichtetes Objekt,
verfolgt dessen Spur und übermittelt
die Sensordaten 24, beispielsweise Bilder, Spurlokalisierung,
Richtungsdaten und dergleichen an das Steuerzentrum 22.
Die Sensordaten 24 werden in der durch den Pfeil A dargestellten
Richtung übertragen.
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Das
Steuerzentrum 22 umfasst eine Steuerungskommunikationseinheit 36,
eine Anzeige 38 und einen Steuerknüppel 40. Die Verfahren,
nach denen diese Elemente funktionieren, sind in der Fachwelt ebenfalls
bekannt. Das Steuerzentrum 22 liefert an die Sensoreinheit 20 Steuerdaten 26,
beispielsweise Richtungsanweisungen, Zentrieranweisungen, Spurverfolgungsbefehle,
Spurkorrekturen und dergleichen. Die Steuerdaten 26 werden
in der durch den Pfeil B dargestellten Richtung übertragen. Die Kommunikationsverbindung 25 lässt sich über die Sensorkommunikationseinheit 28 bzw. über die
Steuerungskommunikationseinheit 36 an die Sensoreinheit 20 anschließen. Weiter überträgt die Kommunikationsverbindung 25 über die
Sensorkommunikationseinheit 28 bzw. über die Steuerungskommunikationseinheit 36 die
Sensordaten 24 und die Steuerdaten 26.
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Im
Allgemeinen überwacht
der Bildsensor ein Objekt und übermittelt
Bilder (Sensordaten 24) an die Anzeige 38, die
die Bilder anzeigt, so dass ein Operateur 42 sie ansehen
kann.
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Wenn
der Operateur 42 entscheidet, dass es wünschenswert ist, die Spur des
Objekts zu verfolgen, sendet er über
den Steuerknüppel 40 an
die Richtungssteuerungseinheit 34 manuell grobe Richtungsanweisungen
(Steuerdaten 26), beispielsweise „nach oben bewegen", „nach rechts
bewegen", „zoomen" und dergleichen.
Die Richtungssteuerungseinheit 34 reagiert auf diese Anweisungen,
indem sie den Bildsensor 32 in die angewiesene Richtung
richtet.
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Der
Operateur 42 sendet dann über den Steuerknüppel 40 Zentrieranweisungen
an die Richtungssteuerungseinheit 34. Die Richtungssteuerungseinheit 34 richtet
den Bildsensor 32 in die angewiesene Richtung und zentriert
so das Objekt im Zentrum des Sichtfeldes (SF) der Anzeige 38.
Sobald das Objekt so, wie es von dem Bildsensor 32 erfasst wird,
im SF zentriert ist, sendet der Operateur 42 über den
Steuerknüppel 40 auf
elektronischem Weg Anweisungen an die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 Anweisungen
das Objekt zu fixieren. Die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 empfängt die
Anweisungen und versucht das Objekt im Zentrum des SF der Anzeige 38 zu
fixieren.
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Sobald
das Objekt fixiert ist, übernimmt
die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 die Kontrolle und
die Spurverfolgungsoperation. Die Richtungssteuerungseinheit 34 empfängt über den
Steuerknüppel 40 keine
Befehle mehr und empfängt
ab jetzt Anweisungen von der Spurverfolgungseinrichtung 30.
Nach dem Empfang der Anweisungen übermittelt die Richtungssteuerungseinheit 34 die
Anweisungen an den Bildsensor 32. Der Bildsensor 32 verfolgt
die Spur des bewegten Objekts und hält das Objekt im Zentrum des
SF der Anzeige 38, selbst wenn sich das Objekt relativ
zu der Sensoreinheit 20 bewegt.
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Es
sei angemerkt, dass in der Fachwelt verschiedene Verfahren und Vorrichtungen
bekannt sind, die der Identifizierung eines Objekts und der Verfolgung
seiner Spur dienen. Unter diesen Verfahren befinden sich die Schwerpunkterkennung,
die Randerkennung, Korrelation und andere in der Fachwelt bekannte
Verfahren.
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In
vielen Anwendungen besteht eine erhebliche Zeitverzögerung zwischen
dem Moment, in dem die Sensoreinheit 20 ein Bild eines
Objekts erfasst, und dem Moment, wenn das Bild in der Anzeige 38 erscheint,
und schließlich
dem Moment, in dem die Sensoreinheit 20 die entsprechenden
Anweisungen empfängt.
