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Hintergrund
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Herstellung von Polyolefinharzen
und insbesondere die Katalyse der Ethylenpolymerisation und -copolymerisation.
Die Erfindung betrifft eine Festphasenkatalysatorzusammensetzung,
umfassend einen Ziegler-Katalysator und Chromkatalysatorkomponenten,
die beide auf Siliziumdioxid getragen sind. Durch Verwendung eines
Trägers
einer ähnlichen
Natur weisen die zwei Katalysatorkomponenten eine einheitlichere
Konsistenz und verbesserte Fließfähigkeit
auf. Somit sind die Dosierungseigenschaften des Katalysatorsystems
gemäß der Erfindung
vorhersehbarer und Gegenstand genauerer Kontrolle als die herkömmlichen
Katalysatorsysteme, die einen Ziegler-Katalysator auf Magnesiumdichloridbasis
einbringen.
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Die
Erfindung betrifft auch Verfahren zur Herstellung des kombinierten
Katalysators und dessen Verwendung für Olefinpolymerisationsreaktionen.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Polyethylen
erfordert für
bestimmte Anwendungen eine bimodale Molekulargewichtsverteilung,
um optimale Struktureigenschaften und physikalische Eigenschaften
zu erzielen. Dies kann beispielsweise unter Verwendung eines Mehrstufenverfahrens
oder durch gleichzeitiges Verwenden von mindestens zwei Katalysatoren,
welche ein Polymer von unterschiedlichem Molekulargewicht unter
den Verfahrensbedingungen erzeugen, erreicht werden.
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Im
allgemeinen sind die Mehrstufenverfahren sehr komplex und teuer.
Somit ist der vorteilhafteste Weg, zwei bestimmte Katalysatoren,
welche Polymere mit unterschiedlichem Molekulargewicht erzeugen,
in einem einzelnen Schritt zu kombinieren.
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Phillips-Katalysatoren
sind auf Chrom-Basis, wobei deren inerter Träger Siliziumdioxid einer definierten
Porengröße ist,
und das Molekulargewicht der erzeugten Polymere wird durch die Reaktionstemperatur
bestimmt (z.B. US-Patente 4,053,436, 4,150,208, 4,392,990, 4,405,
501). Im Gegensatz dazu werden Ziegler-Katalysatoren üblicherweise
auf kristallinem Magnesiumdihalogenid getragen, und das Molekulargewicht wird
durch den Wasserstoffanteil reguliert. Sie enthalten mindestens
eine Übergangsmetallverbindung
(z.B. üblicherweise
Titan) und einen Co-Katalysator, der eine Organometallverbindung
enthält.
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Die
Verwendung eines Chromkatalysators in Verbindung mit einem Ziegler-Katalysator zum Erhalten der
bimodalen Verteilung von Polymerlängen in einer Olefinpolymerisationsreaktion
ist bekannt. US-Patente 4,285,834, 4,263,422 und
EP 0-480
376 lehren solche Kombinationen von unterschiedlich getragenen
Katalysatoren, worin das Titan durch ein anorganisches Dihalogenid,
wie Magnesiumchlorid, getragen wird. Der Titankatalysator kann auch
auf Magnesiumoxid getragen werden, wie beispielsweise in den US-Patenten 5,330,950
und 5,408,015 beschrieben. Die Kristallstrukturen dieser Träger aktivieren
das Titan als Katalysator. Infolgedessen wird Magnesium im allgemeinen
während
der Herstellung zugegeben (z.B. US-Patent 3,787,384), wenn ein Ziegler-Katalysator
auf Siliziumoxid getragen werden soll.
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Ziegler-Titankatalysatoren
können
auch mit organischen Materialien behandelt werden, um deren Aktivität zu modifizieren,
einschließlich
Hexen, welches das Vergiften eines Chrom-Katalysators, der in Verbindung
mit einem organometallischen Katalysatorsystem verwendet wird, zu
verhindern (US-Patent 5,408,015).
