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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Induktionsheizverfahren für eine Verteilereinrichtung
in einer Heißkanalgusseinrichtung
und eine Spuleneinheit zum Induktionsheizen.
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In
einer Heißkanalgusseinrichtung
ist es erforderlich, das Material innerhalb des Kanals durch Beheizen
des Kanals in flüssigem
Zustand zu erhalten. Als Verfahren zum Beheizen des Kanals sind
das Heizen mit einem Heizofen und Induktionsheizen bekannt. Das
Induktionsheizen kann das Material in einer kürzeren Zeitspanne als das Heizen
mit einem Heizofen auf eine gewünschte
Temperatur heizen. Weiterhin hat das Induktionsheizen den Vorteil,
dass es hinsichtlich der Regelbarkeit der Temperatur überlegen
ist und dass der Energieverbrauch ebenfalls klein ist.
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9 dient
zum Zeigen eines Standes der Technik der vorliegenden Erfindung
und ist eine schematische Seitenansicht einer Verteilereinrichtung,
die durch Induktionsheizen beheizt wird.
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Eine
Verteilereinrichtung 10 hat einen Eingussabschnitt 11 zum
Einleiten von flüssigem
Material, das von einem Einspritzzylinder (nicht gezeigt) in die
Verteilereinrichtung 10 geliefert wird, und einen Kanalabschnitt 12 zum
Verteilen des flüssigen
Materials, wie es vom Einspritzabschnitt 11 zu den Ausgießern 20 fließt. Die
Verteilereinrichtung 10 ist innerhalb eines Raumes angeordnet,
der zwischen einer festen Gussformplatte 1 der Heißkanalgusseinrichtung
und einer Rückplatte 2 gebildet
ist, die an einer Rückfläche davon
angebracht ist. Zu einem Zeitpunkt des Spritzgießens wirkt eine große Gussformanpresskraft
auf die feste Gussformplatte 1, die Ausgießer 20 und
die Rückplatte 2.
Aus diesem Grund wird die Verteilereinrichtung 10 durch
hitzeisolierende Unterstützungselemente 16 an
einer Vielzahl von Abschnitten zwischen der festen Gussformplatte 1 und der
Rückplatte 2 abgestützt, um
die Verteilereinrichtung 10 daran zu hindern, aufgrund
der Anpresskraft verdreht oder verrückt zu werden.
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Spulen 15 zum
Induktionsheizen sind an Abschnitten, an denen die Verteilereinrichtung
nicht von den Stützelementen 16 gestützt wird,
um einen äußeren Umfang
der Verteilereinrichtung 10 gewikkelt. Wenn eine Spannung
an die Induktionsheizspulen 15 angelegt wird, wird das
Material innerhalb des Kanals an Abschnitten geheizt, an denen die
Induktionsheizspulen 15 gewickelt sind.
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Bei
dem oben beschriebenen Induktionsheizverfahren gibt es die folgenden
Nachteile.
- (1) Um das Material gleichmäßig zu heizen,
ist es wünschenswert,
die Spulen 15 über
die gesamte Länge
des Kanalbereichs 12 zu wickeln. Jedoch sind die Abschnitte,
an denen die Spulen 15 gewickelt werden können, durch
die Stützelemente 16 zum
Abstützen
der Verteilereinrichtung 10 begrenzt. Daher liegt ein Nachteil
darin, dass Schwankungen in der Temperatur des flüssigen Materials
innerhalb des Kanals auftreten und so zu Unregelmäßigkeiten
in der Qualität
der spritzgegossenen Artikel und zu Gussmängeln führen.
- (2) Im Falle des Spritzgießens
von flüssigem
Metall mit einem hohen Schmelzpunkt, das eine vorteilhafte Wärmeleitfähigkeit
aufweist, wie beispielsweise Magnesium, wird es erforderlich sein, das
Material, das in Bereichen gelegen ist, in denen ein Induktionsheizen
durchgeführt
wird, auf eine Temperatur zu heizen, die deutlich höher als der
Schmelzpunkt des Materials ist. Dies erhöht folglich die Möglichkeit
eines Auslaufs oder einer Wärmeverformung
und verkürzt
auch die Lebensdauer der Spulen selbst.