Im Allgemeinen sind die wichtigsten Faktoren, die zu der Verzögerung beitragen,
die Signalverarbeitung, die Komprimierung/Dekomprimierung der Bilddaten
und/oder die Grenzen der Verbindungsbandbreite. Infolgedessen können sich
die Verzögerungszeiten
im Bereich von hundertstel Sekunden bis zu mehreren Sekunden aufsummieren,
wenn die verzögerte
Reaktionszeit des Operateurs berücksichtigt
wird.
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Wegen
der Zeitverzögerung
ist der Ort des Bilds, wie er auf der Anzeige 38 dargestellt
wird, im Allgemeinen nicht gleich dem aktuellen Ort des Objekts.
Der auf dem Bildschirm angezeigte Ort ist der Ort des Objekts vor
der Übertragung
der Sensordaten 24 (z.B. vor A Sekunden). Außerdem vergeht noch
mehr Zeit, bis die Richtungssteuerungseinheit 34 die Anweisungen
(Steuerdaten 26) empfängt
(z.B. weitere B Sekunden). Bis dann der Bildsensor 32 angewiesen
ist das Objekt zu lokalisieren ist das Objekt unter Umständen nicht
mehr am selben Ort, an dem das Bild vor mehr als A + B Sekunden
aufgenommen wurde.
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Diese
Zeitverzögerung
verkompliziert offensichtlich die Bemühung die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 auf
das Objekt zu fixieren. Der Operateur 42 muss den erwarteten
Ort des Objekts zu einer zukünftigen
Zeit, wenn die Spurverfolgungsanweisungen bei der Sensoreinheit 20 eintreffen
sollen, genau berechnen und abschätzen. Erst dann wird die Richtungssteuerung 34 auf
den berechneten und abgeschätzten
Ort gerichtet und die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 angewiesen,
das Objekt zu fixieren und die Spurverfolgung in die Wege zu leiten. Wenn
die auf einer Abschätzung
beruhende Berechnung des Orts nicht hinreichend genau ist, fixiert
die Spurverfolgungseinrichtung 30 ein anderes Hintergrundobjekt,
und der ganze Vorgang des Abschätzens,
Berechnens und Fixierens muss wiederholt werden. Insofern entsteht
ein Regelkreis mit Verzögerung
und somit eine Situation, die leicht zu Überschwingen und Instabilität führt.
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Der
Vorgang des Fixierens wird durch die menschliche Einwirkung auf
den Regelkreis noch weiter verkompliziert. Menschliche Reaktionen
und Richtungsvorgaben sind weniger genau als beispielsweise durch
einen Computer oder einen Prozessor erzeugte Anweisungen. Menschen
funktionieren in Regelkreisen mit Zeitverzögerung nicht zufrieden stellend,
wovon die alltägliche
Erfahrung ein Beispiel gibt, wenn die Wassertemperatur von warmem Wasser
aus einem Wasserhahn mit langsamer Reaktion einzustellen ist.
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Eine
Lösung
des Problems der Zeitverzögerung
besteht darin, die Verzögerung
zu minimieren und/oder die Bandbreite der Regelelektronik so zu optimieren,
dass Überschießen und
Schwingungen minimiert werden. Eine andere Lösung besteht darin, einen prädiktiven
Cursor zu verwenden, der die Dynamik des Sensors misst und seine
vorhergesagte Position zur Zeit, zu der die Anweisung zum Fixieren erhalten
wird, berechnet. Außerdem
können
Operateure trainiert werden, den Ort des Objekts zum Zeitpunkt der
Anweisung zum Fixieren optimal abzuschätzen.
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Eine
andere Vorrichtung zur Spurverfolgung wird im US-Patent 4405940
offenbart.