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Während jedoch
gefunden worden ist, daß Kombinationen
von Chrom- und Titankatalysatoren besonders zur Bereitstellung der
gewünschten
bimodalen Molekulargewichtsverteilung verwendbar sind, leidet die Kombination
eines Phillips- und Ziegler-Katalysators bislang unter mehreren
Nachteilen:
- – Die Reaktionsbedingungen
sind besonders schwierig unter angemessener Genauigkeit zu kontrollieren;
- – das
fertige Polymer enthält
eine signifikante Menge an Verschnitt bzw. Feinstgut, welche das
Reaktionsprodukt kontaminieren und die Anlagenausstattung beschädigen;
- – es
ist schwierig, das fertige Polymer innerhalb der notwendigen Spezifikationen
von Dichte, Schmelzindex (MI) und Molekulargewichtsverteilung (MWD)
beizubehalten, was eine signifikante Produktmenge von beschränktem Wert
bewirkt;
- – die
Unterschied in Fließfähigkeit
und Morphologie zwischen beiden Katalysatorsystemen verhindert einen genauen
Betrieb der Katalysatordosierungsdüsen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Katalysator zur
Polymerisation von Ethylen bereitzustellen, welcher Polyethylen
mit breiter oder bimodaler Molekulargewichtsverteilung, guter Morphologie und
reproduzierbaren MI, Dichte und MWD liefert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt einen gleichmäßig fließenden Katalysator durch Verteilen
von beiden Katalysatorkomponenten auf einem ähnlichen Träger, d.h. Siliziumdioxid, bereit.
Die Fließfähigkeit
von Siliziumdioxid, wenn verglichen zu Magnesiumdichlorid, führt zu größeren Verbesserungen
in dem Polymerisationsverfahren. In der Tat bewirken Verfahren,
die gemäß dem Stand
der Technik betrieben werden, daß der Titankatalysator signifikanten
Fluktuationen unterliegt, auch wenn der Siliziumdioxid-getragene
Chromkatalysator in einer konstanten und verläßlichen Weise dosiert werden
kann. Diese Fluktuationen im Eindosieren des Titankatalysators wird
typischerweise bei Magnesium-getragenen Katalysatoren vom Ziegler-Typ
beob achtet. Bei Betrieb mit einer einzelnen katalytischen Spezies
resultiert diese Charakteristik nicht in größeren Nachteilen, da die Fluktuation
keine größeren Änderungen
in den Polymereigenschaften hervorruft, sondern nur die Stabilität der Polymerisationsbedingungen
(z.B. Temperatur, Ethylendruck, H2/C2-Verhältnis)
vermindert. Jedoch wird das Dosierungsproblem beim Betrieb mit einem
Gemisch von zwei Katalysatoren, wie es in der vorliegenden Erfindung
der Fall ist, drastisch gesteigert. In diesem Fall ändert höheres oder
niedrigeres Dosieren von einem der zwei Katalysatoren das Verhältnis zwischen
diesen, was Änderungen
in den Primäreigenschaften
erzeugt. Somit resultiert die Verwendung einer Kombination von zwei
Katalysatoren und der Betrieb gemäß dem Stand der Technik in
einem beträchtlichen
Anteil an Produkt, das außerhalb
des annehmbaren Spezifikationsbereiches liegt.
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Ein
Vormischen der zwei Katalysatoren vor der Zugabe in den Reaktor
liefert keine Lösung,
da deren unterschiedliche Konsistenzen und Fließeigenschaften die Bildung
eines homogenen Gemisches verhindern.
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Die
vorliegende Erfindung löst
dieses mit dem Stand der Technik verknüpfte Problem durch die Bereitstellung
eines katalytischen Systems, worin beide Komponenten unabhängig voneinander
auf Siliziumdioxid getragen werden. Dies erlaubt das genaue Dosieren
der katalytischen Komponenten in die Polymerisationsreaktoren ohne
das Erzeugen von ungewünschtem
Feinstgut bzw. Verschnitt. Das Regebnis ist eine vorhersehbare,
genaue Kontrolle der Reaktionsbedingungen in Verknüpfung mit
einem Endprodukt höherer
Qualität.
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Komponenten
des Katalysatorsystems können
in die Olefinpolymerisationsreaktion durch individuelles Dosieren
eingebracht werden, oder sie können
zur gemeinsamen Zugabe in vorbestimmten Kombinationen vorgemischt
werden, wovon bekannt ist, daß sie
bestimmte Harzformulierungen begünstigen.