- (3) Als ein Verfahren zum Lösen
des obigen Nachteils wird es erwogen, Durchgangslöcher an den
Stützelementen
zu bilden, und die Induktionsheizspulen um den Umfang der Verteilereinrichtung
durch diese Durchgangslöcher
zu wickeln. Jedoch führt
das Formen der Durchgangslöcher in
die Stützelemente,
die aus einem Material wie beispielsweise Keramik gebildet sind,
zu höheren Kosten.
Die Durchgangslöcher
schwächen
ferner die Festigkeit der Stützelemente.
- (4) Die jeweiligen Spulen 15 sind miteinander über Verbindungsleitungen
verbunden. Diese Verbindungsleitungen sind an eine externe Energieversorgungsquelle
durch die Rückplatte 2 verbunden.
Ein Nachteil zeigt sich demgemäß darin, dass
die Spulen 15 zu einer Zeit, zu der ein Wechsel, eine Wartung
oder eine Reparatur der Verteilereinrichtung 10 durchgeführt wird,
schwierig demontiert werden kann und daher die Verarbeitbarkeit
verschlechtert.
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Die
JP-A-580427 offenbart eine Vorrichtung zum Gießen von Plastik. Dieser Stand
der Technik weist den Nachteil auf, dass das Material nicht gleichmäßig über die
gesamte Länge
eines Kanals geheizt wird, wegen des Vorkommens von gebogenen Übergängen des
Kanals, was zu einer Spulenwicklung führt, die nicht homogen ist.
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Die
FR-A-2490548 offenbart ebenfalls eine Vorrichtung zum Gießen von
Plastik. Hier wird ein spezifscher elektrischer Schaltkreis mit
einem Gestänge
versehen, das unterhalb einer Verteilereinrichtung angeordnet ist.
Da das Gestänge
nicht um einen Kanal herumgewickelt ist, ist die Wärmeübertragung
nicht gleichmäßig.
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Die
vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf diese Nachteile getätigt und
es ist eine ihrer Aufgaben, ein Induktionsheizverfahren für eine Verteilereinrichtung
einer Heißkanalgussform
und eine Spuleneinheit zum Induktionsheizen anzugeben, mit der es
möglich
ist, Material über
die gesamte Länge
eines Kanals gleichmäßig zu heizen,
ohne die Festigkeit eines Stützelementes
zu schwächen,
und indem die Spule einfach an der Verteilereinrichtung angebracht
und von dieser wieder gelöst
werden kann.
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Die
Anpresskraft wirkt auf die Verfeilereinrichtung 10 in eine
mit ihrer Anpressrichtung übereinstimmenden
Richtung (die eine durch einen Pfeil X in 9 gezeigte
Richtung ist). Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben die
vorliegende Erfindung getätigt
angesichts der Tatsache, dass keine Anpresskraft auf eine Seitenoberfläche 10b der
Verteilereinrichtung 10 wirkt, die parallel zur Anpressrichtung
ist. Mit anderen Worten braucht die Verteilereinrichtung 10 nur
durch die Stützelemente 16 an
einer Oberfläche 10a abgestützt zu werden,
die rechtwinklig zu der Anpressrichtung ist, und ein Raum in einer Längsrichtung
kann über
die gesamte Länge
des Kanalabschnitts 12 auf der Seitenoberfläche 10b sichergestellt
werden.