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DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine verbesserte
Vorrichtung zur Spurverfolgung und zum Fixieren entfernter bewegter
Objekte verfügbar
zu machen. Daher bietet die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung
zur Spurverfolgung, wie sie in Anspruch 1 dargelegt ist, und ein
entsprechendes Verfahren, wie es in Anspruch 6 dargelegt ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Die
vorliegende Erfindung lässt
sich anhand der nachstehenden detaillierten Beschreibung zusammen
mit den beigefügten
Zeichnungen besser verstehen und würdigen, wobei:
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1 eine
schematische Darstellung eines Spurverfolgungssystems ist, das dem
Stand der Technik entspricht;
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2 eine
schematische Darstellung eines Spurverfolgungssystems ist, das gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist und funktioniert;
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3A eine
schematische Darstellung des Datenflusses ist, der gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist und funktioniert; und
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3B eine
schematische Darstellung des Datenflusses ist, der gemäß einer
alternativen bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist und funktioniert.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Es
wird jetzt auf 2 Bezug genommen, eine Illustration
eines Spurverfolgungssystems 50, das gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist und funktioniert. Das System 50 weist
eine kürzere
Zeitverzögerung
auf, was dadurch erreicht wird, dass die Anweisungen zum Fixieren
im Gegensatz zu Systemen, die dem Stand der Technik entsprechen,
bei denen die Anweisungen zum Fixieren einer fernen Spurverfolgungseinrichtung 30 zugeführt werden,
von dem Steuerknüppel 40 direkt
einer lokalen Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 zugeführt werden.
Das System 50 besitzt außerdem dadurch ein besseres
Spurverfolgungsvermögen,
dass die Anweisungen zum Fixieren von der Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 direkt
der fernen Sensorspurverfolgungseinrichtung 30 zugeführt werden,
wodurch exaktere Anweisungen zur Spurverfolgung/Fixierung gegeben
werden als bei Systemen, die dem Stand der Technik entsprechen.
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Elemente,
die denen des Systems 10 ähnlich sind, werden mit ähnlichen
Bezugsziffern bezeichnet und besitzen ähnliche Funktionen, und sie
werden nachstehend nicht weiter beschrieben.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das System 50 eine Bildsensoreinheit 70 und eine
Leitstation 52, die über
eine Kommunikationsverbindung 55 miteinander verbunden
sind. Die Sensoreinheit 70 lokalisiert ein gewünschtes
Objekt und sendet Sensordaten 24 an die Leitstation 52.
Die Leitstation 52 senden an die die Bildsensoreinheit 70 Steuerdaten 56,
beispielsweise Richtungs- und Spurverfolgungsanweisungen. Die Steuerdaten 56 werden
in der durch den Pfeil B dargestellten Richtung übermittelt.
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Die
Kommunikationsverbindung 55 kann über die Sensorkommunikationseinheit 28 bzw.
die Steuerungskommunikationseinheit 36 an die Sensoreinheit 70 und
die Leitstation 52 angeschlossen werden.
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Im
Gegensatz zum Stand der Technik umfasst die Leitstation 52 zusätzlich eine
Steuerspurverfolgungseinheit 60. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Spurverfolgung und des Fixierens übermittelt der Steuerknüppel 40 an
die Richtungssteuerung 34 grobe Spurverfolgungsanweisungen, und
die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 übermittelt
direkte Anweisungen zur Spurverfolgung und zum Fixieren an die ferne
Sensorspurverfolgungseinrichtung 30. Weiter umfasst die
Sensoreinheit 70 einen Prozessor 62 und einen
Speicher 64. Außerdem überträgt der Bildsensor 32 vorzugsweise
im Allgemeinen identische Bilddaten zu der fernen Spurverfolgungseinrichtung 30 und
zu der Steuerspurverfolgungseinrichtung 60. Somit arbeiten
die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 und die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 auf
der Grundlage derselben Daten, und die Spurverfolgungsanweisungen
von der Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 sind direkter und
genauer als die Spurverfolgungsanweisungen bei Systemen, die dem
Stand der Technik entsprechen. Die direkten Anweisungen, die die
ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 von der Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 erhält, sind
ein nützlicher
Vorteil gegenüber
dem System 10, das dem Stand der Technik entspricht und
bei dem die Anweisungen zum Fixieren durch den Operateur aufgrund
dessen bestimmt werden, was er einem auf der Anzeige 38 gesehenen
Bild entnimmt und dann abschätzt
und über den
Steuerknüppel 40 an
die Spurverfolgungseinrichtung 30 überträgt. Die direkten Berechnungen, die
die vorliegende Erfindung vorsieht, sind effektiver, da die Dynamik
des Objekts jetzt wirklich gemessen wird und nicht, wie es dem Stand
der Technik entspricht, aufgrund von Abschätzungen durch den Operateur
ermittelt wird. Die Messungen der vorliegenden Erfindung werden
einem mathematischen Prädiktor
zugeführt,
wie er in der Fachwelt bekannt ist, der den Ort des Objekts genau
vorhersagen kann. Somit ist das System 50 frei von Fehlern,
die auf den Operateur und dessen unpräzise Koordination von Augen/Händen zurückgehen.