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Es
werden Verfahren zur Verwendung des bimodalen Festphasenkatalysatorsystems
für Olefinpolymerisationsreaktionen
bereitgestellt.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Polymerisation von
Ethylen bereit, worin Ethylen und gegebenenfalls ein α-Olefin in
der Gegenwart eines Katalysators, umfassend einen Chrom-enthaltenden
Katalysator, getragen auf Siliziumdioxid, einen Titan-enthaltenden
Katalysator, getragen auf Siliziumdioxid, und einen Co-Katalysator zur Aktivierung
des Titankatalysators, polymerisiert werden.
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Der
Typ des Chrom-enthaltenden Katalysators ist zum Erreichen der technischen
Wirkung der Erfindung nicht ausschlaggebend. Tatsächlich besitzen
im Handel erhältliche
Chrom-Katalysatoren typischerweise die Fließfähigkeit, die ein wesentliches
Erfordernis der Erfindung ist. Daher hängt die Wahl des geeigneten
Katalysators auf Chrom-Basis von den spezifischen Produkterfordernissen
ab.
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Im
allgemeinen werden solche Katalysatoren bevorzugt, die eine hohe
Rate bezüglich
des Einbringens an Comonomer und eine geringe Empfindlichkeit gegenüber Alkylaluminiumverbindungen
zeigen.
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Der
Chrom-Katalysator erzeugt das hohe Polymermolekulargewicht, und
in dem Fall von Ethylencopolymeren ist es wohlbekannt, daß die besten
Ergebnisse erhalten werden, wenn das Comonomer vorherrschend in
die Fraktion mit hohem Molekulargewicht eingebracht wird. Da ferner
die Polymerisation in der Gegenwart eines Trialkylaluminiums stattfindet,
welches zur Aktivierung des Ziegler-Katalysators gebraucht wird, ist
der Katalysator vorzugsweise nicht gegenüber der Gegenwart dieser Verbindungen
empfindlich.
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Die
Konzentration an Chrom in dem Katalysator ist ebenfalls nicht entscheidend.
Typischerweise werden Katalysatoren verwendet, die von 0,1 bis 5
Gew.-% an Chrom enthalten.
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Geeignete,
im Handel erhältliche
Chrom-Katalysatoren sind die folgenden: 969ID, 969MS, 968MS und 967BWF1,
vertrieben von W. R. Grace.
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Der
Titan-enthaltende Katalysator kann von jedwedem solchen Katalysatortyp
sein, welcher Siliziumdioxid als ein Träger verwendet. Beispiele im
Handel erhältlicher
Ziegler-Katalysatoren, die in der vorliegenden Erfindung verwendbar
sind, sind: Sylopol 5950, vertrieben von W. R. Grace, und ZC-8 von
PQ Corporation.
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Der
Co-Katalysator wird unter Verbindungen ausgewählt, von denen gemäß dem Stand
der Technik bekannt ist, daß sie
bei der Aktivierung von Ziegler-Katalysatoren aktiv sind. Ein typisches
Beispiel wird durch Alkylaluminium repräsentiert. Die bevorzugtesten
Verbindungen sind Triethylaluminium (TEA) und Triisobutylaluminium.
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Die
Chrom- und Titan-Katalysatoren werden in einem Gewichtsverhältnis von
95:5 bis 5:95, mehr bevorzugt von 80:20 bis 20:80, verwendet.
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Mit
dem Katalysator der vorliegenden Anmeldung ist es möglich, Ethylen
mit mindestens einem linearen oder verzweigten C3-C20-α-Olefin
zu copolymerisieren. Vorzugsweise ist das Comonomer ausgewählt aus: Propen,
1-Buten, 1-Penten, 1-Hexen,
1-Methyl-4-penten, 1-Octen, 1-Decen.
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Das
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung ist besonders zur Herstellung von Polyethylen mit bimodaler
oder breiter Molekulargewichtsverteilung geeignet. Am meisten bevorzugt
weist das Polyethylen gemäß der vorliegenden
Erfindung eine MWD, gemessen durch GPC (Gelpermeationschromatographie),
als Mw/Mn zwischen
15 und 30, einen Anteil an Verschnitt bzw. Feinstgut mit einem 80
Mesh-Sieb von weniger als 10% und einen Chromgehalt im Bereich von
1 bis 10 ppm und einen Magnesiumgehalt im Bereich von 1 bis 15 ppm
auf.
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Der
Katalysator gemäß der Erfindung
ist besonders für
Aufschlämmungspolymerisationsbedingungen geeignet.