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Noch
genauer betrifft die vorliegende Erfindung ein Induktionsheizverfahren
für eine
Verteilereinrichtung in einer Heißkanalgussform, die eine feste
Gussform und eine bewegliche Gussform umfasst, wobei die Verteilereinrichtung
einen Kanal mit Seitenoberflächen
hat, wo keine Anpresskraft durch die feste Gussform und die bewegliche
Gussform angelegt wird, wobei das Induktionsheizverfahren durch die
folgenden Schritte charakterisiert wird:
- Wickeln einer Spule
auf den Seitenoberflächen,
sodass sie vier Wickelabschnitte hat, die sich fortlaufend als eine
Einheit erstrecken, wobei zwei der vier Wickelabschnitte sich in
die gleiche Richtung wie die Kanalachse erstrecken und jeweils gegenüber verlaufen
und wobei der Rest der Wikkelabschnitte zwischen den zwei Wickelabschnitten
angeordnet ist, jeweils einander gegenüberliegend, sodass es die vier Wickelabschnitte
erlauben, entlang der Seitenoberflächen des Kanals der Verteilereinrichtung
angeordnet zu werden, und,
- Durchführen
eines Induktionsheizens der Verteilereinrichtung von den Seitenoberflächen durch
die Wickelabschnitte auf den Seitenoberflächen.
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Gemäß diesem
Verfahren kann das Material innerhalb der Verteilereinrichtung gleichmäßig über seine
gesamte Länge
geheizt werden. Das Befestigen und das Loslösen der Spule an die und von
der Verteilereinrichtung wird ebenfalls leicht möglich sein.
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Ebenfalls
kann ein Verfahren zum Einsatz kommen, bei dem die Spule so gewickelt
ist, dass sie sich in einer Spiralform von der Seitenoberfläche zu einer
Oberfläche
orthogonal zu der Anpressrichtung erstreckt, und die Verteilereinrichtung
wird von der Seitenoberfläche
und der Oberfläche
orthogonal zu der Anpressrichtung durch diese Spiralspule induktionsgeheizt.
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Gemäß diesem
Verfahren kann das Induktionsheizen der Verteilereinrichtung nicht
nur von der Seitenoberfläche
durchgeführt
werden, sondern auch von der Oberfläche orthogonal zu der Anpressrichtung,
sodass die Temperatur des Materials gleichmäßiger gemacht werden kann.
Das Befestigen und das Loslösen
der Spule zu der und von der Verteilereinrichtung wird ebenfalls
leicht ermöglicht.
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Des
Weiteren kann ein Verfahren angewendet werden, bei dem die Verteilereinrichtung
in eine Vielzahl von Bereichen unterteilt wird, um jeden Bereich
in eine einzelne Region aufzuteilen, und die Spiralspule wird für jede Region
gewickelt, um ein Induktionsheizen durchzuführen.
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Indem
Spiralspulen verwendet werden, wird es ermöglicht, eine Spule leicht um
einen beliebigen Bereich zu wickeln und ein Induktionsheizen der
Verteilereinrichtung von der Seitenoberfläche auszuführen. Es wird ferner möglich sein,
die Temperatur des Materials jedes Bereichs auf eine gewünschte Temperatur
einzustellen.
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Eine
Induktionsheizeinheit gemäß der vorliegenden
Erfindung ist eine Induktionsheizeinheit für eine Verteilereinrichtung
in einer Heißkanalgussform, die
eine feste Gussform und eine bewegliche Gussform umfasst, wobei
die Verteilereinrichtung einen Kanal mit Seitenoberflächen hat,
an denen keine Anpresskraft durch die feste und bewegliche Gussform ausgeübt wird,
wobei die Spuleneinheit charakterisiert ist durch:
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Eine
gewickelte Spule auf den Seitenoberflächen, die vier Wickelabschnitte
aufweist, die sich fortlaufend als eine Einheit erstrecken, wobei
zwei der vier Wickelabschnitte sich in die gleiche Richtung wie die
Kanalachse erstrecken und sich einander gegenüberliegen, wobei der Rest der
Wickelabschnitte zwischen den zwei Wickelabschnitten einander gegenüber angeordnet
ist, um es zu ermöglichen,
dass die vier Wickelabschnitte entlang den Seitenoberflächen des
Kanals der Verteilereinrichtung angeordnet werden, um die Verteilereinrichtung
von den Seitenoberflächen
zu heizen.
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Mit
dieser Anordnung kann das Material gleichmäßig über die gesamte Länge des
Kanals geheizt werden. Die Spule kann des Weiteren leicht an der
Verteilereinrichtung angebracht und von dieser gelöst werden.