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Es
wird jetzt auf 3A Bezug genommen, die Illustration
eines Beispiels für
den Fluss von allgemein mit I bezeichneten Datenbildern (Sensordaten 24)
zur Leitstation 52 und insbesondere zur Steuerspurverfolgungseinrichtung 60.
Der Klarheit wegen sind nur die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 und
die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 dargestellt; allerdings
umfassen die Leitstation 52 und die Sensoreinheit 70 alle
anderen in 2 gezeigten Elemente.
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Es
sei angemerkt, dass das Bild I1 zur Zeit
T1 (in 3A nicht
gezeigt) und das Bild In zu einer gegenüber T1 späteren
Zeit Tn aufgenommen ist. 3A illustriert
außerdem
den Fluss eines allgemein mit CI (Steuerdaten 56) bezeichneten
Bilds für eine
Anweisung zur Spurverfolgung/Fixierung, zur Sensoreinheit 70 und
insbesondere zur fernen Spurverfolgungseinrichtung.
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Wie
vorstehend angemerkt, benötigen
Systeme, die dem Stand der Technik entsprechen, für die Übermittlung
der Sensordaten 24 eine ausgedehnte Zeit. Obwohl also die
Sensoreinheit 70 ein Datenbild I1 zur
Zeit T1 erfasst, wird es von der Station 52 erst zur
Zeit Tn empfangen, zu welcher die Sensoreinheit 70 das
Datenbild In erfasst. Wie in der in 3A als Beispiel
illustrierten Situation dargestellt, empfängt dann die Leitstation 52 gerade
das Datenbild I1, obwohl die Sensoreinheit
bereits das Datenbild In erfasst und sendet.
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Es
sei angemerkt, dass die Datenbilder I ein erfasstes Objekt 66 umfassen.
Es sei außerdem
angemerkt, dass der sich Ort des Objekts 66, wie ihn die
Sensoreinheit 70 erfasst, im Verlauf vom Datenbild I1 zum Datenbild In bewegt.
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Daher überträgt in einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 ein
Anweisungsbild CIn zur Spurverfolgung/Fixierung
an die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30, sobald die
Entscheidung das Objekt 66 zu fixieren oder seine Spur
zu verfolgen gefallen ist. Das Anweisungsbild CIn ist
vorzugsweise ein zugehöriges
Datenbild In, dem der geeignete Befehl beigefügt ist,
z.B. ist das Anweisungsbild CI1 dem Datenbild
I1 mit dem beigefügten Befehl zur Fixierung zugeordnet.
So erstellt die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 ein
koordiniertes Referenzbild mit der fernen Spurverfolgungseinrichtung 30. Dementsprechend
beziehen sich sie ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 und
die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 auf dasselbe Bild
(das Datenbild I1), und der Ort des Objekts 66 ist
aufgrund des Datenbilds I1 bekannt und als
Bezugsgröße eingeführt.
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Somit
bezieht sich die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 zur
Zeit Tn auf das Bild I1 und kann
eine positive Identifizierung vornehmen, sobald sie das Anweisungsbild
IC1 empfängt,
obwohl die Sensoreinheit 70 zu diesem Zeitpunkt das Bild
In erfasst.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung speichert die Sensoreinheit 70 die
erfolgten Aufnahmen von Datenbildern I im Speicher 64.
Sobald die Spurverfolgungseinrichtung 30 das Anweisungsbild
CI1 empfängt,
das sich auf das Objekt 66 im Datenbild I1 bezieht,
durchsucht sie die Aufnahmen im Speicher 64 nach dem geeigneten Bild
und identifiziert das Objekt 66 positiv aufgrund dieser
Aufnahme. Die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 identifiziert
das betreffende Objekt 66 im Datenbild I1 durch
die in der Fachwelt bekannten vorstehend angeführten Verfahren. Die ferne
Spurverfolgungseinrichtung 30 durchsucht dann die Datenbilder
I1 bis In von Datenbild
zu Datenbild nach dem verfolgten Objekt 66.
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Alternativ
kann die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 zur Erleichterung
des schnellen Durchsuchens der Bilder mit einem Prozessor 62 ausgestattet
sein. Als weitere Alternative kann die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 die
historischen Bilder in vorgegebenen Sprüngen von x Aufnahmen zu einer
Zeit „durchblättern".
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Es
wird jetzt auf 3B Bezug genommen, eine Illustration
einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. In 3B übermittelt die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 einen
Befehl Cn zur Spurverfolgung/Fixierung.