Typischerweise wird er in einem Temperaturbereich von 40 bis 110°C, vorzugsweise
von 70 bis 105°C,
mehr bevorzugt von 80 bis 100°C,
verwendet. Ein bevorzugter Reaktortyp, der zur Herstellung von Polyethylen
gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet ist, ist ein Schlaufenreaktor. Die Verweilzeit
in dem Reaktor variiert gemäß den eingesetzten
Verfahrensbedingungen beträchtlich.
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Im
allgemeinen variiert sie von 20 Minuten bis 3 Stunden, vorzugsweise
von 30 Minuten bis 2 Stunden. Der angelegte Druck beträgt von 5
bis 50 bar, vorzugsweise von 20 bis 40 bar. Als ein Verdünnungsmittel
kann ein inerter aliphatischer Kohlenwasserstoff verwendet werden;
vorzugsweise wird Isobutan oder Hexan verwendet. Um die vorliegende
Erfindung und die Weise, in welcher sie praktiziert wird, näher zu erläutern, werden
die folgenden Beispiele angegeben.
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Beispiele
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Vergleichsbeispiel 1
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Vergleichskatalysatorsystem
1: Es wurde die Polymerisation von Ethylen in einem kontinuierlichen Schlaufenreaktor
durchgeführt,
worin das Reaktionsgemisch und Polymer innerhalb einer Leitungsschlaufe zirkuliert
wurden. Der Reaktor wurde extern mit einem geeigneten Kühlmedium
kontaktiert, um die gewünschte Polymerisationstemperatur
beizubehalten. Ein einzelner, im Handel erhältlicher, fluorierter, Siliziumdioxid-getragener
Chromkatalysator wurde verwendet (967BWF1, vertrieben von W.R. Grace).
Die Polymerisation wurde für
6 Stunden fortgesetzt; jede 15 Minuten wurden die Temperatur und
der Dosierungszeitraum aufgezeichnet, und Proben wurden zum Messen
der Polymerparameter entnommen. Die Stabilität der Reaktionsparameter während des
Betriebs bzw. der Durchführung
sind in Tab. I angezeigt. Das erhaltene Polyethylen wies Mw = 367.000
und Mn = 21.500; MWD = 17,1 auf.
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Vergleichsbeispiel 2
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Vergleichskatalysatorsystem
2: In diesem Vergleichsbeispiel wurde die Vorgehensweise von Beispiel 1
in dem gleichen Reaktor wiederholt, aber es wurden zwei im Handel
erhältliche
Katalysatoren verwendet: der fluorierte, Siliziumdioxid-getragene
Chromkatalysator 967BWF1 und ein Ziegler-Katalysator, getragen auf
Magnesiumdichlorid (Lynx 100, vertrieben von Engelhard). Beide Katalysatoren
wurden gleichzeitig in den Polymerisationsreaktor eingespeist, um
eine breite Molekulargewichtsverteilung des Polyethylens zu erhalten.
Die Polymerisation wurde für
6 Stunden der Vorgehensweise des Vergleichsbeispiels 1 folgend betrieben.
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Die
Verwendung der zwei Katalysatoren in Kombination resultiert in deutlicher
Instabilität
der Reaktionsbedingungen, wie in Tab. I durch die erhöhte Standardabweichung
der Temperaturmessungen angezeigt. Fluktuierende Dosierungszeiträume, die
für den
nicht-Siliziumdioxid-getragenen Ziegler-Katalysator aufgezeichnet
wurden, sind kontrollierte Responses auf die aufgezeichneten Temperaturfluktuationen,
welche selbst möglicherweise
von dem ungleichmäßigen Fluß dieses
Katalysators durch die Dosierungsdüse hervorgerufen wird. Als
eine Folge dieser instabilen Reaktionsbedingungen werden große Variationen
in dem Hochbelastungs-Schmelzindex
("HLMI") und in der Dichte
des Polymerprodukts beobachtet. Darüber hinaus enthielt das Harz
einen hohen Anteil an Feinstgut, was die Qualität und den Wert des Harzes vermindert
und erhebliche Probleme in nachfolgenden Herstellungsbetrieben erzeugt.
Das erhaltene Polymer wies Mw=328.000 und Mn=13.100; MWD=25 auf.
Der Chromgehalt betrug 2,9 ppm, und der Magnesiumgehalt betrug 4,9
ppm.