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Die
Induktionsheizeinheit für
eine Verteilereinrichtung einer Heißkanalgussform kann eine Spule
umfassen, die einen Körper
mit einer Einrichtung umfasst und die entlang den Seitenoberflächen der Verteilereinrichtung
angeordnet ist und die gewickelte Spule wird durch den Spulenhaltekörper gehalten.
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Der
Spulenhaltekörper
kann so vorgesehen werden, dass er an den Kanal der Verteilereinrichtung
anbringbar und von diesem wieder lösbar ist.
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Alternativ
dazu kann der Spulenhaltekörper auf
beiden der einander gegenüber
liegenden Seitenoberflächen
der Verteilereinrichtung rücklings
der Oberfläche
orthogonal zu der Anpressrichtung vorgesehen werden, wobei eine
Spule durch den Spulenhaltekörper
in einer Spiralweise gehalten wird.
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Mit
dieser Anordnung kann das Induktionsheizen der Verteilereinrichtung
nicht nur von den Seitenoberflächen,
sondern auch von der Oberfläche
orthogonal zu der Anpressrichtung ausgeführt werden, sodass die Temperatur
des Materials noch gleichmäßiger gemacht
werden kann. Das Befestigen der Spulen an der Vereilereinrichtung
und das Lösen
der Spulen von der Verteilereinrichtung wird ebenfalls einfach werden.
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Kurze
Beschreibung der Figuren:
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1 zeigt
eine Ausführungsform
des Induktionsheizverfahrens der Erfindung.
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2 ist
eine perspektivische Ansicht, die eine schematische Darstellung
eines Spulenkörpers zeigt,
der um die Verteilereinrichtung gebildet ist, gemäß dem in 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel.
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3 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel des
Induktionsheizverfahrens von 1.
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4 zeigt
eine Vorderansicht einer Spuleneinheit zum Induktionsheizen gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
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5 zeigt
eine Draufsicht auf die Spuleneinheit zum Induktionsheizen von 4.
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6 ist
eine Ansicht aus einer Richtung, wie durch die Pfeile I-I der Spuleneinheit
zum Induktionsheizen der 4 angezeigt.
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7 zeigt
ein anderes Ausführungsbeispiel einer
Spuleneinheit zum Induktionsheizen der vorliegenden Erfindung, wobei (A) eine Draufsicht auf die Spuleneinheit zum
Induktionsheizen ist und (B) eine
Seitenansicht ist, die eine Stellung zeigt, bei der die Spuleneinheit
zum Induktionsheizen an der Verteilereinrichtung angebracht ist.
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8 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Spuleneinheit zum Induktionsheizen der vorliegenden Erfindung und
ist eine Draufsicht auf die Spuleneinheit zum Induktionsheizen.
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9 ist
eine Seitenansicht einer Verteilereinrichtung gemäß des Standes
der Technik der vorliegenden Erfindung.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
eines Induktionsheizverfahrens für
eine Verteilereinrichtung in einer Heißkanalgussform gemäß der vorliegenden
Erfindung werden nachfolgend mit Bezug auf die Figuren erläutert. Es
ist anzumerken, dass Bereiche und Elemente, die identisch zu denen
der Verteilereinrichtung, wie in 9 gezeigt,
sind, mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und detaillierte
Erklärungen
davon weggelassen werden.
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1 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
des Induktionsheizverfahrens der Erfindung. Beide Enden der Verteilereinrichtung 10 in
Längsrichtung
können durch
Befestigungselemente 22, 22 an der Rückplatte 2 befestigt
werden. In diesem Ausführungsbeispiel ist
eine Spule spiralartig so gewickelt, dass sie sich von der Seitenfläche 10b der
Verteilereinrichtung 10 zu der Fläche 10a erstreckt,
während
sie die Befestigungselemente 22, 22 umgeht. Die
derartig geformte Spuleneinheit nimmt eine Form eines an seinem
Zentralbereich geöffneten
Sattels an, wie in 2 gezeigt. Der Spulenkörper, der
solch eine Form hat wie in 2 gezeigt,
kann einfach an der Verteilereinrichtung 10 von der Fläche 10a auf
der Rückplatten 2-Seite
befestigt werden.