Alternativ schließt
der Befehl Cn nicht ein Bild, sondern Anweisungen
ein, die sich auf ein Bild beziehen. Diese alternative Ausführungsform
erfordert weniger Zeit zum Komprimieren, da das Signal keine Bildkomprimierung
enthält.
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Vorzugsweise
misst die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 mit dem Empfang
des Datenbilds I1 den Ort eines Objekts 66 im
Datenbild I1 und berechnet die Dynamik des
Objekts 66, beispielsweise die Koordinaten x und y, die
Geschwindigkeit, die Beschleunigung und dergleichen. Die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 macht
dann eine Vorhersage für
den Ort des Objekts und übermittelt
den Befehl C1, der die berechnete Dynamik
und den vorhergesagten Ort des Objekts 66 einschließt. Die
Spurverfolgungseinrichtung 30 macht dann Gebrauch von der
Dynamik, um den Ort des Objekts zu bestimmen und die Genauigkeit
der Fixierung zu verbessern.
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Dies
steht in Kontrast zu Systemen, die dem Stand der Technik entsprechen,
die den Ort der Sensoreinheit 20 vorhersagen, jedoch nicht
den Ort des Objekts 66. Es sei angemerkt, dass das dem
Stand der Technik entsprechende System 10, da ihm die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 fehlt,
die das Datenbild I1 empfängt und
kompiliert, keine Einrichtung umfasst, um den vorhergesagten Ort
des Objekts 66 zu berechnen. Alternativ misst die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 zusätzlich zum
Ort und der Dynamik des Objekts auch die Bildparameter des Objekts 66,
beispielsweise Größe, Form,
Farbe und dergleichen, und bezieht diese Attribute in dem Befehl
C1 mit ein. Während die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 also
den Befehl C1 zur Spurverfolgung ausführt, ist
sie außerdem
dazu in der Lage, auf die Bildparameter Bezug zu nehmen, um zu prüfen, ob
das anvisierte Objekt tatsächlich
das Objekt 66 ist.
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Als
weitere Alternative enthält
der Befehl Cn auch eine Bezugnahme auf ein
zugehöriges
Datenbild Ii, beispielsweise kann der Befehl
Cn Bezug auf das zugehörige Datenbild I1 nehmen.
Obwohl also der Befehl Cn kein Bild enthält, ist
die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 immer noch in der
Lage, auf ein Bild Bezug zu nehmen und so den Bildwandler besser
zu prüfen.
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Somit
macht die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 auf die Identifizierung
des Objekts 66 im Bild I1 hin von
der Dynamik des Objekts Gebrauch, wie sie von der Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 gemessen
und gesendet wurden, und berechnet über den Prozessor 62 die
aktuelle Abschätzung
des Orts des Objekts 66. Selbst wenn die Fixierung nicht vollkommen
ist, kann die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 die Fixierung
durch die ferne Spurverfolgungseinrichtung 30 korrigieren,
indem sie geringfügige
Korrekturanweisungen sendet.
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Somit
weist die Vorhersage weniger Fehler auf, da die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 auf das
Datenbild I1 zurückgreifen kann. Weiter kann
die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 die Dynamik des
Objekts als Geschwindigkeit und Beschleunigung in den zwei Dimensionen
des Bilds exakt messen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
erfolgt die Fixierung in der Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 praktisch
ohne Zeitverzögerung
statt, wenn der Befehl zum Fixieren übermittelt wird, da sich die
Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 in der Station 52 befindet.
Die Steuerspurverfolgungseinrichtung 60 kann daher relativ
unmittelbar auf die erfassten Sensordaten 24 Bezug nehmen
und entsprechend die Fixierung relativ unmittelbar vornehmen. Die
Sensordaten 56, die entweder Bilddaten Iin oder den
Befehl Cn enthalten, werden mit Daten übermittelt,
die relativ zeitgleich mit der Entscheidung das Objekt zu fixieren
sind. Diese verkürzte
Zeitverzögerung
vereinfacht somit die Fixieren und die Spurverfolgung des in den
Blick genommenen Bilds von der Steuerstation 52 aus.
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Für Fachleute
ist ersichtlich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf darauf
beschränkt
ist, was in dem vorliegenden Dokument vorstehend auf exemplarische
Weise dargestellt und beschrieben wurde. Vielmehr definieren die
folgenden Ansprüche
den Anwendungsbereich der Erfindung.