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Beispiel 3
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Katalysatorsystem
3: Es wurde die Vorgehensweise von Beispiel 1 in dem gleichen Reaktor
wiederholt, jedoch unter Verwendung eines Siliziumdioxid-getragenen
Ziegler-Katalysators (Sylopol 5950, vertrieben von W.R. Grace) in
Kombination mit dem im Handel erhältlichen Chromkatalysator 967BWF1,
welcher einen fluorierten Siliziumoxidträger einsetzt, und welcher im
Katalysatorsystem 1 verwendet wurde. Die Polymerisation wurde für 6 Stunden,
der Vorgehensweise von Vergleichsbeispiel 1 folgend, betrieben.
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Tab.
I zeigt, daß im
Gegensatz zu den mit Katalysatorsystem 2 beobachteten variablen
Ergebnissen das Anordnen des Ziegler-Katalysators auf einem Siliziumdioxidträger einen
stabilisierenden Effekt auf die Reaktionsparameter aufweist. Sowohl
die Temperatur als auch der Dosierungszeitraum für den Ziegler-Katalysator (Dosierer
#2) zeigten eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich der Stabilitätszeit,
wie das auch für
die Produktparameter HLMI und die Harzdichte gilt. Es wurde ebenso
eine signifikante Verminderung in der Menge an Feinstgut in dem
fertigen Harz festgestellt. Das erhaltene Polyethylen wies Mw=291.200 und Mn=12.800; MWD=22,8
auf; der Chromgehalt betrug 3 ppm, und der Magnesiumgehalt betrug
8,3 ppm.
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Beispiel 4
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Katalysatorsystem
4: Es wurde die Vorgehensweise von Beispiel 3 in dem gleichen Reaktor
wiederholt, jedoch unter Verwendung einer Kombination des Siliziumdioxidgetragenen
Ziegler-Katalysators Sylopol 5950 und eines-fluorierten Chromkatalysators,
getragen auf Siliziumdioxid, und Titan in dessen Zusammensetzung
umfassend (Sylopore 965, vertrieben von W.R. Grace). Die Polymerisation
wurde für
12 Stunden, der Vorgehensweise von Vergleichsbeispiel 1 folgend,
betrieben. Das erhaltene Polyethylen wies Mw=275.800 und Mn=14.600;
MWD=18,9 auf. Der Chromgehalt betrug 3,2 ppm, und der Magnesiumgehalt
betrug 5,6 ppm. Die Ergebnisse sind in Tab. I gezeigt: Ein Vergleich
mit solchen der vorstehenden Beispiele zeigt eine ähnliche Stabilität der Polymerisationsreaktionsparameter
wie diejenige beobachtet mit Katalysatorsystem 3.
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Im
Unterschied zu Katalysatorsystem 2, worin der Chromkatalysator mit
einem Ziegler-Katalysator, getragen auf Magnesium, kombiniert wurde,
setzten beide katalytischen Systeme 3 und 4 einen Siliziumdioxid-getragenen
Ziegler-Katalysator in Kombination mit dem Chromkatalysator ein.
Tab. I zeigt, daß beide
katalytischen Systeme 3 und 4 dramatische Verbesserungen über das
im Stand der Technik bekannte kombinierte katalytische Verfahren
lieferten. Somit ist ersichtlich, daß die Verwendung von Siliziumdioxid-getragenen Ziegler-Katalysatoren
mit diversen Chromkatalysatoren kompatibel ist.
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Die
Standardabweichungen der HLMI-Ergebnisse für die katalytischen Systeme
2, 3 und 4, welche in Tab. I gezeigt sind, zeigen deutlich, daß bei Verwendung
in Kombination mit einem Chromkatalysator, getragen auf Siliziumdioxid,
Siliziumdioxidgetragene Ziegler-Katalysatoren eine dramatische Verbesserung
in der Vorhersagbarkeit und Stabilität der Harzeigenschaften (Beispiele
3 und 4, katalytische Systeme 3 und 4) im Vergleich zu dem Ergebnis,
das erhalten wird, wenn der Ziegler-Katalysator auf Magnesium getragen wurde
(Vergleichsbeispiel 2, Katalysatorsystem 2) hervorriefen. Ferner
enthält
das Harz gemäß der Erfindung
einen viel geringeren Anteil an Feinstgut.
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