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Sogar
in diesem Ausführungsbeispiel
kann der Kanalbereich 12 der Verteilereinrichtung 10 gleichermaßen über die
gesamte Länge
geheizt werden, wenn eine Spannung an die Spule 18 angelegt
wird, und das darin enthaltene Material kann gleichmäßig geheizt
werden.
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3 zeigt
ein anderes Ausführungsbeispiel des
Induktionsheizverfahrens von 1. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die Verteilereinrichtung 10 in eine Vielzahl von Bereichen
unterteilt. Spulen 19 sind so gewickelt, dass sie sich
von der Seitenoberfläche 10b zu
der Fläche 10a in
den jeweiligen Bereichen erstrecken. In dem gezeigten Beispiel ist
die Verteilereinrichtung 10 in drei Bereiche von beiden
Endabschnitten unterteilt, die durch die Stützelemente 16 abgestützt werden
und wobei ein Zentralabschnitt einen Eingussbereich 11 aufweist.
Die Anzahl der Unterteilung ist nicht auf drei beschränkt, sondern kann
auch zwei oder nicht weniger als vier sein. Durch das Befestigen
der Spulen 19 an den jeweils unterteilten Bereichen auf
diese Art kann die Verteilereinrichtung 10 für jeden
gewünschten
Bereich geheizt werden. Es ist weiterhin möglich, das Material über die
gesamte Länge
des Kanalbereichs 12 gleichmäßig zu heizen, indem eine vorbestimmte
Anzahl von Spuleneinheiten angebracht wird, die von gewickelten
Spulen 19 entsprechend der Länge der Verteilereinrichtung 10 umfasst
sind, unabhängig
davon, ob die Abmessung der Verteilereinrichtung 10 entweder
lang oder kurz ist. In diesem Fall ist es wünschenswert, die jeweiligen
Spulen 19 so zu verbinden, dass sie mittels Verbindungen
gegenseitig befestigbar und loslösbar
sind.
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Ein
Ausführungsbeispiel
einer Spuleneinheit zum Induktionsheizen gemäß der vorliegenden Erfindung
wird nun im Detail mit Bezug auf die 4 bis 6 erläutert.
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4 ist
eine Vorderansicht einer Spuleneinheit zum Induktionsheizen gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, 5 ist eine
Draufsicht auf die Spuleneinheit zum Induktionsheizen von 4,
und 6 ist eine Ansicht aus einer Richtung wie durch
die Pfeile I-I der Spuleneinheit zum Induktionsheizen von 4 angezeigt.
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Eine
Spuleneinheit zum Induktionsheizen 30 umfasst einen hohlen
und sattelförmigen
Spulenhaltekörper 32,
der frei an der Verteilereinrichtung 10 befestigbar und
von der Verteilereinrichtung 10 loslösbar ist, eine Spule 33,
die durch den Spulenhaltekörper 32 gehalten
wird und eine Abdeckung 36, um eine Außenseite des Spulenhaltekörpers 32 abzudecken.
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Der
Spulenhaltekörper 32 ist
aus nicht leitendem Material mit überragenden Hitzebeständigkeitseigenschaften
gebildet, z.B. Keramik. Auf einer Oberfläche davon ist eine spiralenförmige durchgängige Nut 32a entlang
einer äußeren Anordnung
des Spulenhaltekörpers 32 gebildet.
Die Spule 33 ist in diese Nut 32a eingepasst,
während
sie spiralenförmig
gewickelt und dort gehalten ist. Die in die Nut 32a eingepasste
Spule 33 kann an dem Spulenhaltekörper 32 durch beliebigen
und geeigneten Klebstoff oder Ähnlichem
befestigt werden, der überragende
Hitzebeständigkeitseigenschaften
aufweist. Beide Enden der Spule 33 werden außerhalb
der Spuleneinheit zum Induktionsheizen 30 durch ein Anschlusshandhabungselement 35 geführt, das
auf einer Seite des Spulenhaltekörpers 32 bereitgestellt
wird.
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Der
Spulenhaltekörper 32 ist
des Weiteren mit den in Eingriff stehenden Sperrhaken 34 an
beiden Enden seines Öffnungsabschnitts
ausgestattet, um mit den Eckabschnitten der Verteilereinrichtung 10 im
Eingriff zu stehen. Die in Eingriff stehenden Sperrhaken 34 sind
so gebildet, dass sie jeweils eine sich verjüngende Form annehmen, von der
Seitenoberfläche
betrachtet, um ein einfaches Befestigen an die und Loslösen von
der Verteilereinrichtung 10 der Spuleneinheit zum Induktionsheizen 30 zu
ermöglichen.
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Eine
oder eine Vielzahl der Spuleneinheiten zum Induktionsheizen 30 der
oben beschriebenen Anordnung kann in einer Längsrichtung der Verteilereinrichtung 10 montiert
werden. In einem Fall, dass die Vielzahl der Spuleneinheiten zum
Induktionsheizen 30 in der Längsrichtung befestigt sind,
ist es wünschenswert,
die Spulen 33 der jeweiligen Spuleneinheiten zum Induktionsheizen 30 durch
Verbindungen 40 zu verbinden. Die Verbindung 40 kann
jegliche übliche
Anordnung haben, solange beide Enden der Spule 33 und Verbindungsleitungen 39 einfach
miteinander verbunden werden können.
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Die
Verbindung 40 in diesem Ausführungsbeispiel weist ein Gehäuse 41 auf,
dessen Inneres mit zwei Kammern 43a, 43b durch
eine isolierende Unterteilung 42 gebildet wird, und leitende
Halteelemente 44a, 44b, die jeweils in die Kammern 43a, 43b des
Gehäuses 41 eingebracht
werden. Die Halteelemente 44a, 44b werden jeweils
mit Nuten 46a, 46b gebildet, in die beide Enden
der Spule 33 und der Verbindungsleitung 39 eingepasst
werden. Das Gehäuse 41 ist
des Weiteren in einer Struktur gebildet, die vertikal in zwei Teile
unterteilbar ist. Eines dieser Teile dient als ein Halteelement,
um beide Enden der Spule 33 und der Verbindungsleitungen 39 durch
Zusammendrücken
zu befestigen, und es ist weiterhin vorgesehen, eine Demontage und
eine Montage durch Bolzen 48 zum Montieren der Verbindung 40 zu
der Rückplatte 2 zu
ermöglichen
(siehe 9). Daher wird durch Lösen der Bolzen 48 das
Gehäuse 41 der
aufteilbaren Anordnung gelöst,
um das Befestigen und das Lösen
beider Enden der Spule 33 und der Verbindungsleitungen 39 zu
ermöglichen.
Weil die Halteelemente 44a, 44b aus einem Metall
gebildet sind, das überragende
Leitfähigkeit
aufweist, wie bspw. Eisen, Stahl oder Aluminium, können beide Enden
der Spule 33 und der Verbindungsleitungen 39 auf
eine einfache und zuverlässige
Weise verbunden werden, indem einfach beide Enden der Spule 33 und
der Verbindungsleitungen 39 jeweils an den Nuten 46a, 46b befestigt
werden und indem die Bolzen 48 fest gemacht werden.
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In
der Spuleneinheit zum Induktionsheizen 30, die um den Eingussabschnitt 11 zu
montieren ist, ist es wünschenswert,
einen Anpassungs-Montierabschnitt 50 zu bilden, der den
Eingussbereich 11 umgibt. Mit dem Anpassungs-Montierbereich 50 kann die
Spuleneinheit zum Induktionsheizen 30 ge nau über der
Verteilereinrichtung 10 positioniert werden. Indem eine
Spule (nicht gezeigt) um den Anpassungs-Montierbereich 50 gewickelt
wird, kann das Material in dem Eingussbereich 11 auch geheizt
werden. Es ist anzumerken, dass der Eingussbereich 11 der
Verteilereinrichtung 10 vorzugsweise von geradliniger Form
ist, ohne irgendwelche Überstände wie bspw.
Kanten angesichts des Befestigens und Loslösens der Spuleneinheit zum
Induktionsheizen 30, die mit dem Anpassungs-Montierbereich 50 bereitgestellt
wird. Des Weiteren ist es wünschenswert,
dass die Dicke des Eingussbereichs 11 so dünn wie möglich gemacht
wird, um ein effektives Heizen durch Induktionsheizen zu gewährleisten.
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Wenn
die Spuleneinheit zum Induktionsheizen 30 der oben beschriebenen
Anordnung an die Verteilereinrichtung 10 montiert wird
und Strom durch die Verbindungsleitungen 39 und die Verbindung 40 an
die Spule 33 angelegt wird, wird die Verteilereinrichtung 10 von
der Seite der Seitenfläche 10b induktionsgeheizt,
sodass das Material innerhalb des Kanals 12 (siehe 9)
gleichmäßig geheizt
wird.
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Ein
anderes Ausführungsbeispiel
der Spuleneinheit zum Induktionsheizen gemäß der vorliegenden Erfindung
wird nun mit Bezug auf 7 erläutert.
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Wie
in 7(a) gezeigt, umfasst eine Spuleneinheit
zum Induktionsheizen 50 des gezeigten Ausführungsbeispiels
ein taschenähnliches
wärmebeständiges Tuch 51,
das um die Verteilereinrichtung 10 gewickelt ist und daran
angebracht ist, eine spiralförmige
Spule 53, die an einer Innenseite des taschenähnlichen
wärmebeständigen Tuchs 51 angebracht
ist, und schnurähnliche
Festmacheabschnitte 52, die an beiden Enden des wärmebeständigen Tuchs 51 vorgesehen
sind.
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Das
wärmebeständige Tuch 51 beinhaltet gewobene
wärmebeständige Fasern,
wie bspw. Aluminiumoxidfasern oder Aluminiumsilicatfasern, in einer
taschenähnlichen
Weise. Alternativ dazu ist es möglich,
das Tuch 51 in einer taschenähnlichen Weise zu bilden, indem
eine Vielzahl von wärmebeständigen Tüchern miteinander
verklebt oder vernäht werden.
Eine Öffnung 55 kann
auf einem vorbestimmten Abschnitt des wärmebeständigen Tuchs 51 gebildet
werden, die das Einsetzen des Eingusses 11 oder Ähnlichem
erlaubt, wie in 7 gezeigt.
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Die
Spule zum Induktionsheizen 53 ist innerhalb des taschenähnlichen
wärmebeständigen Tuchs 51 in
einer spiralartigen Weise angeordnet. Die Spule zum Induktionsheizen 53 wird
vorher in einer spiralartigen Weise gewickelt, sodass benachbarte
Leitungen sich gegenseitig nicht kontaktieren. Diese Spule zum Induktionsheizen 53 ist
an das wärmebeständige Tuch 51 im
Innern des taschenählichen
wärmebeständigen Tuchs 51 mittels
eines wärmebeständigen Elements,
bspw. eine der oben aufgelisteten wärmebeständigen Fasern oder Ähnlichem,
aufgenäht.
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Beide
Enden der Spule zum Induktionsheizen 53 ragen aus dem taschenähnlichen
wärmebeständigen Tuch 51 nach
außen
heraus.
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Die
schnurähnlichen
Festmacheabschnitte 52 können aus einem Teil des wärmebeständigen Tuchs 51 gebildet
werden, und es ist alternativ dazu möglich, getrennt gebildete Festmacheabschnitte 52 an
beide Enden des wärmebeständigen Tuchs 51 anzunähen, indem
eine der oben aufgelisteten wärmebeständigen Fasern
oder Ähnliches
verwendet wird.
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Die
dadurch angeordnete Spuleneinheit zum Induktionsheizen 50 wird
gebogen, um zu der Außenform
der Montierabschnitte der Verteilereinrichtung 10 zu passen,
wie in 7 gezeigt. Die Festmacheabschnitte 52, 52 an
beiden Enden des wärmebeständigen Tuchs 51 werden
rücklings
der Verteilereinrichtung 10 verschnürt.
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Auf
diese Weise kann die Spule zum Induktionsheizen 53 zusammen
mit dem wärmebeständigen Tuch 51 an
der Verteilereinrichtung 10 angebracht werden.
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Danach
werden beide Enden der Spule 53, die außerhalb der Spule zum Induktionsheizen 53 herausragen,
mit Verbindungsleitungen (nicht gezeigt) verbunden, die an eine
externe Energiequelle angeschlossen sind.
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Die
Festmacheabschnitte sind nicht auf diejenigen des oben beschriebenen
Ausführungsbeispiels
beschränkt.
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Es
ist beispielsweise möglich,
männliche Verschlüsse 57 an
beiden Enden des wärmebeständigen Tuchs 51 vorzusehen
und weibliche Verschlüsse 59 an
beiden Enden der schnurähnlichen
Festmachelemente 58 vorzusehen, die als getrennte Körper von
dem wärmebeständigen Tuch 51 ausgebildet sind,
wie in 8 gezeigt. Indem die männlichen Verschlüsse 57 und
die weiblichen Verschlüsse 59 zusammengefügt werden,
können
beide Enden des wärmebeständigen Tuchs 51 durch
die Festmachelemente 58 verbunden werden.
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Obwohl
nicht in den Figuren gezeigt, können beide
Enden des wärmebeständigen Tuchs
durch wärmebeständige Leitungen
als ein anderes Ausführungsbeispiel
verbunden werden.
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Gemäß diesen
Ausführungsbeispielen
kann das Befestigen der Spuleneinheit zum Induktionsheizen 50 an
der Verteilereinrichtung, sowie das Lösen der Spuleneinheit von der
Verteilereinrichtung in noch einer einfacheren Weise erfolgen, und
solche Ausführungsbeispiele
sind auch im Hinblick auf die Kosten vorteilhaft.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung, wird eine Spule zum Induktionsheizen an einer Seitenfläche gewickelt,
an der keine Anpresskraft einer Verteilereinrichtung entlang einer
axialen Richtung eines Kanals wirkt. Die Spule kann über die
gesamte Länge des
Kanals gewickelt werden, um die Temperatur des flüssigen Materials,
das in dem Kanal enthalten ist, einheitlich zu machen, und es ist
demgemäß möglich, Unregelmäßigkeiten
in der Qualität
von spritzgegossenen Artikeln und das Auftreten von Gussmängeln zu
vermeiden.
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Da
das Material gleichmäßig geheizt
werden kann, wird es nicht mehr erforderlich sein, ein Heizen in
Teilen auszuführen
bei einer Temperatur, die deutlich höher als ein Schmelzpunkt ist,
wenn ein Spritzgießen
von flüssigem
Material durchgeführt
wird, dass einen hohen Schmelzpunkt hat und eine vorteilhafte Wärmeleitfähigkeit
aufweist, wie bspw. Magnesium, und dadurch die Gefahr eines Auslaufens
oder einer Wärmeverformung
oder Ähnlichem
dadurch zu reduzieren. Die Lebensdauer einer Spule selbst wird ebenfalls
nicht verkürzt.
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Da
eine Spule ohne Rücksicht
auf Stützelemente
gewickelt werden kann, wird die Festigkeit der Stützelemente
nicht geschwächt
werden.
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Spulen
können
einfach an die Verteilereinrichtung angebracht und von dieser wieder
gelöst werden
und daher ist eine überragende
Verarbeitbarkeit gegeben.
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Die
vorliegende Erfindung ist weithin anwendbar bei Gussformen, beim
Heißkanalspritzgießen, nicht
nur für
Granulat, sondern auch für
Metalle, wie bspw. Magnesiumlegierungen, Aluminiumlegierungen oder
Zinklegierungen.